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Ablauf Einer Rangierfahrt

Das Dokument beschreibt detailliert den Ablauf einer Rangierfahrt. Es werden alle notwendigen Schritte wie das Rangiergespräch, das Kuppeln der Wagen, die Fahrbereitschaftsprüfung und das sichere Anhalten am Zielgleis erläutert.

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Oliver Opitz
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Ablauf einer Rangierfahrt

1. Auftrag vom Disponenten


2. Beschaffung eines Tf´s und Tfz
3. Rangiergespräch (Ziel/Zweck/Besonderheit)
4. An zu bewegende Fahrzeuge heranfahren (Gleis)
5. Sicherung der Fahrzeuge sicherstellen
6. Aufdrücken
7. Fahrzeuge an Lok kuppeln
8. Fahrbereitschaft feststellen
-gemeinsam zu bewegende Fahrzeuge  untereinander gekuppelt (Ausnahme an
Trennstellen für Ablaufberg)
-Bremsen müssen gelöst sein
-Sicherungsmittel müssen entfernt werden
-Mitfahrende müssen benachrichtigt werden
-Außentüren von Reisezugwagen müssen verschlossen werden
-soweit erforderlich Bremsprobe durchführen, besetzte Handbremsen auf Funktion
prüfen
-bei Ablaufen/Abstoßen müssen genügend Hemmschuhe zur Verfügung stehen
Zusatzanlagen:
- Personen die Be-/Entladen sind nicht im Wagen befinden & Ladearbeiten
abgeschlossen sind
- Regellichtraum muss frei sein (Entfernen von Versorgungsleitungen)
- Lose Fz-Teile ordnungsgemäß festlegen & bewegliche Fz-Einrichtungen
richtiggestellt und verriegelt sind
Zustimmen:
- vor Fz-bewegung ist Zustimmung des Weichenwärters erforderlich durch z.B.: -
Sh1, Ra 12 mündlich, hochhalten eines Armes/weißer Handlampe
 keine Zustimmung des Ww im OW – Bereich (Ortsgestellte Weichen,
Handweichen)
Fahrauftrag:
Auftrag zur Fahrt darf erst erteilt werden wenn:
- Zustimmung des Ww gegeben,
- Fahrbereitschaft festgestellt
- Beteiligte benachrichtigt worden sind
- Erteilung durch: Signale Sh 1, Ra 12 oder mündl.
-  Wechsel der Fahrtrichtung = neuer Fahrauftrag
Fahrweg beobachten:
Bei jeder gezogener Fahrzeugbewegung muss der Triebfahrzeugfüherer, Fahrweg und
Signale beobachten und darauf achten, dass:
- Fahrweg frei
- Weichen, Gleissperren, Drehscheiben, Schiebebühnen, Gleisbremsen & sonstige
Einrichtungen richtig gestellt sind
- einmündende Gleisabschnitte bis Grenzzeichen frei
- kein Fz nähert sich dem Fahrweg in gefährlicher Weise
- kein Fz unbeabsichtigt über Grenzzeichen am anderen Ende des Gleises gelangt
- Bü gesichert ist
Bei geschobenen Fahrten, übernimmt Rb diese Tätigkeiten!
- Tfz mit gehobenem Stromabnehmer nur in Fahrweg mit Oberleitung eingelassen
& diese weder abgeschaltet noch gestört ist
Rangierfahrt:
1. Auftrag vom Disponenten; Tf sagen, dass wir Rb & Tf zusammenarbeiten
2. Rangiergespräch
- Ziel, Zweck, Besonderheit
- Rangierseite festlegen (bei Rangieren mit Ra-Signalen)
!Keine Angabe wie Links/rechts!
- kein Funk (Besonderheit)
- ohne Druckluft/mit Druckluft rangieren (Besonderheit)
- Fdl./Ww. Bescheid sagen wenn Fz mit Stromabnehmern (Besonderheit)
3. Weichen
- Stumpf befahren: stellen oder richtigen Fahrweg einstellen
- Spitz befahren: stellen oder richtigen Fahrweg einstellen  NACHDRÜCKEN
 stumpf befahren & falsch gestellt = SOFORT anhalten, Weiche muss überprüft
werden
4. An Wagen fahren
- Prüfen wie gesichert: Hemmschuh, Handbremse
 Ra 2; Tf ansprechen; Ra 3

Fahrbereitschaft feststellen:
1. Ordnungsgemäß kuppeln
- Unter Puffer durchschwingen, an vorgesehenen Griffen festhalten  in den
freizuhaltenden Raum
- Schraubenkupplung einhängen (vom Wagen, um Lok zu schonen bzw. weniger
Verschleiß; Lok ist teurer)
- Schraubenkupplung anziehen, sodass Puffer leicht auf Spannung sind (aber nicht
beim Rangieren)
- Lok ausblasen, Bremsleitung kuppeln
- Luftabsperrhähne möglichst gleichzeitig öffnen (beim Entkuppeln erst Fahrzeug
was wegfährt, dann das stehenbleibende)
 aus freizuhaltendem Raum raus
! Wenn 2 Kupplungen in einem Zughaken: erst Fz sichern, dann korrigieren!
2. Hemmschuh/Handbremsen
- nach Sicherung mit Lok entfernen, außer Fz die stehen bleiben ggf. noch sichern
3. Bremsprobe
- Vereinfachte Bremsprobe beim Rangieren
- Zp6: Bremse anlegen  hat Bremse angelegt? Bei defekt sofort abschalten
- Zp7: Breme lösen  hat Bremse gelöst?
- Zp8: Bremse in Ordnung  insoweit keine Komplikationen aufgetreten sind
4. Außentüren schließen
5. Bremsstellung
- Kugelgriff (Güterzug oder Personenzug) nur bei gelöster Bremse stellen
- Rangieren grundsätzlich in G, außer alle Fz an HLL, dann P  bei G, Lok:G
6. Bremse lösen
- Lösezug ziehen (autom. =kurzes ziehen, warten bis nichts mehr zischt; keine
autom. =ganze Zeit festhalten, bis nichts mehr zischt
 entlüften/lösen
- Kontrollieren ob gelöst  Bremsstellung ist egal, da nicht gebremst
7. Mitfahrende verständigen
8. Prüfen ob Versorgungsleitungen angeschlossen  wenn ja, Kunden informieren
9. Regellichtraum frei von Gegenständen
10. Tf. Besonderheiten mitteilen

Fahrt beginnen:
- Platz zur Fahrt einnehmen
- Ra1/2 (gezogen/geschoben)
- Ra5 (Rangierhalt) um Weiche zu stellen (W muss in Endlage sein, nachdrücken)
- Ra Signale 1-5 sind sichtbar und hörbar zu geben, Tf muss mind. sehen, Ausnahme
Ra5, da nur sehen oder hören möglich
Gleisbögen:
- Auf Höhe des Puffers neben Fahrzeug laufen, vorher Ra5 zum Ab-/Aufsteigen oder
langsamer fahren lassen (Arm heben und lang pfeifen bis gewünschte
Geschwindigkeit erreicht ist)
Ankunft:
- Sichern (Hemmschuh mindestens ein Paar (2), außer örtl. Zusätze lassen einen zu
(bei Gefälle) Abstellen mit Druckluft: max. 1 Stunde; mindestens 3 gebremste
Fahrzeuge
- HLL Entkuppeln
- HLL entleeren (10sek.)
- Abhängen
- Lok vorziehen lassen

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