Soldatengesetz
Soldatengesetz
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Inhaltsbersicht
Erster Abschnitt Gemeinsame Vorschriften 1. Allgemeines 1 Begriffsbestimmungen 2 Dauer des Wehrdienstverhltnisses; Dienstzeitberechnung 3 Ernennungs- und Verwendungsgrundstze 4 Ernennung, Dienstgradbezeichnungen, Uniform 4a Berechtigung zum Tragen der Uniform auerhalb eines Wehrdienstverhltnisses 5 Gnadenrecht
2. Pflichten und Rechte der Soldaten 6 Staatsbrgerliche Rechte des Soldaten 7 Grundpflicht des Soldaten 8 Eintreten fr die demokratische Grundordnung 9 Eid und feierliches Gelbnis 10 Pflichten des Vorgesetzten 11 Gehorsam 12 Kameradschaft 13 Wahrheit 14 Verschwiegenheit 15 Politische Bettigung 16 Verhalten in anderen Staaten 17 Verhalten im und auer Dienst 18 Gemeinschaftsunterkunft und Gemeinschaftsverpflegung 19 Verbot der Annahme von Belohnungen oder Geschenken, Herausgabe- und Auskunftspflicht 20 Nebenttigkeit 20a Ttigkeit nach dem Ausscheiden aus dem Wehrdienst 21 Vormundschaft und Ehrenmter 22 Verbot der Ausbung des Dienstes 23 Dienstvergehen 24 Haftung 25 Wahlrecht; Amtsverhltnisse -1-
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26 27 28 28a 29 30 30a 30b 31 32 33 34 35 35a 36 Verlust des Dienstgrades Laufbahnvorschriften Urlaub Urlaub bis zum Beginn des Ruhestandes Personalakten Geld- und Sachbezge, Versorgung Teilzeitbeschftigung Zusammentreffen von Urlaub und Teilzeitbeschftigung Frsorge Dienstzeitbescheinigung und Dienstzeugnis Staatsbrgerlicher und vlkerrechtlicher Unterricht Beschwerde Beteiligungsrechte der Soldaten Beteiligung an der Gestaltung des Dienstrechts Seelsorge
Zweiter Abschnitt Rechtsstellung der Berufssoldaten und der Soldaten auf Zeit
1. Begrndung des Dienstverhltnisses 37 Voraussetzung der Berufung 38 Hindernisse der Berufung 39 Begrndung des Dienstverhltnisses eines Berufssoldaten 40 Begrndung des Dienstverhltnisses eines Soldaten auf Zeit 41 Form der Begrndung und der Umwandlung
3. Beendigung des Dienstverhltnisses a) Beendigung des Dienstverhltnisses eines Berufssoldaten 43 Beendigungsgrnde 44 Eintritt und Versetzung in den Ruhestand 45 Altersgrenzen 45a Umwandlung 46 Entlassung 47 Zustndigkeit, Anhrungspflicht und Fristen bei der Entlassung 48 Verlust der Rechtsstellung eines Berufssoldaten 49 Folgen der Entlassung und des Verlustes der Rechtsstellung eines Berufssoldaten 50 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand 51 Wiederverwendung 51a (weggefallen) 52 Wiederaufnahme des Verfahrens 53 Verurteilung nach Beendigung des Dienstverhltnisses b) Beendigung des Dienstverhltnisses eines Soldaten auf Zeit 54 Beendigungsgrnde 55 Entlassung 56 Folgen der Entlassung und des Verlustes der Rechtsstellung eines Soldaten auf Zeit 57 Wiederaufnahme des Verfahrens, Verurteilungen nach Beendigung des Dienstverhltnisses
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Dritter Abschnitt Rechtsstellung der Soldaten, die nach Magabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leisten Regelung durch Gesetz; -2-
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Form der Befrderung
1. Umfang und Arten der Dienstleistungen 59 Personenkreis 60 Arten der Dienstleistungen 61 bungen 62 Besondere Auslandsverwendungen 63 Hilfeleistungen im Innern 63a Hilfeleistungen im Ausland
2. Dienstleistungsausnahmen 64 Dienstunfhigkeit 65 Ausschluss von Dienstleistungen 66 Befreiung von Dienstleistungen 67 Zurckstellung von Dienstleistungen 68 Unabkmmlichstellung
3. Heranziehungsverfahren 69 Zustndigkeit 70 Verfahren 71 rztliche Untersuchung, Anhrung 72 Heranziehung von ungedienten Dienstleistungspflichtigen 73 Heranziehung von gedienten Dienstleistungspflichtigen
4. Beendigung der Dienstleistungen und Verlust des Dienstgrades 74 Beendigung der Dienstleistungen 75 Entlassung aus den Dienstleistungen 76 Ausschluss von Dienstleistungen und Verlust des Dienstgrades
5. berwachung und Durchsetzung der Dienstleistungspflicht 77 Dienstleistungsberwachung; Haftung 78 Aufenthaltsfeststellungsverfahren 79 Vorfhrung und Zufhrung
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1. Rechtsweg 82 Zustndigkeiten
2. Rechtsbehelfe und Rechtsmittel gegen Verwaltungsakte nach dem Vierten Abschnitt -3-
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83 84 85 Besondere Vorschriften fr das Vorverfahren Rechtsmittel gegen Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Besondere Vorschriften fr die Anfechtungsklage
86 87 88 89 90 91 92 93 94
95 96 97 98
Siebter Abschnitt Bugeldvorschriften; bergangs- und Schlussvorschriften Bugeldvorschriften Einstellung von anderen Bewerbern Entlassung von anderen Bewerbern Mitteilungen in Strafsachen Organisationsgesetz Personalvertretung der Beamten, Angestellten und Arbeiter bergangsvorschrift fr die Laufbahnen Zustndigkeit fr den Erlass von Rechtsverordnungen bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 24. Februar 1983 (BGBl. I S. 179) bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 6. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2588) bergangsvorschrift aus Anlass des Dienstrechtsneuordnungsgesetz bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 19. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1815) bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 22. April 2005 (BGBl. I S. 1106)
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1. bei einem Soldaten, der auf Grund des Wehrpflichtgesetzes zum Wehrdienst einberufen wird, mit dem Zeitpunkt, der nach Magabe des Wehrpflichtgesetzes fr den Diensteintritt festgesetzt wird, 2. bei einem Soldaten, der nach dem Vierten Abschnitt zur Dienstleistung herangezogen wird, mit dem Zeitpunkt, der im Heranziehungsbescheid fr den Diensteintritt festgesetzt wird, 3. bei einem Berufssoldaten oder Soldaten auf Zeit mit dem Zeitpunkt der Ernennung, 4. in allen brigen Fllen mit dem Dienstantritt. (2) Das Wehrdienstverhltnis endet mit dem Ablauf des Tages, an dem der Soldat aus der Bundeswehr ausscheidet. (3) Als Dienstzeit im Sinne dieses Gesetzes oder der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen kann zu Gunsten des Soldaten auf Zeit vom 1. oder 16. eines Monats an gerechnet werden, wenn wegen eines Wochenendes, gesetzlichen Feiertages oder eines unmittelbar vorhergehenden Werktages ein anderer Tag fr den Beginn des Wehrdienstverhltnisses bestimmt worden ist und der Soldat den Dienst an diesem Tag angetreten hat. 44 Abs. 5 Satz 2 bleibt unberhrt.
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und zwar auch fr die Zeit zwischen zwei Wahlperioden. Die Verleihung eines hheren Dienstgrades ist auch nicht zulssig, wenn ein Berufssoldat oder Soldat auf Zeit, dessen Rechte und Pflichten auf Grund der 5, 6, 8 und 36 des Abgeordnetengesetzes oder entsprechender Rechtsvorschriften ruhen, einen Dienst nach 51 Abs. 6 oder 54 Abs. 4 leistet.
5 Gnadenrecht
(1) Dem Bundesprsidenten steht hinsichtlich des Verlustes der Soldatenrechte und der Rechte aus einem frheren Soldatenverhltnis das Gnadenrecht zu. Er kann die Ausbung anderen Stellen bertragen. (2) Wird im Gnadenweg der Verlust der Soldatenrechte in vollem Umfang beseitigt, so gilt von diesem Zeitpunkt ab 42 Abs. 1, 2 und 4 des Bundesbeamtengesetzes entsprechend.
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(2) Er hat die Pflicht zur Dienstaufsicht und ist fr die Disziplin seiner Untergebenen verantwortlich. (3) Er hat fr seine Untergebenen zu sorgen. (4) Er darf Befehle nur zu dienstlichen Zwecken und nur unter Beachtung der Regeln des Vlkerrechts, der Gesetze und der Dienstvorschriften erteilen. (5) Er trgt fr seine Befehle die Verantwortung. Befehle hat er in der den Umstnden angemessenen Weise durchzusetzen. (6) Offiziere und Unteroffiziere haben innerhalb und auerhalb des Dienstes bei ihren uerungen die Zurckhaltung zu wahren, die erforderlich ist, um das Vertrauen als Vorgesetzte zu erhalten.
11 Gehorsam
(1) Der Soldat muss seinen Vorgesetzten gehorchen. Er hat ihre Befehle nach besten Krften vollstndig, gewissenhaft und unverzglich auszufhren. Ungehorsam liegt nicht vor, wenn ein Befehl nicht befolgt wird, der die Menschenwrde verletzt oder der nicht zu dienstlichen Zwecken erteilt worden ist; die irrige Annahme, es handele sich um einen solchen Befehl, befreit den Soldaten nur dann von der Verantwortung, wenn er den Irrtum nicht vermeiden konnte und ihm nach den ihm bekannten Umstnden nicht zuzumuten war, sich mit Rechtsbehelfen gegen den Befehl zu wehren. (2) Ein Befehl darf nicht befolgt werden, wenn dadurch eine Straftat begangen wrde. Befolgt der Untergebene den Befehl trotzdem, so trifft ihn eine Schuld nur, wenn er erkennt oder wenn es nach den ihm bekannten Umstnden offensichtlich ist, dass dadurch eine Straftat begangen wird.
12 Kameradschaft
Der Zusammenhalt der Bundeswehr beruht wesentlich auf Kameradschaft. Sie verpflichtet alle Soldaten, die Wrde, die Ehre und die Rechte des Kameraden zu achten und ihm in Not und Gefahr beizustehen. Das schliet gegenseitige Anerkennung, Rcksicht und Achtung fremder Anschauungen ein.
13 Wahrheit
(1) Der Soldat muss in dienstlichen Angelegenheiten die Wahrheit sagen. (2) Eine Meldung darf nur gefordert werden, wenn der Dienst dies rechtfertigt.
14 Verschwiegenheit
(1) Der Soldat hat, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst, ber die ihm bei oder bei Gelegenheit seiner dienstlichen Ttigkeit bekannt gewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren. Dies gilt nicht, soweit 1. Mitteilungen im dienstlichen Verkehr geboten sind, 2. Tatsachen mitgeteilt werden, die offenkundig sind oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedrfen, oder 3. gegenber der zustndigen obersten Dienstbehrde, einer Strafverfolgungsbehrde oder einer von der obersten Dienstbehrde bestimmten weiteren Behrde oder auerdienstlichen Stelle ein durch Tatsachen begrndeter Verdacht einer Korruptionsstraftat nach den 331 bis 337 des Strafgesetzbuches angezeigt wird. Im brigen bleiben die gesetzlich begrndeten Pflichten, geplante Straftaten anzuzeigen und fr die Erhaltung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung einzutreten, von Satz 1 unberhrt. (2) Der Soldat darf ohne Genehmigung ber solche Angelegenheiten weder vor Gericht noch auergerichtlich aussagen oder Erklrungen abgeben. Die Genehmigung erteilt der Disziplinarvorgesetzte, nach dem Ausscheiden aus dem Wehrdienst der letzte Disziplinarvorgesetzte. Die 68 und 69 des Bundesbeamtengesetzes gelten entsprechend. -7-
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(3) Der Soldat hat, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst, auf Verlangen seines Disziplinarvorgesetzten oder des letzten Disziplinarvorgesetzten dienstliche Schriftstcke, Zeichnungen, bildliche Darstellungen und, wenn es im Einzelfall aus Grnden der Geheimhaltung erforderlich ist, Aufzeichnungen jeder Art ber dienstliche Vorgnge, auch soweit es sich um Wiedergaben handelt, herauszugeben. Die gleiche Pflicht trifft seine Hinterbliebenen und seine Erben. (4) (weggefallen)
15 Politische Bettigung
(1) Im Dienst darf sich der Soldat nicht zu Gunsten oder zu Ungunsten einer bestimmten politischen Richtung bettigen. Das Recht des Soldaten, im Gesprch mit Kameraden seine eigene Meinung zu uern, bleibt unberhrt. (2) Innerhalb der dienstlichen Unterknfte und Anlagen findet whrend der Freizeit das Recht der freien Meinungsuerung seine Schranken an den Grundregeln der Kameradschaft. Der Soldat hat sich so zu verhalten, dass die Gemeinsamkeit des Dienstes nicht ernstlich gestrt wird. Der Soldat darf insbesondere nicht als Werber fr eine politische Gruppe wirken, indem er Ansprachen hlt, Schriften verteilt oder als Vertreter einer politischen Organisation arbeitet. Die gegenseitige Achtung darf nicht gefhrdet werden. (3) Der Soldat darf bei politischen Veranstaltungen keine Uniform tragen. (4) Ein Soldat darf als Vorgesetzter seine Untergebenen nicht fr oder gegen eine politische Meinung beeinflussen.
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oder als Operation im Sinne des Satzes 6 und nicht als Eingriffe in die krperliche Unversehrtheit gelten einfache rztliche Manahmen, wie Blutentnahmen aus dem Ohrlppchen, dem Finger oder einer Blutader oder eine rntgenologische Untersuchung.
19 Verbot der Annahme von Belohnungen oder Geschenken, Herausgabe- und Auskunftspflicht
(1) Der Soldat darf, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst, keine Belohnungen, Geschenke oder sonstigen Vorteile fr sich oder einen Dritten in Bezug auf seine dienstliche Ttigkeit fordern, sich versprechen lassen oder annehmen. Ausnahmen bedrfen der Zustimmung der obersten oder der letzten obersten Dienstbehrde. Die Befugnis zur Zustimmung kann auf andere Stellen bertragen werden. (2) Wer gegen das in Absatz 1 genannte Verbot verstt, hat auf Verlangen das auf Grund des pflichtwidrigen Verhaltens Erlangte dem Dienstherrn herauszugeben, soweit nicht im Strafverfahren der Verfall angeordnet worden oder es auf andere Weise auf den Staat bergegangen ist. Fr den Umfang des Herausgabeanspruchs gelten die Vorschriften des Brgerlichen Gesetzbuchs ber die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung entsprechend. Die Herausgabepflicht nach Satz 1 umfasst auch die Pflicht, dem Dienstherrn Auskunft ber Art, Umfang und Verbleib des Erlangten zu geben.
20 Nebenttigkeit
(1) Der Berufssoldat und der Soldat auf Zeit bedrfen zur Ausbung jeder entgeltlichen Nebenttigkeit, mit Ausnahme der in Absatz 6 abschlieend aufgefhrten, der vorherigen Genehmigung, soweit sie nicht nach Absatz 7 entsprechend 98 des Bundesbeamtengesetzes zu ihrer Ausbung verpflichtet sind. Gleiches gilt fr folgende unentgeltliche Nebenttigkeiten: 1. gewerbliche oder freiberufliche Ttigkeiten oder die Mitarbeit bei einer dieser Ttigkeiten und 2. Eintritt in ein Organ eines Unternehmens mit Ausnahme einer Genossenschaft. Als Nebenttigkeit gilt nicht die Wahrnehmung ffentlicher Ehrenmter; ihre bernahme hat der Soldat vor Aufnahme seinem Disziplinarvorgesetzten schriftlich anzuzeigen. (2) Die Genehmigung ist zu versagen, wenn zu besorgen ist, dass durch die Nebenttigkeit dienstliche Interessen beeintrchtigt werden. Ein solcher Versagungsgrund liegt insbesondere vor, wenn die Nebenttigkeit 1. nach Art und Umfang den Soldaten in einem Mae in Anspruch nimmt, dass die ordnungsgeme Erfllung der dienstlichen Pflichten behindert werden kann, 2. den Soldaten in einen Widerstreit mit seinen dienstlichen Pflichten bringen, dem Ansehen der Bundeswehr abtrglich sein kann oder in einer Angelegenheit ausgebt wird, in der die Dienststelle oder Einheit, welcher der Soldat angehrt, ttig wird oder ttig werden kann, 3. die Unparteilichkeit oder Unbefangenheit des Soldaten beeinflussen kann, 4. zu einer wesentlichen Einschrnkung der knftigen dienstlichen Verwendbarkeit des Soldaten fhren kann. Ein solcher Versagungsgrund liegt in der Regel auch vor, wenn sich die Nebenttigkeit wegen gewerbsmiger Dienst- oder Arbeitsleistung oder sonst nach Art, Umfang, Dauer oder Hufigkeit als Ausbung eines Zweitberufs darstellt. Die Voraussetzung des Satzes 2 Nr. 1 gilt in der Regel als erfllt, wenn die zeitliche Beanspruchung durch eine oder mehrere Nebenttigkeiten in der Woche acht Stunden berschreitet. Soweit der Gesamtbetrag der Vergtung fr eine oder mehrere Nebenttigkeiten 40 Prozent des jhrlichen Endgrundgehalts des Dienstgrades des Soldaten bersteigt, -9-
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liegt ein Versagungsgrund vor. Der zustndige Disziplinarvorgesetzte kann Ausnahmen zulassen, wenn der Soldat durch Angabe bestimmter Tatsachen nachweist, dass die zeitliche Beanspruchung in der Woche acht Stunden nicht bersteigt oder die Versagung unter Bercksichtigung der Umstnde des Einzelfalls nicht angemessen wre oder wenn dienstliche Interessen die Genehmigung einer Nebenttigkeit rechtfertigen. Bei Anwendung der Stze 4 bis 6 sind genehmigungs- und anzeigepflichtige Nebenttigkeiten zusammen zu bercksichtigen. Die Genehmigung ist auf lngstens fnf Jahre zu befristen; sie kann mit Auflagen und Bedingungen versehen werden. Ergibt sich eine Beeintrchtigung dienstlicher Interessen nach Erteilung der Genehmigung, ist diese zu widerrufen. (3) Der Soldat darf Nebenttigkeiten nur auerhalb des Dienstes ausben, es sei denn, sie werden auf Verlangen seines Disziplinarvorgesetzten ausgebt oder es besteht ein dienstliches Interesse an der Ausbung der Nebenttigkeit. Das dienstliche Interesse ist aktenkundig zu machen. Ausnahmen drfen nur in besonders begrndeten Fllen, insbesondere im ffentlichen Interesse, auf schriftlichen Antrag zugelassen werden, wenn dienstliche Grnde dem nicht entgegenstehen und die versumte Dienstzeit nachgeleistet wird. (4) Der Soldat darf bei der Ausbung von Nebenttigkeiten Einrichtungen, Personal oder Material des Dienstherrn nur bei Vorliegen eines ffentlichen oder wissenschaftlichen Interesses mit dessen Genehmigung und gegen Entrichtung eines angemessenen Entgelts in Anspruch nehmen. Das Entgelt ist nach den dem Dienstherrn entstehenden Kosten zu bemessen und muss den besonderen Vorteil bercksichtigen, der dem Soldaten durch die Inanspruchnahme entsteht. (5) Die Genehmigung erteilt das Bundesministerium der Verteidigung; es kann diese Befugnis auf andere Stellen bertragen. Antrge auf Erteilung einer Genehmigung sowie Entscheidungen ber diese Antrge bedrfen der Schriftform. Der Soldat hat die fr die Entscheidung erforderlichen Nachweise zu fhren, insbesondere ber Art und Umfang der Nebenttigkeit sowie die Entgelte und geldwerten Vorteile hieraus; jede nderung ist unverzglich schriftlich anzuzeigen. (6) Nicht genehmigungspflichtig sind 1. die Verwaltung eigenen oder der Nutznieung des Soldaten unterliegenden Vermgens, 2. schriftstellerische, wissenschaftliche, knstlerische oder Vortragsttigkeiten, 3. mit Lehr- oder Forschungsaufgaben zusammenhngende selbststndige Gutachterttigkeiten von Soldaten als Lehrer an ffentlichen Hochschulen und an Hochschulen der Bundeswehr sowie von Soldaten an wissenschaftlichen Instituten und Anstalten und 4. Ttigkeiten zur Wahrung von Berufsinteressen in Gewerkschaften oder Berufsverbnden oder in Selbsthilfeeinrichtungen der Soldaten. Ttigkeiten nach Satz 1 Nr. 2 und 3 sowie eine Ttigkeit in Selbsthilfeeinrichtungen nach Satz 1 Nr. 4 hat der Soldat der zustndigen Stelle schriftlich vor ihrer Aufnahme anzuzeigen, wenn fr sie ein Entgelt oder ein geldwerter Vorteil geleistet wird. Hierbei hat er insbesondere Art und Umfang der Nebenttigkeit sowie die voraussichtliche Hhe der Entgelte und geldwerten Vorteile anzugeben. Der Soldat hat jede nderung unverzglich schriftlich mitzuteilen. Der zustndige Disziplinarvorgesetzte kann im brigen aus begrndetem Anlass verlangen, dass der Soldat ber eine ausgebte nicht genehmigungspflichtige Nebenttigkeit schriftlich Auskunft erteilt, insbesondere ber deren Art und Umfang. Eine nicht genehmigungspflichtige Nebenttigkeit ist ganz oder teilweise zu untersagen, wenn der Soldat bei ihrer Ausbung dienstliche Pflichten verletzt. (7) 97 Abs. 1 bis 3, 98 und 102 bis 104 des Bundesbeamtengesetzes gelten entsprechend. (8) Einem Soldaten, der nach Magabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leistet, darf die Ausbung einer Nebenttigkeit nur untersagt werden, wenn sie seine Dienstfhigkeit gefhrdet oder den dienstlichen Erfordernissen zuwiderluft. Gleiches gilt bei einem
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Soldaten, der zu einer Dienstleistung nach dem Vierten Abschnitt herangezogen worden ist.
23 Dienstvergehen
(1) Der Soldat begeht ein Dienstvergehen, wenn er schuldhaft seine Pflichten verletzt. (2) Es gilt als Dienstvergehen, 1. wenn ein Soldat nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst seine Pflicht zur Verschwiegenheit verletzt oder gegen das Verbot verstt, Belohnungen oder Geschenke anzunehmen oder eine Ttigkeit nach 20a nicht anzeigt oder entgegen einem Verbot ausbt, 2. wenn sich ein Offizier oder Unteroffizier nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bettigt oder durch unwrdiges Verhalten nicht der Achtung und dem Vertrauen gerecht wird, die fr seine Wiederverwendung als Vorgesetzter erforderlich sind, 3. wenn ein Berufssoldat nach Eintritt oder Versetzung in den Ruhestand einer erneuten Berufung in das Dienstverhltnis nicht nachkommt. (3) Das Nhere ber die Verfolgung von Dienstvergehen regelt die Wehrdisziplinarordnung.
24 Haftung
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(1) Verletzt ein Soldat vorstzlich oder grob fahrlssig die ihm obliegenden Pflichten, so hat er dem Dienstherrn, dessen Aufgaben er wahrgenommen hat, den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Haben mehrere Soldaten gemeinsam den Schaden verursacht, so haften sie als Gesamtschuldner. (2) Hat der Dienstherr Dritten Schadensersatz geleistet, gilt als Zeitpunkt, in dem der Dienstherr Kenntnis im Sinne der Verjhrungsvorschriften des Brgerlichen Gesetzbuchs erlangt, der Zeitpunkt, in dem der Ersatzanspruch gegenber Dritten vom Dienstherrn anerkannt oder dem Dienstherrn gegenber rechtskrftig festgestellt wird. (3) Leistet der Soldat dem Dienstherrn Ersatz und hat dieser einen Ersatzanspruch gegen einen Dritten, so geht der Ersatzanspruch auf den Soldaten ber.
25 Wahlrecht; Amtsverhltnisse
(1) Stimmt ein Soldat seiner Aufstellung als Bewerber fr die Wahl zum Deutschen Bundestag, zu der gesetzgebenden Krperschaft eines Landes oder zu einer kommunalen Vertretung zu, so hat er dies unverzglich seinem nchsten Disziplinarvorgesetzten mitzuteilen. (2) Fr die Rechtsstellung der nach dem 1. Juni 1978 in die gesetzgebende Krperschaft eines Landes gewhlten Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit gelten die fr in den Deutschen Bundestag gewhlte Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit magebenden Vorschriften in den 5 bis 7, 8 Abs. 2, 23 Abs. 5 und in 36 Abs. 1 des Abgeordnetengesetzes entsprechend. (3) Fr die Ttigkeit als Mitglied einer kommunalen Vertretung, eines nach Kommunalverfassungsrecht gebildeten Ausschusses oder vergleichbarer Einrichtungen in Gemeindebezirken ist dem Soldaten der erforderliche Urlaub unter Belassung der Geldund Sachbezge zu gewhren. Satz 1 gilt auch fr die von einer kommunalen Vertretung gewhlten ehrenamtlichen Mitglieder von Ausschssen, die auf Grund eines Gesetzes gebildet worden sind. Urlaub nach Satz 1 oder 2 kann nur versagt werden, wenn nach Abwgung den Interessen des Dienstherrn gegenber den Interessen der kommunalen Selbstverwaltung ausnahmsweise der Vorrang einzurumen ist; in diesen Fllen liegt die Entscheidung beim Bundesministerium der Verteidigung. (4) Wird ein Berufssoldat zum Mitglied der Bundesregierung oder zum Parlamentarischen Staatssekretr bei einem Mitglied der Bundesregierung ernannt, gelten 18 Abs. 1 und 2 und 20 des Bundesministergesetzes entsprechend. Das gilt auch fr die Ernennung zum Mitglied der Regierung eines Landes oder fr den Eintritt in ein Amtsverhltnis, das dem eines Parlamentarischen Staatssekretrs im Sinne des Gesetzes ber die Rechtsverhltnisse der Parlamentarischen Staatssekretre entspricht. Die Stze 1 und 2 gelten fr Soldaten auf Zeit entsprechend mit der Magabe, dass bei der Anwendung des 18 Abs. 2 des Bundesministergesetzes an die Stelle des Eintritts in den Ruhestand die Beendigung des Dienstverhltnisses tritt. (5) Tritt ein Berufssoldat in ein kommunales Wahlbeamtenverhltnis auf Zeit ein, ruhen mit dessen Beginn die in dem Dienstverhltnis als Berufssoldat begrndeten Rechte und Pflichten mit Ausnahme der Pflicht zur Verschwiegenheit ( 14) und des Verbots der Annahme von Belohnungen oder Geschenken ( 19). Nach Beendigung des kommunalen Wahlbeamtenverhltnisses ruhen die in dem Dienstverhltnis als Berufssoldat begrndeten Rechte und Pflichten fr lngstens weitere drei Monate. Sie leben auf Antrag des Berufssoldaten, der innerhalb von zwei Monaten nach Beendigung des kommunalen Wahlbeamtenverhltnisses zu stellen ist, wieder auf. Stellt der Berufssoldat den Antrag nicht oder nicht zeitgerecht, ist er nach Ablauf der drei Monate als Berufssoldat entlassen. Die Vorschriften ber die Beendigung des Dienstverhltnisses eines Berufssoldaten bleiben unberhrt. Die Stze 1 bis 5 gelten fr den Soldaten auf Zeit entsprechend.
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27 Laufbahnvorschriften
(1) Vorschriften ber die Laufbahnen der Soldaten werden nach den Grundstzen der Abstze 2 bis 6 durch Rechtsverordnung erlassen. (2) Bei Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit sind mindestens zu fordern 1. fr die Laufbahnen der Unteroffiziere a) der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand, b) eine Dienstzeit von einem Jahr, c) die Ablegung einer Unteroffizierprfung, 2. fr die Laufbahnen der Offiziere a) eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand, b) eine Dienstzeit von drei Jahren, c) die Ablegung einer Offizierprfung, 3. fr die Laufbahn der Offiziere des Sanittsdienstes die Approbation als Arzt, Zahnarzt, Tierarzt oder Apotheker. (3) In der Laufbahngruppe der Unteroffiziere soll fr die Laufbahnen der Feldwebel der Abschluss einer Realschule oder der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule und eine frderliche abgeschlossene Berufsausbildung oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand nachgewiesen werden. (4) Fr die Befrderungen von Soldaten sind die allgemeinen Voraussetzungen und die Mindestdienstzeiten festzusetzen. Dienstgrade, die bei regelmiger Gestaltung der Laufbahn zu durchlaufen sind, sollen nicht bersprungen werden. ber Ausnahmen entscheidet der Bundespersonalausschuss. (5) Der Aufstieg aus den Laufbahnen der Unteroffiziere in die Laufbahnen der Offiziere ist auch ohne Erfllung der Eingangsvoraussetzungen mglich. Fr den Aufstieg ist die Ablegung einer Offizierprfung zu verlangen. (6) Die Rechtsverordnung trifft ferner Bestimmungen fr die Flle, in denen fr eine bestimmte militrische Verwendung ein abgeschlossenes Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule oder Fachhochschule oder eine abgeschlossene Fachschulausbildung erforderlich ist, sowie darber, inwieweit an Stelle der allgemeinen Vorbildung eine gleichwertige technische oder sonstige Fachausbildung gefordert werden kann. Sie kann fr einzelne Gruppen von Offizierbewerbern bestimmen, dass der erfolgreiche Besuch einer Realschule oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand gengt und dass die Dienstzeit nach Absatz 2 Nr. 2 Buchstabe b bis auf zwei Jahre gekrzt wird. (7) Die besonderen Vorschriften fr die Unteroffizierprfungen und die Offizierprfungen werden nach den Grundstzen der Abstze 2 bis 6 in einer Rechtsverordnung bestimmt. (8) Auf den Bundespersonalausschuss in der Zusammensetzung fr die Angelegenheiten der Soldaten sind die Vorschriften des Abschnittes 8 des Bundesbeamtengesetzes entsprechend anzuwenden, 120 Abs. 2 und 3 mit folgender Magabe: Stndige ordentliche Mitglieder sind der Prsident des Bundesrechnungshofes als Vorsitzender, der Leiter der Dienstrechtsabteilung des Bundesministeriums des Innern und der Leiter der Personalabteilung des Bundesministeriums der Verteidigung. Nichtstndige ordentliche Mitglieder sind der Leiter der Personalabteilung einer anderen obersten Bundesbehrde und drei Berufssoldaten. Stellvertretende Mitglieder sind je ein Beamter des Bundesrechnungshofes und des Bundesministeriums des Innern, der Leiter der Personalabteilung einer anderen obersten Bundesbehrde, ein Beamter oder Berufssoldat des Bundesministeriums der Verteidigung und drei weitere Berufssoldaten. Der Beamte oder Berufssoldat des Bundesministeriums der Verteidigung und die brigen - 13 -
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Berufssoldaten werden vom Bundesprsidenten auf Vorschlag des Bundesministers der Verteidigung bestellt.
28 Urlaub
(1) Dem Soldaten steht alljhrlich ein Erholungsurlaub unter Belassung der Geld- und Sachbezge zu. (2) Der Urlaub darf versagt werden, soweit und solange zwingende dienstliche Erfordernisse einer Urlaubserteilung entgegenstehen. (3) Dem Soldaten kann aus besonderen Anlssen Urlaub erteilt werden. (4) Die Erteilung und die Dauer des Urlaubs regelt eine Rechtsverordnung. Sie bestimmt, ob und inwieweit die Geld- und Sachbezge whrend eines Urlaubs aus besonderen Anlssen zu belassen sind. (5) Einem Berufssoldaten oder Soldaten auf Zeit kann auf Antrag unter Wegfall der Geldund Sachbezge mit Ausnahme der unentgeltlichen truppenrztlichen Versorgung Urlaub bis zur Dauer von drei Jahren mit der Mglichkeit der Verlngerung auf lngstens 15 Jahre gewhrt werden, wenn er 1. mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder 2. einen nach rztlichem Gutachten pflegebedrftigen sonstigen Angehrigen tatschlich betreut oder pflegt. Bei einem Soldaten auf Zeit ist die Gewhrung nur insoweit zulssig, als er nicht mehr verpflichtet ist, auf Grund der Wehrpflicht Grundwehrdienst zu leisten. Der Antrag auf Verlngerung einer Beurlaubung ist sptestens sechs Monate vor Ablauf der genehmigten Beurlaubung zu stellen. Whrend der Beurlaubung drfen nur solche Nebenttigkeiten genehmigt werden, die dem Zweck der Beurlaubung nicht zuwiderlaufen. Ein bereits bewilligter Urlaub kann aus zwingenden Grnden der Verteidigung widerrufen werden. (6) Stimmt ein Berufssoldat oder Soldat auf Zeit seiner Aufstellung als Bewerber fr die Wahl zum Deutschen Bundestag, zum Europischen Parlament oder zu der gesetzgebenden Krperschaft eines Landes zu, ist ihm auf Antrag innerhalb der letzten zwei Monate vor dem Wahltag der zur Vorbereitung seiner Wahl erforderliche Urlaub unter Wegfall der Geld- und Sachbezge zu gewhren. (7) Soldaten haben Anspruch auf Elternzeit unter Wegfall der Geld- und Sachbezge mit Ausnahme der unentgeltlichen truppenrztlichen Versorgung. Das Nhere wird durch eine Rechtsverordnung geregelt, die die Eigenart des militrischen Dienstes bercksichtigt.
(2) Dem Antrag nach Absatz 1 darf nur entsprochen werden, wenn der Berufssoldat erklrt, whrend der Dauer des Urlaubs auf die Ausbung genehmigungspflichtiger Nebenttigkeiten zu verzichten und nicht genehmigungspflichtige Nebenttigkeiten nach 20 Abs. 6 nur in dem Umfang auszuben, wie er sie bei Vollzeitbeschftigung ohne Verletzung dienstlicher Pflichten ausben knnte. Wird diese Verpflichtung schuldhaft verletzt, ist der Urlaub zu widerrufen. Trotz der Erklrung des Berufssoldaten nach Satz 1 drfen Nebenttigkeiten genehmigt werden, soweit sie dem Zweck der Gewhrung des Urlaubs nicht zuwiderlaufen. Das Bundesministerium der Verteidigung kann in besonderen Hrtefllen eine Rckkehr aus dem Urlaub zulassen, wenn dem Soldaten die Fortsetzung des Urlaubs nicht zugemutet werden kann. (3) Das Bundesministerium der Verteidigung kann den Urlaub aus zwingenden dienstlichen Grnden widerrufen.
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29 Personalakten
(1) ber jeden Soldaten ist eine Personalakte zu fhren; sie ist vertraulich zu behandeln und durch technische und organisatorische Manahmen vor unbefugter Einsichtnahme zu schtzen. Die Akte kann in Teilen oder vollstndig automatisiert gefhrt werden. Zur Personalakte gehren alle Unterlagen, die den Soldaten betreffen, soweit sie mit seinem Dienstverhltnis in einem unmittelbaren inneren Zusammenhang stehen (Personalaktendaten). Nicht Bestandteil der Personalakte sind Unterlagen, die besonderen, von der Person und dem Dienstverhltnis sachlich zu trennenden Zwecken dienen, insbesondere Prfungs-, Sicherheits- und Kindergeldakten. Personalaktendaten drfen ohne Einwilligung des Soldaten nur fr Zwecke der Personalfhrung und bearbeitung sowie der Personalwirtschaft verwendet werden. Eine Verwendung fr andere als die in Satz 5 genannten Zwecke liegt nicht vor, wenn Personalaktendaten im Rahmen einer Datenschutzkontrolle den mit ihrer Durchfhrung Betrauten bekannt werden. Gleiches gilt, soweit im Rahmen der Datensicherung oder der Sicherung des ordnungsgemen Betriebes einer Datenverarbeitungsanlage eine nach dem Stand der Technik nicht oder nur mit unverhltnismigem Aufwand zu vermeidende Kenntnisnahme von Personalaktendaten erfolgt. (2) Der Dienstherr darf personenbezogene Daten ber Bewerber, Soldaten und frhere Soldaten nur erheben und verwenden, soweit dies zur Begrndung, Durchfhrung, Beendigung oder Abwicklung des Dienstverhltnisses oder zur Durchfhrung organisatorischer, personeller oder sozialer Manahmen, insbesondere zu Zwecken der Personalplanung und des Personaleinsatzes, erforderlich ist oder eine Rechtsvorschrift dies erlaubt. Fragebogen, mit denen solche personenbezogenen Daten erhoben werden, bedrfen der Genehmigung durch das Bundesministerium der Verteidigung. (3) Zugang zur Personalakte drfen nur Personen haben, die fr Personalangelegenheiten zustndig sind, und nur soweit dies zu Zwecken der Personalfhrung oder -bearbeitung erforderlich ist. Zugang zu entscheidungsrelevanten Teilen der Personalakte haben auch Gleichstellungsbeauftragte, soweit dies zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Auf Verlangen ist Beauftragten fr den Datenschutz nach 4f des Bundesdatenschutzgesetzes Zugang zur Personalakte zu gewhren. Zugang haben ferner die mit Angelegenheiten der Innenrevision beauftragten Beschftigten, soweit sie die zur Durchfhrung ihrer Aufgaben erforderlichen Erkenntnisse nur auf diesem Weg und nicht durch Auskunft aus der Personalakte gewinnen knnen. Jede Einsichtnahme nach Satz 4 ist aktenkundig zu machen. Ohne Einwilligung des Soldaten darf die Personalakte an andere Stellen oder an rzte im Geschftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung weitergegeben werden, soweit dies im Rahmen der Zweckbestimmung des Dienstverhltnisses erforderlich ist. Fr Ausknfte aus der Personalakte gilt Entsprechendes. Soweit eine Auskunft ausreicht, ist von der Weitergabe der Personalakte abzusehen. Ausknfte an Stellen auerhalb des Geschftsbereichs des Bundesministeriums der Verteidigung drfen nur mit Einwilligung des Soldaten erteilt werden, es sei denn, dass zwingende Grnde der Verteidigung, die Abwehr einer erheblichen Beeintrchtigung des Gemeinwohls oder der Schutz berechtigter, hherrangiger Interessen Dritter dies erfordern. Inhalt und Empfnger sind dem Soldaten schriftlich mitzuteilen. Ein automatisierter Datenabruf durch andere Behrden ist unzulssig, soweit durch besondere Rechtsvorschrift nichts anderes bestimmt ist. (4) Daten ber medizinische und ber psychologische Untersuchungen und Tests drfen nur im jeweiligen Dienst der Bundeswehr in automatisierten Verfahren verarbeitet werden, soweit sie fr die Beurteilung der Dienst- und der Verwendungsfhigkeit des Soldaten erforderlich sind. Nur die Ergebnisse solcher Untersuchungen und Tests drfen an fr Personalangelegenheiten zustndige Stellen der Bundeswehr weitergegeben und dort verwendet werden, soweit dies fr Zwecke der Personalfhrung und -bearbeitung erforderlich ist. Daten ber psychologische Untersuchungen und Tests drfen, in der Regel in Form von Stichproben, durch den psychologischen Dienst auch automatisiert verarbeitet werden, soweit dies erforderlich ist, um die Aussagefhigkeit des psychologischen Eignungsfeststellungsverfahrens zu verbessern; zu diesem Zwecke drfen ihm auf sein Ersuchen die erforderlichen Daten zur Verarbeitung bermittelt werden, soweit sie sich auf die Ergebnisse der Untersuchungen und Tests beziehen. 40 Abs. 2 des Bundesdatenschutzgesetzes gilt entsprechend. Die die Dienst- und die Verwendungsfhigkeit bestimmenden rztlichen Informationen knnen einer zentralen - 15 -
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Stelle zur Erfllung der rztlichen Dokumentationspflicht und zum Zwecke der Beweissicherung bermittelt und dort aufbewahrt werden. (5) Der Soldat ist zu Beschwerden, Behauptungen und Bewertungen, die fr ihn ungnstig sind oder ihm nachteilig werden knnen, vor deren Aufnahme in die Personalakte zu hren. Seine uerung ist zur Personalakte zu nehmen. Die Vorgnge nach den Stzen 1 und 2 sind mit Zustimmung des Soldaten nach zwei Jahren aus der Personalakte zu entfernen, es sei denn, sie sind in eine dienstliche Beurteilung aufgenommen oder unterliegen nach anderen gesetzlichen Bestimmungen einer lngeren Tilgungsfrist. Die Frist fr die Entfernung wird regelmig durch erneute Sachverhalte im Sinne dieser Vorschrift oder durch Einleitung eines Straf- oder Disziplinarverfahrens unterbrochen. Stellt sich der erneute Vorwurf als unbegrndet oder falsch heraus, gilt die Frist als nicht unterbrochen. (6) Die Personalakte des Soldaten ist nach Beendigung des Wehrdienstverhltnisses aufzubewahren, soweit dies insbesondere zur Erfllung der Wehrpflicht, aus besoldungsoder aus versorgungsrechtlichen Grnden erforderlich ist. Die fr eine Heranziehung zum Wehrdienst erforderlichen Personalunterlagen abgelehnter Bewerber sind dem zustndigen Kreiswehrersatzamt zuzuleiten; gespeicherte Daten sind zu lschen, soweit sie nicht fr eine erneute Bewerbung oder fr eine Heranziehung zum Wehrdienst nach dem Wehrpflichtgesetz von Bedeutung sind. (7) Der Soldat hat, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienstverhltnis, ein Recht auf Einsicht in seine vollstndige Personalakte. Einem Bevollmchtigten ist Einsicht zu gewhren, soweit dienstliche Grnde nicht entgegenstehen. Dies gilt auch fr Hinterbliebene und deren Bevollmchtigte, wenn ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird. Fr Ausknfte aus der Personalakte gelten die Stze 2 und 3 entsprechend. (8) Der Soldat hat ein Recht auf Einsicht auch in andere Akten, die personenbezogene Daten ber ihn enthalten und fr sein Dienstverhltnis verwendet werden, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist; dies gilt nicht fr Sicherheitsakten. Die Einsichtnahme ist unzulssig, wenn die Daten des Betroffenen mit Daten Dritter oder geheimhaltungsbedrftigen nicht personenbezogenen Daten derart verbunden sind, dass ihre Trennung nicht oder nur mit unverhltnismig groem Aufwand mglich ist. In diesem Fall ist dem Soldaten Auskunft zu erteilen. (9) Nheres bestimmt eine Rechtsverordnung ber 1. die Anlage und Fhrung von Personalakten des Soldaten whrend des Wehrdienstverhltnisses und nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienstverhltnis, 2. das Verfahren der Weitergabe, Aufbewahrung und Vernichtung oder den Verbleib der Personalakten einschlielich der bermittlung und Lschung oder des Verbleibs der in automatisierten Verfahren gespeicherten Informationen sowie die hieran beteiligten Stellen, 3. die Einrichtung und den Betrieb automatisierter Verfahren einschlielich der Zugriffsmglichkeiten auf die gespeicherten Informationen, 4. die Einzelheiten der Art und Weise der Einsichtgewhrung und Auskunftserteilung aus der Personalakte und 5. die Befugnis von Personen im Sinne des 203 Abs. 1 Nr. 1 und 2 des Strafgesetzbuches, die im Rahmen der unentgeltlichen truppenrztlichen Versorgung des Soldaten ttig werden, vom Dienstherrn mit der Untersuchung des Soldaten oder mit der Erstellung von Gutachten ber ihn beauftragt worden sind, dem Arztgeheimnis unterliegende personenbezogene Daten zu offenbaren.
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(2) Anwrter fr die Laufbahn der Offiziere des Sanittsdienstes (SanittsoffizierAnwrter), die unter Wegfall der Geld- und Sachbezge zum Studium beurlaubt sind, erhalten unentgeltliche truppenrztliche Versorgung ein Ausbildungsgeld (Grundbetrag, Familienzuschlag) sowie Einmalzahlungen im Rahmen von Besoldungsanpassungen nach dem Bundesbesoldungsgesetz und haben Anspruch, auf Erstattung der auf Grundlage der jeweiligen Landesgesetzgebung erhobenen Studienbeitrge oder Studiengebhren. Die Hhe des Ausbildungsgeldes wird durch Rechtsverordnung unter Bercksichtigung der Dienstbezge derjenigen Dienstgrade festgesetzt, die die Sanittsoffizier-Anwrter whrend ihrer Ausbildung durchlaufen. Die Rechtsverordnung regelt ferner das Nhere ber die Gewhrung des Ausbildungsgeldes sowie ber die Anrechnung von Einknften aus einer mit der Ausbildung zusammenhngenden Ttigkeit. (3) Die 76 und 96 Abs. 2 des Bundesbeamtengesetzes gelten entsprechend. (4) Den Soldaten kann bei Dienstjubilen eine Jubilumszuwendung gewhrt werden. Das Nhere regelt eine Rechtsverordnung. (5) Soldatinnen haben Anspruch auf Mutterschutz in entsprechender Anwendung des Mutterschutzgesetzes. Das Nhere regelt eine Rechtsverordnung, die die Eigenart des militrischen Dienstes bercksichtigt.
30a Teilzeitbeschftigung
(1) Einem Berufssoldaten oder Soldaten auf Zeit kann grundstzlich erst nach vier Jahren seiner Dienstzeit auf Antrag Teilzeitbeschftigung im Umfang von mindestens der Hlfte der Rahmendienstzeit und bis zur jeweils beantragten Dauer, lngstens fr zwlf Jahre bewilligt werden, soweit wichtige dienstliche Grnde nicht entgegenstehen, wenn er mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder einen nach rztlichem Gutachten pflegebedrftigen sonstigen Angehrigen tatschlich betreut oder pflegt. (2) ber den Antrag entscheidet das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm beauftragte Stelle. Die Ablehnung von Antrgen ist im Einzelnen zu begrnden. Einem Antrag darf nur entsprochen werden, wenn der Soldat sich verpflichtet, whrend des Bewilligungszeitraumes Nebenttigkeiten nur in dem Umfang einzugehen, in dem nach 20 den in Vollzeit beschftigten Soldaten die Ausbung von Nebenttigkeiten gestattet ist. Es drfen nur solche Nebenttigkeiten genehmigt werden, die dem Zweck der Teilzeitbewilligung nicht zuwiderlaufen. Wird die Verpflichtung nach Satz 3 schuldhaft verletzt, soll die Bewilligung widerrufen werden. (3) Die zustndige Stelle kann auch nachtrglich die Dauer der Teilzeitbeschftigung beschrnken, den Umfang der zu leistenden Arbeitszeit erhhen oder deren Bewilligung widerrufen, soweit zwingende dienstliche Grnde dies erfordern. Sie soll den bergang zur Vollzeitbeschftigung zulassen, wenn dem Soldaten die Teilzeitbeschftigung nicht mehr zugemutet werden kann und dienstliche Belange nicht entgegenstehen. (4) Bemessungsgrundlage fr die Arbeitszeit im Sinne von 6 Abs. 1 des Bundesbesoldungsgesetzes ist bei teilzeitbeschftigten Soldaten die Rahmendienstzeit. (5) Das Nhere zur Teilzeitbeschftigung der Soldaten wird in einer Rechtsverordnung geregelt, in der auch bestimmte Verwendungen oder Truppenteile festgelegt werden knnen, fr die Teilzeitbeschftigung nicht in Frage kommt.
31 Frsorge
(1) Der Bund hat im Rahmen des Dienst- und Treueverhltnisses fr das Wohl des Berufssoldaten und des Soldaten auf Zeit sowie ihrer Familien, auch fr die Zeit nach Beendigung des Dienstverhltnisses, zu sorgen. Er hat auch fr das Wohl des Soldaten zu sorgen, der nach Magabe des Vierten oder Fnften Abschnittes oder des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leistet; die Frsorge fr die Familie des Soldaten - 17 -
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whrend des Wehrdienstes und seine Eingliederung in das Berufsleben nach dem Ausscheiden aus dem Wehrdienst werden gesetzlich geregelt. (2) 80 des Bundesbeamtengesetzes und die auf der Grundlage von 80 Abs. 4 des Bundesbeamtengesetzes erlassene Rechtsverordnung sind auf 1. Soldaten, die Anspruch auf Dienstbezge oder Ausbildungsgeld haben oder Elternzeit in Anspruch nehmen, und 2. Versorgungsempfnger mit Anspruch auf Versorgungsbezge nach dem Zweiten Teil des Soldatenversorgungsgesetzes entsprechend anzuwenden. Dies gilt auch fr einen Zeitraum, in dem nach 11 Abs. 7 des Soldatenversorgungsgesetzes bergangsgebhrnisse nicht zustehen, weil Versorgungskrankengeld nach 16 des Bundesversorgungsgesetzes oder nach anderen Gesetzen gewhrt wird, die das Bundesversorgungsgesetz fr anwendbar erklren. (3) Auf Soldaten, die sich in Betreuungsurlaub nach 28 Abs. 5 befinden, ist 92 Abs. 5 des Bundesbeamtengesetzes entsprechend anzuwenden. (4) Nicht beihilfefhig sind Aufwendungen von Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit, denen auf Grund von 69 Abs. 2 des Bundesbesoldungsgesetzes unentgeltliche truppenrztliche Versorgung zusteht. (5) Beihilfe wird nicht gewhrt 1. Soldaten, solange sie sich in einer Eignungsbung befinden, es sei denn, dass sie ohne Einberufung zur Eignungsbung im ffentlichen Dienst beihilfeberechtigt wren, und 2. Versorgungsempfngern fr die Dauer einer Beschftigung im ffentlichen Dienst, durch die eine Beihilfeberechtigung auf Grund beamtenrechtlicher Vorschriften begrndet wird. (6) Beim Zusammentreffen mehrerer Beihilfeberechtigungen schliet eine Beihilfeberechtigung auf Grund eines neuen Versorgungsbezuges die Beihilfeberechtigung aufgrund frherer Versorgungsbezge aus. (7) Abweichend von Absatz 5 Nr. 1 sind von Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit, die nach der Eignungsbung in das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten oder Soldaten auf Zeit berufen worden sind, auch die whrend der Eignungsbung entstandenen Aufwendungen beihilfefhig.
34 Beschwerde
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Der Soldat hat das Recht, sich zu beschweren. Das Nhere regelt die Wehrbeschwerdeordnung.
36 Seelsorge
Der Soldat hat einen Anspruch auf Seelsorge und ungestrte Religionsausbung. Die Teilnahme am Gottesdienst ist freiwillig.
Zweiter Abschnitt Rechtsstellung der Berufssoldaten und der Soldaten auf Zeit 1. Begrndung des Dienstverhltnisses
37 Voraussetzung der Berufung
(1) In das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit darf nur berufen werden, wer 1. Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes ist, 2. Gewhr dafr bietet, dass er jederzeit fr die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintritt, 3. die charakterliche, geistige und krperliche Eignung besitzt, die zur Erfllung seiner Aufgaben als Soldat erforderlich ist. (2) Das Bundesministerium der Verteidigung kann in Einzelfllen Ausnahmen von Absatz 1 Nr. 1 zulassen, wenn dafr ein dienstliches Bedrfnis besteht.
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In das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten knnen berufen werden 1. Unteroffiziere mit der Befrderung zum Feldwebel, 2. Offizieranwrter nach Abschluss des fr ihre Laufbahn vorgesehenen Ausbildungsganges mit der Befrderung zum Leutnant, Sanittsoffizier-Anwrter jedoch erst mit der Befrderung zum Stabsarzt, Stabsveterinr oder Stabsapotheker sowie Militrmusikoffizier-Anwrter erst mit der Befrderung zum Hauptmann, 3. Offiziere auf Zeit, 4. Offiziere der Reserve.
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An Stelle der Worte "unter Berufung" knnen die Worte "ich berufe" verwendet werden. (2) Die Begrndung und die Umwandlung werden mit dem Tag der Aushndigung der Ernennungsurkunde wirksam, wenn nicht in der Urkunde ausdrcklich ein spterer Tag bestimmt ist. (3) Wird bei der Berufung in das Dienstverhltnis eines Soldaten auf Zeit ein spterer Tag als der Tag der Aushndigung der Urkunde fr das Wirksamwerden der Ernennung bestimmt, so hat der Soldat an diesem Tag seinen Dienst anzutreten. Die Ernennung ist vor ihrem Wirksamwerden zurckzunehmen, wenn sich herausstellt, dass die Berufung in das Dienstverhltnis eines Soldaten auf Zeit nach 37 Abs. 1 und 38 unzulssig ist. (4) Die Ernennungen mehrerer Soldaten knnen in einer Urkunde verfgt werden. An die Stelle der Aushndigung der Ernennungsurkunde tritt die Aushndigung einer Ausfertigung des Teils der Urkunde, der sich auf den Soldaten bezieht. (5) Entspricht die Urkunde nicht der in Absatz 1 Satz 2 oder 3 vorgeschriebenen Form, gilt die Ernennung als von Anfang an in der beabsichtigten Form wirksam, wenn aus der Urkunde oder aus dem Akteninhalt eindeutig hervorgeht, dass die nach 4 Abs. 2 fr die Ernennung zustndige Stelle ein bestimmtes Soldatenverhltnis begrnden oder ein bestehendes Soldatenverhltnis in ein solches anderer Art umwandeln wollte, fr das die sonstigen Voraussetzungen vorliegen.
2. Befrderung
42 Form der Befrderung
(1) Die Befrderung eines Berufssoldaten und eines Soldaten auf Zeit wird in einer Ernennungsurkunde verfgt, in der die Bezeichnung des hheren Dienstgrades enthalten sein muss. Die Befrderungen mehrerer Soldaten knnen in einer Urkunde verfgt werden. (2) Die Befrderung zu einem Mannschaftsdienstgrad, die Befrderung eines Offizieranwrters zu einem Unteroffizierdienstgrad und die Befrderung eines Feldwebelanwrters zum Unteroffizier und Stabsunteroffizier werden mit der dienstlichen Bekanntgabe an den zu Ernennenden, jedoch nicht vor dem in der Ernennungsurkunde bestimmten Tag wirksam. Dem Soldaten ist der Tag der dienstlichen Bekanntgabe seiner Befrderung zu bescheinigen. (3) Fr die Befrderung durch Aushndigung einer Urkunde gilt 41 Abs. 2 und, wenn die Befrderung mehrerer Soldaten in einer Urkunde verfgt wird, 41 Abs. 4 Satz 2 entsprechend. In Ausnahmefllen, insbesondere bei Aufenthalt des zu Befrdernden auerhalb des Bundesgebietes, kann die ernennende Stelle die dienstliche Bekanntgabe der Befrderung anordnen. Insoweit gilt Absatz 2 entsprechend mit der Magabe, dass dem Soldaten die Urkunde oder die Ausfertigung alsbald auszuhndigen ist.
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(2) Das Dienstverhltnis endet ferner durch 1. Umwandlung, 2. Entlassung, 3. Verlust der Rechtsstellung eines Berufssoldaten oder 4. Entfernung aus dem Dienstverhltnis durch Urteil in einem gerichtlichen Disziplinarverfahren.
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(6) Die Versetzung in den Ruhestand wird von der Stelle verfgt, die nach 4 Abs. 2 fr die Ernennung des Berufssoldaten zustndig wre. Die Verfgung ist dem Berufssoldaten schriftlich zuzustellen. Sie kann bis zum Beginn des Ruhestandes widerrufen werden, wenn die Fortsetzung des Dienstverhltnisses unter Bercksichtigung der persnlichen, insbesondere huslichen, beruflichen oder wirtschaftlichen Verhltnisse zumutbar ist oder wenn der Spannungs- oder Verteidigungsfall festgestellt ist. In den Fllen des Absatzes 2 ist dem Berufssoldaten wenigstens ein Jahr vor dem Tag des Ausscheidens mitzuteilen, dass seine Versetzung in den Ruhestand beabsichtigt ist; die Entscheidung, durch die er in den Ruhestand versetzt wird, muss ihm wenigstens drei Monate vor dem Tag des Ausscheidens zugestellt werden. In den Fllen des Absatzes 3 beginnt der Ruhestand mit dem Ende der drei Monate, die auf den Monat folgen, in dem die Versetzung in den Ruhestand dem Berufssoldaten mitgeteilt worden ist. (7) Mit dem Eintritt oder der Versetzung in den Ruhestand hat der Berufssoldat das Recht, seine Dienstgradbezeichnung mit dem Zusatz "auer Dienst (a. D.)" weiterzufhren.
45 Altersgrenzen
(1) Fr Berufssoldaten werden folgende allgemeine Altersgrenzen festgesetzt: 1. die Vollendung des 65. Lebensjahres fr Generale und Oberste sowie fr Offiziere in den Laufbahnen des Sanittsdienstes, des Militrmusikdienstes und des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr, 2. die Vollendung des 62. Lebensjahres fr alle anderen Berufssoldaten. (2) Als besondere Altersgrenzen der Berufssoldaten werden festgesetzt: 1. die Vollendung des 62. Lebensjahres fr die in Absatz 1 Nr. 1 genannten Offiziere, 2. die Vollendung des 61. Lebensjahres fr Oberstleutnante, 3. die Vollendung des 59. Lebensjahres fr Majore und Stabshauptleute, 4. die Vollendung des 56. Lebensjahres fr Hauptleute, Oberleutnante und Leutnante, 5. die Vollendung des 55. Lebensjahres fr Berufsunteroffiziere, 6. die Vollendung des 41. Lebensjahres fr Offiziere, die in strahlgetriebenen Kampfflugzeugen als Flugzeugfhrer oder Waffensystemoffizier verwendet werden, die Vollendung des 40. Lebensjahres, soweit sie wehrfliegerverwendungsunfhig sind. (3) Die Altersgrenzen nach den Abstzen 1 und 2 gelten auch fr die Berufssoldaten der Marine mit entsprechenden Dienstgraden. (4) Das durchschnittliche Zurruhesetzungsalter aller Berufssoldaten liegt ab 2024 um mindestens zwei Jahre ber dem Zurruhesetzungsalter nach dem Stand vom 1. Januar 2007. Das Bundesministerium der Verteidigung berichtet hierber alle vier Jahre dem Deutschen Bundestag, erstmals im Jahr 2018. (5) 147 Abs. 3 des Bundesbeamtengesetzes gilt entsprechend.
45a Umwandlung
(1) Beantragt ein Berufssoldat die Umwandlung seines Dienstverhltnisses in das eines Soldaten auf Zeit, kann dem Antrag bei Vorliegen eines dienstlichen Interesses stattgegeben werden. Dies gilt auch, wenn die Dienstzeit abweichend von 40 Abs. 1 bei einem Unteroffizier ber dessen 40. Lebensjahr hinaus festgesetzt werden muss. (2) Die Umwandlung ist ausgeschlossen, wenn eine Dienstzeit von 20 Jahren berschritten wird. (3) Die Dienstzeit soll die zur Durchfhrung der Berufsfrderung notwendige Zeit der Freistellung vom militrischen Dienst umfassen. (4) Bei der Umwandlung mssen die Voraussetzungen des 46 Abs. 3 nicht vorliegen.
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46 Entlassung
(1) Ein Berufssoldat ist entlassen, wenn er die Eigenschaft als Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes verliert. Das Bundesministerium der Verteidigung entscheidet darber, ob diese Voraussetzung vorliegt, und stellt den Tag der Beendigung des Dienstverhltnisses fest. (2) Ein Berufssoldat ist zu entlassen, 1. wenn er aus einem der in 38 genannten Grnde nicht htte ernannt werden drfen und das Hindernis noch fortbesteht, 2. wenn er seine Ernennung durch Zwang, arglistige Tuschung oder Bestechung herbeigefhrt hat, 3. wenn sich herausstellt, dass er vor seiner Ernennung eine Straftat begangen hat, die ihn der Berufung in das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten unwrdig erscheinen lsst, und er deswegen zu einer Strafe verurteilt war oder wird, 4. wenn er sich weigert, den Eid abzulegen, 5. wenn er zur Zeit der Ernennung Mitglied des Europischen Parlaments, des Bundestages oder eines Landtages war und nicht innerhalb der vom Bundesministerium der Verteidigung gesetzten angemessenen Frist sein Mandat niederlegt, 6. wenn in den Fllen des 44 Abs. 1 bis 3 die Voraussetzungen des 44 Abs. 5 nicht erfllt sind, 7. wenn er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt ist; diese Entlassung gilt als Entlassung auf eigenen Antrag, oder 8. wenn er ohne Genehmigung des Bundesministeriums der Verteidigung seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt auerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes nimmt. In den Fllen der Nummer 2 kann das Bundesministerium der Verteidigung wegen besonderer Hrte eine Ausnahme zulassen. (3) Der Berufssoldat kann jederzeit seine Entlassung verlangen; soweit seine militrische Ausbildung mit einem Studium oder einer Fachausbildung verbunden war, gilt dies jedoch erst nach einer sich daran anschlieenden Dienstzeit, die der dreifachen Dauer des Studiums oder der Fachausbildung entspricht, lngstens nach zehn Jahren. In einer Rechtsverordnung kann fr bestimme Verwendungen wegen der Hhe der mit dem Studium oder der Fachausbildung verbundenen Kosten oder auf Grund sonstiger studienoder ausbildungsbedingter Besonderheiten eine lngere als die dreifache Dauer bestimmt werden; die in Satz 1 genannte Hchstdauer darf nicht berschritten werden. (3a) Ein Berufssoldat ist entlassen, wenn er zum Beamten ernannt wird. Die Entlassung gilt als solche auf eigenen Antrag. Satz 1 gilt nicht, wenn der Berufssoldat 1. in ein Beamtenverhltnis als Ehrenbeamter oder 2. als Professor, Juniorprofessor, wissenschaftlicher oder knstlerischer Mitarbeiter an einer nach Landesrecht staatlich anerkannten oder genehmigten Hochschule, deren Personal im Dienste des Bundes steht, in ein Beamtenverhltnis auf Zeit berufen wird. Satz 1 gilt ebenfalls nicht, solange das Bundesministerium der Verteidigung oder eine von ihm bestimmte Stelle in seinem Geschftsbereich der Entlassung nach Satz 1 nicht zugestimmt hat. Die Zustimmung ist zu erteilen, wenn der Soldat nach Absatz 3 seine Entlassung verlangen knnte. Im brigen kann die Zustimmung unter Bercksichtigung der dienstlichen Interessen der Bundeswehr erteilt werden. (4) Hat der Berufssoldat Elternzeit nach 28 Abs. 7 im Anschluss an ein Studium oder eine Fachausbildung in Anspruch genommen, verlngert sich die Dienstzeit nach Absatz 3 um diese Zeit entsprechend, soweit das Studium oder die Fachausbildung mehr als sechs Monate gedauert hat; die Hchstdauer von zehn Jahren bleibt unberhrt. Gleiches gilt fr einen Berufssoldaten, der eine Teilzeitbeschftigung nach 30a in Anspruch genommen hat; die Dienstzeit nach Absatz 3 verlngert sich um die Differenz der Teilzeitbeschftigung zur Vollzeitbeschftigung.
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(5) Der Berufsoffizier kann auch dann, wenn er weder ein Studium noch eine Fachausbildung erhalten hat, seine Entlassung erst nach Ende des sechsten Dienstjahres als Offizier verlangen. (6) Vor Ablauf der in den Abstzen 3, 4 und 5 genannten Dienstzeiten ist der Berufssoldat auf seinen Antrag zu entlassen, wenn das Verbleiben im Dienst fr ihn wegen persnlicher, insbesondere huslicher, beruflicher oder wirtschaftlicher Grnde eine besondere Hrte bedeuten wrde. (7) Das Verlangen auf Entlassung muss dem Disziplinarvorgesetzten schriftlich erklrt werden. Die Erklrung kann, solange die Entlassungsverfgung dem Soldaten noch nicht zugegangen ist, innerhalb zweier Wochen nach Zugang bei dem Disziplinarvorgesetzten zurckgenommen werden, mit Zustimmung der fr die Entlassung zustndigen Stelle auch nach Ablauf dieser Frist. Die Entlassung ist fr den beantragten Zeitpunkt auszusprechen; sie kann jedoch so lange hinausgeschoben werden, bis der Berufssoldat seine dienstlichen Obliegenheiten ordnungsgem erledigt hat, lngstens drei Monate. (8) Ein Leutnant kann in Ausnahmefllen bis zum Ende des dritten Dienstjahres als Offizier, sptestens vor dem Ende des zehnten Jahres der Gesamtdienstzeit in der Bundeswehr, wegen mangelnder Eignung als Berufsoffizier entlassen werden. Die in diesen Fllen zu gewhrende Dienstzeitversorgung regelt das Soldatenversorgungsgesetz.
49 Folgen der Entlassung und des Verlustes der Rechtsstellung eines Berufssoldaten
(1) Die Zugehrigkeit des Berufssoldaten zur Bundeswehr endet mit der Beendigung seines Dienstverhltnisses durch Entlassung nach 46 oder durch Verlust seiner Rechtsstellung als Berufssoldat nach 48. (2) In den Fllen des 46 Abs. 1 und 2 Satz 1 Nr. 1 bis 4, 7 und 8 und des 48 verliert der Soldat seinen Dienstgrad.
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(3) Nach dem Verlust seiner Rechtsstellung als Berufssoldat und nach der Entlassung hat der frhere Berufssoldat keinen Anspruch auf Dienstbezge und Versorgung mit Ausnahme der Beschdigtenversorgung, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. (4) Ein frherer Berufssoldat, der vor Ablauf der nach 46 Abs. 3 sich bestimmenden Mindestdienstzeit 1. auf seinen Antrag entlassen worden ist oder als auf eigenen Antrag entlassen gilt, 2. seine Entlassung nach 46 Abs. 8 vorstzlich oder grob fahrlssig herbeigefhrt hat, 3. seine Rechtsstellung verloren hat oder 4. durch Urteil in einem gerichtlichen Disziplinarverfahren aus dem Dienstverhltnis entfernt worden ist, muss die entstandenen Kosten des Studiums oder der Fachausbildung erstatten. Unter den gleichen Voraussetzungen muss ein frherer Berufssoldat in der Laufbahn der Offiziere des Sanittsdienstes das ihm als Sanittsoffizier-Anwrter gewhrte Ausbildungsgeld erstatten. Auf die Erstattung kann ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn sie fr den frheren Soldaten eine besondere Hrte bedeuten wrde. (5) Einem entlassenen Berufssoldaten kann das Bundesministerium der Verteidigung die Erlaubnis erteilen, seinen Dienstgrad mit dem Zusatz "auer Dienst (a. D.)" zu fhren. Die Erlaubnis ist zurckzunehmen, wenn der frhere Berufssoldat sich ihrer als nicht wrdig erweist.
51 Wiederverwendung
(1) Ein frherer Berufssoldat, der wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand getreten ist oder versetzt worden ist, kann bis zum Ablauf des Monats, in dem er das 65. Lebensjahr vollendet, unter erneuter Berufung in das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten zu einer Wiederverwendung von wenigstens einem Jahr und hchstens zwei Jahren herangezogen werden, wenn die Wiederverwendung unter Bercksichtigung der persnlichen, insbesondere huslichen, beruflichen oder wirtschaftlichen Verhltnisse zumutbar ist und seit Eintritt oder Versetzung in den Ruhestand noch keine fnf Jahre vergangen sind. (2) In den Fllen des Absatzes 1 tritt der Berufssoldat mit Ablauf der fr die Wiederverwendung festgesetzten Zeit in den Ruhestand. (3) 44 Abs. 1 Satz 6 gilt entsprechend. (4) Ist ein wegen Dienstunfhigkeit in den Ruhestand versetzter Berufssoldat wieder dienstfhig geworden, kann er erneut in das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten berufen werden, wenn seit der Versetzung in den Ruhestand noch keine fnf Jahre vergangen sind und die allgemeine Altersgrenze noch nicht berschritten ist. Beantragt er seine erneute Berufung in das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten, ist diesem Antrag unter den Voraussetzungen des Satzes 1 stattzugeben, falls nicht zwingende dienstliche Grnde entgegenstehen. 44 Abs. 4 Satz 3 und 4 gilt entsprechend. (5) In den Fllen der Abstze 1 und 4 endet der Ruhestand mit der erneuten Berufung in das Dienstverhltnis eines Berufssoldaten.
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(6) Ein Berufssoldat, dessen Rechte und Pflichten auf Grund der 5, 6, 8 und 36 des Abgeordnetengesetzes oder entsprechender Rechtsvorschriften ruhen, kann auf seinen Antrag zu Dienstleistungen nach 60 bis zu drei Monaten Dauer herangezogen werden.
51a (weggefallen)
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(4) Ein Soldat auf Zeit, dessen Rechte und Pflichten auf Grund der 5, 6, 8 und 36 des Abgeordnetengesetzes oder entsprechender Rechtsvorschriften ruhen, kann auf seinen Antrag zu Dienstleistungen nach 60 bis zu drei Monaten Dauer herangezogen werden.
55 Entlassung
(1) Fr den Soldaten auf Zeit gilt 46 Abs. 1 und 2 Satz 1 Nr. 1 bis 5 sowie 7 und 8 entsprechend. 46 Abs. 3a gilt mit Ausnahme des Satzes 5 mit der Magabe entsprechend, dass ein Soldat auf Zeit auch nicht entlassen ist, wenn er zum Beamten auf Widerruf im Vorbereitungsdienst oder zum Zwecke der Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten oder zum Beamten des Einsatzdienstes der Berufsfeuerwehr ernannt wird. Fr einen Soldaten auf Zeit, der auf Grund eines Eingliederungsscheines zum Beamten ernannt wird, gelten Satz 2 und 46 Abs. 3a Satz 2 nicht. (2) Ein Soldat auf Zeit ist zu entlassen, wenn er dienstunfhig ist. 44 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 gilt entsprechend. (3) Ein Soldat auf Zeit ist auf seinen Antrag zu entlassen, wenn das Verbleiben im Dienst fr ihn wegen persnlicher, insbesondere huslicher, beruflicher oder wirtschaftlicher Grnde eine besondere Hrte bedeuten wrde. (4) Ein Soldat auf Zeit kann in den ersten vier Jahren seiner Dienstzeit entlassen werden, wenn er die Anforderungen, die an ihn in seiner Laufbahn zu stellen sind, nicht mehr erfllt. Ein Offizieranwrter, der sich nicht zum Offizier, ein SanittsoffizierAnwrter, der sich nicht zum Sanittsoffizier, ein Militrmusikoffizier-Anwrter, der sich nicht zum Militrmusikoffizier, ein Feldwebelanwrter, der sich nicht zum Feldwebel, und ein Unteroffizieranwrter, der sich nicht zum Unteroffizier eignen wird, soll unbeschadet des Satzes 1 entlassen werden. Ist er zuvor in einer anderen Laufbahn verwendet worden, soll er nicht entlassen, sondern in diese zurckgefhrt werden, soweit er noch einen dieser Laufbahn entsprechenden Dienstgrad fhrt. (5) Ein Soldat auf Zeit kann whrend der ersten vier Dienstjahre fristlos entlassen werden, wenn er seine Dienstpflichten schuldhaft verletzt hat und sein Verbleiben in seinem Dienstverhltnis die militrische Ordnung oder das Ansehen der Bundeswehr ernstlich gefhrden wrde. (6) Fr die Zustndigkeit, die Anhrungspflicht und die Fristen bei der Entlassung gilt 47 Abs. 1 bis 3 entsprechend. Die Entlassungsverfgung muss dem Soldaten in den Fllen des Absatzes 2 wenigstens drei Monate und in den Fllen des Absatzes 4 wenigstens einen Monat vor dem Entlassungstag unter schriftlicher Angabe der Grnde zugestellt werden. Fr Soldaten, die einen Eingliederungsschein ( 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Soldatenversorgungsgesetzes) erhalten knnen und die Erteilung beantragt haben, betrgt die Frist in den Fllen des Absatzes 2 ein Jahr. In den Fllen des Absatzes 3 gilt 46 Abs. 7 entsprechend.
56 Folgen der Entlassung und des Verlustes der Rechtsstellung eines Soldaten auf Zeit
(1) Mit der Beendigung seines Dienstverhltnisses durch Zeitablauf nach 54 Abs. 1, durch Entlassung nach 55 oder durch Verlust seiner Rechtsstellung als Soldat auf Zeit nach 54 Abs. 2 Nr. 2 endet die Zugehrigkeit des Soldaten auf Zeit zur Bundeswehr. Der Soldat bleibt jedoch in den Fllen, in denen er entsprechend 46 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 bis 4 zu entlassen ist oder in denen er entsprechend 48 seine Rechtsstellung verliert, sowie in den Fllen des 55 Absatz 4 und 5 zur Ableistung des Grundwehrdienstes in der Bundeswehr, soweit das Wehrdienstverhltnis nicht nach dem Wehrpflichtgesetz endet. (2) Mit der Entlassung entsprechend dem 46 Abs. 1 und 2 Satz 1 Nr. 1 bis 4, 7 und 8 und nach 55 Abs. 5 sowie mit dem Verlust seiner Rechtsstellung als Soldat auf Zeit verliert der Soldat seinen Dienstgrad. (3) Nach dem Verlust seiner Rechtsstellung als Soldat auf Zeit und, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, nach der Entlassung hat der frhere Soldat auf Zeit keinen Anspruch auf Dienstbezge und Versorgung mit Ausnahme der Beschdigtenversorgung. - 28 -
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(4) Ein frherer Soldat auf Zeit, dessen militrische Ausbildung mit einem Studium oder einer Fachausbildung verbunden war und der 1. auf seinen Antrag entlassen worden ist oder als auf eigenen Antrag entlassen gilt, 2. seine Entlassung nach 55 Abs. 4 vorstzlich oder grob fahrlssig herbeigefhrt hat, 3. nach 55 Abs. 5 entlassen worden ist, 4. seine Rechtsstellung verloren hat oder 5. durch Urteil in einem gerichtlichen Disziplinarverfahren aus dem Dienstverhltnis entfernt worden ist, muss die entstandenen Kosten des Studiums oder der Fachausbildung erstatten. Unter den gleichen Voraussetzungen muss ein frherer Soldat auf Zeit in der Laufbahn der Offiziere des Sanittsdienstes das ihm als Sanittsoffizier-Anwrter gewhrte Ausbildungsgeld erstatten. Auf die Erstattung kann ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn sie fr den frheren Soldaten eine besondere Hrte bedeuten wrde.
Dritter Abschnitt Rechtsstellung der Soldaten, die nach Magabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leisten
58 Regelung durch Gesetz; Form der Befrderung
(1) Die Begrndung der Wehrpflicht, die Heranziehung der Wehrpflichtigen zum Wehrdienst und die Beendigung ihres Wehrdienstes regelt das Wehrpflichtgesetz. (2) Die Befrderung eines Soldaten, der nach Magabe des Wehrpflichtgesetzes Wehrdienst leistet, wird mit der dienstlichen Bekanntgabe an den Soldaten, jedoch nicht vor dem in der Ernennungsverfgung bestimmten Tag wirksam. 42 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend. Die Stze 1 und 2 gelten entsprechend fr diejenigen, die zu den in 60 genannten Dienstleistungen herangezogen werden.
58a
(weggefallen)
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(1) Ein frherer Berufssoldat, der wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand getreten ist oder versetzt worden ist, kann bis zum Ablauf des Monats, in dem er das 65. Lebensjahr vollendet hat, zu den in 60 genannten Dienstleistungen herangezogen werden. Zu den in 60 Nr. 2 bis 4 genannten Dienstleistungen kann er nur mit seiner freiwilligen schriftlichen Verpflichtung herangezogen werden. (2) Ein frherer Berufssoldat oder ein frherer Soldat auf Zeit, der mindestens zwei Jahre in einem Dienstverhltnis als Berufssoldat oder Soldat auf Zeit gestanden hat, kann 1. bis zum Ablauf des Monats, in dem er das 60. Lebensjahr vollendet hat, 2. auerhalb des Spannungs- und Verteidigungsfalles bis zum Ablauf des Monats, in dem er das 45. Lebensjahr vollendet hat, wenn er einen Mannschaftsdienstgrad fhrt, und 3. mit seiner freiwilligen schriftlichen Verpflichtung und nach Zustimmung durch das Bundesministerium der Verteidigung auch bis zum Ablauf des Monats, in dem er das 65. Lebensjahr vollendet hat, zu den in 60 genannten Dienstleistungen herangezogen werden. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend. (3) Eine Person, die nicht als Berufssoldat oder als Soldat auf Zeit in einem Wehrdienstverhltnis gestanden hat, kann auf Grund freiwilliger schriftlicher Verpflichtung bis zum Ablauf des Monats, in dem sie das 65. Lebensjahr vollendet hat, zu den in 60 genannten Dienstleistungen herangezogen werden. 9 Abs. 2 gilt entsprechend. Wird ihr ein hherer Dienstgrad nicht nur fr die Dauer der Verwendung verliehen, kann sie auch ohne freiwillige Verpflichtung 1. bis zum Ablauf des Monats, in dem sie das 60. Lebensjahr vollendet hat, zu den in 60 Nr. 1, 5 und 6 genannten Dienstleistungen und 2. auerhalb des Spannungs- und Verteidigungsfalles bis zum Ablauf des Monats, in dem sie das 45. Lebensjahr vollendet hat, wenn sie einen Mannschaftsdienstgrad fhrt, zu den in 60 Nr. 1 und 5 genannten Dienstleistungen herangezogen werden. (4) Vor Bestandskraft des Heranziehungsbescheides kann die gem Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 oder Absatz 3 Satz 1 abgegebene freiwillige schriftliche Verpflichtung allgemein oder fr den Einzelfall jederzeit und ohne Angabe von Grnden widerrufen werden. Der Widerruf ist schriftlich gegenber der fr die Heranziehung zustndigen Stelle zu erklren. (5) Nach Bestandskraft des Heranziehungsbescheides ist der Widerruf der Verpflichtungserklrung ausgeschlossen. Die auf Grund einer freiwilligen Verpflichtung Herangezogenen knnen beantragen, von der Teilnahme entpflichtet zu werden, soweit sie ihren Dienst noch nicht angetreten haben; dem Antrag ist stattzugeben, wenn die Heranziehung zur Dienstleistung fr sie wegen persnlicher, insbesondere huslicher, wirtschaftlicher oder beruflicher Grnde eine besondere, im Bereitschafts-, Spannungsund Verteidigungsfall eine unzumutbare Hrte bedeuten wrde.
61 bungen
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(1) Befristete bungen dauern grundstzlich hchstens drei Monate. ber Ausnahmen entscheidet das Bundesministerium der Verteidigung. (2) Die Gesamtdauer der bungen betrgt bei Mannschaften hchstens sechs, bei Unteroffizieren hchstens neun und bei Offizieren hchstens zwlf Monate. (3) bungen, die von der Bundesregierung als Bereitschaftsdienst angeordnet werden, sind unbefristet. Auf die Gesamtdauer der bungen nach Absatz 2 werden sie nicht angerechnet; das Bundesministerium der Verteidigung kann eine Anrechnung anordnen.
62 Besondere Auslandsverwendungen
(1) Besondere Auslandsverwendungen sind Verwendungen, die auf Grund eines bereinkommens, eines Vertrages oder einer Vereinbarung mit einer ber- oder zwischenstaatlichen Einrichtung oder mit einem auswrtigen Staat auf Beschluss der Bundesregierung im Ausland oder auerhalb des deutschen Hoheitsgebietes auf Schiffen oder in Luftfahrzeugen stattfinden. (2) Eine besondere Auslandsverwendung ist grundstzlich jeweils fr hchstens sieben Monate zulssig. Sie wird auf die Gesamtdauer der bungen nach 61 Abs. 2 nicht angerechnet. Soweit die Dauer drei Monate bersteigt, wirkt das fr die Heranziehung zustndige Kreiswehrersatzamt auf die Zustimmung des Arbeitgebers oder der Dienstbehrde hin. (3) Ist ein Soldat auf seinen Antrag von der Teilnahme an besonderen Auslandsverwendungen allgemein oder fr den Einzelfall entpflichtet worden ( 59 Abs. 5), kann er aus vorbereitenden bungen entlassen werden, wenn dies im dienstlichen Interesse liegt. 75 Abs. 1 Satz 2 Nr. 9 bleibt unberhrt. (4) 75 Abs. 2 Nr. 1 ist mit der Magabe anzuwenden, dass der Soldat zu entlassen ist.
63 Hilfeleistungen im Innern
(1) Hilfeleistungen im Innern sind Verwendungen der Streitkrfte im Rahmen der Amtshilfe oder bei einer Naturkatastrophe oder einem besonders schweren Unglcksfall nach Artikel 35 des Grundgesetzes. (2) Die Hilfeleistung im Innern ist grundstzlich jeweils fr hchstens drei Monate jhrlich zulssig. Das Bundesministerium der Verteidigung kann mit Zustimmung der zur Dienstleistung heranzuziehenden Person und ihres Arbeitgebers oder ihrer Dienstbehrde Ausnahmen zulassen. Hilfeleistungen im Innern werden auf die Gesamtdauer der bungen nach 61 Abs. 2 nicht angerechnet. (3) Als Hilfeleistungen im Innern gelten auch vorbereitende bungen im Rahmen der zivil-militrischen Zusammenarbeit.
2. Dienstleistungsausnahmen
64 Dienstunfhigkeit
Zu Dienstleistungen wird nicht herangezogen, wer dienstunfhig ist. - 31 -
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65 Ausschluss von Dienstleistungen
Von Dienstleistungen ist derjenige ausgeschlossen, gegen den durch ein deutsches Gericht auf die in 38 Abs. 1 bezeichneten Strafen, Maregeln oder Nebenfolgen erkannt worden ist.
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2. der Dienstleistungspflichtige fr die Erhaltung und Fortfhrung eines eigenen Betriebes unentbehrlich ist, 3. die Heranziehung des Dienstleistungspflichtigen a) eine zu einem schulischen Abschluss fhrende Ausbildung, b) ein Hochschulstudium, bei dem zum vorgesehenen Diensteintritt das dritte Semester erreicht ist, c) einen zum vorgesehenen Diensteintritt begonnenen dualen Bildungsgang (Studium mit studienbegleitender betrieblicher Ausbildung), dessen Regelstudienzeit acht Semester nicht berschreitet und bei dem das Studium sptestens drei Monate nach Beginn der betrieblichen Ausbildung aufgenommen wird, d) einen zum vorgesehenen Diensteintritt zu einem Drittel absolvierten sonstigen Ausbildungsabschnitt oder e) eine bereits begonnene Berufsausbildung unterbrechen oder die Aufnahme einer rechtsverbindlich zugesagten oder vertraglich gesicherten Berufsausbildung verhindern wrde. (5) Von Dienstleistungen kann ein Dienstleistungspflichtiger ferner zurckgestellt werden, wenn gegen ihn ein Strafverfahren anhngig ist, in dem Freiheitsstrafe, Strafarrest, Jugendstrafe oder eine freiheitsentziehende Maregel der Besserung und Sicherung zu erwarten ist, oder wenn seine Heranziehung die militrische Ordnung oder das Ansehen der Bundeswehr ernstlich gefhrden wrde. (6) Von einer Dienstleistung soll ein Dienstleistungspflichtiger auf Antrag auch zurckgestellt werden, wenn er fr die Erhaltung und Fortfhrung des elterlichen Betriebes oder des Betriebes seines Arbeitgebers oder fr die ordnungsgeme Aufgabenerfllung seiner Dienstbehrde unentbehrlich ist. In diesem Fall sind die Eltern, der Arbeitgeber oder die Dienstbehrde des Dienstleistungspflichtigen antragsberechtigt und verpflichtet, den Wegfall der Voraussetzungen fr die Unentbehrlichkeit der zustndigen Wehrersatzbehrde anzuzeigen. Die Zurckstellung bedarf der Zustimmung des Dienstleistungspflichtigen. Die Heranziehung des Dienstleistungspflichtigen ist bis zur Entscheidung ber den Antrag auszusetzen.
68 Unabkmmlichstellung
(1) Zum Ausgleich des personellen Krftebedarfs fr die Aufgaben der Bundeswehr und andere Aufgaben kann ein Dienstleistungspflichtiger im Spannungs- und Verteidigungsfall im ffentlichen Interesse fr Dienstleistungen unabkmmlich gestellt werden, wenn und solange er fr die von ihm ausgebte Ttigkeit nicht entbehrt werden kann. (2) ber die Unabkmmlichstellung entscheidet die Wehrersatzbehrde auf Vorschlag der zustndigen Verwaltungsbehrde. Das Vorschlagsrecht steht auch den Kirchen und Religionsgemeinschaften, soweit sie Krperschaften des ffentlichen Rechts sind, fr ihre Bediensteten zu. Die Zustndigkeit und das Verfahren regelt eine Rechtsverordnung. In der Rechtsverordnung kann die Befugnis zur Bestimmung der zustndigen Behrden auf oberste Bundesbehrden oder auf die Landesregierungen mit der Befugnis zur Weiterbertragung auf oberste Landesbehrden bertragen werden; die nach dieser Verordnung vorschlagsberechtigte oberste Bundesbehrde oder die Landesregierung kann, soweit Landesrecht dies zulsst, das Vorschlagsrecht auch durch allgemeine Verwaltungsvorschrift regeln. Die Rechtsverordnung regelt auch, wie Meinungsverschiedenheiten zwischen der Wehrersatzbehrde und der vorschlagenden Verwaltungsbehrde unter Abwgung der verschiedenen Belange auszugleichen sind. Die Rechtsverordnung regelt ferner, fr welche Fristen die Unabkmmlichstellung ausgesprochen werden kann und welche sachverstndigen Stellen der ffentlichen Verwaltung und Wirtschaft zu hren sind. (3) Die Dienstbehrde oder der Arbeitgeber des Dienstleistungspflichtigen ist verpflichtet, den Wegfall der Voraussetzungen fr die Unabkmmlichstellung der zustndigen Wehrersatzbehrde anzuzeigen. Dienstleistungspflichtige, die in keinem Arbeits- oder Dienstverhltnis stehen, haben den Wegfall der Voraussetzungen selbst anzuzeigen. - 33 -
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3. Heranziehungsverfahren
69 Zustndigkeit
Zustndig fr die Heranziehung von Dienstleistungspflichtigen zu Dienstleistungen und das damit in Zusammenhang stehende Verfahren nach diesem Abschnitt sind die Wehrersatzbehrden.
70 Verfahren
(1) Das Verfahren nach diesem Abschnitt ist kostenfrei. Notwendige Auslagen sind zu erstatten. Zu den notwendigen Auslagen gehren auch die Kosten fr die Beschaffung von Unterlagen, deren Beibringung dem Dienstleistungspflichtigen aufgegeben wird. Einem Arbeitnehmer, der nicht unter das Arbeitsplatzschutzgesetz fllt, wird auch der durch eine angeordnete rztliche Untersuchung oder eine angeordnete sonstige Vorstellung bei der Wehrersatzbehrde entstehende Verdienstausfall erstattet. Einem Dienstleistungspflichtigen, der nicht Arbeitnehmer ist, werden notwendige Aufwendungen, die ihm durch die Bestellung eines Vertreters entstehen, erstattet. Das Nhere ber die Erstattung von notwendigen Auslagen, Verdienstausfall und Vertretungskosten regelt eine Rechtsverordnung. (2) Antrge nach diesem Abschnitt sind schriftlich oder elektronisch zu stellen und durch die Wehrersatzbehrde schriftlich zu bescheiden. (3) Ein Bescheid, der in Ausfhrung dieses Abschnittes ergeht, ist zuzustellen. Dies gilt nicht fr begnstigende Verwaltungsakte. Ein Heranziehungsbescheid zu Hilfeleistungen im Innern ( 63), zu Hilfeleistungen im Ausland ( 63a), zu einer bung, die von der Bundesregierung als Bereitschaftsdienst angeordnet ist ( 61 Abs. 3) oder die als Alarmbung nicht lnger als drei Tage dauert, kann auch mit gewhnlichem Standardbrief mit dem Vermerk "Vorrangpost" oder in entsprechender Anwendung des 5 des Verwaltungszustellungsgesetzes unmittelbar durch die Truppe zugestellt werden.
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(3) Der Heranziehungsbescheid soll vier Wochen vor dem Beginn der Dienstleistung zugestellt sein. Dienstleistungspflichtige knnen ohne Einhaltung einer Frist einberufen werden, wenn 1. bungen als Bereitschaftsdienst angeordnet sind, 2. die Heranziehung zu einer nach den Umstnden gebotenen Erhhung der Einsatzbereitschaft der Streitkrfte notwendig ist, 3. der Spannungs- oder Verteidigungsfall eingetreten ist, 4. das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm bestimmte Stelle bungen von kurzer Dauer als Alarmbungen angeordnet hat oder 5. Hilfeleistungen im Innern zu erbringen sind.
2. 3. 4.
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als einem Monat, bei krzerer Verwendung fr den Zeitraum dieser Verwendung, vorbergehend zur Erfllung seiner Dienstpflichten unfhig ist, 5. 6. 7. 8. 9. nach dem bisherigen Verhalten durch sein Verbleiben in der Bundeswehr die militrische Ordnung oder die Sicherheit der Truppe ernstlich gefhrdet wrde, er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt ist, er seiner Aufstellung fr die Wahl zum Deutschen Bundestag, zu einem Landtag oder zum Europischen Parlament zugestimmt hat, er unabkmmlich gestellt ist, der mit der Dienstleistung verfolgte Zweck entfallen ist und im Fall einer befristeten bung eine andere Verwendung im Hinblick auf die Ausbildung fr die bestehende oder eine knftige Verwendung nicht erfolgen kann, er dienstunfhig ist oder die Wiederherstellung seiner Dienstfhigkeit innerhalb der Wehrdienstzeit nicht zu erwarten ist. 44 Abs. 4 Satz 1 und 3 gilt entsprechend, oder er nach 67 Abs. 6 zurckgestellt ist.
10.
11.
(2) Der Soldat kann entlassen werden, wenn 1. das Verbleiben in der Bundeswehr fr ihn wegen persnlicher, insbesondere huslicher, beruflicher oder wirtschaftlicher Grnde eine besondere, im Bereitschafts-, Spannungs- und Verteidigungsfall eine unzumutbare Hrte bedeuten wrde und er seine Entlassung beantragt hat, 2. gegen ihn auf Freiheitsstrafe oder Strafarrest von drei Monaten oder mehr oder auf eine nicht zur Bewhrung ausgesetzte Jugendstrafe erkannt ist oder 3. die Aussetzung einer Jugendstrafe zur Bewhrung widerrufen wird. (3) Die Entlassung wird von der Stelle verfgt, die nach 4 Abs. 2 fr die Ernennung des Soldaten zustndig wre. (4) Ein Soldat, der sich schuldhaft von seiner Truppe oder Dienststelle fern hlt, gilt mit dem Tag als entlassen, an dem er htte entlassen werden mssen, wenn er Dienst geleistet htte. (5) Ist ein Soldat whrend einer besonderen Auslandsverwendung wegen Verschleppung, Gefangenschaft oder aus sonstigen mit dem Dienst zusammenhngenden Grnden, die er nicht zu vertreten hat, dem Einflussbereich des Dienstherrn entzogen, ist die Entlassung bis zum Ablauf des auf die Beendigung dieses Zustandes folgenden Monats hinauszuschieben. Dies gilt auch bei anderen Verwendungen im Ausland mit vergleichbarer Gefhrdungslage. (6) Befindet sich ein Soldat, der eine Dienstleistung erbringt, im Entlassungszeitpunkt in stationrer truppenrztlicher Behandlung, endet der Wehrdienst, zu dem er herangezogen wurde, wenn 1. die stationre truppenrztliche Behandlung beendet ist, sptestens jedoch drei Monate nach dem Entlassungszeitpunkt, oder 2. er innerhalb der drei Monate schriftlich erklrt, dass er mit der Fortsetzung des Wehrdienstverhltnisses nicht einverstanden ist, mit dem Tag der Abgabe der Erklrung.
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(2) Wird ein Urteil mit der Folge des Dienstgradverlustes nach Absatz 1 Satz 2 im Wiederaufnahmeverfahren durch ein Urteil ersetzt, das diese Folgen nicht hat, gilt der Verlust des Dienstgrades als nicht eingetreten. (3) Ein Soldat verliert seinen Dienstgrad ferner, wenn er als Kriegsdienstverweigerer anerkannt wird.
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Zeitpunkt an, in dem die zustndigen Behrden von dem Schaden Kenntnis erlangen, ohne Rcksicht auf diese Kenntnis in zehn Jahren von der Begehung der Handlung an. (6) Whrend der Dienstleistungsberwachung haben die Dienstleistungspflichtigen ferner der zustndigen Wehrersatzbehrde unverzglich schriftlich, elektronisch oder mndlich zu melden: 1. den Eintritt von Tatsachen, die eine Dienstleistungsausnahme nach den 64 bis 66 begrnden, 2. den Eintritt von Tatsachen, die eine vorbergehende Unfhigkeit zur Erfllung der Dienstpflichten von voraussichtlich mindestens neun Monaten begrnden, 3. Erkrankungen und Verletzungen sowie Verschlimmerungen von Erkrankungen und Verletzungen seit der Untersuchung gem 71 Satz 1, der letzten berprfungsuntersuchung gem 71 Satz 2 und 73 Satz 2, der Prfung der Verfgbarkeit oder der Entlassungsuntersuchung, von denen der Dienstleistungspflichtige oder sein Arzt annimmt, dass sie fr die Beurteilung seiner Dienstfhigkeit von Belang sind, soweit sie hierzu von der zustndigen Wehrersatzbehrde aufgefordert werden, 4. den vorzeitigen Wegfall der Voraussetzungen fr eine Zurckstellung, 5. den Abschluss und einen Wechsel ihrer beruflichen Ausbildung, einen Wechsel ihres Berufes sowie eine weitergehende berufliche Qualifikation; hierber in ihrem Besitz befindliche Nachweise haben die Dienstleistungspflichtigen auf Aufforderung unverzglich vorzulegen. (7) (weggefallen)
78 Aufenthaltsfeststellungsverfahren
(1) Kann die fr die Dienstleistungsberwachung zustndige Wehrersatzbehrde (ausschreibende Behrde) den stndigen Aufenthaltsort eines Dienstleistungspflichtigen nicht feststellen, bermittelt sie dem Bundesverwaltungsamt zum Zweck der Feststellung des Aufenthaltsortes folgende Daten zur Person des Dienstleistungspflichtigen: 1. Familiennamen, frhere Namen, Vornamen, 2. Geburtsdatum und Geburtsort, 3. letzte, der ausschreibenden Behrde bekannte Anschrift und 4. das Geschftszeichen. Das Bundesverwaltungsamt hat diese Daten jeweils unter Angabe der ausschreibenden Behrde zu speichern. (2) Das Bundesverwaltungsamt hat die Daten zu dem in Absatz 1 genannten Zweck in regelmigen Abstnden in einer Datei zusammengefasst folgenden Stellen zu bermitteln: 1. den Wehrersatzbehrden, 2. dem Bundesamt fr den Zivildienst, 3. dem Auswrtigen Amt, das sie zu dem in Absatz 1 genannten Zweck an die Auslandsvertretungen weiterbermittelt, 4. den Behrden, die fr die polizeiliche Kontrolle des grenzberschreitenden Verkehrs zustndig sind. Diese Stellen drfen die Daten zu dem Zweck, zu dem sie ihnen bermittelt worden sind, speichern und nutzen. Wird diesen Stellen der Aufenthaltsort eines Dienstleistungspflichtigen bekannt, haben sie ihn der ausschreibenden Behrde mitzuteilen, soweit keine besonderen Verwendungsregelungen entgegenstehen. Sodann lschen sie unverzglich die ihnen vom Bundesverwaltungsamt bermittelten Daten des Betroffenen. Die ausschreibende Behrde unterrichtet das Bundesverwaltungsamt sowie die brigen Stellen nach Satz 1 davon, dass der Aufenthaltsort festgestellt worden und eine weitere Speicherung nicht mehr erforderlich ist. Diese Stellen haben die Daten des Betroffenen nach der Unterrichtung zu lschen.
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(3) Die ausschreibende Behrde unterrichtet das Bundesverwaltungsamt rechtzeitig, wenn fr einen Betroffenen die Dienstleistungspflicht nach 59 Abs. 1 bis 3 endet. Das Bundesverwaltungsamt hat die Daten des Betroffenen sptestens mit Ende der Dienstleistungspflicht zu lschen; Gleiches gilt fr die brigen Stellen nach Absatz 2 Satz 1, die durch das Bundesverwaltungsamt ber das Ende der Dienstleistungspflicht unverzglich zu unterrichten sind. (4) Sobald das Bundesverwaltungsamt eine Datei nach Absatz 2 Satz 1 bermittelt, haben die in Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 bis 4 genannten Stellen die ihnen zuvor bermittelte Datei zu lschen.
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Siebter Abschnitt
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89 Mitteilungen in Strafsachen
(1) In Strafsachen gegen Soldaten gilt 115 des Bundesbeamtengesetzes entsprechend. (2) In Strafsachen gegen Berufssoldaten im Ruhestand, frhere Berufssoldaten und frhere Soldaten auf Zeit sollen personenbezogene Daten auer in den Fllen des 14 Abs. 1 Nr. 6 des Einfhrungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetz bermittelt werden, wenn deren Kenntnis fr Disziplinarmanahmen mit anderen als versorgungsrechtlichen Folgen erforderlich ist, soweit nicht fr die bermittelnde Stelle erkennbar ist, dass schutzwrdige Interessen des Betroffenen an dem Ausschluss der bermittlung berwiegen. 14 Abs. 2 des Einfhrungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetz ist anzuwenden. (3) Die Mitteilungen sind zu richten - 41 -
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1. bei Erlass und Vollzug eines Haftbefehls oder Unterbringungsbefehls an den nchsten Disziplinarvorgesetzten des Soldaten oder dessen Vertreter im Amt, 2. in den brigen Fllen zum Zweck der Weiterleitung an die zustndige Stelle an den Befehlshaber des Wehrbereichs, in dem die mitteilungspflichtige Stelle liegt. Die Mitteilungen sind als "Vertrauliche Personalsache" zu kennzeichnen. Im Fall des Satzes 1 Nr. 2 drfen nur die Personendaten des Beschuldigten, die fr die Ermittlung der zustndigen Stelle erforderlich sind, dem Befehlshaber im Wehrbereich zugnglich gemacht werden; die brigen Daten sind ihm zur Weiterleitung in einem verschlossenen Umschlag zu bermitteln.
90 Organisationsgesetz
Die Organisation der Verteidigung, insbesondere die Spitzengliederung der Bundeswehr und die endgltige Organisation des Bundesministeriums der Verteidigung, bleiben besonderer gesetzlicher Regelung vorbehalten.
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1. die Regelung des Vorgesetztenverhltnisses nach 1 Abs. 3, 2. die Berechtigung zum Tragen der Uniform auerhalb eines Wehrdienstverhltnisses nach 4a, 3. die Unteroffizierprfungen und die Offizierprfungen nach 27 Abs. 7, 4. die Ausgestaltung des Personalaktenwesens nach 29, 5. die Ausgestaltung der Teilzeitbeschftigung nach 30a, 6. die verwendungsbezogenen Mindestdienstzeiten nach 46 Abs. 3. (3) Das Bundesministerium der Verteidigung erlsst im Einvernehmen mit den Bundesministerien des Innern und der Finanzen die Rechtsverordnung ber das Ausbildungsgeld nach 30 Abs. 2. (4) Die Rechtsverordnung nach Absatz 1 Nr. 9 bedarf der Zustimmung des Bundesrates.
94 bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 24. Februar 1983 (BGBl. I S. 179)
Auf Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit, die vor dem 2. Mrz 1983 ein Studium oder eine Fachausbildung im Rahmen ihrer militrischen Ausbildung abgeschlossen haben, sind die bisherigen Vorschriften anzuwenden.
95 bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 6. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2588)
Die Vorschriften der 40 Abs. 4, 46 Abs. 4 finden nur auf Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten Anwendung, die Elternzeit nach Inkrafttreten des Vierzehnten Gesetzes zur nderung des Soldatengesetzes vom 6. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2588) beantragt haben.
(2) Abweichend von 45 Abs. 2 werden die besonderen Altersgrenzen wie folgt festgesetzt: 1. fr Generale sowie fr Offiziere in den Laufbahnen des Sanittsdienstes, des Militrmusikdienstes und des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr wird bis zum 31. Dezember 2012 keine besondere Altersgrenze festgesetzt, 2. fr nicht von Nummer 1 erfasste Oberste a) in den Jahren 2008 bis 2012 die Vollendung des 61. Lebensjahres, hiervon abweichend des 60. Lebensjahres fr vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten ernannte Oberste in der Besoldungsgruppe A 16, b) ab dem Jahr 2013 die Vollendung des 61. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen: - 43 -
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im Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anhebung um Monate 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
Dies gilt mit der Magabe, dass vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten ernannte Oberste in der Besoldungsgruppe A 16 die besondere Altersgrenze aa) bb) in den Jahren 2013 und 2014 mit Vollendung des 60. Lebensjahres, in den Jahren 2015 bis 2023 mit Vollendung des 61. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen erreichen:
im Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anhebung um Monate 0 1 2 3 4 5 6 8 10
3. fr nicht von Nummer 1 erfasste Oberstleutnante a) in den Jahren 2008 bis 2012 die Vollendung des 59. Lebensjahres, hiervon abweichend des 58. Lebensjahres fr vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten ernannte Oberstleutnante in der Besoldungsgruppe A 14, b) ab dem Jahr 2013 die Vollendung des 59. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen:
im Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anhebung um Monate 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22
Dies gilt mit der Magabe, dass vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten ernannte Oberstleutnante in der Besoldungsgruppe A 14 die besondere Altersgrenze - 44 -
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aa) bb) in den Jahren 2013 und 2014 mit Vollendung des 58. Lebensjahres, in den Jahren 2015 bis 2023 mit Vollendung des 59. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen erreichen:
im Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anhebung um Monate 0 2 4 6 8 10 12 16 20
4. fr nicht von Nummer 1 erfasste Majore und Stabshauptleute a) in den Jahren 2008 bis 2012 die Vollendung des 57. Lebensjahres, hiervon abweichend des 56. Lebensjahres fr vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten ernannte Majore, b) ab dem Jahr 2013 die Vollendung des 57. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen:
im Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anhebung um Monate 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22
Dies gilt mit der Magabe, dass vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten ernannte Majore die besondere Altersgrenze aa) bb) in den Jahren 2013 und 2014 mit Vollendung des 56. Lebensjahres, in den Jahren 2015 bis 2023 mit Vollendung des 57. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen erreichen:
im Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anhebung um Monate 0 2 4 6 8 10 12 16 20
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5. fr nicht von Nummer 1 erfasste Hauptleute, Oberleutnante und Leutnante a) in den Jahren 2008 bis 2012 die Vollendung des 55. Lebensjahres, hiervon abweichend in den Jahren 2008 bis 2010 des 54. Lebensjahres fr vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten Ernannte, b) ab dem Jahr 2013 die Vollendung des 55. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen: im Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 6. fr Berufsunteroffiziere a) in den Jahren 2008 bis 2012 die Vollendung des 54. Lebensjahres, hiervon abweichend des 53. Lebensjahres fr vor dem 1. Januar 1999 zum Berufssoldaten ernannte Berufsunteroffiziere, b) ab dem Jahr 2013 die Vollendung des 54. Lebensjahres mit folgenden Anhebungen: Anhebung um Monate 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Erreichen mit Alter Jahr Monat 55 1 55 2 55 3 55 4 55 5 55 6 55 7 55 8 55 9 55 10 55 11
im Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anhebung um Monate 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
(3) Die Altersgrenzen nach Absatz 2 gelten auch fr die Berufssoldaten der Marine mit entsprechenden Dienstgraden.
97 bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 19. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1815)
(1) Auf Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit, die vor Inkrafttreten des Gesetzes zur nderung des Soldatengesetzes und anderer Vorschriften vom 19. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1815) ein Studium oder eine Fachausbildung begonnen haben, sind 49 Abs. 4 und 56 Abs. 4 in der bisherigen Fassung anzuwenden. (2) Auf die bei Inkrafttreten des Gesetzes zur nderung des Soldatengesetzes und anderer Vorschriften vom 19. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1815) vorhandenen Soldaten auf Zeit ist 55 Abs. 4 in der bisherigen Fassung anzuwenden.
98 bergangsvorschrift aus Anlass des nderungsgesetzes vom 22. April 2005 (BGBl. I S. 1106)
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Die Vorschriften des Vierten Abschnittes sind nur auf Personen anzuwenden, die nach Inkrafttreten des Vierzehnten Gesetzes zur nderung des Soldatengesetzes vom 6. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2588) in das Dienstverhltnis eines Soldaten berufen worden sind.
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