Die Rolle von Proteinshakes für
den Muskelaufbau aus
stoffphysiologischer Sicht
Name: Ibrahim Can Atabay
Fachlehrer: Herr van Alen
Kurslehrer: Herr Schubert
Klasse: Q1
Anschrift: Rählege 21, 49477 Ibbenbüren
Telefon: 0152 22776249
E-Mail-Adresse: ibrahimatabay20@[Link]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition und Zusammensetzung von Proteinen im Körper
2.1 Proteinbiosynthese
2.1.1. Transkription
2.1.2. Translation
2.1.3. Proteinstruktur
2.2 Funktion von Proteinen
2.3 Aufbau des Skelettmuskelgewebes
2.3.1 Der Aufbau von Sarkomeren
3. Proteinshakes: Ihre Funktion und Zusammensetzung
4. Wirkung von Proteinshakes auf den Körper und auf zellulärer Ebene
5. Diskussion
6. Schlussfolgerung
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
9. Eigenständigkeitserklärung
[Link]
In dieser Facharbeit beschäftigen wir uns mit der Rolle von Proteinshakes für den
Muskelaufbau aus stoffphysiologischer Sicht. Viele Menschen verfolgen sportliche
Aktivitäten, um ein gesundes Leben, Unterhaltung oder eine gute Form zu haben. Eine
regelmäßige Ernährung ist dabei ein sehr wichtiger Faktor. Gerade für Menschen, die
Krafttraining betreiben, ist es wichtig, bestimmte Proteine und Mineralstoffe regelmäßig
und ausreichend zu sich zu nehmen. Heutzutage werden vor allem von Menschen, die
Krafttraining betreiben, Proteindrinks konsumiert, da diese essenziellen Nährstoffe für
den Muskelaufbau liefern können. Als Konsument dieser Proteinshakes und mit
demselben Meinung werde ich mich in dieser Facharbeit mit der Frage „Wie können
Proteinshakes dazu beitragen, dass auf Zellulärer Ebene beim Aufbau von dickeren
Muskelfasern geholfen wird?“ beschäftigen. Dazu wird zunächst thematisiert, was das
Protein ist und wie es in unserem Körper produziert wird. Anschließend werden die
verschiedenen Funktionen von Proteinen erklärt. Um die Wirkung von Proteinshakes
auf die Muskulatur besser zu verstehen, wird die Struktur des Skelettmuskelgewebes
beschrieben. Daraufhin wird die Zusammensetzung und Funktion von Proteinshakes
und welche Auswirkungen sie auf unsere Zellen haben, erläutert. Abschließend wird es
mit einer Diskussion und einem Fazit enden.
2. Definition und Zusammensetzung von Proteinen im Körper
Der Begriff Protein kommt vom lateinischen Wort „proteios“ und bedeutet
„grundlegend“ und „vorrangig“.1 Die Bedeutung des Begriffs ist darauf zurückzuführen,
dass es sich um die Stoffklasse mit den vielfältigsten Funktionen in Lebewesen handelt.
Proteine sind Makromoleküle, die aus Aminosäuren bestehen, die in einer bestimmten
Reihenfolge in Ketten miteinander verbunden sind, und die für unseren Körper von
großer Bedeutung stehen. Insgesamt gibt es zwanzig verschiedene Aminosäuren. Ihre
Reihenfolge und Anzahl bestimmen die Struktur und Form der Proteine. Proteine, die in
vielen Zellen mehr als 50 % des Trockengewichts ausmachen, erfüllen lebenswichtige
Funktionen im Körper. Sie spielen eine wichtige Rolle bei gewissen Funktionen, wie
beispielsweise der Bildung der Zellgrundlagen, dem Funktionieren des Stoffwechsels
oder dem Schutz und der Entwicklung des Immunsystems.
1
Vgl. Gimbel, C., Langer, F. und Hauck, O. 2019. Natura Oberstufe: Biologie für Gymnasien Themenband
Genetik und Immunbiologie. 1. Aufl. Stuttgart: Ernst Klett Verlag, S. 48.
2
2.1 Proteinbiosynthese
Die Proteinbiosynthese ist ein Prozess für die Bildung von Proteinen in Lebewesen. Die
für die Proteinproduktion erforderlichen Informationen sind im genetischen Material,
der DNA (Desoxyribonukleinsäure) gespeichert. Abschnitte der DNA werden als Gene
bezeichnet, jeder Abschnitt ist für die Produktion eines Proteins verantwortlich.
Zusammenfassend werden bei der Proteinbiosynthese DNA-Abschnitte in Proteine
übersetzt. Die Proteinbiosynthese besteht aus zwei Schritten/Phasen: der Transkription
und der Translation.2
2.1.1. Transkription
Die Transkription (lat. transcribere = umschreiben) ist der erste Schritt der
Proteinbiosynthese. In diesem Schritt wird die genetische Information von der DNA in
eine mRNA umgeschrieben. Die Transkription unterteilt sich in drei Phasen: die
Initiation, die Elongation und die Termination 3. In der ersten Phase (Initiation) setzt sich
die RNA- Polymerase an die DNA und bewegt sich auf der DNA entlang, bis der
Promotor erreicht wird. Im Bereich der Promotorregion werden dann die
Wasserstoffbrücken zwischen den Basen der DNA- Doppelhelix gelöst werden, sodass
es offen zum Ablesen stehen kann. Für die Transkription wird nur einer der beiden
DNA-Stränge als Matrize benutzt, die als codogener Strang bezeichnet wird.
Demzufolge wird die entsprechende DNA-Sequenz in mRNA übertragen. Dies wird
mithilfe des RNA-Polymerase gebildet. Dieser läuft sich von 3´ nach 5´ auf dem DNA-
Strang und synthetisiert einen, zu diesem DNA-Strang komplementären, mRNA-Strang,
die entsprechend eine 5` - 3` Richtung hat. Wenn die RNA-Polymerase die DNA-
Sequenz abgelesen und den komplementären mRNA-Strang synthetisiert hat, trifft sie
auf eine sogenannte Terminator-Sequenz. Damit löst sich die abgeschriebene RNA und
die RNA- Polymerase setzt sich von der DNA ab. Somit endet die Transkription.4
2
Vgl. Gimbel, C., Langer, F. und Hauck, O. 2019. Natura Oberstufe: Biologie für Gymnasien Themenband
Genetik und Immunbiologie. 1. Aufl. Stuttgart: Ernst Klett Verlag, S. 50.
3
Vgl. Torsten Glomb, Dr. Dieter Sosna, (o.D). Bio-Datenbanken: Einführung in die Bioinformatik (S.17)
[online] [Link]
[21.03.2023]
4
Vgl. Luft Hafner, Peter Hoff, 2019. Schroedel: Genetik. Hannover: Schroedel Schullbuchverlag, S. 87.
3
2.1.2. Translation
In der Proteinbiosynthese ist die Translation (eng. translation = Übersetzung) der zweite
Schritt. Bei der Translation erfolgt die Übersetzung der in der mRNA enthaltenden
Informationen in eine Kette aus Aminosäuren Die Translation der mRNA findet an den
Ribosomen statt. An den Ribosomen gibt es drei Stellen, an denen die tRNA binden
kann, die sogenannte A-, P- und E- Stelle. Am Anfang der Translation lagert sich das
Ribosom an die mRNA und fährt vom 5´ nach 3´ ab. Das Ribosom fährt die mRNA so
lang ab, bis der Start-Codon erreicht wird. Es liest jeweils drei Basen der mRNA, also
immer ein Basen-Triplett ab. Alle tRNA, die geordnet werden, geben ihre Aminosäure
ab und die abgegebenen Aminosäuren bilden eine
lange Aminosäurekette (= Peptidkette). Das Ablesen der mRNA endet, wenn das
Ribosom das Stopp-Codon erreicht. Das Ribosom zerfällt in seine Untereinheiten und
löst sich somit von der mRNA.5
2.1.3 Proteinstruktur
Die Aktivität eines Proteins wird durch seine Struktur bestimmt. Es gibt vier Ebenen der
Proteinstruktur, die als Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Quartärstruktur bezeichnet
werden. Die erste Ebene ist die Primärstruktur. Die Reihenfolge der Aminosäuren in der
Polypeptidkette wird als Primärstruktur eines Proteins bezeichnet. Die weiteren
Strukturen hängen von der Primärstruktur ab. Die Aminosäuren in der Primärstruktur
interagieren miteinander und bilden regelmäßige Strukturen. Insbesondere kommt die α-
Helix oder das β-Blatt vor. Durch auftretende Wechselwirkungen zwischen den Resten
der Aminosäuren kommt es zu einer Faltung der gesamten Polypeptidkette. Je nach
Lage ergibt sich eine räumliche Struktur. Die letzte Ebene, die sogenannte
Quartärstruktur, besteht aus vielen gefalteten Polypeptidketten, die zusammenlagern.
Dies wird als die räumliche Anordnung des gesamten Proteinkomplexes bezeichnet.6
5
Vgl. Luft Hafner, Peter Hoff, 2019. Schroedel: Genetik. Hannover: Schroedel Schullbuchverlag, S. 88.
6
Vgl. Elisabeth Prümm, Prof. Dr. Wolf-Micheal Weber, 2021. Campbell Biologie: Gymnasiale Oberstufe. 3.
Aufl. München: Pearson Deutschland, S. 52,53.
4
2.2 Funktion von Proteinen
Proteine sind an zahlreichen biologischen Prozessen in unserem Körper beteiligt und
spielen eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Körpers.
Proteine haben lebenswichtige Funktionen in unserem Körper: Einige sind als Enzyme
in unserem Körper bekannt. Enzyme führen fast alle chemischen Reaktionen in den
Zellen durch und sind bei der Bildung neuer Moleküle nützlich, indem sie die in der
DNA gespeicherte genetische Information ablesen. Ein weiteres Beispiel für die
Funktion von Proteinen ist ihre Rolle als Botenstoffe zuzuschreiben, wie zum Beispiel
in Form von Hormonen, die Signale zur Koordinierung biologischer Prozesse zwischen
verschiedenen Zellen, Geweben und Organen übertragen. Das letzte Beispiel sind die
Strukturbestandteile der Proteine, die in unserem Körper für Struktur und Halt sorgen.
Beispiele für diese Proteine sind Aktin7 und Myosin8 Proteine, die vor allem in unseren
Muskeln vorkommen und für Bewegung sorgen.
2.3 Aufbau der Muskelzelle
Um jedoch besser zu verstehen, wie diese Proteine in den Muskeln funktionieren, soll
zunächst der Aufbau unserer Muskeln erklärt werden. Es gibt insgesamt drei
Muskelgewebe in unserem Körper; Glattes, Skelett- und Herzmuskelgewebe. Glattes
Muskelgewebe wird unwillkürlich durch vegetative Nervensysteme gesteuert und findet
sich in der Haut, größeren Blutgefäßen sowie im Fortpflanzungs- und
Verdauungssystem. Skelettmuskelgewebe ermöglicht es dem menschlichen Körper, sich
zu bewegen und wird im Gegensatz zu anderen Muskeln willkürlich vom Gehirn
gesteuert. Schließlich ist das Herzmuskelgewebe, wie das glatte Muskelgewebe,
unwillkürlich und ermöglicht es dem Herzmuskel, sich in rhythmischen Abständen die
Kontraktion und Erschlaffung.9 Nun soll das Skelettmuskelgewebe genauer untersucht
werden, um die Muskelstruktur genauer zu verstehen. Muskeln sind Strukturen, die aus
7
Vgl. MedlinePlus: How Genes Work: What are proteins and what do they do? In U.S. National Library of
Medicine (NIH), S. 1, [online]
[Link] [21.03.2023].
8
Vgl. Brad Schoenfeld, 2021. Science and Development of Muscle Hypertrophy. 2. Aufl. Champaign, IL :
Human Kinetics, S.1 [online] [Link]
development-of-muscle-hypertrophy-by-Brad-Schoenfeld-z-lib.org_.pdf [21.03.2023]
9
Vgl. 2007. Anatomica: Körper und Gesundheit: Das komplette Nachschlagewerk. 3. Aufl. München:
Tandem Verlag, S. 72
5
Muskelgewebe bestehen. Muskelgewebe wird wiederum durch das Zusammenwachsen
von Muskelfasern gebildet. Muskelfasern erzeugen Muskelbewegungen durch die
Kontraktion und Entspannung von Proteinen, die für die Bewegung notwendig sind.
Jede Muskelfaser enthält Hunderte bis Tausende von Myofibrillen, die durch die
Kombination nacheinander gebildet werden. Eine Muskelfibrille setzt sich wiederum
aus den sogenannten Sarkomeren zusammen (s. Abb. 1.1). In den Sarkomeren befinden
sich zwei grundlegende Proteinfilamente, nämlich Aktin (dünnes Filament) und Myosin
(dickes Filament), die für die Muskelkontraktion verantwortlich sind.10 Doch wie sieht
der Aufbau von Sarkomeren?
2.3.1 Der Aufbau von Sarkomeren
Nun wird der Aufbau eines Sarkomers genauer betrachtet (s. Abb. 1.2.). Jedes
Sarkomer wird an beiden Rändern von den Z-Scheiben (Zwischen-Scheiben) begrenzt.
Auf Z-Scheiben sind verschiedene Proteine, sogenannte Ankerproteine, befestigt. Das
dünne Filament in der Struktur ist das Protein Aktin beziehungsweise das
Aktinfilament. Sie sind an das Ankerprotein Aktinin gebunden, die sich auf dem Z-
Scheiben befinden. Zwischen den dünnen Filamenten befinden sich dicke Filamente.
Dies sind die Myosin Proteine beziehungsweise Myosinfilamente. Myosinfilamente
hingegen werden durch das Titin-Protein, das sich wie Aktinin auf der Z-Scheiben
befinden, verankert. Das Sarkomer wird insgesamt in fünf Zonen eingeteilt, beginnend
mit den Z-Scheiben, die es begrenzen. Dann kommen die I-Bande. Bei der I-Bande
befinden sich nur die Aktinfilamente. Das „I“ steht für „isotrop“ und bedeutet, dass die
Aktien stränge das Licht aus allen Richtungen gleich brechen. Das Gegenteil der I-
Bande ist die A-Bande. Die A-Bande entspricht den Bereichen zwischen I-Bande mit
Myosinfilamente. Bei der A-Bande befinden sich sowohl Aktinfilamente als auch
Myosinfilamente. Das „A“ steht für „anisotrop“ und bedeutet, dass das Licht in diesem
Bereich Lichtrichtungsabhängig brechen. Die H-Bande befinden sich in dem mittleren
und helleren Bereich und enthält nur Myosinfilamente. Im ihrer Mitte befinden sich die
dunkele M-Streifen, die durch die Querverbindungen des Myosinfilamenten entsteht.
Bei der Muskelkontraktion (das Zusammziehen der Muskeln) treten die Myosin Köpfe
10
Vgl. Brad Schoenfeld, 2021. Science and Development of Muscle Hypertrophy. 2. Aufl. Champaign, IL :
Human Kinetics, S.1 [online] [Link]
development-of-muscle-hypertrophy-by-Brad-Schoenfeld-z-lib.org_.pdf
6
mit Aktin in der Wechselwirkung und somit ziehen die Aktinen nach innen. Somit
werden die beiden Z-Scheiben aufeinander zugeführt und die Länge des Filaments
ändern sich nicht, sondern sie gleiten aneinander vorbei. Die I-Bande schrumpfen
zusammen während die A-bande konstant bleiben. Die Muskelkontraktion ist ein
wichtiger Prozess für den Körper, um die Bewegung verwirklichen zu können.11
[Link]: Ihre Funktion und Zusammensetzung
Proteinshake ist ein Getränk, das hauptsächlich aus Proteinen besteht und oft als
Nahrungsergänzungsmittel konsumiert wird. Es wird oft von Sportlern, Bodybuildern
oder Menschen, die ihre Proteinaufnahme erhöhen möchten, verwendet, um den
Proteingehalt zu erhöhen und den Muskelaufbau und Muskelerhalt zu fördern. Protein
ist ein wichtiger Nährstoff für den Körper, der für den Aufbau und die Reparatur von
Gewebe, einschließlich Muskeln, unerlässlich ist.
Die Auswahl an Proteinshakes auf dem Markt ist groß und die Zusammensetzung
variiert von Produkt zu Produkt. Eine wichtige Unterscheidung bei der Wahl des
richtigen Proteinshakes ist die Art des enthaltenen Proteins. Zum Beispiel ist das am
häufigsten verwendete Protein in Proteindrinks Milcheiweiß oder Whey-Protein,
welches preisgünstig und leicht vom Körper verwertbar ist. Es gibt jedoch auch
Alternativen für Menschen mit Laktoseintoleranz, wie z.B. Proteindrinks aus Eiprotein,
welches aus dem Eiklar gewonnen wird. Pflanzliche Eiweißquellen wie Sojaprotein,
Reisprotein, Erbsenprotein oder Hanfprotein sind ebenfalls eine Option für Menschen,
die tierische Produkte meiden möchten. Die meisten pflanzlichen Proteinshakes werden
aus Reis, Soja oder Samen hergestellt. Hersteller können den Gehalt an bestimmten
Proteinen je nach Angebot und Nachfrage variieren, um spezielle Bedürfnisse wie
Unverträglichkeiten oder Allergien zu erfüllen. Es ist daher wichtig, die Inhaltsstoffe
von Proteinshakes zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den individuellen
Ernährungsbedürfnissen entsprechen.
11
Vgl. Duszenko, Michael; Hamprecht, Bernd; Feil, Robert 25. Juli 2006. Vorlesung Biochemie IV, 34.
Stunde. Tübingen: ZDV-Universität [online]
[Link] [21.03.2023]
7
[Link] von Proteinshakes auf den Körper und auf zellulärer Ebene
Muskelproteinsynthese (MPS) ist der Prozess, bei dem Muskelzellen Proteine aus
Aminosäuren herstellen. Dieser Prozess ist wichtig für den Schutz und das Wachstum
von Muskelgewebe. Während körperlicher Aktivität werden Muskeln durch
Kontraktionen geschädigt und müssen repariert werden. Muskelproteinsynthese ist der
Mechanismus, den Muskelzellen zur Produktion von Proteinen nutzen, die zur
Reparatur und Heilung von geschädigtem Muskelgewebe benötigt werden. Im
Gegensatz zur Muskelproteinsynthese, bezieht sich der Muskelproteinabbau (MPB) auf
den Prozess, bei dem Muskelproteine abgebaut werden, um Energie zu erzeugen oder
um neue Proteine zu synthetisieren. Dieser Prozess kann unter bestimmten Bedingungen
wie Fasten, körperlicher Aktivität, Verletzung, Krankheit oder im Alter verstärkt
auftreten. Auf zellulärer Ebene erhöhen Proteinshakes die Muskelproteinsynthese,
indem sie den Körper mit den notwendigen Aminosäuren versorgen, die für die
Proteinsynthese benötigt werden. Dies trägt dazu bei, den Muskelabbau zu reduzieren
und den Muskelaufbau zu fördern. Proteinshakes können auch dazu beitragen, den
Insulinspiegel zu regulieren, was den Muskelaufbau fördert und gleichzeitig den
Fettabbau unterstützt. Wenn die Muskelproteinsynthese überwiegt, bedeutet dies, dass
der Körper mehr Muskelprotein aufbaut, als er abbaut. Dies ist ein entscheidender
Faktor für den Muskelaufbau, da die Muskelproteinsynthese für die Erhöhung der
Muskelmasse verantwortlich ist. Wenn die Muskelproteinsynthese überwiegt, wird die
Muskelmasse erhöht, was zu einer Verbesserung der Muskelkraft und Muskelleistung
führen kann. Wenn jedoch der Muskelproteinabbau überwiegt, bedeutet dies, dass der
Körper mehr Muskelprotein abbaut, als er aufbaut. Dies kann zu einem Muskelabbau
führen und somit zu einem Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft. Es kann auch zu
einem Anstieg des Körperfetts führen, da die Muskeln weniger metabolisch aktiv sind
und weniger Energie verbrauchen.12
[Link]
12
Vgl. Kevin D. Tipton, 2017. Factors That Influence the Amount of Protein Necessary to Maximize the
Anabolic Response of Muscle Following Resistance Exercise. Stirling, Scotland: University of Stirling.
[online] [Link]
[21.03.2023]
8
Bevor eine Schlussfolgerung gezogen wird, werden die Vor- und Nachteile von
Proteinshakes und was zu beachten ist, betrachtet und eine abschließende Bewertung
vorgenommen. Proteinshakes sind eine einfache und praktische Möglichkeit, der
Ernährung zusätzliches Protein hinzuzufügen. Sie können den Muskelaufbau und die
Regeneration nach dem Training unterstützen und können an individuelle
Geschmacksvorlieben und Bedürfnisse angepasst werden. Sie können auch helfen, die
Kalorienaufnahme zu kontrollieren. Proteinshakes haben jedoch auch potenzielle
Nachteile. Sein übermäßiger Konsum kann dazu führen, dass die Nieren belastet werden
und sich die Knochengesundheit verschlechtert. Außerdem liefern Proteinshakes
möglicherweise nicht immer alle Nährstoffe, die für eine ausgewogene Ernährung
notwendig sind. Außerdem können Proteinshakes teuer sein, insbesondere wenn sie aus
hochwertigen Proteinen hergestellt sind. Es sollte betont werden, dass Proteinshake für
eine ausgewogene Ernährung nicht notwendig sind, sie können nur eine sinnvolle
Ergänzung sein, insbesondere für Menschen, die regelmäßig Krafttraining betreiben
oder Schwierigkeiten haben, genug Protein aus ihrer normalen Ernährung zu
bekommen. Die empfohlene Tagesdosis für eine ausgewogene Proteinzufuhr beträgt 0,8
Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.13
[Link]
Um zu einem Fazit zu kommen und kurz zusammenzufassen, Proteinshakes können
dazu beitragen, den Muskelaufbau auf zellulärer Ebene zu unterstützen, da sie eine
schnelle und effektive Quelle für Proteine darstellen. Proteine sind wichtige Bausteine
für das Muskelwachstum und die Reparatur von Muskelschäden nach dem Training.
Wenn der Körper ausreichend Protein zur Verfügung hat, kann er effektiver neue,
dickere Muskelfasern aufbauen.
7. Literaturverzeichnis
Vgl. 2007. Anatomica: Körper und Gesundheit: Das komplette Nachschlagewerk. 3. Aufl.
München: Tandem Verlag, S. 72
Vgl. Brad Schoenfeld, 2021. Science and Development of Muscle Hypertrophy. 2. Aufl.
Champaign, IL : Human Kinetics, S.1 [online] [Link]
13
Vgl. Kristi Wempen, 25. April 2022. Mayo Clinic Health System: Are you getting too much protein?
[online] [Link]
getting-too-much-protein#:~:text=The%20recommended%20dietary%20allowance%20to,grams%20of
%20protein%20per%20day.
9
content/uploads/2021/05/Science-and-development-of-muscle-hypertrophy-by-Brad-
Schoenfeld-z-lib.org_.pdf [21.03.2023]
Vgl. Duszenko, Michael; Hamprecht, Bernd; Feil, Robert 25. Juli 2006. Vorlesung
Biochemie IV, 34. Stunde. Tübingen: ZDV-Universität [online] [Link]
[Link]/tp/UT_20060725_001_biochemie4_0001 [21.03.2023]
Vgl. Elisabeth Prümm, Prof. Dr. Wolf-Micheal Weber, 2021. Campbell Biologie:
Gymnasiale Oberstufe. 3. Aufl. München: Pearson Deutschland, S. 52,53.
Vgl. Gimbel, C., Langer, F. und Hauck, O. 2019. Natura Oberstufe: Biologie für
Gymnasien Themenband Genetik und Immunbiologie. 1. Aufl. Stuttgart: Ernst Klett
Verlag, S. 48.
Vgl. Gimbel, C., Langer, F. und Hauck, O. 2019. Natura Oberstufe: Biologie für
Gymnasien Themenband Genetik und Immunbiologie. 1. Aufl. Stuttgart: Ernst Klett
Verlag, S. 50.
Vgl. Kevin D. Tipton, 2017. Factors That Influence the Amount of Protein Necessary to
Maximize the Anabolic Response of Muscle Following Resistance Exercise. Stirling,
Scotland: University of Stirling. [online] [Link]
source/sse-docs/tipton_sse_172.pdf?sfvrsn=2 [21.03.2023]
Vgl. Luft Hafner, Peter Hoff, 2019. Schroedel: Genetik. Hannover: Schroedel
Schullbuchverlag, S. 87.
Vgl. Luft Hafner, Peter Hoff, 2019. Schroedel: Genetik. Hannover: Schroedel
Schullbuchverlag, S. 88.
Vgl. MedlinePlus: How Genes Work: What are proteins and what do they do? In U.S.
National Library of Medicine (NIH), S. 1, [online]
[Link]
[21.03.2023].
Vgl. Torsten Glomb, Dr. Dieter Sosna, (o.D). Bio-Datenbanken: Einführung in die
Bioinformatik (S.17) [online]
[Link]
[21.03.2023]
[Link]
10
[Link]
11
Abb. 1.1
12
Abb. 1.2
Abb. 1.3
13
[Link]ändigkeitserklärung
Ich erkläre, dass ich die Facharbeit ohne fremde Hilfe angefertigt und nur die im
Literaturverzeichnis angeführten Quellen und Hilfsmittel benutzt habe.
Datum und Unterschrift
14