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Leitfaden: Die Nachhaltige Fabrik: in Sechs Schritten Zur Ressourceneffi Zienten Produktion

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Whitepaper

568
Kilowatt Peak, kWp
317
Prozesstemperatur, °C

6.596
Kilowattstunden, kWh
700
Erdgas, Nm3/h

Leitfaden:
Die nachhaltige Fabrik
In sechs Schritten zur ressourceneffizienten Produktion
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Die nachhaltige Fabrik​


Wirtschaftlich, weil ökologisch

Die Digitalisierung verändert alle Lebens­


bereiche in zunehmender Geschwindigkeit: Inhalt
wirtschaftlich, gesellschaftlich, ­technologisch.
Die digitale Transformation kommt einer ì Schritt 1:
Revolution gleich. Sie eröffnet bisher un­­ Die richtige Einstellung 5
geahnte Möglichkeiten für digitale Produk­
tionsstätten, neue Geschäftsmodelle, agile ì Schritt 2:
Arbeitsweisen. Kurz: Sie verändert Unter­ Der sinnstiftende Zweck 7
nehmenswerte und gibt uns allen ganz neue
Werkzeuge an die Hand. ì Schritt 3:
Die ehrliche Umfeldanalyse  10
Damit liefert sie uns jedoch auch eine der
­mächtigsten Werkzeuge für die drängendste und ì Schritt 4:
bedrohlichste Herausforderung der Zukunft: Die Die realistische Klimastrategie  13
globale Klimaerwärmung.
Unternehmen, die sich dieser Verantwortung stellen ì Schritt 5:
und ihre direkten und indirekten CO2-Emissionen Die vier wichtigsten ­Handlungsfelder  16
bis auf netto Null reduzieren, werden zukünftig
1. Datenerfassung  18
Wettbewerbs- und Marktvorteile genießen. Denn
Verbraucher und Kunden werden danach fragen. 2. Datentransport 18
Weltweit setzen Staaten außerdem Impulse durch 3. Datensicherheit 19
entsprechende Gesetzgebungen und Normvor- 4. Datennutzung 19
schriften. Das Bewusstsein für die Verantwortung
jedes Einzelnen für die Zukunft der Weltgemein- ì Schritt 6:
schaft wächst. ​
Die Umsetzung 22

ì Checkliste25
+2,7 °C:
​Zeit zu Handeln​ ì All Electric Society 26
Die Welt steuert bis Ende des Jahrhunderts auf eine
fatale Klimaerwärmung zu. Nur durch gemeinsames ì Glossar27
nachhaltiges Wirtschaften wird es ­gelingen, dieses
­Szenario zu ändern. ì Kontakt28

Phoenix Contact 2
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Die Digitalisierung von Produktionsprozessen ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Fabrik. Phoenix Contact hat diesen
Schritt am Produktionsstandort in Bad Pyrmont bereits gemacht. In der „Digital Factory“ konnte die Produktivität in
nur eineinhalb Jahren um 10 % gesteigert werden.

Orientierung an nachhaltiger Entwicklung und eine


Corporate Social Responsibility sind zu strategisch
bedeutsamen Aufgaben heutiger Unternehmens-
politik geworden.

Im Kontext dieses tiefgreifenden Wandels entsteht


mit der All Electric Society die Vision einer Welt,
in der regenerativ erzeugte elektrische Energie als
primäre Energieform weltweit in ausreichendem
Maße und vollständig wirtschaftlich zur Verfügung
steht. Grundlage dafür ist die umfassende Elektri- „Nur noch Unternehmen,
fizierung, Vernetzung und Automatisierung aller die ein auf Nachhaltigkeit
Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. ausgerichtetes Geschäftsmodell
verfolgen, werden nachhaltig
wirtschaftlich erfolgreich sein.“
Frank Stührenberg, CEO Phoenix Contact

Phoenix Contact 3
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Um gleich vorwegzunehmen: Der Schlüssel für Wir haben sechs Schritte herausgearbeitet,
eine ressourcenschonende Produktion ist die mit denen Sie den Weg in eine CO2-neutrale
­Digitalisierung. Erst sie gibt uns die technischen ­Produktion erfolgreich meistern. Dieser Leitfaden
Werkzeuge für ressourcenoptimierte, hocheffi- soll Ihnen sowohl technologische als auch unter-
ziente und vernetzte Liefer- und Produktionsketten. nehmerische Impulse bieten, die nachhaltige Fabrik
Die digitale Transformation eröffnet gewaltiges Realität werden zu lassen.
Einsparpotenzial bei Energie, Ressourcen, Prozessen
und Kosten. Das gilt sowohl in der industriellen Lassen Sie sich inspirieren!
Produktion als auch im mittelständischen Handwerk
und Gewerbe. ​

Warum zögern dann noch so zahlreiche Betriebe?


In dem Diagramm sehen Sie einige Nennungen
für die größten Herausforderungen zahlreicher
­Unternehmen. Unserer Erfahrung nach wissen
­Kunden häufig nicht, wie sie anfangen sollen.
Sie ­fragen uns:​Aber wo beginnen, was berück­
sichtigen, wie vorgehen?​

Herausforderungen bei der Einführung von Strategien im Bereich intelligenter Fabriken

Mangel an Investitionen 29%

Mangelnde Reife bei automatisierten


Fertigungsprozessen
22%

Organisationale Trägheit 21%

Herausforderungen bei der Identifizierung


und Priorisierung von Chancen
21%

Fehlende Strategien 20%

0% 5% 10 % 15 % 20 % 25 % 30 % 35 %
Anteil der Befragten

Quelle: Capgemini,
Quelle: Capgemini, 05/2017
05/2017 
Smart Factories:
Smart Factories: How
Howcancanmanufacturers
manufacturersrealize the potential
realize of digital
the potential of industrial revolution,
digital industrial Seite 15 Seite 15
revolution,

Herausforderungen bei der Einführung von Strategien im Bereich intelligenter Fabriken

Phoenix Contact 4
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Schritt 1:
Die richtige Einstellung

Phoenix Contact 5
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 1: Die richtige Einstellung

5 % Strategie

95 % Mindset
Wie bei den meisten Dingen kommt es auf die richtige Einstellung an. Stimmt diese, lässt sich auch die Strategie
umsetzen. Aber Achtung: Nachhaltigkeit muss zuerst die Köpfe und Herzen der ­Mitarbeitenden erobern.
Das ist eine beeindruckende Aufgabe.

Wandel beginnt immer zuerst im Kopf. Das


Schritt 1​: ­Mindset muss stimmen, bevor sich Strategien ent-
Die richtige Einstellung wickeln und Lösungen finden lassen. Wichtig ist:
Seien Sie ­konstruktiv. Nehmen Sie die Zukunft
Beständig ist nur der Wandel. Wie sehr der selbst in die Hand, seien Sie aufgeschlossen und
sich in der Arbeitswelt auswirkt, sieht man ­positiv gegenüber neuen Ideen und Perspektiven
auch am Stellenmarkt: Unternehmen und sowie unkonventionellen, innovativen Lösungen.
Organisationen suchen z. B. zunehmend Im ­Idealfall bringen Sie ein Digital Mindset mit:
Sustainability Manager. Sie sollen ihnen bei Seien Sie offen und agil.
der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit
helfen. ​

Und auch das Berufsbild des Betriebsleiters wandelt


sich: Denn mit der angestrebten Net Zero Factory Checkliste Digitales Mindset 
ist er der Manager des größten Potenzialträgers für ì Agieren Sie proaktiv und unternehmerisch.
eine ressourcenschonende Produktion. ì Denken Sie kreativ und gestalten Sie Ihr
Umfeld aktiv.
ì Stellen Sie den Kunden in den Fokus aller

12,5 % mehr Erfolg​durch Maßnahmen.

mehr Offenheit und Agilität. ì Seien Sie offen für Kritik und fördern Sie
eine konstruktive Feedback-Kultur.
Studie Digitales Mindset,
ONESTOPTRANSFORMATION ì Lernen Sie aus Fehlern und gehen Sie
offen mit Fehlschlägen um.

Phoenix Contact 6
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Schritt 2:
Der sinnstiftende Zweck

Phoenix Contact 7
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 2: Der sinnstiftende Zweck

Auch die Bundesregierung setzt die SDGs um. Dazu


Schritt 2: zählt z. B. ihre überarbeitete N
­ achhaltigkeitsstrategie
Der sinnstiftende Zweck und das Gesetz zur Umsetzung der EU-CSRD
(Corporate Sustainability Reporting Directive).
Sie sehen den allgegenwärtigen Wandel, die
Dynamik der Veränderung als positive Her­ Hauptaspekte für Verbraucher, wenn sie
ausforderung und als Chance für Innovation, Entscheidungen über Marken fällen
Mehrwert und Verbesserung? Dann sind Sie
bereit für eine spannende Reise. Wohin?​
28 %
Anteil der
Wie das Unternehmen seine
Mitarbeitenden behandelt

Das Ziel heißt: „Nachhaltigkeit‟ oder auch Teilnehmer


­„Sustainability‟. Es wird nicht nur vom Markt, Wie das
den Kunden oder der Gesellschaft angesagt. 20 % Unternehmen mit
der Umwelt umgeht
Auch Gesetzgeber und Normengremien setzen
zunehmend Impulse und sind Treiber für das Wie das Unternehmen
­Transformationsthema Sustainability. ​ 19 % die Kommunen vor Ort
unterstützt

Die Verabschiedung der Sustainable ­Development


Quelle:Deloitte,
Quelle: Deloitte, 2019,
2019,Consumer
Consumer Pulsing Survey
Pulsing in theinUS,
Survey the
Goals, kurz SDGs, durch die UN im Jahr 2016 UK, China, and Brazil ([Link]/insights)
US,UK, China, and Brazil ([Link]/insights)
markiert gar einen Paradigmenwechsel. Die
SDGs nehmen jeden Menschen und i­nsbesondere Hauptaspekte für Verbraucher, wenn sie Entscheidungen
­Unternehmen und Organisationen in die Pflicht, über Marken fällen
verantwortungsvoll nachhaltig zu handeln. Die
­Mitgliedsstaaten setzen diese Anforderungen Keine Frage: Die von der UN formulierten SDGs
­seither in nationale Regelungen um. ​ sind ein großes Ziel. Und der Gesetzgeber schafft
nun Bedingungen, um die konsequente ­Einhaltung
dieser Route zu kontrollieren und zu regeln.
CSR-Richtlinie kurz erklärt Dabei entsteht Transparenz und Verbindlichkeit
ì Die Richtlinie verpflichtet Unternehmen für ­Nachhaltigkeit. ​
dazu, sich dem Thema Nachhaltigkeit
zu stellen. ​ Dieses Ziel ist für Unternehmen nur zu erreichen,
ì Die Richtlinie gilt ab dem 05.01.2023, das wenn es von allen Mitarbeitenden mitgetragen wird.
Aber wie können Unternehmen und deren Mit-
erste verpflichtende Berichtsjahr ist 2024. ​
arbeitende effektiv zu einem nachhaltigen Wirt-
ì Die Richtlinie verpflichtet ­Unternehmen
schaften beitragen und dies vor allem nach innen
zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmer­ und außen sichtbar machen? Und wie kann diese
belangen, Menschenrechten und Haltung zu einer gelebten Wirklichkeit werden? ​
­Korruptionsbekämpfung berichtsfähig
zu sein. Die Antwort lautet: Mit einem sinn­stiftenden
Zweck – einem ­Purpose. ​

Phoenix Contact 8
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 2: Der sinnstiftende Zweck

Geheimformel Purpose
oder: Warum bin ich? Purpose schafft Mehrwert 
Ein Purpose ist ein wichtiger Baustein ­moderner Unternehmen, die einen Purpose ­formulieren,
und erfolgreicher Unternehmensführung. Er verzeichnen höhere Marktanteilsgewinne
­erfordert jedoch viel Zeit und Empathie. Es geht und wachsen im Durchschnitt dreimal
nicht um die Mission des Unternehmens oder schneller als ihre Konkurrenten. Gleichzeitig
dessen innovative Produkte. Alles dreht sich um ­erreichen sie eine höhere Mitarbeitenden- und
die existentielle Frage: Welche Daseinsberechtigung Kundenzufrieden­heit.
hat mein U­ nternehmen? Um Sie bei der Formulie-
rung eines Purpose zu unterstützen, laden wir Sie Quelle: Deloitte

zu einem kleinen W ­ orkshop ein:

Schritt 1: Beantworten Sie diese Fragen: 

Welchen Beitrag leisten unsere Lösungen für eine lebenswerte Zukunft? 

Welche Auswirkungen hat unser Wirtschaften auf Gesellschaft und Umwelt?

Schritt 2: Fügen Sie die Antworten hier ein und formulieren Sie einen Satz:

Beitrag/Frage 1

damit

Wirkung/Frage 2

Beispiel – Unser Purpose lautet:​

Mit Leidenschaft für Technologie und Innovation


schaffen wir gemeinsam eine nachhaltige Welt.

Phoenix Contact 9
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Schritt 3:
Die ehrliche Umfeldanalyse

Phoenix Contact 10
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 3: Die ehrliche Umfeldanalyse

Schritt 3​: Was ist eine


Die ehrliche Umfeldanalyse ­Wesentlichkeitsanalyse?  
Mit Hilfe dieser Analyse finden Sie die Nach-
Nachhaltiges Handeln wird gefordert und haltigkeitsthemen, die für Ihr Unternehmen
gefördert. Konsumenten machen daran ihre am relevantesten sind. Sie können sich damit
Kaufentscheidung fest. Nachhaltigkeit wird ­sinnvoll und effizient fokussieren und die
also zukünftig belohnt. Durch neue Richtli­ ­Themen anpacken, die für Sie den größten
nien und Gesetze wird immer transparenter, Impact bringen.
welche Unternehmen die Verantwortung
annehmen und welche nicht. ​

Unternehmen müssen sich dem Thema Nachhaltig- Was zunächst abschreckend und bürokratisch
keit mehr und mehr öffentlich stellen. Ein Beispiel klingt, hat jedoch zahlreiche positive Aspekte: Sie
dafür ist die bereits erwähnte gesetzlich geregelte bekommen Klarheit darüber, welches Nachhaltig-
Richtlinie CSR. Ab dem 01.01.2024 müssen nicht keitspotenzial in Ihrer Unternehmung steckt. ​
nur börsenorientierte Unternehmen im Rahmen
der CSR-Richtlinie auskunftsfähig sein, sondern Starten Sie dafür mit einer
auch kleinere und mittlere Unternehmen. Dies ­Wesentlichkeitsanalyse.
bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2023.

Die Vorteile der Analyse


ì Aufdecken wesentlicher Themen, der Chancen und der Risiken Ihres Unternehmens.
ì Vorbeugen von Betriebsblindheit durch den aktiven Austausch.
ì Verbesserte Informationslage für strategische und operative Entscheidungsfindungen.
ì Möglichkeit zur Prozessoptimierung und zu Produkt- und Dienstleistungsinnovationen.
ì Erhöhung der Glaubwürdigkeit durch Transparenz.
ì Effektiver und zielbringender Einsatz personeller und finanzieller Kapazitäten.
ì Grundlage für die Umweltberichterstattungen, für gesetzliche Vorgaben und die Erfüllung von
Reporting-Standards.
ì Argumentationsgrundlage für die „Licence to operate“, also die gesellschaftliche Akzeptanz
Ihres Unternehmens.

Quelle: IZU ([Link])


Wesentlichkeitsanalyse: Wie funktioniert eine Wesentlichkeitsanalyse und was bringt sie meinem Unternehmen?

Phoenix Contact 11
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 3: Die ehrliche Umfeldanalyse

So kommen Sie zum Ziel


Ein Bestandteil der Wesentlichkeitsanalyse ist die Mit einer systematischen ­Wesentlichkeitsanalyse,
Erarbeitung einer Umfeldanalyse. Hier können Sie die verschiedene Perspektiven ­berücksichtigt,
ganz konkrete Fragen stellen. ­schaffen Sie eine solide Grundlage für die
­Entwicklung oder Weiterentwicklung Ihres
­Nachhaltigkeitsmanagements. ​
Für über 50 %
der ­Deutschen Und noch ein wichtiger Punkt: Die Verantwortung
ist ökologisches und soziales für die Sustainability-Berichterstattung trägt aktiv
­Handeln von Unternehmen ein das Management.
Kaufkriterium.
Quelle: Statista, 2022

Genau hinschauen  
Betrachten Sie in der Analysephase alle ­relevanten ì Wo sind die Verbräuche?
Dimensionen: die Geschäftsrelevanz, die
ì Wie ist die Energiebilanz in Gebäuden
Stakeholder-­Relevanz sowie die Wirkung auf die
und Produktionsanlagen?
nachhaltige Entwicklung. Aus diesen Ergebnissen
ì Wo sind Silos?
­leiten Sie dann Schritt für Schritt Handlungsfelder
ab, z. B. auf den Gebieten Emissionen und Klima- ì Wo steckt das größte Potenzial?
schutz, Management von Ressourcen, Schutz der
Umwelt und soziale Verantwortung. ​

Wesentlichkeitsanlyse – Prozess mit vielen Facetten

Geschäftsrelevanz
Grad der Vernetzung Ressourcenmanagement

Agilität im Prozess Klimaschutz


Stakeholder-Relevanz

Soziale Verantwortung IT- und OT-Sicherheit

Nachhaltigkeits-
relevanz

Wo ist der größte Hebel? An welcher Stelle möchten Sie ansetzen und welche Aspekte sind zu berücksichtigen?
Die Wesentlichkeitsanalyse hilft Ihnen dabei, ganz individuell von Ihrem Umfeld ausgehend, den richtigen Angriffspunkt
für Ihre Nachhaltigkeitsinitiative zu entwickeln.

Phoenix Contact 12
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Schritt 4:
Die realistische Klimastrategie

Phoenix Contact 13
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik Schritt 4: Die realistische Klimastrategie

Machen Sie den ersten Schritt. Zunächst u. a. bei der Formulierung von Klimazielen und dann auch direkt bei der
Optimierung Ihrer Fabrik.

Schritt 4: Klimaziele realistisch formulieren


Die realistische Klimastrategie Analysieren Sie einzelne Betriebsprozesse
und formulieren Sie für jede Einheit sinnvolle,
Auch kleine Schritte führen zu großen realistische Klimaziele.
Zielen. Wie etwa zu einer ressourcen­
Gibt es ein unternehmensspezifisches Klima-
effizienten Produktion. Wichtig ist das
ziel? Verifizieren Sie dieses mit Hilfe der zuvor
Anfangen. Wenn Ihr Unternehmen noch
gewonnenen Erkenntnisse.
keine ausformulierte Klimastrategie hat
Oder gehen Sie vom Großen ins Kleine und
(das haben die wenigsten), beginnen Sie
leiten Sie die Klimaziele für die einzelnen
einfach Schritt für Schritt.
Prozesse vom großen Bild ab.
Schauen Sie außerdem auf Ihre Mitarbeiten-
den. Haben alle das Mindset für eine Unter-
nehmensklimastrategie (vgl. Kap 1.)?
Macht es Sinn, in Ihrem Unternehmen z. B.
einen Nachhaltigkeitsmanager zu etablieren?

Phoenix Contact 14
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 4: Die realistische Klimastrategie

Herausforderung anpacken​
Wie kann man eine CO2-Bilanz und Klimawirkung Um eine ressourceneffizientere Produktion
messen? Gibt es hierzu keine systematische Daten- zu realisieren, benötigen Sie mehrere Schritte.
erfassung und Datenanalyse, erscheint die Aufgabe Das 4‑­Phasen-Modell hat sich als praxistauglich
schnell unüberwindbar. Aber Komplexität lässt sich herausgestellt. Die größte Stellschraube liegt in
vereinfachen, Vielfalt fokussieren, konkrete Zahlen der Effizienzsteigerung der eigenen direkten und
ab- und herleiten. Fangen Sie einfach und klein an:​ ­indirekten Prozesse. Wichtig ist, überhaupt anzu­
fangen. Setzen Sie auf das Wissen aller B
­ eteiligten
Prüfen Sie Wettbewerber und ­Kundenanforderungen, im Hinblick auf Anforderungen der laufenden
führen Sie eine Risikoanalyse durch und einen ­Prozesse und Machbarkeit der Maßnahmen.
Konsens mit der Geschäftsführung herbei. Ziel
der ­Klimastrategie ist die Erreichung von Klima-
neutralität zu einem definierten Zeitpunkt. Und
den bestimmen Sie bzw. Ihr Unternehmen.

Haben Sie einmal die Klimastrategie für Ihr Unter-


nehmen definiert und Ihre Produkte auf deren
Klimawirkung analysiert, fällt es Ihnen leichter,
Maßnahmen zu erarbeiten, um die Klimawirkung zu
reduzieren, zu kompensieren und zu kommunizieren. 

1 2 3 4
Energieeffizienz Zukauf von Versorgung mit CO2-Ausstoß
steigern Ökostrom regenerativen Energien kompensieren

Durchführung von Umstellung auf die Beschaffung Kontinuierliche Erweiterung Durch Investitionen in
Energieeffizienzmaßnahmen von Ökostrom der Energieeigenerzeugung Projekte zum Ausbau
an allen Standorten aus erneuerbaren Energien erneuerbarer Energien

Vier Schritte zur Klimastrategie

Phoenix Contact 15
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Schritt 5:
Die vier wichtigsten
­Handlungsfelder

Phoenix Contact 16
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik Schritt 5: Die vier wichtigsten Handlungsfelder

Der Schlüssel für diese Erfolge sind Ihre Daten.


Schritt 5: Je mehr Transparenz und Wissen Sie über Ihre
Die vier wichtigsten laufenden Prozesse gewinnen, desto größer der
Handlungsfelder Hebel. Ob bei der Planung von Wartungsintervallen
in der Instandhaltung, bei der Synchronisierung der
Kleine Dinge, große Wirkung: Prozessopti­ Supply Chain mit der Fertigung oder der bedarfs-
mierung in bestehenden Abläufen ist einer gerechten Steuerung von Klima und Licht durch
der ganz großen Hebel, um Produktion und Sensoren: Oftmals reichen wenige Datenpunkte, um
Fertigung ressourceneffizienter zu gestalten. wesentliche Erkenntnisse für Optimierungspotenzial
Oftmals führen schon kleine Schritte zu zu gewinnen und ressourcenschonendere Prozesse
schnellen, spürbaren und nachhaltigen abzuleiten.
Erfolgen. Und das häufig ohne größeren
Engineering­Aufwand, Stillstände oder Diese Erfahrung hat Phoenix Contact in der
aufwändige Umrüstungen. Und das Beste: eigenen Produktion in Bad Pyrmont gemacht.
Alles geschieht im laufenden Betrieb.
Sie haben vier konkrete Handlungsfelder, bei denen
schnell Erfolge zur Steigerung der Produktivität,

3 bis 5 % Transparenz Effizienz und Dekarbonisierung möglich sind:


1. Die Datenerfassung: Daten effizient
über Ihre Daten (statistischer aufbereiten und analysieren
Mittelwert) und Sie erzeugen 2. Der Datentransport: Netzwerke smart,
bereits einen Mehrwert für sicher und strukturiert managen
einzelne Prozesse. 3. Die Datensicherheit: maximale Sicherheit
Quelle: PLCnext Factory, Phoenix Contact für OT und IT
4. Die Datennutzung: Sensoren, Maschinen
und Anlagen standardisiert, zeitsparend sowohl
Den kleinsten gemeinsamen Nenner an Infor- horizontal als auch vertikal integrieren
mationen bildet häufig der Energie- und Medien-
verbrauch. Dieser enthält schon sehr viel Wissen Diese vier Handlungsfelder bilden im späteren
über die Anlagen. Die Darstellung des Verbrauchs Verlauf die Grundlage für maßgeschneiderte
der einzelnen gasförmigen, elektrischen oder und schlüsselfertige Anwendungsfälle. Industrie-
flüssigen Medien im Zeitablauf gibt einen guten unabhängig, zielgenau und schnell gelangen Sie zu
Einblick hinsichtlich der Anlageneffektivität. sichtbaren Erfolgen.

Datenerfassung Datentransport Datensicherheit Datennutzung

Phoenix Contact 17
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 5: Die vier wichtigsten Handlungsfelder

Datenerfassung​
Die Basis jeder nachhaltigen Fabrik bildet die umfassende Sammlung von Daten.
Das können z. B. bestehende Sensor,- Maschinen- und ­Prozessdaten sein. Das
Sammeln dieser Informationen funktioniert standort­übergreifend und weltweit.
Denn dank des Internets der Dinge, kurz IoT (Internet of Things), können sich
alle relevanten Gewerke miteinander vernetzen und ­untereinander kommuni-
zieren. Aus der sinnvollen Analyse dieser Daten auch mit Hilfe von künstlicher
­Intelligenz (KI) können neue Erkenntnisse zur Produktivitätssteigerung ent­
stehen. D­ arüber hinaus lassen sich Anlagen viel besser auslasten, überwachen
und ­weiterentwickeln. ​

Eine gewisse Herausforderung stellt die Integration bestehender Maschinen in


solche Netzwerke dar. Oft müssen erst individuelle Schnittstellen geschaffen
werden, bevor Daten fließen können. Moderne, offene Kommunikationsproto-
kolle verbinden die alte mit der neuen Welt. Sie sorgen für einen reibungslosen
Datenaustausch vom Produktionsprozess bis hin zum DCS, MES oder ERP.
Die Hardware dafür bilden Sensoren, Messmodule und Schaltschranklösungen.
Sie sind die Basis für die Datenerfassung in der nachhaltigen Fabrik und den
Rücktransfer in die operativen Prozesse. Denn „Smarte Produktion“ ist keine
Einbahnstraße. Hier geht es genauso um den Datentransfer von OT nach IT,
wie auch wieder zurück von der IT-Welt in die OT-Ebenen.

Datentransport
Daten werden in allen Ebenen der nachhaltigen Fabrik erzeugt, vom Sensor bis
in die Cloud. Aber: Die Anzahl der Geräte im Ethernet steigt. Die ­Entwicklung
führt zu immer komplexeren Netzwerken. Diese smart und strukturiert
zu managen, ist eine der wesentlichen Aufgaben in der nachhaltigen Fabrik. ​

Ein effizienter Datentransport ist Grundvoraussetzung für einen ­reibungs­losen


Produktionsbetrieb. So wie die Fabrik wächst und sich verändert, ­wandeln sich
der Datenverkehr im Netzwerk und die Komplexität des Systems. Daher ist
immer wieder erforderlich, neue intelligente Teilnehmer in das Netzwerk zu
integrieren und den Ausbau der Infrastruktur ­voranzutreiben. Die Zutaten für
eine zukunftssichere Infrastruktur sind offene Schnittstellen und eine von Beginn
an flexible Auslegung des IT-Systems mit der Option einer permanenten Netz-
werkdiagnose. Damit erfüllen Sie auch die wachsenden und sich ­verändernden
Anforderungen der nachhaltigen Fabrik.

Phoenix Contact 18
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik Schritt 5: Die vier wichtigsten Handlungsfelder

Datensicherheit im OT­Umfeld
Die Verbindung aller Teilnehmer eines Netzwerks mit dem Internet führt zu
vielen Vorteilen für den Produktionsbetrieb. Das erschließt die Möglichkeit,
zeit- und ortsungebunden, durch einfachen Zugriff auf Sensoren, Maschinen und
Anlagen on demand Statuskontrollen durchzuführen oder Servicepartner mit
Wartungsarbeiten zu beauftragen. Diese Vernetzung birgt aber auch Risiken,
z. B. für einen Cyber-Angriff. Unter Umständen stellen bestehende Anlagen
hier eine Herausforderung dar, wenn Updates oder Trojaner- und Viren-
schutzprogramme nicht oder nicht rechtzeitig lieferbar sind. Aber auch diese
Themen lassen sich in der Regel in den Griff bekommen. Vorher sollten Sie
eine Risikoanalyse vornehmen: Wie viel Sicherheit ist notwendig? Wie viel darf
oder soll das kosten? Und: Ist überhaupt notwendig, eine Produktion und deren
Anlagen und Maschinen komplett zu vernetzen, die vorher niemals vernetzt
waren? Oder kann auch eine Lösung sein, sich auf einige wenige, ganz gezielte
Daten zu konzentrieren, sie mit Hilfe von autarken Insellösungen abzufragen
und sie dann ggf. später zu größeren Clustern zu vernetzen?

Datennutzung
Auf dem Weg zur nachhaltigen Fabrik ist eine zielgerichtete Nutzung und
Vernetzung der Daten essenziell. Sie ermöglicht, den Materialfluss in der
Produktion flexibel zu steuern und schnell auf Änderungen in volatilen Märkten
zu reagieren. Kürzere Produktionslebenszyklen erfordern die horizontale und
vertikale Integration von Anlagen in die nachhaltige Fabrik. Die Vernetzung von
ERP, MES, DCS und Produktion ist der Schlüssel dazu. Um Optimierungen zur
Effizienzsteigerung zu realisieren, werden aus den gespeicherten Produktions-
daten neue Informationen erzeugt. Neben den Daten müssen auch Heraus-
forderungen bei der Integration von globalen Safety-, Kommunikations- und
Security-Konzepten berücksichtigt werden.

Phoenix Contact 19
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 5: Die vier wichtigsten Handlungsfelder

Industrie 4.0 wird Realität​


Die Fabrik 4.0 vereint Effizienz und Produktivität
Industrie 4.0 –
mit maximaler Nachhaltigkeit. Sie ist gekennzeich- enorme Potenziale
net durch generische, offene und verständliche ì ​Kürzere Durchlaufzeiten​
Inter­operabilität. ì Höhere Liefertreue​
Das heißt: Jedes Gewerk spricht mit dem anderen,
ì Geringere Losgrößen​
bis in die letzte Ecke des Gebäudes.
Das bedeutet aber auch: Die Fabrik 4.0 erfordert ì Größere Flexibilität​
höchste Standards bei Datensicherheit und beim ì Qualitätsverbesserungen​
Datentransport. ì Höhere Transparenz der Produktion ​
ì Geringere Kosten

Die vier Phasen der industriellen Revolution

18. Jh. 19. Jh. 20. Jh. 70er Jahre des 20. Jh. heute

Industrie 1.0 Industrie 2.0 Industrie 3.0 Industrie 4.0


Übergang von Muskel- Massenproduktion durch Automatisierung durch Digitale Transformation,
zu Maschinenkraft hochgradige Arbeitsteilung Mikrochips Vernetzung, Anreicherung
zur Selbstoptimierung

Quelle: Industrie 4.0 – Die digitale Fabrik, Johann Hofmann


Quelle: Industrie 4.0 – Die digitale Fabrik, Johann Hofmann

Die vier Phasen der industriellen Revolution

Phoenix Contact 20
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik    Schritt 5: Die vier wichtigsten Handlungsfelder

Wo befinden Sie sich?


Neun von zehn Unternehmen investieren bereits Jetzt ist es an der Zeit, Schritt für Schritt die un­­
heute in die Digitalisierung ihrer Betriebsprozesse. zähligen Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung
Jedoch beschreiben nur sechs Prozent ihre Fabrik und zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit zu
als bereits heute komplett digitalisiert. identifizieren.​

Neun von zehn Unternehmen investieren in die Digitalisierung Ihrer Fabrik

91 % des Gesamtpotenzials

Digitalisierungsgrad

9% 41 % 44 % 6%
Digitale Fabrik nicht Einsatz digitaler Technologien Einsatz digitaler Technologien, Fabrik ist vollständig
geplant für Stand-alone-Lösungen Fabrik ist teilweise integriert digitalisiert
und vernetzt

Quelle: PWC, Digital Factories 2020 – Shaping the future of manufacturing


Quelle: PWC, Digital Factories 2020 – Shaping the future of manufacturing

Neun von zehn Unternehmen investieren bereits heute in die Digitalisierung Ihrer Fabrik

Welche Bedeutung hat Industrie 4.0 für Ihr Unternehmen?

65 %
59 % 62 %
Anteil der Befragten
60 %

40 %

22 % 21 % 25 %
17 % 16 % 20 %
8%
2020 2021 2022
1% 0% 0%
0%
Wir nutzen bereits Wir planen den Einsatz Wir planen derzeit Industrie 4.0 ist und
spezielle Anwendungen spezieller Anwendungen noch nicht den Einsatz wird kein Thema
für Industrie 4.0 für Industrie 4.0 spezieller Anwendungen für uns
für Industrie 4.0, können
uns aber vorstellen, dies
in Zukunft zu tun
Quelle: Statista
Quelle: Statista

Bedeutung von Industrie 4.0 für die Unternehmen

Phoenix Contact 21
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik

Schritt 6:
Die Umsetzung

Phoenix Contact 22
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik Schritt 6: Die Umsetzung

Schritt 6:
Die Umsetzung

Auf dem Weg zu einer ressourceneffizienten


Produktion führen Sie alle am Prozess beteiligten
Menschen zusammen. Nutzen Sie die bereits vor-
handene Erfahrung in Ihrem Betrieb. Vom Nach-
haltigkeitsmanager über den Versorgungstechniker,
Betriebsleiter, Instandhalter, Maschinenbediener
bis zur Geschäftsführung: Stellen Sie sicher, dass
alle wertvollen Informationen Ihrer Mitarbeitenden
zusammengetragen werden und jederzeit trans-
parent vorliegen.
„Dank unserer Digital­Factory­
Mit einem Blick auf Ihre Produktion liegt die
Antwort in einem ganzheitlichen und offenen,
now­Lösungen konnten wir die
industrieübergreifenden generischen System. Produktivität der hauseigenen
Fertigung in nur eineinhalb Jahren
Und: Holen Sie sich zusätzlich den Blick von um mehr als 10 % steigern. Und es
außen. Die ideale Lösung für jeden Betrieb gibt noch mehr Potenzial...“
gibt es nicht. Sie ist immer bedarfsorientiert Dr. Till Potente, Vice President Operations and
und höchst individuell. Sustainability, Phoenix Contact

Der Weg zu einer digitalen Fabrik

Digitale Transformation Industrie 4.0 Digital Factory


• Digitalisierung des Geschäfts • 4. industrielle Revolution • Das Ergebnis von
- Kein Papier - Netzwerk/Technologie digitaler Transformation
- Einheitliche Daten - Standards/Protokolle und Industrie 4.0
• Informationen sammeln • Smarte Fertigungsprinzipien • Informationen von jedem
mit aktuellen Daten - Vernetzung aller Erzeuger zum Verbraucher
• Nutzung von Digitalisierung, Maschinen und Anlagen • Verfügbare Daten jederzeit
um Menschen zu informieren - Offene Architektur und überall
und zu führen • Übersetzung von Daten
in Informationen

Der Weg zu einer digitalen Fabrik

Phoenix Contact 23
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik Schritt 6: Die Umsetzung

Mit solchen Digital-Factory-now-Nachrüstlösungen von Phoenix Contact lassen sich auch Bestandsanlagen schnell,
einfach und während des laufenden Betriebs digitalisieren.

Nachhaltigkeit – so einfach geht’s


Wie gelingt die Dekarbonisierung einer Fabrik? Die PLCnext-Bausteine bilden ein sinnvolles,
Mögliche und erprobte Anwendungsfälle hierzu generisches, modulares und skalierbares System.
zeigt die PLCnext Factory von Phoenix Contact So konnten die konkreten Anwendungsfälle in der
in Bad Pyrmont. Durch minimalinvasives Eingreifen PLCnext-Factory in Bad Pyrmont um den Faktor
in Bestandsprozesse konnte die Gesamtanlagen- fünf schneller realisiert werden, als bei einer
effektivität in nur 1,5 Jahren um zehn Prozent konventionellen Vorgehensweise mit aufwändiger
gesteigert werden. Planung, Neuinstallation und Anlagenkalibrierung
und ohne externe Anlagenbauer.
Das Geheimnis eines solch schnellen Erfolges:
externe Toolboxen, die sich nachträglich an die Und das ist alles ganz einfach gelungen, mit nur
bestehenden Systeme andocken ließen. Statt minimalen Eingriffen in die Bereiche der Maschinen-
kompletter, konventioneller Automatisierung und Anlagensicherheit und ohne aufwändige
entstanden bedarfsorientierte Inseln, die Schritt- Neubewertung der Anlagen im CE-Prozess.
für-Schritt zu einem großen Cluster heranwuchsen
und in dieser Zeit permanente Performance und
Daten lieferten. Zentraler Baustein war das offene
Ecosystem PLCnext Technology. Es ermöglichte
durch individuelle IoT-Konnektoren die Konnek-
tivität zur Signal- und Feldebene sowie zur IT-
beziehungsweise Cloud-Ebene.

Phoenix Contact 24
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik   Checkliste

Checkliste
Die sechs Schritte im Überblick

1. Die richtige Einstellung ​


Bevor Sie beginnen, verinnerlichen Sie eine offene und positive Einstellung. ­
Bringen Sie im besten Fall ein Digital Mindset mit.

2. Der sinnstiftende Zweck ​


Formulieren Sie einen Purpose für Ihr Unternehmen.
Machen Sie sich so den Beitrag Ihres Unternehmens bewusst.

3. Die ehrliche Umfeldanalyse


Analysieren Sie Ihr Umfeld und definieren Sie eine Nachhaltigkeitsstrategie.
Schaffen Sie eine Grundlage für die (Weiter-)Entwicklung Ihres Nachhaltigkeits­
managements.

4. Die realistische Klimastrategie


­ erfen Sie einen Blick auf die Klimastrategie Ihres Unternehmens und analysieren
W
Sie Ihre Produkte auf deren Klimawirkung. Erarbeiten Sie dann Maßnahmen, um die
­Klimawirkung zu reduzieren, zu kompensieren und zu kommunizieren.

5. Die vier wichtigsten ­Handlungsfelder


Optimieren Sie Ihre Prozesse und verschaffen Sie sich höchstmögliche Transparenz
über Ihre Daten. Von der Datenerfassung über den Datentransport und die Sicherheit
Ihrer Daten bis zur optimalen Datennutzung im laufenden Betrieb.

6. Die Umsetzung
Führen Sie alle am Prozess beteiligten Menschen zusammen. Stellen Sie sicher, dass Ihr
System ganzheitlich und offen ist und holen Sie sich den Expertenblick von außen.

Phoenix Contact 25
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik All Electric Society

Die All Electric Society


oder: Warum Phoenix Contact?

Wir sind überzeugt davon: Die Zukunft geht Das Zukunftsbild der AES beschreibt eine Welt, in
uns alle an. Mit Leidenschaft für Techno­ der regenerativ erzeugte elektrische Energie als pri-
logie und Innovation finden wir technische märe Energieform weltweit in ausreichendem Maße
Lösungen für komplexe, herausfordernde und vollständig wirtschaftlich zur Verfügung steht.
Aufgaben. Grundlage dafür ist, dass alle Sektoren von Wirt-
schaft und Infrastruktur gekoppelt, also umfassend
elektrifiziert, vernetzt und automatisiert werden.
In der AES kann die ausschließlich regenerativ
erzeugte Energie optimal ausbalanciert fließen – von
der Erzeugung über die Wandlung und Speicherung
bis hin zum Verbrauch.

Durch das Erfassen und Auswerten von Energie-


verbrauchs- und -erzeugungsdaten wird der
gesamte Energiefluss optimal gesteuert. So wird
keine Energie verschwendet. Das gelingt, wenn die
Sektoren intelligent (smart) sind. Dann tauschen
sie Daten und Energie untereinander aus, sodass
diese in der richtigen Form und Menge dort zur
Verfügung steht, wo sie benötigt wird.
Das Ziel der Sektorenkopplung ist, Ressourcen
effizient zu nutzen und den CO2-Ausstoß zu senken.
Empowering the All Electric Society Somit schafft die Sektorenkopplung die technische
Grundlage für eine lebenswerte Welt – auch für
Die All Electric Society, kurz AES, ist das wissen- nachfolgende Generationen.
schaftlich fundierte Zukunftsbild auf die Frage: Wie
können wir künftig den Verbrauch von Energie,
mithin Produktion, Wachstum und Wertschöpfung
zulassen und trotzdem das Klima schützen?
Grundlegend dieser Zukunft ist das Ziel, unseren Wollen Sie mehr zu dem spannenden
Energiebedarf komplett und wirtschaftlich nach- Thema All Electric Society erfahren?
haltig aus regenerativen Quellen zu decken. Dafür
Jetzt mehr erfahren
müssen wir alle zusammenwirken. Unser Beitrag als
Phoenix Contact: Innovative Produkte, Lösungen [Link]/aes
und Dienstleistungen für eine lebenswerte Welt.

Phoenix Contact 26
Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik   Glossar

Glossar

In diesem Whitepaper tauchen einige Begriffe auf, die Ihnen vielleicht noch unbekannt sind.
Es handelt sich hierbei um Abkürzungen und Wörter, die mittlerweile ­Allgemeingültigkeit
haben, wenn man über die Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und verantwortungsvolles
Unternehmertum berichtet. Wir haben diese für Sie kurz erklärt und aufgelöst.

Mindset: generelle Haltung und Einstellung gegen- All Electric Society: Das Zukunftsbild der
über allgemeinen Dingen und Herausforderungen ​ All Electric Society (AES) beschreibt eine Welt,
in der regenerativ erzeugte elektrische Energie als
Purpose: Sinn und Zweck (eines Unternehmens), ­primäre Energieform weltweit in ausreichendem
Motivation, die dauerhaft Gültigkeit hat ​ Maße und vollständig wirtschaftlich zur Verfügung
steht. ​Grundlage dafür ist die umfassende Elektri-
Net Zero Factory: Eine Net Zero Factory fizierung, Vernetzung und Automatisierung aller
ist eine Produktionsstätte mit einem Netto- Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. ​
Null-Energieverbrauch und einer Netto-Null-­
Kohlenstoffemission. ​ SDG: SDG steht für Sustainable Development
Goals. Diese Nachhaltigkeitsziele hat die UNO
CSR: CSR steht für Corporate Social Responsi- in ihrer Agenda 2030 formuliert als Vision für
bility. Das bedeutet übersetzt „Gesellschaftliche die Zukunft einer lebenswerten Welt. 17 Einzel-
Unternehmensverantwortung‟. CSR beschreibt ziele beschreiben einen globalen Masterplan zur
den freiwilligen Beitrag eines Unternehmens zu ­Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands
einer nachhaltigen Entwicklung, der über die sowie zum Schutz des Planeten. Seit 2016 ­arbeiten
gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Die Aspekte alle Länder daran, diese gemeinsame Vision in
der Nachhaltigkeit sind durch die UNO Agenda ­nationale Entwicklungspläne zu überführen. ​
2030 in den nachhaltigen Entwicklungszielen, den
­Sustainable Development Goals (SDGs) formuliert. ​

CSRD: Corporate Sustainability Reporting


­Directive (deutsch „EU-Richtlinie zur Nachhaltig-
keitsberichtserstattung“). Dies ist ein Vorschlag
für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments
­hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung
von Unternehmen. Damit plant die Europäische
Kommission, Unternehmen zur Veröffentlichung
von Informa­tionen zur Nachhaltigkeit ihrer
Geschäftstätigkeit zu verpflichten.​

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Whitepaper | Leitfaden: Die nachhaltige Fabrik Kontakt

Kontakt

Wann möchten Sie klimaneutral werden?


Wir begleiten Sie jetzt auf Ihrem individuellen Weg in die nachhaltige
und produktive Zukunft Ihres Unternehmens. Sprechen Sie uns an!

Markus Berghammer Markus Kick


Mobil: +49 160 90110092 Mobil: +49 151 20040158
E-Mail: mberghammer@[Link] E-Mail: mkick@[Link]

Gestartet als SPS-Programmierer und Inbetriebnehmer Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Markus
von prototypischen Anwendungen bringt Markus Kick mit der Generierung von Mehrwerten aus diversen
Berghammer heute eine mehr als 30-jährige Berufs- Automatisierungs- und Digitalisierungsprozessen, die
erfahrung in unterschiedlichen Branchen mit. nachhaltig und langfristig produzierenden Unternehmen
Schwerpunktmäßig im Business Development und und deren Zulieferern einen individuellen und skalier-
Vertrieb im Bereich der Fabrikautomation unterwegs baren Unterschied im Markt bieten.
richtet er seit einigen Jahren sein Augenmerk auf die Von der vorausschauenden Instandhaltung in der
Digitalisierung und die damit möglich gewordenen spannenden Metallbearbeitung über CNC-Maschinen,
Effizienzsteigerungen. intelligente funktionale Sicherheit, Explosionsschutz
Aus der Erfahrung der Fabrikautomation, gepaart mit bis zu internationalen Richtlinien im Bereich von
der Digitalisierung, hat er maßgeblich dazu beigetragen, Thermoprozessanlagen und Maschinen der Glas- und
vorgedachte, wiederverwendbare Lösungen für mehr Nahrungsmittelindustrie reicht seine Expertise und
Effizienz und Nachhaltigkeit zu schaffen, die unter den sein Wirkungsfeld.
Begriffen „Digital Factory now!“ und Smart Factory
vermarktet werden. Seit 2021 verantwortet Markus Kick als internationaler
Business Development Manager den branchenüber-
Seit Juli 2022 verantwortet Markus Berghammer bei greifenden Marktangang „Digital Factory now!“ bei
PXD04-22.000.L3

Phoenix Contact diese Entwicklung. Phoenix Contact.

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