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BWL 0505

Das Dokument führt in die Betriebswirtschaftslehre als Studienfach ein. Es erklärt die Gliederung der Vorlesung und ordnet die BWL den verschiedenen Systemebenen zu. Zentrale Themen sind die Motivation von Lernenden, Maßnahmen gegen Redeängste und die Einordnung der BWL als Wissenschaft auf der Ebene gesellschaftlicher Systeme.

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Sascha Müller
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BWL 0505

Das Dokument führt in die Betriebswirtschaftslehre als Studienfach ein. Es erklärt die Gliederung der Vorlesung und ordnet die BWL den verschiedenen Systemebenen zu. Zentrale Themen sind die Motivation von Lernenden, Maßnahmen gegen Redeängste und die Einordnung der BWL als Wissenschaft auf der Ebene gesellschaftlicher Systeme.

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Einführung in die BWL

Gliederung der Vorlesung


Einleitung - Warming-up

g!
- Machen Sie mit ! Maßnahmen gegen Redeangst

fun
- Einordnung der BWL / Untersuchungsgegenstand der BWL
rtie
Ve

Hauptteil 1 Rechnungswesen / Controlling


1a externes Rechnungswesen / Jahresabschluss
ine

1b internes Rechnungswesen / Kostenrechnung


, ke

1c Planungsrechnung: Investitionen
ung

2 Materialwirtschaft / Beschaffung
3 Produktion
talt

4 Absatz / Marketing
ans
ver

5 Planung / Unternehmensführung
lick

6 Personal S. 113-139: hier nicht: Veranstaltung UPO !


erb

7 Organisation
Üb

Anhang Fachbegriffe und Anglizismen


Präsentation
Literaturhinweise

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL
Grundsätzliches

1 Die Ausführungen entfalten nur zusammen mit den mündlichen


Vertiefungen - ggf. zusammen mit den Literaturempfehlungen -
während der Vorlesung Prüfungsrelevanz.
2 Die Folien unterliegen einem permanenten Optimierungsprozess
(Änderungen vorbehalten).
3 Wegen des Charakters „Einführungsvorlesung“ werden einige
Sachverhalte nicht vertieft. In diesem Zusammenhang wird auf die
Folgeveranstaltungen in diesem Semester / in den nächsten
Semestern hingewiesen.
4 Die Foliensammlung ist als Download von
meiner Intranetseite abrufbar.
5 Rückfragen und Diskussionsbeiträge willkommen !

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL. Warming-up

Arten der Motivation

aus dem eigenen von außen durch Anreize


Wollen heraus in Gang gebracht

intrinsische Motivation extrinsische Motivation

primäre Motivation sekundäre Motivation


“Ich lerne für die Prüfung, “Ich lerne für die Prüfung,
weil mich die Sache um eine gute Note zu
interessiert” bekommen”

“Ich arbeite, weil ich Spaß “Ich arbeite, um Geld zu


daran habe.” verdienen”

- gleichzeitige primäre und sekundäre Motivation schließen einander nicht aus


- primäre Motivation wirkungsvoller und anhaltender

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL. Warming-up
Mit welcher Wahrscheinlichkeit gelangt Information ins Langzeitgedächtnis ?
--> Gründe für dialogorientierten / foliengestützten Unterricht

Grafik von Heinz Duden, Oldenburg


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Warming-up

Warum handlungsorientierter Unterricht ?

"Sagst du's mir, so vergesse ich es,


zeigst du's mir, so merke ich es mir,
läßt du mich teilnehmen,
so verstehe ich es!"

Chinesisches Sprichwort

Grafik von Heinz Duden, Oldenburg


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation / Beteiligung
Maßnahmen gegen Redeangst (1)
- ist bei Ungeübten normal: Adrenalin deshalb nicht in Flucht, sondern in Leistung
umsetzen
--> Wandeln Sie aufgestauten Stress in kraftvolle Gestik um.

- Essen Sie vor dem Einsatz nur wenig und leicht.

- Überprüfen Sie vor dem „Auftritt“: - die Technik (Beamer, Beleuchtung...)


- Ihre Unterlagen (Stichwortzettel, Folien...)
- Ihre Kleidung und Frisur

- im Stehen beginnen --> auf beiden Füßen mit sicherem Stand

- Durchatmen in den Bauch (--> keine „Hochatmung“)


--> auf dem Höhepunkt der Einatmungsphase beginnen te te
r i ch n
ge hre n
- Hände im „positiven Bereich“ halten
b en el fü nge
u
--> zur „Kontrolle“ der Hände: Karten, ausfahrbarer Zeigestock...
c h o wink mpf
: na nd tkra
- Flüssigkeit bereithalten, vorher einen Schluck trinken e ln Mu En
ch zu
--> Flüssige Rede durch Flüssigkeit Lä

-
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation / Beteiligung
Maßnahmen gegen Redeangst (2)
- Beginnen Sie mit einem Lacher (nur wenn Sie wissen, dass dieser wirkt)

- Vorstellung „Pappnasen“ oder „Toilettengang“ zur Minimierung wahrgenommener


Statusdifferenzen

- Platzieren Sie Freunde und Bekannte in die ersten Reihen


Suchen Sie im Auditorium via Blickkontakt diese „Verbündeten“

- Yerkes / Dodson-Gesetz kennen


--> Leistung ist bei mittlerem Anspannungsgrad am größten

- Wenn Sie von Angst mittendrin „übermannt“ werden: Sprechen Sie sie an

- Lassen Sie sich von wenig geglückten Formulierungen nicht verunsichern.

- Falls Sie steckenbleiben:


- Fassen Sie das Gesagte zusammen
- Legen Sie eine kurze Pause ein (Trinken ?!)
- Fassen Sie das zuletzt Gesagte nochmal mit anderen Worten zusammen.
- Springen Sie auf den nächsten Punkt („Rest wird nachgeholt, ich komm jetzt nicht drauf...“)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Einordnung der BWL
Was studieren Sie eigentlich ?
--> Ebenenmodell zur Erklärung gesellschaftlicher Ordnung als Hilfestellung
Bestimmungskriterium

Gesellschaftssystem(e): Kommunikation

Organisationssysteme: Mitgliedschaft

Interaktionssysteme: Anwesenheit

Psychische Systeme: Bewusstsein

Organismussysteme: Leben

nicht-lebendige Systeme: Materie

System: eine geordnete Menge von Elementen, zwischen denen eine Vielzahl von Beziehungen besteht

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Einordnung der BWL

Einordnung von Wissenschaften auf den Systemebenen

Gesellschaftssystem(e):
Politik, Makrosoziologie, VWL...
Organisationssysteme:
ften
Mathematik

a BWL...
ns ch Interaktionssysteme:
is s e
t es w Mikrosoz., Sozialpsychologie...
s
Gei Psychische Systeme:
Klinische Psychologie...
Organismussysteme:
Naturwiss., Medizin Medizin, Biologie
nicht-lebendige Systeme:
Ingenieurwiss., Naturwiss.
Chemie, Physik, Verf.-Technik...

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Einordnung der BWL

Wissenschaftstheorie

Ansatz Kernaussage Hauptkriterium


zur Bewertung von Theorien

(naiver)
Empirismus Es gibt objektiv richtige Theorien. Wahrheit
--> Positivismus

kritischer Wahrheit ist nicht direkt beweisbar, Falschheit


Rationalismus wohl aber Falschheit
--> Eine Theorie wird beibehalten, solange sie nicht falsifiziert wird
--> Schluss von der Ablehnung der Gegenhypothese auf die
Gültigkeit der Forschungshypothese

Konstruk- Wirklichkeit wird vom erkennenden Belastetheit


tivismus Subjekt konstruiert. Es gibt keine Angemessenheit
Objektivität, bestenfalls Intersubjektivität.
--> „Transformation von Ausgedachtem in Vorgefundenes“

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Einordnung der BWL

Wissenschaftstheorie
Eine Aussage ist wahr, wenn...

Alltag ...Gedanken und Worte übereinstimmen (Ggt.: Lüge)


...Aussagen und Geschehen übereinstimmen (Ggt.: Irrtum)

Mathematik /Formalwissenschaft ...sie aus Axiomen nach zulässigen Regeln abgeleitet wurde

empirische Wissenschaft ...wenn die auf Erfahrung beruhende Gegebenheit


mit der Aussage übereinstimmt

Geisteswissenschaft ...wenn sie subjektiv evident, überzeugend und gut zu


sonstigen Annahmen passend ist

Welche Art von Wissenschaft ist die BWL am ehesten ?


Was unterscheidet die BWL von der Religionslehre ?

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Einordnung der BWL

Eine kleine (zum Nachdenken anregende ?) Anekdote

Ein Ingenieur, ein Jurist und ein BWLer sitzen unverschuldet und hungrig im Gefängnis und
überlegen, wie sie eine Dose Ravioli öffnen können.

Der Jurist... ...orientiert sich an Regeln und Leitsätzen und wälzt erfolglos Gesetzesbuch
um Gesetzesbuch, entdeckt nach 5 (quälenden) Tagen, dass es vor 30 Jahren
in der niederbayerischen Provinz ein Urteil gab, dass das „Recht auf freie
Werkzeugwahl“ zugestand. Nach 2 weiteren Tagen bekommt er von der
Gefängnisleitung aufgrund seiner mehr oder weniger stichhaltigen
Ableitung aus der Rechtsprechung einen Dosenöffner.

Der Ingenieur... ...bemißt exakt Gewicht, Form und Wandstärke der Raviolidose. Danach
inspiziert er die Wand der Gefängniszelle und berechnet aus der Wechsel-
wirkung der Stoffeigenschaften die Kraft, mit der er die Dose gegen die Wand
schleudern muss. Nach 2 Tagen ist die Dose geöffnet.

Der BWLer ... ...nimmt an, er hätte einen Dosenöffner und öffnet die Dose sofort.

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Grundlagen
Kennzeichen der Wissenschaft BWL
- Untersuchungsgebiet Wirtschaft: Gebiet menschlicher Tätigkeiten, das
der Bedarfsbefriedigung dient

- roter Faden: Spannungsfeld zwischen dem praktisch unbegrenzten Bedarf


und den begrenzten Deckungsmöglichkeiten (Knappheit der Güter)

- systematische Verringerung der Güterknappheit unter Beachtung des


ökonomischen Prinzips (auch: Rationalprinzip / Wirtschaftslichkeitsprinzip):
a) Maximalprinzip: gegebener Aufwand, Maximierung des Ertrags
b) Extremumprinzip: Optimierung des Verhältnisses Aufwand : Ertrag siehe nächste Folie
c) Minimalprinzip: gegebener Ertrag, Minimierung des Aufwandes
- eigene Sprache / Terminologie / Fachbegriffe
- von der Scientific Community anerkannte Forschungsmethoden und Modelle

zur
--> Beschreibung von Sachverhalten
--> Erklärung von Sachverhalten
--> funktionale Zusammenhänge : Wenn...dann
--> kausale Zusammenhänge : ..., weil
--> Vorhersage von Phänomenen
--> Entscheidungshilfe („entscheidungsorientierte BWL“)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Grundlagen

Die Ausprägungen des ökonomischen Prinzips


(Rationalprinzips / Wirtschaftlichkeitsprinzips)

Maximalprinzip Extremumprinzip Minimalprinzip


(Ergiebigkeitsprinzip) (Kosten-Nutzen-Prinzip) (Sparsamkeitsprinzip)
max. den Ertrag bei opt. das Verhältnis min. den Aufwand bei
gegebenem Aufwand Ertrag : Aufwand gegebenem Ertrag

Kosten-
Kenn- Soll-Ist- Nutzen- Nutzwert- Kenn- Soll-Ist-
zahlen Vergleich Analyse Analyse zahlen Vergleich

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Grundlagen
Der Betrieb als Untersuchungsgegenstand der BWL
Betrieb: planvoll organisierte Wirtschaftseinheit,
in der durch zielorientierte Kombination von
Produktionsfaktoren Sachgüter oder
Dienstleistungen produziert und abgesetzt werden.

3 volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren: Boden, Kapital, Arbeit


ausf. Arbeit/Personal
Elementarfaktoren Betriebsmittel
Gutenberg: Werkstoffe / RHB*
4 betriebswirtschaftl. * Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Produktionsfaktoren Betriebsführung
dispositiver Faktor Planung
Organisation
Überwachung

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Grundlagen

Der Betrieb als Untersuchungsgegenstand der BWL


Betrieb = Oberbegriff (nach Kosiol)

Unternehmung Haushaltungen
(Produktions- und Dienstleistungsbetriebe) (Konsumptionsbetriebe)

Ziel: Deckung Ziel: Deckung eigenen Bedarfs


fremden Bedarfs

private öffentliche private öffentliche


Unternehmungen Unternehmungen Haushaltungen Haushaltungen

Gewinnmaximierung Bedarfsdeckung / Nutzen- Wohlfahrts-


Kostenminimierung maximierung maximierung
Firmenerhaltung, Streben zur Deckung größtmögliche größtmöglicher
Liquidität, vorhandener Bedarfe Befriedigung eines Wohlstand
Macht bei möglichst geringen Wirtschaftssubjektes für gesamte
Kosten über Güter und Volkswirtschaft
Dienstleistungen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Grundlagen

Gegenüberstellung: öffentliche / private Unternehmungen


öffentliche Unternehmung private Unternehmung
Globalziel Kostenminimierung Gewinnmaximierung

Wahl der Aufgaben vorgegeben durch Externe frei

Verhältnis bestenfalls mittelbar: unmittelbar:


Leistung : Gegenleistung Leistung-Steuern/Gebühren Ware-Geld

Bestimmtheit der Leistung fremdbestimmt marktbestimmt

Wettbewerb kein Wettbewerb im Wettbewerb

überwiegende Finanzierung Steuern / Gebühren Eigen- / Fremdkapital

Existenzrisiko kein Risiko volles Risiko

Einkommen / Motivation unabhängig vom Erfolg abhängig vom Erfolg

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Grundlagen

Betriebstypen - Unterscheidung nach...

...Leistungsart Produktions-, Dienstleistungs- und Konsumptionsbetriebe

...Wirtschaftszweigen Investitionsgüter-, Konsumgüter-, Handwerks-, Industrie-,


Handels-, Verkehrs-, Bank-, Versicherungsbetriebe

...Produktionsfaktoren arbeits-, kapital-, boden-, materialintensive Betriebe

...Beschäftigtenzahlen Kleinbetriebe (bis 50 Mitarbeiter), Mittelbetriebe (bis 500),


Großbetriebe (über 500)

...Zielsetzungen Profit- / Non-Profit-, privater, öffentlicher,


gemischtwirtschaftlicher Betrieb (--> Public Private Partnership)

...Rechtsformen Einzelunternehmen, Personengesellschaften,


Kapitalgesellschaften, Handelsgesellschaften...

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Grundlagen

Überblick über weit verbreitete Rechtsformen von Betrieben

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Der Betrieb als teleologisches Organisationssystem

Teleologie: Lehre von der Zweck- und Zielgerichtetheit


Zielkategorien
- nach dem Objekt der Zielaussage/Zielinhalt: Sachziele vs. Formalziele
Formalziele: Erfolgsziele, z.B. Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität

Sachziele: Leistungsziele, z.B. Finanzziele, Führungsziele, Leistungsziele


--> „Sachziele nageln die betriebliche Welt an einer Ecke fest“

- nach der geldlichen Ausdrückbarkeit: monetäre / bonitäre Ziele Beispiele


- nach dem räumlichen Bezug: Betriebsziele / Globalziele auf Folgefolien

- nach dem Trägerbezug: betriebsbezogene / personenbezogene Ziele


- nach dem Personenbezug des Empfängers egoistisch / altruistisch
- nach der Anzahl der Zielvariablen: mono- / multivariable Ziele
- nach der Zielgewichtung: Haupt- / Nebenziele
- nach der Stellung in der Zielhierarchie: Ober-, Zwischen-, Unterziele
- nach der Relation zu anderen Zielen: komplementäre / indifferente / konkurrierende Ziele

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Der Betrieb als teleologisches Organisationssystem

Formalziele

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Der Betrieb als teleologisches Organisationssystem

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Der Betrieb als teleologisches Organisationssystem

Hauptfunktionen von Betrieben (LSF: Längsschnittfunktion / QSF: Querschnittsfunktion)


QSF
Leitung (dispositiver Faktor): Organisation, strat. Planung....
Beschaffung Leistungs- Absatz
LSF erstellung LSF LSF
(Produktion) Markterkundung
Bedarfser- Absatzplanung
mittlung Leistungsplanung Absatzförderung
Bezugsquellen Prozessplanung Service
Produkte- u. Ausführungs-
Leistungs- bzw. Fertigungs-
beschaffung kontrolle

QSF
Finanzierung / Rechnungswesen / Controlling / Personal / Recht
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL: Der Betrieb als teleologisches Organisationssystem
Staat und Gesellschaft / Verbände
Steuern / Gebühren / Beiträge Zuschüsse / Subventionen
z.B. bei konzerngebundenen Unternehmungen: Muttergesellschaft / Führungsgesellschaft

Lieferanten Dispositiver Faktor Kunden


Beschaffungsmarkt

Lager

Betriebe
Arbeit unfertiger
Erzeugnisse Ver-

Absatzmarkt
wertung
Betriebs-
mittel Leistung- der
erstellung Betriebs-
RHB leistung

Haushaltungen
Lager (Vertieb/
fertiger Absatz)
liquide Erzeugnisse
Mittel

Finanzierung / Rechnungswesen / Controlling / Personal / Recht /...


Konkurrenten Konkurrenten

Eigenkapital Einlagen bzw. Entnahmen Fremdkapital: Kredite bzw. Tilgungen / Zinsen


Kapitalmarkt
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Rechnungswesen (RW) / Controlling

Rechnungswesen

volkswirtschaftliches
Einordnung des betrieblichen
Rechnungswesen Rechnungswesens
einzelwirtschaftliches
Rechnungsw esen

Rechnungswesen
öffentlicher Haushalte

Rechnungswesen
privater Haushalte

betriebliches
Rechnungsw esen

externes

Controlling
Rechnungswesen
(Bilanz, Jahresabs.)

internes
Rechnungswesen
(Kostenrechnung)

Planungsrechnung
(Investitionsrechn.)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Rechnungswesen (RW) / Controlling

Teile des betrieblichen Rechnungswesens

Teil des Rechnungswesen Hauptaufgaben Teilbereiche

Buchführung
Inventur
externes Rechnungswesen * Dokumentation Jahresabschluss
--> insbesondere Außenbeziehungen * Rechenschaftslegung - Bilanz, GuV
--> Grundlage für Besteuerung und * Information - Zwischenbilanzen
Unternehmensvergleiche * Kontrolle - Konzernabschluss

Controlling
internes Rechnungswesen
--> nur Innenbeziehungen Kostenarten
--> Grundlage für Management- * Kontrolle der Wirtschaftlichkeit Kostenstellen
entscheidungen * Festlegung Preisuntergrenzen Kostenträger

Planungsrechnung
--> Investitionsrechnung * Wertmäßige Festlegung
--> nur Innenbeziehungen bzw. Schätzung
--> Grundlage für Management- der Unternehmensentwicklung Plankostenrechnung
entscheidungen * Kalkulation Investitionsrechnung

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Rechnungswesen (RW) / Controlling

Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens

1) Kontrolle v. Wirtschaftlichkeit u. Rentabilität


--> Soll-/ Ist- Abweichungsanalysen
(Bsp.: Umsatzentwicklung, Personalkostenanalysen...
->Definition von Maßnahmen zur Zielerfüllung

2) Planung als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen


(z.B. Eigenfertigung vs. Fremdbezug)

3) externe Dokumentationsfunktion
gesetzlich vorgeschriebene oder freiwillige Rechenschaftslegung
über die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- bzw. Erfolgssituation

==> Controlling durch Generierung von Kennzahlen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Rechnungswesen (RW) / Controlling
Einführung in die BWL [Link]

Controlling
ZDF vor ARD : Zahlen, Daten, Fakten vor „Alle reden durcheinander“
- Controlling: - Steuern / Regeln, nicht (nur) Kontrollieren
- Führen zum praktischen Erreichen der vereinbarten Ziele.
- Hinwirken darauf, dass jeder sich selbst kontrollieren kann

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Rechnungswesen (RW) / Controlling

Controlling

Hauptfrage des Controllers: Wie soll es weitergehen ?


nicht: Was ist passiert ?

Vergangenheit liefert jedoch Grundlage für Handlungsempfehlungen

"Doing the right things" = strategischer Aspekt in der Planung.


"Doing things right" = operative Zahleneffizienz.

Controllerarbeit: ökonomische Begleitung für das Management bei Zielfindung und Zielerreichung
auf Basis einer institutionalisierten und schriftlichen Planung, damit man

- besser analysiert und zu Ende denkt,


- systematisch Kommunikation herstellt mit anderen Ressorts und Mitarbeitern
- systematisch den Einstieg findet in die Organisation der Rückkoppelung
und das Lernen aus Abweichungen
- sich festlegt und weiß, wie man dran ist

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Rechnungswesen (RW) / Controlling

Controlling: Finden und Regelung des WEGs

W : Wachstum. Wächst das, was man macht? Bleibt es konstant, schrumpft es?
E : Entwicklung. Das Unternehmen als ein sich entwickelndes, lernendes System.
--> Wie kann man Probleme der Kunden von heute, morgen und übermorgen besser lösen?
G : Gewinn und Unternehmens-Gesundheit. „Um Gewinn zu erwirtschaften,
müssen Position und Wege zum Ziel aufgezeigt werden“

„Für ein Schiff, das Position und Hafen nicht kennt, gibt es keinen
günstigen Wind“ (frei nach Seneca).

Last but not least: Controlling bedeutet auch „Marketing des Rechnungswesens“

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Rechnungswesen (RW) / Controlling

Kennzahlen: Unterscheidung in...

...absolute Kennzahlen ...relative Kennzahlen

Umsatz
Umsatz pro
Mitarbeiter
Mitarbeiter
Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Rechnungswesen (RW) / Controlling

Kennzahlen (Auswahl) /: „dividiert durch“

Japan 2%
Europa 10%
US-Unternehmen 20%
Eigenkapitalrentab. (1994/95):
Wirtschaftlichkeit : Ertrag / Aufwand

Produktivität : Ausbringungsmenge / Faktoreinsatzmenge

Gewinn : Erträge - Kosten

Kostenrentabilität : (Erträge / Kosten) * 100

Umsatzrentabilität : (Gewinn / Umsatz) * 100

Eigenkapitalrentabilität : (Gewinn / Eigenkapital) * 100

Return-on-Investment (ROI) : (Gewinn / Umsatz) * (Umsatz / invest. Kapital) * 100

Effektivität : Istergebnis / Sollergebnis (ohne Berücksichtigung des Aufwandes)

Effizienz : bewertetes Istergebnis / Sollergebnis


(Berücksichtigung des Aufwandes)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

Gesetzliche Grundlagen des externen Rechnungswesens

Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung


(GoBil)

Grundsatz der Bilanzwahrheit Grundsatz der Bilanzklarheit Grundsatz der Bilanzkontinuität


-> grundsätzliche Beibehaltung
-> sachliche Richtigkeit bei der -> Gliederungsvorschriften für Bilanz gewählter Verfahren zur Gliederung,
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und GuV Erfassung und Bewertung der Bilanzpositionen

Prinzip der Vollständigkeit Prinzip der zweckentsprechenden Bewertung

-> Erfassung sämtlicher Vermögensgegenstände, -> Bewertung nach "vernünftiger


Schulden und Rechnungsabgrezungsposten kaufmännischer Beurteilung"

=> Ansatzvorschriften => Vorsichtsprinzip

-> Reinvermögen (Rohvermögen - Schulden)


eher pessimistisch ausweisen

Realisationsprinzip Imparitätsprinzip

-> Gewinne dürfen am Bilanzstichtag nur -> Verluste müssen am Bilanzstichtag bereits
dann ausgewiesen, wenn sie realisiert wurden. antizipiert werden, wenn sie drohen.

Niederstwertprinzip Höchstwertprinzip
(Aktiva) (Passiva)
-> Bei Existenz zweier für die Bewertung von Bei Existenz zweier für die Bewertung von
Aktiva möglicher Werte ist der niedrigere zu wählen. Passiva möglicher Werte ist der höhere zu wählen.

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

§ 242 HGB
Bestandteile des Jahresabschlusses (1) Der Kaufmann hat zu Beginn seines
Handelsgewerbes und für den Schluss
eines jeden Geschäftsjahrs einen das
Verhältnis seines Vermögens und seiner
- Bilanz Schulden darstellenden Abschluss aufzustellen.
(...)
- Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) (3) Die Bilanz und die Gewinn- und
Verlustrechnung bilden den Jahresabschluss.

- Anhang
- Lagebericht § 264 HGB
(1) Die gesetzlichen Vertreter einer
Kapitalgesellschaft haben den
§ 1 HGB
(1) Kaufmann im Sinne dieses Gesetzbuchs ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt. Jahresabschluss (§ 242) um einen Anhang
(2) Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen zu erweitern, der mit der Bilanz und der
nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetriebe Gewinn- und Verlustrechnung eine
nicht erfordert Einheit bildet, sowie einen Lagebericht
aufzustellen. (...)
Publizitätsgesetz ( PublG) 1969
Ein zur Veröffentlichung verpflichtetes Großunternehmen (gleichgültig
welche Rechtsform) liegt vor, wenn 2 der 3 folgenden Merkmalen gegeben sind:
- Bilanzsumme > 125 Mio. DM
- Umsatz > 250 Mio. DM
- Arbeitskräfte > 5.000 (Durchschnitt in den letzten 12 Monaten)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

Bilanz
- Rückstellungen = Fremdkapital: „Schulden“ für ungewisse Forderungen

- Momentaufnahme zu einem Abschlussstichtag über Vermögen und Kapital


- Rücklagen = Eigenkapital, z.B. für vorgesehene Investitionen

- Bestandsgrößenrechnung

- Aktivseite: Seite der Mittelverwendung, grob gegliedert in


- Anlagevermögen („verbraucht“ sich nicht bzw. nur langsam)
- Umlaufvermögen (Vorräte, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe)

- Passivseite: Seite der Mittelherkunft, grob gegliedert in


- Eigenkapital
- Fremdkapital („Schulden“)
- Rückstellungen (ungewisse Verbindlichkeiten aus schwebenden
Geschäften, z.B. Pensionsrückstellungen)

- Funktionen: Information
Rechenschaft
Dokumentation
Achtung:

Lenkung / Steuerung
(Zahlungsbemessung --> GuV)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

Bilanz / Bilanzgliederung (--> Grundsatz: Bilanzklarheit)


Bilanz der Sienemens & Alifranz GmbH zum 30.09.2000 (in Mio €)

AKTIVA ("Vermögen") PASSIVA ("Schulden")

1. Anlagevermögen 1. Eigenkapital

1.1 Sachanlagen 20 1.1 Stammkapital 50 siehe GuV


1.2 Finanzanlagen 5 1.2 Gewinn 10
1.3 Rücklagen 20
25 80
2. Umlaufvermögen

2.1 Vorräte
2. Fremdkapital
2.1.1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10
2.1.2 Nicht abgerechnete Leistungen 2.1 Rückstellungen
gem. Zwischenkalkulation 500 2.1.1 Rückstellungen für Pensionen 60
abzgl. Wertberichtigungen 2.1.2 Andere Rückstellungen 40
zu Vorräten (kalk. Zuschläge) -130 100
370
2.1.3 geleistete Anzahlungen 80
460 2.2 Verbindlichkeiten
2.2.1 Finanzschulden 50
2.2 Forderungen und sonst. Vermögens- 2.2.2 Verbindlichkeiten aus LuL 200
gegenstände 400 2.2.3 Erhaltene Anzahlungen 295
2.2.4 Übrige Verbindlichkeiten 200
2.3 Flüssige Mittel 40 745
900 845

SUMME AKTIVA 925 SUMME PASSIVA 925

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Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

Handelsbilanz / Steuerbilanz

Handelsbilanz Steuerbilanz

gesetzliche Regelung HGB, PublG EStG, KStG


nach wirtschaftlichen Zielen
Gewinnziel ausschüttungsfähiger Gewinn "verfälschter" Gewinn
Rhythmus Jahr Jahr
Prüfung teilweise (Wirtschaftsprüfer) ja (Steuerprüfer)
Publizität teilweise nein (Steuergeheimnis)

* weiche Vorschriften des HGB,


* keine Publizitätspflicht (außer
Personenunternehmung bei Großunternehmen)
(Einzelkaufmann, OHG, KG, GmbH & [Link]) * Steuerbilanz reicht * Vorschriften des EstG

* harte Vorschriften des HGB,


Kapitalgesellschaft * Publizitätspflicht * Vorschriften des EstG
(AG, GmbH, KGaA) * Steuerbilanz reicht nicht und des KStG

Grundsatz der Maßgeblichkeit

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Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

Bilanz Mehrzweckinstrument, das stichtagsbezogen


Aktiva und Passiva gegenüberstellt

Informationsgehalt zu Liquidität und Erfolg gering

Liquiditäts- GuV
rechnung
s. nächste Folie
Liquidität 1. Grades (Zahlungsmittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100
2. Grades (monetäres Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100
3. Grades (kurzfristiges Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100

Zahlungsmittel: Guthaben auf dem Konto / in der (schwarzen) Kasse


monetäres Umlaufvermögen: Umlaufvermögen minus Vorräte
kurzfristiges Umlaufvermögen: Umlaufvermögen minus Teile, die nicht innerhalb
eines Jahres liquidiert werden können
generell: Liquiditäts- und Rentabilitätsziel einer Unternehmung
--> „Liquiditätskonkurs“
Cash flow: Gewinn + Abschreibungen (bzw. - Zuschreibungen)
(einfachste Def.) + Zuführungen (bzw. - Auflösungen) zu langfristigen Rückstellungen
--> Korrektur des Gewinns um die aus dem Unternehmensprozess rückfließenden
Mittel, die in Kürze nicht zu Ausgaben führen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

- vergangenheitsorientierte pagatorische (auf Zahlungen beruhende)


Perioden-Erfolgsrechnung

- Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen


--> Differenz = Perioden(miss)erfolg
--> erscheint unter „Gewinn“ oder „Jahresfehlbetrag“ in der Bilanz

- Stromgrößenrechnung (s. Bilanz: Bestandsgrößenrechnung)

- Form der GuV durch HGB reglementiert (§ 275 HGB)


Umsatzerlöse
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Vertriebskosten
allgemeine Verwaltungskosten
sonstige betriebliche Erträge
sonstige betriebliche Aufwendungen
(..)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
sonstige Steuern
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL ext. RW / Jahresabschluss

GuV der Sienemens & Alifranz GmbH zum 30.09.2000 (in M io €)

GuV: Gewinn- und Verlustrechnung


UMSATZERLÖSE 520

+ Bestandveränderungen 30
+ Andere aktivierte Eigenleistungen 3

GESAMTLEISTUNG 553

Gliederung (vereinfacht)
+ Sonstige betriebliche Erträge 10
- Betriebliche Aufwendungen
- Materialaufwand und bezogene Leistungen 298
- Personalaufwand 195
- Abschreibungen auf Anlagen 29
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 15
537

BETRIEBSERGEBNIS 26

+ Beteiligungsergebnis 5
+ Zinsergebnis 3
- Abschreibungen auf Finanzanlagen / Wertpapiere UV 18

ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 16

- Steuern vom Einkommen und Ertrag 6

JAHRESÜBERSCHUSS / GEWINN 10
siehe Bilanz

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Grundbegriffe der Kostenrechnung

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Grundbegriffe der Kostenrechnung: Einzahlung - Auszahlung


Einnahme - Ausgabe
1. Einzahlungen/ Auszahlungen
Einzahlungen = Erhöhung des Bestandes an liquiden Mitteln
Auszahlungen = Abnahme des Bestandes an liquiden Mitteln

2. Einnahme / Ausgabe
Einnahme: Zunahme liquider Mittel + Forderungen - Verbindlichkeiten
Zunahme des Geldvermögens
Ausgabe: Abnahme liquider Mittel + Forderungen - Verbindlichkeiten
Verringerung des Geldvermögens

Einnahme = Einzahlung
Bsp.: Kunde kauft Ware gegen Barzahlung
Einnahmen ≠ Einzahlung:
Bsp.: Kunde kauft Ware gegen Kredit oder gegen Aufrechnung von Verbindlichkeiten

Ausgabe = Auszahlung
Bsp.: Zahlung Löhne, Kauf Maschine durch Barzahlung
Ausgabe ≠ Auszahlung
Bsp.: Kauf Maschine auf Kredit oder Kauf Maschine gegen Forderungsaufrechnung

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Grundbegriffe der Kostenrechnung: Auszahlung / Ausgabe


AUSZAHLUNG

Auszahlung, AUSZAHLUNG Ausgabe,


nicht = nicht
Ausgabe AUSGABE Auszahlung
2. 1. 3.

AUSGABE
Beispiele:

1. Bareinkauf von Material


(Zahlungsmittebestand
l nimmt ab; Forderungs- und Verbindlichkeitsbestand nehmen ab)
2. Rückzahlung eines aufgenommenen Darlehens an die Bank
(Zahlungsmittel- und Verbindlichkeitsbestand nehmen ab; Forderungsbestand bleibt gleichh
3. Einkauf von Material auf Ziel
(Zahlungsmittel- und Forderungsbestand bleiben gleich; Verbindlichkeitsbestand nimmt zu

--> gilt analog auch für Einzahlung / Einnahme


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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Grundbegriffe der Kostenrechnung: Ertrag - Aufwand


Leistung - Kosten
Erträge Erhöhung des Reinvermögens (Sachvermögen + Geldvermögen)
- Wertezufluss an Gütern und Dienstleistungen
- bewertete periodisierte Gütererstellung

Aufwand Verringerung des Reinvermögens


- Werteverzehr an Gütern und Dienstleistungen
- bewerteter periodisierter Güterverzehr

Leistung bewertete betriebsbedingte periodisierte Leistungserstellung

Kosten bewerteter betriebsbedingter periodisierter Güter- und


Leistungsverzehr (bei normalem Betriebsablauf)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Grundbegriffe der Kostenrechnung: Aufwand / Kosten


AUFWAND

neutraler Aufwand

betriebs- perioden- außer- BETRIEBS- Anders- Zusatz-


fremder fremder ordentlicher AUFWAND kosten kosten
Aufwand Aufwand Aufwand =
GRUND-
KOSTEN

2. 3. 4. 1. 5. 6.
kalkulatorische Kosten

KOSTEN
Beispiele:
1. Verbrauch von Material, das in dieser Periode gekauft wurde
2. Kursverlust einer Wertpapieranlage
3. Gewerbesteuernachzahlungen für vergangene Perioden
4. Bestandsveränderungen aufgrund eines Lagerbrandes
5. Kalkulatorische Abschreibungen
6. kalkulatorischer Gewinn

--> gilt analog auch für Erträge / Leistungen


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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Grundbegriffe der Kostenrechnung: Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger


Kostenarten
im Wege der Leistungserstellung anfallende und differenzierbare Kosten
Welche ? Bsp.: Gehalt, Auslösung, Reisekosten, Material, Fracht, kalkulatorische Kosten

Frage: Welche Kosten sind entstanden ?

Kostenstellen

Wo ? bzgl. des Kostenanfalls selbständige Verantwortungsbereiche

Bsp.: Abteilungen, Gruppen

Frage: Wo sind die Kosten entstanden ?

Kostenträger
Produkt- bzw. Auftragseinheit absatzfähiger oder innerbetrieblicher Leistungen

Wofür ? Bsp.: Aufträge, Angebote, Entwicklung, IS etc.

Frage: Wofür sind die Kosten angefallen ?

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Kostenarten
- beschreiben bestimmte Kostentypen.
- teilen die verschiedenen Güterverbräuche ein
Bsp.für Kostenarten gemäss Art der verbrauchten Produktionsfaktoren
Materialkosten, Personalkosten, Betriebsmittelkosten, Dienstleistungskosten

Bsp.für Kostenarten gemäss betrieblichen Funktionen


Beschaffungskosten, Fertigungskosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten

Leitfrage: Welche Kosten sind nach Art, Höhe und Struktur in


der Abrechnungsperiode angefallen ?

Kostenartenrechnung
- Teilgebiet der Kostenrechnung.
- bereitet auf weitere kostenrechnerische Aufgaben, z.B. die
Kostenstellenrechnung vor.

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Kostenstellen
- Orte der Kostenverursachung.
- können nach räumlichen, funktionellen oder anderen Kriterien
gegliedert werden.
- Wichtig: Kostenstellenverantwortliche
- Übersicht durch Kostenstellenplan

Leitfrage: Wo sind die Kosten entstanden ?

Kostenstellenrechnung
- Verteilung der (Gemein-)* Kostenarten auf die Kostenstellen
--> Häufig geschieht dies mittels eines
Betriebsabrechnungsbogens (BAB).

* siehe Folie „Kostentypen“

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Kostenstellen: Kostenstellenplan (Bsp.)


0 Allgemeiner Bereich 6 Montagebereich 8 Konstruktionsbereich 9 Verwaltungsbereich 9 Vertriebsbereich

Gebäude 601 PM-CM (B+M-Überwachung) 801 Allg. Kosten der 901 Allg. Kosten der 950 FC Kfm. Auftrags-
011 Verw.-gebäude DO 602 PM-CM (Baust.-Personal) Konstruktion Verwaltung u. Projektbearbeitung
012 Verw.-gebäude BS
802 TP Technologieportfolio *) 903 EB Controlling 952 CC-PR Werbung
Sozialwesen 806 CC-QM Qualitätsm. 904 EB Vertrieb 953 BD Projektentwicklung
022 Gästekasino DO 811 FL Düngemittel 905 EB Technologie 955 SL Verkauf
023 Kantine DO 813 UC Contracting 906 EB Materialwirtschaft 957 SL-PC [Link]
024 Kantine BS 814 OP [Link]/Polymere 907 EB Abwicklung 959 PM-CE Angebote
025 Sozialwesen 815 EL Elektrolysen 908 EB TG/[Link]
816 OG Öl und Gas
Dienstleistungen 817 BE-MU Mach./Utilities 911 EB Geschäftsführung
040 Haustechnik DO 818 EN-EM Equipm./Mach. 912 HA Personalwesen
041 Dienstleistungen BS 830 BE-EI Electr./Instrument. 916 LP Recht/Vers./Patente 961 Vertrieb FL
042 Poststelle 831 EN-EI Electr./Instrument. 921 FC Finanzwesen 963 Vertrieb P
043 Botendienst 7 Materialbereich 832 PM Auftragsmanagement 933 AC Rechnungswesen 964 Vertrieb O
044 Reprographie DO 833 EN-PD Plant Design 935 AC Betriebswirtschaft 965 Vertrieb EL
045 Reprographie BS 701 PL-PO Einkauf 835 BE-CV Civil 938 PM-CE Kostenkontrolle 966 Vertrieb OG
048 Fernmeldewesen 711 PL-IP Inspektion 838 RD-PJ/TM F&E 940 CC-PC/ST Contr./Strat. 967 Vertrieb UC
051 Fahrdienst 721 PL-LO Logistics 839 RD-LB Labor 949 CA Com. Aff. Affiliates 968 Vertrieb EN
053 Bibliothek 840 CC-PC Auftragscontrolling 969 Vertrieb Pharma
055 Übersetzung 843 EN-SC Skill Center
941 Verwaltung FL
EDV 899 Techn. Leihpersonal (AÜG) 943 Verwaltung P
060 IS-CN Rechenzentrum 944 Verwaltung O
061 IS-ES Techn. Systeme 945 Verwaltung EL
062 IS-CP Kfm/[Link] 946 Verwaltung OG *) KoSt. 903-908 nur
063 IS-OS Office Support 947 Verwaltung UC für Buchungen KST-
064 IS-CN U.-netzwerk 948 Verwaltung EN Sachkosten (Rei- plan
sekosten, Bewir- Stand:
Allgemein tung etc.) je GF Okt 00
071 Ausbildung

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Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Kostenstellen: Auszug aus einem fiktiven


Betriebsabrechnungsbogen (BAB)
Kostenstelle 4711 - Juli 2001 - Angaben in €
Personalkosten

Budget Ist
seit seit
Kostenart Budget 07/01 Ist 07/01 Jahresbeginn Jahresbeginn Abweichung Ist
Gemeinkostenlöhne 0 0 0 0 0

Gemeinkostengehälter 113.328 99.441 1.133.283 983.437 149.846


Mehrarbeitsvergütung (Gehalt) 852 37 8.522 19.359 -10.838
Gehalts-/Lohnnebenkosten (gesetzl. Abg.) 23.064 20.095 230.644 193.853 36.792
Gehalts-/Lohnnebenkosten (sonstige) 0 0 0 0 0
Summe Gehaltskosten/Lohnkosten 137.245 119.573 1.372.449 1.196.649 175.800
Sonstiger Sozialaufwand (Gehalt/Lohn) 0 0 0 3.901 -3.901
Umlage Sozialkostenstelle 29.619 19.135 296.186 237.536 58.649
Personalaufwand (Gehalt/Lohn) 166.863 138.708 1.668.634 1.438.086 230.548
Sachkosten

Kosten für Leihkräfte u. Aushilfen 1.278 0 12.782 11.199 1.583


Instandhaltung 452 0 4.516 4.356 160
Werkzeuge, Hilfs- und Betriebsstoffe 260 0 2.599 1.445 1.155
Energien 758 778 7.584 7.183 401
Entsorgung 43 0 426 0 426
Mieten / Leasing ([Link]) 260 711 2.599 1.788 811
Büro- und Zeichenbedarf 1.304 472 13.038 7.379 5.659
Postkosten 1.152 977 11.518 11.475 44

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Checkliste zur Bildung von Kostenstellen

• Vermeiden Sie die Bildung einer Kostenstelle, wenn erkennbar nur ein geringes
Kostenvolumen dort anfallen würde
• Versuchen Sie, möglichst viele Kriterien bei der Kostenstellenbildung zu
kombinieren:
- Räumliche Kriterien
- Funktionelle Kriterien
- Abrechnungstechnische Kriterien
- Verursachungsgesichtspunkte
- Kostenträgergesichtspunkte
• Stellen Sie sicher, dass es für jede Kostenstelle einen Ansprechpartner gibt
• Bilden Sie sinnvolle Bereiche, fassen Sie Kostenstellen zu Bereichen zusammen
• Bilden Sie eine Kostenstellenhierarchie, sorgen Sie dafür, dass die
nächsthöhere Ebene eine komprimierte Darstellung bekommt
• Halten Sie Ihren Kostenstellenplan über längere Zeit konstant, ändern Sie nicht
laufend
• Kostenstellenbildung ist Angelegenheit der Kostenrechnung. Sorgen Sie dafür,
dass neue Kostenstellen nur in Absprache mit der Kostenrechnung gebildet
werden

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Kostenträger
- meist Produkte, können aber auch Dienstleistungen, Aufträge,
Vertriebsgebiete u.ä. sein.

Leitfrage: Wofür sind die Kosten entstanden?

Kostenträgerrechnung
möglichst verursachungsgerechte Verteilung der Kosten zur

- Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten der Produkte


als Grundlage für die Bewertung in Handels- und Steuerbilanz
- Bereitstellung der Daten zur Gewährleistung einer korrekten
Durchführung der GuV
- Bereitstellung von Daten zur Ermittlung der Preisuntergrenze (PUG)
- Zur-Verfügungstellung von Daten für Planungsrechnungen
(z.B. Eigenfertigung vs. Fremdbezug, Annahme oder Ablehnung von Zusatzaufträgen)

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Kostenträger : Beispiele für Dienstleistungskostenträger (Personalabt. - Ausschnitt)

999: Tochter 1

910: HA-Tätigkeiten für Konzern


Dienstleistungen Informationsdienstleistungen
für Tochtergesellschaften und Projekte
998: Tochter 2
920: HA-Tätigkeiten für Interne

KBR / GBR / ABS / AR


714
930: Projekte

BR 1
715

BR 2

SB-Vertr.
717
Arbeitnehmerinteressen
Gesamtleistungen des Service-Centers
Personal
AR-Wahl AN-Vertretung
712

wird nur in Wahljahren budgetiert

Akt. Wahlausschüsse
713

KT "Stud.-Kontaktmessen" (800), Personal- Personal-


Image-Anzeigen (801), entwicklung
betreuung
Hochschulkontakte (802) fallen weg Beschaffung und Soziale Dienste
-auswahl
640: Personalmarketing
(Messen, GVC, Anzeigen...)
670 Abwicklung Weiterbildung
760 Altersversorgung
Einsatz im
Haus

Personal-
Marketing 675: 765 Sonstige Soziale Dienste
(Jubiläen, Wohnraumbesch.,
Gesundheit, SV ...)
Personaldatenpflege

680 Trainings von HA-MA


Festeinstellungen (Einf. neuer MA, Gesundheitsförderung
Gehaltsregulierungen Sprachschulungen...)

Bewerberabwicklung
Sonstige soziale Dienste
720 BVW 685: Interne Trainings Nicht-HA
(Wohnraumbesch., Schwerbehinderte etc.)

Temporär-
einstellungen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Kostenträger: Beispiel für Auswertung Dienstleistungskostenträger (Personalabt.)
int. RW / Kostenrechnung

z
HA-Kl

on
SC rK
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H
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Kostenträger (KS 912), Stundensatz 56,2 €

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Abw. Entgelt: 130.000 Euro, Allg. Verwaltung 70.000 Euro

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Einführung in die BWL

i e
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Ab cklu Ab
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Ab

Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften


5000
45000

40000

35000

30000

25000

20000

15000

10000
Kosten Oktober 00 -Januar 01 in Euro

Prof.
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Grundbegriffe der Kostenrechnung: Kostentypen

Merkmal Typ Erläuterung Beispiel


Bezugsgröße Stückkosten Bezug: pro Einheit 5.000 € pro Auto
Gesamtkosten Bezug: gesamt 1 Mrd. € in 2002

Verhalten bei fixe Kosten bleiben konstant Mieten


Änderung der
Beschäftigung variable Kosten verändern sich Fertigungskosten / Stück

Zurechenbarkeitsten en
Einzelkosten Zuordnung zu Anteil Holz in der Schrank-
n ko ost Kostenträger mögl. Herstellung bei Möbelfirma
e i ix k
G m
e er F
G
F er m
Gemeinkosten, den Kostenträgern Gehälter des Verwaltungs-
m t im
m
s t i nich echte nicht zuordenbar bereiches der Möbelfirma
a :
n : f te n
e s
o st ko
xk ei n Gemeinkosten, den Kostenträgern nur Anteil Leim bei der Schrank-
Fi em
G unechte aufwändig zuordenbar herstellung

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Einfache Kostenfunktionen / Kostenverläufe (1)

Fixkosten = Kosten unabhängig der


Ausbringungsmenge, z.B. Mieten,
K (B)
Personalkosten im Verwaltungsbereich
= sog. „sunk costs“ - sie fallen auch an,
Kfix wenn nicht produziert wird

Beschäftigung
B

variable Kosten (hier: proportional) = Kosten, die abhängig von der Beschäftigung
anfallen
K (B)
- proportional
- degressiv
Kvar - progressiv

Beschäftigung
Beschäfti

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Einfache Kostenfunktionen / Kostenverläufe (2)


Die Break-even-Analyse stellt man klassischerweise wie folgt dar:

Wert/DM Umsatz (80 DM/ Stück)


Kostenfunktion im
Gewinnschwelle Variable Kosten bzw.
Gesamtkosten
Vergleich zur
Umsatzfunktion
Verlustzone Gewinnzone
Schnittpunkt = Break even point;
Überschreiten (hier ab 5000 Stück)
100.000 fixe Kosten
führt in die Gewinnzone
.
Stück
5.000 Stück

Sprungfixe (=Intervallfixe) Kosten = Erhöhung der Fixkosten durch Auf-


K (B) stockung der Kapazität (z. B. Zukauf
einer Maschine)

Beschäftigung in Stunden

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL int. RW / Kostenrechnung

Typisches Kostenkalkulationsschema für die Produktion

stoffkosten
Fertigungsmaterial

Fertigungs-
Materialgemeinkosten

Herstellkosten

Preis - Kalkulationsschema
(in %, bezogen auf das Fertigungsmaterial)

Fertigungslohn

Fertigungskosten

Selbstkostenpreis
Ziel:

Selbstkosten
Fertigungsgemeinkosten

Verkaufspreis
(in %, bezogen auf den Fertigungslohn; Finden der
Wertansätze für jede Hauptkostenstelle gesondert)
Preisunter-
Sondereinzelkosten der Fertigung
(Entwicklung, Entwurf, Konstruktion, Modelle, Formen)
grenze (PUG)
Verwaltungsgemeinkosten
(in %, bezogen auf die Herstellkosten)

Vertriebsgemeinkosten
Marge

(in %, bezogen auf die Herstellkosten)

Sondereinzelkosten des Vertriebs


Gewinnzuschlag

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investition: Festlegung von finanziellen Mitteln

5 Planungsschritte: Investitionsanregung
Investitionsrechnung
Investitionsentscheidung
Investitionsdurchführung
Investitionskontrolle / Evaluation

Investitionen sind bei allen betrieblichen Funktionen denkbar:


Beschaffung, Produktion, Absatz, ... ... Forschung und Entwicklung
(FuE)

Ziel: schneller / höher ROI (Return-on-investment)


Verhältnis zwischen Gewinn und investiertem Kapital

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionarten
A) nach der Technik
Sachinvestition Finanzinvestition immaterielle Investition

- Grundstücke - Beteiligungen - Werbung


- Anlagen - verzinsliche Papiere - Ausbildung
- Vorräte ... - Förderungen ... - FuE ...

B) nach dem Motiv


- Ersatzinvestition: gleiche Maschine wird noch einmal angeschafft
- Rationalisierungsinv. Kauf von besseren Maschinen für die gleichen Güter
- Erweiterungsinv.: Kauf von weiteren Maschinen zur Firmenexpansion
- Umstellungsinvestition Kauf von neuen Maschinen wg. einer Produktbereinigung
- Diversifikationsinv. Kauf von neuen Maschinen zur Verbreiterung der Produktpalette
- Imageinvestition z.B. PR-Kampagnen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionsrechnung: statische Verfahren


statisch: Berücksichtigung nur des ersten Geschäftsjahres des Investitionsgutes

- Kostenvergleichs- Kriterium für die Vorteilhaftigkeit einer Investition ist


rechnung: die Kostendifferenz

- Gewinnvergleichs- Grundlage ist die Kostenvergleichsrechnung, ergänzt


rechnung um die Erlöse
Gewinn = Erlöse - Kosten

Erlös: Gegenwert aus der Veräußerung einer Betriebsleistung


Kosten: bewerteter Güterverzehr zur Erstellung der Betriebsleistung

- Rentabilitätsrechnung insbesondere bei Knappheit von finanziellen Mitteln geeignet:


(durchschnittl. Periodengewinn / durchschnittl. Kapitaleinsatz) * 100
oder (durchschnittl. Kostenersparnis / durchschn. Kapitaleinsatz) * 100
Übergang dyn. Verfahren
- Amortisationsrechnung Wahl der Investionsalternative mit der kürzesten Amortisationszeit
Kapitaleinsatz / (Gewinn bzw. Kostenersparnis + jährl. Abschreibungen)
Abschreibungen: - tats. Amotisationszeit darf nicht größer sein als Soll-Amortisationszeit
jährl. Wertminderung („Wie lange kann ich keine Gewinne verkraften ?“)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionsrechnung: Kostenvergleichsrechnung in Abhängigkeit


von der sog. kritischen Menge (Beíspiel)

KfA + kvA • x = KfB + kvB • x


KfA = Fixe Kosten pro Periode (Gesamtkosten) für Maschine A
KfB = Fixe Kosten pro Periode (Gesamtkosten) für Maschine B

kvA = variable Kosten pro Stück (Einzelkosten) für Maschine A

kvB = variable Kosten pro Stück (Einzelkosten) für Maschine B

x = Menge bei der sich Kostengleichheit einstellt

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionsrechnung: Kostenvergleichsrechnung in Abhängigkeit


von der sog. kritischen Menge (Beispiel)
Zur Auswahl stehen zwei Maschinen:
Maschine A hat fixe Kosten von € 20.000 pro Periode und variable Kosten von € 7 pro Stück.
Maschine B hat € 30.000 fixe Periodenkosten und variable € 5 Stückkosten

Kostenfunktion von Maschine A: 20.000 + 7x


Kostenfunktion von Maschine B: 30.000 + 5x

KfA + kvA • x = KfB + kvB • x


20.000 + 7x = 30.000 + 5x
2x = 10.000
x = 5.000

Die kritische Menge oder Grenzleistungsmenge liegt bei 5.000 Einheiten.


Bei weniger als 5.000 Einheiten ist Maschine A, bei mehr als 5.000 Einheiten die
Maschine B kostengünstiger.

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionsrechnung: dynamische Verfahren


dynamisch: Berücksichtigung der gesamten „Lebensdauer“ des Investitionsgutes

- Kapitalwertverfahren: Berücksichtigung / Schätzung sämtlicher Ein- und Auszahlungen


während der Nutzung des Investitionsgutes; es wird die
etc.
ein
e
en Investition mit dem höchsten Kapitalwert ausgewählt
k ös
d en rterl Abzinsung erfolgt mit dem Zinssatz, der als gewünschte Mindestverzinsung
ün e
s gr estw
ng R des Investors gelten soll K: Kapitalwert
chu von n Et: Einzahlungen am Ende der
fa g

K = Σ (Et-At)
ein igun Periode t

(1+i)-t
e r t
u s V sich At : Auszahlungen am Ende der
A ck Periode t
e rü
B i: Kalkulationszinsfuß
t=0
t: Periode
- Methode des internen n: Nutzungsdauer

Zinsfußes: gesucht wird der Zinssatz, der zu einem Kapitalwert von 0 führt
(Nullsetzung der obigen Gleichung)
n

K = Σ (Et-At) (1+i)-t = 0
t=0

Liegt der ermittelte Zinssatz unter dem Zinssatz auf dem Geldmarkt,
bringe ich mein Geld lieber zur Bank anstatt es (in Sachmittel) zu investieren.

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionsrechnung: dynamische Verfahren - Probleme

zur validen Festlegung der Zahlungsströme müssen u.a. vorhergesagt werden:

- Absatzmenge
- Nutzungsdauer
- Instandhaltungsaufwand
- Rüstzeiten
- Stillstandszeiten
- Durchlaufzeiten
- Ausschuss
- Entgeltentwicklung
- Preisentwicklung
- Inflationsrate
- Material- und Energieverbrauch (...)

--> sehr aufwendig und in der Praxis in Reinform kaum anwendbar


--> Klassische Verfahren berücksichtigen nur die monetäre Seite einer
Investition, nicht die menschlich-motivationale

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionsrechnung: Erweiterungen der klassischen (dyn. /stat.) Ansätze


1. Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung: Arbeitssystemwertermittlung
--> Humanvermögensrechnung
Schritt 1: Klassische Investitionsrechnung

Schritt 2a: Aufstellen von nicht-monetären Kriterien, i.d.R. durch die von der Investition
„betroffenen“ Menschen, z.B.
- Lärmentwicklung einer Maschine - aufzuwendende Körperkräfte
- Schulungsaufwand - Wartungsfreundlichkeit usw.

Schritt 2b. Gewichtung der Kriterien gemäss 2b (-->“Erfüllungsfaktoren“)

Schritt 3: Bildung des sog. Arbeitssystemwerts, der die monetären und


gewichteten nicht-monetären Kriterien zusammenfasst

Vorteile: + Investition wird von den Betroffenen getragen, Akzeptanz,


+ ggf. nutzbringende Innovationen, da Betroffene Experten ihres Arbeitsplatzes

Nachteile: - aufwändiger
- Konflikte mögl., wenn nicht vor Beginn der Durchführung Regeln vereinbart werden
--> Betroffene müssen einsehen , dass nicht jeder Vorschlag umgesetzt werden kann

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Planungsrechnung: Investitionen
Einführung in die BWL [Link]

Investitionsrechnung: Erweiterungen der klassischen (dyn. /stat.) Ansätze


2. BSC: Balanced Score Card (nicht nur im Rahmen von Investitionsentscheidungen)

- übersetzt: „ausgewogener Ergebnisbogen“ --> nicht nur Betrachtung der Monetärziele

- geht zurück auf Kaplan / Norton Anfang der 90er Jahre (Harvard University)

- aus den Unternehmenszielen abgeleitet

- finanzielle Größen werden um Kennzahlen erweitert, die andere für die


Unternehmung wichtige Ziele mit einbezieht
--> Förderung eines generalistischen multiperspektivistischen Management-Ansatzes

- ist zukunftsorientiert, während traditionelle Kennzahlen das Vergangene beschreiben


--> BSC heißt auch: Suche nach Maßnahmen zur Zielrealisierung

- berücksichtigt das Zusammenspiel / die Wechselwirkung zwischen den Kennzahlen


--> Was nutzt Schnelligkeit, wenn die Produktivität nicht ausreicht ?
--> Was nutzt Produktivität, wenn der Markt in wenigen Monaten etwas anderes verlangt ?

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planungsrechnung: Investitionen

Investitionsrechnung: Erweiterungen der klassischen (dyn. /stat.) Ansätze


2. BSC: Balanced Score Card (Kennzahlen sind Beispielkennzahlen)

Perspektive: Finanzen / Shareholder Ziele


Kennzahlen
Welches Handeln garantiert einen Vorgaben
Periodengewinn
Ziele finanziellen Erfolg des Kapitals unserer Maßnahmen
Umsatzrendite
Kennzahlen Shareholder ?
Vorgaben Marktanteil
Maßnahmen Kundenzufriedenheit Perspektive:
io n ie Interne Geschäftsprozesse
Perspektive: Kunden s
Wie sollen wir gegenüber unseren Vi ateg In welchen Geschäftsprozessen
r
Kunden auftreten, um unsere St müssen wir die besten sein, um unsere
Kunden und Shareholder zu
Vision zu verwirklichen ?
befriedigen ?
Ziele
Anzahl Trainingstage Durchlaufzeit
Kennzahlen
Fluktuation Wertschöpfung
Ziele Vorgaben
Kennzahlen Maßnahmen
Vorgaben Perspektive: Lernen und Entwicklung
Maßnahmen Wie können wir unsere Wachstums- und Veränderungs-
potenziale fördern, um unsere Vision zu verwirklichen ?
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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Aufgaben der Materialwirtschaft

Funktionsbereich eines Betriebes, der die/den

Beschaffung
Lagerhaltung
Verteilung / Transport (--> Logistik)

des zur Leistungserstellung notwendigen Materials umfasst

innerbetrieblich außerbetrieblich

„Wie ´läuft´ das Material im Betrieb ?“ „Wie kommt das Material zum Ort der
Leistungserstellung ?“

--> z.B. Materialflußpläne z.B. Shipping Coordination im Großanlagenbau

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Entscheidungsparameter der Materialwirtschaft

Güterbeschaffung Güterlagerung Gütertransport

Beschaffung- Beschaffungs- Lageraus- Lager- Lager-


programm marketing stattung programm prozess

- Güterart - Marktforschung - Lagerart - gelagerte - Güterannahme - Transportmittel


- Qualität - Produktpolitik - Lagereinrich- Güterarten - Qualitätsprüfung - Transportmengen
- Menge - Methodenpolitik tungen - Lagermengen - Einlagerung - Verteilung der
- Zeitpunkt - Konditionenpol. - Lagerstandort - Sicherheits- - Auslagerung Transportmengen
- Beschaffungs- --> Logistik bestände - Lagerverwaltung - Transportwege
kommunikation - Lagerkapazität - Lagerorte

nächste Folie: diese Spalte

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Instrumente des Beschaffungsmarketing

Beschaffungsmarktforschung

Beschaffungs- Beschaffungs- Beschaffungs- Beschaffungs-


produktpolitik methodenpolitik konditionen- kommunika-
politik tionspolitik

- Sortiment - Beschaffungsweg - Preise - Public Relations


- Produktentwicklung - Lieferantenstruktur - Zahlungsbedingungen - Lieferanten-
- Beschaffungsorgane - Lieferzeiten förderung
--> Verbünde mit anderen
Unternehmen ?
--> [Link]

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Gründe für Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen

* Betrieb verfügt nicht über das technische / ökonomische Know-How


Bsp.: --> Handwerksbetrieb will ins Internet, kann aber keine html-Programmierung

* Betrieb verfügt nicht über die Kapazitäten


Bsp.: --> Entgeltabrechnung wird zumTeil von internen, z.T. von Externen durchgeführt,
da Entgeltabrechner überraschend gekündigt haben

* Betrieb ist hinsichtlich der Kosten der Leistungserstellung gegenüber


anderen Wirtschaftseinheiten unterlegen
Bsp.: --> Entgeltabrechnung wird aus Kostengründen komplett von Externen durchgeführt

* Betrieb verzichtet auf die Selbsterstellung zugunsten von anderen


Leistungsarten, deren Vermarktung aussichtsreicher erscheint
Bsp.: --> statt Eigenproduktion von Schraubenfedern: Montage von Stoßdämpfern
unter Zukauf der Schraubenfedern

„Make or buy“: ständig wiederkehrende Frage des Wirtschaftssubjektes

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Aufgaben der Beschaffung (Procurement)


Beschaffung der für die Produktion bzw. Dienstleistungserstellung notwendigen
Materialien, die direkt in der Prozess der Leistungserstellung eingehen oder für
den Absatz bestimmt sind

Rohstoffe --> Grundmaterial z.B. Holz in der Möbelproduktion

Hilfsstoffe --> ergänzen die z.B. Schrauben bei der Möbel-


Leistungserstellung produktion

Betriebsstoffe --> sind nicht Bestandteil z.B. Kühlschmierstoffe für


des Endproduktes Holzbearbeitungsmaschinen

Halbfabrikate --> Teile und Baugruppen z.B. Scharniersysteme für Schränke


für das Endprodukt (höherer „Reifegrad“ als bei Hilfsstoffen)

Handelsware --> Ergänzungen der Leistungs- z.B. PVC-Abziehbilder mit Tier-


erstellung durch zugekaufte, motiven für Kinderzimmerschränke
nicht selbst produzierte Ware

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Lagerarten
Kapitalbindung !

* Eingangslager: Auffangen des Güterzuflusses aus der Umwelt für


- aktuellen Bedarf der Produktion
- zukünftigen Bedarf

* Zwischenlager: kurzfristiges Lagern im Produktionsprozess


--> Einrichtung von Puffern zwischen Fertigungsstufen

Aufgabe der Ablauforganisation:


nicht zu große Puffer, da auch hier Kapitalbindung
Lagerkosten !

* Fertigwarenlager „Ablegen“ der produzierten Ware


--> Ausgleich der „Differenz zwischen Produktion
und Absatz“

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Beschaffungs- und Lagerplanung


fallweise z.B. bei geringen Losgrößen
--> Chemieanlagenbau

Beschaffungsart fertigungssynchron JIT: s. nächste Folie

Vorratsbeschaffung v.a. bei Massenfertigung


bzw. besonders günstigen kaufm.
Bedingungen bei Großabnahme

Sicherheits- / Reservelager insb. bei ausgeprägtem Pufferprinzip

Lagerhaltungsmotive spekulative Lagerhaltung wenn Rohstoffe Schwankungen


unterliegen, der Preis aber konstant
bleiben soll

antizipative Lagerhaltung wenn Gut nicht jederzeit beschaffbar


--> Ernte nur 1x / Jahr

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Ansätze zur Minimierung von Lagerkosten


--> Auslöser: Diskussion um „Lean Management“ Anfang der 90er Jahre (lean: schlank, hager, mager)

- JIT: Just-in-time-Methode (--> Eingangslager / Fertigwarenlager)

Auftragsbezogene „passgenaue“ Fertigung, die beim Lieferanten das


Fertigwarenlager bzw. beim Kunden das Eingangslager überflüssig machen soll
--> „Verlagerung der (privaten) Lagerkosten auf die (öffentliche) Straße

- KANBAN-Methode (--> Zwischenlager)

The essence of the Kanban concept is that a supplier or the warehouse should only
deliver components to the production line as and when they are needed,
so that there is no storage in the production area.

Within this system, workstations located along production lines only produce/deliver
desired components when they receive a card and an empty container, indicating that
more parts will be needed in production.

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

Auswahl von lagerbezogenen Kennziffern der Materialwirtschaft

/ geteilt durch

Umschlagshäufigkeit: Warenwert zu Einkaufspreisen / durchschnittlichen Lagerbestand

Lagerdauer: 360 / Umschlagshäufigkeit (durchschnittl. Lagerdauer in Tagen)

Lagerzinssatz: (Zinssatz x durchschnittl. Lagerdauer) / 360

Lagerreichweite durchschnittlicher Lagerbestand / Flächenverbrauch in qm

Lieferservicegrad Anzahl richtiger Lieferungen / Anzahl der Aufträge

FIFO First in first out (--> Schiffsfähren mit Autotransport)

LIFO Last in first out (--> Tiefkühltruhe)

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

ABC-Analyse in der Materialwirtschaft

erfahrungsgemäss: wenige hochwertige Materialien --> A-Güter


einige mittelwertige Materialien --> B-Güter
viele geringwertige Materialien --> C-Güter

Gesamtverbrauchsmenge Gesamtverbrauchswert Bezeichnung


60-70 % 5-10 % C
20-30 % 10-20% B
10-20 % 70-80% A

--> Betriebsspezifische Analyse durch Materialliste mit Verbrauchswerten


(s. nächste Folie)

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

ABC-Analyse in der Materialwirtschaft:


Materialliste mit Verbrauchswerten (Bsp.)

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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

ABC-Analyse in der Materialwirtschaft: Lorenzkurve


--> kumulierte Werte

Prof.
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Materialwirtschaft /
Einführung in die BWL Beschaffung

ABC-Analyse in der Materialwirtschaft: Mögliche Maßnahmen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Produktionswirtschaft (i.e.S.: Fertigung): Inhalte


--> Dominanz technischer Aspekte
--> Ingenieurwissenschaften:
Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen,
Maschinenbau --> Fachrichtung Automatisierung

- Produktionsprogramm Welche Produkte ?

- Produktionsmenge Wie viel soll produziert werden ?

- Fertigungstyp Wie soll produziert werden (Losgrößen, Umrüstzeiten, Wartungsintervalle...) ?

- Fertigungsverfahren Welches Fertigungsverfahren wird angewandt ?


Urformen oder Umformen ? Läppen ? Honen ?

- Produktionsablauf Welche Fertigungsphasen ?


Welche Art der Fertigung (Einzel- / Gruppenarbeit) ?
--> Schnittstelle zur Funktion „Organisation“ und „Personal“
--> Wechselwirkung Technik / Organisation / Personal

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Organisation Produktions-
Einführung in die BWL Personal wirtschaft

Arbeitsstrukturierung (v.a. in der Produktionswirtschaft)


Handlungsspielraum
Entscheidungsspielraum
(vertikal)

+ reparieren

+ rüsten

+ prüfen

Scheibenmontage Kabelmontage Stoßfängermontage

Tätigkeitsspielraum (horizontal)

Prof.
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Organisation Produktions-
Einführung in die BWL Personal wirtschaft

Arbeitsstrukturierung (v.a. in der Produktionswirtschaft)


Entscheidungsspielraum
Handlungsspielraum
(vertikal)
teilautonome
Arbeitsgruppen

Job enrichment
(Arbeitsbereicherung)

Job enlargement
Werkstattfertigung
(Arbeitserweiterung)

Beteiligungsgruppen Job rotation (Arbeitsplatzwechsel)


Fließband --> Bereichsarbeitsplätze

Tätigkeitsspielraum (horizontal)
Kursiv: Formen der Mitarbeiterbeteiligung im multipersonalen Arbeitsfeld (mehrere Personen)

Prof.
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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Vollkostenrechnung
Alle Kosten werden auf die Produkte (Kostenträger) verteilt, keine Unterscheidung
der Kostenarten

Volle Verteilung aller Kostenarten (Einzel-, Gemein-, fixe -, variable Kosten)


kann zu einer verfehlten Preis- und Sortimentspolitik führen, da mit ihrer Hilfe
keine aussagefähige Preisuntergrenze (PUG) für die Kostenträger ermittelt
werden kann (Preisgestaltung auf Basis von Durchschnittskosten)

--> Proportionalisierung der Gemeinkosten und dadurch


Proportionalisierung der Fixkosten *
--> Fixkosten wirken wie variable Kosten ! --> „Unsinn“

Zu den Fixkosten zählen u.a. die Kostenarten lineare und degressive Abschreibungen, G
Miet- und Leasingkosten sowie Gehälter. Eine Veränderung der Fixkosten im Zeitablauf
(z.B. eine Mieterhöhung) widerspricht nicht ihrer Definition.
F
Fixkosten sind fast immer Gemeinkosten, aber Gemeinkosten nicht immer fixe Kosten.

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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Deckungsbeitragsrechnung auch einsetzbar in der Beschaffung: Make or buy ?


--> Teilkostenrechnung im Absatz:Preispolitik, Rabattpolitik usw.

In der Produktion: v.a. zur Findung des sog. Break-even-Points (Gewinnschwelle)


Deckungsbeitrag: Verkaufspreis eines Produktes minus variable Kosten
--> produktionsmengenabhängige Größe

da i.d.R. Kapazitätsbeschränkungen
Ziel: diejenigen Produkte ins Produktionsprogramm zu bringen,
deren Deckungsbeiträge maximal sind
(Annahme: keine Verbundeffekte (Abhängigkeiten) zw. Produkten
höchster Gesamtdeckungsbeitrag --> höchstes Betriebsergebnis
--> anderer Weg als bei der Vollkostenrechnung, und zwar durch Teilung der
Kosten in einen variablen und einen fixen Teil gemäß Gesamtkostenfunktion
K(x) = Kv + Kfix = kv * x + Kfix

Bezug der Gesamtkosten auf eine produzierte Einheit --> Stückkosten


Stückkosten = k = K / x

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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Deckungsbeitragsrechnung

Bezug der variablen Kosten auf eine produzierte Einheit --> variable Stückkosten
Variable Stückkosten = kv = Kv / x

Kostenzuwachs bezogen auf eine zusätzliche Produktionsmengeneinheit:


Grenzkosten
Grenzkosten = Kostenzuwachs / Mengenzuwachs

Bei linearem Gesamtkostenverlauf: Kosten

- konstante Grenzkosten
- identisch mit den variablen Stückkosten
Menge

Kosten
--> seltener Fall, da i.d.R. Kostendegression
„Je mehr, um so preiswerter“
Menge

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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Deckungsbeitragsrechnung
Gewinn = Umsatzerlöse minus Kosten

Differenz zwischen dem Verkaufspreis (p) und den variablen Stückkosten (kv):
Deckungsspanne: d = p - kv

Wenn variable Kosten < Verkaufspreis: Produkt hat eine positive Deckungsspanne.
Wenn variable Kosten > Verkaufspreis: Produkt hat eine negative Deckungsspanne.
--> gibt an, wie viel an dem jeweiligen Erzeugnis „verdient" bzw. „verloren“ wird.

Deckungsbeitrag (D): D=d*x


--> Produkt aus Deckungsspanne (d) und Absatzmenge (x).

Mit jeder zusätzlich verkauften Mengeneinheit wird ein zusätzlicher Beitrag zur
Deckung der Fixkosten geleistet. Je höher die Absatzmenge, desto höher der
Deckungsbeitrag.

Dort, wo der Deckungsbeitrag gleich den Fixkosten ist, liegt somit der
Break-Even-Point (Gewinnschwelle).

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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Break-even-point - graphisch (nicht nur bei der Deckungsbeitragsrechnng)

Kosten
ö se
90.000 Erl
Gewinn-
80.000 zone
)
a uf
e rl
70.000 Nutzenschwelle e nv Break-even-point:
Gewinnschwelle o st
tk
60.000 Toter Punkt m
sa
break-even-point ( Ge
n Bei welcher
te
50.000
K os
Absatzmenge werden
40.000 die Kosten gerade
gedeckt
30.000
(Betriebsergebnis = Null) ?
20.000
Verlust-
zone fixe Kosten
10.000

0
1.000 3.000 5.000 7.000 9.000 Menge (Stück)

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


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(Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft)

Vollkosten- vs. Deckungsbeitragsrechnung: Beispiel aus DL-Bereich


2 Nachbarn - die Taxifahrer Volker Voll und Dietmar Deck - besitzen zu Anfang eines Jahres je
ein Auto vom gleichen Typ und Baujahr. Sie sind sich über folgende Kosten und Ziele einig:

- Einnahme pro gefahrenen km: 1 €, erwartete km-Leistung 30.000 --> Erlöse: 30.000 €
- Aufwendungen für Versicherung, Kfz-Steuer, Verwaltung und Abschreibung: 13.500 €
- Aufwendungen für Benzin, Öl und Reifen: 4.500 €
- Gesamtkosten: 18.000 € (0,60€/km)
- Gewinn vor Steuern (Gewinnziel): 12.000 €

Am 30.12. haben beide Taxiunternehmer ihre km-Leistungen erbracht und aus Erfahrung wissen sie,
dass mit weiteren Fahrgästen erst am 01.01. zu rechnen ist. Ein Student kommt jedoch am 31.12. zu
Volker Voll und fragt, ob er ihn für 50 € eine Strecke von 100 km fahren würde (also 0,50 € pro km)

Antwort von Volker Voll: nein, weil das einen Verlust von 0,10 € pro km
bedeuten würde
(--> angeblich Gesamtverlust von 10 € auf der Strecke)

Antwort von Dietmar Deck, der nebenan wartete: ja prima, jetzt kann ich für mich (und meine „dummen“
Taxikollegen) zu Sylvester sogar noch 10 Flaschen
Aldi-Champagner kaufen --> Grund ?
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(Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft)

Vollkosten- vs. Deckungsbeitragsrechnung: Rechnung Dietmar Deck

- Aufwendungen für Versicherung, Kfz-Steuer, Verwaltung und Abschreibung: 13.500 €


--> fixe Kosten, unabhängig von gefahrenen km

- Aufwendungen für Benzin, Öl und Reifen: 4.500 €


--> variable Kosten, abhängig von gefahrenen km
--> bei 30.000 km: 4.500/30.000: 0,15 €/km

--> „Wenn ich den Fahrgast 1 km transportiere, kann ich 1 € berechnen.“


--> „Nach Abzug der variablen Kosten verbleiben 0,85 € zur Deckung der Fixkosten“
--> „Ich muss 15.882 km fahren, um meine fixen Kosten in Höhe von 13.500 € zu decken (13500 / 0,85).
--> „Die 15.882 km sind mein break-even-point; jetzt komme ich in die Gewinnzone.“
--> „Mit jedem weiteren Kilometer bleiben 0,85 € übrig.“
--> „Um auf mein Gewinnziel von 12.000 € zu kommen, muss ich noch 14118 km fahren,
(14118 x 0,85 = 12000), also insgesamt 30.000 Km (entspricht meinem geplanten
Umsatz von 30.000 €)“

--> „Die Fahrt des Studenten (100km) brächte noch zusätzlich 85 € (100€ - 15€ var. Kosten)“
--> „Student zahlt aber nur 0,50 €/km, trotzdem bringt das noch 35 € (50€ - 15€ var. Kosten)“
(entspricht dem Preis von 10 Flaschen billigstem Aldi-Champagner)

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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Produktionsfunktion / Ertragsgebirge
Produktionsfaktoren: Elementarfaktoren (ausf. Arbeit/Personal + Betriebsmittel + Werkstoffe / RHB)
dispositiver Faktor (Betriebsführung, Planung, Organisation, Überwachung)

Produkte: entstehen durch Kombinationen von Produktionsfaktoren

Produktionsfunktion: erfasst die Beziehungen zwischen den Produktionsfaktoren


und dendaraus resultierenden Produkten bzw. Erträgen
Ziel: Finden der Minimalkostenkombination
--> optimale Erträge / Leistungen

3-dimensionale Darstellung von Produktionsfunktionen


sog. Ertragsgebirge,
hier Erträge von Weizen
bei unterschiedlichem
Einsatz von Stickstoff
und Kalium
als Düngemittel

Kurven
gleichen Ertrages:
Ertragsisoquanten

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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Limitationalität und Substitutionalität bei Produktionsfaktoren

Limitationalität: eine bestimmte Produktmenge oder ein best. Produkt lässt


sich technologisch oder rechtlich nur mit einer einzigen
Faktorkombination erreichen / Beschränkungen bei der
Auswahl der Elementarfaktoren
Bsp : - Bierherstellung nach dem deutschen Reinheitsgebot
- Produktion von best. Medikamenten

Substitutionalität eine bestimmte Produktmenge lässt sich mit einander


austauschbaren Produktionsfaktoren erzielen

Bsp : - Ersatz von Milch durch Sahne bei der Joghurtproduktion


- Ersatz von Schmierfetten durch Schmieröle bei der
Produktion von Schneidscheiben

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Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Qualität - nicht nur eine Frage der Produktionswirtschaft

(lateinisch {qualitas} = Beschaffenheit, Eigenschaft einer Person oder Sache)

In der Wirtschaft bedeutet sie die Beschaffenheit einer Ware,


eines Produktes (Produktqualität) oder in der Dienstleistung
hinsichtlich ihrer Unterscheidungsmerkmale gegenüber
anderen Dienstleistungen nach ihren Vorzügen oder Mängeln.

- messbare stofflich-technische Dimension (objektive Qualität)

- Abstufung des Eignungswertes gleichartiger Güter für die Befriedigung


bestimmter Bedürfnisse zum Ausdruck (subjektive Qualität).

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Produktions-
Einführung in die BWL wirtschaft

Total Quality Management (TQM)


 - Geisteshaltung, die vom TOP-Management mit Überzeugung vertreten und
vorgelebt werden muss

 - durch klar strukturierte Zielvorgaben: hervorragendes Führungsinstrument,


um die vorhandenen Ressourcen im Unternehmen zur Zufriedenheit des
internen und externen Kunden sowie unter Berücksichtigung effizienter
Prozessabläufe umsetzen zu können.

--> eine „auf der Mitwirkung aller Ihrer Mitglieder beruhende Führungsmethode einer
Organisation, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch die Zufriedenheit der
Kunden längerfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder der
Organisation und für die Gesellschaft zielt.“

Ziel vieler Unternehmen: Auditierung gemäß ISO 9000 ff


ISO Internationale Standardisierungs- Organisation
Auditor zuständige Person der Zertifizierungsstelle, die das Unternehmen prüft
Zertifizierung Ausstellen eines Zertifikates, wenn während eines Audits festgestellt wird,
dass alles normgerecht abläuft (gültig: 3 Jahre, wird jährlich überwacht)
QM- Handbuch individuelle u. systematische Darlegung, der Unternehmensabläufe
QM- Beauftragter ab ca. 100 Mitarbeitern ist es sinnvoll, eine Person zu bestimmen, die sich nur mit
Qualitätsmanagement beschäftigt

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing: „Evolution“ der Bedeutungen

um 1960: Übernahme des Marketing-Begriffs:

Marketing = Absatzwirtschaft

danach Marketing = Werbung und Marktforschung

danach Marketing = strategische Seite des Verkaufs


Absatz = operative Seite des Verkaufs

heute:
e n Management-Konzeption, die von folgenden Hauptaufgaben
n k ausgeht:
De - Analyse der Kundenbedürfnisse
in - --> Marktforschung als Teil des Marketings
e-
s id - aufbauende Ausrichtung des Unternehmens auf
t Kundenbedürfnisse
Ou - bessere Bedürfnisbefriedigungsmöglichkeiten anbieten als
die Konkurrenz -
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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Arten

Beschaffungs-Marketing
Investitionsgüter-Marketing: Anlagen, Rohstoffe, Einsatzstoffe...
Bsp.: Automobilzulieferer

Kommerzielles Marketing Dienstleistungs-Marketing: konsumptive bzw. investive Dienstl.


Bsp.: Frisör bzw. Versicherung

Konsumgüter-Marketing: Verbrauchs- bzw. Gebrauchsgüter


Bsp.: Lebensmittel bzw. Autos

erwerbswirtschaftlich (Theater, öff. Bildungseinrichtungen...)


Non-Profit-Marketing
nicht erwerbswirtschaftlich (Kirchen, soziale Einrichtungen...)
--> sog. Society Marketing: nicht nur : Can it be sold ?
sondern auch : Should it be sold ?

Prof.
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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Investitionsgüter

- abgeleiteter Bedarf (aus Konsumgüternachfrage leitet sich die Investitionsgüternachfrage ab)


- i.d.R. kollektiver und formalisierter Kaufentscheidungsprozess (Einkaufsabteilungen)
- geringe Zahl von Bedarfsträgern
- direkter Interaktions- und Verhandlungsprozess zwischen Anbieter und Nachfrager
- Kontrahierungspolitik im Vordergrund (Rabatte, Preisnachlässe, Skonti...)
- höheres Maß an Internationalität
- starke Rationalität im Kaufverhalten (--> Investitionsrechnung)
- längerer Kaufentscheidungsprozeß

Je komplexer das Investitionsgut, um so bedeutender wird der Dienstleistungsanteil !

Bsp.: Chemieanlagen als höchstkomplexe Investitionsgüter


--> Verkauf zu einem großen Teil über Dienstleistungen
(v.a. Finanzierungsmodelle, Kreditversicherungen )

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Dienstleistungen

- abstrakte, immaterielle Leistung (z.B. Know-How des Consulting-Unternehmers)

oft...
- nicht lagerfähig (leere Hotelzimmer)
- nicht transportfähig
- individualisiert und einmalig (Maßanfertigung eines Anzuges)
- personalintensiv (Beratung)
- bedingt standardisierbar (ärztliche Untersuchung)

- zentrale Größe: Kundenzufriedenheit

- spezielle Segmentierungskonzepte (Bsp.: Touristik)

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Konsumgüter

- hoher Anteil an Bedarfsträgern


- hoher Anteil von Individual-
entscheidungen
- mehrstufige Distribution

Gebrauchsgüter Verbrauchsgüter

längere Lebensdauer schneller Konsum


geringe Kauffrequenz hohe Kauffrequenz
Dominanz des Produktes breite Distribution
vorw. pers. Verkauf vorw. anonyme Marktkontakte

Bsp.: Kameras Bsp.: Zigaretten

- Specialty Goods - Convenience Goods (tägl. Bedarf)


- Shopping Goods (gehobener Bedarf)

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marktforschung
- Grundlage für strategische Entscheidungen („Bau von Modell X ?“)
- Analyse von Konsumentenpräferenzen (Wer kauft Produkt X ?)
- Analyse der Konkurrenten (Wer sind meine Mitbewerber ?)
- Gebrauch von statistischen Methoden
--> Inferenzstatistik, d.h. Schließen von Stichproben auf die Gesamtpopulation
(i. Ggs. zur Deskriptivstatistik = beschreibende Statistik)

--> systematische, auf wissenschaftlichen Methoden beruhende Gewinnung und Auswertung


von Informationen über die Elemente und Entwicklungen des Marktes unter Berücksichtigung
der Umweltbedingungen

Beispieltätigkeiten

Werbemittel-Prätests Produktforschung Packungskonzepte Werbeerfolgskontrolle

- Anzeigen-Prätests Produktakzeptanz-Tests Packungsdesign-Tests Prä-/Post-Werbewirkungsanalysen


- Plakat-Prätests Anwendungs- und Handling-Tests Handling-Tests Analysen der Veränderung von
- Funkspot-Prätests Design-Tests Einstellungen und Images
- TV/Kino-Spot-Prätests Degustations-Tests
Preisschwellen-Tests

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Begriffe
relevanter Markt: Markt der gleichen oder substitutionsfähigen Produkte
Bsp.: für Margarinehersteller gehört auch der Buttermarkt zum relevanten Markt,
falls die Kunden beide Produkte als substitutionsfähig ansehen

Marktpotenzial erreichbare Absatz- / Umsatzgröße in einem relevanten Markt

Marktvolumen erreichte Absatz- / Umsatzgröße in einem relevanten Markt

Sättigungsgrad Verhältnis Marktvolumen : Marktpotenzial

Marktanteil Absatz/Umsatz einer bestimmten Unternehmung im Verhältnis zum


Marktvolumen in einem relevanten Markt

relativer Marktanteil* eigener Marktanteil im Verhältnis zum größten Mitbewerber

Marktstruktur Gliederung des Marktes nach Daten der Anbieter und Nachfrager
oder nach ihrer regionalen Verteilung

* Sinnhaftigkeit des Begriffes zweifelhaft, da Anteile immer relativ sind

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Absatz /
Einführung in die BWL [Link] Marketing

Marktsegmentierung

Aufteilung des Gesamtmarktes in homogene Gruppen zugunsten effizienterer Marktbearbeitung


--> leichtere Festlegung von Zielen / Maßnahmen / Mitteln, da ähnliche Bedürfnisse

Kriterien: - Geographie (Gebiete, Klima, Sprache...) --> „Nielsen-Gebiete“

- Demographie (Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf...)

- Psychologie (DINKS, YUPPIES, SKINFLINTS...) --> Life-Style

- Soziologie (Ober- / Mittel- / Unterschicht...)

produktbezogene Segmentierung

- Kaufanlass (regelmäßig, zufällig, besondere Anlässe)


- Kauf-Motive (Qualität, Prestige, Bequemlichkeit...)
- Verwendungsart (Nicht- / Erst-, Regel-, Potenzialverwendung)
- Info-Bezug (Internet, TV, Radio, Bekannte, Inserate...)

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Policies: Product, Price, Promotion, Place (4 P)


--> Kombination der Anwendung: Marketing-Mix
Produktpolitik auch: Zusammenfassung Kontrahierungspolitik
zu „Angebotspolitik“
Product Price
- Qualität - Kredite
- Sortiment - Rabatte
- Marke - Skonti
- Kundendienst -...
-...
Markt
Distributionspolitik
Kommunikationspolitik
Place
Promotion - Absatzkanäle
(Handel / Direktvertrieb..)
- Public relations
- pers. Verkauf - Logistik
(Lagerung, Transport,
- Werbung Lieferzeit)
- ...

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Preis- / Mengen-Strategie

Konzept Umsatz und Marktanteil vor Gewinn (Discount-Konzept), monoinstrumental

Hauptzielgruppe Preis-Käufer (Preis vor Qualität, Kundenservice...)

Wirkungsweise Schnell-Strategie
--> Preisimage kann für die preis-sensiblen Nicht-Markenkäufer
über aggressive Preispolitik schnell geschaffen werden

typischer Marketing-Mix - durchschnittliche Produktqualität


- rationelle zweckmäßige Verpackung
- Me Too - Marke
- primär Absatz über Handel
- Hauptinstrument: Preis (unterdurchschnittlich / niedrig)
--> „verarmter“ Marketing-Mix

prinzipielle Vorteile - Kostenvorteile durch Verzicht auf die sonst üblichen Instrumente
- Ertragschancen bei kostenoptimaler Organisation

prinzipielle Nachteile - Verzicht auf Aufbau echter Präferenzen


- Gefahr, aufgrund des Konkurrenzdruckes unter die PUG gehen zu
müssen (--> Existenzrisiko)

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Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Präferenzstrategie

Konzept Gewinn vor Umsatz und Marktanteil, multiinstrumental

Hauptzielgruppe Marken-Käufer

Wirkungsweise Langsam-Strategie
--> gezielte mehrjährige Profilierung, Aufbau einer „Produktpersönlichkeit“

typischer Marketing-Mix - überdurchschnittliche Produktqualität


- attraktive Verpackung / hohe „Anmutungsleistung“
- Herausstellung eines „einzigartigen“ Kundennutzens
(USP: Unique Selling Proposition)
- starke Werbung / persönlicher Verkauf
- hoher Preis als Ergebnis und Voraussetzung der Strategie

prinzipielle Vorteile - Chance des Aufbaus einer eigenständigen Marktposition


- mittel- bis langfristig gute Ertragschancen

prinzipielle Nachteile - hoher Mitteleinsatz / hohe Vorinvestitionen


- bei fehlendem Management- und Marketing-Know-How relativ
hohes Marktrisiko

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Konzepte: Produktlebenszyklus

Degeneration

- Kein Naturgesetz, sondern u.a. abhängig von den absatzpolitischen Instrumenten


- Phasen nicht strikt abgrenzbar
- grundsätzlich: Bezieht sich Zyklus auf Produkt oder Produktgattung ?

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Konzepte: Produktlebenszyklus
1. Einführung (nach der Entwicklung und Erprobung)
- geringe, langsam wachsende Umsätze / Investitionen für den Aufbau von Produktion und Vertrieb
- hohe Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung
- kein Gewinn

2. Wachstum
- positive Deckungsbeiträge / Ausweiten des Umsatzes
- häufig: Wettbewerbsunternehmen treten mit differenzierten Produkten in den Markt ein.

3. Reife
- absolutes Umsatzvolumen steigt weiter an
- Umsatzzuwachsraten und Umsatzrentabilität sinken

4. Sättigung
- Umsatzvolumen erreicht Maximum / Grenzumsätze werden negativ.

5. Relaunch (optional):
- „Facelifting“ und Erweiterung um bisher nicht vorhandene Nutzenaspekte

6. Absterben / Degeneration
- Umsatz und Deckungsbeitrag gehen bedrohlich zurück
- Ursachen: technischer Fortschritt, die wirtschaftliche Überholung, gesetzliche Maßnahmen,
oder psychologische Obsoleszens (modische Produkte).

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Konzepte: Erfahrungskurve

- Senkung der realen Stückkosten bei einer Vervielfachung der kumulierten Produktionsmenge
- geht auf empirische Untersuchungen der Boston Consulting Group in den 60er Jahren zurück.
- Marktpreise und Stückkosten gehen mit jeder Verdopplung in den kumulierten Produktions-
mengen (--> Produkterfahrung) mit einer Quote von 10 % bis 30 % zurück
--> 90 % / 80 % /70%-Erfahrungskurve

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Konzepte: Erfahrungskurve
- ist bezogen auf konstante Geldwerte
- Kostensenkung nicht automatisch, sondern nur potenziell (wie Rationalisierung)
- potenzieller Kostenrückgang umso schneller, je höher die Wachstumsrate
--> Unternehmen sollten so schnell wie möglich wachsen, damit sie
überleben können, wenn die Preise sinken

Gegenteil: Präferenzstrategie
Preis- / Mengen-Strategie
„Stellhebel“ der Kostendegression nach Boston Consulting
Kostenerfahrungskurve, 90 %
bei Verdoppelung der Menge 10 %ige kumulierte Kostendegression
durch Verbesserung der Arbeitsorganisation

Kostenerfahrungskurve, 80 %
bei Verdoppelung der Menge 20 %ige kumulierte Kostendegression
durch Mechanisierung/Automatisierung und Ausbeuteerhöhung

Kostenerfahrungskurve, 70 %
bei Verdoppelung der Menge 30 %ige kumulierte Kostendregression durch
Produkt- und/oder Verfahrensinnovation und Standortanpassung

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Konzepte: Portfolio-Analysen: Boston Consulting Group


Umsätze der Produkte

10%
Star: Investieren
?: selektiv fördern
? Cow: abschöpfen
Dog: desinvestieren
3%

0%
10% 1,0% 0,1%

Sehr gute Visualisierungshilfe, aber keine alleinige Entscheidungsbasis


-> Skalierung bestimmt Ergebnis
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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Absatz /
Einführung in die BWL Marketing

Marketing-Konzepte: Portfolio-Analysen: McKinsey

Umsätze der Produkte


Anzahl Anbieter
Zugänglichkeit
z.B.

relativer Wettbewerbsvorteil

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

Planung: kognitive Antizipation von (unternehmerischen) Gestaltungsfolgen

Alle Planungs- und Entscheidungsprozesse unterliegen zwei Dimensionen der


Ungewissheit:

1) Selektivität: - kein Wirtschaftssubjekt kann Situationen vollständig und


eindeutig erfassen
--> beschränkter subjektiver Wissenstand

2) Zukunftsbezug: - Diskrepanz zwischen erwarteter und tatsächlicher Entwicklung


eher Regel statt Ausnahme

Folge: Leitidee der maximalen Übelminimierung, d.h.:


Kein Mensch kann die Zukunft exakt vorhersagen, jedoch
stützen Unternehmensführer ihre Entscheidungen auf
(Controlling-) Instrumente zur geistigen Vorwegnahme
zukünftiger Entwicklungen (Reduktion von Unsicherheit)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

Planungsinstrumente (Auswahl)

- Analyse externer Entwicklungsgrenzen Konkurrenzbetriebe, Verschwinden alter


Märkte, Entstehen neuer Märkte...

- Analyse interner Entwicklungsgrenzen: fehlende Qualifikation des Personals,


Rentabilität des Produktionsprogramms

--> Aufzeigen der Leistungslücke: Die Lücke zwischen prognostizierten Ist und
Soll, die aus eigener Kraft durch Verbesserungen
minimiert werden kann
--> Aufzeigen der strategischen Lücke Die Lücke zwischen prognostiziertem Ist und
Soll, die nur durch Innovationen / Neuerungen
minimiert werden kann.

Strategisches Handeln: Machen wir das Richtige ?


Operatives Handeln: Machen wir es richtig ?
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

Planungsinstrumente (Auswahl)

- Morphologischer Kasten (Bsp.: Uhrenhersteller)


intensionale extensionale
Merkmale Merkmale

Energiequelle Handaufzug Erschütterung Licht Stromnetz


Energiespeicher Feder Akku kein Speicher Solarzellen
Motor mechanisch elektrisch pneumatisch hydraulisch
Getriebe Zahnrad Kette Schnecke Magnet
Anzeige digital analog

--> Ziel: Finden von zukunftsträchtigen Kombinationen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

Planungsinstrumente (Auswahl)

- Extrapolation: Grundlegende Annahme: Zukunft = Fortschreibung der Gegenwart /


Vergangenheit

- Szenario-Technik Was passiert:


1) im günstigsten Fall (optimistisches Szenario) ?
2) im ungünstigsten Fall (pessimistisches Szenario) ?
3) --> im wahrscheinlichsten Fall (realistisches Szenario) ?

- Brainstorming ungehemmtes freies Produzieren von Ideen, erst im letzten Schritt


erfolgt eine Bewertung

- Delphi-Methode Weiterentwicklung des Brainstormings; Kommunikation zwischen


Koordinationsgruppe und Experten, um die Einflüsse des face-to-
face-Kontaktes im gruppendynamischen Beziehungsfeld auszuschalten

- math. Methoden Varianz- und Regressionsanalysen, Faktoranalysen, Clusteranalysen...

(...)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

Unternehmensführung: 2 Bedeutungen

1 Unternehmensführung 2 Unternehmensführung
als BWL-Teildisziplin i.S. „Geschäftsführung

übernächste Folie

Lehre von den Tätigkeiten, die darauf abzielen, die


unterschiedlichen Verhaltensweisen von Mitgliedern
der Unternehmung auf die

Zielsetzung der Gesamtkoordination


auszurichten.
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

zu 1 Unternehmensführung i.S. der BWL-Teildisziplin

Beipielthemen:
- Arbeitsanalyse
- Arbeitsstrukturierung
- Organisationsentwicklung
- Bewertung von Arbeit
- Qualitätsmanagement
- Arbeitsproduktivität
- Lean Management
- Process-Re-Engineering
- Zielbildungs- und Entscheidungsfindung
- Analyse von Planungsprozessen
- Unternehmenshierarchien
- Unternehmensphilosophien (...)
--> Koordination von Psychischen Systemen und
Interaktionssystemen zu Organisationssystemen
--> zusätzlich: Beachtung der Einflüsse aus Gesellschaftssystem

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

zu 2 Aufgaben der Unternehmensführung i.S. von


„Geschäftsführung“

• Vorgabe der Unternehmensziele


• Festlegen der Unternehmenspolitik
• Koordination der betrieblichen Teilziele
• Bestimmung der Grundlagen für die Finanz- und Personalpolitik
• Repräsentation des Unternehmens
• Interessenvertretung des Unternehmens

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

zu 2 Aufgaben der Unternehmensführung i.S. von


„Geschäftsführung“
 Schaffen von Rahmenbedingungen für einen ökonomischen Einsatz von
Produktionsfaktoren (Boden, Kapital, Arbeit [Personal])

 Sicherstellung, dass die Produktionsfaktoren im richtigen Umfang zur Verfügung


stehen (beim Produktionsfaktor Kapital i.d.R. keine obere Grenze*)
* betrifft nicht das Verhältnis von Eigenkapital / Fremdkapital
(zu hohe Eigenkapitalquote u.U. unwirtschaftlich)

 Bestimmung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens

 Einflussnahme auf Faktoren aus der gesellschaftlichen Umwelt, die aber wiederum
selbst das Unternehmen stark beeinflussen

- Bsp.: Informationstechnologie: Wachstumshemmnis Personal

Strategiefunktion im Gegensatz zu operativen Funktionen


(„Machen wir das Richtige?“) („Machen wir es richtig ?)
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Planung / Unternehmensführung

Strategie

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Inhalte und Aufgaben der Personalwirtschaft (Übersicht)

Personalplanung und -controlling


Personalbeschaffung
Personalauswahl
Personaleinarbeitung
Personaleinsatz („Personalpflege“)
Personalführung Folgefolien
Arbeitsrecht

Gestaltung der Arbeitsorganisation


Betriebliches Vorschlagswesen / Ideenmgmt. / KAIZEN
Arbeitszeitgestaltung
Entgeltpolitik / Incentive-Politik
Gesundheitsförderung
Entsendungen / Reisekostenabrechnung
Personaladministration / Personaldatenpflege (--> SAP)
Personalfreisetzung

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Personalführung: nicht nur bei der Geschäftsführung

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Aufgaben der Führung i.S. von

„zielgerichteter Kommunikation mit dem Ergebnis der


erfolgreichen sozialen Einflussnahme“ (Führung allgemein)
- Lenkungs- und Koordinierungsfunktion
- Motivierungsfunktion
- Blitzableiterfunktion
- Förder- und Rückmeldungsfunktion
- Unsicherheitsreduktionsfunktion
- Sinnstiftungsfunktion
- Konfliktregelungsfunktion
- Überwachungsfunktion
- Impulsgeberfunktion
...

--> Management
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Management (engl.: Leitung, Verwaltung)

umfaßt alle verwaltenden Aufgaben, die


leitende Funktionen erfüllen.

--> dispositiver Faktor

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Führungsentscheidungen...

...setzen ein besonders hohes Maß an Selbständigkeit, Entscheidungsbefugnis


und Verantwortung voraus.

...sind richtungsweisende Grundsatzentscheidungen, die für den Bestand


und Erfolg des Unternehmens von grundsätzlicher Bedeutung sind.

...können stets nur aus der Kenntnis der Gesamtzusammen-


hänge heraus getroffen werden. Sie sind im Gegensatz zu
sogenannten „Ressortentscheidungen“ immer
„Ganzheitsentscheidungen“
Führungskraft = Vorbild / Leitbild, das sein Handeln stets unter Kontrolle
haben sollte
„Lernen durch Nachahmung”
Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch
Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Führungsstiltypologien - Kontinuum der Führungsstile


Autoritäre Nichtautoritäre
Führungsstile Führungsstile
Entscheidungsspielraum
des Vorgesetzten
Entscheidungsspielraum
der Gruppe

Vorgesetzter Vorgesetzter Vorgesetzter Vorgesetzter Die Gruppe Die Gruppe Die Gruppe
entscheidet entscheidet; entscheidet; informiert entwickelt entscheidet, entscheidet
und ordnet er gestattet er ist aber be- seine Unter- Vorschläge; nachdem der der Vorge-
an. jedoch Fragen strebt, die gebenen über aus der Zahl Vorgesetzte setzte
zu seinen Ent- Untergebenen seine beab- der gemein- zuvor das fungiert als
scheidungen, von seinen sichtigten sam gefunde- Problem auf- Koordinator
um durch Entscheidung- Entscheidung- nen und ak- gezeigt und nach innen
deren Beant- en zu über- en; die Unter- zeptierten die Grenzen und nach
wortung zeugen, bevor gebenen möglichen des Entschei- außen.
deren er sie anord- haben die Problemlö- dungsspiel-
Akzeptanz zu net. Möglichkeit sungen ent- raumes fest-

(kein Führungsstil i.e.S.)


laissez-faire
erreichen. ihre Meinung scheidet sich gelegt hat.
zu äußern, der Vorge-
bevor der setzte für die
autoritär

Vorgesetzte von ihm fa-


die endgültige vorisierte.
Entscheidung
trifft.

Autokratischer Bürokratischer Charismatischer Patriarchalischer Kooperativer Partizipativer Demokratischer


Führungsstil Führungsstil Führungsstil Führungsstil Führungsstil Führungsstil Führungsstil

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Foliensammlung Prof. Dr. M. Kausch


Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Forschungsergebnisse zu Wirkungen der Mitarbeiter-


Mitbestimmung und des kooperativen Führungsstils
(nach von Rosenstiel, 1989)

Anzahl der Un-


tersuchungen
mit dem
Ergebnis, dass ...Arbeitszu- ...Qualität von ...Leistung... ...Akzep- Summe
die... friedenheit... Entscheidun- tanz...
gen...
...steigt 22 7 12 3 44
...fällt 1 5 2 0 8
keine Wirkung 5 0 7 0 12
Summe 28 12 21 3 64

- fast 70% der Untersuchungen weisen positive Wirkungen nach (44 von 64)
- fast 20% der Untersuchungen können keine Wirkungen feststellen (12 von 64)
- etwas mehr als 10% der Untersuchungen finden negative Beziehungen (8 von 64)
Auch neuere Untersuchungen scheinen in Summe eine Überlegenheit des kooperativen Führungs-
stils zu bestätigen; dies bedeutet keine Pauschalaussage „pro kooperativ“, da die jeweilige
Führungssituation (Qualifikation der Geführten, Art des Unternehmens) mit beachtet werden muss.

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Personal

Planungsbegriff im Personalbereich

0 Strategische Planung / Personalpolitik (s. Ausführungen „Unternehmensführung“)

1 Personalbedarfsplanung („Herzstück“ der Personalplanung)


2 Personalbeschaffungsplanung
3 Personaleinarbeitungsplanung
4 Personalentwicklungsplanung
5 Personaleinsatzplanung
--> Laufbahn- / Karriere- / Nachfolgeplanung
6 Personalfreisetzungsplanung (Personalabbauplanung)
7 Personalkostenplanung
--> Kostenstellen / Kostenarten / Kostenträger

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Organisation

Klärung des Organisationsbegriffs


Mikrobereich
Makrobereich
Unternehmensführung

Unternehmen GS Unternehmen

Komplexität
ist eine Org. hat eine Org.
Organisations-S.
Komplexität

Interaktionssysteme Ausführung

Psychische Systeme

Organismus-Systeme

Nicht-lebendige Systeme Position von Frau Müller:


Sie organisiert eine
Betriebsfeier („tut“).

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Organisation

Organisation - 3 Bedeutungen
1 funktionale Bedeutung: Organisation als koordinierende TÄTIGKEIT
2 institutionelle Bedeutung: Organisation IST ein soziales Gebilde
Bsp.: Amnesty International als Non-Profit-Organisation
ThyssenKrupp als Profit-Organisation
--> Organisationssoziologie / Organisationspsychologie

Merkmale der Organisation:


- offenes, von der Umwelt beeinflußtes System
- zeitlich überdauernd
- Verfolgung bestimmter Ziele (u.a. Profit / Non-Profit)
- setzt sich aus Individuen und Gruppen von Individuen zusammen

- HAT eine bestimmte Struktur, mit deren Hilfe die Aktivitäten auf das jeweilige Ziel hin
ausgerichtet werden können

3 --> instrumentelle Bedeutung: Soziales Gebilde HAT Organisation

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Organisation

zu 3: instrumentelle Bedeutung: Soziales Gebilde HAT Organisation

- Organisation ist ein Instrument mit der Aufgabe, eine durch Planung
vorgegebene innere Ordnung zu realisieren

innere Ordnung: Summe der beständigen Regelungen über die


zur Zielerreichung vorgegebenen Elemente
--> Arbeit, Betriebsmittel, RHB

- Aufteilung der Aufgabe auf Aktionsträger


- Entlastung des Dispositiven Faktors durch Delegation von Aufgaben,
Verantwortung und Kompetenz
- Schaffung von zeitlich stabilen Aufgabenkomplexen
- Schaffung von Koordinationsmechanismen
- innerhalb eines sozialen Gebildes (Aufbau), Strukturregelungen
- mittels eines Prozesses (Ablauf), Prozessregelungen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Organisation

zu 3: instrumentelle Bedeutung: Soziales Gebilde HAT Organisation

A) Ablauforganisation: Regelungen im zeitlichen Verlauf


(--> Geschäftsprozesse)
a mm 25 Unterschrift von BL 02 BL HA

r
02 Dokument

- Di ag
s fl u ss Unterschrift BL

es
liegt vor

Pr o z

26 Vertrag versenden 90 Ref

Vertrag ist versandt

02 Dokument

27 untertschreibt nicht 81 Bewerber


28 unterschreibt

Ausschnitt aus dem Geschäftsprozess


„Bewerberabwicklung“
27a Ausschreibung

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Einführung in die BWL Organisation

zu 3: instrumentelle Bedeutung: Soziales Gebilde HAT Organisation

B) Aufbauorganisation: Regelungen zu Über-/Unterstellungsverhältnissen

m Geschäftsführer
r a m Dr. Gernegroß
a n ig
Or g

Beschaffung Produktion Absatz Personal


Frau Prokjuhr Dr.-Ing Teelör Frau Makket Frau Herzberg

R S E

R:Gruppe Reisekosten, Leiter Herr Trawell


S: Sozialreferat, Leiter Herr Soschell
E: Gruppe Entgeltabrechnung, Leiterin Frau Mann

Prof.
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Einführung in die BWL Organisation

Ideal: abgestimmte Ablauf- und Aufbauorganisation

--> Aufbauorganisation entspricht den Geschäftsprozessen

- in Praxis selten gegeben, weil z.B.


- prozessorientiertes Denken nicht bekannt ist
- alte Verfahrensweisen nicht in Frage gestellt werden sollen
(Sicherung von Personen und Positionen)
- Organisation in Abhängigkeit von Personen gestaltet wird
(kann sinnvoll sein --> Potenzialorientierte Planung)

Eingliederung: Wie steht Abteilung X im Kontext der übrigen Abteilungen des Unternehmens ?
--> Klärung unverzichtbar, wenn es um Fragen der Durchsetzbarkeit geht

Gliederung: Wie stark ist Abteilung X in sich unterteilt / gegliedert ?


--> z.B.: Gliederung der Personalabteilung in „Entgeltabrechnung“,
„Reisekostenabrechnung“, Sozialreferat“ und „ Entgeltabrechnung“

Prof.
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Einführung in die BWL Organisation

Aufbauorganisation: Traditionelle Aufgabenunterscheidungen

- Grundsatzaufgaben : Festlegung von Rahmenbedingungen


- z.B. Führungsleitlinien, Entlohnungsgrundsätze, Altersversorgungskonzepte

manchmal: Grundsatzaufgabe = Stabsaufgabe

- Stabsaufgaben: beratende Aufgaben


Personalbereich berät, Fachabteilung entscheidet
- z.B. Nachfolgeregelungen, Entsendung von Mitarbeitern

- Linienaufgaben: Durchsetzung in der Aufbauorganisation


Personalbereich entscheidet
- z.B. Entgeltabrechnung, Personalcontrolling

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL Organisation

Organisationsformen am Bsp. „Personalwesen“ - Grundsatzfunktion

Konzernleitung

Industriegüter AG Sparten

Führungsgesellschaft Führungsgesellschaft Führungsgesellschaft Führungsgesellschaft

Engineering AG Automotive GmbH Industries GmbH Trading GmbH

Förder GmbH Stoßdämpfer GmbH Aufzugbau GmbH Stahlhandel GmbH


Anlagenbau GmbH Federn AG Kranbau GmbH Ehrlich Reisen
... .... .... ....

Die Industriegüter AG ist in Sparten gegliedert (divisionalisiert) und hat als einen von mehreren
Zentralbereichen - rot gekennzeichnet - den Zentralbereich „Personalpolitik“ (neben Materialwirtschaft,
Einkauf etc.). Dieser übt Grundsatzfunktionen für die Führungsgesellschaften aus
(Bsp.: Handhabung der Altersteilzeit in dem Gesamtkonzern).
Die Engineering AG und Trading GmbH haben wiederum Personal-Grundsatzfunktionen für
die Ihnen zugeordneten Konzerngesellschaften.

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Einführung in die BWL Organisation

Organisationsformen am Bsp. „Personalwesen“ - Stabsfunktion

Personal
Geschäftsführer
Dr. Gernegroß Frau Herzberg

Beschaffung Produktion Absatz


Frau Prokjuhr Dr.-Ing Teelör Frau Makket

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Einführung in die BWL Organisation

Organisationsformen am Bsp. „Personalwesen“ - Linienfunktion

Geschäftsführer
Dr. Gernegroß

Beschaffung Produktion Absatz Personal


Frau Prokjuhr Dr.-Ing Teelör Frau Makket Frau Herzberg

R S E

R:Gruppe Reisekosten, Leiter Herr Trawell


S: Sozialreferat, Leiter Herr Soschell
E: Gruppe Entgeltabrechnung, Leiterin Frau Mann

Prof.
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Einführung in die BWL

BWL-Fachbegriffe und Anglizismen


Aktiva einem Unternehmen zur Verfügung stehende Vermögenswerte, bestehend aus
Umlauf- und Anlagevermögen

Anlagevermögen die Vermögenswerte, die sich nicht kurzfristig in flüssige Mittel verwandeln lassen

Best Case Geschäftsszenario unter Annahme mehrheitlich positiver Ereignisse und Verläufe

Bilanz stichtagsbezogene Aufstellung der Vermögens- und Schuldverhältnisse (Aktiva und Passiva)

Break-even Zeitpunkt, an dem die Gewinnschwelle überschritten wird (--> positiver Cash flow)

Burn rate Geschwindigkeit, mit der liquide Mittel aufgezehrt werden ( €/Monat)

Business Angel vermögende Einzelperson (meist erfahrener Unternehmer), die eine Art Patenschaft
für ein Gründungsunternehmen übernimmt und es mit Kapital und Rat unterstützt
(privater --> Venture Capitalist)

Businessplan Unternehmenskonzept, das alle für Kapitalgeber wichtigen Aspekte enthält


(u.a. --> Executive Summary, Produktbeschreibung, Finanzplan, Investitionsplan, Marketing, Organisation, Personal)

Prof.
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Einführung in die BWL

BWL-Fachbegriffe und Anglizismen


CEO Chief Executive Officer Vorstandsvors. (AG) / Geschäftsführer (GmbH)
CFO Chief Financial Officer Leiter Finanzen
COO Chief Organisation Officer Leiter Organisation
CTO Chief Technological Officer Leiter Technik

Cash flow erwirtschafteter Zahlungsüberschuss einer Periode, abgeleitet aus dem Jahresabschluss

Early stage Entwicklungsphase einer Unternehmung von der Gründung bis zum Marktauftritt

Executive Summary zusammenfassende Darstellung

Exit Ausstieg aus einer Investition (z.B. Verkauf von Aktien) zur Realisierung von Gewinnen

Expansions Phase Wachstum eines Unternehmens nach dem Marktauftritt

Hard Money Kapital, das Rendite erwirtschaften muss, z.B. --> Venture Capital

Joint Venture zeitlich begrenzter Zusammenschluss von Unternehmen unter Ausnutzen der
Synergien beider Betriebe (z.B. um den Markt zu erobern oder gemeinsame
Projekte voranzubringen)

Prof.
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Einführung in die BWL

BWL-Fachbegriffe und Anglizismen


KMU Kleine und mittlere Unternehmungen der Größe bis ca. 250 Mitarbeiter

Konkurs Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens (führt i.d.R. zur Auflösung)

Kreditlimit Maximalbetrag eines zugesagten Kredits, der nicht voll ausgeschöpft werden muss;
Zinsen entfallen nur auf den tatsächlich beanspruchten Betrag

Liquidation Verflüssigung der Aktiva eines Unternehmens mit anschließender Bezahlung der
Verpflichtungen und Auflösung des Unternehmens

Liquidität Fähigkeit, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen

Lizenz durch Vertrag erworbene Befugnis zur Herstellung oder Erbringung eines patent-
rechtlich geschützten Produktes oder einer Dienstleistung, meistens verknüpft mit
einer „licence fee“ (Lizenzgebühr)

Make or Buy Entscheidung, ob eine Produkt bzw. eine Dienstleistung selbst hergestellt oder
eingekauft wird

Marge Unterschied zwischen Selbstkosten und Verkaufspreis, auch Verdienstspanne genannt

Prof.
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Einführung in die BWL
BWL-Fachbegriffe und Anglizismen
Marketing-Mix Kombinationen der vier Elemente des Marketings:
(4 Ps of Marketing): Product, Price, Place, Promotion

Neutrale Erträge Erträge aus nicht üblicher Geschäftstätigkeit des Unternehmens (z.B. Börsengewinne
eines Maschinenbauunternehmens); ebenso: neutrale Aufwände

Normal Case das nach bestem Wissen wahrscheinlich eintretende Geschäftsszenario

operativer Erfolg Gewinn aus üblicher Geschäftstätigkeit (Gewinn minus neutraler Erfolg)

Passiva Beschreibung der Kapitalquellen und der damit verbundenen Verbindlichkeiten

ROI Return on investment: Verhältnis zwischen Gewinn und investiertem Kapital

Seed Phase Phase vor der offiziellen Firmengründung (Vorgründungsphase)

Seed Capital Kapital, das während der Seed Phase investiert wird

Skimming Strategy Preisstrategie, bei der ein Preis hoch angesetzt wird, um eine möglichst hohe
Gewinnabschöpfung zu realisieren; wird vor allem bei neuen Produkten oder
Dienstleistungen mit wenig Alternativen angewandt (Abschöpfungsstrategie)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Einführung in die BWL

BWL-Fachbegriffe und Anglizismen


Soft Money Kapital, für das kein Renditezwang besteht (wird meistens von der
Familie, Bekannten, dem Staat oder Stiftungen zur Verfügung gestellt)

Start-up 1. Junges Wachstumsunternehmen


2. Phase direkt nach der Gründung eines Unternehmens

Substitute andersartige Produkte, die gleiche Kundenbedürfnisse befriedigen

Umlaufvermögen Vermögenswerte, die sich kurzfristig in flüssige Mittel verwandeln lassen

USP Unique Selling Proposition: „einzigartige“ spezielle Eigenschaft eines Produktes


bzw. einer Dienstleistung, die einen besonderen Kundennutzen schafft

Velocity Geschwindigkeit bei der Umsetzung eines --> Businessplans


High Velocity schafft einen Vorsprung vor der Konkurrenz

Venture Capital Geld von Investoren zur Finanzierung von neuen wachsstumsstarken
Unternehmen (Risikokapital)

Venture Capitalists Gesellschaften, die jungen Unternehmen Risikokapital geben und sie in den
ersten Jahren betreuen

Prof.
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Einführung in die BWL

BWL-Fachbegriffe und Anglizismen


Win-Win-Situation Situation, bei der alle Beteiligten gewinnen bzw. einen gerecht verteilten
Nutzen ziehen

Worst Case Annahme eines Geschäftsszenarios unter mehrheitlich ungünstigen Bedingungen


(ungünstigster Fall)

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation

Die Phasen der Präsentation

Planung Vorbereitung Einleitung/ Einstieg Primacy Effect

Kästchen: für andere sichtbar

Hauptteil

Schluss Recency Effect

Diskussion Abschluss

Nachbearbeitung
Prof.
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Präsentation

Übersicht: Einleitung - Hauptteil - Schluss

 Einleitungsteil (ca. 15% der Präsentationszeit)


 Hauptteil ( ca. 75% der Präsentationszeit)
 Schlussteil ( ca. 10% der Präsentationszeit)

- „Redundanz“ (Wiederholung) für Kernaussagen


- Erstellen Sie einen Ablaufplan für die Präsentation, an dem die
TN`s sich orientieren können
- Der günstigste Zeitpunkt einer Präsentation ist der Vormittag
- Versuchen Sie, die emotionale Beteiligung der TN`s zu erreichen
- Versuchen Sie die TN`s einzubeziehen
- Aufbau einer Präsentation

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation

Einleitung

Was gehört dazu?  Anrede


 Begrüßung - auflockern
- gewinnen
- motivieren
 Übersicht schaffen 1. - was?
- wozu?
- für wen?
2. - Zeiten
- Pausen
3. - Teilthemen
- Aufbau ( der Themen)
- Ablauf ( der Präsentation)
4. - Unterlagen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation

Einleitung: „Einstiegsritual“ bei einer Präsentation


Einstieg

Anrede/ Begrüßung
Name(n)
optional: Vorstellung (Firma/ Abteilung)

Thema der Präsentation

Ziel der Präsentation


Gliederung

optional: Agenda
Zeiten

optional:Regeln
Prof.
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Präsentation

Hauptteil

Was gehört dazu?

 Gegliedertes Vorgehen
 Systematisches Vorgehen
 logisches Vorgehen
 Aufrechterhalten von Aufmerksamkeit und Konzentration
- durch Fragen (Einbeziehen)
- Modulation der Stimme
- Medieneinsatz
- Einsatz mehrerer Präsentatoren
 Redundanzen
 Zwischenzusammenfassungen
 Zusammenfassung am Schluss
 Umgang mit Störungen und Störern

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Präsentation

Schluss
Was gehört dazu?

 Bei Informationspräsentation:
Zusammenfassung der Ergebnisse o.ä. Resumé

 Bei Entscheidungspräsentation:
Appell (aus der Zieldefinition abgeleitet)

 Eröffnungsfrage für die Diskussion stellen


 Regeln für die Diskussion festlegen (Ziel/ Zeit)

Prof.
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Präsentation

Diskussion

Was gehört dazu?

 Ziel der Diskussion muss festliegen


 Die Diskussion leiten (Redebeiträge,
Zusammenfassung, Regeln beachten)
 Emotionen versachlichen
 Fragen aufwerfen/ Fragen beantworten
 Zwischenfragen aus dem Hauptteil aufgreifen
 Teilnehmer einbeziehen
 Um Rückmeldung (Feedback) bitten
 Die Diskussion am Schluss zusammenfassen

Prof.
Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation

Visualisierung - wozu ?

Die Visualisierung in einer Präsentation gehört in den Bereich


des strategischen Konzeptes.

In der Vorbereitung sollte daher, wenn Ziel, Zielgruppe und


Inhalt feststehen, die visuelle Darstellung diese in ihren
Intentionen unterstützen.

Ziel der Visualisierung ist es also, die Präsentationsinhalte dem


Ziel und der Zielgruppe entsprechend bildhaft darzustellen.

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation

Visualisierung
Abstraktionsgrad der Darbietung und Wirkung auf die Teilnehmer

Hoher Rein verbale Geringe Wirkung


Abstraktions- Übermittlung auf TN`s
grad +
graphischen Symbolen
+
bildliche Darstellung
+
Anschaulich
dargestellte reale Große Wirkung
Geringer Objekte
Abstraktionsgrad auf TN`s

Je mehr Wahrnehmungskanäle bei einer Informationsaufnahme aktiviert


werden, um so größer ist der Anteil dessen, was behalten wird.

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Prof. Dr. J.B. Klauk; Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Präsentation
Folien gestalten
- Mühe machen - Übertreibung vermeiden

- „Corporate Design“ / Titel

- mit Hervorhebungen arbeiten

- nur ein Bild / eine Graphik

- Graphiken müssen mit einem Blick erkennbar sein („look and feel“)

- Schrift hinreichend groß (mind. Schriftgrad 16)

- Folie: Veranschaulichung des Vortrage, nicht Vortrag selbst !

- Folien schützen (--> Flip Frames)

- Folien aktualisieren

- Kopierfähigkeit gewährleisten (Vorsicht bei hellen Farben)

- Permanentstifte benutzen
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Präsentation
Folien präsentieren
- vorab: laut zumindest den Einstieg üben (z.B. während eines Waldspaziergangs)

- Projektor sowie Licht- und Sichtverhältnisse testen (--> Ersatzbirne !)

- Probefolie auflegen; grundsätzlich erst auflegen, dann einschalten

- den Zuhörern zugewandt und frei sprechen

- mit aufgelegtem Stift bzw. „Zeigefinger“ arbeiten --> auf Folie


Alternative: Laser-Pointer --> auf Projektionsfläche
Alternative: Zeigestock (nicht bewegen) --> auf Projektionsfläche

- nicht im Bild stehen

- Folien mind. 1 Minute liegen lassen (Grundsatz: ca. 2 Min Rede pro Folie)

- Beteiligung anregen / Distanz abbauen

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Präsentation
In der Präsentation kommunizieren Sie durch:
 Die äußere Erscheinung
- Kleidung - damit drücken Sie aus, zu welches Gruppe Sie sich
zugehörig fühlen
- Ähnlichkeiten in Kleidung erzeugt Sympathie
 Die Körpersprache
- Gestik - unterstreicht begleitend das gesprochene Wort und
unterstützt die Aussage
- hilft, rhythmisch und betont zu sprechen
- Körperhaltg. - aufrecht oder gebeugt ?
 Die Gesichtssprache
- Mimik - spiegelt am sichtbarsten die Stimmung wieder
- läßt Gedanken sichtbar werden
 Das gesprochene Wort
- Stimme - monoton oder lebendig ?

 Das Abstandsverhalten
- Gehen Sie auf die Zuhörer zu oder „Fluchtreaktionen“ ?

 Das bewegte und unbewegte Bild / das geschriebene Wort (s. Ausführungen zu „Folien“)

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Präsentation

Präsentation ist Kommunikation

 Zwischen Sender und Empfänger findet eine wechselseitige


Informationsübermittlung statt.

 Zur erfolgreichen Präsentation ist es notwendig, ...

1. ... dass ich mich verständlich mache

2. ... dass ich den anderen verstehe


(--> Antizipation)

Sender Empfänger

Empfänger Sender

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Präsentation

Leitfragen einer guten Präsentation

1 Wozu ? 2 Für wen ?

Präsentation

3 Was ? 4 Wie ?

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Präsentation

1 Wozu? --> Ziel einer Präsentation

Durch das Ziel wird festgelegt, was mit der Präsentation bewirkt werden
soll. Das Ziel ist entweder vorgegeben oder von dem Präsentator
festgelegt. Es sollte möglichst konkret das angesetzte Ergebnis
beinhalten und erreichbar sein. Man unterscheidet zwei Leitziele für
Präsentationen:

1. Informationspräsentation: Hier wird angestrebt, dass die Teilnehmer


am Ende der Präsentation etwas verstehen oder nachvollziehen
können (eine Idee, ein Projektstand, eine Planung...)

2. Überzeugungspräsentation: Hier wird im wahrsten Sinne


„Überzeugungsarbeit“ geleistet, um nach der Präsentation zum
Handeln und Entscheiden aufrufen zu können.

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Präsentation

Hilfreiche Fragen zur Zielfestlegung:

 Möchten Sie in Ihrer Präsentation informieren oder


überzeugen (oder handelt es sich um eine Mischform)?
 Haben Sie ein überprüfbares, möglichst konkretes Ziel?
 Ist Ihr Ziel in dieser Präsentation erreichbar?
 Ist das Ziel formuliert?

Formulieren Sie Ihre Informationsziele mit Übungsziele mit

TN`s...sollen kennenlernen TN`s...sollen etwas unterstützen


...verstehen ...für etwas stimmen
...diskutieren ...sich für etwas einsetzen
...verdeutlichen ...sich für etwas entscheiden

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Präsentation

2 Für wen? --> Zielgruppe oder Adressat

Jede Präsentation wendet sich an eine bestimmte Gruppe, die es gilt


zu informieren, zu überzeugen oder zu gewinnen. Je mehr Sie über
die Einstellungen, Interessen und Motive der Zielgruppe wissen, um
so „passender“ können Sie Ihre Präsentation gestalten.

Weiterhin ist für Sie wichtig, die Zusammensetzung und Größe der
Zielgruppe möglichst genau zu kennen.

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Präsentation

Hilfreiche Fragen, die sich auf Ihre Zielgruppe beziehen


 Welche Personen werden anwesend sein?
 Wer sind die „Schlüsselpersonen“?
 Welches Interesse haben die Personen?
 Mit welchen Einstellungen (positiven und negativen) ist hinsichtlich des
Inhalts zu rechnen?
 Mit welchen Einstellungen (positiven und negativen) ist hinsichtlich der
Präsentation dem Präsentator zu rechnen?
 Welches Vorwissen bringen die Personen mit?

- Überlegen Sie im vorab auf welche Einwände Sie eventuell stoßen und
erarbeiten Sie Möglichkeiten, darauf zu reagieren.
- Ab 10 Personen haben Sie es weniger mit Individuen als mit einer „Gruppe“
zu tun → eine Entscheidungsfindung wird dann nicht mehr partizipativ/
kooperativ möglich sein.

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Präsentation

3 Was? --> Inhalt der Präsentation

Zum Inhalt gehören Überlegungen, wie der darzubietende Stoff


aufgearbeitet, gegliedert und abgegrenzt werden soll.

Abhängig vom Anlaß und Zweck der Präsentation kann der Inhalt aus

- Vorschlägen
- Problemfeldern
- Lösungsvarianten
- Ergebnissen bestehen

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Präsentation

Hilfreiche Fragen zur Aufarbeitung des Stoffes:

 Was ist aus der Sicht der Zielgruppe wichtig/ unwichtig?


 Wie ausführlich muß der Sachverhalt dargestellt werden, damit er
verstanden wird?
 Wie müssen die logischen Schritte aussehen, durch die die Zielgruppe
der Präsentation folgen kann?

- Bei Diskussionen günstigste Zeitdauer 15 min


- Niemals länger als 45 min
- Sprechen Sie Ihren Text einmal auf Tonband- man unterschätzt meistens die
eigene Redezeit!
- Verwenden Sie besondere Sorgfalt auf Einstieg und Ende der Präsentation
→ das wird behalten!

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Präsentation

4 Wie? --> Strategisches Konzept


(Vorgehensweise/ Ausdrucksmittel/ Medien und Veranstaltungsform)

Wenn Inhalt, Ziel und Zielgruppe feststehen und genügend


„beleuchtet“ wurden, liegen die Ausgangsbedingungen für die
Präsentation fest.

Beim strategischen Konzept geht es um die dramatische Aufbereitung


des Inhalts und die Vorgehensweise während der Präsentation. Sie
wählen hierzu die passenden Kommunikationsmittel aus.
Hierdurch wollen Sie

- Interesse wecken und


- Aufmerksamkeit erregen / halten
- Informationsaufnahme erleichtern

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Präsentation

Hilfreiche Fragen zum strategischen Konzept

 Wodurch erhalte ich die Aufmerksamkeit beim Einstieg?


 Wie hebe ich das „Wichtigste“ meiner Präsentation heraus?
 Wie erhalte ich Spannung und Neugier?
 Wie sichere ich mein Ziel am Ende?
 Wodurch erreiche ich die Teilnehmer „hautnah“?
 Wie kann ich den Beteiligungsspielraum der Teilnehmer vergrößern?

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Einführung in die BWL

Literatur (Auswahl) in der Reihenfolge der besprochenen betrieblichen Funktionen


Überblick

- Wöhe, G.: Einführung in die BWL, 20. Aufl., 2000, Vahlen


- Jung, H. Allgemeine BWL, 7. Auflage 2001, Oldenbourg

Schwerpunkt auf Einzelfunktionen

- Marcharzina, K.: Unternehmensführung, 3. Aufl. 1999, Gabler


- Scholz, C.: Personalmanagement, 5. Auflage 2000, Verlag Vahlen
- Schreyögg, G.: Organisation, 3. Aufl. 1999, Gabler
- Coenenberg, A.G., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse,
17. Aufl. 2000, Moderne Industrie
- Haberstock, L. Kostenrechnung 1 / 2, 10. / 8. Auflage, 1998 / 1999, Schmidt
- Busse v. Colbe, W. / Betriebswirtschaftstheorie, Bd 3.: Investitionstheorie,
Laßmann, G 3. Auflage 2000, Springer Verlag
- Boutellier, R. / Corsten, D. Basiswissen Beschaffung, 2000, Hanser
- Dyckhoff, H. Grundzüge der Produktionswirtschaft, 3. Aufl. 2000, Springer
- Meffert, H. Marketing, 9. Auflage, 2000, Gabler

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