T-Konto
Enthält: Beispiele · Definition · Grafiken · Übungsfragen
Bei einem T-Konto handelt es sich um die schematische Darstellung
eines Buchungskontos im gesamten Rechnungswesen. Das Konto
weist zwei Spalten mit den Bezeichnungen „Soll“ und „Haben“ auf und
kann beliebig viele Zeilen für die Buchungen umfassen. Häufig sind
zusätzliche Hilfsspalten vorhanden, die Informationen wie Datum,
fortlaufende Nummer etc. aufnehmen können.
In dieser Lektion erfährst du, was ein T-Konto ist, wozu es genutzt
wird und wie es aufgebaut ist. Am Schluss dieser Lektion stellen wir
dir noch einige Übungsaufgaben zum Thema zur Verfügung.
Inhalt dieser Lektion
Warum ist das T-Konto wichtig?
Was ist ein T-Konto?
o Welche Vorteile hat ein T-Konto?
Übungsaufgaben
Warum ist das T-Konto wichtig?
Vor allem im Lehrbereich erfüllt das T-Konto einen wichtigen Zweck.
Es veranschaulicht die Technik der doppelten Buchführung (Doppik)
auf den Konten des Rechnungswesens und liefert einen relativ
einfachen Zugang zur IT-gestützten Buchungspraxis.
Synonyme: Konto | Rechnungswesenkonto | t-account | account
Was ist ein T-Konto?
Ein T-Konto wird häufig zu Lehrzwecken und als Hilfsmittel bei der
Kontierung genutzt. Es zeigt die schematische Darstellung eines
Kontos, das im gesamten Bereich des Rechnungswesens immer
gleich ist. Auf der linken Seite befindet sich die Soll-Seite, auf der
rechten die Haben-Seite. Die Optik eines solchen Kontos erinnert an
ein T, daher der Name „T-Konto“.
Welche Vorteile hat ein T-Konto?
Die Funktionen von Soll und Haben lassen sich mit Hilfe eines T-
Kontos ideal aufzeigen. Jede Buchung berührt mindestens zwei
Konten: eines im Soll, eines im Haben. Die Beträge in Soll und Haben
müssen zwingend gleich sein. Damit ist der Anspruch der so
genannten doppelten Buchführung erfüllt.
Beispiele
Beispiel 1:
Ein Unternehmen erwirbt einen Drucker für das Büro im Wert von
250,00 € und bezahlt diesen bar. Berührt werden die
Konten „Betriebs- und Geschäftsausstattung „ und „Kasse“.
Bei beiden Konten handelt es sich um Aktivkonten. Der Bestand der
Betriebs- und Geschäftsausstattung erhöht sich um den Wert 250,00
€, dieser Betrag wird im Soll gebucht. Der Bestand der Kasse
reduziert sich um den gleichen Betrag; er wird im Haben gebucht.
Beispiel 2:
Ein Kunde bezahlt eine Rechnung in Höhe von insgesamt 800,00 €.
300,00 € zahlt er bar, die restlichen 500,00 € überweist er. Berührt
werden die Konten „Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen“, „Bank“ und „Kasse“.
Auch hier handelt es sich ausschließlich um Aktivkonten. Der Bestand
der Bank erhöht sich um 500,00 €, der der Kasse um 300,00 €. Die
Beträge werden jeweils im Soll gebucht. Der Bestand der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduziert sich um
800,00 €, der Betrag erscheint auf dem Konto im Haben. Somit
ergeben die Buchungen in Soll und Haben in Summe jeweils den
gleichen Betrag.
Es gibt keinen Geschäftsfall, der nur eine Seite der Konten
berührt!
Buchungen in einem T-Konto
Wer im Segment Rechnungswesen zum ersten Mal mit den
Buchungen auf Konten in Berührung kommt, wird das T-Konto als
Hilfsmittel zu schätzen wissen.
Der tabellarische Aufbau mit den beiden Seiten „Soll“ und „Haben“
liefert einen schnellen Überblick darüber,
welche Buchung
auf welchem Konto
in welche Spalte
gehört.
T-Konto: Aufbau des T-Kontos
Auch der Kontenabschluss ist mit Hilfe des T-Kontos eine Leichtigkeit.
Es lässt sich schnell erkennen, welche Seite die wertmäßig höhere ist.
Diese wird addiert, und die Summe wird auf die andere Seite
übertragen. Die Differenz bildet den Saldo, der Vorgang wird
als „saldieren“ bezeichnet.
Beispiel
Beispiel am Konto ‚Bank‘:
Soll Haben
Anfangsbestand 20.000 € 2. Zahlungsausgang 8.000 €
1. Zahlungseingang 1.800 € 4. Zahlungsausgang 5.500 €
3. Zahlungseingang 4.500 €
Die Soll-Seite ist die wertmäßig höhere und wird addiert:
Soll Haben
Anfangsbestand 20.000 € 2. Zahlungsausgang 8.000 €
1. Zahlungseingang 1.800 € 4. Zahlungsausgang 5.500 €
3. Zahlungseingang 4.500 €
Summe 26.300 €
Im nächsten Schritt wird die Summe auf die Haben-Seite
übertragen und das Konto saldiert:
Soll Haben
Anfangsbestand 20.000 € 2. Zahlungsausgang 8.000 €
1. Zahlungseingang 1.800 € 4. Zahlungsausgang 5.500 €
3. Zahlungseingang 4.500 € Saldo 12.800 €
Soll Haben
Summe 26.300 € Summe 26.300 €
Der Saldo bildet bei den Bestandskonten den Schlussbestand, der in
die Schlussbilanz übernommen wird. Bei den Erfolgskonten wird der
Saldo auf das Konto „Gewinn und Verlust“ übertragen.
Übungsaufgaben
#1. Welche Aussage zum T-Konto ist FALSCH?
T-Konten stellen ein Konto des Rechnungswesens in vereinfachter,
schematischer Form dar.
T-Konten weisen immer zwei Spalten auf: Soll und Haben.
In einem T-Konto steht die Soll-Seite rechts und die Haben-Seite
links.
#2. Das T-Konto wird so bezeichnet, weil …
der Name des Erfinders der Buchhaltung mit einem T beginnt.
die Optik des Kontos an ein T erinnert.
die Buchhalter im 18. Jahrhundert bei der Arbeit gern Tee tranken.
#3. Wie viele Spalten und Zeilen weist ein T-Konto in der Regel auf?
Zwei Spalten für Soll und Haben, gegebenenfalls weitere Hilfsspalten,
beliebig viele Zeilen
Vier Spalten, sechzehn Zeilen.
Zwei Spalten, vier Zeilen.
#4. Was ist der Saldo auf einem T-Konto?
Der Saldo stellt die Differenz dar, die sich ergibt, wenn Soll- und
Habenseite eines Kontos aufgerechnet werden.
Der Saldo eines T-Kontos wird lediglich zur Berechnung des
Schlussbestandes verwendet.
Der Saldo ist die Summe einer Soll- oder Habenseite eines T-Kontos.
#5. Was hat das T-Konto mit dem Anspruch der doppelten Buchführung zu
tun?
Die doppelte Buchführung verlangt zwingend ein T-Konto zur
Buchung unterschiedlicher Geschäftsfälle.
Jede Buchung berührt wenigstens zwei Konten - eines im Soll, eines
im Haben. Das T-Konto veranschaulicht diese Buchungstechnik
eingängig.
Gar nichts.