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Französische Revolution

Der Text beschreibt die Geschichte der Französischen Revolution von 1789. Aus Unzufriedenheit mit der absoluten Monarchie und den Privilegien des Adels und Klerus stürmten Bürger die Bastille in Paris. Dies leitete den Sturz der Monarchie und die Errichtung einer Republik ein. Allerdings führte die Unerfahrenheit der Revolutionäre auch zu Grausamkeiten und einer Schreckensherrschaft unter Robespierre.

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Französische Revolution

Der Text beschreibt die Geschichte der Französischen Revolution von 1789. Aus Unzufriedenheit mit der absoluten Monarchie und den Privilegien des Adels und Klerus stürmten Bürger die Bastille in Paris. Dies leitete den Sturz der Monarchie und die Errichtung einer Republik ein. Allerdings führte die Unerfahrenheit der Revolutionäre auch zu Grausamkeiten und einer Schreckensherrschaft unter Robespierre.

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Franz. Revolution - Zusammenfassung mittelschulvorbereitung.

ch/hist Au95z

Mit der Forderung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ hat die Französische Revolution
von 1789 das jahrhundertalte französische Königtum umgestoßen und die Vorrechte der
Adeligen beseitigt.
Die Revolution beginnt mit der Unzufriedenheit
des Dritten Standes, des Bürgertums. Die beiden
ersten Stände, der Adel und die Geistlichkeit, sind
im Staat allein bestimmend und genießen
Sonderrechte. Sie sind steuerfrei, während die
Bürger und Bauern alle Steuerlast des total
verschuldeten Staates tragen. König Ludwig XVI.
ist schwach und unentschlossen. Es ist die Zeit
der Aufklärung. Die Philosophen streben nach
Erkenntnis durch die eigene Vernunft (und nicht
mehr durch die Kirche). Die Forderungen nach
„Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ dringen
ins Volk. Als es im Jahr 1789 dem Dritten Stand
nicht gelingt, gleichberechtigt mit Adel und
Geistlichkeit eine neue und gerechte Verfassung
auszuarbeiten und der König mit Soldaten gegen die Bürger vorgehen will, bricht der
Aufstand los.
Am 14. Juli (Quatorze Juillet) erstürmen Pariser Bürger die Bastille. Mehrere weitere
Aufstände folgen (Zug der Marktfrauen nach Versailles, Tuileriensturm). Frankreich wird
zur Republik, in der alle Citoyens (Bürger) die gleichen Rechte haben sollten. Der König
und viele Adelige werden hingerichtet - man führt Hinrichtungsmaschinen ein, die
Guillotinen. Die Unerfahrenheit der Revolutionäre bringt neues Unglück und neue
Ungerechtigkeiten. Robespierre und seine Jakobiner führen eine Schreckensherrschaft.
Erst 1794, nach Robespierres Sturz und Hinrichtung, treten ruhigere Verhältnisse ein.
1804 errichtet Napoleon I. eine neue Monarchie. Die Idee von der Gleichberechtigung
aller Bürger eines Staates wird später auf die ganze Welt einwirken.
TEXT: LORENZ DERUNGS, BERN

Der folgende Text erzählt die Geschichte der Französischen Revolution. Von den zwei kursiv
gedruckten Ausdrücken ist jeweils eine Variante unrichtig. Streiche sie durch:

Die französische Bevölkerung war seit dem Mittelalter in drei Stände gegliedert. Die beiden privilegierten
Stände, die Geistlichkeit (der Erste Stand, der „Lehrstand“ / „Handstand“) und der Adel (der Zweite
Stand, der „Verstand“ / „Wehrstand“) machten um 1750 nur 1 Prozent der 250 / 25 Millionen
Einwohner Frankreichs aus. Sie mussten viele / keine Steuern und Abgaben bezahlen. Sie besaßen die
Hälfte des Bodens.
Der Dritte Stand, der „Nährstand“ / „Anstand“, besaß keine politischen Rechte. Ursprünglich waren
das meist Bauern gewesen, doch durch den Kartoffelanbau / Städtebau entstand im Spätmittelalter ein
Bürgertum, das durch den Kommunismus / Merkantilismus zur wirtschaftlich führenden Schicht
wurde: Bankiers, Fabrikanten, Lehrer / Kaufleute, Juristen, Ärzte. Doch viele städtische Kleinbürger /
Schlossherren, Handwerker und Manufakturarbeiter litten unter materieller Not. Noch schlimmer erging
es den Bauern / Beamten, die unter niedrigen Preisen für Landwirtschaftsprodukte und hohen Steuern
und Abgaben litten.
Seit Ludwig XIV. stiegen wegen der vielen Kriege und der luxuriösen Hofhaltung die Staatsschulden
unaufhaltsam. Um das jährliche Defizit zu decken, musste der Staat stets neues Geld drucken / zu
hohen Zinsen Geld aufnehmen, wodurch er sich zusätzlich verschuldete. Reformvorschläge der

1
Finanzminister scheiterten am Widerstand der privilegierten Stände, die sich weigerten, das Budget zu
genehmigen / Steuern zu entrichten.

Die Schriften der Jesuiten / Aufklärer und die erfolgreich verlaufene Gründung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft / Amerikanische Revolution bestärken viele Franzosen in der Ansicht, dass die
absolute Monarchie eine schlechte Staatsform sei.

In der Besteuerung / Erhaltung der privilegierten Stände


sahen Ludwig XVI. und sein Finanzminister, der Genfer
Bankier Necker, die einzige Rettung aus dem Staatsbankrott.
Ohne Volksbefragung / Einwilligung der Stände konnte
aber der König diese Maßnahme nicht durchführen. Zum
ersten Mal seit 1614 wurden deshalb wieder die Vertreter der
Generalstände (der drei Stände) einberufen. Klerus und Adel
sollten je 300 Abgeordnete entsenden. Dem Dritten Stand
wurden auch 300 / 600 zugebilligt. Die Abgeordneten durften
Wünsche und Klagen der Bevölkerung entgegennehmen und
dem König in Cahiers / als Cadeaux einreichen.
Die Generalstände traten am 5. Mai 1789 in Versailles zusammen. Der Dritte Stand forderte
gemeinsame Beratungen und Abstimmung nach Ständen, nicht nach Kopfzahl / Kopfzahl, nicht nach
Ständen. Das lehnten der König und viele Geistliche und Adelige ab. Nach wochenlangem Streit
erklärten sich die Vertreter des Dritten Standes als unzurechnungsfähig / zur Nationalversammlung.
Als hierauf Soldaten den Sitzungssaal sperrten, wechselten die Bürgervertreter in die Personalkantine
/ ins nahe Ballspielhaus und gelobten, sich nicht zu trennen, bevor sie Frankreich eine neue
Verfassung gegeben hatten. Diese sollte aus der absoluten Monarchie eine konstitutionelle Monarchie
/ direkte Demokratie machen und die Ungerechtigkeiten beseitigen.
Als der König zu seinem Schutz Truppen zusammenzog und den im Volk beliebten Necker entließ,
bewaffnete sich die Pariser Bevölkerung und stürmte am 14. Juli / 1. April 1789 die Bastille, das
Verwaltungsgebäude der Regierung / eine alte Festung, die als Gefängnis diente. Der Tag wird
noch heute jedes Jahr in ganz Frankreich als Beginn der Revolution gefeiert.

Der Aufstand gegen den Adel weitete sich auf ganz Frankreich aus. Man plünderte Waffenlager,
erstürmte Klöster / zerstörte Schulen und zündete Schlösser an.
In der Nachtsitzung vom 4./5. August hob der König, dem / die Nationalversammlung, der sich
inzwischen auch die Abgeordneten von Klerus und Adel angeschlossen hatten, alle Vorrechte auf und
setzte eine allgemeine Besteuerung fest. Das Ereignis ging als „Museumsnacht“ / „Opfernacht“ in die
Geschichte ein. Am 26. August wurde die ständische Ordnung abgeschafft, und nach deutschem /
amerikanischem Vorbild erließ die Nationalversammlung die Erklärung der Menschen- und /
Frauenrechte / Bürgerrechte: Gleichheit aller Franzosen, persönliche Freiheit, Sicherheit des
Eigentums und Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung / Bildung.
Im Herbst 1789 verschärfte sich die Notlage der Abgeordneten / der Bevölkerung von Paris. Die Zahl
der Arbeitslosen stieg, und die Unfähigkeit der Nationalversammlung, die Kornverteilung zu stoppen /
regeln, führte zu hohen Brotpreisen und zur Hungersnot. Die Arbeiter forderten Lohnerhöhungen und 5-
Tage-Woche / sichere Arbeitsplätze. Als im Oktober 1789 der König ein großes Bankett gab, während
in Paris gehungert wurde, zogen aufgebrachte Studenten / Marktfrauen nach Versailles, drangen in
das Schloss ein und zwangen den König zur Herausgabe von Waffen / Lebensmitteln und zur
Übersiedlung in die Bastille / das Schloss der Tuilerien in Paris. Die Nationalversammlung schloss
sich der Königsfamilie an und geriet nun ebenfalls in Versorgungsschwierigkeiten / unter den Druck
der Massen.

2
Der König weigerte sich, die neue Verfassung, die ihn zum absoluten König gemacht / entmachtet
hätte, zu unterzeichnen. Schließlich floh die Königsfamilie nach Norden. Sie wurde bei einem Halt in
Varennes erkannt und nach Paris zurückgebracht.
Der König war nun endgültig Gefangener der Revolutionäre. Die Verfassung trat in Kraft und der König
musste sie lesen / darauf einen Eid schwören. Frankreich war konstitutionelle Monarchie geworden.
Faktisch lag die politische Macht in den Händen der Jakobiner (benannt nach ihrem Vorsitzenden,
Frère Jacques) / dem Tagungsort der Partei, einem ehemaligen Jakobinerkloster). Die Girondisten,
die absoluten Fanatiker / gemäßigten Republikaner, traten für eine Selbstverwaltung der Provinzen
und für die Erhaltung des Eigentums ein. Die radikalen Jakobiner hingegen wollten den Besitz
gleichmäßig verteilen und den Staat dezentral aus den Gemeinden / zentral von Paris aus lenken.
Das revolutionäre Frankreich beabsichtigte, seine Ideale von Liberté, Égalite und Fraternité endlich zu
Grabe / über die Grenzen zu tragen. Dagegen verbündeten sich die Könige von Österreich, Preußen
und England zur Ersten Koalition / Dritten Kolonne.
Um den Zusammenhalt im eigenen
Land zu stärken, wurde der König
gebeten / gezwungen, seinem
Schwager in Wien den Krieg zu
erklären. Als die Preußen drohten, Paris
dem Erdboden gleichzumachen, falls
dem König ein Leid zugefügt werde, ließ
man den König ziehen / bezeichnete
die Hetzpropaganda den König als
Landesverräter. Eine aufgebrachte
Menge stürmte die Tuilerien, das
Königsschloss in Paris, und machte die
Schweizergarde / den diensthabenden Polizeiwachtmeister nieder. Die Nationalversammlung befahl
dem König, abzuhauen / ließ den König festnehmen und kündigte neue Wahlen an.
Die Jakobiner ließen, um ihre Gegner vor den Wahlen einzuschüchtern, im September 1792 über
tausend Verdächtige ohne Anklage und Urteil ermorden / sofort frei. Deshalb blieben Monarchisten
und gemäßigte Republikaner den Wahlen fern. Die Jakobiner / Der König hatten nun noch mehr
Einfluss auf die Nationalversammlung. Ludwig XVI. wurde abgesetzt und als „Bürger Capet“ / Agent
089 wegen Landesverrats zum Tode verurteilt. Er wurde am 21. Januar 1793 hingerichtet, kurze Zeit
später musste auch die Königin Marie-Antoinette den Gang zur Guillotine / Latrine antreten.
Die Massen wurden durch Not und Teuerung, durch die Bedrohung durch das Ausland und durch eine
informative / aggressive Presse immer radikaler. Die Jakobiner erlangten die absolute Macht. Unter
der Führung von Danton, Marat und Robespierre verfolgten sie mit Verhaftungen und Hinrichtungen alle
Andersdenkenden: Attentisten / Girondisten, Adelige, Geistliche und Royalisten. Die Jakobiner
errichteten ein Terrorregime / eine pluralistische Gesellschaft.
Eine neue republikanische Verfassung von 1793 stärkte die Macht der Volksvertretung und
beschränkte / erweiterte die Volksrechte. Ihre Inkraftsetzung wurde jedoch wegen den Wirren / der
Sauregurkenzeit verschoben. Nun regierte eine Schutz-Staffel / ein Wohlfahrtsausschuss
diktatorisch. Robespierre schickte nach und nach alle seine Rivalen auf die Guillotine / in die Wüste.
Als er im Juli 1794 wieder eine Säuberung durchführen wollte, widersetzte sich die National-
versammlung und ließ auch ihn, den „Tyrannen“, und seine Freunde guillotinieren / hochleben.
Eine dritte Verfassung der Revolutionszeit übertrug dann die Leitung einer nun gemäßigt konservativen
Republik / Diktatur einem Direktorium. Dieses „Directoire“ war eine Exekutive von fünf Mitgliedern. Die
Legislative war in zwei Kammern aufgeteilt. Sie konnte von denjenigen Franzosen gewählt werden, die
Grundbesitz hatten oder einen Schrebergarten bewirtschafteten / über ein gewisses Vermögen
verfügten (Zensuswahlrecht).
3
GESCHICHTE

Französische Revolution

# Einführung

Die Französische Revolution war ein erfolgreicher gewaltsamer Widerstand von


benachteiligten Volksschichten gegen die Herrscher.

# Hauptursachen des Französischen Revolution

_ Kritik an der Aufklärung


In Frankreich wurden keinerlei Reformen im Sinne der Aufklärung
durchgeführt, was zu verbreiteter Kritik führte.

_ Reiches Bürgertum keine politische Macht


Durch den Merkantilismus entstand ein grosser Adel, dem jedoch
keine politische Macht gegeben wurde.

_ Amerikanische Revolution als Beispiel


Viele Französische Freiwillige kämpften mit den amerikanischen Kolonisten
mit und verbreiteten bei der Heimkehr das «revolutionäre Gedankengut».

_ Veraltetes Steuersystem
Das Steuersystem in Frankreich war überholt und ungerecht. Der Adel und
die Kirche mussten auf ihren Grundbesitz keine Steuern abliefern, waren also
privilegiert. Bisherige Versuche zu Steuerreformen scheiterten immer.

_ Schulden
Durch diese Steuerprobleme (und die Unfähigkeit des Staates, eine Reform
durchzusetzen) häuften sich massive Staatsschulden an. Ludwig XVI versuchte,
diese Steuerprivilegien aufzuheben, um einen Staatsbankrott zu vermeiden,
aber der betroffene Adel lehnte sich gegen diese «Tyrannei» auf ("Adels-
revolte"), sodass Ludwig XVI die Reform eingeschüchtert widerrief.

_ Wirtschaftskrise
Aufgrund den massiven Schulden und dem Fehlschlag der Reform schossen
1788/89 bei einer Missernte die Brotpreise nach oben und konnten nicht
stabilisiert werden. Das Volk musste hungern.
GESCHICHTE

Französische Revolution

# États généraux (= Generalstände)

Aufgrund dieser Missstände berief Ludwig XVI (1789) zum ersten Mal seit
langer Zeit die États généraux ein. Dies ist die Versammlung der Vertreter
von drei Ständen:

_ Klerus: Geistliche 300 Vertreter


_ Adel: Reiche 300 Vertreter
_ Dritter Stand* 600 300 Vertreter

* Zum dritten Stand zählten besitzende Bürger und freie Bauern

Um die Reformpläne tatsächlich durchzusetzten, erlaubte Ludwig XVI


dem dritten Stand 600 anstelle von 300 Vertretern.

Abstimmungsmodi Nach Ständen abstimmen


Wenn wie bisher nach Ständen abgestimmt werden
würde, könnten Adel und Klerus mit 2:1 gegen
den dritten Stand die Reformen abschmettern.

Nach Köpfen abstimmen


Wenn nach Köpfen abgestimmt würde, hätte die
Reform eine Chance, da der dritte Stand die doppelte
Anzahl Vertreter hat, und auch wenige aufgeklärte
Adlige und Geistliche die Reform befürworteten.

Ludwig XVI betonte bei der Eröffnung der Versammlung die Unterschiede
der Stände sowie die Sonderrolle des Königs deutlich.

Die Generalstände rein auf die Finanzfrage zu trimmen scheiterte, da das


Volk grundlegende Reformen erwartete.

GESCHICHTE

Französische Revolution

Der König war zwiegespalten, und er konnte sich nicht für einen
Abstimmungsmodus entscheiden, da auch der dritte Stand die Reform
nicht gutheissen liess, ohne auch für das Recht auf eine Verfassung
zu pledieren. Sie nutzten die Finanznot als Druckmittel auf den König.

# Der Weg zur «Verfassungsgebenden Nationalversammlung»

Aus den drei Ständen schlossen sich drei zusammen, die nicht mehr
die Stände, sondern das Volk als Gesamtes vertreten wollten. Sie trieben
die Generalstände zu einer Generalversammlung voran.

Diese wurde vom König nicht geduldet und ihr Saal verschlossen.
Sie trafen sich nun im Ballspielhaus am 20. Juni 1789 als selbsternannte
«Verfassungsgebenede Nationalversammlung» und schworen sich, nicht
auseinanderzugehen, bis eine Verfassung stehe.

Der König kapitulierte und anerkannte die neue Generalversammlung,


was den ersten Sieg der Revolution markiert.

# Sturm auf die Bastille

Aufgrund von Gerüchten, der König wolle Paris von seiner Schweizerarmee
besetzen lassen, um so die Nationalversammlung aufzulösen. Vertreter des
dritten Standes schufen eine Bürgerwehr, die Nationalgarde.

Eine Panik im Volk bricht am 14. Juli 1789 (Quatorze Juliet, Nationalfeiertag
von Frankreich) aus und sie stürmten die Bastille, ein altes Befestigungswerk,
das als Gefängnis zum Zeichen königlicher Macht diente.

–> Zum ersten Mal findet offene Gewaltanwendung des Volkes


Erfolg. Paris gewinnt somit "illegal" die Selbstverwaltung

Darauf folgten viele kleinere Unruhen im ganzen Land. Viele Bauern


erstürmten die Sitze ihrer Lehnsherren und weigerten sich, Feudal-
abgaben zu leisten, In der Nacht vom 4./5. August hob die National-
versammlung das Lehnswesen endgütlig für aufgehoben («Opfernacht»).

GESCHICHTE

Französische Revolution

Alle unfreien Bauern, die Abgaben leisten mussten, waren nun freie Grund-
eigentümer geworden. Somit war die alte Struktur Frankreichs völlig zer-
schlagen und verworfen worden.

Diese Nacht wird auch Opfernacht genannt, da alle Grossgrundbesitzer


ihr Land in diesem Sinne «opfern» müssen; und ihre Priviliegien somit
auch.

# Menschenrechte

Weiter wollte die Nationalversammlung nicht gehen, in ihrer Menschenrechts-


erklärung sicherten sie die bisherigen Errungenschaften der Revolution, wie
Gleichheit «égalité», Freiheit «liberté», sowie Widerstand gegen Unterdrückung.

Die Nationalversammlung wollte aber keine weitergehende Revolution, indem


sie Sicherheit und Gesetze zur Achtung von Menschenrechten anderer als
wichtige Punkte in der Menschenrechtserklärung hervorhoben.

# Säkularisation

Die Säkularisation meint das Erklären des gesamten Kirchenbesitzes zum


Staatseigentum. Damit wollte die Nationalversammlung das Finanzproblem
in den Griff bekommen, doch fehlten trotz nun ungeheuren Vermögenswerten
immer noch die nötigen flüssigen Mittel.

# Assignaten

Also gab die Nationalversammlung «Assignatenscheine» (=Anteilsscheine)


aus. Diese gaben ein Bezugsrecht auf das verstaatlichte Kirchengut, und
wurden die Papiergeld in Umlauf gesetzt. Da aber verhältnismässig zu
viele Scheine gedruckt wurden, sank ihr Wert kontinuierlich. –> Inflation

GESCHICHTE

Französische Revolution

# Parteilandschaft

Zu Beginn der Revolution (1789):

Progressiver "gemässigter"
Bürgertum Aristokratie
Flügel Adel

wollen absolute
wollen konstitutionelle Monarchie
wollen Revolution! Monarchie (mit Privilegien für
den Adel)

Zur Zeitpunkt der Verfassung von 1791 sind ausgewandert


("Assemblé Legislative")

Progressiver Parteilose "gemässigter"


Flügel "indépendants" Adel

will konstitutionelle
2/der Stimmen
3 Monarchie
gehen zu Girondisten

Jakobiner

Cordeliers Montagnards Girondistes

wollen demokratische
Republik wollen Republik mit
Schwergewicht auf
Adligen Bürgern*

Einer der Anführer Jacques Bressot –> Girondistes auch "Brissotins"


Die Adligen sollen ihren Besitz behalten können. Mit der Zeit verloren die Girondistes Anhänger,
viele gingen zu den Montagnards, weil diese mit grossen Revolutionären wie Marat oder
Robespierre die Revolution vorantrieben.
Unter Herrschaft des Konvents (1793, "Convention Nationale"):

Montagnards Girondistes Indépendants

# Verfassung von 1791

Der König hatte wenig bis gar keine Macht mehr, nur ein aufschiebendes
Veto und das Recht, Minister zu ernennen, die jedoch dem Parlament
unterstanden.

Eine Nationalverfassung kann jedoch noch nicht in Kraft treten, da der


König sich mit seinem aufschiebenden Veto weigerte, dies gutzuheissen.

Als er im Juni 1791 als "Gefangener der Revolution" nach einem Flucht-
versuch nach Paris zurückgeführt wird, muss er seinen Widerstand gegen
die Verfassung aufgeben.

Mit dieser Verfassung von 1791 wird Frankreich zur konstitutionellen


Monarchie. Der König blieb (wenn auch mit wenig Macht), aber es
gab eine Verfassung.

# Tuileriensturm

Die Girondisten versuchten 1792 den König unter Druck zu setzen, indem
sie in Paris die Montagnards zu gewaltsamen Mitteln greifen liess.

Im August 1792 wurde aber nicht nur das Königtum, sondern auch die
Girondistische Stadtbehörde von den Montagnards beseitigt. Sie übernahmen
das Kommando der Nationalgarde, bildeten einen Stadtrat und erstürmten
das Tuilerienschloss. Die Beseitigung des Königtums führte zur Aufhebung
der Monarchie.

# Verfassung von 1793

Mit 1793 wird Frankreich zur Republik. Die Monarchie wurde nun vollständig
abgeschafft und der König hingerichtet. Alle Männer ab 21 Jahren haben nun
das Wahlrecht erhalten und ein "Vollzugsrat" von 24 Personen ersetzt die
vollziehenden Funktionen des Königs. Dieser Rat wird von der Nationalvers.
gewählt und auch kontrolliert .

GESCHICHTE

Französische Revolution
# Notwendigkeit des Krieges

Der Revolutionär Brissot begründigt die Notwendigkeit eines Krieges


wie folgt:

_ Freiheit und Revolutionäre Errungenschaften müssen gefestigt werden


_ Beweisen von Stärke (v.a. ggü. dem Ausland)
_ Alle, die gegen die Revolution seien, müsssen ausgeschaltet werden.

In der Französischen Nationalhymne, die eine Kriegserklärung von 1972


war, wird ein Krieg so befürwortet:

_ Rebellen müsse man töten, sonst töten sie andere*


_ Feinde kommen ins Land, die die Revolution verhindern möchten
_ Man wünscht sich Geschlossenheit
_ Ruhm

* ein wenig kontrovers

Fremden Mächten soll gezeigt werden, dass Frankreich bereit ist, zu kämpfen.
Ausserdem soll dies Fremde Mächte ebenfals animieren, auch eine Revolution
zu beginnen.

# Kleidung

Die Montagnards kleideten sich à la mode de l'Ancien Régime.

# Wohlfahrtsausschuss

Der Wohlfahrtsausschuss ist ein 10-köpfiger Ausschuss des Nationalkonvents,


der die innenpolitischen Wirtschaftsmassnahmen auf ihre Umsetzung über-
wacht:

_ Höchstpreise _ Assignatenzwangskurs
_ Vermögensabgaben _ Pflichtlieferungen der Bauern

Der Wohlfahrtsausschuss stellt ausserdem Anträge an den Nationalkonvent.


Ausserdem war er später für die Koordination des Krieges zuständig.
Er wird hauptsächlich von Robespierre kontrolliert.

GESCHICHTE

Französische Revolution
# Sozialpolitische Massnahmen

Die Montagnards vollzogen folgende sozialpolitische Massnahmen, wobei


einige davon bereits beim Wohlfahrtsausschuss erwähnt wurden:

_ Höchstpreisedikt
_ Vermögenssteuer
_ Pflichtlieferungen der Bauern*

* Bauern mussten Pflichtlieferungen leisten, da diese selbst kein Vermögen


besitzen, dass hätte versteuert werden können.

_ Recht auf Arbeit


_ Sozialgelder ("Öffentliche Unterstützen der Armen und Kranken")
_ Recht auf allgemeine Schulbildung
_ Assignatenzwangskurs
_ Politische Gleichberechtigung

# Grande Terreur (durch Robespierre)

Es sollten, laut Robespierre, alle, die gegen die Revolution seien, elimiert
werden. Dies entspreche einer "ethnischen Säuberung". Die Freiheit müsse mit
Gewalt eingeführt werden.

_ Laut Schätzungen wurden 300'000 – 500'000 verhaftet


_ Etwa 40'000 mit der Giotine hingerichtet

Revolutionstribunal: Man konnte jeden und jede anschwärzen, es gab


keine Verteidigungsmöglichkeit und keine Berufung!

# Thermidor*-Umsturz

Mit dem Sturz von Robespierre endete die sogenannte "Schreckensherrschaft"


(terreur) in Frankreich.

* Thermidor bedeutet Hitzemonat und ist der elfte Monat des repub.
Kalenders der Frz. Revolution
GESCHICHTE

Französische Revolution
Ursachen des Thermidor-Umsturzes:

_ Belgien erobert – ohne Terror


_ Viele sind kriegsmüde

_ Der Abbau des Terrors wird gefordert


_ Robespierre will noch mehr Terror
–> wird hingerichtet;
"die Revolution frisst ihre eigenen Kinder"

# Warum gewann Frankreich ab 1793 wieder vermehrt?

Die allgemeine Wehrpflicht wurde eingeführt ("levée en masse")


Belgien liegt 1794 in der Hand Frankreichs (–> Thermidor-Umsturz)

# Kulturellen Errungenschaften der Jakobiner

_ Einführung des Metrischen Systems


_ Anfänge des Volksschulwesens
_ Gründung von Technischen Hochschulen
_ Gründung des Kunstmuseums Louvre
_ Frankreich wird von Paris zentral verwaltet –> Zentralismus

GESCHICHTE

Französische Revolution

# Direktorium
Exekutive, Regierung

Die dritte Revolutionsverfassung (1795) überträgt die Leitung der konserva-


tiven Republik einem Direktorium.

Nach 6 Jahren Krieg gibt es eine gewisse Gleichgültigkeit im Volk (= Apathie).


Durch diese Apathie konnte das Direktorium bleiben und wurde nicht vom
Volk abgeschafft. –> Napoleon nutzte diese Apathie aus.

_ Fünf Männer (damit es kein Unentschieden gibt)


_ Nicht gut angesehen (sehr bestechlich)
_ Wahlrecht vom Vermögen abhängig

# Koalitionskriege

Russland-Österreich-Preussen kämpfen gegen Frankreich

_ Niederlande + Frankreich sind verbündet


_ Auflösung von Polen
Wird auf Russland, Österreich und Preussen aufgeteilt
_ Mit der Zeit war sich die Koalition (R, Ö, P) nicht mehr einig
Frankreich nutzt dies aus und schliesst mit Preussen einzeln Frieden.
_ Napoleon schliesst mit Österreich Frieden wegen Gebieten
in der Lombardei (= heutiges Oberitalien)
_ Napoleon erobert Ägypten, wurde dann aber von Grossbritannien
geschlagen. (~ 1799: Ende der Koalitionskriege)

# Aufstieg Napoleons

Napoleon eilt dann zurück nach Paris, um in die Politik einzugreifen.


Er hat ein starkes Heer hinter sich, erringt die Alleinherrschaft und löst
das Direktorium auf.

Mit einer "Abstimmung" kann er sich 1802 zum lebenslangen Konsul er-
nennen. Bei dieser Abstimmung galten besondere Konditionen: Wer nicht
abstimmte oder abstimmen durfte, stimmte automatisch für Napoleon.
FRANZÖSISCHE REVOLUTION GESCHICHTE

REVOLUTION
MERKMALE EINER REVOLUTION

 Umsturz bestehender Staats-, Rechts- & Lebensverhältnisse


 Oftmals gewaltsam
 Beteiligung großer Massen
 Programmatische Idee oder Ideologie

 Revolution bezeichnet eine radikale Veränderung der gegebenen (politischen, sozialen,


ökonomischen) Bedingungen. Politische Revolutionen zielen i. d. R. auf einen grundlegenden
Führungs- und Machtwechsel ab. Ziel der bewusst herbeigeführten, tief greifenden
Veränderungen ist es, mit einem politischen Neuanfang die bisherigen Probleme und
Machtstrukturen zu beseitigen und radikal Neues an ihre Stelle zu setzen. [[Link]]

URSACHEN
1) Politische Machtlosigkeit des Dritten Standes
( Unzufriedenheit) 1. Klerus

2) Wirtschaftskrise & Hunger 2%


3) Enorme Staatsschulden & Finanzkrise 2. Adel
4) Neue politische Ideen der Aufklärung führen
zu einer Autoritätskrise 98 % 3. Bürger & Bauern
5) Bevölkerungswachstum

ZEITSTRAHL
EINBERUFUNG DER GENERALSTÄNDE
5. Mai  König Ludwig XVI. (16.) beruft die Generalstände in Versailles ein
1789  Jeder Stand besitzt 1 Stimme (Daher verliert der Dritte Stand meist mit
2:1)

NATIONALVERSAMMLUNG
 Der Dritte Stand ruft sich zur Nationalversammlung aus.
17. Juni 1789  Sehen sich als einzig wahre Vertreter des ganzen Volkes
 An die beiden anderen Stände ergeht die Aufforderung, sich
anzuschließen
BALLHAUSSCHWUR
 Abgeleistet wurde der Schwur in der Ballsporthalle von Versailles, die
als provisorischer Sitzungssaal diente
20. Juni 1789  Ziel: Ausarbeitung einer Verfassung, die allen Franzosen gleiche Rechte
garantiert
 Entscheidendes Ereignis, das zum Beginn der Französischen Revolution
führte
FRANZÖSISCHE REVOLUTION GESCHICHTE

STURM AUF DIE BASTILLE


 Wütende Bürger erobern die Stadtfestung „Bastille“ in Paris
 Dort gelagerte Waffen & Ausrüstung nehmen sie an sich
 Unter der Landbevölkerung herrscht Angst, dass die Stadtbevölkerung die
14. Juli 1789
Ernte an sich bringen könnte
 Bauern schließen sich zusammen und plündern die Besitztümer des Adels
 Oazieller Beginn der franz. Revolution | Heute Nationalfeiertag
 Blutige Kämpfe zwischen der Nationalgarde und der Landbevölkerung
OPFERNACHT DER PRIVILEGIERTEN
4. August 1789  Feudalherrschaft & Leibeigenschaft werden abgeschafft
 Adel und Klerus verlieren Steuerprivilegien
ERKLÄRUNG DER MENSCHEN- & BÜRGERRECHTE
 Nationalversammlung erklärt die Menschen- & Bürgerrechte
26. August  Alle Menschen haben ein Recht auf Freiheit, Eigentum, Sicherheit,
1789 Widerstand, Selbstbestimmung und Religionsfreiheit
 Ein erster Höhepunkt der Französischen Revolution
 Endgültige Beseitigung der Ständeordnung
ZUG DER FRAUEN NACH VERSAILLES
5. Oktober
 7.000 unzufriedene Frauen ziehen zum Anwesen von Ludwig XVI.
1789
 König bestätigt die Gesetzgebung der Nationalversammlung
FLUCHT VON VARENNES
 Ludwig XVI. versucht verkleidet mit seiner Familie zu ^iehen
 Er möchte sich mit ge^ohenen Adligen treffen, um eine Armee
20. Juni 1791
aufzustellen, mit der er Frankreich zurückerobern kann
 Wird noch am Abend der Flucht entdeckt und nach Paris
zurückgebracht
LIBERALE VERFASSUNG
 Verabschiedung einer Verfassung, die eine konstitutionellen Monarchie
3. September vorsieht
1791 ↳ Königsherrschaft mit Verfassung, die die Befugnisse des Königs
festlegt
 König wird gezwungen, einen Eid auf die neue Verfassung zu leisten
1. KOALITIONSKRIEG
 In umliegenden Staaten wächst der Unmut gegen die franz. Revolution
20. April 1792  Österreich fordert die vollständige Restauration der französischen
Monarchie
 Frankreich erklärt Österreich & Preußen den Krieg
2. - 5. Sept. SEPTEMBERMASSAKER
1792  Zahlreiche pol. Gegner der Sansculotten werde ermordet
FRANKREICH WIRD ZUR REPUBLIK
21. September  König wird abgesetzt und Frankreich wird zur Republik
1792 ↳ Eine vom Volk gewählte Regierung hat die Macht
 Die Monarchie wird oaziell abgeschafft
HINRICHTUNG VON LUDWIG XVI.
21. Januar
 Ludwig XVI. wird mit der Guillotine hingerichtet
1793
 England, Portugal & Spanien treten dem Krieg gegen Frankreich bei
FRANZÖSISCHE REVOLUTION GESCHICHTE

GRÜNDUNG DES WOHLFAHRTAUSSCHUSSES


 Parlament setzt den Wohlfahrtsausschuss ein
 Dieser soll die Versorgen verbessern, das Militär aufbauen (durch
6. April 1793
Wehrp^icht) und mithilfe der Polizei die Republik schützen
 Exekutiv- und Legislativ-Organ des Nationalkonvents
 Im Juli wird Maximilien de Robespierre zum Vorsitzenden
BEGINN DES TERRORS („TERREUR“)
 Sowohl der Wohlfahrtsausschuss als auch der Nationalkonvent
5. September bekennen sich zum Terror
1793  Etwa 2.500 pol. Gegner werden in der folgenden Zeit hingerichtet
 Beginn der Terrorherrschaft unter Robespierre & Radikale Maßnahmen
gegen Revolutionsgegner
HINRICHTUNG VON ROBESPIERRE & WICHTIGEN ANHÄNGERN
 Nationalkonvent beschließt, Robespierre auf der Guillotine
28. Juli 1794 hinzurichten
 Terrorherrschaft der Jakobiner beendet

HERRSCHAFT DES DIREKTORIUMS


 Rückkehr zu den gemäßigten bürgerlichen Grundsätzen
1795
 Abschaffung radikaler Regeln der Jakobiner
 Einführung der Direktoralverfassung
FRIEDENSBESCHLÜSSE
1795  April: Frankreich schließt Frieden mit Preußen
 Juni: Frankreich schließt Frieden mit Spanien
AUFSTÄNDE
7. Oktober  General Napoleon Bonaparte schlägt Aufstand von Königstreuen
1795 (Royalisten) nieder
 Napoleon wird zum Oberbefehlshaber der franz. Armee

WAFFENSTILLSTAND
7. April 1797  Frankreich schließt nach einigen Siegen einen Waffenstillstand mit
Österreich
STAATSSTREICH DURCH NAPOLEON BONAPARTE
 Mithilfe einer Machtdemonstration seiner Soldaten wird Napoleon
Bonaparte zum Ersten Konsul gewählt
9. November  Napoleon genießt dank seiner militärischen Erfolge und der
1799 Wiederherstellung einer wirtschaftlichen Stabilität weitestgehend die
Unterstützung des Volkes
 Ende der Französischen Revolution

NAPOLEON KRÖNT SICH ZUM KAISER


2. Dezember  In der Nôtre Dame von Paris krönt sich Napoleon Bonaparte in
1804 Anwesenheit des Papstes zum Kaiser Frankreichs
 Napoleon möchte seine Herrschaft auf Dauer dynastisch legitimieren

DIE 3 PHASEN DER REVOLUTION


1) 1789 - 1793: Beginn der Revolution
2) 1793 - 1794: Schreckensherrschaft des Wohlfahrtsausschuss / der Jakobiner
3) 1795 - 1799: Ende der Französischen Revolution
FRANZÖSISCHE REVOLUTION GESCHICHTE

5 PARTEIEN

Montagnards Jakobiner Sansculotten Girondisten Dantonisten


Äußerst Radikal Radikal Radikal Gemäßigt Gemäßigt
Organisierten Angehörige der für Volks-
Radikaldemokra-
1793/94 die mittleren und souveränität und Anhänger von
tische Jakobiner
Schreckens- niederen sozialen eine föderal- Georges Danton
im Konvent
herrschaft Stände istische Republik

DIREKTORIALVERFASSUNG
von 1995

[Link]

NAPOLEON
Vollender der Revolution Überwinder der Revolution

 Errichtung einer neuen Monarchie


 Gleichheit vor dem Gesetz
 Entwertung der Wahlen durch
 Religionsfreiheit
Manipulation
 Feudalsystem bleibt abgeschafft
 Ausschaltung des Parlaments
 Besteuerung nach Einkommen
 Pressezensur
FRANZÖSISCHE REVOLUTION GESCHICHTE

AUSWIRKUNGEN DER
REVOLUTION
 Absolutismus beseitigt
 Menschen- & Bürgerrechte
 Verfassung mit Gewaltenteilung
 Säkularisierung der Kirche
 Idee des Nationalstaats, Liberalismus & Sozialismus
 Einführung des „Code Civil“ (Französisches Gesetzbuch des Zivilrechts )
 Vorbild für viele europäischen Bürgerlichen Gesetzbücher

DIE DREIFACHE
REVOLUTION
1) Verfassungs – Revolution
2) Städte – Revolution
3) Land- / Bauern – Revolution

BEGRIFFE
A N C I E N R É G I M E:
Bezeichnung für Frankreich vor der Revolution 1789. Es war politisch vom Absolutismus und
sozial von der ständischen Privilegiengesellschaft geprägt.

A U F K L Ä R U N G:
Europäische Reformbewegung des 17./18. Jahrhunderts. Sie versucht den Wert des einzelnen
Menschen gegen die feudale Gesellschaft und die absolutistische Herrschaft zu verbreiten.

D R I T T E R S T A N D:
Im Ancien Régime ein Sammelbegriff für die gesamte Bevölkerung, die nicht den privilegierten
Ständen des Klerus oder Adels angehörte.

G E N E R A L S T Ä N D E:
Die beratende Versammlung im Frankreich vor der Revolution 1789, die sich aus 3 Ständen
zusammensetzte: Klerus (Geistlichkeit), Adel und Dritter Stand

“L A B O R A T O R I U M D E R M O D E R N E”:
In einer kurzen Zeitspanne werden die verschiedensten Verfassungsformen entwickelt und
ausprobiert

N A T I O N A L G A R D E:
Im Juli 1789 in Paris entstandene Bürgerwehr, bestehend aus Mitgliedern des Bürgertums
Z E N S U S W A H L R E C H T:
Das Wahlrecht wird an den Nachweis von Besitz, Einkommen und Steuerleistung des
Einzelnen gebunden.
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