Armut
Armut
de/themenblaetter
Armut – hier und weltweit
Armut –
hier und weltweit
— Doppelseitiges Arbeitsblatt im Abreißblock (31 Stück) und Hinweise für den Einsatz im Unterricht
— Internet: [Link]/themenblaetter — Erste Auflage: April 2009 — Autor: Robby Geyer — Themenblätter im Unterricht Nr. 77:
Armut – hier und weltweit
VORAB — Inhalt
Vorab: Impressum, Zum Autor, Lieferbare Themenblätter im Unterricht
— Zu den Autoren2
— Lieferbare Themenblätter im Unterricht
Robby Geyer, geb. 1978,
Studium der Politik- Nr. 2: Die Ökosteuer in der Diskussion. Bestell-Nr. 5.352
wissenschaft, Geschichte Nr. 5: Fleischkonsum und Rinderwahn. Bestell-Nr. 5.355
Südasiens und Erwach- Nr. 10: Wer macht was in Europa? (neu 2006) Bestell-Nr. 5.360
senenbildung in Heidel- Nr. 22: Lust auf Lernen. (Nachdruck) Bestell-Nr. 5.372
berg und Kaiserslautern; Nr. 23: Koalieren und Regieren. (neu 2005) Bestell-Nr. 5.373
seit 2001 als freier Re- Nr. 33: Internet-Sicherheit. Bestell-Nr. 5.383
ferent in der politischen Nr. 37: 20. Juli 1944 – Attentat auf Hitler. (neu 2008) Bestell-Nr. 5.387
Bildung tätig. Arbeits- Nr. 40: Freiheit und Gleichheit – feindliche Schwestern? Bestell-Nr. 5.390 (Restauflage)
schwerpunkte: Staat und Nr. 44: Soziale Gerechtigkeit – Utopie oder Herausforderung? (neu 2008) Bestell-Nr. 5.394
Gesellschaft in Deutschland, Europäische Integra- Nr. 46: Europa in guter Verfassung? Bestell-Nr. 5.396
tion, Globalisierung, Freiheit und Sicherheit, Indien Nr. 47: Die Türkei und Europa. (neu 2008) Bestell-Nr. 5.940
sowie Evaluation in der politischen Bildung. Nr. 48: Politische Streitkultur. Bestell-Nr. 5.941
Nr. 49: Sport und (Welt-)Politik. Bestell-Nr. 5.942
Nr. 53: Wehr(un)gerechtigkeit. Bestell-Nr. 5.946
— Impressum Nr. 54: Entscheiden in der Demokratie. (neu 2008) Bestell-Nr. 5.947
— Herausgeberin: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb Nr. 55: Baukultur und Schlossgespenster. Bestell-Nr. 5.948
Adenauerallee 86, 53113 Bonn, [Link] Nr. 58: Wie christlich ist das Abendland? Bestell-Nr. 5.951
— E-Mail der Redaktion: moeckel@[Link] Nr. 59: Gleiche Chancen für Anne und Ayshe? Bestell-Nr. 5.952
(keine Bestellungen!)
Nr. 60: Deutschland für Europa. Bestell-Nr. 5.953
— Autor: Robby Geyer
Nr. 61: Friedenschancen im Nahen Osten? Bestell-Nr. 5.954
— Redaktion: Iris Möckel (verantwortlich), Frithjof Goetz
Nr. 62: Unterschicht in Deutschland? Bestell-Nr. 5.955
— Gestaltung: Leitwerk. Büro für Kommunikation, Köln
— Titelillustration: Leitwerk, Cornelia Pistorius (unter
Nr. 63: Akteure im politischen Prozess. (neu ab Sommer 2009) Bestell-Nr. 5.956
Verwendung eines Fotos von picture-alliance/dpa) Nr. 64: Urteil und Dilemma. Bestell-Nr. 5.957
— Druck: Mareis Druck, Weißenhorn Nr. 65: Europa der 27. Bestell-Nr. 5.958
— Papier: Schneidersöhne, PlanoNature FSC
Nr. 66: Mitmischen: Neue Partizipationsformen. Bestell-Nr. 5.959
Nr. 67: Inländisch, ausländisch, deutschländisch. Bestell-Nr. 5.960
Nr. 68: Unternehmensethik. Eigentum verpflichtet. Bestell-Nr. 5.961
FSC-Gütesiegel
Nr. 69: Olympialand China. Bestell-Nr. 5.962
Nr. 70: US-Präsidentschaftswahl 2008. Bestell-Nr. 5.963
— Urheberrechte: Text und Illustrationen sind urheberrechtlich
Nr. 71: Mobilität und Umwelt. Bestell-Nr. 5.964
geschützt. Der Text kann in Schulen zu Unterrichtszwecken Nr. 72: Welche EU wollen wir? (Nachdruck 2009) Bestell-Nr. 5.965
vergütungsfrei vervielfältigt werden. Bei allen gesondert Nr. 73: Klimagerechtigkeit. Bestell-Nr. 5.966
bezeichneten Fotos, Grafiken und Karikaturen liegen die Rechte
Nr. 74: Terrorabwehr und Datenschutz. Bestell-Nr. 5.967
nicht bei uns, sondern bei den Agenturen.
Nr. 75: Bedrohte Vielfalt – Biodiversität. Bestell-Nr. 5.968
— Haftungsausschluss: Die bpb ist für den Inhalt der
aufgeführten Internetseiten nicht verantwortlich.
Nr. 76: Wasser – für alle!? Bestell-Nr. 5.969
Nr. 77: Armut – hier und weltweit. Bestell-Nr. 5.970
— Erste Auflage: April 2009, ISSN 0944-8357
Bestell-Nr. 5.970 (siehe Bestellcoupon auf der letzten Seite) Nr. 78: Der Bundestag – Ansichten und Fakten. Bestell-Nr. 5.971
Kultur ist vielfältig! Vom Buch zum Film über Musik zur Malerei sowie
Zahlen und Fakten über den Kulturbetrieb! Dazu finden Sie kurze Lexikon-
einträge im Hosentaschenformat (Bestell-Nr. 2.556).
[Link] / pocket
— Herausgeberin: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb — Verantwortliche Redakteurin: Iris Möckel — Gestaltung: [Link]
— Themenblätter im Unterricht Nr. 77: — Autor: Robby Geyer — Erste Auflage: April 2009 — Internet: [Link]/themenblaetter
Armut – hier und weltweit
Armut – LEHRERBLATT
Armut und Mangel gibt es schon immer 2 steht für die weibliche Form des
vorangegangenen Begriffs
Immer dort, wo Menschen in einer Gesellschaft zusammenleben und Eigentum, Besitz und
Einkommen nicht gleich verteilt sind, gibt es Einzelne oder ganze gesellschaftliche Gruppen,
— Zu dieser Ausgabe
die in Armut leben. In allen geschichtlichen Epochen findet man Beispiele für Menschen,
die arm waren. Erinnert sei an die Armenhäuser der mittelalterlichen Städte oder an die Es werden Grundzüge der „absoluten“ und der
Verhältnisse, in denen Arbeiter2 und ihre Familien während der Industrialisierung im „relativen“ Armut sowie der weltweite Kampf gegen
die Armut (Millenniumsziel der UN) erörtert.
19. Jahrhundert existieren mussten.
Armut äußert sich in unterschiedlichen Formen. Einige dieser Erscheinungsbilder treten Anzahl der Menschen, die täglich von weniger als
a) 1,25 US-Dollar leben (in Mio.)
verstärkt in Entwicklungsländern auf, während andere eher bei armen Menschen in den
Industriestaaten zu beobachten sind:
1990 2005 2015
Ostasien und
– Hunger sowie Unter- und Mangelernährung Pazifik 873,3 316,2 137,6
– schlechter Gesundheitszustand und erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten nur China 683,2 207,7 84,3
– geringe Lebenserwartung und hohe Sterblichkeit bei Säuglingen, Kleinkindern und Müttern Europa und
– niedriger Bildungsstand und mangelnde oder fehlende Ausbildung Zentralasien 9,1 17,3 9,8
Lateinamerika
(Analphabetentum; geringe Qualifizierung)
und Karibik 49,6 45,1 30,6
– hohe Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und ein großer informeller Sektor (Schwarzarbeit)
Südasien 579,2 595,6 403,9
– schlechte Wohnverhältnisse oder gar Obdachlosigkeit nur Indien 435,5 455,8 313,2
– schlechte Kleidung Naher Osten
– kulturelle und soziale Entwurzelung sowie Isolation und Nordafrika 9,7 11,0 8,8
(Ausschluss vom gesellschaftlichen und kulturellen Leben) Subsahara-Afrika 297,5 388,4 356,4
– Minderwertigkeitsgefühle und psychosomatische Störungen insgesamt 1.818,5 1.373,5 947,2
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Armut – hier und weltweit
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Bei diesem Index wird der Entwicklungsstand eines Landes nicht ausschließlich nach der Wirtschafts-
kraft und dem Realeinkommen bemessen. Zusätzlich zum realen Pro-Kopf-Einkommen werden auch
die Lebenserwartung sowie die Alphabetisierungsrate bei Erwachsenen und die Schulanfängerquote
berücksichtigt. Daher bildet der HDI eine Alternative zur monetären (in Geld ausgedrückten)
Bestimmung von absoluter und relativer Armut. Der HDI hat stets einen Wert zwischen 0 und 1.
Je näher er für ein Land am Wert 1 liegt, desto höher entwickelt ist dieses Land. Je näher er gegen 0
tendiert, desto größer ist der Grad der Unterentwicklung.
Nähere Infos unter: [Link] > human development > human development indices > human development index
Mangelnde Verfügungsgewalt über Ressourcen Starre hierarchische Gesellschaftsstrukturen Instabile politische Verhältnisse
(Grund und Boden, Kapital, Wissen, etc.) (Benachteiligung von Frauen und Mädchen) (Diktatur, Putsch, Bürgerkrieg)
Mangelnde Produktivität der Landwirtschaft Unzureichendes Bildungs- und Ausbildungsniveau Korruption und persönliche Bereicherung
(fehlende Finanzmittel für Investitionen und (keine Schulen, schlechte Ausstattung, fehlende
Modernisierung, fehlende Anreize für Produktions- Schulabschlüsse, keine Berufsausbildung)
steigerung durch niedrige Preise, zu wenig
Nahrungsmittel für die einheimische Bevölkerung)
Geringes Einkommen und fehlende Kaufkraft Flüchtlingsströme und Obdachlosigkeit Hoher Schuldenstand und hohe Zinsen
durch Bürgerkriege
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Nach einer aktuellen Studie lag der Anteil der relativ armen Menschen in Deutschland bei
11 Prozent und damit leicht über den OECD-Durchschnitt (siehe Grafik). 1985 lag die
Armutsquote noch bei 9,1 (altes Bundesgebiet) und ging bis 1997 sogar auf 7,9 Prozent
zurück. Seither hat die relative Armut in Deutschland wieder zugenommen.
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Das Zitat zu Beginn von Arbeitsblatt A ist geeignet als Einstieg in das Thema. Den Hinter-
grund für diese Auffassung bildet die Menschenwürde (siehe auch Art. 1 Grundgesetz).
In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 wurde in Art. 1 festgehalten,
dass alle Menschen frei sind und „gleich an Würde und Rechten geboren“. Einem Menschen,
der in Armut lebt, ist es jedoch nur schwer möglich, ein menschenwürdiges Dasein zu
führen. Auch die freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 GG) ist für arme Menschen
eingeschränkt. Im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte,
der 1966 verabschiedet und 1976 in Kraft trat, werden Rechte formuliert, die ebenfalls nicht
gewährleistet werden, wenn jemand in Armut lebt. Dazu gehört u.a. das Recht auf soziale
— Mindestlohn als Strategie zur Armuts-
bekämpfung Sicherheit oder das Recht auf Bildung.
Wer mit seiner Arbeit seine Familie ernähren will, Armut hat viele Gesichter (zu Aufgabe 1)
braucht einen ausreichenden Arbeitslohn. Es gibt
aber Jobs, bei denen auch in einem regulären Die Fotos zeigen verschiedene Ursachen und Folgen von Armut:
Arbeitsverhältnis das Einkommen nicht ausreicht.
Das brachte seit 2005 in Deutschland die Mindest- – Zu 1: Arbeitslosigkeit (EL / IL) / Depression (eher IL)
lohndebatte auf die Tagesordnung. Ein Mindest- Foto: Großdemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin am 21.10.2006
lohn ist ein gesetzlich festgelegtes Arbeitsentgelt, – Zu 2: mangelnde Bildung (EL / IL) / Analphabetismus (eher EL; v.a. Frauen)
das den Beschäftigten als Minimum zusteht,
Foto: Eritreische Frau mit Baby in einem Alphabetisierungskurs in Himberti / 2001
um ihre Grundbedürfnisse zu sichern.
– Zu 3: Obdachlosigkeit (EL / IL) / Krankheit; Drogen; Alkoholismus (EL / IL)
In vielen Ländern gibt es bereits heute einen (soziale) Ausgrenzung (EL / IL)
Mindestlohn; zum Beispiel haben 20 von 27 EU- Foto: Obdachloser mit Weinflasche, ohne Strümpfe, in Hamburg
Staaten einen solchen eingeführt. In Deutschland
– Zu 4: Hunger / Unter- und Mangelernährung (EL)
haben nicht nur die politischen Parteien unter-
schiedliche Positionen, auch zwischen Arbeit-
Foto: Burmesische Flüchtlingsfrau beim Wasserholen in einem Camp in Bangladesch
gebern2 und Gewerkschaften ist dieses Thema mit ihrem unterernährten Kind auf dem Arm (Juni 2006)
umstritten. Die Gewerkschaften fordern einen
Stundenlohn von 7,50 Euro. Dies wäre bei einem2 Außerdem: hohe Sterblichkeitsraten in den Entwicklungsländern / Krankheit, schlechte
Vollzeitbeschäftigten (38,5 h/Woche) ein monat- Kleidung, Ausschluss vom gesellschaftlichen und kulturellen Leben, Beispiele für psycho-
licher Mindestlohn von etwa 1.250 Euro. somatische Störungen (z.B. Minderwertigkeitsgefühl), Bildungsarmut, Armut von Kindern.
Einen tagesaktuellen Umrechnungskurs Mindestsicherung für ein Leben in Menschenwürde (zu Aufgabe 5)
können Sie im Internet ermitteln, z.B. hier:
Die Mindestsicherung soll den Grundbedarf des täglichen Lebens abdecken. Dazu zählen
[Link]
Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat sowie persönliche Bedürfnisse wie Aufrecht-
erhaltung sozialer Beziehungen und Teilnahme am kulturellen Leben. Restaurantbesuche,
Geld für ein eigenes Auto oder Handy-Vertrag sowie die Finanzierung von Urlaubsreisen sind
hier nicht vorgesehen. Die Kosten für Klassenfahrten z.B. werden in begründeten Fällen
aber übernommen.
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Armut – hier und weltweit
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Mindestlohn als Mittel zur Armutsbekämpfung? (zu Aufgabe Z1)
Teilen Sie die Klasse in zwei Gruppen, wobei eine die Pro- und die andere die Contra-Seite vertritt. Nachdem zuvor die jeweiligen Argumente
zugeordnet wurden, können die Gruppen gleich damit beginnen, die Argumente auszuformulieren. Ein oder zwei Schüler2 sollten zu
Moderatoren2 bestimmt werden, die die Diskussion leiten und die Argumente der Gruppen protokollieren. Dabei sollten die Pro- und
Contra-Punkte so notiert werden, dass sie für das Publikum lesbar sind (z.B. an der Tafel anschreiben). Jede Gruppe wählt einen oder zwei
Schüler2, die die Gruppe in der Diskussion vertreten. Abwechselnd haben diese die Möglichkeit, ihre Argumente vorzutragen. Dabei sollten
die Diskutanten2 nicht nur ihre eigenen Argumente präsentieren, sondern auch auf die Punkte der Gegenseite eingehen. Abschließend
kann das Publikum darüber abstimmen, welche Argumentation sie am ehesten überzeugt hat.
Weitere Hinweise zur Pro- und Contra-Diskussion finden Sie im Methodenkoffer oder der Methoden-Kiste:
[Link] > Lernen > Methodenkoffer > Pro- und Contradiskussion
oder: [Link] > Publikationen > Thema im Unterricht > Methodenkiste
Pro-Argumente Contra-Argumente
– jeder2 Vollzeitbeschäftigte muss von seinem Einkommen den Lebens- – Arbeitsplatzabbau (steigende Arbeitslosigkeit)
unterhalt bestreiten können (moralisches Gebot, da geringe Löhne sittenwidrig
sind; Recht auf einen Mindestlohn im WSK-Pakt festgeschrieben) – sinkende Lohnsteuereinnahmen für den Staat, weniger Beiträge für die
Sozialversicherung und mehr Ausgaben durch Anstieg der Arbeitslosigkeit
– Gewerkschaften teilweise zu schwach, um angemessenen Lohn
auszuhandeln (z.B. durch Mitgliederschwund) – Zunahme des Armutsrisikos, weil mehr Menschen arbeitslos werden
– die Hartz IV-Regelsätze (z.B. für Alleinstehende: 351 Euro + ca. 317 Euro – Verteuerung des Produktionsfaktors Arbeit
für Miete und Heizung) sind als heimlicher Mindestlohn zu gering (steigende Produktionskosten; sinkende Produktivität)
(muss darüber liegen, damit sich Arbeit lohnt; Leistungsprinzip)
– sinkende internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
– Motivationssteigerung für Beschäftigte (Beitrag zur Qualitätssicherung) (Wettbewerbsnachteile)
– keine negativen Beschäftigungseffekte durch Mindestlohn – Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland
(nicht zwangsläufig oder verkraftbar); (Länder mit niedrigeren Lohnkosten)
— Herausgeberin: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb — Verantwortliche Redakteurin: Iris Möckel — Gestaltung: [Link]
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Armut – hier und weltweit
– Arbeitsplatzabbau
– Wettbewerbsnachteile
— Zeichnung oben: Thomas Plaßmann (Baaske Cartoons) — Zeichnung unten: Gerhard Mester (Baaske Cartoons)
– heimlicher Mindestlohn ist Hartz IV
Z2 Wie sehr muss sich Arbeit lohnen? Pro und Contra für einen Mindestlohn
Ein Mindestlohn wird in der Regel landesweit und per Gesetz für Vollzeitbeschäftigte eingeführt. Dabei handelt es sich um Bruttolöhne vor Abzug
der Einkommenssteuern und Sozialabgaben. In den meisten Staaten wird er jährlich als Bruttomonatslohn festgelegt.
A Ordnet die oben stehenden Argumente für und gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland,
und tragt die Argumente der Gegner2 und Befürworter2 in die entsprechenden Spalten auf einer Wandzeitung (oder Tafel) ein.
Natürlich könnt ihr auch eigene Pro- oder Contra-Argumente einfügen.
B Gestaltet mit Hilfe dieser Argumente eine Diskussionsrunde zwischen Gegnern2 und Befürwortern2 eines Mindestlohns.
Stimmt anschließend darüber ab, ob ihr die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns befürwortet. Achtet in den Gruppen
besonders darauf, die jeweiligen Argumente für die Diskussion auszuformulieren.
— Herausgeberin: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb — Verantwortliche Redakteurin: Iris Möckel — Gestaltung: [Link]
— Themenblätter im Unterricht Nr. 77: — Autor: Robby Geyer — Erste Auflage: April 2009 — Internet: [Link]/themenblaetter
Armut – hier und weltweit
Armut – ARBEITSBLATT
1. Industrieland / Entwicklungsland
— Fotos: 1. Dietmar Gust — 2. Stefan Boness, Ipon — 3. Argus, Schroeder — 4. Sinopictures, GMB Akash — alle Fotos bei [Link]fi[Link] — * UN = Vereinte Nationen
A Welche Formen von Armut und ihren Folgen erkennst du auf den Fotos?
B Fallen dir weitere Beispiele ein, wie sich Armut konkret zeigt?
2 Absolute Armut
2001 beschlossen die UN-Staaten, den Anteil der Bevölkerung, die in absoluter Armut leben
(d. h.: weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag zum Leben haben), bis 2015 zu halbieren (1. Millenniumsziel).
A Kannst du dir vorstellen, wie man von 1,25 Dollar am Tag leben kann?
Wie sehen die Bedingungen aus?
3. Industrieland / Entwicklungsland
B Überprüfe mit Hilfe der Grafik die Entwicklung der Armut. Wird das Ziel der
UN-Staaten, die Armut auf der Welt bis 2015 zu halbieren, insgesamt erfüllt werden?
Wie sieht die Entwicklung in den einzelnen Regionen aus?
— Anteil der Menschen, die täglich von weniger als 1,25 US-Dollar leben, in Prozent
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4. Industrieland / Entwicklungsland
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— Herausgeberin: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb — Verantwortliche Redakteurin: Iris Möckel — Gestaltung: [Link]
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Armut – hier und weltweit
B
Das Konzept der relativen Armut umfasst mehrere Begriffe und Messgrößen.
Ordne die jeweils zusammengehörigen Begriffe und Umschreibungen zu.
Versuche, den Text mit Hilfe der nebenstehenden Begriffe sinnvoll zu ergänzen: — Begriffe für den Lückentext
Ostdeutschland Armutsrisiko
Das Risiko arm zu sein, betrifft in Deutschland 13,9 Prozent der
Alleinerziehende Bevölkerung
(aktuelle Zahlen für 2006). 2005 waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes noch 12,8 ältere Bildungsniveau
und 2001 gar nur 11,4 Prozent. Ohne staatliche Arbeitslosigkeit Arbeiter
Armutsrisikoquote Transferleistungen
würde die bei etwa 26 Prozent liegen.
Obdachlose Wohngeld
Durch staatliche Leistungen wie Kindergeld oder wird das Einkommen Kinder und Jugendliche Migrationshintergrund
aufgebessert. In lag die Armutsschwelle 2006 mit 22,7
Prozent deutlich über der bundesweiten. Ältere Statistiken wiesen besonders — Vergleichsweise prima?
Frauen als arm aus. Heutzutage sind verstärkt
„Armut? Wo?!!“
besonders von Armut betroffen. In der Altersgruppe der 11- bis 20-Jährigen beträgt die Armutsrisikoquote
18,7 Prozent. Wer zudem mehrere Kinder hat, trägt ein zusätzliches
im Vergleich zu Kinderlosen. Auch haben eine höhere
Risikoquote als Familien mit zwei Erziehungsberechtigten. Sie lag 2005 bei 24 Prozent. Wesentliche
Ursache für ein erhöhtes Armutsrisiko bleibt die . Laut dem
3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung betrug die Quote bei den Arbeitslosen für 2005
ca. 43 Prozent. Eine entscheidende Rolle für die Situation spielt das
des Einzelnen: Wer über einen niedrigen Bildungsstand verfügt, ist stärker gefährdet, in Armut abzugleiten.
Der Datenreport 2008 weist die Armutsrisikoquote im Jahr 2006 für un- und angelernte
mit 18,1 Prozent aus. Sehr gefährdet sind zudem , Personen
mit , chronisch Kranke und Behinderte.
„Armut in Deutschland –
5 Mindestsicherung für ein Leben in Menschenwürde Anna E. (alleinerziehend) – Troststunde“
Mit einer staatlichen Mindestsicherung soll der notwendige Bedarf für ein
menschenwürdiges Leben und die Teilhabe an der Gesellschaft („soziokulturelles
— Zeichnungen: Thomas Plaßmann (Baaske Cartoons)
Hausrat Urlaubsreisen
Restaurantbesuche Klassenfahrt
eigenes Auto Bekleidung
Telefonanschluss Körperpflege
Handy-Vertrag Zeitungsabo
Internetanschluss Fernseher
Nahrung Krankenversicherung
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— Themenblätter im Unterricht Nr. 77: — Autor: Robby Geyer — Erste Auflage: April 2009 — Internet: [Link]/themenblaetter
Armut – hier und weltweit
Schriftenreihe
Themenblätter im Unterricht
— bpb-Publikationen für den Unterricht (alle unter [Link] > Publikationen) — Neu!
1915_u1_u4_v03_041112 12.11.2004 18:22 Uhr Seite 1
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„früher oder später“,
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dafür muss sich jeder
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ES LEBE DER
UNTERSCHIED?
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GLEICHHEITS-
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Sozialer Wandel Unterschicht pocket global Es lebe der Unterschied „früher oder später“
in Deutschland in Deutschland? – Das Gleichheitsheft – das Kartenspiel zu pocket zeitgeschichte
(Nr. 269) (Nr. 62) (Nr. 21) Autor: Bernhard Weber
(Bestell-Nr. 1.921)
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Schule Privat
An den Vorname:
IBRo Versandservice GmbH
Name:
Kastanienweg 1
Klasse / Kurs:
18184 Roggentin
Schule:
Straße:
PLZ / Ort:
Unterschrift: