Fandom Observer 190
Fandom Observer 190
Kein Freizeitpark – dafür aber Freizeitbad Seiten 7 und 8 dieses Observers. Ansonsten
Nein, dieses Mal gibt es kein „Freizeit- gibt es in diesem Heft einen knackigen
park-Großprojekt“ in deutschen Landen, auf Kurzbericht zum Con in Dortmund, Robert
das ich mich als Observer-Redakteur genüß- Musa brummelt über Serien, Mark Engler
lich stürzen könnte. Aber es geht ja auch hat zuhauf „Hörspiele“ ausgegraben und
eine Nummer kleiner! Seit dem 18. März Andreas Nordiek gelesen „wie der Weltmei-
2005 ist in Osnabrück das „Nettebad“ wie- ster“. Viel Spaß! Günther Freunek
dereröffnet. Das gibt mir die Möglichkeit, die
Fanzine-Produktion aus dem Hause „FREU-
Nr. Redaktionsschluß Redakteur
COM“ abzubilden (siehe oben) und einmal
darzustellen, was so neben dem Observer 191 15. April Breitsameter
zum „Tagesgeschäft“ gehört. 192 15. Mai Rave
Das in den siebziger Jahren gebaute Frei- 193 15. Juni Funke
zeitbad war in die Jahre gekommen und 194 15. Juli Dressler
195 15. August Freunek
sanierungsreif. Es erfolgte der Abbruch und 196 15. September Breitsameter
ab Juli 2002 buddelten die Bagger. Heute, 197 15. Oktober Kempf
am Tage der Observer-Schlußredaktion (20. 198 15. November Funke
3. 2005) ist der neue „Freizeitkomplex“ auch 199 15. Dezember Freunek
für das „gemeine Fußvolk“ geöffnet und Material für Ausgabe 191 an:
tatsächlich „Wasser im Becken“. Außerdem Florian Breitsameter, St.-Martin-Str. 12,
haben Presse und Promis zur Demonstration 86510 Ried-Baindlkirch
der „eigenen Wichtigkeit“ ihr Schaulaufen E-mail: breitsameter@[Link]
beendet. oder an die zuständigen Redakteure
Wer sich dafür interessiert, der werfe (Adressen siehe Impressum) schicken.
einen Blick auf die Illustrationen auf den
Inhalt
02: Routine-Veranstaltung in Dortmund Stargate Atlantis
03: Fanzines
08: Eragon – Tolkien für Arme
Robert Musa über „Schwermetall-
09: Nova und INTERnova Wrestler“ mit Duschvorhang
11: Orson Scott Card siehe Seite 12
12: Stargate Atlantis – die Serie
14: Phantastische Hörspiele
16: Comic + Buch
18: Contermine, Impressum [Link]
Freunek/FO190/Dortmund
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Bevor ich es vergesse: Damit der geneigte Leser die Fanzine-Bewertungen nachvollziehen kann, gibt es anbei
nochmal die Schablone aus dem Hause Denkena:
wow! ultimative Publikation, super, genial...!
Bevor ich es vergesse: die seltsame
ey! prima Zine, weiter so, fast im fannischen Olymp...!
Umgestaltung meiner Bewertungskreise ist
uuiiii! gutes Blatt, aber nicht ausruhen, sondern verbessern...!
Herrn Mampf im Observer # 188 (Februar)
mhhh! geht ja so, aber kann da nicht mehr geboten werden...?
gründlichst daneben gegangen! Er machte
grummel! naja, mit Ruhm bekleckert hat sich da niemand...!
aus den Negativbewertungen (schwarze
achherrje! es hagelt weiche Tomaten und verfaulte Eier...!
Kreise) jeweils ein „+“ und analog dazu
seufz! beschissener geht es wohl kaum, gafia-reif...!
aus dem Positiven ein „–“... Da merkt man
gleich mal wieder, dass der Herausgeber
dieses Blattes selbst so gut wie keine Fan- und seine vielen Inkarnationen“ (von
Redaktionsanschrift:
zines liest. Muss er ja auch nicht, claro! Schwarz) haben mich zu intensiver Lektüre
Aber... Kurt S. Denkena verführt – man liest halt gerne noch einmal,
Postfach 76 03 18 was man dereinst bei Moorcock durch-
Dem Zineredax jedenfalls geht es die 28733 Bremen schmökert hat (die entsprechenden Bücher
letzten Tage wieder gut, er ist seinem fortge- E-Mail: IKUB-ksdenkena@[Link] liegen hier alle vor Ort) und Arthur/Artus,
schrittenen Alterungsprozess entsprechend okay (da vermisse ich allerdings die
relativ fit – und es ist beruhigend zu sehen, Behandlung der für mich interesssantesten
dass Frau Dressler auch ohne diese Sparte den Begriff neo-haft tippen wir hier auch Variante, nämlich „Prince Valiant“/Prinz
einen Observer pickepackevoll zu füllen schon mal vorsichtig an... Eisenherz). Erstes Fazit: Ja, habe etliche Zeit
weiß... Beginnen wir mit den Ursprüngen und mit diesem Zine verbracht, die Sekundär-
Inhalten: PHANZINE „ist ein Projekt, das aus beiträge intensiv studiert, okay, hat was!
Neue Gesichter voller dem SFCÜ und der Internetplattform
altbekannten Strukturen ‚[Link]’ hervorgegangen ist“, letzt-
lich aber kein Clubzine (fraglich in dem
Zusammenhang, warum ein Jahresabo
neben den 4 PhanZines noch 1 x Fic-
tionFantasy beinhaltet) – SFCÜ steht für SFC
ÜberAll. Die Herren Schwarz, Reinhard Zens
und Holger M. Pohl (auch in anderen Clubs
aktiv) präsentieren ein richtiges SF&F-Maga-
zin, d. h. es gibt Stories und Sekundärbeiträ-
ge, dazu natürlich einige Grafiken. Wenn bei
ersterem gleich wieder mit einer Fortsetzung
gearbeitet wird – Kerstin Eiben bringt Prolog
und den 1. Teil von „Die Prophezeiung des
Falken“ –, so weiche ich schon mal
erschreckt bis skeptisch zurück. Auch wenn
dieser Teil mit immerhin 15 Seiten Umfang
recht voluminös daherkommt, so lange War-
tezeiten bis zum Weiterlesen würde ich nur
bei hochkarätigen Autoren bzw. exzellenter
Qualität akzeptieren. Da schon lieber Danie-
la C. Schultz & Holger M. Pohl mit den soli-
den „Drei Wünsche“, fertig und durch. Die
Bildauswahl im Innern ist verbesserungs- XUN gab es mit 8 Ausgaben bereits vor
würdig – Norbert Reichinger bietet seinen Jahrzehnten, „fast 20 Jahre liegen zwischen
PHANZINE # 1 guten Standard und einmal weiß auch Cor- XUN 08 und XUN 09, Mir erscheint es
A4/60 S. nelius Ibs von Seht zu überzeugen, der Rest, zuweilen heute noch unglaublich, wenn ich
Rupert Schwarz, Am Langhölzl 29, nunja. Das farbige Titelbild von Julia Takagi auf diesen langen Zeitraum zurück blicke.“
85540 Haar (bereits im ACD/PRBCBS-Kalender für 2005 Meint jedenfalls der Macher... Unsereiner
& positiv aufgefallen) hingegen gefällt, ein kann sich an XUN nicht erinnern, das ist in
XUN # 9 hübsches repräsentatives Cover! Die Aus- nunmehr 33 Jahren Zineleserschaft nicht
A5/68 S./125 Ex wahl der Rezensionen mutet recht willkür- präsent. Nun, ein Magazin haben wir hier
Bernd Walter, Michelsbergstr. 14, lich an, die LeGuin- und Farmer-Titel hätte nicht vorliegen, Sekundärbeiträge sind nicht
74080 Heilbronn man sich sparen können, desgleichen das vorhanden (leider!). Das zeichnerische Ni-
Gleich 2 Neulinge können hier präsen- Lemuria I-TB und das SOL-Fanzine. Anders veau würde ich um einige Grade besser ein-
tiert werden, und es liegt der Verdacht nahe, schon die Anmerkungen zu Titeln der ordnen als beim PHANZINE: Olga Hopfauf
dass die (zumindest in qualitativer Hinsicht) Umfrage „Meisterwerke der SF“ und in zeichnet verantwortlich für ein innovatives
erfolgreiche Wiederauferstehung von EXO- Sachen Film zu „Sky Captain“ und „Pixelhel- Cover und Backcover, wir begegnen wieder
DUS als kleiner Initialzünder für eine Neube- den im Kino“ (dazu habe ich sonst eher Norbert Reichinger (der zwar nie Zeit hat,
lebung der fannischen Szenerie wirkte – wenig gelesen). Die längeren Beiträge wis- aber überall mit seinen Zeichnungen zu fin-
zumindest, was die Magazin-Sparte angeht. sen auch zu munden, wenn sie allerdings den ist), vor allem aber Harry Messerschmitt,
Leider kommen mit den lobenswerten Initia- auch nicht unbedingt neu und originell zu den Comicfans (der nostalgischen Ausrich-
tiven auch redaktionelle Vorgehensweisen nennen sind: „Michael Moorcock und sein tung) wohlbekannt. Seine Einzelbilder wis-
zutage, die mitunter fanarchaisch wirken, Ewiger Held“ (von Pohl) und „König Arthur sen zu gefallen, sein Comic nicht so ganz
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(wieder und wieder seine amorphen Lebe- … und nun beginnen wir den „Schnell- SPÄT-EUROPA # 2
wesen, nee, ich kann sie nicht mehr sehen). durchlauf“ (das eine oder andere Werk Graphik/A5/20 S.
Bliebe noch Torsten Zentgraf, der meist zu könnte da bei vorhandenem Platz dem- Kai U. Jürgens, Wilhelmplatz 9, 24116 Kiel
überzeugen weiß... Und nun die Stories (arg- nächst auch noch einmal ausführlicher „Der Kontinent der Angst“ ist dieser 2te
hhh!): Gleich die Hälfte der 6 Geschichten auftauchen): Grafikband (s/w) übertitelt, den uns die Edi-
verweisen auf eine Fortsetzung (die dann für tion Malariakopf präsentiert, skurrile SF-
August diesen Jahres geplant ist, naja, Zeichnungen (der Künstler ist fandomanisch
Sonstiges im Bereich
immerhin keine 200 Erdumdrehungen), hilf- eigentlich nur aus seinen Beiträgen für die
Nummernlos bis 99
himmel. Autorennamen gefällig? W. Berner, SF-NOTIZEN bekannt) von exquisiter Qua-
Thomas Berger, Klaus T. Brandner (der auch lität...
noch mit 4 Lyrikbeiträgen präsent ist, tja, BLÄTTER FÜR VOLKSLITERATUR
auch die Gedichte kommen back, wenn # 1/2005 PÜGASSE # 9A
man sich mal so in Fanzinemanien Literatur/A5/24 S. Beruf/A5/4 S./30 Ex
umblickt), Kai Brauns und A. T. Legrand. Die Peter Soukup, Mengergasse 51, Kurt S. Denkena, Postfach 760 318,
inhaltliche Güte haut einem nicht vom A-1210 Wien 28733 Bremen
Hocker, irgendwie leuchtet da der Begriff Der Macher befasst sich mit „UFOs in der Eine Kollegin geht in den Schwanger-
„Neos“ über den Heftrand, das Interieur war Trivialliteratur“ und ist selber irgendwie schaftsurlaub, Zeit für das „Kinderwagenrät-
so lange nicht mehr zu lesen (außer in so abgedriftet: „Seit kurzem ist es amtlich: In sel“...
Blättern wie FREMDE WELTEN, aha, von Tho- Mexiko wurde von offizieller Seite bestätigt,
mas Berger...), scheint auf uraltem Stand ste- dass man UFOs (Unbekannte Flugobjekte) PERRY RHODAN FAN-EDITION
hen geblieben zu sein. Erstes Fazit: Von den gesichtet hat.“ War da nicht auch ein US- # 9, 10
Ankündigungen her hatte ich besseres Präsident, der schon mal... Perry/A5/72+64 S./30 Ex
erwartet, der erste Durchblättern nahm noch Achim Havemann, Postfach 1107,
nicht die Hoffnungen, aber das intensivere PIPS 2004 29452 Hitzacker
Lesen dann ... auweia! DADA/A4/dada S./75 Ex 9: Jörg Isenberg, Der Ring der Sternenwa-
Fahren wir fort mit einem Seitenblick auf Pips, Im Mediapark 12, 50670 Köln le (spielt 2915); 10: Joachim Stahl, Tatort
das ‚Drumherum’, besser: Kuriosa! Nun sind Von Künstlern all over the world werden Imperium Alpha (spielt 3440) – so trifft man
die PHANZINE-Macher ja wirklich keine Neu- Jahr für Jahr die PIPS-Elaborate angefertigt, also wieder auf den damals (80er Jahre) im
linge, aber das intensive Studium von Vor- immer in geringer Stückzahl und von hefti- Fandom für seine guten SF-Stories bekann-
wort, „Abgesang“ sowie „wissenswert“ gen Kosten begleitet (ist halt exklusive ten Autor...
muten mehr als seltsam an: „ist ein Phanta- Kunst). Nachdem frau in den letzten Jahren
stik-Magazin von Fans für Fans“, „Plattform ganze hochwertige Kisten verschickte, MURPHY # 17
für Kreativlinge“ und „ein offenes Magazin“, wurde 2004 zu bodenständigerer Produk- Horror/A5/64 S.
das „selbstverständlich keine Honorare“ tion zurückgefunden, diesmal gibt es zwei Hary-Production, Waldwiesenstr. 22,
zahlt, „ein Non-Profit-Projekt, aber trotzdem Booklets: Die Sammlung von Kryptogenen 66538 Neunkirchen
nicht kostenlos.“ Dazu die Kommentare zu widmen sich den Gegensätzen GUT/BÖSE Robert Gruber/Theo Klein/Martin Hen-
den Beiträgen im Heft – und dem Leser ist (ausgehend von der Künsterlerin Nika Ros- driks, Kreaturen der Apokalypse (Teil III von
klar, er wird als hoffnungslos fandebiles smöller-Schmidt). Für mich nach all den Jah- III des Apokalypse-Zyklus) ...
Wesen angesehen, fern jeder Lebenstüchtig- ren immer noch mit dem nostalgischen
keit... Bei XUN nehmen wir dann solche Ver- Wundertütenimage von Kindheitstagen be- PHANTASTISCH! # 17
tipper wie „der Fall der Berliner Bauer“ nicht haftet, sorry, aber ich mag’s! Möge Claudia Magazin/A4/68 S./1200 Ex
krumm, wundern uns dann aber doch, dass Pütz derlei noch einige Dadazeiten heraus- Achim Havemann, Postfach 1107, 29452
eine Zeichnung gleich 2-mal Verwendung geben... Hitzacker
findet (das haben wir in unserem Fandom- 4 „F“-Interviews: Friedel Wahren (hielt ich
dasein so gut wie nie erlebt, falls über- jahrelang aufgrund des Vornamens für einen
haupt). Gemanagt wird das Blatt übrigens Mann), Herbert W. Franke, Frank Festa sowie
von „Freie Redaktion XUN“ und ist, oh Wun- Cornelia Funke (alles mich interessierende
der!, ebenfalls „eine auf inkommerzieller Menschen). Uwe Anton endlich mal bei
Basis erscheinende Amateur-Publikation“. einer Tätigkeit, die ihn erfüllt: “Neues zu Phi-
Fern jeder Unfreiheit wird für den Herbst lip K. Dick“! Und ein weiteres Highlight:
2005 ein Buchprodukt angekündigt, W. Ber- Bernd Frenz stellt die Comicheftreihe „Men-
ner mit Nr. 01 von „Nova: Teseco im Einsatz“ schenblut“ vor (alles im gutsortierten Haus-
= „Verschollen im Agena-Sektor“. Dieses halt von Herrn Denkena abgelegt)...
Buch Nr. 001 befasst sich mit der Arbeit der
USO, äh, TESECO, dahinter verbirgt sich die IKARUS # 21
TERRA SECURITY ORGANISATION. „Agenten Roman/ca. A5/112 S.
von TESECO waren mit ihren Raumschiffen Romantruhe, Röntgenstr, 79, 50169 Kerpen
in allen Bereichen des kontrollierten Welt- Dirk van den Boom, Putsch der Heiligen...
raumes unterwegs, um gegen Verbrechen
und Kriminalität anzukämpfen.“ Aha, offen- NAUTILUS # 25
sichlich ein Bericht aus ferner Vergangen- Phantastik/A4/116 S.
heit... Abenteuer Medien Verlag, Rostocker Str. 1,
Schließen wir mit den (milden) Bewer- 20099 Hamburg
tungen: Zwei Schwerpunkte: „Viktorianischer
Thrill“ (Sherlock Holmes und alles drumher-
PHANZINE… um in Literatur, Film und Game); Fantasy-
XUN… Brett- und vor allem Rollenspiele (die gibt es
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jetzt so gut 30 Jahre – komisch, hätte hat diesmal den Schwerpunkt bei den
gedacht, länger – und DSA ist immerhin 20 Comic-Zeitschriften Métal Hurlant & Heavy
Jahre dabei – den alten Kram habe ich Metal & Schwermetall („gehört zu den weni-
davon immer noch hier herumliegen). Als gen Publikationen im deutschsprachigen
Beilage gibt es gratis den Fantasy-Taschen- Raum, welche die Seh- und Lesegewohn-
kalender 2005... heiten einer ganzen Generation von
Comicfans geprägt haben“), beschäftigt sich
SIRIUS # 35, 36, 37 mit besonderen Künstlern dieser Aera, um
Roman/A5/64+60+64 S. schließlich bei den beiden Verfilmungen zu
Heinz Mohlberg-Verlag, Hermeskeiler Str. 9. enden. Waugh, da werden viele Erinnerun-
50935 Köln gen wach (von sowas zehrt unsereiner ja
35: Alfred Wallon & Kerstin Dirks, Flam- nur noch)...
men über Bass-Ch’Ron (3. Zyklus aus dem
Thorin-Universum, Band VI); 36: Martin Kay ERB-NOTIZEN # 59
& Alessandra Mancinelli, Die Armada des ERB-Zine/A5/75 Ex
Sternenkönigs (Der letzte Kana, Band IV); 37: Kurt S. Denkena, Postfach 760 318,
Kerstin Dirks & Ulrike Stegemann, Söldner 28733 Bremen
der Morgenröte (3. Zyklus aus dem Thorin- Siehe dazu SF-NOTIZEN # 570...
Universum, Band VII). Meine Güte, ist das
alles kompliziert einzusortieren – aber mit
Band 40 ist bekanntlich (fast) alles vorbei...
SOL # 37 PR PERSPEKTIVE # 75
Perry/A4/64 S./1400 Ex Perrymagazin/A5/88 S.
Achim Havemann, Postfach 1107, Achim Havemann, Harlinger 119,
29452 Hitzacker 29456 Hitzacker
3 für mich lesenswerte Sachen: Völker- Dereinst von Rüdiger Schäfer im Schatten
Datenblatt (Michael Thiesen und Rainer des ACD auf den Weg gebracht, kann dieses
Castor) zu „Die Lemurer“, Robert Hector zu kritische Blatt auf ein prächtigen Jubiläum
„Die Magellanschen Wolken“ sowie Thomas bauen (und wir warten dann mal auf die
Harbach mit dem Blick auf „Raumschiff Pro- „100“) – und unsereiner hat von Anfang an
met – Neue Abenteuer“... mitgelesen (und ist stolz darauf)! Highlight:
ein Interview mit dem gegangenen Perryco-
FLIEGER # 41 verzeichner Ralph Voltz (der einzige Perry-
Ego/A4/16 S./100 Ex zeichner, bei dem wirklich eine zeichneri-
Dieter Steinseifer, Dr.-Wurm-Str. 9, sche Entwicklung zu beobachten war – aber
33104 Paderborn bei dem Erbenklüngel [und in diesem Fall
„Überlegungen zu unserem Universum stimmt die 2te Worthälfte wirklich mal] hat
und zur Weltraumfahrt“... man es halt lieber comical eindimensional)...
BURROUGHS BULLETIN –
NEW SERIES # 61
ERB-Magazine/ca. A4/40 S.
The Burroughs Bibliophiles, University of
Louisville, Louisville, KY 40292, USA
E. R. Burroughs 61stes Werk war “Carson
of Venus” (gibt es sogar auf Deutsch, der-
einst bei Heyne SF). Ansonsten als Schwer-
punkte: Robert R. Barrett mit „The Newspa-
pering of Edgar Rice Burroughs“ (damals
wurde ja noch viel Sorgfalt auf die Illustrie-
rung gelegt!) sowie Vladimir Tucapsky, „Tar-
zan beaten, changed, or silenced – A Brief
Reflection on the Willfulness of Czech
Publishers and Translators“ ...
PLOP # 72
Comic/A5/64 S./150 Ex
Andreas Alt, Kreuzbergstr. 7,
36100 Petersberg
Das einzig wirkliche Comic-Fanzine, COMIXENE # 82
REDDITION # 42 durch und durch für die Neulinge der Zei- Comic-Magazin/A4/68 S.
Comic-Magazin/A4/76 S./30 Ex chenkunst gedacht (erstaunlich viele Leut- Comixene, c/o Nobst, Mühsamstr. 40,
Verlag Volker Hamann, Heederbrook 4e, chen aus Bremen), erscheint und erscheint 10249 Berlin
25355 Barmstedt und erscheint (dankenswerterweise)... Will Eisner ist tot, wir erlesen staunend
Die „Zeitschrift für Graphische Literatur“ eine Jahresvorschau 2005 (wer soll das bit-
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teschön alles kaufen?) und das Titelthema FANZINE-KURIER # 121 peinliche Fotos mit NRW-Ministerpräsident
beglotzt „100 Hefte Simpsons Comics – Ein Zinerezis/A5/12 S./80 Ex Peer Steinbrück auf der Kölner Comic- und
gelbes Jubiläum“. Comiczeichner Achim Armin Möhle, Eibenweg 18, Romanmesse, die bekannt infantilen Leser-
Danz („Die Söldner“) hat übrigens auf Sri 49134 Wallenhorst briefe sowie endlich eine zügige Fortführung
Lanka den Tsunami nur knapp überlebt... Es rezensieren Dirk van den Boom, Hol- der „Prinz Eisenherz“-Sonntagsseiten (ob-
ger Marks, Irene Salzmann, Richard Salz- wohl, naja)...
ERB-APA # 83, 84 mann sowie Christel Scheja...
ERB-Apa/ca. A4/201+244 S./55 Ex Sonstiges im Bereich
Shawn Cavender, PO Box 328, ICOM INTERN # 130 200 bis 299
Cure Beach, NC 28449, USA Comicverein/ICOM/A4/8 S.
Enthält FUWALDA # 63, 64 von Herrn Burkhard Ihme, Danneckerstr. 12,
Denkena – und ist in Sammlung 84 recht 70182 Stuttgart
farbig gestaltet; massenhaft Lektüre... Finanzielle Bilanz 2004, Klaus N. Frick
berichtet von einem SF-Seminar (Wolfenbüt-
tel, wo sonst), die Künstlersozialkasse wird
Sonstiges im Bereich beäugt nebst vielen netten Bildchen ...
100 bis 199
ANDROMEDA-NACHRICHTEN
# 204, 205
SF-Clubzine/SFCD/A5/196+140 S./450 Ex
Andreas Kuschke, Billerbeck 25,
29465 Schnega
„Noch immer ist der Wurm drin! Pech mit
INTRAVENÖS # 147 dem geplanten Austragungsort für den
LEGENDENSÄNGER-EDITION # 118, SF-Clubzine/ACD/A5/104 S./85 Ex JubiläumsCon, Verzögerungen bei der Vor-
119, 120, Sonderband 34 Rüdiger Schäfer, Stixchesstr. 27, standswahl sowie der AN und dazu noch
Stories/A5/64+64+68+84 S./30 Ex 51377 Leverkusen eine saftige Falschmeldung: Nein, Olaf J.
Christel Scheja, Lenbachstr. 8, Erstaunlich, wie präsent ATLAN in diesem Menke ist nicht verstorben.“ Aha, alles wie
42719 Solingen Club & Zine ist (das war nicht immer so)! gehabt. Deshalb: „50 Jahre SFCD e. V. – Fei-
So ein- oder zweimal im Jahr gibt es Enthält auch den PROGRESS REPORT # 1 ert mit!“... (Redaktion: André Brune)
noch eine Lieferung dieser langlebigen Fan- zum ACD Con 2005 in Peine (Ende August)...
tasy-Reihe (Titel: „Alraunenwurz“ & „Land- (Redaktion: Ernestine Gohr) SF OKULAR # 226, 227
zauber“ & „Götterhelden“ & „Shònen-Ai“), SF-Clubzine/SFCNRW/A4/16+14 S.
wobei der Sonderband mal wieder dem PALADIN # 151 Irma Leu, Berliner Str. 206, 45144 Essen
Spezialthema „Erotik“ gewidmet ist (in der SF-Clubzine/THUNDERBOLT/A5/28 S. 20 Jahre trifft sich der Club im „Erkrather
gesamten fannischen Szenerie ist mir sonst Uwe Post, Schalker Str. 113, Krug“ (hey, und 1-mal war der Zineredax ein-
kein Blatt bekannt, das regelmäßig derlei 45881 Gelsenkirchen geladen dabei, als Vortragender, waugh),
präsentiert – habe nur in Erinnerung, dass in Enthält vor allem Reiseberichte und Ta- was einige Gedanken erzeugt. Und dann die
konservativen Kreisen à la SFCD auch mal gebucheintragungen – schon seltsam, was ewige Frage „Quo vadis SF-Club?“ mit fol-
ein Band in der Hinsicht publiziert wurde, einem in Clubzines so vor die Augen kommt gendem Ansatz: „Also, wie müssten wir uns
mit extra Bildchen für die reiferen Jahrgänge, (über Vielfalt im Fandom sollte fan sich ändern, damit wir überhaupt für die Jugend
hüstel) und sogar vor Homosexualität nicht jedenfalls nicht beklagen)... (Redaktion: Theo interessant oder auch nur nett und erträglich
zurückgeschreckt wird (was sagt eigentlich Klein) sind?“... (Redaktion: Sandra Vockenberg)
FOLLOW dazu?)! Ebenfalls ins Auge gefallen:
Die auffallend guten Zeichnungen von Man- SPRECHBLASE # 199 DISKUSSIONSBLATT # 264, 265
fred Lafrenz (in # 119)... Comic-Magazin/A4/68 S. SF-Clubzine/PRBCBS/A5/20+24 S./80 Ex
N. Hethke Verlag, Postfach 1170, Uwe Brunzlow, Klarastr. 15a, 55116 Mainz
69246 Schönau Fotos als Cover, das hat was, vor allem
Eine Ausgabe vor dem großen Jubiläum auch deshalb, weil uns sonst derlei immer
gibt es wie immer jede Menge Nostalgie in Farbe begegnet. Und wer wissen nicht
(Pedrazza, Hergé, Bastei 1954-2004). Dazu will, ob „eine semi-prominente Null-Persön-
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lichkeit schwanger“ ist, der wird hier bestens Sonstiges im Bereich Moorcock has announced that The White
bedient... (Redaktion: Clemens Nissen) 300 bis 399 Wolf’s Son: The Albino in the Middle March,
recently delivered to Warner Aspect, will be
CLUBNACHRICHTEN # 319, 320 the last prose Elric novel. The last couple
SF-Clubzine/PRBCBS/A5/68+56 S./80 Ex will not appear in British editions. ‘It’s very
Uwe Brunzlow, Klarastr. 15a, 55116 Mainz hard to keep producing fantasy novels
Die Farbcover haben das gewisse fanni- which are faithful to readers’ expectations
sche Etwas (diesmal gezeichnet von Norbert and are still original… I have no interest in
„ich werkel allüberall und breche nicht merely adding new wrinkles to an exiting
zusammen“ Reichinger und Ottmar Alzner) genre.’ He will continue to write Elric stories
... (Redaktion: Armin Möhle) for publication as graphic novels. The Ven-
geance of Rome, the last of his Pyat novels,
Sonstiges im Bereich is being polished for Autumn 2005 publica-
400 bis 499 tion”…
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Nova 7
Mit einigen Wochen Verspätung ist Anfang ein nicht registriertes Exemplar leistet. Diese
März bereits die siebte Ausgabe von sind zwar billig, besitzen aber auch irgendei-
„Nova – Das deutsche Magazin für Scien- nen Fehler (meistens in ihrer Programmie-
ce Fiction & Spekulation“ erschienen. rung) und sind deshalb auf dem Schwarz-
Gleichzeitig ist auch die erste Ausgabe markt günstig zu erstehen. Als er Grau n Fee
von „Internova“ käuflich zu erwerben. käuflich erwirbt, ahnt er noch nicht, dass die
Während Nova der deutschsprachigen SF Feen als regierungskritische Informationsträ-
eine Veröffentlichungsplattform bietet, ger benutzt werden. Geschichten z. B. über
zielt Internova auf den internationalen die Regierung, die diese unter Verschluss
Markt ab und hat es sich zur Aufgabe hält. Das Ende der Story ist relativ offen, d. h.
gemacht, vor allem Autoren, die nicht aus der Leser kann sich denken, dass Svaerig an
den USA oder Großbritannien stammen, den gespeicherten Informationen sehr inter-
einen entsprechenden Rahmen zu bieten. essiert ist. Als Leser kann man aus der Story
Aufgrund der internationalen Ausrichtung schließen, dass es subversiven Elementen
von Internova sind alle Beiträge in engli- immer gelingen wird, eine Möglichkeit zu
scher Sprache. finden, ihre Wahrheiten zu transportieren.
Die deutschsprachige Ausgabe bietet auf Helmuth W. Mommers zählt zu den Kurz-
178 Seiten insgesamt zehn Kurzgeschichten, geschichtenautoren, der nicht nur auf zahl-
wovon eine von dem italienischen Autor reiche Veröffentlichungen in den letzten Jah-
Antonio Bellomi stammt. Abgerundet wird ren zurückblicken kann, sondern vor allem
die Ausgabe mit einem Gedicht von Erik diese Erzählform aktiv als Herausgeber
Simon und Sekundärbeiträgen über den Fil- setzen zu müssen, werden gewisse Perso- unterstützt. Die von ihm herausgegebene
memacher Rainer Erler, dem Autor Stephen nenkreise „entsorgt“, wobei sie noch bis in Anthologie VISIONEN 2004 zählt eindeutig
Frey, die „Aliens“ unter uns und die Fortset- den Tod hinein ihren Beitrag für das Fortbe- zu den besten der letzten Jahre. Mit „INCOM-
zungsmanie in der SF-Literatur. Allein die stehen der Gesellschaft leisten. Die Story ist MUNICADO“ entwirft er ein Szenario, in dem
Sekundärbeiträge bieten abwechslungsrei- richtig bissig verfasst und knallhart in ihren eine Familie von Aliens entführt und analog
chen und nachdenklich stimmenden Lese- Aussagen. So zynisch überspitzt muss man von Hamstern gehalten wird. Während die
stoff. mittlerweile die Zukunft unserer Gesellschaft Aliens bemüht sind, es den Menschen so
Im Vordergrund stehen aber natürlich die darstellen, will man als Autor seine Leser angenehm wie möglich zu machen und ihre
Kurzgeschichten. zum Nachdenken animieren, denn die Pro- Bedürfnisse zu erkennen versuchen, sehen
Beim Titel der ersten Kurzgeschichte bleme sind bereits seit Jahrzehnten vorher- sich die vier Familienmitglieder dem For-
„Agenda 2040“ assoziiert der Leser damit sehbar. scherdrang der Aliens ausgesetzt, die wie
sogleich die aktuelle politische Diskussion In Uwe Post „Grau n Fee“ wird eine kleine Kinder agieren, die eine Hamsterfami-
um die „Agenda 2010“ und dieser ist durch- Zukunft beschrieben in der künstlich herge- lie geschenkt bekommen haben. Nachdem
aus angebracht. In Hartmut Schönherrs Bei- stellte Wesen, die von ihrem körperlichen sie wochenlang als „Versuchsobjekte“ oder
trag besteht die Lösung der wachsenden Erscheinungsbild her an Feen erinnern, dem „Haustiere“ lebten und so einzigartige Erfah-
Vergreisung unserer Gesellschaft in einer Menschen zu Diensten sind. Dienste jegli- rungen machen konnten, blicken sie nach
konsequenten Reduzierung dieses Perso- cher Art und für manchen stehen die sexuel- ihrer Rückkehr ganz anders auf ihren Kater.
nenkreises. Anstatt sich mit diesem Problem len Dienstleistungen im Vordergrund. So Eine Story, die den Blick schärft für den
politisch und gesellschaftlich auseinander auch bei Svaerig, der sich aus Geldmangel Umgang mit unseren geliebten Haustieren
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und einfach den Blickwinkel umkehrt. Ge- Protagonist befindet und wie beide Teile
konnt verfasst und vom Aufbau her lesens- zusammengehören. Wolf Wellings Protago-
wert umgesetzt, zeigt Mommers, dass po- nist befindet sich in einer virtuellen Realität,
tentielle Themen für Kurzgeschichten genau herausgelöst aus seinem sterblichen Körper
vor einem liegen. kann er hier weiterexistieren. Keine ganz
Thorsten Küpers Betrag „Warten auf neue Idee fürwahr, aber in der Ausführung
Kogai“ zeigt einmal mehr seinen Ideenreich- und vor allem vom Aufbau her doch lesens-
tum und die Fähigkeit zur entsprechenden wert.
Umsetzung einer solchen. Seine Story ist bit- In „Hostel“ von Hartmut Kasper stößt ein
ter-böse und als Leser kann man sich nicht Raumfrachter mitten im interstellaren Nichts
wirklich mit dem selbst ernannten Widerpart auf das Hostel, welches bereits seit Äonen
des gesellschaftlichen Establishment identi- existiert und sehr geschäftstüchtig zu sein
fizieren. scheint. Es ist dabei nicht an materiellen
Eine im verborgenen stattfindende Werte interessiert, sondern an immateriel-
Kunstauktion soll dazu dienen, den Perfor- len, in diesem Falle an Schadenfreude, eine
mancekünstler Kogai festzunehmen. Dieser dem Hostel noch unbekannte Facette des
schreckt bei seiner Inszenierung vor der menschlichen Humors. Das Fremdwesen
Ermordung seiner Gegner nicht zurück und nicht immer auf Anhieb den menschlichen
verkauft deren Überreste dann an eine Humor begreifen, muss der wachhabende
begüterte, stetig wachsende Anhänger- Raumfahrer sehr schnell erfahren. Neben der
schaft. Die von seinem Gegner Lansing auf eigentlichen Pointe ist die Story gespickt mit
der Seite der Ordnungskräfte aufgestellte In Eckhardts Zukunft fand ebenfalls eine erfundenen Ausdrücken und einigen humor-
Falle, erweist sich als eine für die Ordnungs- Invasion statt und die Menschen verloren vollen Absätzen.
kräfte. Kogai war seinen Häschern wieder die Führung auf ihren Planeten. Sie ergötzen Michael Schneibergs Attentäter geht in
den entscheidenden Schritt voraus und ver- sich u. a. an Stierkämpfen, die allerdings jeder Wirklichkeit zu Werke, in der er eindrin-
einnahmt seine Gegner als Kunstwerke. unter ganz anderen Voraussetzungen durch- gen kann. In „Zerstört das Universum!“ ist
„Warten auf Kogai“ zählt unzweifelhaft zu geführt werden wie dies heute der Fall ist. sein Täter über die jeweiligen Realitätsgren-
den Highlights der vorliegenden NOVA-Aus- Der Stier verfügt dank einer Vielzahl von zen hinaus am Werke. Nicht immer kann er
gabe, auch wenn die Story in ihrer Konse- Regenerationen über einen umfangreichen sein Werk vollenden, aber irgendwann ist er
quenz sicherlich nicht jedem gefallen wird. Erfahrungsschatz und ist dem Torero sogar in einer anderen Realität wieder am Zuge.
Die Umsetzung von Küpers Idee ist unzwei- überlegen, verfügt aber noch über den Stolz Inspiriert von den Ereignissen des 11.
felhaft als gelungen zu betrachten. seiner Vorfahren und nicht jeder Torero er- Septembers bietet Michael Schneiberg sei-
„Krabbelwelt“ von Klaus vor der Land- weist sich seiner würdig. nen Lesern seine ganz eigene Betrachtungs-
wehr präsentiert dem Leser eine Welt, die Vom Aufbau her greift Eckhardt auf be- weise von Selbstmordattentätern. Konse-
von insektoiden Invasoren fast vollständig kannte Mittel. Die schriftstellerische Ausar- quent in der Umsetzung verfasste er einen
zerstört wurde. Die menschliche Zivilisation beitung seiner Idee und seiner Welt ist ge- lesenswerten Beitrag für NOVA.
wurde zerstört und die Überlebenden leben lungen und genau auf dem Punkt gebracht. Die vorliegende Ausgabe von NOVA bie-
auf einem vorindustriellem Niveau, das aber Der Titel von Wolf Wellings Beitrag tet vom schriftstellerischen her durchweg
nur den Rahmen für die Handlung bildet. Im „Nowhere Man“ stammt vom gleichnamigen gute Beiträge. Einige sind von den Ideen her
Mittelpunkt steht die eiserne Jungfer Johan- Song der Beatles und passt haargenau zum nicht mehr neu, sondern variieren diese
na, bei der es sich um einen Robotertorso Inhalt seiner Kurzgeschichte. Der Protagonist lediglich in der Umsetzung. Andere sind auf-
handelt, der es gelingt, mit Hilfe zweier wechselt zwischen einem Zustand, in dem grund ihres Umfanges einfach nur kurzweilig
Menschen eine ansehnliche Anhängerschaft er nicht beschreiben kann wo er sich befin- zu lesen und bleiben nicht länger im Ge-
um sich zu scharen. Bis ein Bad in einem det und wie er dorthin gelangt ist und Ein- dächtnis haften. Der beste Beitrag stammt
Fluss ihrem Sendungsbewusstsein ein jähes sprengseln, die an Computerspiele erinnern, für mich von Thorsten Küper, der wieder ein-
Ende setzt. Samuel und Koriander, ihre in denen er eine der handelnden Figuren mal sein schriftstellerisches Können und sei-
ersten Anhänger, schleppen sie auch weiter- darstellt. Erst nach und nach erschließt sich nen Ideenreichtum unter Beweis stellte.
hin durch die Gegend, bis einer der Invaso- dem Leser, in welchem Zustand sich der Andreas Nordiek
ren auf sie aufmerksam wird und das Ende
der eisernen Jungfer einleitet.
nen letzten Wunsch zu erfüllen. Er macht
Trotz ihrer Kürze wartet die Story mit Wurdack Verlag sich auf die Suche nach Victors Tochter
einem ganz speziellen Humor auf, der vor Ende Februar erschien im Wurdack-Ver- und gerät in einem Strudel aus Intrigen,
allem in den grotesk anmutenden Situatio- lag der Phantastik-Thriller „Lichtscheu“ Verrat und Leidenschaft…
nen zu finden ist. Die Hintergründe der Inva- von Birgit Erwin. Der Roman wird im Paperback-Format
sion u. ä. spielen überhaupt keine Rolle, Ein wenig zum Inhalt: Ein geheimer Auf- verlegt und ca. 200 Seiten umfassen. Wei-
sondern dienen lediglich als Bühne für die trag der Kurie führt den jungen Priester tere Informationen finden sich auf der Ver-
Inszenierung der Auferstehung der eisernen Matteo in das winterliche London. Es lagshomepage.
Jungfer. Aufgrund dessen hebt sie sich von scheint ein einfacher Auftrag zu sein: „Taufe Quelle: Verlagshomepage
den anderen Stories auch ab. den Wissenschaftler Victor Westcamp“.
„Tod am Donnerstag“ von Holger Eck- Doch spätestens als das geweihte
hardt verfügt ebenso über einen ganz eige- Wasser Victors bleiche Haut verbrennt, Edition Phantastia
nen Humor, der allerdings nicht während der begreit Matteo, dass die Kirchenfürsten im Pünktlich zur Leipziger Buchmesse sind
Story vorzufinden ist, sondern ganz am Vatikan ihm wichtige Fakten verschwiegen die für März angekündigten Romane von
Ende seiner kurzen Geschichte. Dabei bietet haben. In den Kellergewölben des Towers Peter Straub, Fritz Leiber und Ray Bradbury
er seinen Lesern ein Ende, welches sich so verspricht Matteo dem Sterbenden, der innerhalb der Paperback-Reihe erschienen
lediglich aus dem Vorwort zu erahnen ge- fest daran glaubt ein Vampir zu sein, sei- und dort präsentiert worden.
wesen wäre, in der Story an sich aber nicht.
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Stargate Atlantis
Episoden 1 und 2
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Freunek/FO190/Serie
Von einer unter dem Eis der Antarktis nur die Overtüre für die eigentlichen wie
entdeckten Station der Antiker – den längst angeblichen Oberfieslinge dieses Spin-Offs.
verschwundenen Erbauern der Stargates – Mit dem Auftritt der rotharigen Nosferatu-
begibt sich ein ausgesuchtes Team auf eine Blagen verabschiedet sich jedwede Ernst-
ungewisse Reise. Ziel ist die sagenhafte haftigkeit aus dem Serien-Kosmos. Das
Stadt Atlantis, die die Antiker erbauten und Chargieren der Ober-Vampe wird nur durch
die sich jetzt in einer fernen Galaxis befin- den Overkill der verlegten Meter Haifischge-
det. Unter der Gesamtleitung von Dr. Eliza- biss in ihrem Rachen übertroffen. Bedroh-
beth Weir (Torri Higginson) begeben sich lichkeit definiert sich aus etwas anderem
Wissenschaftler aus allen Herren Ländern heraus als schlechter Darstellung und mie-
auf die ungewisse Reise. Ungewiß auch, ser Maske.
weil die die Energie der hiesigen Station nur Durch eine handwerkliche Einöde wankt
für ein einmaliges Anwählen ausreicht. Vor auch die Stammbesetzung von ATLANTIS –
Ort, in der Pegasus Galaxie, müßten die zumindest konnte ich in den ersten 90
Menschen nach Mitteln und Wegen suchen, Minuten niemand ausmachen, dessen
um eine dauerhafte Verbindung zur Erde her Figur/Spiel mich auch nur weiter gehend
zu stellen. Colonel Sumner (Robert Patrick) interessiert hätte. Dr. Elizabeth Weir/Torri
und seiner Truppe obliegt der militärische Higginson wirkt derart staubtrocken, daß die
Schutz der Mission. Eher dem Zufall seiner, Sahara ihr gegenüber ein Feuchtbiotop
von der Antiker-Technik anerkannten, Gene wäre. Major John Shepperd/Joe Flanigan
verdankt Major John Sheppard (Joe Flanigan) darf seine verschwurbelte Frisur durch die
den Freiflug nach Pegasus. Szenen tragen und ansonsten den unbe-
Dort angekommen stellen die Menschen Und natürlich gibt es auch Bösewichte
darften Haudegen mit einer Tagesration
fest, daß sich die verlassene Stadt Atlantis in in der fremden Galaxis. Die Wraith – Sensibilität geben. Teyla Emmagan/Rachel
einer Art Ruhephase befindet. Mit den blutschlabbernde Vampire, stets auf Luttrell macht wohl in „Frauenquote“ bei al-
der Jagd nach „Frischfleisch“.
ersten Aktivitäten erwacht die uralte Technik len zukünftigen Einsatzteams und durfte/
zu neuem Leben und offenbart die ersten konnte bis dato nocht nichts zeigen. Lt.
Probleme. Die Energiereserven sind nahezu Aiden Ford/Rainbow Sun Francks steht kon-
erschöpft. Zu allem Überfluß schwebt Atlan- dings noch an die Oberfläche bringen läßt, zeptionel für den Sidekick Shepperds, kann
tis 200 Meter unter der Oberfläche eines ist die Gefahr für das erste gebannt. Alle immerhin besorgt in die Welt blicken und
Ozeans. Die Zeit drängt, weshalb Dr. Weir Bewohner haben die Möglichkeit, sich mit soll angeblich ehrgeizig sein (so steht es
eine erste Expedition zu einem Stargate im den neuen Gegebenheiten auseinander zu zumindest in der Charakterbeschreibung). Dr.
Orbit eines Planeten befiehlt. Oberste Prio- setzen. Rodney McKay/David Hewlett ist der Eier-
rität hat das Auffinden einer neuen Energie- kopf der Mission, kann an keinem Bedie-
quelle. Sumner und Shepperd finden aber Eine banale Handlung, mit der die Dreh- nungsfeld vorbei laufen, ohne sich wortreich
vor Ort keine technische Zivilisation, sondern buchautoren Wright/Cooper hier angeblich darauf zu stürzen und spuckt in den Zwi-
Menschen, die in einer einfachen Zeltstadt ungebremst in die Vollen gehen wollten. schenpausen große Töne über die Möglich-
leben. Die Athosianer nehmen den Trupp Wie in der Mutterserie fehlt auch ATLANTIS keiten, die sich hier auftun. Dr. Carson
freundlich auf, berichten aber auch von der jeder Hauch des phantastisch Fremden. Den Beckett/Paul McGillion wird zukünftig die
großen Gefahr, in der alle bewohnten Wel- Sense of Wonder einmal zur Gänze außen Überlebenden jeder Episode verbinden und
ten der Galaxis leben. Vor langer Zeit haben vor gelassen. Selbst in einer fremden Gala- ist weiters scheinbar für das breite Feld des
die Wraith die Sterneninsel verwüstet. Seit- xie kommt noch jedes Detail altbacken Humors zuständig. Erste Kostproben lassen
her ziehen die Lebensvampire von Welt zu bekannt daher (es beginnt mit dem gala- wenig Hoffnung aufkommen (zumal er bei
Welt, um sich unter den Überlebenden ihre xienweit standardisierten Einheitswald und jedem Auftritt der Wraith-Zottel geschlagen
Nahrung zu suchen. Es dauert nicht lange, endet noch lange nicht mit den obligaten das Feld räumen kann).
bis eben diese Wraith über Athosia erschei- Schnittmustern aus dem Mittelalter!). Eben-
nen und neben Teyla Emmagan (Rachel Lut- so eingefahren wirkt der Erstkontakt mit den In den Staaten soll der blutleere Ableger
trell) auch Col. Sumner entführen. Einheimischen; Augenkontakt, Begrüßung/ einer matten Vorlage großen Anklang finden.
Es dauert nicht lange bis John Shepperd Verständigung (in Englisch natürlich!) und ab Die hiesige Fachpresse (inkl. Hofberichter-
das Mutterschiff der Wraith ausmacht und geht’s in die nächste (meist einzige!) Sied- statter) überschlägt sich vor Begeisterung
mit dem Rest seiner Truppe einen Befrei- lung. Wohlige Langeweile stellt sich ein (was man vielleicht verstehen kann, wenn
ungsversuch unternimmt. Im Inneren muß er (zumal einen die Charaktere/Darsteller auch ein Kritiker die Wraith bereits für „gruselig“
mitansehen wie Sumner von einer Wraith nicht sonderlich kratzen). hält). Es würde mich also nicht wundern
(Andee Frizzell) ausgesaugt wird und in Bis dann die Wraith tatsächlich wie leib- wenn die Darsteller ihre mehrjährigen Vor-
wenigen Augenblicken altert. Shepperds haftig auf dem Plan erscheinen! Ab jetzt verträge auch einlösen können. Schlechte
Erstaunen ist allerdings groß, als er erken- geht das Niveau in unkontrollierten Sinkflug Serien werden mitunter ja richtig alt (s. dar-
nen muß, daß die Wraith dem Schein nach über. stellerische Desaster à la XENA).
unverwundbar sind. Er kann Sumner nicht Bei all der Unfähigkeit zu grundsätzlichen Für überzeugende Schauspielerei kann
retten. Mit Mühe und Not gelingt die Befrei- Kampfstrategien (außer der des Kugelfangs) man/frau sich derzeit eher einen Vincent
ung der anderen, noch lebenden, Gefange- hatten die unzähligen Jaffar der Systemlords D’Onofrio in CRIMINAL INTENT gönnen – und
nen und die Flucht durch das Stargate. Mit doch noch einen kleinen Rest von bedrohli- für den Anmut einer natürlichen Ausstrah-
John Shepperd, der jetzt der ranghöchste cher Optik. Die Ausstattung der Wraith-Trup- lung eine Caterina Scorsone in MISSING.
Offizier ist, gelingt auch den verbliebenen pen als Schwermetall-Wrestler mit Dusch-
Athosianern die Reise nach Atlantis. Just in vorhang auf der Rübe und selbstgebacke- 2. märz 05 – robert musa
dem Augenblick als Dr. Weir die Evakuierung nen Waffen in den Griffeln reizt dagegen
befehlen will. eher zu schallendem Gelächter. Unglückli-
Da sich die bedrohte Stadt dann aller- cherweise ist die Iron-Maiden-Kampftruppe
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Helm mitkommentiert, treibt Furrer eine un- Aber er ist sich nicht sicher, ob er nur unter 24 Stunden später landen Jonas und
geahnte Euphorie, die sich in der Schwere- Drogeneinfluss halluziniert. Andi, der junge Sam mit dem Leih-Helikopter. Auf einer
losigkeit des Weltraums zu einem wahren Einheimische, mit dem Bea ein heimliches künstlichen Insel mitten im Golf von Castel-
Rausch der Gefühle steigert. Vom einzigarti- Verhältnis hat, zweifelt nicht an seine Wahn- lamare. Und schon beginnt der Ärger. Cen-
gen Erlebnis des Weltraums spürbar berührt, vorstellungen. Martha macht währenddessen tro-Manager Juri Samarkand hetzt Smert auf
versucht Astronaut Furrer während der 112 eine faszinierende Entdeckung: Plötzlich den überraschten Detektiv. Aber der Robo-
Erdumrundungen wie in Trance und in gera- erscheinen ihr die Schrecken der Stadt in dog denkt gar nicht daran, ihm an die Kehle
dezu psychedelischen Bildern seine Ein- einem völlig neuen Licht. zu springen. Stattdessen macht er Männ-
drücke auf Tonband festzuhalten. Er medi- chen. Da muss Sam etwas an Smerts Pro-
tiert mit belegter Stimme über das Spiel des Di., 26.04.2005, 15.00 Uhr, BR2, 53:00 min gramm manipuliert haben…
Lichtes unten auf der Erde und die Macht Das Restoratio-Projekt (3) –
und Tiefe der Unendlichkeit. Nie zuvor und Das Hexenspiel Do., 05.05.2005, 15.00 Uhr, BR2, 51:15 min
nie danach wurde der Weltraum so unmit- von Marina Dietz Der letzte Detektiv (40): Mafia
telbar poetisch geschildert. Andreas Ammer von Michael Koser
& Console (Martin Gretschmann und Axel Mi., 04.05.2005, 20.30 Uhr, BR2, 51:15 min
Fischer) schaffen für das Dokument von Fur- Der letzte Detektiv (40): Mafia
rers Weltraumflug einen künstlerischen Rah- von Michael Koser
Festa-Verlag
Vor kurzem gab der Festa-Verlag be-
men. Die Erzählungen vom All wechseln als Sizilien, vereinigte Staaten von Europa,
kannt, dass Verträge mit dem amerikani-
dokumentarische „Rezitative“ ab mit „Welt- April 2016. Darling Belinda, Chefin des Si- schen Schriftsteller Fred Saberhagen über
raum-Arien“: Songs (gesungen von der cherheitsdienstes „Safety First“, will Jonas dessen Dracula-Reihe abgeschlossen
„Console“- Sängerin Miriam Osterrieder), die ins „Centro Venti Venti“ schicken. Zum Euro- wurden. Die neun Romane umfassende
Furrers Formulierungen in Popsongs gießen. gipfel. In dem Kongreßzentrum treffen sich Reihe wird ab Anfang 2006 innerhalb der
Aus dem Dokument eines Abenteuers wird nicht die Politiker-Pappnasen, die im Holo Serie NOSFERATU erscheinen.
ein musikalisches Epos über die Grenzen auftreten. Sondern die echten Strippenzie- In der Reihe NEVERMORE wird als
des Menschseins. Furrers Ritt ins All sollte her. Wirtschaft. Banken und Börsen. For- nächster Band fünf Kurzgeschichten von S.
der letzte Flug der „Challenger“ sein: Bei schung. Industrie. Medien und Kommunika- P. Somtow unter dem Titel „Der Untergang
ihrem nächsten Start explodiert die Raum- tion. Sie legen fest, wo es in Zukunft lang- von Eden“ verlegt. Bei allen Kurzgeschich-
fähre nach 73 Sekunden. Reinhard Furrer geht. Jonas soll die Sicherheitsvorkehrungen ten handelt es sich um Welt-Erstveröffent-
selbst stirbt 10 Jahre später bei einem Flug- checken. lichungen. Die Ausstattung wird entspre-
zeugabsturz unter ungeklärten Umständen. Sam rät Jonas zu. Sam ist schlau. Er ist chend üppig sein und der Preis ebenso.
Innerhalb der Reihe HORROR TB wird
auch der Rede mächtig. Weniger vornehm:
der Novellenband „Lovedeath – Liebe
Di., 19.04.2005, 15.00 Uhr, BR2, 53:45 min Sam ist ein Quatschkopf. Sein Hersteller hat und Tod“ von Dan Simmons im Herbst
Das Restoratio-Projekt (2) – ihn seinerzeit mit Sprachprogrammen vollge- diesen Jahres nachgedruckt werden.
Der schwarze Baumeister stopft. Ein Versuchsmodell. Nie in Serie ge- Quelle: MIDNIGHT MAIL vom 17. 01. und
von Marina Dietz gangen. Was Besseres hat sich Jonas nicht 14. 03. 2005
leisten können. Damals. Heute auch nicht.
Mo., 25.04.2005, 20.30 Uhr, BR2, 53:00 min
Das Restoratio-Projekt (3) –
Das Hexenspiel
von Marina Dietz
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einen verschwundenen Touristen. Er erzählt Lippmann, Stern Buchholz 11
Änderungen bitte mitteilen.
eine alptraumhafte Geschichte, in der ein
seltsamer großer Stein als Opferaltar dient.
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Freunek/FO190/Comics
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Freunek/FO190/Comics+Buch
Modern Graphics Buch des Jahres Schätzing, nämlich „Der Schwarm“ landet
auf Platz 1. Ups! Hat das die fannische
meldet Konkurs Da haben wir den Salat! Der deutsche Gemeinde mitbekommen? Wahrscheinlich
Buchhandel stimmt über „Das Buch des Jah- nicht! Bemerkenswert an dem Titel: Das
an res 2004“ ab. Und was passiert? Ein wasch- „BuchMarkt Expertenpanel“ zitiert daraus
Am 10. März meldete die Rastatter echter Phantastik-Titel, verfaßt von Frank eine Textpassage, die das Hereinbrechen
Modern Graphics Distribution GmbH Konkurs eines Tsunamis schildert. Das ist nichts
angemeldet. Sämtliche Geschäftstätigkeit Besonderes? Das ist morbide Effekthasche-
ruht derzeit und es ist noch nicht absehbar, rei! Das Mitschwimmen auf einem Trend!
ob und in welcher Form das Geschäft even- Das billige Aufspringen auf den Zug?
tuell wieder aufgenommen werden kann. Eben nicht! Wir reden von 2004. Das
Die letzten Auslieferungen gab es Buch entstand „vor“ dem Seebeben und
gestern, als bereits auch ein Teil der Panini- dem Tsunami am 26. Dezember 2004!
Novitäten von Ende März verschickt werden Neben dem Autor Frank Schätzing freut sich
konnte. Die noch nicht ausgelieferte Panini- wahrscheinlich auch sein Verleger Helge
Ware aus dem März wird möglicherweise im Malchow von Kiepenheuer & Witsch. Denn
April dann über den neuen Panini-Vertrieb sage und schreibe 540.000 abverkaufte
angeboten werden. Exemplare sind über den Buchhandel abge-
Definitiv mitbetroffen ist von den aktuel- setzt worden. Das ist eine Menge Holz. Das
len Entwicklungen auch das Verlagsgeschäft ist schon mehr als nur ein Bestseller.
von mg/publishing/, da es sich bei dieser Das sagt der Observer doch artig „Glück-
Firma nicht um eine eigenständige Gesell- wunsch“, zumal Frank Schätzing – der Krea-
schaft handelt. Etwas anders dürfte sich tivdirektor, Werbe-Fuzzi, Musi-Produzent und
dagegen die Lage für Infinity darstellen, da Schriftsteller, bei der Wahl zum „Autor des
hier nur eine Beteiligung von MG vorliegt, Jahres“ auf Platz zwei landete. Na, da kann
die zudem über einzelne Gesellschafter man doch mit zufrieden sein.
„persönlich" eingebracht wurde. Günther Freunek
Comixene News Blog März 2005
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Freunek/FO190/Contermine + Impressum
Post/FO106/
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