Skript Schi
Skript Schi
PH WIEN
Quellennachweis ..................................................................................................................................... 5
[Link] ................................................................................................................................... 6
Lernen............................................................................................................................................ 12
Schuss ........................................................................................................................................ 12
Pflug ........................................................................................................................................... 12
Kurven ....................................................................................................................................... 13
Kanten ....................................................................................................................................... 13
Rutschen .................................................................................................................................... 14
Einführung ..................................................................................................................................... 21
Schuss ............................................................................................................................................ 22
Pflug ............................................................................................................................................... 23
Kurven ........................................................................................................................................... 25
Unterrichtsgestaltung.................................................................................................................... 33
3. Materialkunde ................................................................................................................................... 35
Skilänge.......................................................................................................................................... 36
Schischuh ....................................................................................................................................... 37
Stöcke ............................................................................................................................................ 37
4. Sicherheit ........................................................................................................................................... 38
Wintersportkurs WAGNER WINKELMAIER STÖCKERT [3]
FIS Pistenregeln ............................................................................................................................. 38
[Link]
WÖRNDLE, Werner (2011): Mag. Alpiner Skilauf. IN: Walter, R. (2011. Die Österreichische
Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
STARK, Eva (2011): Mag. Alpiner Skilauf. IN: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag
Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass personenbezogene Bezeichnungen stets für beide
Geschlechter gelten.
1.1 Allgemein
GLEITEN
DREHEN
KANTEN
Mechanische Mittel der Skisteuerung umfassen diejenigen Hilfen oder Vorzüge der Ausrüstung, die
einen entscheidenden Einfluss auf präzises Steuern haben. Mit Ausrüstung ist hier primär der Ski selbst
gemeint, der natürlich über verschiedene Systeme (Platte, Bindung, Schuh) mit dem Skifahrer
verbunden ist, sekundär auch der Skistock. Der Einfluss der Skier auf das Steuern wird durch einige
typische Konstruktionsmerkmale bedingt.
Unter dynamischen Mitteln der Schwungausführung kann man alle Bewegungsvollzüge des Skiläufers
selbst zusammenfassen- also die „klassischen" Bewegungen im alpinen Skisport. Wichtig ist dabei das
alpine Fahrverhalten bzw. die alpine Grundstellung.
Kanten durch Kippen des ganzen Körpers oder durch schnelles Bewegen der Beine unter dem
stabilen Oberkörper
Vorlage (Vorfuß) und Rücklage (Ferse), Mittellage: In Mittellage belastet der Skifahrer die
gesamten Fußsohlen gleichmäßig, daraus folgt eine ausgeglichene Druckverteilung
Kraftübertragung durch den Fuß: exakter Sitz der Schuhe und satter Sohlenstand verbessern
den Kontakt und direkte Übertragung der Steuerbewegung
Bewegungsmerkmale:
Stets in alle Richtungen bewegungsbereite Stellung von Sprung-, Knie- und Hüftgelenk
Größere Außenskibelastung
Gedachte Achsen durch Sprung-, Knie-Hüft - und Schultergelenke sind annähernd parallel
zueinander
Ziel ist es, die einzelnen Phasen miteinander zu verbinden um einen optimalen Schwung zu
erreichen, der von Dynamik, Rhythmus und Sportlichkeit geprägt ist.
Schuss
Bewegungsbeschreibung: Die Ski werden in hüftbreiter und paralleler Spur geführt. Sprung-, Knie-
und Hüftgelenke werden leicht gebeugt und sind so bewegungsbereit
Pflug
Bewegungsbeschreibung: Aus dem Schussfahren werden die Ski durch gleichzeitiges und
gleichmäßiges Drehen der Enden in die Pflugstellung gebracht; Rutschen auf beiden Innenkanten;
Oberkörper und Arme gleichen aus. Eine Hochbewegung mit anschließendem Tiefgehen erleichtert
das Öffnen zum Pflug.
Bewegungsbeschreibung: Aus der Winkelstellung den Aussenski mehr kanten und belasten. Der
Gegendruck vom Gelände führt zum Kurven. Eine Vor-/ Hochbewegung des Körpers und der
Belastungswechsel können bei starken Kurven hilfreich sein.
Kantengriff lösen – Ski im Rutschen steuern – aus der Winkelstellung den bergseitigen Ski beidrehen
Beide Ski werden annähernd gleichzeitig umgekantet und angedreht, die Ski rutschen um die Kurve.
Die Hoch-Tiefbewegung und die Verschiebung des Körperschwerpunktes zur Kurveninnenseite
bewirken den Wechsel von einer Kurvenlage zur anderen. Hüftbreite Spur!
Abb. 12: Paralleles Skisteuern - lange Radien Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Bewegungsbeschreibung:
Gleichzeitiges Umkanten und rhythmisches Pendeln der Beine unter dem Oberkörper führt zum
parallelen Skisteuern in kurzen Radien. Eine ausgeprägte Vertikalbewegung hilft beim Auslösen der
Richtungsänderung.
Abb. 13: Paralleles Skisteuern - kurze Radien Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Bewegungsbeschreibung:
Eine Vor- Hochbewegung mit Umkanten durch Einwärtskippen leitet die Richtungsänderung
ein
Die Kurvenradien werden über den Aufkantwinkel und über die Verlagerung des
Körperschwerpunktes in Skilängsachse angepasst
In der Steuerphase übernimmt der Außenski die Führungsrolle, der Innenski wird
situationsgerecht mitbelastet
Bewegungsbeschreibung:
Die Beine pendeln unter dem Oberkörper hin und her (Aufkanten, Beinspiel).
Der kurze, aber starke Steuerdruck erfordert rasches reagieren für eine zentrale Position des
Körperschwerpunktes über den Skiern.
Körperspannung und Elastizität des Materials ergeben beim Setzen der Kanten einen
Abdruckeffekt und führen so zur Entlastung beim Richtungswechsel.
Abb. 15: Carven - kurze Radien Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Der Unterricht für Kinder und Jugendliche zeigt aufgrund der meist vorhandenen
Bewegungsbegeisterung und großen Geschicklichkeit eher rasche Lernfortschritte. Der methodische
Weg unterscheidet sich vorrangig nur durch Kindern und Jugendlichen entgegenkommenden
Lehrweisen.
beidseitiges Üben
einfaches Erklären
abwechslungsreiches Unterrichten
die Aufstiegshilfen
Einführung
Übungen
Ausrüstung überprüfen
Gleichgewichtsübungen am Stand
Gleitschritte
Absitzen/Aufstehen
Schuss
Übungen
2. Schussfahren probieren
3. Gleichgewichtsschulung: hoch-tief/vor-zurück
Beidbeinige Sprünge
Gleitschritte
Pflug
Ziel:
Übungen:
Abb. 18,19: Pflug Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische
Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Pflug im Auslauf
Übungen:
Kanten – Rutschen
Kanten/Schrägfahren
Übungen
Treppenschritt
Schrägfahren
Abb. 21: Kanten - Schrägfahren Quelle: Walter, R. (2011. Die
Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Schrägfahren ohne Skistöcke: Talhand im
Hüftstütz, Berghand zeigt nach vorne
Rutschen
Übungen:
Fahren in Winkelstellung schräg über den Hang, den bergseitigen Ski zum gebogenen
Rutschen beidrehen
Abb. 22: Rutschen Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek:
Purkersdorf)
Übungen:
Aneinanderreihen
2.3 Anwenden
Ziel: Gleichzeitiges Umkanten, Drehen und Steuern der Ski sind Basis für die Weiterentwicklung;
Erlernen grundlegender Elemente zum Steuern parallel geführter Ski
Übungen:
Einzelschwung – Eineinhalbschwung
Ziel: Stockeinsatz als Hilfe für Gleichgewicht, Entlasten, Drehen und Rhythmus
Lediglich das Andeuten des Stockeinsatzes aus dem Handgelenk ist gewünscht! Kein
tatsächliches ,,Einstechen’’!
Kurze Radien
Übungen:
Abb. 25: Paralleles Skisteuern - kurze Radien Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Lange Radien
Abb. 25: Carven - lange Radien Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Abb. 26: Carven - lange Radien Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Übungen:
Eineinhalbschwung
Wintersportkurs WAGNER WINKELMAIER STÖCKERT [30]
Kurze Radien
Ziel: Rhythmisches Carven in kurzen Radien nahe der Falllinie in situationsgerechter Skiführung, mit
zunehmendem Können sicher gesteuert. Tempokontrolle beim Carven nahe der Falllinie.
Übungen
Vertikalbewegung abbauen
Abb. 26: Carven - kurze Radien Quelle: Walter, R. (2011. Die Österreichische Skischule. Verlag Brüder Hollinek: Purkersdorf)
Der methodische Weg unterscheidet sich vorrangig nur durch Kindern und Jugendlichen
entgegenkommenden Lehrweisen.
Die Kindertechnik ist durch eine leichte Rücklage und dem daraus entstehenden Druckwechsel
charakterisiert, welcher sich bei Kindern bis ca. 12 Jahren beobachten lässt.
Unterschiede
Erwachsener Kind
Belastungswechsel Druckwechsel
verbal visuell
Erklären
Demonstrieren
Kinder fahren aufgrund ihres Bewegungsprofils technisch anders als Erwachsene. Dennoch lernen sie
am besten durch Nachvollziehen. Durch übertriebene Bewegungsausführungen kann man den Kindern
das Nachahmen erleichtern
Üben
Geländeformen ausnützen
Hilfsmittel verwenden
abwechslungsreich
Loben
Korrektur
Lehrer voran
Gruppenfahren
Pausen machen!!
Längssteifigkeit (Flex)
Quersteiffigkeit (Torsion)
Seitenform (Sidecut)
Vorspannung
Skilänge
Die üblichen Längenempfehlungen lauten Körpergröße minus 10-20cm. Die perfekte Skilänge gibt es
nicht, denn in der Regel fährt man einen Mix aus kurzen und langen Schwüngen, niedrigem und hohem
Tempo, griffige und ebene Pisten genauso wie sulzige Buckelpisten.
Schischuh
Zu erwähnen ist noch die FLEX Angabe: Je höher der FLEX desto härter der Schuh! Diese Flex-Zahlen
sind jedoch NICHT genormt.
Stöcke
Den Stock am Griff nehmen und diesen auf den Boden stellen. Jetzt sollte der Unterarm leicht nach
oben geneigt sein. Oder den Stock umdrehen, diesen über dem Teller greifen, dann sollte der Unterarm
parallel zum Boden stehen, bzw. Oberarm zu Unterarm einen rechten Winkel bilden.
FIS Pistenregeln
Jeder Pistenteilnehmer muß sich stets so verhalten, daß er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
Jeder Pistenteilnehmer muß Geschwindigkeit und Fahrweise seinem Können und den Gelände- und Witterungsverhältnissen
anpassen.
Der von hinten kommende Pistenteilnehmer muß seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Pistenteilnehmer nicht
gefährdet.
4. Überholen
Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten
Pistenteilnehmer für alle seine Bewegungen Raum läßt.
Jeder Pistenteilnehmer, der in eine Abfahrtsstrecke einfahren oder ein Pistengelände queren (traversieren) will, muß sich
zuvor nach oben und unten vergewissern, daß er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann. Dasselbe gilt auch nach
jedem Anhalten.
Jeder Pistenteilnehmer muß es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrtsstrecke
aufzuhalten. Ein gestürzter Pistenteilnehmer muß eine solche Stelle so schnell wie möglich wieder frei machen.
7. Aufstieg
Der aufsteigende Pistenteilnehmer darf nur den Rand einer Abfahrtsstrecke benützen, er muß auch diesen bei schlechten
Sichtverhältnissen verlassen. Dasselbe gilt für den Pistenteilnehmer, der zu Fuß absteigt.
Jeder Pistenteilnehmer muß die Zeichen (Markierungen und Hinweisschilder) auf den Abfahrtsstrecken beachten.
Meldung des UnfallsJeder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muß bei einem Unfall seine Personalien
angeben.
Wintersportkurs WAGNER WINKELMAIER STÖCKERT [38]
Schwierigkeitsgrade für Pisten
Europäische Lawinengefahrenskala