AIDA Script
AIDA Script
Amneris:
JEDE FABEL UND GESCHICHTE,
JEDES DRAMA,JEDES STÜCK,
HANDELT VON DEMSELBEN THEMA:
WAS IST LIEBE, WAS IST GLÜCK?
Amneris:
DIES IST DIE STORY EINER LIEBE DIE DEN HASS DER ZEIT BEZWANG!
VIEL STÄRKER ALS ÜBERMACHT UND UNTERGANG.
SIE BEGINNT AM NIL IN EINEM KRIEGSJAHR
UND IN EINEM LAND DAS OHNE GNADE WAR.
Soldaten:
OH OH.....WER VIEL WAGT DER GEWINNT!
OH OH.....WER VIEL WAGT DER GEWINNT!
Radames:
ALLES FÜR ÄGYPTEN!
RUM UND MACHT FÜR UNSER LAND.
ES BEHERRSCHT DEN NIL VOM DELTA
BIS HINAUF ZUM WÜSTENSAND.
WIR WOLLEN MEHR,WIR SEHEN MEHR,
WIR BRINGEN MEHR ZURÜCK,
WIR FAHRN MIT BEUTE HEIM,
WER MUT HAT,HAT AUCH GLÜCK.
Soldaten:
OH OH....WER WAS WAGT DER GEWINNT!
Radames:
ES IST ERREICHT KEIN ZWEIFEL MEHR
MEIN LEBENSWEG FÜHRT STEIL BERGAUF.
KEIN TRAUM DER SICH NICHT ERFÜLLT,
MEINEN TRIUMPH HÄLT NICHTS MEHR AUF.
WIR DRANGEN VOR,WIR HIELTEN STAND,
WIR SCHLUGEN ZU,WIR FÜHRTN KRIEG.
WIR WARN WO VOR UNS KEINER WAR.
Radames:
WIR WOLLEN MEHR,WIR SEHEN MEHR,
WIR BRINGEN MEHR ZURÜCK.
WIR FAHRN MIT BEUTE HEIM,
WER MUT HAT,HAT AUCH GLÜCK
Soldaten:
OH OH....
Radames:
DENN WER JUNG IST GEWINNT!
Soldaten:
OH OH....
Radames:
WER VIEL WAGT DER GEWINNT!
Radames: Weißt du nicht, dass Pharaos Krieger im Land deiner Väter sind? Keine gute Zeit
für Spaziergänge am Nil. Sind Nubiens Schönheiten so wild darauf in unser goldenes
Ägypten zu kommen?
Legt sie in Ketten! Ist die Karte fertig?
Ägypter: Jawohl! Oberster Herrführer!
Radames: Das lässt sich sehen. Aber das stimmt nicht. Der Nil wendet sich schon hier nach
Norden. An dieser Stelle. Das muss er ändern.
Aida: Glaubst du weil du uns Nubier in deine Gewalt gebracht hast, könntest du mit uns
machen was du willst?
Aida: Dann halte ich mich nur an deine Art Moral. Da ich diesen Ägypter in meine Gewalt
gebracht habe kann ich mit ihm machen was ich will.
Lasst sie frei!
Radames: Die stören nur. Alle Achtung. Mut hat die Wildkatze, das muss man ihr lassen. Ich
sollte dich einreihen unter die kühnsten meiner stolzen Krieger. Dich zu meiner persönlichen
Leibwache ernennen.
Radames: Auf die Knie! Du spielst mit dem Feuer Katze. Ich weiß schon, du liebst die
Gefahr!
Radames: du...
Aida:
NEIN DU WEISST VON MIR GAR NICHTS.
UND WILLST AUCH NICHTS HÖR`N!
DRUM SPAR DIR DEN VERSUCH UNS ZU ERKLÄR`N!
DU HAST UNS GEPLÜNDERT,
VERSCHLEPPT UND VERSKLAVT,
UNS BLIEB NUR NOCH EINS,
DER STOLZ UNSRER HERZEN.
UND DEN KANNST AUCH DU NICHT ZERSTÖR`N!
Aida: Aida!
Radames: Du bist jetzt eine Sklavin Katze, vergiss das nicht. Sonst wirst du nicht lange
überleben.
Aida:
DAS HEUTE,IST EIN NIRGENDWO,
DAS MICH ZUTIEFST VERWIRRT.
EIN AUGENBLICK DER LEERE,
DURCH DEN DIE HOFFNUNG IRRT.
BEDEUTUNGSLOS DOCH LANG GENUG,
DASS AUS SCHMERZ VERZWEIFLUNG WIRD.
DIE ZUKUNFT IST EIN NIEMANDSLAND
IN DEM MICH KEINER KENNT.
IM LABYRINTH AUS NEID UND GIER,
WO MAN GEMEINHEIT STÄRKE NENNT,
LEUCHTET NUR DER HORIZONT,
WO MEIN LEBENSTRAUM VERBRENNT.....
LEUCHTET NUR DER HORIZONT,
WO MEIN LEBENSTRAUM VERBRENNT.
Radames: Mereb!
Mereb: Mein Gebieter! Was bebt mein Herz vor Freude euch wieder zu sehn, meinen Herrn
und Wohltäter.
Mereb: In überaus guter Ordnung, erhabener Kriegsfürst,.. nur eine geringe Anzahl der
Fässchen mit dem Wein ist auf unheimliche Weise verschwunden....
Zoser: Sei gegrüßt, tapferer Sohn und edler Krieger! Willkommen in der Heimat! Aus dem
Weg Domestik.
Mereb: Verzeiht, erhabener Zoser, der ihr geliebt werdet von den Untertanen, den Göttern
und vor allem, von euch selbst!!
Zoser: Was hielt dich auf Radames? Sechs Monde lang habe ich gewartet! Ich fing schon an
mir Sorgen zu machen! Du hattest doch hoffentlich keine Verwundungen auszuheilen?
Zoser: Genau das sagte ich zur Prinzessin, wenn sie in Sorge um dich war. Es lebt kein Mann
sagte ich, der meinen Radames im Kampf der Schwerter besiegen kann.
Radames: Kein Mann. Eine gewisse Frau allerdings hätte es womöglich gekonnt.
Radames: Stell dir vor was wir herausgefunden haben. Hinter der fünften
Stromschnelle führt der Nil geradewegs auf Kattun zu.
Zoser: Dann können wir die Stadt vom Wasser aus angreifen. Hast du das Gebiet
vermessen lassen?
Radames: Mit den Karten die wir gezeichnet haben wird sich ein Tebaner in Nubien mehr
daheim fühlen, als in Teben.
Zoser: Und Gefangene hast du auch gemacht, wie ich sehe. Ich bin stolz auf dich Radames.
Bringt sie zu den Kupfergruben. Im Bergwerk
sterben uns die Sklaven weg wie die Fliegen.
Radames: Halt. Die bleibt. Ich muss doch ein Geschenk haben für die Prinzessin.
Radames: Führt sie alle zum Verwalter der Palastdomainen. Sie können bei der Ernte helfen.
Alles Frauen. In der Grube würden sie keinen Tag überstehen.
Zoser: Es soll geschehen wie du es wünschst guter Sohn. Es sind deine Sklaven.
Aida: Ich bin geschmeichelt tapferer Kriegsmann. Sie sehen nicht aus wie jemand
der es nötig hat einer Frau hinterher zu laufen.
Zoser: Du hast die Tochter des Pharaos sechs Monate lang nicht gesehen. Meinst Du
nicht, mein Sohn, es wäre angebracht sich persönlich zu ihr zu bemühen um deinen
Bund mit ihr zu erneuern?
Radames: Das werde ich gewiss tun Vater. Zu gegebener Zeit. Ich werde ohnehin nicht sehr
lange bleiben. Mein Eroberungszug ist noch nicht zu ende. Sobald sich meine Leute ausgeruht
haben, breche ich wieder auf.
Zoser: Das geht nicht. Ägypten braucht dich jetzt. Mir ist unlängst der erhabene Horus im
Traum erschienen. Der Schatten seiner mächtigen Schwingen fiel über den Pharao. Unsere
Stunde rückt näher.
4) Eine Pyramide mehr
Zoser:
WÄHREND DEINER EXKURSIONEN
HAT SICH MANCHES HIER GETAN!
ICH HAB GROSSE AMBITIONEN,
NUR AUF DICH KOMMT ES JETZT AN.
Zoser: Allerdings. Dein Besuch wird ihm wohl tun. Wir sehen uns heute Abend beim dem
Bankett, stolzer Krieger.
Zoser: BIS WIR IHN ZUR MUMIE BINDEN,MACHEN ALLE PLÄNE HALT!
Beamte: HALT!
Zoser:
DOCH DANACH WIRD ER VERSCHWINDEN,
EINGESALBT,VERSCHNÜRRT UND KALT!
Beamte: Kalt!
Zoser:
FÜR ÄGYPTEN WOLL`N WIR STREITEN.
DAS ES BLÜHT IST UNSER ZIEL.
ES ERWARTEN GOLDN`E ZEITEN
UNSER STOLZES REICH AM NIL!
WIR BAU`N KEINEN NEUEN HAFEN,
KEIN GRENZWALL UND KEIN WEHR
NUR MIT VIELEN TAUSEND SKLAVEN
EINE PYRAMIDE MEHR!
Beamte:
BAUT SIE, BAUT SIE! BAUT SIE, BAUT SIE! BAUT SIE!
Zoser:
Jemand hat dem Pharao von unseren vertraulichen Gesprächen Mitteilung [Link]äter!
Weg mit ihm..Wer uns gefährlich wird,muss sterben.
Zoser:
WIR BAU`N KEINEN NEUEN HAFEN,KEIN GRENZWALL UND KEIN WEHR
DOCH MIT VIEL TAUSEND SKLAVEN BAU`N WIR EINE PYRAMIDE MEHR!
Zoser:
Haben sie mehr Arsen extrahiert?
Wer hätte gedacht, dass unsere Kupfergruben so überaus ergiebig sein würden?
Heute Abend auf dem Bankett träufeln sie wieder etwas Arsen in den Wein für den Pharao.
Auch diesmal nur ein paar Tropfen. Wir wollen ja nicht, dass er [Link] nicht.
Mereb:
Jetzt könnte man sie wahrhaftig für eine Zofe halten
Mein Gebieter freilich hat auf den ersten Blicke gesehen, dass sie keine gewöhnliche Sklavin
sind.
Aida:
Was dieser Radames merkt und versteht, lässt sich auf ein Sandkorn gravieren.
Mereb:
Bei aller Hochachtung Verehrteste, sie sollten ihm dankbar sein. Immerhin hat er sie und die
anderen vor dem Tod in der Kupfergrube bewahrt.
Aida:
Zuerst hat er uns hierher verschleppt. Doch ich gebe zu, er erstaunt mich.
Mereb:
Mich brachten sie her als ich zehn war. Die Palastwachen wollten mich totschlagen, aber
Radames hat es verhindert. Ich stand von da an, unter seinem Schutz. Und heute bin ich sein
Hausmeister und Kammerherr. Es ist mir durchaus bewusst, was sie von mir denken. Das ich
einer von ihnen geworden bin. Aber sie irren, im Herzen bin ich Nubier geblieben.
Ich werde immer ein Nubier sein
Aida:
Natürlich..
Mereb:
DIE STADT IN DEINEN TRÄUMEN,
DIE WAR AUCH MEIN ZUHAUS.
DOCH ALS DAS GROSSE UNGLÜCK KAM,
WAR MEINE KINDHEIT AUS.
ÄGYPTISCHE SOLDATEN,GEWALT,
DIE MAUERN BRACH!
MAN TRIEB UNS FORT IN KETTEN,
DU SAHST UNS WEINEND NACH!
DRUM: ICH KENN DICH!
JA,ICH KENN DICH.
VOR DIESEM TAG DES GRAUENS,
WAR`N WIR SEHR ANGESEHEN.
UND ICH SAH MEINEN VATER
DAMALS OFT ZUM KÖNIG GEH`N.
ALS BERATER SEINER MAJESTÄT,
PERSÖNLICH AUSERWÄHLT.
VON DIR, DES KÖNIGS TOCHTER,
HAT ER MIR VIEL ERZÄHLT!
DRUM: ICH KENN DICH!
JA ICH KENN DICH!
Aida:
DU WEISST ZUVIEL UND WAS DU WEISST
DARF NIEMAND HIER ERFAHR`N.
WIR SIND NUR SKLAVEN HIER,
DAS HEISST: WIR SIND NICHT DIE WIR WAR`N.
Mereb:
WIR WERDEN WIEDER FREI SEIN,
DIE HOFFNUNG LEBT IN MIR
UND DIESER FUNKE HOFFNUNG STIRBT NIE!
AUCH NICHT IN DIR!
Aida:
ALS HOFFNUNG BLEIBT NUR SCHWEIGEN UND DAS DU MICH VERGISST.
Mereb:
DU WIRST PRINZESSIN BLEIBEN,
WO IMMER DU AUCH BIST!
Aida:
NIEMAND KENNT MICH.
Mereb:
DOCH,ICH KENN DICH!
Aida:
NIEMAND KENNT MICH.
Mereb:
DOCH,ICH KENN DICH!!!
JA, ICH KENN DICH.....
Oh Prinzessin!
Aida:
Mereb, du musst mich behandeln wie eine ganz gewöhnliche Sklavin. Die Ägypter
dürfen nie erfahren, dass ich die Tochter des nubischen Königs bin, denn sonst…
Beide:
…bringt man mich (sie) um
Mereb:
Seien sie unbesorgt Prinzessin. Wir Nubier würden eher sterben, als sie verraten.
Aida:
Trotzdem. Du darfst keinem sagen wer ich bin. Keinem.
Von jetzt an bin ich nichts anderes als das Geschenk eines ägyptischen Heerführers an seine
Prinzessin.
Mereb:
Amneris ist übrigens mehr für Radames als nur seine Prinzessin.
Sie sind einander versprochen, er wird sie heiraten.
Aida:
Heiraten? Wann?
Mereb:
Am Tag an dem sein Schiff untergeht und die königlichen Schiffsbauer sich weigern
ihm ein neues zu bauen. Ich fürchte wir müssen gehen. Prinzessin, ich darf sie zur Prinzessin
geleiten.
Amneris: Ach du kuhäugige Nut. Warum ist das Schönbleiben nur so anstrengend? Na ja..
immerhin...die Mühe lohnt sich! Finden sie nicht auch, meine Damen?!
Palastdamen: Oh ja!!
Amneris: Sie übertrieben! Wenn auch nur ein bisschen! Ich denke ich bin begehrenswert. Bin
ich das meine Damen?
Palastdamen: Ja ja!
Amneris: Wirklich? Dann erklären sie mir doch bitte warum man mich vernachlässigt. Wo
bleibt Radames? Hat er nicht versprochen mein ein und alles zu sein? Ach…er liebt mich
nicht mehr. Meinen Vater hat er besucht, und seinen Vater und wahrscheinlich jeden
verschrumpelten alten Tatagreis im ganzen Land!!
Vernachlässigt! Mich! Eine junge Prinzessin mit einer nahezu göttlichen Figur, mit
Alabasterhaut und phänomenalen Haar! Hat mein Held mich vergessen?
Mereb:
Nicht doch, holde Prinzessin Amneris! Reich an Schönheit. Zauber und Klimbim. Radames
verzehrt sich nach ihrer Alabasterhaut. Er wird sie erst heute Abend in die Arme schließen,
wenn sie auf dem Fest wieder in einem ihrer atemberaubenden Abendkleider erscheinen.
Vorab schickt er ihnen seine glühende Liebe, und dieses Geschenk!
Amneris:
Eine Zofe? Was um Himmelswillen soll ich mit noch einer Zofe??? Hat dieses Geschenk auch
einen Namen?
Aida:
Aida!
Amneris:
Hat die Sklavin gerade etwas gesagt?
Aida:
Mein Name ist Aida Prinzessin und ich nehme an sie werden mit Freude…
Amneris:
Impertinenz! Sie senkt nicht ihren Blick! Sie zittert nicht? Fürchtet sie sich etwa nicht?
Aida:
Würde es ihnen den gefallen, wenn ich mich fürchtete?
Aida:
Das freut mich. Ich entspreche also ihren Wünschen?
Amneris : Ja, das stimmt....lassen wir das! Du wolltest gerade etwas sagen über...?
Aida:
Ich darf ihnen versichern, dass er in ausgezeichneter Verfassung ist. Er erliegt keine
Kriegsverletzungen, er sieht gut aus, sehr gut sogar und er spricht von ihnen!
Amneris:
Das ist wunderbar. Ich war so.....Mir scheint du hast ein schlaues Köpfchen, nicht wahr,
Aida?!
Aida:
Vor allem habe ich ein Händchen für schöne Sachen. Wenn sie mir erlauben, Prinzessin näh
ich ihnen ein Kleid, das farblich besser zu ihren Augen passt. Ich kenne eine Färbemethode,
die den Stoff zum glänzen bringt, ein Geheimnis, das von entflohenen Sklaven nach Nubien
getragen wurde und dort behütet wird seit der Zeit der Königin Nophretete.
Amneris: Eine Skalvin die etwas von Mode versteht??! Ich behalte sie! Oh, Radames ich bin
beschämt! Er kennt mich wie keiner! Wie umsichtig er seine Geschenke aussucht. Eile,
Mereb! Führe Aida ins Nähzimmer!!
Nun, meine Damen, An die Arbeit! Wir wollen dieses Juwel polieren und in Samt und Seide
fassen.
Palastdamen:
UNTENRUM!OBENRUM!HINTENRUM!VORNERUM!
Amneris:
IM PALAST UND IN DEN GASSEN,
WAS ICH TRAG MUSS ZU MIR PASSEN!
MUSS GESCHICKT GENÄHT UND GUT
GEBÜGELT SEIN.
STRÜMPFE,TÜCHER UND PERRÜCKEN,
WAS ICH ANZIEH MUSS MICH SCHMÜCKEN.
EINE FALSCHE WAHL WÜRD ICH
MIR NIE VERZEIH`N!
(Modenschau)
Radames:
Mereb, hat der Prinzessin mein Geschenk gefallen?
Mereb: Sie war entzückt, mein Gebieter. Der Sklavin Aida ist es gelungen sich in kürzester
Zeit, ganz und gar unentbehrlich zu machen!
Radames: Nichts anderes hab ich erwartet. Hat Aida dir etwas über sich erzählt? Sie ist so
anders als alle Frauen, die mir bisher begegnet sind! Ich frage mich...
Amneris: Und ich dachte schon du hast nur noch Kriege und Landkarten im Kopf.
Radames: Sehr erfolgreich. Wir kamen ein gutes Stück über Assuan hinaus. Und drangen auf
jungfräuliches Gebiet vor..
Amneris: Jungfräulich? Na,das klingt ja sehr romantisch. Vielleicht sollte ich das nächste mal
mitkommen...
Radames: Warum nicht, schöne Prinzessin? Wir schlafen mit Sandwürmern, ernähren uns
von getrocknetem Affenfleisch und das Wasser war diesmal so faul, dass wir tagelang
nichts…
Palastdame: Prinzessin, die Nachricht von ihrer Ankunft hat im nubischen Lager die Runde
gemacht. Ihr Volk kann’s kaum erwarten, sie zu begrüßen.
Willkommen, willkommen!
Aida:
Mereb!!
Mereb: Ja, ich geb’s ja zu. Ich hab’s weitergesagt, aber nur einer einzigen Person. Prinzessin,
ihr Volk muss doch wissen, dass sie unter uns weilen.
Pharao:
Oberster Heerführer. Ich erhebe den Becher auf den Erfolg ihrer Expedition. Dank der von
ihren entdeckten Route, sind unsere Truppen nun in der Lage, Nubien mit ganzer Übermacht
anzugreifen. Mit Hilfe der Götter wird dieser lange Krieg schon bald enden und zwar mit
Ägyptens vollständigen und endgültigem Sieg.
Alle:
Auf Radames!
Pharao:
Amneris, soll ich Weitersprechen?
Pharao:
Radames, du bist heute morgen mit dem Wunsch zu mir gekommen, eine weitere Ruhmreiche
Exkursion zu unternehmen. Aber ich habe einen wichtigeren Auftrag für dich. Auch wenn er
bedeutet, dass du nie wieder Ägyptischen Boden verlassen kannst, handelt es sich doch, denke
ich, um eine Aufgabe die dich mit Freude erfüllen wird. Eine, die ich nur einen Mann
anvertrauen möchte, den ich schon lange als Mitglied meiner eigenen Familie betrachte.
Radames:
Es war und ist mir eine große Ehre, mein Leben dem Dienst für den erhabenen Sohn der Isis
zu weihen.
Pharao:
Wie ihr alle wisst, verharren mein Heerführer Radames und meine Tochter, im Stande der
Verlobung seit mehr als neuen Jahren. Lange genug, denke ich.
Des Wartens soll nun genug sein. Ich möchte meine über alles geliebte Tochter und mein
Volk in guten Händen wissen, bevor ich diese Welt verlasse. Deshalb soll am siebten
Sonnenaufgang von heute, Zosers heldenhafter Sohn Radames, die liebliche Prinzessin
Amneris heiraten. Der Sohn der Isis hat gesprochen!
Amneris: Ja!
Zoser: Ich gratuliere meinem prachtvollen Sohn und erhebe das Glas auf dem Bräutigam.
Hätte ich geahnt, dass aus dem königlichen Pummelchen einmal eine so bezaubernde junge
Frau wird, hätte ich seiner Zeit ohne Zweifel selbst um ihre Hand angehalten..
Radames: Ich kann dir immer noch den Vortritt lassen, Vater.
Zoser:
Was redest du? Liegt dir so wenig an Amneris?
Radmes: Mir liegt so viel an ihr. Wir kennen uns seit der Kindheit und waren immer ehrlich
zueinander.
Zoser:
Diese Heirat ist hohe Politik. Ehrlichkeit und Politik sind wie Feuer und Wasser. Radames,
ich habe jahrelang auf diesen Tag hingearbeitet, ich lasse nicht zu, dass du wegen lächerlicher
Skrupel, meine Pläne gefährdest. Ich für dich, du für mich!
Willkommen im Kreis der Mächtigen, Sohn. Ich verlasse mich auf dich.
Radames: Jeder hat es in der Hand, welchen Weg, das Schicksal nimmt, Aufstieg oder
Untergang, das wird von jedem selbst bestimmt...
Im Palast hier gilt das nicht, hier herrschen Zwang und Heuchelei, dort draußen aber lernte
ich...an sich glauben macht frei!
Nein, bleib da!
Aida: Mein Vater und ich sind oft tagelang den Nil heraufgesegelt. Ich durfte am Steuer
stehen. Und manchmal hab ich uns absichtlich auf Grund laufen lassen, immer wenn ich mir
etwas am Ufer anschauen wollte.
Aida: Nie sehr weit, im Norden hinter der ersten Stromschnelle beginnt Ägypten. Mein Vater
schärfte mir ein, mich niemals der Grenze zu nähern. Er hatte Angst um mich.
Radames: Aber die erste Ägyptische Siedlung liegt weit unterhalb der ersten Stromschnelle.
Still ist es dort und unberührt. Und das Licht der Sonne ist so anders. In Ägypten ist es klar
und grell, aber dort schimmert es durch die hohen Bäume. Die schönste Landschaft, die ich je
sah.
Aida: Natürlich! Das gehört ja auch noch zu Nubien! Wie gern würde ich einmal diesen Teil
meiner Heimat sehn..
Radames:
WEIT FORT VON HIER VERBORGNE WUNDER FINDEN
UND SEHN WAS KAUM EIN AUGE VORHER SAH.
IN DEM ZAUBER EINES AUGENBLICKS VERSCHWINDEN,
DEM TRAUM VOM PARADIES AUF EINMAL NAH....
Aida:
Sprechen sie jetzt von Nubien?
Radames:
Auch davon....
Aida:
WÄR ICH HIER NICHT GEFANGEN WÜRD ICH REISEN.
ZURÜCK DORTHIN WO JEDE SEHNSUCHT SCHWEIGT.
WO ÜBER PALMENHAINEN VÖGEL KREISEN.
WO SCHÖNHEIT SICH IN WILDER FREIHEIT ZEIGT!
Radames:
Ich würde dich mitnehmen. Flussaufwärts, weil du dich da auskennst.
Aida:
Oh ja. Irgendwo wo weit und breit keine Menschen sind. Dann spring ich aus dem Boot,
werfe meine Sandalen fort und renn, renn einfach fort von allem und niemand ist da, der
herumnörgelt an mir ,und mich daran erinnert, dass ich mich benehmen muss wie eine....mich
benehmen muss....
Radames:
DIE WELT DORT WIRD DER WIRKLICHKEIT NICHT GLEICHEN.
Aida:
UND NICHTS UND NIEMAND SPERRTE MICH DORT EIN!
Radames:
KEIN SCHATTEN DIESER WELT KÖNNT MICH ERREICHEN.
Aida:
UND IN MIR WÜRDE MUT UND HOFFNUNG SEIN.
Beide:
DOCH HALT?!
WARUM SAG ICH DAS???
Aida:
IHM,DER MICH GAR NICHT KENNT.
Radames:
IHR,DIE MIR FREMD IST UND VON DER MICH MACHT UND WÜRDE TRENNT.
Beide:
WIR MACHTEN BEIDE EINE REISE,
VON EINEM TRAUM BERÜHRT
UND SELTSAM, UNS HAT DIESER TRAUM,
ZUM SELBEN ZIEL GEFÜHRT.
Radames:
Ach, Unsinn! Ich werde dich nie zum Segeln mitnehmen. Ich werde Ägypten nie mehr
verlassen.
Stattdessen sitz ich hier auf dem Thron und schick andere Leute auf Entdeckungsreise.
Aida:
Sie reden als wären sie versklavt.
Vielleicht nicht durch Ketten, aber durch ein Eheversprechen!
Aida: Ohoh…
Radames: Was machst du da?
Aida: Ich trockne mir die tränennassen Augen! Gezwungen eine Prinzessin zu heiraten?
Oh…welch Ungemach! Ich verstehe, der große Heerführer will in Landstriche einfallen, die
seit Jahrhunderten von Menschen bewohnt werden um zu verkünden, er habe eine neue Welt
entdeckt, stattdessen hat man ihm den Pharaonen Thron zugesagt. Entsetzlich. Wahrlich eine
Tragödie!
Aida: Oh nein, wenn es hier einer zu weit treibt, dann sie! Falls ihnen ihr Schicksal misfällt,
ändern sie es! Sie sind ihr eigener Herr, sie tragen keine Fesseln.
Also erwarten sie weder Mitleid, noch Verständnis von ihrer nichtswürdigen Palastsklavin.
Radames:
Bleib hier! Ich befehle dir, hier zu bleiben!
WARUM HAB ICH DAS GESAGT?
IHR, DIE MICH GAR NICHT KENNT?
IHR DIE MIR FREMD IST UND VON DER MICH MACHT
UND WÜRDE TRENNT.
WIR WAREN BEIDE FÜR SEKUNDEN
VON EINEM TRAUM BERÜHRT.
VERGISS ES.
NUR DIE FANTASIE
HAT UNS ZWEI VERFÜHRT.
UNS ZWEI......VERFÜHRT.....
Aida: Gestatten sie, Prinzessin, lassen sie mich das machen. Wie geht es ihrem Vater?
Amneris: Ich versteh das nicht. Diese Krankheit kam so plötzlich, noch vor ein paar Wochen
war mein Vater vollkommen gesund. Die Hofärzte stehen vor einem Rätsel.
War der Abend zu Ehren meines Radames nicht ein prachtvolles Fest?
Amneris: Aber unsere Hochzeitsfeier wird alles in den Schatten stellen. Es gibt noch so viel
zu tun bis dahin...Eine 1000 Ellen hohe Statur aus Bronze wird am Eingang stehen, von mir.
Und die Tafelaufsätze aus Rosen und Lilien müssen so gesteckt werden, dass sie aussehen,
wie ich.
Aida: Nein, das meine ich nicht. Prinzessin sein ist schwer..
Amneris: Schwerer als du ahnst! Diese Erwartungen, diese Verantwortung.
Amneris:
ICH KANN ALLE FASZINIEREN
MEINE REIZE HÜBSCH DRAPIEREN
GEHTS UM TRENDS UND MODE,
BIN ICH SPEZIALIST.
ICH GENIESSE SCHMUCK UND KLEIDER,
UND ICH LÄCHLE VIEL DOCH LEIDER
BEMERK ICH,
DASS ES ZIEMLICH TRAURIG IST....
Aida:
.....AUS DEM LEBEN NICHTS ZU MACHEN
ALS EIN SAMMELN SCHÖNER SACHEN.
Amneris:
DAMIT ICH MEINE ROLLE RICHTIG SPIEL.
MUSS ICH MICH VORM SPIEGEL DREHEN..
Aida:
OH NEIN,
BALD SCHON WIRD MAN SEHEN,
DASS IN IHNEN VIEL MEHR STECKT.....
beide:
....ALS SINN FÜR STIL.
Aida: Prinzessin!
Amneris: Radames! Was fällt dir ein?? Das ist mein Schlafgemach! Du kannst doch
nicht...du solltest nicht...Aida lass uns allein!
Amneris: Du musst mich nicht betrunken machen Radames, ich bin auch so nicht aus Stein.
Radames: Wie wär’s, wenn du dich schon mal in dieses weiche, rießengroße Bett legst?
Radames: Warum bist du fortgerannt? Glaubst du, du kannst in diesem Ton mit mir reden?
Und mich dann stehen lassen, wie einen umgestoßenen Krug? Du vergißt, dass ich dich in die
Kupfergruben bringen lassen kann!
Aida: Und sie vergessen, dass ich jetzt das Eigentum von ihr bin, nicht von ihnen.
Radames: Das ist egal. Weil ich jetzt weiß, dass du Recht hast! Was ist?
Aida: Ich bin sprachlos! Ein Mann der zugibt im Unrecht zu sein, so etwas gibt es nicht
einmal in Nubien.
Radames: Gleich, Prinzessin! Aida, ich habe über alles nachgedacht. Ich sah nur mich, nur
mein eigenes Glück schien mir wichtig. Du hast mich an meine Pflichten erinnert. Wenn der
Pharao nicht wieder gesund wird, braucht Ägypten eine neue Führung, eine starke Führung
und ich, ich glaube nicht, dass Amneris die Richtige dafür ist.
Radames: Du bist doch keine gewöhnliche Nubierin!? Gehörst du dem nubischen Adel an?
Aida: Was spielt das für eine Rolle? Jetzt ist nichts Adliges an mir!
Radames: Oh doch. Du hast sehr viel Adel an dir und Mut. Nur wenige Menschen wagen es,
ehrlich zu sagen, was sie denken. Und wenn man bedenkt, dass du eine Sklavin bist...
Aida: Ja, das dürfen wir nie vergessen, ich bin eine Sklavin
Radames: Aida, ich kann nicht rückgängig machen, was geschehn ist, aber selbst wenn ich es
könnte, ich bin nicht sicher, ob ich es wollte...Aida, ich...
Amneris: Radames ,erst platzt du in meine Gemächer, als wäre ich eine feindlich Festung, die
du im Sturm nehmen willst, und dann verweilst und zauderst und trödelst du! Ein
merkwürdiger Held bist du!
Amneris: Was war die nicht klar??? Was ein Bräutigam zu tun hat, wenn seine Braut im Bett
liegt und nach ihm ruft?? Vor der Hochzeitsnacht, mein Held, solltest du dir eine Portion
getrocknetes Affenfleisch besorgen und ja, vom königlichen Kartographen, eine Beschreibung
des weiblichen Körper geben lassen. Vielleicht bist du dann endlich bereit dieses unbekannte
Terrain zu erkunden!!
Hab ich was Falsches gesagt? Als wir Kinder waren haben wir einander so gut verstanden,
jetzt ist er mir ein Rätsel.
9) Manteltanz
Mereb: Endlich find ich sie, Prinzessin. Ich möchte sie bitten, mir zu folgen.
Mereb: Ins nubische Lager. Die Sache ist die: Jeder weiß, ich bin groß im beschaffen und
unsere Landsleute...was ich ihnen bringen soll, sind sie!
Aida: Mich? Wozu? Damit sie eine leichtsinnige Gans, im Kleid einer Sklavin sehn?
Mereb: Prinzessin..
Aida: Was bin ich, Mereb? Mein Vater hat mir eingebläut die Siedlung nicht zu verlassen. Ich
wollte mich nicht einsperren lassen. Ich ging mit Nehebka und den anderen Frauen
Flussaufwärts und schon hatten uns die Ägypter gefangen! Das ich das hier tragen muss,
geschieht mir recht! Mein Volk verdient etwas besseres als mich! Jemanden, der es führt,
nicht eine Frau, die nur an sich denkt und aus trotz andere in Gefahr bringt.
Aida:
ICH WEISS WAS SIE WOLLEN UND DAS ERSCHRECKT MICH.
ICH SOLL SIE FÜHREN, JEDOCH WOHIN?
DER RUF IHRER STIMMEN BERÜHRT
UND WECKT MICH.
ICH WEISS JA DAS ICH IHRE HOFFNUNG BIN.
DOCH WIE WÄRE DAS WAS ICH TUEN KANN FÜR SIE
,JE GENUG?JE GENUG?
Nubische Sklaven:
AIDA,AIDA!
WIR WOLL`N NICHTS VON DIRALS EIN LEBEN
VOLL ARBEIT,WÜRDE,HOFFNUNG.
DAS GENÜGT.
UND DU GIBST ES UNS.
WEIL DU FÜHLST WIE WIR,
AIDA,AIDA!
Nehebka:
WIR WOLLEN DICH UMHÜLLEN MIT GOLDENER SEIDE.
FÜR NESSELN UND HANF IST DEIN KÖRPER ZU WEICH.
GIB UNS WIEDER MUT,EINEN ANLASS ZU FREUDE,
DENN LIEBER VERZWEIFELN UND STERBEN WIR GLEICH
ALS WEITER ZU LEBEN IN KNECHTSCHAFT UND ANGST!
AUF ZUM TANZ!
AUF ZUM TANZ!
Nubische Sklaven:
AIDA,AIDA!
WIR WOLLEN NICHTS VON DIR ALS EIN LEBEN
VOLL ARBEIT,WÜRDE,HOFFNUNG.
DAS GENÜGT
UND DU GIBST ES UNS
WEIL DU FÜHLST WIE WIR,
AIDA,AIDA!
(Tanzszene)
Nubische Sklaven:
AIDA!AIDA! AIDA! AIDA! AIDA! AIDA!
Aida:
ICH KANN DIE ERWARTUNGEN NICHT ERFÜLLEN.
JEDOCH DAVOR FLIEHN DARF ICH TROTZDEM NICHT
UND KANN ICH AUCH NICHT MEINE ZWEIFEL STILLEN,
ICH MUSS FÜR SIE STARK SEIN,
DAS IST MEINE PFLICHT.
VIELLEICHT IST DAS LICHT EINES FLIMMERNDEN STERNS
SCHON GENUG.
SCHON GENUG.
SCHON GENUG.
SCHON GENUG.
Radames: Du hast wieder zu mir hergesehen mit deinen Katzenaugen. So geht das schon seit
Tagen. Wann immer ich in deiner Nähe bin, sucht mich dein Blick!
Radames: Glaub bloß nicht, dass dir ein paar Blicke die Freiheit verschaffen. Pharaos
Heerführer und Nachfolger, läßt sich nicht von Gefühlen leiten.
Aida: Wenn ich in ihre Richtung gesehen haben sollte, großer Heerführer, dann nur deshalb
um gegebenenfalls ihren Kelch nachzufüllen.
Radames: Und jetzt? Ich habe keinen Kelch in der Hand. Und du siehst trotzdem zu mir.
Aida: Warum verfolgen sie mich? Was wollen sie von mir?
Radames: Fühlst du nicht, was ich will? Ich will dir das Leben erleichtern, Aida.
Sag mir wie! Was kann ich tun für dich?
Aida: Helfen sie meinen Volk, Radames.
Aida: Ich bin mein Volk!! Und ich kann nicht weiter bequem im Palast leben, während meine
Landsleute sterben! Wollen sie meine Zuneigung mit Privilegien erkaufen?
Radames: Deine Zuneigung muss ich mir nicht erkaufen, die kann ich mir jeder Zeit
erzwingen, wenn mir danach ist. Mir ist aber etwas anderes viel wichtiger. Ich will wissen, ob
du etwas fühlst für mich, ich meine außer Verachtung.
Radames:
ICH STELLTE KEINE FRAGEN,
LIES KEINE ZWEIFEL ZU.
DIE WELT GEFIEL MIR WIE SIE WAR.
MEINE ZUKUNFT SCHIEN GANZ KLAR.
ICH WUSSTE WAS ICH TU.
Mereb:
OH OH!
Radames:
ICH HATTE EINE ANTWORT
AUF JEDE ART KRITIK.
STOLZ AUF MEINE TAPFERKEIT,
VOLLER ÜBERHEBLICHKEIT
DEN WEG ZUM RUHM IM BLICK.
Mereb:
ICH GLAUB NICHT WAS ICH HÖRE.
Radames:
WER HÄTT GEDACHT DAS ICH MAL TIEFER SEH?
NICHT ICH,ICH NICHT.
DASS ICH MICH EINMAL SELBST NICHT MEHR VERSTEH?
NICHT ICH,ICH NICHT.
WER HÄTT GEGLAUBT,
DASS ICH DEN STOLZ VERLIER?
DASS ICH MAL FÜRCHTE JEMAND SAGT ZU MIR:
NICHT [Link] NICHT.
Mereb:
ER LIEBT SIE, DADURCH ÄNDERT MANCHES SICH...
NICHT NUR ER.
Aida: Er würde gut zu ihnen passen. Eins muss man euch Ägyptern lassen, ihr seid gut
betucht!
Amneris: Warum hat Radames mich nicht mehr besucht? In 3 Tagen soll die Hochzeit sein.
Aida, ich muss wissen, woran ich bei ihm bin!
Aida:
SIE LIEBT IHN UND DAS SOLL
MICH NICHT QUÄLEN SONDERN FREUN.
Amneris:
ICH WILL VOR MEINER SEHNSUCHT FLIEHN,
ICH HASSE WAS ICH FÜHL FÜR IHN
UND KANNS DOCH NICHT BREUEN.
Beide:
WER HÄTT GEDACHT, DASS ICH SO LIEBEN KANN?
NICHT [Link] NICHT.
DASS ICH MICH GANZ VERLIER AN EINEN MANN?
NICHT [Link] NICHT.
Nehebka:
Ein Wunder!
Aida:
Nehebka, wo hast du das her??
Nehebka: Der Ägyptische Heerführer, er verteilt alles, was ihm gehört. Verschenkt sein Hab
und Gut an uns!
Beide:
WER HÄTT JE GEGLAUBT EIN MANN WIE ER,
GÄB WAS FÜR IHN ZÄHLT FÜR DIE LIEBE HER.
NICHT ICH,ICH NICHT.
Alle:
WER HÄTT GEDACHT, DASS ICH SO LIEBEN KANN?
NICHT ICH,ICH NICHT.
SO TIEF ALS FING EIN NEUES LEBEN AN?
NICHT ICH,ICH NICHT.
WER HÄTT JE GEGLAUBT ER (ICH) WÄR BEREIT
EIN ANDERER ZU SEIN FÜR ALLE ZEIT?
NICHT ICH.
Alle:
ICH NICHT.
Amneris: Sieh nur Aida, Radames bereitet seinen Umzug in den Palast vor! Das bedeutet, er
hat sich besonnen. Was immer für Bedenken er hatte, sie sind offenbar verflogen!
Nein, nein, du bleibst hier…sprich für mich! Sag ihm, dass es mir leid tut, was ich zu ihm
gesagt habe.
Aida: Verlangen sie das nicht von mir. Ich kann das nicht!
Amneris: Du kannst! Ich sage immer das Falsche! Du findest bestimmt die richtigen Worte!
Amneris: Ich würde dich nie zwingen, aber ich bitte dich, als meine Freundin.
Aida: Danke.
Radames :Das war nichts, das heißt, eigentlich war es alles. Aber es zählt nicht.
Aida: Oberster Feldherr des erhabenen Pharao, ich bin gekommen um ihnen zu sagen, dass
die Prinzessin bedauert, was sie im Zorn zu ihnen gesagt hat. Sie bittet ihnen zu vergeben..
Radames: Aida.
Radames: Das wurde von meinem Vater in die Wege geleitet. Und ich werde es aus dem
Wege leiten. Der Anfang ist gemacht, jetzt besitze ich nicht mehr als du oder deine Leute im
Lager.
Aida: Sie können schon morgen ein weiteres Land überfallen und ihr Vermögen wieder
aufbauen. Radames, sie sind Ägypter, nichts wird daran etwas ändern! Und wenn sie tausend
mal ihre Habe verteilen, ich verstehe nicht, was sie damit beweisen wollen!?
Beide:
JEDER IRRT DURCH DAS DUNKEL DER WELT.
KEINER KANN DIE WAHRHEIT SEHN.
WAS MUSS ENDEN? UND WAS HÄLT?
WER LÜGT WANN UND WER LIEBT WEN?
Aida:
ICH WILL NICHT SEHEN WAS ZWISCHEN UNS STEHT,
WEIL ICH SO NICHT LEBEN WILL.
Radames:
ICH WILL NICHT SEHN WAS ZWISCHEN UNS STEHT,
WEIL ICH SO NICHT LIEBEN WILL.
ICH TRAG EINEN TRAUM IN MIR:EIN NEUES LEBEN.....
beide:
....NUR MIT DIR!!!!
Radames: Nein, das konnte ich nicht. Der Mensch kommt nackt auf die Welt, ohne jeden
Besitz. Ich will ein neuer Mensch sein für dich Aida. Wiedergeboren, gereinigt von meinen
früheren Wunden.
Radames: Meine Truppen sind heimgekehrt. Der Pharao erwartet mich zur Siegesfeier. Geh
zum Palast zurück, dort bist du sicher.
Nein, warte. Nimm mein Amulett. Wenn dich irgendwer aufhält, weise es vor und man wird
dich passieren lassen.
Radames. Ich habe genau gehört, was du gesagt hast! Sag es noch mal!
Aida: Nein
Soldat: Wissen sie auch was sie verkündet? Wir haben ihn endlich! Den nubischen König!
Soldat: Oh ja… und wehrt und windet sich wie eingefesselter Löwe. Wir mussten ihn mit
Ketten und Spießen an Land zwingen.
Radames: Das nenn ich eine gute Nachricht! Stellen sie fest, wer an der Festnahme beteiligt
war. Ich werde persönlich dafür sorgen, dass alle Beteiligten befördert und ausgezeichnet
werden. Sagen sie den andere, dass ich komme
Radames: Aida, unsere Länder befinden sich im Krieg. Ich kann es nicht ändern.
Nubier: Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sie unseren König durch die Straßen
gezerrt haben.
Nubier: Und tragen seinen Kopf auf einer Sperrspitze in der Stadt herum!
Aida: Nein!
Nubier: Unsinn, Unsinn. Amonasro von Nubien lebt! Ich habe gesehen, wie er ins Gefängnis
gebracht wurde.
Nehebka: Was ändert das? Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ihn auch schlachten.
Nubier: Ich hab immer davon geträumt, dass unser König eines Tages im Triumph in
Ägypten einziehen würde. Vorbei- jetzt gibt es keine Hoffnung mehr. Wenn der König stirbt,
dann stirbt auch Nubien!
Aida: Nein! Nubien wird nie sterben! Man kann uns die Heimat nehmen und unsere Freiheit,
aber nicht die Hoffnung! Nubien lebt in unseren Herzen und darum lebt es!
Nehebka:
DIE SONNE NUBIENS WIRD IMMER WIEDER AUFGEHN.
AUS GOLDENER ERDE WÄCHST BALD DIE GRÜNE SAAT.
Beide:
DIE TRÄNEN NUBIENS.
DIE SEUFZER UND DIE KLAGEN.
DER WIND WIRD SIE VERWEHEN
WENN EIN NEUER MORGEN NAHT..
Alle:
DIE GÖTTER LIEBEN UNS SOLANG WIR AN SIE GLAUBEN.
DAS NUBIEN IN DEN HERZEN TROTZT DER SKLAVEREI.
DIE SONNE NUBIENS KANN UNS KEIN FEIND JE RAUBEN.
WIR TRAGEN SCHWERE KETTEN DOCH DAS LAND IN UNS BLEIBT FREI!
NIEMAND MIT MIR MEINE TRÄUME UND SCHLIESST MEINE SEHNSUCHT EIN.
WO ES LIEBE GAB UND FREIHEIT WIRD MEIN HERZ FÜR IMMER SEIN.
DIE SONNE NUBIENS, SCHEINT SIE AUCH FERN,
KOMMT WIEDER UND UNSER LAND WIRD BLÜHEN!
DIE GÖTTER SIND UNS NAH.
DIE LEIDEN NUBIENS SIND IRGENDWANN VORÜBER
UND IST DIE NACHT AUCH STERNENLEER
DIE GÖTTER SIND NOCH DA.
Alle:
NIEMAND NIMMT MIR MEINE TRÄUME
UND SCHLIESST MEINE SEHNSUCHT EIN.
Amneris:
ICH WEISS NICHT WAS IHN IHM VORGEHT.
WARUM ZEIGT ER KEIN GEFÜHL?
SO KORREKT BEINAHE FÖRMLICH.
DISTANZIERT JA FAST SCHON KÜHL.
MANCHMAL IST ER IN GEDANKEN
GAR NICHT HIER ER WEICHT MIR AUS.
ICH WILL NÄHE DOCH ER IST MIR
IMMER EINEN SCHRITT VORAUS.
IMMER EINEN SCHRITT VORAUS.
OH-OH,OH-OH
OH-OH,OH-OH
OH-OH,OH-OH
OH-OH,OH-OH
OH-OH,OH-OH
OH-OH,OH-OH
RADAMES:
ICH WEISS NICHT MEHR WAS ICH TUN SOLL
UND DAS SIEHT MAN MIR AUCH AN.
BIN HALB GLÜCKLICH HALB VERZWEIFELT.
OHNE HALT UND AUS DER BAHN.
Aida:
MEINER LIEBE BIN ICH SICHER
ABER LIEBE MACHT AUCH BLIND.
DARF ICH ANDERE ENTTÄUSCHEN,
DIE MIR LIEB UND WICHTIG SIND?
HABE ICH DEN WEG VERLOREN
ZWISCHEN TRAUM UND WIRKLICHKEIT?
HABE ICH MEIN VOLK VERRATEN?
GING ICH EINEN SCHRITT ZU WEIT?
GING ICH EINEN SCHRITT ZU WEIT?
Aida: Vater?
Amonasro: Aida, du lebst? Oh ihr Götter ich danke euch. Was auch immer kommen mag, ich
fürchte nichts, denn meine Aida lebt.
Amonasro: Nein, ich nehme an, das heben sie sich für die Hinrichtung auf, in 3 Tagen.
Mereb: Es ist nämlich so, dass des Pharaos Tochter in 2 Tagen Hochzeit hat, dann sind alle
damit beschäftigt auf Straßen und Plätze für Ordnung zu sorgen.
Aida: Einer von uns, Mereb, der Sohn dieses Beraters Henu.
Amonasro: Henus Sohn! Dein Vater war ein kluger Mann, Mereb.
Er war stolz auf dich. Wenn man Mereb ins Wasser wirft, sagte er, taucht er mit einem Fisch
in der Hand Wieder auf.
Mereb: Majestät, auch der königliche Gefängnisverwalter wird an der Hochzeit von Amneris
teilnehmen, seine Aufgabe wird an diesem Tag einer der Palastwächter übernehmen, ein
Mann, den ich kenne.
Mereb: Es kommt darauf an, ich habe jedenfalls schon so manches Geschäft mit ihm
gemacht.
Mereb: Gold, Gold aus der Schatzkammer des Pharao, Meinen Fisch in Der Hand.
Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Barren Gold, sagen wir für Nubiens Zukunft bei Seite
gebracht. Jetzt wird es die Heimkehr unseres Königs finanzieren.
Amonasro: Dein Vater war zu recht stolz auf dich, Mereb. Aber was, wenn ich aus dem
Gefängnis geflohen bin? Wie komm ich nach Nubien zurück?
Mereb: Im Hafen gibt es Schiffe genug, Majestät. Sie werden allerdings bewacht.
Amonasro: Wir werden uns durchkämpfen, kannst du mit einem Schwert umgehen, Mereb?
Mereb: Ich??? Ich hasse Gewalt, ich setzte auf Verhandlungen.
Mereb: Das Amulett des Obersten Heerführers? Radames hat es ihnen gegeben?
Aida: Ja, aber er ist nicht wie die anderen, Vater. Er ist gut!
Amonasro: Gut? Der oberste Heerführer der Ägypter ? Hat er nicht die Truppen befehligt,
die Tod und Verderben über unser Land gebracht haben?
Amonasro: AIDA, ich verbiete dir, solchen Unsinn zu reden, es tut ihm leid, das sagst du von
einem dieser Tiere, die tausende unserer Männer abgeschlachtet, unsere Frauen geschändet
und unsere Kinder verschleppt haben. Ich schäme mich für dich! Komm zu dir Aida, jeder
Blick, jedes Lächeln für diesen Mörder ist ein Verrat an die unschuldigen Opfer ägyptischer
Grausamkeit. Du wirst dir diesen Mann für immer aus deinem Herzen schneiden.
Amonasro: Sie können mein Land verwüsten, sie können mich in Ketten schlagen, aber
wenn sie das Herz meiner Tochter vergiften, das würde ich nie verzeihen!
Aida:
JETZT MEINT IHR GÖTTER
ICH MÜSST FLEHN UND KLAGEN,
DASS IHR MIR HELFT.
DOCH DAS WIRD NIE GESCHEHN.
ICH BRAUCH KEINEN DER MIR HILFT
DIESEN SCHMERZ ZU ERTRAGEN.
ICH BIN STARK GENUG,
ICH WERD`S ÜBERSTEHN.
Amneris: Ja aber, aber was gab uns das recht dazu, in Babylon einzufallen.
Zoser: Ägypten muss seine Zukunft sichern, wer die Wasserläufe beherrscht, kontrolliert den
Handel und regiert die Welt. Was Recht ist, bestimmt, wer die Macht hat!
Amneris: Ja aber ist es nicht schändlich, ein Land einfach so zu überfallen?
Zoser: Ja vielleicht will sie einfach nur verstehen, warum du keine Zeit hast für sie.
Amneris: Ach Radames, seit du aus Nubien zurück bist, haben wir kaum einen Moment für
uns allein gehabt und du fehlst mir. Wollen wir nicht den heutigen Nachmittag zusammen
verbringen? Ich will dir meine neue Herbstkollektion vorführen.
Radames: Gerne, doch zuerst habe ich etwas mit meinem Vater zu besprechen. Da, das
kannst du inzwischen lesen.
Amneris: Ich wusste gar nicht, dass uns die Gesprächsthemen ausgehen, aber da gibt es ja
offenbar vieles, das ich nicht weiß.
Zoser: Ich kann nicht zulassen, dass du die Prinzessin vernachlässigst. Dein Leichtsinn
gefährdet unsere Pläne, du solltest mir Dankbar sein.
Zoser: Nicht nur dafür, dir scheint nicht klar zu sein, was ich alles getan habe, für dich!
Radames: Ich habe dich nicht darum gebeten, irgendetwas zu tun für mich!
Zoser: Richtig, dafür hattest du gar keine Zeit, du warst zu sehr damit beschäftigt, dich mit
diesem Sklavenmädchen herumzutreiben!
Zoser: Niemand vermag dir eine kleine Affäre, treib es, mit wem du willst, aber warte, bis
nach der Hochzeit!
Zoser: Ist dir nicht klar, dass diese Hure dir den Thron kosten kann?
Radames: Der Thron ist mir egal, Vater, denn ich bin nicht wie du und ich werde nie so sein!
Zoser:
NUR NICHT SO VERBOCKT, MEIN SOHN!
DU BIST MEIN FLEISCH UND BLUT.
WAS DICH AUCH IMMER LOCKT, SOHN,
DU BIST DAFÜR ZU GUT.
Radames:
DU DENKST DEINE LASTER,
HÄTT ICH GEERBT VON DIR.
DOCH ICH PASS NICHT IN DEIN RASTER,
SPÜR ICH AUCH DEIN BLUT IN MIR.
ICH WEISS DAS ICH GRAUSAM WAR,
DOCH ZUMINDEST IST MIR KLAR,
DIE HERKUNFT ZWANG MICH NICHT DAZU
ICH KANN ENTSCHEIDEN WAS ICH TU.
DRUM STECK MICH NICHT IN DEINEN SCHUH
MIT DIESEM SPRICHWORT LASS ICH MIR NICHT DROHN:
WIE VATER,
SO SOHN!
Zoser: Willst du deine Zukunft wegwerfen und das alles für eine elende Sklavin?
Zoser: In Ein paar Monaten wirst du dich nicht einmal mehr an diesen Namen erinnern!
Radames:
ICH WEISS WAS ICH DIR VERDANK.
DEN SCHMUTZ IN DEM ICH FAST VERSANK.
ALLEIN DIE LUFT HIER MACHT MICH KRANK.
BOSHEIT IST WIE EIN GESTANK.
Zoser:
DEN HAT DAS FRAUENZIMMER
UM SEIN GEHIRN GEBRACHT.
DAS IST VERRAT, NEIN NOCH SCHLIMMER:
ICH WERD ZUM NARR`N GEMACHT.
Zoser:
SOHN!
Findet dieses Sklavenmädchen, und wenn ihr sie habt, tötet sie…
16) Radames Brief
Radames:
VERZEIH MIR,
ICH MACH SOVIEL VERKEHRT.
ES SCHEINT ALLES FALSCH
WAS ICH SAGE UND TU.
WARUM IST ALLES SO SCHWIERIG?
WARUM LÄSST MAN UNS NICHT IN RUH?
ICH WILL WEDER REICH SEIN NOCH MÄCHTIG.
WAS ICH WIRKLICH WILL BIST DU!
Nehebka: Noch unseren Kindern werden wir von der glorreichen Flucht des Königs erzählen!
Sklaven: Nein!!
Sklave: Vergeben sie uns, Prinzessin, aber sie dürfen nicht in ihre Hände fallen. Bevor die
Ägypter sie kriegen, müssen sie uns alle töten.
Aida: Mereb, ich verlang nicht, dass du es verstehst, ich versteh es selbst nicht, aber ich muss
ihn noch einmal sehen!
Mereb: Nein, nein nicht zum Palast, man wird sie erkennen.
Sie werden sie töten, denken sie an den König, die Ägypter haben uns schon genug
genommen. Auf ihnen Prinzessin ruht unsere Hoffnung, unsere Aussicht auf einen
Neuanfang!
Mereb:
AM RECHTEN ORT ZUR RECHTEN ZEIT
DARF LIEBE ALLES SEIN.
DARF WOLLEN WAS UNMÖGLICH IST
UND SICH VON ZWANG BEFREIN.
Aida: Sie haben schon, aber sie haben eine andere mitgenommen!
Wenn sie Nehebka umbringen, es ist alles meine Schuld.
Radames: Nein, ich war es, der dich in Gefahr gebracht hat, aber ich schwöre, es wird nie
wieder geschehen. Ich bau uns ein Haus auf einer Insel im Niemandsland zwischen unseren
Ländern. Da fangen wir ein neues Leben an.
Aida: Radames nein, das geht nicht. Du kannst die Hochzeit nicht absagen!
Aida: Ich liebe dich, Radames, aber die Hochzeit muss stattfinden, morgen!
Was du für uns willst ist unmöglich, sie würden uns jagen, bis sie uns haben.
Es gibt kein Niemandsland auf dieser Welt, das ist alles nur ein schöner Traum.
Radames: Wer Mut hat, hat auch Glück, wir sind für einander bestimmt, fühlst du das nicht?
Wir müssen zusammen bleiben!
Aida:
ES IST AUS WIR BEIDE
DÜRFEN UNS NIE WIEDER SEHN.
DAS ZU SAGEN BIN ICH HIER
UND DANN, DANN MUSS ICH GEHN.
WIR STELLEN TAUSEND FRAGEN
DOCH DAS HERZ WIRD NIE VERSTEHEN.
UND DENKST DU AN MICH IRGENDWANN
NACH LANGER, LANGER ZEIT,
DANN IST SELBST DIESER SCHMERZ
EIN STÜCK VERGANGENHEIT.
Radames:
WAS ICH FÜR DICH FÜHLE BLEIBT,
WAS ICH AUCH IMMER TU.
ICH WERD WEITER LEBEN,
WEISS ICH AUCH NICHT WOZU.
ICH WERD BIS ZUM LETZTEN TAG
MICH FRAGEN:WO BIST DU?
WOLLTEN WIR NICHT GLÜCKLICH SEIN
EIN GANZES LEBEN LANG?
WELCHES SCHICKSAL HAT UNS ZWEI
VERDAMMT ZUM UNTERGANG?
Radames: Dann wäre unsere Liebe nur eine grausame Täuschung gewesen.
Aida:
SINNLOS SICH ZU WEHREN
WAS GESCHEHN MUSS, MUSS GESCHEHN.
JEDER WEG IST UNS VERSPERRT
WOHIN WIR UNS AUCH DREH`N.
Radames:
ALLES WAS ICH WILL BIST DU -
DOCH DICH DARF ICH NICHT SEHN.
MANCHMAL WÜNSCH ICH MIR BEINAH,
ICH HÄTTE NIE GESPÜRT
WIE TIEF LIEBE GEHEN KANN
Aida:
SIND DIE STERNE GEGEN UNS?
LÄSST DER HIMMEL UNS ALLEIN?
ZAHLEN WIR FÜR EIN VERBRECHEN,
DAS DIE GÖTTER NICHT VERZEIHN?
Radames & Aida:
ODER IST DAS NUR DAS SPIEL
VON EINER BÖSEN MACHT:
WIR SAHN DAS PARADIES VOR UNS
UND STÜRZTEN IN DIE NACHT.
Radames: Ich werde tun, was du von mir verlangst, aber du musst auch etwas für mich tun.
Flieh, geh nach Nubien zurück, verlass Ägypten für immer.
Radames: Während meiner Hochzeitszeremonie wartet einer meiner Barken am Hafenkai auf
dich, sie wird dich nach Nubien bringen, wenigstens wird mich diese Hochzeit dann nicht nur
unglücklich machen.
Ich werde das kleine Glück fühlen, dich in Sicherheit zu wissen.
19)Die Wahrheit
Amneris:
WAS HAB ICH FALSCH GEMACHT?
WIE KAMS MIT MIR SO WEIT?
WARUM HAB ICH MEINEN TRÄUMEN VERTRAUT
ALS WÄREN SIE WIRKLICHKEIT?
Pharao: All ihr Tierköpfigen Götter Ägyptens und auch ihr, meine Ahnen, die ihr gewickelt
und gesalbt in den heiligen Gewölben der Pyramiden auf eure Auferstehung wartet, neigt
euch herab, denn ich, der Sohn der Isis, erkläre Zosers Sohn Radames und meine geliebte
Tochter Amneris hiermit vor aller Welt zu Mann und Frau.
Möge der Zauber dieses Augenblicks das königliche Bündnis für immer mit Glanz erfüllen.
Soldat: Verrat Majestät, der nubische König ist aus dem Gefängnis entflohen.
Radames: Ergreift die Waffen, sperrt die Tore, riegelt die Strassen ab.
Zoser: Der schnellste Weg nach Nubien führt übers Wasser, lasst die Truppen sofort den Kai
besetzten.
Radames: Nein, legt eine Absperrung um den Kai, niemand darf zu den Booten, bevor ich
nicht selbst dort bin.
Mereb: Schnell Prinzessin, wir sind entdeckt. Beeilen sie sich, sie kommen.
Aida; Radames!
Radames: Ich verstehe, du bist Amonasraґs Tochter, deshalb wolltest du, dass die Hochzeit
stattfindet. Sie sollte eure Flucht ermöglichen.
Oh ihr Götter, was für ein Narr ich war! Alles nur Lüge, Theater, jedes Wort, jeder Kuss!
Aida: Bitte Radames, glaub das nicht, aber ich habe zu viele Fehler gemacht und zu viele
Menschen haben gelitten. Ich durfte dieses mal nicht an mich denken.
Aida; Nicht, als ich sagte, dass ich dich liebe. Ich liebe dich, vergiss das nie!
Radames: Flieh Vater, wenn sie mich gefangen nehmen, dann auch dich!
Radames: Nicht ohne mich, du warst es, der unsere Schicksale miteinander verknüpft hat,
wie Vater, so Sohn.
Aida: Radames!
Mereb: Vergeben sie mir Prinzessin, ich habe sie im Stich gelassen.
Mereb: Ich habe immer davon geträumt, nach Nubien zurück zukehren, Aida bring mich
nach Ha…
Amneris: Radames, leugne alles! Sag, das sei alles ein Missverständnis, vielleicht schenkt
mein Vater dir das Leben, sonst bist du verloren. Man wird dich lebendig begraben.
Amneris: Du musst sagen, dass du nie die Absicht hattest, den Nubier zur Flucht zu
verhelfen, dass Aida dich benutzt hat.
Radames: Du weißt, dass ich das nicht sagen kann. Weißt du Amneris?
Ich habe etwas gelernt von Aida, wir dürfen nicht nur an unser eigenes Glück denken. Ich
bereue nicht, dass ich zum Verräter wurde, alles, was ich im Leben tat, war verkehrt, bis auf
dieses Eine!
Amneris: Wag es nicht, sie zu berühren! Weißt du denn nicht, dass sie eine Prinzessin ist?
Aida: Amneris, ich wollte ihnen schon so oft alles sagen, aber ich konnte nicht.
Sie liebten ihn doch, genau wie ich.
Aida: Amneris, sie müssen ihn retten, für alles, was geschah, trage ganz alleine ich die
Schuld. Bitte Amneris, lassen sie ihn leben.
Aida: Aber sie lieben ihn doch, lieben sie ihn nicht?
Pharao: Amneris, wir sollten beginnen. Zur Ehre der Götter, zum Wohle des Volkes, zur
Wahrung der Ordnung. Führ die Gefangenen vor den Thron des Pharao.
Zoser ist gefasst, er hat die Verschwörung gestanden. Radames, ich habe dich auserwählt und
dich und deinen Vater über alle anderen meiner Untertanen gestellt. Bevor ich meine Reise
ins Reich der Toten antrete, werde ich die Ordnung der Götter wiederherstellen.
So hört denn das Urteil, das ich zu verkünden habe.
Amneris: Ich kenne das Gesetz Vater und ich achte es wie du! Verräter müssen sterben.
Meine Bitte ist nur, lasst die Gefangenen gemeinsam sterben.
Pharao: Ich verstehe dich nicht, meine Tochter. Gerade du bittest um einen unerhörten
Gnadenerweis für diese Unsähnigen?
Haben sie dich nicht entehrt, gekränkt und betrogen?
Amneris: Ja. Und weil ich es bin, der dieses Unrecht geschehen ist, sollte meine Bitte gehör
finden.
Pharao: Das ist unmöglich. Gemäß Gesetzt und Überlieferung ergeht das Urteil wie folgt.
Amneris: Majestät, Vater! Euer Blut ist vergiftet, der Tod blickt euch schon aus den Augen.
Die grausame Wahrheit ist, dass ich bald ganz allein sein werde auf dieser Welt, verlassen
von allen, die ich geliebt habe. Wenn ihr wollt, dass ich für Ägypten weiterlebe, lasst zu, was
ich verlange! Für ihrer Verbrechen sollen die Verräter unter dem Sande Ägyptens vergraben
werden, in einer Gruft und Grabkammer, gemeinsam!
Die Tochter der Isis Hat gesprochen!
Aida:
JEDER IRRT,
DURCH DAS DUNKEL DER WELT
BLIND VOR EHRGEIZ-
STUMM VOR SCHMERZ.
HOFFT AUF EIN LICHT
DAS DIE NACHT ERHELLT.
FOLG DER PFLICHT
VERRÄT DAS HERZ.
Radames:
ICH VERACHTE WAS MAN MIT UNS MACHT
WEIL ICH SO NICHT LEBEN WILL!
Aida:
ICH VERACHTE WAS MAN MIT UNS MACHT
WEIL ICH SO NICHT LIEBEN WILL.
ICH WILL IMMER BEI DIR SEIN
VON JETZT AN NIEMALS
MEHR ALLEIN.
Aida: Ich habe Angst, dich zu verlieren auf dem Weg dorthin.
Radames: Hab keine Angst, Aida. Auch wen es viele 100 Leben dauert, wir werden uns
wieder finden.
Radames:
DIE WELT DORT WIRD DER WIRKLICHKEIT
NICHT GLEICHEN.....
Aida:
.....UND NICHTS UND NIEMAND SPERRT UNS BEIDE EIN
Amneris:
EIN UNSICHTBARES LICHT
DAS AUS DEM SANDGRAB KAM,
WIES MIR MEINEN WEG
ALS ICH DIE HERRSCHAFT ÜBERNAHM.
ICH WAR NACH ALL DEM LEID
NICHT MEHR ZUM KRIEG BEREIT,
NACH IHREM TOD BEGANN EINE FRIEDENSZEIT…