Tutorial Linux Samba PDF
Tutorial Linux Samba PDF
Inhalt
1 Einleitung 1
1.1 Zur deutschen Übersetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Copyright . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.3 Was ermöglicht Samba? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.4 Hinweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2 Weitere Informationen 2
3 Installation 3
1 Einleitung
Da dies eine Übersetzung ist, werden die Versionsnummern beibehalten, d.h. die deutsche Übersetzung beginnt mit
der Version 1.0.
1.2 Copyright
Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt. Das Copyright für die englische Samba-HOWTO, auf der dieses
Dokument basiert, liegt bei David Wood. Das Copyright für die deutsche Übersetzung liegt bei Klaus-Dieter Schu-
macher.
Das Dokument darf gemäß der GNU General Public License verbreitet werden. Insbesondere bedeutet dieses, daß
der Text sowohl über elektronische wie auch physikalische Medien ohne die Zahlung von Lizenzgebühren verbreitet
werden darf, solange dieser Copyright Hinweis nicht entfernt wird. Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt und
ausdrücklich erwünscht. Bei einer Publikation in Papierform ist das Deutsche Linux HOWTO Projekt hierüber zu zu
informieren.
Das SMB-Protokoll (Server Message Block-Protokoll) wird von der Firma Microsoft für Windows 3.11, NT und 95
genutzt, um den gemeinsamen Zugriff auf Laufwerke und Drucker zu gestatten.
Mit der Sammlung der Samba-Tools von Andrew Tridgell besteht die Möglichkeit, daß sich UNIX-Rechner und damit
auch Linux-Maschinen Platten und Drucker mit Windows-Rechnern teilen.
Insgesamt bietet Samba vier verschiedene Optionen an:
1.4 Hinweis
Die beschriebenen Prozeduren und Skripte arbeiten entweder für David Wood oder wurden David Wood zur Verfügung
gestellt. Verschiedene Konfigurationen arbeiten eventuell nicht gemäß den hier vorgestellten Beschreibungen. Falls
eine derartige Situation eintreten sollte, senden Sie bitte eine e-mail mit entsprechenden Hinweisen an David Wood.
2 Weitere Informationen
Diese HOWTO versucht zu erläutern, wie der grundsätzliche SBM-Datei-Service und der Drucker-Service auf einem
Linux-Rechner zu konfigurieren sind. Da es sich bei Samba um ein sehr komplexes und umfangreiches Programm-
paket handelt, macht es keinen Sinn, hier die gesamte Samba-Dokumentation erneut vorzustellen.
Weitere Informationen sind in den nachfolgend genannten Dokumenten enthalten:
Samba-Dokumentation
Sie ist Bestandteil der Samba-Distribution, die sich u.a. auf [Link]:/pub/trigde/samba/
befindet.
Linux Drucker HOWTO
Sie ist Bestandteil des deutschen Linux HOWTO Projektes.
Print2Win Mini-HOWTO
Diese Mini-HowTo beschreibt, wie ein Drucker unter Windows95 bzw. Windows NT von Linux aus genutzt
werden kann.
3. Installation 3
3 Installation
[Link]:/pub/tridge/samba/
Bei einigen Linux-Distributionen - z. B. Redhat, S.u.S.E- besteht die Möglichkeit, Samba als Paket zu installieren.
Bei einigen anderen Distributionen sind nur die Binärdateien von Samba als integrierter Bestandteil vorhanden.
Die folgenden zwei Dämonen werden vom Samba-Paket benötigt.
Beide werden i. allg. im Verzeichnis /usr/sbin installiert und werden entweder beim Booten durch die Start-
Skripte oder mittels inetd gestartet. Beispielskripte finden sich in den Kapiteln 5, 6 und 8.
Diee nachfolgenden Binärdateien werden üblicherweise im Verzeichnis /usr/bin installiert.
smbclient
Hierbei handelt es sich um den SMB-Klienten für UNIX-Rechner.
smbprint
Dies ist ein Skript, das das Drucken auf einem an einem SMB-Host angeschlossenen Drucker ermöglicht.
[Link]
Erfüllt die gleiche Funktion wie smbprint, allerdings auf Rechnern mit SVR4 UNIX.
smbstatus
Hiermit besteht die Möglichkeit, sich die aktuellen SMB-Verbindungen des lokalen Hosts anzeigen zu lassen.
smbrun
Hierbei handelt es sich um ein Skript, um die Ausführung von Anwendungen auf einem SMB-Host zu erleich-
tern.
Zusätzlich liegt mit dieser HOWTO ein mit print bezeichnetes Skript vor, das als brauchbares Front-End für das
Skript smbprint dient.
Das Samba-Paket läßt sich einfach installieren. Es wird nur der Quellcode von einer der oben genannten Quellen
übertragen und dann die README-Datei gelesen. Desweiteren ist die Datei doc/[Link] Bestandteil der
Distribution. Sie enthält eine Anleitung, die Schritt für Schritt beschreibt, wie vorzugehen ist.
Danach werden die Dämonen in das Verzeichnis /usr/bin, die Binärdateien in das Verzeichnis /usr/bin und die
Hilfedateien (man pages) in das Verzeichnis /usr/local/man kopiert.
Wenn das Samba-Paket compiliert wird, ist im Makefile die Position der Konfigurationsdatei [Link] anzugeben.
Sie befindet sich üblicherweise im Verzeichnis /etc. Sie kann jedoch auch in jedes beliebige andere Verzeichnis
kopiert werden.
Für diese Beschreibung wird angenommen, daß als Zuordnung für die Konfigurationsdatei /etc/[Link],
als Zuordnung für die Log-Datei log file = /var/log/samba-log.%m und für das Lock-Verzeichnis
directory = /var/lock/samba angegeben wurde.
Installation der Konfigurationsdatei [Link]:
Zunächst sollte in das Verzeichnis, in dem Samba enthalten ist, gegangen, dann in das Unterverzeichnis
examples/simple gewechselt und die Datei README gelesen werden.
4. Das Starten der Dämonen 4
Es ist sinnvoll die Datei [Link] aus diesem Verzeichnis nach /etc zu kopieren.
Achtung! Vorsicht ist geboten! Wenn eine Distribution genutzt wird, bei der Samba bereits installiert ist, befindet sich
eventuell bereits eine Samba-Konfigurationsdatei im Verzeichnis /etc. Diese Beispiel-Konfigurationsdatei sollte
zunächst genutzt werden.
Wenn die Konfigurationsdatei nicht in das Verzeichnis /etc kopiert werden soll, dann ist ein symbolischer Link im
Verzeichnis /etc auf das Verzeichnis anzulegen, indem sich die Datei [Link] befindet. Also z.B.:
ln -s /path/to/[Link] /etc/[Link]
Die beiden SMB-Dämonen sind /usr/sbin/smbd und /usr/sbin/nmbd. Sie können beide mit dem Skript
inetd oder als einzelne Prozesse gestartet werden. Wenn man den Rechner dauerhaft als Dateiserver konfigurieren
will, dann sollten beide mit dem Skript inetd gestartet werden. Hierdurch werden sie automatisch erneut aufgerufen,
falls sie abgestürzt sein sollten. Wenn man die SMB-Unterstützung nur gelegentlich nutzen will oder nur als Hilfe für
die Systemadministration benötigt, dann können beide mit dem Aufruf des Skriptes /etc/rc.d/init.d oder auch
unmittelbar durch die Eingabe von smbd und nmbd gestartet werden.
Um die Dämonen mit dem Skript inetd aufrufen zu können, sind in die Konfigurationsdatei /etc/[Link]
die nachfolgenden Zeilen einzutragen:
kill -HUP 1
Um die beiden Dämonen beim Hochfahren des Systems aufzurufen, ist das nachfolgende Skript in die Datei
etc/rc.d/init.d/smb aufzunehmen und ein symbolischer Link auf die in den Kommentaren spezifizierten
Dateien anzulegen:
#!/bin/sh
#
# /etc/rc.d/init.d/smb - starts and stops SMB services.
#
# The following files should be synbolic links to this file:
# symlinks: /etc/rc.d/rc1.d/K35smb (Kills SMB services on shutdown)
# /etc/rc.d/rc3.d/S91smb (Starts SMB services
# in multiuser mode)
# /etc/rc.d/rc6.d/K35smb (Kills SMB services on reboot)
#
# Source function library.
. /etc/rc.d/init.d/functions
Die Samba-Konfiguration für Linux oder andere UNIX-Rechner wird ausschließlich durch die Datei
/etc/[Link] gesteuert. Diese Datei bestimmt, welche Resourcen das System nach außen anbietet und welche
Einschränkungen hierbei festgelegt sind.
In diesem Kapitel wird das Mitnutzen von Linux-Laufwerken und Linux-Druckern durch Windows-Rechner
beschrieben. Da die hier vorgestellte Konfigurationsdatei [Link] nur als Einstieg gedacht ist, wurde sie sehr
einfach gestaltet. In den folgenden Kapiteln werden dann weitere Möglichkeiten, der gemeinsamen Nutzung von
Resourcen beschrieben.
Jeder Abschnitt der Konfigurationsdatei [Link] beginnt mit einem Abschnittstitel. Dies sind u.a.:
global
homes
tmp
printers
public
global
In diesem Abschnitt werden Variablen definiert, die Samba für die Zuteilung aller Resourcen nutzt.
homes
In diesem Abschnitt wird einem Remote-User, also einen von einem anderen Rechner zugreifenden Benutzer,
der Zugriff auf sein und nur sein Heimatverzeichnis auf dem Linux-Rechner ermöglicht. Diese Maschine
muß allerdings im lokalen Netz eingebunden sein. Versucht also ein Windows-Benutzer mit dem Windows-
Dateimanager, oder dem Windows-Explorer von seinem Windows-Rechner aus zu einem dem Linux-Rechner
eingestellten Netzlaufwerk herzustellen, so wird er mit seinem persönlichen Heimatverzeichnis verbunden. Vo-
raussetzung ist allerdings, daß der Windows-Benutzer eine Zugangsberechtigung für die Linux-Maschine be-
sitzt.
6. Nutzen eines Linux-Laufwerks durch einen Windows-Rechner 6
printers
Hiermit werden die in der /etc/printcap spezifizierten Drucker den Klienten zur Verfügung gestellt.
Die folgende Beispieldatei [Link] gestattet einem Remote-User den Zugriff auf sein Heimatverzeichnis auf dem
Linux-Rechner und außerdem den Schreibzugriff auf ein temporäres Verzeichnis.
; /etc/[Link]
;
; Achtung: Der Server muss nach Durchfuehren der Aenderungen
; in dieser Datei zunächst gestoppt und dann
; erneut gestartet werden:
; /etc/rc.d/init.d/smb stop
; /etc/rc.d/init.d/smb start
[global]
; Die folgende Zeile ist zu entkommentieren,
; wenn Gaesten der Zugriff erlaubt werden soll.
; guest account = nobody
log file = /var/log/samba-log.%m
lock directory = /var/lock/samba
share modes = yes
[homes]
comment = Home Directories
browseable = no
read only = no
create mode = 0750
[tmp]
comment = Temporary file space
path = /tmp
read only = no
public = yes
Wie in der obigen einfachen [Link]-Datei gezeigt wurde, läßt sich ein Linux-Laufwerk von Windows aus relativ
einfach nutzen. Allerdings lassen sich in Samba die Einstellungen in großem Umfang verändern. Hierzu folgen nun
einige Beispiele.
Um für alle Windows-Anwender die gemeinsame Nutzung eines bestimmten Verzeichnisses zu ermöglichen, bietet
es sich an, den Abschnitt tmp in der Datei [Link] zu duplizieren und ihn dann, wie nachfolgend dargestellt ist,
geeignet zu modifizieren. Die Konfigurationsdatei [Link] wird also erweitert durch:
[public]
comment = Public Stuff
path = /home/public
public = yes
writable = yes
printable = yes
Sollen alle Benutzer des oben genannte Verzeichnisses das Recht besitzen, lesend auf das Verzeichnis zuzugreifen,
während das Schreibrecht nur einer bestimmten Personengruppe vergeben werden wird, so ist der Eintrag zu ändern
in:
7. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Laufwerkes 7
[public]
comment = Public Stuff
path = /home/public
public = yes
writable = yes
printable = no
write list = @staff
Weitere Hinweise zur gemeinsamen Nutzung der Festplatte können der Samba-Dokumentation oder den man-pages
zu Samba entnommen werden.
Das SMB-Klientenprogramm für UNIX-Rechner ist Bestandteil der Samba-Distribution. Es unterstützt eine FTP-
ähnliche Schnittstelle von der Kommandozeile aus. Sie kann genutzt werden, um Dateien zwischen einem Windows-
Server und einem Linux-Klienten auszutauschen.
Mit dem folgenden Aufruf läßt sich feststellen, welche gemeinsamen Resourcen auf einem Host zur Verfügung stehen:
/usr/sbin/smbclient -L host
Dabei ist host ein Platzhalter für den Namen des Rechners, den man betrachten will. Es wird eine Liste von Service-
Namen zurückgeliefert, also Namen von Laufwerken oder Druckern, die für die gemeinsame Nutzung zur Verfügung
stehen. Wenn der Server nach einem Paßwort fragt, dann verwenden Sie das Paßwort für den Gastzugang oder für
Ihren persönlichen Zugang zu diesem Rechner. Beispielsweise:
smbclient -L zimmerman
Server Comment
--------- -------
HOPPER Samba 1.9.15p8
KERNIGAN Samba 1.9.15p8
LOVELACE Samba 1.9.15p8
RITCHIE Samba 1.9.15p8
ZIMMERMAN
8. Gemeinsame Nutzung eines Linux-Druckers 8
Die Suchliste zeigt ggfs. weitere SMB-Server, die alle über das Netzwerk verfügbar sind, einschließlich ihrer Re-
sourcen an.
Um den Klienten zu nutzen, ist folgender Aufruf notwendig:
Mit service ist dabei ein Rechner und der Resourcen-Name gemeint. Soll zum Beispiel ein Verzeichnis ange-
sprochen werden, daß als public von einem Rechner mit dem Namen zimmermann zur Verfügung gestellt wird,
so ist für service anzugeben \\zimmerman\public. Dabei sind die Restriktionen der Shell beim Entfernen
von Backslashes zu beachten. In diesem Fall bedeutet es, daß der Aufruf lautet:
Dabei stellt ’mypasswd’ den Platzhalter für die Zeichenkette des eigenen Paßwortes dar.
Der Klient smbclient liefert dann z.B. folgende Rückmeldung:
Die Eingabe von h listet als Hilfe alle möglichen Befehle für die Benutzung des Samba-Klienten auf:
smb: \> h
ls dir lcd cd pwd
get mget put mput rename
more mask del rm mkdir
md rmdir rd prompt recurse
translate lowercase print printmode queue
cancel stat quit q exit
newer archive tar blocksize tarmode
setmode help ? !
smb: \>
Wenn man ftp nutzen kann, werden nicht die man-pages für den smbclient benötigt.
Um einen Linux-Drucker auch von Windows-Rechners aus nutzen zu können, muß zunächst sichergestellt sein, daß
der Drucker bereits unter LINUX installiert und konfiguriert ist. Wenn das Drucken unter Linux möglich ist, dann läßt
sich die gemeinsame Nutzung des Druckers relativ einfach einrichten.
Bei der Installation eines lokalen Druckers an der Linux-Maschine bietet die Linux Drucker HOWTO geeignete Hil-
festellung.
Der folgende Abschnitt zur gemeinsamen Druckernutzung ist nur als Anregung zu verstehen. Falls weitergehende In-
formationen bezüglich der gemeinsamen Druckernutzung vorliegen, bitten wir, diese an dwood@[Link]
oder [Link]@[Link] zu senden. Wir werden uns um die Ver-
vollständigung dieses Kapitels kümmern.
Der [Link]-Datei ist z. B. folgende Druckerkonfiguration hinzuzufügen:
[global]
printing = bsd
9. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Druckers 9
[printers]
comment = All Printers
security = server
path = /var/spool/lpd/lp
browseable = no
printable = yes
public = yes
writable = no
create mode = 0700
[ljet]
security = server
path = /var/spool/lpd/lp
printer name = lp
writable = yes
public = yes
printable = yes
print command = lpr -r -h -P %p %s
Dabei muß sicher gestellt werden, daß der Drucker-Pfad, der oben unter [ljet] aufgeführt ist, zum Spool-
Verzeichnis in der Datei /etc/printcap paßt.
Anmerkung
Unter Samba treten einige Probleme beim Zugriff auf an Linux-Rechnern angschlossenen Drcukern durch
Windows-NT-Rechnern auf. Ein Problem unter NT ist, den gemeinsam zu nutzenden Drucker überhaupt
zu sehen. Um dies zu beseitigen, lesen Sie bitte die Anmerkungen in der Datei docs/[Link] der
Samba-Distribution. Ein anderes Problem besteht beim Paßwort. Lesen Sie bitte hierzu die Kommentare in
docs/[Link], um auch dieses Problem zu beseitigen.
Um einen an einem Windows-Rechner angeschlossenen Drucker auch von Linux aus nutzen zu können, muß folgen-
dermaßen vorgegangen werden:
1. Es müssen die entsprechenden Einträge aus der Datei /etc/printcap vorliegen. Diese müssen zur lokalen
Verzeichnisstruktur passen -also zum Spool-Verzeichnis u.s.w.-.
2. Das Skript /usr/bin/smbprint muß vorhanden sein. Es ist Bestandteil der Quellcodes von Samba.
Dieses Skript liegt aber nicht allen binären Distributionen bei. Deshalb folgt unten die Vorstellung einer le-
icht geänderten Kopie des Skripts.
3. Sollen ASCII-Dateien nach Postscript konvertiert werden, dann muß nenscript oder ein vergleichbaren Pro-
dukt vorhanden sein. Bei nenscript handelt es sich um ein Postscript-Konvertierprogramm, das i. allg. im
Verzeichnis /usr/bin installiert ist.
Anmerkung
Das weiter unten vorgestellte Perl-Skript vereinfacht das Drucken unter Samba. Es ermöglicht das Drucken von
ASCII, Postscript und erzeugtem Postscript.
9. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Druckers 10
Der Eintrag in der /etc/printcap bezieht sich auf einen HP 5MP-Drucker, der an einen WindowsNT-Rechner
angeschlossen ist. Doch zunächst wird die Bedeutung der dort verwendeten Abkürzungen erläutert. Weitergehende
Informationen enthalten die Linux Drucker HOWTO und die man-pages für die Datei printcap.
cm - Kommentar
lp - Name des Geraetes, das für die Ausgabe geoeffnet werden soll
sd - das sich auf dem lokalen Rechner befindende Spoolverzeichnis
fuer den Drucker
af - die Datei für die Protokollierung der Druckerzugriffe
mx - die maximale Dateilaenge (Null bedeutet unbegrenzt)
if - Name des Skripts für den Eingabefilter
Und hier nun ein Auszug aus der /etc/printcap für den Drucker HP 5MP.
# /etc/printcap
#
# //zimmerman/oreilly via smbprint
#
lp:\
:cm=HP 5MP Postscript OReilly on zimmerman:\
:lp=/dev/lp1:\
:sd=/var/spool/lpd/lp:\
:af=/var/spool/lpd/lp/acct:\
:mx#0:\
:if=/usr/bin/smbprint:
Wichtig ist, daß man sich vergewissert, daß die Spool- und Zugriffs-Verzeichnisse existieren und für das Schreiben
freigegeben sind.
Es muß sichergestellt werden, daß die if-Zeile den richtigen Pfad für das unten angegebene Skript smbprint enthält
und daß dabei auf das richtige Ausgabegerät verwiesen wird, also die spezielle /dev-Datei.
smbprint
Dies ist ein Skript, das sich [Link]. im Verzeichnis /usr/bin befindet. Es stammt wohl von Andrew Tridgell,
dem Programmierer von Samba. Das Skript wird mit der Quellcode-Distribution von Samba ausgeliefert. Es
fehlt allerdings in einigen binären Distributionen. Deshalb wird es nachfolgend aufgeführt. Dabei muß aller-
dings beachtet werden, daß es einige kleine Änderungen enthält. Diese haben sich im Alltagseinsatz als brauch-
bar erwiesen.
#!/bin/sh -x
#
# Script further altered by hamiltom@[Link] (Michael Hamilton)
# so that the server, service, and password can be read from
# a /usr/var/spool/lpd/PRINTNAME/.config file.
#
# In order for this to work the /etc/printcap entry must include an
# accounting file (af=...):
#
# cdcolour:\
# :cm=CD IBM Colorjet on 6th:\
# :sd=/var/spool/lpd/cdcolour:\
# :af=/var/spool/lpd/cdcolour/acct:\
# :if=/usr/local/etc/smbprint:\
# :mx=0:\
# :lp=/dev/null:
#
# The /usr/var/spool/lpd/PRINTNAME/.config file should contain:
# server=PC_SERVER
# service=PR_SHARENAME
# password="password"
#
# E.g.
# server=PAULS_PC
# service=CJET_371
# password=""
#
# Debugging log file, change to /dev/null if you like.
#
logfile=/tmp/[Link]
# logfile=/dev/null
#
# The last parameter to the filter is the accounting file name.
#
spool_dir=/var/spool/lpd/lp
config_file=$spool_dir/.config
#
# Some debugging help, change the >> to > if you want to same space.
#
echo "server $server, service $service" >> $logfile
(
# NOTE You may wish to add the line ‘echo translate’ if you want
# automatic CR/LF translation when printing.
echo translate
9. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Druckers 12
Wird smbprint genutzt, um ASCII-Dateien zu drucken, so werden zu lange Zeilen abgeschnitten. Falls es möglich
ist, bricht das Skript dabei die zu langen Zeilen bei Leerzeichen um und nicht in der Mitte eines Wortes.
Die Formatierung des Quellcodes erfolgt mit nenscript. Es wird eine ASCII-Datei genommen und zweispaltig
einschließlich Kopfzeile formatiert. Diese Kopfzeile enthält u. a. das Datum und den Dateinamen. Die Zeilen werden
numeriert. Wenn man dieses Skript als Beispiel verwendet, lassen sich auch andere Formatierungen gestalten. Dabei
sind Postskript-Dokumente sind schon geeignet formatiert, so daß sie unmittelbar weitergeleitet werden.
Und nun das Listing des Skriptes print:
#!/usr/bin/perl
# Script: print
# Authors: Brad Marshall, David Wood
# Plugged In Communications
# Date: 960808
#
# Script to print to oreilly which is currently on zimmerman
# Purpose: Takes files of various types as arguments and
# processes them appropriately for piping to a Samba print script.
#
# Currently supported file types:
#
# ASCII - ensures that lines longer than $line_length characters
# wrap on whitespace.
# Postscript - Takes no action.
# Code - Formats in Postscript (using nenscript) to display
# properly (landscape, font, etc).
#
# Set the maximum allowable length for each line of ASCII text.
$line_length = 76;
unless ( -f $print_prog ) {
9. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Druckers 13
\&ParseCmdLine(@ARGV);
# DBG
print "filetype is $filetype\n";
if ($filetype eq "ASCII") {
\&wrap($line_length);
} elsif ($filetype eq "code") {
\&codeformat;
} elsif ($filetype eq "ps") {
\&createarray;
} else {
print "Sorry..no known file type.\n";
exit 0;
}
# Pipe the array to smbprint
open(PRINTER, "|$print_prog") || die "Can’t open $print_prog: $!\n";
foreach $line (@newlines) {
print PRINTER $line;
}
# Send an extra linefeed in case a file has an incomplete last line.
print PRINTER "\n";
close(PRINTER);
print "Completed\n";
exit 0;
# --------------------------------------------------- #
# Everything below here is a subroutine #
# --------------------------------------------------- #
sub ParseCmdLine {
# Parses the command line, finding out what file type the file is
$arg = shift(@_);
if ($arg =˜ /\-./) {
$cmd = $arg;
# DBG
# print "\$cmd found.\n";
$file = shift(@_);
} else {
$file = $arg;
9. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Druckers 14
if ($file =˜ /\.ps$/) {
$filetype = "ps";
} elsif ($file =˜;
/\.java$|\.c$|\.h$|\.pl$|\.sh$|\.csh$|\.m4$|\.inc$|\.html$|\.htm$/) {
$filetype = "code";
} else {
$filetype = "ASCII";
}
sub usage {
print "
Usage: print [-a|c|p] <filename{\(>\)}
-a prints <filename> as ASCII
-c prints <filename> formatted as source code
-p prints <filename> as Postscript
If no switch is given, print attempts to
guess the file type and print appropriately.\n
";
exit(0);
}
sub wrap {
# Create an array of file lines, where each line is < the
# number of characters specified, and wrapped only on whitespace
# DBG
#print "Entering subroutine wrap\n";
#print "The line length limit is $limit\n";
# DBG
9. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Druckers 15
# DBG
#print "Wrapping...";
# DBG
#print "The partial line is:\n$part\n";
# DBG
#print "The last character was a space\n";
substr($line,0,$limit + 1) = "";
substr($part,-1,1) = "";
push(@newlines,"$part\n");
} else {
# If it is not, find the last space in the
# sub-line and print up to there.
# DBG
#print "The last character was not a space\n";
sub codeformat {
9. Gemeinsame Nutzung eines Windows-Druckers 16
sub createarray {
# Create the array for postscript
open(FILE, "<$file") || die "Can’t open $file: $!\n";
while(<FILE>) {
push(@newlines,$_);
}
close(FILE);
}