Atmung
Beobachtung- Einschätzung-
Überwachung
Zielsetzung
.... wiederholen, auffrischen..
....kennen die Einschätzungsparamter
... kennen verschiedene Atemgrößen
... kennen die Physiologie können
Verknüpfungen herstellen...
.. können den Unterschied zwischen Atmung
und Beatmung herleiten
Atmung = mehr als Vitalfunktion
Atmen: ist das erste was der Mensch tut, wenn
er geboren ist und das letzte, was er tut wenn er
diese Erde wieder verlässt.
Atmung/ Wortbedeutung
Anima (Latein) : Bedeutet eingeatmete Luft und
Seele
Pneuma (Griechisch) : Atem/Hauch und
Lebensgeist
Ruach (Hebräisch) : Atem und lebendes Wesen
Atman (Indogermanisch): Hauch und auch Seele
Wie eine Feder
Wie im Sommerwind - sich eine Feder erhebt,
Dem Himmelsblau entgegenschwebt
So wünsch ich das mein Atmen geht:
So leicht und frei, so unbeschwert, so webend,
schwebend, tragend, lang, so luftdurchtränkt.
Ganz ohne Zwang– Ein Atmen an das man kaum
mehr denkt, das frei und tief sich selber lenkt.
Die Feder senkt sich - steigt dann wieder.
Mein Atmen drückt mich rasselnd nieder.
Beobachtung
Bewusster,
systematischer,
zielgerichteter Prozess/
Vorgang
Gewinnung von
Informationen für ein
zielgerichtetes Handeln
Anpassung an aktuelle
Situationen
Überwachung
Einsatz der Sinnesorgane
Anwendung spezifischer Instrumente
Anwendung von Skalen (Assessments)
Systematisch
Daten
¾ Subjektiv (an eine Person gebunden)
¾ Objektiv (Messbar und nachprüfbar)
Welche Parameter schätzen wir ein/
bzw. beobachten wir?
Erstellen Sie ein Mindmap !
Atmung: Was können Sie
beobachten?
ATMUNG
Was beobachten, schätzen wir bei
der Atmung ein?
Atemfrequenz
Atemvolumina
Atemtiefe
Atemrhythmus
Atemmechanik
Atemgeräusch
Atemgeruch
Definition
Hyper-, Hypoventilation:
→ über Frequenz gesteuerte CO2 Abatmung
grösser bzw. kleiner ist als die CO 2
Produktion
→ ausschließlich über den pCO2 definiert
Blatt 4
Kussmaul Atmung: AZV stark erhöht, AF normal bis
erniedrigt, kompensatorisch bei Koma diabeticum oder
uraemicum
Cheyne Stoke Atmung: von Pausen durchbrochenes
Atemmuster an- und absteigend, sekundäre Reaktion des
Atemzentrums, Regulation erfolgt nicht mehr über pCO2 ,
toxisch, zentral, Erkrankung des Herzkreislaufsystems (indirekt)
Biot Atmung. Tiefe Atemzüge mit plötzlich auftretenden
Pausen, direkte Schädigung des ZNS bei Hirrnverletzungen,
erhöhter intrakranieler Druck (direkt)
Schnappatmung: präfinal, nicht mit dem Leben vereinbar,
fischmundartiges bewegen der Lippen begleitet von Pausen
Blatt 6
Azetongeruch: Diabetisches Koma, Hunger
Ammoniakgeruch: schwere
Leberfunktionsstörung
Foetor hepaticus: Leberversagen
Fäulnisgeruch: Lungengangrän,
Bronchialkarzinom
Eitergeruch. Bakterielle Infektion, akute
Bronchitis
Foetor urämicus: Nierenversagen
Begriffe
Eupnoe normale Atmung
Dyspnoe Einschränkung der Atmung
Tachypnoe erhöhte Atemfrequenz
Bradypnoe erniedrigte Atemfrequenz
Orthopnoe höchste Atemnot
Apnoe Atemstillstand
Atemrhythmus
Kussmaul Atmung
Cheyne Stoke Atmung
Biot Atmung
Inverse Atmung
Schaukel Atmung
Schnappatmung
Paradoxe Atmung
Darüber hinaus:
Subjektive Befinden des Patienten
Hautfarbe
Bewusstsein
Temperatur
Schwitzen
Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Nasenflügeln
Aparativ: z.B. Pulsoxymetrie
Grundlagen
Anatomie
Physiologie
Atmung: Definition
Atmung = Leben
Ohne Sauerstoff kein Leben
O2 wird für alle Stoffwechselvorgänge benötigt
Stoffwechselvorgänge oxydative Vorgänge
CO2 wird dabei frei und muss abgeatmet werden
Anerobe Vorgänge nicht ökonomisch, da etwa die
15 fache Menge an Glukose verbraucht wird
Gasaustausch zwischen
Organismus und Umwelt
Formen der Atmung
Innere Atmung: O2 /CO2 Austausch direkt in
der Zelle (Gewebe) = biologische Oxydation
Äußere Atmung : Lungen
¾ Luftleitend: Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen
Kehlkopf, Trachea, Bronchialbaum
¾ Diffusionssystem: Gasaustauschfläche der
Alveolen
Obere- untere Atemwege
Obere Atemwege: Nase bis Kehlkopf
Untere Atemwege: Trachea bis Alveolen
Funktion??????
Funktion
Erwärmung
Befeuchtung
Filterung/ Reinigung
Turbulenzen
Geruchswahrnehmung
Anatomie
Rachen= Funktion: a) nasalis Ohrtrompete
(Druckausgleich) b) oralis= wichtig für Schluckakt c)
laryngia beginnend Kehldeckel hinter Ringknorpel in
Ösophagus
Kehlkopf: Epiglottis/ Glottis= Stimmbildung, Pforte
für die Atemluft
Trachea: schließt sich Ringknorpel an, ca. 12 cm lang
Bronchien/Bronchiolen: rechts 3 Lappen, links 2
Lappen ,Segmente rechts 10, links 9
Anatomie/untere Luftwege
Die unteren Luftwege bestehen aus Larynx, Trachea, linker und
rechter Stammbronchus, Segmentbronchien und Bronchioli
terminales. Die Bronchialschleimhaut besteht aus einem
mehrreihigen Flimmerepithel und Schleimdrüsen. Die rechte
Lunge besteht aus 3 Lappen (Oberlappen, Unterlappen und
Unterlappen), die linke Lunge aus 2 Lappen (Oberlappen und
Unterlappen), Die Lingula des linken Oberlappens entspricht
jedoch anatomisch dem Mittellappen der rechten Lunge. Die
Alveolen bestehen aus einer einzelnen Zellschicht, so dass CO2
und O2 ungehindert hindurch diffundieren können.
Untere Luftwege
Anatomie
Lunge
Lunge
2 Lungenflügel/ links 2 Lappen, rechts 3
Lappen, links: 9 Segmente. Rechts: 10 Segmente
Brustfell viszeral und parietal
Unterdruck im Pleuraspalt, Flüssigkeitsfilm,
muss unversehrt sein für Atemarbeit
Alveolen ca 80- 100m2 ca 300mio.
Alveolen
Eigentlicher Ort des
Gasaustausches
Variieren bei Ein- und
Ausatmung in Ihrer
Größe
Surfactant?
Surfactant
Wird gebildet von den Pneumocyten Typ 2
Setzen die Oberflächenspannung herab, damit
die Alveolen am Ende der Expiration nicht
kollabieren
Bildet Makrophagen zur Immunabwehr
Reguliert den Flüssigkeitshaushalt zwischen
Alveole und Kapillarbett
Surfactant
Keeps the lung open
Helps to keep the lung clean
Keeps the lung dry (durch die Funktion
des surfactants die Oberflächenspannung
herabzusetzen nimmt der Sogdruck
zwischen Alveole und Kapillare ab)
Wie passiert Atmung?
¾ Beschreibt im Prinzip die Beziehung zwischen
Druck, Volumen und Flow während eines
Atemzykluses
¾ Atemgastransport zwischen Atmosphäre und
Alveole
¾ Treibende Kraft ist hier der Druckunterschied
Atemmechanik
Hauptmuskel: Zwerchfell, innerviert über n.
Phrenicus (C3-4), = Kontraktion führt zur Abflachung,
Volumen im Brustraum vergrössert sich , Druck in den
Alveolen sinkt unter Umgebungsdruck, Luft kann
passiv einströmen.
Folgende Widerstände müssen überwunden werden:
Elastische Widerstände des Thorax und der Lunge,
Strömungswiderstände in den Atem wegen und
Reibungswiderstände
Expiration: in Ruhe passiver Vorgang
Atemvolumina/ Atemgrößen
Lösung: Atemvolumina
Atemzugvolumen: Luftvolumen pro Atemzug
Insp. Reservevolumen: Volumen über normale Einatmung
hinaus
Expirator. Reservevolumen: Volumen über normale
Ausatmung hinaus
Vitalkapazität: Luft/Az die max. ein- und ausgeatmet werden
kann
Totalkapazität: Gesamtvolumen das die Lunge fassen kann
Residualvolumen: Restluft in der Lunge nach stärkster
Ausatmung
Atemvolumina
Totalkapazität
Vitalkapazität
Atemzugvolumen
Inspiratorisches Reservevolumen
Expiratorisches Reservevolumen
Funktionelle Residualkapazität
Totraumvolumen
Alveoläre ventilation
Unter FRC versteht man das
Volumen, das nach normaler
Ausatmung in der Lunge verbleibt
Atemvolumina Definition
Totalkapazität: Vitalkapazität und Residualvolumen (6l)
Vitalkapazität: Volumen, das nach max. Inspiration maximal
ausgeatmet werden kann (Summe von AZV, inspiratorischem
Reservevolumen und expiratorischen Resevevolumen).
Atemzugvolumen das Volumen, das bei ruhiger Atmung ein
und ausgeatmet wird (0,5-0,6l/7-8mlkgKG)
Residualvolumen: Volumen welches nach max. Ausatmung
noch in der Lunge verbleibt (1,5-2l)
Inspiratorisches Residualvolumen: das was nach normaler
Einatmung noch max. eingeatmet werden kann.
Atemvolumina
Expiratorisches Reservevolumen: das was
nach normaler Ausatmung noch max.
ausgeatmet werden kann
Funktionelle Residualkapazität: Volumen
welches sich nach ruhiger Expiration noch in
den Lungen befindet (ca 2,5- 3l, ca 40% der
Totalkapazität) FRC= Maß für die
Gasaustauschfläche
Besonderheiten Kinder
FRC kleiner
Atemfrequenzen gestaffelt , je jünger das Kind desto
höher die Atemfrequenz
O 2 Bedarf größer, O 2 Reserve geringer
Atemhilfsmuskulatur weniger ausgebildet
Geringere Kompensationsmechanismen
Geringere Apnoe- Toleranz
AMV und Atemarbeit größer
Hauptbronchien verlaufen im gleichen Winkel
Besonderheiten Kinder
Atelektasen bilden sich sehr schnell
Retraktionskräfte (elastische Fasern) der Lunge
erst mit etwa 18 Jahren vollständig entwickelt
Alveoläre Ventilation doppelt so hoch wie beim
Erwachsenen
Atemfrequenz
Frühgeborenes 60 AF
Neugeborenes (bis 28. 40 AF
Tag)
Säugling ([Link]) 25- 30 AF
Kleinkind ( 2.- 5. LJ) 20- 25 AF
Schulkind (6.- [Link]) 12- 20 AF
Erwachsener 8- 12 AF
Auskultation
Atemgeräusche Beschreibung Kommentare: vesikuläres
Atmen Bläschenatmen, Atmen von schlürfendem Charakter
(Einatmen klingt wie "f", Ausatmen wie "w"); über normalen
Lungenteilen, beim Gesunden nur bei der Inspiration zu hören
abgeschwächte A. bei Emphysem, Pleuritis u.
Schwartenbildung; verschärfte A. bei Bronchitis; verschärfte u.
(im Exspirium) verlängerte A. bei Erschwerung des Luftaustritts,
z.B. bei Asthma bronchiale u. Bronchitis;bronchiales Atmensog.
Röhrenatmen; hauchendes Geräusch (klingt beim Ein- u.
Ausatmen wie "ch"), in In- u. Exspiration gleich stark od. bei
Exspiration stärker; physiol. über luftröhrennahen Abschnitten
(Larynx, Trachea, Interskapularraum)pathol. bei luftarmen
Lungenabschnitten inf. Infiltration (Pneumonie) od. Atelektase;
Atemgeräusche
Atemgeräusche
Weiter lassen sich bei der Auskultation Nebengeräusche wie Reibe und
Rasselgeräusche
Reibegeräusch: durch die Auskultation über Pleura, Perikard od. Peritoneum
wahrzunehmendes schabendes Geräusch, wenn eine seröse Haut durch entzündl.
Auflagerungen rauh geworden ist u. sich bei Bewegung (Atmung, Herzaktion) am
anderen Blatt reibt.
Rasselgeräusche: Atmungsgeräusche, die im Bereich der Bronchien entstehen;
Formen:
trockene Rasselgeräusche ( v.a. exspiratorisch brummende, giemende, schnarchende,
pfeifende od. zischende, kontinuierliche (>250ms) Geräusche durch Verengung der
Luftwege infolge Ödems bzw. Spasmus (bes. bei Asthma bronchiale);
feuchte, diskontinuierliche (<20ms) Rasselgeräusche infolge von
Sekretansammlungen; je nach Weite der Luftröhrenzweige groß-, mittel- od.
kleinblasig; bei kleinsten Verzweigungen Knisterrasseln (s. Crepitatio) als a)
nichtklingende (tieffrequente, ohrferne) Rasselgeräusche (bei Herzinsuffizienz,
Bronchitis), b) klingende (hochfrequente, ohrnahe) Rasselgeräusche bei Infiltration
(Pneumonie) bzw. c) metallisch klingende Rasselgeräusche (über Pneumothorax u.
brustwandnahen, großen Kavernen; vgl. Kavernensymptome).
Atemmechanik
Wie gelangt die Luft in die Lunge und wieder heraus?
Die Innenseite des Thorax ist mit einer Haut, der äußeren Pleura, ausgekleidet.
Die Lunge selbst ist mit einer Haut ummantelt, - der inneren Pleura. Diese
beiden Häute liegen dicht aufeinander . Der Spalt zwischen den beiden
Pleurahäuten wird als Pleuraspalt bezeichnet; in ihm herrscht ein Unterdruck.
Die Häute der Pleura sind gegeneinander verschieblich, lassen sich jedoch
nicht auseinander ziehen. Die Bindung der Pleurahäute lässt sich wie folgt
veranschaulichen: Nehmen Sie eine Glasscheibe und tragen Sie auf ihr etwas
Wasser auf. Legen Sie nun eine zweite Glasscheibe darauf. Es fällt Ihnen
leicht die Glasscheiben gegeneinander zu verschieben, jedoch werden Sie
Mühe haben die Scheiben wie ein Brötchen aufzuklappen. Dehnt sich der
Thorax bei der Einatmung, wird die Lunge ebenfalls gedehnt. Der
Hauptatemmuskel ist das Zwerchfell . Bei der Ausatmung zieht sich die
Lunge zusammen; der Thorax muss folgen. Gelangt Luft in den Pleuraspalt,
löst sich diese Verbindung und die betroffene Lungenhälfte fällt in sich
zusammen. Man spricht hier von einem Pneumothorax
Atemmechanik
Einatmung . Die Einatmung geschieht aktiv; es ist also Muskelkraft
erforderlich. Bei der normalen Einatmung dehnt sich der Thorax; Grund
dafür ist eine Kontraktion des Zwerchfells . Die Lunge folgt dieser Bewegung
und dehnt sich aus, ein Unterdruck entsteht und Luft strömt in die Lunge und
in die Alveolen. Bei verstärkter Einatmung werden zusätzlich die Rippen
durch die äußeren Intercostalmuskeln (Zwischenrippenmuskeln) angehoben.
Der Thorax dehnt sich stärker, auch hier folgt die Lunge. Ausatmung. Die
Ausatmung erfolg in der Regel passiv. Bei diesem Vorgang erschlafft das
Zwerchfell und elastische Fasern in der Lunge ziehen diese zusammen. Der
Thorax folgt dieser Bewegung. In der Lunge entsteht gering positiver Druck.
Die Luft strömt aus. Bei der verstärkten Ausatmung - wenn Sie z.B. jetzt
einmal kräftig den Staub von der Tastatur pusten - kommen wieder die
Intercostalmuskeln zum Einsatz, diesmal jedoch die inneren. Sie sorgen dafür,
dass die Rippen nach unten gezogen werden. Außerdem werden die
Bauchmuskeln kontrahiert, wodurch von unten Druck auf das Zwerchfell
ausgeübt wird .So funktioniert die Atmung mechanisch.
Atemsteuerung/ mechanisch
Das Atemzentrum befindet sich im Gehirn in der "Medulla oblongata", dem
verlängertem Mark sowie in der "Pons", also der Brücke .
Das Inspiratorische Zentrum liegt im verlängerten Mark und sorgt für einen
Grundrhythmus der Atmung. Es ist leicht zu erraten, was dieses Zentrum während der
Expiration, also der Ausatmung tut. Richtig vermutet: es ruht.
Das Pneumotaktische Zentrum befindet sich in der Brücke. Seine Aufgabe ist es,
die Einatmung zu begrenzen. Sinnbildlich funkt dieses Zentrum "Hey die Lungen sind
jetzt aber voll, Einatmung bitte beenden!" an das Inspiratorische Zentrum.
Ausatmung: Das Inspiratorisches Zentrum hat die Anweisung des Pneumotakischen
Zentrums verstanden und - schweigt. Die Ausatmung selbst erfolgt passiv.
Das Expiratorische Zentrum ist im Normalfall inaktiv; es ruht einfach so vor sich
hin. Rege wird es erst, wenn die Ausatmung beschleunigt werden soll (z.B. wenn Sie
schnell laufen und mehr Luft durch die Lungen gepumpt werden muss). Jetzt erfolgt
der Auftritt des Expiratorischen Zentrums, das im verlängerten Mark zu finden ist. Es
stimuliert die Ausatemmuskeln, die Luft mit Kraft aus der Lunge zu pressen.
Atemsteuerung/chemisch
Kolendioxid: Der Gehalt an Kohlendioxid, also CO2, im Blut hat den größten Einfluss auf den
Atemantrieb. Steigt der Kohlendioxidgehalt des Blutes an, wird die Atmung in Frequenz und
Tiefe gesteigert, - der Körper versucht Kohlendioxid abzuatmen. Dies funktioniert jedoch nur bis
zu einem gewissen CO2. Steigt das CO2 sehr hoch, z.B. auf einen paCO2 um 100 mmHG (Werte
um die 40 mmHG im arteriellen Blut sind normal), kommt es zu einer sogenannten CO2
Narkose. Was letztendlich zu einem Atemstillstand führt.
Wasserstoffionen- Konzentration: - oder einfacher ausgedrückt der pH-Wert des Blutes
(normal sind Werte zwischen 7,38 und 7.42).
Steigt die Wasserstoffionen- Konzentration in Blut und Gewebe (Dies wird als "Azidose"
bezeichnet, womit eine Verschiebung des pH-Wertes in den "saueren" Bereich gemeint ist.), wird
die Atmung gesteigert.
Sinkt die Wasserstoffionen- Konzentration (Dies wird als Alkalose bezeichnet, womit eine
Verschiebung des pH-Wertes in den "basischen" Bereich gemeint ist), so wird die Atmung
vermindert.
Die Wirkung ist jedoch nicht so ausgeprägt, wie bei Veränderungen des Kohlendioxidgehaltes im
Blut. Ein Anstieg des Kohlendioxidgehaltes im Blut führt zu einer Zunahme der
Wasserstoffionen- Konzentration in Blut und Gewebe.
Sauerstoff: Der Sauerstoffgehalt des Blutes hat unter Normalbedingungen recht wenig Einfluss
auf die Atmung. Nur ein starkes Absinken des Sauerstoffgehaltes im arteriellen Blut, Werte unter
50 mmHg (normal sind Werte knapp unter 100 mmHG), führt zu einem stark gesteigerten
Atemantrieb
Diffusion?
Diffusion?
Teilchen wandern von dem Ort höherer
Konzentration zu dem Ort der niedrigeren
Konzentration über eine halbdurchlässige
Membran.
Diffusion
Diffusionsstrecke. Ist die Membran, durch die ein Gas diffundiert verdickt (z.B.
durch ein Ödem), ist die Diffusionstrecke verlängert. Der Gasaustausch ist erschwert.
Dies ist beispielsweise bei einem Lungenödem der Fall.
Diffusionsfläche. Je größer die Fläche, durch die ein Gas diffundieren kann, desto
leichter ist die Diffusion. Ist die Gasaustauschfläche verkleinert (z.B. bei einer
Lungenteilresektion), behindert dies die Diffusion und damit den Gasaustausch.
Partialdruckdifferenz. Gemeint ist das Konzentrationsgefälle der Gase an beiden
Seiten der Membran. Ist dieses Gefälle groß, also viel Sauerstoff in der Einatemluft
und wenig im Blut, diffundiert das Gas sehr schnell. Ist das Gefälle gering geht die
Diffusion langsam vonstatten.
Diffusionszeit. Einfach und logisch: Auch die Gase brauchen eine Zeit, um durch
die Membranen zu wandern. Ist diese Zeit verkürzt (z.B. bei hechelnder Atmung),
kann nur wenig Gas - auf die Schnelle - durch die Membranen diffundieren.
Gasaustauschkoeffizienten. Nicht alle Gase durchwandern eine Membran gleich gut.
So diffundiert z.B. Kohlendioxid zwanzig mal schneller durch die Membranen
zwischen Blut und Alveolen, als Sauerstoff.
Ventilation
Belüftung
Austausch von CO 2
und O2
Perfusion
Durchblutung
Compliance
„Dehnbarkeit der Lunge“
Beschreibt die elastischen Eigenschaften der
Lunge
Verhältnis von Volumenänderung zur damit
verbundenen Druckänderung (ml/mbar)
Wann kommt es zu einer
Verminderung der Compliance?
Wann kommt es zur Verminderung
der Compliance?
ARDS
Atelektasen
Lungenödem
Fibrose
Pneumonie
Aspiration
Pneumothorax
Zwerchfellhochstand
Resistance
Maß für den Strömungswiderstand
Widerstand der von dem Luftstrom während In
und Expiration überwunden werden muss
Definiert als das Verhältnis Druckdifferenz
zwischen Alveolen und Atmosphäre und dem
pro Zeiteinheit durchströmenden
Atemgasvolumen.
1-3 mbar/l/s.
Ursachen für eine Resistance
Erhöhung?
Ursachen für eine Erhöhung der
Resistance
Tubus/Trachealkanüle
Übermässige Schleimproduktion
Bronchospasmus
Schleimhautschwellung
Emphysem
Tumorstenose
Fremdkörper
Atemarbeit/work of breathing
¾ Die Kraft die
aufgewendet werden
muss für die Atmung
¾ Definiert als Kraft mal
Weg
¾ Druck ist definiert als
Kraft, die auf eine Fläche
einwirkt
Atemarbeit
→ Elastische Arbeit: zur Überwindung der
elastischen Widerstände (75% der Atemarbeit)
Je steifer die Lunge desto mehr Atemarbeit
muss geleistet werden
→ Reibungsarbeit: zur Überwindung der
resistiven Widerstände/ Stömungswiderstände
Je enger die Atemwege desto mehr Arbeit
muss aufgebracht werden
Atemarbeit
Beim Gesunden benötigen unsere Atemmuskeln etwa
1% des vom Körper aufgenommen Sauerstoffs
Î verkürzte Atemmuskeln oder Atemmuskeln die
gegen höheren Widerstand arbeiten benötigen mehr 02
bei Obstruktion kann der 02- Bedarf bis auf 40%
Ansteigen. Gesamtsauerstoffaufnahmemenge wird
gesteigert = bei geringer Belastung = Kurzatmigkeit
Atemförderung?
Atemförderung
Wach und aktiv
Schmerzmanagement
Intubation möglichst vermeiden
Oder schnelle Extubation ermöglichen
Förderung der Bewegung
Verbesserung/ Stärkung der Einatmung
Unterstützung des eff. Hustens
Beatmungsmuster anpassen
Sozialkotakt/ Kommunikation
Ermöglichen von Ruhe und Schlaf
Maßnahmen zur Atemförderung
Mobilisation/ Bewegung/Lagerung
„Huffing“
ASE
Kontaktatmung
Vibration
Lagerungsdrainagen
Atemtraining
Schmerzmanagement
Einschätzen des Pneumonierisikos
Assessment
Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Ziele der Pneumonieprophylaxe:
ruhige tiefe Atmung
bessere Ventilation (Belüftung), bessere Diffusion
(Gasaustausch) und bessere Perfusion
(Durchblutung) des Lungengewebes
gelöstes Sekret (durch die bessere Ventilation wird die
Lunge im Thoraxraum bewegt was zusätzlich Sekret
löst.)