Formel
Formel
Stand: 17.11.2017
I
Inhaltsverzeichnis
1 Kinematik 1
2 Dynamik 4
3 Kreisbewegung 6
5 Gravitation 9
6 Mechanische Schwingungen 11
7 Mechanische Wellen 13
8 Elektrostatik 15
9 Magnetische Felder 17
10 Elektromagnetische Induktion 19
11 Wechselstrom 21
13 Wellenoptik 25
14 Relativitätstheorie 28
15 Welle-Teilchen-Dualismus 31
16 Atomphysik 33
18 Thermodynamik 36
19 Fehlerrechnung 39
II
1 Kinematik
Alle weiteren Gröÿen und Einheiten lassen sich auf diese Grundgröÿen bzw. -einheiten
zurückführen.
s(t) = vo · t + so
v(t) = vo
1
Gleichmäÿig beschleunigte Bewegung
(Bewegung mit konstanter Beschleunigung)
1
s(t) = ao · t2 + vo · t + so
2
v(t) = ao · t + vo
a(t) = ao
ao = a(0): Anfangsbeschleunigung
Die Momentangeschwindigkeit v(to ) zu einem Zeitpunkt to ergibt sich aus dem Weg
ZeitDiagramm durch die Steigung der Tangente an den entsprechenden Punkt.
Freier Fall:
Spezialfall der gleichmäÿig beschleunigten Bewegung mit der Beschleunigung
g = 9, 81 sm2 (Erdbeschleunigung ).
Senkrechter Wurf :
Ein Körper wird unter Vernachlässigung der Reibung mit Anfangsgeschwindigkeit vo
senkrecht nach oben geworfen.
Wurfhöhe :
vo2
H=
2g
Steigzeit :
vo
tS =
g
2
Mehrdimensionale Bewegung
Nach dem Unabhängigkeitssatz der Bewegung lässt sich die Bewegung in ihre Kom-
ponenten aufspalten (z.B. horizontaler Wurf: gleichförmige Bewegung in xRichtung,
freier Fall in yRichtung).
Bei den Gröÿen Weg, Geschwindigkeit und Beschleunigung handelt es sich um Vek-
toren (~s, ~v und ~a). Die Bewegungsgesetze gelten jeweils komponentenweise.
Horizontaler Wurf :
Ein Körper wird unter Vernachlässigung der Reibung mit Anfangsgeschwindigkeit vo
in horizontaler Richtung geworfen.
Bahnkurve :
g
y= · x2
2vo2
Schräger Wurf :
Ein Körper wird unter Vernachlässigung der Reibung mit Anfangsgeschwindigkeit vo
unter einem Winkel α schräg nach oben geworfen.
Bahnkurve :
g
y = tan α · x − · x2
2vo2 cos2 α
Wurfweite :
vo2 sin 2α
W =
g
Die maximale Weite ergibt sich bei einem Winkel von α = 45◦ .
Wurfzeit :
vo sin α
tW = 2
g
3
2 Dynamik
Masse
Unter der Masse versteht man die Eigenschaft eines Körpers, einer Bewegungsän-
derung einen Widerstand entgegenzusetzen (träge Masse ) und von einem anderen
Körper angezogen zu werden (schwere Masse ).
Kraft
1. Newton-Axiom (Trägheitsprinzip)
Ein Körper führt so lange eine gleichförmige Bewegung aus, bis eine Kraft auf ihn
wirkt.
m
Einheit: [F ] = 1kg · = 1N (Newton)
s2
Hookesches Gesetz:
Um eine elastische Feder eine Strecke s auszulenken, ist eine Kraft F erforderlich, für
die gilt:
F =D·s
D: Federhärte
4
Arbeit und Energie
Arbeit wird immer dann verrichtet, wenn eine Kraft längs eines Weges wirkt. Für
eine konstante Kraft F längs eines Weges s mit konstanter Wegrichtung gilt:
W = F · s · cos α
Allgemein gilt: Z
W = ~
F~ · ds
m2
Einheit: [W ] = 1kg · = 1N m = 1J (Joule)
s2
Beispiele:
Energie ist die Fähigkeit eines Körpers, Arbeit zu verrichten. Verrichtete Arbeit wird
als Energie gespeichert.
Impuls
Denition: p~ = m · ~v
m
Einheit: [p] = 1kg ·
s
Die Ursache eines Impulses ist ein Kraftstoÿ F~ · ∆t:
F~ · ∆t = ∆~p
Es gilt das verallgemeinerte Grundgesetz der Mechanik:
In abgeschlossenen Systemen, d.h. einem System, auf das keine äuÿeren Kräfte wirken,
gilt der Impulserhaltungssatz. Der Gesamtimpuls bleibt erhalten, d.h. p~˙ (t) = 0.
5
3 Kreisbewegung
Gleichförmige Kreisbewegung
Bei der gleichförmigen Kreisbewegung ist der Betrag der Bahngeschwindigkeit v kon-
stant. Da sich die Richtung der Geschwindigkeit jedoch ändert, liegt hier ein Spe-
zialfall einer beschleunigten Bewegung vor. Die Grundgröÿen sind folgendermaÿen
miteinander verknüpft:
1 2π 2π r
f= ω= v= v = ωr
T T T
ϕ(t) = ω · t + ϕ0
Achtung ! Die Winkelgeschwindigkeit ω bezieht sich dabei immer auf die Winkelan-
gabe im Bogenmaÿ.
Ursache der gleichförmigen Kreisbewegung ist die radial nach innen (d.h. zum Kreis-
mittelpunkt hin) gerichtete Zentripetalkraft FZ :
2 v2
FZ = m ω r = m
r
Die Zentrifugalkraft ist eine Trägheitskraft und wirkt nur auf einen mitrotierenden
(mitbeschleunigten) Beobachter. Sie ist betragsmäÿig gleich groÿ der Zentripetalkraft,
ist aber radial nach auÿen gerichtet.
Entsprechend gilt für die Radialbeschleunigung aZ :
FZ 2 v2
aZ = =ω r=
m r
6
4 Rotation starrer Körper
Kreuzprodukt
~a × ~b = ~c; |~a × ~b| = |~a| · |~b| · sin α; α= Winkel zwischen ~a und ~b.
Das Kreuzprodukt steht senkrecht auf den Vektoren ~a und ~b. Die Richtung des Vektors
ergibt sich aus der DreiFingerRegel der rechten Hand: ~a: Daumen, ~b: Zeigenger,
~a × ~b: Mittelnger.
Trägheitsmoment J
Massenpunkt m: J = m · r2
starrer Körper: J = i mi · ri2
P
r bzw. ri bezeichnet dabei den Abstand zur Drehachse. Das Trägheitsmoment eines
Körpers ist somit abhängig von der Lage der Drehachse.
Drehmoment M
~ ~ = ~r × F~
M
Drehimpuls L~ ~ = ~r × p~
L
7
Entsprechungen zwischen Translations und Drehbewegung
Translationsbewegung Drehbewegung
~s ϕ
~
~v ω
~
~a α
~
m J
F~ M~
p~ ~
L
Ekin = 12 mv 2 Erot = 21 Jω 2
∆~p = F~ · ∆t ~ =M
∆L ~ · ∆t
F~ = m · ~a ~ =J ·α
M ~
F~ = p~˙ ~˙
~ =L
M
Eine allgemeine Bewegung setzt sich zusammen aus einer Translationsbewegung (des
Schwerpunkts) und einer Rotationsbewegung (um den Schwerpunkt).
1
ϕ
~ = ~ · t2
α
2
ω ~ ·t
~ = α
α
~ = const.
8
5 Gravitation
Keplersche Gesetze
Die Keplerschen Gesetze beschreiben die Bewegung von Trabanten um einen Zentral-
körper (z.B. Planeten um die Sonne oder Monde um Planeten).
1) Trabanten bewegen sich auf Ellipsenbahnen, in deren einem Brennpunkt sich der
Zentralkörper bendet.
3) Für die groÿen Halbachsen a und Umlaufzeiten T gilt für alle Trabanten, die sich
um den Zentralkörper bewegen:
a3
= const
T2
Gravitationsgesetz
Gravitationskraft FG , mit der sich zwei (kugelsymmetr.) Körper der Massen m1 und
m2 , deren Mittelpunkte den Abstand r voneindander haben, anziehen:
m1 m2
FG = G
r2
m3
G = 6, 672 · 10−11 kg s2
(Gravitationskonstante)
Die Richtung von F~G liegt auf der Verbindungslinie beider Massen.
Gravitationsfeldstärke
9
Arbeit und Energie
m sei ein Probekörper im Gravitationsfeld der Masse M . Um den Probekörper m vom
Abstand r1 vom Mittelpunkt der Masse M auf einen Abstand r2 zu bringen, ist die
Arbeit Z r2
1 1
Wr1 , r2 = FG (r) dr = G M m · −
r1 r1 r2
erforderlich.
Es gilt:
0
Wpot (r) = FG (r)
Potenzial
Das Potenzial V erlaubt eine von der Probemasse m unabhängige Beschreibung des
Gravitationsfeldes der Masse M :
Wpot M
V := = −G ·
m r
Es gilt:
V 0 (r) = g(r)
10
6 Mechanische Schwingungen
Eine (ungedämpfte) Schwingung ist ein zeitlich periodischer Vorgang. Eine Auslen-
kung aus der Gleichgewichts oder Ruhelage führt zu einer zur Gleichgewichtslage hin
gerichteten Rückstellkraft Fr .
Harmonische Schwingungen
Bei einer harmonischen Schwingung ist die Rückstellkraft Fr proportional zur Aus-
lenkung s:
Fr = −k · s
s(t) = so · sin(ωt + ϕ)
v(t) = vo · cos(ωt + ϕ), vo = ω · so
mit s
k
ω=
m
so bedeutet die Amplitude und ϕ die Phasenverschiebung. Diese Werte ergeben sich
aus den Anfangsbedingungen der Schwingung.
Energie
1 1
Wpot = · k · s(t)2 = · k · s20 · sin2 (ωt + ϕ)
2 2
1 1
Wkin = · m · v(t) = · k · s20 · cos2 (ωt + ϕ)
2
2 2
Gesamtenergie:
1
Wges = Wpot + Wkin = · k · s20 = const.
2
11
Es kommt zu einer Umwandlung von potenzieller in kinetische Energie und umge-
kehrt. Die Gesamtenergie bleibt erhalten.
Beispiele
Federpendel
(Masse: m, Federkonstante: D)
m
r
k = D, T = 2π ·
D
Fadenpendel (für kleine Auslenkungen)
(Fadenlänge: l)
s
m·g l
k= , T = 2π ·
l g
Gedämpfte Schwingungen
Bei realen Schwingungssystemen geht dem System Energie durch Reibung verloren.
Berücksichtigt man eine Reibungskraft proportional zur Geschwindigkeit (FR = 2mγv ,
γ : Dämpfungskonstante ), ergibt sich folgende Dierentialgleichung:
k
s̈ + 2γ ṡ + s=0
m
Die Amplitude so der Schwingung nimmt ab:
t
so (t) = so · e−γt = so · e− τ
(τ = γ1 : Zeitkonstante )
q
(To : Schwingungsdauer der ungedämpften Schwingung, ωo = k
m
)
Erzwungene Schwingungen
Ist ein Schwingungssytem an eine äuÿere Kraft gekoppelt, spricht man von einer
erzwungenen Schwingung. Das Schwingungssystem schwingt dabei stets mit seiner
Eigenfrequenz, d.h. der Frequenz seiner freien Schwingung. Die Amplitude der er-
zwungenen Schwingung ist abhängig von der Frequenz der äuÿeren Kraft. Sie wird
maximal, wenn beide Frequenzen übereinstimmen (Resonanz ).
12
7 Mechanische Wellen
Unter einer mechanischen Welle versteht man die Ausbreitung einer Störung in ei-
nem Medium. Das Medium besteht dabei aus einer Reihe gekoppelter Oszillatoren.
Die einzelnen Oszillatoren üben dabei Schwingungen aus. Durch die Kopplung wird
der Schwingungszustand mit einer Zeitverzögerung auf die benachbarten Oszillatoren
übertragen. Es kommt zu einem Energietransport ohne Massentransport.
Ausbreitungsgeschwindigkeit
Der Schwingungszustand breitet sich mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit (Phasen-
geschwindigkeit) c aus:
c=λ·f
Wellengleichung
Führen die Oszillatoren harmonische Schwingungen durch, so gilt für die Auslenkung
s die Wellengleichung:
(falls zur Zeit t=0 am Ort x=0 die Auslenkung s=0 beträgt)
x
s(t, x) = so · sin ω t −
c
so : Amplitude
Superpositionsgesetz
Wellen überlagern sich ungestört. Die jeweiligen Auslenkungen addieren sich.
13
Interferenz
Eine Überlagerung von Wellen gleicher Wellenlänge bezeichnet man als Interferenz.
Laufen zwei Wellen gleicher Wellenlänge in dieselbe Richtung, überlagern sie sich zu
einer Welle gleicher Wellenlänge und gleicher Ausbreitungsrichtung.
Beträgt der Gangunterschied der beiden ursprünglichen Wellen δ = m · λ mit m =
0, 1, ..., so verstärken sich die Amplituden maximal (konstruktive Interferenz).
Bei einem Gangunterschied der beiden Wellen von δ = (2m − 1)/2 · λ mit m = 1, 2...,
so sind die resultierenden Amplituden minimal (destruktive Interferenz). Sind die Am-
plituden der ursprünglichen Wellen gleich groÿ, so löschen beide Wellen sich aus.
Stehende Wellen
Huygenssche Prinzipien
1. Jeder Punkt einer Wellenfront kann als Ausgangspunkt einer Elementarwelle auf-
gefasst werden.
14
8 Elektrostatik
Elektrische Feldstärke:
~
~ := Fel
E
q
F~el : elektrische Kraft auf die Probeladung q
Elektrische Feldstärke: E= U
d
Flächenladungsdichte : σ := Q
A
= εo E
Kapazität : C := Q
U
= εo A
d
CM edium = εr CV akuum
Energie
W = q · UB
1 1 Q2
W = CU 2 =
2 2 C
Dies ergibt eine Energiedichte von:
W 1
%el := = εr εo E 2
V 2
Diese Beziehung gilt auch für inhomogene elektrische Felder.
15
Radiales elektrisches Feld
Elektrische Feldstärke einer Kugelladung Q:
1 Q
E(r) =
4πεo r2
Der Betrag E hängt nicht von der Gröÿe der Kugel, sondern nur von deren Ladung
Q und dem Abstand r zum Kugelmittelpunkt ab.
~ ist radial nach innen bzw. nach auÿen gerichtet.
E
Energie
Für die Arbeit, eine Probeladung q im Feld der Ladung Q vom Abstand r1 zum Ab-
stand r2 vom Kugelmittelpunkt zu bringen, gilt:
Z r2
1 1 1
W =− Fel (r) dr = − Q·q −
r1 4πεo r1 r2
(Das negative Vorzeichen bedeutet, dass Arbeit gegen die elektrische Kraft Fel ver-
richtet wird.)
Die Arbeit W hängt nur von den Radien r1 und r2 , nicht aber vom speziell gewählten
Weg ab.
Diese Arbeit wird als elektrische oder potenzielle Energie im Feld gespeichert. Die
Gröÿe der elektrischen Energie ist abhängig von der Wahl des Bezugspunktes. Legt
man diesen Bezugspunkt ins Unendliche (r1 → ∞), so erhält man(mit r = r2 ):
1 Q·q
Wpot =
4πεo r
Eine von der Probeladung q unabhängige Darstellung erhält man mit Hilfe des Po-
tenzials ϕ:
Wpot 1 Q
ϕ(r) := =
q 4πεo r
U := ∆ϕ = ϕ(r2 ) − ϕ(r1 )
W =q·U
16
9 Magnetische Felder
Lorentzkraft F~L auf ein Leiterstück der Länge l in einem magnetischen Feld B
~ , das
mit der Stromstärke I durchossen wird:
F~L = l · I~ × B
~
Die magnetische Flussdichte B ~ ist ein Maÿ für die Stärke des magnetischen Feldes.
Die Lorentzkraft FL (Wirkung) steht senkrecht zur Stromrichtung I~ (Ursache) und
~
zum Magnetfeld B ~ (Vermittlung). Die Richtung der Lorentzkraft ergibt sich aus der
DreiFingerRegel der rechten Hand (UVWRegel).
Betragsgleichung:
FL = l · I · B · sinα
α: Winkel zwischen Stromrichtung I~ und Feldrichtung B
~.
Einheit
N
[B] = 1 = 1T (Tesla)
Am
F~L = q · ~v × B
~
q : Ladung, ~v : Geschwindigkeit
n·I
B = µo
l
17
Magnetfeld eines langen stromdurchossenen Leiters
Die Feldlinien eines stromdurchossenen Leiters sind konzentrische Kreise um den
Leiter als Mittelpunkt. Für die Flussdichte B gilt:
I
B = µo ·
2πr
I :Stromstärke, r: Abstand vom Leiter.
µr : Permeabiltitätszahl.
Im Medium ist µo durch µr · µo zu ersetzen.
Energiedichte:
W 1
ρmagnet = = B2
V 2µo
Das magnetische Feld ist Träger von Energie (wie das elektrische Feld).
18
10 Elektromagnetische Induktion
Magnetischer Fluss
~ ·A
Φ = B · A⊥ = B ~
Betragsgleichung:
Φ = B · A · cos α
α: Winkel zwischen magnetischer Flussdichte B~ und Flächenvektor A
~ (senkrecht auf
der Fläche).
[Φ] = T m2 = V s
Induktionsgesetz
Ändert sich der magnetische Fluss Φ in einer Spule, wird eine Spannung Uind indu-
ziert. Es gilt:
Uind = −n · Φ̇
Uind : Induktionsspannung, n: Anzahl der Windungen
Das negative Vorzeichen trägt der Lenzschen Regel Rechnung, wonach die Induk-
tionsspannung stets so gerichtet ist, dass sie ihrer Ursache entgegenwirkt.
Selbstinduktion
Durch einen sich ändernden Strom ändert sich das Magnetfeld der Spule und somit
auch der magnetsiche Fluss. Nach dem Induktionsgesetz wird eine Induktionsspan-
nung Uind induziert. Es gilt:
Uind = −L · I˙
L: (Selbst)induktivität (Eigeninduktivität)
19
Selbstinduktivität einer langen Spule
L = µo µr n2 A/l
A: Querschnittsäche der Spule, l: Spulenlänge, n: Windungszahl
1
Wmag = · LI 2
2
R
I(t) = Io · 1 − e− L ·t
R
UL (t) = −Uo · e− L ·t
R
I(t) = Io · e− L ·t
R
UL (t) = Uo · e− L ·t
20
11 Wechselstrom
Eektivwert
Der Eektivwert Uef f einer Wechselspannung U (t) versteht man die Gleichspannung,
die beim gleichen ohmschen Widerstand R die gleiche Leistung hervorruft wie die
Wechselspannung im Mittel.
1
Uef f = q Uo
(2)
I(t) = Io · sin(ωt)
ZL = ω L
21
Rein kapazitiver Widerstand
Uef f = ZC · Ief f , Uo = ZC · Io
π
I(t) = Io · sin ωt +
2
Reihenschaltung
(Ohmscher, induktiver und kapazitiver Widerstand in Reihe)
√ 1
Uef f = Z · Ief f , Z= R2 + X 2 , X = ωL−
ωC
Z : Impedanz, X : Blindwiderstand
I(t) = Io · sin(ωt − ϕ)
mit
X
tan(ϕ) =
R
Resonanz: X = 0
1
ω=√
LC
Die Stromstärke wird maximal und ϕ = 0 (Frequenzlter, Siebkette).
Parallelschaltung
(Ohmscher, induktiver und kapazitiver Widerstand parallel)
Es gilt entsprechend:
s
1 1 1 1 1 1 R
Ief f = · Uef f , = 2
+ 2, = − ω C, tan(ϕ) =
Z Z R X X ωL X
22
12 Elektromagnetische Schwingungen und Wellen
Elektromagnetische Schwingungen
Ein elektrischer Schwingkreis besteht aus einem Kondensator und einer Spule, die in
Reihe geschaltet sind. Wird der Kondensator entladen, kommt es zu einer elektrischen
Schwingung.
Für die Ladung des Kondensators gilt folgende Dierentialgleichung:
1
Q̈ + ·Q=0
LC
(Dies entspricht der Dierentialgleichung einer harmonischen Schwingung.)
mit
1
ω=√
CL
Dabei bedeutet Qo die ursprünglich im Kondensator gespeicherte Ladung und ϕ die
Phasenverschiebung, die sich aus den Startbedingungen ergibt.
Qo
U (t) = Uo · cos (ωt + ϕ), Uo =
C
I(t) = −Io · cos (ωt + ϕ), Io = ω · Qo
23
Hertzscher Dipol
Um hohe Frequenzen zu erhalten, benötigt man einen Schwingkreis mit kleiner Induk-
tivität L und kleiner Kapazität C . Diesen erhält man, indem man den Schwingkreis
zu einem Stab auseinanderzieht. Ladungen schwingen zwischen den beiden Enden des
Stabes hin und her.
Elektromagnetische Wellen
Werden Ladungen beschleunigt - wie etwa bei einem Hertzschen Dipol - breiten sich
die elektrischen und magnetischen Felder mit Lichtgeschwindigkeit aus. Beim Fern-
feld kommt es zu einer elektromagnetischen Welle. Beide Felder sind gleichphasig und
stehen sowohl senkrecht zueinander als auch senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der
Welle. Ausbreitungsrichtung, elektrische Feldstärke E ~ und magnetische Flussdichte
B~ bilden dabei ein Rechtssystem. Das sich ändernde magnetische Feld führt zu einem
elektrischen Feld und umgekehrt, so dass sich die Welle unabhängig von ihrer Ursache
ausbreitet.
Es gilt:
E =c·B
co : Vakuumlichtgeschwindigkeit
ρ̄ = 12 εr εo · Eo2
Eo : Amplitude
24
13 Wellenoptik
sin α c1 n2
= const. = =
sin β c2 n1
c1,2 Lichtgeschwindigkeit, n1,2 : Brechungsindex
Spezialfall: nLuf t ≈ 1
25
Beugung am Doppelspalt
Kohärentes Licht falle auf einen Doppelspalt:
Für die Maxima n-ter Ordnung auf einem Schirm gilt dabei (vgl. Skizze) :
nλ an
sin α = , tan α =
d e
e: Abstand zwischen Doppelspalt und Schirm, d Spaltabstand, an : Abstand des Ma-
ximums n-ter Ordnung vom Maximum 0-ter Ordnung
eλ
an = n ·
d
Beugung am Gitter
Für die Hauptmaxima gelten die gleichen Formeln wie für die Beugung am Doppel-
spalt. d bedeutet dabei den Abstand zweier benachbarter Spalte (Gitterkonstante).
Zwischen zwei Hauptmaxima liegen N − 1 Minima bei Phasenunterschieden von
δ = nλ + mλ/N mit m = 1, 2, .., N − 1 und N − 2 Nebenmaxima, wobei N die
Anzahl der beleuchteten Spalte bedeutet. Die Intensität der Nebenmaxima nimmt
mit zunehmendem N weiter ab, wodurch die Hauptmaxima schärfer voneinander ge-
trennt werden.
26
Beugung am Spalt
nλ
sin α =
g
Zwischen den Minima liegen Maxima, deren Intensität mit zunehmender Ordnung n
abnimmt.
27
14 Relativitätstheorie
Einsteinsche Postulate
1) Konstanz der Lichtgeschwindigkeit
Die Vakuum-Lichtgeschwindigkeit ist in allen Intertialsystemen gleich groÿ.
2) Relativitätsprinzip
In allen Inertialsystemen gelten die gleichen physikalischen Gesetze. Es gibt kein aus-
gezeichnetes Bezugssystem.
Lorentz-Transformation
Ein Bezugssystem S 0 bewege sich relativ zu einem Bezugssystem S mit der Geschwin-
digkeit v in dessen x-Richtung. Für die Koordinaten in S 0 gilt mit β = v/c:
x − vt
x0 = √
1 − β2
0
y = y
z0 = z
t − v2 · x
t0 = √ c 2
1−β
x0 + vt0
x = √
1 − β2
y = y0
z = z0
t0 + cv2 · x0
t = √
1 − β2
Zeitdilatation
Eine relativ zu einem Inertialsystem bewegte Uhr geht langsamer als eine in dem
Inertialsystem ruhende Uhr:
q
∆t0 = ∆t · 1 − β2
28
Längenkontraktion
Für ein gegenüber einem System S mit Geschwindigkeit v bewegtes Objekt wird in
S in Bewegungsrichtung eine kleinere Länge gemessen als im Ruhesystem S 0 des Ob-
jekts:
q
∆x = ∆x0 · 1 − β2
Ein Koordinatensystem S 0 bewege sich relativ zu einem System S mit der Geschwin-
digkeit v in x-Richtung. Ein Körper, der sich relativ zu S 0 mit der Geschwindigkeit
u0 in x-Richtung bewegt, bewegt sich dann relativ zu S mit der Geschwindigkeit:
v + u0
u= 0
1+ v·u
2
c
Dopplereekt
Bewegt sich ein Sender elektromagnetischer Strahlung der Frequenz fS von einem
Empfänger weg, so beaobachtet der Empfänger eine Frequenz fE = k · fS mit
s
1−β
k=
1+β
(Bewegt sich der Sender auf den Empfänger zu, so nimmt β ein negatives Vorzeichen
an.)
29
Masse, Energie und Impuls
Bewegte Masse
Ein Körper bewege sich mit der Geschwindigkeit v gegenüber dem Ruhesystem. Dabei
gilt für seinen Masse m:
mo
m= √
1 − β2
mo : Ruhemasse
Kein Körper kann sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit c bewegen. Lichtge-
schwindigkeit erreicht nur ein Körper mit Ruhemasse m0 = 0.
1 p2
2
Wges ≈ mo c +
2 mo
Der zweite Term entspricht der klassischen kinetischen Energie. Der erste Term lässt
sich als Massenenergie deuten. Masse stellt eine Form der Energie dar. Insbesondere
lässt sich Masse in andere Energieformen umwandeln und umgekehrt.
Kinetische Energie
!
2 2 2 1
Wkin = mc − mo c = mo c √ −1
1 − β2
Impuls
mo~v
p~ = m~v = √
1 − β2
Relativistische Energie-Impuls-Beziehung
2
Wges = (mo c2 )2 + (pc)2
Wie in der klassischen Mechanik gelten die Erhaltungssätze für Energie und Impuls.
30
15 Welle-Teilchen-Dualismus
Einsteinsches Photonenbild
Licht besteht aus Lichtteilchen, den Photonen oder Lichtquanten, mit Energie:
Eγ = h · f
h = 6, 6262 · 10−34 Js = 4, 136 · 10−15 eV s: Plancksches Wirkungsquantum, f : Frequenz
Nach der Einsteinschen Beziehung zwischen Energie und Masse (E = mc2 ) lässt sich
den Photonen eine Masse mγ und ein Impuls pγ zuordnen. Es gilt:
h h
mγ = , pγ =
cλ λ
Die Masse mγ bezeichent die zur Photonenenergie W äquivalente Masse. Photonen
haben eine Ruhemasse von mo = 0.
Photoeekt
Beim Photoeekt überträgt ein Photon seine gesamte Energie auf ein Elektron in
einem Atom. Ist die Photonenenergie gröÿer als die Bindungsenergie WA , wird das
Elektron herausgelöst. Für die (maximale) kinetische Energie Ekin dieses Photoelek-
trons gilt:
Ekin = h · f − WA
Röntgenstrahlung (Bremsstrahlung)
Elektronen treen auf einen Schirm. Dabei werden sie abgebremst und wandeln ihre
kinetische Energie in Photonen um. Bis ein Elektron vollständig abgebremst wird,
können mehrere Photonen entstehen. Es kommt zu einem Röntgenspektrum. Bei der
gröÿtmöglichen Frequenz dieses Spektrums fgr wird dabei die gesamte kinetische
Energie des Elektrons in ein Photon umgesetzt. Es gilt:
eU = hfgr
Dieser Frequenz entspricht einer minimalen Wellenlänge λgr . (Von der Bindungsener-
gie der Elektronen werde hier abgesehen.)
Bremsstrahlung entsteht ebenfalls bei der Abbremsung anderer geladener Teilchen.
31
Compton-Eekt
Licht der Wellenlänge λ streut an freien Elektronen. Dabei kommt es zu einem ela-
stischen Stoÿ zwischen Photonen und Elektronen. Die Photonen übertragen Energie
und Impuls auf die Elektronen. Dabei vergöÿert sich die Wellenlänge des Lichts in
Abhängigkeit vom Streuwinkel ϑ:
∆λ = λ0 − λ = λC · (1 − cos ϑ)
Materiewellen
Auch materielle Teilchen (Mikroteilchen) besitzen sowohl Teilchen- als auch Welle-
neigenschaften. Es gelten die De-Broglie-Beziehungen:
h W
λ= , f=
p h
p: Impuls, λ: De-Broglie-Wellenlänge, W : Gesamtenergie des Teilchens.
Heisenbergsche Unschärferelation
Die Heisenbergsche Unschärferelation gibt eine Abschätzung dafür, wann bei mate-
riellen Teilchen der klassische Bahnbegri anwendbar ist und damit die Gesetze der
klassischen Mechanik, und wann die Gesetze der Quantenmechanik (Wellenmechanik)
gelten. Es gilt:
∆px · ∆x ≥ h̄
∆x: Ortsungenauigkeit, ∆px : Impulsungenauigkeit in x-Richtung, h̄ = h/2π (h-quer)
32
16 Atomphysik
Energienieveaus
me4 1 1
Wn = − 2 2
· 2 ≈ −13, 6eV · 2
8εo h n n
Für steigende Werte von n liegen die Energieniveaus immer dichter zusammen. Für
n = ∞ ergibt sich die Kontinuumsgrenze. Elektronen mit positiver Energie sind nicht
mehr an das Atom gebunden und können beliebige Energien annehmen.
Die Energieniveaus können durch Emission oder Absorption von Photonen geändert
werden. Dabei gilt für die Frequenz beim Wasserstoatom:
Wn − Wm 1 1
f= = fR · 2
− 2
h n m
mit der Rydbergfrequenz fR = me4 /(8ε2o h3 ) ≈ 3, 29 · 1015 Hz .
Charakteristische Röntgenstrahung
Entfernt man aus der innersten Schale eines Atoms (K-Schale ) ein Elektron, so kann
ein Elektron aus einer höheren Schale unter Emission eines Röntgenquants auf dieses
Energieniveau übergehen. Für den Übergang von n = 2 nach n = 1 gilt:
1 1
2
fKα = (Z − 1) fR 2
− 2
1 2
Z : Kernladungszahl
(Das Elektron aus der L-Schale (n = 2) sieht die von dem zweiten Elektron auf der
K-Schale um 1 abgeschirmte Kernladung.)
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17 Radioaktivität und Atomkerne
Nuklidschreibweise
A
Z X(N )
α-Zerfall
A A−4
ZX −→Z−2 Y +42 He + Energie
Der α-Zerfall liefert ein diskretes Energiespektrum.
β -Zerfall
β− : A
ZX −→ A
Z+1 Y + e− + ν̄ + Energie
β+ : A
ZX −→ A
Z−1 Y + e+ + ν + Energie
e− und e+ bezeichnen Elektron bzw. Positron, und ν und ν̄ stehen für (Elektron-)
Neutrino bzw. Antineutrino.
Im Kern wandelt sich jeweils eine Nuklidsorte in die andere unter Aussendung eines
Neutrinos bzw. Antineutrinos um. Da die Zerfallsenergie auf mehrere Teilchen verteilt
ist, ergibt sich für die β -Teilchen ein kontinuierliches Energiespektrum.
(Ob Neutrinos bzw. Antineutrinos eine Masse haben, ist noch nicht endgültig geklärt.)
γ -Zerfall
A ∗
ZX −→A
Z X + γ + Energie
h · f = ∆E
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Bindungsenergie
WB = (Zmp + N mn − mk )c2
mp Protonenmasse, mn : Neutronenmasse, mk : Kernmasse
Der Atomkern ist leichter ist die Summe seiner Bestandteile (Massendefekt).
Zerfallsgesetz
Für die Zahl N der noch nicht zerfallenen Kerne einer Probe gilt:
N (t) = No · e−k·t
ln 2
k=
T1/2
mit No = N (0), k : Zerfallskonstante, T1/2 : Halbwertszeit
Aktivität
A = −Ṅ , [A] = 1/s = 1Bq (Becquerel)
Es gilt:
A(t) = Ao · e−k·t
A=k·N
mit Ao = A(0)
Energiedosis
∆W J
D= , [D] = 1 1Gy (Gray)
∆m kg
∆W : absorbierte Strahlenenergie, ∆m: durchstrahlte Masse
Äquivalentdosis
H =Q·D [D] = 1Sv (Sievert)
Der Qualitätsfaktor Q beschreibt die unterschiedliche Schädlichkeit der verschiedenen
Strahlenarten. Es gilt: Q = 1 für β - und γ -Strahlung, Q = 10 für Neutronenstrahlung
und Q = 20 für α-Strahlung.
Die mittlere natürliche Strahlenbelastung liegt bei etwa 2,4 mSv/a.
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18 Thermodynamik
Kelvin-Skala
K
T = 273, 15K + ϑ · oC
T : Temperatur in K, ϑ: Temperatur in o C
Der absolute Nullpunkt der Temperatur liegt bei ϑ = −273, 15o C bzw. T = 0K . Bei
dieser Temperatur liegt keine Wärmebewegung mehr vor.
Stomenge
Unter der Stomenge n=1 mol versteht man die Stomenge, die aus genauso vielen
Teilchen besteht, wie in 12 g 12 C enthalten sind.
Es gilt:
N
n=
NA
N : Teilchenzahl, NA = 6, 0221 · 1023 mol−1 : Avogadro-Konstante
Wärmekapazität
∆Q
C=
∆T
∆Q: Wärmemenge (Energie), die erforderlich ist, die Temperatur eines Stoes um
∆T zu erhöhen.
Bezogen auf die Masse m bzw. die Stomenge ν gibt man die spezische Wärmeka-
pazität c bzw. die molare Wärmekapazität cmolar an. Es gilt:
∆Q ∆Q
c= , cmolar =
m · ∆T n · ∆T
Gasgesetze
Im Folgenden wird von dem Modell eines idealen Gases ausgegangen:
Ideales Gas
Bei einem idealen Gas geht man davon aus, dass die Gasteilchen untereinander nicht
wechselwirken, d.h. es kommt nur zu elastischen Stöÿen der Teilchen untereinander
bzw. mit den Wänden des Gasbehälters. Für die meisten realen Gase ist das unter
Normalbedingungen in guter Näherung erfüllt.
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Allgemeine Gasgleichung
pV = nRT
p: Druck, V : Volumen, n: Stomenge, T : Temperatur, R: allgemeine Gaskonstante :
J
R = 8, 3144 K·mol .
Innere Energie
Unter der inneren Energie U versteht man die Gesamtenergie eines Systems: kineti-
sche und potenzielle Energie der Teilchen, chemische Energie, Massenenergie.
Bei einem idealen Gas ist für die innere Energie allein die kinetische Energie von
Bedeutung. Von der Massenenergie des Systems wird abgesehen. Es gilt:
z z
U = Wkin = · pV = · nRT
2 2
Für ein einatomiges Gas gilt: z = 3 (reine Translationsbewegung), für ein zweiatomi-
ges Molekül: z = 5 (Translationsbesegung und Rotation um zwei Achsen).
Die innere Energie U hängt beí gegebener Stomenge n allein von der Temperatur T
ab.
Die innere Energie eines Körpers kann sich durch Zufuhr von Wärme und durch Zu-
fuhr äuÿerer Arbeit ändern .
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Isobare Zustandänderungen (∆P = 0)
Eine Zufuhr von Wärmeenergie führt zu einer Erhöhung der inneren Energie und
Verrichtung mechanischer Arbeit -∆W = P ∆V .
cmolar,p = cmolar,V + R
p · V = const.
Zweiter Hauptsatz
Es gilt stets:
∆S ≥ 0
Für ∆S = 0 liegt ein reversibler Prozess vor (Kreisprozess), für ∆S > 0 ist der Vor-
gang irreversibel.
Entropie S
Q
∆S = = k · ln(w)
T
w: thermodynamisches Wahrscheinlichkeitsverhältnis zwischen zwei Zuständen
Wärmekraftmaschine
Für den optimalen Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine, bei der einem System
von einem Wärmereservoir der Temperatur T1 Wärme zugeführt und an ein Wärme-
reservoir der Temperatur T2 Wärme abgeführt wird, gilt:
|W | T2
η= =1−
Q T1
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19 Fehlerrechnung
y = f (x) .
Beträgt die Ungenauigkeit in der Bestimmung von x ∆x, so gilt nach dem Gauÿschen
Fehlerfortpanzungsgesetz für die Ungenauigkeit ∆y der Gröÿe y :
∆y ≈ |f 0 (x)| · ∆x
f 0 (x) bedeutet dabei die Ableitung von f (x) nach x. (Mathematisch ist dies die Ap-
proximation des Dierenzialquotienten f 0 (x) durch den Dierenzenquotienten ∆y/∆x
für kleine Werte von ∆x.
v
u !2 !2 !2
u ∂f ∂f ∂f
∆y ≈ t
· ∆a + · ∆b + · ∆c
∂a ∂b ∂c
∂f /∂a bedeutet dabei die partielle Ableitung von f nach a. (Nach a wird abgleitet,
während b und c als konstant betrachtet werden.)
y = xm ,
∆y ∆x
≈ |m| ·
y x
Beispiel:
Es gelte: √
a2 · b
y=
c3
v
u 2 !2 2
∆y ∆a 1 ∆b ∆c
u
≈ t
2 + + 3
y a 2 b c
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