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Summenzeichen

Das Dokument enthält drei Aufgaben mit Lösungen zu Summenberechnungen. Aufgabe 1 besteht aus drei Teilaufgaben zu Summen über ganze Zahlen. Aufgabe 2 untersucht eine Indextransformation und eine Summenformel. Aufgabe 3 berechnet zwei Summenausdrücke.

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Andres Peña
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1.

Übungsblatt
Aufgaben mit Lösungen

Aufgabe 1: Berechnen Sie folgende Summen:


9 7   27  n
X
2
X n X 1
(a) (m − m), (b) , (c) 4 .
m=5 n=4
n−2 n=4
2

Lösung 1: (a) Wir trennen die Summe auf und setzen die Zahlen ein:
9
X 9
X 9
X
(m2 − m) = m2 − m
m=5 m=5 m=5
= (25 + 36 + 49 + 64 + 81) − (5 + 6 + 7 + 8 + 9)
= 255 − 35 = 220.
(b) Zuerst setzen wir die Definition des Binomialkoeffizienten ein. Dann kürzen wir den Bruch und setzen schließlich die
Werte ein:
7   X 7 7
X n n! X n(n − 1)
= =
n=4
n − 2 n=4
(n − 2)! (n − (n − 2))! n=4
2!
7
1X 2 104
= (n − n) = 12 (16 − 4 + 25 − 5 + 36 − 6 + 49 − 7) = = 52
2 n=4 2
0
(c) Wir ziehen die 4 aus der Summe und verschieben den Index (n0 = n − 4). Danach Spalten wir das Produkt ( 12 )n +4
auf und ziehen den Faktor ( 21 )4 nach außen. Dann verwenden wir die geometrische Summenformel. Zum Schluss bringen
wir den Ausdruck auf eine Nenner.
27  n 23  n0 +4 23  n  4
X 1 X 1 X 1 1
4 =4 =4
2 2 2 2
n=4 n0 =0 n=0
1 24  24 

4 1− 2

2 1
= 1 = 1−
16 1 − 2 4 2
224 − 1
=
225

Aufgabe 2: (a) Verschieben Sie die Indizes so, dass der folgende Ausdruck mit einem Summenzeichen geschrieben werden
kann.
X23 X19 31
X
(ν − 1)2 + 2(µ + 3) + 1
ν=2 µ=−2 k=10

Berechnen Sie dann die Summe. Hierbei dürfen Sie Beispiel 1.9 aus der Vorlesung verwenden.
(b) Zeigen Sie mit Hilfe einer geeigneten Indextransformation, dass für a, b ∈ R und n ∈ N gilt
n
X
(a − b) aν bn−ν = an+1 − bn+1 .
ν=0

Lösung 2: (a) Wir wenden die Indextransformationen n = ν − 1 bzw. n = µ + 3 und n = k − 9 an. Dann können wir
den Ausdruck als eine Summe schreiben.
23
X 19
X 31
X 22
X 22
X 22
X 22
X
(ν − 1)2 + 2(µ + 3) + 1= n2 + 2n + 1= (n2 + 2n + 1).
ν=2 µ=−2 k=10 n=1 n=1 n=1 n=1
Wir erkennen die erste binomische Formel. Durch eine weitere Indexverschiebung und elementaren Rechenoperationen
erhalten wir
Bsp 1.9
22 22 23 23
!
X
2
X
2
X
2
X
2 z}|{ 1
(n + 2n + 1) = (n + 1) = n = n −1 = · 23 · 24 · 47 − 1 = 4323
n=1 n=1 n=2 n=1
6

(b) Wir multiplizieren aus. Den letzten Summanden der ersten Summe und den ersten Summanden der zweiten Summe
schreiben wir explizit auf:
n
X n
X n
X n−1
X n
X
(a − b) aν bn−ν = aν+1 bn−ν − aν bn−ν+1 = an+1 + aν+1 bn−ν − aν bn−ν+1 − bn+1
ν=0 ν=0 ν=0 ν=0 ν=1

Nun verschieben wir den Index der zweiten Summe ν 0 = ν − 1 bzw. ν = ν 0 + 1:


n n−1
0
+1 n−ν 0
X X
aν bn−ν+1 = aν b
ν=1 ν 0 =0
Pn
Setzen wir dies oben ein, so sehen wir, dass sich die Summen aufheben. Wir erhalten die Behauptung: (a−b) ν=0 aν bn−ν =
an+1 − bn+1

Aufgabe 3: Berechnen Sie


4
1 X ν
4 X
X 1 X
(a) , (b) ν(ν − k)
(k + l)2 ν=1 k=1
k=0 l=2

Lösung 3: (a)
1 X
4 1  
X 1 X 1 1 1
= + +
(k + l)2 (k + 2)2 (k + 3)2 (k + 4)2
k=0 l=2 k=0
1 1 1 1 1 1 1 2 2 1 1147
= + 2+ 2 + 2+ 2+ 2 = + + + =
22 3 4 3 4 5 4 9 16 25 1800
(b) Wir ziehen den Faktor ν aus der inneren Summe. Dann transformieren wir den Index durch l = ν − k (bzw. k = ν − l).
Als letzten Schritt verwenden wir die Summenformel aus der Vorlesung und setzen die Zahlen ein:
ν(ν−1)
= 2
z}|{
4 Xν 4 ν 4 ν−1 4 4
X X X X X X ν(ν − 1) 1X 2
ν(ν − k) = ν (ν − k) = ν l = ν = ν (ν − 1)
ν=1 ν=1 ν=1 ν=1
2 2 ν=1
k=1 k=1 l=0
1
= (0 + 4 + 18 + 48) = 35.
2

Aufgabe 4:
(a) Berechnen Sie die Summe
5
X n

3
.
n=3
n!

(b) Beweisen Sie die folgende Rechenregel für den Binomialkoeffizienten. Für n ≥ m ≥ r ≥ 0 gilt
       
n m n n−r
· = · .
m r r m−r

Lösung 4:
(a)
5 n
 5 5
X
3
X n! X 1 1 1 1 1 1 1 5
= = = + + = + + =
n=3
n! n=3
3!(n − 3)!n! n=3 3!(n − 3)! 3!0! 3!1! 3!2! 6 6 12 12

(b) Wir setzen die Definition des Binomialkoeffizienten ein. Dann können wir m! kürzen.
   
n m n! m! n!
· = · =
m r m!(n − m)! r!(m − r)! r!(n − m)!(m − r)!

Dann schrieben wir künstlich n − m = n − r + r − m = (n − r) − (m − r) und erhalten wieder die gewünschte Form:
   
n! n! (n − r)! n n−r
= · = · .
r!(n − m)!(m − r)! r!(n − r)! ((n − r) − (m − r))!(m − r)! r m−r

Aufgabe 5: Bestimmen Sie alle Lösungen der folgenden linearen Gleichungssysteme:

−3x1 +x2 +x3 = 3 x1 +2x2 +4x3 = 3


(a) −2x1 −2x2 +x3 = 1 (b) 4x1 +7x2 +x3 = 2
−2x1 −x2 +x3 = 2 −2x1 −3x2 +7x3 = 4

Lösung 5: Bemerkung: Mit (α), (β) und (γ) bezeichnen wir hier Pivotelement-Zeilen der Koeffizientenmatrix. (a)

−3 1 1 3 (α) −3 1 1 3 −3 1 1 3
−2 −2 1 1 −1 · (α) → 1 −3 0 −2 −1 · (β) → 0 −1 0 −1
−2 −1 1 2 −1 · (α) 1 −2 0 −1 (β) 1 −2 0 −1

Wir lesen aus der 2. Zeile ab x2 = 1. Aus der letzten Zeile erhalten wir weiter x1 − 2x2 = −1, setzen für x2 = 1 ein und
erhalten x1 = 1. Aus der ersten Zeile erhalten wir −3x1 + x2 + x3 = 3, setzen für x2 = 1, x1 = 1 ein und erhalten x3 = 5.
Damit haben wir eine eindeutige Lösung (x1 , x2 , x3 ) = (1, 1, 5).
(b)
1 2 4 3 (α) 1 2 4 3 1 2 4 3
4 7 1 2 −4 · (α) → 0 −1 −15 −10 +1 · (β) → 0 0 0 0
−2 −3 7 4 +2 · (α) 0 1 15 10 (β) 0 1 15 10
Wir erkennen, dass x3 eine freie Variable ist. Die Lösung ist in Abhängigkeit dieser Variable anzugeben. Die dritte Zeile
liefert x2 = 10 − 15x3 . Das setzen wir in die erste Zeile ein und erhalten x1 + 20 − 30x3 + 4x3 = 3 oder äquivalent
x1 = −17 + 26x3 . Die Lösungsmenge ist

(−17 + 26x3 , 10 − 15x3 , x3 )> : x3 ∈ R




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