Musik
[Link] Orgel -орган, die Geige, die Violine - скрипка, das Klavier- рояль, пианино, die Gitarre -гитара, die
Trommel -барабан, die Klarinette -кларнет , die Posaune -тромбон, die Trompete -труба, das Saxophon -
саксофон, der Kontrabass -контрабас, das Cello -виолончель, die Harfe -арфа, die Flöte флейта, das
Akkordeon -аккордеон, das Keyboard-синтезатор , die Balalaika- балалайка, die Pauke -литавры, die
Gambe –гамба (род виолончели) , die Bratsche – альт, das Cembalo- клавесин
[Link] Saiten Blasen Schlagen
[Link] den Tasteninstrumenten gehören das Klavier, das Akkordeon, das Keyboard, die Orgel.
Zu den Saiteninstrumenten / Streichinstrumenten gehören die Geige, die Gitarre, das Cello, der Kontrabass, die
Balalaika, die Harfe, die Bratsche, die Violine, die Gambe
Zu den Blasinstrumenten gehören die Trompete, die Posaune, das Saxophon, die Flöte, die Klarinette, das
Waldhorn
Zu den Schlaginstrumenten gehören die Trommel, die Pauke, das Waldhorn - валторна
4.
1. Was ist für Sie Musik? (Musik ist eine Sprache, die jeder versteht).
2. Welche Rolle spielt Musik im Leben des Menschen? (Eine große Rolle).
3. Wo hört man die Musik? (Im Fernsehen, im Radio, zu Hause, in der Schule).
4. Warum hören Sie Musik? (Die Musik hilft abzuschalten, schafft gute Stimmung, kann beruhigen, man kann
tanzen).
5. Spielen Sie selbst ein Instrument? (Ja.. ., Nein...)
6. Welche Musikrichtungen haben Sie gern?
Die Orgel. Sie ist mehr 2000 Jahre alt. Sie kann ganz Chor oder die Instrumentalkapelle ersetzen. An der
Orgel kann man mit den Händen und sogar den Beinen spielen. Das ist ein ganz Blasorchester.
Frage: Ein Journalist schrieb, dass die Orgel ,,weise, zurückhaltend, einsam ist”. Erklären Sie bitte, warum?
Sagen Sie deutsch.
Ответ: Орган “мудр” потому, что впитал в себя культуру тысячелетий; “одинок” потому, что он является
единственным клавишно-духовым инструментом; “скрытен” потому, что его нельзя увидеть целиком (
можно видеть только его фасад).
Ein weidmännisches Horn. (охотничий рог) Es gab ein Signal zur Zeit der Jagd. Es ist lang 6-8 Meter, damit
kann man den Laut gut hören, aber zu trompeten war es nicht bequem.
Frage: Was haben die Musiker gemacht? Wie heißt jetzt neues Musikinstrument? Erklären Sie bitte deutsch.
Ответ: Длинный охотничий рог “скрутили”, получилась валторна
7. Merken Sie folgende Lexik
Das Adagio, das Allegro, das Scherzo, der Bläser, toll, runterladen, schwermütig, komponieren, Konzert geben,
ausdrücken, volkstümlich, eigenartig, genießen, vermitteln, das Anliegen, der Interpret, wirken auf Akk., der
Ton-der Klang-der Laut, der Komponist, aufschreiben, in Noten festhalten, einen Beitrag leisten zu Dat.,
strapazieren, die Musikgattungen: Barockmusik, romanische, klassische, moderne Musik, Volkslied, Popmusik,
Rock, Heavy Metal, Jazz, Rap, Remix
[Link] den Text
Was ist die Musik? Ist sie ein Vergnügen? Oder etwas anderes? Man kann die Antwort auf diese Fragen nicht
finden. Die Musik spiegelt unsere Gefühle wieder. Sie hilft uns in schwierigen Situationen. Die Musik sind wir.
Was mich angeht, finde ich Technomusik nicht besonders toll, weil sie sehr laut ist. Mir gefällt Pop-Musik oder
Remix, deshalb gehe ich in die Disco gern. Ich denke, dass unsere Musik in unseren Herzen ist, weil wir sie
nicht nur für die Verbesserung der Musik-Bildung genießen. Verschiede Menschen hören unterschiedliche
Lieder um individuell zu sein. Besonders gern höre ich die Tanz-Musik. Zu dieser Musik kann ich gut tanzen
oder relaxen. Sie ist angenehm und schön. Wenn ich die Freizeit habe, gehe ich gewöhnlich in die Disco.
Verschiedene Menschen besuchen Discos, die in vielen Clubs veranstaltet werden. Dort gibt es Supermusik und
schöne Lichteffekte, so dass ich richtig abtanzen kann. Natürlich hören heute viele Menschen Musik gern auch
zu Hause. Sie können CDs kaufen und gute Musik aus dem Internet runterladen. Heute gibt es viele
Möglichkeiten um zu Hause Musik zu hören. Das ist natürlich gut, denn das nimmt weniger Zeit in Anspruch.
Musik lebt in unseren Herzen. Sie ist mit uns überall.
Fassen Sie die Wörter zusammen.
die Antwort, gefallen, die Gefühle, gehen, in schwierigen Situationen , Remix , widerspiegeln, in die Disco,
hören, Musik, helfen, Lieder, besuchen , Discos , finden.
8. Sagt richtig und beantwortet die Frage.
a) spielt Rolle Welche die Musik?
b) die Musik hören Wo die Menschen?
c) Wie hören man die Musik kann?
d) gibt Welche es Arten von Musik?
e) Sie Welche hören Musik?
Was ist Musik?
Das Wort „Musik“ leitet sich ab von den „Musen“, den neun Göttinnen der Künste und Wissenschaften, die
nach der altgriechischen Mythologie unter Führung des Sonnengottes Apollo1 auftraten.
Der Volksmund um 1700 sagt: „Die Musik ist die beste Kunst, damit erwirbt man Ehr’ und Gunst.“ Musik ist
zweifellos die verbreiteste aller Kunstgattungen, sie erfasst die meisten Menschen, greift in ihr Leben ein. Musik
umgibt uns in vielfältiger Form, sie unterhält uns, bereitet frohe Stunden, wird uns zum Erlebnis im Konzertsaal
oder in der Oper, zwingt zur Auseinandersetzung, wird zur schöpferischen Anregung und zur Kraftquelle
sowohl beim Musikhören, als auch beim Musizieren. Die Musik ist die Kunstart, in der die Menschen ihre
Gefühle und ihre Gedanken mit Hilfe von Tönen ausdrücken und einander vermitteln. Ob ein Lied oder eine
Sinfonie, ein Klavierkonzert oder ein Song, eine Fuge oder ein Chanson, eine Sonate oder ein Chorwerk, eine
Arie oder ein Quartett - in jedem Musikwerk fanden zu allen Zeiten die den Menschen anregenden Gedanken
und Sehnsüchte, aber auch das persönliche Erleben der Komponisten ihren Ausdruck. Deshalb kann das Hören
der Musik sehr stark auf das Gefühl und Verstand wirken.
Es ist ein weiter Weg, der nicht immer nachzuweisen ist, von der ersten musikalischen Betätigung des
Menschen, von den ersten mit Bewusstsein auf einem Instrument hervorgebrachten Tönen und einfachsten
Melodien bis zu den sowohl in der Erfindung als auch in der Art der Wiedergabe über komplizierten
musikalischen Kompositionen von heute. Eins ist aber gleich geblieben: stets war die Musik Abbild der
Wirklichkeit, stets fand sie ihre Quelle im Leben.
Im Gegensatz zu anderen Künsten, z. B. zur bildenden Kunst, die besonders geeignet ist, auf ihre Weise die
Wirklichkeit zu widerspiegeln, hat die Musik nur eine indirekte Verbindung zu der Realität. Es wäre aber falsch,
daraus schließen zu wollen, dass es auch keine mittelbare, nämlich durch die Eigenart der Musik bedingte
Verbindung gäbe.
Die Musik kann ohne Zweifel Optisches wiedergeben. Auch Hell und Dunkel, Hoch und Tief, Enge und
Weite, Nähe und Ferne, langsame und schnelle Bewegung - all das kann die Musik ausdrücken. Vor allem aber:
die Musik kann zwar nicht die Realität selbst wiedergeben, vorwiegend aber ihre Wirkung auf den
Komponisten, der sie in Tönen festhält. Nicht die äußere, sondern die innere Welt ist der eigentliche Gegenstand
der Tondichtung.
So kann die Musik z. B. keinen Tod „schildern“. Aber sie kann Gefühle der Trauer ausdrücken. Der Hörer
kann dann das hinter der Musik liegende „Wirkliche“ wiederherstellen, er kann es der Musik entnehmen. Die
Musik kann kein spürbares Bild vom Frühling beschreiben. Aber sie kann die Freude eines Menschen, der den
Frühling erlebt, zum Ausdruck bringen. Dass es die Freude am Frühling ist. geht nicht konkret aus der Musik
hervor, es könnte auch die Freude als solche oder eine heitere Stimmung überhaupt sein. Und es wäre - das
gehört zur Eigentümlichkeit der Musik - das gleiche Material1, die gleichen Klänge und Rhythmen, deren sich
der Komponist bedient. Daraus entsteht die Schwierigkeit, Musik, die nicht wortgebunden ist (Sinfonie, Sonate,
Klavierkonzert), erklären zu können. Darin unterscheidet sich die Musik grundlegend von Werken der Literatur,
über deren Inhalt wenigstens es jeweils keinen Zweifel geben kann.
Wenn man sachlich die Mittel erforscht, die der Musik zur Verfügung stehen, so kommt man zu dem
Ergebnis, dass die Form gerade in der Musik eine große und wichtige Rolle spielt. Ihre Überschätzung führt
zum Formalismus, die Neigung aber, die Ausdruckskraft der Form zu missachten, zum Expressionismus.
Ein Musikstück ist zunächst nur in Noten festgehalten, so wie es der Komponist aufgeschrieben hat. Und die
Musiker, die Interpreten, müssen aufs neue den Prozess der Umsetzung des Notenbildes in Klang vornehmen,
wenn wir das Musikstück ein zweites Mal hören wollen. Wir hören also eine bestimmte Interpretation des
Werkes, und durch die Zwischenschaltung der Interpreten ergibt sich, dass das musikalische Werk bei jeder
Aufführung etwas anders klingen kann. Denn auch der Interpret ist ein Künstler, ein schöpferischer Mensch, der
nacherlebt und nachgestaltet - und in diesem Prozess gleichzeitig seine eigenen Vorstellungen vom Kunstwerk
und die seiner Zeit verwirklicht. Dass die Musik nicht nur ein Mittel der Entspannung, sondern auch ein
Erziehungsmittel von größter Ausstrahlungskraft und moralischem Wert ist, haben schon die altgriechischen
Gelehrten und Philosophen erkannt und die Musikerziehung in den Vordergrund gerückt, denn sie ist nicht nur
1 Apöllo(n) - der griechische Gott des Lichts, der Dichtkunst und der Musik
Die Töne können als Material der Musik bezeichnet werden. Ihr zeitliches Nacheinander wird zu Melodien gestaltet. Durch den geordneten
Zusammenklang mehrerer Töne entsteht die Harmonie. Als bewegende Kraft der Musik gelten Rhythmus und Tempo.
Erziehung zur Musik, sondern auch Erziehung durch Musik. So wirkten in positivem Sinne Haydn, Mozart und
Beethoven auf das aufsteigende Bürgertum, so leisten die fortschrittlichen Komponisten unserer Zeit einen
großen Beitrag zur Erziehung zur Humanität. Der jeweils neue Inhalt hat sich neue Gattungen und Formen
geschaffen, die sich später aber immer neue Komponisten aneigneten. Auch daraus geht hervor, dass die Form
nicht entscheidend ist, dass vielmehr der Inhalt eines musikalischen Kunstwerks seinen Wert bestimmt.
Die Musik muss verständlich sein. Ein Erziehungsmittel, das von dem zu Erziehenden nicht verstanden wird,
ebenso wie eine Kunst, die entspannen soll und statt dessen die Nerven strapaziert, ist ein Widerspruch in sich
selbst. Das Musikwerk muss durch sich selbst ohne fünf Seiten lange Erklärung wirken.
Die musikalischen Kunstwerke müssen „volkstümlich“ im dreifachen Sinne des Wortes sein:
volkstümlich, weil aus dem Volk stammend; volkstümlich, weil dem Volke zugänglich; volkstümlich,
weil das Volk und sein Anliegen betreffend.
Übungen zum Text
[Link] Sie den Text vor. Suchen Sie Sätze, die die Hauptgedanken des Textes wiedergeben.
[Link] Sie die Bedeutung der folgenden Wortverbindungen aus dem Text und nennen Sie ihre
russischen Äquivalente.
ein Erziehungsmittel von großer Ausstrahlungskraft • überkomplizierte musikalische Kompositionen • der
Gegenstand der Tondichtung .die nicht wortgebundene Musik • instrumentale Musik • das Chorwerk • der
Musizierstil • die Klaviermusik
[Link] Sie die folgenden Fremdwörter vor.
die Sinfonie • das Instrument • die Melodie • die Komposition • der Philosoph • die Humanität • der Chor • die
Arie • das Quartett • der Rhythmus
[Link] Sie Fragen zum Text.
1. Wie entwickelte sich die Musik? Was bildete ihren Kern?
2. Wie ist die Musik mit der Realität verbunden? Wie bringt sie die Wirklichkeit zum Ausdruck?
3. Was kann die Musik wiedergeben? Wie gelingt es, durch die Musik verschiedene Gefühle auszudrücken?
4. Wodurch unterscheidet sich die Musik von der bildenden Kunst und den Werken der Literatur?
5. Wie kann man die Menschen durch die Musik erziehen? Warum nennt man die Musik auch ein
Erziehungsmittel?
6. Wie wirkt die Musik auf die Menschen?
7. Welche Forderungen sollen an die Musik unserer Zeit gestellt werden?
[Link] Sie zu den folgenden Problemen des Textes
1. Die Erziehung zur Musik und die Erziehung durch Musik.
2. Die Verbindung der Musik mit dem Leben.
3. Die Form in der Musik, das Material der Musik.
4. Die Besonderheiten der Wirkung der Musik auf den Menschen.
5. Der Komponist und der Interpret.
1. Üben Sie zu zweit.
zur Vorsicht neigen
- Könnten Sie mir bitte sagen, ob Sie zur Vorsicht neigen?
- Ich bin nicht davon überzeugt, dass ich zur Vorsicht neige, denn ... .
- Soweit ich aber unterrichtet bin, werden Sie von vielen für vorsichtig gehalten.
- Das steht damit im Zusammenhang, dass ....
[Link] am Musizieren beteiligen
[Link] seinem Standpunkt festhalten
[Link] neue Gewohnheiten aneignen
[Link] Fehler der Freunde nach weisen
[Link] musikalisch betätigen
[Link] einem Buch Zitate entnehmen
[Link] nach guter Musik sehnen
[Link] Sie die fett gedruckten Wörter durch Synonyme.
1. Seine politische Betätigung ist weit bekannt.
2. Die Musik der germanischen Völker ist eigentümlich.
[Link] welchem Verb ist das Substantiv der „Flug“ abgeleitet?
4. Die Musik war stets das Abbild der Wirklichkeit.
5.
Der Musiker hat auf seinem Instrument die ersten Töne hervorgebracht.
[Link] neuen musikalischen Formen geben dem Anliegen des Komponisten überzeugend Ausdruck.
3. Geben Sie den Inhalt der Sätze mit anderen Worten wieder. Gebrauchen Sie dabei die angegebenen
Wörter und Wortverbindungen.
1. Das deutsche Musikleben hat sich durch die Reformation schnell weiter entwickelt, (die Anregung zu etw.
geben)
2. Weil die Musik nichts Konkretes zum Ausdruck bringt, ist es schwer, die Musik zu erklären, (aus der Musik
hervorgehen)
3. Diese Musik ist stets volkstümlich und betrifft das Volk und seine Anliegen, (sich aneignen)
4. Die Ursprünge der deutschen Musik sind nicht sofort festzustellen, (sich mittelbar nachweisen lassen)
5. Stets ist die Musik mit der Wirklichkeit verbunden, (die Realität schildern)
6. Wir haben immer einen großen Wunsch, schöne Musik zu hören, (sich sehnen nach D)
[Link]ählen Sie Episoden, in denen folgende Wörter und Wortverbindungen gebraucht werden können.
l ________ ’ _____________ ;___________
die Neigung zur Musik • Sehnsüchte und Gedanken der Menschen widerspiegeln • zugänglich machen •
strapazieren • die Musikerziehung missachten • Verstand haben • in den Vordergrund rücken •
daraus ist zu schließen, dass ...
2 ______ _ _ _____________________________
die ernste Musik unterschätzen • bedingt durch die Umgebung • an der Überzeugung festhalten • der
Volksmusik entnehmen • den Ursprung erforschen • die Melodie neu erklingen lassen
Musik und Konzert
Herr Schmidt: Nun, wie war es gestern Abend im Theater? Was hat man denn gegeben? Stand nicht eine
Händel-Oper auf dem Spielplan?
Herr Richter: Ja. Es war eine ausgezeichnete Aufführung!
S: Sie lieben barocke Musik?
R: Früher konnte ich mich wenig dafür begeistern. Händel kannte ich fast gar nicht, und Bach entsprach vielleicht
meinem Temperament nicht so ganz. Was ich von ihm gehört hatte, schien mir zu ernst, die klangliche
Schönheit schien erst in zweiter Linie berücksichtigt.
S: Das mag vielleicht für die Oratorien oder die ersten Violinkonzerte gelten. Die Brandenburgischen Konzerte
zeichnen sich aber doch gerade durch eine heitere Klangschönheit aus. Hier spürt man die unmittelbare Freude
am Musizieren.
R: Von besonderem Reiz für mich ist das Sechste Konzert: Gamben, Violoncelli, Bratschen und Cembalo geben
ihm einen sanften, weichen Klang. Höhepunkt dieses Werkes war für mich das schwermütige Adagio. Bei
dieser Musik kommt freilich viel darauf an, dass das Orchester annähernd die Besetzung hat, für die sie
ursprünglich geschrieben wurde. Dass ich den Zugang zur Barockmusik so schwer fand, liegt bestimmt zum
großen Teil daran, dass ich Bach einmal von einem modernen großen Orchester vorgetragen hörte.
S: Ja, es ist sehr wesentlich, dass der eigene Klang dieser Musik so originaltreu wie möglich wiedergegeben wird.
Wenn man das Cembalo durch ein Klavier, die kleine Violine durch eine der heute üblichen ersetzt, vielleicht
noch die Bläser verstärkt, dann hat man der Musik schon ihren Zauber genommen, und sie wirkt hart und
schwer.
R: Für Händel, ja in gewisser Hinsicht sogar für Mozart gilt dasselbe.
S: Sehr viel liegt natürlich auch an der Interpretation. Selbst manchem bedeutenden Dirigenten fällt es nicht immer
leicht, die Vielschichtigkeit der großen Meister zu verstehen. Die einen sehen Beethoven ausschließlich von
seiner Fünften oder Neunten Symphonie her. So kommt es dann, dass sich auch bekannte Orchester gar nicht an
so herrliche Meisterwerke wie Beethovens Vierte heranwagen.
R: Mir fiel es auch auf, dass Beethovens Vierte Symphonie bei uns weit seltener als etwa die Eroica oder die
Fünfte gespielt wird.
S: Nehmen wir doch einmal das Allegro vivace im ersten Satz oder das Scherzo aus dem dritten Satz seiner
Vierten: Ist diese sprudelnde Lebensfreude nicht auch
Beethoven?
R: Oder denken Sie an das Adagio im zweiten und das Trio im dritten Satz. Beide Teile sind von einer solchen
friedvollen Schönheit, dass sich die glückliche Harmonie der Musik geradezu auf den Zuhörer übertragen muss.
S: Gerade das ist ja das Schöne und Große an unserer klassischen Musik, dass sie uns durch Leid und Konflikte
zum Schönen, zur Harmonie führt.
R: Ja, sie ist beseelt von einem tiefen Glauben an den Menschen und seine Möglichkeiten, sich die Schönheit
des Lebens zu erobern und sich ihrer hinzugeben.
S: Übrigens haben unsere modernen Musiker dieses Erbe aufgenommen und setzen all ihre Kräfte dafür ein, es
jedermann nahe zu bringen. Die Musik, die sie selbst schreiben, wird von diesem Erbe geprägt, drückt dabei
jedoch in neuer Form das Wesen unserer Gegenwart aus.
Im Opernhaus
Herr Richter: Ich finde, die Opern Händels sind von einer Lebensfülle und Schönheitsfreude, die uns immer
beglücken können. Händel versteht es, seine Personen ausgezeichnet durch seine Musik zu charakterisieren.
Herr Schmidt: Man könnte die Augen schließen und wüsste doch, wie die Personen aussehen müssten, wie sie
sich auf der Bühne bewegen.
S: Am schönsten sind wohl die Arien der Dorinda.
R: Zweifellos. Sie geben Dorindas ursprüngliche Herzlichkeit in bester Weise wieder.
S: Wer hat die Angelica gesungen?
R: Die Huber. Sie ist eine ganz große Sängerin, voll Wärme und echter Weiblichkeit.
S: Ich sah sie neulich in «Don Giovanni». Sie wirkte ein wenig steif.
R: Vielleicht liegt ihr die Rolle weniger. Steif fand ich sie nicht, obwohl sie in der Gestik zweifellos sehr
sparsam ist.
S: Und wie fanden Sie die Ausstattung und die Kostüme?
R: Sie entsprachen der Bearbeitung. Man hat versucht, das Werk breiteren Kreisen zugänglich zu machen, und
hat alles vermieden, was einen zu historischen Eindruck erwecken könnte. Trotzdem hatte man nie den
Eindruck, dass etwas pietätlos modernisiert worden wäre. Werden diese klassischen Werke in der BRD viel
gespielt?
S: In der Tat, Mozart, Beethoven und Wagner sind ständig auf unseren Spielplänen, auch die Werke von Verdi,
Puccini, Bizet, Gounod, Tschaikowski, Smetana und Janacek sind beim Publikum sehr beliebt. Genauso ist es
mit den großen Dramen.
R: Ich glaube, die BRD macht wirklich große Anstrengungen, das Theater dem Volk nahe zu bringen, wobei ich
allerdings, verstehen Sie mich recht, unter diesem «Nahebringen» keineswegs etwas Negatives verstehe. Man
glaubt ja vielfach, dass jede Popularisierung ein Absinken in der Qualität zur Folge hat, aber das ist ein Irrtum!
S: Ganz recht! Die Laienspielgruppen, die zu Hunderten in unseren Betrieben und auf unseren Dörfern
entstanden, haben eine große erzieherische Aufgabe: jeder dieser Laienspieler wird sehr schnell ein
kunstverständiger Zuschauer. Vielleicht haben Sie schon einmal am Abend vor unseren Theatern die Autobusse
stehen sehen, die vom Land oder von den Betrieben kommen. Ich kann Sie versichern, dass dieses Publikum
ganz und gar nicht unkritisch ist, es lässt sich auch keineswegs von schwierigen Stücken entmutigen. Kennen
Sie übrigens die Berliner Theater?
R: Natürlich. Ich kenne zumindest das Berliner Ensemble. Es hat einen einzigartigen Erfolg im Theater der
Nationen in Paris errungen. Und ... nun Sie wissen ja sicher, dass das Pariser Publikum nicht ohne weiteres
jemandem Beifall klatscht!
Ein Konzertbesuch
Also, das muss ich euch erzählen. Ich war doch am Freitagabend mit meinem Mann im Konzert. Es war das
erste Mal seit zwei Jahren, dass wir wieder im Konzert waren. Früher sind wir ja öfter gegangen. Aber jetzt hat
mein Mann immer so viel Arbeit, dass abends die Zeit gerade noch für die Zeitung und für ein wenig Fernsehen
reicht.
Nun, wir hatten also zwei Karten für ein Konzert der Berliner Philharmoniker. Die Kleine Nachtmusik stand
auch auf dem Programm. Die pfeift mein Mann immer, wenn er samstags in der Badewanne sitzt. Ich höre die
Kleine Nachtmusik auch sehr gern, natürlich nicht, wenn sie mein Mann pfeift. Wir freuten uns also beide auf
das Konzert. Vor der Pause stand moderne Musik auf dem Programm. Ich glaube, Henze oder Honegger. Ich
finde diese Musik ja grässlich. Aber mein Mann sagt immer: «Moderne Musik kann man nicht anhören wie die
Kleine Nachtmusik. Moderne Musik muss man verstehen». — Ich denke da immer: «Warum pfeifst du nicht
deine moderne Musik, wenn du in der Badewanne sitzt».
Na schön, wir sitzen also im Saal. Ich lese das Programm, weil ich doch endlich auch etwas von moderner
Musik verstehen möchte. Mein Mann wartet, dass die Lichter ausgehen. ... Die gehen aus, der Dirigent kommt
herein. Das Publikum applaudiert. Der Dirigent hebt den Stab. Es geht los. Und was glaubt ihr, macht mein
Mann? Nach zwei Minuten schließt er die Augen und macht sie nicht wieder auf, bis die beiden Stücke vorbei
sind.
In der Pause sage ich zu ihm: «Du hast wohl die ganze Zeit geschlafen, aber moderne Musik ist ja so
interessant». — «Nein», sagt er, «ich habe nachgedacht». Ich sage: «Worüber hast du denn nachgedacht?»
„Weißt du“, sagt mein Mann und macht eine lange Pause, „ich sollte eigentlich mal eine Platte mit der Kleinen
Nachtmusik kaufen“.
Na, was sagt ihr dazu?
Antwortet auf die Fragen zum Text «Ein Konzertbesuch»!
1. Warum gingen sie früher öfter zum Konzert?
2. Welches Theater haben sie besucht?
3. Was für Musik stand auf dem Programm?
5. Warum hört die Frau die Nachtmusik nicht gern, wenn sie ihr Mann pfeift?
6. Gefällt der Frau die moderne Musik?
7. Was sagt der Mann zu moderner Musik?
8. Was machte der Mann, als moderne Musik gespielt wurde?
9. Änderte der Mann nach diesem Konzertbesuch seine Meinung über moderne Musik?
Äußert eure Meinung!
1. Gefällt Ihnen die klassische Musik?
2. Gefällt Ihnen die moderne Musik?
3. Welche Musik gefällt Ihnen besser?
4. Wozu kauft man Schallplatten / CDs? (Compact Discs)?
5. Warum begeistert sich die Jugend für Rockmusik?
[Link] hören Sie sich lieber an, moderne oder klassische Musik?
Im Konzert
Am Freitagabend ging Herr Berg pünktlich nach Hause. Er hatte eine Eintrittskarte für das Konzert und freute
sich auf die Neunte Sinfonie. Er aß schnell ein Butterbrot, zog einen dunklen Anzug an und fuhr mit der U-Bahn
in die Stadt. Am Eingang zum Konzertsaal kaufte er sich ein Programm und nahm in der siebten Reihe Platz.
Während die Musiker auf die Bühne kamen und ihre Instrumente stimmten, las er das Programm. Der erste Teil
war uninteressant. Er kannte die Komponisten nicht. Neue Musik, dachte er, na ja, das geht auch vorbei. Herr
Berg fand moderne Musik grässlich. Er sah sich im Saal um, der jetzt voll besetzt war. Die Lichter gingen aus,
der Dirigent kam herein. Das Publikum applaudierte. Es ging los. Tatsächlich, das erste Stück war laut und
atonal, und das zweite war auch nicht besser. Herr Berg schloss die Augen und dachte an seine Steuererklärung.
In der Pause trank er ein Glas Sekt. Als es dreimal geklingelt hatte, saß er wieder auf seinem Platz. Jetzt kam die
Neunte Sinfonie von Beethoven. Herr Berg kannte sie genau. Er pfiff das Thema immer, wenn er sonntags in
der Badewanne saß. Als der Dirigent den Stab hob, sah Herr Berg in der ersten Reihe einen Mann, den er
kannte. Aber wer war das? Berg dachte nach. Wie hieß der Mann? War es ein Politiker, den er nicht leiden
konnte? Oder der Autofahrer, den er neulich beschimpft hatte? Oder der Polizist, der ihn neulich verwarnt hatte?
Kannte er ihn von der Universität? Nein. Der Name fiel ihm nicht ein. Aber er kannte den Mann. Das stand fest.
Und der Mann hatte etwas „mit Geld zu tun. War es der Elektriker, dem er noch eine Rechnung schuldete?
Nein, der war es nicht. Oder der Mann, der ihm neulich einen Gebrauchtwagen verkauft hatte, der jetzt schon
kaputt war? Nein, der war es auch nicht. Den Betrüger kannte er ganz genau. Plötzlich applaudierte das
Publikum. Der Dirigent verbeugte sich. Die Neunte Sinfonie war vorbei. Als Berg zum Ausgang ging, stand der
Mann plötzlich an der Tür. «Guten Abend», sagte er, «wir kennen uns doch. Sie waren neulich im Finanzamt».
Richtig, es war der Finanzbeamte.
Antwortet auf die Fragen zum Text!
1. Wann ist Herr Berg pünktlich nach Hause gekommen?
2. Worauf hat er sich gefreut?
3. Was hat er zu Hause gemacht?
4. Ist er in die Stadt mit der Straßenbahn gefahren?
5. Wo kaufte er sich ein Programm?
6. Wo war sein Platz?
7. Wann las er das Programm?
8. Warum hat ihm der erste Teil des Konzerts nicht gefallen?
9. Was hat er in der Pause gemacht?
10. Wann saß Herr Berg wieder auf seinem Platz?
11. Was wurde im zweiten Teil gespielt?
12. Wen sah Herr Krause in der ersten Reihe?
13. Hat er ihn sofort erkannt?
14. Wer war dieser Mann?
Mozart - der erste Popstar (1756-1791)
Sie nannten ihn das „ Wunderkind", verehrten oder beneideten ihn, hielten ihn für genial oder verrückt und
lauschten seinen Kompositionen mit Erstaunen und Begeisterung. Wolfgang Amadeus Mozart hat nicht nur
seine Zeitgenossen verzaubert. Bis heute gilt er als eines der größten Genies der Musikgeschichte.
Am 27. Januar 1756 wird Mozart in Salzburg geboren. Die Stadt, die heute zu Österreich gehört, ist zu diesem
Zeitpunkt noch Hauptstadt eines der vielen hundert Fürstentümer des Heiligen Römischen Reiches deutscher
Nation. „Österreich“ war damals die inoffizielle Kurzbezeichnung für all die Fürstentümer, die im Besitz des
Habsburger Adelsgeschlechts waren. Die Habsburger regierten zu Lebzeiten Mozarts auch das Heilige
Römische Reich deutscher Nation.
Mozarts Eltern tauften ihren Sohn auf den Namen «Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus“,
Kurzform „Wolferl“. Er selbst nennt sich später Wolfgang Amade, auch Amadeo, allerdings nie Amadeus. Das
ist eine Erfindung der Nachwelt
Die Oper als Passion
Bereits mit fünf Jahren beginnt „Wolferl" zu komponieren und erlangt schnell den Ruf eines „Wunderkindes“.
Vom Vater Leopold Mozart, selbst Musiker und Komponist, erhält er Klavierunterricht. Später bringt sich
Mozart selbst das Geige spielen bei. Mit nur 14 Jahren führt er in Mailand seine erste Oper auf: Mitridate. Das
Publikum ist begeistert und Mozart wird als Konzertmeister an den Hof des Salzburger Fürsterzbischofs
Colloredo berufen. Er beschreibt Notenblatt um Notenblatt, komponiert Kirchenmusik, Symphonien, Konzerte
und immer wieder Opern. Letztere sind Mozarts große Passion. Sein Triumph mit der Oper „Idomeneo“, die in
München uraufgeführt wird, bring ihn zu dem Entschluss, sein Leben grundlegend zu ändern.
Kind einer neuen Zeit
1781 heiratet Mozart seine zweite große Liebe, Constanze Weber, kündigt seine Anstellung am Hof in
Salzburg und geht als freier Künstler nach Wien. Der Vater ist schockiert. Solch ein Leben empfindet er als
unsicher, außerdem soll der Sohn in der Nähe sein und die Eltern mitfinanzieren. Doch Mozart ist das Kind
einer neuen Zeit: Der aufgeklärte Absolutismus breitet sich gerade über Europa aus. Bald soll es in Paris zur
Revolution kommen. Es geht um Unabhängigkeit, Emanzipation und Freiheit. Die Jugend strebt nach Auflösung
der alten Strukturen von Staat und Kirche und die sozialen Schichten werden durchlässiger. Der Adel verliert
gesellschaftliche Macht, das Bürgertum gewinnt sie.
Das Leben eines Popstars
Mozart ist selbst ein Bürgerlicher und seine politische Einstellung spiegelt sich in seiner Musik wider. Hofmusik
interessiert den genialen Komponisten nicht. Er will die Herzen aller erreichen. Mozart sagt man
Menschlichkeit, Lebenslust und Überschwänglichkeit nach. Seine Musik ist eher heiter als tragisch, die Themen
für jedermann. Mit dieser Herangehensweise modernisiert er auch die Oper. In „Le nozze die Figaro“ stellt
Mozart nicht nur die Privilegien des Adels sondern auch bisherige Geschlechterklischees in Frage.
Das Leben des Komponisten bleibt turbulent. Sehr erfolgreiche Phasen wechseln mit langen Durststrecken, in de-
nen die Aufträge rar sind. Mozarts Spielleidenschaft macht die Lage nicht besser. Außerdem hat er nie gelernt,
mit Geld umzugehen. Teure Kleidung, ausschweifende Festgelage und Frauen: Das alles liebt der Komponist.
Es ist das Leben eines Popstars - aus heutiger Sicht.
Armut und früher Tod
Die kleine Familie - Wolfgang hat mit Constanze zwei Kinder - lebt nicht selten an der Armutsgrenze, dazu wird
auch Mozarts Gesundheit immer schlechter. Nach dem Erfolg der „Zauberflöte“ 1790 und dem Auftrag zu „La
clemenza di Tito“ durch Kaiser Leopold II. beschleichen Mozart Todesahnungen. Verbissen komponiert er
weiter, zuletzt an einem Requiem, das unvollendet bleibt. Am 5. Dezember 1791 stirbt der Komponist mit
gerade einmal 35 Jahren am rheumatischen Fieber. Der Nachwelt hinterlässt er ein gigantisches musikalisches
Werk von rund 675 Kompositionen.
«Mozart besaß eine „geniale Kraft“. Was das genau bedeutet und was den Komponisten hinaus noch zu einem
wirklich herausragenden Künstler machte, skizziert der Musikwissenschaftler und Mozartspezialist Prof. Dr.
Ulrich Konrad.
Pjotr Iljitsch Tschaikowski
(1840-1893)
P.I. Tschaikowski wurde am [Link] 1840 im Gouvernement Wjatka geboren. Er zeigte schon in der Kindheit
grosse musikalische Fähigkeiten. Er lernte die russische Volksmusik in der frühersten Kindheit kennen und
gewann sie brennend lieb.
Im Jahre 1859 beendete T. die Petersburger Schule für Rechtswissenschaft und begann als Beamter im
Justizministerium zu arbeiten. Diese Arbeit brachte ihm keine Befriedigung. 1861 trat T. in die Musikklassen
der russischen Gesellschaft für Musik ein, die nach einem Jahr in das erste russische Konservatorium
umgewandelt wurden. In äußerst kurzer Frist beherrschte er die Kompositionstechnik und beendete im
Dezember 1865 das Konservatorium mit einer Medaille, die er für eine von ihm komponierte Kantate erhielt.
1866 erhielt er die Stelle eines Professors am Moskauer Konservatorium.
Freundschaftliche Beziehungen zu [Link], dem ersten vortragenden und unermüdlichen
Propagandisten vieler seiner Werke, zu Balakirev, Stassov , Rimski-Korsakov, zu den Dramaturgen
[Link], [Link], zu hervorragenden Moskauer Musikern, Schauspielern und Dichtern schufen
günstige Verhältnisse für die vielseitige Künstlertätigkeit T-s.
T. hat die Opern: „Die Pantöffelchen“, „Eugen Onegin“, „Pique Dame“,“Mazeppa“,“Die Zauberin“,“Die
Jungfrau von Orleans“,“Opritschnik“,“Jolanthe“,“Der Wojewode“, „Wakula der Schmied“ und die Ballette:
„Dornröschen“,“Der Schwanensee“ und „Nussknacker“, 6 Sinfonien, sinfonische Poeme : „Franceska da
Rimini“. „Romeo und Julia“, „Der Sturm“, die Musik zu [Link] Theaterstück „Schneeflöckchen“ und
viele Romanzen geschrieben.
Die von T. geschaffenen Opern sind verschiedenartig in den Themen und der musikalisch-dramatischen
Anlage. In den einen herrscht eine weiche Lyrik vor, in den anderen ist das starke Interesse des Komponisten an
erschütternden tragischen Ereignissen klar ausgedrückt, aber ihnen allen ist eine tiefe Menschlichkeit und das
Eindringen in die tiefsten Tiefen der menschlichen Seele eigen.
T-s Sinfonien zeichnen sich durch Tiefe des Inhalts, dramatische Spannung und Entwicklung der
musikalischen Ideen in die Breite aus. T. schätzte das sinfonische Genre besonders hoch und war der Ansicht,
dass die Fülle der menschlichen Empfindungen am besten in der Sinfonie ausgedrückt werden kann. Die Seele
des musikalischen komponistischen T-s ist eine breite, wohllautende, eine klare, ausdrucksvolle, ausnehmend
schöne und sich leicht ins Gedächtnis einprägende Melodie. Seine musikalische Sprache ist dem Volkslied nahe.
Er hat häufig Themen aus der Volksmusik genommen.
1893 wurde T. zum Ehrendoktor der Cambridger Universität ernannt. Er starb im selben Jahr an der Cholera.
Jewgenij Kissin — einfach ein Genie
Seine Finger fliegen über die Klaviatur, die Hände — mal überkreuzt, mal parallel, mal
versetzt —jagen durch die Luft und stoßen auf die Tasten zu wie Greifvögel auf ihre Beute .
Wer Kissin verstehen will, muss sich auf seine Sprache aus Akkorden, und Rhythmen
einlassen. Nicht ganz ein Jahr nach seiner Geburt am 10. Oktober 1971 soll er vom
Kinderbett aus auf den Bechstein -Flügel gezeigt und „Aufmache n" gefordert haben. Mit
zwei, als seine Arme endlich bis zu den Tasten reichten, begann er nach dem Gehör zu
spielen. Mit dreieinhalb Jahren folgten Jew genij Kissins erste Improvisationen.
Die Mutter selbst Klavierlehrerin, erkennt das früh und verschaff t ihrem Sohn einen Platz an
der Moskauer Gnessin -Schule für musikalisch Hoch begabte. Eine normale Schule scheidet
ohnehin fast aus, weil der schwäch liche Junge oft krank ist.
Shenja ist sechs, als er unter die Obhut der Klavierpädagogin Anna Kantor ko mmt, die ihn
von da an formt und führt.
Mit zehn schon debütiert Kissin auf der Konzertbühne, mit elf gibt er den ersten
Soloabend, mit zwölf spielt er im Großen Saal des Moskauer Kon servatoriums die beiden
Klavierkonzerte Chopins, als hätte er die Rei fe jahrzehntelanger Meisterschaft.
Schon über den 15-jährigen sagte Richte r, dass Kissin manches besser als er selbst spielt. Im
Westen wird zunächst vor allem Herbert von Karajan zum Mentor des jungen Klavierspielers.
Obwohl Kissin inzwischen unbestritten zur Welt -Elite der Pianisten zählt, ist der Einfluss
seiner Lehrerin ungebrochen. „Kein Mensch kennt mich besser als sie", sagt Kissin. Die
beiden Frauen — seine Mutter und die Klavierpädagogin — die Jewgenij Kissins Leben so
entscheidend geprägt haben, s ind fast immer in seiner Nähe.
Er hat intuitiv immer gewu sst, dass er zum Klavierspielen geboren ist. „Mein Talent ist ein
Geschenk. Von Gott oder von der Natur." Wer könnte das entscheiden? Er genießt es, täglich
stundenlang allein zu spielen, aber er bra ucht dennoch das Publikum, weil er vermitteln will,
was er in der Musik entdeckt, was sie ihm bedeutet.
Eine Zeit ohne Musik hat es in Jewgenij Kissins Leben praktisch nicht gegeben. Immer hat er
den Drang zum Klavierspielen in sich gespürt. Er hat sich st etig entwickelt, sein Spiel ist
gereift und immer besser geworden, obwohl er sich natürlich auch heute bestimmte Stücke
noch nicht zutraue. Und ohnehin muss er ein Werk lieben, sonst würde er es nicht aufführen.
Bis vor ein paar Jahren hat er auch gern und viel Schach gespielt. Aber da für fehlt
inzwischen die Zeit, die er vor allem für die Planung und Vorbe reitung seiner Auftritte
braucht.
Er ist kein „Wunderkind" gewesen, er war ein kleines Genie. Jetzt ist er einfach ein Genie
Пушкин и музыка
Для истории русской музыки творчество Александра Сергеевича Пушкина обладает столь же
неоценимым значением, что и для отечественной литературы. Трудно назвать хотя бы одного из великих
композиторов, не оставившего музыкального воплощения пушкинской поэзии или прозы. Более того:
именно произведения Пушкина послужили источником самых выдающихся шедевров русской музыки,
как в камерном жанре романса, так и в оперно-симфоническом наследии.
Например, программа заключительного гала-концерта в Мариинском театре разворачивает роскошную
панораму отечественной музыкальной пушкинианы. Его открывают сочинения Михаила Глинки —
отца-основателя и классика русской музыки, в творческих принципах и мировоззрении которого
обнаруживается особенно много параллелей с Пушкиным. На вечере звучат сцены, арии, дуэты и
симфонические фрагменты из опер Александра Даргомыжского, Модеста Мусоргского, Петра
Чайковского, Николая Римского-Корсакова, Сергея Рахманинова на пушкинские сюжеты. Пушкина в
русской музыке XX века представляет знаменитый Гимн Великому городу из балета «Медный всадник»
Рейнгольда Глиэра, романсы Георгия Свиридова и симфонические «Пушкинские вальсы» Сергея
Прокофьева. В концерте принимают участие солисты оперной труппы и симфонический оркестр
Приморской сцены Мариинского театра, дирижёр — Павел Смелков.
Надежда Кулыгина
Warum verstehen wir uns überall ohne Sprache ?
Ich habe Konzerte auf der ganzen Welt gegeben. Schon seit ich ein junger Mann war, bin ich ständig unterwegs.
Natürlich sind mir dabei auch Unterschiede aufgefallen. In Japan gehe ich auf die Straße und verstehe kein
Wort. Aber sobald ich auf der Bühne stehe, fühlen die Menschen, was ich spiele. Um zu verstehen, brauchen
wir keine Sprachkenntnis. Weltweit singen Mütter für ihre Kinder, denn es ist die einzige Sprache, die jedes
Neugeborene auf der ganzen Welt von der ersten Stunde an versteht. Es mag sein, dass Menschen unterschied-
lieh denken, aber die wesentlichen Botschaften werden zwischen den Seelen ausgetauscht, Die
Ausgangssituation kann dabei ganz verschieden sein. Einmal habe ich für Fernsehaufnahmen als
Straßenmusikant auf der Fifth Avenue gespielt. Keiner erkannte mich und es war viel schwieriger, die
Menschen zum Zuhören zu bewegen. Aber dann war es wie immer, denn die Menschen sind eine Familie. Ob
Rio de Janeiro oder Tokio, es ist eine Melodie und eine Reaktion. Ein Arzt kann nicht erkennen, ob du aus
Deutschland, Israel oder Argentinien kommst, wenn er dein Herz untersucht. Es schlägt überall gleich. In jedem
Land, in dem ich gewesen bin, gab es Steaks. Nur haben die Menschen unendlich viele verschiedene Namen
dafür erfunden.
Giora Feidman, geboren 1936 in Buenos Aires, ist Klarinettist. Wenn er nicht durch die Welt tourt, lebt er in
Israel und den USA.
Die Kunst
Die Kunst spiegelt unser Leben wider und macht uns mit der Geschichte, mit früheren Generationen
bekannt. Das ist das Gedächtnis des Volkes. Die richtige Kunst ist immer aktuell, human, inhaltsreich. Sie lässt
uns mitdenken. Die Kunst kann wirklich viel Freude bringen, z.B. die Malerei, die Opernkunst. Noch in den
uralten Zeiten half die Musik dem Menschen viele Probleme lösen.
Durch das Zeichnen und Malerei wird genauso genaues Beobachten entwickelt. Wer zeichnet oder malt,
sieht viel mehr von der schönen farbigen Welt. Es wird dabei auch auf Kleinigkeiten geachtet, die von manchen
Menschen überhaupt nicht wahrgenommen werden. Man sieht Farben dort, wo von anderen nur eintöniges Grau
gesehen wird.
Die Opernkunst erzieht uns, ruft schöne Gefühle hervor, macht den Menschen reicher. Diese Kunstart hat
die große Geschichte. Die Komponisten der 18-19. Jahrhunderte schufen die Opern und brachten damit ihre
Gefühle, ihre Stimmung zum Ausdruck. Die besten Werke von Mozart, Verdi, Rossini lassen niemanden
gleichgültig, bringen Vergnügen und Freude mit.
Die Menschen brauchen die Musik auch heute, in der Zeit der Wissenschaft und Technik. Sie wollen sich
von allen Problemen ablenken lassen und die wunderschöne Opernharmonie genießen. Sie gehen nach dem
schweren Arbeitstag ins Operntheater und vor ihren Augen erscheinen schöne Operngestalten, die nachdenken,
mitfühlen lassen. Diese Gestalten erziehen in den Menschen die Gutmütigkeit, Liebe, Treue. Die Menschen
werden zu der Teilnehmern der Tragödie oder Komödie auf der Bühne. Schöne Stimmen, mit Lebenskraft
erfüllte Musik begeistern die Zuschauer. Die Oper gibt die Kraft, ruft in ihnen wunderbare Gefühle hervor.
Die Wirklichkeit besser, auch freudvoller zu sehen, das lehrt uns die Kunst. Das lehrt sie am besten den, von
dem sie ausgeübt wird. Dazu muss man nicht Künstler von Beruf sein. Dazu braucht man Liebe zur Kunst und
ein bisschen Freizeit, die durch die Beschäftigung mit Kunst sinnvoll ausgefüllt wird.
Menschen werden von der Kunst auf verschiedene Weise angesprochen. Sie hilft, z. B. die Wirklichkeit
erkennen. Die Kunst reizt uns zum Betrachten. Sie fasziniert uns durch das Schöne, was dargestellt wird.
Die olympischen Musen
Fresko des Parnaso (um 1510) aus den Stanzen des Raffael, Apostolischer Palast, Rom: Zu beiden Seiten
Apollons sind die neun klassischen Musen unter Vorsitz der Kalliope (links) und Erato (rechts) dargestellt. Den
äußeren Kreis der Dargestellten bilden Lyriker, Epiker und Prosaschriftsteller aus Antike, Mittelalter und früher
Neuzeit.
1. Klio, die Rühmende, ist die Muse der Geschichtsschreibung (Attribute: Papierrolle und Schreibgriffel);
2. Melpomene, die Singende, ist die Muse der Tragödie (Attribut: ernste Theatermaske, Weinlaubkranz,
wahrscheinlich auch ein Schwert oder eine Keule);
3. Terpsichore, die fröhlich im Reigen Tanzende, ist die Muse für Chorlyrik und Tanz (Attribut: Leier);
4. Thalia, die Festliche, die Blühende, ist die Muse der Komödie (Attribut: lachende Theatermaske, Efeukranz
und Krummstab, denn auch die heitere bukolische Poesie gehört zu ihr);
5. Euterpe die Erfreuende, ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribut: Aulos, die Doppelflöte);
6. Erato, die Liebevolle, Sehnsucht Weckende, ist die Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument,
Leier);
7. Urania, die Himmlische, ist die Muse der Astronomie (Attribut: Himmelskugel und Zeigestab);
8. Polyhymnia , die Hymnenreiche (Liederreiche). Sie ist die Muse des Gesangs mit der Leier (kein spezifisches
Attribut, manchmal die Leier);
9. Kalliope, die mit der schönen Stimme, ist die Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik,
der Philosophie und derWissenschaft (Attribut: Schreibtafel und Schreibgriffel).]