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Equalizer Instrumente

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Equalizer Instrumente

Akustikbass / Akustikgitarre / Backing Vocals / Brummgeräusche / Chor / Clavinet /


E-Bass / E-Gitarre / Frequenzbereiche / Flute / Gesang / Keyboards / Orgel / Parameter /
Piano / Posaune, Trompete
Übliche Frequenzbänder graphischer Equalizer

Parameter

Shelve=Kuhschwanzfilter
Oberhalb Center-Frequenz nimmt alles mit
Peak=Glockenfilter (Bell)
gewisses Spektrum um die Center-Frequenz wird bearbeitet
Notchfilter=Kerbfilter
extrem schmalbandig
Q-Faktor
Flankensteilheit, Bandwith oder Güte

Goldene Regel

Normalerweise breiten Q-Faktor verwenden 1-2 Oktaven um ein Signal hervorzuheben (z.B.
Gitarrenmitten zurücknehmen für Lead-Gesang hervorzuheben. Drastische Änderungen im
Sound oder Charakteristika mit schmalem (Hohe Werte 3-10) Q-Faktor einstellen.

Frequenzbereiche
Bereich Frequenz -- - + ++
Tiefbass 20Hz bis * * * dumpf
60Hz
Bass 60Hz bis dünn * Druck Dröhnen,
300H undurchsichtig
Untere Mitten 300Hz bis * * * telephonartig, bei
2.5kHz 800Hz quäkig
Obere Mitten 2.5kHz - * * Sprachverständlichkeit, entfernter Sound,
5kHz Klarheit Rückkopplungsgefahr
Präsenzbereich 5kHz - 7kHz * runder, Klarheit, Präsenz dünn, nervig
wärmer,
weicher
Höhenbereich 7kHz - 20kHz * * Brillanz der Becken, Rauschen
Anschlaggeräusche
der Akustikgitarre,
Lippengeräusche

Übliche Frequenzbänder graphischer Equalizer

10 Band = 31Hz,62Hz,125Hz,250Hz,500Hz,1k,2k,4k,8k,16k
16 Band =
20Hz,31Hz,50Hz,80Hz,125Hz,200Hz,315Hz,500Hz,800Hz,1k25,2k,3k15,5k,8k,12k5,20k

31Band =
20Hz,25Hz,31.5Hz,40Hz,50Hz,63Hz,80Hz,100Hz,125Hz,160Hz,200Hz,250Hz,315Hz,400Hz,
500Hz,630Hz,800Hz,1k,1k25,1k6,2k,2k5,3k15,4k,5k,6k3,8k,10k,12k5,16k,20k

E-Bass

Fingered Bassline
60Hz Shelve 1.0 * +3dB Bässe betonen
1,5kHz Peak 1.0 * +4dB knurrig
2kHz Peak 1.0 * +3-5dB Brillanz für rw strings
3-4.5kHz Peak 0.2-0.5 -10dB * eliminiert Saitenschnarren
4kHz Peak 1.0 * +4dB knackig

Mittenbetonter Rockbass
400Hz Peak 1.0 * +3dB Mitten
4.5kHz Peak 1.0 -3dB * Anschlag absenken

Mikrofonaufnahme fingered Bass


80Hz Peak 1.0 -2dB *
250Hz Peak 1.0 * +2dB
5kHz Peak 1.0 * +3dB

D.I. Bass

100Hz Peak 1.0 -4dB * *


250Hz Peak 1.0 * +3dB *

Mit Plektrum gespielt

1.5kHz Peak 2.0 * +3dB Plektrum betonen

Höhenreicher Slapsound
400Hz Peak 1.0 -3dB * Mitten absenken
4.5kHz Peak 1.0 * +3dB Anschlag betonen

Slap Bass
80Hz Peak 2.0 +4dB voller Klang
2kHz Peak 1.0 +2dB Reissen &Schlagen
3-4kHz Peak 1.0 +3dB knackiger
5kHz Peak 1.0 +3dB knackiger "Plastik"

Fretless Bass
500Hz Peak 1.0 -4dB * Mumpf absenken
900Hz Peak 1.0 * +3dB Fretlessgeräusche betonen
3.2kHz Peak 2.0 * +6dB Anschlag betonen

Kontrabass
100Hz Peak 0.7 -5dB * Tiefbässe absenken
500Hz Peak 0.3 * +3dB Ööök-Sound

tiefes e bei ca. 43Hz


d bei ca. 77Hz
a bei ca. 55Hz
Fender-Knurr bei 250-500Hz

Man kann alternativ entweder nur den Bauch ausfiltern oder nur den Anschlag betonen. Der
Fretless wird auf jeden Fall deutlicher.

Akustikbass

Eventuell kann man zwischen 600-800 Hz boosten, um einen nasalen Klang zu erhalten.

Die Bässe von Synthibässen und E-Bass meist nicht anheben, sie haben von Haus aus genug
Bass.

E-Gitarre

Crunch
200Hz Peak 1.0 * +6dB Bässe hinzufügen
4kHz Peak 1.0 * +4dB Durchsetzungsvermögen

Lead
200-300Hz Peak 1.0 * +3dB Wärme, Druck
800Hz-1kHz Peak 1.0 * +3dB singender Charakter
5.5-6.5kHz Peak 1.0 * +3dB Höhen anheben

Anhebungen in den Höhen bei 10kHz oder darüber haben oft einen papierartigen, dünnen
Sound zur Folge. Diese Frequenzbereiche sollte man normalerweise nicht mit der
Klangregelung bearbeiten.

Heavy Bsp. 1
80Hz-150Hz Shelve * * +3dB Bass (Tiefe Saiten verstärken)
800Hz Peak 1.0 -1-2dB * *
1.5kHz Peak 2.0 -4dB * weniger quäkend
3kHz Peak 1.0 -2dB * Höhen

Die Höhen der E-Gitarre liegen tiefer als etwa die eines Beckens oder Flügels.

Heavy Bsp. 1 (authentisches Klangbild)


200-300Hz Peak 1.0 * +3dB Druck, Fülle, Volumen
3kHz Peak 1.0 -2dB * Sägefrequenz

Solo
350Hz Peak 1.5 * +6dB Bässe betonen
4kHz Peak 4.0 * +10dB "Queen" Touch

Clean
60Hz Peak 1.0 * +3dB Bässe betonen
1.4kHz Peak 1.0 -4dB * *
6kHz Peak 1.0 * +6dB brillanter
8kHz Peak 1.0 * +1dB brillanter "Höhenglanz"

Flagelotts Mikrofonaufnahme
1.2kHz Peak 1.0 -4dB * *
8kHz Peak 1.0 * +1dB *

Flagelotts D.I. Aufnahme


7kHz Peak 1.0 * +3dB *

Akustikgitarre
80-100Hz Shelve * * +3dB kräftiger
250Hz Peak 1.0 -2dB * weniger Dröhnend
850Hz Peak 1.0 -3dB * weniger quäkend
5kHz Peak 2.0 -3dB * Griffgeräusche
10kHz Shelve * * +6dB Saiten auffrischen, "Glanz"
15kHz Peak 1.0 * +5dB Saiten auffrischen

Mit Fingerpicking gespielte Gitarren gewinnen durch eine Absenkung bei 200-30Hz an Klarheit.
Bei Melodien und Arpeggios Anhebung bei 800-1000Hz erzeugt singenden Charakter.
Griffgeräusche dämpfen durch Absenkung bei 4-6.5kHz.

Separate Einstellung
250Hz-
Peak 3.0 * +4dB mehr Bauch
300Hz
Peak 0.25 -3dB * *
500Hz
Peak 4.0 * +6dB Höhenglanz, seidig
8kHz-10kHz

Versuchsweise LowCut betätigen


Gesang

separate Einstellung
200Hz Peak 3.0 * +4dB mehr Bauch
2kHz Peak 3.0 * +2dB Verständlichkeit
12.5kHz Peak 3.0 * +6dB Höhenglanz

Allgemeine Einstellung
Low-Cut * * * * Bei Aufnahme
80Hz Shelve * absenken * *
100Hz Peak 1.0 * +2dB *
350Hz Peak 1.0 -3dB * *
3kHz Peak 1.0 -4dB * *
7kHz Peak 1.0 * +3dB *
10-11kHz Peak 1.0 * +3dB Atemgeräusche deutlicher
700-2kHz Peak 1.0 * +3dB Stimme deutlicher

Vocal nur im Refrain


2-4kHz Peak 1.0 * +3dB prägnanter

Backing-Vocals im Refrain
2-4kHz Peak 1.0 -3dB* * In Hintergrund stellen
Bei einer männlichen Stimme bei 2.8-3kHz leicht absenken aufgrund der Formanten
(Operntenor). Ein Einsatz mit dem Equalizer ist kritisch, da er den Charakter der Stimme
verändert. Wenn die Eck- oder Mittenfrequenz für die Höhen bei 8-10kHz liegt, klingt das
Ergebnis bei einer Anhebung rau und grob. Empfehlenswerte Frequenzen liegen meist eher bei
12kHz.

EQ-Vorschlag
100-300Hz Peak 1.0 -3dB * Tiefen herausfiltern
10kHz Shelve * * +3dB Höhen dazugeben

Leadstimme
4-6kHz Peak 1.0 * +3dB Sprachverständlichkeit

Backing Vocals
1kHz Peak 1.0 * +3dB Mitten
12kHz Peak 1.0 * +3dB Höhenglanz
Chor
LowCut
-80Hz Männerchor
LowCut
-150Hz Frauenchor
400Hz-
Peak 1.0 -3dB * Mitten
800Hz
Peak 1.0 -3dB * Höhenglanz
2Hz-4kHz

Eine einfache Methode, den Chor zu mischen, ist die Aufmerksamkeit erregenden Frequenzen
zu nehmen. Bei der Hauptstimme kann man nun diese anheben. Ein Spezialeffekt
(Vocodermässig) kann erzeugt werden, indem man die Basisfrequenzen unter 1kHz absenkt
und den Chor danach stark zu komprimieren. (bis 8:1)
Wenig Flanger auf Chor, dann Reverb kommt meist gut.

Keyboards

Pad
20Hz LowCut * * * *
60Hz Shelve * -8dB * *
450Hz Peak 1.0 * +2dB Fülle
500Hz Peak 1.5 * +2dB Wärme
1.2kHz Peak 1.0 * +2dB *
4kHz Peak 1.0 * +3dB Prägnant
7kHz Peak 1.0 * +3dB Durchsetzungsvermögen

Strings
10kHz Peak 1.0 * +3dB *

LowCut betätigen, wenig EQ bei Strings verwenden, mögliche andere EQ-Einstellungen siehe
oben bei Pad, im Mix ganz links und rechts pan, wenig Hall, selten Compressor, öfters Limiter
für die Spitzen.

Piano
300Hz Peak 1.0 -1dB * *
6kHz Peak 1.0 * +3dB *
Solo
100Hz Peak 1.0 -4dB * *
3kHz Peak 1.0 * +1dB *
10kHz Peak 1.0 * +2dB *

Flute

nur low cut bei 200 Hz, mehr brauchts meist nicht

Posaune, Trompete

Low Cut betätigen


Wenn zu scharf und aufdringlich obere Mitten absenken
Wenn trötig-blechern absenken bei 600-1500kHz

Clavinet

900Hz Peak 2.0 * +4dB "Seele des Clavinets"


7.5kHz Peak 2.0 * +6dB Durchsetzungsvermögen

Piano, Flügel

Low-
60-100Hz Shelve -4dB * Bässe absenken
*
160Hz Peak -3dB * Dröhnen absenken
1.0-2.0
250-400Hz Peak +4dB mehr Wärme
1.0
6-7kHz Peak * +4dB Glockiger Saitenanschlag
1.0
10-15kHz High- * +4dB Höhenglanz
Shelve

Orgel

150Hz Shelve * -6dB * Bässe absenken


800Hz Peak 1.0 * +4dB Druck, Durchsetzungsv.
3kHz Peak 2.0 * +4dB mehr Attack

Brummgeräusche

Um Brummen bei 50Hz zu unterdrücken reicht ein einziges Filter nicht aus, denn neben der
Grundfrequenz unserer Netzspannung findet man immer auch Vielfache davon: ihre
Harmonischen liegen bei 150, 250, 350 Hz und so weiter. Gleichzeitig mit dem Störsignal senkt
man immer auch einen teil des Nutzsignals ab. Zwar ist dieser Effekt umso geringer, je steiler
die Filterflanken sind, er lässt sich aber nicht ganz vermeiden.
Eine Lösung gegen das Brummen kann in manchen Fällen der DECrackling-Algorithmus sein.

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Stand: 03. Oktober 2007 23:56:50 +0200

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