Einfuehrung Filius
Einfuehrung Filius
1
Alle Bilder wurden dem Programm FILIUS entnommen. Die Rechte liegen bei den Entwicklern.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 1
Inhalt
Aufbau von FILIUS...................................................................................................... 2
Der Entwurfsmodus..................................................................................................... 3
Die Bauteile von FILIUS .......................................................................................... 3
Die Bauteile Rechner und Notebook.................................................................... 3
Das Bauteil Kabel ................................................................................................ 4
Das Bauteil Switch ............................................................................................... 4
Das Bauteil Vermittlungsrechner/Router.............................................................. 4
Das Bauteil Modem.............................................................................................. 5
Der Aktionsmodus....................................................................................................... 6
Netzwerkanwendungen von FILIUS ........................................................................ 7
Systemanwendungen von FILIUS........................................................................ 7
Client-Anwendungen von FILIUS......................................................................... 8
Server-Anwendungen von FILIUS ....................................................................... 8
Aufbau und Test von Netzwerken mit FILIUS ............................................................. 8
Direkte Vernetzung.................................................................................................. 8
Vernetzung über einen Switch............................................................................... 10
Verbinden von Netzwerken über einen Vermittlungsrechner/Router..................... 12
Simulation des World Wide Web ........................................................................... 14
Emailverkehr im Netzwerk..................................................................................... 17
Ausblick..................................................................................................................... 19
Virtuelle Netzwerke und reale Netzwerke.............................................................. 19
Dateiaustausch über Peer-To-Peer ....................................................................... 20
DHCP-Server einrichten ........................................................................................ 22
Eigene Software erstellen und einbinden .............................................................. 23
Anhang A: IP-Adressen............................................................................................. 24
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 2
FILIUS2 wurde initial an der Universität Siegen entwickelt, um Unterricht zum Internet
zu unterstützen. Zielgruppe sind Lernende in der Sekundarstufe allgemein bildender
Schulen. Mit FILIUS werden Lernaktivitäten ermöglicht, die insbesondere
entdeckendes Lernen unterstützen sollen. Die Entwickler von FILIUS geben an:
»FILIUS ist eine explorative Lernsoftware zum Thema Internetworking. Sie
dient dem Erlernen von Grundwissen zum Internets und steht jedem frei zur
Verfügung, der sich mit dem Thema Internet näher befassen möchte, ist
aber insbesondere für den Einsatz in Schulen gedacht. Die Absicht der
Entwickler dieser Software ist es, möglichst viele Nutzer zu gewinnen. Die
Etablierung nicht nur an Schulen in Nordrhein-Westfalen, sondern in ganz
Deutschland wäre der denkbar größte Erfolg und Lohn für die Mühen, die
das Entwickler-Team auf sich genommen hat. Kurz gesagt: Jeder ist
herzlich eingeladen die Software herunter zu laden. «3
Mit diesem Skript soll Ihnen als Lehrende/r eine Möglichkeit aufgezeigt werden, wie
Sie das Programm im Unterricht einsetzen können. Die Erläuterungen werden stets
durch Aufgaben ergänzt, deren jeweilige Musterlösung als Download verfügbar ist.
2
FILIUS bedeutet Freie Interaktive Lernumgebung für Internetworking der Universität Siegen.
3
[Link] Seite 2
4
Diese Einstellung wird im Benutzerverzeichnis im Ordner .filius gespeichert, der zum Zurücksetzen
gelöscht werden kann.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 3
In den Entwurfsmodus wechseln Sie, indem Sie auf den Hammer ( ) in der oberen
Symbolleiste klicken. Dieser Modus ermöglicht Ihnen den Aufbau oder die
Veränderung eines Netzwerkes. FILIUS befindet sich nach dem Programmstart stets
in diesem Modus.
In den Aktionsmodus gelangen Sie, indem Sie auf den grünen Pfeil ( ) klicken.
Dieser Modus erlaubt es Ihnen, das aufgebaute Netzwerk zu testen, unterschiedliche
Netzwerkanwendungen auf den Rechnern zu installieren und zu starten.
Bevor Sie nun konkrete Netzwerke aufbauen sollen Ihnen zunächst allgemein die
wesentlichen Bauteile eines Netzwerks vorgestellt werden.
Der Entwurfsmodus
Bevor Sie konkrete Netzwerke aufbauen werden, sollen Ihnen im folgenden Kapitel
die Funktionsweise der in FILIUS verwendeten Bauteile allgemein erläutert werden.
Im Anschluss daran werden Sie diese Bauteile nutzen, um schrittweise komplexer
werdende Netzwerke aufzubauen und zu testen.
Funktion ausüben, stets den Rechner ( ). Beide Computerarten werden mit der
linken Maustaste auf den Arbeitsbereich gezogen. Die Internetkonfiguration eines
Computers erhalten Sie mit Doppelklick auf das Computersymbol. In dem folgenden
Fenster können Sie nun Einstellungen bezüglich des Rechnernamens, seiner IP und
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 4
Wenn Ihnen bzw. Ihren Schülern der Aufbau einer IP-Adresse nicht geläufig ist, so
lesen Sie bitte zunächst das Kapitel A zu IP-Adressen im Anhang.
5
In FILIUS wird der Begriff Vermittlungsrechner verwendet, weil tatsächlich keine Routing-Protokolle
und damit auch keine klassischen Routing-Algorithmen zum Aufbau der Weiterleitungstabellen genutzt
werden. Vielmehr ist die Funktionalität des Vermittlungsrechners darauf beschränkt, anhand einer
(manuell) eingerichteten Weiterleitungstabelle IP-Pakete über Netzwerkgrenzen hinweg zu vermitteln.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 5
Netzwerk liegen. Dies gilt auch für einzelne Rechner, die evtl. an ihn angeschlossen
werden.
Zu Anfang fragt FILIUS, wie viele Schnittstellen der Vermittlungsrechner bereitstellen
soll. Die jetzt eingestellte Anzahl kann später in den Einstellungen des
Vermittlungsrechners (Doppelklick auf den Vermittlungsrechner) unter der
Registerkarte "Allgemein" korrigiert werden.
In den Einstellungen finden Sie auch zu jeder Schnittstelle eine Registerkarte für die
Einstellung der Netzwerkkarte des daran befindlichen Netzwerks. Tragen Sie hier die
IP ein, an die Netzwerksignale gesendet werden sollen (in der Regel die erste
Adresse des Netzwerks). Ebenso muss dann an allen im Netzwerk befindlichen
Computern ein Gateway eingetragen werden. Die genauen Einstellungen werden
später bei einer entsprechenden Aufgabenstellung konkretisiert.
6
Voraussetzung zur Nutzung dieser Funktionalität ist, dass entsprechende Verbindungen nicht durch
lokale Firewalls unterbunden werden.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 6
Alle Modems der anderen beteiligten virtuellen Netzwerke können nun über die real
existierende Netzwerk-IP des Empfänger-Modems eine reale Netzwerkverbindung
aufbauen. Alle verbunden Modems zeigen den erfolgreichen Verbindungsaufbau
durch einen kleinen grünen Punkt an.
Der Aktionsmodus
FILIUS erlaubt es Ihnen im Aktionsmodus, Software auf den einzelnen Computern zu
installieren, deinstallieren und zu starten. Bitte wechseln Sie dafür in diesen Modus,
indem Sie auf den grünen Pfeil klicken ( ).
Über das Symbol zur Software-Installation ( ) können Sie nun beliebige Software
installieren ( ) oder deinstallieren ( ).Im folgenden sollen auch hier zunächst die
Funktion der einzelnen Netzwerkanwendungen allgemein erläutert werden. Eine
Konkretisierung erfolgt dann im Kapitel zum Aufbau und Test von Netzwerken.
Die Fire-Wall : Hier können Sie Ihre Firewall einrichten, indem Sie bestimmte
Ports netzwerkintern oder netzwerkübergreifend sperren oder öffnen.
Der Bildbetrachter : Dieses Programm erlaubt es Ihnen ein Bild zu öffnen und zu
betrachten.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 8
Webbrowser : Mit ihm können Sie Webseiten betrachten. Der Browser kann mit
den wichtigsten html-Befehlen umgehen.
Echo-Client : Der Client dient dazu, mit dem Gegenstück, dem Echo-Server in
Kontakt zu treten. Diese Software ermöglicht einen einfachen Test, ob das Netzwerk
betriebsbereit ist.
DNS-Server : Mit ihm können Sie eine Entschlüsselung der symbolischen URLs
in zugehörige IPs simulieren.
Direkte Vernetzung
Die einfachste Art, zwei Rechner miteinander zu vernetzen, besteht darin, Rechner
direkt mit einem Netzwerkkabel zu verbinden. Man spricht hier von einer Peer-To-
Peer-Vernetzung. In der Praxis können so zwei Rechner direkt mit einem
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 9
Aufgabe 1: Erstellen Sie ein Netzwerk mit zwei vernetzten Computern, welche
beide eine Client-Funktion haben. Die Computer sollen die
abgebildeten Namen sowie die IPs [Link] und [Link]
besitzen. Durch die Subnetzmaske [Link] stellen Sie sicher,
dass beide Computer im selben Netzwerk liegen.
Aufgabe 2a: Installieren Sie auf dem Rechner 0.10 einen Terminal. Starten Sie
den Terminal und testen Sie die Verbindung zum Rechner 0.11 mit
dem Befehl ping [Link]. Beobachten Sie die
Netzwerkaktivität, indem Sie sich den Datenaustausch von Rechner
0.10 anzeigen lassen.
An dem Fenster erkennt man, dass der Computer viermal eine Verbindungsanfrage
an den anderen Computer schickt (ping-Kommando). Der Computer wartet nun
jedes Mal ab, ob eine Antwort (pong-Kommando) von dem anderen Computer
kommt. Diesen Datenaustausch kann man auch in dem Datenaustausch-Fenster
erkennen:
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 10
Man erkennt auch, dass die Netzwerkaktivität nur auf der Netzzugangsschicht und
Vermittlungsschicht abläuft. Höher liegende Schichten werden für diesen
Verbindungstest noch nicht benötigt.
Aufgabe 2b: Testen Sie auch andere Befehle auf dem Terminal, wie z. B. die
Befehle ipconfig, oder host localhost oder dir. Der Sinn des
host-Befehls wird zu einem späteren Zeitpunkt im Zusammenhang
mit einem DNS-Server evtl. deutlicher.
Aufgabe 3: Erweitern Sie nun das Netzwerk um einen dritten Computer, einen
Server, mit dem abgebildeten Namen und der IP [Link],
welcher im gleichen Netzwerk liegen soll. Achten Sie darauf, dass
Sie von nun an für Computer mit der Funktion eines Servers, das
Aufgabe 4: Installieren Sie auf dem Server 0.12 einen Echo-Server und starten
diesen auf dem voreingestellten Port 55555. Installieren Sie auf
einem Client einen Echo-Client und verbinden Sie diesen mit dem
Server. Senden Sie vom Client einige Textnachrichten und
beobachten Sie den Effekt. Schauen Sie sich auch die
Netzwerkaktivität im Datenaustausch-Fenster des Clients an.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 12
Sie können am Datenaustausch beobachten, dass bereits bei der Anmeldung die
Transportschicht ein Rolle in der Netzwerkaktivität spielt. Die Verbindung des Clients
mit dem Server durchläuft also schon drei Schichten.
Sobald nun eine Nachricht geschickt wird, tritt die vierte Schicht, die
Anwendungsschicht in Aktion. Die Anwendung, also der Echo-Client, benötigt zur
Kommunikation zunächst die Anwendungsschicht, dann die Transportschicht, dann
die Vermittlungsschicht und schließlich die Netzzugangsschicht.
Bei zukünftigen Aufgaben im Aktionsmodus sollten Sie immer Mal wieder den
Datenaustausch im Datenaustausch-Fenster anschauen, um zu verstehen, welche
Informationen die jeweilige Anwendung tatsächlich über das Netz schickt. Sie werden
z. B. bei der Versendung von Emails erkennen, welche Datenflut über das Netzwerk
verschickt werden muss.
Aufgabe 5: Erstellen Sie neben dem bereits vorhanden Netzwerk ein weiteres
Netzwerk mit drei Rechnern wie abgebildet. Die neuen Rechner
sollen sich in einem logisch anderen Netzwerk befinden. Wählen Sie
dafür die IPs [Link] bis [Link].
Verbinden Sie anschließend die beiden Netzwerke mit einem
Vermittlungsrechner, welcher die Netzwerkkarten mit den IPs
[Link] und [Link] besitzt.
Prüfen Sie anschließend im Terminal mit einem ping-Befehl die
Verbindung von Rechner 0.10 zum Rechner 1.10.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 13
Wenn Sie alles so gemacht haben, wie oben beschrieben, so zeigt Ihnen FILIUS die
folgende Fehlermeldung an:
Das Problem liegt darin, dass die Verbindungsanfrage das Netz verlassen müsste.
Allerdings ist bei den einzelnen Rechnern noch kein Gateway eingestellt, welches
bestimmt, wohin die Nachrichten geschickt werden sollen, die nicht im Netzwerk
verbleiben sollen.
Aufgabe 7: Testen Sie die Netzwerkverbindung auch mit dem Echo-Client und
Echo-Server. Installieren Sie dazu auf dem Rechner 1.10 einen
Echo-Client und verbinden Sie ihn mit dem Server 0.12.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 14
Aufgabe 8: Installieren Sie auf dem Server 0.12 einen Webserver und einen
Texteditor. Starten Sie den Texteditor und öffnen Sie hiermit die
Datei [Link] aus dem virtuellen Verzeichnis root/webserver.
Passen Sie den html-Code so an, dass eine Seite mit Ihren
Informationen angezeigt wird. Erstellen Sie auch eine neue Seite
[Link], welche von der Startseite verlinkt werden soll.
Allerdings entspricht diese Art der Kommunikation in dem Browser noch nicht der
gewohnten Art, Webseiten anderer Server aufzurufen. Sie sind es gewohnt, eine
Webseite über eine URL aufzurufen und nicht über die IP des Webservers. Die
Zuordnung zwischen URL und zugehöriger IP übernimmt ein DNS-Server, der nun
von Ihnen eingerichtet werden soll.
Aufgabe 10: Erstellen Sie einen neuen Server mit der IP [Link] und dem
Gateway [Link]. Ändern Sie die Anzahl der Schnittstellen am
Vermittlungsrechner auf drei ab, indem Sie auf der Registerkarte
"Allgemein" des Vermittlungsrechners den Button "Schnittstellen
verwalten" anklicken. Ergänzen Sie die auf der neuen Registerkarte
zur dritten Netzwerkkarte die Einstellungen: IP-Adresse [Link]
und Netzmaske [Link]. Verbinden Sie anschließend den
neuen Server mit dem Vermittlungsrechner.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 16
Damit nun alle Rechner die Auflösung der URL über den DNS-Server nutzen können,
muss in den Einstellung eines jeden Rechners die IP-Adresse des DNS-Servers
eingetragen werden.
Aufgabe 11: Tragen Sie bei jedem Rechner in den Einstellungen die DNS-Server-
Adresse [Link] ein. Dies entspricht dem gerade erstellten
DNS-Server.
Nun müssen Sie dem Webserver noch eine passende URL geben und im DNS-
Server eintragen.
Aufgabe 12a: Installieren Sie auf dem Server 2.10 die Anwendung "DNS-Server"
und starten Sie diese Anwendung direkt mit einem Doppelklick.
Tragen Sie in die Eingabefelder den Domainnamen [Link]
und die zugehörige IP-Adresse [Link] ein und bestätigen die
Eingaben mit Button Hinzufügen.
Starten Sie abschließend den DNS-Server mit dem Button "Starten".
Testen Sie die Verbindung von Ihrem Webbrowser nun mit der URL
[Link]
Wenn Ihnen der Browser "Server konnte nicht erreicht werden!" anzeigt, so liegt es in
der Regel daran, dass Sie entweder den DNS-Server nicht gestartet haben oder
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 17
dass Sie eine URL aufgerufen haben, die noch nicht in der Tabelle des DNS-Servers
eingetragen wurde.
Aufgabe 12b: Zu Anfang haben Sie den Terminal und dessen Befehle kennen
gelernt. Testen Sie nun noch einmal den host-Befehl, nun allerdings
mit der URL [Link]. Sie werden sehen, dass der DNS-Server
nun seine Dienste tut und die richtige IP-Adresse ermittelt.
Emailverkehr im Netzwerk
FILIUS erlaubt es Ihnen, den Emailverkehr zwischen verschiedenen Email-Servern
zu simulieren. Zunächst werden Sie einen einzelnen Email-Server einrichten, der von
einem Email-Programm verwendet wird. Später werden Sie mehrere miteinander
vernetzte Email-Server einrichten.
Aufgabe 13: Installieren Sie auf dem Server 0.12, auf dem zuvor Ihr Web-Server
lief, nun die Anwendung "Email-Server" und starten Sie diese
Anwendung direkt mit einem Doppelklick.
Richten Sie ein neues Konto mit dem Benutzernamen "bob" und dem
Passwort "bob" ein. Kontrollieren Sie Ihre Eingaben in der Konten-
Liste.
Starten Sie anschließend den Email-Server über den Button Starten.
Als nächstes muss der DNS-Server so eingerichtet werden, dass er die Maildomain
akzeptiert.
Aufgabe 14: Starten Sie die Anwendung "DNS-Server" auf dem Server 2.10.
Fügen Sie einen neuen Mailaustausch mit der Maildomain [Link]
und dem Domainnamen des Mailservers [Link] ein.
Starten Sie den Server erneut.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 18
Nun muss nur noch das Email-Programm installiert und eingerichtet werden.
Aufgabe 15: Installieren Sie auf dem Rechner 0.10, auf dem Sie zu Anfang den
Terminal installiert hatten, nun die Anwendung "Email-Programm"
und starten Sie diese.
Klicken Sie auf den Button Konto einrichten und tragen Sie die
Informationen Ihres Email-Servers ein (Name: bob, Email-Adresse:
bob@[Link], POP3-Server: [Link], SMTP-Server:
[Link], Benutzername: bob, Passwort: bob
Schreiben Sie anschließend an bob@[Link] (also an sich selbst)
eine Email und rufen Sie diese auch wieder ab.
Aufgabe 16: Ergänzen Sie nun den Email-Server um eine weitere Email-Adresse
bert@[Link]. Richten Sie ein Email-Programm auf dem
Rechner 0.11 entsprechend ein, dass bob und bert sich gegenseitig
Nachrichten schicken können.
Zuletzt werden Sie nun einen zweiten Email-Server einrichten, welcher sich im Netz
auf der rechten Seite ([Link]) befinden soll.
Aufgabe 17: Ergänzen Sie das rechte Netz um einen Server 1.13, richten Sie
hierauf einen Mailserver mit der Maildomain [Link] ein. Fügen Sie
abschließend ein Konto alice@[Link] hinzu.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 19
Ausblick
Nachdem Sie nun die grundlegenden Funktionen von FILIUS kennen gelernt haben,
soll nun noch ein kleiner Ausblick zeigen, welche Möglichkeiten FILIUS weiterhin
bietet. Inwieweit diese Erweiterungen im Unterricht integriert werden können ist von
der Lerngruppe und den Systemvoraussetzungen abhängig.
Ab jetzt können Sie auf beiden Computern A und B die virtuellen Rechner für den
Netzwerkbetrieb einrichten. Z. B. könnten Sie einen Echo-Server auf dem virtuellen
Rechner auf Computer A installieren, wogegen auf dem virtuellen Rechner auf
Computer B ein Echo-Client installiert wird. Nachdem Sie den Echo-Server gestartet
haben, sollte sich der virtuelle Rechner auf Computer B mit dem Echo-Server
verbinden können.
Aufgabe 19: Installieren Sie Echo-Server und Echo-Client auf den virtuellen
Rechnern der beiden Computer A und B. Starten Sie den Echo-
Server und testen Sie den Echo-Client.
Clients, der sich mit allen anderen Rechnern des Netzes verbindet, weshalb beim
folgenden Netzwerk für alle vernetzten Computer ein Laptop verwendet wird.
Aufgabe 20: Erstellen Sie die abgebildete Netzwerkstruktur, indem Sie drei
Laptops mithilfe eines Switchs als Peer-To-Peer-Netzwerk verbinden.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 22
DHCP-Server einrichten
In großen Netzwerken ist es günstig, die IP-Vergabe der Computer in diesem
Netzwerk automatisch durchzuführen; ein DHCP-Server übernimmt diese Aufgabe.
FILIUS besitzt ebenfalls die Möglichkeit, DHCP-Server einzurichten und deren
Funktion zu simulieren. Im folgenden Ergänzen Sie nun das Netzwerk der letzten
Aufgabe um einen DHCP-Server:
Aufgabe 21a: Erweitern Sie das Netz um den DHCP-Server und benennen Sie alle
vernetzten Rechner um, so dass deutlich wird, dass die IP-Vergabe
ab jetzt automatisch erfolgt.
Nun zeigt Ihnen FILIUS einen Dialog, in dem Sie die Einstellungen für den DHCP-
Server vornehmen können. Übernehmen Sie den Adressbereich von [Link] bis
[Link] und aktivieren Sie DHCP mit einem Häkchen.
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 23
Aufgabe 21b: Setzen Sie nun für alle Rechner das Häkchen hinter "DHCP zur
Konfiguration verwenden". Sie erkennen, dass zuvor gewählten
Einstellungen schattiert dargestellt werden und nicht mehr änderbar
sind.
Sobald Sie nun in den Aktionsmodus wechseln, erhalten alle Clients
vom DHCP-Server eine IP-Adresse zugeteilt. Sie erkennen die
Netzwerkaktivität wieder an den grün blinkenden Leitungen.
(Sollten die Leitungen nicht grün blinken, so beenden Sie FILIUS und
starten es neu. Der Switch hat sonst noch die Einstellungen vom
letzten Aktionsmodus.)
Starten Sie nun die Rechner und installieren Sie jeweils einen
Terminal. Starten Sie diesen und prüfen mithilfe des Kommandos
ipconfig, welche IP dem Rechner vom DHCP-Server zugewiesen
wurde.
Anhang A: IP-Adressen
IP-Adressen nach der noch derzeit gültigen IP-Version 4 (IPv4) bestehen aus 32 Bit,
aufgeteilt in 4 Blöcke mit je 8 Bit. Damit sind IP-Adressen von [Link] bis
[Link] möglich. Zum besseren Verständnis des Routing-Prozesses ist eine
Darstellung der Dezimalzahlen im Binärsystem hilfreich.
Wiederholen Sie die Umrechung zwischen dem Binärsystem und
Aufgabe A1: dem Dezimalsystem. Wandeln anschließend in das jeweils andere
Stellenwertsystem um.
a) 1101 11102 b) 0011 11112 c) 1111 11012 d) 0101 10102
e) 9610 f) 25410 g) 1710 h) 12710
Eine Subnetzmaske ist in IPv4 ebenfalls eine 32-Bit-Zahl, welche eine IP-Adresse in
Netzwerkteil und Geräteteil trennt. Durch UND-Verknüpfung der IP mit der
Subnetzmaske erhält man den Netzwerkteil. Durch UND-Verknüpfung mit der
invertierten Subnetzmaske erhält man den Geräteteil.
Die kleinste Adresse des Netzwerks beschreibt das Netzwerk selbst, die größte
Adresse ist für den Broadcast reserviert.
Beispiel:
IP-Adresse: [Link] = 11000000.10010001.01100000.11001001
Skriptum zur Unterrichtsreihe "Netzwerke mit FILIUS" Seite 25