Entwicklungstechnik
Zahnräder
1. Vorteile – Nachteile
Vorteil: Bewegungen werden durch Formschluss Schlupffrei übertragen
Geringer Platzbedarf
Höherer Wirkungsgrad
Nachteil: Höhere Kosten
Starre Kraftübertragung (entsprechende Kupplungen verwenden)
2. Grundformen von Zahnrädern
Bild 21.1 (Seite: 484) Grundformen von
Zahnrädern in Radpaaren
je nach Lage der Radachsen zueinander.
a) Stirnradpaar, geradverzahnt
b) Stirnradpaar, schrägverzahnt
c) Innenradpaar
d) Zahnstangenradpaar
e) Kegelradpaar, geradverzahnt
f) Kegelradpaar, schrägverzahnt
g) Stirnrad-Schraubräderpaar
h) Schneckenradsatz
i) Kegel-Schraubräderpaar
3. Geradverzahnung – Schrägverzahnung
Geradverzahnung: Für einfache Universalgetriebe
Getriebe für kleine Hebezeuge
Bau und Landmaschinen
Einfache Wechsel und Verschieberäder – Getriebe in Werkzeugmaschinen
Vorteil : Keine Axialkraft
Einfache Herstellung
Nachteil : Ritzel und Rad werden beim Eingriffswechsel schlagartig
Be- und entlastet (Eintrittsstöße)und starke Geräusche.
Schrägverzahnung: Universalgetriebe
Getriebe in Werkzeugmaschinen und KFZ
Vorteile: Ruhiger und Geräuscharmer lauf, da Eingriff und Ablösung almälig
Erfolgt und mehr Zähne gleichzeitig im Eingriff sind, das heißt höherer
Überdeckungsgrad.
Nachteil: Neigung der Zahnbreite ergibt Axialkraft und unterschiedliche
Radialbelastung der Lager.
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4. Verzahnungsgesetz
Die Normale im jeweiligen Berührungspunkt zweier Zahnflanken muss
stets durch den Wälzpunkt „C“ gehen.
5. Begriff der Eingriffslinie
Aufgrund des Verzahnungsgesetz, kann man zur einer Beliebigen Zahnflanke
Eine richtig kämmende Gegenflanke konstruieren.
Verbindet man sämtliche Berührungspunkte beider Zahnflanken, so entsteht
Die sogenannte Eingriffslinie. Sie ist die Absolute Bahn des Berührungspunktes.
In der Praxis verwendet man nur solche Kurven als Flankenformen die
besonders einfache Eingriffslinien aufweisen. Als Flankenformen sind deshalb
die Zyklischenkurven oder Rollkurven geeignet.
5.1 Zykloiden
Rollkreis
Orthozykloide Hypozykloide
Epizykloide
Wälzkreis
5.2 Evolvente (Fadenlinie)
Rollgerade
Grundkreis
Rollt eine Rollgerade auf einen Grundkreis ab, so beschreibt jeder Punkt
der Rollgeraden eine Evolvente.
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Die Evolvente liefert die Kopfform für die Kraftflanke und dem zum Eingriff hemmendem
Teil der Fußflanke eines Evolventenzahnrades.
Die Evolvente darf deswegen nicht erst am Teilkreis beginnen (wie die Zykloide), da sonst
keine Tragende Fußflanke vorhanden währe.
Der Grundkreis Ø ist daher kleiner als der Teilkreis Ø
Dreht mann das Zahnrad so, das die Evolventenflanke durch den Wälzpunkt „C“ läuft,
so ist von dem Grundkreisumfang bereits das Bogenstück Oa abgewickelt und die Rollgerade
ist in dem Eingriffswinkel α (Alpha) geneigt.
Nach DIN 867 ist α (Alpha) = 20° genormt.
MC = r
MA = h = r ⋅ cos α CA = im augenblicklichen Krümmungshalbmesser der Evolvente im Punkt „C“
CA = r ⋅ sin α
5.3 Zykloidenverzahnung - Evolventenverzahnung
Zykloidenverzahnung:
Vorteil : Konvex, Konkav gekrümmte Zahnflanke, das bedingt hohe zulässige
Flächenpressung, das heißt hohe Drehmomente.
Nachteil : Empfindlich gegen ungenauen Achsabstand.
Werkzeuge müssen ebenfalls Konvex, Konkav gekrümmt sein, das
heißt Herstellung teuer und meist nicht genügend genau.
Evolventenverzahnung:
Vorteile: Herstellwerkzeuge haben gerade Flanken, das heißt einfache und
genaue Herstellung.
Unempfindlich gegen ungenauen Achsabstand.
Nachteil: Die Flanken beider Zähne sind Konkav gekrümmt, das heißt
Linienförmige Berührung mit großem verschleiß und geringen
Belastung.
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6. Abmessungen nach DIN 867
hf
ha da
Teilung p
df
d
Teilkreisumfang = d ⋅ π = p⋅z = d = ⋅z = d = m⋅z (Gl. 22.1 .... 22.6)
π
z = Zähnezahl
Modul m
da = d + 2 ⋅ h a
da = d + 2 ⋅ m m
a= ⋅ (Z1 + Z2 ) Gl. 22.7
2
df = d − 2 ⋅ h f Modul m = Tab. 22.1
7. Eingriffslänge, Eingriffsstrecke, Überdeckungsgrad
Bei einer Rechtsdrehung des Ritzels beginnt der Eingriff im Punkt „A“ (= Schnittpunkt
der Eingriffslinie mit der Kopflinie der Zahnstange).
Der Eingriff endet im Punkt „E“ (= Schnittpunkt der Eingriffslinie mit dem Kopfkreis
des Ritzels). Die Strecke Ae wird als Eingriffsstrecke klein „e“ bezeichnet.
Während des Eingriffs hat sich die Zahnstange um die Strecke A | - E | (= Eingriffslänge
klein „e“ verschoben).
e= g
cosα = AE
cosα
g = Eingriffsstrecke AE
Die Eingriffslänge muss größer sein als die Teilung „p“ (damit min. 1 Zahnpaar ständig
im Eingriff ist).
Epsilon ε = Überdeckungsgrad / Pr ofilüberdeckung ε = Pe > 1
AE
ra1 ² − rb1 ² − (a ⋅sin α− ra 2 ² − rb 2 ² )
ε = cosg α = cos α⋅p
ra1 ² − rb1 ² + ra 2 ² − rb 2 ² −a ⋅sin α
ε= cos α⋅p ⋅m⋅π
p e = Gl. 22.6
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8. Tragfähigkeitsberechnung nach DIN 3990
Tragfähigkeitsberechnung
Nach DIN 3990
• Biegung • Hertz’sche
• Schub Zahnfuß-Tragfähigkeit Grübchen-Tragfähigkeit Pressung
• Druck SF1 , SF2 SH1 , SH2
Index 1 = Ritzel, Index 2 = Rad
Einflußfaktoren
1. Betriebsfaktor KA (Tab. 23.1)
Krafterhöhung durch Äußere Einwirkungen von der Ein- oder Ausgangs- Seite.
2. Dynamikfaktor KV (Gl. 23.29)
Krafterhöhung durch Innere Dynamische Einwirkung.
3. Breitenfaktor KFß und KFß (Gl. 23.31 und 23.32)
Ungleichmäßige Kraftverteilung über die Breite z.B. infolge von Herstellabweichungen und Elastischen
Verformungen.
4. Stirnfaktor KFααund KHαα (Gl. 23.33 und 23.34)
Ungleichmäßige Kraftaufteilung in Umfangsrichtung z.B. durch Teilungsabweichung.
8.1 Zahnfuß - Tragfähigkeit
αFan = Kraftangriffswinkel am Kopfzylinder
b = Zahnrad Breite
ς F0 = ⋅ YFa ⋅ YSa ⋅ Yε ⋅ Yß
FNt FNt
b⋅ mn
20°
hFa
30° YFs
Erfasst die Spannungserhöhende
Wirkung der Kerbe
SFn
Lastverteilung auf mehrere
Zahnpaare
Schrägenfaktor Verhältnisse werden
bei Schrägverzahnung günstiger
Zahnfußspannung Gl. 23.42
ς F = ς Fa ⋅ K a ⋅ K v ⋅ K Fß ⋅ K Fα
Sicherheitsfaktor SF Gl. 23.43
ς FE1,2 ⋅ YNt ⋅ Yδ ⋅ YR ⋅ Yx
SF1,2 = > 1.1.....1.3
ς F1, 2
ς FE = Schwell − Dauerfest
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