Ana
Ana
Carl-Zeiss-Straße 49-51 Entzündliche Bindegewebserkrankungen (CTD) mit autoimmuner Genese weisen ein gemeinsames serologisches Merkmal auf:
55129 Mainz - Germany die Anwesenheit zirkulierender Autoantikörper im Blut der Patienten. Diese antinukleären Autoantikörper (ANA) sind gegen
Bestandteile des Zellkerns gerichtet und können Strukturen im Kern angreifen und zerstören. ANA sind an der Pathogenese
autoimmuner Bindegewebserkrankungen (CTD) beteiligt und bilden gleichzeitig die Basis für ihre Diagnose und Behandlung.
Phone: +49 (0) 61 31 / 92 58-0 ANA lassen sich in zwei Hauptgruppen einordnen:
Fax: +49 (0) 61 31 / 92 58-58 1. Autoantikörper gegen DNA und Histone
Internet: [Link] 2. Autoantikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene (ENA): Sm, Ribonukleoproteine (RNP), SSA/Ro, SSB/La, Scl-70, Jo-1
und Pm1
Autoantikörper gegen DNA und Histone binden an Einzelstrang-DNA (ssDNA) oder Doppelstrang-DNA (dsDNA). Deutlich
Gebrauchsanweisung erhöhte Titer von dsDNA-Antikörpern finden sich beim systemischen Lupus erythematodes (SLE). Antikörper gegen Histone
weisen auf einen Medikamenten–induzierten Lupus hin.
2014-06
Neben DNA und Histonen können Autoantikörper auch andere antigene Strukturen im Zellkern erkennen. Diese Antigene
wurden in der Vergangenheit als extrahierbare nukleäre Antigene (ENA) bezeichnet, da sie ursprünglich mit Kochsalzlösung aus
den Zellkernen extrahiert wurden. Autoantikörper gegen das Smith-Antigen (Anti-Sm), das als hochspezifisch für einen SLE gilt,
waren die ersten einzeln nachgewiesenen ENA-Antikörper. Danach wurden weitere Typen von ENA identifiziert, z. B.
Ribonukleoproteine (RNP), die Sjögren-Antigene A und B (SSA/Ro, SSB/La), Scl-70, Jo-1 und PM1.
Die meisten ENA sind zwar krankheitsspezifisch, trotzdem kommt es -- abhängig vom Typ der zugrundeliegenden CTD -- auch
ORG 200 ANA Detect zu überlappenden Antikörperbefunden.
Der Nachweis von Autoantikörpern im Serum von Patienten ist ein diagnostisches Kriterium für die CTD. Zusammen mit den
klinischen Symptomen unterstützt eine Charakterisierung der ANA-Subtypen die gezielte Diagnostik der
ZWECKBESTIMMUNG Bindegewebserkrankungen.
ANA Detect ist ein auf der ELISA Technik basierendes Testsystem für die qualitative Bestimmung von IgG Indirekte Immunfluoreszenz-Tests (IF) und Enzym-gekoppelte Immuntests (ELISA) werden normalerweise in der täglichen
Antikörpern gegen SS-A-52 (Ro-52), SS-A-60 (Ro-60), SS-B (La), RNP/Sm, RNP-70, RNP-A, RNP-C, Sm-BB, Sm- Praxis zum Nachweis von ANA verwendet. Zum initialen Screening kommt meist ein Immunfluoreszenz-Test zum Einsatz oder
D, Sm-E, Sm-F, Sm-G, Scl-70, Jo-1, dsDNA, ssDNA, Polynucleosomen, Mononucleosomen, Histonkomplex, ein kombinierter ELISA, der wie die IF eine breite Auswahl von ANA-Spezifitäten detektiert. Sind diese Tests positiv, so schließt
Histone H1, Histone H2A, Histone H2B, Histone 3, Histone H4, Pm-Scl-100 and Centromer B in humanem Serum sich die weitere Untersuchung einzelner Antigenspeziftäten an. Dabei werden klinische Symptome und möglicherweise
charakteristische Fluoreszenzmuster in der IF ebenfalls berücksichtigt.
oder Plasma. Dieses Produkt ist ausschließlich für die professionelle Anwendung durch Fachpersonal in der in vitro
In den Antigen-spezifischen ELISAs reagieren jeweils einzelne Autoantigene, z. B. dsDNA, SS-A/Ro, SS-B/La, Scl-70, Sm,
Diagnostik bestimmt.
Sm/RNP etc.
Autoantikörper gegen dsDNA sind spezifische diagnostische Marker für einen SLE und die Antikörperspiegel steigen mit
erhöhter Krankheitsaktivität. Die kürzlich veröffentlichten neuen ACR-Guidlines zur Behandlung und Überwachung der Lupus
VERWENDETE SYMBOLE Nephritis empfehlen Tests auf Antikörper gegen dsDNA in festgelegten zeitlichen Abständen zum Monitoring der Aktivität einer
Lupus-Nephritis. Diese reichen von monatlichen Tests bei schwangeren Patientinnen mit aktiver Glomerulonephritis, über
V In-vitro-Diagnostikum Intervalle von drei Monaten bei Schwangeren mit einer Nephritis in der Vorgeschichte und allen anderen Patienten mit aktiver
Nephritis, bis hin zu halbjährlichen Untersuchungen bei Patienten mit einer vorausgegangen Nephritis und Patienten die noch
M Hersteller
nie eine Nephritis hatten. SLE-Patienten ohne dsDNA-Antikörper bilden oft Antikörper gegen ssDNA.
Anti-Sm ist ebenfalls hochspezifisch für einen SLE, kommt aber nur bei 10-30 % der Patienten vor.
h Bestellnummer
Antikörper gegen dsDNA, Histone, das 70 kD Protein des U1-snRNP-Komplexes (RNP70) und das Smith Antigen (Sm) sind eng
assoziiert mit einem SLE. Antikörper gegen die Sjörgren Syndrom Antigene A und B (SSA/Ro und SS-B/La) treten bei Patienten
X24 Ausreichend für
mit Sjörgren Syndrom auf, aber auch bei bis zu 30 % der SLE Patienten mit kutanen Symptomen.
SSA/Ro-Antikörper sind plazentagängig und können dadurch die Entstehung eines SLE beim Neugeborenen auslösen. In den
g Loscode
Seren der Mütter von Babies mit neonatalem Lupus Syndrom und kongenitalem Herzblock lassen sich fast immer SSA/Ro-
Alegria ® Teststreifen
Waschpuffer
Systemflüssigkeit
Gebrauchsfertig
Vor Gebrauch den Inhalt des Waschpuffer-Konzentrates (50x) mit destilliertem oder vollentsalztem Wasser auf ein Linearität
Endvolumen von 1000 ml verdünnen. Den verdünnten Waschpuffer in die Alegria® Reagenzflasche umfüllen. Wird
Drei Patientenproben mit hoher spezifischer Antikörperkonzentration wurden in Probenpuffer linear verdünnt um
nur ein Alegria ®-Lauf pro Arbeitstag durchgeführt, so empfehlen wir nur 500 ml verdünnten Waschpuffer in die
den dynamischen Messbereich des Assays darzustellen. Die Antikörperaktivität jeder Verdünnungsstufe wurde
Alegria® Reagenzflasche umzufüllen.
mittels SMC® Technik berechnet.
Vor Gebrauch den Inhalt des Systemflüssigkeit-Konzentrates (1000x) mit destilliertem oder vollentsalztem Wasser Probe Verdünnung Gemessen Erwartet G/E
auf ein Endvolumen von 2500 ml verdünnen. Die verdünnte Systemflüssigkeit in die Alegria® Reagenzflasche . . [Index] [Index] [%]
umfüllen.
1 1:100 5.6 5.6 100
. 1:200 3.0 2.8 107
Vor Gebrauch die benötigte Anzahl Alegria ® Teststreifen aus dem Klipp-Beutel entnehmen, auf Raumtemperatur . 1:400 1.6 1.4 111
bringen (20-28°C). Die Folie über den leeren Kavitäten erst unmittelbar vor Beginn des Tests entfernen. . 1:800 0.8 0.7 109
2 1:100 4.9 4.9 100
TESTDURCHFÜHRUNG
. 1:200 2.3 2.5 94
Der vollautomatische Random Access Analyser Alegria ® verwendet Alegria ® Teststreifen mit SMC® Technologie.
. 1:400 1.1 1.2 90
Genaue Angaben zur Bedienung des Gerätes finden sich im Gerätehandbuch.
(1) Folie über den leeren Kavitäten 1-4 des Alegria ® Teststreifens entfernen. . 1:800 0.6 0.6 98
Die Folie mit dem Barcode über den Kavitäten 5-8 nicht entfernen! 3 1:100 4.6 4.6 100
(2) 10 µl unverdünnte Probe auf den Boden von Kavität 1 pipettieren. . 1:200 2.1 2.3 91
(3) Den Alegria ® Teststreifen in das SysTray einsetzen. . 1:400 1.3 1.2 110
(4) Das beladene SysTray an der richtigen Position im Alegria® Gerät einsetzen und den Lauf starten. Alle . 1:800 0.7 0.6 113
weiteren Schritte erfolgen automatisch. Ein Lauf ist beendet, wenn der Drucker des Alegria® Geräts mit dem
Ausdrucken der Ergebnisse beginnt.
Reproduzierbarkeit
Intra-Assay Präzision: Der Variantionskoeffizient (VK) wurde berechnet für drei Proben mit je 24 Bestimmungen in
einem Lauf. Ergebnisse der Präzision in der Serie sind in der Tabelle zusammengefasst.
Inter-Assay Präzision: Der Variantionskoeffizient (VK) wurde berechnet für für drei Proben aus jeweils 6
Bestimmungen in 5 Läufen. Ergebnisse der Präzision von Lauf-zu-Lauf sind in der Tabelle zusammengefasst.
.
Intra-Assay Inter-Assay
Probe Mittelwert . Probe Mittelwert .
. Index CV . Index CV
1 1.0 2.8 1 1.0 3.6
KALIBRIERUNG
2 1.5 2.9 2 1.6 5.5
Das Testsystem ist gegen die international anerkannten Referenseren der CDC, Atlanta, USA und gegen die
3 2.5 2.7 3 2.7 9.4
Referenpräparation WHO Wo/80 gegen humane dsDNA kalibriert.
.
BERECHNUNG DER ERGEBNISSE
Die Daten der einzelnen Alegria ® Teststreifen werden mittels SMC® Technologie (Sensotronic Memorized Interferenzen
Calibration) ins System des Alegria® Geräts transferiert. Die Berechnung der Ergebnisse aus den gemessenen OD- Es konnten keine Interferenzen mit hämolytischen (bis 1000 mg/dL), lipämischen (bis 3 g/dL Triglyceride) oder
Werten und die Auswertung der Daten erfolgen automatisch. Seren mit erhöhten Bilirubinwerten (bis 40 mg/dL) beobachtet werden. Wir empfehlen jedoch aus praktischen
Gründen die Verwendung von stark hämolytischen oder lipämischen Proben zu vermeiden.
TESTCHARAKTERISTIKA Desweiteren wurden keine interferierenden Effekte mit Antikoagulantien (EDTA, Heparin, Citrat) beobachtet.
Studienergebnisse
Für qualitative Ergebnisse wird automatisch ein Index-Wert berechnet aus der OD der Probe dividiert durch OD der
Studiengruppe n n pos %
internen cut-off Kontrolle.
SLE 63 62 98.4
Normalwerte Sjogren Syndrom 2 2 100.0
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