ST15
ST15
Inhaltsverzeichnis
Anwendungsmglichkeiten 4
Berechnungsgrundlagen 5
Einstellungen zur Berechnung 7
Systemeingabe 8
Stahl 8
Profilauswahl 8
Rohrflansch 9
Flansch 11
Fupunkt 12
Rippen 15
Ringsteife 17
Mantelblech 17
Zuganker (Fupunkt) 18
berlagerungen fr den Fupunkt 18
Betriebsfestigkeitsnachweis nach DIN 4133 19
Schrauben (Rohrflansch/Flansch) 19
Schnittgren fr die Rohrflanschverbindung 19
Ausgabe 20
Grafische Darstellung 20
Literatur 21
Anwendungsmglichkeiten
Das Programm ST15 berechnet Rohrflanschverbindungen und Fupunkte von kreisringfrmigen
Bauteilen, sowie Einzel-Flanschverbindungen.
Die Bemessung der Flanschverbindung erfolgt nach [1]Petersen Stahlbau [Link], S. 506ff, bzw.
S. 952ff.
Die Berechnung erfolgt durch die Auswertung der maximalen Zugspannung am Rohr bzw. Zugblech.
Geometrie Querschnitte
Beim Rohrflansch- und Fupunktnachweis werden ausschlielich Rundrohre verwendet.
Sicherheitskonzept
Der Teilsicherheitsbeiwert M fr Stahl kann gendert werden, die Schnittgren bzw. Spannungen
(Flansch/Rohrflansch) bzw. berlagerungen beim Fupunkt werden F -fach eingegeben.
Nach DIN 4133 Abschnitt 7.1.1. Tragsicherheit drfen die elastischen Grenzschnittgren um 10%
erhht werden zur Bercksichtigung der erhhten Tragfhigkeit bei Plastizierung.
Eine Ausnutzung plastischer Tragfhigkeiten ist nicht zulssig.
Im Programm werden an dieser Stelle die zulssigen Spannungen um 10% erhht die statischen Werte
(Widerstandsmomente) bleiben unverndert in der Ausgabe.
Der Faktor n zur Ermittlung der Betriebsfestigkeit R ergibt sich aus den Spannungswechselzahlen und
Randbedingungen nach DIN 4133 Anhang B Punkt 3. und ist vorzugeben.
R = A n Gl. (B.3) DIN 4133
Bei Blechdicken t > 25 mm kann R nach Gl. (B.4) in DIN 4133 abgemindert werden.
Berechnungsgrundlagen
1. Bemessung Fupunkt
1.1 Ankerbemessung
Die Bemessung der Anker erfolgt als nicht vorgespannt, nach den folgenden Methoden.
Die Berechnung der Fuplatte erfolgt auf diese einfache Weise, ohne Bercksichtigung von
Krempelmomenten oder den Steifigkeitsbeziehungen zwischen Rohrmantel und Fuplatte - das wrde
eine FEM-Berechnung erfordern, die uns zur Zeit fr dieses Modell noch nicht zur Verfgung steht.
1.3 Rippenbemessung
Die Bemessung der Rippen erfolgt nach [3] S.310 als zweiseitige bzw. mit Ringsteife als dreiseitige Rippe.
Die Belastung ergibt sich aus der Rohrspannung und dem Abstand der Rippen.
1.4 Ringsteife
Die Ringsteife wird nach [3] (36.9_1 bis _ 17) S.1091 ff berechnet. Das Moment im Mantelblech und die
Strspannung in Umfangsrichtung fr den Fall, dass Rippen, aber keine Ringsteife vorhanden sind,
werden ausgegeben.
2. Flanschbemessung
Die Flanschbemessung erfolgt nach [1] S.953ff Laschenste - Flanschste, bzw. S.506ff Stirnplatten-
und Flanschverbindungen.
Literatur
[1] Petersen Stahlbau [Link] Auflage
[2] Stahlbau Handbuch Band 2, zweite,neu bearbeitete Auflage, Stahlbau-Verlagsgesellschaft
[Link] 1985
[3] Kahlmeyer
Systemeingabe
Stahl
Durch Auswahl eines Stahls (Stahl DIN 18800 und Stahlsorten nach
DIN 4133 Tabelle 1,2,3) aus den Listen werden die zugehrigen
Materialkennwerte automatisch gesetzt. Die Vorgaben knnen
aber mit eigenen Werten berschrieben werden.
Fr allgemeine Bausthle werden die zulssigen
Schweinahtspannungen mit Alfa w ermittelt.
Eingabewerte
Betriebstemperatur E-Modul, fyk und Gamma werden in
Abhngigkeit der Betriebstemperatur
vom Programm ermittelt.
Bezeichnung Kurzbezeichnung des gewhlten
Materials. Kann ebenfalls
berschrieben werden.
Streckgrenze fyk Charakteristischer Wert der
Streckgrenze.
E-Modul Charakteristischer Wert des E-Moduls.
Alfa w Beiwert fr die
Grenzschweinahtspannung nach
DIN 18800
Profilauswahl
Die Rohrprofile knnen entweder aus der Frilo-Profildatei entnommen oder ber die Abmessungen
eingegeben werden.
Allgemeine Bedienungshinweise zur Frilo-Profilauswahl finden Sie im Dokument
Querschnitt auswhlen - [Link]
Rohrflansch
Eingaben
Die Definition der Verbindung erfolgt durch die Stahlauswahl, die Vorgabe von M ( siehe Schnittgren),
die Auswahl der Rohrprofile (Profilauswahl) und die Definition des Flansches ber seine Abmessungen.
Der Flansch kann entweder auen oder innen liegen. Er wird mit einer minimalen Lnge, der Dicke, dem
vertikalen berstand am Rohr sowie den Schweinahtdicken am oberen bzw. unteren Rohrquerschnitt
definiert.
Die Schrauben sind umlaufend gleichmig verteilt angeordnet, der Abstand von der Flanschauenkante
gilt bis zur Mitte des Durchmessers der Schraube.
Es besteht die Mglichkeit, mehrere Schnittgren- bzw. Spannungskombinationen zu verwalten
(Schnittgren fr Rohrflanschverbindung).
Berechnung
Die Bemessung der Flanschverbindung erfolgt nach Petersen Stahlbau 2. Auflage, S. 506ff, bzw.S. 952ff.
Die Berechnung erfolgt durch die Auswertung der maximalen Zugspannung am Rohr anhand des
Schraubenabstands wird die Einflussbreite c pro Schraube ermittelt.
Die maximale Zugspannung am Rohr wird entweder vorgegeben oder aus den Schnittgren ermittelt.
Fr die vorhandene Zugkraft Z werden daraus die Krfte in der Zugfeder = Schraube FvS und in der
Druckfeder FvD ermittelt. Die vorhandene Zugkraft ist die maximale Zugspannung im Rohr dividiert
durch die Rohrdicke und die Einflussbreite c, die sich aus dem Schraubenabstand berechnet
umgerechnet auf den Schwerpunkt des Schraubenkranzes.
Bei auenliegendem Flansch wird der Radius des Schraubenkranzes rs gleich dem Radius der
Mantelmittellinie gesetzt.
Flanschfeder:
Die Berechnung erfolgt nach Petersen [1] S. 508 [Link], Formeln fr die Schrauben - und Flanschfedern
S. 510
Ermittelte Werte:
- CS Feder Schraube
- CD1 DruckFeder
- CD2 DruckFeder
- CD DruckFeder
-C GesamtFeder
-p Verteilungszahl
-q Verteilungszahl
-K Drehfederkonstante Mantelblech aus rm oder mit Ls
(Beim Flansch kann die Drehfederkonstante K auch ber die Lnge ls des Zugbands bestimmt werden,
oder wie beim Rohrflansch ber den mittleren Rohrdurchmesser).
Flanschkraftverteilung:
Berechnung erfolgt nach Petersen [1] Kraftverteilung am Flansch Gl 71 ... 73 S. 508, Bsp. S. 955
- Ermittlung von -, -, -, -, -Faktor und der Kraft F an der Schraube.
Elasto-statischer Nachweis:
Es wird das elasto-statische Modell Petersen Stahlbau S. 510. gerechnet und die Momente am Flansch
und am Rohr (Zugblech) ermittelt.
Unter Bercksichtigung der Vorspannung wird nachgewiesen, bei welcher Zugkraft Zkrit die Verbindung
klafft.
Plasto-statischer Nachweis:
Es wird das plasto-statische Modell Petersen Stahlbau S. 511. gerechnet und die 3 Versagensmodi fr
den Flansch untersucht:
- Versagensmodus A - Schraubenbruch
- Versagensmodus B - Fliegelenk Schnitt 3 Mantelrohr
- Versagensmodus C - Fliegelenk Schnitt 2 Flansch
Falls die Option zulssige Grenzschnittgren um 10% erhhen eingeschaltet ist, werden fr den
elasto-statischen Nachweis die zulssigen Widerstandsgren um 10% erhht, der plasto-statische
Nachweis entfllt.
Flansch
Eingaben
Die Definition der Verbindung erfolgt durch die Stahlauswahl ,die Vorgabe von M (siehe Schnittgren)
und die Definition des Flansches und des Zugbandes ber ihre Abmessungen.
Der Flansch wird mit einer Lnge, der Dicke, dem vertikalen berstand am Zugband sowie der
Schweinahtdicke definiert. Die Einflussbreite c wird vorgegeben.
Der Abstand der Schraube gilt von der Flanschauenkante bis zur Mitte des Durchmessers der Schraube.
Es besteht die Mglichkeit, zwischen der Eingabe einer Zugkraft bzw. der Spannung im Zugband die
Beanspruchung zu whlen.
Die Drehfederkonstante K des Anschlussblechs kann entweder ber den mittleren Rohrdurchmesser
(wie beim Rohrflansch) oder ber die Lnge ls des Zugbands bestimmt werden.
Fupunkt
Eingaben
Die Definition des Fupunkts erfolgt durch die Stahlauswahl ,die Vorgabe von M (siehe Schnittgren),
die Auswahl des Betons und des Rohrprofils (Profilauswahl) und die Definition der Fuplatte ber ihre
Abmessungen.
Der Fupunkt kann mit quadratischer, kreisfrmiger oder kreisringfrmiger Fuplatte ausgebildet
werden.
Die Schweinaht zwischen Rohr und Fuplatte wird nachgewiesen, wenn keine Rippen angeordnet sind.
Als Zuganker knnen Betonstabstahl, Hammerschrauben oder Schrauben gewhlt werden.
Die Anker sind umlaufend gleichmig verteilt angeordnet, der Abstand von der Fuplattenauenkante
gilt bis zur Mitte des Durchmessers des Ankers. Die Eingabe der Anzahl der Anker erfolgt bei
quadratischen Fuplatten pro Seite, ansonsten ist die Gesamtanzahl einzugeben.
Es besteht die Mglichkeit, mehrere berlagerungen zu verwalten
(berlagerung fr den Fupunkt).
Rippen sind als zweiseitige bzw. bei Anordnung eines Druckrings dreiseitige Rippen gleichmig ber
den Rohrquerschnitt verteilt. Es wird die Anzahl der Rippen fr das gesamte Rohr angegeben.
Die Belastung der Rippe wird anhand der Spannungsverteilung im Rohr pro
Segment(Lasteinzugsbereich) der Rippe ermittelt.
mit Rippen:
Beanspruchung "auen" als zweiseitig zwischen den Rippen eingespannte Platte. Die Breite der Platte
entspricht der Rippendicke abzglich der Rippenaussparung c und die Lnge der Platte ist der Abstand
der Rippen in der Schraubenachse.
Moment infolge Zug an der Schraube ist M = Z / Breite Lnge / 8
Moment infolge Druckspannung M = q Breite Lnge / 12
ohne Rippen:
Platte "auen" wird als Kragarm gerechnet.
Moment infolge Zug an der Schraube ist M = Z a / e
a = Abstand der Schraube vom Rohrmantel
e = Abstand der Schrauben bezogen auf den mittleren Rohrdurchmesser
Moment infolge Druckspannung M = q Kragarm / 2
Rckgabewerte Plattenberechnung:
- Wp Widerstandsmoment plastisch
- We Widerstandsmoment elastisch
- Tp Plattendicke plastisch
- Te Plattendicke elastisch
- Moment inf. Druck (Druckflchenkraft fr Plattenbemessung)
- Moment inf. Zug (Zugkraft an der Schraube)
- Feldbreite der zweiseitig eingespannten Platte bei Rippen
- Kreisring Kragarm nach innen
- Mf maximales Feldmoment bei nur Druck
- Ms maximales Sttzmoment bei nur Druck
- Maximales Moment
Rippen
Rippen sind gleichmig ber den Rohrquerschnitt verteilt die Anzahl entspricht den Zugankern bzw.
der Hlfte der Anzahl der Zuganker des Rohres.
Die Belastung der Rippe wird anhand der Spannungsverteilung im Rohr pro Segment
(Lasteinzugsbereich) der Rippe ermittelt.
Die Bemessung der Rippen erfolgt nach Kahlmeyer, Stahlbau nach DIN 18800 (11.9), Abschnitt 8, S. 308.
Die maximal mgliche Rippenbreite ergibt sich demnach aus der Geometrie des einleitenden Rohres und
der Fuplatte, bzw. der Breite des Druckrings. Die Rippen werden als zweiseitige Rippen, bzw. bei
Vorhandensein einer Ringsteife als dreiseitige Rippen bemessen.
F1 ist die Last pro Rippe (siehe auch Petersen S. 550)
Ergebnisse
- Erforderliche Dicke
- Spannung in der Rippe
- Maximale Schweinahtspannung
Zweiseitige Rippe:
- F2 Kraft
- e1 Hebelarm
- e2 Hebelarm
- Aw1 zugehrige Schweinahtflchen
- Aw2 zugehrige. Schweinahtflchen
- SigmaVw1 Schweinahtspannung Vergleichsspannung
- SigmaVw2 Schweinahtspannung Vergleichsspannung
Dreiseitige Rippe:
- F2 Kraft
- e1 Hebelarm
- e2 Hebelarm
- Aw1 zugehrige Schweinahtflchen
- Aw2 zugehrige Schweinahtflchen
- Aw3 zugehrige Schweinahtflchen
- SigmaVw1 Schweinahtspannung Vergleichsspannung
- Tauw2 Schweinahtspannung
- Tauw3 Schweinahtspannung
Ringsteife
Der Nachweis der Ringsteife erfolgt nach Stahlbau Handbuch S.1091ff.
Es werden die Krfte fr den Symmetrie- und den Antimetriefall an der Rippe und an der Ringsteife
ermittelt.
Fr das sich daraus ergebende Biegemoment erfolgt der Nachweis der Ringsteife.
Ergebnisse
- Kraft an der Rippe lngs zum Rohrmantel Symmetriefall S. 1091 (36.9-3)
- Hilfsgre k Symmetriefall S. 1091 (36.9-5)
- Kraft an der Rippe lngs zum Rohrmantel Antimetriefall S. 1092 (36.9-7)
- Hilfsgre k Antimetriefall S. 1092 (36.9-9)
- Kraft an der Rippe im Druckring Symmetriefall nur N S.1091 (36.9-4)
- Biegemoment in der oberen Ringsteife Symmetriefall S.1092 (36.9-10)
- Kraft an der Rippe im Druckring Antimetriefall S.1092 (36.9-8)
- Biegemoment in der oberen Ringsteife Antimetriefall S.1092 (36.9-10)
- Widerstandsmoment Ringsteife
- Spannung an der Ringsteife
Mantelblech
Nachweis nach Stahlbau Handbuch 2 ohne Ringsteife nur mit Rippen
Es wird die mittragende Breite des Mantelblechs und die Strspannung in Umfangsrichtung des
Rohrmantels ( S.1092 (36.9-16)) ermittelt.
Ergebnisse
- Kraft an der Rippe lngs zum Rohrmantel Symmetriefall S. 1091 (36.9-3)
- Hilfsgre k Symmetriefall S. 1091 (36.9-5)
- Kraft an der Rippe lngs zum Rohrmantel Antimetriefall S. 1092 (36.9-7)
- Hilfsgre k Antimetriefall S. 1092 (36.9-9)
- Hilfswert b* S. 1092 (36.9-9)
- Hilfswert (Zeta) S. 1092 (36.9-12)
- Hilfswert (Eta) S. 1092 (36.9-13)
- Mittragende Breite Mantelblech B S. 1092 (36.9-15)
- Moment am Rohrmantel Symmetriefall S. 1092 (36.9-16)
- Moment am Rohrmantel Antimetriefall S. 1092 (36.9-16)
- Strspannung in Umfangsrichtung S. 1092 (36.9-17)
Zuganker (Fupunkt)
In diesem Fenster erfolgt die Auswahl der Zuganker an der Fuplatte.
Es kann zwischen Betonstabstahl, Hammerschrauben, Schrauben und
freier Eingabe der Gre und Festigkeit der Anker gewhlt werden.
Schrauben (Rohrflansch/Flansch)
In diesem Fenster erfolgt die Auswahl der Schrauben fr den Flansch.
Es knnen die Gre, Festigkeit und die Vorspannkraft der Schraube
gewhlt werden.
Weitere Hinweise finden Sie in den Kapiteln Flansch / Rohrflansch.
Die Schrauben mssen fr die Flanschverbindung vorgespannt sein,
um eine klaffende Fuge zu vermeiden.
Ausgabe
Ausgabe von Systemdaten, Ergebnissen und Grafik auf Bildschirm oder Drucker.
ber den Punkt Ausgabe in der Hauptauswahl starten Sie den Ausdruck bzw. die Anzeige auf Bildschirm.
Bei einigen Programmen mssen Sie die Ausgabefunktionen ber das Register Ausgabe" einblenden.
Bildschirmausgabe (Textfenster)
Folgende Mglichkeiten gibt es, das Textfenster aufzurufen:
Grafische Darstellung
Das System kann im Grafikfenster dargestellt werden.
Zum Aufruf einer Grafikdarstellung stehen folgende Mglichkeiten zur Verfgung:
Die dargestellte Grafik lsst sich jederzeit ber das Drucker-Symbol in der oberen Symbolleiste auf
Drucker ausgeben.
Literatur
[1] Petersen Stahlbau 2., verbesserte Auflage
[2] Stahlbau Handbuch Band 2 zweite, neu bearbeitete Auflage 1985
[3] Kahlmeyer Stahlbau nach DIN 18800(11.9)