Ec5 PDF
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Seite
Formelzeichen im EC 5 ............................. 9.2
Zustzliche Abkrzungen .......................... 9.2
1
Bemessungsgrundlagen
1.1
Sicherheitskonzept .......................... 9.3
1.2
Grenzzustnde ................................ 9.3
1.3
Teilsicherheitsbeiwerte .................... 9.3
1.4
Baustoffeigenschaften ..................... 9.4
1.4.1 Vollholz ......................................... 9.6
1.4.2 Brettschichtholz .............................. 9.6
1.4.3 Holzwerkstoffe ............................... 9.7
1.5
Querschnittsermittlung..................... 9.9
1.6
Verschiebungsmoduln Kser .............. 9.9
1.7
Knicklngen lef ............................... 9.10
1.8
Knickzahlen kc ................................ 9.11
2
Nachweis der Gebrauchstauglichkeit
2.1
Grenzwerte der Durchbiegung ......... 9.12
2.2
Berechnung der Bauteildurchbiegung .......................................... 9.12
2.3
Berechnung der Verschiebung
von Verbindungen ........................... 9.14
2.4
Schwingungen ................................ 9.14
3
Nachweis der Tragfhigkeit
3.1
Allgemeine Querschnittsnachweise... 9.15
3.1.1 Zug parallel zur Faser ..................... 9.15
3.1.2 Zug rechtwinklig zur Faser.............. 9.15
3.1.3 Druck parallel zur Faser ................. 9.15
3.1.4 Druck unter Winkel zur Faser...... 9.15
3.1.5 Biegung........................................... 9.16
3.1.6 Biegung und Zug............................. 9.16
3.1.7 Biegung und Druck ......................... 9.16
3.1.8 Schub ............................................. 9.16
3.1.9
3.2
3.3
3.3.1
Torsion..........................................
Einteilige Druckstbe .....................
Einteilige Biegetrger .....................
Gerade Trger mit konstantem
Querschnitt.....................................
3.3.2 Pultdachtrger ...............................
3.3.3 Satteldachtrger mit geradem
Untergurt .......................................
3.3.4 Gekrmmte Trger ........................
3.3.5 Satteldachtrger mit
gekrmmtem Untergurt ..................
3.4
Zusammengesetzte Bauteile ...........
3.4.1 Geleimte, dnnstegige Trger .........
3.4.2 Geleimte Tafelelemente ..................
3.4.3 Zusammengesetzte Trger mit
nachgiebigem Verbund ..................
3.4.4 Zusammengesetzte Druckstbe
mit nachgiebigen und geleimten
Verbindungen.................................
3.5
Fachwerke .....................................
3.6
Aussteifungen.................................
3.7
Beispiele ........................................
4
Verbindungen
4.1
Einfacher und doppelter Versatz ....
4.2
Verbindungen mit stiftfrmigen
Verbindungsmitteln.........................
4.3
Nagelverbindungen ........................
4.4
Klammerverbindungen....................
4.5
Bolzenverbindungen.......................
4.6
Stabdbelverbindungen ..................
4.7
Holzschraubenverbindungen...........
4.8
Dbelverbindungen ........................
Seite
9.17
9.18
9.18
9.18
9.19
9.20
9.20
9.20
9.22
9.22
9.23
9.24
9.26
9.28
9.28
9.29
9.35
9.36
9.43
9.45
9.46
9.46
9.47
9.47
Vorbemerkungen
Der Eurocode 5 (kurz: EC 5) ist als DIN V EN V 1995 Teil 1-1 zusammen mit der Richtlinie zur
Anwendung von DIN V EN V 1995 Teil 1-1 (Nationales Anwendungsdokument (NAD)) alternativ zur
DIN 1052 in der Praxis anwendbar.
Der Text des EC 5 mit bereits eingearbeitetem NAD steht in der Verffentlichungsreihe STEP (Structural
Timber Education Programme) des Fachverlages Holz der Arbeitsgemeinschaft Holz e.V. als STEP 4
[9.22] zur Verfgung.
9.1
Formelzeichen im EC 5
Zu den Formelzeichen, die in Kap. V B, S. 5.1 abgedruckt sind, werden im EC 5 damit bereinstimmend
und auch zustzlich folgende wesentliche Formelzeichen definiert:
Hauptzeiger
A
E
I
K
M
N
V
V
W
X
Flche
Elastizittsmodul
Flchenmoment 2. Grades
Verschiebungsmodul
Biegemoment
Normalkraft, Lngskraft
Querkraft
Volumen
Widerstandsmoment
Wert einer Baustoffeigenschaft
a
b
d
f
h
i
r
s
t
u, v, w
Abstand
Breite
Durchmesser
Festigkeit (eines Baustoffes)
Hhe
Trgheitsradius
Radius
Abstand
Dicke
Komponenten der Verschiebung eines
Punktes
G
M
Q
Winkel; Verhltnis
Winkel; Verhltnis
Teilsicherheitsbeiwerte
fr stndige Einwirkungen
fr Baustoffeigenschaften
fr vernderliche Einwirkungen
Schlankheitsgrad
0
1
2
Rohdichte
Normalspannung; Lngsspannung
Schubspannung
Beiwerte
fr Kombinationswerte
fr hufige Werte
fr quasi-stndige Werte
Fuzeiger
ap
c
cr (crit)
d
def
dis
ef
f
fin
h
inst
in
m
First
Druck
Kritisch
Bemessungswert
Deformation, Verformung
Verteilung
Wirksam, effektiv
Gurt, Flansch
EndLochleibung
AnfangsInnerer
Material; Biegung
mean
req
ser
t
tor
v
w
Mittelwert
Erforderlich
Gebrauchstauglichkeit
ZugTorsion
Scher-, SchubSteg
Winkel zwischen Kraft- (oder
Spannungs-) und Faserrichtung
Entsprechende Richtungen im
Bezug zur Faserrichtung
5%-Fraktil eines charakteristischen Wertes
0 ; 90
05
Zustzliche Abkrzungen
An
Bo
BSH
EC 5
Fa
HW
Ireq
Kl
KLED
Kr
KVH
MS
Na
9.2
Nettoquerschnitt
Bolzen
Brettschichtholz
Eurocode 5
Faser, Faserrichtung
Holzwerkstoff
Erforderliches Flchenmoment 2. Grades
Klammer
Klasse der Lasteinwirkungsdauer
Drehfederkonstante
Konstruktionsvollholz
Sortierklasse fr maschin. Sortierung
Nagel
NAD
NH
OSB
PB
Ri
RNa
SD
SNa
Sr
vb
Wreq
Nationales Anwendungsdokument
Nadelholz
OSB-Platte (oriented strand board)
Pabolzen
Richtung
Rillennagel
Stabdbel
Schraubnagel
Holzschraube
Vorgebohrt
Erforderliches Widerstandsmoment
Durchmesser
Faserrichtung des Holzes
Bemessungsgrundlagen
1.1
Sicherheitskonzept
Grundlage fr den Nachweis der Tragfhigkeit und Gebrauchstauglichkeit nach EC 5 sollte die wahrscheinlichkeitsorientierte Betrachtung von Grenzzustnden bilden. Diese Grundlage ist im EC 1 festgelegt.
Fr praktikable Nachweisverfahren wird das probabilistische Konzept zu dem semiprobabilistischen Verfahren mit Hilfe von charakteristischen Werten und von Teilsicherheitsbeiwerten vereinfacht. Dadurch
unterscheidet sich die Nachweismethode nach EC 5 formal nur unwesentlich vom Prinzip der zulssigen
Spannungen der DIN 1052. Die Vorteile des neuen Konzeptes sind die Verwendung der wesentlichen
Einflugren als Zufallsvariablen, die getrennte Erfassung der Vernderlichkeit dieser Zufallsvariablen
und der Versuch, den Nachweis der Bauteil- und Bauwerkssicherheit auf ein baustoffbergreifendes Ma
der Sicherheit, d.h. der Zuverlssigkeit zu grnden.
1.2
Grenzzustnde
Grenzzustnde sind Zustnde, bei denen ein Tragwerk die vorgesehenen Entwurfsanforderungen gerade
noch erfllt. Es werden Grenzzustnde der Tragfhigkeit (siehe Abschnitte 3 und 4) und der Gebrauchstauglichkeit (siehe Abschnitt 2) unterschieden. Diese Grenzzustnde werden fr den Punkt (Bemessungspunkt) zwischen Einwirkung S und Widerstand R formuliert, in dem die geforderte Zuverlssigkeit
eingehalten wird.
Im Grenzzustand der Tragfhigkeit gilt:
Sd Rd
mit Sd = G Gk + Q (Qk,1 +
iQk, i )
und
i >1
wobei
G, Q Teilsicherheitsbeiwerte nach Abschnitt 1.3
Kombinationsbeiwerte nach Kap. V B, S. 5.5
i
f i, d =
fi, k
kmod
M
Ei, d
ai, d
k mod f i, k
Gk
Qk, i
siehe Formelzeichen im EC 5
siehe Formelzeichen im EC 5
Ed
Cd
1.3
Teilsicherheitsbeiwerte
i >1
Stndige Einwirkungen
G = 1,0
ungnstige Auswirkung
G = 1,35
*)
*)
Q = 1,5
Q = 1,5
Teilsicherheitsbeiwerte M fr Baustoffeigenschaften
Tragfhigkeit
Grenzzustnde der
GrundAuergewhnliche
kombinationen Kombinationen
Holz und Holzwerkstoffe
M = 1,3
M = 1,0
Stahl in Verbindungen
M = 1,1
Gebrauchstauglichkeit
M = 1,0
9.3
1.4
Baustoffeigenschaften
Fr die Beschreibung der Baustoffeigenschaften bentigt man die Definition der Nutzungsklassen und der
Klassen der Lasteinwirkungsdauer.
Klassen der Lasteinwirkungsdauer (KLED)
Nutzungsklassen
Klasse der Lastein- Grenordnung der akkumulierten
Nutzungsklasse mittlerer Holzfeuchtegehalt in NH
wirkungsdauer
Dauer der charakteristischen Lasteinwirkung
1
12 %
stndig
lnger als 10 Jahre
2
20 %
lang
6 Monate bis 10 Jahre
3
> 20 %
mittel
1 Woche bis 6 Monate
kurz
krzer als eine Woche
sehr kurz
Einteilung der Lasten in Klassen der Lasteinwirkungsdauer (nach NAD)
Einwirkung
Eigenlasten nach DIN 1055-1
KLED
stndig
mittel
kurz
kurz
lang
lang
im Einzelfall zu
entscheiden
kurz
kurz
mittel
mittel
kurz
1)
kurz
sehr kurz
mittel
sehr kurz
kurz
kurz
9.4
kurz
mittel
Nutzungsklasse
1
stndig
lang
mittel
kurz
sehr kurz
Spanplatten (DIN EN 312-6*) u.-7)
OSB (DIN EN 300, Klasse 3 u. -4)
stndig
lang
mittel
kurz
sehr kurz
*)
0,60
0,70
0,80
0,90
1,10
0,40
0,50
0,70
0,90
1,10
0,60
0,70
0,80
0,90
1,10
0,30
0,40
0,55
0,70
0,90
0,50
0,55
0,65
0,70
0,90
Nutzungsklasse
1
2
0,30
0,45
0,65
0,85
1,10
0,20
0,30
0,45
0,60
0,80
0,20
0,40
0,60
0,80
1,10
0,80
0,50
0,25
0,00
1,00
0,60
0,30
0,00
2,50
1,80
0,90
0,40
1,50
1,00
0,50
0,00
2,25
1,50
0,75
0,30
**)
Nutzungsklasse
1
2
2,25
1,50
0,75
0,00
3,00
2,00
1,00
0,40
3,00
2,00
1,00
0,35
9.5
1.4.1 Vollholz
2
1.4.2 Brettschichtholz
2
E0, g, mean
E0, g,, 05
Mittlerer E-Modul
Mittlerer Schubmodul
Mindest-G-Modul
E90, g, mean
Gg, mean
Gg, 05
Rohdichte
g, k
1)
2)
11 500
9200
380
12 500
10 000
420
13 500
10 800
450
14 500
11 600
480
720
580
410
780
620
410
840
670
410 430
900
720
430 450
Kombiniertes BSH unter Verwendung von Lamellen aus zwei unterschiedlichen Sortier- bzw. Festigkeitsklassen.
Homogenes BSH unter Verwendung von Lamellen einer Sortier- bzw. Festigkeitsklasse.
Auf den Index g ( glulam) wird in den Beispielen verzichtet, we nn keine Verwechslungsgefahr besteht.
9.6
1.4.3 Holzwerkstoffe
2
650
Schubmodul
Gmean
Scheibenbeanspruchung
Biegung / Zug
fm, k / ft, k
400
400
400
400
400
400
400
400
400
400
29
36
36
43
36
31
29
24
20
24
Druck
fc, k
21
26
26
31
26
22
21
17
14
17
Abscheren 2)
fv, k 5)
11(8) 11(8) 11(8) 11(8) 11(8) 11(8) 11(8) 11(8) 11(8) 11(8)
Biege-E-Modul
Em, mean
4400 5500 5500 6600 5500 4700 4400 3650 3000 3700
Biege-E-Modul
Em, mean
Zug/Druck-E-Modul Et(c),mean 4400 5500 5500 6600 5500 4700 4400 3650 3000 3700
700 700 700 700 700 700 700 700 700 700
Schubmodul
Gmean
Rohdichte
1)
2)
3)
4)
5)
600
600
600
600
600
600
600
600
600
600
9.7
13
Plattenbeanspruchung
Biegung
Abscheren1)
Biege-E-Modul
Schubmodul
Scheibenbeanspruchung
Biegung
Zug
Druck
Abscheren
Biege-E-Modul
Zug(Druck)-E-Modul
Schubmodul
Rohdichte
1)
2)
3)
>40-50
fm, k
fr, k2)
Em, mean
Gmean
15,0
1,6
3750
200
13,3
1,6
3300
200
11,7
1,6
2800
200
10,0
1,2
2550
100
8,3
1,2
1900
100
6,7
1,2
1400
100
fm, k
ft, k
fc, k
fv, k3)
Em, mean
Et(c),mean
Gmean
k
11,4
10,0
12,0
7,2
2200
2200
1100
650
10,0
9,0
11,0
7,2
1900
2000
1000
600
8,4
8,0
10,0
7,2
1600
1700
850
550
7,0
7,0
9,0
4,8
1300
1400
700
550
6,0
6,0
8,0
4,8
1000
1100
550
500
5,0
5,0
7,0
4,8
800
900
450
500
Die Scher- bzw. Schubbeanspruchung parallel zur Plattenebene wird auch als "rolling shear" bezeichnet.
In EC 5 wird der zugehrige Bemessungswert mit fv, 90, d bezeichnet.
In EC 5 wird der zugehrige Bemessungswert mit fv, 0, d bezeichnet.
2)
3)
Die Scher- bzw. Schubbeanspruchung parallel zur Plattenebene wird auch als rolling shear bezeichnet.
In EC 5 wird der zugehrige Bemessungswert mit fv, 90, d bezeichnet.
In EC 5 wird der zugehrige Bemessungswert mit fv, 0, d bezeichnet.
9.8
1.5
Querschnittsermittlung
Nennmae
Bauholz:
BSH:
KVH:
Nach NAD ist fr die Mahaltigkeit von Bauholz DIN 4074-1 magebend, nach der sich der Sollquerschnitt auf eine mittlere Holzfeuchte von 30 % bezieht.
Querschnittsschwchungen
Querschnittsschwchungen sind rechnerisch zu bercksichtigen.
_
nicht vorgebohrte Nagellcher mit d 6 mm,
Ausnahmen:
_
in Druckstben symmetrisch angeordnete Bo-, SD-, Sr- und Nagellcher,
_
Lcher in der Druckzone von Bauteilen, wenn die Lcher mit einem Material ausgefllt
sind, dessen Steifig keit grer ist als die des Holzes.
Bei der Bestimmung des wirksamen Querschnitts bei Verbindungen mit mehreren Verbindungsmitteln
sollten alle Lcher als in diesem Querschnitt vorhanden angesehen werden, die innerhalb eines Bereiches
um diesen Querschnitt mit einem Abstand von weniger als dem halben Mindestabstand in Holzfaserrichtung auftreten.
Mindestquerschnitte sind gem NAD nach DIN 1052-1 einzuhalten (siehe Kap. 9 A, S. 9.6)
Querschnittstabellen siehe Kap. 9 A, Seite 9.46 bis 9.48
Standardquerschnitte fr Konstruktionsvollholz nach [9.12]]
Dicke
in mm
60
80
100
120
1.6
120
Breite in mm
160
180
140
200
240
Verschiebungsmoduln Kser
1,5
1,5
1,5
k d
mit Kl: Kser = k d 0,8
mit N: Kser = k d 0,8
20
25
60
3
charakteristische Rohdichte der miteinander verbundenen Bauteile in kg /m
bei unterschiedlichen Werten k,1 und k,2 der charakteristischen Rohdichte der beiden
miteinander verbundenen Teile
bei Stahl-Holz-Verbindungen
Stift- in mm
k
k = k,1 k,2
k = k,Holz
d
Kser =
1,0
1,5
2,0
2,5
3,4
3,8
740
925
1260 1405 1480 1850 2220 2960 3700 4440 5920 7410 8890
120
170
515
215
615
790
860
4,0
900
5,0
6,0
8,0
10,0
12,0
16,0
20,0
24,0
9.9
1.7
Knicklngen lef
lef = 2 l
lef = l
II
lef = 0,71 l
lef = l 4 +
lef = 0,5 l
2 EI
l Kr
Eulerflle
lef = lr
III
lr
Nr
Ni
li
5 + 4 (1 + ) EI
+
12
lr Kr
lef = h 4 + 3,2
Kehlbalkendach
Is
I0 h
Is
I0 h
+ 10
+ 10
lef = 1,25 s
Bogen
EI
hKr
EI
I0 N
hKr
I N0
9.10
Nachgiebig eingespannte
Sttze
verschieblich:
< 0,7s
0,7s
su
s
0,8 s
lef
unverschieblich:
lef = su bzw. so
Sttzenreihe
Stiel:
IV
lef = 2 sl + 0,7s0
Rahmen mit Fachwerkriegeln und V-Sttzen
Fachwerktrger
Beim vereinfachten Nachweis drfen bei Knicken in der Fachwerksebene die folgenden Werte der wirksamen Knicklngen angenommen werden:
fr querbelastete, durchlaufende Stbe mit nur unwesentlichen Endmomenten:
_
im Endfeld: das 0,8fache der Lnge der Systemlinie
_
im Innenfeld: das 0,6fache der Lnge der Systemlinie
_
im Knoten: das 0,6fache der greren Lnge der anschlieenden Systemlinien
fr querbelastete, durchlaufende Stbe mit wesentlichen Endmomenten:
_
im Feld mit Endmoment:
0 (d.h. kein Ausknicken)
_
im vorletzten Feld:
das 1,0fache der Lnge der Systemlinie
_
brige Felder und Knoten:
wie fr Stbe mit nur unwesentlichen Endmomenten
1.8
Knickzahlen kc
Schlankheitsgrad = lef /i
Knicklnge nach Abschnitt 1.7
lef
i
Trgheitsradius
Knickzahlen kc
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
160
170
180
190
200
210
220
230
240
250
S 10
S 13 MS 13 MS 17 BS 11
MS 10 MS 13
0,998 0,997 0,997 0,999 1,000
0,941 0,939 0,939 0,944 0,975
0,849 0,845 0,845 0,856 0,925
0,715 0,709 0,710 0,726 0,821
0,577 0,571 0,571 0,588 0,671
0,463 0,458 0,458 0,473 0,536
0,376 0,372 0,372 0,385 0,433
0,310 0,307 0,307 0,318 0,355
0,260 0,257 0,257 0,266 0,296
0,221 0,218 0,218 0,226 0,250
0,189 0,187 0,187 0,194 0,214
0,164 0,162 0,162 0,168 0,185
0,144 0,142 0,142 0,148 0,162
0,127 0,126 0,126 0,130 0,143
0,113 0,112 0,112 0,116 0,127
0,101 0,100 0,100 0,104 0,113
0,091 0,090 0,090 0,093 0,102
0,082 0,081 0,081 0,085 0,092
0,075 0,074 0,074 0,077 0,084
0,068 0,068 0,068 0,070 0,076
0,063 0,062 0,062 0,064 0,070
0,058 0,057 0,057 0,059 0,064
0,053 0,053 0,053 0,055 0,059
BS 14
k
1,000
0,971
0,915
0,799
0,644
0,512
0,412
0,338
0,281
0,238
0,203
0,176
0,154
0,135
0,120
0,107
0,097
0,087
0,079
0,072
0,066
0,061
0,056
BS 14
h
0,998
0,967
0,904
0,774
0,616
0,488
0,392
0,321
0,267
0,226
0,193
0,167
0,146
0,129
0,114
0,102
0,092
0,083
0,075
0,069
0,063
0,058
0,053
BS 16
k
1,000
0,975
0,927
0,824
0,675
0,539
0,435
0,357
0,298
0,252
0,215
0,186
0,163
0,143
0,127
0,114
0,102
0,093
0,084
0,077
0,070
0,065
0,060
BS 16
h
0,998
0,968
0,906
0,779
0,622
0,492
0,396
0,324
0,270
0,228
0,195
0,169
0,147
0,130
0,115
0,103
0,093
0,084
0,076
0,069
0,063
0,058
0,054
BS 18
k
1,000
0,975
0,924
0,818
0,667
0,533
0,430
0,352
0,294
0,248
0,212
0,184
0,161
0,142
0,126
0,112
0,101
0,091
0,083
0,076
0,069
0,064
0,059
BS 18
h
1,000
0,971
0,915
0,797
0,642
0,510
0,411
0,337
0,280
0,237
0,203
0,175
0,153
0,135
0,120
0,107
0,096
0,087
0,079
0,072
0,066
0,061
0,056
9.11
2.1
u1
net
u2
Falls keine besonderen Anforderungen (z.B. bei Glasfassaden) an die Durchbiegung von Biegetrgern
bestehen, werden im EC 5 folgende Grenzwerte empfohlen:
elastische Anfangsdurchbiegung
infolge vernderlicher Einwirkungen
u2, inst
l/300 bzw.
u2, inst
l/150
bei Kragtrgern
Enddurchbiegung
infolge vernderlicher Einwirkungen
u2, fin
l/200 bzw.
u2, fin
l/100
bei Kragtrgern
Gesamtdurchbiegung
unet, fin
l/200 bzw.
unet, fin
l/100
bei Kragtrgern
mit l
Trger, die berhht werden knnen, sollten mit parabelfrmiger berhhung hergestellt werden. Das
Ma der berhhung richtet sich nach dem gewnschten Erscheinungsbild des Trgers bzw. der Einhaltung des Grenzwertes unet, fin.
Fr Fachwerktrger beziehen sich die Grenzwerte der Durchbiegung fr Biegetrger sowohl auf die
gesamte Spannweite als auch auf die Stbe zwischen den Knoten. Wird die Durchbiegung von Fachwerktrgern nherungsweise nur aus der elastischen Verformung der Gurtstbe ermittelt, dann sollten _ der
bisherigen Bemessungspraxis entsprechend _ die Grenzwerte
u2, inst l/600
l/400
u2, fin
eingehalten werden.
unet, fin l/400
2.2
Anfangsdurchbiegungen
Enddurchbiegungen
u1, inst
mit
Einwirkung Gk, j
mittlerer E-Modul E0, mean nach Seite 9.6f.
mittlerer Schubmodul Gmean nach Seite 9.6f.
u2, inst
mit
u1, fin =
u2, fin =
unet, fin =
mit kdef nach Seite 9.5 zur Bercksichtigung der Zunahme der Verformung mit der Zeit infolge Kriechund Feuchteeinflsse.
Besteht eine Lastkombination aus Einwirkungen, die zu verschiedenen Klassen der Lasteinwirkungsdauer
gehren, dann sind die Durchbiegungsanteile aus den verschiedenen Einwirkungen mit den jeweils entsprechenden Werten fr kdef zu berechnen.
Einachsige Biegung
u inst = n M max l 2
Zweiachsige Biegung
E0, mean I
104
E0, mean I z
9.12
104
E 0, mean I y
Av
Gesamte Anfangsverformung
Schubverformung mit As = b hs
M max l
km
9,6E0, mean Is
uv, inst =
1,2 M max
Gmean As
kv
0 ,8
h ap
P ultd ac h h s
k v,P u ltd a c h
0 ,7
hs
h ap
0 ,6
k m ,k v
0 ,5
k m ,P u ltd ac h
0 ,4
0 ,3
k m ,S a tte ld a ch
0 ,2
0 ,1
0 ,0
1 ,0
1 ,5
2 ,0
2 ,5
3 ,0
3 ,5
3 ,8
*)
h ap /h s
*)
EI
(EI)ef
= el + j
Elastische Verformung
el =
M M
E 0, mean I
ds +
VV
SS
G mean Av ds + E 0, mean A ds
9.13
j =
ME M E
+
Kr
S k Sk
+
Kj
Siui
ME
Sk
Si
in mm
in
in
in Nmm
in N/mm
in mm
Die Endverformung eines Tragwerks, das aus Bauteilen mit unterschiedlichen Kriecheigenschaften besteht, sollte mit abgenderten Steifigkeitsmoduln berechnet werden, die bestimmt werden, indem der
Steifigkeitsmodul fr jedes Bauteil durch den entsprechenden Wert von (1 + kdef) geteilt wird.
Verformungen aus Temperaturnderungen knnen bei Holzkonstruktionen im allgemeinen vernachlssigt
werden.
2.3
Elastische Anfangsverschiebung
Endverschiebung
Bolzenverbindung
Beispiel:
Sto eines einteiligen Zugstabes (NH S 10) mit beidseitigen Laschen (NH S 10) und vorgebohrten Ngeln
mit 6,0 mm
Kraft je Scherflche N = 1,33 kN
3801,5
Kser =
6,0 = 2220 N/mm
20
Anfangsverschiebung der Verbindung (Stoaufweitung) = 2
2.4
Kser
1330
2220
= 1,2 mm
Schwingungen
f1 8 Hz:
f1 > 8 Hz:
mit
u
v
b
n40 =
(EI)b
2l 2
( EI ) l
in Hz
m
m
Masse pro Flcheneinheit in kg/m2
l
Deckenspannweite in m
(EI)l quivalente Plattenbiegesteifigkeit um eine Achse
rechtwinklig zur Richtung der Balken in Nm2/m
besondere Untersuchung ist erforderlich, siehe z. B. [9.23]
u/F 1,5 mm/kN
und
v 100( f 1 1)
grte vertikale Durchbiegung infolge einer konzentrierten vertikalen stat. Last F
Dmpfungsgrad (= 0,01)
= 4(0,4 + 0,6n40)/(m b l + 200) in m/(Ns2)
Abmessung der Holzbalkendecke rechtwinklig zur Spannrichtung der Balken
2
4 ( EI )l
4 ( 40 / f1 ) 1 (b / l )
( EI ) b
quivalente Biegesteifigkeit in Nm2/m um eine Achse in Richtung der Balken, wobei
(EI)b < (EI)l
9.14
3.1
Allgemeine Querschnittsnachweise
Ermittlung der Bemessungswerte der Schnittgren und der Baustoffeigenschaften wird nach den Angaben in den Abschnitten 1.2 bis 1.4 vorgenommen.
t, 0, d = Fd /An
An
Fd
Nettoquerschnittsflche
t, 90, d
f t, 90, d
t, 90, d
fr BSH
c, 0, d
An
= Fd /An
Nettoquerschnittsflche
Fd
Fr = 90
k c,90 f c,90,d
Faktor kc,90
l1 150 mm
l 150 mm
< 150 mm
l
15 mm
15 mm > l
Fr 0 < < 90
l1 > 150 mm
a 100 mm
a < 100 mm
1
1
150 l
a (150 l )
1+
1+
17 000
170
1 + a/125
1,8
c, ,d
k c, f c,0,d
mit
kc, =
1
f c,0,d
f c,90, d
sin 2 + cos 2
Beispiel:
Auflagerflche A = 160 200 = 32 103 mm2
Auflagerkraft Fd = 200 kN
Material: BSH BS 11
fc, 0, d = 14,7 N/mm2
Winkel zwischen Kraft- und Faserrichtung = 25
Aus Tabelle auf Seite 9.16: kc, = 0,718 0,5(0,718 0,543) = 0,63
c, ,d
200 10 3
6,25
2
=
6
,
25
N/mm
Nachweis:
=
= 0,68 < 1
c, ,d =
3
k c, f c,0,d 0,63 14,7
32 10
9.15
Faktor kc,
Material
70
0,258
0,261
0,239
0,221
0,254
0,252
0,221
0,210
0,217
0,206
0,235
0,224
80
0,241
0,244
0,223
0,205
0,236
0,235
0,205
0,194
0,201
0,191
0,218
0,208
3.1.5 Biegung
km
m, y ,d
f m, y, d
m, z, d
m, y, d
m, z, d
fm y, d ; f m, z, d
km
km
f m, z, d
und
m, y, d
f m, y, d
+ km
m, z, d
f m ,z, d
= My, d /Wy, n
= Mz, d /Wz, n
Bemessungswerte der Biegefestigkeit
= 0,7 fr Rechteckquerschnitte
= 1,0 fr andere Querschnitte
m, y, d
f m, y, d
+ km
m, z, d
f m, z, d
t, 0, d
und
f t, 0, d
+ km
m, y, d
f m, y, d
c, 0, d
m,z,d
m, y, d m, z, d
+ m, y,d + k
+k
und
1
+
1
m
m
f
f m, y,d
f m,z,d
f m, y, d
f m, z, d
c, 0, d
f c,0,d
3.1.8 Schub
d
1
f v, d
fv,d
Vd S
Ib
Bemessungswert der Querkraft (mgliche Abminderung siehe Vred)
Flchenmoment 1. Grades (Statisches Moment)
Flchenmoment 2. Grades
Querschnittsbreite an der Stelle, an der wirkt
Querschnittsflche
9.16
Vd
A
d =
fr Rechteckquerschnitte;
d =
4 Vd
3 A
fr Kreisquerschnitte
m, z, d
f m, z, d
90
0,235
0,238
0,217
0,200
0,231
0,229
0,200
0,190
0,196
0,186
0,213
0,203
d =
Abscheren
Nd cos
b lV
N
a
lV
kF = (0,5 h/l)e/h
h
und
kq = 1 2
l
Faktoren kq und kF fr Einfeldtrger
Faktor kF
Faktor kq
0,92
0,90
0,88
0,86
e/h =
h/l
0,04
0,05
0,06
0,07
0,23
0,23
0,22
0,22
0,46
0,45
0,44
0,43
0,69
0,68
0,66
0,65
2h
0,81
0,79
0,77
0,75
Einflulinie fr V
h/l
0,04
0,05
0,06
0,07
Fr Einfeldtrger ist
reduzierte Einflulinie
he
x 1
2
h (1 ) + 0,8
h
he
kv =
1,1(tan ) 1,5
k n 1 +
=5
fr Vollholz
kn
= 6,5 fr BSH
kn
h-he
3.1.9 Torsion
tor, d
f v, d
fv,d
tor,d =
3Td
h b2
fr Rechteckquerschnitte
-Werte
h/b
1
1,60
2
1,30
3
1,20
4
1,15
5
1,12
6
1,10
7
1,09
8
1,08
9
1,07
10
1,06
11
1,05
12
1,05
9.17
3.2
Einteilige Druckstbe
Knicklngen
Trgheitsradien
Querschnittsflche
A (wenn im mittleren Drittel der Knicklnge Querschnitt geschwcht: A = An)
Materialeigenschaften fc, 0, k ; fc, 0, d ; fm, d ; E0, 05
f
f
f
f
lef, z
lef, y
c, 0, k
c, 0, k
c, 0, k
c, 0, k
= y
= z
rel, y =
rel, z =
2
2
2
2
iz E
iy E
E
E0, 05
0, 05
0, 05
0, 05
c, 0, d
kc, z f c, 0, d
mit c, 0, d =
m, z, d
f m, z, d
Nd
A
+ km
m, y, d
f m, y, d
m, y(z), d =
M y(z), d
Wy(z)
c, 0, d
kc, y f c, 0, d
+ km
m, z, d
f m, z, d
m, y, d
f m, y, d
km = 0,7 fr Rechteckquerschnitte
km = 1,0 fr andere Querschnitte
Nach NAD ist auch Kippen zu bercksichtigen, indem die Bemessungswerte fm, y(z), d mit dem zugehrigen
kcrit nach Abschnitt 3.3.1 (siehe unten) multipliziert werden.
3.3
Einteilige Biegetrger
k crit f m,d
k crit
1
fr
fr
1 / 2rel,m
rel, m =
9.18
f m, k
m, crit
m, crit =
rel, m 0,75
0,75 < rel, m 1, 4
1,4 < rel, m
b2 E0, 05
Gmean
lef h
E0, mean
nach NAD
y
z
b
m,d
Lastangriff
in der Mitte
1
0,95
0,90
0,85
0,80/
0,75/
0,70/
l-x
x
mit = 1, 35 1, 4 (1 x / l )
l
1,2
l
0,40
1,7
0,40
0,35
0,5l
0,5l
bezeichnet einen Bereich, in dem eine seitliche Verschie bung des oberen Balkenrandes (aber nicht eine vertikale
Verschiebung oder Verdrehung) behindert wird.
0,25
l
Beispiel:
Einfeldtrger 120480 mm BS 11 mit Sttzweite l = 6,5 m unter Gleichstreckenlast (Lastangriff oben)
E0, mean
= 11500 N/mm2
m, d = 12,0 N/mm2
2
fm, k
= 24,0 N/mm
E0, 05
= 9200 N/mm2
fm, d
= 14,7 N/mm2
Gmean
= 720 N/mm2
0,122 9200 720
, N/mm2
= 351
m, crit =
0,95 6,5 0,48 11500
rel,m =
24,0
= 0,827 kcrit = 156
, 0,75 0,827 = 0,94
351
,
Kippnachweis:
12,0
= 0,87 < 1
0,94 14,7
3.3.2 Pultdachtrger
m, ,d
f m, ,d
lhs
hs + hap
(2)
wobei am
Rand || Fa: m,0,d = (1 + 4 tan 2 )
6M d
bh
2
(3) Rand schrg zur Fa: m, ,d = (1 4 tan )
6M d
bh 2
(4)
(6)
9.19
hap
hap hap
2 2
l
hap/r = 0
6 M ap, d
2
b hap
sowie
t, 90, d
1,4 (0,01 / V )
0,2
2
(1
= b hap
f t, 90, d
mit
6 Map, d
2
b hap
tan
h = hap
Firstbereich
= 0
rin
rin
hap
r = rin+ 2
Im Firstquerschnitt mssen die nachfolgenden Nachweise gem Gl. (1) und (2) erfllt sein:
m, d
fr rin/t 240
1
(1)
mit
kr = 1
kr f m, d
kr = 0,76 + 0,001 rin/t
6 Map, d
2
b hap
mit
kap = hap/r
2
b (hap
+ 2rin hap ) Volumen des Firstbereiches in m 3 (siehe obige Abb.)
180
(V 2/3 des Gesamtvolumens des Trger s)
V =
9.20
Biegelngsspannung im Firstquerschnitt
m,d
1
(1)
kr f m, d
=
=
=
=
=
=
2
b hap
hap
k1
k2
k3
k4
kr
kr
mit
6 M ap, d
hs
wobei
kap = hap /r
2
3
+ k4 kap
kl = k1 + k2 kap + k3kap
m, d = kl
mit
Firstbereich
h1
rin
rin
hap
r = rin+ 2
l
t,90, d
1,7(0,01 / V ) 0, 2 f t,90,d
(2)
mit
t, 90, d = k p
6 Map, d
2
b hap
V ist das Volumen des Firstbereiches in m3 (siehe obige Abb.) und ergibt sich nach [9.26] zu
sin cos
rin2
V = b (rin + hap ) 2
cos( )
180
kap = hap /r
2
= k5 + k6 kap + k7 kap
kp
mit
k5 = 0,2 tan
k6 = 0,25 1,5 tan + 2,6 tan2
k7 = 2,1 tan 4 tan2
kl - und kp-Werte
2,5
0,15
=20
2,0
0,10
=20
=15
kl
kp
=10
1,5
=15
0,05
=10
=5
=5
=0
=0
1,0
0,00
0
0,1
0,2
0,3
0,4
0,5
h ap/r
0,1
0,2
0,3
0,4
0,5
h ap/r
Fr gekrmmte Trger: = 0
Fr Satteldachtrger mit geradem Untergurt (kap = 0) wird
9.21
3.4
Zusammengesetzte Bauteile
sf,c,max
sf,c
(1)
I ,A
1
1
sw,c,max
hf,c/2
Iw
E I = Ew I w + 2 Ef I f + 2 Ef Af a 2
If,Af
hw hf,c
Fr Steg und Gurte werden Baustoffe verwendet, die unterschiedliches elastisches Verhalten aufweisen (Verbundquerschnitt). Fr symmetrische Querschnitte (siehe
Abbildung rechts) gilt:
hf,t
hf,t/2
f f
Es sind die Spannungsverteilungen bei der Anfangsverformung und bei der Endverformung zu unterscheiden.
sw,t,max
bw
bw
Fr Querschnittsteile mit den kleineren kdef -Werten sind
die Spannungen bei der Endverformung magebend. Fr
b
sf,t
b
Querschnittsteile mit den greren kdef -Werten sind die
sf,t,max
Spannungen bei der Anfangsverformung magebend.
Bei Beanspruchungen mit nur einer Lasteinwirkungsdauer ist fr die Ermittlung der Spannungen bei der
Endverformung einzusetzen
E0, mean
E0, mean
Ew =
Ef =
des Stegmaterials
und
des Gurtmaterials.
1 + kdef
1 + kdef
Bei Kombinationen von Beanspruchungen mit unterschiedlicher Lasteinwirkungsdauer siehe [9.19] (B9)
und Beispiel auf Seite 9.31f. Fr unsymmetrische Querschnitte ist die Biegesteifigeit EI nach den
Gleichungen des Abschnittes 3.4.3 mit dem Faktor i = 1 zu berechnen.
Nachweise fr Gurtquerschnitte
f, c, max, d
f, t, max, d
1;
1;
f m, d
f m, d
mit
f, c(t), max, d =
Md
EI
(a + hf, c(t) / 2) Ef
f, c, d
kc f c, 0, d
und
f, c(t), d =
f, t, d
1;
Md
EI
f t, 0, d
a Ef
kc
lc
Spannungsnachweise fr Stegquerschnitt
w, c(t), max, d
M
1
mit w, c(t), max, d = d (a + hf, c(t) / 2) E w
EI
f w, c(t), d
fw, c(t), d
w, d
f w, v, 0, d
9.22
mean, d
0,8
fr hf, c(t) > 4 bw
f v, 90, d (4bw / hf, c(t) )
mit
mean, d Bemessungswert der Schubspannung, die als ber die Gurthhe hf, c(t) gleichmig verteilt angenommen wird
fv, 90, d Bemessungswert der Schubfestigkeit des Gurtes bzw. des Steges bei Abscheren in Plattenebene
Beispiel: siehe Abschnitt 3.7.2
bef
bc,ef
2
bc,ef
2
Wirksame Beplankungsbreite
I-Querschnitt: bef = bc(t), ef + bw
1
bf
[-Querschnitt:
bw
bt,ef
2
1
bf
1
bw
hf,t hw hf,c
bef
Beplankung
0,1 l
0,1 l
0,15 l
20 hf, c
25 hf, c
25 hf, c
0,2 l
30 hf, c
f, c(t), d =
Md
EI
ff, c(t), d
In der Rippe:
a Ef
w, c(t), max, d
f w, c(t), d
9.23
0,5h1
h1
y
b2
A2I2E2
A3I3E3
Abstand
: s1
Verschiebungsmodul : K1
Beanspruchung
: F1
a2
tmax
sm,2
0,5h3
sm,3 s3
0,5h2
a1
h2 0,5h
2
a3
h3
b3
s1 sm,1
s2
Abstand
: s3
Verschiebungsmodul : K3
Beanspruchung
: F3
b2 0,5b1
s1 sm,1
h1
0,5h2
0,5h2
h3
0,5b3
Abstand
: s1
Verschiebungsmodul : K1
Beanspruchung
: F1
0,5h1
a1
a2
tmax
sm,2
s2
a3
0,5h3
sm,3
s3
b1
s1 sm,1
A1I1E1
0,5h1
h1
0,5h2
Wirksame Biegesteifigkeit
b2
z
Abstand
: s3
Verschiebungsmodul : K3
Beanspruchung
: F3
A2I2E2
tmax
a1
a2
h2 0,5h
2
( E I )ef =
sm,2
s2
( Ei Ii + i Ei Ai ai2 )
(1)
i =1
mit
mit
Bei Kombinationen von Beanspruchungen mit unterschiedlicher Lasteinwirkungsdauer siehe [9.19] (B9).
1
fr i = 1 und i = 3
Ii = bi hi3/12 ;
2 = 1 ;
i =
Ai = bi hi ;
2
Ei Ai si
1+
Ki l 2
E1(3) A1(3)
Dehnsteifigkeit des Querschnittsteils 1 (3), das an das Querschnittsteil 2 nachgiebig
(1(3) < 1) angeschlossen ist
Fugensteifigkeit der Fuge(n), ber die Querschnittsteil 1 (3) an das Querschnittsteil 2
K1(3)/s1(3)
angeschlossen ist
2
K1(3)
= K1( 3), ser siehe Abschnitt 1.6
3
9.24
s1(3)
Abstand der in eine Reihe geschoben gedachten Verbindungsmittel der Fuge(n), ber
die Querschnittsteil 1 (3) an das Querschnittsteil 2 angeschlossen ist.
Bei konstantem Verbindungsmittelabstand s ergibt sich bei z. B. zwei Reihen von
Verbindungsmitteln: s1(3) = s/2
Bei entsprechend der Querkraftlinie zwischen smin und smax ( 4smin) abgestuften
Verbindungsmittelabstnden ergibt sich bei z. B. zwei Reihen von Verbindungsmitteln
1
s1(3) = ( 0, 75 smin + 0, 25 smax )
2
ist bei Einfeldtrgern gleich der Sttzweite l
fr das Feld i (mit der Sttzweite li) eines Durchlauftrgers
fr Kragtrger mit der Kraglnge lk
l
l = 0,8 li
l = 2 lk
i Ei Ai
i =1
i, d =
Md
( EI )ef
i ai Ei
und
fi, c(t), d
i, d
f i, c(t), d
mit
2 , max, d =
Vmax, d ( 3 E3 A3 a3 + 0,5E2 b2 h2 )
( EI ) ef b2
9.25
Rahmenstben
(siehe auch Abb. Seite 9.26/27)
Gitterstben
(siehe auch Abb. Seite 9.27)
Knicknachweis
Nachweis fr Ausknicken in y-Richtung (Knicken um die z-Achse)
Fc, d
c, 0, d
1
mit
c, 0, d =
A tot
kc, z f c,0, d
Fc, d
Atot
kc, z
iz =
Ii, z / Atot
ef = lz / Ief / Atot
Ief = ( EI ) ef / E
Der Nachweis der Verbindungsmittel ist nach Abschnitt 3.4.3 zu fhren, wobei als Querkraft einzusetzen
ist:
Fc, d / (120kc )
fr
ef 30
fr
30 < ef < 60
Vd = Fc, d ef / (3600kc )
F / (60k )
fr
60 ef
c, d
c
9.26
4,5
Td
a1
a1
5a
6 1
V
4x d
4
0,4Td
2a
3 1
V
3x d
3
0,3Td
l1
2
Vd Vd
2 2
0,5Td
Bindehlzer
Leim Ngel
l1
2
Faktor fr Rahmenstbe
Zwischenhlzer
Leim Ngel Dbel
stndige/lang
andauernde
1
4
3,5
Belastung
mittellange/kurz
andauernde
1
3
2,5
Belastung
a1 a1
Nachweis der Querverbindungen und deren Verbindungsmittel (siehe obige Abb.) mit Vd nach obigen Gleichungen
Gitterstbe
Konstruktive Hinweise:
_
Verbindungsmittel: Ngel oder Leim
_
Gitterstab ist symmetrisch zur y- und z-Achse
_
Felderanzahl 3
_
In jeder Scherfuge des Strebenanschlusses 4 Ngel
_
1 = l1 /imin 60
_
Nagelanzahl im Pfostenanschlu (N-Vergitterung) > n sin
_
n Nagelanzahl im Strebenanschlu
2l
1+
ef =max h
Ausknicken in z-Richtung
2,1 l
h
Faktor
V-Vergitterung
N-Vergitterung
geleimt
e 2 Af h 2
4
If l
e 2 Af h 2
If l
h E Af
h E Af
50 2
l n K sin 2
l n K sin 2
e Ausmitte in der Verbindung (siehe Abb.)
K Verschiebungsmodul eines Nagels
E = Emean
genagelt
25
9.27
3.5
Fachwerke
und
Die Stabnormalkrfte sollten mit einem Fachwerkmodell mit gelenkigen Verbindungen bestimmt werden.
Die Biegemomente in Einfeldstben sollten ebenfalls unter der Annahme gelenkiger Auflager ermittelt
werden. Die Biegemomente von durchlaufenden Stben sollten bestimmt werden, indem der durchlaufende
Stab als Durchlauftrger mit unverschieblichen, gelenkigen Auflagern betrachtet wird. Einflsse der
Durchbiegung in den Knotenpunkten sowie die teilweise Einspannung in den Verbindungen sollten durch
eine Verringerung der Biegemomente in den Knoten um 10 % bercksichtigt werden. Feldmomente sollten
unter Bercksichtigung der reduzierten Auflagermomente bestimmt werden.
Das Ausknicken in Fachwerkebene ist unter Annahme der Knicklngen nach Abschnitt 1.7 zu untersuchen. Das Ausknicken aus der Fachwerkebene ist ebenfalls zu berprfen.
3.6
Aussteifungen
9.28
K j K j, min =
K j K j, min =
E0, 05 I
kmod
M
a
a /500 fr BSH-Stbe
und
22 E0, 05 k mod I
fr m = 2
M a3
2(1 + cos /m) 2 E0, 05 k mod I
fr m > 2
M a3
und
Dachhaut
Beispiele
16,0 m (8 x 2,0)
Dachbinder
0,50 kN/m2
0,10 kN/m2
0,15 kN/m2
__________
qd
Vmax
Vmax
Mmax
kN/m2
0,75
0,75 kN/m2
gk = 0,75 5,0 = 3,75 kN/m
sk = 0,75 5,0 = 3,75 kN/m
5,0 m
3.7
Sparrenpfetten
Draufsicht Verbandsfeld
9.29
Lastfall g + s
Ad = Bd = Vmax, d = 40,5 10,7/5,06
Mmax, d = 162 10,7/5,06
Bolzen M16
Auflagerholz
Sperrschicht
Auflagerflche
40
= 40,5 kN
= 162 kNm
40 220
= 85,6 kN
= 342,6 kNm
140
Bohrung mit
Spiel im Holz
120
Gabellagerung
880
Draufsicht
Baustoffeigenschaften
Gewhlt: Homogenes BSH der Festigkeitsklasse BS 14h (homogen) nach Tabelle auf Seite 9.6
Charakteristische Festigkeitskennwerte
= 28,0 N/mm 2
Biegung
fm, k
Druck Fa
fc, 90, k = 5,5 N/mm 2
= 2,7 N/mm2
Schub
fv, k
Charakteristische Steifigkeitskennwerte
mittlerer E-Modul || Fa
E0, mean = 12 500 N/mm2
Mindest-E-Modul || Fa
E0, 05 = 10 000 N/mm2
mittlerer G-Modul
Gmean = 780 N/mm2
Lastfall g + s
fm, d
= 0,9 28,0/1,3 = 19,4 N/mm 2
fc, 90, d = 0,9 5,5/1,3 = 3,8 N/mm2
fv, d
= 0,9 2,7/1,3 = 1,85 N/mm 2
Querschnittswahl
342,6 103
Wy, req =
= 17,66 103 m3
19,4
Aus u2, inst l / 300 nach Seite 9.12 mit der Anfangsdurchbiegung u2,inst infolge der vernderlichen
Einwirkung qk = 3,75 kN/m ergibt sich
Mmax = 3,75 162/8 = 120 kNm
und somit
104
I y, req 313 120 16,0
108 = 4,81 103 m4 nach Kap. 4, Seite 4.27
12 500
gewhlt: 0,140,88 m BS 14h (homogen)
Wy = 0,0181 m3 = 18,1103 m3
Iy = 7,95 103 m4
A = 0,1232 m2
a = 40 mm < 100 mm
kc, 90 = 1,0
l = 220 mm > 150 mm
9.30
15
,
Schub
85,6 103
0,1232
= 0,56 < 1
185
,
85,6 103
0,14 0,22
= 0,73 < 1
3,8
rel,m =
28,0
= 0,78
46,0
100
260
130
kcrit = 156
, 0,75 0,78 = 0,975
780
880
130
1
2
0,886
880 0,886 (1 0,886) + 0,8
880 0,886
3
85, 6 10
1, 5
0, 14 0, 78
= 1,12 > 1 unzulssig!
0, 566 1, 85
0,98
1
0,975
Nachweis:
kdef, 2 = 0
1 1
y
Baustoffeigenschaften
Gewhlt:
Steg aus BFU-BU100 - 20 mm, Klasse 1
Fa-Ri der Deckfurniere || Trgerachse
Gurte aus BSH BS 11
Steg und Gurte resorcinharzverleimt
200
Schnittgren
M max , d = 16,0 11,02 / 8 = 242,0 kNm
850
200
z
1 1
225 225
80
20
180
Mae
in mm
Querschnitt
9.31
Charakteristische Festigkeitskennwerte
2
in N/mm
Steg
Gurte
Biegung
fm, k
29,0
24,0
fm, d
17,8
14,7
Zug || Fa
ft, 0, k
29,0
17,0
ft, 0, d
17,8
10,4
Druck || Fa
fc, 0, k
21,0
24,0
fc, 0, d
12,9
14,7
Schub
fv, 0, k
11,0
2,7
fv, 0, d
6,75
1,65
Schub
fv, 90, k
3,5
fv, 90, d
2,15
Druck Faser
fc, 90, k
5,5
Charakteristische Rohdichtekennwerte
in kg/m3
Charakteristische Steifigkeitskennwerte
2
in N/mm
E0, mean
E0, 05
= 0,8E0, mean
Gmean
3,4
fc, 0, d
4400
3520
11 500
9200
700
720
600
410
850 850
+ 119,6 10 9 = 127,5 10 9 Nmm
2 4
0,45
0,55
9
( ES ) ef, f = 2 11 500 80 200 325
+
= 84,2 10 Nmm
1 + 0,6 1 + 0,25
Tragfhigkeitsnachweise fr die Gurte
(- und f-Werte ohne Index f, da keine Verwechslungsgefahr)
Randspannung bei der Endverformung
242,0 10 6
0,45
0,55
2
425 11 500
+
t, max, d =
= 14,0 N/mm
12
1
0
6
1
0
25
,
,
+
+
59,4 10
fm, d = 14,7 N/mm2 (siehe obige Tabelle)
Nachweis:
1
0
6
1
0
25
,
,
+
+
59,4 10
ft, 0, d = 10,4 N/mm2 (siehe obige Tabelle)
Nachweis:
10,7/10,4 = 1,03 > 1
(berschreitung um 3 % am Ende der
Nutzungsdauer noch vertretbar)
9.32
Nachweis:
c, d
k c f c,0, d
10,7
= 0,81 < 1
0,895 14,7
Nachweis:
Nachweis:
Beulnachweis
hw = 450 mm < 70 20 = 1400 mm
und
Nachweis:
mean, d
f v,d (4bw / hf )
0,8
0,31
1,65 (4 20/ 200)0,8
Gebrauchstauglichkeitsnachweis
6,5 112
4,8 112
Mg, d =
= 98,3 kNm
M q,d =
= 72,6 kNm
8
8
Anfangsdurchbiegungen einschlielich Schubdurchsenkung
104
98,3 106
u1, inst = 104 98,3 112
10
+
= 14,6 + 8,3 = 22,9 23 mm
700 20 850
84,7 108
72,6
u2, inst = 23
= 17 mm = l /647 < l / 300
98,3
Enddurchbiegungen einschlielich Schubdurchsenkung
Fuge
84,7
u1, fin + u2, fin = (23 + 17)
= 40 1,43 = 57 mm
2 80x145 - BS11
59,4
gewhlt: u0 = 20 mm
unet fin = 57 20 = 37 mm = l / 297 < l / 200
= 0,39 < 1
M16
145 x 180 - EI
Sperrschicht
Auflager
Erforderliche Auflagerlnge ls, req =
Vd
bf f c, 90, d
88,0 103
= 144 mm
180 3,4
Gewhlt: ls = 145 mm
3.7.3 Zusammengesetzter Druckstab mit nachgiebigem Verbund fr die Nutzungsklasse 1 (Berechnung nach DIN 1052 siehe Kapitel 9 A, Seite 9.28)
Bemessungswert der Einwirkung
Nd = 135 kN Lasteinwirkungsdauer: mittel
Baustoffeigenschaften
Gewhlt NH S10 nach Tabelle auf Seite 9.6
9.33
200
70 6070
z
Nd=135 kN
105 105
s1=s3=s=55
ss
50
160
Querschnittswerte
y
y
E1 = E2 = E3 = E0, mean = 11000 N/mm2
2
= 10000 mm
A1 = A3 = 50 200
z
= 9600 mm 2
A2 = 60 160
Querschnitt
s1 = s3 = 55 mm
2 3801,5 0,8
4,6 = 670 N/mm
K1 = K3 =
3 25
1
= 0,165 ; 2 = 1
1 = 3 =
2
Draufsicht
11000 10000 55
1+
2
670 4200
200 50 3 60 160 3
+
+ 2 0,165 10 4 105 2 = 67,1 1010 Nmm 2
( EI ) ef, y = 1,110 4 2
12
12
N 46x130
lef.y=lef.z=4,20 mm
Charakteristische Steifigkeitswerte
mittlerer E-Modul || Fa E0, mean = 11000 N/mm2
Mindest-E-Modul || Fa E0, 05 = 7400 N/mm2
50
Charakteristische Festigkeitskennwerte
= 24,0 N/mm 2
Biegung
fm, k
Zug || Fa
ft, 0, k = 14,0 N/mm 2
Druck || Fa
fc, 0, k = 21,0 N/mm 2
= 2,5 N/mm2
Schub
fv, k
Nd
System
Knicken um z-z
iz =
z = 4200/48,5 = 86,6
Knicken um y-y
ief =
( EI ) ef
E Atot
67,1 1010
11
, 104 29600
= 45,4 mm
9.34
Nachweis:
Verbindungen
In den einzelnen Abschnitten fr die verschiedenen Verbindungen werden zu den Ausfhrungsregeln nach
EC 5 konstruktive Regeln angegeben, die nicht im EC 5 enthalten sind, die sich aber in der bisherigen
Konstruktionspraxis bewhrt haben.
Vereinfachter Querzugspannungsnachweis fr das Holz im Bereich von Queranschlssen:
V1, d + V2, d = Fd sin
V1(2 ), d
2 f v, d he b / 3
4.1
Gem NAD gilt fr die Ausfhrung von Verstzen DIN 1052-2, Abschnitt 12. Die erforderliche Lagesicherung erfolgt z. B. durch seitlich aufgenagelte Laschen oder durch Bolzen oder Sonderngel zur Verbindung von Strebe und Schwelle.
Strebenneigungswinkel
Versatztiefe tV
50
50 < < 60
h /4 h
3 120
60
h/6
Fersenversatz (F)
N2
4
fc,0,d
sin 2 + cos2 + 2 cos + 1
fc,90,d
lV
Nd cos
b f v,d
lV
a
tV
R F,d = b tV f c,0,d kF
kF =
1
fc,0,d
sin2 cos + cos3
f c,90,d
N cos
lV d
b f v,d
lV,1
N S,d cos
b f v,d
;lV,2
N d cos
b f v,d
25
30
35
40
45
50
55
60
15
20
NH und
kS =
0,959 0,930 0,898 0,864 0,829 0,797 0,767 0,741 0,719 0,702
BSH BS 11
kF =
0,834 0,749 0,672 0,608 0,559 0,525 0,505 0,500 0,510 0,541
Bemessungswert der Strebenkraft Nd
1
Bemessungswert der Tragfhigkeit Rd des Versatzes
N d cos /(b lV )
Aus dem Nachweis der Abscherbeanspruchung in der Schwelle
1 wird die erforderf v, d
liche Vorholzlnge lV berechnet.
Tragfhigkeitsnachweis
9.35
Beispiel:
kmod = 0,8
0
14
Nd
= 62,2 kN
140 x 140
Mit kS :
45
45
180
Genaue Berechnung:
14,1
f c, / 2, d =
23,0
= 9,23 N/mm2
4.2
a1 a1
a2
a2
a2
a2
a1 a1
a3,t
90 90
belastetes Ende
_
0 180
belasteter Rand
a4,c
a3,c
a4,t
Definitionen
Rd
t1 und t2
d
f h,1(2),d =
= f h,2,d / f h,1,d
M y,k
M y,d =
M
9.36
d
t1
t2
Rd
kt
a
3
c
1
0
kM
Bemessungswert Rd fr = 1
(a)
(c)
R d = f h,1,d t1 d
t 1 t2
(d)
R d = 0,5 f h,1, d t1 d ( 3k t2 + 2k t + 3 k t 1)
(f)
,
R d = 1556
f h,1, d t1 d / k M
2
1)
R d = 0,367 f h,1,d t1 d (2 1 + 3 / k M
(a)
(b)
R d = f h,1, d t2 d
R d = f h,1,d t1 d
(c)
Rd=
(d)
2
t t 2
fh,1,d t1d
t2
2
3 t2
2
2
+ 2 1+ + + (1+ )
1+
t1
t1 t1
t1
R d = 11
,
4 (2 + ) M y,d
f h,1,d t1 d
2 (1 + ) +
2 +
f h,1,d d t12
9.37
Bemessungswert Rd fr 1
(f)
t1 t2
(e)
Rd = 1,1
4 d(1 + 2 ) M y,d
f h,1,d t2 d
2 2 (1 + ) +
1 + 2
f h,1,d d t 22
,
R d = 11
2
2 M y,d f h,1, d d
1+
k*M
ist
ein Punkt im nebenstehenden modifizierten Mller-Diagramm festgelegt und damit der magebende
Bemessungswert der Tragfhigkeit.
Ohne Benutzung des Diagramms ist
der kleinste Bemessungswert der
Tragfhigkeit erst aus den verschiedenen Fllen zu ermitteln.
k
j
3
g
2
0
0
R d = f h ,1, d t1 d
d
t1 t2 t1
(j)
2
1
R d = 0,367 f h,1,d t1 d 2 1 + 3 / k M
9.38
(h)
t1 t2 t1
(g)
R d = 0,5 f h,1, d t2 d
(k)
R d = 1,556 f h,1,d t1 d / k M
kM
(g)
(h)
R d = 0,5 f h,1, d t2 d
R d = f h ,1, d t1 d
(j)
(k)
R d = 11
,
4 (2 + ) M y,d
f h,1,d t1 d
2 (1 + ) +
2 +
f h,1,d d t12
R d = 11
,
2
2 M y,d f h,1, d d
1+
(a)
(b)
Rd = ( 2 1) f h,1,d t1 d
Bemessungswert Rd fr Blechdicke t d
(c)
Rd = 11
, 2 M y,d f h,1,d d
(d)
4 M y, d
R d = 11
, f h,1, d t1 d 2 +
f h,1, d d t12
R d = 15
, 2 M y, d f h,1, d d
(a)
R d = f h,1,d t1 d
9.39
(e)
(f)
R d = f h,1,d t1 d
4 M y, d
R d = 11
, f h,1, d t1 d 2 +
1
2
f h,1,d d t1
(g)
R d = 15
, 2 M y, d f h,1, d d
Bemessungswert Rd pro Scherfuge fr Seitenteile aus dnnem Stahlblech (t 0,5d)
der kleinere Wert ist magebend.
(h)
(j)
Rd = 0,5 f h ,2,d t 2 d
(k)
(l)
Rd = 0,5 f h,2,d t 2 d
9.40
Die Versagensart j kann bei den innenliegenden Scherfugen II und III nicht auftreten.
Ermittlung der Bemessungswerte der Tragfhigkeit Rd
_
Bemessungswert der Tragfhigkeit des Stiftes R Stift, d = 2 RI, min, d + 2 RII(III), min, d
_
Vierschnittige Verbindung
Verbindung VI
Verbindung VI
t1 = ta ; t2 = tm ;
Scherfuge I:
Verbindung V II
Verbindung VIII
kM = ta / M y,d / ( f h,d d )
Magebender Bemessungswert der Tragfhigkeit des Stiftes in der Scherfuge I ist der kleinste Wert aus:
R I, d = f h, d ta d
R I, d = 0,5 f h, d tm d
(g)
(h)
(j)
2
1
R I,d = 0,367 f h,d t a d 2 1 + 3/ k M
Verbindung VII
Scherfuge II:
t1 = tm ;
t2 = ti ;
(k)
R I, d = 1556
f h, d ta d / k M
,
k M = tm / M y, d / ( f h,dd )
Magebender Bemessungswert der Tragfhigkeit des Stiftes in der Scherfuge II ist der kleinste Wert aus:
(g)
R II, d = f h,d tm d
(h)
R II,d = 0,5 f h, d ti d
(j)
Verbindung VIII
Scherfuge III:
t1 = ti ;
(k)
t2 = t m ;
R II, d = 1556
f h, d tm d / k M
,
k M = ti / M y, d / ( f h,dd )
Magebender Bemessungswert der Tragfhigkeit des Stiftes in der Scherfuge III ist der kleinste Wert aus:
(g)
R III, d = f h,d ti d
(h)
R III, d = 0,5 f h, d tm d
(j)
(k)
R III, d = 1556
f h, d ti d / k M
,
FStift, d
RStift, d
9.41
(e)
R I, d = f h, d ta d
(g)
R I, d = 15
, 2 M y,d f h,d d
4 M y, d
R I, d = 11
, f h,d ta d 2 +
f h,d d ta2
(f)
F
ta ti ta
ta
ti t
ti
F/2
t
F/2
t
Vierschnittige Verbindung
Verbindung
VI
I
t
Verbindung
III VIII
Verbindung
II VII
Verbindung VII
Scherfuge II: Holzdicke t2 = ti ; Blechdicke t ist als dick anzunehmen, da sich die Verformung an dieser
Stelle (innen) nicht wie bei einem dnnen Blech einstellen kann.
Magebender Bemessungswert der Tragfhigkeit des Stiftes in der Scherfuge II ist der kleinere Wert aus:
R II, d = 15
, 2 M y, d f h,d d
(k)
R II,d = 0,5 f h,d ti d
(l)
Verbindung VIII
Blechdicke t
Scherfuge II: Holzdicke t1 = ti ;
Magebender Bemessungswert der Tragfhigkeit des Stiftes in der Scherfuge III ist der kleinere Wert aus:
(e)
R III, d = f h,d ti d
(g)
R III, d = 15
, 2 M y,d f h, d d
(f)
Magebender Bemessungswert der Tragfhigkeit des Stiftes R Stift, d = 2 R I, min, d + 2 R II(III), min, d
FStift, d
RStift, d
Beispiel: Zugsto
NKl: 1
KLED: mittel
Stabkraft:
Zugstab
140180 mm NH MS 13
VM:
Stolaschen: 2 Schlitzbleche t = 4 mm in 5 mm breiten Schlitzen
Reduzierter SD-Abstand:
a1 = 60 mm = 5 d < 7d
Fd = 240 kN
SD 12 mm S 275
45
180
45 45
180
45
12SD 12 S275
5
40
9.42
50
140
2 180x160x4 Fe360
140x180 NH MS13
5
40
30
60
60
60
300
90
Bemessungswerte:
Mit
kmod /M = 0,8/1,3 = 0,615 fr Holz und
M = 1,1 fr Stahl (des SD):
fh, 0, d = 0,8450,6150,082 (1 _ 0,0112) 400 = 15,0 N/mm2
1
M y,d =
0,8 430 123 / 6 = 90065 Nmm
1,1
Vierschnittige Stahlblech-Holz-Verbindung
t = 4 mm < d/2 = 6 mm dnnes Stahlblech
In VII(III) ist das Blech als dick anzunehmen.
Verbindung VI
(e)
R I, d = 15,04012 = 7200 N
4 90 065
1 = 6360 N
(f)
R I,d = 11
, 15,0 40 12 2 +
15,0 12 40 2
VI
4
40
VII
Verbindung VII
(k)
R II, d =0,515,05012 = 4500 N
R II, d = 1,5 2 90 065 15,0 12 = 8540 N
(l)
4
50
Verbindung VIII
(e)
R III, d = 15,05012 = 9000 N
R III,d = 1,5 2 90 065 15,0 12 = 8540 N
(g)
VIII
4
50
4.3
40
50
Nagelverbindungen
90
Mindestholzdicke bmin = max
80
(13 d 30) k / 400
= 430 kg/m
k in kg/m2 und d in mm
70
Bei sich bergreifenden Ngeln in nicht vorgebohrten
60
Nagellchern mu gelten: ( t2 l ) > 4 d
50
Mindestwerte fr die Einschlagtiefe l
40
Beanspruchung auf
Abscheren Herausziehen*)
30
Glattschaftige Ngel
l 8d
l 12 d
nach NAD
= 380 kg/m
RN und SN
l 6d
l 8d
20
Mindestholzdicke bmin
*)
Bei RN und SN trgt nur der profilierte Schaft zur Kraftbertragung bei.
Mindestholzdicke ohne Vorbohren
10
0
4
d
8 mm
9.43
Mindestnagelabstnde
Nicht vorgebohrte Nagellcher
Abstnde
k 420 kg/m 3
wenn d < 5 mm:
(5 + 5|cos |) d
a1
(untereinander in Fa-Ri)
a2
(untereinander Fa-Ri)
a3, t (vom belast. Hirnholzende)
a3,c (vom unbelast. Hirnholzende)
a4, t
(vom belasteten Rand)
a4, c
(vom unbelasteten Rand)
*)
wenn d 5 mm:
(5 + 7|cos |) d
5d
Vorgebohrte Nagellcher
(7 + 8|cos |) d
(4 + 3|cos|) d *)
7d
(10 + 5cos ) d
10d
(15 + 5cos ) d
15d
(3 + |sin |) d
(7 + 5cos ) d
7d
(5 + 5sin ) d
5d
(7 + 5sin ) d
7d
(3 + 4sin ) d
3d
Der Mindestabstand a1 darf gem NAD weiter bis auf (4 + |cos |) d verringert werden, wenn die charakteristische Lochleibungsfestigkeit fh, k mit dem Faktor k a =
3
Das NAD gestattet, da bei BSH fr die Bestimmung der Nagelabstnde eine Rohdichte k = 420 kg/m
zugrunde gelegt werden darf.
beanspruchter Rand
a4, t (3 + 4sin) d
unbeanspruchter Rand a4, c 3d
f h, k = 0,082 kd 0,3
in N/mm2
runde N
M y, k = 180 d 2,6
in Nmm
(mit d in mm)
quadratische N
M y, k = 270 d 2,6
in Nmm
Holzwerkstoff-Holz-Nagelverbindungen
Die Regeln fr Holz-Holz-Verbindungen gelten sinngem.
Fr Bausperrholz ist
Stahlblech-Holz-Nagelverbindungen
Die Bemessungswerte der Tragfhigkeit eines Nagels sind nach Abschnitt 4.2 zu ermitteln.
9.44
fr alle N
f1, d d l
2
Rd = min f1, d d h + f 2 , d d fr glattschaftige N
fr RN und SN
f 2, d d 2
*)
(1)
(2)*)
(3)
Nach NAD knnen Ngel mit einem Mindestdurchmesser des Kopfes von 1,8 d verwendet werden, wenn die
Gl. (2) unbercksichtigt bleibt.
f1, k = 18 106 2k
in N/mm2
f 2, k = 300 106 2k
in N/mm2
k in kg/m3
f1, k und f2, k sind fr Vollholz mit
einer Holzfeuchte von ca. 30 % beim
Einbau und der Mglichkeit auszutrocknen mit 0,67 zu multiplizieren.
28 10-6 k2
40 10-6 k2
50 10-6 k2
I
II
III
600106k2
Fax,d
Rax,d
Fla , d
Rla , d
Fax,d Fla , d
R R 1
ax, d la , d
Fr RN und SN:
Fax, d bzw. Rax, d Bemessungswert der Einwirkung bzw. Tragfhigkeit in Schaftrichtung des Nagels
Fla, d bzw. Rla, d Bemessungswert der Einwirkung bzw. Tragfhigkeit rechtwinklig zur Nagelachse
Beispiel:
Befestigung Dachschalung (b = 28 mm) auf Sparren mit RN 4,075 -II
Bemessungswerte der Einwirkung je Nagel:
Material: NH S10
Tragfhigkeit auf Abscheren
, = 6015 Nmm
M y,d = 180 42,6 /11
Fax,d
Fla,d
RNa 4,0x75 II
Tragfhigkeit auf Herausziehen
40 106 3802 0,692 4 47 = 752 N
Rd = min
600 10-6 3802 0,692 42 = 959 N
47
4.4
550 450
+
= 0,535 + 0,316 = 0,85 < 1
752 800
28
Nachweis:
Klammerverbindungen
9.45
4.5
Bolzenverbindungen
Bolzendurchmesser (Bo)
Mindestabstnde von Bolzen
= 30 mm
a1
(4 + 3cos) d *)
|| zur Fa-Ri
d + 1 mm
a2
4d
zur Fa-Ri
Bolzenanzahl in Kraftrichtung
a3,t
90 90
7d ( 80 mm)
hintereinander
a3,c
4d
150
210
= 0,8 f u, k d / 6 in Nmm
3
400
500
4.6
Stabdbelverbindungen
dmin
= 6 mm
Bohrloch (im Holz)
(3 + 4 cos ) d *)
3d
7 d ( 80 mm)
3d
a3,t sin (jedoch 3d)
(2 + 2sin ) d (jedoch 3d)
3d
Der Mindestabstand a1 darf gem NAD weiter bis auf (3 + 2|cos |)d verringert werden, wenn die Lochlei bungsfestigkeit fh, 0, k mit dem Faktor ka =
9.46
4.7
Nennstahlgte
S 235
S 275
S 355
Charakteristische Festigkeit
fu, k in N/mm 2
360
430
510
Holzschraubenverbindungen
lef
l
s
nach NAD
R d = f 3,d (lef d ) in N
lef und d in mm (siehe Abb.)
4.8
mit
f 3,d =
k mod f 3, k
k in kg/m3
Dbelverbindungen
Gem NAD gelten fr die Dbelverbindungen mit Einla- und Einpredbeln die Regelungen nach der
DIN 1052-2, Abschnitt 4.
Beim Nachweis der Tragfhigkeit sind die nach EC 5 ermittelten Dbelkrfte durch F = 1,4 zu dividieren,
um sie mit den zulssigen Werten zul NDbel der Dbeltabelle im Kapitel 9 A Holzbau (DIN 1052)
vergleichen zu knnen. Hierbei sind gegebenenfalls die entsprechenden Funoten zu beachten.
Fd /1,4
1
Nachweis der Dbeltragfhigkeit:
zul N Dbel
9.47
Beispiel:
NKl 1
KLED: mittel
Fd = 14,6 kN
Anschlu einer Zugdiagonale ( 38100 mm NH S 10) an den zweiteiligen Untergurt (2 38140 mm
NH S 10) mit N 42110 DIN 1151
t1=34 t1=34
Fd
38 100 NH S10
100
4 2
140
4 35
3 38
2 38 140
NH S10
gewhlt
40
=16,9 N / mm2
Trger:
k 90 = 1,35 + 0,015 12 = 1,53
0,8 0,082 (1 0,01 12)380
=
f h, 2, d =
1,3 153
, sin2 90+ cos2 90
40
40
180
40 85 55
Beispiel
NKl 1
KLED: mittel
Fd = 40 kN
Anschlu eines Trgers ( 80180 mm NH S 10) an zweiteiligen Pfosten (2 60120 mm NH S 10) mit
SD 12 mm S 235
80 180 NH S10
0,8 360 123
M y, d =
= 75400 Nmm
,
6 11
2 SD 12
Pfosten:
0,8
2 SD 12
0,082 (1 0,01 12)380 =
f h,1, d =
1,3
4 SD 12
S235
120
2 60 120
NH S10
60 80 60
Fd
=11,0 N / mm2
Rd = 11
,
(k)
Rd = 11
,
16,9 60 12
4 0,651 (2 + 0,651)75400
2 0,651 (1 + 0,651) +
0,651 = 5255 N
2
2 + 0,651
16,9 12 60
2 0,651
1 + 0,651
SD
nreq = 40,0 / 10,5 = 3,8
9.48
(h)
gewhlt
4 SD 12 mm S 235 l = 200 mm