Emotion
Emotion
Emotionspsychologie (Funke) - 2 -
bersicht
1 Einfhrung
Arbeitsdenition Funktion von Emotionen Klassikation von Emotionen
3 Emotionsausdruck im Gesicht
Ausdrucksfunktion Messung des Gesichtsausdrucks Genese des Gesichtsausdrucks
2 Emotionstheorien
Behavioristische Emotionstheorien Kognitiv-physiologische Emotionstheorien Attributionale Emotionstheorien Evolutionre Emotionstheorien
Version: 19.03.2007
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Warum Arbeitsdenition?
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exakte Denition nicht Voraussetzung, sondern Resultat wissenschaftlicher Analysen Arbeitsdenition soll unkontrovers und fr viele Forscher mglichst akzeptabel sein dient zur Phnomenbeschreibung und groben Abgrenzung des Forschungsgebietes Kleinginna & Kleinginna (1981) haben 92 Denitionen gesammelt und in 10 Kategorien eingeteilt -> verwirrende Vielfalt!
Abgrenzung aktueller emotionaler Episoden (=Emotion; z.B. Angst) von emotionalen Dispositionen (z.B. ngstlichkeit) Art der Emotion (Freude, Wut) versus starke und schwache Ausprgung einer bereits bestimmten Qualitt man freut sich ber etwas, ist stolz auf etwas, etc. das Etwas mu nicht konkret existieren, sondern kann auch vorgestellt sein (z.B. zuknftiges Ereignis Prfung) ... haben normalerweise ein charakteristisches Erleben, hug treten auch bestimmte physiologische Vernderungen und Verhaltensweisen auf
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Emotionen sind Vorkommnisse von z.B. Freude, Traurigkeit, rger, Angst, Mitleid, Enttuschung, Erleichterung, Stolz, Scham, Schuld, Neid sowie von weiteren Arten von Zustnden, die den genannten gengend hnlich sind (p. 23)
Kleinginna, P. R., & Kleinginna, A. M. (1981). A categorized list of emotion denitions, with suggestions for a consensual denition. Motivation and Emotion, 5, 345-379.
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Emotion
Vorsicht:
keine voreilige Gleichsetzung von Konstruktebenen und Meebenen (z.B. kann Ausdrucksebene beim Lachen sowohl durch Beobachtung wie auch durch physiologische Messung erfat werden)
subjektiver
behavioraler Aspekt
physiologischer Aspekt
Aspekt
Averill, J. R. (1968). Grief: Its nature and signicance. Psychological Bulletin, 70, 721-748. Lazarus, R. S., Averill, J. R., & Opton, E. M. (1970). Toward a cognitive theory of emotion. In M. B. Arnold (Ed.), Feelings and emotions (pp. 207-232). New York: Academic Press.
Verbaler Report
Physiologische Messungen
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Explorieren -> Erwartung, Hoffnung Orientieren -> berraschung Paaren -> Freude, Erregung
schlecht = Vermeidung
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Kmpfen -> Wut Fliehen -> Furcht Hilfesuchen -> Trauer Erbrechen -> Ekel
primre Funktion:
1 Emotionen ermglichen bedrfnis- und situationsgerechte Auswahl von Verhaltensweisen 2 Sie regulieren Intensitt und Ausdauer der verschiedenen Verhaltensweisen 3 Sie bewirken das Lernen (Abspeichern) solcher Verhaltensweisen
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nach Traxel & Heide (1961) zwei Dimensionen fr kreisfrmige Anordnung (Polar-koordinaten) von acht Emotionswrtern
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Osgood, C. E., Suci, G. J., & Tannenbaum, P. H. (1957). The measurement of meaning. Urbana, IL: University of Illinois Press. Traxel, W., & Heide, H. J. (1961). Dimensionen der Gefhle. Das Problem der Klassikation der Gefhle und die Mglichkeit seiner empirischen Lsung. Psychologische Forschung, 26, 179-204.
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Clusteranalyse
(zurck)
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aus 112 Emotionswrtern wurden 60 ausgewhlt, die nach Studierendenurteil am ehesten Emotionen bezeichnen diese 60 Wrter wurden von 20 Studierenden in Klassen sortiert anschlieend hnlichkeitsmatrix erstellt und clusteranalytisch ausgewertet 12 Cluster (vgl. Schmidt-Atzert, 1980, p. 42):
Mitgefhl Freude Unruhe Verlegenheit Aggressionslust Lust Sehnsucht Angst Traurigkeit Abneigung Neid
Ergebnis:
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Zuneigung
Schmidt-Atzert, L. (1980). Die verbale Kommunikation von Emotionen: Eine Bedingungsanalyse unter besonderer Bercksichtigung physiologischer Prozesse. Dissertation, Justus-Liebig-Universitt, Gieen.
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Stimulusauswahl (Wortauswahl) Art der Gewinnung der hnlichkeitsmatrix Art des hierarchischen Clusteranalysealgorithmus
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bersicht
1 Einfhrung
Arbeitsdenition Funktion von Emotionen Klassikation von Emotionen
3 Emotionsausdruck im Gesicht
Ausdrucksfunktion Messung des Gesichtsausdrucks Genese des Gesichtsausdrucks
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2 Emotionstheorien
Behavioristische Emotionstheorien Kognitiv-physiologische Emotionstheorien Attributionale Emotionstheorien Evolutionre Emotionstheorien
1900: mit 22 Studium in Chicago; 1908: mit 30 Professur in Baltimore; 1920: mit 42 Entlassung aus der Universitt wg. Verhltnis mit der 19jhrigen Studentin Rosalie Rayner, mit der er seine Arbeit ber den kleinen Albert publizierte
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Behavioristische Emotions-Denition:
intersubjektiv beobachtbares Reaktionsmuster, das durch bestimmte Umweltgegebenheiten verllich ausgelst wird
inhaltliche Folgerung: nur intersubjektiv beobachtbares Verhalten und beobachtbare Umweltgegebenheiten als Forschungsgegenstand denkbar
Radikaler Behaviorismus:
Burrhus F. Skinner
im Unterschied zum Instinkt: chaotischer Zustand des Organismus, der nur wenige Anpassungen an die Objekte der Umgebung erlaubt
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Wut
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UCS: z.B. Behinderung von Krperbewegung; UCR: z.B. Steifwerden des ganzen Krpers, Rtung des Gesichts
Liebe
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UCS: z.B. Streicheln (besonders in erogenen Zonen); UCR: z.B. Glucksen, Gurgeln
UCS wird durch andere Reize ersetzt (Substitution eines Stimulus; aus heutiger Sicht: klassisches Konditionieren) CER soll erklren, wie trotz der drei elementaren Emotionen eine so auerordentliche Vielfalt an Reaktionen entsteht
Watson, J. B., & Rayner, R. (1920/2000). Conditioned emotional reactions. American Psychologist, 55, 313-317.
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2.1.2 Beseitigung von Furchtreaktionen: Der kleine Peter Experiment von Mary Cover Jones (1924):
drei Jahre alter Peter zeigt bereits generalisierte Furchtreaktion gegenber haarigen Objekten (unbekannte Erwerbsbedingungen) Therapieansatz: direktes Konditionieren, d.h. mit dem Furchtobjekt soll ein Reiz assoziiert werden, der positive Reaktionen auslst (heutige Bezeichnung dieser Prozedur: systematische Desensibilisierung, von Wolpe, 1958, eingefhrt) Vorgehen: Peter erhlt sein Lieblingsessen, whrend ein Kaninchen in zunehmend geringerer Entfernung in einem Kg sitzt nach tglich ein- bis zweimaliger Behandlung ber zwei Monate hinweg streichelt Peter das Kaninchen, spielt mit ihm und lt es an den Fingern knabbern Jones (1924, p. 389): das ursprngliche Furchtobjekt [wurde] in eine Quelle positiver Reaktion transformiert
Jones, M. C. (1924). A laboratory study of fear: The case of Peter. The Pedagogical Seminary, 31, 308-315. Jones, M. C. (1974). Albert, Peter, and John B. Watson. American Psychologist, 29, 581-583.
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kein starkes Argument gegen die eindrucksvolle Fallschilderung! negative Replikationsstudien (z.B. English, 1929) waren z.T. erst gar nicht in der Lage, Furchtreaktionen auszulsen; daher kein Einwand! dieser Einwand stimmt! UCS war verhaltensabhngig: Lrm wurde erst bei Berhrung des Tiers verabreicht jedoch: ob nun klassisch oder operant konditioniert: wichtig bleibt, da Furcht gelernt wird!
nur Furcht untersucht - was ist mit Wut & Liebe? notwendige Diskussion: Ethik des Experimentierens
Bolles, R. C. (1975). Learning theory. New York: Holt, Rinehart and Winston. Delprato, D. J. (1980). Hereditary determinants of fears and phobias: A critical review. Behavior Therapy, 11, 79-103. Seligman, M. E. P. (1971). Phobias and preparedness. Behavior Therapy, 2, 307-320.
Garcia, J., & Koelling, R. A. (1966). Relation of cue to consequence in avoidance learning. Psychonomic Science, 4, 123-124.
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Ergebnis:
Schock-Gruppe meidet Licht und Ton, belkeits-Gruppe meidet Speise
Interpretation:
Verknpfung zwischen CS und UCS offensichtlich nicht beliebig, CS und UCS mssen zueinander passen
Seligman, M. E. P. (1970). On the generality of the laws of learning. Psychological Review, 77, 406-418.
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2.1.5 Konditionierung nach Gefhl/ evaluative conditioning Experimente von Staats & Staats (1957, 1958)
Hypothese:
wenn emotional geladene Wrter (Freund, glcklich, schn; Feind, traurig, hsslich) wiederholt mit neutralen Wrtern (Vornamen; Lndernamen) gemeinsam dargeboten werden, wird emotionale Bedeutung auf die neutralen Wrter konditioniert
Ergebnis:
es zeigen sich nur bei phobischen Reizen starke Effekte, die darberhinaus auch in der Lschungsphase anhalten Mitteilung in der Lschungsphase, dass kein Schock mehr kommt, wirkt nur bei nicht-phobischen CS
Ergebnis:
gemessen mit anschlieendem Rating auf 7-Punkte-Skala lassen sich ursprnglich neutrale Wrter tatschlich positiv bzw. negativ tnen nach Meinung der Autoren ein automatischer Prozess!
Interpretation:
Furchtreaktion bei bestimmten Reizen offensichtlich leichter konditionierbar sowie auch bestndiger haltbar
hman, A., Frederikson, M., & Hugdahl, K. (1978). Orienting and defensive responding in the electrodermal system: Palmar-dorsal differences and recovery-rate during conditioning to potentially phobic stimuli. Psychophysiology, 15, 93-101. Staats, A. W., & Staats, C. W. (1958). Attitudes established by classical conditioning. Journal of Abnormal and Social Psychology, 57, 37-40. Staats, C. W., & Staats, A. W. (1957). Meaning established by classical conditioning. Journal of Experimental Psychology, 54, 74-80.
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2.1.5 Bewutheit beim Konditionieren emotionaler Bedeutungen? Experiment von Baeyens, Eelen & van den Bergh (1990)
Bilder von Gesichtern werden nach neutral, angenehm bzw. unangenehm beurteilt neutrale Bilder werden dann gekoppelt mit angenehmen bzw. unangenehmen Bildern anschlieend erneute Beurteilung der neutralen Bilder
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Vorteil:
Abkehr der Forscher von purer Introspektion, hin zu mehr Verhaltensbeobachtung und zu physiologischen Daten praktische Nutzbarkeit (nach neuem PsychTG nur VT und PsAnal sozialrechtlich abrechenbar!)
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1 Einfhrung
Arbeitsdenition Funktion von Emotionen Klassikation von Emotionen
3 Emotionsausdruck im Gesicht
Ausdrucksfunktion Messung des Gesichtsausdrucks Genese des Gesichtsausdrucks
2 Emotionstheorien
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drei Annahmen:
(1) bloe Wahrnehmung einer erregenden Tatsache ist hinreichende Bedingung fr Auftreten krperlicher Vernderungen (2) krperliche Vernderungen sind emotionsspezisch (3) bewutes Erleben krperlicher Vernderungen ist die Emotion
Lange, C. G. (1885). Om sindsbevoegelser: Et psykofysiologiske studie. Kopenhagen: Kronar. (deutsch 1887: ber Gemuethsbewegungen. Leipzig: Theodor Thomas).
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bloe Wahrnehmung eines Objekts nicht hinreichend (z.B. Br im Kg) emotionale Reaktion wird vom lebenswichtigsten Element einer Gesamtsituation ausgelst > Bewertung!
Antwort:
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Einwand 2:
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vorauslaufende Handlungen/Reaktionen (z.B. Davonlaufen) nicht spezisch fr nachfolgende Emotion die unwillkrlichen viszeralen Reaktionen sind wichtiger als willkrliche Handlungen
Antwort:
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Cannon, W. B. (1927). The James-Lange theory of emotion: A critical examination and an alternative theory. American Journal of Psychology, 39, 106-124. Sherrington, C. S. (1900). Experiments on the value of vascular and visceral factors for the genesis of emotion. Proceedings of the Royal Society London, 66, 390-403.
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Pbn (Studenten wie Schauspieler - kein Unterschied) muten fr 10 sek typische mimische Grundmuster aufsetzen bzw. sich in die jeweilige Grundemotion hineinversetzen (kein Unterschied); gemessen wurden Herzfrequenz, Hautwiderstand, Atemfrequenz bzw. Fingertemperatur; leichte Hinweise auf spezische Reaktionsmuster
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Maraon (1924) hat die Effekte von Adrenalin-Injektionen an 210 gesunden und kranken Pbn untersucht (nach Latenz, Dauer, Intensitt, Form); ca. 70% der Pbn berichten ber kalten Erregungszustand (Als-ob-Gefhle), nur 30% erleben dagegen eine vollstndige Emotion Wahrnehmung krperlicher Vernderungen ist keine hinreichende Bedingung fr das Erleben einer Emotion
Kognition:
bedingt die Qualitt der Emotion durch
(a) emotionsrelevante Einschtzung der Situation (b) Kausalattribution der Erregung auf diese Einschtzung
Interpretation:
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2 psychische Komponente:
Kognitionen ber Ereignisse, die zu physiologischen Vernderungen fhrt
Maraon, G. (1924). Contribution l'tude de l'action motive de l'adrenaline. Revue Francaise d'Endocrinologie, 2, 301-325.
Schachter, S. (1964). The interaction of cognitive and physiological determinants of emotional state. In L. Berkowitz (Ed.), Advances in experimental social psychology, Vol. 1 (pp. 49-80). New York: Academic Press.
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2.2.5 Zwei-Faktoren-Theorie
Zwei Arten der Emotionsentstehung:
1 Alltglicher Fall
beide Faktoren sind vollstndig miteinander verwoben; keine Ursachensuchprozesse fr Erregung notwendig
(zurck)
2 Nicht-Alltglicher Fall
es liegt eine Erregung vor, fr die ein Erklrungsbedarf besteht
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Emotionserfassung:
Verhaltensbeobachtung sowie zwei Fragen zum Gefhlszustand
Ergebnisse:
bei Euphorie erwartungsgem hhere Emotion bei Nicht- und bei FalschInformation, bei rger dagegen nur auf Verhaltensseite konformer Anstieg bei Nicht-Information
Ergebnis:
Symptome stimmen, aber Emotionsindizes zeigen gegenlugen Befund!
Interpretation:
spricht fr gelernte Verknpfung zwischen Adrenalin-Erregung und negativen Emotionen keine beliebige Ausformbarkeit von Erregungen!
Marshall, G. D., & Zimbardo, P. G. (1979). Affective consequences of inadequately explained physiological arousal. Journal of Personality and Social Psychology, 37, 970-988.
Problem:
Placebo-Gruppe kaum unterscheidbar! insgesamt: sehr kleine Unterschiede!
Schachter, S., & Singer, J. E. (1962). Cognitive, social, and physiological determinants of emotional state. Psychological Review, 69, 379-399.
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wahre Ursache der Erregung vermutete Ursache der Erregung emotional emotional (Androhung einer Strafe) Vernderung einer sich sonst ergebenden Emotion Verhinderung einer sich sonst ergebenden Emotion nicht- emotional (Treppensteigen) Herbeifhrung einer sich sonst nicht ergebenden Emotion Beibehaltung eines nichtemotionalen Zustands
[aus Meyer et al., 1993, p. 127]
nicht-emotional
Ross, J., Rodin, J., & Zimbardo, P. G. (1969). Toward an attribution therapy: The reduction of fear through induced cognitive-emotional misattribution. Journal of Personality and Social Psychology, 12, 279-288.
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Ergebnis:
zu Beginn arbeiten die meisten Pbn am (unlsbaren) SchockvermeidungsPuzzle, nach 30 sek berwiegend nur noch Pbn mit Schock-Attribution
Interpretation:
Lrm-Attribution der Erregung verhindert Furcht bzw. mildert sie ab
Ergebnis:
Herzraten-nderung erhht tatschlich Attraktivittsratings und Auswahl
Valins, S. (1966). Cognitive effects of false heart-rate feedback. Journal of Personality and Social Psychology, 4, 400-408.
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Theoretische Annahmen
bei Mandler (1962) Musikautomaten-Theorie: Einwerfen der Mnze (Aktivierung der Viszera), dann unabhngig davon Auswahl der Platte (Art der Emotion); in wesentlichen Punkten identisch mit Zwei-Faktoren-Theorie physiologische Erregung tritt bei Unterbrechung von Handlungen auf (Unterbrechungstheorie der Emotion)
Der Verdacht liegt nahe, da der Effekt gar nicht auf Emotionsinduktionen beruht, sondern lediglich auf demand characteristics der experimentellen Situation, die der Vpn nonverbal kommunizieren, wie sie sich geflligst verhalten soll. erhebliche Einwnde von Parkinson (1985) sowie Beck et al. (1988)
Beck, R. C., Gibson, C., Elliot, W., Simmons, C., Matteson, N., & McDaniel, L. (1988). False psychological feedback and emotion: Experimenter demand and salience effects. Motivation and Emotion, 12, 217-236. Parkinson, B. (1985). Emotional effects of false autonomic feedback. Psychological Bulletin, 98, 471-498.
Mandler, G. (1962). Emotion. In R. Brown, E. Galanter, E. H. Hess, & G. Mandler (Eds.), New directions in psychology I (pp. 267-343). New York: Holt, Rinehart and Winston.
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2.2.8 Unterbrechungstheorie
Mandler (1975):
nicht nur Unterbrechung von Handlungen, sondern auch Unterbrechung von mentalen Strukturen
Mandler (1984):
Registrieren von Diskrepanzen bewirkt Erregung durch
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automatische Auslser (via Unterschiedsdetektor) funktionale Auslser (Objekte, die ursprnglich keine Aktivierung verursachen, z.B. Gewehr)
Qualitt der Emotion hngt vom Ergebnis der Bedeutungsanalyse einer Situation ab zusammen mit der Erregung entsteht ein neuartiger Zustand in Form kognitiver Schemata
Mandler, G. (1975). Mind and emotion. New York: Wiley. Mandler, G. (1984). Mind and body. Psychology of emotion and stress. New York: Norton.
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Berscheid (1982) formulierte in Anlehnung an Mandler eine Annahme ber die Bedeutung von Unterbrechungen in Beziehungen Unterscheidung enger vs. paralleler Beziehungen:
enge Beziehungen sind hochgradig vermascht, voneinander abhngig; im Alltag jedoch erstaunlicherweise kaum von Emotionen begleitet, genau wie in parallelen Beziehungen; Dafr haben sie aber im Unterschied zu parallelen Beziehungen ein hohes Emotionspotential (tickende Bombe), das z.B. bei Trennung oder Verlust des Partners sichtbar wird
intensive Emotionen werden in engen Beziehungen also erst dann erlebt, wenn die Beziehung gestrt oder beendet wird
Berscheid, E. (1982). Attraction and emotion in interpersonal relations. In M. S. Clark, & S. T. Fiske (Eds.), Affect and cognition: The 17th annual Carnegie symposium on cognition (pp. 37-54). Hillsdale, NJ: Erlbaum.
Bermond, B., Nieuwenhuyse, B., Fasotti, L., & Schuerman, J. (1991). Spinal cord lesions, peripheral feedback, and intensities of emotional feelings. Cognition and Emotion, 5, 201-220. Hohmann, G. W. (1966). Some effects of spinal cord lesions on experienced emotional feelings. Psychophysiology, 3, 143-156.
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bersicht
1 Einfhrung
Arbeitsdenition Funktion von Emotionen Klassikation von Emotionen
3 Emotionsausdruck im Gesicht
Ausdrucksfunktion Messung des Gesichtsausdrucks Genese des Gesichtsausdrucks
2 Emotionstheorien generelle Schlufolgerung: peripher-physiologische Erregung wohl nicht notwendig fr Emotionen (spricht gegen James und Schachter; partiell auch gegen Valins, denn subjektive Wahrnehmung von Erregung beruht normalerweise auf physiologischer Erregung)
Behavioristische Emotionstheorien Kognitiv-physiologische Emotionstheorien Attributionale Emotionstheorien Evolutionre Emotionstheorien
Erdmann, G. (1986). Angstbeeinuung durch vegetativ wirksame Pharmaka. In W. Janke, P. Netter, & D. M. Vaitl (Eds.), Angst und Psychopharmaka (pp. 151-168). Stuttgart: Kohlhammer. Sokolowski, K. (2002). Emotion. In J. Msseler & W. Prinz (Eds.), Allgemeine Psychologie (pp. 337-384). Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
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Attributionstheorien:
wie kommt es zu Attributionen (AV)?
Attributionale Theorien:
wie beeinussen Attributionen (als UV) das Verhalten?
Weiner, B. (1986). An attributional theory of motivation and emotion. New York: Springer.
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Bsp.: Ich fhle mich so schlecht, weil ich gleich eine Vordiplomsprfung habe.
physiologische Erregung unbedeutend, da zum einen empirische Befunde uneinheitlich, zum anderen viele Emotionen ohne Erregung erfolgen primr am Erlebensaspekt interessiert
(2) attributionsabhngige Emotionen (kommen nur bei negativen, unerwarteten oder wichtigen Ereignissen vor):
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z.B. Zufall, berraschung z.B. internal attribuierter Erfolg fhrt zu Stolz; internal kontrollierbares Ereignis mit negativem Ausgang fhrt zu Schuld Bsp.: Schlechte Prfungsnote erhalten
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(zurck)
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Spenden
Helfen
rger
Mitleid
Schuld
Verantwortlichkeit
Weiner, B., Perry, R. P., & Magnusson, J. (1988). An attributional analysis of reactions to stigmas. Journal of Personality and Social Psychology, 55, 738-748.
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Spenden
Helfen
Attribution
Emotion
rger
Mitleid
Schuld
Verantwortlichkeit
Vpn hren, da Schler Mierfolg hatte und der Lehrer mit bestimmter Emotion (z.B. rger, Mitleid, Schuld) reagiert -> worauf fhrt der Lehrer den Mierfolg wohl zurck? Ergebnis: offensichtlich besteht keine Notwendigkeit, einem Handelnden direkt mitzuteilen, wie man ihn einschtzt -> die emotionale Reaktion ist eine indirekte Mitteilung darber emotionale Reaktion eines anderen beeinut u.U. die Selbsteinschtzung der betroffenen Person
Weiner, B., Graham, S., Stern, P., & Lawson, M. E. (1982). Using affective cues to infer causal thoughts. Developmental Psychology, 18, 278-286.
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Ergebnis:
erheblicher Effekt sowohl auf vermutete Lehrerattribution als auch auf die Selbsteinschtzung; gilt nur fr Bedingung mit Testauswertung, in der Bedingung ohne Testauswertung gibt es keinerlei Unterschiede
Rustemeyer, R. (1984). Selbsteinschtzung eigener Fhigkeit - vermittelt durch die Emotionen anderer Personen. Zeitschrift fr Entwicklungspsychologie und Pdagogische Psychologie, 16, 149-161.
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Die Tabelle zeigt, inwiefern Vpn (unter der Bedingung mit Testauswertung) vermuten, da der Lehrer ihren Erfolg/Mierfolg mit hoher bzw. niedriger Fhigkeit in urschlichen Zusammenhang bringt:
Zufriedenheit/rger berraschung/Mitleid 6 5 4 3 2 1 0
aber: wurden tatschlich Emotionen untersucht oder nicht vielmehr Gedanken ber Emotionen?
hauptschlich Fragebogenstudien! fast ausschlielich ktive Fallschilderungen Kritik von Lazarus:
! !
Attributionen sind eine spezielle Form von Wissen wie wird aus diesem kaltem Wissen eine heie Emotion?
vermutet: Erfolg wg. vermutet: Mierfolg wg. selbst eingeschtzte Fhigkeit mangelnder Fhigkeit Fhigkeit
ist die Sequenz ereignisabhngig - attributionsabhngig - dimensionsabhngig richtig? Oder laufen Prozesse nicht doch gleichzeitig ab? Bewutheit der Prozesse? Bewertung eines Ereignisses nur nach dessen Zielerreichung? Zielbegriff mu weiter gefat werden!
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bersicht
1 Einfhrung
Arbeitsdenition Funktion von Emotionen Klassikation von Emotionen
3 Emotionsausdruck im Gesicht
Ausdrucksfunktion Messung des Gesichtsausdrucks Genese des Gesichtsausdrucks
2 Emotionstheorien
Behavioristische Emotionstheorien Kognitiv-physiologische Emotionstheorien Attributionale Emotionstheorien Evolutionre Emotionstheorien
Buss, D. M. (1999). Evolutionary psychology. The new science of the mind. Boston, MA: Allyn and Bacon.
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Emotionspsychologie (Funke) - 78 -
Emotionspsychologie (Funke) - 79 -
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Zwei Individuengruppen (z.B. Frauen und Mnner; Kinder, die mit und ohne Vater aufwachsen, etc.) gleichen sich in den Domnen, in denen sie hnlichen Adaptionsproblemen ausgesetzt waren. Sie unterscheiden sich in den Domnen, in denen sie mit unterschiedlichen Anpassungsproblemen konfrontiert wurden.
Liebe zum Partner: Zusammenhalt der Partner fr den Zeitraum, in dem das Kind auf die Eltern angewiesen ist. Eifersucht (siehe die nchsten Folien)
Beispiel Geschlechtsunterschiede
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Eifersucht 2/5
Es gibt sehr viele besttigende Befunde fr diese Hypothesen (z.B. Daly, Wilson & Weghorst, 1982):
Sexueller Kontakt mit einer verheirateten Frau gilt interkulturell und in verschiedenen historischen Epochen als Verbrechen. Das Opfer dieses Verbrechens ist der betrogene Ehemann. Totschlge aufgrund sozialer Konikte sind zumeist auf Eifersucht bei einem Mann zurckzufhren. Gewaltsame Einschrnkungen sexueller Aktivitt von Frauen durch Androhung von Bestrafungen durch Mnner ist interkulturell nachweisbar. Berichte ber angeblich sexuell permissive Kulturen (permissiv auch in bezug auf weibliche Sexualitt) lassen sich nicht besttigen.
Daraus folgt, da Eifersucht bei Mnnern und Frauen unterschiedliche, kulturbergreifende Auslser hat.
Daly, M., Wilson, M., & Weghorst, S. J. (1982). Male sexual jealousy. Ethology and Sociobiology, 3, 11-27.
Emotionspsychologie (Funke) - 83 -
Emotionspsychologie (Funke) - 84 -
Eifersucht 3/5
Buss et al. (1992) haben Vpn Fragen der folgenden Art gestellt:
Was wrde Sie eher eiferschtig machen:
!
Eifersucht 4/5
Weitere Hypothesen:
Fr das Antwortverhalten der Mnner sollte entscheidend sein, ob sie eine feste Partnerschaft haben oder nicht.
!
a) die Vorstellung, da Ihre Partnerin/Ihr Partner mit einer anderen Person Ihres Geschlechts Geschlechtsverkehr hat; b) die Vorstellung, da Ihre Partnerin/Ihr Partner eine tiefe emotionale Bindung zu einer anderen Person Ihres Geschlechts herausbildet.
85% der weiblichen Vpn whlten Alternative b), 60% der mnnlichen Vpn whlten Alternative a).
90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 a) Sex-Affre b) tiefe Bindung Mnner Frauen
Die Mehrheit der mnnlichen Vpn ohne feste Partnerschaft hatten, whlten (wie die Frauen) Alternative b): (tiefe emotionale Beziehung). Die groe Mehrheit der mnnlichen Vpn mit fester Partnerschaft whlten dagegen Alternative a): (Geschlechtsverkehr).
Buss, D. M., Larsen, R. J., Westen, D., & Semmelroth, J. (1992). Sex differences in jealousy: Evolution, physiology, and psychology. Psychological Science, 3, 251-255.
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bersicht
1 Einfhrung
Arbeitsdenition Funktion von Emotionen Klassikation von Emotionen
3 Emotionsausdruck im Gesicht
Ausdrucksfunktion Messung des Gesichtsausdrucks Genese des Gesichtsausdrucks
2 Emotionstheorien
Behavioristische Emotionstheorien Kognitiv-physiologische Emotionstheorien Attributionale Emotionstheorien Evolutionre Emotionstheorien
Beispiel: Nicht-gewaltttige Mnner sollten evolutionr begnstigt sein, da sie ein nicht so hohes Risiko tragen, dass ihre Partnerin sie verlsst. Warum haben sich diese Mglichkeiten nicht durchgesetzt?
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3.1 Ausdrucksfunktionen
in der Regel unwillkrlich (expressiv), in bestimmten sozialen Situationen aber auch willkrlich vernderbar (kommunikativ) mimische Reaktionen in Konkurrenzsituation (Zivin, 1977):
Gewinner- oder Plus-Gesicht: angehobene Augenbrauen, direkter Augenkontakt mit Gegner, hochgezogenes Kinn Verlierer- oder Minus-Gesicht: gesenkte Augenbrauen, kein Blickkontakt mit Gegner, gesenktes zurckgezogenes Kinn Untersuchung an Vorschulkindern bis hin zu Studierenden:
wenn zu Beginn ein Plus-Gesicht gezeigt wird, kommt es in ber 90% der Flle zu einem Sieg; wird doppelt so oft gezeigt (60%), wenn Sichtkontakt zwischen Konkurrenten besteht
Zivin, G. (1977). Preschool children's facial gestures predict conict outcomes. Social Science Information, 16, 715-730.
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Paul Ekman
[Link]
Ekman, P., & Friesen, W. V. (1978). The facial action code: A manual for the measurement of facial movement. Palo Alto, CA: Consulting Psychologists' Press.
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Erfassung auch nicht sichtbarer Muskelaktivitten geringer Anwendungsbereich wg. Strung durch Elektroden bewegungsempndlich nur auf ausgewhlte Muskelpartien beschrnkt
3.3.1 Entwicklungspsychologische Aspekte 3.3.2 Studien an Blindgeborenen 3.3.3 Universalitt des Gesichtsausdrucks
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Steiner (1979):
sehr unterschiedliche Reaktionen von Neugeborenen auf Gerche und Geschmacksreize; bei Zuckerlsung: reaktives Lcheln, bei faulen Eiern: Ekel
Eibl-Eibesfeldt (1973) :
beobachtete 5 blind-taub geborene Kinder sowie 1 blindgeborenes Kind, das mit 1 1/2 Jahren ertaubte Lernen durch Imitation oder instrumentelles Lernen war auszuschlieen bei allen 6 Kindern Lachen und Weinen, aber auch kulturell formierte und damit gelernte Bewegungen wie z.B. Kopfschtteln zur Verneinung, jedoch keine feinen Graduierungen des Ausdrucks wie bei normalen Kindern
Charlesworth, W. R., & Kreutzer, M. A. (1973). Facial expressions of infants and children. In P. Ekman (Ed.), Darwin and facial expression. A century of research in review (pp. 141-168). New York: Academic Press. Eibl-Eibesfeldt, I. (1973). The expressive behavior of the deaf-and-blind-born. In M. v. Cranach, & I. Vine (Eds.), Social communication and movement (pp. 163-194). New York: Academic Press.
Insgesamt:
Evidenz fr Lcheln (endogen wie reaktiv), Ekel, Schreck, Schreie des Unbehagens, Ausdruck von Interesse
Steiner, J. E. (1979). Human facial expressions in response to taste and smell stimulation. In H. W. Reese, & L. P. Lipsitt (Eds.), Advances in child development and behavior, Vol. 13 (pp. 257-295). New York: Academic Press.
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Gesichtsmuskeln
[Link]
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[aus Schneider, 1990, p. 425] Ekman, P., Sorenson, E. R., & Friesen, W. V. (1969). Pan-cultural elements in facial display of emotions. Science, 164, 86-88.
bersicht
3 Emotionsausdruck im Gesicht
Ausdrucksfunktion Messung des Gesichtsausdrucks Genese des Gesichtsausdrucks
2 Emotionstheorien
Behavioristische Emotionstheorien Kognitiv-physiologische Emotionstheorien Attributionale Emotionstheorien Evolutionre Emotionstheorien
Elfenbein, H. A., & Ambady, N. (2003). Universals and cultural differences in recognizing emotions. Current Directions in Psychological Science, 12, 159-163.
positive Stimmung hat weder einen vergleichbaren noch einen gegenteiligen Effekt
unter Angst werden bedrohliche Reize ignoriert (Wahrnehmungsabwehr), unter neutralen Bedingungen tritt regulrer Stroop-Effekt ein
Intensittshypothese:
ausschlielich die Intensitt der Emotion determiniert die Behaltensleistung Experiment von Turner & Barlow (1951): lieen erinnerte angenehme und unangenehme Alltagsereignisse auf Intensittsskala einschtzen; nach 14 Tagen berraschend Behaltensprfung bessere Erinnerung bei intensiveren Items, unabhngig von der emotionalen Qualitt; vermutet wird eine verbesserte Konsolidierung infolge hherer Aktivierung
Turner, R. H., & Barlow, J. H. (1951). Memory for pleasant and unpleasant experiences: Some methodological considerations. Journal of Experimental Psychology, 42, 189-196.
Bower, G. H., Monteiro, K. P., & Gilligan, S. G. (1978). Emotional mood as a context of learning and recall. Journal of Verbal Learning and Verbal Behavior, 17, 573-585.
Ergebnis:
bessere Erinnerung an die Person, die in der gleichen Stimmungslage wie die Vp war
[aus Schneider, 1990, p. 442] Bower, G. H. (1981). Mood and memory. American Psychologist, 36, 129-148. Bower, G. H., Gilligan, S. G., & Monteiro, K. P. (1981). Selectivity of learning caused by affective states. Journal of Experimental Psychology: General, 110, 451-470.
Ereignis
Ereignis
Ereignis
Ereignis
Intelligenz beeinubar?
Otto & Schmitz (1993):
Intelligenztest-Aufgaben werden in guter Stimmung nicht besser gelst
FREUDE
RGER
Sieger
Geburtstag
Beleidigung
Geldstrafe
in guter Stimmung schnellere (nach 11 Minuten) Entscheidung (KG: 19 Minuten) in guter Stimmung weniger Infos (33 von 54; KG: 40) und schlechter genutzt (=wiederholtes Anschauen nur 1,3 mal; KG: 1,9 mal)
Gste
Geschenk
Das Netzwerkmodell von Bower (1981, p. 135, vereinfachte Darstellung). Emotionen und Ereignisse sind als Knoten dargestellt, die miteinander verknpft sein knnen. Die Aktivierung eines Knotens breitet sich auf mit ihm verbundene Knoten aus und macht die dort gespeicherte Information besser verfgbar.
Info-Abruf
!
Isen, A. M., & Means, B. (1983). The inuence of positive affect on decision making strategy. Social Cognition, 2, 18-31. Otto, J. H., & Schmitz, B. B. (1993). Vernderungen positiver Gefhlszustnde durch analytische und kreative Informationsverarbeitung. Zeitschrift fr Experimentelle und Angewandte Psychologie, 40, 235-266.
Dunkersches Kerzenproblem
(zurck)
Kreatives Problemlsen
Isen, Daubman & Nowicki (1987):
Dunckersche Kerzenaufgabe: Kerze soll senkrecht und nichttropfend an Korkwand montiert werden
!
in guter Stimmung nden 9 von 12 (=75%) die Lsung (besser!) in neutraler Stimmung nur 3 von 15 (=20%), in negativer 30% (n.s.)
A. Weil es sonst Streit in der Forschung geben wrde. B. Weil eine Denition das Resultat wissenschaftlicher Arbeit ist. C. Weil eine Denition fr mglichst viele Forschende akzeptabel sein sollte. D. Weil es bislang keine andere Denition gibt.
E-2: Welchen Standpunkt vertreten Ortony und Turner (1990) in Sachen Existenz von Primr-Emotionen?
! ! ! !
A. Adrenalin-induzierte Emotionen fallen grundstzlich negativ aus. B. Die Emotionsindizes zeigen in die richtige Richtung, aber nur schwach. C. Die Emotionsindizes zeigen in die falsche Richtung. D. Adrenalin-induzierte Emotionen fhren zu Euphorie bei den Probanden.
A. Es gibt Primr-Emotionen, aber es ist noch nicht klar, welche das sind. B. Es sind noch keine Primr-Emotionen entdeckt worden. C. Es gibt aus prinzipiellen Grnden keine Primr-Emotionen. D. Die Primr-Emotionen sind Lust und Unlust.
E-5: Welche Aussagen treffen nach evolutionspsychologischer Sicht auf die Eifersucht von Mnnern zu?
! ! ! !
E-3: Was demonstriert der sog. Garcia-Effekt von Garcia und Koelling (1966)? (1 Antwort)
! ! ! !
A. Mnnern geht es in Partnerschaften nur um Sex. B. Mnner sorgen sich, da ihre Frau Kinder von fremden Mnnern bekommt. C. Der Partnerin wird eine sexuelle Affre mit einem anderen verbelt. D. Der Partnerin wird eine tiefe Bindung zu einem anderen verbelt.
A. Die Verknpfung von CS und UCS kann in beliebiger Form erfolgen. B. Ratten reagieren auf Schock mit belkeit. C. CS Geschmack, CS Ton und CS Licht sind gleichermaen familir. D. Die Verknpfung von CS und UCS kann nicht beliebig erfolgen.
Literatur
Angaben zu meiner Person:
Skriptbewertung
! weiblich ! mnnlich Alter: ____ Jahre Hauptfach: ! Psychologie ! anderes Fach: Fachsemester: ___ ! Gasthrer Teilnahme an der Vorlesung: ! regelmig ! unregelmig
Version 19.3.07
Frijda, N.H. (1986). The emotions. Cambridge: Cambridge University Press. Izard, C.E. (1994). Die Emotionen des Menschen. Eine Einfhrung in die Grundlagen der Emotionspsychologie. Zweite Auage. Weinheim: Psychologie Verlags Union. Krohne, H.W. (1976). Theorien zur Angst. Stuttgart: Kohlhammer. Lazarus, R. S. (1991). Emotion and adaptation. New York: Oxford University Press. Lewis, M., & Haviland, J. M. (Eds.). (1993). Handbook of emotions. New York: Guilford Press. Meyer, W.-U., Schtzwohl, A. & Reisenzein, R. (1993). Einfhrung in die Emotionspsychologie. Band I. Bern: Hans Huber. Meyer, W.-U., Schtzwohl, A. & Reisenzein, R. (1997). Einfhrung in die Emotionspsychologie. Band II: Evolutionspsychologische Emotionstheorien. Bern: Hans Huber. Otto, J. H., Euler, H. A., & Mandl, H. (Eds.). (2000). Emotionspsychologie. Ein Handbuch. Weinheim: Psychologie Verlags Union. Reisenzein, R., Meyer, W.-U., & Schtzwohl, A. (2002). Einfhrung in die Emotionspsychologie. Band III: Kognitive Emotionstheorien. Bern: Hans Huber. Schmidt-Atzert, L. (1996). Lehrbuch der Emotionspsychologie. Stuttgart: Kohlhammer. Ulich, D. & Mayring, P. (1992). Psychologie der Emotionen. Stuttgart: Kohlhammer. Vincent, J.-D. (1990). The biology of emotions. Cambridge, MA: Basil Blackwell. Weber, H. (1994). rger. Psychologie einer alltglichen Emotion. Weinheim: Juventa.
Bewertung:
4. Das Skript erleichtert das Verfolgen der Vorlesung. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht 5. Das Skript ist bersichtlich gestaltet. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht 6. Das Skript enthlt die entsprechenden Inhalte der Vorlesung. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht 7. Das Skript ist auch ohne Besuch der Vorlesung ntzlich. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht 8. Die im Skript enthaltenen Texte sind verstndlich. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht 9. Die im Skript enthaltenen Abbildungen sind verstndlich. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht 10. Ich werde das Skript zur Prfungsvorbereitung nutzen. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht 11. Das Skript sollte (in jeweils aktueller Version) im Internet liegen. stimmt 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 stimmt nicht
Verbesserungsvorschlge: