[Link]@education.
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AVR-Mikrocontroller in BASCOM programmieren, Teil 1
Dies ist ein sehr knapp gehaltenes Tutorial. Man sollte unbedingt zustzlich die BASCOM-Hilfe zu Rate ziehen.
Empfehlenswerte Bcher: Roland Walter AVR-Mikrocontroller-Lehrbuch [Link] Claus Khnel Programmieren der AVR RISC Mikrocontroller [Link] Ulli Sommer Roboter selbst bauen Franzis Verlag (ist eigentlich ein Buch ber Roboter, lehrt aber auch BASCOM)
1. Was braucht man um anzufangen?
1.1 Hardware Gut geeignet ist der AtMega8, da er berschaubar und klein ist, aber trotzdem sehr viele integrierte Peripherie hat.
Frisch gekauft ist der AtMega8 so programmiert, dass er den internen RC-Oszillator benutzt (Taktfrequenz 1 MHz) und keinen externen Quarz braucht. In diesem Fall besteht die einfachste Schaltung aus dem Controller und einem Pullup-Widerstand am Reset-Pin:
[Link]@[Link]
+Vcc
100nF 10K SCK MISO MOSI Reset 19 18 17 1 ProgrammierAdapter
Der Entkoppelkondensator an der Betriebsspannung ist nicht immer notwendig, auf jeden Fall aber empfehlenswert. Natrlich wird man mindestens eine LED mit Vorwiderstand oder irgendsonstwas anschliessen, damit der Controller etwas sichtbares tun kann. Will man einen prziseren Takt haben oder andere Taktfrequenzen als 1MHz oder 8MHz, muss man den Controller mit einem Quarz betreiben:
+V c c
100nF
10K 19 18 17 1 P rogram m ierA d apt er
SC K M ISO M OSI Reset
10
22p
22p
Quarz 8MHz
Eine solche Schaltung kann man schnell auf einem Breadboard (Experimentierplatine) oder auf Lochraster aufbauen. Wenn ein Quarz benutzt wird muss Fuse Bit A987 auf 1111:1111 eingestellt werden. (siehe Kapitel Fuses am Ende von Teil 1)
[Link]@[Link]
1.2 Programmieradapter (auch Brenner genannt) Glcklich wer noch einen Parallelport am PC hat, in diesem Fall geht es besonders einfach.
SCK MISO MOSI GND Mikrocontroller
Data0 Busy\ Data7
2 11 9 18-25 D-SUB25 Centronicsport am PC
Spartanisch: Passiver SP12-Brenner BASCOM-Einstellungen (Programmer): Universal MCS Interface, WinAVR Portadresse $378 fr LPT1, $278 fr LPT2
[Link]@[Link]
Aktiver Brenner Sicherer ist eine Pufferung der Signale mit einem 74244:
+5V
Centronics 25pol. mnnl. zum PC
D3
10K
1 G
zum Controller
D5
2 4
18 16
MOSI
MOSI
8 6
D6
SCK
D4 6 8 +5V 14 12 SCK
10K
4 D2 19 G
10K
9 D7
17
3 RESET
RESET\
15 13
5 7
+5V
11 10 ACK\
MISO 2 12 3 11 20...25
MISO
BASCOM-Einstellungen (Programmer): STK200 Portadresse $378 fr LPT1, $278 fr LPT2
USB AVR Lab Bei neueren PCs ist man auf ein USB-Programmiergert angewiesen. Von Atmel gibt es den AVRISP mkII. Einen hervorragenden Ersatz als Fertiggert oder im Selbstbau gibt es hier: [Link] Im Programmer sitzt ein Mega8-Controller
[Link]@[Link]
Der Nachteil beim Selbstbau ist, dass dieser bei der Inbetriebnahme zunchst programmiert werden muss, wofr man sich dann eventuell ein anderes Programmiergert ausleihen muss, wenn man keines hat. Einstellungen in BASCOM: USBProg Programmer / AVRISP mkII, USB, AVRISPmkII. Achtung: Clock muss auf einen Wert von weniger als der Taktfrequenz des zu programmierenden Controllers eingestellt werden! Bei mir funktionierte das USBLab in der neuesten BASCOM-Version [Link], nicht aber in [Link]. Also unbedingt updaten wenn ntig!
1.3 BASCOM Eine kostenlose Demoversion (bis 4KB Code, das ist gar nicht so wenig) gibt es hier: [Link] Es lohnt sich aber auch BASCOM zu kaufen wenn man viel damit programmiert. Optionen Einige Optionen wie Chip, Quarzfrequenz, LCD, ... kann man voreinstellen. Dies ist nicht unbedingt erfordert, wenn man die dafr ntigen Befehle ins Programm schreibt, was sehr von Vorteil ist da diese Optionen dann eindeutig dokumentiert sind. Die einzige Option die unbedingt eingestellt werden muss, ist der Typ des Progrmmieradapters. (siehe dort)
2. Grundlegende Vorgehensweise
Programm schreiben, compilieren und zum Controller schicken File - New Quelltext schreiben Program - Compile Program - Send to chip Bei umfangreicheren Programmen kann es ntzlich sein, das Programm im eingebauten Simulator auszutesten.
[Link]@[Link]
3. Programmstruktur
(Beispiel):
Deklarationen + Initialisationen: $CRYSTAL = 4000000 $Regfile = [Link] Config PortD = Output Config PortB = Input Config PinC.3 = Input Config PinC.2 = Output Config .... DIM VariableA as byte DIM VariableB as integer .... Hauptprogramm ist immer eine Endlosschleife DO ...... ...... LOOP END 'Quarzfrequenz 'Registerdefinitionen Mega8
4. Controller mit externem Quarz
Ein frischer Mega8 ist so programmiert, dass der interne Taktgenerator mit 1MHz benutzt wird. Ein aussen angeschlossener Quarz ist wirkungslos, solange nicht die entsprechenden Fusebits gendert werden. Fusebits fr Mega8 und Quarzbeschaltung einstellen: Manuel Program - Lock and Fuse bits - Fuse bit A987 - 1111:1111 external crystal (siehe Kapitel Fuse bits)
[Link]@[Link]
5. Port als Output: Hello World mit LED
Zustzlich zur Minimalbeschaltung wird eine LED mit Vorwiderstand angeschlossen.
$crystal = 1000000 $regfile = "[Link]" Config Pind.5 = Output
D.5
+Vcc
100nF 10K SCK MISO MOSI Reset 19 18 17 1 ProgrammierAdapter
Mega8
Do Portd.5 = 1 Waitms 100 Portd.5 = 0 Waitms 200 Loop
Hier wird ein einziger Ausgang gesetzt und rckgesetzt. Will man mehrere Portpins gleichzeitig setzen, geht das mit der so:
$crystal = 1000000 $regfile = "[Link]" Config PortD = Output Do Portd = &HFF Waitms 100 Portd = 0 Waitms 200 Loop 'alle LEDs an 'alle LEDs aus
Werden $CRYSTAL und $REGFILE nicht benutzt, so gelten die Einstellungen der Optionen! Konfiguration als Ein- oder Ausgang: z.B. Config PortB = Output / Input fr den ganzen Port B Config PinC.3 = Output fr das einzelne Bit 3 von PortC Alternativ dazu kann man auch direkt in die Data Direction Register schreiben: z.B. DDRD = &B0001100 'D.2 und D.3 als Ausgang, die restlichen als Eingang (1 = Ausgang, 0 = Eingang)
[Link]@[Link]
6. Port als Input: Anschluss von Tastern
Grundstzliches: Taster knnen gegen +UB oder Masse geschaltet werden. Im ersten Fall wird ein Pulldown-, im zweiten Fall ein Pullup-Widerstand bentigt, damit sich im Ruhezustand ein eindeutiges Potential am Eingang ergibt..
+5V Rp
+5V
Rp
Der Wert von Rp ist unkritisch, 10k ist ein guter Wert. Taster nach Zustand wenn bettigt +UB 1 Pulldown Masse 0 Pullup Masse 0 Interner Pullup
Die dritte Schaltung im Bild ist die am meisten verwendete, sie verwendet den internen Pullupwiderstand im Mikrocontroller. Um diesen zu aktivieren, muss der Port als Eingang festgelegt und auf das Portregister an dieser Stelle eine 1 geschrieben werden (genaueres siehe Datenblatt!):
Config Pinb.0 = Input Portb.0 = 1 'Taster an B.0
Achtung: Der Eingang wird mit PinX.Y und nicht mit PortX.Y gelesen! In BASCOM hat das Schlsselwort Pin zwei unterschiedliche Bedeutungen: Bei der Konfiguration als Ein- / Ausgang wird es benutzt fr einen Pin im Gegensatz zum ganzen Port. Beim Lesen wird Pin fr den Eingang benutzt. Beispiel: Das vorige Beispiel soll abgendert werden , sodass die LED schneller blinkt, wenn ein Taster gedrckt wird. Unser Programm knnte so aussehen:
[Link]@[Link]
$crystal = 1000000 $regfile = "[Link]" Config Pinb.0 = Input Portb.0 = 1 Config Pind.5 = Output Do Portd.5 = 1 Waitms 100 Portd.5 = 0 If Pinb.0 = 0 Then Waitms 100 Else Waitms 500 End If Loop 'Taster 'LED
Tasterprellen Vorsicht: Taster prellen, sie liefern also mehrere Impulse beim Tastendruck. In unserem Beispiel ist das kein Problem. Wenn aber z.B. Tastendrcke gezhlt werden sollen, muss man darauf aufpassen. Mehr dazu spter.
7. Anschluss eines LCD-Displays
Beispiel:
+V cc
Mega8
7 Vcc C.5 C.4 C.3 C.2 C.1 C.0 D7 D6 D5 D4 E RS R/W
LCD
CTRST 10K
10K 19 18 17 1 ProgrammierAdapter
SCK MIS O MO SI Reset 9 22p 22p 10
Quarz 8MHz
[Link]@[Link]
10
(Der Quarz und die 22pF-Kondensatoren knnen weggelassen werden wenn der interne Oszillator benutzt wird) Pinbelegung blicher LCD: Pin 14 D7 13 D6 12 D5 11 D4 6 E 5 R/W 4 RS 3
CTRST
+5V GND
In der obigen Schaltung wird das LCD-Display im 4-bit-Modus angesteuert. BASCOM ist sehr flexibel, was den Anschluss angeht. Die Verbindung zum LCD kann im Prinzip ber beliebige Portpins erfolgen, sie muss mit CONFIG LCDPIN festgelegt werden. Im Programm muss das LCD mit 2 Befehlen konfiguriert werden: Config LCD legt die Grsse fest (20 * 2) Config Lcdpin legt die Anschlussbelegung fest (kann auch gendert werden, wenn ntig)
Vor dem Schreiben soll das Display mit CLS gelscht werden. Dies bewirkt auch einen LCD-Reset. Das Schreiben selbst erfolgt mit dem Befehl LCD Mit LOCATE kann der Cursor positioniert werden, so dass man z.B. auch in die [Link] schreiben kann. Beispielprogramm:
$crystal = 8000000 $regfile = "[Link]" Config Lcd = 16 * 2 Config Lcdpin = Pin , Db7 = Portc.5 , Db6 = Portc.4 , Db5 = Portc.3 , Db4 = Portc.2 , E = Portc.1, Rs= Portc.0 Cls Do Lcd "Hello World" Waitms 500 Cls Waitms 200 Loop
Das Programm gibt einen blinkenden Text aus. Achtung: es gibt einzeilige LCD-Displays mit 16x1 Zeichen, die aber als 8x2 konfiguriert werden mssen!
8. Variablen
In vielen Programmen mssen Werte zwischengespeichert werden. Da das RAM des Mikrocontrollers knapp ist, muss man gut berlegen welche Art Variable man verwendet, um keinen Speicher zu verschwenden.
[Link]@[Link]
11
Beispiel: Auf dem LCD-Display soll eine Zahl zwischen 0 und 59 angezeigt werden, die jede Sekunde um 1 hochgezhlt wird. (Dies knnte man fr die Sekundenanzeige einer nicht sehr genauen Uhr benutzen, und leicht um Minuten und Stunden erweitern) Da die Zahl kleiner als 255 ist, gengt eine Byte-Variable.
$crystal = 1000000 $regfile = "[Link]" Config Lcd = 16 * 2 Config Lcdpin = Pin , Db7 = Portc.5 , Db6 = Portc.4 , Db5 = Portc.3 , Db4 = Portc.2 , E = Portc.1 , Rs = Portc.0 Dim X As Byte Cls Do if X=60 then X=0 Lcd X Wait 1 Cls X=X+1 Loop
BASCOM speichert die Variablen im RAM ab Adresse 60h ab. Variablentyp 8 Bit Byte Integer Word Long Single String der Lnge L Speicherverbrauch 1 Byte 1 Byte 2 Byte 2 Byte 4 Byte 4 Byte L+1 Byte Wertebereich 0...255 -32768...+32767 0...65535
-2 147 483 648...2 147 483 647
1.5 x 1045 ...3.4 x 1038 max. 254 Zeichen
[Link]@[Link]
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9. Unterprogramme
Bei greren Projekten ist es sinnvoll, das Programm in bersichtliche kleine Unterprogramme aufzuteilen. Dies erleichtert auch eine sptere nderung im Programm, weil sich leichter zurechtfindet als in einem einzigen unbersichtlichen Programm. Das obige Beispiel knnte man dann so schreiben:
....... 'Hauptprogramm: Do If X = 60 Then X = 0 Gosub Displayx Wait 1 X=X+1 Loop '---------------------------------------------------------------'Unterprogramm fr die Anzeige Displayx: 'Label = Name des UP (endet mit :) 'Vorigen Wert lschen Locate 1 , 1 'Cursor setzen Lcd Space(10) 'Neuen Wert schreiben Locate 1 , 1 Lcd X Return 'Rcksprung ins Hauptprogramm
Hier wurde auch eine etwas elegantere Art benutzt, um den Wert zu schreiben. Wir verzichten auf das langsame CLS, das auch ein unangenehmes Flackern bewirkt, und lschen den vorigen Wert indem wir ihn mit Spaces berschreiben. Das geht schneller und ist flackerfrei.
In BASCOM gibt es noch eine andere Art Unterprogramme aufzurufen. Diese benutzt die Definition des UP mit SUB...
10. Taster Tasterprellen
Tasten werden oft zum Auswhlen von Menpunkten oder hnlichem verwendet. In unserem einfachen Demo-Beispiel soll eine Zahl hochgezhlt werden, wenn eine Taste mit internem Pullup-Widerstand an B.0 gedrckt wird. Dies ist nicht ganz so trivial wie man meinen knnte, denn eine Lsung mit
IF PinB.0 THEN X = X+1
fhrt dazu, dass X whrend des Tastendrucks hochgezhlt wird, und das geht mit unglaublicher Schnelligkeit (gebremst allerdings durch die LCD-Anzeige). Um dies zu vermeiden, muss man, wenn die Taste bettigt wird, warten bis sie wieder losgelassen wird.
'Taster an B.0 : Hochzhlen jedesmal wenn Taster gedrckt 'Version mit Tasterprellen $crystal = 1000000 $regfile = "[Link]" 'Taster mit internem Pullup Config Pinb.0 = Input
[Link]@[Link]
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Portb.0 = 1 Config Lcd = 16 * 2 Config Lcdpin = Pin , Db7 = Portc.5 , Db6 = Portc.4 , Db5 = Portc.3 , Db4 = Portc.2 , E = Portc.1 , Rs = Portc.0 Dim X As Byte Cls Lcd X '-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------'Hauptprogramm: Do If Pinb.0 = 0 Then 'Warten bis Taster losgelassen Do Loop Until Pinb.0 = 1 'X erhhen X=X+1 Gosub Displayx End If 'Wert anzeigen, UP wie oben
Loop '-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------.......
Aber auch hier gibt es noch ein Problem: Taster prellen, d.h. pro Tastendruck ergeben sich eventuell mehrere Impulse, so dass X nicht nur einmal, sondern mehrmals inkrementiert wird. BASCOM bietet hier eine elegante Lsung an, den DEBOUNCE (Entprell) Befehl. Dieser macht intern eine Kombination aus Verzgerung und Warten auf das Loslassen der Taste. Er muss immer zusammen mit einem Unterprogramm benutzt werden.
.............. 'Hauptprogramm: Do Debounce Pinb.0 , 0 , Reaktion_auf_taste , Sub Loop '------------------------------------------------------------Reaktion_auf_taste: 'X erhhen X=X+1 'Wert anzeigen: letzten lschen und neuen schreiben Locate 1 , 1 Lcd Space(10) Locate 1 , 1 Lcd X Return
[Link]@[Link]
14
11. Serielle Schnittstelle
Diese bei PCs leider fast ausgestorbene Schnittstelle bringt viele Vorteile bei der Kommunikation mit dem Controller. Man kann sie zum Debuggen benutzen, indem man sich die Inhalte von Variablen an den PC schickt, oder man kann dem Controller Befehle schicken, um irgendetwas im Programm zu verndern. 11.1 Hardware Die RS232 - Signale des PCs haben 12V, whrend der Controller mit 5V-Pegel arbeitet. Ausserdem ist die Logik invertiert. Es muss also eine Anpass-Schaltung zwischengeschaltet werden, z.B. die klassische MAX232Schaltung, welche in der hier abgebildeten Form ihren Saft eleganterweise aus der RS232Schnittstelle des PCs beziehen kann , wenn J1 gesetzt ist (Voraussetzung ist natrlich ein 1:1-Kabel, welches auch die Signale der Pins 4 (DTR) und 7 (RTS) fhrt). Die Speisung kann aber auch vom Controller-Board aus erfolgen, wenn J2 gesetzt ist.
D1 J1 J2 +5V R1 4 D2 C1
2 6 V+ 16 C1+ C1C2+ 1
7
D3
GND C5
V -
C2
3 4
C4 zum PC
14
MAX232
C2- 5 T1IN 11 T2IN 10 12 9
C3
2 3 5
7 13 R1IN 8 R2IN
TxD
zum Controller
RxD
IC1 DB9F
15
D1, D2 = 1N4148 D3 = ZD4v7 R1 = 100 C1...C5 = 1F
J1 = Stromversorgung vom PC J2 = Stromversorgung von der Kontrollerplatine
Die Verbindung nach rechts zum Mikrokontroller ist beim Mega8 die folgende: RxD TxD PortD.0 (RxD) PortD.1 (TxD)
Die Anpass-Schaltung kann brigens auch mit 2 Transistor-Invertern aufgebaut werden. An RxD des PCs (Pin 2) gengt meist schon ein 5V-Pegel, so dass die Schaltung nur 5V Betriebsspannung braucht:
[Link]@[Link]
15
+5V
100
10k 2
PC
RxD TxD 3 3 47k
D0 = RxD
T1 (npn) an RxD: z.B BC547 o.. T2 (pnp) an TxD: z.B. BC557 o..
Mega8
3
TxD RxD 2 GND 5 DB9-M 2 GND 5 DB9-F 1K 10k
D1 = TxD
11.2 Senden eines Textes 1. Baudrate festlegen z.B. $BAUD=9600 (mit den Standardeinstellungen 8bit, no parity 1 Stop bit wie standardmig in Options Communication festgelegt.) Vorsicht! Da die Baudrate aus der Taktfrequenz des Controllers abgeleitet wird, kann man bei niedrigen Taktfrequenzen keine hohen Baudraten whlen, ohne dass sich ein unzulssig hoher Fehler ergibt. Im Menpunkt Program Show results kann man sich unter anderem den Fehler in der Baudrate anzeigen lassen. 2. PRINT benutzen fr die Ausgabe. Normalerweise fgt PRINT einen Zeilenumbruch hinzu, ausser wenn am Ende mit ; abgeschlossen wird (siehe Beispiel) Testprogramm:
$crystal = 4000000 $regfile = "[Link]" $baud = 9600 Dim X As Byte Do Print "Hello"; Print " "; Print X Wait 1 X=X+1 Loop
Ausgabe im Terminalfenster von BASCOM (Tools Terminal emulator): Hello 1 Hello 2 Hello 3 Hello 4
[Link]@[Link]
16
Hello Hello .......
5 6
11.3 Empfangen eines Textes Textzeilen vom PC, die mit <CRLF> (Carriage Return + Line Feed) abgeschlossen sind, wie es beim Bettigen von <Enter> im Terminalprogramm geschieht, werden mit INPUT empfangen. Beispiel:
$crystal = 4000000 $regfile = "[Link]".dat " $Baud = 9600 Dim S As String * 10 Do Input "Please type your name:" , S Print "Hello "; Print S Loop End
Terminal: Please type your name:Jean-Claude Hello Jean-Claude Hier wurde eine Stringvariable S dimensioniert um den Text zu empfangen. Diese muss hinreichend gro sein, damit alle Zeichen hineinpassen. Der Text in hinter INPUT wird vor dem Input an den PC ausgegeben.
11.4 Empfangen einzelner Zeichen Oft ist es sinnvoll, statt eines Textes nur einzelne Zeichen (je 1 Byte ) zu schicken. Beispiel: Eine LED soll durch Senden von 1 eingeschaltet und durch 0 ausgeschaltet werden.
$crystal = 4000000 $regfile = "[Link]".dat " $Baud = 9600 Dim S As Byte Config Portd.5 = Output Do S = Inkey() If S <> 0 Then Select Case S Case Asc( "0") Print "Aus" portd.5=0 Case Asc( "1") Print "Ein" Portd.5 = 1 End Select End If 'LED gegen Masse 'Ist ein Zeichen da? 'Wenn ja, welches?
[Link]@[Link]
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Loop End
Der INKEY-Befehl gibt den ASCII-Wert zurck, wenn ein Zeichen anliegt, sonst null. SELECT CASE erlaubt eine bequeme Wahl verscheidener Mglichkeiten.
11.5 Empfang mit Interrupt Die hier vorgestellte Methode heit Polling. Sie ist einfach, aber sehr ineffektiv, da das Hauptprogramm eigentlich nichts anderes tun kann als auf ein zu empfangendes Byte zu warten. Braucht es einmal lnger fr eine Berechnung oder sonstwas, besteht die Gefahr dass zu empfangende Bytes verpasst werden. Das gleiche gilt natrlich auch fr die Polling-Methode bei Tasterabfragen. Gnstiger ist es, mit INTERRUPTs zu arbeiten. Mehr dazu siehe Kapitel Interrupts.
11.6 Software-UART Oft ist es sinnvoll, statt eines Textes nur einzelne Zeichen (je 1 Byte ) zu schicken. Diese Option ist interessant wenn man mehrere serielle Schnittstellen braucht, der Controller hardwaremssig aber nur eine anbietet. Die Pins fr TxD und RxD mssen jeweils einzeln mit dem OPEN - Befehl als Gert Nummer x konfiguriert werden (angelehnt an die DOS-Syntax). Anschliessend werden sie mit dem PRINT #x beschrieben oder mit INPUT #x bzw INKEY (#x) gelesen. Beispiel fr das Senden:
Open "comd.3:9600,8,n,1" For Output As #1 Print #1 , "serial output"
Beispiel fr Empfangen und Senden:
Open "comd.3:9600,8,n,1" For Output As #1 Open "comd.2:9600,8,n,1" For Input As #2 Print #1 , "serial output" Do S = Inkey(#2) If S <> 0 Then S=S+1 Print #1 , S End If Loop
Der CLOSE-Befehl sollte hier nicht benutzt werden. Im obigen Programm wrde er nur berflssig sein. Wenn PRINT #.... in einem Unterprogramm benutzt wird welches (wie es normalerweise der Fall ist) hinter dem Hauptprogramm steht und in diesem CLOSE #.. zum Schliessen verwendet wird, dann kommt es zu Fehlermeldungen.
[Link]@[Link]
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Weitere interessante Befehle:
INPUT, INPUTBIN, INPUTHEX PRINT ISCHARWAITING, WAITFORKEY
11.7 Mehrere Controller an einem RS232-Port
Pegelanpassung + Inverter
AVR1
+5V
TxD RxD
AVR2
100
TxD
RxD
10k
RxD
3
47k
zum PC
TxD
2
10k 1K
Bus
DB9-F
Mit dieser Schaltung kann der PC als Master Kommandos an mehrere AVRs schicken die dann als Slaves arbeiten. Der TxD-Ausgang des AVR hat im Ruhezustand +5V, die L-Pegel bei der bertragung bewirken ber die Diode Basisstrom fr den pnp-Transistor und H am PC-Stecker. Die RxD-Eingnge liegen parallel so dass alle AVRs gleichzeitig hren knnen. Wichtig ist, dass keine 2 AVRs gleichzeitig senden.
[Link]@[Link]
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11.8 Mehrere RS232-Schnittstellen an einem Mega8 Manchmal soll ein Controller mit 2 anderen Gerten kommunizieren knnen, wobei aber nur eine Verbindung aktiv ist.
RxD2 3 47k TxD2 GND 2 100 5 2 RxD1 3 2 47k 10k +5V
D0 = RxD
TxD1 GND
Mega8
3
D1 = TxD
10k DB9-F 1K
Fr TxD ist keine besondere Manahme ntig, das Signal wird einfach auf beide Schnittstellen ausgegeben. Bei RxD wird mit Dioden entkoppelt. Dies funktioniert natrlich nur, wenn nicht von den 2 Schnittstellen gleichzeitig Signale ankommen.
[Link]@[Link]
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11.9 Tcken der Kommunikation zwischen zwei Controllern
MessStation
TxD (5V) D.1 RxD D.0
RxD D.2
Master
PC
TxD B.1 Software UART zum Slave Hardware UART zum PC
Command "Send data"
In der obigen Konfiguration wurde ein Controller als Master benutzt, um Daten von einer MessStation abzurufen. Hier ist ein Problem die Synchronisation zwischen Master und Slave. Im Beispiel sendet der Master ein bestimmtes Zeichen, woraufhin der Slave seine Daten schickt, jeweils mit einem PRINT-Befehl. Dieser schickt am Ende eines Datenpckchens ein CRLF (Zeilenende und Zeilenvorschub: ASCII-Zeichen 13, 10) mit, was man zum Synchronisieren nutzen kann. Der Slave liest die Daten mit dem INPUT-Befehl, welcher auf ein CR(LF?) wartet. Diese Lsung funktionierte nicht auf Anhieb. Nach einigem Debugging-Aufwand stellte sich heraus warum: Der INPUT-Befehl lsst ein LF (chr(10)) im Puffer stehen, welches ab dem zweiten Datenpckchen Probleme macht. Zwei Lsungen sind denkbar: der Slave sendet z.B. PRINT x; Print chr(13); also nur CR statt CRLF der Master liest die Daten als String und entfernt bei Bedarf das berflssige LF am Beginn. Erst dann werden sie in Zahlenwerte gewandelt.
Im Beispiel wurde die zweite Lsung benutzt, die Daten liessen sich damit problemlos empfangen. .......
'Command to station Print #1 , "*" 'Read 7 pieces of data terminated by CR For I = 1 To 7 Input #2 , S(i) Next I 'correction if LF (10) left in the buffer ' (this occurs on all but first item, as input cuts behind the CR) For I = 1 To 7 If Left(s(i) , 1) = Chr(10) Then S(i) = Mid(s(i) , 2) Next I 'Assign data to variables for processing Secs = Val(s(1)) Temperature_outside = Val(s(2)) ..... 'b.1
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11.10 Datenspion zum Debuggen serieller Kommunikation Die folgende Schaltung erlaubt es mithilfe eines Terminalprogramms (wie das von BASCOM) zu sehen was ber die TxD / RxD Leitungen geschickt wird. Dies ist oft hilfreicher als die Benutzung eines Oszilloskops, mit dem man die Zeichen mhsam decodieren msste.
+5V
470
2K2 JP1
1K
Prfspitze
22K JP2 22K
2 5
47K
Sub-D9 weibl. JP1: nicht invertiert (PC direkt) JP2: invertiert (TxD / RxD am Controller) zum PC
Mit dem Jumper an JP1 / JP2 kann eingestellt werden ob das Signal invertiert wird oder nicht, je nachdem ob es direkt an einem Controller oder hinter einem Pegelwandler auf dem Weg zum PC gemessen werden soll. Die erste Stufe mit der LED ist ein einfacher Logiktester, der auch zum Ansehen des logischen Zustandes an beliebigen Pins benutzt werden kann.
[Link]@[Link]
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12 Fuse bits
Die Fuse bits erreicht man ber Program Send to chip Manual program Vorsicht: Mit den Fuse bits herumzuspielen ist gefhrlich! Es kann dazu fhren dass der Controller nicht mehr ansprechbar ist. Taktquelle einstellen: Fusebit KLA987 Am wichtigsten sind die Mglichkeiten Int RC Osc 1MHz / 2MHz / 4MHz / 8MHz fr den Betrieb ohne Quarz, mit internem Oszillator Ext Crystal / Resonator High Freq. (111111) fr den Betrieb mit Quarz.
Brown Out detection BODEN enabled bewirkt dass ein Reset erfolgt, wenn die Betriebsspannung zusammenbricht. Dies kann unkontrollierte Reaktionen des Controllers verweiden helfen, wenn die Speisespannung mit Strsignalen verseucht ist, wie es z.B. bei Robotern hufig der Fall ist, oder wenn sie beim Ausschalten langsam gegen null geht (langsam sich entladende Elkos). Immer empfehlenswert ist :BODEN = 1 um diese Probleme zu vermeiden.
Nach dem Einstellen mssen die Fuse bits mit Write FS geschrieben werden. Von den anderen Fusebits lsst man am Besten die Finger, ausser wenn man das Datenblatt studiert hat und genau weiss, was man tut.
So, das wre der erste Teil des Tutorials. Im zweiten soll es ber Interrupts und Timer gehen.
Kritik und Rckmeldungen bitte an [Link]@[Link]