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Digitaltechnik

Das Dokument behandelt grundlegende Konzepte der Digitaltechnik, einschließlich digitaler Schaltungen, MOSFET-Transistoren, Zahlensysteme und deren Umwandlungen. Es erklärt die Funktionsweise von CMOS-Invertern, Verlustleistungen, kombinatorischer und sequentieller Logik sowie Timing-Parameter in digitalen Schaltungen. Zudem werden Aspekte wie Pipelining und parallele Verarbeitungseinheiten zur Verbesserung der Systemleistung angesprochen.

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Das Dokument behandelt grundlegende Konzepte der Digitaltechnik, einschließlich digitaler Schaltungen, MOSFET-Transistoren, Zahlensysteme und deren Umwandlungen. Es erklärt die Funktionsweise von CMOS-Invertern, Verlustleistungen, kombinatorischer und sequentieller Logik sowie Timing-Parameter in digitalen Schaltungen. Zudem werden Aspekte wie Pipelining und parallele Verarbeitungseinheiten zur Verbesserung der Systemleistung angesprochen.

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Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8.

Juni 2020

Digitale Schaltungen MOSFET-Transistor


nMOS
Zahlensysteme
Guter Pull-Down n n

Größte darstellbare Zahl nach Anzahl der Ziffern Source am niedrigeren Potential (UDS > 0) p


b: Basis; p: Anz. Vorkommast.; n: Anz. Nachkommast. 
 0 UGS < Ut (aus)

∧ UDS ≥ 0


Zmax = bp − b−n


β U − U − UDS  U

UGS > Ut (linear)
GS t 2 DS
ID =
 ∧ 0 < UDS < UGS − Ut
Zahlenkonvertierung Dezimal nach Basis r 

 β (UGS − Ut )2

UGS > Ut (Sättigung)
2


Sei z Zahl im Dezimalsystem. 

∧ 0 < UGS − Ut < UDS
Für z ≥ 1
1 ) Teile z durch r. Rest ist letzte Ziffer (LSB). pMOS
2 ) Wiederhole mit Ergebnis von 1). Rest ist vorletzte Zif-
fer usw. Guter Pull-Up p p

3 ) letzter Rest ist erste Ziffer (MSB). Source am höheren Potential (UDS < 0) n


Für z < 1 
 0 UGS > Ut (aus)

∧ UDS ≤ 0

1 ) Multipliziere z mit r. Übertrag ist erste Ziffer (MSB).



−β U − U − UDS  U

UGS < Ut (linear)
2 ) Wiederhole mit Ergebnis von 1). Übertrag ist zweite GS t 2 DS
ID =
Ziffer usw. 

 ∧ 0 > UDS > UGS − Ut
−β 2
 2 (UGS − Ut ) UGS < Ut (Sättigung)

3 ) letzter Rest ist letzte Ziffer (LSB).



∧ 0 > UGS − Ut > UDS

Anzahl der benötigten Ziffern n bezüglich der Basis r, um
Z10 darstellen zu können:
Dimensionierung
n = blogr (Z)c + 1
W
Negative Zahl bilden (2er Komplement, Radix) tox
µεOx ε0
n
K(Z) = r − Z Lmin β = K0 W 0
L mit K = tOx

1 ) Betrag der Dezimalzahl in Binärsystem umwandeln εOx : rel. Dielektrizitätskonstante des Gate Oxyds
2 ) Binäre Zahl invertieren ε0 : Dielektrizitätskonstante
W: Kanalweite L: Kanallänge
3 ) Anschließend 1 addieren
µ: Beweglichkeit der Elektronen/Löcher
tOx : Gate Oxyd-Dicke
Binäre Rechenoperationen
L immer Lmin
n1 : Bit-Anzahl von Zahl 1; n2 : Bit-Anzahl von Zahl 2
Maximale Anzahl an Bit, um Ergebnis darzustellen: W ∼ Drain Strom ∼ Schaltgeschwindkeit
µn = (1.5 . . . 3.5) · µp ⇒ Kanalweite bei pMOS größer
Addition: nE = max(n1 , n2 ) + 1 ⇒ nMOS schaltet prinzipiell schneller als pMOS
Multiplikation: nE = n1 + n2
Verzögerungszeit (Propagation delay)
Gleitkommazahlen (IEEE 754)
Zeit zwischen 50%-Pegeln von Eingang und Ausgang.
1 bit Vorzeichen(v), 8 bit Exponent(e), 23 bit Mantisse(m)
1
tp = Ron,p · C · ln(2) , Ron,p ≈ β(|UGSp |−|Utp |)
Dezimalzahl → IEEE 754 Cload tOx Lp
tpLH ∼ Wp µp εOx (UDD −|Utp |)
Z positiv ⇒ v = 0; Z negativ ⇒ v = 1

e10 = blog2 |Z10 |c + 127 m10 = b( 2e|Z 10 |


10 −127
− 1) · 223 c Zunahme von:

IEEE 754 → Dezimalzahl Cload


: Kapazitive Last Wp : Kanalweite
tox : Oxiddicke µp : Beweglichkeit der
Z10 = (−1)v · ( m
223 + 1) · 2
10 e10 −127
Lp : Kanallänge Ladungsträger
Utp : Schwellspannung εox : Oxyd-Dielektrizität
Z2 = (−1)v · (1, m2 ) · 2e10 −127 (Betrag) UDD : Versorungsspannung
⇒ Verzögerungszeit steigt ⇒ Verzögerungszeit sinkt
e=0 ⇒Darstellung von ,,0”
e = 255 ⇒Darstellung von ,,∞” Beeinflussbare Parameter: Cload , Wp , UDD , Utp

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 1


Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8. Juni 2020

CMOS-Inverter und Logik Kombinatorische Logik


Verlustleistung Realisierung von CMOS-Schaltungen
Dynamisch UDD
A B
Abhängig von den Signalflanken und der Schaltfunktion
C
Beispiel: Z = AB + C
Kapazitiver Anteil: Z Z
Eingangskapazitäten nachfolgender Gatter, Leitungskapa-
zitäten, parasitäre Kapazitäten CMOS ist grundsätzlich
A C
invertierend!
Kurzschlussanteil:
B
Querstrom (aufgrund endlicher Flankensteilheit)
GND

Statisch
DNF und KNF
Sub-Schwellstrom, Leckstrom (Diodensperrstrom), Gate-
Strom DNF (= CSOP):
⇒ abhängig von Versorgungs- und Schwellspannung 1-Zeilen mit ODER verknüpfen A B C Z
0 0 0 0
Pdyn ≈ Pstat Z = A·B·C+A·B·C+A·B·C+A·B·C 0 0 1 1
2
PCap = α01 f CUdd 0 1 0 1
PShort = α01 f βn τ (Udd − 2Utn )3 KNF (= POS): 0 1 1 0
Werte der 0-Zeilen invertieren und 1 0 0 1
Anzahl der steigenden F lanken des Signals Z mit UND verknüpfen
α= Anzahl der steigenden F lanken des T aktsignals 1 0 1 0
Z = (A + B + C) · (A + B + C)· 1 1 0 0
Falls Schaltwahrscheinlichkeit gegeben ist: 1 1 1 1
·(A + B + C) · (A + B + C)
α = P (Z = 0) · P (Z = 1)

Umwandlung von SOP nach POS


Singlecore vs. Multicore: dyn. Verlustleistung
1 ) Doppeltes Negieren der Funktion
n: Anzahl der Kerne
2 ) Umformung der unteren Negation (2x DeMorgan)
k: um diesen Faktor verkürzte Laufzeit
3 ) Ausmultiplizieren
2
Singlecore: Pdyn ∼ f · Udd 4 ) Umformung der oberen Negation (2x DeMorgan)
Annahme: Programm kann perfekt parallelisiert wer-
den. Volladdierer
A B Cin Cout S A B
k3 ·f ·Udd
2
Multicore: Pdyn ∼ 0 0 0 0 0
n2
0 0 1 0 1
VA
+

Kennlinie von CMOS-Inverter 0 1 0 0 1


P=A+B
G = AB
0 1 1 1 0 Cin
Uout 1 0 0 0 1
+

nMOS sperrt nMOS leitet


1 0 1 1 0 Cout
pMOS leitet pMOS sperrt

UDD 1 1 0 1 0
1 1 1 1 1 S

S = P ⊕ Cin , Cout = G + P · Cin

Ripple-Carry-Adder
A3 B3 A2 B2 A1 B1 A0 B0

I Cout = C4 VA VA VA VA C0 = Cin = 0

S3 S2 S1 S0
Utn UDD - |Utp| UDD Uin
Verzögerungszeit wird vom Carry-Übertrag dominiert!
Maximale Verzögerungszeit, wenn beim LSB das Signal
vout hat definierten Logikpegel, wenn gilt: | ∂v
∂vin | < 1
out
von G wechselt und bei allen anderen Gattern gilt: P = 1.

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 2


Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8. Juni 2020

Sequentielle Logik - Zusätzliche Kontrolllogik nötig (Multiplexer)

Set-Reset Latch / Enable Latch - Taktfrequenz und Latenz bleiben konstant

Schaltsymbol - Durchsatz steigt mit der Zahl der Verarbeitungseinhei-


1
R ten
e D e Q
0
1 - ABER: deutlich höherer Ressourcenverbrauch
D Q
Q
Q Logiktabelle Finite state machine
D D e Q
Moore Mealy
1 1 D
S
0 Q i11/o11 i22/o22
i11 i22
i12 i12/o12
Übernimmt Eingangswert, solange e = 1 (Level-controlled) s1/o1 s2/o2 s1 s2
i21 i21/o21
i23 i23/o23
Flip-Flop i31 i32 i31/o31 i32/o32

Schaltsymbol Logiktabelle s3/o3 s3

c e Q e Q c Q c Q i33 i33/o33
Q
D
D D Q D Q Q D Q - Q
Master Slave i f(s, i) s g(s) o i f(s, i) s g(s, i) o
clk clk

Timing
Ausgang nur vom Zustand Ausgang vom Zustand und
tsetup : Zeit, in der der Eingangswert vor aktiver Taktflanke abhängig. von Eingabe abhängig.
stabil sein muss
Vorteile:
thold : Zeit, in der der Eingangswert nach aktiver Taktflanke
stabil bleiben muss Kein Kombinatorischer Pfad Weniger Zustände,
von Eingängen zu Ausgängen Übersichtlicher, Allgemeiner
tc2q : Zeit, nach der der Eingangswert nach der Taktflanke
stabil an Q anliegt (=Ausgangslatenz des Registers) ⇒ Begrenzung der Logik-
Tiefe
tclk : Clock
tlängsterP f ad : (=kritischer Pfad) Längste Verzögerungszeit Nachteile:
zwischen zwei Registerstufen Hohe Anzahl von Zuständen Lange kombinatorische Pfa-
de bei Vekettung mehrerer
tclk ≥ tc2q + tlängsterP f ad + tsetup FSMs
thold ≤ tc2q + tkürzesterP f ad

fmax = 1
tsetup +tc2q +tlängsterP f ad
Speicher
(Für maximalen Durchsatz die Einheit op/s“ verwenden!) Definitionen

Bandbreite: Datenmenge pro Zeiteinheit zum Schreiben
Gesamtlatenz = (Maximale Anzahl hintereinander
oder Lesen [bit/sec]
geschalteter Register −1) · tclk
Latenz: Zeitdifferenz zwischen Anforderung und
Ausgabe von Daten [sec]
Für eine dauerhaft korrekte Datenübergabe müssen
Zykluszeit: Zeitdifferenz zwischen auffeinander folgenden
alle Register mit der selben Frequenz arbeiten (ansonsten:
Schreib/Lese Zyklen [sec]
Verletzung der Hold-/Setup-Zeit usw.).
Asynchron: Lese-/Schreibvorgang beginnt direkt
⇒ neues Datenwort kann unmittelbar am
Pipelining Ausgang anliegen
Aufteilen langer kombinatorischer Pfade durch Einfügen Synchron: Fester Systemtakt (→ Fließbandverarbeitung)
zusätzlicher Registerstufen, um die Taktfrequenz erhöhen ⇒ Datenwort ist frühestens mit nächstem Takt
zu können (Gesamtlatenz wird allerdings nicht kleiner). nach Anlegen einer neuen Adresse zu erwarten
⇒ Möglichst Halbierung des längsten Pfades!
⇒ Evtl. müssen sog. Dummy-Gatter“ eingefügt werden!
” Bei der Anordnung von Speicherzellen in Reihen und Spal-
ten wird darauf geachtet, dass es möglichst quadratisch ist.
Parallele Verarbeitungseinheiten
- Paralleles, gleichzeitiges Verwenden mehrere identischer Leseverstärker zwischen Speicherzelle und Decoder
Schaltnetze beschleunigen den Speicherzugriff.

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 3


Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8. Juni 2020

1-Transistor DRAM-Zelle
WL “1” “1”
EDS
BL schreiben lesen
UDD

WL Algebra
UDD BL
UDD Boolesche Algebra
CS 1 ) x · y = y · x, x + y = y + x
X
X
UDD-Ut 2 ) (x · y) · z = x · (y · z) , (x + y) + z = x + (y + z)
CBL ΔU

3 ) x · (y + z) = x · y + x · z
4) x · x = x , x + x = x
UDD CS
∆U = (UX − 2 ) · CS +CBL 5 ) x · (x + y) = x , x + x · y = x
Signalverstärkung und Refresh-Zyklen notwendig. 6) 1 · x = x , 0 + x = x
7) 0 · x = 0 , 1 + x = 1
6-Transistor SRAM-Zelle
8) x · x = 0 , x + x = 1
WL
9) x = x
UDD

M2 M4
10 ) x · y = x + y , x + y = x · y
Q
M6 XOR Algebra
M5 Q

1) x ⊕ y = y ⊕ x
M1 M3
2 ) (x ⊕ y) ⊕ z = x ⊕ (y ⊕ z)
BL BL 3 ) x · (y ⊕ z) = x · y ⊕ x · z
4) x ⊕ 0 = x
5) x = x ⊕ 1 , x ⊕ y = x ⊕ y ⊕ 1
6) x ⊕ x = 1 , x ⊕ x = 0
Die Transitoren M1 - M4 realisieren ein CMOS-Latch zur
7) x ⊕ x ⊕ x = x
Speicherung einer ”0”bzw. ”1”. Über die Transistoren M5
und M6 wird die Speicherzelle zum Lesen oder Schreiben 8) x ⊕ y = x ⊕ y
ausgewählt. 9) x ⊕ y = x · y + x · y
10 ) x ⊕ y = (x + y) · (x + y)
Flash
Source Drain
11 ) x + y = x ⊕ y ⊕ x · y
Gate
12 ) x · y = x ⊕ y ⊕ (x + y)
Floating Gate

n+
p
n+
Schaltsymbole
Substrate

Lesen

Information sitzt auf dem Floating Gate. Je nach Zustand


(1/0) sitzen dort Ladungsträger oder nicht. Evtl. vorhande-
ne Ladungsträger bewirken eine Änderung der Schwellspan-
nung des Transistors, der bei Anlegen einer Gatespannung
je nach Speicherzustand durchschaltet oder nicht.

Schreiben

An Gate und Drain wird eine hohe Programmierspannung


angelegt (Source auf GND). Dadurch werden die Elektro-
nen stärker beschleunigt als normal und tunneln zum Floa-
ting Gate.

Löschen

An Drain wird eine hohe Spannung und an Gate GND ange-


legt (Source von GND abgetrennt). Die Elektronen werden
dadurch von Drain abgezogen (tunneln durch das Oxyd).

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 4


Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8. Juni 2020

Binäre Boolsche Funktionen MinSOP nach Quine/McCluskey


Kofaktor Nachteile
- f |xi =1 = fxi , f |xi =0 = fxi 1 ) Benötigt CSOP als Eingangsform
- (fxi )xj = (fxj )xi = fxi xj
2 ) Länge wächst exponentiell mit Dimension
- xi · f = xi · fxj , xi · f = xi · fxj
- xi + f = xi + fxj , xi + f = xi + fxj Gesetze

Entwicklungssätze Spezielles Resolutionsgesetz

- f = xi · fxi + xi · fxi = β(xi , fxi , fxi ) x·a+x·a=a


- f = xi · fxi + xi · fxi
Absorptionsgesetz
Sonstiges
a+a·b=a
- f unabhängig von xi ⇔ fxi = fxi ⇔ fxi ⊕ fxi = 0
- f abhängig von xi ⇔ fxi 6= fxi ⇔ fxi ⊕ fxi = 1
- f positiv symmetrisch in xi und xj ⇔ fxi xj = fxi xj Minimierungstabelle
- f negativ symmetrisch in xi und xj ⇔ fxi xj = fxi xj mi 0-Kubus A 1-Kubus A . . .
m0 x·y·z X x·z
m2 x·y·z X x·y
Kubengraphen m3 x·y·z X y·z
n = 3: xyz 111 m7 x·y·z X
n = 2: xy 11 ⇒ VollSOP : f = x · z + x · y + y · z = p1 + p2 + p3
011 101 110
01 10
001 010 100
xy 00 Minimierung der Primimplikanten
xyz 000 Algebraisch

n = 4: xyzw 1111 C = (m0 ⊂ p1 ) · (m2 ⊂ p1 + m2 ⊂ p2 ) · (m3 ⊂ p2 + m3 ⊂


p3 ) · (m7 ⊂ p3 )
!
C = τ1 · (τ1 + τ2 ) · (τ2 + τ3 ) · τ3 = 1
0111 1011 1101 1110
C = τ1 · τ3 + τ1 · τ2 · τ3
C = τ1 · τ3
0011 0101 0110 1001 1010 1100

0001 0010 0100 1000 Überdeckungstabelle

p\m m0 m2 m3 m7
xyzw 0000 p1 1 1 0 0
p2 0 1 1 0
p3 0 0 1 1
Menge aller Knoten (0-Kuben) = 2n ⇒ MinSOP : f = p1 + p3 = x · z + y · z
Menge aller Kuben = 3n
Menge aller Kanten = n2 · 2n
Resolventenmethode
Kubenabstand δ(c1 , c2 ):
Anzahl(#) an Literalen, die in c1 negiert und in c2 nicht Gesetze
negiert vorkommen und umgekehrt.
Allgemeines Resolutionsgesetz
#Kubusliterale = #Raumdimensionen - #Kubusdimension
#Überdeckte Minterme = 2Kubusdimension x·a+x·b=x·a+x·b+a·b

Begriffe Absorptionsgesetz

Cover a+a·b=a

z.B.: f = y · z + x · y + x · y f Schicht
x · y +
x ·
y · x ·
z + y·
z 0
⇒ cov(f ) = {y · z, x · y, x · y} +y · z + x · z 1

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 5


Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8. Juni 2020

Mehrfachimplikanten Monoton fallende Funktion

Implikanten, die in mehreren Funktionen vorhanden sind, f monoton fallend in xi ⇔ fxi ⊂ fxi ⇔ fxi = fxi + fxi
können gemeinsam genutzt werden. ⇔ xi kommt in Funktion nicht vor!
⇒ Nur sinnvoll, wenn dadurch die Gesamtliteralzahl sinkt.
Falls f monoton fallend, kann f aufgeteilt werden:
1 ) Zur Vereinfachung MinSOP von f1 , f2 , ... bestimmen
2 ) Mehrfachimplikant = f1 · f2 · ... f = xi · fxi + fxi
|{z} |{z}
ϕ g

Karnaugh-Diagramm Tautologie
n = 3: n = 4: f = 1 ⇔ fxi = 1 ∧ fxi = 1
w w w w
x z Falls f monoton steigend oder fallend: f = 1 ⇔ g = 1
z z z z 0000 0001 0101 0100

y x z
000 001 101 100 0010 0011 0111 0110

y x z Funktionale Dekomposition
010 011 111 110 1010 1011 1111 1110
x x x x Notationen
x z
1000 1001 1101 1100
y y y y - |x|: Anzahl der gebundenen Eingangsvariablen
- |X|: Anzahl aller Zustände der geb. Eingangsvariablen
- |z|: Anzahl der Dekompositionsvariablen
Heuristische Minimierung
- |Z|: Anzahl aller Zustände der Dekompositionsvar.
Literalentfernung (expand)
Schritt 1
z.B.: Dürfen y und z aus y · z · w einzeln bzw. gemeinsam
entfernt werden? Auswerten von f (x, y) (Wahrheitswertetabelle)
- y darf entfernt werden, falls fy·z·w = 1 x : gebundene Variablen, y : freie Variablen
- z darf entfernt werden, falls fy·z·w = 1
w = x1 · x3 · y 1 + x3 · y 2 + x1 · x2 · x3 · y1 +
- y und z dürfen entfernt werden, falls fy·z·w = 1 x2 · x3 · y 1 + x1 · x2 · y 2 + x1 · x2 · x3 · y1

Kubenentfernung (remove) y
x 000 001 010 011 100 101 110 111

z.B.: Darf der Kubus xw von f entfernt werden? 00 1 1 1 1 1 1 1 1


1 ) ⇒ xw von f entfernen → h 01 1 0 1 0 1 0 0 0
2 ) xw darf entfernt werden, falls hxw = 1 10 0 1 0 1 0 1 1 1

Literalzahlerhöhung (reduce) 11 0 1 0 0 0 0 0 1

→ Zum Verlassen lokaler Minima. Anzahl der benötigten Variablen z: |z| = dlog2 (|Z|)e

z.B.: Darf man zum Kubus xy von f = xy + xyz + xz das Dekompositionsbedingung: |z| ≤ |x| − 1 bzw. |Z| ≤ 21 |X|
Literal z hinzufügen?
1 ) ⇒ xy von f entfernen → h Schritt 2
2 ) Darf hinzugefügt werden, wenn xyz ⊆ h (In diesem Konstruktion der Dekompositionsfunktion
Fall → Ja)
z = h(x) Dekompositionsfunktion
Strukturanalyse
(Willkürliche) Zuordnung von Belegungen (ẑ1 , ẑ2 , ...):
Monoton steigende Funktion
x̂ ∈ X f (x̂, y) ẑ
f monoton steigend in xi ⇔ fxi ⊂ fxi ⇔ fxi = fxi + fxi 000, 010, 100 y1 00
⇔ xi kommt in Funktion nicht vor!
001, 111 y1 + y 2 10
011, 101, 110 y2 11
Falls f monoton steigend, kann f aufgeteilt werden:
z1 = x1 · x2 · x3 + x1 · x2 · x3 + x1 · x2 · x3 + x1 · x2 · x3 +
f = xi · fxi + fxi x1 · x2 · x3 = ... = x1 · x2 + x3
z2 = x1 · x2 · x3 + x1 · x2 · x3 + x1 · x2 · x3
|{z} |{z}
ϕ g

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 6


Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8. Juni 2020

Schritt 3 1 ) Race: ”Wettlauf”von Signalwertänderungen auf Lei-


tungen vor einem gemeinsamen Knoten (Gatter)
Konstruktion der Kompositionsfunktion
2 ) Hazard: (Spike, Glitch) Signalwertverlauf, der der rei-
w = g(z, y) Kompositionsfunktion nen Logikfunktion der Schaltung widerspricht und nur
durch die Verzögerungszeiten entsteht.
w = z 1 · z 2 · y 1 + z1 · z 2 · (y1 + y 2 ·) + z1 · z2 · y 2 0 1 2 3 4 5
w = ... = z 1 · z 2 · y 1 + z1 · z 2 · y1 + z1 · y 2 a
a
d
1
b f b
2
Graphische Darstellung NOR
UND e c

NAND d
000 2
010 w c
e
100 00 y1
01 g f
001 y1+y2
111 10 z t a b c d e f ausgewertete neue Events*
y2
011 11 h Elemente
101
110 x y 0 1 1 1 1 0 1 init (a,’0’,0,1),
X h Z
(c,’0’,0,3)
1 0 AND (d,’0’,1,2)
2 0 NAND, NOR
Finite state machine (FSM) 3 0 NOR (e,’1’,3,5)
5 1 NAND
FSM= (S, I, O, δ, λ, S 0 ) S endliche Zustandsmenge, I Men-
*(signal, value, tgen ,texe )
ge der Eingangsmuster, O Menge der Ausgangsmuster, δ
Zustandsübergangsfunktion, λ Ausgangsfunktion, S 0 ∈ S
Anfangszustand
VHDL
Zustandsminimierung ENTITY Bausteinname IS
1 ) Eleminieren nicht erreichbarer Zustände Definiert die Schnittstelle einer Logik

2 ) Zusammenfassen äquivalenter Zustände PORT (Schnittstelle)


1-äquivalente Zustände 2-äquivalente Zustände Definiert Ein- und Ausgänge
00 01 10 11 00 01 10 11
S1 S4/0 S4/1 S2/1 S1/1 S1 S4/0 B S4/1 B S2/1 A S1/1 A
S2 S4/0 S5/1 S1/1 S2/1 A S2 S4/0 B S5/1 B S1/1 A S2/1 A A ARCHITECTURE ... OF ... IS
S3 S1/1 S4/0 S2/0 S3/1 S3 S1/1 A S4/0 B S2/0 A S3/1 B B Beschreibt den internen Aufbau
S4 S1/1 S2/0 S3/0 S5/1 B S4 S1/1 A S2/0 A S3/0 B S5/1 B
C
S5 S1/1 S2/0 S3/0 S4/1 S5 S1/1 A S2/0 A S3/0 B S4/1 B

3-äquivalente Zustände
PROCESS (Signalliste)
00 01 10 11 Alle Prozesse laufen nebeneinander ab
S1 S4/0 C S4/1 C S2/1 A S1/1 A
Da 2- und 3-äqivalente Zustände identisch, S2 S4/0 C S5/1 C S1/1 A S2/1 A A
sind diese Zustände (absolut) äquivalent. S3 S1/1 A S4/0 C S2/0 A S3/1 B B COMPONENT Gattername
S4 S1/1 A S2/0 A S3/0 B S5/1 C
C Beschreibt eine interne Komponente
S5 S1/1 A S2/0 A S3/0 B S4/1 C

Realisierung Testverfahren
x s1 s2 z1 z 2 y
Begriffe
x=0 x=1 0 00 00 0
Zustandscodierung:
1 00 01 1 Fehlerhafte Schaltung: yµ
S1 (S1, 0) (S2, 1) S1 = 00 = s1s2
0 01 00 0
S2 (S1, 0) (S3, 0) S2 = 01 = s1s2 Fehlergruppe: Menge aller erkannten Fehler von Test tv
1 01 10 0
S3 (S3, 0) (S1, 1) S3 = 10 = s1s2 Fehleranzahl = 2· Signalanzahl
0 10 10 0
1 10 00 1
Testgruppe: Menge aller Tests die Fehler fµ erkennen
Testmenge: Enthaltene Tests erkennen alle angenomme-
nen Fehler
y = x · s1 · s2 + x · s1 · s2 = x · s2
Fehlerüberdeckung: Vereinigung der Fehlergruppen
z1 = x · s1 · s2 + x · s1 · s2
enthält alle angenommenen Fehler
z2 = x · s1 · s2
Fehlererkennung: tv Rfµ = y(xv ) ⊕ yµ (xv ) = 1
Logiksimulation
Fehlerunterscheidung: yµ (xv ) ⊕ yκ (xv ) = 1
Ereignis: Wertänderung eines Signals
Ereignis: E = (z, val(z, texe ), tgen , texe ) Zwei einzelne Fehler sind nicht unterscheidbar, wenn
Laufzeitabhängige Effekte: deren Testgruppen gleich sind

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 7


Digitaltechnik [Link] Erstelldatum: 8. Juni 2020

Boolesche Differenz Fehlerbaumkonstruktion


yz = y(z, x) ⊕ y(z, x) 1 ) Gut-Simulation der Eingangsbelegung
yz = y(z = 1) ⊕ y(z = 0) 2 ) Fehler x/v mit v = val(x) einstellbar.

Rechenregeln
3 ) Welche Eingänge wirken sich auf das jeweilige Gatter
aus? ⇒ Mit Punkt und dicker Linie markieren
1 ) yx = 0 falls y 6= f (x) 4 ) Fan-outs auftrennen. Die relevanten Fan-outs sind die-
2 ) yy = 1 jenigen, die sich bei verändertem Signalwert auf den
3 ) (y)x = yx Ausgang auswirken.
4 ) (z ⊕ w)x = zx ⊕ wx 5 ) Menge S 0 : Alle Signale, die im Fehlerbaum eine ,,Ver-
bindung zum Ausgang” haben.
5 ) (z · w)x = z · wx ⊕ zx · w ⊕ zx · wx
6 ) Menge F t : Alle Fehler, die sich auf den Ausgang aus-
6 ) (z + w)x = z · wx ⊕ zx · w ⊕ zx · wx
wirken.
7 ) Falls y = y(z(x)) : yx = yz · zx
8 ) (yz )w = (yw )z D-Algorithmus
D: ’1’ im fehlerfreien Fall, ’0’ im fehlerhaften Fall D: ’0’
Test
im fehlerfreien Fall, ’1’ im fehlerhaften Fall D-Kette VD :
z/0 = z · yz = 1 Einfach-/Mehrfachfehlerpfad von x zum Ausgang y
z/1 = z · yz = 1 · 0 1 X D D + 0 1 X D D
0 0 0 0 0 0 0 0 1 X D D
Fehlerbelegung (Einstellbarkeit) 1 0 1 X D D 1 1 1 1 1 1
X 0 X X X X X X 1 X X X
z/0 : z(x) = 1 D 0 D X D 0 D D 1 X D 1
z/1 : z(x) = 0 D 0 D X 0 D D D 1 X 1 D

Sensibilisierungsbelegung (Beobachtbarkeit) ⊕ 0 1 X D D a a
yz (x) = 1 0 0 1 X D D 0 1
1 1 0 X D D 1 0
Strukturbezogene Berechnung der BD X X X X X X X X
D D D X 0 1 D D
Redeweisen für yx : D D D X 1 0 D D
• BD von y nach x (Boolean Difference) F: Fehlerbelegung; S: Sensibilisierung I: Implikation; O:
Optionale Wertzuweisung
• Beobachtbarkeit von x an y (Observability)
• Empfindlichkeit von y gegen x (Sensitivity) Globale Implikation
Redeweisen für yx = 1:
z

• y ist von x funktionell abhängig x y

w
• Fehlbelegung an x ⇒ Fehlbelegung an y Gatter

• Einfachfehler an x an y beobachtbar
Lernprozedur (Kontrapositionsgesetz)
yx = y(x) ⊕ y(x)
b ⇒ yb genau dann, wenn yb ⇒ x
x
y ⊕ yx = y(x) = z(x) ◦ w(x)
b
Es sollen nur globale Implikationen gelernt werden.
y ⊕ yx = (z ⊕ zx ) ◦ (w ⊕ wx )
Nur lernenswert falls bei Vorwärtsimplikation gilt:
yx = [(z ⊕ zx ) ◦ (w ⊕ wx )] ⊕ [z ◦ w]
yz · yw = 1
yx = yz · zx · wx + yw · wx · zx + zx · wx · [z ◦ w ⊕ z ◦ w]
yx = [(z ⊕ zx ) ◦ (w ⊕ wx ) ◦ (v ⊕ vx )] ⊕ [z ◦ w ◦ v] Einstellbarkeitsmaße(Controllability)
C0 : Nulleinstellbarkeit; C1 : Einseinstellbarkeit x Eingangs-
variable ⇒ C0 (x) = C1 (x) = 0.5
Pfadsensibilisierung Bei mehreren Alternativen zur Sicherstellung eines Signal-
wertes wird derjenige mit dem größten Einstellbarkeitsmaß
1 ) yz · zx · wx = 1 : Einfachfehlerpfad x-z-y ausgewählt (Nur bei Baumstrukturen exakt!).
2 ) yw · wx · zx = 1 : Einfachfehlerpfad x-w-y
Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0
3 ) zx · wx · [z ◦ w ⊕ z ◦ w] = 1 : Mehrfachpfadsensibilisie-
[Link]
rung
0/de/
4 ) zx · wx · [z ◦ w ⊕ z ◦ w] = 1 : Selbstmaskierung

Keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit! 8

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