Tutorial De
Tutorial De
Trainingshandbuch
Version 5
[Link]
1 Vorbemerkung
6
EAGLE 5 – Tutorial
Systemvoraussetzungen
EAGLE ist ein sehr leistungsfähiger Grafikeditor, der für den Entwurf von
PlatinenLayouts und Schaltplänen optimiert ist. Voraussetzung für seinen
Betrieb ist:
Windows 2000, XP oder Vista,
Linux (Intelbasierend) mit Kernel 2.x, libc6 und X11 mit
mindestens 8 bpp Farbtiefe,
Mac OS X ab Version 10.4 (für PowerPC oder IntelComputer)
eine Festplatte mit mindestens 70 MByte freiem Plattenplatz,
eine Grafikauflösung von mindestens 1024 x 768 Pixel,
vorzugsweise eine 3TastenMaus.
ProfessionalEdition
Allgemein
maximale Zeichenfläche 64 x 64 Zoll (ca. 1,6 x 1,6 m)
Auflösung 0,0001 mm (0,1 Micron)
Raster in Millimeter und Zoll einstellbar
Bis zu 255 Zeichnungslayer
Ausführen von Befehlsdateien (ScriptDateien)
Cähnliche Benutzersprache (EAGLE UserLanguage) für den Daten
Import und Export und die Realisierung eigener Befehle
Einfaches Bearbeiten von Bibliotheken
Zusammenstellen von eigenen Bibliotheken aus vorhandenen durch
Drag&Drop
Einfaches Erzeugen neuer PackageVarianten aus anderen
Bibliotheken durch Drag&Drop
PackageVarianten können in beliebigen Winkeln gedreht angelegt
werden (0.1GradSchritte)
Bibliotheksbrowser und bequeme BauteilSuchfunktion
Unterstützung verschiedener BauteileTechnologien (z. B. 74L00,
74LS00...)
Einfaches Erzeugen von beschrifteten Zeichnungsrahmen mit
Referenzkoordinaten
Frei definierbare Attribute, anwendbar auf Bauteile in der Bibliothek
und auch in Schaltplan oder Layout
Integrierte Exportfunktion für PDFDateien
ExportFunktion für Grafikdateien (BMP, TIF, PNG...)
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EAGLE 5 – Tutorial
Ausdruck über SystemDruckertreiber mit Druckvorschau
StücklistenErzeugung mit DatenbankSupport ([Link])
Drag&DropFunktion im Control Panel
Kontextmenü mit spezifischen Befehlen für jedes Objekt über die
rechte Maustaste erreichbar
Eigenschaften eines Objekts über das Kontextmenü erreichbar und
gegebenenfalls veränderbar
Automatische BackupFunktion
LayoutEditor
Konventionelle und SMDTechnik (auf beiden Seiten)
Blind und BuriedViaTechnik
Drehen von Objekten in beliebigen Winkeln (0.1GradSchritte)
Bauteile können gegen Verschieben gesperrt werden
Texte können in beliebiger Ausrichtung platziert werden
Dynamisches Berechnen der Signallinien beim Entflechten der Platine
Verlegen der Leiterbahnen in beliebigen Radien möglich
Mitering zum Glätten von Leiterbahnknicken
Design Rule Check (prüft z. B. Platine auf Kurzschlüsse oder
bestimmte Maße von Pads und Leiterbahnen)
Copper Pouring (Auffüllen, zum Beispiel mit Massefläche)
Einfache Nutzung verschiedener PackageVarianten
Vom Benutzer frei programmierbare UserLanguage, zur Erzeugung
von Daten: zum Beispiel für Bestückungs, Test und Fräsautomaten
oder beliebigen anderen Datenformaten
Erzeugung von Fertigungsdaten für Plotter, Fotoplotter,
Bohrmaschinen mit dem CAMProzessor
SchaltplanEditor
Bis zu 999 Blätter pro Schaltplan
Verkleinerte Seitenvorschau
Sortieren der Schaltplanseiten durch Drag&Drop
Querverweise für Netze
Automatisches Erzeugen eines Kontaktspiegels
Einfaches Kopieren von Bauteilen
ReplaceFunktion für Bauteile unter Einhaltung der Konsistenz
zwischen Schaltplan und Layout
OnlineForward&BackAnnotation zwischen Schaltplan und Platine
Automatische PlatinenGenerierung
Automatische Verdrahtung der Versorgungsspannung
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EAGLE 5 – Tutorial
Electrical Rule Check (prüft die SchaltplanLogik und die Konsistenz
zwischen Schaltplan und Platine)
AutorouterModul
Vollständig in die BasisSoftware integriert
Verwendet die im Layout gültigen DesignRegeln
Wechsel zwischen manuellem und automatischem Routen in jedem
Entwicklungsstadium der Platine
RipupundRetryAlgorithmus
Steuerung durch Kostenfaktoren (vom Benutzer definierbar)
Kleinstes RoutingRaster 0,02 mm
Platzierungsraster beliebig
Bis zu 16 Signallayer (mit einstellbaren Vorzugsrichtungen)
Davon bis zu 14 Versorgungslayer
Volle Unterstützung von Blind und BuriedVias
Berücksichtigt verschiedene Netzklassen
StandardEdition
Einschränkungen gegenüber der ProfessionalEdition:
Es können Layouts mit einer maximalen Fläche einer Europakarte
(160 mm x 100 mm) erzeugt werden.
Es sind maximal 4 Signallagen erlaubt (2 Außen, 2 Innenlagen).
Der Schaltplan darf maximal 99 Seiten haben.
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EAGLE 5 – Tutorial
3 Installation
Windows
EAGLE für Windows ist als selbstextrahierendes Archiv auf CDROM oder im
DownloadBereich der CadSoftInternetseiten verfügbar.
CDROM:
Zur Installation legen Sie die EAGLECDROM in das Laufwerk. Nach kurzer
Zeit sollte die Installationsroutine automatisch beginnen. Falls nicht,
doppelklicken Sie auf das CDROMSymbol im Ordner Arbeitsplatz auf dem
WindowsDesktop.
DownloadVersion:
Haben Sie das EAGLEArchiv von der CadSoftWebseite heruntergeladen,
doppelklicken Sie einfach auf die ausführbare Datei eaglewin[Link].
Die Versionsnummer im Namen kann, je nach EAGLEVersion, abweichen.
Die Installationsroutine beginnt mit dem Entpacken der einzelnen Dateien
aus dem Archiv. Klicken Sie auf Setup, um diesen Vorgang zu starten. Danach
startet die eigentliche Installation. Folgen Sie den Anweisungen Schritt für
Schritt:
Am Ende der Installation werden Sie gefragt, wie EAGLE lizenziert werden
soll:
LizenzCD verwenden
Das setzt voraus, dass Sie eine EAGLELizenz gekauft haben. In diesem
Fall müssen Sie im folgenden Dialog den Pfad zur Lizenzdatei angeben
(üblicherweise auf CDROM) und den persönlichen Installationscode,
der auf Ihrem User License Certificate vermerkt ist, eintippen.
Als Freeware lizenzieren
bedeutet, dass EAGLE als eingeschränkte Version, mit den
Limitierungen der LightEdition, zu Testzwecken und für nicht
kommerziellen Einsatz oder auch für die Erzeugung von
Fertigungsdaten, lizenziert wird. Diese Lizenz kann jederzeit durch eine
gekaufte Lizenz ohne NeuInstallation ersetzt werden.
Jetzt nicht lizenzieren
verschiebt diesen Vorgang auf den ersten EAGLEStart.
Im WindowsStartmenü finden Sie jetzt unter Programme den Eintrag EAGLE
Layout Editor 5.0.0. In der Installation enthalten sind auch das
Trainingshandbuch und das Handbuch jeweils als PDFDatei. Mit einem
Doppelklick auf den Eintrag EAGLE 5.0.0 starten Sie das Programm.
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EAGLE 5 – Tutorial
Linux
EAGLE für Linux gibt es als selbstextrahierendes ShellSkript mit Setup
Dialog auf CDROM und im DownloadBereich der CadSoftInternetseiten.
Sie können das Programm als Root/Administrator oder auch als einfacher
Benutzer installieren.
Starten Sie den Installationsvorgang durch einen Doppelklick in einem
Dateimanager auf das ShellSkript eaglelin[Link], das sich im Verzeichnis
Linux auf der CDROM befindet, oder nach dem Download aus dem Internet
in einem beliebigen Verzeichnis gespeichert sein kann.
Überprüfen Sie bitte, ob die Datei nach dem Download als ausführbar
markiert ist. Wenn nicht, ändern Sie die DateiEigenschaften, zum Beispiel
mit dem chmodBefehl in der Konsole. Sie können das Skript auch direkt in
einem KonsolenFenster starten:
/pfad_angabe/[Link]
Die Versionsnummer im Namen kann, je nach EAGLEVersion, abweichen.
Die Installationsroutine beginnt mit dem Entpacken der einzelnen Dateien
aus dem Archiv. Danach startet die eigentliche Installation. Folgen Sie den
Anweisungen Schritt für Schritt.
Zum Schluss werden Sie gefragt, wie EAGLE lizenziert werden soll:
LizenzCD verwenden
Das setzt voraus, dass Sie eine EAGLELizenz gekauft haben. In diesem
Fall müssen Sie im folgenden Dialog den Pfad zur Lizenzdatei angeben
(üblicherweise auf CDROM) und den persönlichen Installationscode,
der auf Ihrem User License Certificate vermerkt ist, eintippen.
Als Freeware lizenzieren
bedeutet, dass EAGLE als eingeschränkte Version, mit den
Limitierungen der LightEdition, zu Testzwecken und für nicht
kommerziellen Einsatz oder auch für die Erzeugung von
Fertigungsdaten, lizenziert wird. Diese Lizenz kann jederzeit durch eine
gekaufte Lizenz ohne NeuInstallation ersetzt werden.
Jetzt nicht lizenzieren
verschiebt diesen Vorgang auf den ersten EAGLEStart.
Um EAGLE zu starten, führen Sie im Installationsverzeichnis bin/eagle aus.
Das Trainingshandbuch und das EAGLEHandbuch werden jeweils als PDF
Datei im docVerzeichnis der EAGLEInstallation abgelegt.
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EAGLE 5 – Tutorial
Mac OS X
EAGLE für Mac OS X wird als Universal Binary geliefert und läuft auf dem
PowerPC und auf IntelRechnern.
Das Installationsarchiv befindet sich entweder auf CDROM oder, sofern Sie
es von der CadSoftInternetseite herunter geladen haben, direkt auf Ihrem
Rechner.
CDROM:
Zur Installation legen Sie die EAGLECDROM in das Laufwerk. Nach kurzer
Zeit sollte der Finder den Inhalt der CDROM anzeigen. Wechseln Sie in das
Verzeichnis MacOSX und doppelklicken Sie auf das Installationsarchiv mit
dem Namen eagle[Link]. Die Versionsnummer im Dateinamen kann, je
nach EAGLEVersion, abweichen.
DownloadVersion:
Haben Sie das EAGLEArchiv von der CadSoftWebseite heruntergeladen,
doppelklicken Sie einfach auf das Installationsarchiv mit dem Namen eagle
mac[Link]. Das Installationspaket wird jetzt zuerst automatisch entpackt.
Es erscheint das Icon eaglemac[Link] auf dem Desktop. Klicken Sie es an,
um die SetupRoutine zu starten.
Die Versionsnummer im Namen kann, je nach EAGLEVersion, abweichen.
Folgen Sie der Installationsroutine Schritt für Schritt.
Nach dem Beenden der Installation starten Sie EAGLE, indem Sie im Finder
unter Programme/EAGLE auf das EAGLEIcon klicken. Beim ersten EAGLE
Start werden Sie gefragt, wie EAGLE lizenziert werden soll:
LizenzCD verwenden
Das setzt voraus, dass Sie eine EAGLELizenz gekauft haben. In diesem
Fall müssen Sie im folgenden Dialog den Pfad zur Lizenzdatei angeben
(üblicherweise auf CDROM) und den persönlichen Installationscode,
der auf Ihrem User License Certificate vermerkt ist, eintippen.
Als Freeware lizenzieren
bedeutet, dass EAGLE als eingeschränkte Version, mit den
Limitierungen der LightEdition, zu Testzwecken und für nicht
kommerziellen Einsatz oder auch für die Erzeugung von
Fertigungsdaten, lizenziert wird. Diese Lizenz kann jederzeit durch eine
gekaufte Lizenz ohne NeuInstallation ersetzt werden.
Das Trainingshandbuch und das EAGLEHandbuch werden als PDFDateien
im docVerzeichnis der EAGLEInstallation abgelegt.
Wollen Sie das Programm deinstallieren, löschen Sie den EAGLEEintrag
unter Programme im Finder.
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EAGLE 5 – Tutorial
4 Individuelle Programmeinstellungen
User Interface
Die Benutzeroberfläche von EAGLE lässt sich individuell einstellen. Die
Einstellungen erfolgen im Control Panel oder in einem der EditorFenster
über das Menü Optionen/Benutzeroberfläche. Im Trainingshandbuch gehen
wir jedoch davon aus, dass Sie EAGLE mit der voreingestellten Oberfläche
verwenden.
Funktionstasten
Verschiedene Funktionstasten sind bereits mit bestimmten Befehlen
vorbelegt. Die Belegung lässt sich jederzeit ändern. Lediglich die
Betriebssystemspezifischen Tasten (wie F1 für die Hilfe unter Windows)
dürfen nicht neu definiert werden. Die aktuellen Einstellungen für das
jeweilige EditorFenster erfährt man über Optionen/Tastenbelegung.
Folgende Tasten sind in EAGLE vordefiniert:
Alt+BS UNDO Aktion rückgängig machen
Shift+Alt+BS REDO Wiederherstellen
F2 WINDOW; Fensterinhalt neu zeichnen
Alt+ F2 WINDOW FIT; Zeichnungsgrenzen
F3 WINDOW 2 Hineinzoomen mit Faktor 2
F4 WINDOW 0.5 Herauszoomen mit Faktor 0.5
F5 WINDOW (@); Cursorposition wird Zeichnungsmitte
F6 GRID; Rasterdarstellung ein/aus
F7 MOVE MOVE aktivieren
F8 SPLIT SPLIT aktivieren
F9 UNDO Aktion rückgängig machen
F10 REDO Wiederherstellen
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EAGLE 5 – Tutorial
LayerFarben
LayerFarben lassen sich frei definieren. Im Menü Optionen/Einstellungen,
Farben kann man eigene Farbwerte festlegen. Dabei definiert man immer ein
Farbenpaar:
Die normale Farbe des Layers und die so genannte HighlightFarbe, die zum
Hervorheben des Objekts beim SHOW oder MOVEBefehl verwendet wird.
Zugeordnet werden die Farben im DISPLAYMenü, Schaltfläche Ändern unter
Farbe.
Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie auch in den HilfeSeiten
des Programms. Sehen Sie dazu die Stichpunkte SET, ASSIGN, User Interface,
CHANGE und Projekt.
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EAGLE 5 – Tutorial
5 Das EAGLEBedienungskonzept
EAGLE ist intern so angelegt, dass jede Aktion aufgrund eines Textbefehls
ausgeführt wird. Der Benutzer gibt diese Befehle normalerweise durch
Anklicken von Menüpunkten oder Symbolen (Icons) in Symbolleisten ein.
Sind Werte anzugeben, dann trägt er sie in dafür vorgesehene Felder oder in
der Kommandozeile ein.
Alternativ kann man Objekte mit der rechten Maustaste anklicken und aus
dem Kontextmenü einen Befehl wählen.
Die Kenntnis der internen Kommandosprache ist nicht Voraussetzung, um
mit EAGLE erfolgreich Schaltungen und Platinen zu entwerfen. Allerdings
bietet dieses Konzept weitere Möglichkeiten, die EAGLE zum überaus
flexiblen Werkzeug machen:
Jeder Befehl kann zum Beispiel auch in Textform über die Kommandozeile
eingegeben oder von einer Datei eingelesen werden. Außerdem lassen sich
die Funktionstasten individuell mit Befehlen belegen (ASSIGNBefehl). Es ist
unter anderem möglich, ganze Befehlssequenzen auf Funktionstasten zu
legen oder mit wenigen Mausklicks (SCRIPTBefehl) auszuführen.
In diesem Handbuch werden der Übersichtlichkeit halber verschiedene
Aktionen in EAGLE mit einer vereinfachten Schreibweise dargestellt, die im
Folgenden an Beispielen erläutert werden soll.
Mausklick
Das Betätigen der linken Maustaste wird durch einen fetten Punkt
symbolisiert. Beispiel:
MOVE und
Im Klartext: Klicken Sie mit der linken Maustaste den MOVEBefehl an, und
betätigen Sie anschließend die F1Taste.
Ein Doppelklick mit der linken Maustaste wird durch zwei fette Punkte
symbolisiert.
Beispiel:
[Link]
Im Klartext: Selektieren Sie aus dem Menü die Datei [Link] mit einem
Doppelklick der linken Maustaste.
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EAGLE 5 – Tutorial
Verschiedene EingabeAlternativen
EAGLEBefehle lassen sich alternativ mit der Tastatur, durch Anklicken von
Icons oder durch Anklicken von Menüpunkten eingeben.
Folgende Aktionen führen zum Beispiel zur Aktivierung des MOVEBefehls:
Anklicken des Icons , dann auf das Objekt
Eingabe von MOVE in die Kommandozeile, abgeschlossen mit der
EnterTaste, dann Klick auf das Objekt
Eingabe von MOVE und dem Objektnamen, abgeschlossen mit der
EnterTaste, z. B. MOVE IC1
Rechter Mausklick auf das Objekt und Auswahl von Move aus dem
Kontextmenü
Betätigen der mit dem MOVEBefehl vordefinierten Funktionstaste F7
Selektieren des Menüpunkts Bearbeiten/Move
Tastenkombinationen
Ein PlusZeichen bedeutet, dass die erste Taste gedrückt ist, während die
zweite betätigt wird. Beispiel:
Alt+F2
Die AltTaste ist gedrückt, während die F2Taste betätigt wird.
Das Kontextmenü
Man kann jedes Objekt mit der rechten Maustaste anklicken, wobei sich ein
Kontextmenü öffnet. Das Menü enthält Befehle, die auf dieses Objekt
anwendbar sind.
Außerdem gibt es den Eintrag Eigenschaften, der es gegebenenfalls erlaubt,
Eigenschaften des Objekts direkt zu ändern. Dieses Fenster können Sie auch
direkt über den INFOBefehl erreichen.
16
EAGLE 5 – Tutorial
Die folgenden Bilder zeigen die Zuordnung von Befehlen und Icons im
Schaltplan und im LayoutEditor und den Aufbau eines EditorFensters am
Beispiel des LayoutEditors.
17
EAGLE 5 – Tutorial
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EAGLE 5 – Tutorial
➢ Das LayoutEditorFenster
Von oben nach unten: Titelzeile mit Angabe der EAGLEVersion, Menüleiste,
Aktionsleiste, Parameterleiste und die Koordinatenanzeige mit der
Kommandozeile.
Links das Befehlsmenü:
Das WIREIcon wird durch die Direkthilfe bezeichnet. Unten in der
Statuszeile sehen Sie eine kurze Erklärung zum Befehl.
Die Symbolleisten können über das Menü Optionen/Benutzeroberfläche ein
oder ausgeblendet werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, anstatt des
Befehlsmenüs ein Textmenü zu verwenden.
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EAGLE 5 – Tutorial
6 Control Panel
Nach dem Start von EAGLE öffnet sich das Control Panel, die Steuerzentrale
des Programms. Von hier legt man neue Projekte an und verwaltet sie.
Rechter Mausklick auf einen Eintrag (im Zweig Projekte) öffnet ein
Kontextmenü, über das man beispielsweise ein Projekt anlegen kann
(Neu/Projekt).
Die BaumAnsicht des Control Panels erlaubt eine Übersicht über die
BauteileBibliotheken (Zweig Bibliotheken). Wenn einen der Bibliotheks
einträge, zum Beispiel [Link], aufklappen, sehen Sie den Inhalt der
Bibliothek. Selektieren Sie einen Device oder PackageEintrag, wird dieser
rechts mit einer kurzen Beschreibung angezeigt.
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EAGLE 5 – Tutorial
links schließt den Zweig wieder. Mit Pfeilnachoben/unten blättern Sie zum
vorherigen/nächsten Eintrag.
Die Pfade für die einzelnen Zweige der BaumAnsicht werden im Menü
Optionen/Verzeichnisse... eingestellt.
EAGLEDateien
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Dateiarten, die Sie in EAGLE bearbeiten
können:
Dateiart Fenster Name
Platine Layout-Editor *.brd
Schaltplan Schaltplan-Editor *.sch
Bibliothek Bibliotheks-Editor *.lbr
Script-Datei Texteditor *.scr
User-Language-Prog. Texteditor *.ulp
Beliebige Textdatei Texteditor *.*
BackupDateien
EAGLE erstellt Sicherungskopien von Schaltplan, Board und
Bibliotheksdateien. Sie werden mit modifizierten Dateiendungen gespeichert:
.brd wird zu .b#1, .sch zu .s#1 und .lbr zu .l#1.
EAGLE legt maximal neun Sicherungskopien an.
Außerdem kann EAGLE Daten in bestimmten Zeitabständen automatisch
speichern. In diesem Fall erhalten die Dateien die Endungen b##, s## bzw.
l##. Durch Umbenennen der entsprechenden Datei, wird sie wieder nutzbar.
Einstellungen dazu treffen Sie unter Optionen/Sicherung im Control Panel.
EAGLEProjekt anlegen
Nach dem ersten Aufruf des Programms legen wir zunächst ein neues Projekt
an. Zuerst auf das +Zeichen des Zweiges Projekte, dann auf das +
Zeichen der Einträge examples und tutorial in der BaumAnsicht. Es erscheint
der Inhalt des Verzeichnisses tutorial. mit der rechten Maustaste auf
tutorial. Wählen Sie die Option Neues Projekt aus dem Kontextmenü. Geben
Sie dem Projekt einen beliebigen Namen, z. B. MyProject und bestätigen Sie
die Eingabe mit der EnterTaste. Dabei wird ein Verzeichnis MyProject im
Ordner tutorial erzeugt. In diesem Verzeichnis sollen alle relevanten Daten
dieses Projekts abgelegt werden. Sie dürfen beliebig viele Unterverzeichnisse
anlegen.
In welchem Ordner Sie Ihre ProjektVerzeichnisse anlegen, bestimmen Sie
über Optionen/Verzeichnisse... im Feld Projekte.
Mit rechtem Mausklick auf den ProjektEintrag legen Sie über das
Kontextmenü neue Schaltpläne, Layouts und Bibliotheken an.
In jedem ProjektVerzeichnis legt EAGLE eine Datei [Link] an, in der
21
EAGLE 5 – Tutorial
projektspezifische Optionen und die Fenster, die aktiv waren, als das
Programm verlassen wurde, gespeichert werden.
Das aktuelle Projekt wird im Control Panel mit einer grünen Markierung
gekennzeichnet. Beim nächsten Programmstart wird dieser Zustand wieder
hergestellt. Das Projekt, das zuletzt benutzt wurde, wird mit anderen
benutzerspezifischen Parametern in der Datei ~/.eaglerc (Linux, Mac) bzw.
[Link] (Windows) gespeichert.
Für die im Folgenden besprochenen Übungen, kopieren wir zuerst die Datei
[Link], [Link] und [Link] aus dem Verzeichnis tutorial in das
Verzeichnis MyProject. Halten Sie dazu die CtrlTaste gedrückt, klicken Sie
auf die gewünschte Datei, und ziehen Sie bei gedrückter Maustaste die Datei
auf den Eintrag MyProject. Wiederholen Sie den Vorgang für die anderen
Dateien.
Die gedrückte CtrlTaste bewirkt, dass die Dateien kopiert werden, ohne
würden die Dateien verschoben werden.
Öffnen Sie mit einem Doppelklick auf [Link] den SchaltplanEditor.
Wenn Sie EAGLE mit Alt+X verlassen, finden Sie beim erneuten
Programmaufruf alle Einstellungen und Fenster unverändert wieder vor.
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EAGLE 5 – Tutorial
Lassen Sie uns nun mit den praktischen Übungen beginnen. Starten Sie
EAGLE, und warten Sie, bis das Control Panel erscheint. Klappen Sie den
Eintrag Projekte/examples/tutorial/MyProject in der BaumAnsicht auf. Falls
MyProject noch nicht existiert, legen Sie es, wie im vorigen Abschnitt
beschrieben, an.
Nun soll die Platinendatei [Link] geladen werden. auf den Eintrag
[Link]. Alternativ öffnen Sie das File über Datei/Öffnen/Board. Die
gleichnamige Schaltung [Link] wird ebenfalls automatisch geladen.
Vergrößern Sie das PlatinenEditorFenster.
Klicken Sie zuerst das Icon in der Aktionsleiste an, um in die Zeichnung
hinein zu zoomen. Der WINDOWBefehl kann auch über die Funktionstaste
F3 ausgeführt werden.
Wenn Sie mit einer Rädchenmaus arbeiten, kann man durch Drehen des
Mausrads in die Zeichnung hinein bzw. heraus zoomen. Der Zoomfaktor
kann über MausradZoomfaktor im Menü Optionen/Benutzeroberfläche
festgelegt werden.
Diese Funktion lässt sich mit der Einstellung MausradZoomfaktor = 0
deaktivieren.
Mit Klick auf oder durch Drücken der Funktionstaste F4 zoomen Sie aus
der Zeichnung heraus.
Wenn Sie dieses Icon anklicken, wird die Zeichnung bildschirmfüllend
dargestellt (entspricht der Tastenkombination Alt+F2).
Um einen bestimmten Bildschirmausschnitt zu wählen, klicken Sie auf das
Icon und ziehen mit gedrückter Maustaste einen Rahmen um den
gewünschten Bereich.
Einen gewählten Bildausschnitt kann man als so genannten Alias definieren,
den man dem WINDOWBefehl als Parameter übergeben kann. Damit kann
man schnell zwischen verschiedenen Bildausschnitten wechseln. Definiert
wird ein Alias über das PopupMenü des WindowSelectIcons.
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EAGLE 5 – Tutorial
vorhanden) den Bildausschnitt nach rechts oder links bzw. nach oben oder
unten verschieben.
Bei verschiedenen Aktionen kann es vorkommen, dass sich Zeichenobjekte
teilweise gegenseitig auslöschen. In diesem Fall sollten Sie den
Bildschirminhalt durch Anklicken des Icons auffrischen (auch mit F2
möglich).
Mit WINDOW LAST springen Sie zum zuletzt gewählten Ausschnitt zurück.
Der WINDOWBefehl ist im EAGLE noch etwas vielseitiger als bei anderen
Programmen:
Wenn Sie einen neuen Mittelpunkt bei gleichem Vergrößerungsfaktor wählen
wollen, klicken Sie das WindowIcon an, markieren Sie den Mittelpunkt
mit einem Mausklick, und klicken Sie anschließend auf das AmpelIcon in der
Aktionsleiste.
Wenn Sie einen neuen Mittelpunkt auswählen und gleichzeitig den
Vergrößerungsfaktor ändern wollen, klicken Sie wieder das WindowIcon an.
Mit drei weiteren Tastenklicks erreichen Sie das gewünschte Ergebnis: der
erste legt das neue Zentrum fest, und die beiden nächsten definieren den
Zoomfaktor. Ist der dritte Punkt weiter vom ersten entfernt als der zweite
Punkt, dann wird in die Zeichnung hinein gezoomt, und umgekehrt.
Probieren Sie es einfach aus.
Weitere Informationen zum WINDOWBefehl finden Sie in der Hilfe
Funktion, die Sie zum Beispiel durch Eintippen von
HELP WINDOW
in die Kommandozeile aufrufen können.
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EAGLE 5 – Tutorial
Bauteile auf dem TopLayer können Sie nur dann in der Zeichnung
bewegen oder für andere Operationen selektieren, wenn Layer 23
tOrigins eingeblendet ist. Das gleiche gilt für Bauteile auf dem Bottom
Layer und den Layer 24 bOrigins.
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EAGLE 5 – Tutorial
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EAGLE 5 – Tutorial
Linien, Kreise, Kreisbögen, Rechtecke und Texte werden mit den Befehlen
WIRE , CIRCLE , ARC , RECT und TEXT erzeugt. Diese
Objekte dienen einerseits als reine Zeichenelemente bei der Erstellung von
Symbolen, Gehäusen (Packages), Zeichnungsrahmen etc., andererseits
übernehmen sie spezielle Funktionen, etwa bei der Definition von
Sperrflächen.
Zunächst soll eine neue Schaltplandatei angelegt werden. Schließen Sie alle
EditorFenster, und wählen Sie im Control Panel Datei/Neu/Schaltplan.
Es wird eine neue Schaltung mit dem Namen [Link] angelegt.
Normalerweise sollten Sie nie Dateien mit dem Namen untitled abspeichern,
sondern mit Datei/Speichern unter... einen anderen Namen wählen.
In den hier beschriebenen Übungen werden grundsätzlich keine Dateien
abgespeichert.
Vergrößern Sie nun das SchaltplanEditorFenster.
Der WIREBefehl
Der WIREBefehl dient dazu, Linien zu zeichnen.
Klicken Sie den WIREBefehl im Befehlsmenü an. Alle für diesen Befehl
möglichen Parameter lassen sich jetzt in der Parameterleiste einstellen.
Wählen Sie zunächst den Layer 94 Symbols aus dem LayerAuswahlfeld aus.
In diesem Layer soll ein rechteckiger Linienzug gezeichnet werden.
Definieren Sie mit linkem Mausklick den Anfangspunkt des Linienzugs.
Bewegen Sie den Mauszeiger etwas nach rechts oben, und wählen Sie dann
aus der Parameterleiste die unterschiedlichen Knickwinkel (WireBend).
Unter verschiedenen diagonalen und orthogonalen Modi finden Sie auch
welche zum Zeichnen von 90° bzw. freien Bögen.
Wenn die Verbindung einen rechten Winkel bildet, drücken Sie die linke
Maustaste, um ihre Position zu fixieren. Bewegen Sie den Mauszeiger nun
wieder zum Anfangspunkt, und , um die Linie abzusetzen.
Sie sollten nun einen rechteckigen Linienzug sehen.
Wie Sie soeben feststellen konnten, lässt sich der Knickwinkel zwischen Wire
Segmenten über die Symbole in der Parameterleiste einstellen. Effektiver
geht es allerdings mit der rechten Maustaste.
Die verschiedenen Knickwinkel lassen sich durch wiederholtes Klicken der
rechten Maustaste umschalten.
Die drei BogenModi sind im SchaltplanEditor jedoch nur über die
27
EAGLE 5 – Tutorial
Parameterleiste, nicht mit der rechten Maustaste wie es im LayoutEditor der
Fall ist, wählen!
Halten Sie beim rechten Mausklick die ShiftTaste gedrückt, kehrt sich die
Auswahlrichtung um. Mit gedrückter CtrlTaste schaltet man zwischen den
komplementären WireBends um.
Verwenden Sie den WIREBefehl nicht zum Zeichnen von Netzen und
Bussen in Schaltplänen. Dazu dienen die Befehle NET und BUS!
In der Platine werden Signallinien mit ROUTE und nicht mit WIRE
entflochten, sonst werden beim Layerwechsel Durchkontaktierungen nicht
automatisch gesetzt.
Linienstärke ändern
Während der WIREBefehl aktiv ist, können Sie die Strichstärke (Width) im
entsprechenden Auswahlmenü in der Parameterleiste wählen, oder einen
bestimmten Wert, getrennt für jedes Segment, dort eintragen.
Um die Linienstärke eines existierenden Objekts zu ändern,
CHANGE in der Befehlsleiste. Ein PopupMenü öffnet sich.
WIDTH und ein weiteres Menü erscheint, in dem die gegenwärtige
Strichstärke markiert ist.
Wählen Sie die gewünschte Strichstärke durch einen Mausklick, und klicken
Sie dann das Objekt, dessen Strichstärke zu ändern ist, mit der linken
Maustaste an.
Wenn Sie eine Strichstärke einstellen wollen, die nicht im Menü des
CHANGEBefehls erscheint, klicken Sie auf den Eintrag ... ganz unten im
Menü und geben dann den gewünschten Wert ein.
Alternativ können Sie die Kommandozeile zur Eingabe benutzen. Tippen Sie
zum Beispiel
CHANGE WIDTH 0.017
und klicken Sie das betreffende WireSegment an, um die Breite zu ändern,
beziehungsweise beginnen Sie einen neuen Wire zu zeichnen.
Über CHANGE lässt sich auch die Linienart verändern. CHANGE und Style
bietet eine Auswahl von Linienarten an. Selektieren Sie die gewünschte
Linienart und ordnen Sie diese mit auf den Wire zu.
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EAGLE 5 – Tutorial
WireEigenschaften, wie Width, Style und Layer, können Sie auch über
das Kontextmenü bequem ändern. Klicken Sie dazu mit der rechten
Maustaste auf den Wire und wählen Sie den MenüEintrag Eigenschaften.
Undo/RedoFunktion
Eine der nützlichsten Eigenschaften von EAGLE ist die unbegrenzte
UndoFunktion. Klicken Sie das linke Icon beliebig oft an, um vorherige
Aktionen rückgängig zu machen. Verwenden Sie das rechte Icon, um
rückgängig gemachte Aktionen erneut auszuführen.
Der CIRCLEBefehl
Um den Befehl CIRCLE, der zum Zeichnen von Kreisen dient, zu
aktivieren,
CIRCLE
Um einen Kreis zu definieren, sind zwei Mausklicks erforderlich: der erste
legt den Mittelpunkt fest, der zweite definiert einen Punkt auf dem
Kreisumfang. Bewegen Sie den Mauszeiger zum gewünschten Kreismittel
punkt und . Bewegen Sie nun den Mauszeiger einige Rastereinheiten nach
rechts, aber bleiben Sie auf derselben Rasterlinie in YRichtung. Wenn Sie
den gewünschten Radius erreicht haben, um den Kreis zu fixieren.
Die Strichstärke des Kreises lässt sich genauso ändern, wie Sie es bereits bei
Wires getan haben. Ein Kreis mit Strichstärke 0 wird gefüllt.
29
EAGLE 5 – Tutorial
Beispiel für das Zeichnen eines Kreises mit Hilfe von Koordinatenangaben:
Ein Kreis mit dem Mittelpunkt auf der Koordinate x = 10 und y = 25 mit
einem Radius von 15 mm soll gezeichnet werden.
Stellen Sie zuerst ein MillimeterRaster ein:
GRID MM
Dann zeichnen Sie den Kreis:
CIRCLE (10 25) (10 40)
oder
CIRCLE (10 25) (10 10)
Die zweite Koordinate gibt einen beliebigen Punkt auf der Kreislinie an,
daher sind verschiedene Eingaben möglich, um ein und denselben Kreis zu
zeichnen.
Wenn Sie mehr über den CIRCLEBefehl erfahren wollen, drücken Sie ,
während der Befehl aktiviert ist, oder tippen Sie
HELP CIRCLE
ein.
Wenn Sie einen Befehl abbrechen wollen, klicken Sie das Icon mit dem
StopschildIcon an, oder aktivieren Sie den nächsten Befehl.
Wenn Sie die EscTaste drücken, können Sie im allgemeinen ein Objekt vom
Mauszeiger lösen.
Der ARCBefehl
Um den Befehl ARC zum Zeichnen von Kreisbögen zu aktivieren,
ARC
Ein Kreisbogen wird mit drei Mausklicks definiert: der erste legt den
Anfangspunkt fest, der zweite den Kreisdurchmesser und der dritte den
Endpunkt.
Platzieren Sie den Mauszeiger am gewünschten Anfangspunkt und .
Bewegen Sie den Mauszeiger einige Rasterpunkte nach rechts, aber bleiben
Sie auf der gleichen YRasterlinie. Es erscheint ein Kreis, der den
Durchmesser des Kreisbogens angibt. und der Kreis wird zum Kreisbogen.
Sie können jetzt die Richtung des Kreisbogens mit der rechten Maustaste
ändern. Klicken Sie mehrfach die rechte Maustaste, und Sie sehen, was
gemeint ist. Sie können auch den Kreisbogen größer oder kleiner machen,
indem Sie die Maus bewegen. Wenn Sie die gewünschte Form erreicht haben.
um den Kreisbogen zu fixieren.
Die Parameter Flat bzw. Round bestimmen die Form der Bogenenden.
Zeichnen Sie einige Kreisbögen zur Übung. Wenn Sie mehr über den ARC
Befehl erfahren wollen, verwenden Sie die HilfeFunktion.
Alle Bögen können auch mit dem Befehl WIRE gezeichnet werden!
30
EAGLE 5 – Tutorial
Der RECTBefehl
Um den Befehl RECT, der zum Zeichnen von gefüllten Rechtecken dient,
zu aktivieren,
RECT
Zum Definieren eines Rechtecks sind zwei Mausklicks erforderlich: Der erste
legt eine Ecke fest, der zweite die Position des Eckpunkts gegenüber.
Bewegen Sie den Mauszeiger zu der Stelle, an der eine Ecke des Rechtecks
liegen soll, und . Bewegen Sie den Mauszeiger etwas nach rechts und nach
oben. Wenn das Rechteck die gewünschte Größe erreicht hat, um es zu
fixieren. Das Rechteck ist mit der Farbe des verwendeten Layers gefüllt.
Mehr über den RECTBefehl erfahren Sie in der HilfeFunktion.
Der TEXTBefehl
Aktivieren Sie den Befehl TEXT zum Platzieren von Texten mit
TEXT
Es öffnet sich ein TexteingabeFenster. Dort tippen Sie den gewünschten Text
ein und OK. Platzieren Sie den Text mit Nun hängt eine Kopie desselben
Textes am Mauszeiger. Falls Sie keine Texte mehr platzieren wollen, klicken
Sie den nächsten Befehl oder das StopIcon an.
Soll ein weiterer Text, der unterschiedlich ist, platziert werden, tippen Sie
ihn in der Kommandozeile ein und schließen die Eingabe mit der EnterTaste
ab. Anschließend platzieren Sie den Text mit der Maus.
Texte, die mehrere aufeinander folgende Leerstellen oder einen Strichpunkt
enthalten, schließen Sie in einfache Hochkommas ein. Auch wenn Sie eine
Fehlermeldung erhalten, weil ein Text mit einem Befehl verwechselt wird,
schließen Sie den Text in einfache Hochkommas ein, also beispielsweise:
'Das ist ein Text'
Size, Ratio, Font und Layer, sowie der Text selbst können über den
Eintrag Eigenschaften im Kontextmenü des Textes geändert werden.
Dieses öffnen Sie mit einem rechten Mausklick auf den Aufhängepunkt
des Textes.
31
EAGLE 5 – Tutorial
SIZE
Wert im Menü
oder geben Sie einen beliebigen Wert über die Kommandozeile (mit der
EnterTaste abschließen) ein und auf die linke untere Ecke des Textes. Bei
gedrehten Texten kann der Aufhängepunkt nach rechts oben wandern. Texte
werden im Schaltplan immer so dargestellt, dass sie nach rechts oder nach
oben ausgerichtet sind.
Im LayoutEditor kann man dagegen über die Option Spin erreichen (in der
Parameterleiste bei aktivem TEXT, MOVE, ROTATEBefehl), dass Texte aus
allen vier Richtungen lesbar werden.
Wenn Sie einen Text ändern wollen:
CHANGE
TEXT
auf den Aufhängepunkt des Textes
Dann editieren Sie den Text und OK.
Beim VektorFont (nicht mit Proportional oder FixedSchrift) kann man mit
CHANGE
RATIO
das Verhältnis von Strichstärke zu Texthöhe ändern.
Platzhaltertexte
Wenn Sie den Text
>SHEET
platzieren, erscheint an dieser Stelle die aktuelle Seitennummer des
Schaltplans in der Form 1/1 (Blatt 1 von 1).
EAGLE kennt noch mehr solcher Platzhalter, z. B. für Uhrzeit und Datum der
letzten Änderung (>LAST_DATE_TIME) oder des Ausdrucks
(>PLOT_DATE_TIME).
Bei der Bauteiledefinition in Bibliotheken werden üblicherweise
Platzhaltertexte für den Namen >NAME und den Wert >VALUE verwendet.
Außerdem kann man für Symbole >PART und >GATE verwenden.
Abgesehen von den vordefinierten Platzhaltern interpretiert EAGLE jeden
Text, der mit dem Zeichen '>' beginnt, als Platzhalter für ein
benutzerdefiniertes, bauteilspezifisches oder globales Attribut. Mehr dazu
finden Sie in der Hilfe zum ATTRIBUTEBefehl.
32
EAGLE 5 – Tutorial
11 Bibliotheken benutzen
Der ADDBefehl
Um Symbole aus einer Bibliothek auszuwählen, ADD im Befehlsmenü,
und ein PopupMenü erscheint. Links im Fenster sollte nun eine Liste der zur
Verfügung stehenden Bibliotheken erscheinen. Die einzelnen
Bibliothekseinträge lassen sich aufklappen (Klick auf das +Zeichen). Jetzt
sehen Sie den Inhalt gelistet. Selektieren Sie einen Eintrag, sehen Sie rechts
die entsprechende Voransicht.
Mit den PfeilTasten können Sie sehr schnell durch die angezeigte Liste
navigieren. Pfeilnachrechts klappt eine Bibliothek oder ein Device auf. Mit
Pfeilnachlinks kommt man schnell an den übergeordneten Eintrag zurück.
Noch einmal Pfeilnachlinks schließt den Eintrag wieder. Mit Pfeilnach
oben/unten blättern Sie zum vorherigen/nächsten Eintrag.
Wenn Sie einen Buchstaben eintippen, wird der erste Eintrag, der mit diesem
Buchstaben beginnt, selektiert. Tippen Sie mehrere in rascher Reihenfolge
hintereinander ein, zum Beispiel con, so wird der erste Eintrag beginnend mit
con gewählt.
In die SuchenZeile kann man einen oder mehrere Suchbegriffe eingeben. Ein
Suchbegriff kann der Name eines Bauteils, oder ein Stichwort aus der
Beschreibung eines Bauteils sein. Es dürfen Platzhalter wie * und ?
verwendet werden.
Sehen Sie nach dem ersten ADDBefehl keine Einträge im Fenster, sind keine
Bibliotheken geladen. In diesem Fall lesen Sie bitte zuerst den nächsten
Abschnitt Der USEBefehl.
Wir wollen beispielsweise den Baustein 74LS00 platzieren. Tippen Sie in die
SuchenZeile
74*00* oder 74LS00*
ein. * steht hier als Platzhalter für die Technologie bzw. für die Package
Variante. Das Suchergebnis bietet den entsprechenden Baustein in
verschiedenen Package und TechnologieVarianten an. Selektieren Sie das
33
EAGLE 5 – Tutorial
gewünschte Device und auf OK. Jetzt kann der Baustein im Schaltplan
abgesetzt werden.
Platzieren Sie den Mauszeiger etwas links von der Bildschirmmitte und .
Bewegen Sie den Mauszeiger nach rechts und setzen Sie ein weiteres Gatter
mit dem nächsten Mausklick ab. Platzieren Sie auf diese Weise vier Gatter
um das Zentrum der Zeichenfläche herum.
Nun platzieren Sie ein fünftes Gatter irgendwo daneben. Beachten Sie, dass
EAGLE den ersten vier Gattern die Namen IC1A..IC1D zugewiesen hat,
während das fünfte Gatter den Namen IC2A erhalten hat, weil dafür der
nächste Baustein erforderlich ist.
Wenn Sie nun den Layer 93 Pins einblenden, entweder wie vorher
beschrieben oder, indem Sie
DISPLAY PINS
in die Kommandozeile eintippen, sind weitere PinParameter grün
dargestellt. Zoomen Sie in die Zeichnung, so dass ein Gatter groß dargestellt
wird. Sie werden sehen, dass die Pins als Input (In) oder Output (Out)
gekennzeichnet sind, und dass eine Zahl den Swaplevel angibt. Der
Swaplevel 1 besagt, dass dieser Pin mit einem anderen desselben Gatters
getauscht werden kann, der ebenfalls Swaplevel 1 hat (Befehl PINSWAP).
Dasselbe gilt für alle anderen Zahlen außer 0. Der Swaplevel 0 besagt, dass
dieser Pin nicht getauscht werden kann.
Solange der ADDBefehl aktiv ist, hängt immer noch das GatterSymbol am
Mauszeiger.
Benutzen Sie nun das VerkleinernIcon oder die F4Taste, um einen größeren
Bereich der Schaltung auf den Bildschirm zu bekommen. Dann drücken Sie
die EscTaste, um in das Auswahlmenü des ADDBefehls zurückzukehren.
Tippen Sie in die SuchenZeile die Bezeichnung:
*555N* oder *555*
Selektieren Sie aus der [Link] zum Beispiel den Baustein LM555N mit
Doppelklick, rotieren Sie ihn um 180 Grad mit zwei Klicks der rechten
Maustaste, und platzieren Sie ihn irgendwo auf der Arbeitsfläche mit der
linken Maustaste.
Wiederholen Sie diesen Vorgang mit anderen Symbolen. Sie werden
feststellen, dass einige Symbole auch in amerikanischer Darstellungsart
vorhanden sind. Wählen Sie selbst, welche Alternative Sie bevorzugen.
Drücken Sie bei aktivem ADDBefehl die EscTaste, kehren Sie in das ADD
Menü zurück. Erneutes Drücken der EscTaste beendet den Befehl.
Klickt man mit der rechten Maustaste auf das ADDIcon, erscheint ein Popup
Menü mit einer Liste der bisher geholten Bauteile. Wählen Sie daraus ein
Bauteil und platzieren Sie es.
34
EAGLE 5 – Tutorial
Es ist auch möglich, Bauteile aus der Bibliotheksübersicht des Control Panels
in einen Schaltplan oder in ein Layout zu ziehen. Ordnen Sie das Control
Panel und das SchaltplanFenster so an, dass Sie beide Fenster sehen.
Selektieren Sie zum Beispiel das Device LM555N im BibliothekenZweig aus
der [Link]. Über Drag&Drop können Sie das Device in das Schaltplan
Fenster ziehen. Bei Devices mit mehreren Package bzw. Technologie
Varianten erfolgt vor dem Absetzen eine Abfrage, welche Variante gewählt
werden soll.
Der USEBefehl
Der ADDBefehl durchsucht per Default alle Bibliotheken in den
Verzeichnissen, die im BibliothekenPfad unter Optionen/Verzeichnisse... im
Control Panel angegeben sind.
Man kann direkt im BibliothekenZweig der BaumAnsicht verschiedene
Bibliotheken von der Suche ausschließen, indem man auf die grüne
Markierung klickt. Grün bedeutet benutzt, grau unbenutzt.
Diese Vorgehensweise entspricht dem USEBefehl, den Sie auch über die
Kommandozeile eingeben können.
Mit dem Befehl
USE *
lädt man beispielsweise alle Bibliotheken, die im Bibliothekspfad gefunden
werden. Weiteres dazu ist in der HilfeFunktion beschrieben.
35
EAGLE 5 – Tutorial
Der INVOKEBefehl
Der INVOKEBefehl dient unter anderem dazu, Versorgungspins an
andere Signale als die vordefinierten Versorgungssignale (z. B. VCC und
GND) anschließen zu können. Um seine Wirkungsweise zu verstehen,
INVOKE
und klicken Sie das Symbol IC2A mit der linken Maustaste an. Ein Popup
Menü erscheint.
PWRN in diesem Menü und die Versorgungspins von IC2 können an
beliebiger Stelle in der Zeichnung platziert und mit einem beliebigen Netz
verbunden werden.
Eine andere Eigenschaft des INVOKEBefehls ermöglicht es Ihnen, die
Reihenfolge zu ändern, in der die Gatter eines Bausteins platziert werden.
Sofern der INVOKEBefehl noch aktiv ist, IC2A, und das PopupMenü
erscheint wieder. Das Sternchen bei Gatter A zeigt an, dass dieses Gatter
schon in die Zeichnung geholt wurde; die Gatter ohne Sternchen können
noch platziert werden. Wenn Sie nun Gatter C vor Gatter B platzieren wollen,
C im PopupMenü, und das Gatter kann mit der linken Maustaste an
beliebiger Stelle abgesetzt werden.
Auch wenn Gatter C in der Zeichnung platziert ist, verwendet EAGLE erst die
noch verfügbaren Gatter dieses Bausteins, bevor ein neuer Baustein in die
Zeichnung geholt wird.
Wollen Sie die Gatter eines Bausteins über mehrere SchaltplanSeiten
verteilen, verwenden Sie auf einer neuen Seite den Befehl INVOKE und
tippen den Namen des Bauteils in die Kommandozeile ein. Dann erscheint
das PopupMenü.
Experimentieren Sie etwas mit unterschiedlichen Bibliotheken und mit dem
Platzieren und Rotieren von Symbolen.
36
EAGLE 5 – Tutorial
12 Schaltplan erstellen
In diesem Abschnitt werden Sie lernen, wie man Netze und Busse in einer
Schaltung verwendet. Damit sind Sie bereits in der Lage, eine Schaltung zu
erstellen.
Um eine leere Zeichenfläche zu erhalten, öffnen Sie einen neuen Schaltplan.
Vergrößern Sie das SchaltplanFenster.
Raster
Das Standardraster für Schaltpläne ist 0.1 inch. Symbole sollten nur in
diesem Raster oder einem Vielfachen davon platziert werden, da sonst
unter Umständen keine Netze an die Pins angeschlossen werden können!
Das alternative Raster könnte man auf 0.025 inch stellen und so mit
gedrückter AltTaste beispielsweise Labels, also Netzbeschriftungen, in einem
feineren Raster anordnen.
Zeichnungsrahmen anlegen
Beginnen Sie damit, einen Zeichnungsrahmen aus einer Bibliothek zu holen.
Die EAGLEBibliothek [Link] enthält verschiedene vordefinierte Rahmen.
ADD, und geben Sie im ADDDialog den Suchbegriff A4 oder frame ein.
Wählen Sie aus dem Suchergebnis einen geeigneten Rahmen zum Beispiel
mit DINA4_L aus. Am Mauszeiger hängt ein Rahmen mit Schriftfeld, der
auf eine DINA4Seite im Querformat (Landscape) passt.
Wenn Sie ihn nicht ganz sehen können, drücken Sie die F4Taste, bis der
Bildausschnitt groß genug ist. Platzieren Sie ihn mit der linken Maustaste so,
dass seine linke untere Ecke auf dem Koordinatenursprung (X=0, Y=0) zu
liegen kommt.
Nun hängt ein weiterer Rahmen am Mauszeiger. Klicken Sie auf das Stop
Icon , um den ADDBefehl zu beenden. Drücken Sie Alt+F2 um den
Rahmen bildschirmfüllend darzustellen, oder klicken sie das
ZeichnungsgrenzenIcon in der Aktionsleiste an.
37
EAGLE 5 – Tutorial
38
EAGLE 5 – Tutorial
Üben Sie die Bearbeitung von Texten, indem Sie eine Adresse oder eine
Dokumentennummer zum Textfeld hinzufügen:
TITLE: enthält Dateinamen (Platzhalter >DRAWING_NAME).
DATE: enthält Datum und Uhrzeit, als die Datei zuletzt gespeichert wurde
(Platzhalter >LAST_DATE_TIME).
Beide Felder werden automatisch mit den aktuellen Daten ausgefüllt, wenn
die Zeichnung abgespeichert wird, da an diesen Stellen die entsprechenden
Platzhalter bei der Definition des Zeichnungsrahmens eingesetzt wurden.
F1 DINA4_L frames 1
Mit dem ADDBefehl platzieren Sie die aufgeführten Bausteine.
Die Rasterlinien bzw. punkte können Sie über das Icon des GRIDBefehls
oder bequemer mit der F6Taste ein und ausschalten.
Mit dem MOVEBefehl lässt sich die Platzierung der Symbole jederzeit
ändern: Aktivieren Sie MOVE im Befehlsmenü und auf das zu
verschiebende Symbol. EAGLE stellt das Symbol heller dar, um anzuzeigen,
dass es selektiert ist und verschoben werden kann. Bewegen Sie das Symbol
mit der Maus zur gewünschten Stelle, und platzieren Sie es mit der linken
Maustaste. Der MOVEBefehl ist noch aktiv, und das nächste Objekt kann
verschoben werden. Wenn Sie ein Objekt drehen wollen, betätigen Sie die
rechte Maustaste, solange es am Mauszeiger hängt.
39
EAGLE 5 – Tutorial
Werden mehrere gleiche Bauteile (z.B. C1 und C2) verwendet, kann man
diese auch mit COPY vervielfältigen.
Sobald die Symbole platziert sind, beginnen Sie mit dem Befehl NET die
Netze (elektrische Signale im Schaltplan) zu verlegen.
Der NETBefehl
Der NAMEBefehl
EAGLE vergibt automatisch Namen, zum Beispiel B$.. für Busse, P$.. für
Pins und N$.. für Netze.
NAME und anschließend auf das Netz, das an IC1 Pin OSC1 (16)
angeschlossen ist. Ein PopupMenü zeigt den vordefinierten Namen des
Netzes. Tragen Sie
OSC1
ein und OK. Ab sofort trägt das Netz diesen Namen.
Namen von Bauelementen und Bussen lassen sich auf die gleiche Weise
ändern.
Der LABELBefehl
40
EAGLE 5 – Tutorial
rechten Maustaste rotiert und mit der linken platziert werden. Platzieren Sie
das Label etwa so, wie in der Zeichnung dargestellt (in der Nähe von JP1 Pin
3).
Werden Signal oder BusNamen geändert, ändern sich die zugehörigen
Labels automatisch. Labels werden nicht mit CHANGE TEXT, sondern mit
NAME und Klick auf das Netz bzw. den Bus geändert. CHANGE FONT bzw.
SIZE ändert die Schriftart bzw. die Texthöhe.
Wenn Schaltpläne über mehrere Seiten gezeichnet werden (nicht in der
LightEdition möglich), kann man für Labels die Option XREF setzen. Das
bedeutet, dass automatisch ein Querverweis auf das entsprechende Netz auf
der nächsten folgenden Seite gesetzt wird. Diese Option funktioniert nur in
Zusammenarbeit mit Zeichnungsrahmen, die über FRAME gezeichnet
wurden. Details dazu finden Sie in der HilfeFunktion zu LABEL und FRAME.
Der DELETEBefehl
Mit diesem Befehl löschen Sie Objekte. Wird er für Netze, Wires oder
Busse verwendet, löscht man jeweils ein einzelnes Segment. Um diesen
Befehl zu benutzen, DELETE im Befehlsmenü, bewegen Sie den Mauszeiger
zum Objekt, das gelöscht werden soll, und .
Hält man während des Löschens eines Objektes die ShiftTaste gedrückt,
löscht man ein ganzes Netz bzw. den ganzen Bus. Mehr dazu finden Sie in
der HilfeFunktion.
Auch hier funktionieren UNDO und REDO.
Eine Gruppe von Objekten lässt sich, nach dem Markieren GROUP, durch Ctrl
+DELETE und rechtem Mausklick in die Zeichnung löschen.
Der JUNCTIONBefehl
Wird ein Netz auf einem anderen Netz abgesetzt, entsteht zwischen
diesen beiden eine Verbindung. Es wird automatisch ein Verbindungspunkt
(Junction) gesetzt. Das kann über die Option Junctions automatisch setzen
(Optionen/Einstellungen/Verschiedenes) ausgeschaltet werden.
Setzt man eine Junction auf zwei sich kreuzende Netze, werden diese beiden
miteinander verbunden.
JUNCTION im Befehlsmenü, und ein Punkt hängt am Mauszeiger. Bewegen
Sie den Mauszeiger über den Kreuzungspunkt zweier zu verbindender
Netzlinien und .
Der SHOWBefehl
41
EAGLE 5 – Tutorial
Beachten Sie, dass EAGLE alle Netzlinien, alle angeschlossenen Pins und die
dazugehörigen PinNamen heller darstellt. Damit lässt sich sehr einfach
feststellen, ob optisch verbundene Netze auch tatsächlich zusammengehören.
Zusätzlich erscheint
Net: V+, Class: 1 Power
unten in der Statuszeile.
Solange der SHOWBefehl aktiv ist, bleibt das Netz auch beim Verschieben
des Bildausschnitts (bei gedrückter mittlerer Maustaste und Bewegen der
Maus) oder über den WINDOWBefehl, markiert. Beenden Sie den SHOW
Befehl durch Klick auf das StopIcon oder Drücken der EscTaste. Danach ist
das Objekt nicht mehr markiert.
Wenn Sie ein Objekt mit einem bestimmten Namen anzeigen wollen, SHOW,
und tippen Sie den Namen (z. B. RA4 ) in die Kommandozeile ein.
Drücken Sie dann die EnterTaste.
Sie können der Reihe nach weitere Namen eintippen, ohne den SHOWBefehl
erneut aktivieren zu müssen.
SHOW RA4
RA3
RA2
Auf diese Weise wird immer ein Netz markiert.
Der SHOWBefehl erlaubt auch Platzhalter. Tippen Sie
SHOW RA*
ein, um alle Netze mit RA beginnend gleichzeitig anzeigen zu lassen.
Beenden Sie SHO mit einem Klick auf das StopIcon.
Wollen Sie mehrere Netze gleichzeitig markieren, klicken Sie mit der Maus
zum Beispiel auf das Netz RA2. Drücken Sie jetzt die CtrlTaste und klicken
Sie auf RA3 und RA4. Jetzt sind alle drei Netze markiert.
Klicken Sie nochmal mit gedrückter CtrlTaste auf RA3, wird dieses Netz
nicht mehr heller dargestellt. Ctrl invertiert die aktuelle Markierung.
Der MOVEBefehl
Wenn Sie im Schaltplan ein Netz mit MOVE über einen Pin bewegen
und absetzen, entsteht keine elektrische Verbindung!
Wenn Sie aber ein Bauteil so verschieben, dass ein Pin über einem Netz
platziert ist, dann fängt dieser Pin das Netz ein. Es entsteht eine Verbindung.
Passiert das versehentlich, machen Sie die Aktion mit UNDO rückgängig,
oder löschen Sie das Netz mit DELETE.
Eine Überprüfung der Verbindungen ist mit dem SHOWBefehl möglich (Netz
und angeschlossener Pin werden heller dargestellt), aber auch durch Ausgabe
einer Netzliste oder Pinliste mit EXPORT.
HistoryFunktion
Mit den Tasten Pfeil nach oben und Pfeil nach unten können Sie einen der
letzten mit der Tastatur eingegebenen Befehle in die Kommandozeile bringen
und mit der EnterTaste ausführen. Die EscTaste löscht die Kommandozeile.
42
EAGLE 5 – Tutorial
Drücken Sie Alt+F2, um die ganze Schaltung auf den Bildschirm zu bringen,
dann tippen Sie
SHOW R1
SHOW C1
SHOW IC1
Beenden Sie den SHOWBefehl mit Klick auf das StopIcon. Betätigen Sie die
Tasten Pfeil nach oben und Pfeil nach unten etliche Male. Wie Sie sehen,
können Sie durch die Liste der zuletzt eingetippten Befehle gehen. Sobald der
gewünschten Befehl erscheint, drücken Sie die EnterTaste.
Zeichnung vervollständigen
Verwenden Sie den ADDBefehl, um die restlichen Bauelemente und die
Symbole für +5V, V+ und GND aus [Link] zu platzieren.
Suchbegriff: *supply*.
Die SupplySymbole repräsentieren die Versorgungsspannungen im
Schaltplan und veranlassen den ERC (Electrical Rule Check), besondere
Prüfungen durchzuführen.
Bitte erinnern Sie sich daran, dass Sie mit der rechten Maustaste die Symbole
rotieren können, bevor Sie sie absetzen, und dass Sie alle Objekte mit dem
MOVEBefehl verschieben können.
Mit dem NETBefehl verbinden Sie die Pins der Symbole. Zeichnen Sie die
restlichen Verbindungen, wie im Schaltplan dargestellt. Verwenden Sie die
rechte Maustaste bei aktivem NETBefehl, um den Winkel zwischen den
Netzsegmenten einzustellen. Verwenden Sie , um ein Segment zu fixieren.
Trifft ein Netz exakt auf einen PinAnschlusspunkt, fällt es von der Maus ab.
Treffen Sie diesen Punkt nicht, bleibt es an der Maus hängen.
43
EAGLE 5 – Tutorial
Der SMASHBefehl
44
EAGLE 5 – Tutorial
der rechten Maustaste rotiert werden. Mit setzen Sie den Namen an der
neuen Stelle ab.
Wenn Sie die Größe von Texten ändern wollen, die mit dem SMASHBefehl
vom Symbol losgelöst wurden, verwenden Sie den CHANGEBefehl (klicken
Sie das CHANGEIcon an, und selektieren Sie Size).
SMASH kann auch auf Gruppen angewendet werden. Aktivieren Sie dazu
den SMASHBefehl und klicken Sie bei gedrückter CtrlTaste mit der rechten
Maustaste in die Zeichnung.
Halten Sie die ShiftTaste während eines Linksklicks auf ein Objekt gedrückt,
werden alle Texte wieder an das Bauteil gebunden und erscheinen an der
ursprünglichen Stelle (unsmash).
Für eine Gruppe müssen also die Tasten Ctrl und Shift gleichzeitig gedrückt
werden, damit der Befehl sofort ausgeführt wird. Drücken Sie nur Shift,
erscheint das Kontextmenü, aus dem man wieder die Option Smash:Gruppe
wählen kann.
Der VALUEBefehl
Mit diesem Befehl definieren oder ändern Sie den Wert von
Bauelementen wie Widerständen oder Kondensatoren. Bei ICs gibt dieser
Parameter im allgemeinen den Typ an (z. B. 74LS00N).
VALUE
WiderstandsSymbol
tragen Sie 2.2k in das Menü ein, OK, und der neue Wert ist definiert.
Ändern Sie nun die Namen von Bauelementen und Bussen so, wie es aus dem
Schaltbild hervorgeht. Netznamen müssen nicht geändert werden, es sei
denn, man möchte später eine aussagekräftige Netzliste ausgeben.
45
EAGLE 5 – Tutorial
der Bibliothek zu vermeiden wären, kann man sie Billigen. Die Einträge
verschwinden aus dem WarnungenZweig und werden in den GebilligtZweig
des Menüs verschoben.
Bitte bedenken Sie, dass der ERC nur Hinweise auf eventuelle Fehler
geben kann. Interpretieren müssen Sie das Ergebnis selbst!
Wenn Sie mehr über den ERCBefehl erfahren wollen, tippen Sie
HELP ERC in der Kommandozeile.
Der BUSBefehl
Laden Sie zunächst den Schaltplan [Link] aus dem Verzeichnis
/eagle/examples/tutorial.
Sie sehen eine Schaltung mit einem Bus. Der Bus wird mit dem BUSBefehl
gezeichnet und erhält einen automatisch generierten Namen (B$1..).
Ein Bus hat keine logische Bedeutung. Er stellt lediglich ein Zeichenelement
dar. Logische Verbindungen (Netze) werden ausschließlich mit Hilfe des
NETBefehls definiert. Netze mit demselben Namen sind identisch, selbst
wenn sie sich auf verschiedenen Blättern eines Schaltplans befinden oder
optisch nicht zusammenhängen.
Der BusName bestimmt die Signale, die darin geführt werden. Unser Bus
führt die Signale VALVE0 bis VALVE11 und das Signal EN. Daher wurde ihm
mit dem NAMEBefehl der Name EN,VALVE[0..11] zugeordnet.
Um diese Netze aus dem Bus herauszuführen, verwenden Sie den NET
Befehl. Das ist nur dann möglich, wenn Sie den Bus so benannt haben, wie
vorher beschrieben.
Sie sehen, dass links von IC7 noch einige Verbindungen fehlen. Die sollen
jetzt eingezeichnet werden. Beginnen Sie nun folgende Signale an IC7
anzuschließen.
EN IC7 Pin 14 EN
VALVE0 IC7 Pin 16 INA
VALVE1 IC7 Pin 15 INB
VALVE2 IC7 Pin 10 INC
VALVE3 IC7 Pin 9 IND
46
EAGLE 5 – Tutorial
NET im Befehlsmenü und bewegen Sie den Mauszeiger über den Bus, eine
Rasterlinie über dem Anschluss IC714. Damit das Signal gleich den richtigen
Namen erhalten kann, müssen Sie das Netz am Bus beginnen. um den
Anfangspunkt auf dem Bus zu fixieren. Ein Menü mit den vom Busnamen
abgeleiteten Signalnamen erscheint, aus dem Sie mit EN den Namen EN
auswählen können. Bewegen Sie jetzt den Mauszeiger auf IC714, und
benutzen Sie die rechte Maustaste, um die Netzlinie in die gewünschte Form
zu bringen. Mit fixieren Sie den Endpunkt der Netzlinie auf dem Pin
Anschlusspunkt.
Wiederholen Sie diesen Vorgang für VALVE0 bis VALVE3, um alle
Verbindungen zu erhalten.
Mit dem LABELBefehl können Sie die Netze beschriften.
Wenn Sie eine Aktion zurücknehmen wollen, klicken Sie das UNDOIcon an,
oder Sie verwenden die F9Taste. Durch Anklicken des REDOIcons bzw.
Taste F10 führen Sie die zurückgenommene Aktion wieder aus.
Verwenden Sie den MOVEBefehl, um einzelne Segmente eines Busses zu
verschieben. Selektieren Sie ein Segment in der Nähe des Endpunktes, um
den Endpunkt zu verschieben. Selektieren Sie ein Segment etwa in der Mitte,
um es parallel zu verschieben. Mit DELETE können Sie einzelne Segmente
löschen.
Sind schon Netze des Busses verlegt, wandern diese beim Verschieben mit
MOVE nicht mit! Verwenden Sie GROUP und MOVE um mehrere Objekte
gemeinsam zu verschieben.
Der Mauszeiger nimmt die Form von vier Pfeilen an, sobald Sie ein
Objekt selektieren wollen, dessen Aufhängepunkt dem Aufhängepunkt
eines anderen Objekts sehr nahe ist. In diesem Fall drücken Sie die linke
Maustaste, um das hell dargestellte Objekt zu selektieren. Drücken Sie die
rechte Maustaste, falls Sie zum nächsten in Frage kommenden Objekt
weiterschalten wollen. Gleichzeitig werden in der Statuszeile des Editor
Fensters Informationen zum gerade selektierten Objekt angezeigt.
47
EAGLE 5 – Tutorial
13 Automatische Forward&BackAnnotation
48
EAGLE 5 – Tutorial
In diesem Abschnitt werden Sie eine kleine Platine entwerfen und ein
existierendes Design mit dem LayoutEditor modifizieren. Sie werden
zunächst eine Platine ohne Schaltplan anlegen.
Dieser Abschnitt ist besonders für diejenigen interessant, die keinen
SchaltplanEditor besitzen. Auch der Nutzer des SchaltplanEditors sollte zum
besseren Verständnis die folgenden Schritte durchführen.
Der LayoutEditor zeigt die Platine in der Draufsicht. Stellen Sie sich vor,
Sie haben die Platine in der Hand und schauen von oben durch. Daher
sind, zum Beispiel, die Texte auf der Unterseite gespiegelt dargestellt.
Sie können mit MOVE die Kanten verschieben oder mit UNDO und
REDO vorherige Aktionen zurücknehmen bzw. erneut ausführen.
Alt+F2 bzw. Anklicken des Icons Zeichnungsgrenzen stellt die Platine so dar,
dass sie das Arbeitsfenster ausfüllt.
49
EAGLE 5 – Tutorial
Platzierungsraster
Bevor man Bauteile platziert, muss man das richtige Raster einstellen. Das
Platzierungsraster kann anders sein als das Raster, in dem die Umrisse
gezeichnet worden sind, und es ist meist anders als das Raster, in dem die
Leitungen verlegt werden. In diesem Fall wählen wir das StandardRaster
von 0,05 Zoll, das bereits eingestellt ist.
Bauteile platzieren
50
EAGLE 5 – Tutorial
Die SMDPads erscheinen in Rot, das bedeutet, sie befinden sich auf der
Oberseite (Layer 1 Top) der Platine. Um sie auf die Unterseite zu bringen,
verwendet man den MIRRORBefehl. Klicken Sie das MIRRORIcon im
Befehlsmenü und auf das Package oder geben Sie den Namen des SMDs in
der Kommandozeile an.
Sie können das Package mit weiteren Mausklicks auf die jeweils andere
Platinenseite bringen, solange der MIRRORBefehl aktiv ist. Für die folgende
Übung sollten Sie die Packages auf dem TopLayer (rot) platzieren.
Wenn die Position eines Bauteils fest steht und nicht mehr verändert werden
soll, kann man es mit dem LOCKBefehl fixieren. Zur Verdeutlichung wird
der Aufhängepunkt als 'x' dargestellt.
Shift + LOCK und ein Mausklick auf das Bauteil gibt es wieder frei.
Namen vergeben
Um den gerade platzierten Packages Namen zu geben,
NAME im Befehlsmenü
Bewegen Sie den Mauszeiger in die Nähe des Aufhängepunkts des ersten
DIL14, der mit einem Kreuz markiert ist, und . Es erscheint ein Popup
Menü. Tippen Sie
IC1
und das Bauteil erhält diesen Namen. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit
den restlichen Bauteilen, denen Sie die Namen IC2, R1 und R2 geben.
Man kann Objektnamen auch direkt über die Kommandozeile ändern, zum
Beispiel:
NAME R22 R2
Das bisherige Bauteil R22 heißt jetzt R2.
Werte vergeben
Um den Bauteilen Werte zuzuweisen,
VALUE im Befehlsmenü
Bewegen Sie den Mauszeiger in die Nähe des Aufhängepunkts des ersten
DIL14 und.
Es erscheint ein PopupMenü. Tippen Sie
CD4001
und IC1 hat jetzt den Wert CD4001. Weisen Sie auf die gleiche Art IC2 den
Wert CD4002 und den Widerständen R1 und R2 die Werte 100k und 22k zu.
Signale definieren
Im nächsten Schritt sollen Signale definiert werden, die in Form von
Luftlinien (Airwires) mit dem SIGNALBefehl eingezeichnet werden.
Zunächst sollen die Versorgungsanschlüsse der beiden ICs verbunden
werden.
SIGNAL , und tippen Sie
51
EAGLE 5 – Tutorial
GND
auf Pad 7 von IC1 (IC17), bewegen Sie den Mauszeiger zu IC27 und ,
um die GNDLuftlinie zu beenden.
Damit sind die beiden Pads an das Signal GND angeschlossen.
Nun tippen Sie
VCC
IC114, bewegen Sie den Mauszeiger zu IC214 und , um die VCC
Luftlinie zu beenden.
Definieren Sie weitere Verbindungen auf die gleiche Weise.
Wenn Sie keinen Wert auf einen bestimmten Signalnamen legen, starten Sie
eine Luftlinie ohne vorherige Eingabe eines Namens mit auf das erste Pad
und beenden Sie mit oder durch Anklicken des StopschildIcons. EAGLE
generiert dann automatisch Signalnamen, die Sie nachträglich mit dem
NAMEBefehl ändern können.
Luftlinien können mit DELETE gelöscht werden, sofern Sie nicht unter
Kontrolle der Forward&BackAnnotation arbeiten (in diesem Fall sind die
Verbindungen im Schaltplan zu löschen).
Selbstverständlich funktionieren auch UNDO (F9) und REDO (F10).
Netzklassen festlegen
Der CLASSBefehl ( Bearbeiten/Netzklassen..) erlaubt es für bestimmte
Arten von Signalen, besondere Vorgaben zu definieren:
Width definiert die Mindestleiterbahnbreite,
Clearance bestimmt den Mindestabstand zu Signalen anderer Netzklassen,
Drill definiert den Mindestbohrdurchmesser für Durchkontaktierungen.
Beispielsweise werden Versorgungsspannungen oft mit etwas breiteren
Leiterbahnen (höhere Ströme) und etwas höheren Abständen zu anderen
Signalen (höhere Spannungen) verlegt. Auch der Autorouter berücksichtigt
diese Werte. Default ist 0 für alle Eigenschaften (keine Klasse festgelegt). Das
bedeutet, es gelten die in den DesignRegeln festgelegten Mindestwerte.
Sind Angaben in den DesignRegeln und für die Netzklassen gemacht, gilt der
jeweils größere Wert.
Wenn Sie verschiedene Mindestabstände zwischen den einzelnen Netzklassen
vorgeben wollen, öffnen Sie die Clearance Matrix durch einen Klick auf die
Schaltfläche >> .
In der Beispieldatei [Link] sind verschiedene Netzklassen definiert.
52
EAGLE 5 – Tutorial
Laden Sie die Schaltung [Link] und klicken Sie das BOARDIcon an:
Damit wird eine BoardDatei mit demselben Namen wie die SchaltplanDatei
angelegt, also [Link]. Beantworten Sie die Frage, ob die Datei erzeugt
werden soll, mit OK, und vergrößern Sie das LayoutEditorFenster, um den
ganzen Bildschirm ausnutzen zu können.
Der weiße Rahmen rechts stellt die Platinenumrisse dar. Es handelt sich um
Wires im Layer 20 Dimension, wie sie im vorhergehenden Abschnitt per Hand
eingegeben wurden.
MOVE, und rechte senkrechte Kante der Platine etwa in der Mitte.
Bewegen Sie den Mauszeiger etwas nach links und . Damit haben Sie die
Platine etwas verkleinert. Sie können die Platinengröße auf die gleiche Weise
zu jeder Zeit wieder ändern.
Alternativ könnte man die Umrandung mit DELETE löschen und
beispielsweise eine vordefinierte Platinenumrandung aus einer ScriptDatei
(SCRIPTBefehl) einlesen.
Bauteile anordnen
53
EAGLE 5 – Tutorial
EAGLE ordnet die Bauteile zunächst automatisch links von der Platine im
negativen Koordinatenbereich an. Sie dürfen die Bauteile z. B. in der
Freeware und LightVersion nur innerhalb des Koordinatenbereichs
100 mm x 80 mm absetzen. Um Signale zu verlegen oder auch später den
Autorouter zu nutzen, müssen Sie die Bauteile in diesen Bereich schieben.
Will man nur einseitig routen, kann man für die Oberseite eine
Sperrfläche mit dem RECTBefehl, im Layer 41 tRestrict, über die ganze
Platine legen.
Manuell routen
54
EAGLE 5 – Tutorial
Platine ändern
Wenn Sie die Platine fertig geroutet haben, können Sie nachträgliche
Änderungen durchführen. Sie können:
Leitungssegmente und Bauteile mit MOVE und SPLIT
bewegen und anordnen,
55
EAGLE 5 – Tutorial
56
EAGLE 5 – Tutorial
Sie können auch Vias (Durchkontaktierungen) bewegen. Die angeschlossenen
Wires bewegen sich mit.
Bauteile auf dem TopLayer lassen sich nur bewegen, wenn der Layer 23
tOrigins eingeblendet ist. Entsprechendes gilt für Bauteile auf dem Layer
16 Bottom und den Layer 24 bOrigins.
Während der MOVEBefehl aktiv ist, können Sie mit der rechten Maustaste
das selektierte Objekt um jeweils 90° weiter drehen oder auch direkt über die
Parameterleiste einen beliebigen Drehwinkel angeben.
Bei Texten (nur im LayoutEditor) kann man über die Eigenschaft Spin
bestimmen, ob dieser bei einem Drehwinkel von 180° auf dem Kopf stehen
oder normal von unten lesbar sein soll (default). Das funktioniert auch mit
dem ROTATEBefehl.
In der Statuszeile werden Informationen über das mit MOVE gewählte Objekt
angezeigt.
GROUPBefehl
Bitte beachten Sie, dass nur Objekte selektiert werden, die sich in einem
sichtbaren Layer befinden. Packages auf dem TopLayer können nur
selektiert werden, wenn der Layer 23 tOrigins eingeblendet ist, und
Packages auf dem BottomLayer können nur selektiert werden, wenn der
24 bOriginsLayer eingeblendet ist (DISPLAYBefehl).
Nun aktivieren Sie den MOVEBefehl, drücken die CtrlTaste und benutzen
die rechte Maustaste, um die Gruppe an den Mauszeiger zu heften. Sie
57
EAGLE 5 – Tutorial
können dann alle Objekte gemeinsam bewegen, mit der rechten Maustaste
rotieren und mit der linken Maustaste fixieren.
Wenn eine Gruppe mit GROUP definiert wurde, können die Eigenschaften
der darin enthaltenen Objekte mit dem CHANGEBefehl geändert werden.
Selektieren Sie eine Gruppe, die einige Wires enthält, CHANGE im
Befehlsmenü, Width, und 0.032. Halten Sie dann die CtrlTaste
gedrückt und klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Zeichnung.
Mit UNDO machen Sie die Aktion rückgängig.
SPLITBefehl
Mit dem SPLITBefehl fügen Sie einen Knick in einen Wire ein.
SPLIT im Befehlsmenü
ein WireSegment
Verschieben Sie den Knickpunkt etwas, und Sie werden sehen, dass das
längere Segment gerade bleibt, während sich das ursprünglich kürzere
Segment aufteilt. Der Winkel zwischen den beiden neuen Segmenten wird
mit der rechten Maustaste eingestellt. Klicken Sie mehrfach mit der rechten
Maustaste um die einzelnen Knickmodi kennen zu lernen.
Ein weiterer Klick mit der linken Maustaste fixiert das WireSegment. Jetzt
hängt bereits das folgende Segment an der Maus. Auf diese Weise kann man
sehr schnell einer bereits verlegten Leiterbahn einen neuen Verlauf geben.
Der bisherige Verlauf der Leiterbahn kann zum Beispiel mit MOVE und
RIPUP aufgelöst werden.
Mit der EscTaste oder Klick auf das StopIcon bricht man den Befehl ab.
CHANGEBefehl
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EAGLE 5 – Tutorial
WireSegment
Falls eine Durchkontaktierung (Via) erforderlich ist, damit keine Leitung
aufgetrennt wird, setzt EAGLE es automatisch. Sollte ein Via überflüssig
werden, entfernt EAGLE es automatisch.
ROUTEBefehl
Wenn Sie ein geroutetes Stück wieder in eine Luftlinie wandeln wollen,
klicken Sie mit RIPUP auf das Leiterbahnstück.
Wenn Sie z. B. die Signale GND und VCC auflösen wollen, klicken Sie das
RIPUPIcon im Befehlsmenü an, und tippen Sie
GND VCC
Zweimal F9 macht die Aktion wieder rückgängig.
Wenn Sie alle Signale außer GND und VCC auflösen wollen, tippen Sie bei
aktivem RIPUPBefehl:
! GND VCC
Es werden jetzt die beiden Signal in der HighlightFarbe dargestellt. Klicken
Sie jetzt auf das AmpelIcon um den Befehl auszuführen.
Gibt man das Semikolon gleich in der Kommandozeile an, also
! GND VCC ;
wird der Befehl sofort ausgeführt.
SHOWBefehl
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EAGLE 5 – Tutorial
Innenlayer
InnenLayer (Route2...15) können zum Routen von Signalen in der gleichen
Weise verwendet werden wie Top und BottomLayer.
Versorgungslayer
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EAGLE 5 – Tutorial
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EAGLE 5 – Tutorial
Nach dem Laden einer Platine sind Polygone nur mit ihren Umrissen
dargestellt. Erst der Befehl RATSNEST führt zur gefüllten Darstellung.
Umgekehrt kann man mit RIPUP und Klick auf eine Polygonkante gezielt
Polygone auf Umrissdarstellung umschalten.
In der Hilfe erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten des POLYGONBefehls.
62
EAGLE 5 – Tutorial
15 Autorouter
Kein Autorouter der Welt wird Ihr Layout genau so entwerfen, wie Sie es
haben wollen. Aber er kann Ihnen eine ganze Menge stumpfsinniger Arbeit
abnehmen. In diesem Kapitel wollen wir an einem Beispiel zeigen, dass man
manuelles und automatisches Routen bequem miteinander verbinden kann.
Laden Sie die Platine [Link].
Blenden Sie mit Hilfe des DISPLAYBefehls die Layer 21 tPlace, 23 tOrigins,
25 tNames, 27 tValues und 51 tDocu aus, damit die Bauelemente nicht mehr
dargestellt werden.
Auf dieser Platine sind die beiden Signale AC1 und AC2 von Hand verlegt
worden. Außerdem sind mit Rechtecken (RECT) in den Layern 41 tRestrict
und 42 bRestrict Sperrflächen für den Autorouter angelegt worden. Innerhalb
dieser Flächen darf er im Layer 1 Top bzw. 16 Bottom keine Leitungen
verlegen. Das Bauteil B1 liegt in einer Sperrfläche im Layer 43 vRestrict. Das
bedeutet, hier dürfen keine Durchkontaktierungen gesetzt werden.
Starten Sie den Autorouter mit dem AUTOIcon im Befehlsmenü.
Es öffnet sich ein Menü, in dem Sie individuelle Einstellungen vornehmen
können (Siehe HilfeFunktion).
Je nach dem wie das Programm installiert wurde, könnte es sein, dass Sie
nicht genügend Rechte im Verzeichnis haben, um den Job auszuführen.
Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Systemadministrator oder
kopieren Sie den Inhalt des Ordners in einen privaten Bereich auf den Sie
volle Zugriffsrechte haben.
Für das [Link] sollten Sie das Raster (Routing Grid) auf den Wert 10
mil bzw. 0,254 mm einstellen.
Sie können auch über die Schaltfläche Laden.. die AutorouterParameter aus
der Steuerdatei [Link] einlesen.
Da Sie alle nicht gerouteten Leitungen entflechten wollen, OK.
Sofern Sie die Parametereinstellungen nicht verändern wollen, können Sie
den Autorouter auch durch Tippen von
AUTO;
in der Kommandozeile starten. Das Menü erscheint dann nicht.
Beobachten Sie die Statusmeldungen in der Statuszeile. Darin erfahren Sie
unter anderem, wie viel Prozent der Signale schon verlegt sind oder wie viele
Durchkontaktierungen der Autorouter im Augenblick benötigt. Sie werden
sehen, dass diese Zahl bei den Optimierungsläufen niedriger wird.
Falls Sie den Autorouter unterbrechen wollen, klicken Sie das StopschildIcon
an.
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EAGLE 5 – Tutorial
Ein Protokoll des RoutingVorgangs legt der Autorouter in der Datei
[Link] ab. Sehen Sie sich die Datei mit Hilfe des Texteditors an.
Die vom Autorouter entflochtene Platine können Sie weiter bearbeiten, wie
jede andere Platine auch. Sollte das RouteErgebnis nicht 100% sein, können
Sie einzelne Signale oder Signalbündel mit RIPUP auflösen und per Hand
oder mit dem Autorouter gezielt neu verlegen. Wollen Sie den
ursprünglichen Zustand erreichen, lösen Sie mit
RIPUP ! AC1 AC2
alle automatisch verlegten Signale auf.
Der Autorouter verlegt Leiterbahnen mit der Breite, die in den DesignRegeln
( Bearbeiten/DesignRegeln, SizesTab, Minimum width) vorgegeben ist.
Falls über den CLASSBefehl Netzklassen definiert wurden (wie es in der
Beispieldatei [Link] der Fall ist), werden auch diese Einträge
berücksichtigt. In diesem Fall gilt der größere Wert von beiden.
Sperrflächen für den Autorouter kann man in den Layern 41 tRestrict für die
TopSeite beziehungsweise 42 bRestrict für die BottomSeite zeichnen.
Sperrflächen im Layer 43 vRestrict verbieten dem Autorouter,
Durchkontaktierungen zu setzen.
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EAGLE 5 – Tutorial
Schon zu Beginn des LayoutEntwurfs sollte man sich Gedanken über die
DesignRegeln machen. Regeln, die man auch mit dem Leiterplattenhersteller
abstimmt. Diese werden über den DesignRegeln bzw. über den DRCDialog
eingestellt.
Klicken Sie auf das DRCIcon und prüfen bzw. ändern Sie die
vorgewählten Werte. Ein Klick in eines der ParameterFelder (zum Beispiel
im RestringTab) zeigt eine anschauliche Grafik.
Übernehmen, um die DesignRegeln dem Layout zuzuordnen. Abbrechen
beendet den Dialog, Prüfen startet den DesignRuleCheck. Über Auswählen
kann man einen bestimmten Bereich zur Prüfung auswählen. Ziehen Sie
einfach mit der Maus ein Rechteck über den zu prüfenden Bereich.
Der letzte Schritt beim Entwurf einer Leiterplatte ist der DesignRuleCheck
(DRC). Dabei wird die Platine auf die Einhaltung bestimmter Kriterien
überprüft, die der Benutzer vorgibt.
Laden Sie die Datei [Link]. Um die Prüfung zu starten, klicken Sie das
DRCIcon im Befehlsmenü an. Es öffnet sich das DRCMenü, wo Sie auch die
DesignRegeln festlegen können. Prüfen startet den DRC.
In der Statuszeile sollte nun die Meldung DRC: Keine Fehler erscheinen.
Damit haben Sie die Gewähr, dass Ihre DesignRegeln eingehalten sind.
Bewegen Sie nun mit MOVE eine rote Leitung über mehrere andere rote, und
starten Sie den DRC erneut mit
DRC;
Der Strichpunkt verhindert das Erscheinen des Menüs und startet den Befehl
sofort.
Nun wird eine Anzahl von Fehlern in der Statuszeile gemeldet werden. Es
öffnet sich gleichzeitig ein Fenster mit der Liste der DRCFehler.
Selektiert man einen Fehler, zeigt EAGLE die entsprechende Stelle im Layout.
Fehler sind durch ein Fehlerpolygon markiert.
In manchem Fällen will man eventuell Fehler tolerieren: Das kann man über
die Schaltfläche Billigen. Das Fehlerpolygon wird für diesen Fehler nicht mehr
angezeigt.
Haben Sie einen Fehler korrigiert, können sie diesen als Behandelt markieren.
Mit Löschen entfernen Sie einen Fehler ganz aus der Liste.
Wenn Sie in einer Platine Objekte finden, die Sie nicht löschen können,
könnte es sich um Fehlermarkierungen handeln, die der DRC hinterlassen
hat. Diese kann man mit DRC CLEAR entfernen.
65
EAGLE 5 – Tutorial
17 Bibliotheken
Falls Ihre EAGLELizenz nur den SchaltplanEditor oder nur den Layout
Editor beinhaltet, können Sie trotzdem vollständige Bauelemente in den
Bibliotheken definieren.
WiderstandsPackage
Wählen Sie den PackageEditierModus in der Aktionsleiste, und tragen
Sie in das Feld Neu den PackageNamen R10 ein. Die Frage Neues Package
'R10' anlegen? beantworten Sie mit Ja. Später müssen Sie auch
entsprechende Fragen beim Anlegen eines neuen Symbols und eines neuen
Device mit Ja beantworten.
Stellen Sie mit dem GRIDBefehl das passende Raster für die Platzierung
der Pads ein. Für bedrahtete StandardBauelemente wird für gewöhnlich
0.05 inch bzw. 50 mil verwendet.
Wenn es sich um einen bedrahteten Widerstand handelt, selektieren Sie
PAD und stellen in der Parameterleiste PadForm und den Bohrdurchmesser
ein. Der DefaultWert für den PadDurchmesser ist 0. Die endgültigen Maße
ergeben sich aus den Einstellungen in den DesignRegeln. Dann platzieren
Sie zwei Pads im gewünschten Abstand. Der Zeichnungsnullpunkt ist später
der Aufhängepunkt des Bauteils, an dem es selektiert wird. Er sollte deshalb
etwa in der Mitte des Bauteils liegen.
Wenn es sich um einen SMDWiderstand handelt, selektieren Sie SMD
und stellen in der Parameterleiste die Maße des SMDPads ein. Sie können
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EAGLE 5 – Tutorial
einen der vorgegebenen Werte selektieren oder in das Feld direkt Länge und
Breite eintippen.
Als Layer wählen Sie Top, auch wenn das Bauteil später auf der Unterseite
der Platine platziert werden soll. SMDBauelemente werden in der Platine
mit dem MIRRORBefehl auf die andere Seite gebracht. Dabei wandern die
Objekte in allen t..Layern in die entsprechenden b..Layer.
Platzieren Sie dann die zwei SMDPads (in EAGLE nur SMD genannt) im
gewünschten Abstand. Mit der rechten Maustaste drehen Sie das SMD.
Um runde SMDs zu verwenden (BGAs), legen Sie zunächst quadratische an
und verändern den Parameter Roundness = 100 %.
Sie können nun mit dem NAMEBefehl die Namen der Pads bzw. SMDs
eingeben, etwa 1 und 2.
Bei Bauteilen mit vielen fortlaufend nummerierten Pads empfiehlt sich
allerdings ein anderes Vorgehen:
Selektieren Sie den PADBefehl, tippen Sie den Namen des ersten Pads,
z. B. '1' ein (die Hochkommas müssen mit eingegeben werden), und setzen
Sie die Pads der Reihe nach ab.
Zeichnen Sie nun mit dem WIREBefehl das BestückungsplanSymbol in
den Layer 21 tPlace. Dieser Layer enthält den Platinenaufdruck. Stellen Sie
ein feineres Raster ein, falls erforderlich.
Bitte orientieren Sie sich beim Entwurf von Bauteilen an den Angaben, die
Sie in der Datei [Link] (Verzeichnis /eagle/doc) finden.
Sie können auch die Befehle ARC, CIRCLE, RECT und POLYGON zum
Zeichnen des BestückungsplanSymbols verwenden.
Der Layer 51 tDocu ist nicht für den Platinenaufdruck, sondern als Ergänzung
der grafischen Darstellung vorgesehen, wie sie etwa für gedruckte Unterlagen
verwendet werden kann. Während man in Layer 21 tPlace darauf achten
muss, dass keine Lötflächen überdeckt werden, kann man in Layer 51 tDocu
eine realistische Darstellung anstreben, für die diese Einschränkung nicht
gilt. Im Beispiel des Widerstands kann man das gesamte Symbol im Layer 21
tPlace zeichnen, nur die Wires, die die Pads überdecken, zeichnet man im
Layer 51 tDocu.
Mit dem TEXTBefehl platzieren Sie die Texte >NAME (im Layer 25
tNames) und >VALUE (im Layer 27 tValues) dort, wo im Board der aktuelle
Name und der aktuelle Wert des Bauteils erscheinen sollen.
Die Position dieser Texte relativ zum PackageSymbol kann in der Platine
später mit SMASH und MOVE geändert werden.
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EAGLE 5 – Tutorial
WiderstandsSymbol
Wählen Sie den SymbolEditierModus, und tragen Sie in das Feld Neu
den SymbolNamen R ein. Dieser Name hat nur interne Bedeutung und
erscheint nicht in der Schaltung.
Stellen Sie nun sicher, dass als Raster 0.1 inch eingestellt ist. Die Pins der
Symbole müssen in diesem Raster platziert werden, da EAGLE darauf
abgestimmt ist.
Selektieren Sie den PINBefehl. In der Parameterleiste können Sie nun
die Eigenschaften dieses Pins einstellen, bevor Sie ihn mit der linken
Maustaste platzieren. Alle Eigenschaften können Sie nachträglich mit dem
CHANGEBefehl ändern. Dabei lassen sich auch Gruppen definieren
(GROUP), deren Eigenschaften anschließend mit CHANGE und CtrlTaste
plus rechter Maustaste geändert werden. Erklärungen zu den PinParametern
finden Sie in der HilfeFunktion.
Mit dem NAMEBefehl können Sie die Pins benennen, nachdem Sie
platziert wurden.
Mit WIRE und anderen Zeichenbefehlen zeichnen Sie das
Schaltplansymbol im Layer 94 Symbols. Platzieren Sie die Texte >NAME und
>VALUE in den Layern 95 Names und 96 Values, und zwar dort, wo der
Name und der Wert des Bauelements im Schaltplan erscheinen sollen. Zur
genauen Platzierung der Texte können Sie das Raster feiner einstellen, auch
während der TEXTBefehl aktiv ist. Stellen Sie das Raster aber anschließend
wieder auf 0,1 Zoll ein. Der Layer 97 Info kann für zusätzliche Informationen
verwendet werden.
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EAGLE 5 – Tutorial
WiderstandsDevice
Legen Sie mit Hilfe dieses Icons das neue Device R10 an. Wenn Sie das
Bauteil mit dem ADDBefehl später in die Schaltung holen, wählen Sie es
unter diesem Namen aus. Die Namen für das Device und das Package sind
hier übrigens nur zufällig gleich.
Bei Bauteilen mit verschiedenen Technologien oder PackageVarianten muss
man Platzhalter für die Bezeichner im DeviceNamen vorsehen.
* steht für die Technologie, ? für die PackageVariante. Definieren Sie z. B.
einen Baustein 7400 in L, LSTechnologie, lautet der richtige DeviceName
74*00. Die Bezeichnung der PackageVariante wird automatisch am Ende des
Namens angefügt. Soll der Variantenname beispielsweise am Anfang stehen,
muss das Fragezeichen verwendet werden: ?74*00.
Mit einem Klick auf die Schaltfläche Neu rechts unten in DeviceEditor
Fenster ordnen Sie das (zuvor definierte) Gehäuse für das Device zu. Im Fall
des Widerstands wählen Sie R10. Über Neu lassen sich auch mehrere
PackageVarianten, die von diesem Device verwendet werden sollen,
definieren.
PREFIX legt einen Präfix für den Namen fest, der in der Schaltung zunächst
automatisch vergeben wird. Beim Widerstand ist das sinnvollerweise R. Die
Widerstände werden dann mit R1, R2, R3 usw. bezeichnet. Die Namen lassen
sich jederzeit mit dem NAMEBefehl ändern.
Mit VALUE legen Sie fest, ob in der Schaltung bzw. im Board der Wert des
Device verändert werden kann. Beim Widerstand ist das zwingend
erforderlich (On). Bei anderen Bauelementen kann es sinnvoll sein, den Wert
auf Off zu setzen.
Mit dem ADDBefehl holen Sie das vorher definierte Widerstands
Symbol in das Device.
Besteht ein Device aus mehreren Schaltplansymbolen, die unabhängig
voneinander in der Schaltung platziert werden sollen (in EAGLE Gates
genannt), dann ist jedes Gate einzeln mit dem ADDBefehl dem Device
hinzuzufügen.
Stellen Sie in der Parameterleiste als Addlevel Next und als Swaplevel 0 ein,
und platzieren Sie das Gate in der Nähe des Nullpunkts.
Der Swaplevel des Gates verhält sich analog zum Swaplevel eines Pins. Der
Wert 0 besagt, das Gate ist nicht mit einem anderen Gate des Device
austauschbar. Ein Wert größer als 0 besagt, das Gate kann in der Schaltung
mit einem anderen Gate desselben Device und gleichem Swaplevel
ausgetauscht werden. Der dazu erforderliche Befehl lautet GATESWAP.
Mit dem NAMEBefehl können Sie den Namen des oder der Gates
verändern. Bei einem Device mit nur einem Gate spielt der Name keine Rolle,
da er nicht in der Schaltung erscheint. Bei Devices mit mehreren Gates wird
in der Schaltung der jeweilige GateName dem Namen des Bauteils angefügt.
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EAGLE 5 – Tutorial
Beispiel: Die Gates heißen A, B, C, D, und der Bauteilname in der Schaltung
ist IC1, dann erscheinen die Namen IC1A, IC1B, IC1C und IC1D.
Mit dem CONNECTBefehl legen Sie fest, welche Pins an welchen Gehäuse
Pads herausgeführt sind.
Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Connect.
➢ Das ConnectFenster
➢ Der DeviceEditor
Das Device kann mit DESCRIPTION beschrieben werden. Die Beschreibung
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EAGLE 5 – Tutorial
erscheint im Control Panel, wenn das Bauteil in der BaumAnsicht selektiert
ist. Sie wird auch von der Suchfunktion des ADDBefehls berücksichtigt,
sofern die Option Beschreibung aktiviert ist.
Damit ist der Widerstand vollständig definiert, und kann in eine Schaltung
geholt werden.
Denken Sie daran, dass die neue Bibliothek zuerst mit USE geladen
werden muss. Nur so steht sie beim ADDBefehl zur Verfügung.
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EAGLE 5 – Tutorial
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EAGLE 5 – Tutorial
Bohrdaten erzeugen
Zusätzlich müssen Sie noch Bohrdaten erzeugen. Dazu verwenden Sie den
Job [Link]. Dieser Job besteht nur aus einem einzigen Schritt. Der
EXCELLONTreiber erzeugt eine Datei, die Bohrkoordinaten und
Bohrertabelle gemeinsam enthält. Die Ausgabedatei hat die Endung .drd.
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EAGLE 5 – Tutorial
Diese geben Sie gemeinsam mit den Gerberdateien an den Leiterplatten
Hersteller weiter.
Weitere Informationen finden Sie in den CAMProzessorHilfeSeiten und im
Handbuch.
Weitere Fertigungsdaten
EAGLE stellt eine Reihe von sogenannten UserLanguageProgrammen zur
Verfügung, mit denen es möglich ist, verschiedenste Daten zur erzeugen.
Darunter auch Daten für Bestückungsautomaten, Testautomaten,
Statistikdaten für den LeiterplattenHersteller (wie viele Bohrungen, Bauteile,
Layer usw.), Stücklisten oder auch Daten zur Erstellungen von Prototypen
mit einer Fräsmaschine.
Im UserLanguageProgrammeZweig der BaumAnsicht im Control Panel
finden Sie eine Auflistung aller ULPs. Klicken Sie auf die einzelnen Einträge,
um die Beschreibung der Programme zu sehen.
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EAGLE 5 – Tutorial
19 Datenaustausch
Die EAGLEUserLanguage
EAGLE enthält eine integrierte, Cähnliche Benutzersprache in Form eines
Interpreters. Sie lässt den Zugriff auf beliebige Daten (in EAGLE oder auch
extern) zu. Damit steht ein leistungsfähiges Werkzeug für die Erzeugung
beliebiger Ausgabeformate und ein flexibles Importwerkzeug zur Verfügung.
Ein anschauliches Beispiel ist die Datei [Link] zur Erzeugung von
Stücklisten.
Mit Hilfe der UserLanguage lassen sich auch benutzerspezifische Befehle
realisieren, die mit Hilfe des ASSIGNBefehls sogar eigenen Tasten
zugeordnet werden können.
Sehen Sie sich die Dateien mit der Extension *.ulp und den entsprechenden
Abschnitt der HilfeFunktion an, um einen Eindruck von den Möglichkeiten
der UserLanguage zu bekommen.
Ein UserLanguageProgramm startet man mit dem RUNIcon in der
Aktionsleiste.
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