BIOLOGIE MedAtHelp
BIOLOGIE MedAtHelp
Hey,
Ich hoffe ich kann dich hiermit ein wenig näher an dein Ziel
bringen.
Die Zusammenfassung ist sehr detailliert ich würde euch
empfehlen nicht alles perfekt auswendig zu können aber ihr
solltet diese Fakten die ich erwähne zumindest mal gehört
haben.
🧫 Zellmembran
Die Zellmembran (auch Plasmamembran) ist die äußere Begrenzung der Zelle. Sie ist essentiell
für den Erhalt der Zellstruktur und schützt das Zellinnere vor der Umgebung. Gleichzeitig sorgt sie
für Ordnung, indem sie das Innere der Zelle (Zytoplasma) klar vom extrazellulären Raum trennt.
🔹 Struktur
Die Zellmembran besteht aus einer doppelschichtigen Anordnung von Phospholipiden – das
nennt man Lipid-Doppelschicht.
🔸 Phospholipide:
🔚 Fazit
Die Zellmembran ist eine strukturgebende, exible Hülle aus einer doppelschichtigen
Anordnung von Phospholipiden mit eingelagerten Proteinen, Cholesterin und Kohlenhydraten.
Sie hält die Zelle stabil, beweglich und funktionsbereit – und ist eine der wichtigsten
Grundstrukturen im gesamten Körperaufbau.
Zytoplasma – Aufbau,
Typen & Bestandteile
Das Zytoplasma ist der gesamte Inhalt einer Zelle außerhalb des Zellkerns und innerhalb der
Zellmembran.
Es besteht aus:
1. Zytosol = üssiger Bestandteil
2. Zellorganellen (außer Zellkern)
3. Zytoskelett = Fasern zur Stabilisierung & Bewegung
4. Eingelagerte Stoffe (z. B. Nährstoffe, Enzyme, Pigmente)
🔹 Bestandteile im Detail
Bezeich
Vorkommen Beschreibung / Funktion
nung
Gelartig, eher strukturierter Randbereich des Zytoplasmas, direkt
Ektopl äußere Zone des
unter der Zellmembran. Oft beteiligt an Zellbewegung (z.B. bei
asma Zytoplasmas
Amöben oder Leukozyten). Enthält wenig Organellen.
Endopl innere Zone des Flüssiger, körnigerer Anteil des Zytoplasmas. Enthält viele
asma Zytoplasmas Organellen. Ort intensiver Stoffwechselaktivität.
Hyalop Der „strukturlose“ Anteil des Zytoplasmas – also das reine Zytosol
in allen Zellen
lasma ohne eingelagerten Organellen.
allgemeine
Proteo Sammelbegriff für den gesamten lebenden Zellinhalt: Zytoplasma
biologische
plasma + Karyoplasma (Zellkerninhalt).
De nition
Karyop Zellkerninhalt, enthält DNA, RNA, Enzyme – nicht zum
im Zellkern
lasma Zytoplasma gehörend, aber eng verwandt.
Axopla in Axonen von Spezielles Zytoplasma im Axon, enthält Transportmechanismen für
sma Nervenzellen Vesikel und Neurotransmitter.
Sarkop Speziell angepasstes Zytoplasma mit hohem Gehalt an Myoglobin,
in Muskelzellen
lasma Glykogen und Calciumionen.
bei Bakterien Nur bei gramnegativen Bakterien – enthält Enzyme,
Peripla (zwischen Transportproteine usw.
sma Zellmembran &
Zellwand)
Das Zytoplasma (intrazelluläre Flüssigkeit) und der extrazelluläre Raum haben ganz
unterschiedliche Ionen-Zusammensetzungen. Diese Ionenkonzentrationen sind essenziell für viele
Zellfunktionen, z. B. das Ruhepotenzial der Zelle.
Intrazellulär Extrazellulär
Ion Funktion / Hinweis
(Zytoplasma) (Blutplasma)
Niedrig (~4-5 Wichtigstes intrazelluläres Kation;
Kalium (K⁺) Hoch (~140 mM)
mM) hält Ruhepotenzial aufrecht
Natrium (Na⁺) Niedrig (~10-15 mM) Hoch (~140 Hauptsächlich außen; wichtig für
mM) Aktionspotenziale
fi
fi
fi
fi
Chlorid (Cl⁻) Niedrig (~4-10 mM) Hoch (~100-110 Hauptanion außen, beteiligt an
mM) osmotischem Gleichgewicht
Calcium (Ca²⁺) Sehr niedrig (~10⁻⁷ Höher (~1-2 Wichtig als Botenstoff; intrazellulär
mM) mM) stark reguliert
Magnesium Moderat (~10-30 Niedrig (~1 Cofaktor vieler Enzyme, stabilisiert
(Mg²⁺) mM) mM) ATP
Phosphat Hoch (~75 mM, vor Wichtiger Bestandteil von ATP,
Niedriger
(HPO₄²⁻, allem gebunden) Nukleinsäuren
H₂PO₄⁻)
🔹 Kurz erklärt
• Kalium (K⁺) ist in der Zelle hoch konzentriert. Es sorgt für das negative Ruhepotenzial, da
es über offene Kaliumkanäle leicht aus der Zelle ausströmt.
• Natrium (Na⁺) ist hauptsächlich außerhalb der Zelle vorhanden. Die Zelle hält Na⁺ aktiv
draußen, um Spannung und Ionengleichgewicht zu sichern.
• Chlorid (Cl⁻) ist das häu gste negative Ion außerhalb der Zelle, im Zytoplasma aber eher
gering.
• Calcium (Ca²⁺) hat im Zytoplasma eine extrem niedrige Konzentration, damit es als
Signalstoff schnell eingesetzt werden kann. Kleine Veränderungen lösen große Reaktionen
aus.
• Magnesium (Mg²⁺) ist wichtig für enzymatische Prozesse und stabilisiert z. B. ATP.
• Phosphat ist vor allem als Baustein für Zellbestandteile vorhanden.
🔹 2. Kernlamina
🔹 3. Karyoplasma (Nukleoplasma)
🔹 4. Chromatin
Chromatin besteht aus DNA und Proteinen (v.a. Histonen). Es gibt 2 Hauptformen:
• Euchromatin
◦ Locker gepackt, aktiv in der Genexpression
◦ Helle Bereiche im Kern bei Färbung
• Heterochromatin
◦ Stark kondensiert, inaktiv oder wenig aktiv
◦ Dunkle Bereiche bei Färbung
◦ Dient der Struktur und Genregulation
🔹 5. Chromosomen
🔹 6. Nukleolus (Kernkörperchen)
• Heterochromatin ist dichter als Euchromatin, deshalb färbt es stärker und ist weniger
aktiv
• DNA-Methylierung und Histonmodi kationen regulieren, ob Chromatin euchromatisch
(aktiv) oder heterochromatisch (inaktiv) ist
• Der Zellkern ist etwa 5–10 µm groß, macht ca. 10 % des Zellvolumens aus
• Die Kernporen erlauben nur Molekülen bis ca. 40 kDa freien Durchtritt, größere
Moleküle benötigen aktiven Transport Moleküle können nach außen aber auch nach innen
transportiert werden.
🔹 1. Grundfunktion
Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ der Zelle. Sie produzieren hauptsächlich ATP durch oxidative
Phosphorylierung. Zudem sind sie beteiligt an Apoptose, Calcium-Speicherung und einigen
Stoffwechselwegen. Sie gehören zur Gruppe der Plastide (Chloroplasten auch).
Lateinischer Deutsche Beschreibung Hauptvorkomme
Typ Bezeichnung (Faltungsstruktur) n
fi
Crista Cristae-Typ Leisten- oder Häu gster Typ, z.B. in Muskelzellen,
e-Typ (Kammtyp) kammartige Leberzellen
Tubulu Tubulus-Typ Einstülpungen
Röhrenförmige Steroid-produzierende Zellen (z.B.
s-Typ (Röhrentyp) Einstülpungen Nebennierenrinde)
Saccul Sacculus-Typ Röhren mit Speziell: Zona fasciculata der
us-Typ (Beutel-/ perlenartigen Nebennierenrinde
Prisma Bläschentyp)
Prisma-Typ Ausstülpungen
Dreieckige oder Einige spezielle Zellen, z.B.
-Typ (Prismatischer Typ) prismaförmige Strukturen Astrozyten in der Leber
• Stark gefaltet in Cristae (Falten), die die Ober äche stark vergrößern
• Sehr selektiv permeabel
• Enthält die Proteinkomplexe der Atmungskette (Komplex I–IV) und ATP-Synthase
• Lipide: Besonderheit – enthält Cardiolipin (ein einzigartiges Phospholipid) anstelle von
Cholesterin
◦ Cardiolipin macht die Membran besonders stabil und exibel
◦ Wichtig für die Funktion der Atmungsketten-Komplexe
🔹 4. Innenraum (Matrix)
• Enthält ringförmige mtDNA (Mitochondriale DNA), die unabhängig vom Zellkern ist
• Ribosomen (ähnlich prokaryotischen 70S Ribosomen)
• Enzyme für den Citratzyklus (Krebszyklus) und Fettsäureoxidation
• RNA, tRNA, und Proteine für die mitochondriale Proteinbiosynthese
🔹 5. Besondere Merkmale
🔹 Zusammenfassung
Anabolismus
• De nition: Aufbauender Stoffwechsel
• Was passiert? Die Zelle baut aus kleinen Molekülen größere, komplexe Moleküle auf (z. B.
Proteine, Nukleinsäuren, Lipide)
• Energie: Braucht Energie (ATP)
• Beispiel: Aufbau von Muskelproteinen nach dem Training
🔹 Katabolismus
• De nition: Abbauender Stoffwechsel
• Was passiert? Komplexe Moleküle werden in kleinere Einheiten zerlegt, dabei wird Energie
freigesetzt
• Energie: Liefert Energie (z. B. ATP)
• Beispiel: Abbau von Glukose in der Zellatmung zur ATP-Produktion
Ein kurzer Abstecher zu dem Zellwachstum
🔹 Hypertrophie
• De nition: Vergrößerung der Zelle durch Zunahme der Zellmasse (mehr Zellinhalt,
Organellen etc.)
• Was passiert? Zellen wachsen ohne sich zu teilen
• Beispiel: Muskelzellen nach intensivem Training werden größer (Muskelhypertrophie)
🔹 Hypotrophie
• De nition: Verminderung der Zellgröße bzw. der Zellmasse
• Was passiert? Zellinhalt und Organellen nehmen ab, Zelle wird kleiner
• Beispiel: Bei Mangelernährung oder Inaktivität schrumpfen Zellen (z. B. Muskelatrophie)
🔹 Hyperplasie
• De nition: Vermehrung der Zellzahl durch Zellteilung
• Was passiert? Die Zellen teilen sich häu ger, das Gewebe wächst durch mehr Zellen
• Beispiel: Muskelwachstum durch Training (nicht nur größere Zellen, sondern auch mehr
Zellen in manchen Geweben wie Leber oder Haut)
🔹 Hypoplasie
fi
fi
fi
fi
fi
fi
• De nition: Unvollständige oder unzureichende Entwicklung eines Organs oder Gewebes
• Was passiert? Ein Organ oder Gewebe bleibt kleiner als normal, weil nicht genug Zellen
gebildet wurden (verminderte Zellzahl während der Entwicklung)
• Anders als Atrophie: Bei Hypoplasie ist das Organ von Anfang an zu klein
(entwicklungsbedingt), Atrophie passiert später, wenn Gewebe zurückgebildet wird
• Beispiel:
◦ Hypoplastische Milz (unterentwickelte Milz)
◦ Hypoplastisches Herz (unvollständige Herzentwicklung)
🔹 Atrophie
• De nition: Verminderung der Zellgröße und/oder Zellzahl
• Was passiert? Zellen schrumpfen oder sterben ab, Gewebe verkleinert sich
• Beispiel: Muskelabbau bei Inaktivität oder Alter
🔹 Neoplasie
• De nition: Neubildung von Gewebe, die unkontrolliert und autonom abläuft
• Was passiert? Zellen teilen sich unreguliert, ohne Rücksicht auf normale
Wachstumsregulation → Tumorbildung
• Arten:
◦ Benigne Neoplasie (gutartig): Wachstum bleibt lokal, keine Metastasen
◦ Maligne Neoplasie (bösartig/Krebs): In ltriert umliegendes Gewebe, kann
metastasieren (absiedeln)
• Ursachen: Genetische Mutationen, Umweltein üsse, Viren, chronische Entzündungen
• Bedeutung: Basis vieler Krebserkrankungen
🔹 1. Aufbau
Das ER ist ein membranöses Netzwerk aus Röhren und Zisternen, das sich durch das Zellplasma
zieht. Es gibt zwei Hauptformen:
Typ Besonderheiten
Raues ER Mit Ribosomen besetzt, Ort der Proteinbiosynthese für sekretorische und
(rER) membranständige Proteine
Glattes ER
Keine Ribosomen, zuständig für Lipidsynthese, Entgiftung, Kalziumspeicherung
(sER)
🔹 5. Weitertransport
🔹 Kurzfassung
1. Grundstruktur
• Das ER ist ein verzweigtes Netzwerk aus achen Zisternen (membranumschlossene
Hohlräume) und Röhren
• Dieses Netz zieht sich durch das gesamte Zellplasma (Zytoplasma) und steht in direktem
Kontakt mit der äußeren Membran des Zellkerns
• Das ER ist von einer einfachen Lipiddoppelschicht umgeben, genau wie die Zellmembran
2. Membran
• Die ER-Membran besteht aus einer Phospholipid-Doppelschicht, ähnlich der
Plasmamembran
• Spezielle Membranproteine (Rezeptoren, Enzyme, Transportkanäle) sind darin eingebettet
• Anders als die Plasmamembran enthält das ER viel weniger Cholesterin, was die Membran
exibler macht
🔹 1. Aufbau
Der Golgi-Apparat ist in mehrere funktionelle Bereiche unterteilt, durch die Proteine und Lipide
transportiert und modi ziert werden:
Kompartiment Funktion
Cis-Golgi- Empfangsseite, nimmt Vesikel vom rauen ER auf
Netzwerk (CGN)
Mediales Golgi Modi kation von Proteinen (Glykosylierung, Sulfatierung,
Phosphorylierung)
Trans-Golgi- Sortierung und Versand der fertig modi zierten Proteine zu Zielorten
Netzwerk (TGN) (Plasmamembran, Lysosomen, Sekretion)
🔹 3. Hauptaufgaben
• Proteinmodi kation:
◦ Glykosylierung (Veränderung und Ergänzung von Zuckerresten)
◦ Sulfatierung (Anhängen von Sulfatgruppen)
◦ Phosphorylierung (Anhängen von Phosphatgruppen)
• Sortierung & Verpackung: Fertig modi zierte Proteine werden in Vesikel verpackt und an
ihren Bestimmungsort geschickt
• Lipidmodi kation: Umwandlung und Sortierung von Lipiden
• Bildung von Lysosomen: Produktion von Lysosomen-Vorläufern durch Verpackung
hydrolytischer Enzyme
🔹 4. Transport
🔹 5. Wichtige Merkmale
• Der Golgi-Apparat ist sehr dynamisch und verändert sich je nach Zelltyp und Bedarf
• Die Modi kationen im Golgi sind entscheidend für die Funktion der Proteine (z. B.
Aktivierung, Zieladressierung)
• Das Golgi spielt eine Schlüsselrolle bei der Sekretion von Hormonen und Enzymen
Zusammenfassung
Struktur Funktion
Cis-Golgi-Netzwerk (CGN) Aufnahme von ER-Vesikeln
Protein- und Lipidmodi kation (Glyko-, Sulfat-,
Mediales Golgi
Phosphorylierung)
Trans-Golgi-Netzwerk
Sortierung und Versand der modi zierten Produkte
(TGN)
Transportvesikel Transport von Molekülen zwischen ER, Golgi und Zielorganellen
2. Aufbau
• Ribosomen bestehen aus zwei Untereinheiten:
◦ kleine Untereinheit (bindet die mRNA)
◦ große Untereinheit (verbindet die Aminosäuren zu einer Polypeptidkette)
• Die Untereinheiten sind aus verschiedenen Proteinen und rRNA-Molekülen
zusammengesetzt
• Größe und Zusammensetzung unterscheiden sich zwischen Prokaryoten und Eukaryoten:
Kleine Große Gesamtgröß
Zelltyp
Untereinheit Untereinheit e
Prokaryote
30S 50S 70S
n
Eukaryoten 40S 60S 80S
3. Funktion
• Ribosomen binden an die mRNA und lesen deren Codons (dreier Basen) ab
• tRNA bringt passende Aminosäuren, die von der großen Untereinheit zu einer
Polypeptidkette verknüpft werden
• Das Ribosom wandert entlang der mRNA und verlängert die Kette, bis ein Stoppcodon
erreicht ist
• Die fertige Polypeptidkette wird freigesetzt und faltet sich zum funktionellen Protein
4. Lokalisation
• Ribosomen sind entweder
◦ frei im Zytoplasma (für Proteine, die im Zytosol wirken)
◦ gebunden am rauen endoplasmatischen Retikulum (rER) (für sekretorische oder
membranständige Proteine)
• Sie können auch in Mitochondrien und Chloroplasten vorkommen (ähnlich den
prokaryotischen Ribosomen)
5. Besonderheiten
• Ribosomen selbst sind keine Membranorganellen
• Sie sind extrem konserviert und essentiell für das Leben
• Die Ribosomen unterliegen einer komplexen Biogenese, die im Nukleolus beginnt (rRNA-
Synthese und Zusammenbau der Untereinheiten)
Zusammenfassung
Aspekt Beschreibung
Zwei Untereinheiten aus rRNA +
Aufbau
Proteinen
Funktion Proteinbiosynthese (Translation)
Größe (Eukaryoten) 40S + 60S = 80S
Größe
30S + 50S = 70S
(Prokaryoten)
Lokalisation Frei im Zytoplasma oder am rER
3. Funktion
• Abbau von Fremdstoffen: z. B. Phagozytierte Bakterien oder Viren
• Abbau von Zellbestandteilen: Autophagie, bei der beschädigte Organellen recycelt werden
• Au ösung von Makromolekülen: Enzyme zerlegen Proteine, Lipide, Nukleinsäuren,
Kohlenhydrate in ihre Bausteine
• Recycling: Abbauprodukte werden wieder in den Stoffwechsel eingespeist
Zusammenfassung
Aspekt Beschreibung
Membranvesikel mit saurem Inneren (pH ~4,5–
Aufbau
5)
Abbau & Recycling von Zell- und
Funktion
Fremdmaterial
Enzyme Säurehydrolasen, aktiv im sauren Milieu
Entstehun
Vom trans-Golgi-Netzwerk abgeschnürt
g
2. Aufbau
• Rundliche Vesikel, etwa 0,1–1 µm groß
• Umschlossen von einer einfachen Lipiddoppelschicht
• Innen be nden sich verschiedene Enzyme, darunter Katalase, die Wasserstoffperoxid (H₂O₂)
abbaut
3. Funktion
• Abbau von Wasserstoffperoxid (H₂O₂): Enzym Katalase wandelt das giftige H₂O₂ in Wasser
und Sauerstoff um
fl
fi
• Beta-Oxidation sehr langkettiger Fettsäuren: Peroxisomen bauen Fettsäuren ab, die die
Mitochondrien nicht direkt verarbeiten können
• Synthese von Plasmalogenen: spezielle Phospholipide, die wichtig für die Myelinscheiden
im Nervensystem sind
• Detoxi kation: Abbau von schädlichen Substanzen (z. B. Alkohol)
• Reaktive Sauerstoffspezies (ROS) neutralisieren
4. Unterschied zu Lysosomen
Merkma
Peroxisomen Lysosomen
l
Abbau von
Funktion Entgiftung, Fettsäureabbau
Makromolekülen
Oxidative Enzyme (z.B.
Enzyme Säurehydrolasen
Katalase)
pH-Wert Neutral Sauer (~4,5–5)
5. Entstehung
• Peroxisomen können sich durch Abschnürung vom ER oder Wachstum und Teilung
bestehender Peroxisomen vermehren
• Sie besitzen keine eigene DNA
Zusammenfassung
Aspekt Beschreibung
Aufbau Membranvesikel mit oxidativen Enzymen
Hauptfunktio Abbau von H₂O₂, Fettsäure-Oxidation,
n Detox
Enzyme Katalase, Oxidasen
Entstehung Vom ER oder durch Teilung
Besonderheit Keine eigene DNA
fi
🗑 Proteasom – der Proteinzerleger der Zelle
2. Aufbau
• Besteht hauptsächlich aus dem 20S-Kernkomplex und einem oder zwei 19S-Regulatoren
(auch als „Regulatorische Partikel“ bezeichnet)
• 20S-Kern: Zylindrischer Komplex aus vier Ringen (je zwei äußere aus α-Untereinheiten,
zwei innere aus β-Untereinheiten)
• 19S-Regulator: Erkennen und binden ubiquitinierte Proteine, entfalten sie und führen sie in
den 20S-Kern ein
3. Funktion
• Abbau von ubiquitinierten Proteinen: Zielproteine werden mit einer kleinen Kette aus
Ubiquitin markiert (wie ein Abfallschild)
• Man braucht mindestens 4 Ubiquitin Moleküle
• Das Proteasom erkennt diese Markierung, bindet das Protein, entfaltet es und zerlegt es in
kurze Peptide
• Die entstehenden Peptide werden dann von der Zelle weiterverwertet oder komplett
abgebaut
• Wichtig für: Zellzyklusregulation, Stressantwort, Entfernung defekter Proteine,
Signaltransduktion
5. Wichtiges Detail
• Das Proteasom ist kein membranumhülltes Organell
• Es ist im Zytoplasma und Zellkern aktiv
Zusammenfassung
Aspekt Beschreibung
Aufbau 20S-Kern + 2 19S-Regulatoren
Funktion Abbau ubiquitinierter Proteine
Bedeutun Proteinqualitätssicherung, Zellzyklus,
g Stress
Ort Zytoplasma und Zellkern
🕸 Zytoskelett
1. Überblick
Das Zytoskelett ist ein komplexes Netzwerk aus Protein lamenten, das der Zelle Form, Stabilität,
Organisation und Beweglichkeit verleiht. Es besteht aus drei Haupttypen von Filamenten:
• Mikro lamente (Actin lamente)
• Intermediär lamente
• Mikrotubuli
2. Mikrotubuli
• Struktur: Röhrenförmige Filamente mit einem Durchmesser von etwa 25 nm
• Aufbau:
◦ Bestehen aus 13 Proto lamenten, die seitlich angeordnet sind und eine hohle
Röhre bilden
◦ Jedes Proto lament ist eine lineare Kette von α- und β-Tubulin-Dimeren, die
abwechselnd polymerisiert sind
• Polarität:
◦ Minus-Ende: An dem die Tubuline langsamer an- und abgebaut werden, oft am
Zentrosom verankert
◦ Plus-Ende: Dynamischeres Ende, an dem hauptsächlich Polymerisation und
Depolymerisation statt nden
3. Mikrotubuli – Strukturproteine
• Tubuline: α- und β-Tubulin, bauen die Proto lamente auf
• MAPs (Microtubule-Associated Proteins): Stabilisieren Mikrotubuli, regulieren deren
Dynamik
◦ Beispiel: Tau-Proteine (besonders im Nervensystem)
4. Mikrotubuli – Motorproteine
• Kinesin:
fi
fi
fi
fi
fi
fi
fi
fi
◦
Bewegt sich vom Minus-Ende zum Plus-Ende (also vom Zellzentrum zur
Zellperipherie)
◦ Transportiert Vesikel, Organellen und andere Fracht nach außen
◦ Verfügt über zwei „Motor“-Domänen, die ATP-abhängig entlang der Mikrotubuli
„laufen“
• Dynein:
◦ Bewegt sich vom Plus-Ende zum Minus-Ende (also von der Zellperipherie zum
Zentrum)
◦ Transportiert unter anderem zytoplasmatische Komponenten zurück Richtung
Zentrosom
◦ Besteht aus mehreren Untereinheiten, komplexer als Kinesin, auch für die Bewegung
von Cilien und Flagellen (axonemales Dynein) verantwortlich
8. Intermediär lamente
• Struktur: Durchmesser ca. 10 nm, bestehen aus verschiedenen Zelltyp-spezi schen
Proteinen
• Aufbau: Faserartige, verzweigte Strukturen, die aus zwei antiparallelen, gedrehten
Polypeptidketten aufgebaut sind, die sich zu Filamenten zusammenlagern
• Typen:
◦ Keratine: Epithelzellen
◦ Vimentin: Mesenchymale Zellen
◦ Desmin: Muskelzellen
◦ Neuro lamente: Nervenzellen
◦ Lamine: Bilden Kernlamina (untere Schicht der Kernhülle)
Filamentty Durch
Aufbau Motorproteine Transport-Richtung
p messer
13 Proto lamente aus Kinesin (−→ Kinesin: Zellzentrum →
Mikrotubuli 25 nm
α/β-Tubulin-Dimeren +), Dynein (+ Peripherie, Dynein: Peripherie →
Mikro lam 7 nm Doppelhelix aus F- → −)
Myosin Zentrum
Variabel, je nach Myosin-Typ
ente Actin
Intermediär Faserstruktur aus Keine (nicht
10 nm –
lamente verschiedenen motorisch)
Proteinen
1. Passiver Transport
• Energiebedarf: Kein ATP nötig
• Treiber: Konzentrations- oder elektrochemische Gradienten
• Arten:
a) Einfache Diffusion
◦ Moleküle bewegen sich direkt durch die Membran (z. B. kleine lipophile Moleküle wie
O₂, CO₂)
◦ Kein Transportprotein nötig
• b) Erleichterte Diffusion (Facilitated Diffusion)
◦ Bewegung entlang des Gradienten, aber mit Hilfe von Transportproteinen
◦ Kanäle: z. B. Ionenkanäle, die selektiv sind
◦ Carrier/Transporter: Binden spezi sch das Molekül und ändern ihre Konformation,
um es durchzulassen
2. Aktiver Transport
• Energiebedarf: ATP oder andere Energiequellen nötig (z. B. Natrium-Kalium-ATPase)
• Treiber: Transport gegen den Konzentrationsgradienten (von niedrig nach hoch)
• Arten:
a) Primär aktiver Transport
◦ Direkte Nutzung von ATP zur Bewegung von Molekülen gegen den Gradienten
◦ Beispiel: Na⁺/K⁺-ATPase pumpt 3 Na⁺ raus und 2 K⁺ rein
• b) Sekundär aktiver Transport (Cotransport)
◦ Nutzung eines bestehenden Gradienten (z. B. Na⁺-Gradient), um eine andere
Substanz gegen ihren Gradienten mitzutransportieren
◦ Symport: Beide Moleküle bewegen sich in gleiche Richtung (z. B. Na⁺/Glukose-
Symporter)
◦ Antiport: Moleküle bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen (z. B. Na⁺/Ca²⁺-
Antiporter)
3. Vesikulärer Transport
• Energiebedarf: ATP (für Vesikelbildung und Bewegung)
• Beschreibung: Größere Moleküle oder Partikel werden in Membranvesikeln transportiert
• Arten:
a) Endozytose (Aufnahme)
fi
◦ Phagozytose: Aufnahme großer Partikel oder Zellen (z. B. Fresszellen nehmen
Bakterien auf)
◦ Pinozytose: Aufnahme von Flüssigkeiten und gelösten Stoffen
◦ Rezeptor-vermittelte Endozytose: Spezi sche Aufnahme über Rezeptorbindung
(z. B. LDL-Aufnahme)
• b) Exozytose (Abgabe)
◦ Vesikel verschmelzen mit der Membran und geben Inhalt nach außen ab (z. B.
Neurotransmitterfreisetzung)
• c) Transzytose
◦ Kombination aus Endo- und Exozytose, um Stoffe durch Zellen hindurch zu
transportieren (z. B. Transport von Antikörpern durch Epithelien)
4. Intrazellulärer Transport
• Beschreibung: Transport von Organellen, Vesikeln, Proteinen innerhalb der Zelle auf
Schienen aus Zytoskelett
• Motorproteine:
◦ Kinesin: Transportiert Vesikel entlang Mikrotubuli Richtung Zellperipherie (plus-
Ende)
◦ Dynein: Transportiert Vesikel Richtung Zellzentrum (minus-Ende)
◦ Myosin: Bewegt sich auf Actin lamenten, z. B. für kurze Strecken oder
Muskelkontraktion
Zusammenfassung
2. Haftkontakte
a) Desmosomen (Macula Adherens)
• Funktion:
◦ Starke mechanische Verbindung zwischen Zellen, verhindert das Auseinanderreißen
bei mechanischer Belastung
• Aufbau:
◦ Intermediär lamente (Keratin) der Zelle sind an Desmosomen verankert
◦ Zellmembranproteine: Cadherine (Desmogleine, Desmocollin) verbinden
benachbarte Zellen
◦ Intrazelluläre Plaques (Plakoglobin, Desmoplakin) binden Cadherine mit
Intermediär lamenten
• Vorkommen:
◦ Epithelien mit hoher mechanischer Belastung (z.B. Haut, Herzmuskel)
b) Adhäsionskontakte (Zonula Adherens)
• Funktion:
◦ Verbindung von Aktin lamenten zweier Zellen, sorgt für Zell-Zell-Haftung
• Aufbau:
◦ Cadherine (klassische Cadherine wie E-Cadherin) verbinden die Zellen
◦ Intrazellulär sind Aktin lamente an Cadherine über Catenine gebunden
• Vorkommen:
fi
fi
fi
fi
◦ Unter tight junctions in Epithelien
5. Weitere Zellkontakte
a) Hemidesmosomen
6. Zusammenfassungstabelle
1. Prokaryoten
• De nition: Einzellige Organismen ohne Zellkern
• Zellstruktur:
◦ Kein membranumschlossener Kern (DNA liegt frei im Nucleoid)
◦ Kein echtes Cytoskelett
◦ Keine membranbegrenzten Organellen (keine Mitochondrien, ER, Golgi usw.)
◦ Ribosomen sind kleiner (70S)
◦ Zellwand meistens aus Peptidoglycan (bei Bakterien)
◦ Oft Geißeln (Flagellen) aus Flagellin
• Beispiele: Bakterien, Archaeen
• Fortp anzung: Meist ungeschlechtlich (Zellteilung)
2. Eukaryoten
fi
fl
fl
fl
• De nition: Zellen mit echtem Zellkern und membranbegrenzten Organellen
• Zellstruktur:
◦ DNA im Kern (von Membran umschlossen)
◦ Komplexes Cytoskelett aus Mikro lamenten, Intermediär lamenten, Mikrotubuli
◦ Organellen: Mitochondrien, Golgi-Apparat, ER, Lysosomen, Peroxisomen usw.
◦ Ribosomen größer (80S)
◦ Manche haben Zellwand (P anzen, Pilze), meist aus Cellulose oder Chitin
◦ Flagellen komplex aufgebaut (9×2+2 Mikrotubuli)
• Beispiele: P anzen, Tiere, Pilze, Protisten
• Fortp anzung: Geschlechtlich und ungeschlechtlich
Kurz gesagt:
⚗ Miller-Urey-Experiment
3. Ergebnis
• Es entstanden verschiedene organische Verbindungen, vor allem Aminosäuren (Bausteine
von Proteinen)
• Zeigte, dass einfache anorganische Moleküle unter Ur-Erde-Bedingungen spontan zu
wichtigen organischen Molekülen werden können
• Wichtiger Beleg für die Theorie der abiotischen Synthese als Ursprung des Lebens
4. Bedeutung
fi
fl
fl
fl
fl
fi
fi
• Unterstützt die Vorstellung, dass Leben aus einfachen chemischen Verbindungen entstanden
sein kann
• Legte Grundlagen für die Forschungsfelder der Chemischen Evolution und
Ursprungsbiologie
Muskelfasertypen (Skelettmuskulatur)
Typ I – Slow-Twitch-Fasern (rote Muskelfasern)
• Kontraktion: Langsam
• Kraft: Gering
• Ausdauer: Mittel
• Myoglobingehalt: Mittel
• Mitochondrien: Wenige
Befruchtung (Tag 0)
• Ort: Ampulla des Eileiters
• Trophoblast differenziert:
◦ Epiblast (→ Amnionhöhle)
◦ Hypoblast (→ Dottersack)
• Keimblätter:
• 5. Woche:
• 6. Woche:
• 7. Woche:
◦ Gesicht differenziert
◦ Armbewegungen möglich
• 8. Woche:
◦ Embryo: ~30 mm
◦ SSL ~6 cm
◦ Gesicht erkennbar
• 16.–20. Woche:
◦ SSL ~25 cm
• 24.–28. Woche:
• 32.–36. Woche:
◦ Fettspeicherung, Gewichtszunahme
◦ SSL ~50 cm
◦ Gewicht ~3–3,5 kg
Plazenta
• Entstehung:
• Funktion:
• Ablauf:
• Beteiligte Strukturen:
• Zah schmelz
• Adenohypophyse
fi
n
Mesoderm (mittleres Keimblatt)
• Muskeln
• Milz
• Bindegewebe
• Leber, Pankreas
• Harnblase, Harnröhre
Entwicklung Embryo/Fetus
• 0–8 Wochen → Embryonalperiode (Organogenese, höchste Teratogen-Emp ndlichkeit)
◦ Prolaktin → Milchbildungsvorbereitung.
• Kardiovaskulär:
• Respiratorisch:
• Renal:
◦ GFR ↑, Nierendurchblutung ↑
• Blut:
◦ Gerinnungsneigung ↑ (Thromboserisiko).
Wichtige Begriffe
• Befruchtung: Verschmelzung von Spermium und Eizelle (meist im Eileiter, Ampulla).
• Nabelschnur: 2 Arterien (führen sauerstoffarmes Blut vom Kind zur Plazenta), 1 Vene
(sauerstoffreiches Blut zur Leber des Kindes).
Schwangerschaftsberechnung
1. p.m. (post menstruationem)
• Wird in der Praxis am häu gsten verwendet, da der Zeitpunkt der Befruchtung oft unklar
ist.
• Trimenone:
• Zählt ab dem Zeitpunkt der Befruchtung (also ca. 2 Wochen später als p.m.).
Molekulare Genetik
Die DNA ist nicht gleichmäßig aktiv, sondern enthält Bereiche, die Gene genannt werden. Ein
Gen ist ein Abschnitt der DNA, der die Information für ein bestimmtes Protein oder eine
funktionelle RNA (z. B. tRNA oder rRNA) trägt. Diese Information muss zunächst abgelesen
und in eine Boten-RNA (mRNA) umgeschrieben werden, ein Vorgang, der als Transkription
bezeichnet wird.
Transkription
Die Transkription ndet im Zellkern von Eukaryoten statt. Hierbei wird ein DNA-Abschnitt
durch das Enzym RNA-Polymerase II in eine komplementäre RNA-Sequenz umgeschrieben.
Wichtig ist, dass nicht der gesamte Doppelstrang genutzt wird, sondern nur der sogenannte
Matrizenstrang (antisense strand). Der komplementäre Strang (sense strand) entspricht fast der
mRNA-Sequenz, nur dass in der RNA anstelle von Thymin die Base Uracil (U) eingebaut wird.
2. Elongation: Die RNA-Polymerase wandert entlang der DNA und synthetisiert die RNA
in 5’ → 3’-Richtung, indem sie komplementäre Nukleotide anfügt.
3. Termination: Die Transkription endet, wenn die Polymerase auf eine Terminator-
Sequenz stößt und die RNA freigesetzt wird.
Nach der Synthese liegt die prä-mRNA vor, die bei Eukaryoten noch umfangreich modi ziert
werden muss, bevor sie als reife mRNA den Zellkern verlassen kann. Dazu gehören das 5’-
Capping (Anhängen einer modi zierten Guanin-Kappe), das Polyadenylieren am 3’-Ende
(Poly-A-Schwanz) und das Spleißen, bei dem die nicht-codierenden Sequenzen (Introns)
herausgeschnitten und die codierenden Abschnitte (Exons) miteinander verbunden werden.
Splicing
Translation
Die Translation ndet im Cytoplasma statt und ist der eigentliche Schritt der Proteinsynthese.
Hierbei wird die in der mRNA enthaltene Information in eine Aminosäuresequenz übersetzt. Dies
geschieht an den Ribosomen, die aus einer großen und einer kleinen Untereinheit bestehen und
aus rRNA und Proteinen aufgebaut sind.
Die Sprache der mRNA besteht aus Codons, also Tripletts von Basen. Jedes Codon codiert für
eine bestimmte Aminosäure. Beispielsweise codiert das Codon AUG für Methionin und dient
gleichzeitig als Startcodon der Translation. Es gibt insgesamt 64 Codons, von denen 61 für
Aminosäuren stehen und 3 als Stopcodons fungieren (UAA, UAG, UGA).
1. Initiation: Die kleine Ribosomenuntereinheit bindet an die mRNA in der Nähe des
Startcodons. Eine Initiator-tRNA mit der Aminosäure Methionin bindet an AUG.
Anschließend lagert sich die große Ribosomenuntereinheit an.
3. Termination: Sobald ein Stopcodon erreicht wird, binden keine tRNAs mehr, sondern
sogenannte Release-Faktoren, die die Polypeptidkette freisetzen.
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Das frisch gebildete Protein ist oft noch nicht funktionsfähig, sondern durchläuft
posttranslationale Modi kationen. Dazu zählen z. B. Faltung (durch Chaperone),
Phosphorylierung, Glycosylierung oder der Transport in bestimmte Zellkompartimente.
Translation
Genregulation
Nicht jedes Gen wird in jeder Zelle gleich stark exprimiert. Ein Muskelprotein ist in
Nervenzellen nicht aktiv, und ein Neurotransmitter-Rezeptor ist in Leberzellen nicht relevant.
Die Genregulation sorgt dafür, dass Zellen ihre spezi sche Identität behalten und nur die
notwendigen Gene exprimieren.
Auf DNA-Ebene spielen Promotoren, Enhancer und Silencer eine Rolle, die die
Transkriptionsrate beein ussen. Epigenetische Mechanismen wie DNA-Methylierung und
Histonmodi kationen regulieren ebenfalls, ob Gene stillgelegt oder aktiviert werden. So erklärt
sich auch, wie aus denselben Genen eines Organismus so unterschiedliche Zelltypen entstehen
können.
1. Desoxyribose vs. Ribose: Die Desoxyribose unterscheidet sich von der Ribose durch
fehlende Hydroxygruppe am 2‘-C-Atom. Dieses Detail ist wichtig für die Stabilität der
DNA.
2. Richtung der DNA-Stränge: DNA-Stränge haben ein 5‘-Ende (Phosphatrest) und ein
3‘-Ende (OH-Gruppe). Ein neues Nukleotid kann immer nur an das 3‘-Ende angefügt
werden.
3. AT- und GC-Basenpaarung: Adenin paart immer mit Thymin über zwei
Wasserstoffbrücken, Guanin paart mit Cytosin über drei Wasserstoffbrücken.
6. Topoisomerase: Entwindet die DNA, damit sie repliziert werden kann, verhindert
Supercoiling.
8. Primer & Primase: Die Primase setzt einen kurzen RNA-Primer, an dem die DNA-
Polymerase beginnen kann.
DNA-Reparatur
1. Arten von Schäden: AUSGELÖST DURCH MUTAGENE
◦ Basenmodi kationen (oxidiert oder alkyliert)
◦ Basenfehlpaarungen (Mismatch)
◦ Basenverlust
◦ Veränderungen im Zucker-Rückgrat
◦ Falsche DNA-Protein-Verbindungen
2. Basenexzisionsreparatur (BER):
◦ DNA-Glykosylase erkennt und entfernt die fehlerhafte Base
3. Nukleotidexzisionsreparatur (NER):
◦ Erkennt „bulky lesions“, z.B. durch UV-Strahlung
◦ Formen: Transcription Coupled Repair (TCR) & Global Genome Repair (GGR)
Antikörper werden ausschließlich von B-Zellen produziert. Diese Zellen erkennen Fremdstoffe
über Antigenrezeptorenauf ihrer Ober äche. Sobald eine B-Zelle ein passendes Antigen
erkennt, endozytiert sie es, verarbeitet es und präsentiert Bruchstücke davon auf MHC-Klasse-
II-Molekülen. Dies ermöglicht es T-Helferzellen, das Antigen zu erkennen und die B-Zelle zu
aktivieren.
Die Aktivierung erfolgt durch Co-Rezeptoren wie CD4 auf T-Zellen und die Interaktion von
CD40 auf B-Zellen mit CD40L auf T-Zellen. Außerdem sezernieren T-Helferzellen
Interleukin-2 und Interleukin-4, die das Wachstum und die Differenzierung der B-Zellen zu
Plasmazellen, den eigentlichen Antikörperproduzenten, fördern.
Die Aktivierung ndet in sekundär lymphatischen Organen statt, wie Lymphfollikeln, Milz,
Lymphknoten, Peyer-Plaques, Tonsillen und dem Wurmfortsatz. Fremdstoffe werden im Gewebe
von dendritischen Zellen erkannt, die über Mustererkennungsrezeptoren wie Toll-like-
Rezeptoren (TLR) oder CD14 Pathogene aufnehmen. Nach der Antigenerkennung wandern
dendritische Zellen in die Lymphknoten, wo sie T-Helferzellen aktivieren, die wiederum die B-
Zellen stimulieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind die B-Gedächtniszellen. Diese entstehen während der
Immunantwort und bleiben im Körper, sodass bei einem erneuten Kontakt mit demselben
Antigen eine schnelle und ef ziente Immunreaktion möglich ist – oft innerhalb weniger Stunden.
Antikörper haben eine charakteristische Y-förmige Struktur und bestehen aus vier
Polypeptidketten:
Die Ketten sind über Disul dbrücken verbunden, die die Stabilität der Moleküle sichern.
• Leichte Ketten können entweder vom Typ κ (kappa) oder λ (lambda) sein.
• Jede Kette besteht aus einer variablen Region (VL bei leichter Kette, VH bei schwerer
Kette) und einer konstanten Region (CL bzw. CH).
Die variable Region wird durch Rekombination von Gensegmenten erzeugt und ist für die
Antigenbindung zuständig. Die Antigenbindungsstelle wird als Fab-Region bezeichnet, während
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die Fc-Region (konstante Region der schweren Ketten) für die Anlagerung von unspezi schen
Abwehrzellen und die Aktivierung des Komplementsystems verantwortlich ist. Durch diese
Rekombination entsteht eine enorme Vielfalt von 10¹² bis 10¹⁴ möglichen Antikörpernim
menschlichen Körper.
Antikörperisotypen
Es gibt fünf Hauptklassen von Antikörpern, die sich in Struktur, Funktion und Lokalisation
unterscheiden:
1. IgM
◦ Pentamer aus fünf Monomeren
2. IgG
◦ Monomer
◦ Zeigt an, ob eine Person bereits eine Infektion durchgemacht oder geimpft wurde
3. IgA
◦ Dimer
◦ Neutralisierende Funktion
4. IgE
◦ Monomer
5. IgD
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◦ Monomer
Die verschiedenen Isotypen entstehen durch Klassenwechsel (class switching) während der B-
Zell-Reifung. Eine B-Zelle kann somit Tochterzellen bilden, die unterschiedliche
Antikörperklassen produzieren, aber alle für dasselbe Antigen spezi sch sind.
1. Neutralisation
◦ Sie binden Toxine oder Viruspartikel und verhindern so, dass diese Zellen
in zieren oder schädigen können.
2. Opsonisierung
◦ Antikörper markieren Pathogene für Phagozyten (z. B. Makrophagen oder
neutrophile Granulozyten), indem die Fc-Region von Fc-Rezeptoren erkannt
wird.
• p53:
◦ p53 ist ein zentrales Tumorsuppressorgen. Es erkennt DNA-Schäden und kann die
Zelle entweder zur Reparatur oder zur Apoptose führen.
• RB1-Gen:
Virusinduzierte Krebserkrankungen
Bestimmte Viren können die Entstehung von Krebs fördern, indem sie in das Genom der
Wirtszelle integrieren oder Zellzyklus-Kontrollen manipulieren.
2. EBV (Epstein-Barr-Virus)
◦ In ziert B-Zellen
Bakterielle Ursachen
Manche Bakterien können ebenfalls Krebs auslösen, meist über chronische Entzündung oder
toxische Produkte:
• Helicobacter pylori
Genetische Prädisposition
Allergien
Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf normalerweise harmlose Stoffe
(Allergene). Diese Reaktionen werden Typ-I-Allergien genannt, da sie IgE-vermittelt ablaufen.
1. Sensibilisierung:
◦ Ein Allergen wird von dendritischen Zellen aufgenommen und den T-Helferzellen
präsentiert.
◦ Die T-Helferzellen (vor allem Th2-Zellen) stimulieren B-Zellen zur Produktion
von IgE-Antikörpern gegen das Allergen.
2. IgE-Bindung:
3. Reexposition:
◦ Bei erneutem Kontakt bindet das Allergen an die IgE-Antikörper auf Mastzellen.
Autoimmunerkrankungen
Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem körpereigene Strukturen
fälschlicherweise als fremd erkennt.
Pathogenese
• Zentrale Toleranz: B- und T-Zellen, die starke Af nität gegen körpereigene Antigene
haben, werden im Thymus oder Knochenmark eliminiert.
Beispiele
1. Typ-1-Diabetes mellitus
◦ Zytotoxische T-Zellen zerstören die insulinproduzierenden Beta-Zellen in der
Bauchspeicheldrüse.
2. Rheumatoide Arthritis
◦ Autoantikörper (z. B. Rheumafaktor) greifen Gelenkstrukturen an → Entzündung
und Zerstörung des Knorpels.
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3. Multiple Sklerose
◦ T-Zellen greifen Myelin der Nervenzellen im zentralen Nervensystem an →
neurologische De zite.
4. Hashimoto-Thyreoiditis
◦ Autoantikörper zerstören die Schilddrüse → Hypothyreose
Mechanismen
Genetik – Allgemein
Mendel’sche Regeln
Gregor Mendel, ein Augustinermönch des 19. Jahrhunderts, führte erstmals dokumentierte
Kreuzungsversuche mit Erbsen durch. Dabei untersuchte er immer einzelne Merkmale wie Farbe
oder Form der Erbsen. Aus diesen Experimenten konnte er grundlegende Vererbungsregeln
ableiten, die noch heute als Mendelsche Regeln bekannt sind.
Wichtige Begriffe:
• Chromatide: Bestandteil eines Chromosoms, bestehend aus kurzem und langem Arm,
die in der Anaphase getrennt werden.
• Gen: Abschnitt der DNA, der für ein bestimmtes Protein kodiert.
• Homozygot: gleiche Allele auf den zwei Schwesterchromosomen (AA oder aa).
Uniformitätsregel:
Wenn zwei homozygote Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden (AA × aa), gekreuzt
werden, entsteht die F1-Generation aus heterozygoten, gleichen Individuen. Alle Nachkommen
zeigen dasselbe Merkmal.
• Dominant-rezessiv: ein Allel setzt sich durch, z.B. weiße × rote Blumen → alle rot in
F1.
• Intermediär: kein Allel ist dominant, Mischform entsteht, z.B. rote × blaue Blumen →
alle lila.
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• Kodominant: beide Merkmale werden sichtbar, z.B. Blutgruppen AB bei Kreuzung AA
× BB.
Spaltungsregel:
Kreuzung der F1-Individuen (Aa × Aa) → F2-Generation:
Unabhängigkeitsregel:
Gene werden unabhängig voneinander vererbt, wenn sie auf demselben oder weit genug
entfernten Chromosomen liegen.
Verschiedene Erbgänge
• X-chromosomal-rezessiv: Krankheit tritt bei Frauen nur homozygot auf, bei Männern
immer (Hemizygotie), z.B. Hämophilie A.
Erbkrankheiten
Autosomal-rezessive Erbkrankheiten:
Treten nur bei Homozygotie auf (AA gesund, aa krank). Heterozygote Träger sind meist gesund,
können die Krankheit aber weitervererben.
• Phenylketonurie (PKU):
• Sichelzellenanämie:
Autosomal-dominante Erbkrankheiten:
Treten auch bei Heterozygotie auf (Aa krank, aa gesund). Häu g in jeder Generation sichtbar.
• Marfan-Syndrom:
• Chorea Huntington:
• Familiale Hypercholesterinämie:
X-chromosomal-rezessive Erbkrankheiten:
Treten bei Männern immer auf (Hemizygotie), Frauen sind meist Trägerinnen.
• Hämophilie A:
• Rot-Grün-Blindheit:
X-chromosomal-dominante Erbkrankheiten:
Sehr selten. Betroffene Frauen meist heterozygot krank, Männer oft schwerer betroffen.
Die Zellteilung oder Zytokinese beschreibt die Teilung einer Zelle in zwei Tochterzellen.
Zellplasma und Organellen werden aufgeteilt, neue Membranen bilden sich. Die Teilungsrate
hängt vom Zelltyp ab, z.B. Haar- und Knochenmarkszellen teilen sich schnell, Neurone nicht.
• G1-Phase: Zellwachstum, Reparatur, Enzyme ergänzt, Zentriolen trennen sich, DNA 2c.
Übergang in G0 möglich (Ruhephase, z.B. bei Nervenzellen).
• G2-Phase: Bildung von zellteilungsspezi schen Proteinen, Abbau des ER, Aufnahme
von Flüssigkeit, M-Phase-Faktor gebildet.
Zytokinese: Kontraktile Ringbildung aus Aktin und Myosin → Teilung des Zytoplasmas → zwei
identische Tochterzellen.
Meiose:
DA FEHLT WAS1111111111111111111111
Nichtchromosomale Vererbung
Stammbaumanalyse
• Dominant: tritt in jeder Generation auf, kranke Eltern können auch gesunde Kinder
haben
MUTATIONEN
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Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung des Erbguts eines Organismus. Sie kann in
einzelnen Genen, auf Chromosomen oder sogar auf dem gesamten Genom auftreten. Mutationen
bilden die Grundlage für die Evolution, können aber auch Krankheiten auslösen, wenn sie
lebenswichtige Gene oder deren Regulation betreffen. Mutationen können spontan entstehen
oder durch externe Faktoren, sogenannte Mutagene, ausgelöst werden. Zu den Mutagenen zählen
chemische Substanzen wie Nitrosamine, Strahlung (UV-Strahlung, Röntgenstrahlen), Viren (z.B.
HPV) oder bakterielle Infektionen (z.B. Helicobacter pylori).
Genmutationen betreffen einzelne Gene und können auf der Ebene von Basenpaaren statt nden.
Die einfachste Form ist die Punktmutation, bei der ein einzelnes Basenpaar ausgetauscht wird.
Substitutionen können das Protein funktionslos machen, unverändert lassen oder eine neue
Funktion erzeugen. Eine Missense-Mutation führt zu einer Aminosäureveränderung im Protein,
während eine Nonsense-Mutation ein vorzeitiges Stopcodon erzeugt, wodurch das Protein
verkürzt wird. Eine Stille Mutation verändert die DNA-Sequenz, hat aber keine Auswirkung auf
die Aminosäuresequenz, da das genetische Code degeneriert ist. Weitere Formen sind Deletion
(ein oder mehrere Basen werden entfernt), Insertion (ein oder mehrere Basen werden eingefügt)
oder Duplikation (Verdopplung eines DNA-Abschnittes). Wenn Deletion oder Insertion nicht
durch drei Basenpaare teilbar sind, spricht man von Frameshift-Mutationen, die die Leseraster
der Translation verändern und oft zu funktionslosen Proteinen führen.
Genommutationen betreffen das gesamte Chromosomenset. Hier spricht man von numerischen
Aberrationen. Aneuploidien entstehen, wenn ein einzelnes Chromosom zu viel oder zu wenig
vorhanden ist, z.B. Trisomie 21 (Down-Syndrom), bei der Chromosom 21 dreifach vorkommt.
Polyploidien sind Fälle, in denen der gesamte Chromosomensatz vervielfacht ist, was bei
Menschen meist letal ist, in P anzen aber häu g vorkommt.
• Letale Mutationen führen zum Tod des Individuums, oft bereits vor der Geburt.
Mutationen können spontan auftreten, etwa durch Fehler während der DNA-Replikation oder
durch spontane chemische Veränderungen wie Depurinierung. Der Zellzyklus spielt eine
wichtige Rolle: Fehler während der S-Phase können durch Reparaturmechanismen wie DNA-
Polymerasen oder p53 erkannt werden. Ist die Mutation zu schwerwiegend, löst die Zelle
Apoptose aus, um fehlerhafte DNA nicht weiterzugeben.
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Mutationen sind die Grundlage genetischer Vielfalt. Sie ermöglichen neue Allele, die in
Populationen weitergegeben werden, und sind somit ein Motor der Evolution. In der Medizin
sind Mutationen sowohl für vererbte Krankheiten als auch für erworbene Krankheiten wie
Krebs zentral. Onkogene, Tumorsuppressorgene (z.B. TP53) und DNA-Reparaturgene werden
durch Mutationen verändert, wodurch die Zellteilung unkontrolliert abläuft.
Das Genom bezeichnet die gesamte Erbinformation eines Organismus. Es umfasst alle Gene,
regulatorischen Sequenzen, nicht-kodierende DNA und RNA-Moleküle, die für die Organisation,
Regulation und Funktion der Zelle notwendig sind. Der Aufbau des Genoms unterscheidet sich
stark zwischen Eukaryoten und Prokaryoten, sowohl in Bezug auf Struktur, Größe,
Organisation als auch in der Art und Weise der Verpackung der DNA.
Bei Eukaryoten be ndet sich der Großteil des Genoms im Zellkern. Die DNA liegt hier in Form
von Chromatin vor, einem Komplex aus DNA und Histonproteinen. Die Histone ermöglichen
eine ef ziente Verpackung der DNA, die ohne diese Proteine viele Meter lang wäre. Chromatin
wird unterschieden in Euchromatin und Heterochromatin. Das Euchromatin ist locker gepackt
und dient der aktiven Transkription von Genen, während Heterochromatin stark kondensiert ist
und meist inaktiv bleibt. Heterochromatin wird weiter unterteilt in konstitutives
Heterochromatin, das dauerhaft inaktiv ist (z.B. Zentromere), und fakultatives
Heterochromatin, das unter bestimmten Bedingungen aktiviert werden kann.
Die eukaryotische DNA ist linear und in mehreren Chromosomen organisiert. Menschen besitzen
beispielsweise 46 Chromosomen, bestehend aus 22 Paaren Autosomen und einem Paar
Geschlechtschromosomen (XX oder XY). Chromosomen bestehen aus zwei
Schwesterchromatiden, die am Zentromer verbunden sind. Jedes Chromosom enthält mehrere
tausend Gene, deren Position als Locus bezeichnet wird. Die DNA enthält sowohl kodierende
Sequenzen(Exons) als auch einen sehr großen Anteil nicht-kodierender DNA (Introns), die
Regulation und alternatives Splicing ermöglicht. Zusätzlich besitzen Eukaryoten Mitochondrien
(und P anzen Chloroplasten), die ein eigenes, zirkuläres Genom besitzen. Mitochondriale DNA
wird in der Regel maternal vererbt und codiert für essentielle Proteine der Energieproduktion.
Im Gegensatz dazu besitzen Prokaryoten ein deutlich kleineres und einfacher strukturiertes
Genom. Die DNA liegt nicht in einem Zellkern, sondern frei im Cytoplasma im sogenannten
Nukleoid. Prokaryotische DNA ist meist zirkulär und liegt ohne Histone vor, obwohl bei
manchen Bakterien Histon-ähnliche Proteine zur Kompaktierung existieren. Die Gene sind oft
dicht gepackt, fast ohne Introns, und liegen in Operons, Gruppen von Genen, die unter einer
gemeinsamen Kontrolle stehen und zusammen transkribiert werden. Dies ermöglicht eine
schnelle und ef ziente Regulation von Stoffwechselwegen. Zusätzlich tragen viele Prokaryoten
Plasmide, kleine, ebenfalls zirkuläre DNA-Moleküle, die unabhängige Gene enthalten, z.B.
Antibiotikaresistenzen.
Die Größe des Genoms unterscheidet sich enorm: während das humane Genom etwa 3
Milliarden Basenpaare umfasst, haben viele Bakterien nur 1–10 Millionen Basenpaare. Trotz
der geringeren Größe enthalten Prokaryoten oft eine höhere Gen-Dichte, da nahezu jeder
Abschnitt der DNA für ein funktionelles Protein oder RNA codiert. Eukaryoten besitzen dagegen
einen sehr großen Anteil nicht-kodierender DNA, die regulatorische Funktionen erfüllt, z.B.
Enhancer, Silencer oder repetitive Sequenzen wie Satelliten-DNA.
Die Organisation des Genoms hat auch Konsequenzen für Replikation, Transkription und
Reparatur. Eukaryoten besitzen lineare Chromosomen mit Telomeren, die die Enden schützen,
sowie zahlreiche Replikationsursprünge, um die große DNA-Menge ef zient zu kopieren.
Prokaryoten replizieren ihr zirkuläres Genom meist von einem einzelnen Ursprung aus.
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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das eukaryotische Genom komplex, linear und stark
strukturiert ist, mit Histonen, nicht-kodierender DNA und organellarem Genom, während das
prokaryotische Genom kompakt, zirkulär und operon-orientiert ist, was schnelle
Anpassungen an Umweltbedingungen ermöglicht. Beide Systeme zeigen jedoch die
fundamentale Eigenschaft, genetische Information ef zient zu speichern, zu replizieren und zu
übertragen.
Substratinduktion, auch Induktion genannt, funktioniert genau umgekehrt. Hier aktiviert das
Vorhandensein eines Substrats die Expression eines Operons. Das bekannteste Beispiel ist das
Lactose-Operon (Lac-Operon) in E. coli. Das Lac-Operon kodiert Enzyme, die für den Abbau
von Lactose benötigt werden. Wenn keine Lactose vorhanden ist, bindet der Repressor am
Operator und blockiert die Transkription. Sobald Lactose in der Zelle auftaucht, wird sie in
Allolactoseumgewandelt, das als Induktor fungiert. Es bindet an den Repressor, verändert seine
Form und löst ihn vom Operator. Dadurch kann die RNA-Polymerase die Gene ablesen und die
Enzyme für Lactoseabbau herstellen. Dies ist ein Beispiel positiver Regulation, da das Substrat
selbst die Genexpression anstößt.
Zusammengefasst:
Der Genpool einer Population beschreibt die Gesamtheit aller Gene und Allele, die in dieser
Population vorkommen. Veränderungen im Genpool sind die Grundlage der Evolution und
können durch verschiedene Mechanismen ausgelöst werden:
• Gendrift: Dieser Effekt tritt besonders in kleinen Populationen auf. Nach zufälligen
Ereignissen wie Naturkatastrophen überleben nur wenige Individuen, die als Gründer
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einer neuen Population dienen. Die Allelfrequenzen dieser Überlebenden bestimmen nun
die genetische Zusammensetzung der neuen Population, unabhängig davon, ob bestimmte
Allele ursprünglich selten oder häu g waren. Dadurch kann es zu einer drastischen
Verschiebung im Genpool kommen. Zwei spezielle Formen des Gendrift sind der
Flaschenhalseffekt, bei dem die Population stark reduziert wird, und der Gründereffekt,
bei dem eine kleine Gruppe eine neue Population gründet.
• Neue Mutationen: Spontane Veränderungen in der DNA, die entweder durch Fehler
während der Replikation, durch Umweltein üsse wie UV-Strahlung oder chemische
Mutagene entstehen, können neue Allele in eine Population einbringen. Die meisten
Mutationen sind neutral oder nachteilig, einige können jedoch einen Selektionsvorteil
bieten und sich daher im Genpool durchsetzen. Mutationen sind die eigentliche Quelle
genetischer Variation.
• Gen uss: Wenn Individuen zwischen Populationen migrieren und sich fortp anzen,
werden Gene zwischen diesen Populationen ausgetauscht. Der Gen uss erhöht die
genetische Vielfalt innerhalb einer Population und kann isolierte Populationen genetisch
näher zusammenbringen.
• Natürliche Selektion: Die Umwelt wirkt als Filter für bestimmte Allele. Organismen mit
vorteilhaften Genen haben eine höhere Überlebens- und Fortp anzungschance.
Nachfolgende Generationen tragen daher häu ger diese vorteilhaften Allele, während
nachteilige Allele reduziert werden. Natürliche Selektion kann verschiedene Formen
annehmen, z.B. stabilisierende, gerichtete oder disruptive Selektion, abhängig davon,
welche Phänotypen bevorzugt werden.
Genetische Rekombination
Neue Genkombinationen innerhalb einer Population sind entscheidend für die Variation der
Genotypen. Beim Menschen geschieht dies hauptsächlich über die sexuelle Fortp anzung:
Bei Bakterien existieren andere Mechanismen der genetischen Rekombination, da sie sich meist
asexuell vermehren:
• Transformation: Aufnahme von freier, extrazellulärer DNA aus der Umgebung und
deren Integration in das eigene Genom. Dieser Mechanismus kann von toten Zellen
stammendes genetisches Material aufnehmen und neue Eigenschaften erwerben, wie zum
Beispiel Antibiotikaresistenzen.
Durch diese Mechanismen entstehen kontinuierlich neue genetische Kombinationen, die den
Genpool verändern, genetische Variation bereitstellen und evolutionäre Anpassungen
ermöglichen.
• Eine Art ist eine Gruppe von Organismen, die sich unter natürlichen Bedingungen
kreuzen können und fertile Nachkommen hervorbringen. Arten bilden die fundamentalen
Einheiten biologischer Vielfalt.
• Eine Population ist eine Gruppe von Individuen derselben Art, die zu einem bestimmten
Zeitpunkt in einem bestimmten Gebiet leben und sich miteinander fortp anzen können.
Populationsgrößen können stark schwanken, abhängig von Geburten-, Sterbe- und
Wanderungsraten.
• Biozönose: Die Gemeinschaft aller Lebewesen, die in einem Biotop leben. Diese
Organismen stehen in vielfältigen Wechselwirkungen zueinander.
• Probiose: Mindestens ein Partner pro tiert (z. B. Symbiose oder Mutualismus, wo beide
Partner Vorteile ziehen).
Ökosystemhierarchie:
• Population: Alle Individuen einer Art, die in einem bestimmten Lebensraum vorkommen
und sich fortp anzen können.
• Ökologische Nische: Summe aller biotischen und abiotischen Faktoren, die für das
Überleben einer Art wichtig sind (z. B. Nahrungsquelle, Brutplatz, Jagdgebiet).
Biologisches Gleichgewicht
• Zustand, in dem Populationen und Artenzahlen stabil bleiben, solange keine externen
Störungen auftreten.
Räumliche Verteilung
Populationsdynamik
• Natürliche Selektion fördert Individuen mit höherer Fitness, also besserer Überlebens-
und Fortp anzungschance.
• Sexuelle Selektion: Merkmale, die die Fortp anzungschance erhöhen (z.B. Pfauenrad,
Geweih bei Hirschen).
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• Künstliche Selektion: durch Menschen gesteuert, z.B. bei Haustieren oder
Kulturp anzen.
• Nischenkonzept: Jede Art besetzt eine ökologische Nische, d.h. die Summe der
biotischen und abiotischen Faktoren, die sie zum Überleben benötigt.
• Konsumenten:
◦ Primärkonsumenten (Herbivoren)
◦ Sekundärkonsumenten (Karnivoren)
◦ Tertiärkonsumenten (Top-Prädatoren)
Ökosystemkonzepte
• Biom: Großraumtyp mit ähnlicher Flora und Fauna, abhängig von Klima und Vegetation.
Beispiel: Regenwald, Tundra, Savanne.
Populationswachstumsmodelle
Zusätzliche Begriffe
• Lamarck war ein französischer Naturforscher, der eine der ersten systematischen
Theorien zur Evolution aufstellte.
• Mechanismen:
1. Gebrauch und Nichtgebrauch (Use and Disuse): Organe, die häu g genutzt
werden, entwickeln sich weiter und werden stärker; Organe, die nicht genutzt
werden, bilden sich zurück.
2. Evolution kann nur durch Veränderungen im Genotyp erklärt werden, nicht durch
Nutzung oder Nichtnutzung von Organen.
• Darwin war ein britischer Naturforscher, bekannt für seine Reise auf der HMS Beagle
und seine Beobachtungen auf den Galapagosinseln.
3. Kampf ums Überleben: Ressourcen wie Nahrung, Raum oder Partner sind
begrenzt.
• Die menschliche Evolution beschäftigt sich mit der Entstehung und Entwicklung des
modernen Menschen (Homo sapiens) aus gemeinsamen Vorfahren mit anderen Primaten.
• Menschen gehören zur Familie der Hominiden, innerhalb der Ordnung Primaten.
Begriffe
• Bipedie: Aufrechter Gang auf zwei Beinen, wichtiges evolutionäres Merkmal, das die
Hände frei machte für Werkzeuggebrauch.
Wichtige Entwicklungen
• Kunst und Symbolik: Höhlenmalereien, Schmuck, religiöse Rituale, vor ca. 40.000
Jahren.
• Vergleich der Genome von Mensch, Schimpanse und Neandertaler zeigt, dass wir einen
gemeinsamen Vorfahren mit Schimpansen vor ca. 6–7 Mio. Jahren hatten.
• Genetische Diversität variiert zwischen Populationen, wobei Afrika die höchste Diversität
aufweist (Out-of-Africa-Theorie).
Zusammenfassung
Die menschliche Evolution ist geprägt von physiologischen Anpassungen (Gehirngröße,
Bipedie), kulturellen Entwicklungen (Werkzeuge, Sprache, Kunst) und genetischen
Veränderungen (Mutationen, Rekombination, Hybridisierung). Sie ist ein langfristiger,
komplexer Prozess, der Umwelt, soziale Faktoren und genetische Variation kombiniert.
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Zusammenfassung
Medat 2025
Inhaltsverzeichnis
Der menschliche Körper
[Link]
1. Epithelgewebe
3. Muskelgewebe
4. Nervengewebe
1. Epithelgewebe
•Q̇ Funktion:
2. Drüsenepithelien (Sekretion):
3. Sinnesepithelien (Reizaufnahme):
Das Epithelgewebe hat keine Kapillaren da es sich durch die Basalmembran durch Di usion ernährt
Gastrointes naltrakt hat einschich ges hochprisma sches Epithel
Bronchiolen haben einschich g isoprisma sches Epithel (AUSNAHME DER ATEMWEGE) exokrine
Drüsenausführungsgänge können azinös alveolär und tubulös sein (mukös schleimig serös wässrig)
endokrine haben keine Ausführungsgänge (ins Blut direkt meist bei Hormon Sekretion)
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, Binde- und Stützgewebe
◆ Allgemeine Merkmale
• Besteht aus:
o Interzellularsubstanz:
1. Bindegewebe
Merkm Details
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Zellen Fibroblasten, Immunzellen, Fettzellen
O Ova
rt r
3. Stützgewebe
◆ 3.2 Knochengewebe
Typ Merkmale
Geflechtknochen Ungeordnet, embryonal oder bei Frakturheilung
Knochenzellen:
Zelltyp Funktion
Osteoblasten Au au, bilden Osteoid
Knochenmatrix:
• 65 % anorganisch (Hydroxylapatit)
Aufbau:
Spinozelluläres BG Ov Hormonproduktio
ar n
Merke:
"Gallert schützt den Strang im Bauch – das Baby sagt dafür Danke auch." (Al rage 2024) Nierenkapsel
gehört zu Binde und Stützgewebe
3. Muskelgewebe
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Muskelgewebe ist für ak ve Bewegungen des Körpers oder von Organen zuständig. Es besteht aus
spezialisierten Zellen (Muskelzellen oder Muskelfasern), die kontrak le Eiweiße enthalten: Ak n s
Myosin.
Merkmal Beschreibung
Zellform Sehr lange, zylindrische Zellen (bis zu 30 cm!)
2. Herzmuskulatur (Myokard)
Merkmal Beschreibung
Zellform Kürzer, verzweigt
3. Glatte Muskulatur
Merkmal Beschreibung
Zellform Spindelförmig
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Merkmal Beschreibung
Querstreifung Keine
•Vergleichstabelle
Q̇
Querstreifung ⬛ ⬛ +
Merke:
Myoglobin Muskelfarbstoff und Hämoglobin Blut Farbstoff mit [Link] (4 Sauerstoffe)
Sarkomer >Myo brille >Muskelfaser>Muskelfaserbündel -------Endokard>Epikard>Perikard
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˛*Nervengewebe
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1. Neurone (Nervenzellen)
Aufbau Beschreibung
Soma (Zellkörper) enthält Zellkern, Stoffwechselzentrum
2. Gliazellen (Stützzellen)
Nicht erregbar, aber essentiell für Funktion, Schutz und Versorgung der Neurone. In ZNS und PNS
unterschiedliche Typen.
Zelltyp Funktion
Astrozyten Blut-Hirn-Schranke, Sto ransport, Ionenhaushalt
Zelltyp Funktion
Schwann-Zellen Myelinisierung eines Axons im PNS
Zustand Beschreibung
Ruhepotenzial −70 mV (Natrium-Kalium-Pumpe sorgt dafür)
Repolarisation K⁺-Ausstrom
Der GI-Trakt beginnt am Mund und endet am Anus. Er gliedert sich anatomisch in folgende Abschnitte:
● Oberer Gastrointestinaltrakt
2. Rachen (Pharynx)
3. Speiseröhre (Ösophagus)
o Abschnitte:
▪ Kardia (Mageneingang)
▪ Fundus (Magengrund)
▪ Korpus (Magenkörper)
Funk on allgemein
• Bestandteile:
o Pepsinogen
o Muzin (Schleim)
o Intrinsic Factor
o Elektrolyte, Wasser
● Mi lerer Gastrointestinaltrakt
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5. Dünndarm (Intestinum tenue)
Besteht aus:
˙•¡Hauptfunktionen
o Wasser
Wasserresorption
o Davon:
• Im Duodenum:
▪ Lipase (Fettspaltung)
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▪ Amylase (Stärkespaltung)
• Im Jejunum s Ileum:
● Unterer Gastrointestinaltrakt
Abschnitte:
o Colon (Grimmdarm):
▪ Colon ascendens
▪ Colon transversum
▪ Colon descendens
▪ Colon sigmoideum
Taenien 3 Längsmuskelschichten
Die Darm ora (Mikrobiota) ist im gesamten Dickdarm, besonders aber im Mastdarm (Rektum), sehr
dicht.
Zusammensetzung
Aufgaben
• Immunmodulation
Grundstruktur
o rechter Vorhof → nimmt sauersto armes Blut aus dem Körper auf
o linker Vorhof → nimmt sauersto reiches Blut aus der Lunge auf
Herzklappen
• Segelklappen:
• Taschenklappen:
’`●
'*Im Mutterleib atmet das Kind nicht über die Lunge. Deshalb:
• Ein Loch in der Herzscheidewand zwischen rechtem und linkem Vorhof: → Foramen ovale
• Blut wird an der Lunge vorbei direkt vom rechten in den linken Vorhof geleitet
• Nach der Geburt schließt sich das Foramen ovale durch Druckänderung
• Die Segelklappen sind geschlossen → Blut kann nicht zurück in die Vorhöfe
⬛ Systole = ak ve Pumpphase
➜
• Wenn der Druck in den Vorhöfen höher ist als in den Kammern → Segelklappen öffnen
.ı Die Vorhöfe kontrahieren am Ende der Diastole noch kurz, um das Blut vollständig in die Kammern zu
drücken.
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‘´’ 4. Hoch- und Niederdrucksystem
*-tT
⬛
/ Hochdrucksystem
#
⬛ Niederdrucksystem
#
• Venen
• Lungengefäße
• linker Vorhof
˛*Merke:
C
Taktgeber ("natürlicher
Sinusknoten Schrittmacher") ca. 60–100 Schläge/min
His-Bündel / Tawara-
Schenkel / Purkinje-Fasern leiten Erregung in die Herzkammern ca. 20–40/min (Notfallrhy
Vergleich Arterie vs. Vene (mit Fokus auf Wandaufbau s Funktion)
Das Atmungssystem
1. Au au der Atemwege
• Rachen
• Kehlkopf
• Luftröhre
• Bronchien
o Die Lu röhre teilt sich in zwei Hauptäste, die in die Lunge führen
• Bronchiolen
• Lungenbläschen (Alveolen)
o Riesige Ober äche (ca. 70-100 m²) durch viele Millionen Bläschen
2. Anatomischer Totraum
• Lu , die in Nase, Rachen, Kehlkopf, Lu röhre und Bronchien bleibt, erreicht die Alveolen nicht
• Diese Lu ist wich g, weil sie den Atemweg o en hält, aber sie nimmt nicht am
Gasaustausch teil
Alveolen Plattenepithel (sehr Extrem dünne Zellen, nur eine Lage → optimale
(Lungenbläschen) dünn, einschich g) Di usion von Sauersto und Kohlendioxid
Atemzentrum im Hirnstamm (Medulla oblongata und Pons) reguliert Rhythmus und Tiefe Reagiert
auf:
1. Bindung an Hämoglobin
o Dieser Anteil ist klein, aber wich g für den Par aldruck und die Diffusion.
3. Wich g: Die Bindung hängt vom Sauersto par aldruck ab (mehr O₂ in der Lunge → mehr
Bindung, weniger O₂ im Gewebe → Abgabe).
Ľ
› Transport von Kohlendioxid (CO₂) im Blut
-w
o CO₂ reagiert in roten Blutkörperchen mit Wasser zu Kohlensäure (H₂CO₃), die sich
schnell in Bicarbonat und Protonen aufspaltet.
o CO₂ bindet nicht an den gleichen Ort wie O₂, sondern an andere Stellen des
Hämoglobins (sog. Carbamino-Verbindung).
1. V̄
' Au eilung der Lunge s Bronchialbaum Lunge
˛S
×
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allgemein:
• 2 Lungenflügel:
Bronchialbaum:
o rechter Hauptbronchus:
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▪ kürzer, breiter, verläu steiler → Fremdkörper landen meist hier!
o linker Hauptbronchus:
• Abhängig von:
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`³².•´á
*’ Di usion – Gasaustausch in den Alveolen
o Sauersto aus der Alveolenlu → ins Blut (durch die dünne Alveolenwand)
• Funktion:
o Bringt „verbrauchtes“ Blut (viel CO₂, wenig O₂) aus dem Körper zur Lunge
o Holt „frisches“ Blut (viel O₂, wenig CO₂) aus der Lunge zurück zum Herzen
⬛
³– Zusammenspiel: Ven la on – Di usion – Perfusion
Nur wenn alle drei gut funktionieren, läuft der Gasaustausch optimal ab.
• Gehirn (Encephalon)
Ç Gehirn – Großgliederung:
Struktur Funktion
Großhirn (Telencephalon) Bewusstsein, Denken, Bewegung, Sprache, Sinne
Merksatz für Hirnteile von oben nach unten: "Das Tier Mit Beißen Kann Viel"
• periphere Ganglien
II N. opticus Sehen
XI N. hypoglossus Zungenbewegung
I
˛* Merksatz: „Onkel Otto Original Trinkt Täglich Apfelsaft, Fast Vier Gläser Vom Alten Heinz.“
C
`^ Ak onspotenzial (AP)
• Ruhepotenzial: ~ -70 mV
• Alles-oder-nichts-Prinzip
, Saltatorische Leitung:
Wichtige Neurotransmitter:
Botenstoff Wirkung
Acetylcholin Motorik, Parasympathikus, Muskelaktivierung
• Umschaltstation C Reflexzentrum
1. Reiz → Muskelspindel
5. Muskel kontrahiert
Bedingter Erlernt durch Kondi onierung – braucht Speichel uss beim Klang der
Reflex Wiederholung C Erfahrung Fu erglocke (Pawlow)
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*˛ Bedingte Reflexe brauchen Großhirnaktivität (Lernen), unbedingte laufen rein über
C
Rückenmark oder Hirnstamm.
Patellarsehnenreflex,
Beispiele Achillessehnenreflex Bauchhautreflex, Lidschlussreflex
Achillessehnenreflex Plantarflexion
(ASR) Schlag auf Achillessehne (Zehenspitzenstand) S1–S2
Cremasterreflex Berührung der Innenseite des Hoden wird nach oben gezogen (L1-
(Mann) Oberschenkels L2)
DAS AUGE
• Lichtaufnahme
• Lichtbrechung (Fokussierung)
● Innen (Sehen!)
3. Brechung s Bildentstehung:
Bild:
4. Akkommoda on (Nah-/Fernsicht)
• Nah: Ziliarmuskel zieht sich zusammen, Linse wird kugelig → mehr Brechung
4. Weiterleitung zu:
o Thalamus (Selektion)
8. Pupillenreflex
• Auch wenn nur ein Auge beleuchtet wird, reagiert die andere Pupille mit → konsensueller
Reflex
G. Fehlsichtigkeiten (Refraktionsfehler)
Astigmatismus
(Stabsichtigkeit) Hornhaut/Linse ungleichmäßig gekrümmt Zylindergläser
Äußeres Ohr
Mittelohr
• Drei Gehörknöchelchen:
2. Amboss
• Paukenhöhle: lu gefüllt, verbindet sich über die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) mit dem
Nasen-Rachen-Raum → Druckausgleich
Innenohr
• Schnecke (Hörorgan)
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• Bogengänge s Vorhofsäckchen (Gleichgewichtsorgan)
Ablauf:
3. Steigbügel drückt auf das ovale Fenster → Flüssigkeit (Perilymphe) in der Schnecke bewegt
sich
● 5. Re exe s Schutzmechanismen
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• Mi elohrmuskeln (z. B. am Steigbügel) können sich bei sehr lauten Tönen re ektorisch
anspannen
→ Dämpfung des Schalls → Schutz vor Hörschäden
Prinzip:
Besonderheiten:
Die Haut ist das größte Organ des Körpers (ca. 1,5–2 m² Fläche, ca. 3–10 kg schwer) Sie ist
mehrschich g aufgebaut und erfüllt viele lebenswich ge Funk onen.
Funktion Beschreibung
Schutzfunktion Gegen Krankheitserreger, UV-Strahlung, mechanische Reize, Chemikalien
1. Oberhaut (Epidermis)
• Äußerste Schicht – kein Blut, wird von der darunterliegenden Schicht versorgt
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• Besteht hauptsächlich aus Hornzellen (Keratinozyten)
• Langerhans-Zellen: Abwehrzellen
• Merkel-Zellen: Tastrezeptoren
2. Lederhaut (Dermis)
• Besteht aus Bindegewebe mit Kollagen und Elas n → gibt Fes gkeit und Elastizität
Rezeptoren-Beispiele:
Rezeptortyp Reizart
Meissner-Körperchen feine Berührung
Ru ni-Körperchen Dehnung
3. Unterhaut (Subkutis)
● Hautdrüsen
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1. Talgdrüsen
2. Schweißdrüsen
3. Duftdrüsen
• In Achseln, Genitalbereich
● Hauttypen
Typ Beschreibung
Leistenhau Handflächen, Fußsohlen; keine Haare, viele Schweißdrüsen
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• Bildet den Säureschutzmantel → hemmt das Wachstum von Bakterien und Pilzen
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● Temperaturregelung durch die Haut
V GESCHMACKSSINN (GUSTATORISCH)
*Funktion:
˛C
Erkennung von bes mmten chemischen Sto en (löslich in Speichel) → Bewertung: genießbar oder
gefährlich?
◆ Geschmacksknospen:
• Liegen auf Papillen der Zunge (v. a. an den Seiten C hinten), auch in Gaumen, Rachen,
Kehldeckel
• Jede Knospe enthält Sinneszellen, die je auf einen Geschmackstyp spezialisiert sind
• Jede Zelle hat Mikrovilli (feine Härchen), die mit Speichel in Kontakt stehen
◆ Anpassung:
Insgesamt gibt es vier Haupttypen, die sich in Aussehen, Lage und Funktion unterscheiden.
Sehr viele,
Fadenpapillen fadenförmig, Mi e Mechanische Funk on (Tast- + Nein
(Papillae filiformes) der , Reibefunktion)
Zunge
˛ GERUCHSSINN (OLFAKTORISCH)
S
˛*CFunktion:
◆ Ort:
11. Binden an Rezeptoren auf Riechzellen (jede Zelle hat nur 1 Rezeptor-Typ)
12. Reiz → elektrisches Signal → über Nerven → direkt zum Riechkolben (liegt über der
Nasenhöhle)
13. Signal wird nicht über Thalamus geleitet, sondern direkt ans Gehirn → limbisches System
(Emo onen), Riechkortex, Hypothalamus
◆ Besonderheiten:
Das endokrine System ist das hormonelle Steuersystem des Körpers. Es reguliert langfristige Prozesse wie:
• Wachstum
• Stoffwechsel
• Fortpflanzung
• Wasserhaushalt
• Stressreaktionen
• Sexualfunktionen
1. C
*˛ ZENTRALE STEUERUNG: Hypothalamus s Hypophyse
• Gibt sogenannte Releasing- oder Inhibi ng-Hormone ab → wirken auf die Hypophyse
⬛
➜ Beispiele:
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• TRH → regt TSH-Freisetzung an
Hypophyse (Hirnanhangdrüse)
Hormon Wirkung
ADH (antidiuretisch) Hält Wasser im Körper zurück (Niere)
2. ’~
-I'M SCHILDDRÜSE (Thyroidea)
h
<
• Produziert:
Hormon Wirkung
Erhöht den Kalziumspiegel im Blut durch Freisetzung aus Knochen, mehr
Parathormo Rückresorp on in Niere, mehr Aufnahme im Darm (indirekt über Vitamin D)
n
4. ˛C
* ZIRBELDRÜSE (Epiphyse)
• Im Zwischenhirn
• Produziert Melatonin
→ steuert den Tag-Nacht-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus)
5. ,"€
^ BAUCHSPEICHELDRÜSE (Pankreas, endokriner Teil)
6. )NEBENNIEREN
⬛
’ RÜCKKOPPLUNGSREGELN
Fast alle Hormonachsen funk onieren über nega ve Rückkopplung: Beispiel
Schilddrüse:
1. RAAS-System (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System)
◆ Funktion:
◆ Ablauf:
1. Renin-Freisetzung:
o Die Niere (speziell juxtaglomeruläre Zellen) erkennt niedrigen Blutdruck oder wenig
Natrium und schü et Renin aus.
2. Angiotensinogen → Angiotensin I:
o Fördert die Freisetzung von ADH (an diure sches Hormon) aus der Hypophyse →
mehr Wasserrückresorp on in der Niere
2. Somatostatin
◆ Wirkung:
• Hemmt Wachstumshormon (GH) aus der Hypophyse → wirkt als Gegenspieler zum GHRH
◆ Bedeutung:
• Spielt eine Rolle bei der Regulation des Blutzuckerspiegels und der Verdauung
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⬛ Niere – Au au und Funktion
• Filtra on: Blut wird ge ltert, Abfallsto e und überschüssiges Wasser werden entfernt
• Rückresorp on: Nützliche Sto e (Wasser, Glukose, Ionen) werden zurück ins Blut
aufgenommen
2. Au au der Niere
• 3 Hauptbereiche:
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Bereich Beschreibung
Nierenrinde (Cortex) Äußerer Bereich, hier liegen die Nierenkörperchen (Glomeruli)
3. Funktionseinheit: Nephron
• Besteht aus:
Struktur Funktion
Glomerulus Kapillarschlingen, Blu iltra on beginnt
Schritt Beschreibung
Im Glomerulus wird Blutplasma in Bowman-Kapsel ge ltert (Wasser, kleine
Filtration Moleküle)
5. Wich ge Regulationsmechanismen
• Natriure sche Pep de (z.B. ANP): Fördern Natrium- und Wasserausscheidung, senken
Blutdruck
6. Besonderheiten
• Glomeruläre Filtra onsrate (GFR): Ca. 120 ml/min – Menge des ge lterten Blutes pro
Minute
• Konzentra onsfähigkeit: Durch Henle-Schleife und ADH kann die Niere Urin bis zum 4-
fachen des Blutplasmas konzentrieren
7. Sto e im Urin
◆ Anatomie s Lage
• Größtes inneres Organ, liegt rechts oben im Bauch unter dem Zwerchfell
• Besteht aus zwei Hauptlappen (rechter C linker Lappen)(eigentlich 4 schwanz und quadrat)
• Versorgt über Leberarterie mit sauersto reichem Blut, und über die Pfortader mit
nährsto reichem Blut aus dem Darm
Funktion Beschreibung
Kohlenhydrate (Speicherung als Glykogen), Fe e, Proteine (Bildung von
Stoffwechsel Plasmaproteinen)
◆ Galle
• Galle wird in Gallenblase gespeichert und bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben
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2. Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
◆ Anatomie s Lage
o Amylase (Kohlenhydrate)
o Lipase (Fette)
Funktion Wirkung
Insulin Fördert Aufnahme von Glukose in Zellen, senkt Blutzucker
• Das Lymphsystem ist ein offenes Gefäßsystem, das im Gewebe beginnt, also kein
komple er geschlossener Kreislauf wie das Blutgefäßsystem.
• Ca. 2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag werden über das Lymphsystem zurück ins Blut geführt, um
Ödeme zu verhindern.
• Lymphkapillaren: beginnen blind im Gewebe mit sehr dünnen Wänden, die auch größere
Par kel (Zellen, Proteine) aufnehmen können.
• Wände bestehen aus Endothel, das locker verbunden ist, sodass Flüssigkeit leicht eintreten
kann.
• Lymphgefäße höherer Ordnung: haben Wände aus Endothel, gla er Muskulatur und
Bindegewebe; sie besitzen Klappen, die den Rück uss der Lymphe verhindern (ähnlich
Venenklappen).
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3. Der Lymph uss – o ener Kreislauf
• Beginnt im Zisterne chyli (Lymphsack in Höhe L1-L2), der Lymphe aus den unteren
Extremitäten, Becken, Bauchorganen sammelt
• Verläu durch den Thorax nach oben und mündet in den linken Venenwinkel (Übergang
zwischen linker Schlüsselbeinvene und linker Drosselvene)
• Nicht eingeschlossen ist der rechte Arm, rechter Kopf und rechte Brustseite! Diese Lymphe
ießt über den Ductus lympha cus dexter (rechter Lymphgang) in den rechten
Venenwinkel.
o Rechtem Arm
o Rechter Brustkorbseite
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• Mündet in den rechten Venenwinkel
6. Lymphknoten
• An wich gen Stellen (z. B. Hals, Achsel, Leiste) liegen Lymphknoten, die die Lymphe filtern
• Die Lymphgefäße der Haut und der inneren Organe haben unterschiedliche Verläufe und
Feinheiten
Flüssigkeitsmenge Ca. 5-6 Liter Blut im Kreislauf Ca. 2-3 Liter Lymphe pro Tag
Thymus
Achsel-
Iymph-
knoten
Ductus
thoracicus Milz
Cisterna chyli
Darm-
lymphknoten Lymphbahnen
Lymphfollil‹el
im Ileum
Appendix
(Peyer-Plaques)
vermiformis
Leisten-
Knochen- lymphknoten
mark
zuführende
periphere
Lymphgefäße
6 Schünke M, Schulte E, Schumacher U. Prometheus LerriAtlas der Anatomie. Illustra onen von M. Voll und K. Wesker. Stu gart: Thieme; 2018
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Immunzellen im Blut
Eosinophile
Granulozyten Myeloisch Bekämpfung von Parasiten, allergische Reaktionen
Basophile
Granulozyten Myeloisch Freisetzung von Histamin, Beteiligung an Allergien
Lymphatisch
T-Zellen (Thymusreifun Zellvermittelte Immunantwort
g)
Natürliche Killerzellen Erkennung und Abtötung virusinfizierter und
(NK-Zellen) Lymphatisch tumoröser Zellen
a) Neutrophile Granulozyten
b) Monozyten s Makrophagen
• Präsen eren An gene via MHC II an CD4+ T-Helferzellen (adap ves Immunsystem
aktivieren)
d) B-Zellen
• Reifung im Knochenmark
e) T-Zellen
• Wich ge Untergruppen:
o CD8+ T-Killerzellen: Erkennen virale oder tumoröse Zellen auf MHC I, töten diese
direkt ab
• MHC I: Auf fast allen kernhal gen Körperzellen, präsen ert intrazelluläre Pep de (z.B. von
Viren), Erkennung durch CD8+ T-Zellen
• MHC II: Nur auf professionellen an genpräsen erenden Zellen (dendri sche Zellen,
Makrophagen, B-Zellen), präsen ert extrazelluläre Pep de, Erkennung durch CD4+ T-
Helferzellen
o CD4: T-Helferzellen
o CD8: T-Killerzellen
• Können bei Bedarf auch Pep de auf MHC I präsen eren (cross-presenta on) → Aktivierung
von CD8+ T-Zellen
• Erkennen Zellen mit fehlendem oder veränderten MHC I (z.B. virusin zierte Zellen oder
Tumorzellen)
• Töten diese Zellen direkt durch Freisetzung von Perforinen und Granzymen (zytotoxischer
Effekt)
• Diese vier Ke en sind durch Disul dbrücken verbunden → Form einer Y-förmigen Struktur
2. Au au im Detail
a) Leichte Ketten
o κ-Ketten (kappa)
o λ-Ke en (lambda)
o Konstanter Bereich (CL): Gleicher für alle Antikörper desselben leichten Kettentyps
b) Schwere Ketten
• Verschiedene Typen, die die Klasse des An körpers bes mmen (IgG, IgA, IgM, IgE, IgD)
o Konstanter Bereich (CH1, CH2, CH3 ...): Bes mmt Funk on und Klasse des
Antikörpers
3. Variabilität – V(D)J-Rekombination
• Die Variable Region (VH und VL) entsteht durch soma sche Rekombina on von
Genabschnitten:
o V = variable Gene
• An körper binden hochselek v und spezi sch an An gene über die Variable Regionen
• Die Bindungsstelle ist eine Taschen- oder Scherenähnliche Struktur aus variablen
Aminosäuren
• Die Bindung erfolgt über nicht-kovalente Krä e: Wassersto rücken, elektrosta sche
Krä e, Van-der-Waals-Krä e
o Die Art der Immunantwort (z.B. Plasmazelle sezerniert IgG zur langfris gen
Immunität)
7. An gen-An körper-Komplex
• Die Komplexe sind o ähnlich in Größe und Form(ALTFRAGE), weil An gene spezi sch
durch das variable Ende gebunden werden
• Dies sorgt für präzise Immunerkennung und Auslösung von Folgeprozessen wie
Opsonierung, Neutralisa on oder Komplementak vierung
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Weibliches Geschlechtssystem – Au au und Funktion
1. Eierstöcke (Ovarien)
• Funktion:
• Follikelentwicklung:
o Ein Follikel rei pro Zyklus zur Freisetzung einer Eizelle (Eisprung)
2. Eileiter (Tuben)
3. Gebärmu er (Uterus)
• Aufbau:
• Zyklusabhängige Veränderungen:
o Während des Zyklus wird das Endometrium aufgebaut (Proliferation) und bei
Ausbleiben der Schwangerscha abgestoßen (Menstrua on)
4. Scheide (Vagina)
• Funktion:
• Hypothalamus: Gibt das Hormon GnRH ab, das die Hypophyse steuert
• Hypophyse: Gibt FSH und LH ab, die Eierstock und Zyklus steuern
• Eierstock: Produziert Östrogen und Progesteron, die den Zyklus und das Endometrium
regulieren
ca.
Ovulation Tag Eisprung (Freisetzung der Eizelle) LH-Peak
14
Lutealphase Tag Vorbereitung der Schleimhaut für
(Sekretionsphase) 15– Einnistung Progesteron, Östrogen
28
Ursache
Ablauf
4. Beginn der Regenera on → Basalschicht bleibt erhalten und bildet neue Schleimhaut
Physiologie
• Ter ärfollikel (auch Graaf follikel genannt) platzt, Eizelle wird freigesetzt
1. Hoden (Testes)
• Funktion:
• Spermatogenese:
2. Nebenhoden (Epididymis)
• Funktion:
• Verlauf:
• Funktion:
• Funktion:
o Produk on eines leicht sauren Sekrets, das Enzyme, Zink und andere Substanzen
enthält
o Dieses Sekret macht ca. 20-30% des Ejakulats aus und ak viert die Spermien
• Funktion:
7. Penis
• Aufbau:
8. Hormonelle Steuerung
• Schutzfunktion: Schützt innere Organe (z. B. Schädel schützt Gehirn, Brustkorb schützt Herz und
Lunge)
2. Knochenarten
o Verstärken Sehnenkräfte
3. Au au eines Knochens
Makroskopisch
Schichten
• Knochenzellen:
• Matrix: besteht aus Kollagenfasern (für Fes gkeit) und mineralischen Salzen (vor allem
Hydroxylapa t) für Härte
5. Gelenke (Artikulationen)
2 Achsen (Flexion/Extension +
Sattelgelenk Abduktion/Adduktion) Daumengrundgelenk
2 Achsen (Flexion/Extension +
Eigelenk Abduktion/Adduktion) Handgelenk
3 Achsen (Flexion/Extension,
Kugelgelenk Abduktion/Adduktion, Rotation) Schulter-, Hüftgelenk
Gelenkachsen – Bewegungsrichtungen
• Beispiel: Drehung des Kopfes oder Innen- und Außenrota on des Oberschenkels
Kurzer Abstecher:
Besonderheiten:
• Eizelle stellt viel Zytoplasma und Nährsto e bereit (für frühe Embryonalentwicklung)
• Beginn der Oogenese bereits pränatal, aber Fer gstellung erst bei Befruchtung
Ablauf:
Primäre
Spermatocyten Eintri in erste meio sche Teilung (Prophase I) diploid (2n)
haploid (n), 1
Spermatiden Nach zweiter meio scher Teilung Chromatid
Besonderheiten:
• Symmetrische Zellteilung: Viele kleine bewegliche Spermien mit sehr wenig Zytoplasma
Befruchtung
Ende (Zyklusabhängig) Dauerha (ab Pubertät)
◆ 1. Blo ng-Techniken
◆ 2. FISH – Fluoreszenz-In-situ-Hybridisierung
◆ 3. PCR – Polymerase-Kettenreaktion
1. Denaturierung
◆ Varianten:
Prinzip:
Merksatz:
„Sanger stoppt mit ddNTPs die Synthese und liest Base für Base.“
◆ 6. Microarray (DNA-Chip)
Prinzip:
Merksatz:
„CRISPR = Genschere mit GPS.“
"Südliche Nordwinde essen Fisch, pressen Chips, schneiden sauber, schneiden neu und checken
alles."
• Southern → DNA
• Northern → RNA
• Western → Protein
• Eastern → Modifikationen
• FISH → Chromosomen
• PCR → Vervielfältigung
• CRISPR → Schneiden
• Sanger → Sequenzieren
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• NGS → Massensequenzierung