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Das Dokument enthält Lösungen zu Aufgaben der 65. Mathematik-Olympiade, die verschiedene mathematische Konzepte und Konstruktionen behandeln. Die Lösungen umfassen Fallunterscheidungen, geometrische Konstruktionen und die Analyse von Bedingungen für die Existenz bestimmter Punkte. Es werden spezifische Schritte zur Lösung der Aufgaben beschrieben, einschließlich der Verwendung von Gleichungen und geometrischen Prinzipien.

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Das Dokument enthält Lösungen zu Aufgaben der 65. Mathematik-Olympiade, die verschiedene mathematische Konzepte und Konstruktionen behandeln. Die Lösungen umfassen Fallunterscheidungen, geometrische Konstruktionen und die Analyse von Bedingungen für die Existenz bestimmter Punkte. Es werden spezifische Schritte zur Lösung der Aufgaben beschrieben, einschließlich der Verwendung von Gleichungen und geometrischen Prinzipien.

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65.

Mathematik-Olympiade
pia dek
m 3. Runde (Landesrunde)
10 la
Oly

sse
Lösungen – 1. Tag
© 2025 Aufgabenausschuss für die Mathematik-Olympiade in Deutschland
[Link]. Alle Rechte vorbehalten.

651031 Lösung 6 Punkte


Die Ausgangsgleichung wird äquivalent umgeformt zu
Q(n) = (n − 20)2 + 2 . (1)

Es wird eine Fallunterscheidung bezüglich der Anzahl der Stellen von n durchgeführt.
Fall 1: n ist einstellig. Dann kann man abschätzen, dass 10 > Q(n) = (n − 20)2 +2 ≥ 112 +2 =
123. Widerspruch. In diesem Fall gibt es keine Lösung.
Fall 2: n ist zweistellig, also n = 10a + b mit den Ziffern a und b.
Für a = 1 erhalten wir aus (1) b + 1 = (10 + b − 20)2 + 2 =√(b − 10)2 + 2 und weiter
b2 − 21b + 101 = 0. Diese Gleichung hat mit b = 10,5 ± 9,25 keine ganzzahligen
Lösungen.
Für a = 2 ergibt sich aus (1) 2 + b = b2 + 2, also b = b2 , also b ∈ {0, 1}.
Für a ≥ 3 folgt aus (1), dass 18 ≥ a + b = (n − 20)2 + 2 ≥ 102 + 2 = 102 gelten muss.
Dieser Widerspruch zeigt, dass es in diesem Fall keine weiteren Lösungen gibt.
Fall 3: n ist mindestens dreistellig.
Offensichtlich gilt dann n − 20 ≥ 80, und wegen n
2
> 20 gilt n − 20 > n2 , durch Multipli-
kation folgt also (n − 20)2 > 80 · n2 = 40n.
Offensichtlich ist n > Q(n), insgesamt gilt also (n − 20)2 > 40n > n > Q(n). Dies zeigt,
dass es in diesem Fall keine weiteren Lösungen von (1) gibt.
Damit sind n = 20 und n = 21 die einzigen Lösungskandidaten. Die Proben 40 · 20 + 2 =
802 = 202 + 402 und 40 · 21 + 3 = 843 = 212 + 402 zeigen, dass sie tatsächlich Lösungen sind.
Lösungsvariante: Da für alle natürlichen Zahlen n die Ungleichung Q(n) ≤ n gilt, muss
wegen 40n + Q(n) = n √ + 402 auch 40n + n√≥ n + 402 gelten, was auf 0 ≥ n − 41n + 402
2 2 2

und damit auf 20,5 − 18,25 ≤ n ≤ 20,5 + 18,25 führt. Das schränkt die Lösungssuche auf
n ∈ {17, 18, . . . , 24} ein. Das Einsetzen dieser verbleibenden Möglichkeiten zeigt die beiden
Lösungen n = 20 und n = 21 und schließt die übrigen Werte aus.

15
651032 Lösung 7 Punkte
c
c C
o o
g
A B
F F
M O m M O m

k k g
B A
C

L 651032 a
Erste Lösung: Wir gehen in drei Schritten vor: Erst entwickeln wir aus den gegebenen
Beziehungen als hinreichende Bedingung eine Konstruktion, die sämtliche Möglichkeiten für
die gesuchten Punkte A, B und C liefert, sofern solche Punkte überhaupt existieren. Dann
zeigen wir, dass, soweit die Konstruktion gelingt, alle so konstruierten Punkte A, B und C
tatsächlich die gegebenen Bedingungen erfüllen, also keine Scheinlösungen entstanden sind.
Um herauszufinden, wann die gesuchten Punkte A, B und C existieren, müssen wir dann im
dritten Schritt noch diskutieren, wann diese Konstruktion gelingt.
Schritt 1: Wegen (3) liegt O auf der Mittelsenkrechten m zu AB , die wegen (1) auch durch
M verläuft. Wir konstruieren m also als Gerade durch O und M und die Gerade c = AB als
Senkrechte zu m in M .
Wegen (2) liegt F auf dem Thaleskreis k über der Strecke AB , dessen Mittelpunkt wegen (1)
M ist. Wir konstruieren k daher als Kreis um M durch F .
Damit sind A und B die beiden verschiedenen Schnittpunkte von k mit c. Bei der Bezeichnung
dieser beiden Schnittpunkte mit A und B haben wir zwei Wahlmöglichkeiten. Die Konstruktion
ist genau dann ausführbar, wenn eine der beiden Möglichkeiten zum Ziel führt.
Wegen (2) muss die Gerade g durch B und C auch F enthalten. Wäre F = A, dann wäre
g = c und diese Gerade müsste wegen (3) drei verschiedene Punkte A, B und C mit gleichem
Abstand zu O enthalten, was unmöglich ist, da ein Kreis höchstens zwei Punkte mit einer
Gerade gemein hat.
Daher treffen wir unsere Wahl bei der Bezeichnung der Punkte A und B stets so, dass F ̸= A
gilt.
Für F ̸= B konstruieren wir g als Gerade durch B und F . Für F = B konstruieren wir g als
Senkrechte zur Geraden AF (= AB ) durch B .
Schließlich konstruieren wir den Kreis o als Kreis um O durch B . Wegen (3) muss C der
von B verschiedene Schnittpunkt von o mit g sein und wird, falls dieser Punkt existiert, so
konstruiert.
Schritt 2: Falls die Konstruktion gelingt, so sind A und B die verschiedenen Schnittpunkte
des Kreises k mit der Geraden c, C ist der von B verschiedene Schnittpunkt des Kreises o mit
der Geraden g. Wäre C = A, so würden g und c zusammenfallen und es wäre A = F , was

26
wir aber konstruktiv vermieden hatten. Die Punkte A, B und C sind somit bei erfolgreicher
Konstruktion paarweise verschieden.
Da AB ein Durchmesser des Kreises k mit Mittelpunkt M ist, ist (1) erfüllt.
Da O auf der Mittelsenkrechten m zu AB liegt, geht o nicht nur durch B und C , sondern
auch durch A, womit auch (3) erfüllt ist.
Auch ist (2) erfüllt, weil für F ̸= B der Punkt F Schnittpunkt des Thaleskreises k zu AB mit
der Geraden g durch B und C ist, während im Falle F = B die Gerade g durch B und C
senkrecht zu AF steht.

c c
A B

C
M O m M O m
F F

B g A
g
L 651032 b
Schritt 3: Da M und O verschiedene Punkte sind, lassen sich m und damit auch c eindeutig
konstruieren. Da M und F verschiedene Punkte sind, gelingt ebenfalls stets die Konstruktion
von k als Kreis mit positivem Radius. Die Gerade c geht durch den Mittelpunkt M von k,
womit sich immer zwei verschiedene Punkte A und B als Schnittpunkte von k mit c erge-
ben. Auch kann man A immer so wählen, dass F ̸= A gilt. Häufig gibt es dafür sogar zwei
Wahlmöglichkeiten, wie in Abbildung L 651032 a gezeigt.
Die Konstruktionen von g und o sind ebenfalls eindeutig ausführbar. Insbesondere hat der
Kreis o einen positiven Radius, da die verschiedenen Punkte A und B auf o liegen.
Es kann C ̸= B genau dann nicht gewählt werden, wenn g die Tangente an o in B ist, siehe
die linke Seite der Abbildung L 651032 b. Anderenfalls ist auch C ̸= A, da sonst C = F = A
wäre.
Die Gerade g tangiert o in B genau dann, wenn der Berührungsradius OB senkrecht auf g
steht. Wäre dabei F = B , dann wäre g die Senkrechte auf AB , OB fiele mit c zusammen und
es wäre M = O im Widerspruch zu den Voraussetzungen.
Für A ̸= F ̸= B ist die Konstruktion nur dann nicht ausführbar, wenn der Berührungsradius
OB senkrecht auf BF steht. In diesem Fall können wir die Rolle von A und B vertauschen,
siehe die rechte Seite von Abbildung L 651032 b.
Wir untersuchen nun, wann auch diese zweite Variante nicht ausführbar ist. Das ist genau
dann der Fall, wenn auch der Berührungsradius OA senkrecht auf AF steht, siehe Abbildung
L 651032 c. Aus Symmetriegründen liegt dann aber F auf k und m und FO ist nach der
Umkehrung des Thalessatzes ein Durchmesser des Kreises k. Die Konstruktion ist also genau
dann in beiden Auswahlen von A und B nicht ausführbar, wenn O auch auf k liegt und damit
AFBO ein Quadrat ist. Dies ist genau dann der Fall, wenn M der Mittelpunkt von FO ist.

37
A

M O
F

L 651032 c
Ist umgekehrt M der Mittelpunkt der Strecke FO, so liefert die im ersten Schritt beschriebene
Konstruktion in der Tat die beiden fehlenden Ecken A und B des Quadrates mit Diagonale
FO, womit OB senkrecht auf BF und OA senkrecht auf AF steht, was ultimativ zum Scheitern
der Konstruktion führt.
Ein Tripel (A, B , C ) von Punkten mit den geforderten Eigenschaften existieren also genau
dann, wenn M nicht der Mittelpunkt der Strecke FO ist. Es lässt sich mit der oben angegebenen
Vorschrift konstruieren.

Zweite Lösung: Derartige Punkte A, B und C existieren genau dann, wenn M nicht der
Mittelpunkt der Strecke FO ist. Zum Beweis zeigen wir zunächst die Notwendigkeit dieser
Bedingung, also:
Wenn die Punkte A, B und C wie gefordert existieren, dann ist M nicht der
Mittelpunkt von FO.
Nach (2) liegt F auf dem Thaleskreis k über dem Durchmesser AB . Nach (1) ist M der
Mittelpunkt von k und OM steht senkrecht auf AB . Wäre M der Mittelpunkt von FO, so
läge O ebenfalls auf k und das Viereck AFBO wäre ein Quadrat. Da AF senkrecht auf BC
steht, muss auch BO senkrecht auf BC stehen. Weil B ̸= C gilt, folgt hieraus |CO | > |BO |,
ein Widerspruch.
Nun zeigen wir, dass diese Bedingung auch hinreichend ist, also:
Wenn M nicht der Mittelpunkt von FO ist, dann existieren die Punkte A, B und
C wie gewünscht.
Wir geben dabei direkt auch eine Vorschrift an, mit der ein Tripel (A, B , C ) von Punkten mit
den geforderten Eigenschaften konstruiert werden kann.
Wir beginnen mit der Geraden m durch O und M und der Senkrechten c auf m durch M . Da
O und M verschieden sind, sind beide eindeutig bestimmt. Danach konstruieren wir den Kreis
k mit Mittelpunkt M , der durch F verläuft. Da die Gerade c durch den Mittelpunkt von k
verläuft, schneidet c den Kreis in zwei verschiedenen Punkten X und Y . Die Gerade MO ist
nach Konstruktion die Mittelsenkrechte der Strecke XY , also hat O von X und Y denselben
Abstand. Wir konstruieren nun den durch X und Y verlaufenden Kreis o mit Mittelpunkt O.

48
Wir behaupten:
Man kann die Punkte X und Y derart mit A und B bezeichnen, dass A ̸= F gilt und
die Gerade AF nicht parallel zu BO ist. (4)
Falls nämlich einer der Punkte X und Y mit F zusammenfällt, sagen wir Y = F , dann wählen
wir A = X und B = Y . Dann ist AF = XY = c, und wegen O ̸= M liegt O außerhalb dieser
Geraden. Somit ist BO = YO nicht parallel zu AF .
Wenn F mit keinem der beiden Punkte X und Y zusammenfällt und die in (4) behauptete Art
der Bezeichnung nicht möglich wäre, dann wäre XF parallel zu YO und YF parallel zu XO,
also wäre das Viereck XFYO ein Parallelogramm und daher M der Mittelpunkt der Strecke
FO. Durch diesen Widerspruch ist (4) bewiesen.
Wir bezeichnen nun die Punkte X und Y wie in (4) beschrieben mit A und B . Dann ist A ̸= F
und entweder B = F oder B ̸= F . Für B = F bezeichnen wir die Senkrechte zu c in B mit g,
ansonsten die Gerade BF .
Die Geraden AF und g stehen nach (2) bzw. Konstruktion senkrecht aufeinander. Da AF
nicht parallel zu BO ist, steht BO nicht senkrecht auf g. Die Gerade g ist also keine Tangente
an den Kreis o und schneidet diesen folglich in einem von B verschiedenen Punkt C . Dieser
Punkt C ist auch von A verschieden, denn wäre C = A, so würden die Geraden g und c
zusammenfallen und A = F folgen.
Damit sind die Punkte A, B und C konstruiert. Alle drei liegen auf o und haben deshalb von O
den gleichen Abstand, erfüllen also (3). Nach Konstruktion ist M der Mittelpunkt der Strecke
XY = AB , womit (1) erfüllt ist. Zudem liegt F auf dem Thaleskreis k mit dem Durchmesser
AB , woraus sich (2) ergibt.

651033 Lösung 7 Punkte


Wir führen zunächst einige Bezeichnungen ein. Es bezeichne M den Mittelpunkt des Kreises.
Die Ameisen seien mit A1 , . . . , An so bezeichnet, dass sie sich zu Beginn im Gegenuhrzeigersinn
in dieser Reihenfolge auf der Kreislinie befinden, also Ameise Ak (k = 1, . . . , n) zwischen den
Ameisen Ak−1 und Ak+1 , wobei der Index modulo n genommen werde. Die Punkte auf der
Kreislinie identifizieren wir mit reellen Zahlen 0 ≤ x < 1 wie folgt: Die reelle Zahl 0 entspricht
dem Punkt O, auf dem sich Ameise A1 zu Beginn befindet. Weiter entspricht allgemein die
reelle Zahl 0 ≤ x < 1 dem Punkt P auf der Kreislinie, für den | OMP | = x · 360◦ gilt.
Die Startpunkte der Ameisen A1 , . . . , An seien x1 , . . . , xn , wobei wegen der vereinbarten Rei-
henfolge der Ameisen 0 = x1 < x2 < . . . < xn < 1 angenommen werden kann.

Teil a) Für diesen Aufgabenteil haben wir x1 = 0, x2 = 13 , x3 = 23 . In der folgenden Tabelle


sind die Positionen der Ameisen zu verschiedenen Zeitpunkten t (in Bruchteilen einer Minute)
angegeben. In den Spalten 2 bis 4 sind die Positionen xi (t) der Ameisen Ai (i = 1, 2, 3) zum
jeweiligen Zeitpunkt angegeben. Das Zeichen − (im Uhrzeigersinn) bzw. + (entgegen dem
Uhrzeigersinn) gibt die Richtung an, in welche sich die jeweilige Ameise – ggf. nach dem Zu-
sammentreffen mit einer anderen Ameise – bewegt. Die Zeitpunkte sind so gewählt, dass jedes
Zusammentreffen von zwei Ameisen in der ersten Minute erfasst wird. Zwischendurch bewegen
sich die Ameisen gleichförmig längs der Kreislinie in der jeweils angegebenen Richtung.

59
t A1 A2 A3 Anmerkung
0 0− 13 + 23 − Beginn
1
6
5
6
− 36 − 36 + Treffen A2 , A3
2
6
4
6
+ 62 − 46 − Treffen A1 , A3
4
6
0− 0+ 26 − Treffen A1 , A2
5
6
5
6
− 16 − 16 + Treffen A2 , A3
1 4
6
− 0− 26 + Stellung nach 1 Minute
Wir sehen, dass sich nach einer Minute die drei Ameisen A1 , A2 , A3 in dieser Reihenfolge in
den Eckpunkten C , A, B des gleichseitigen Dreiecks befinden.
Teil b) Zu keinem Zeitpunkt treffen drei oder mehr der Ameisen am selben Punkt zusammen.
Falls doch, so betrachte den frühesten Zeitpunkt eines solchen Zusammentreffens. Bei drei
oder mehr Ameisen müssen sich zwei Ameisen aus derselben Richtung auf diesen Treffpunkt
zubewegt haben. Es gibt dann aber entweder für diese zwei Ameisen ein Treffen mit einer
weiteren Ameise zu einem früheren Zeitpunkt oder die zwei Ameisen starten vom selben Punkt.
Es folgt somit jeweils ein Widerspruch!
Für jede Ameise Ai führen wir eine Marke Mi = (i, −) bzw. Mi = (i, +) ein, wobei i die
Nummer der Ameise ist und − bzw. + festhält, ob sich die Ameise zu Beginn im Uhrzeigersinn
(−) oder entgegen dem Uhrzeigersinn (+) bewegt. Die Marke Mi (i = 1, . . . , n) werde zu Beginn
von der Ameise Ai mitgetragen. Außerdem bestimmen wir, dass beim Aufeinandertreffen von
zwei Ameisen zusammen mit dem Richtungswechsel auch die Marken getauscht werden.
Zu Beginn zeigt die Marke, welche die Ameise gerade trägt, an, in welche Richtung sich die
Ameise bewegt. Diese Eigenschaft bleibt beim Richtungswechsel während eines Zusammen-
treffens erhalten, wie ein Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: Nehmen wir an, dass Ai sich im
Uhrzeigersinn bewegt, die Marke Ma = (a, −) trägt und mit einer Ameise Aj zusammentrifft,
die sich entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt und die Marke Mb = (b, +) trägt. Nach dem
Richtungswechsel bewegt sich Ai mit der Marke Mb = (b, +) entgegen dem Uhrzeigersinn und
Aj mit der Marke Ma = (a, −) im Uhrzeigersinn.
Bei solchen Richtungswechseln wechselt eine Marke zwar die Trägerameise, aber nicht die
Richtung. Da sich jede Marke wie die sie tragende Ameise mit der Geschwindigkeit von einer
Umrundung pro Minute bewegt, landet die Marke Mi (i = 1, . . . , n) (zusammen mit der sie
gerade tragenden Ameise) nach einer Minute wieder an der Stelle xi . Damit befinden sich auch
die Ameisen nach einer Minute wieder an den Stellen x1 , . . . , xn , allerdings nicht unbedingt an
den Stellen, von denen aus sie gestartet sind.
Befindet sich die Ameise Ak+1 nach einer Minute an der Stelle x1 = 0, so befindet sich die
Ameise Ak+i an der Stelle xi , da aus den Bewegungsregeln folgt, dass die anfängliche Zwi-
schenrelation für die Ameisen über die gesamte Zeit erhalten bleibt, sich die Ameisen also
zu jedem Zeitpunkt in derselben Reihenfolge auf der Kreislinie befinden wie zu Beginn. Nach
einer Minute befinden sich die Ameisen also in der Reihenfolge Ak+1 , Ak+2 , . . . , An , A1 , . . . , Ak
mit den Marken M1 , . . . , Mn auf den Plätzen x1 , . . . , xn . Nach zwei Minuten befinden sich auf
den Plätzen x1 , . . . , xn die Ameisen A2k+1 , A2k+2 , . . . , A2k und nach n Minuten die Ameisen
Ank+1 , Ank+2 , . . . , Ank , wobei wie vereinbart die Indizes modulo n zu betrachten sind. Damit
ergibt sich nach n Minuten aber die Reihenfolge A1 , . . . , An , alle Ameisen befinden sich also
wieder auf ihren Startplätzen, wie behauptet.

10
6
Punktverteilungsvorschläge
Die nachstehenden Angaben zur Punktverteilung sowohl für die gesamten Aufgaben als auch
für die Teillösungen sind Empfehlungen für die Ausrichter des Wettbewerbs und sollen einer
einheitlichen Bewertung dienen. Dies vereinfacht für die Schülerinnen und Schüler ein Nach-
vollziehen der Bewertung und ermöglicht für die Organisatoren Vergleiche zum Zweck der
Entscheidung über die Teilnahme an der nächsten Runde.
Bei der Vielfalt der Lösungsvarianten ist es nicht möglich, Vorgaben für jede Variante zu
machen; das Korrekturteam möge aus den Vorschlägen ableiten, welche Vergabe dem in der
Schülerlösung gewählten Ansatz angemessen ist. Dabei können auch Lösungsansätze, die an-
gesichts der Aufgabenstellung sinnvoll erscheinen, aber noch nicht erkennen lassen, ob sie
wirklich zu einer Lösung führen, einige Punkte erhalten.
Abweichungen von den Vorschlägen müssen von den Ausrichtern des Wettbewerbs ausrei-
chend bekannt gemacht werden. Es wird aber empfohlen, zumindest den prozentualen Anteil
der Punkte für Teillösungen beizubehalten.

Aufgabe 651031 Insgesamt: 6 Punkte


Lösungen und Probe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Punkte
Begründeter Ausschluss aller Werte n < 20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Punkte
Begründeter Ausschluss aller Werte n > 22 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Punkte

Aufgabe 651032 Insgesamt: 7 Punkte


Angabe einer geeigneten Konstruktion von A, B , C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Punkte
Nachweis, dass dabei die Anforderungen erfüllt sind. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Punkte
Angabe und Diskussion einer geeigneten Bedingung für M , F , O. . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Punkte

Aufgabe 651033 Insgesamt: 7 Punkte


Teil a) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Punkte
Teil b) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Punkte

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