FREMDSPRACHENHOCHSCHULE - NATIONALUNIVERSITÄT HANOI
PORTFOLIO
Seminar: Linguistik 1
Bachelorstudiengang: Germantistik
Morphem-, Wortart-
und Syntaxanalysen
vorgelegt von:
Matrikelnummer:
Dozentin:
Semester:
Abgabetermin:
1
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Tätigkeitsbeschreibung 4
3. Analysen 5
3.1 UK- und Morphemanalysen bzw. Wortartanalysen 5
3.1.1 Morphem analysieren 5
3.1.2 Wortart bestimmen 11
3.1.3 Die grammatischen Kategorien der Verben, Verbklassen und die 11
grammatischen Kategorien der Substantive bestimmen
3.2. Satzglieds- bzw. Satzanalysen 13
3.2.1 Satzarten im Text und die signifikanten Kriterien von ihr 13
3.2.2 Einfache Sätze und komplexe Sätze. Satzreihe, Satzgefüge und 14
Satzperiode
3.2.3 Hauptsatz, Nebensatz im Satzgefüge und die Kriterien des Trennens 15
3.2.4 Vollständige Satzanalyse 16
4. Selbstreflexion und Selbstevaluation 23
Bewetungsraster 24
5. Literatuaverzeichnis 27
6. Abkürzungen 28
2
1. Einleitung
Morphologie und Syntax gehören zu den Schwerpunks des Lerngebiets Linguistik 1, das
alle Studenten der Germantistik in der Fremdsprachenhochschule - Nationaluniversität
studiert werden. Ich bin auch Student der Germantistik. Nachdem ich dieses Lerngebiet
studiert hatte, möchte ich gern ein Portfolio über sie selbst schaffen. Das ist auch meine
Aufgabe beim Lerngebiet Linguistik 1.
Die Hauptinhalte des Portfolios sind Analysen; es besteht aus Morphem-, Wortart- und
Syntaxanalyse.
- Morphemanalyse: Morphem der Wörter (Substantiv, Verben und Adjektive)
segmentieren und klassifizieren.
- Wortartanalyse: Wortart der Wörter im Satz und die grammatischen Kategorien der
Verben und Substantive bestimmen.
- Syntaxanalyse: Satzglied und Satz analysieren.
Außerdem besteht dieses Portfolio aus Einleitung, Tätigkeitsbeschreibung, Selbst-
reflexion und Selbstevaluation.
Das Ziel der Forschung: Das Ziel des Schaffens Portfolio ist die Morphem, die Wortart,
den Satz und das Satzglied, ihre grammatischen Kategorien und Funktion ebenfalls ihre
Analyse gründlicher kennenzulernen.
Bedeutung der Forschung: Durch das Schaffen des Portfolios kann ich die gelernte
Kenntnisse festhalten. Das heißt, wenn ich einem beliebigen Wort oder Satz begegne,
kann ich seine Funktion verstehen gleichzeitig ihn sofort segmentieren und klassifizieren.
Das hilft mir serh viel in meinem Studium. Besonders kann ich durch das Schaffen
Portfolio die Forschung auf deutsch in der Linguistik kennenlernen. Deshalb hat das erste
Portfolio eine wichtige Bedeutung für mich.
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2. Tätigkeitsbeschreibung
Um dieses Portfolio zu schaffen, muss ich zuerst die Morphologie- und Syntaxtheorie
gründlich studieren, besonders die Inhalte: Morphem-, Wortart- und Satzanalyse,
gleichzeitig muss ich die Forderung der Portfolio festhalten.
Dannach wähle zwei Kurztext aus, in den die geeigneten Wörter und Sätze für die
Analyse vorkommen. Zum Beispiel:
Um die Morphem und Wortart zu analysieren suche ich den Text 1 (9 Sätze) aus, der
viele Wortart, lange und schwere Wörter besitzt, vor allem Substantive. Diese Wörter
werden normalerweise aus vielen Morphem gebildet. Deshalb sind die Analyse
interessanter und gar nicht eintönig.
Um das Satzglied und der Satz zu analysieren wähle den Text 2 (10 Sätze) aus. In diesem
Text gibt es nicht nur einfache Sätze sondern auch komplexe Sätze, sowohl Satzgefüge
als auch Satzperiode und Satzreihe, und vielfältige Satzglieder. Natürlich begegnet die
Analyse vielen Schwierigkeiten mit schweren Wörtern und Sätzen; trodzdem glaube ich,
dass diese Auswahl serh notwendig ist, um meine Fachkompetenz zu verbessern.
Analyseverfahren: Bei der Morphemanalyse benutze ich das Verfahren morphologische
IC-Analyse. Bei der Wortart, dem Satzglied und Satz analysiere ich sie nach ihre
grammatische Kategorien und Funktion.
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3. Analysen
3.1 UK- und Morphemanalysen bzw. Wortartanalysen
In diesem Teil benutze ich folgenden Text zu analysieren.
Der Text 1:
(1-1) Die Fremspache besitzt andere phonetische Eigenschaften als bisher erworbene
Sprachen. (1-2) Fremdspachensprecher fallen daher oft in der phonetischen Dimension
auf: (1-3) ihre Aussprache klingt ,,anders’’ als die von Sprechern, die die betreffende
Sprache als Erstsprache erworben haben.1 (1-4) Auch in visuellen Sprachen ist dieses
Phänomen zu beobachten: (1-5) die Gebärden (insbesondere von Lernern, die eine
Lautsprache als Erstsprache besitzen), wirken dann vergleichsweise verzerrt oder grob.
(1-6) Beim Erlernen der Fremsprache gilt es unter Umständen also auch, motorische
Gewohnheiten zu ändern und neue Artikulationsabläufe zu erlernen. (1-7) Für die
praktische Aussprachelehre ebenso wie die sprachkontrastive Grundlagenforschung ist
es daher wichtig zu wissen, welche physikalisch-motorischen Momente bei der
Produktion der deutschen Sprache eine Rolle spielen und welche Untersuchungs-
möglichkeiten die Phonetik bereitstellt, um Sprachunterschiede und lernersprachliche
Aussprachen zu erfassen. (1-8) Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die
bildgebenden Verfahren, die die heutige Phonetik bereitstellt (Man spricht in diesem
Zusammenhang von ,,visible speech’’). (1-9) Zur Analyse Visualisierung von
Schalleigenschaften stehen heutzutage leistungsfähige Computerprogramme zur
Verfügung, z.B. ,,praat’’2.
(Graefen, Gabriele / Liedke, Martina 2008, S. 195-196)
3.1.1 Morphem analysieren
Hier analysiere ich 10 Wörter: 4 Substantive, 3 Verben und 3 Adjektive.
1) Substantive: Sie bestehen aus Fremdspachensprecher, Grundlagen-forschung,
Untersuchungsmöglichkeiten und Schalleigenschaften.
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‐ Fremdspachensprecher
Segmentierung: Fremdspachensprecher
Fremdsprache n Sprecher
{fremd} Sprache {sprech} {er}
{sprech} {e}
Klassifizierung der Morpheme:
{fremd} freies lexikalisches adjektivisches Basismorphem
{sprech} gebundenes lexikalisches verbales Basismorphem
{e} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
n Fugenelement
{er} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
- Grundlagenforschung
Segmentierung:
Grundlagenforschung
Grundlage n Forschung
{Grund} {Lage} {forsch} {ung}
Klassifizierung der Morpheme:
{Grund} freies lexikalisches substantivisches Basismorphem
{Lage} freies lexikalisches substantivisches Basismorphem
n Fugenelement
{forsch} freies lexikalisches verbales Basismorphem
{ung} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
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- Untersuchungsmöglichkeiten
Segmentierung: Untersuchungsmöglichkeiten
Untersuchung s Möglichkeiten
untersuch {ung} Möglichkeit {en}
{unter} {such} {möglich} {keit}
Klassifizierung der Morpheme:
{unter} gebundenes lexikalisches Wortbildungspräfix
{such} freies lexikalisches verbales Basismorphem
{ung} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
s Fugenelement
{en} gebundenes grammatisches Flexionssuffix
{möglich} freies lexikalisches adjektivisches Basismorphem
{keit} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
- Schalleigenschaften
Segmentierung: Schalleigenschaften
Schalleigenschaft {en}
{Schall} Eigenschaft
{eigen} {schaft}
Klassifizierung der Morpheme:
{Schall} freies lexikalisches substantivisches Basismorphem
{eigen} freies lexikalisches adjektivisches Basismorphem
{schaft} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
{en} gebundenes grammatisches Flexionssuffix
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2) Verben: Verben hier sind auffallen, besitzen, bereitstellen.
- auffallen
Segmentierung: auffallen
{auf} fallen
{fall} {en}
Klassifizierung der Morpheme:
{auf} gebundenes lexikalisches Wortbildungspräfix
{fall} gebundenes lexikalisches verbales Basismorphem
{en} gebundenes grammatisches Flexionssuffix
- beobachten
Segmentierung: beobachten
beobacht {en}
{be} {Obacht}
Klassifizierung der Morpheme:
{be} gebundenes gramamatisches Wortbildungspräfix
{Obacht} freies lexikalisches substantivisches Basismorphem
{en} gebundenes grammatisches Flexionssuffix
- bereitstellen
Segmentierung: bereitstellen
{bereit} stellen
{stell} {en}
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Klassifizierung der Morpheme:
{bereit} gebundenes lexikalisches Wortbildungspräfix
{stell} freies lexikalisches verbales Basismorphem
{en} gebundenes grammatisches Flexionssuffix
3) Adjektive: vergleichsweise, physikalisch-motorischen, leistungsfähig.
- vergleichsweise
Segmentierung: vergleichsweise
vergleich s {weise}
{ver} {gleich}
Klassifizierung der Morpheme:
{ver} gebundenes grammatisches Wortbildungspräfix
{gleich} freies lexikalisches adjektivisches Basismorphem
s Fugenelement
{weise} freies lexikalisches adjektivisches Basismorphem
- physikalisch-motorischen
Segmentierung: physikalisch-motorischen
physikalisch motorischen
{Physik} al {isch} motorisch {en}
{Motor} {isch}
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Klassifizierung der Morpheme:
{Physik} freies lexikalisches substantivisches Basismorphem
al Fugenelement
{isch} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
{Motor} freies lexikalisches substantivisches Basismorphem
{en} gebundenes lexikalisches Wortbildungssuffix
- leistungsfähig
Segmentierung: leistungsfähig
leistung s {fähig}
{leist} {ung}
Klassifizierung der Morpheme:
{leist} gebundenes lexikalisches verbales Basismorphem
{ung} gebundenes gramamatisches Wortbildungssuffix
s Fugenelement
{fähig} freies lexikalisches adjektivisches Basismorphem
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3.1.2 Wortart bestimmen
Im Folgenden bestimme ich die Wortarten aller Wörter in zwei Sätze im Text 1.
(1-6) Beim (PRÄPOSITION, VERSCHMOLZEN MIT ARTIKEL) Erlernen (SUBSTANTIV) der
(BESTIMMTER ARTIKEL) Fremsprache (SUBSTANTIV) gilt (VERB) es (PERSONAL-
PRONOMEN) unter (PRÄPOSITION) Umständen (SUBSTANTIV) also (INTERJEKTIONEN)
auch (GRADPARTIKEL), motorische (ADJEKTIV) Gewohnheiten (SUBSTANTIV) zu
(INFINITIVPARTIKEL) ändern (VERB) und (KONJUNKTION) neue (ADJEKTIV)
Artikulationsabläufe (SUBSTANTIV) zu (INFINITIVPARTIKEL) erlernen (VERB). (1-7) Für
(PRÄPOSITION) die (BESTIMMTER ARTIKEL) praktische (ADJEKTIV) Aussprachelehre
(SUBSTANTIV) ebenso (ADVERB) wie (ADVERB) die (BESTIMMTER ARTIKEL) sprach-
kontrastive (ADJEKTIV) Grundlagenforschung (SUBSTANTIV) ist (VERB) es (PERSONAL-
PRONOMEN) daher (KONJUNKTION) wichtig (ADJEKTIV) zu (INFINITIVPARTIKEL)
wissen (VERB), welche (INTERROGATIVPRONOMEN) physikalisch-motorischen
(ADJEKTIV) Momente (SUBSTANTIV) bei (PRÄPOSITION) der (BESTIMMTER ARTIKEL)
Produktion (SUBSTANTIV) der (BESTIMMTER ARTIKEL) deutschen (ADJEKTIV) Sprache
(SUBSTANTIV) eine (UNBESTIMMTER ARTIKEL) Rolle (SUBSTANTIV) spielen (VERB)
und (KONJUNKTION) welche (INTERROGATIV-PRONOMEN) Untersuchungsmöglichkeiten
(SUBSTANTIV) die (BESTIMMTER ARTIKEL) Phonetik (SUBSTANTIV) bereitstellt (VERB),
um (KONJUNKTION) Sprachunterschiede (SUBSTANTIV) und (KONJUNKTION)
lernersprachliche (ADJEKTIV) Aussprachen (SUBSTANTIV) zu (INFINITIVPARTIKEL)
erfassen (VERB).
3.1.3 Die grammatischen Kategorien der Verben, Verbklassen und die
grammatischen Kategorien der Substantive bestimmen (vier Sätze).
Um die grammatischen Kategorien der Verben und der Substantive zu bestimmen, suche
ich 4 untere Sätze aus und analysiere ihre Verben und Substantive.
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(1-2) Fremdspachensprecher fallen daher oft in der phonetischen Dimension auf: (1-3)
ihre Aussprache klingt ,,anders’’ als die von Sprechern, die die betreffende Sprache als
Erstsprache erworben haben. (1-4) Auch in visuellen Sprachen ist dieses Phänomen zu
beobachten: (1-5) die Gebärden (insbesondere von Lernern, die eine Lautsprache als
Erstsprache besitzen), wirken dann vergleichsweise verzerrt oder grob.
- Die grammatischen Kategorien der Verben und Verbklassen
(1) auffallen: finites Vollverb, 3. Person, Plural, Indikativ, Präsen, Aktiv.
(2) klingt: finites Vollverb, 3. Person, Singular, Indikativ, Präsen, Aktiv.
(3) haben (erworben): finites Hilfsverb, zusammen mit Partizip erworben analytische
Perfektform; 3. Person, Plural, Indikativ, Perfekt, Aktiv.
(4) ist: Kopulaverb, 3. Person, Singular, Indikativ, Präsen, Aktiv.
(5) beobachten: infinitives Vollverb.
(6) besitzen: finites Vollverb, 3. Person, Plural, Indikativ, Präsen, Aktiv.
(7) wirken: finites Vollverb, 3. Person, Plural, Indikativ, Präsen, Aktiv.
- Die grammatischen Kategorien der Substantive
(1) Fremdspachensprecher: Plural, Nominativ (Genus Maskulinum im Singular).
(2) Dimension: Feminium, Singular, Dativ.
(3) Aussprache: Feminium, Singular, Nominativ.
(4) Sprechern: Plural, Dativ (Genus Maskulinum im Singular).
(5) Sprache: Feminium, Singular, Akkusativ.
(6) Erstsprache: Feminium, Singular, Akkusativ.
(7) Sprachen: Plural, Dativ (Genus Feminium im Singular).
(8) Phänomen: Neutrum, Singular, Nominativ.
(9) Gebärden: Feminium, Plural, Nominativ.
(10) Lernern: Plural, Dativ (Genus Maskulinum im Singular).
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(11) Lautsprache: Feminium, Singular, Akkusativ.
(12) Erstsprache: Feminium, Singular, Akkusativ.
3.2. Satzglieds- bzw. Satzanalysen
In diesem Teil wähle ich folgenden Text zu analysieren:
Der Text 2
(2-1) Im Mittelpunkt der politischen Diskussion steht, wie das sozial funktionieren soll:
(2-2) Immer weniger Aktive müssen bei sinkenden Beschäftigungszahlen immer mehr
Ruheständler finanzieren und die Jüngeren treten zu spät ins Arbeitsleben ein, weil die
Ausbildungszeiten lang sind. (2-3) Wird der Arbeitnehmer wieder länger arbeiten
müssen? (2-4) Das Renteneintrittsalter mit 67 Jahren ist schon angepeilt. (2-5) Werden
,,altersgerechte’’Arbeitsplätze geschaffen werden?
(2-6) Da müsste sich der Trend in der Personalpolitik der Wirtschaft gründlich ändern.
(2-7) Bisher darf doch, wer mit 45 einen Jobwechsel anstrebt, davon ausgehen, von -
selbst meist angegrauten - Chefs die Tür gewiesen zu bekommen. (2-8) Ein absurder
Jugendfetischismus - denn ältere Arbeitnehmer sind durchaus flexibel und belastbar. (2-
9) Wenn gleichzeitig die Lebensarbeitszeit angehoben wird, hat das andere Gründe: (2-
10) Die Arbeitsstunde soll billiger werden, die Unternehmen befinden sich im globalen
Wettbewerb mit günstigeren Anbieterin.
(Lutscher, R. 2006, S. 75)
3.2.1 Satzarten im Text und die signifikanten Kriterien von ihr.
Der Text 2 enthält zwei Satzarten: Deklarativsatz (Aussagesatz) und Interrogativsatz
(Fragesatz - Entscheidungfrage). Die signifikanten Kriterien der Bestimmung dieser
Satzarten bestehen aus der Verbstellung, der Intonation und dem Satzzeichen. Zum
Beispiel:
13
- Deklarativsatz (Aussagesatz):
(2-4) Das Renteneintrittsalter mit 67 Jahren ist schon angepeilt.
(2-6) Da müsste sich der Trend in der Personalpolitik der Wirtschaft gründlich ändern.
(2-7) Bisher darf doch, wer mit 45 einen Jobwechsel anstrebt, davon ausgehen, von -
selbst meist angegrauten - Chefs die Tür gewiesen zu bekommen.
Die signifikanten Kriterien von ihm sind: Verbstellung: Verbzweistellung; Intonation:
fallend; Satzzeichen: Punkt.
- Interrogativsatz (Fragesatz - Entscheidungfrage):
(2-3) Wird der Arbeitnehmer wieder länger arbeiten müssen?
(2-5) Werden ,,altersgerechte’’Arbeitsplätze geschaffen werden?
Die signifikanten Kriterien von ihm sind: Verbstellung: Verberststellung; Intonation:
steigend; Satzzeichen: Fragezeichen; kein Interrogativpronomen/-adverb.
3.2.2 Einfache Sätze und komplexe Sätze. Satzreihe, Satzgefüge und Satzperiode
Im Text 2 gibt es 5 einfache Sätze und 5 komplexe Sätze.
- 5 einfache Sätze:
(2-3) Wird der Arbeitnehmer wieder länger arbeiten müssen?
(2-4) Das Renteneintrittsalter mit 67 Jahren ist schon angepeilt.
(2-5) Werden ,,altersgerechte’’Arbeitsplätze geschaffen werden?
(2-6) Da müsste sich der Trend in der Personalpolitik der Wirtschaft gründlich ändern.
(2-8) Ein absurder Jugendfetischismus - denn ältere Arbeitnehmer sind durchaus flexibel
und belastbar.
Hier sind einfache Sätze, weil sie nur ein finites Verb besitzen. Die anderen Verben sind
in Form Infinitiv.
14
- 5 komplexe Sätze:
(2-1) Im Mittelpunkt der politischen Diskussion steht,// wie das sozial funktionieren
soll:// Satzgefüge.
(2-2) Immer weniger Aktive müssen bei sinkenden Beschäftigungszahlen immer mehr
Ruheständler finanzieren// und die Jüngeren treten zu spät ins Arbeitsleben ein,// weil die
Ausbildungszeiten lang sind.// Satzperiode.
(2-7) Bisher darf doch,// wer mit 45 einen Jobwechsel anstrebt,// davon ausgehen, von -
selbst meist angegrauten - Chefs die Tür gewiesen zu bekommen.// Satzgefüge.
(2-9) Wenn gleichzeitig die Lebensarbeitszeit angehoben wird,// hat das andere Gründe://
Satzgefüge.
(2-10) Die Arbeitsstunde soll billiger werden,// die Unternehmen befinden sich im
globalen Wettbewerb mit günstigeren Anbieterin.// Satzreihe.
Die komplexe Sätze (2-1), (2-7), (2-9) sind Satzgefüge, weil sie einen Hauptsatz und
einen Nebensatz enthalten und der Nebensatz vom Hauptsatz abhängt. Dagegen besteht
im komplexen Satz (2-10) Satzreihe, weil seine Teilsätze gleichgeordnet sind (2
Hauptsätze). Der komplexe Satz (2-2) besteht aus 2 Hauptsätzen (die gleichgeordnet
sind) und einem Nebensatz (weil-Satz). Deshalb nennt man ihn Satzperiode.
15
3.2.3 Hauptsatz, Nebensatz im Satzgefüge und die Kriterien des Trennens
In den Satzgefüge (2-1), (2-7), (2-9) stehen die Hauptsätzen und die Nebensatz:
Nr Hauptsatz Nebensatz
(2-1) Im Mittelpunkt der politischen wie das sozial funktionieren soll
Diskussion steht,
(2-7) Bisher darf doch, (…) davon ausgehen, wer mit 45 einen Jobwechsel
von - selbst meist angegrauten - Chefs anstrebt
die Tür gewiesen zu bekommen.
(2-9) (…), hat das andere Gründe Wenn gleichzeitig die Lebens-
arbeitszeit angehoben wird
Die Kriterien des Trennens Hauptsatz und Nebensatz hier:
- Hauptsatz: Verbzweistellung (im Satz (2-9) steht der Nebensatz die erste Stellung).
- Nebensatz:
(2-1) wie das sozial funktionieren soll
Verbletztstellung; formal: konjunktional eingeleiteter Nebensatz;
syntaktische Funktion: modaler Adverbialsatz.
(2-7) wer mit 45 einen Jobwechsel anstrebt
Verbletztstellung; eingeleitet durch Interrogativpronomen wer.
(2-9) Wenn gleichzeitig die Lebensarbeitszeit angehoben wird
Verbletztstellung; konditionale wenn-Satz.
3.2.4 Vollständige Satzanalyse
1) Vollständige Satzanalyse bei einfachen Satz.
In diesem Punkt benutze ich den einfachen Satz (2-6): Da müsste sich der Trend in der
Personalpolitik der Wirtschaft gründlich ändern. Hier können wir bemerken:
16
- Das Prädikat: müsste … sich ändern
- Satzglieder: Dieser Satz besteht aus 5 Satzgliedern: Da, müsste … sich ändern, der
Trend, in der Personalpolitik der Wirtschaft, gründlich.
- Topologische Analyse:
Vorfeld linke SK Mittelfeld rechte SK Nachfeld
Da müsste sich der Trend in der Personal- ändern.
politik der Wirtschaft gründlich
- Syntaktische Feinanalyse der Satzglieder:
müsste sich ändern
formal: komplexe Verbalphrase aus infinitem reflexivem Verb sich ändern
und finitem Modalverb müssen (3. Person Singular Konjunktiv II).
funktional: Prädikat
da
formal: Adverbphrase
funktional: Temporaladverbial (wann?)
der Trend
formal: Nominalphrase
funktional: Subjekt
in der Personalpolitik der Wirtschaft
formal: Präpositionalphrase
funktional: Lokaladverbial (wo?)
gründlich
formal: Adverbphrase
funktional: Modaladverbial (wie?)
2) Vollständige Satzanalyse bei komplexen Sätzen.
17
Hier analysiere ich 2 eine Satzperiode (2-2) und ein Satzgefüge (2-9):
- Erste: Bestimmung der Teilsatzverhältnisse:
Satzperiode (2-2): Hypotaktische Satzstruktur.
HS1: Immer weniger Aktive müssen bei sinkenden Beschäftigungszahlen
immer mehr Ruheständler finanzieren
HS2: und die Jüngeren treten zu spät ins Arbeitsleben ein
NS: weil die Ausbildungszeiten lang sind
Satzgefüge (2-9): Hypotaktische Satzstruktur.
NS: Wenn gleichzeitig die Lebensarbeitszeit angehoben wird
HS: hat das andere Gründe
- Zweite: Nebensatz klassifizieren:
NS in der Satzperiode (2-2): weil die Ausbildungszeiten lang sind
formal: Konjunktionalsatz
funktional: Adverbialsatz
Semantisch: Kausalsatz
NS im Satzgefüge (2-9): Wenn gleichzeitig die Lebensarbeitszeit angehoben wird
formal: Konjunktionalsatz
funktional: Adverbialsatz
semantisch: Konditionalsatz
18
- Dritte: Topologische analysieren
Satzperiode (2-2):
Vorfeld linke SK Mittelfeld rechte SK Nachfeld
linke Mittelfeld rechte
SK SK
HS Immer müssen bei sinkenden finanzieren
1 weniger Beschäftigung
Aktive -szahlen
immer mehr
Ruheständler
HS und die treten zu spät ins ein,
2 Jüngeren Arbeitsleben
NS weil die sind
Ausbildung-
szeiten lang
Satzgefüge (2-9):
Vorfeld linke Mittelfeld rechte Nach-
SK SK feld
linke SK Mittelfeld rechte SK
NS Wenn gleichzeitig die angehoben
Lebensarbeitszeit wird,
HS hat das andere
Gründe
19
- Vierte: Syntaktische Feinanalyse der Satzglieder
Satzperiode (2-2):
zu HS 1:
müssen … finanzieren
formal: komplexe Verbalphrase aus infinitem Vollverb finanzieren und
finitem Modalverb müssen (3. Person Plural Indikativ Aktiv).
funktional: Prädikat
weniger Aktive
formal: Nominalphrase
funktional: Subjekt
bei sinkenden Beschäftigungszahlen
formal: Präpositionalphrase
funktional: Konditionaladverbial
mehr Ruheständler
formal: Nominalphrase
funktional: Akkusativobjekt
immer
formal: Adverbialphrase
funktional: Modaladverbial (wie oft?)
zu HS 2:
eintreten
formal: 3. Person Plural Indikativ Präsen Aktiv
funktional: Prädikat
die Jüngeren
formal: Nominalphrase
funktional: Subjekt
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ins Arbeitsleben
formal: Präpositionalphrase
funktional: Lokaladverbial
spät
formal: Adjektivphrase
funktional: Modaladverbial
und: Konjunktion
zu NS:
sind
formal: 3. Person Plural Indikativ Präsen Aktiv
funktional: Prädikat
die Ausbildungszeiten
formal: Nominalphrase
funktional: Subjekt
lang
formal: Adjektivphrase
funktional: Prädikativ
weil: Konjunktion
Satzgefüge (2-9):
zu NS:
angehoben wird
formal: Verbalkomplex aus finitem Hilfsverb wird (3. Person Singular
Indikativ Präsen Passiv) und infinitem Vollverb anheben in der Form
des Partizips II.
funktional: Prädikat
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die Lebensarbeitszeit
formal: Nominalphrase
funktional: Subjekt
gleichzeitig
formal: Adverbialphrase
funktional: Temporaladverbial
wenn: Konjunktion
zu HS
hat
formal: 3. Person Plural Indikativ Präsen Aktiv
funktional: Prädikat
das
formal: Pronominalphrase, Personalpronomen
funktional: Subjekt
andere Gründe
formal: Nominalphrase
funktional: Akkusativobjekt
22
4. Selbstreflexion und Selbstevaluation
Während des Lerngebiets auch des Schaffens Portfolios habe ich immer hohe
Konzentration auf meine Aufgabe. Nach meiner Meinung ist Linguistik ein schweres
Lerngebiet, deshalb habe ich sehr viel Zeit mit ihm verbracht, um ihn zu lessen und zu
studiern.
In eigenen Lernprozess begegne ich vielen Schwierigkeiten, z.B. meine Kenntnisse und
mein Wortschatz sind noch nicht so viel, während die Linguistik sehr kompliziert ist und
viele Fachwortschatz und Begriffe enthält, die ich nicht gut verstehe. Einige Texte habe
ich gelesen, aber ich verstehe kaum, was der Autor sprechen will. Andereseits baue ich
erste Mal ein Portfolio, deshalb kann ich die Verlegenheit und die Unerfehrenheit nicht
ausweichen.
Jedoch bemühe ich mich sehr um meine Aufgabe. Ich habe oft mehr Mal gelesen und die
Stellen markiert, die ich nicht weiß, dannach habe ich meine Dozentin oder meine
Freunde gefragt. Außerdem benutze ich häufig Wörterbuch und Internet zum Lesen und
Nachschlagen. Jetzt weiß ich ein bisschen mehr über Linguistik, lerne die Forchung
kennen und sammel einige Erfahrungen in der Forchung. Ich kann schon beleibige
Wörter oder Sätze analysieren - das ich vorher nicht machen kann.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Schaffen des Portfolios notwendig für mich
ist. Um es zu machen habe ich mich sehr angetrengt. Natürlich habe ich noch viele
Fehler, aber ich glaube, dass dieses Portfolio eigentlich am Anfang meiner vielen
weiteren Portfolio ist, die ich in meinem Studium schaffen werden.
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Bewertungsraster
Bewertung des Portfolios trifft gar nicht zu (1) trifft vollzu (5)
Es wird nachvollziehbar dargestellt, welche
Ziele gestellt wurden.
Es wird nachvollziehbar begründet, welche
Bedeutung die Arbeit an dem Portfolio für
das Studium des/der Studierenden hat.
Es wird nachvollziehbar dargestellt, wie der
Arbeitsprozess in sinnvolle Arbeitsschritte
unterteilt wurden.
Es wird nachvollziehbar begründet, wie das
Analysematerial (die Textabschnitte)
ausgewählt wurde.
Es werden Verbindungen zwischen
theoretischen Aspekten und eigenen
Analysen hergestellt.
Die Analysen weisen Fachkenntnisse des/der
Studierenden auf.
Die Analysen weisen analytische
Fertigkeiten des/der Studierenden auf.
Beurteilung der Abschluss‐/ trifft gar nicht zu (1) trifft vollzu (5)
Gesamtreflexion
Der eigene Lernprozess wird
zusammenfassend dargestellt.
24
Der individuelle Lernfortschritt/‐erfolg wird
zusammenfassend dargestellt und kritisch
bewertet.
Es werden Schwierigkeiten und
Herausforderungen benannt, die sich beim
Selbststudium ergeben haben.
Es wird dargestellt, wie der/die Studierende
die Schwierigkeiten und Probleme gelöst
haben.
Es werden gesammelte Erfahrungen
zusammenfassend dargestellt.
Die Gesamtreflexion enthält eine begründete
Einschätzung des/der Studierenden,
inwieweit er/sie die Analyse und das
Portfolio für gelungen hält.
Formale Bewertung trifft gar nicht zu (1) trifft vollzu (5)
Vollständigkeit: Alle Bestandteile des
Portfolios sind vorhanden.
Es ist ein Deckblatt mit allen erforderlichen
Angaben vorhanden.
Das Inhaltsverzeichnis ist übersichtlich
gegliedert, inhaltlich sinnvoll strukturiert
und enthält Seitenzahlen.
Die Arbeit ist durchgängig mit Seitenzahlen
25
versehen.
Die einzelnen Kapitel, Analysen und
Kommentare sind klar und übersichtlich
gegliedert.
Fremde Texte und Materialien und Quellen
sind deutlich erkennbar von eigenen Texten,
Materialien und Gedanken abgegrenzt.
Das Portfolio enthält ein vollständiges
Literaturverzeichnis.
Die Zitierweise erfolgt einheitlich und
wissenschaftlich korrekt. Die Arbeit ist in
einem akademischen Stil verfasst.
Rechtschreibung, Zeichensetzung und
Grammatik sind korrekt.
26
5. Literaturverzeichnis
1. Bayerlein, O. / Buchner, P. (2013): Campus Deutsch. Deutsch als Fremdsprache.
Lesen. Ismaning: Hueber.
2. Busch, A./Stenschke, O. (2008): Germanistische Linguistik. 2. Auflage. Tübingen:
Gunter Narr.
3. Graefen, Gabriele / Liedke, Martina (2008): Germanistische Sprachwissenschaft.
Deutsch als Erst-, Zweit- oder Fremdsprache. Tübingen und Basel: Francke.
4. Habermann, M. / Diewald, G. / Thurmair, M. (2009): Fit für das Bachelorstudium.
Grundwissen Grammatik. Mannheim: Dudenverlag
5. Lutscher, R. (2006): Landeskunde Deutschland: Von der Wende bis heute. München:
Verlag für Deutsch.
27
6. Abkürzungen
HS Hauptsatz
NS Nebensatz
SK Satzklammer
28