G8_ServiceModell
G8_ServiceModell
Inhaltsverzeichnis
1 IT-Service-Modell des BSI.........................................................................................................5
1.1 IT-Service-Definition........................................................................................................................5
1.2 IT-Service-Modellierung...................................................................................................................7
1.3 Qualitätsmerkmale für Gestaltung und Bewertung von Services ......................................................9
1.3.1 Funktionalität, Effektivität und Effizienz von IT-Services...........................................................9
1.3.2 Nachhaltigkeit von IT-Services.........................................................................................11
1.4 Use Cases für das Service-Modell...................................................................................................13
1.4.1 Service Design mit dem Service-Modell....................................................................................13
1.4.2 Potentialbewertung mit dem Service-Modell.............................................................................14
1.4.3 Assessment und Benchmarking mit dem Service-Modell..........................................................15
1.4.4 Service-Analyse mit dem Service-Modell..................................................................................18
1.4.5 Kostenkalkulation mit dem Service-Modell...............................................................................25
1.4.6 Umsetzung in die Praxis.............................................................................................................28
Anhang:Verzeichnisse..............................................................................................................30
Abkürzungsverzeichnis...................................................................................................................30
Glossar.............................................................................................................................................30
Literaturverzeichnis.........................................................................................................................30
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Service-Modell des BSI.................................................................................................7
Abbildung 2: Ebenen im Service-Modell.............................................................................................8
Abbildung 3: Servicemodellierung "Lieferung elektrischer Energie"...............................................12
Abbildung 4: Servicemodell: Prozess- und Komponenten-Dimension..............................................14
Abbildung 5: Assessment Ergebnis....................................................................................................18
Abbildung 6: Abhängigkeiten VBS....................................................................................................20
Abbildung 7: Services im VBS mit gekapselten Architekturen.........................................................21
Abbildung 8: Services im VBS mit Security Services.......................................................................22
Abbildung 9: Service-Architektur VBS.............................................................................................23
Abbildung 10: Beispiel einer prozessalen Objektkette.......................................................................24
Abbildung 11: Assistent Service mit Komponenten: Storage............................................................25
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Zentrale Services zur Gewährleistung der Verfügbarkeit.................................................17
Tabelle 2: Kostenarten im Service-Life-Cycle...................................................................................27
1.1 IT-Service-Definition
Nach dem SOA-Ansatz werden Architekturen durch lose Kopplung technologieunabhängiger
Services realisiert, die Funktionen zur Abwicklung von Geschäftsprozessen bereitstellen. Services
sind damit Komponenten eines komplexen Systems, die erst durch die Kopplung zu handhabbaren
IT-Dienstleistungen werden. Andererseits existieren technische Modelle zur Realisierung von IT-
Services, welche die Zusammenschaltung von IT-Komponenten zur Realisierung des Dienstes
beschreiben. Prozessmodelle als Rahmenwerke für das IT-Service-Management führen eine weitere
Sichtweise auf IT-Services ein.
ITIL als umfassendes Rahmenwerk für das „IT-Service-Management“ beschreibt Service durch:
„Bereitstellung von Mehrwert für Kunden mit dem Ergebnis, dass den Kunden spezifische Kosten
und Risiken nicht erreichen1“.
Dabei wird davon ausgegangen, dass der genannte Mehrwert durch optimierte Bedingungen für die
Geschäftsprozesse etwa durch Leistungssteigerungen oder durch Verbesserung der erwirtschafteten
Ergebnisse erreicht werden kann. Als Kunde ist der Geschäftsprozess als Servicenutzer zu ver
stehen, der von dem Kunden als Serviceempfänger zu unterscheiden ist. Die vorstehende ITIL-
Definition geht von dem Verhältnis eines Service-Providers zu seinen Kunden aus, sodass deren
spezifische Kosten und Risiken für die Bereitstellung einer eigenen IT auf den Service Provider
übergehen, im Gegenzug erwartet dieser natürlich regelmäßig eine allgemein akzeptierte Gegen
leistung.
CobiT vertritt die Sicht des Service-Kunden, bei dem Steuerung und Kontrolle des IT-Einsatzes,
auf der Basis von Geschäftszielen im Vordergrund stehen, und vertritt wie ITIL einen prozess
orientierten Ansatz für Service-Design und Service-Management, bei dem die notwendigen
Aktivitäten im Lebenszyklus eines Services den Prozesszyklus prägen.
Konsens besteht darin, dass ein Service eine Dienstleistung darstellt, die für einen Servicenutzer
von einem System oder Teilsystem erbracht wird, die einen Bedarf deckt, wodurch ein Nutzwert für
den Empfänger entsteht. So können IT-Dienstleistungen beispielsweise in Applikationen
repräsentiert sein. Andererseits können sie auch weitere Unterstützungsleistungen der IT sein, wie
sie sich z. B. im Help-Desk oder der Prorammentwicklung darstellen.
Für Design und die Analyse von IT-Services nach diesem HV-Kompendium wurde das nach
stehende IT-Service-Modell entwickelt. Das IT-Service-Modell des BSI führt die Modellierung von
IT-Services durch Komponentenmodelle mit der Modellierung durch Referenzprozessmodelle in
einem 3-Schichten-Modell zusammen. Mit diesem Service-Modell wird die Berechnung der
Verfügbarkeit von IT-Dienstleistungen ermöglicht und das Potential eines Services bewertbar
gemacht. Wie wir später sehen werden, sind weitere Anwendungsbereiche mit dieser Sicht auf IT-
Services erschließbar, bei denen die qualitative oder quantitative Bewertung von IT-Dienst
leistungen im Zentrum der Analysen stehen.
IT-Service Definition des BSI:
Ein Service wird verstanden als funktionale Dienstleistung eines Teilsystems, mit der ein Beitrag
zur Funktion des Gesamtsystems geleistet wird.
IT-Dienstleistungen, im Sinne der hier beschriebenen HV-Methodik, sind IT-Services, die als
Business Enabler Geschäftsprozessen unmittelbar einen Dienst anbieten. Die IT-Dienstleistung
erfüllt einen definierten Umfang funktionaler Anforderungen und bietet damit eine IT-Unter
stützung geschäftlicher Anforderungen.
Eine IT-Dienstleistung wird über das Zusammenwirken einzelner IT-Services zu einer IT-
Architektur orchestriert, um dem Geschäftsprozess damit eine ganzheitliche Funktionalität zur
Verfügung zu stellen. Basis für das Erbringen von IT-Services bilden die IT-Ressourcen, deren
Komposition in einer IT-Servicearchitektur einen funktionalen Beitrag in der vereinbarten Qualität
liefert.
Die Funktionalität einer IT-Dienstleistung ist unterstützend, wenn die zur Durchführung des
Geschäftsprozesses notwendigen Aktivitäten in Teilen auf diese Funktionalitäten zurückgreifen 2.
Am größten ist der Kundennutzen bei solchen IT-Dienstleistungen, die den Geschäftsprozess
weitgehend automatisiert abwickeln, wie z.B. bei der Entgegennahme einer Onlinebestellung mit
der abholbereiten Bereitstellung von Ware und Rechnung über ein angeschlossenes Waren
wirtschaftssystem.
Die BSI-Definition unterscheidet IT-Services und IT-Dienste bzw. IT-Dienstleistungen. IT-Services
werden als IT-Dienstleistungen bezeichnet, wenn Sie einen definierten Umfang an funktionalen
Anforderungen erfüllen und einen Geschäftsprozess damit unmittelbar ermöglichen oder
unterstützen. IT-Services leisten funktionale sowie qualitative Beiträge zur Erbringung der IT-
Dienstleistung (Assistent Services). Die Basis für die IT-Services bilden die Ressourcen (Service
Base).
Mit der Definition wird eine Hierarchie über IT-Dienstleistungen, IT-Services und Ressourcen
geschaffen, welche die Abhängigkeit der Geschäftsprozesse widerspiegelt. In der hierarchischen
Struktur werden auf der obersten Ebene IT-Dienstleistungen (Business Prozess Services)
dargestellt, die als Business Enabler einen unmittelbaren Beitrag zu Geschäftserfolg liefern. Auf der
mittleren Ebene liegen die IT-Services (Assistent Services), die funktional oder qualitativ die
verlässliche oder nachhaltige Service-Erbringung unterstützen. Die untere Ebene (Service Base)
repräsentiert die eingesetzten Ressourcen (Personal, Finanzen, Organisation, Technik). Neben der
Darstellung von Abhängigkeiten ermöglicht die Hierarchie eine Differenzierung nach weiteren
Aspekten, welche Kriterien die für die Service-Modellierung oder Service-Bewertung liefern.
1.2 IT-Service-Modellierung
Service-Modellierung bedeutet die konzeptionelle Gestaltung von Services zur Erbringung einer IT-
Dienstleistung. Dazu liefern Komponentenmodelle oder Referenzprozessmodelle unterschiedliche
Ansätze, mit denen IT-Services zu Service-Architekturen modelliert werden können. Bei den
Komponentenmodellen erfolgt die Orchestrierung von Subservices über Ressourcen-Komponenten
zu einer IT-Dienstleistung. Bekannte Vertreter der Komponentenmodelle sind das SOA-Modell
oder die IT-Grundschutz-Kataloge. Bei den Prozessmodellen stehen die Abläufe zur Gestaltung und
zum Betrieb von IT-Services orientiert an dem PDCA-Zyklus3 im Vordergrund. Dazu haben sich
Standards der IT-Governance4 und Referenzmodelle etabliert, als deren bekannteste Vertreter für
IT-Services die Prozessmodelle von CobiT und ITIL anzusehen sind. In den Prozessmodellen
werden in der Praxis bewährte Methoden und definierte Abläufe als Garant für die
Reproduzierbarkeit und Nachhaltigkeit von qualitativ hochwertigen Services angesehen.
Prozessmodelle definieren auch Kriterien und Instrumente für die Bewertung der Qualität von
3 [Link]
4 ISO/IEC 20000, 27000, 38500, vgl. Abschnitt 3 des Kapitels 1.1. "Einführung"
Prozessen z.B. auf der Basis von Reifegraden (CMMI). Die auf dieser Basis ermittelte
Prozessqualität lässt Rückschlüsse auf die gelieferte Servicequalität zu.
Für die Servicemodellierung nach diesem HV-Kompendium wurde eine Synthese aus den
Sichtweisen von Komponenten- und Prozessmodellen gebildet, um damit eine Grundlage für die
Bewertung von Service-Potentialen zu schaffen:
– oberste Ebene: IT-Dienstleistung als Business Enabler,
– mittlere Ebene: unterstützende Prozess- und Servicemanagementebene (Ebene der
Prozessmodelle),
– untere Ebene: Komponentenebene repräsentiert durch die eingesetzten IT-Ressourcen.
Diese Ebenen orientieren sich an den mit der Service-Definition geschaffenen Hierarchie-Ebenen
und legen somit eine zweite Dimension über das Service-Modell. Die untere Ebene bilden die
Komponenten, die aus der Menge der IT-Ressourcen erforderlich sind, um den Service zu
erbringen. Services setzen sich danach zusammen aus dem bereitgestellten Funktionsumfang der
Betriebsinfrastruktur und den Aktivitäten des IT-Personals die in einem definierten
organisatorischen Rahmen nach festgelegten Abläufen agieren.
Die mittlere Ebene wird von dem Zyklus der Service Management-Prozesse bestimmt, die CobiT
als Prozessgebiete bezeichnet und mehrere Subprozesse umfassen:
– Plan & Organize (Plane & Organisiere)
– Acquire & Implement (Beschaffe & Implementiere)
– Deliver & Support (Servicelieferung & Kundenunterstützung)
– Monitor & Evaluate (Überwache & Lerne aus Erfahrungen=>Continual Service
Improvement).
Die nach CobiT innerhalb des Teilsystems ablaufenden IT-Prozesse und Aktivitäten (Subprozesse)
stellen sicher, dass ein Service nach den im Service Level Agreement (SLA) hinsichtlich
Funktionalität und Qualität zu vereinbarenden Kriterien erbracht und dem Geschäftsprozess zur
Verfügung gestellt werden kann. Die Überwachung der Einhaltung dieser Kriterien dient der
Steuerung der Prozesse und der Gewährleistung der Service-Qualität.
der IT-Services in der angeforderten Qualität. In der Schnittstelle treffen sich Anforderungen der
Geschäftsprozesse und strategische Ausrichtung der Services, durch die Lieferung von Ziel
vorgaben und -Kriterien für die Servicebewertung auf der Ebene der IT-Dienstleistung.
Services an der Schnittstelle zu den Geschäftsprozessen bezeichnet dieses Kompendium als IT-
Dienstleistungen, weil sie Geschäftsprozesse ermöglichen oder unterstützen (Nutzen-Aspekt). Die
Gesamtmenge der angebotenen IT-Dienstleistungen wird von einem Dienste-Katalog repräsentiert.
IT-Dienstleistungen bilden die abrechnungsrelevante Transferebene zwischen den beiden
Betrachtungsebenen „Geschäftsprozess“ und „IT-Ressourcen“, die sich in Service Level Agree
ments konkretisieren.
Das hiermit eingeführte Service-Modell lässt die flexible Kombination von Komponenten und
unterstützenden Dienstleistungen zu, sodass diese an veränderte Geschäftsanforderungen angepasst
werden können. Diese Komposition der technischen und organisatorischen Komponenten in einer
Service-Architektur wird als IT-Service bezeichnet.
Abweichend von der Betrachtungsweise nach CobiT fügt unser Service-Modell zwischen den
Prozessgebieten Plan&Organize und Acquire&Implement aus CobiT das Service-Design als eigene
Prozesskategorie explizit ein, um den Prozessen der Service-Gestaltung in der Design-Phase
angemessen Rechnung zu tragen.
Diese Differenzierung ist Grundlage für die Beschreibung der Abläufe in der Phase M dieses
Handbuchs. Die strategische Zielsetzung liegt damit in der Plan-Phase vor dem eigentlichen
Service-Design, wo die Ausrichtung des Services an Zielvorgaben aus Sicht der Geschäftsprozesse
konkretisiert wird und Indikatoren für die Bewertung der Servicequalität identifiziert werden. Das
klassische Vorgehen des Service-Managements – Planung, Umsetzung Betrieb und Unterstützung -
wird im HV-Kompendium explizit um die Aspekte Service-Design und Service Optimierung
ergänzt, um einerseits eine strategische Ausrichtung durch Business Alignment zu erreichen und
andererseits eine kontinuierliche Serviceoptimierung im Tripple GRC5 sicherzustellen.
Optimierung erfordert die Steuerung der Service-Qualität und die Bewertung des Service-
Potentials, dazu werden vom HV-Kompendium Bewertungsinstrumente eingeführt, die Indikatoren
zur Bewertung des Verfügbarkeitspotentials nutzen. IT-Dienstleistungen werden durch bereitzu
stellende Funktionen in einer geforderten Qualität in Service Level Agreements beschrieben und
durch die Aktivitäten des Prozessmodells gesteuert und optimiert. Die Service-Architektur stellt
Verknüpfungen von technischen, personellen und organisatorischen Elementen zu einem Service-
Paket dar, das einen Beitrag zum definierten Nutzen des Geschäftsprozesses erbringt.
die Erfüllung der funktionalen Anforderungen als ausreichend, wenn nicht strategische Vorgaben
z. B. der IT-Governance zu berücksichtigen wären. Aus strategischer Sicht kommen damit
Anforderungen hinzu, die sich in Effizienz, Flexibilität und Verlässlichkeit konkretisieren.
– Effizienz orientiert sich an einem optimalen Kostenniveau bei einem angemessenen Kosten-
Nutzen-Verhältnis.
– Flexibilität ist Grundlage für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und erwartet den
stetigen Wandel beim Einsatz verfügbarer Ressourcen, während
– Verlässlichkeit auf die Reproduzierbarkeit von Erfolgen zielt und die Überlebensfähigkeit
der Organisation durch die Beständigkeit (Verlässlichkeit) der eingesetzten Ressourcen
sichert. Verlässlichkeit ist elementare Voraussetzung für Nachhaltigkeit.
Beim Service-Design sind damit scheinbar konträre Zielsetzungen6 zu vereinen, denn während
Verlässlichkeit nach Beständigkeit zu verlangen scheint, fordert Flexibilität die Veränderung. Die
Zielkonkurrenz kann durch die Verknappung von Ressourcen noch verschärft werden. Um derartige
Zielkonflikte zu beherrschen, sind Modelle der IT-Governance unumgänglich, mit denen eine
Professionalisierung des IT-Service und IT-Security Managements erreicht werden kann.
Strategische Ausrichtung und Steuerung von Leistungen sind Kernelemente dieser Modelle.
Strategische Ausrichtung von IT-Services stellt die Zielsetzungen aus Sicht des Geschäftsbetriebes
in den Fokus des IT-Betriebes. Effektivität bedeutet dabei das Erreichen der anvisierten Ziele unter
Lösung obiger Zielkonflikte. Die Komposition von IT-Leistungen durch IT-Services unter
Effizienzgesichtspunkten wird durch das Kosten/Nutzen-Verhältnis von Ressourcenverbrauch und
dem Nutzwert der realisierten IT-Services beschrieben. Die Betrachtung der Effizienz von IT-
Services erfordert eine durchgängige Kosten- und Nutzentransparenz.
Kostentransparenz ist herstellbar durch die konsequente Darstellung des Ressourceneinsatzes auf
der Basis der Abhängigkeiten im Komponentenmodell. Die dritte Ebene des obigen Servicemodells
legt auf der Ebene der Service Base transparent dar, welche Komponenten zu welchem Anteil
benötigt werden, um den Service zu erbringen. Mit einfachen Mitteln der betrieblichen Kosten
rechnung können Personalkosten, Planungs- und Projektierungskosten, Investitions- und
Installationskosten, Betriebs-, Wartungs- und Reparaturkosten als Ist-Kosten für einen Service
erfasst, auf Kostenträger verteilt und anteilig auf den Betrachtungszeitraum umgelegt werden.
Nutzentransparenz ist herstellbar durch die Bewertung des Mehrwerts für die Servicenutzer aus
Sicht der Geschäftsprozesse im Sinne der Messung von Leistungssteigerungen, durch Messung der
Verbesserung der finanziellen Ergebnisse oder durch die Bewertung der Optimierung der
Rahmenbedingungen. Allerdings stehen bei Weitem nicht immer finanzielle Mehrwerte an erster
Stelle der Nutzen-Betrachtung.
Während für die Bewertung von Leistungssteigerungen und die Verbesserung finanzieller
Ergebnisse der Leistungsvergleich auf der Basis von Stückzahlen oder von Kosten ausreicht, sind
für die Bewertung des qualitativen Nutzwerts weitere Kriterien der strategischen Zielsetzung
heranzuziehen. Für die qualitative Bewertung des Nutzwertes schafft dieses Kompendium das
Konstrukt der Potentialbewertung, welches im Kapitel Phase I differenziert dargestellt wird.
Flexibilität stellt sich dar aus den Sichtweisen der Kundenakzeptanz, der Anpassung an geänderte
Marktbedingungen oder dem Erschließen neuer Märkte. Die Anpassung an geänderte Markt
bedingungen erfordert die Skalierbarkeit der Services bei Nachfrage oder Auslastungs
schwankungen. Dies sind Fragen des Flexibilitätspotentials, die z. B mit dem SOA-Ansatz lösbar
sind.
Im Sinne der Hochverfügbarkeit verdient der Aspekt der Nachhaltigkeit als weitere Qualitäts
dimension des Nutzen ein besonderes Gewicht, da Nachhaltigkeit hoch mit Verlässlichkeit und mit
dem Verfügbarkeitsaspekt der IT-Sicherheit korreliert.
Sofern ein Nutzen zu einem Mehrwert für den Nutzer führt, muss eine Bewertung ermöglicht
werden, welche die Leistung des Services messbar und damit transparent macht. Eine Leistungs
steigerung des Services sollte sich damit in der Verbesserung des Mehrwerts nachweisen lassen. Im
Sinne der Optimierung der Verfügbarkeit sollte die Qualitätssteigerung mit einer Steigerung der
Verfügbarkeit einhergehen. Dies muss nicht notwendigerweise durch den Nachweis erhöhter
Verfügbarkeitszeiten geschehen, sondern kann auch auf der Basis eines Leistungsvergleiches
erfolgen. So wird allgemein einsichtig sein, dass ein Service auf der Basis redundanter
Komponenten das höhere Verfügbarkeitspotential besitzt, als ein Service auf der Basis einfach
ausgelegter Komponenten. Über eine Analyse der „Verschaltung“ der den Service tragenden
Komponenten kann damit eine Aussage über das Verfügbarkeitspotential im Sinne von „besser“
oder „schlechter“ als der zu vergleichenden Service-Architektur erfolgen.
Im nachstehenden Beispiel wird die Energieversorgung von IT-Systemen als unterstützender
Service in unterschiedlichen Qualitätsstufen beschrieben. Auf der untersten Qualitätsstufe dieses
Services kann Elektrizität in der Qualität zur Verfügung gestellt werden, wie sie von dem
Energieversorgungsunternehmen (EVStrom) in das Gebäude eingespeist wird. Im Service-Katalog
wird auf der zweiten Stufe eine Stromversorgung angeboten, die den eingespeisten Strom durch
eine USV ergänzt, die sicherstellt, dass bei Stromausfall die angeschlossenen Geräte geordnet
heruntergefahren werden können. Auf der nächst höheren Stufe wird die unterbrechungsfreie
Stromversorgung durch eine Netzersatzanlage ergänzt. Die beiden folgenden Stufen sehen weitere
Design, Realisierung, Betrieb, Steuerung und Kontrolle der Services sind die Phasen des PDCA-
Zyklus zu durchlaufen (prozessorientierte Servicemodellierung). Für das Design der Strom
versorgung in den geforderten Qualitätsstufen kann auf die Komponentenmodelle zurückgegriffen
werden. In der vorstehenden Abbildung werden auf der Ressourcenebene nicht die technischen
Komponenten, sondern die Komponenten der finanziellen Ressourcen (Kostenfaktoren) dargestellt.
im Sinne von „besser“ oder „schlechter“ mit der zu vergleichenden Service-Architektur des
Architekturmodells. Neben der Abbildung von IT-Services auf Komponenten werden die not
wendigen Aktivitäten eines Prozesszyklus für ein professionelle IT-Service Management in einer
„Prozessdimension“ betrachtet und die Reife von Prozessen bewertet, welche zentrale Bedeutung
für die Gewährleistung der Verfügbarkeit besitzen.
Die Potentialbewertung verfolgt die Ziele:
– Standortbestimmung (Service-Potential/Ressourcen-Potentiale im IST) als Auftakt zur
Prozessverbesserung,
– Vergleich der IST-Situation mit dem notwendigen Soll,
– Internes und externes Benchmarking,
– Optimierung organisatorischer Abläufe
– Risikoindikation als Grundlage für eine Risikobewertung.
Die Potentialbewertung erfolgt durch die Bewertung der Prozessreife der Services (Assistent
Services), welche die IT-Dienstleistung funktional und qualitativ tragen. Für die Bewertung wurde
ein strukturierter Fragenkatalog entwickelt, der den Reifegrad der Prozesse auf der Ebene der
Assisstent Services bzw. das Potential der eingesetzten Ressourcen erfragt.
Eine HV-Architektur beschreibt die Ressourcenkomposition in einer Organisation hinsichtlich ihrer
Grundstrukturen und Regeln, die das dynamische Zusammenspiel aller Komponenten und weiteren
Ressourcen mit der Zielsetzung koordinieren, einen hochverfügbaren IT-Service anzubieten. In
einer HV-Architektur sind die Strukturen und Regeln so ausgelegt, dass die Gesamtarchitektur in
dem Maße robust und fehlertolerant ist, um den an sie gestellten Verfügbarkeitsanforderungen zu
genügen. HV-Architekturen sind in Bezug auf ihre Verfügbarkeitseigenschaften skalierbar, da sie
unterschiedliche Verfügbarkeitspotentiale besitzen können. Mit den „HV-Architekturmodellen“ ist
ein Bewertungsinstrument eingeführt, welches sowohl technische als auch organisatorische Poten
tiale differenziert beschreibt und bewertbar macht. Grundlage der Bewertung sind Modelle zur
Bewertung des Potentials von Services, die als Modelle von Prozessarchitekturen sowie als Modelle
Technik geprägter Architekturen im Kapitel 1 „Architekturmodelle“ des Bandes AH vorliegen.
Während andere Ansätze zur Klassifikation von IT- bzw. RZ-Dienstleistungen von der rein
Komponenten-basierten Betrachtung ausgehen und deren Verlässlichkeit auf der Basis vorliegender
Redundanzen bewerten, bezieht das hier entwickelte Bewertungsinstrument real gelebte Prozesse
zum Design und Betrieb von IT-Services auf der Basis generischer Prozessmodelle in die
Bewertung mit ein. Damit wird gewährleistet, dass die Professionalität der Planung und Durch
führung standardisierter Prozesse zur Gewährleistung von Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit bei
der Bewertung angemessen berücksichtigt werden.
Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit sind durch IT-Governance priorisiert geforderte Ziele für die
Erbringung professioneller IT-Dienstleistungen. Ausgehend von dem Grundgedanken, dass sich
Informationsarchitektur und Technologiearchitektur in die Unternehmensarchitektur zu integrieren
haben, müssen Informationsarchitektur, Technologiearchitektur und Organisationsarchitektur den
Zielen Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit gerecht werden. Die vorliegenden Potentiale sind daher
zu erkennen und von einer initialen Ausgangslage zu einem optimierten Potential zu entwickeln.
Zur dauerhaften Gewährleistung der geforderten Verfügbarkeit von IT-Dienstleistungen ist es
notwendig, das Verfügbarkeitspotential der darunterliegenden Assisstent Services kontinuierlich zu
überwachen und im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig zu optimieren.
Das Verfügbarkeitspotential zentraler Prozesse und Ressourcen zur Erbringung einer IT-Dienst
leistung wird im HV-Assessment bewertet. Dabei wird keine umfassende detaillierte Analyse
angestrebt, sondern es werden ausgewählte HV-spezifische Assisstent Services analysiert, die einen
essentiellen Beitrag zur Gewährleistung der Verfügbarkeit garantieren. Gegenstand des HV-
Assessments ist die Feststellung des aktuellen Potentials für das verlässliche und nachhaltige
Service Delivery einer Organisation. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die
Identifizierung wesentlicher Optimierungspotentiale und für die Ableitung von Handlungs
empfehlungen zum weiteren Vorgehen zur Steigerung der Potentiale. Die Bewertung auf der Basis
des HV-Assessment betrachtet nicht lediglich den temporären Status Quo sondern die Prüfung des
Organisationspotentials durch Bewertung von Prozess- und Technikreife, ermöglicht eine Prognose
der Wahrung der Kontinuität der Serviceerbringung sowie der Konformität im Bereich der IT-
Sicherheit. Das HV-Assessment bewertet damit jene Service-Potentiale, welche zentrale Bedeutung
für die Gewährleistung von Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit besitzen.
Der Untersuchungsbereich des HV-Assessment wird durch die Identifikation vitaler
Geschäftsprozesse festgelegt, welche besondere Bedeutung für das verlässliche und nachhaltige
Wirken der Organisation besitzen. Im Behördenbereich können diese zentralen Geschäftsprozesse
regelmäßig aus dem gesetzlichen Auftrag abgeleitet werden. Das Vorgehen zur Identifikation
kritischer Geschäftsprozesse wird in Kapitel 4 „Phase S“ des Bandes G des HV-Kompendiums
beschrieben. Nach der Festlegung des Untersuchungsbereiches sind die zentralen Services und
Ressourcen zu identifizieren, die den Geschäftsprozess bzw. die zentrale IT-Dienstleistung tragen.
Für das HV-Assessment wird eine repräsentative Auswahl zentraler Untersuchungsobjekte
festgelegt, die auch Grundlage für das Benchmarking darstellen:
Nr. Untersuchungsobjekte zur Servicebewertung
1 Assistent Services Server-Architektur, Architektureigenschaften & deren
Verfügbarkeitskriterien/Kennzahlen
2 Assistent Services Netztopologie, Architektureigenschaften & deren
Verfügbarkeitskriterien/Kennzahlen
3 Assistent Services Speichertechnologien, Architektureigenschaften & deren
Verfügbarkeitskriterien/Kennzahlen
4 Assistent Services zur Absicherung der Infrastruktur & deren
Verfügbarkeitskriterien/Kennzahlen ()
5 Reifegrad Monitoring-Services, deren Ausrichtung auf Prävention, Detektion & Reaktion
(Service Desk & Incident Management/Event & Incident Management)
6 Reifegrad SLM & Messgrößen Service Level (Define & Manage Service Levels / IT
Service Level Management)
Die Ermittlung der qualitativen Anforderungen im Soll an die von zentralen Geschäftsprozessen
genutzten Services erfolgt auf der Basis des in der Phase S des HV-Kompendiums dargestellten
Verfahrens. Die Anforderungen der Geschäftsprozesse bestimmen die Qualitätsanforderungen für
die Service-Potenziale, welche im HV-Assessment erhoben werden.
Die Phase S definiert zur Ermittlung der Anforderungen die Kriterien
– Kritikalität,
– max. tolerierbare Ausfallzeit und
– IT-Abhängigkeit.
Untersuchungsgegenstand der Soll-Definition ist der vitale Geschäftsprozess, dessen Verfüg
barkeitsbedarf sich auf die Business Prozess Services also auf die zentralen IT-Dienstleistungen
vererbt. Die Unterdeckung des Bedarfs bei einem der Untersuchungsobjekte offenbart grund
sätzlichen Handlungsbedarfs zur Beseitigung von Schwachstellen. Durch den Vergleich von
erhobenen Soll-Anforderungen mit den Ergebnissen der Ist-Analyse können IT-Prozesse und
-Ressourcen identifiziert werden, welche die Anforderungen nicht erfüllen und damit zur Quelle
von Störungen oder Engpässen werden können.
Der Soll-Ist-Vergleich über alle ausgewählten Untersuchungsobjekte ermöglicht die Ermittlung
eines Risiko-Indikators. Grundlage dazu bilden der im Rahmen der Anforderungsanalyse ermittelte
Schutzbedarf und die im HV-Assessment ermittelte Ist-Situation aller Untersuchungsobjekte. Mit
dem Soll-Ist-Vergleich werden Optimierungspotentiale transparent, deren Umsetzung durch die
Maßnahmenkataloge des Bandes M unterstützt werden.
Benchmarking ist ein Verfahren der vergleichenden Analyse. Zur Anwendung kommt ein systema
tischer kontinuierlicher Prozess der Bewertung von Leistungen oder Prozessergebnissen an einem
zuvor festgelegten qualitativen oder quantitativen Bewertungsverfahren. Dieses Bewertungs
verfahren ist mit dem HV-Assessement definiert. Der Vergleich der Ergebnisse erfolgt an einem
zuvor festgelegten Referenzwert. Referenzwerte können sein:
– Wert aus der Vorperiode
– Zielwert als strategische Vorgabe
der darunterliegenden Ressourcen. Auf diesen Ebenen kann der Service-Verantwortliche den von
ihm verantworteten Service überwachen und steuern. Optimierungspotential kann über das Assess
ment oder die Benchmark sowohl auf Prozess- als auch auf Komponentenebene identifiziert
werden. Auch aus der schlichten Betrachtung der Abhängigkeiten heraus lassen sich bereits Eng
pässe identifizieren. Die Qualität der Prozesse auf der Prozessebene bestimmt entscheidend die
Qualität des Service Delivery. Wenn Services fundiert geplant und aufgesetzt und professionell
gesteuert werden, liegt die Indikation vor, dass der Service selbst eine hohe Qualität besitzt. Diese
Qualitätsindikation wird durch ein hohes Potential der eingesetzten Ressourcen bestätigt bzw.
infrage gestellt. Diese Zusammenhänge zwischen Ressourcenpotentialen und Service-Potentialen
gelten natürlich auch umgekehrt, gute Ressourcen-Potentiale können durch mäßige oder schlechte
Prozesspotentiale nur zu einem mäßigen oder schlechten Service-Delivery führen. Das schwächste
Glied der Kette bestimmt auch hier die Verlässlichkeit der Gesamtarchitektur.
Das HV-Assessment bildet diese Zusammenhänge in standardisierten Abhängigkeiten von Services,
Prozessen und Ressourcen ab, die zentrale Bedeutung für Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit
besitzen (S. oben Tabelle 1: Zentrale Services zur Gewährleistung der Verfügbarkeit).
Mit dieser Vereinfachung wird zunächst für den Einstieg ein standardisiertes Abhängigkeitsmodell
für IT-Dienstleistungen geschaffen und mittels Assessment und Benchmark als Qualität (Potentiale)
bewertet. Quantität ist über diese standardisierten Abhängigkeiten nicht messbar. Die quantifizier
bare Verfügbarkeit im Service Delivery und damit das gelieferte Verfügbarkeits-IST für die IT-
Dienstleistung ergibt sich aus der Verknüpfung der Verfügbarkeit aller abhängigen Komponenten
sowie der Schnittstellen bzw. Verbindungen dieser Objekte. Diese Details werden regelmäßig in
einer Architektur-Skizze bzw. deren Verkettung in einem Reliability Block Diagramm (RBD)
dargestellt. Über diese Kette lässt sich die Verfügbarkeit eines Services exakt berechnen, wenn für
alle Komponenten der Kette Messwerte aus Monitoring-Systemen vorliegen. Teilweise können
beim Fehlen echter Messwerte quantitativ vergleichbare werte aus statistischem Material oder
Herstellerangaben herangezogen werden. Bei einer konsequenten Orientierung an ITIL ist es
Aufgabe des Configuration Management, die eingesetzten IT-Ressourcen (Configuration Items/CI)
entlang der prozessualen Objektkette darzustellen und in einer Datenbasis (Configuration
Management Database/CMDB) zu verwalten und eine Verbindung zu den Monitoring-Tools
herzustellen. Der Service-Verantwortliche sollte in jedem Fall diese Details kennen und damit
arbeiten können.
Die Geschäftsprozesse geben das SOLL für alle genutzten IT-Dienstleistungen mitsamt ihrer
Schnittstellen und abhängigen Komponenten vor. Die Pflege der CMDB mit den Abhängigkeiten ist
der Rolle Configuration Management zugeordnet. In der Praxis stellt sich regelmäßig das Problem,
dass IT-Strukturen über Jahre gewachsen und wenig oder nicht aktuelle Dokumentation dazu vor
liegt. Eine CMDB aufzubauen stellt damit schon eine nicht triviale Anforderung dar. In diesen
Fällen bietet es sich an, konsequent Serviceorientiert vorzugehen und Verantwortliche für Services
auf Ebene der Assisstent Services zu definieren. Im Einstieg wird die Orientierung an den Service-
Bereichen der Tabelle 1 empfohlen, wobei im Sinne einer ganzheitlichen IT-Sicherheit IT-Security-
Services ergänzend aufzunehmen sind. Die Aufgabe der Service-Verantwortlichen liegt nun darin,
die Abhängigkeiten zentraler IT-Dienstleistungen von zentralen Assisstent Services, IT-Kompo
nenten, Objekten der IT-Infrastruktur und Prozessen aufzuzeigen.
Im nachstehenden Beispiel für eine Service-Analyse auf der Basis des Service-Modells wird von
der IT-Dienstleistung „Vorgangsbearbeitungssystem (VBS)“ ausgegangen, welches für zentrale
Geschäftsprozesse einer Organisation eine Unterstützung anbietet. In einer ersten Näherung
könnten Abhängigkeiten wie in Abbildung 6 dargestellt werden.
Das Kalkulationsschema muss die Struktur einer IT-Dienstleistung abbilden. Zur Beschreibung und
Identifikation der IT-Dienstleistung ist ein Kalkulations-Header vorzusehen, der neben den
beschreibenden Daten auch die Abhängigkeiten von IT-Services und Verschaltung von
Komponenten darstellt.
angesehen werden. Assistent Services, die für mehrere oder alle IT-Dienstleistungen erbracht
werden (z.B.: Service Desk) können als Gemeinkosten auf die nutzenden IT-Dienstleistungen
verteil werden. Ohne eine zuvor durchgeführte Service-Analyse (siehe vorstehend 8.4.4) wird keine
sinnvolle Kostenkalkulation möglich sein.
– Backup Services
– Unterstützende Services
– Service Desk
– Kommunikation Services
– IT-Organisation.
Die vorstehende Aufzählung soll beispielhaft den Aufbau eines Service-Kataloges beschreiben. Sie
soll den Einstieg in die Definition eigener Services unterstützen und erhebt keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Die Definition eigener IT-Dienstleistungen und Services sollte als
(Entwicklungs-)Prozess angesehen werden, bei dem man von einfachen und bewährten Ansätzen
ausgeht. Dazu empfiehlt es sich, mit einem transparenten bewährten Service exemplarisch zu
beginnen. Danach kommen weitere Services dazu und modelliert damit komplexe Systeme.
Es ist einleuchtend, dass ohne eine Toolunterstützung eine Service-Analyse und -Modellierung oder
eine Kostenkalkulation schwierig zu bewerkstelligen ist. Im Rahmen des BSI-Projektes SHIP-IT7
wurden diese Aspekte in einem Tool umgesetzt. Zur „Bewertung des Verfügbarkeitspotentials“
wurden Kriterien zur Bewertung der Verfügbarkeit einzelner Services und Komponenten
zusammengetragen. Kriterien für Kostenaspekte können in die Architekturmodelle eingepflegt und
zu einem Kalkulationsschema für IT-Security-Services ausgebaut werden. Das beschriebene
Kalkulationsschema bietet die Möglichkeit, beliebige Kosten des IT-Betriebs zu kalkulieren und ist
auch auf die Kalkulation von IT-Security-Sevices anwendbar. Die Verknüpfungen zwischen IT-
Dienstleistungen, IT-Services, Komponenten und Basisdaten der Ressourcen eröffnen den Weg,
Verfügbarkeitspotentiale sowie Kosten in SHIP-IT abzubilden und kalkulieren zu lassen. Für
SHIIP-IT steht eine Bundeslizenz zur Verfügung. Weitere Verweise auf unterstützende TOOLS
finden Sie in dem Beitrag „Marktanalyse IT-Service Operation Tools“ in Kapitel 4 des Bandes AH
dieses Kompendiums.
7 Http://[Link]/[Link]
Anhang:Verzeichnisse
Abkürzungsverzeichnis
Ein komplettes Verzeichnis hierzu findet sich im Band AH, Kapitel 5
Glossar
Ein komplettes Verzeichnis hierzu findet sich im Band AH, Kapitel 6
Literaturverzeichnis
Ein komplettes Verzeichnis hierzu findet sich im Band AH, Kapitel 7