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Promotionsprogramm

Das Promotionsprogramm in Internationale Kultur- und Zivilisationsstudien umfasst eine Regelstudienzeit von vier Jahren und zielt darauf ab, Forschende mit vertieften Kenntnissen in verschiedenen Disziplinen wie Kulturtheorie, Zivilisationstheorie und Globalgeschichte auszubilden. Die Studierenden durchlaufen ein strukturiertes Curriculum, das philosophische Grundlagen, verschiedene Theorien und Forschungsmethoden abdeckt, und müssen eine Dissertation sowie wissenschaftliche Publikationen vorlegen. Nach Abschluss des Programms sollen die Promovierenden in der Lage sein, eigenständige Forschung auf internationalem Niveau durchzuführen und interdisziplinäre Fragestellungen mit globaler Perspektive zu bearbeiten.

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Promotionsprogramm

Das Promotionsprogramm in Internationale Kultur- und Zivilisationsstudien umfasst eine Regelstudienzeit von vier Jahren und zielt darauf ab, Forschende mit vertieften Kenntnissen in verschiedenen Disziplinen wie Kulturtheorie, Zivilisationstheorie und Globalgeschichte auszubilden. Die Studierenden durchlaufen ein strukturiertes Curriculum, das philosophische Grundlagen, verschiedene Theorien und Forschungsmethoden abdeckt, und müssen eine Dissertation sowie wissenschaftliche Publikationen vorlegen. Nach Abschluss des Programms sollen die Promovierenden in der Lage sein, eigenständige Forschung auf internationalem Niveau durchzuführen und interdisziplinäre Fragestellungen mit globaler Perspektive zu bearbeiten.

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Promotionsprogramm (PhD)

Internationale Kultur- und Zivilisationsstudien


Regelstudienzeit: 4 Jahre (8 Semester)

Ziel:
Ausbildung von Forschenden mit vertieften Kenntnissen in:

 Kulturtheorie
 Zivilisationstheorie
 Globalgeschichte
 Vergleichender Philosophie
 Anthropologie
 Religionswissenschaft
 Politischer Theorie
 Soziologie
 Postkolonialen Studien
 Digital Humanities
 Wissenschaftlichem Publizieren

JAHR 1
Philosophische Grundlagen
Modul 1

Geschichte der Philosophie

Pflichtlektüre

 Platon
 Aristoteles
 Augustinus
 Thomas von Aquin
 Ibn Khaldun
 Machiavelli
 Descartes
 Locke
 Hume
 Kant
 Hegel
 Marx
 Nietzsche

Seminararbeit
Entwicklung des Kulturbegriffs von der Antike bis zur Moderne

Modul 2

Kulturtheorie

Literatur

 Raymond Williams
 Clifford Geertz
 Pierre Bourdieu
 Stuart Hall
 Norbert Elias
 Ernst Cassirer

Aufgabe

Vergleich von fünf Kulturdefinitionen.

Modul 3

Wissenschaftstheorie

Literatur

 Thomas Kuhn
 Karl Popper
 Imre Lakatos
 Paul Feyerabend
 Bruno Latour

JAHR 2
Zivilisationstheorien
Literatur

 Oswald Spengler
 Arnold Toynbee
 Fernand Braudel
 Samuel Huntington
 Johann P. Arnason
 Shmuel Eisenstadt
Seminar

Vergleichende Analyse großer Zivilisationen.

Anthropologie
Literatur

 Franz Boas
 Bronisław Malinowski
 Claude Lévi-Strauss
 Victor Turner
 Mary Douglas
 Marshall Sahlins

Religionswissenschaft
Literatur

 Mircea Eliade
 Max Weber
 Émile Durkheim
 Talal Asad
 Charles Taylor
 José Casanova

Globalgeschichte
Literatur

 Fernand Braudel
 William McNeill
 Kenneth Pomeranz
 Sanjay Subrahmanyam
 Dipesh Chakrabarty

JAHR 3
Zeitgenössische Kulturtheorie
Literatur

 Michel Foucault
 Jacques Derrida
 Gilles Deleuze
 Jean Baudrillard
 Judith Butler
 Giorgio Agamben
 Jacques Rancière
 Byung-Chul Han
 Slavoj Žižek

Postkoloniale Studien
Literatur

 Edward Said
 Gayatri Spivak
 Homi Bhabha
 Achille Mbembe
 Frantz Fanon
 Enrique Dussel

Politische Philosophie
Literatur

 Hannah Arendt
 John Rawls
 Robert Nozick
 Alasdair MacIntyre
 Charles Taylor
 Martha Nussbaum
 Chantal Mouffe

Methodenseminar
Qualitative Forschung

Ethnographie

Diskursanalyse

Hermeneutik
Archivforschung

Digital Humanities

GIS

Netzwerkanalyse

JAHR 4
Dissertation
Originale Forschungsarbeit

80.000–120.000 Wörter

Forschungskolloquium
Jährliche Präsentationen

Peer Review

Konferenzvorträge

Publikationen
Mindestens zwei Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften (je nach Promotionsordnung
und Universität unterschiedlich).

Sprachanforderungen
 Englisch (wissenschaftlich)
 Deutsch oder Französisch
 Kenntnisse mindestens einer weiteren Forschungssprache (z. B. Arabisch, Chinesisch,
Spanisch, Russisch oder Latein) entsprechend dem Forschungsschwerpunkt.

Forschungsfelder
 Kulturphilosophie
 Vergleichende Zivilisationsforschung
 Europa und Asien
 Islamische Zivilisation
 Afrikanische Kulturen
 Lateinamerika
 Kolonialismus
 Dekoloniale Theorie
 Religion
 Globalisierung
 Digitalisierung
 Künstliche Intelligenz und Kultur
 Erinnerungskulturen
 Migration
 Demokratie
 Menschenrechte
 Nachhaltigkeit

Schlüsselautorinnen und -autoren


(Auswahl)
Klassische Grundlagen

 Platon
 Aristoteles
 Augustinus
 Ibn Khaldun
 Immanuel Kant
 Georg Wilhelm Friedrich Hegel
 Karl Marx
 Friedrich Nietzsche

Sozial- und Kulturtheorie

 Max Weber
 Émile Durkheim
 Georg Simmel
 Marcel Mauss
 Norbert Elias
 Clifford Geertz
 Pierre Bourdieu
 Stuart Hall

Zeitgenössische Philosophie und Kulturtheorie

 Michel Foucault
 Jacques Derrida
 Judith Butler
 Bruno Latour
 Charles Taylor
 Martha Nussbaum
 Achille Mbembe
 Kwame Anthony Appiah
 Donna Haraway
 Byung-Chul Han

Erwartete Kompetenzen nach Abschluss


Nach dem Programm sollten Promovierende:

 klassische und aktuelle Theorien von Kultur und Zivilisation sicher einordnen können,
 verschiedene methodische Ansätze (historisch, philosophisch, anthropologisch,
soziologisch und kulturwissenschaftlich) anwenden,
 eigenständige Forschung auf internationalem Niveau durchführen,
 wissenschaftlich publizieren und auf Konferenzen präsentieren,
 interdisziplinäre Fragestellungen mit globaler Perspektive bearbeiten.

Ein solches Curriculum entspricht in Umfang und Anspruch dem Niveau


forschungsorientierter Promotionsprogramme an international ausgerichteten Universitäten,
muss jedoch für eine konkrete Hochschule stets an deren Promotionsordnung und fachliche
Schwerpunkte angepasst werden.

Für ein Doktoratsstudium (PhD) in Kultur- und Zivilisationsstudien gibt es keinen


weltweit einheitlichen Kanon. Führende Universitäten kombinieren Philosophie, Geschichte,
Anthropologie, Soziologie, Religionswissenschaft, Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft
und Area Studies. Die folgende Bibliographie ist als Forschungsbibliographie auf
internationalem Doktoratsniveau konzipiert und umfasst die Werke, die in vielen
Promotionsprogrammen als grundlegende oder häufig rezipierte Literatur gelten.

Bibliographie für Kultur- und


Zivilisationsstudien
Doktoratsniveau (PhD)
I. Klassische Grundlagen

Antike

 Homer – Ilias
 Homer – Odyssee
 Herodot – Historien
 Thukydides – Geschichte des Peloponnesischen Krieges
 Platon – Politeia
 Platon – Nomoi
 Aristoteles – Politik
 Aristoteles – Metaphysik
 Aristoteles – Nikomachische Ethik
 Cicero – De Republica
 Cicero – De Officiis
 Polybios – Historien

II. Spätantike und Mittelalter

 Augustinus – De Civitate Dei


 Boethius – De Consolatione Philosophiae
 Thomas von Aquin – Summa Theologiae
 Dante Alighieri – De Monarchia
 Marsilius von Padua – Defensor Pacis
 Ibn Khaldun – Muqaddima
 Maimonides – Führer der Unschlüssigen

III. Frühe Neuzeit

 Niccolò Machiavelli – Il Principe


 Francis Bacon – Novum Organum
 René Descartes – Meditationen
 Thomas Hobbes – Leviathan
 Baruch Spinoza – Ethik
 John Locke – Two Treatises of Government
 David Hume – An Enquiry Concerning Human Understanding
 Jean-Jacques Rousseau – Du contrat social
 Montesquieu – De l'esprit des lois

IV. Deutscher Idealismus und Historismus

 Johann Gottfried Herder – Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit
 Immanuel Kant – Kritik der Urteilskraft
 Georg Wilhelm Friedrich Hegel – Phänomenologie des Geistes
 Georg Wilhelm Friedrich Hegel – Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte
 Wilhelm Dilthey – Der Aufbau der geschichtlichen Welt

V. Philosophie des 19. Jahrhunderts

 Arthur Schopenhauer – Die Welt als Wille und Vorstellung


 Søren Kierkegaard – Entweder–Oder
 Karl Marx – Das Kapital
 Karl Marx & Friedrich Engels – Die deutsche Ideologie
 Friedrich Nietzsche – Genealogie der Moral
 Friedrich Nietzsche – Jenseits von Gut und Böse

VI. Soziologie
Klassiker

 Max Weber – Wirtschaft und Gesellschaft


 Max Weber – Die protestantische Ethik
 Émile Durkheim – Die elementaren Formen des religiösen Lebens
 Ferdinand Tönnies – Gemeinschaft und Gesellschaft
 Georg Simmel – Philosophie des Geldes
 Marcel Mauss – Die Gabe
 Talcott Parsons – The Social System

VII. Anthropologie
 Edward B. Tylor – Primitive Culture
 James G. Frazer – The Golden Bough
 Franz Boas – Race, Language and Culture
 Bronisław Malinowski – Argonauts of the Western Pacific
 Alfred Radcliffe-Brown – Structure and Function in Primitive Society
 Claude Lévi-Strauss – La Pensée sauvage
 Clifford Geertz – The Interpretation of Cultures
 Victor Turner – The Ritual Process
 Mary Douglas – Purity and Danger
 Marshall Sahlins – Culture and Practical Reason

VIII. Kulturwissenschaft
 Ernst Cassirer – Philosophie der symbolischen Formen
 Aby Warburg – Gesammelte Schriften
 Johan Huizinga – Homo Ludens
 Raymond Williams – Culture
 Stuart Hall – Representation
 Richard Hoggart – The Uses of Literacy
 Peter Burke – What is Cultural History?
 Aleida Assmann – Erinnerungsräume
 Jan Assmann – Das kulturelle Gedächtnis
IX. Zivilisationstheorie
 Oswald Spengler – Der Untergang des Abendlandes
 Arnold J. Toynbee – A Study of History
 Pitirim Sorokin – Social and Cultural Dynamics
 Norbert Elias – Über den Prozeß der Zivilisation
 Fernand Braudel – Civilisation matérielle, économie et capitalisme
 William H. McNeill – The Rise of the West
 Samuel P. Huntington – The Clash of Civilizations
 Shmuel N. Eisenstadt – Multiple Modernities
 Johann P. Arnason – Civilizations in Dispute

X. Religionswissenschaft
 Rudolf Otto – Das Heilige
 Mircea Eliade – The Sacred and the Profane
 Max Weber – Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen
 Talal Asad – Genealogies of Religion
 José Casanova – Public Religions in the Modern World
 Charles Taylor – A Secular Age

XI. Phänomenologie und Hermeneutik


 Edmund Husserl – Ideen I
 Martin Heidegger – Sein und Zeit
 Hans-Georg Gadamer – Wahrheit und Methode
 Paul Ricoeur – Time and Narrative
 Maurice Merleau-Ponty – Phänomenologie der Wahrnehmung

XII. Kritische Theorie


 Max Horkheimer – Traditionelle und kritische Theorie
 Theodor W. Adorno – Negative Dialektik
 Max Horkheimer & Theodor W. Adorno – Dialektik der Aufklärung
 Walter Benjamin – Illuminations
 Herbert Marcuse – Der eindimensionale Mensch
 Jürgen Habermas – Theorie des kommunikativen Handelns
 Axel Honneth – Kampf um Anerkennung
XIII. Poststrukturalismus
 Michel Foucault – Die Ordnung der Dinge
 Michel Foucault – Überwachen und Strafen
 Jacques Derrida – Grammatologie
 Gilles Deleuze – Differenz und Wiederholung
 Gilles Deleuze & Félix Guattari – Tausend Plateaus
 Jean Baudrillard – Simulacres et Simulation
 Jean-François Lyotard – Das postmoderne Wissen

XIV. Politische Philosophie


 Hannah Arendt – The Human Condition
 Isaiah Berlin – Four Essays on Liberty
 John Rawls – A Theory of Justice
 Robert Nozick – Anarchy, State and Utopia
 Michael Walzer – Spheres of Justice
 Alasdair MacIntyre – After Virtue
 Martha Nussbaum – Frontiers of Justice
 Michael Sandel – Justice

XV. Postkoloniale und Dekoloniale Theorie


 Frantz Fanon – Die Verdammten dieser Erde
 Edward Said – Orientalism
 Gayatri Chakravorty Spivak – Can the Subaltern Speak?
 Homi K. Bhabha – The Location of Culture
 Dipesh Chakrabarty – Provincializing Europe
 Achille Mbembe – On the Postcolony
 Walter D. Mignolo – The Darker Side of Western Modernity
 Enrique Dussel – Ethics of Liberation
 Boaventura de Sousa Santos – Epistemologies of the South

XVI. Zeitgenössische Kultur- und


Sozialtheorie
 Pierre Bourdieu – Die feinen Unterschiede
 Bruno Latour – Reassembling the Social
 Judith Butler – Gender Trouble
 Donna Haraway – Staying with the Trouble
 Giorgio Agamben – Homo Sacer
 Jacques Rancière – The Politics of Aesthetics
 Slavoj Žižek – The Sublime Object of Ideology
 Alain Badiou – Being and Event
 Zygmunt Bauman – Liquid Modernity
 Richard Sennett – The Culture of the New Capitalism
 Byung-Chul Han – Psychopolitik
 Hartmut Rosa – Resonanz
 Kwame Anthony Appiah – Cosmopolitanism
 Amartya Sen – Identity and Violence

XVII. Globalgeschichte und Weltgeschichte


 Fernand Braudel – The Mediterranean and the Mediterranean World
 Immanuel Wallerstein – The Modern World-System
 Kenneth Pomeranz – The Great Divergence
 Sanjay Subrahmanyam – Connected Histories
 Jürgen Osterhammel – Die Verwandlung der Welt
 Christopher Bayly – The Birth of the Modern World

XVIII. Forschungsmethoden
 John W. Creswell – Research Design
 Norman K. Denzin & Yvonna S. Lincoln – The SAGE Handbook of Qualitative
Research
 Uwe Flick – An Introduction to Qualitative Research
 Robert K. Yin – Case Study Research
 Clifford Geertz – Local Knowledge
 Howard S. Becker – Writing for Social Scientists

Ergänzende Nachschlagewerke
 The Cambridge History of Political Thought
 The Cambridge World History (mehrere Bände)
 The Cambridge History of Philosophy
 The Oxford Handbook of Cultural Sociology
 The Oxford Handbook of Global Studies
 The Routledge Handbook of Culture and Society
 The SAGE Handbook of Cultural Analysis

Empfohlener Umfang
Ein Promotionsstudium mit internationalem Anspruch würde typischerweise eine Kernlektüre
von 150–250 Werken umfassen, ergänzt durch mehrere hundert Fachaufsätze. Die hier
zusammengestellte Bibliographie mit rund 180 Schlüsselwerken bildet dafür einen
belastbaren Ausgangspunkt und deckt die wichtigsten theoretischen Traditionen sowie globale
Perspektiven der Kultur- und Zivilisationsforschung ab. Für eine konkrete Dissertation wird
sie anschließend um die spezialisierte Forschungsliteratur des jeweiligen Themas erweitert.

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