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Programm Information

Die Humboldt-Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützen hochqualifizierte internationale Wissenschaftler*innen bei Forschungsaufenthalten in Deutschland, wobei Postdocs und erfahrene Forschende unterschiedliche Bewerbungsfristen und Förderungszeiträume haben. Die Auswahl basiert auf der wissenschaftlichen Qualifikation der Bewerbenden und es werden keine Quoten für Fachgebiete oder Länder festgelegt. Stipendienleistungen umfassen finanzielle Unterstützung, Sprachkurse und Familienzuschläge, während die Bewerbung online und mindestens vier bis sieben Monate vor dem gewünschten Auswahltermin erfolgen muss.

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Die Humboldt-Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützen hochqualifizierte internationale Wissenschaftler*innen bei Forschungsaufenthalten in Deutschland, wobei Postdocs und erfahrene Forschende unterschiedliche Bewerbungsfristen und Förderungszeiträume haben. Die Auswahl basiert auf der wissenschaftlichen Qualifikation der Bewerbenden und es werden keine Quoten für Fachgebiete oder Länder festgelegt. Stipendienleistungen umfassen finanzielle Unterstützung, Sprachkurse und Familienzuschläge, während die Bewerbung online und mindestens vier bis sieben Monate vor dem gewünschten Auswahltermin erfolgen muss.

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Programminformation

Humboldt-Forschungsstipendien
für Postdocs und erfahrene Forschende

Mit den Humboldt-Forschungsstipendien für Postdocs und erfahrene Forschende ermöglicht die
Alexander von Humboldt-Stiftung überdurchschnittlich qualifizierten Wissenschaftler*innen aus
dem Ausland langfristige Forschungsaufenthalte in Deutschland. Bewerben können sich
Wissenschaftler*innen aller Fachgebiete und aus allen Ländern. Postdocs können sich bis vier
Jahre nach Abschluss der Promotion für einen Förderungszeitraum von 6 - 24 Monaten bewerben,
erfahrene Forschende bis zwölf Jahre nach Abschluss der Promotion für einen
Förderungszeitraum von 6 - 18 Monaten. Kurzfristige Studien- oder Kongressreisen sowie
Ausbildungsaufenthalte werden nicht gefördert.

Eine Aufteilung des beantragten Förderungszeitraums in bis zu drei Teilaufenthalte mit einer
jeweiligen Mindestaufenthaltszeit von drei Monaten ist möglich. Das Forschungsstipendium ist nach
Beginn grundsätzlich innerhalb von 36 Monaten wahrzunehmen, bei Verlängerung innerhalb von 48
Monaten (weitere Informationen zur Förderung siehe Abschnitt „Stipendienleistungen“).

Das Forschungsvorhaben wird in Kooperation mit wissenschaftlichen Gastgebenden an Forschungs-


einrichtungen in Deutschland durchgeführt. Bewerber*innen wählen ihr eigenständiges
Forschungsvorhaben und ihre Gastgebenden in Deutschland selbst. Einzelheiten zum
Forschungsvorhaben inklusive Angaben zur geplanten Stipendienlaufzeit und ggf. Aufteilung der
Aufenthalte müssen vor der Antragstellung mit der*dem vorgesehenen Gastgebenden
abgesprochen werden.

Die Entscheidungen zur Vergabe von Stipendien basieren ausschließlich auf der Bewertung der
wissenschaftlichen Qualifikation der Bewerbenden. Dabei werden auch die individuellen Lebens-
und Bildungswege – auch und gerade hinsichtlich Chancengerechtigkeit und Barrierefreiheit – in
Betracht gezogen. Quoten für einzelne Fachgebiete oder Länder gibt es nicht.

Die Bewertung der wissenschaftlichen Qualifikation erfolgt anhand folgender Kriterien:

- wissenschaftlicher Werdegang und bisherige wissenschaftliche Leistungen (Mobilität,


Zielstrebigkeit, fachliche Breite, wissenschaftliche Produktivität)

- Qualität der in der Bewerbung benannten Schlüsselpublikationen (Originalität,


Innovationsgrad, bei Mehrautorenpublikationen ferner der Eigenanteil)

- Originalität und Innovationspotential des vorgeschlagenen Forschungsvorhabens


(Bedeutung für die Weiterentwicklung des Fachgebietes, überzeugende Wahl der
wissenschaftlichen Methoden, Möglichkeiten zur eigenen wissenschaftlichen Weiter-
entwicklung, klare Fokussierung und Realisierbarkeit innerhalb des beantragten
Förderungszeitraums, Durchführbarkeit am Gastinstitut)

1
- Zukunftspotential der Bewerbenden (wissenschaftliches Potential, wissenschaftliche
Weiterentwicklung, Karriereperspektiven)

- Von den Bewerbenden in der Programmlinie für erfahrene Forschende wird zusätzlich ein
klar erkennbares eigenständiges wissenschaftliches Profil in einer der Karrierestufe
angemessenen Führungsrolle mit entsprechender Anstellung erwartet.

Die wissenschaftliche Bewertung der Bewerbungen erfolgt mittels eines Peer Review-Verfahrens in
Relation zum Karrierestand der Bewerber*innen (Zeit nach Abschluss der Promotion). Die
abschließende Entscheidung aller Anträge in beiden Programmlinien trifft das zuständige
Auswahlgremium im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzmittel (weitere Informationen
zum Auswahlverfahren siehe Abschnitt „Bewerbungs- und Auswahlverfahren“).

Stipendienleistungen:

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gewährt monatlich ein Forschungsstipendium in Höhe von
3.000 EUR für Postdocs bzw. 3.600 EUR für erfahrene Forschende sowie eine
Mobilitätspauschale und einen Zuschuss zur Kranken- und Haftpflichtversicherung, zudem eine
Reisekostenpauschale und eine Startbeihilfe. Vor Antritt des Stipendiums bietet die Stiftung zwei-
oder viermonatige Intensivsprachkurse in Deutschland (auch für mitreisende Partner*innen) an.

Darüber hinaus wird ein Familienzuschlag für begleitende Partner*in und/oder Kinder unter 18
Jahren gewährt, wenn diese sich mindestens 3 Monate in Deutschland aufhalten. Zudem können
folgende Leistungen beantragt werden:
- Zuschuss zur Kranken- und Haftpflichtversicherung für begleitende Partner*in und/oder
Kinder unter 18 Jahren;
- pauschale Zulage für Alleinerziehende mit begleitenden Kindern;
- Verlängerung des Forschungsstipendiums für Geförderte mit begleitenden Kindern bzw. bei
Mutterschaft.

Für Forschungsstipendiat*innen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung bestehen weitere


Unterstützungsmöglichkeiten.

Bei einem Stipendium mit einem Förderungszeitraum von mehr als 6 Monaten sind unter
bestimmten Voraussetzungen Forschungsaufenthalte außerhalb Deutschlands möglich, sofern
diese für die Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich sind (bis zu 25% des
voraussichtlichen Gesamt-Förderungszeitraums).

Die Gastgebenden in Deutschland können einen Forschungskostenzuschuss in Höhe von


monatlich 800 € (Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften) bzw. 500 € (Geistes- und
Sozialwissenschaften) beantragen.

Nach erfolgreichem Abschluss des Forschungsaufenthalts kann für weiterhin in der Forschung
aktive Alumni vielfältige Alumniförderung insbesondere zur Förderung der Kontakte mit
Kooperationspartner*innen in Deutschland gewährt werden.

2
Details zu den oben genannten Leistungen und weiterführende Informationen zu
Stipendienmodalitäten und dem Forschungsaufenthalt in Deutschland enthalten die Richtlinien
und Hinweise für Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung setzt voraus, dass bei Antragstellung und Förderung die
Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und alle rechtsverbindlichen Grundsätze der
Wissenschaftsethik eingehalten werden.

Voraussetzungen für die Bewerbung

1. Promotion oder vergleichbarer akademischer Grad (Ph.D., [Link]. oder Äquivalent), wobei der
Abschluss (die letzte erbrachte wissenschaftliche Leistung) bei Eingang der Bewerbung nicht
länger als vier Jahre in der Programmline der Postdocs bzw. zwölf Jahre in der Programmlinie
der erfahrenen Forschenden zurückliegt. Sollte eine Promotion im eigenen Fach oder
Herkunftsland nicht möglich oder unüblich sein, kann eine Bewerbung bei einer der
Karrierestufe entsprechenden Publikationsleistung bis zu 16 Jahren nach Abschluss eines
Master- oder Diplomstudiums erfolgen;

2. In der Programmlinie für erfahrene Forschende wird zusätzlich die Tätigkeit in einer der
Karrierestufe angemessenen Führungsrolle mit entsprechender Anstellung erwartet (z.B.
als Assistant Professor, Lecturer oder Leitung einer eigenständigen Arbeitsgruppe, bzw.
höherwertigen Position);

3. Wissenschaftliche Veröffentlichungen in nach internationalem Standard referierten


Zeitschriften und Verlagen entsprechend dem jeweiligen Karrierestand nach der Promotion;
erfahrene Forschende müssen bereits Publikationen in thematischer Führungsrolle
veröffentlicht haben. Ausschließlich diese Publikationen können als Schlüsselpublikationen
eingereicht werden.

4. Forschungsplatz- und Betreuungszusage sowie ausführliche gutachtliche


Stellungnahme einer*eines wissenschaftlichen Gastgebenden an einer Forschungs-
einrichtung in Deutschland;

5. Zwei Referenzgutachten wichtiger Kooperationspartner*innen bzw. Wissenschaftler*innen


am eigenen Institut und an weiteren Instituten, nach Möglichkeit auch außerhalb des
Herkunftslandes; Bewerbende in der Programmlinie für Postdocs sollten in der Regel eines
der Referenzgutachten von dem*der Betreuer*in der Dissertation anfordern.

6. Erforderliche Sprachkenntnisse: Geistes- und Sozialwissenschaften und Medizin: Gute


Deutschkenntnisse, soweit für die erfolgreiche Durchführung des Forschungsvorhabens
erforderlich, ansonsten gute Englischkenntnisse; Natur- und Ingenieurwissenschaften: Gute
Deutsch- oder Englischkenntnisse.

3
Antragsberechtigte dürfen sich in den letzten 18 Monaten vor Bewerbungseingang maximal 90
Tage 1 in Deutschland aufgehalten haben. Nicht antragsberechtigt sind Personen, die in den letzten
18 Monaten mehr als 90 Tage unabhängig von ihrem Aufenthaltsort ihren Lebensunterhalt mit
Finanzierung durch deutsche Institutionen bestritten oder an einer Einrichtung in Deutschland ein
Promotionsvorhaben bearbeitet haben.

Interessenten mit deutscher Staatsbürgerschaft können sich bewerben, sofern ihr Arbeits- und
Lebensmittelpunkt seit mindestens fünf Jahren und auf Dauer angelegt im Ausland liegt. Für
Interessenten, die ihren Schul- und einen Hochschulabschluss bzw. einen Hochschulabschluss und
ihre Promotion in Deutschland absolviert haben, gelten die Regeln für deutsche Staatsangehörige.
Weitere Informationen finden Sie in den Fragen und Antworten auf unserer Homepage.

Wer bereits von der Alexander von Humboldt-Stiftung durch ein Forschungsstipendium oder einen
Forschungspreis gefördert wurde, kann sich nicht im Humboldt-Forschungsstipendien-Programm
bewerben. Diesen Personen steht für die Förderung erneuter Forschungsaufenthalte das
Alumniprogramm der Stiftung offen.

Bewerbungs- und Auswahlverfahren

Bewerbungen erfolgen online. Das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular inklusive der


erforderlichen zusätzlichen Dokumente sollte mindestens vier bis sieben Monate vor dem
anvisierten Auswahltermin abgesendet werden. Weitere Hinweise zur Online-Bewerbung,
Informationen zu allen erforderlichen Unterlagen sowie der Zugang zum Online-
Bewerbungsformular sind auf den Internetseiten der Alexander von Humboldt-Stiftung verfügbar.

Es ist Aufgabe der Bewerbenden, für die Vollständigkeit der Unterlagen zu sorgen. Unvollständige
Anträge können nicht in das Auswahlverfahren einbezogen werden.

Nach Prüfung der Unterlagen wird den Bewerbenden das voraussichtliche Auswahldatum mitgeteilt.
Die wissenschaftliche Begutachtung der Anträge erfolgt durch von der Alexander von Humboldt-
Stiftung beauftragte unabhängige Fachbegutachtende.

Auf Basis der wissenschaftlichen Begutachtung entscheidet ein Auswahlgremium, dem ca. 60-70
Wissenschaftler*innen aller Fachgebiete angehören, über die Vergabe der Forschungsstipendien.
Die Zusammensetzung des Auswahlgremiums kann den Internetseiten der Alexander von
Humboldt-Stiftung entnommen werden. Das Auswahlgremium tagt im März, Juli und November
eines jeden Jahres. Im Falle einer Verleihung beginnt die Förderung in Deutschland in der Regel an
dem in der Bewerbung angegebenen Beginndatum oder aber an dem frühestmöglichen Termin
danach.

Nach einer negativen Auswahlentscheidung kann formlos per E-Mail beantragt werden, dass die
Faktoren, die zur Ablehnung des Antrags führten, den Bewerber*innen und ihren Gastgebenden
mitgeteilt werden. Ein Revisionsverfahren ist nicht vorgesehen. Allerdings kann nach Ablehnung

1
Hierbei werden alle Aufenthalte in Deutschland, unabhängig von ihrem Zweck, berücksichtigt und der Tag der Ein- bzw- Ausreise als
voller Tag mitgezählt.

4
eine erneute Bewerbung eingereicht werden, sofern wesentliche Aspekte der abgelehnten
Bewerbung deutlich verbessert wurden. Bei einstimmig abgelehnten Anträgen wird eine erneute
Bewerbung erst nach 18 Monaten akzeptiert.

Weitere Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren finden Sie in den Fragen und
Antworten auf den Internetseiten der Alexander von Humboldt-Stiftung sowie in den Hinweisen im
Bewerbungsformular.

Stand: Januar 2026

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