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Die Vorlesung behandelt die Struktur und Gliederung von einfachen Sätzen in der Sprachwissenschaft, insbesondere die Unterscheidung zwischen satzkonstitutiven und nicht-satzkonstitutiven Satzgliedern. Es werden verschiedene Satztypen und deren syntaktische Funktionen erläutert, sowie die Bedeutung von Phrasen und deren Struktur dargestellt. Zudem wird auf die Darstellung von Satzstrukturen durch Diagramme und Schachteldiagramme eingegangen.

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Die Vorlesung behandelt die Struktur und Gliederung von einfachen Sätzen in der Sprachwissenschaft, insbesondere die Unterscheidung zwischen satzkonstitutiven und nicht-satzkonstitutiven Satzgliedern. Es werden verschiedene Satztypen und deren syntaktische Funktionen erläutert, sowie die Bedeutung von Phrasen und deren Struktur dargestellt. Zudem wird auf die Darstellung von Satzstrukturen durch Diagramme und Schachteldiagramme eingegangen.

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Luxor Universität

Alsun Fakultät

Die Sprachwissenschaft

Die Syntax

Die zweite Vorlesung


Die Satzglieder im einfachen Satz
Der Satz ist die kleinste in sich gegliederte sprachliche
Einheit, mit der sich ein außersprachlicher Sachverhalt
beschreiben läßt. (Schulz/Griesbach 1992: 371)

Satz […]. Nach sprachspezifischen Regeln aus kleineren


Einheiten konstruierte Redeeinheit, die hinsichtlich Inhalt,
gramm[atischer] Struktur und Intonation rela-tiv
vollständig und unabhängig ist. (Bußmann 2002: 578)
Die Gliederung des Satzes kann zunächst allgemein durch
eine Abgrenzung ein-zelner Sinngruppen voneinander
vorgenommen werden:
Er / ist / am Sonntag / mit dem Zug / nach Köln / gefahren.

Die einzelnen Sinngruppen lassen sich durch die


Verschiebeprobe aussondern:
Am Sonntag / ist / er / mit dem Zug / nach Köln / gefahren.
Mit dem Zug / ist / er / am Sonntag / nach Köln / gefahren.
Nach Köln / ist / er / am Sonntag / mit dem Zug / gefahren.
Die umstellbaren Sinngruppen in einem Satz heißen
Satzglieder. Man unterscheidet für die Satzstruktur
notwendige satzkonstitutive und für die Satzstruktur nicht
notwendige nicht-satzkonstitutive Satzglieder.

Die satzkonstitutiven Satzglieder, d.h. Prädikatsergänzung,


Subjekt und Objekte, werden vom Prädikat verlangt. Die
nicht-satzkonstitutiven Satzglieder, d.h. Angaben, sind von
der Satzstruktur unabhängig:
fahren – wer? wohin? Peter (Subjekt) ist am Sonntag
(Angabe, vom Prädikat nicht verlangt) nach Köln (Prä-
dikatsergänzung) gefahren.

geben – wer? wem? was? Peter (Subjekt) hat mir


(Dativobjekt) gestern (Angabe, vom Prädikat nicht
verlangt) die Fahrkarten (Akkusativobjekt) gegeben.
Den Satzgliedern/ Konstituenten kann eine syntaktische
Funktion zugeordnet werden (auch Art der Abhängigkeit
genannt):
- Aktanten: Subjekt, Objekt (Unterarten:
Akkusativobj., Dativobj., [Link]., Präpositionalobj.)
- Prädikativ (abhängig von Verb/ Adjektiv und einer
Ergänzung)
- Adverbiale (semantische Unterklassifikation: lokal,
temporal, modal, kausal) .
Beispiel:
Umfang [Mein träumt [in der [oft] [von
Onkel] Badewanne Palmen]
]
Form/ Nominalphrase Prädikat Präpositional Adverbphrase Präpositio
Wortart (NP) im phrase nal-phrase
des Nominativ
Kopfes
Funktion Subjekt Adverbiale Adverbiale Präpositio
(lokal) (temporal) nal- objekt

Valenz Ergänzung Angabe Angabe Ergänzung


Satzglieder und Satztypen.
Für die verschiedene Bestandteile eines Teilsatzes gibt es
funktionale Bezeichnungen wie Subjekt (S), Verb (V),
Objekt (O), Ergänzung (E), Adverbiale (A).
Damit lässt sich eine Reihe von Satztypen darstellen:
S+V Der Hund + Läuft
S+V+O Der Man + sah + eine Kuh
S+V+E Das Auto + ist + fertig
S+V+A Ein Bild + lag + auf dem Boden
S+V+O+O Ich + gab + Hans + ein Buch
S+V+O+E Er + nannte + Hans + einen Idioten
S+V+O+A Hilde + sah + Hans + auf der Strasse
Satzgliedinnenbau
Ein Satzglied ist eine Phrase, die mindestens einen
syntaktischen Kopf enthält.
Der Kopf 'projiziert', d. h. gibt seine Merkmale an die
Gesamtphrase weiter. Neben dem Kopf kann die Phrase
noch weitere Phrasen, die sogenannten Gliedteile,
enthalten.
Man spricht davon, dass diese in die übergeordnete
Phrase 'eingebettet' sind, oder auch von 'Verschachtelung.
Phrasen
Die meisten Phrasen lassen sich als Erweiterung
eines zentralen Trägerelements („Kopf“)
betrachten. Sie werden häufig als
„endozentrische“ Phrasen bezeichnet:
Autos
dieAutos
die großen Autos
all die großen Autos
all die großen Autos in der Garage
b) Phrasenstruktur:
Man kann ein Satz als „Phrase-marker“ (oder „P-Marker“)
darstellen.
S- Satz, NP-Nominalphrase, VP-Verbalphrase, ART – Artikel, N-
Nomen, V-Verb;
S

NP VP

Art N V NP

Art N
Das Mädchen jagt die Katze
Der Satz kann mit Hilfe indizierter Klammern
wiedergegeben werden:

[ S [NP [ART das] [N Mädchen] ] [VP [V jagte] [NP


[ART die] [N Katze] ] ] ]

c) „Reed & Lellogg“ Diagramme

Diagramme dieser Art, die an amerikanischen Schulen


dargestellt ist, stellen die Beziehungen zwischen den
Wörter dar, sind aber Veränderungen der Wortstellung.
Beispiel für „Reed & Lellogg“ Diagramme

Der alte Mann nannte mich einen verrückten Erfinder

Mann nannte mich Erfinder

der alte einen verrückten


d) Satzstruktur als Schachteldiagramm
Satzstruktur als Schachteldiagramm stellt eine
exakte Implikation der syntaktischen Regeln in der
Satz (N-Phrase vs. V-Phrase) dar, aber ist wenig
gebräuchlich.
der
alte

Mann

sah

den

verrückten

Erfinder
Danke für ihre
Aufmerksamkeit

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