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Die Grundbegriffe Der Komparatistik: Hyperbel

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Die Grundbegriffe der Komparatistik

Hyperbel: Bei einer Hyperbel handelt es sich um das Stilmittel der bewussten
Übertreibung. In unserer Alltagssprache gebrauchen wir immer wieder diesen
Kniff der deutschen Sprache, um bestimmten Dingen mehr Nachdruck zu
verleihen.

z.B. Wenn in der Literatur ein Dichter der Trauer einer Frau um den
verstorbenen Mann mehr Emphase vermitteln möchte, weint sie in der Regel
nicht einige weniger Tränen sondern zumeist ein „Meer aus Tränen“.

Absurdität: eine einzelne absurde, widersinnige oder sinnlose Handlung oder


Begebenheit.

Interpretation: Versuch, die Bedeutung zu erschließen, die in einem geistigen


Produkt (Kunstwerk, Text) steckt.

Paraphrase: (verdeutlichende) Umschreibung, Beschreibung mit anderen


Worten.

Aphorismus: Sinnspruch, kurz und treffend formulierter Prosaausspruch oder


Gedanke; Gedankensplitter, kurz hingeworfener, geistreicher Gedanke.

Familienroman: Der Familienroman, auch Generationenroman oder


Familiensaga, ist ein Roman-Genre, dessen Handlung sich vordergründig mit
dem Schicksal einer Familie befasst. Die Figurenkonstellation ist also vor allem
von den Mitgliedern einer Familie geprägt. Die erzählte Zeit erstreckt sich also
in der Regel über mehrere Generationen und umfasst folglich meist mehrere
Jahrzehnte.

Rezeption: Die (mehr oder weniger) verstehende Aufnahme eines Textes,


Kunstwerks oder Medienereignisses.

Rezeptionsästhetik: Die Rezeptionsästhetik geht davon aus, dass Leserinnen


und Leser (Rezipientinnen und Rezipienten) beim Erzeugen eines Textsinns eine
aktive Rolle spielen. «Rezeptionsästhetik» ist ein Sammelbegriff für die Theorie
und Analyse der Beziehungen zwischen literarischem Text und Leser. Innerhalb
dieser Forschungsrichtung lassen sich zwei enger umrissene Ansätze
unterscheiden: Eine Wirkungstheorie untersucht, inwiefern literarische Texte
über eine implizite «Leserrolle» verfügen, die steuert, wie Leser einen Text
aufnehmen und verstehen.
Zitat: Ein Zitat ist eine wörtlich übernommene Stelle aus einem Text oder ein
Hinweis auf eine bestimmte Textstelle. Auch andere Medien, wie Bilder und
Musik, können als Zitat verwendet werden.

Thema: Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung, künstlerischen


Darstellung, eines Gesprächs o. Ä.

Analogie: Entsprechung, Ähnlichkeit, Gleichheit von Verhältnissen.

Apologie: Rede oder Schrift, in der etwas verteidigen, verteidigt und


rechtfertigen, gerechtfertigt wird.

Epigone: jemand, der in seinen Werken schon vorhandene Vorbilder verwendet


oder im Stil nachahmt, ohne selbst schöpferisch, stilbildend zu sein.

Archaismus: Als Archaismus wird somit ein Begriff bezeichnet, der nicht mehr
zum aktuellen Wortschatz der Sprache gehört. Der Gebrauch solcher Wörter
wirkt altmodisch, antiquiert und wird mitunter von einigen Sprechern überhaupt
nicht mehr verstanden oder nur im Zusammenhang erschlossen.

Epitheton ornans: nur schmückendes, d. h. typisierendes, formelhaftes, immer


wiederkehrendes Beiwort (z. B. grüne Wiese).

Form: Gestalt beziehungsweise Aufbau eines Werkes.

Bewusstseinstrom: Radikalisierung des inneren Monologs: Es werden nicht


mehr nur die Bewusstseinsinhalte direkt und unmittelbar wiedergegeben,
sondern auch noch deren (vermeintlich) assoziative, ungesteuerte und völlig
freie Struktur im Diskurs sprachlich nachgebildet.

Individualstil: spezieller Stil eines Individuums/einer Person.

Primärliteratur: Primärliteratur beinhaltet die ersten Informationen über ein


Ereignis. Sie wird in der Regel von beteiligten Personen oder Zeugen
geschrieben. Beispiele für Primärliteratur sind Briefe, Fotografien oder
Zeitungsberichte.

Sekundärliteratur: Sekundärliteratur wird Primärliteratur beschrieben,


analysiert oder interpretiert. Beispiele für Sekundärliteratur sind Biografien und
Interpretationen von Gedichten oder Kunstwerken.

Assoziation: beschriebenen Verknüpfung hinsichtlich Klang, Inhalt, Form


beruhenden Beziehung zwischen sprachlichen Zeichen.
Konflikt: schwierige Situation, bei der verschiedene Beteiligte wegen
andersartiger Interessen oder Wünsche aufeinanderprallen; Konflikt, Streit.

Anakoluth: Als Anakoluth wird das Abbrechen eines Satzes oder Wortfolge
bezeichnet. Weiterhin meint die Figur, dass ein begonnener Satz umgeformt und
in der Folge grammatisch falsch vollendet wird. Weiterhin kann einfach die
Folgerichtigkeit des Satzes gestört sein, weil der Sprecher umplant.

Paradoxon: Hier besteht der Widerspruch der Aussage nur auf den ersten Blick.
Bei genauerer Betrachtung fällt nämlich auf, dass das Paradoxon eine höhere
oder weitere Wahrheit beinhaltet, die sich im Eigentlichen gar nicht
widersprechen muss, sondern einen weiteren Sinn offenbart.

Rahmenerzählung: Kunstform der erzählenden Dichtung, bei der eine


Handlung eine oder mehrere andere Handlungen wie ein Rahmen umschließt.

Multikulturalität: Multikulturalität bezieht sich auf die sozialen Strukturen


einer Organisation oder Gesellschaft. Im Sinne der Multikulturalität wird davon
ausgegangen, dass es nicht zur Verschmelzung der verschiedenen Kulturen
kommt, sondern dass sie nebeneinander bestehen.

Epos: Bei dem Epos als Großform der Epik handelt es sich um eine Dichtung,
die in gehobener Sprache und Versen geschrieben ist. In der Regel waren die
Texte für den Vortrag in der Öffentlichkeit bestimmt. Kennzeichnend ist die
einfache Aneinanderreihung von Episoden und das in der Regel gleichmäßige
Versmaß. Oft wurden formelhafte Wendungen in einer hohen Stilebene
verwendet.

Fakten zur Gattung Epos

• Das Epos gehört zur epischen Großform.

• Der Ursprung des Epos liegt in mündlich überlieferten mythischen


Erzählungen.

• Das Epos ist Dichtung in gehobener Sprache und Versen.

• Das Epos besitzt ein gleichmäßiges Versmaß und formelhafte


Wendungen.

• Die Texte waren ursprünglich für den Vortrag in der Öffentlichkeit


bestimmt.
• Typische Inhalte für das Epos sind: Heldentaten, Sitten, Gebräuche,
Kämpfe, Götter, Liebe, Tod und Freundschaft.

• Das höfische Epos sollte insbesondere die Rollen- und


Wertevorstellungen der damaligen Gesellschaft legitimieren.

Sage: Wird mündlich überliefert und handelt von konkreten Personen, Zeiten
oder Schauplätzen. Die Sage hat demnach einen sehr hohen
Realitätsanspruch, weshalb die handelnden Personen auch ganz genau
benannt werden. Zwar kommen durchaus Fabelwesen vor, sind aber als
solche zu erkennen.

Metapher: Die Metapher ist in allen literarischen Gattungen, also der Lyrik,
Dramatik und Epik, mit Sicherheit eines der Stilmittel, das am häufigsten zum
Einsatz kommt. Die Metapher lässt sich nicht so einfach bestimmen, da sie ein
sprachliches Bild ist, das zwei Vorstellungen miteinander verbindet. Und dieses
sprachliche Bild müssen wir lernen, zu erkennen.

Epik: Die Epik wird auch erzählende Literatur genannt und umfasst
Erzählungen in Vers- oder Prosaform.

Synonym: Ein Synonym ist ein Wort, das in einem bestimmten Kontext die
gleiche Bedeutung hat wie ein anderes Wort. Im Sinne dieser Bedeutung kann
Synonym auch als Adjektiv verwendet werden („Die Wörter sind synonym“).
Das Gegenwort von Synonym ist „Antonym“.

Episode: kurzer Abschnitt in einem längeren Prozess, Verlauf.


Literaturwissenschaft eingeschobene Handlung, Nebenhandlung.

Fabel: Die Fabel ist eine kurze Erzählung, die eine Lehre für den Leser
beinhaltet.

• In Fabeln gibt es sogenannte Fabeltiere oder Fabelwesen, die menschliche


Eigenschaften verkörpern. Sie denken und handeln wie Menschen,
werden also personifiziert.

• Die Fabelwesen verkörpern menschliche Stereotype. Dabei steht eine


menschliche Eigenschaft im Mittelpunkt (z. B. dumm oder schlau).

• Die Tiere in einer Fabel befinden sich im Streit, den am Ende der Stärkere
oder Schlauere gewinnt.
• Der Aufbau ist dreigeteilt: 1.) Erzählteil; 2.) Dialogteil; 3.) Lösung.

• Jede Fabel enthält eine belehrende Moral (z. B. zum Thema Unfairness,
Neid oder Eitelkeit), die es herauszufinden gilt.

Fragment: Als Fragment wird ein unvollendetes Kunstwerk bezeichnet.


Folglich kann sich der Begriff auf ein unfertiges Werk der Kunst, Musik,
Literatur oder auch ganz ähnliche Ausdrucksformen beziehen.

Entwicklungsroman: Roman, der den inneren und äußeren Werdegang eines


Menschen bis zu einer gewissen Reifung der Persönlichkeit verfolgt.

Engagement: Als Engagierte Literatur bezeichnet man im weitesten Sinne jede


Literatur, die ein politisches, soziales, religiöses oder ideologisches Engagement
erkennen lässt und dieses mit den Mitteln der Literatur vorträgt und verficht. ...
Der Begriff Engagierte Literatur wurde 1945 von Jean-Paul Sartre geprägt. Bei
Bertolt Brecht, Anna Seghers oder Günter Grass war das Verhältnis von
Literatur und Politik noch vergleichsweise übersichtlich.

Tagebuch: Das Tagebuch zeichnet sich aus durch seinen privaten und
individuellen Charakter. Jedes Tagebuch stellt ein einzigartiges Dokument eines
Lebens dar, wobei es Bruchstücke eines Lebens zusammenfügt und kein in sich
abgeschlossenes Gesamtwerk darstellt, wie etwa eine Autobiographie. Durch die
subjektive Form der Darstellung gleicht kein Tagebuch einem anderen, sondern
ist stets ein persönlicher Ausdruck des Daseins und folgt dementsprechend die
Philosophie und Eigenwilligkeit des Schreibers.

Satire: Die Satire ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon in der Antike benutzte
man diese Art des Schreibens, um die damaligen Zustände oder Missstände in
einer überspitzt dargestellten, verspottenden Form zu thematisieren. Dabei galt
die Satire als Spottdichtung, Spottschrift oder Stachelschrift. Heute versteht man
unter Satire einen künstlerisch gestalteten Prosatext, in dem Personen,
Begebenheiten oder Ereignisse angeprangert werden. Eine Satire zeigt die
Fehler und Schwächen von Menschen auf, übt häufig indirekt Kritik am
Mensch-Sein. Das zeigt sie spöttisch und humorvoll.

Inhalt: das, was die Sache ausmacht; die Substanz; das, woraus sich eine Sache
zusammensetzt (oft abstrakt und übertragen: Inhalt des Buches, des Vortrages,
der Veranstaltung).
Bild: Aufzeichnung eines realen oder fiktiven Gegenstandes, die dem
Gegenstand ähnlich ist und deswegen wie der Gegenstand wahrgenommen
werden kann.

Klischee: Das Wort Klischee leitet sich aus dem Französischen von cliché ab
und das bedeutet Nachbildung oder auch Schablone. Aus dieser Vorstellung von
einem Klischee als immer wieder verwendbarer Stempel, hat sich schließlich
auch der Gebrauch des Begriffs in der Umgangssprache heraus entwickelt.

Karikatur: Eine Karikatur ist eine Zeichnung. Auf so einem Bild zeigt der
Zeichner etwas, um es lächerlich aussehen zu lassen. Man spricht auch von
einem Zerrbild, einem Bild, das die Wirklichkeit nicht richtig zeigt. Die
Zeichner wollen deutlich machen, dass sie gegen etwas sind. Sie zeigen solche
Menschen oder Dinge und verspotten sie. Ein altes deutsches Wort für Karikatur
ist deshalb Spottbild. Oft sieht man auf dem Bild, wie etwas getan wird oder
passiert, worüber man sich lustig macht. Eine Porträtkarikatur zeigt einen
Menschen mit verzerrten Gesichtszügen: die Nase ist zu lang oder das Kinn zu
spitz. Manchmal wird auch der Körper mit einem dicken Bauch oder einem
langen Hals gezeigt. Der Zeichner vergrößert dasjenige, was er lächerlich an
diesem Menschen findet oder was sowieso schon besonders auffällig ist. In einer
Karikatur sieht man aber auch oft Menschen, die es eigentlich nicht gibt. Bei so
einer Figur soll man eine bestimmte Art von Menschen denken.

Schwarzer Humor: Schwarzer Humor widmet sich Bereichen, die eigentlich


nicht zum Spaßen geeignet sind. Er behandelt Themen, die von unangenehmen
Gefühlen wie Scham, Trauer oder Entsetzen begleitet sind. Hinter vorgehaltener
Hand oder gegenüber Personen, denen man absolut vertraut, können solche
Themen normalerweise nur angesprochen werden. Schwarzer Humor aber ist,
wenn solche Dinge mit bitterer Belustigung öffentlich behandelt werden.

Antithese: Bei der Antithese werden gegensätzliche Begriffe und Gedanken, die
häufig verschiedene Aspekte eines Oberbegriffs oder Themas darstellen, in
einem Satz oder einer Satzfolge gegenübergestellt. Eine Sonderform ist das
Oxymoron.

Quelle: Quelle (Geschichtswissenschaft), Texte, Gegenstände oder Tatsachen


zur Gewinnung von Kenntnissen über die Vergangenheit.
Rezension: kritische Besprechung eines Buches, einer wissenschaftlichen
Veröffentlichung, künstlerischen Darbietung o. Ä., besonders in einer Zeitung
oder Zeitschrift.

Collage: Über das «Prinzip Collage» ist in verschiedenen Disziplinen bis heute
immer wieder nachgedacht worden. Dabei wurde Collage als ästhetische
Verfahren in der Regel jeweils mit dem Blick auf die einzelnen Künste –
Literatur, bildende Kunst, Fotografie, Theater – untersucht, auch wenn die
Tatsache, daß es sich hier um grenzüberschreitende Verfahren handelt, die
Autoren nicht selten dazu bewog, in ihren theoretischen Anstrengungen über die
Grenzen der eigenen Disziplin hinauszugehen.

Eskapismus: Das Substantiv Eskapismus bezeichnet die „Realitätsflucht in eine


Scheinwelt oder -wirklichkeit“, sowie allgemeiner die „Sucht nach Vergnügen
und Zerstreuung“.

Chronik: geschichtliche Darstellung, in der die Ereignisse in zeitlich genauer


Reihenfolge aufgezeichnet werden.

Aufbau des Textes: Hierzu werden die Bausteine Inhalt, Struktur und Sprache
nacheinander beleuchtet und in einen Zusammenhang gebracht. Auf diese Weise
werden alle bemerkenswerten Punkte des Texts dargestellt. Der Aufbau von
Textanalysen ist immer gleich. Die Analyse beinhaltet eine Einleitung sowie
einen Haupt- und Schlussteil.

Leitmotiv: Das Leitmotiv und seine Bedeutung werden dem Leser nicht offen
dargelegt, sondern müssen zunächst von ihm entschlüsselt werden. Häufig
überliest der Leser während des ersten Lesens das Leitmotiv, weshalb es wichtig
ist, den Text mehrfach zu lesen. Nur so kannst du anhand des Leitmotivs die
eigentliche Problematik oder Stimmung in dem Text erkennen und verstehen.

Intertextualität: Dass im Besonderen ein literarischer Text nicht in einem


Vakuum existiert, ist bereits der klassischen Rhetorik bekannt: Begriffe wie
Quelle und Einfluss, Zitat und Anspielung, Parodie und Travestie, Imitation,
Übersetzung – und die Adaption – entstammen diesem Kontext und
beschreiben, erklären oder systematisieren die Relationen zwischen Texten.

Werkimmanente Interpretation: Die Werkimmanente Interpretation, ist eine


Form literarischer Analyse und Kritik, die sich innerhalb des zu
interpretierenden Werkes bewegt und es aus ihm selber verstehend zu werten
sucht; sie lässt als formale Betrachtungsweise das Außerliterarische, d.h. die
historische, soziologische etc. Bedingtheit des Kunstwerks in den Hintergrund
treten und konzentriert sich auf analysierende Beschreibung des dichterisch
Sprachlichen, d.h. Stil, Rhythmus, Bild etc. Werkimmanent zu interpretieren
bedeutet, sich voll auf eine möglichst genaue Analyse der Elemente des Textes
und ihres inneren Zusammenhangs zu konzentrieren, ohne dabei auf
werkübergreifende Methoden zurückzugreifen.

Montage: Der Begriff “Montage” deutet es bereits an: es werden Dinge


bewusst zusammengebracht, die von sich aus eigentlich nicht miteinander in
Verbindung stehen. Literarische Montage besteht in der unvermittelten
Einfügung eines oder mehrerer in der außerfiktiven Welt vorgeformter Texte in
den laufenden Erzählprozess; diese zeichnen sich für die Welterfahrung des
Lesers durch ihr jeweils typisches Sprachmuster aus und suggerieren damit die
Wirklichkeitsechtheit.

Motiv: (Literaturwissenschaft) wiederholbare, bedeutungsvolle Inhaltseinheit.

Novelle: Die Novelle ist ein eigenständiges Genre. Sie ist eine Prosaform von
mittlerer Länge. Geschildert wird ein neues und skandalhaftes Ereignis, das eine
Wende markiert. Die Erzählweise ist straff und gedrängt. Eine Novelle ist ein
kurzer Prosatext. Sie gehört zur literarischen Gattung der Epik, der erzählenden
Texte. Die Novelle kann unterschiedliche Formen annehmen. In jüngerer Zeit
verwischen oft die Grenzen zwischen Novelle und Kurzgeschichte. Dennoch
gibt es einige wesentliche Kennzeichen, die eine Novelle definieren.
Unverzichtbar ist zum Beispiel die ursprüngliche Erzählsituation. Häufig sind
Novellen deshalb in eine Rahmenhandlung eingebettet.

Episode: kurzer Abschnitt in einem längeren Prozess, Verlauf.

Euphemismus: Der Euphemismus ist ein rhetorisches Stilmittel: Die


beschönigende oder verharmlosende Umschreibung eines Begriffs, den man
vermeiden will. Euphemismen findet man deshalb sowohl in der Literatur als
auch im Alltag, in der Werbung, in Wirtschaft und Politik. Indem eine
literarische Figur Euphemismen verwendet, können ihre Tabus deutlich gemacht
waren. Ein offener Mensch nennt die Dinge eher beim Namen als eine
gehemmte Persönlichkeit. Auch Rücksichtnahme, spöttische Einstellungen oder
die ironische Sichtweise bestimmter Themen lassen sich in Dialogen an den
entsprechenden Euphemismen erkennen. Euphemismen im literarischen Dialog
machen auch negative Charaktermerkmale deutlich. Dies können Schmeichelei,
Unehrlichkeit oder Versuche, andere Personen zu manipulieren, sein.
Manierismus: Stil der Übergangsphase zwischen Renaissance und Barock, der
durch eine Verbindung von Ungleichartigem zu einer künstlichen Einheit, durch
eine Sprache mit überreichen Metaphern, mythologischen Anspielungen u. a.
gekennzeichnet ist.

Parabel: Als Parabel wird eine epische Kleinform bezeichnet, die mit dem
Gleichnis verwandt ist. Die Parabel ist eine kurze, lehrhafte Textsorte, die durch
den Empfänger (Leser, Hörer) entschlüsselt werden muss. In einer Parabel wird
eine Geschichte erzählt, die sich auf eine eigentlich gemeinte Situation
übertragen lässt. In diesem Zusammenhang spricht man von zwei Ebenen: der
Bildebene sowie der Sachebene. Die Bildebene beschreibt das vordergründige
Geschehen, aus dem durch Deutung das Eigentliche abgeleitet werden kann: die
Sachebene. Die Parabel ähnelt demnach der Fabel und der Allegorie.

Paralipse: rhetorische Figur, die darin besteht, dass man etwas durch die
Erklärung, es übergehen zu wollen, nachdrücklich hervorhebt.

Perspektive: Jeder epische Text hat einen Erzähler, also eine Stimme, die dem
Leser die Geschichte erzählt. Dieser Erzähler kann dabei aus ganz
unterschiedlichen Positionen heraus erzählen, also die Perspektive ändern. Unter
Erzählperspektive versteht man also die Sicht, aus der ein literarisches Werk
erzählt wird.

Schelmenroman: Literaturwissenschaft „Roman (besonders des 16. und 17.


Jahrhunderts), dessen Held sich als Umhergetriebener niederer Abkunft mit
allen Mitteln, Listen und Schlichen durchs Leben schlägt“.

Porträt: Ein Portrait ist eigentlich nichts anderes als eine Reportage über eine
Person. Diese Person ist meist eine berühmte oder spannende Persönlichkeit.
Der Zweck des Portraits ist es, dem Leser diesen Menschen näher zu bringen.
Dabei geht es nicht nur um dessen Äußeres, sondern auch um die inneren
Eigenschaften, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft dieser
Person. Ein Portrait basiert meistens auf einem längeren Gespräch, das der
Autor mit der Persönlichkeit geführt hat. Oftmals werden daher auch Zitate in
Psychogramm: Versuch einer Persönlichkeitsbeschreibung anhand aller
erfassbaren psychologischen Daten.

Purismus: Im Allgemeinen versteht man unter Purismus die übertriebene


Bemühung, etwas rein, also frei von fremden, unerwünschten Einflüssen zu
halten. In der Sprachwissenschaft beschreibt Purismus das Bestreben, eine
Sprache frei von Fremdwörtern zu halten. Auch in der Kunstwissenschaft und
der Architektur versteht man unter Purismus das Streben nach Stilreinheit den
Text eingebunden, welche die jeweiligen Eigenheiten hervorheben.

Robisonade: Abenteuerroman im Stil des Robinson Crusoe.

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