Formation
Formation
für Verkäufer
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KS125HO-DE (0503)
Fachwissen
für Verkäufer
INHALTSVERZEICHNIS
Seite:
1. EINLEITUNG 3-4
1.1. Was ist Verkaufen? 3
1.2. Verkaufs- und Gesprächstechnik 4
5. MOTIVATION 14 - 15
9. ERÖFFNUNGSTECHNIKEN 28 - 31
9.1. Die Vorbereitung 28 - 29
9.2. Die Eröffnung des Gesprächs 30
9.3. Visualisieren 31
11. ABSCHLUSSTECHNIKEN 34 - 38
11.1. Der Abschluss 34
11.2. Kaufsignale 35
11.3. Abschlusstechniken 36 - 38
11.4. Aftersales/Aktionsplan 38
12. ZUSAMMENFASSUNG 39
Zusammenfassung:
Der moderne Verkäufer ist für das Anknüpfen und Unterhalten von Kontakten zu Kunden und
potenziellen Kunden verantwortlich. Die gegenwärtigen Entwicklungen auf dem Markt und die
Entwicklungen der Wirtschaft machen es dem Verkäufer nicht leichter. Praxisbezogenes
Verkaufstraining kann Ihnen dabei helfen, bessere Verkaufsergebnisse zu erzielen.
Zusammenfassung:
Durch die bewusste Anwendung von Gesprächstechniken können Sie mit Ihrer Persönlichkeit,
Ihrem Wissen und Ihrem Können den größtmöglichen Effekt erzielen.
Als moderner Verkäufer haben Sie hauptsächlich eine informierende und beratende Aufgabe, die
darauf gerichtet ist, Kontakte zu Abnehmern zu unterhalten und gewinnbringende Verträge
abzuschließen. Dabei sind Ihre Persönlichkeit und die Qualität Ihrer Dienstleistung sehr wichtig.
Dieses persönliche Element spielt beim Verkaufsvorgang eine große Rolle. Kunden möchten
Ihnen vertrauen können und wenn Sie ihnen dieses Gefühl geben, wird sich Ihre Chance, einen
Auftrag zu erhalten, erheblich erhöhen und der Kaufvorgang wird beschleunigt.
Ihr inneres Verhalten ist deshalb mindestens ebenso wichtig wie die Gesprächstechnik. Sie müssen
immer Sie selbst bleiben, jedoch gleichzeitig Ihren Gesprächspartner berücksichtigen.
Ein guter Verkäufer ist ein Psychologe; er durchschaut seine Kunden. Er versetzt sich ständig in
die Lage des Kunden und sucht zusammen mit ihm nach der besten Lösung.
Er versucht, aus den Worten des Kunden dessen wirkliche Absicht zu lesen und greift diese auf.
Psychologisches Einfühlungsvermögen und eine gehörige Dosis Menschenkenntnis sind in diesem
Zusammenhang unentbehrlich. Ferner müssen Sie als Verkäufer den starken Willen besitzen, das
Geschäft zu Stande zu bringen, das Ihnen vor Augen schwebt. Vielen Kunden muss man zu ihrem
Entschluss verhelfen. Sie sind dafür da, ihnen zu helfen und sie zu überzeugen, so dass sie sich
sicher sind, die richtige Entscheidung zu treffen, nicht nur zum Zeitpunkt des Kaufes, sondern
auch für die Zukunft.
Menschen mit guter Verkaufsergebnisse gewinnen das Vertrauen ihrer Kunden, indem sie direkt
und persönlich kommunizieren.
Kurz gesagt:
Der wichtigste Faktor des Verkaufsvorgangs sind Sie selbst!
Zusammenfassung:
Die Persönlichkeit des Verkäufers ist ein wichtiger Aspekt beim Verkaufsvorgang. Das persönliche
Element spielt beim Kontakt zum Kunden eine bedeutende Rolle. Der Verkäufer versetzt sich in
die Lage des Kunden und sucht zusammen mit ihm nach der besten Lösung.
Schließlich ist es wichtig, ein harmonisches Gespräch zu führen. Wenn Sie dem Kunden aktiv
zuhören, sich anpassen und nicht dominieren, können Sie das Gesprächs im Gleichgewicht
halten. Es ist sinnlos, ein Verkaufsgespräch in eine Debatte oder einen Monolog ausarten zu
lassen.
Gesprächsdisziplin und aktives Zuhören sind daher auch die wichtigsten Aspekte guter
Kommunikation!
Zusammenfassung:
Verkaufen ist eine Form der Kommunikation, wobei der Verkäufer den Kunden davon zu
überzeugen versucht, dass sein Produkt dem Kunden Nutzen bringt.
Für eine gute Kommunikation sind folgende Punkte von Bedeutung:
• Aufmerksamkeit und Interesse gegenüber dem Kunden
• Zuhören
• Selbstsicherheit und Vertrauen zu Ihrem Produkt und zu Ihrem Unternehmen
• Sachkundige Kenntnisse
Sie können Ihrem Kunden deutlich zeigen, dass Sie ihm zuhören, indem Sie:
• Die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt stellen. Wenn der Kunde beispielsweise mit
dem Sprechen aufhört, können Sie die wichtigsten Punkte zusammenfassen und bei
eventuellen Unklarheiten nachhaken. Hiermit zeigen Sie, dass seine Informationen bei
Ihnen angekommen sind.
• Dem Kunden nicht unnötig in die Rede fallen oder ihn unterbrechen.
• Blickkontakt zum Kunden behalten. Hören Sie dem Kunden nicht nur zu, sondern achten
Sie auch auf dessen nonverbale Signale. Sie selbst können auch nonverbal reagieren, indem
Sie zum Beispiel zustimmend nicken, wenn Sie seiner Meinung sind.
• Notizen machen während des Gesprächs. Sie geben hiermit an, dass Sie das, was der Kunde
sagt, wichtig finden.
Das Verkaufsgespräch ist ein fortwährender Informationsaustausch, bei dem beide
Gesprächspartner ständig aufeinander reagieren. Sie können während des Gesprächs stets
überprüfen, ob Sie den Kunden gut verstehen und ob Ihre Informationen gut angekommen sind.
Aktives Zuhören gibt dem Kunden das Gefühl, dass er verstanden wird.
Zusammenfassung:
Durch aktives Zuhören erhalten Sie einen besseren Kontakt zu dem Kunden.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig:
• Fragen zu stellen,
• Nicht zu unterbrechen oder in die Rede zu fallen,
• Blickkontakt aufrechtzuerhalten, und
• Notizen zu machen.
Selbstsicherheit:
Wenn Sie sich so akzeptieren können, wie Sie sind, sowohl Ihre Stärke als auch Ihre Fehler und
Mängel, dann wird es Ihnen viel leichter fallen, andere Menschen zu verstehen und mit ihnen
umzugehen.
Fachwissen:
Der Kunde akzeptiert Sie als Gesprächspartner, wenn er versteht, worüber Sie reden und wenn er
weiß, dass Sie die Vor- und Nachteile Ihres Produkts bzw. Ihrer Dienstleistung kennen.
Meistens wird ein Verkäufer mit seinem Unternehmen gleichgesetzt, da er das einzige Bindeglied
zwischen dem Unternehmen und dem Kunden ist. Sie werden daher nicht nur als Person
beurteilt, sondern auch als Vertreter Ihres Unternehmens. Für Ihren Kunden sind Sie das
Unternehmen!
Ehrlichkeit:
Es ist wichtig, Vereinbarungen und Versprechen einzuhalten, keine falschen Auskünfte zu erteilen,
objektiv zu sein und starke Punkte hervorzuheben, ohne zu übertreiben.
Fr
eun
Ehrlich dlic
hke
it
Realistisch
Zuhören
Gerecht
Untreu
Organisation
Aussehen
Beredt Einfallslos
tisch
Enthousias ß
Na turgemä Unzu Bedrä
ngelnd
verlä
ssig
Kein Einfülungsvermögen
Zusammenfassung:
Der Verkäufer muss das Vertrauen des Kunden gewinnen. Dieses Vertrauen ist die Grundlage
eines guten Kontaktes. Wichtige Aspekte sind dabei:
• Selbstsicherheit,
• Präsentation, Erscheinung, Sprachgebrauch,
• Fachwissen,
• Begeisterung, Motivation, und
• Ehrlichkeit.
Zusammenfassung:
Während des Verkaufsgesprächs sollten Sie auf Ihre nonverbalen Signale und die des Kunden
achten und positiv darauf reagieren. Auch ohne Worte können Sie dem Kunden deutlich machen,
dass Sie an dem interessiert sind, was er sagt, und aktiv zuhören.
Das Verkaufsgespräch ist ein Gespräch, bei dem die eine Person der anderen ein Produkt oder
eine Dienstleistung zu verkaufen versucht. Ziel ist es, den anderen so zu überzeugen bzw. derart
zu beraten, dass dieser tatsächlich zum Kauf bereit ist.
Falsches Vorgehen beim Verkaufsgespräch verärgert den Kunden. Verärgerung ist eine schlechte
Basis für die Fortsetzung des Gesprächs. Deshalb sollte ein Gespräch logisch aufgebaut sein.
Zuerst muss die Aufmerksamkeit des potenziellen Käufers geweckt werden. Anschließend muss
versucht werden, beim Käufer den Vorzug des Produkts hervorzuheben. Schließlich kann ein
bestimmtes Angebot gemacht werden und der Kunde kann sich entscheiden, zu kaufen.
Dieses Konzept kann die Grundlage für ein erfolgreiches Vorgehen sein. Da jedoch jede
Verkaufssituation anders ist, ist persönliche Anpassung notwendig. Ein gewisses Maß an
Improvisation und Flexibilität ist unersetzlich.
Der Verkäufer muss auf die bestimmte Situation eingehen und sich der Stimmung, der
Persönlichkeit und den Umständen des Kunden anpassen.
1.2. Einführung
Zu Anfang des Gesprächs werden Sie dem Kunden und dessen direkter Umgebung alle
Aufmerksamkeit schenken. Sie beobachten und analysieren die Situation. In dieser Phase muss
eine Vertrauensatmosphäre geschaffen werden.
1.4. Argumentation
Sie berücksichtigen bei Ihren Verkaufsargumenten die Ideen und Wünsche des Kunden. Sie
machen dem Kunden deutlich, warum Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung für ihn interessant ist.
Der Kunde soll davon überzeugt werden, dass gerade Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung
besonders geeignet für ihn ist.
Zusammenfassung:
Die meisten Verkaufsgespräche laufen in mehreren Phasen ab:
• Vorbereitung,
• Einführung,
• Bestandsaufnahme der Wünsche und Erwartungen des Kunden,
• Argumentation,
• Umgang mit den Einwänden,
• Abschluss, und
• Aftersales und Aktionsplan.
Persönliche Anpassung und eine flexible Einstellung hinsichtlich der speziellen Situation des
Kunden sind jedoch ebenfalls erforderlich.
Motivation ist das, was den Menschen antreibt und bewegt. Es ist die Gesamtheit biologischer
und psychologischer Faktoren, durch die das menschliche Verhalten bestimmt wird. Motivation
ist immer auf etwas bestimmtes gerichtet; es ist das Streben nach einem Ziel.
Wenn wir die Motivation eines Menschen ergründen wollen, dann ergründen wir, warum jemand
etwas tut. Was sind die Beweggründe, die Antriebe, die Triebfedern, die uns dazu veranlassen,
etwas zu tun, weiterhin zu tun bzw. zu unterlassen?
Wenn wir die Motivation durchschauen, erhalten wir Einblick in ein bestimmtes zielgerichtetes
Verhalten des Menschen. Schwierig ist jedoch, dass Motive sich manchmal widersprechen bzw.
überschneiden und der Mensch sich seiner Motive oft selbst nicht bewusst ist.
Auch Kaufverhalten geht aus Motivation hervor. Normaler Weise stellen wir uns die Kaufmotive
eines Kunden als sofort und deutlich sichtbar vor, da wir sie von unserem eigenen Denken und
Handeln ableiten. Menschen kaufen jedoch aus ihren eigenen Gründen und nicht aus einem
Grund, den Sie selbst wichtig finden. Deshalb müssen Sie die Gründe des Kunden kennen, um
sein Verhalten beeinflussen zu können. Sie müssen versuchen herauszufinden, was der Kunde
wirklich will.
Es kommt darauf an, die wesentlichen Bedürfnisse des potenziellen Kunden herauszufinden und
ihm anschließend zu zeigen, dass Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung seine Wünsche befriedigt.
Kurz gesagt: Sie müssen deutlich machen, welche Vorteile ihm gerade Ihr Produkt bietet oder
bieten kann.
Wenn Sie die geschäftlichen und durch Gefühl beeinflussten Bedürfnisse des Kunden kennen,
wissen Sie, welche Vorteile und welche technische Aspekte Ihres Produkts Sie präsentieren
müssen, wie Sie Einwände widerlegen können und wann Sie zum Geschäftsabschluss kommen
können.
Gewinn:
• Höhere Produktivität,
• Niedrigerer Preis, und
• Preisnachlass.
Sicherheit:
• Garantien,
• Service, und
• Gezielte Referenzen aus der Branche.
Bequemlichkeit:
• Weniger Betreuung innerhalb der Organisation erforderlich,
• Schnelle Lieferzeiten, und
• Alles ist auf lager.
Anerkennung:
• Prestigeobjekte,
• Name-Dropping, namhafte Referenzen, und
• Qualität.
Zusammenfassung:
Die wichtigsten Kaufgründe von Kunden sind Gewinn, Sicherheit, Bequemlichkeit und
Anerkennung. Wenn Sie diese Motive des Kunden kennen, können Sie diese für Ihre
Argumentation nutzen.
6.1. Einwände
In allen Phasen des Verkaufsgesprächs besteht die Möglichkeit, dass der Kunde Einwände
vorbringt. Eigentlich sollten Sie sich über Einwände freuen. Einwände drücken oft Interesse aus.
Und das ist gerade das, was sich ein Verkäufer wünscht. Wenn es keine Einwände gäbe, würden
Ihre Kunden alles von jedem und überall kaufen. Dies ist glücklicherweise nicht der Fall. Deshalb
können wir annehmen, dass Verkaufen tatsächlich erst anfängt, wenn der Kunde „nein“ sagt.
Wenn dem Kunden sofort alle Vorteile Ihres Produkts klar wären, bräuchten wir keine Verkäufer
mehr.
Es ist wichtig, bereits während der Vorbereitung eines Verkaufsgesprächs darüber nachzudenken,
welche Einwände erhoben werden können.
Wenn Sie sich vorher Gedanken darüber gemacht haben, können Sie besser darauf eingehen.
EINWÄN
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DE
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Bitte einen
Nach einer kurzen Denkpause können Sie ruhig und überzeugend antworten. Sie wirken gelassen,
wenn Sie Ihre Stimme einfach etwas senken.
Beim Umgang mit Einwänden ist es wichtig, dass Sie dem Kunden aktiv zuhören, Blickkontakt
herstellen und sich - falls erforderlich - Notizen machen.
Beim Widerlegen von Einwänden muss das Prestige des Kunden sicherlich berücksichtigt werden.
Dies können Sie tun, indem Sie:
• Nicht sagen, dass der Kunde etwas nicht wissen kann,
• Auf die Ausgewogenheit des Gesprächs achten,
• Das Gespräch auf gleicher Ebene führen,
• Dem Kunden nicht widersprechen, sondern ihn akzeptieren.
Wenn Sie die Einwände Ihres Kunden der Reihe nach auf eine Art und Weise beantworten, die
bei dem Kunden Vertrauen weckt, werden Sie im Allgemeinen feststellen, dass Ihre
Auftragschancen zunehmen.
Sie stimmen dem Einwand des Kunden bedingt zu, aber Sie machen gleichzeitig eine positive
Bemerkung zu dem Einwand. Sie versetzen sich in den Kunden und zeigen Verständnis für das,
was er einzuwenden hat. Sie können den Kurs in Ihrem Sinne ändern, indem Sie Ihrem Kunden
aufführen, welche Bedeutung etwas für ihn hat. Dadurch vermeiden Sie einen Konflikt mit Ihrem
Kunden und denken mit ihm über den Einwand nach.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass Sie innerhalb des Gesprächs die Initiative behalten und sich
in die Lage des Kunden versetzt haben. Dadurch wird dieser bereit sein, die Angelegenheit auch
von Ihrer Seite zu betrachten.
Beispiel:
Einwand: „Zu teuer“.
„Ich kann mir vorstellen, dass Sie das sagen, und wenn ich Ihnen beweisen kann, dass dies Ihrem
Unternehmen direkten Gewinn einbringt …“
Filtertechnik
Mit dieser Technik können Sie feststellen, welches Argument hinter einem Einwand steckt. Sie
versuchen herauszufinden, warum der Kunde einen bestimmten Einwand vorbringt, indem Sie
Fragen stellen. Oft liegen einem Einwand mehrere Ursachen zu Grunde. Wenn Sie nach der
Ursache fragen, können Sie, genauso wie der Kunde, sich ein deutliches Bild von dem „Wie“ und
„Warum“ des Einwands machen.
Dies erleichtert dann wieder die Lösung.
Beispiel:
Einwand: „Zu teuer …“
Frage des Verkäufers: „Wie meinen Sie das?“
„Zu teuer, in welcher Hinsicht?“
Reflextechnik
Sie formulieren den Einwand des Kunden neu und schwächen dabei das negative Element ab.
Durch Ihre positive Formulierung ist der Kunde eher geneigt, Ihnen zuzustimmen als beim
Wiederholen negativer Aspekte.
Beispiel:
Einwand: „Zu teuer …“
Verkäufer: „Also wenn ich Sie richtig verstehe, möchten Sie noch mehr Vorteile hören.“
Bumerangtechnik
Sie spielen den Ball zurück zum Kunden.
Einwand: „Wir haben bereits einen guten Zulieferer.“
Verkäufer: „Das trifft sich gut. Dann können Sie dies umso besser mit dem vergleichen, was wir
Ihnen zu bieten haben.“
Diese Technik wird hauptsächlich beim Telefonverkauf angewendet.
Zusammenfassung:
Während aller Verkaufsphasen können Sie auf Einwände stoßen. Mit Hilfe verschiedener
Techniken können Sie die Einwände des Kunden nacheinander effektiv beseitigen.
7.2. Fragearten
Offene Fragen
Offene Fragen können ein Gespräch buchstäblich „öffnen“.
Zweck einer offenen Frage ist es, dass der Kunde über die Dinge zu sprechen anfängt, die er
wichtig findet. So finden Sie dessen Wünsche und Bedürfnisse heraus und wenn Sie diese
analysieren, entdecken Sie die Motivation Ihres Kunden. Offene Fragen fangen an mit:
Wieso, weshalb, warum, wer, was, wo, wodurch, welche und wie.
Dem Kunden wird völlig freigestellt, wie er antwortet.
Die Antwort ist nicht auf eine Anzahl Möglichkeiten beschränkt, aus denen er wählen kann,
sondern kann in ganz unerwartete Richtungen gehen. Offene Fragen bringen dadurch jedoch die
Gefahr mit sich, dass der Kunde vom Thema abweicht.
Geschlossene Fragen
Geschlossene Fragen fangen immer mit einem Verb an:
„Können Sie …?“
„Haben Sie ….?“
Auf geschlossene Fragen kann mit „Ja“ oder „Nein“ geantwortet werden. Diese Art von Fragen
haben den Vorteil, dass Sie die Gesprächsleitung behalten und das Gespräch in eine bestimmte
Richtung leiten können. Dies ist notwendig, wenn der Kunde zu viel vom Thema abweicht oder
zu lange darüber spricht. Durch geschlossene Fragen können Sie den Kunden wieder auf den Weg
bringen, den Sie einschlagen möchten.
Die Hypothesefrage
Diese Art von Fragen dient dazu, beim Kunden einen bestimmten Bedarf hervorzurufen.
Der Kunde wird gezwungen, nachzudenken und sich in eine imaginäre Situation
hineinzuversetzen. Die Hypothesenfrage sieht wie folgt aus:
„Stellen Sie sich vor, dass …“
„Was würde passieren, wenn …?“
Wenn Sie die Hypothesenfrage stellen, können Sie eine beliebige Situation aufrufen und den
Kunden hierüber nachdenken lassen.
Beispiel:
„Bevorzugen Sie unser System mit Umtausch oder ohne?“
„Nehmen wir die Installation vor oder tun Sie es selbst?“
Die Suggestivfrage
„Ich gehe davon aus, dass …“
„Ich nehme an, dass …“
Durch diese Frage präsentieren Sie dem Kunden eine Stellungnahme, die sich für Sie positiv
auswirkt. Der Fragesteller legt seinen Standpunkt dar und versucht, die Zustimmung des Kunden
zu bekommen. Diese Fragetechnik wird vor allem angewendet, um das Gespräch in eine
bestimmte Richtung zu lenken. Ferner dienen Suggestivfragen dazu, Bestätigung des
Gesprächspartners zu erhalten. Man möchte deutlich zeigen, dass man mit ihm einer Meinung ist.
„Finden Sie nicht auch, dass eine beträchtliche Einsparung indirekter Kosten für Ihr
Unternehmen wichtig ist?“
Zusammenfassung:
Wenn Sie die oben aufgeführten Fragetechniken anwenden, können Sie die Bedürfnisse und
Motive des Kunden ergründen. Wenn Sie den Effekt einer bestimmten Fragensorte kennen,
können Sie das Gespräch in eine beliebige Richtung steuern.
8.1. Ziel
In diesem Stadium muss der Kunde davon überzeugt werden, dass Ihr Produkt für ihn von
Nutzen sein kann, dass es ihm Vorteile bringt.
Um den Kunden davon überzeugen zu können, müssen Sie auf dessen Wünsche und Ideen
eingehen. Wenn Sie sich seine Motive, die Sie inzwischen herausgefunden haben, zu Nutze
machen, können Sie ihm erklären, warum ihr Produkt wertvoll für ihn ist. Ihr Kunde muss das
Gefühl haben, dass er das, was Sie verkaufen, braucht. Das Gefühl müssen Sie ihm vermitteln,
indem Sie die reellen Vorteile Ihrer Produkte/Dienstleistungen derartig hervorheben, dass Ihr
Kunde von Ihnen kaufen will.
Argumentieren bedeutet, dem Kunden zu veranschaulichen, dass das präsentierte Produkt oder
die präsentierte Dienstleistung ihm Vorteile verschafft, die seinen Wünschen und Motiven
entsprechen. Es geht daher sicherlich nicht nur um das Aufzählen der Vorteile des Produkts bzw.
der Dienstleistung.
Menschen kaufen keine Vorteile oder Eigenschaften, es sei denn, sie können sehen, dass diese in
ihren persönlichen Gebrauch oder in ihren persönlichen Vorteil umgewandelt werden können.
Ihre Vorschläge müssen also das Interesse des Kunden wecken. Wenn Sie mit den Vorteilen Ihres
Produkts auf das „Herz“ des Kunden abzielen, können Sie ihn davon überzeugen, dass Ihr
Produkt die beste Lösung für ihn ist, ihm den größten Vorteil verschafft.
Argumente sind im Prinzip ein Appell an die Motivation des Kunden. Der Vorteil muss immer in
Motive umgewandelt werden.
Überzeugen ist Beweisen, dass gewisse Eigenschaften Ihres Produkts bestimmten Bedürfnissen
und Motiven Ihres Kunden entsprechen.
Ihre Argumentation muss mit der Vorstellung übereinstimmen, die der Kunde vom Gebrauch des
Produkts hat. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die richtigen Vorteile wählen. Diese Wahl wird
durch eine korrekte Bedarfsanalyse ermöglicht.
Die Argumente müssen nacheinander aufgeführt werden. Sie müssen den Kunden nicht mit einer
Unmenge von Argumenten verwirren; nur die Qualität ist wichtig. Deshalb müssen Sie gerade die
Argumente aufführen, die auf die Erwartungen Ihres Gesprächspartners zugeschnitten sind.
Vorteile sind immer nur Vorteile für einen speziellen Kunden. Die Motive dieses Kunden müssen
angesprochen werden. Wenn Sie Ihre Verkaufsargumente auf die Kaufmotive und den Bedarf des
Kunden ausrichten, können Sie die erfolgreichsten Argumente für diesen Kunden auswählen. Die
Erstellung eines „Sellogramms“, in dem alle Argumente aufgeführt werden, kann dabei eine gute
Vorbereitung auf ein Verkaufsgespräch sein.
A = Argument
Dies sind im Prinzip die von Ihnen gewählten Produkteigenschaften, die für
Ihren Kunden wichtig sind.
B = Bedeutung
Die Argumente oder Produkteigenschaften werden in Vorteile umgewandelt,
indem Sie an das Kaufmotiv des Kunden appellieren. Sie zeigen, welchen Nutzen
er an dieser bestimmten Eigenschaft hat, was sie für ihn bedeutet, welchen
Vorteil sie ihm bringt.
K = Kontrollfrage
Sie bitten um die Zustimmung des Kunden, so dass dieser bestätigt, dass der von
Ihnen aufgeführte Vorteil auch tatsächlich für ihn von Vorteil ist. Eigentlich zeigt
der Kunde, dass er mit Ihnen einer Meinung ist.
A = direkte Anwendbarkeit
B = „Das bedeutet für Sie, dass Ihre Mitarbeiter direkt damit arbeiten
können und es Ihnen sofort Gewinn einbringt.“
Zusammenfassung:
Durch Argumentieren beweisen Sie dem Kunden, dass Ihr Produkt wertvoll für ihn ist. Die
Argumentwahl hängt von den Motiven des Kunden ab.
Wenn Sie diese Argumente anschließend als Vorteil für den Kunden präsentieren, können Sie ihn
davon überzeugen, dass Ihr Produkt wichtig für ihn ist.
Ang
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t Auft
Zusammenfassung:
In der Vorbereitungsphase eines Verkaufsgesprächs sammeln Sie Informationen über den Kunden
und Sie bestimmen selbst, was Sie in dem Gespräch erreichen möchten.
Beispiel:
„Wir haben diesen Termin vereinbart, um über eine mögliche Ertragssteigerung in Ihrer Fertigung
zu sprechen.“
• Stellen Sie dem Kunden anschließend eine Frage, wodurch dieser aktiv wird.
Zusammenfassung:
Zu Gesprächsbeginn geht es darum, dass der Kunde Sie als Gesprächspartner akzeptiert. Ferner
müssen Sie das Interesse des Kunden auf Ihr Produkt lenken.
IHR UMSATZ
Die Sandwich-Methode
Der Preis wird mit Hilfe von zwei Wertelementen verpackt; und zwar mit Hilfe von zwei
Vorteilen des Produkts. Diese wurden in einem vorherigen Gesprächsstadium bereits „verkauft“.
ARGUMENT
PREIS
ARGUMENT
Beispiel:
Ihr Produkt: e 15.000,-
Das des Konkurrenten: e 13.000,-
„Tatsächlich erhalten Sie für e 2.000,- folgendes zusätzlich …“
(woraufhin Sie ein paar Vorteile nennen, die der Kunde anerkannt hat).
Preisnachlass
Ein Preisnachlass ist immer ein reiner Nettogewinn, den Sie verschenken. Gehen Sie sparsam
damit um! Wenn „verhandelt“ werden muss, versuchen Sie erst, andere Methoden oder
Möglichkeiten zu finden, die Sie und Ihr Unternehmen weniger kosten, während Sie in den
Augen des Kunden einen ähnlichen bzw. sogar höheren Wertvorteil bieten.
In diesem Rahmen kann man an eine wertvollere Lieferung denken: Ersatzteile,
Verbrauchsmaterialien.
Eigentlich ist ein Preisnachlass das Teuerste, das man weggeben kann.
Probieren Sie, Alternativen zu finden.
Zusammenfassung:
Der Kunde stellt den Wert Ihres Produkts im Laufe des Verkaufsgesprächs fest.
Eine Preisverhandlung ist ein kritischer Punkt; deshalb ist es wichtig, wie Sie Ihren Preis
präsentieren.
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Sie sind zu früh, wenn Sie probieren, ein Geschäft abzuschließen, bevor Sie den Kunden
ausreichend für Ihr Produkt interessiert haben. Kunden kaufen die Vorteile, die ihnen Ihr Produkt
bietet. Wenn Sie versuchen, den Verkauf abzuschließen, bevor Sie sie vom Wert Ihres Angebots
ausreichend überzeugt haben, gehen Sie das Risiko ein, dass der Kunde ablehnt. Auf der anderen
Seite können Sie aber auch zu lange mit dem Abschluss warten. Je sorgfältiger Sie das Verhältnis
zum Kunden aufgebaut haben, desto eher werden Sie dazu neigen, den Moment des
Verkaufsabschlusses hinauszuschieben.
Zu langes Warten führt jedoch dazu, dass der günstige Zeitpunkt verstreicht, bevor Sie ihn
genutzt haben.
Sie können während des Argumentierens merken, dass der Kunde für den Abschluss „reif“ ist,
wenn:
• all Ihre Argumente bejaht werden;
• der Kunde Kaufsignale abgibt.
Diese Fragen zeigen, dass der Kunde über die Ausführung des Auftrags mitdenkt und er sich
bereits vorstellt, dass Ihr Produkt in der Praxis funktionieren wird. Sie müssen sofort darauf
reagieren, indem Sie die Frage ruhig beantworten und zur Abschlussfrage übergehen.
Hypothesenfrage
Diese Frage ist nicht so gefährlich wie die Frage, die sich auf den direkten Abschluss konzentriert.
Sie riskieren nicht so schnell eine Ablehnung. Die Hypothesenfrage sieht wie folgt aus:
„Vorausgesetzt, wir kommen ins Geschäft, welche Lieferzeiten würden Sie dann bevorzugen?“
„Wenn wir davon ausgehen, dass Sie uns den Auftrag erteilen …?“
Die Alternativtechnik
Genauso wie bei der Alternativfrage lassen wir den Kunden aus zwei Möglichkeiten wählen. Die
Wahrscheinlichkeit, ein „Nein“ zu bekommen, ist dadurch viel kleiner als bei einer auf den
direkten Abschluss gerichteten Frage.
„Möchten Sie lieber, dass wir nächste Woche oder erst in einem Monat liefern?“
Testtechnik
Dies ist eine Kombination von Hypothesenfrage und Alternativtechnik. Es ist eine ungefährliche
Methode zur Kontrolle, ob der Kunde schon für den Auftrag „reif“ ist.
„Angenommen, wir schließen das Geschäft ab, möchten Sie dann, dass die Lieferung diese Woche
oder nächste Woche stattfindet?“
Die Eiltechnik
Diese Technik wenden Sie an, wenn der Kunde etwas Zusätzliches von Ihnen verlangt.
Normalerweise sind Sie gerne bereit, zu Ihrem Standardangebot etwas hinzuzufügen, aber dann
muss der Kunde Ihnen dementsprechend auch etwas bieten (eine Hand wäscht die andere).
„Wir sind bereit, eine Woche schneller zu liefern als normal, aber dann müssten wir nun zu einem
Geschäftsabschluss kommen.“
Haupt
geschä
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PROBLEM
PROBLEM
PROBLEM
PROBL EM
Zusammenfassung:
Wenn Sie im Laufe des Verkaufsgesprächs ausreichend Interesse bei dem Kunden geweckt haben
und das Produkt stückweise „verkauft“ haben, wird der Kunde Kaufsignale abgeben. Wenn Sie
darauf genau achten, können Sie zum richtigen Zeitpunkt mittels der am besten geeigneten
Abschlusstechnik zum Geschäftsabschluss kommen.
11.4. Aftersales/Aktionsplan
Wenn Ihnen der Auftrag erteilt wurde, ist ein guter Kundendienst wichtig, um Ihren Kunden für
Folgeaufträge zu behalten und um bei anderen eventuellen Neukunden empfohlen zu werden.
Das Vertrauen, das der Kunde zum Zeitpunkt des Ankaufs zu Ihnen hat, können Sie wahren,
indem Sie persönlich die Verantwortung für die Durchführung des Auftrags übernehmen. Wenn
Sie anschließend regelmäßig Kontakt zu Ihrem Kunden aufnehmen und für einen
ausgezeichneten Service sorgen, können Sie den Kunden auch für die Zukunft an sich binden.
Konkurrenten liegen ständig auf der Lauer und werden weiterhin versuchen, Ihren Kunden für
sich zu gewinnen. Gute Kundenpflege ist deshalb für die Kontinuität Ihrer Aufträge und Ihres
Unternehmens notwendig.
Wenn der Verkauf noch nicht mit einem Auftrag besiegelt wurde, werden Sie zusammen mit dem
Kunden einen Aktionsplan aufstellen müssen. Mittels eines gemeinsamen Aktionsplans halten Sie
sich den Kunden „warm“ und Sie machen darüber hinaus einen professionellen Eindruck.
Kunden machen gern Geschäfte mit Profis; deshalb ist das Erstellen eines Aktionsplans eigentlich
Ihre „Pflicht“, um das gewonnene Vertrauen zu Ihnen, Ihrem Produkt und Ihrem Unternehmen
zu erhalten.
UMSATZ
Oft werden Verkäufer „ins kalte Wasser geworfen“ und müssen sie selbst herausfinden, wie sie ihre
Aufgabe lösen können. Durch gezieltes Training können Sie lernen, Ihre Aufgaben bewusster und
zielstrebiger durchzuführen. Mit Training investieren Sie in die Qualität Ihrer eigenen
Fähigkeiten. Wenn Sie sich die oben erwähnten Techniken aneignen, wird Ihnen dies von großem
Nutzen sein. Die richtige Technik in den Händen einer Person, die damit auch noch gut
umzugehen weiß, ist fast unschlagbar.
Eine Ausbildung macht noch keinen Spitzenverkäufer aus Ihnen, doch Sie werden in Ihrem Beruf
als Verkäufer viel wertvoller sein. Training hilft Menschen, ihr Verhalten zu beherrschen und dies
gibt ihnen die Chance, sich in ihrem Unternehmen zu bewähren.
Kenneth Smit