FSPVO
FSPVO
Dezember 2011
Verordnung
des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
zur Feststellung der Eignung von Studienbewerbern
mit ausländischen Bildungsnachweisen für die Aufnahme eines Studiums
an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland
(Feststellungsprüfungsverordnung – FSPVO)
Vom 18. November 2011
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15. Dezember 2011 Nr. 12 Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt
(1) Für die Durchführung der Feststellungsprüfung wird ein (4) Im Fall des Absatzes 3 Nr. 1 muss die schriftliche Anmel-
Prüfungsausschuss gebildet. Dem Prüfungsausschuss gehö- dung dem Studienkolleg spätestens drei Tage sowie in den
ren an: Fällen des Absatzes 3 Nr. 2 bis 4 spätestens drei Wochen vor
1. der Vorsitzende, der vom Staatsministerium für Wissen- Beginn der Feststellungsprüfung vorliegen. In den Fällen des
schaft und Kunst bestellt wird, Absatzes 3 Nr. 3 und 4 ist der Anmeldung eine Bestätigung der
2. der Leiter des Studienkollegs, soweit er nicht bereits nach Hochschule, dass die Aufnahme des angestrebten Studiums
Nummer 1 bestellt ist, nach Bestehen der Feststellungsprüfung ermöglicht wird, so-
3. mindestens drei vom Vorsitzenden des Prüfungsausschus- fern in zulassungsbeschränkten Studiengängen eine Zulas-
ses bestellte Lehrkräfte des Studienkollegs, die im zweiten sung im Rahmen des Auswahlverfahrens erteilt wird, beizu-
Semester Unterricht erteilt haben, fügen. Außerdem ist eine schriftliche Erklärung über eine
4. zwei weitere, vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorangegangene Teilnahme an der Feststellungsprüfung und
bestellte Lehrkräfte des Studienkollegs. deren Ergebnis abzugeben.
(2) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer (5) Im Fall des Absatzes 3 Nr. 1 ist der Studienbewerber mit der
Prüfungstätigkeit unabhängig und keinen Weisungen unterwor- schriftlichen Anmeldung zugelassen. In den Fällen des Absat-
fen. zes 3 Nr. 2 bis 4 entscheidet der Prüfungsausschuss über die
Zulassung zur Prüfung. Die Zulassung zur Prüfung ist abzuleh-
(3) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn der Vorsit- nen, wenn die Anmeldung nicht fristgerecht oder nicht vollstän-
zende und mindestens die Hälfte der weiteren Mitglieder anwe- dig vorliegt oder wenn der Studienbewerber bereits zweimal er-
send sind. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgege- folglos an der Feststellungsprüfung teilgenommen hat. Die
benen Stimmen. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Entscheidung ist dem Studienbewerber bis spätestens eine
Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Aus- Woche vor Prüfungsbeginn schriftlich bekannt zu geben und
schlag. bei Ablehnung zu begründen.
(5) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses werden protokol- Soweit es die Behinderung eines Studienbewerbers erfordert,
liert; das Protokoll wird vom Protokollanten und vom Vorsitzen- kann der Prüfungsausschuss Vorbereitungszeiten und
den unterschrieben. Prüfungszeiten angemessen verlängern und sonstige Ausnah-
men vom Prüfungsverfahren zulassen. Die fachlichen Leis-
(6) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt die Auf- tungsanforderungen bleiben hiervon unberührt.
sicht für die Durchführung der schriftlichen Prüfungen und die
Korrektoren für die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleis-
tungen sowie die Fachausschüsse für die Durchführung der §7
mündlichen Prüfungen. Diese Fachausschüsse bestehen aus Gliederung der Feststellungsprüfung
einem Vorsitzenden und mindestens einer weiteren Lehrkraft
des Studienkollegs. (1) Die Feststellungsprüfung gliedert sich in schriftliche und
mündliche Teilprüfungen und kann, vorbehaltlich der Ausnah-
meregelungen in § 12 Abs. 2, § 14 Abs. 1 Satz 1 und § 17, nur
als Einheit abgelegt werden.
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(2) Die drei Fächer der schriftlichen Prüfung werden durch den einem Goethe-Institut oder einer Institution mit einem
Prüfungsausschuss für jeden Schwerpunktkurs auf der Grund- Prüfungsauftrag des Goethe-Institutes erteilt wurde oder
lage der Rahmenfestlegungen nach Anlage 1 bestimmt. Die 8. Zertifikate gemäß bilateraler Abkommen mit anderen
Prüfungsaufgaben verlangen vom Studienbewerber die Dar- Staaten
stellung fachlicher Inhalte in der Form einer produktiven können vom Prüfungsausschuss von der Teilnahme an der
Sprachleistung. Satz 2 gilt nicht für das Prüfungsfach Mathe- Deutschprüfung befreit werden.
matik. Für das Fach Deutsch gelten ergänzend die Regelungen
der Anlage 2.
§8
(3) Fächer der mündlichen Prüfung sind die Pflichtfächer und Schriftliche Prüfung
bis zu drei Zusatzfächer des jeweiligen Schwerpunktkurses.
Der Studienbewerber soll in den Fächern der schriftlichen (1) Der Prüfungsausschuss wählt die schriftlichen Prüfungsauf-
Prüfung, soweit sie nicht Pflichtfächer sind, in denen das arith- gaben aus. Die Dauer der schriftlichen Prüfung beträgt in jedem
metische Mittel aus Vornote (§ 10 Abs. 5 Satz 1) und schrift- Fach, vorbehaltlich der Regelungen für das Fach Deutsch,
licher Prüfungsleistung nicht zu einer der in § 10 Abs. 1 genann- 180 Minuten.
ten Noten führt, auch mündlich geprüft werden. Der
Studienbewerber soll in allen weiteren Fächern, nicht jedoch (2) Die Prüfung findet unter Aufsicht statt. In einem Protokoll
über drei Zusatzfächer hinaus mündlich geprüft werden, in de- sind Datum und Fach der Prüfung, die Namen des oder der Auf-
nen ein begründetes Bedürfnis besteht, sich eine abschließen- sichtführenden und des Protokollführers, Beginn und Ende der
de Überzeugung von seinen durch die Vornote nachgewiese- Prüfungszeit und besondere Vorkommnisse festzuhalten. Das
nen Kenntnissen zu verschaffen. Die Entscheidung trifft der Protokoll ist vom Protokollführer zu unterschreiben.
Prüfungsausschuss. Die mündliche Prüfung wird mit einem zu-
sammenhängenden Kurzvortrag des Studienbewerbers zu
einem fachlichen Thema eröffnet. Für das Fach Deutsch gelten §9
ergänzend die Regelungen der Anlage 2. Mündliche Prüfung
(4) Studienbewerber, die die nötigen Deutschkenntnisse nach- (1) Studienbewerber, deren Durchschnitt von Vornote gemäß
weisen durch: § 10 Abs. 5 Satz 1 und schriftlicher Prüfungsleistung nach § 10
1. eine bestandene Teilprüfung im Fach Deutsch im Rahmen Abs. 2 in zwei Fächern der schriftlichen Prüfung schlechter als
einer Feststellungsprüfung gemäß § 5 der Rahmenordnung ausreichend ist, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen.
über Deutsche Sprachprüfungen für das Studium an deut- In diesem Falle ist die Feststellungsprüfung nicht bestanden.
schen Hochschulen (RO-DT) der Kultusministerkonferenz
(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25. Juni 2004, (2) Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt in jedem Fach,
Sammlung der Beschlüsse der Ständigen Konferenz der vorbehaltlich der Regelungen für das Fach Deutsch, maximal
Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutsch- 30 Minuten.
land, 3. Auflage, Neuwied, Luchterhand, 1982 – Loseblatt-
sammlung), (3) Die Prüfung wird vom zuständigen Fachausschuss abge-
2. eine bestandene „Deutsche Sprachprüfung für den Hoch- nommen. Der Verlauf der mündlichen Prüfung wird protokol-
schulzugang“ (DSH), die mit einem für die beantragte liert. Im Protokoll werden Datum und Fach der Prüfung, die Zu-
Hochschulzulassung ausreichenden Ergebnis gemäß § 3 sammensetzung des Fachausschusses, Beginn und Ende der
der RO-DT bestanden wurde, Prüfungszeit, die wesentlichen Prüfungsaufgaben, das
3. einen „Test Deutsch als Fremdsprache“ (TestDaF), der mit Prüfungsergebnis und besondere Vorkommnisse festgehalten.
einem für die beantragte Hochschulzulassung ausreichen- Das Protokoll ist vom Protokollführer zu unterschreiben.
den Ergebnis gemäß § 4 der RO-DT bestanden wurde,
4. das Deutsche Sprachdiplom – Stufe II (DSDII) der Kultus-
ministerkonferenz (Beschluss vom 6. Dezember 1996 in § 10
der Fassung vom 28. September 2005, Sammlung der Bewertung der Prüfungsleistungen
Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultusminister
der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, 3. Auflage, (1) Die einzelnen Prüfungsleistungen sind nach folgender No-
Neuwied, Luchterhand, 1982 – Loseblattsammlung), tenskala zu bewerten:
5. das „Kleine Deutsche Sprachdiplom“ oder das „Große 1. sehr gut (1) = eine hervorragende Leistung,
Deutsche Sprachdiplom“, das vom Goethe-Institut im Auf- 2. gut (2) = eine Leistung, die erheblich über den durchschnitt-
trag der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen lichen Anforderungen liegt,
wurde (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 2. Ju- 3. befriedigend (3) = eine Leistung, die durchschnittlichen An-
ni 1995 in der Fassung vom 12. Dezember 2007, Samm- forderungen entspricht,
lung der Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultus- 4. ausreichend (4) = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch
minister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, den Anforderungen genügt,
3. Auflage, Neuwied, Luchterhand, 1982 – Loseblattsamm- 5. nicht ausreichend (5) = eine Leistung, die wegen erhebli-
lung), cher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.
6. die „Zentrale Oberstufenprüfung“ des Goethe-Instituts, die in
Deutschland von einem Goethe-Institut, im Ausland von (2) Es werden nur ganze Noten vergeben. Jede Prüfungs-
einem Goethe-Institut oder einer Institution mit einem leistung ist mit zwei Noten, getrennt nach fachlichem Inhalt und
Prüfungsauftrag des Goethe-Institutes abgenommen wurde, sprachlicher Richtigkeit zu bewerten. Die Note für den fach-
7. ab 1. Januar 2012 das „Goethe-Zertifikat C2“, das in lichen Inhalt stellt zugleich die Prüfungsnote dar, es sei denn,
Deutschland von einem Goethe-Institut, im Ausland von die Note für die sprachliche Richtigkeit ist schlechter als die
Note für den fachlichen Inhalt. In diesem Fall ergibt sich die
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(3) Schriftliche Prüfungsarbeiten werden von zwei Korrektoren (1) Eine nicht bestandene Feststellungsprüfung kann vorbe-
unabhängig voneinander in einer Erst- und Zweitkorrektur be- haltlich des § 17 nur einmal und vorbehaltlich des Absatzes 2
wertet. Weichen Erst- und Zweitkorrektur voneinander ab und nur als Ganzes wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung
können sich die Korrektoren nicht auf eine Note einigen, legt kann nur an demselben Studienkolleg und frühestens nach
der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note fest. einem Semester abgelegt werden.
(4) Die Leistungen in den mündlichen Prüfungen werden von (2) Der Prüfungsausschuss kann auf Antrag beschließen, dass
den Mitgliedern des Fachausschusses bewertet. Bei nicht bei einer Wiederholungsprüfung auf die Prüfungen in den
übereinstimmender Bewertung entscheidet der Vorsitzende. Fächern verzichtet wird, in denen der Studienbewerber die
Prüfung bestanden hatte. Die in diesen Fächern erteilten Fach-
(5) Für Studienbewerber, die das Studienkolleg besucht haben, noten werden bei erfolgreichem Ablegen der Wiederholungs-
stellt die Benotung der Leistung des zweiten Semesters die prüfung bei der Feststellung des Ergebnisses der Prüfung nach
Vornote für das jeweilige Fach dar. Nach Beendigung der § 11 übernommen. Unterzieht sich der Studienbewerber bei
Prüfungen bildet der Prüfungsausschuss die jeweiligen Fach- einer Wiederholungsprüfung auch einer Prüfung in den bereits
noten als arithmetisches Mittel aus den Prüfungsnoten und bestandenen Fächern, so werden die Noten der Wiederho-
den Vornoten. In den Fällen der §§ 17 bis 19 werden die jeweili- lungsprüfungen als Prüfungsleistungen in die Berechnung der
gen Fachnoten als arithmetisches Mittel aus den Prüfungs- Fachnoten gemäß § 10 Abs. 5 eingebracht.
noten gebildet. Bei der Berechnung der Fachnote wird nur die
erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt, alle wei- (3) Besteht der Studienbewerber die Wiederholungsprüfung
teren Stellen werden ohne Rundung ersatzlos gestrichen. Bis nicht, so hat er die Feststellungsprüfung endgültig nicht bestan-
vier Zehntel wird auf die nächste bessere Note abgerundet, ab den.
sechs Zehntel wird auf die nächste schlechtere Note aufgerun-
det. Bei fünf Zehnteln gibt die Prüfungsleistung den Ausschlag;
in den Fällen der §§ 17 bis 19 gibt die Note für die schriftliche § 13
Prüfungsleistung den Ausschlag. In Fächern, die weder Zeugnis
mündlich noch schriftlich geprüft wurden, ist die Vornote die
Fachnote. (1) Über die bestandene Feststellungsprüfung wird ein Zeugnis
nach dem Muster der Anlage 3 ausgestellt. Das Zeugnis enthält
(6) Für das Fach Deutsch gelten die Regelungen der Anlage 2. die Fachnoten und die Gesamtnote.
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(1) Studierende am Studienkolleg können nach Abschluss des (3) Studienbewerber, deren schriftliche Prüfungsleistungen in
ersten Semesters in einem oder mehreren Fächern oder an zwei Fächern schlechter als „ausreichend“ sind, sind nicht zur
der gesamten Feststellungsprüfung teilnehmen (Freiversuch). mündlichen Prüfung zugelassen. Von der mündlichen Prüfung
Sie sind zur Prüfung zuzulassen, wenn die Leistungen in den in den schriftlich geprüften Fächern ist auf Antrag des Studien-
betreffenden Fächern mindestens „gut“ sind. bewerbers in den Fächern abzusehen, in denen mindestens die
Note „ausreichend“ erzielt wurde.
(2) Studienbewerber nach Absatz 1, deren schriftliche
Prüfungsleistungen in zwei Fächern schlechter als „ausrei- (4) Der Prüfungsausschuss stellt das Ergebnis der Ergän-
chend“ sind, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. zungsprüfung als „bestanden“ oder „nicht bestanden“ fest. Die
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Ergänzungsprüfung ist bestanden, wenn der Studienbewerber prüfung gemäß § 3 im zweiten Semester befinden oder zur
in allen Fächern mindestens die Fachnote „ausreichend“ erzielt Feststellungsprüfung bereits angemeldet haben, jedoch noch
hat. nicht zugelassen sind, können auf schriftlichen Antrag die Fest-
stellungsprüfung nach Maßgabe der Verordnung des Säch-
(5) Der Prüfungsausschuss bildet die Gesamtnote als arithme- sischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zur
tisches Mittel aus den Fachnoten der Ergänzungsprüfung. Die Feststellung der Eignung ausländischer und staatenloser Stu-
Gesamtnote wird auf eine Dezimalstelle hinter dem Komma ge- dienbewerber für die Aufnahme eines Studiums an Hochschu-
bildet, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung ersatzlos len der Bundesrepublik Deutschland (Feststellungsprüfungs-
gestrichen. verordnung – FSPVO) vom 29. März 2001 (SächsGVBl.
S. 171) ablegen.
(6) Über die bestandene Ergänzungsprüfung wird ein Zeugnis
nach dem Muster der Anlage 4 ausgestellt.
§ 21
Inkrafttreten und Außerkrafttreten
§ 20
Übergangsregelungen Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.
Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsminis-
(1) Studienbewerber, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens die- teriums für Wissenschaft und Kunst zur Feststellung der Eig-
ser Verordnung bereits zur Feststellungsprüfung zugelassen nung ausländischer und staatenloser Studienbewerber für die
sind, legen die Feststellungsprüfung nach Maßgabe der Ver- Aufnahme eines Studiums an Hochschulen der Bundesrepublik
ordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft Deutschland (Feststellungsprüfungsverordnung – FSPVO)
und Kunst zur Feststellung der Eignung ausländischer und vom 29. März 2001 (SächsGVBl. S. 171) außer Kraft.
staatenloser Studienbewerber für die Aufnahme eines Stu-
diums an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland (Fest-
stellungsprüfungsverordnung – FSPVO) vom 29. März 2001 Dresden, den 18. November 2011
(SächsGVBl. S. 171) ab.
Die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
(2) Studienbewerber, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens Prof. Dr. Dr. Sabine Freifrau von Schorlemer
dieser Verordnung in ihrer Vorbereitung auf die Feststellungs-
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Anlage 1
(zu § 7 Abs. 2 Satz 1)
Schwerpunktkurs T
Vorbereitung auf technische, mathematische und naturwissenschaftliche Studiengänge (außer biologischen Studiengängen)
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik .................................................................................................................................................... 8–12
Naturwissenschaften (Physik/Chemie) .................................................................................................................................. 8–12
Zusatzfächer
Informatik .................................................................................................................................................................................... 2
Darstellende Geometrie oder Technisches Zeichnen (für Studienbewerber für Studiengänge der Fachrichtungen
Maschinenbau, Bauwesen, Architektur) ...................................................................................................................................... 2
Technisches Zeichnen (für Studienbewerber für Studiengänge der Fachrichtung Elektrotechnik) .................................................. 1
Chemiepraktikum ........................................................................................................................................................................ 2
Elektrotechnik .............................................................................................................................................................................. 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2
Schwerpunktkurs M
Vorbereitung auf medizinische und biologische Studiengänge
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Naturwissenschaften .......................................................................................................................................................... 12–16
Mathematik.............................................................................................................................................................................. 4–5
Zusatzfächer
Lateinisch-griechische Wortkunde (für Studienbewerber für medizinische Studiengänge einschließlich Pharmazie) .................... 4
Informatik .................................................................................................................................................................................... 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2
Schwerpunktkurs W
Vorbereitung auf wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik ...................................................................................................................................................... 6–8
Volkswirtschaftslehre .................................................................................................................................................................. 6
Betriebswirtschaftslehre oder Englisch ........................................................................................................................................ 4
Geschichte/Geografie/Sozialkunde .......................................................................................................................................... 2–4
Zusatzfächer
Betriebswirtschaftlehre ................................................................................................................................................................ 2
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Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2
Statistik........................................................................................................................................................................................ 2
Informatik .................................................................................................................................................................................... 2
Schwerpunktkurs S/G
Vorbereitung auf sprachliche, geisteswissenschaftliche, künstlerische und gesellschaftswissenschaftliche Studiengänge
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch .............................................................................................................................................................................. 10–14
Geschichte .............................................................................................................................................................................. 4–6
je nach Fachrichtung:
S-Kurs G-Kurs
sprachliche Studiengänge geistes-, gesellschaftswissenschaftliche und künstlerische
(außer Deutsch) Studiengänge; Germanistik
3. Fremdsprache (eine zweite der oben genannten Sprachen Sozialkunde/Geografie ......................................................... 4–6
oder Latein)
oder Sozialkunde/Geografie
oder Deutsche Literatur
Zusatzfächer
Mathematik Latein ....................................................................................... 4
Deutsche Literatur Englisch ................................................................................... 4
Französisch .............................................................................. 4
Mathematik .............................................................................. 4
An der Universität Leipzig ist der Studiengang Germanistik dem S-Kurs zugeordnet mit der Maßgabe, dass anstelle der zweiten
Fremdsprache das Fach Sprachwissenschaftliche Grundlagen gewählt werden kann.
Schwerpunktkurs TI
Vorbereitung auf technische und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik ...................................................................................................................................................... 6–8
Naturwissenschaften .................................................................................................................................................................. 8
Technisches Zeichnen.................................................................................................................................................................. 4
1
Englisch nicht für Studienbewerber der Germanistik
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Zusatzfächer
Informatik (soweit nicht Pflichtfach) .............................................................................................................................................. 2
Technisches Zeichnen, einschließlich CAD (soweit nicht Pflichtfach) ............................................................................................ 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2
Schwerpunktkurs WW
Vorbereitung auf wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik ...................................................................................................................................................... 6–8
Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre ............................................................................................................................ 6
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 4
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 4
Zusatzfächer
Wirtschaftsgeschichte.................................................................................................................................................................. 2
Wirtschaftsgeografie.................................................................................................................................................................... 2
Geschichte/Geografie/Sozialkunde .............................................................................................................................................. 2
Schwerpunktkurs GD
Vorbereitung auf gestalterische und künstlerische Studiengänge an Fachhochschulen
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik.................................................................................................................................................................................. 4
Gestaltung/Design ...................................................................................................................................................................... 6
Physik.......................................................................................................................................................................................... 6
Computerunterstütztes Gestalten ................................................................................................................................................ 4
Zusatzfächer
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 4
Schwerpunktkurs SW
Vorbereitung auf sozialwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch .............................................................................................................................................................................. 10–12
Mathematik.................................................................................................................................................................................. 4
Gesellschaftswissenschaften ...................................................................................................................................................... 8
Pädagogik/Psychologie.......................................................................................................................................................... 3
Soziologie .............................................................................................................................................................................. 3
Rechtskunde.......................................................................................................................................................................... 2
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Zusatzfächer
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 4
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 4
Schwerpunktkurs DÜ
Vorbereitung auf die Studiengänge Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer an Fachhochschulen
Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch .............................................................................................................................................................................. 12–14
2. Fremdsprache (Englisch oder Französisch; jeweils nur für Fortgeschrittene) ............................................................................ 8
3. Fremdsprache (Englisch oder Französisch oder Spanisch) ...................................................................................................... 6
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 4
Zusatzfächer
Sozial- und Wirtschaftskunde ...................................................................................................................................................... 2
Rechtskunde................................................................................................................................................................................ 2
Einführung in studienrelevante Anwenderprogramme .................................................................................................................. 2
Anlage 2
(zu § 7 Abs. 2 Satz 4, § 7 Abs. 3 Satz 6, § 8 Abs. 1 Satz 2, § 9 Abs. 2, § 10 Abs. 2 Satz 5, § 15 Satz 3)
(1) Der Studienbewerber muss in der Lage sein, auf das Studium bezogene Texte zu verstehen, sie zu analysieren und mündlich
oder schriftlich wiederzugeben und selbst Texte zu verfassen. Dies schließt insbesondere ein:
1. die Fähigkeit, Vorgänge, Sachverhalte, Gedankenzusammenhänge sowie Ansichten und Absichten zu verstehen, sich mit ihnen
auseinander zu setzen sowie eigene Ansichten und Absichten sprachlich angemessen zu äußern,
2. eine für das Studium in Deutschland angemessene Beherrschung phonetisch-phonologischer Elemente, lexikalisch-idioma-
tischer Elemente, morpho-syntaktischer Elemente und textgrammatischer Elemente sowie
3. die sprachlichen Voraussetzungen für die Beherrschung der an deutschen Hochschulen gängigen wissenschaftsbezogenen
Arbeitstechniken.
(2) Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Teilprüfungen und einer mündlichen Prüfung.
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(5) Die Fachnote für das Fach Deutsch wird abweichend von § 10 Abs. 5 gebildet. Die schriftlichen Teilprüfungen werden getrennt
bewertet. Im Gesamtergebnis der Prüfung sind die Teilprüfungen wie folgt zu gewichten:
1. Schriftliche Prüfungen insgesamt 70 Prozent, davon
a) Hörverstehen 20 Prozent,
b) Leseverstehen 20 Prozent,
c) wissenschaftssprachliche Strukturen 10 Prozent und
d) vorgabenorientierte Textproduktion 20 Prozent.
2. mündliche Prüfung insgesamt 30 Prozent.
Die Fachnote für Deutsch wird durch das arithmetische Mittel aus Vornote und Prüfungsnote gebildet, wobei nur die erste Dezimal-
stelle hinter dem Komma berücksichtigt wird. Bei fünf Zehnteln entscheidet die Prüfungsnote.
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15. Dezember 2011 Nr. 12 Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt
Anlage 3
(zu § 13 Abs. 1 Satz 1)
Sie/Er hat – das Studienkolleg besucht und –*) die Feststellungsprüfung am Studienkolleg
in .................................................................................................. am ...............................................................................................
gemäß den Anforderungen des Schwerpunktkurses .........................................................................................................................
(Kursbezeichnung)
bestanden. Diesem Zeugnis liegt zugrunde die Feststellungsprüfungsverordnung vom ...................................................................
Sie/Er hat dabei die Gesamtnote .......... erzielt und damit ihre/seine Eignung zur Aufnahme eines Studiums an den Universitä-
ten und ihnen gleichgestellten Hochschulen/an den Fachhochschulen in den Ländern in der Bundesrepublik Deutschland in
denjenigen Studiengängen nachgewiesen, die dem oben genannten Schwerpunktkurs zugeordnet sind.
Dieses Zeugnis gilt nur in Verbindung mit dem/den oben bezeichneten Bildungsnachweis(en). Das Datum des Erwerbs der
Hochschulberechtigung ist identisch mit dem Datum des Bestehens der Feststellungsprüfung.
Nichtzutreffendes streichen!
*) Bei Externenprüfung streichen
**) Bei Befreiung gemäß § 7 Abs. 4 wird keine Note erteilt.
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Anlage 4
(zu § 19 Abs. 6)
.............................................................................................................................................................................................................
.............................................................................................................................................................................................................
Sie/Er hat die Ergänzungsprüfung mit der Gesamtnote .......... bestanden und ihre/seine Eignung zur Aufnahme eines Studiums
an den Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen/an den Fachhochschulen in den Ländern in der Bundesrepublik
Deutschland auch in den Studiengängen nachgewiesen, die dem Schwerpunktkurs .......... zugeordnet sind.
Nichtzutreffendes streichen!
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