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FSPVO

Die Feststellungsprüfungsverordnung (FSPVO) regelt die Eignung von Studienbewerbern mit ausländischen Bildungsnachweisen für die Aufnahme eines Studiums an deutschen Hochschulen. Studienbewerber müssen Kenntnisse der deutschen Sprache und Mathematik nachweisen, um an einem Studienkolleg teilnehmen zu können, und die Feststellungsprüfung besteht aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Die Verordnung legt auch die Struktur der Prüfung, die Zulassungsvoraussetzungen sowie die Aufgaben des Prüfungsausschusses fest.

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Die Feststellungsprüfungsverordnung (FSPVO) regelt die Eignung von Studienbewerbern mit ausländischen Bildungsnachweisen für die Aufnahme eines Studiums an deutschen Hochschulen. Studienbewerber müssen Kenntnisse der deutschen Sprache und Mathematik nachweisen, um an einem Studienkolleg teilnehmen zu können, und die Feststellungsprüfung besteht aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Die Verordnung legt auch die Struktur der Prüfung, die Zulassungsvoraussetzungen sowie die Aufgaben des Prüfungsausschusses fest.

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Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 12 15.

Dezember 2011

Verordnung
des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
zur Feststellung der Eignung von Studienbewerbern
mit ausländischen Bildungsnachweisen für die Aufnahme eines Studiums
an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland
(Feststellungsprüfungsverordnung – FSPVO)
Vom 18. November 2011

Aufgrund von § 23 Satz 3 des Gesetzes über die Hochschulen §2


im Freistaat Sachsen (Sächsisches Hochschulgesetz – Aufnahme in das Studienkolleg
SächsHSG) vom 10. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 900),
das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 4. Oktober 2011 (1) Vor Aufnahme in das Studienkolleg hat der Studienbewer-
(SächsGVBl. S. 380, 391) geändert worden ist, wird verordnet: ber in einem Aufnahmetest nachzuweisen, dass er über ge-
nügend Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt, um mit Er-
Inhaltsübersicht folg an den Lehrveranstaltungen im Studienkolleg teilnehmen
zu können. Für die Teilnahme an den Schwerpunktkursen T, M
§1 Grundsätze und W gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 sowie an den Schwerpunkt-
§2 Aufnahme in das Studienkolleg kursen TI und WW gemäß § 3 Abs. 3 Nr. 1 und 2 ist darüber hin-
§3 Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung aus nachzuweisen, dass der Studienbewerber über genügend
§4 Prüfungsausschuss Kenntnisse der Mathematik verfügt, um mit Erfolg an den Lehr-
§5 Anmeldung und Zulassung zur Prüfung veranstaltungen im Studienkolleg teilnehmen zu können. Inhalt
§6 Nachteilsausgleich bei Behinderung und Bewertung des Aufnahmetests regelt das Studienkolleg.
§7 Gliederung der Feststellungsprüfung Besteht ein Studienbewerber den Aufnahmetest nicht, so kann
§8 Schriftliche Prüfung er diesen einmal wiederholen.
§9 Mündliche Prüfung
§ 10 Bewertung der Prüfungsleistungen (2) Zur Teilnahme am Aufnahmetest hat der Studienbewerber
§ 11 Bestehen der Prüfung die Bestätigung einer sächsischen Hochschule vorzulegen,
§ 12 Wiederholung der Prüfung dass die Aufnahme des angestrebten Studiums nach Bestehen
§ 13 Zeugnis der Feststellungsprüfung ermöglicht wird, sofern in zulas-
§ 14 Versäumnis, Nachholung sungsbeschränkten Studiengängen eine Zulassung im Rah-
§ 15 Zugelassene Hilfsmittel men des Auswahlverfahrens erteilt wird.
§ 16 Täuschungshandlungen, Ausschluss von der Prüfung
§ 17 Freiversuch (3) Der Studienbewerber hat eine schriftliche Erklärung über
§ 18 Externenprüfung eine vorangegangene Teilnahme an der Feststellungsprüfung
§ 19 Ergänzungsprüfung und deren Ergebnis vorzulegen. Studienbewerber, die unge-
§ 20 Übergangsregelungen achtet in welchem Schwerpunktkurs bereits zweimal erfolglos
§ 21 Inkrafttreten und Außerkrafttreten an der Feststellungsprüfung teilgenommen haben, werden
nicht aufgenommen.
Anlage 1 Rahmenfestlegung für Schwerpunktkurse
Anlage 2 Prüfung im Fach Deutsch
Anlage 3 Zeugnis über die Feststellungsprüfung §3
Anlage 4 Zeugnis über die Ergänzungsprüfung Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung

(1) Die Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung am Studien-


§1 kolleg dauert in der Regel zwei Semester. Sie gliedert sich in
Grundsätze Schwerpunktkurse, die fachbezogen auf den angestrebten Stu-
diengang vorbereiten. Die Zuordnung der Studiengänge zu den
(1) Studienbewerber mit ausländischen Bildungsnachweisen, Schwerpunktkursen regelt die zulassende Hochschule im Ein-
die den Zugangsvoraussetzungen nach § 17 SächsHSG nicht vernehmen mit dem Studienkolleg.
gleichwertig sind, können an Studienkollegs gemäß § 23
SächsHSG die Prüfung zur Feststellung der Eignung für ein (2) Die Studienkollegs an Universitäten können folgende
Studium an deutschen Hochschulen (Feststellungsprüfung) Schwerpunktkurse anbieten:
nach Maßgabe dieser Verordnung ablegen. 1. Kurs T – zur Vorbereitung auf technische, mathematische
und naturwissenschaftliche Studiengänge,
(2) In der Feststellungsprüfung weisen die Studienbewerber 2. Kurs M – zur Vorbereitung auf medizinische und biolo-
nach, dass sie die sprachlichen, fachlichen und methodischen gische Studiengänge,
Voraussetzungen für ein Studium an deutschen Hochschulen 3. Kurs W – zur Vorbereitung auf wirtschafts- und sozialwis-
in den Studiengängen erfüllen, die dem jeweiligen Schwer- senschaftliche Studiengänge,
punktkurs zugeordnet sind. 4. Kurs S/G – zur Vorbereitung auf sprachliche, geisteswis-
senschaftliche, künstlerische und gesellschaftswissen-
(3) Die Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung kann an Stu- schaftliche Studiengänge.
dienkollegs erfolgen.

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(3) Die Studienkollegs an Fachhochschulen können folgende §5


Schwerpunktkurse anbieten: Anmeldung und Zulassung zur Prüfung
1. Kurs TI – zur Vorbereitung auf technische und ingenieur-
wissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen, (1) Der Termin der Feststellungsprüfung und der zeitliche Ab-
2. Kurs WW – zur Vorbereitung auf wirtschaftswissenschaft- lauf der einzelnen Prüfungsteile werden spätestens einen Mo-
liche Studiengänge an Fachhochschulen, nat vor Beginn der Feststellungsprüfung vom Vorsitzenden des
3. Kurs GD zur Vorbereitung auf gestalterische und künstleri- Prüfungsausschusses festgelegt und nebst den gemäß § 7
sche Studiengänge an Fachhochschulen, Abs. 3 festgelegten Prüfungsfächern schriftlich bekanntgege-
4. Kurs SW – zur Vorbereitung auf sozial- und gesellschafts- ben.
wissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen,
5. Kurs DÜ – zur Vorbereitung auf Studiengänge Diplom-Dol- (2) Studienbewerber, die das zweite Semester am Studienkol-
metscher und Diplom-Übersetzer an Fachhochschulen. leg absolviert haben, werden ohne Anmeldung zur unmittelbar
nachfolgenden Feststellungsprüfung in dem von ihnen gewähl-
(4) Das Studienkolleg kann bei Bedarf verkürzte Schwerpunkt- ten Schwerpunktkurs zugelassen.
kurse von einem Semester Dauer für Studienbewerber anbie-
ten, die bereits über die erforderlichen Kenntnisse der deut- (3) Eine schriftliche Anmeldung zur Feststellungsprüfung ist er-
schen Sprache verfügen. Die erforderlichen Kenntnisse der forderlich, wenn
deutschen Sprache werden mit einem bestandenen Sprachtest 1. der Leiter des Studienkollegs dem Studienbewerber schrift-
nach § 7 Abs. 4 nachgewiesen. lich die Wiederholung des Semesters empfohlen hat oder
2. der Freiversuch gemäß § 17 oder
3. die Externenprüfung gemäß § 18 oder
§4 4. die Ergänzungsprüfung gemäß § 19
Prüfungsausschuss durchgeführt wird.

(1) Für die Durchführung der Feststellungsprüfung wird ein (4) Im Fall des Absatzes 3 Nr. 1 muss die schriftliche Anmel-
Prüfungsausschuss gebildet. Dem Prüfungsausschuss gehö- dung dem Studienkolleg spätestens drei Tage sowie in den
ren an: Fällen des Absatzes 3 Nr. 2 bis 4 spätestens drei Wochen vor
1. der Vorsitzende, der vom Staatsministerium für Wissen- Beginn der Feststellungsprüfung vorliegen. In den Fällen des
schaft und Kunst bestellt wird, Absatzes 3 Nr. 3 und 4 ist der Anmeldung eine Bestätigung der
2. der Leiter des Studienkollegs, soweit er nicht bereits nach Hochschule, dass die Aufnahme des angestrebten Studiums
Nummer 1 bestellt ist, nach Bestehen der Feststellungsprüfung ermöglicht wird, so-
3. mindestens drei vom Vorsitzenden des Prüfungsausschus- fern in zulassungsbeschränkten Studiengängen eine Zulas-
ses bestellte Lehrkräfte des Studienkollegs, die im zweiten sung im Rahmen des Auswahlverfahrens erteilt wird, beizu-
Semester Unterricht erteilt haben, fügen. Außerdem ist eine schriftliche Erklärung über eine
4. zwei weitere, vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorangegangene Teilnahme an der Feststellungsprüfung und
bestellte Lehrkräfte des Studienkollegs. deren Ergebnis abzugeben.

(2) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer (5) Im Fall des Absatzes 3 Nr. 1 ist der Studienbewerber mit der
Prüfungstätigkeit unabhängig und keinen Weisungen unterwor- schriftlichen Anmeldung zugelassen. In den Fällen des Absat-
fen. zes 3 Nr. 2 bis 4 entscheidet der Prüfungsausschuss über die
Zulassung zur Prüfung. Die Zulassung zur Prüfung ist abzuleh-
(3) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn der Vorsit- nen, wenn die Anmeldung nicht fristgerecht oder nicht vollstän-
zende und mindestens die Hälfte der weiteren Mitglieder anwe- dig vorliegt oder wenn der Studienbewerber bereits zweimal er-
send sind. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgege- folglos an der Feststellungsprüfung teilgenommen hat. Die
benen Stimmen. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Entscheidung ist dem Studienbewerber bis spätestens eine
Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Aus- Woche vor Prüfungsbeginn schriftlich bekannt zu geben und
schlag. bei Ablehnung zu begründen.

(4) Bei Verhinderung des Vorsitzenden wird dieser durch ein


von ihm beauftragtes Mitglied des Prüfungsausschusses ver- §6
treten. Nachteilsausgleich bei Behinderung

(5) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses werden protokol- Soweit es die Behinderung eines Studienbewerbers erfordert,
liert; das Protokoll wird vom Protokollanten und vom Vorsitzen- kann der Prüfungsausschuss Vorbereitungszeiten und
den unterschrieben. Prüfungszeiten angemessen verlängern und sonstige Ausnah-
men vom Prüfungsverfahren zulassen. Die fachlichen Leis-
(6) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt die Auf- tungsanforderungen bleiben hiervon unberührt.
sicht für die Durchführung der schriftlichen Prüfungen und die
Korrektoren für die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleis-
tungen sowie die Fachausschüsse für die Durchführung der §7
mündlichen Prüfungen. Diese Fachausschüsse bestehen aus Gliederung der Feststellungsprüfung
einem Vorsitzenden und mindestens einer weiteren Lehrkraft
des Studienkollegs. (1) Die Feststellungsprüfung gliedert sich in schriftliche und
mündliche Teilprüfungen und kann, vorbehaltlich der Ausnah-
meregelungen in § 12 Abs. 2, § 14 Abs. 1 Satz 1 und § 17, nur
als Einheit abgelegt werden.

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Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 12 15. Dezember 2011

(2) Die drei Fächer der schriftlichen Prüfung werden durch den einem Goethe-Institut oder einer Institution mit einem
Prüfungsausschuss für jeden Schwerpunktkurs auf der Grund- Prüfungsauftrag des Goethe-Institutes erteilt wurde oder
lage der Rahmenfestlegungen nach Anlage 1 bestimmt. Die 8. Zertifikate gemäß bilateraler Abkommen mit anderen
Prüfungsaufgaben verlangen vom Studienbewerber die Dar- Staaten
stellung fachlicher Inhalte in der Form einer produktiven können vom Prüfungsausschuss von der Teilnahme an der
Sprachleistung. Satz 2 gilt nicht für das Prüfungsfach Mathe- Deutschprüfung befreit werden.
matik. Für das Fach Deutsch gelten ergänzend die Regelungen
der Anlage 2.
§8
(3) Fächer der mündlichen Prüfung sind die Pflichtfächer und Schriftliche Prüfung
bis zu drei Zusatzfächer des jeweiligen Schwerpunktkurses.
Der Studienbewerber soll in den Fächern der schriftlichen (1) Der Prüfungsausschuss wählt die schriftlichen Prüfungsauf-
Prüfung, soweit sie nicht Pflichtfächer sind, in denen das arith- gaben aus. Die Dauer der schriftlichen Prüfung beträgt in jedem
metische Mittel aus Vornote (§ 10 Abs. 5 Satz 1) und schrift- Fach, vorbehaltlich der Regelungen für das Fach Deutsch,
licher Prüfungsleistung nicht zu einer der in § 10 Abs. 1 genann- 180 Minuten.
ten Noten führt, auch mündlich geprüft werden. Der
Studienbewerber soll in allen weiteren Fächern, nicht jedoch (2) Die Prüfung findet unter Aufsicht statt. In einem Protokoll
über drei Zusatzfächer hinaus mündlich geprüft werden, in de- sind Datum und Fach der Prüfung, die Namen des oder der Auf-
nen ein begründetes Bedürfnis besteht, sich eine abschließen- sichtführenden und des Protokollführers, Beginn und Ende der
de Überzeugung von seinen durch die Vornote nachgewiese- Prüfungszeit und besondere Vorkommnisse festzuhalten. Das
nen Kenntnissen zu verschaffen. Die Entscheidung trifft der Protokoll ist vom Protokollführer zu unterschreiben.
Prüfungsausschuss. Die mündliche Prüfung wird mit einem zu-
sammenhängenden Kurzvortrag des Studienbewerbers zu
einem fachlichen Thema eröffnet. Für das Fach Deutsch gelten §9
ergänzend die Regelungen der Anlage 2. Mündliche Prüfung

(4) Studienbewerber, die die nötigen Deutschkenntnisse nach- (1) Studienbewerber, deren Durchschnitt von Vornote gemäß
weisen durch: § 10 Abs. 5 Satz 1 und schriftlicher Prüfungsleistung nach § 10
1. eine bestandene Teilprüfung im Fach Deutsch im Rahmen Abs. 2 in zwei Fächern der schriftlichen Prüfung schlechter als
einer Feststellungsprüfung gemäß § 5 der Rahmenordnung ausreichend ist, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen.
über Deutsche Sprachprüfungen für das Studium an deut- In diesem Falle ist die Feststellungsprüfung nicht bestanden.
schen Hochschulen (RO-DT) der Kultusministerkonferenz
(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25. Juni 2004, (2) Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt in jedem Fach,
Sammlung der Beschlüsse der Ständigen Konferenz der vorbehaltlich der Regelungen für das Fach Deutsch, maximal
Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutsch- 30 Minuten.
land, 3. Auflage, Neuwied, Luchterhand, 1982 – Loseblatt-
sammlung), (3) Die Prüfung wird vom zuständigen Fachausschuss abge-
2. eine bestandene „Deutsche Sprachprüfung für den Hoch- nommen. Der Verlauf der mündlichen Prüfung wird protokol-
schulzugang“ (DSH), die mit einem für die beantragte liert. Im Protokoll werden Datum und Fach der Prüfung, die Zu-
Hochschulzulassung ausreichenden Ergebnis gemäß § 3 sammensetzung des Fachausschusses, Beginn und Ende der
der RO-DT bestanden wurde, Prüfungszeit, die wesentlichen Prüfungsaufgaben, das
3. einen „Test Deutsch als Fremdsprache“ (TestDaF), der mit Prüfungsergebnis und besondere Vorkommnisse festgehalten.
einem für die beantragte Hochschulzulassung ausreichen- Das Protokoll ist vom Protokollführer zu unterschreiben.
den Ergebnis gemäß § 4 der RO-DT bestanden wurde,
4. das Deutsche Sprachdiplom – Stufe II (DSDII) der Kultus-
ministerkonferenz (Beschluss vom 6. Dezember 1996 in § 10
der Fassung vom 28. September 2005, Sammlung der Bewertung der Prüfungsleistungen
Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultusminister
der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, 3. Auflage, (1) Die einzelnen Prüfungsleistungen sind nach folgender No-
Neuwied, Luchterhand, 1982 – Loseblattsammlung), tenskala zu bewerten:
5. das „Kleine Deutsche Sprachdiplom“ oder das „Große 1. sehr gut (1) = eine hervorragende Leistung,
Deutsche Sprachdiplom“, das vom Goethe-Institut im Auf- 2. gut (2) = eine Leistung, die erheblich über den durchschnitt-
trag der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen lichen Anforderungen liegt,
wurde (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 2. Ju- 3. befriedigend (3) = eine Leistung, die durchschnittlichen An-
ni 1995 in der Fassung vom 12. Dezember 2007, Samm- forderungen entspricht,
lung der Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultus- 4. ausreichend (4) = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch
minister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, den Anforderungen genügt,
3. Auflage, Neuwied, Luchterhand, 1982 – Loseblattsamm- 5. nicht ausreichend (5) = eine Leistung, die wegen erhebli-
lung), cher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.
6. die „Zentrale Oberstufenprüfung“ des Goethe-Instituts, die in
Deutschland von einem Goethe-Institut, im Ausland von (2) Es werden nur ganze Noten vergeben. Jede Prüfungs-
einem Goethe-Institut oder einer Institution mit einem leistung ist mit zwei Noten, getrennt nach fachlichem Inhalt und
Prüfungsauftrag des Goethe-Institutes abgenommen wurde, sprachlicher Richtigkeit zu bewerten. Die Note für den fach-
7. ab 1. Januar 2012 das „Goethe-Zertifikat C2“, das in lichen Inhalt stellt zugleich die Prüfungsnote dar, es sei denn,
Deutschland von einem Goethe-Institut, im Ausland von die Note für die sprachliche Richtigkeit ist schlechter als die
Note für den fachlichen Inhalt. In diesem Fall ergibt sich die

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Prüfungsnote aus dem arithmetischen Mittel beider Noten ohne § 12


Berücksichtigung von Kommastellen. Wiederholung der Prüfung

(3) Schriftliche Prüfungsarbeiten werden von zwei Korrektoren (1) Eine nicht bestandene Feststellungsprüfung kann vorbe-
unabhängig voneinander in einer Erst- und Zweitkorrektur be- haltlich des § 17 nur einmal und vorbehaltlich des Absatzes 2
wertet. Weichen Erst- und Zweitkorrektur voneinander ab und nur als Ganzes wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung
können sich die Korrektoren nicht auf eine Note einigen, legt kann nur an demselben Studienkolleg und frühestens nach
der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note fest. einem Semester abgelegt werden.

(4) Die Leistungen in den mündlichen Prüfungen werden von (2) Der Prüfungsausschuss kann auf Antrag beschließen, dass
den Mitgliedern des Fachausschusses bewertet. Bei nicht bei einer Wiederholungsprüfung auf die Prüfungen in den
übereinstimmender Bewertung entscheidet der Vorsitzende. Fächern verzichtet wird, in denen der Studienbewerber die
Prüfung bestanden hatte. Die in diesen Fächern erteilten Fach-
(5) Für Studienbewerber, die das Studienkolleg besucht haben, noten werden bei erfolgreichem Ablegen der Wiederholungs-
stellt die Benotung der Leistung des zweiten Semesters die prüfung bei der Feststellung des Ergebnisses der Prüfung nach
Vornote für das jeweilige Fach dar. Nach Beendigung der § 11 übernommen. Unterzieht sich der Studienbewerber bei
Prüfungen bildet der Prüfungsausschuss die jeweiligen Fach- einer Wiederholungsprüfung auch einer Prüfung in den bereits
noten als arithmetisches Mittel aus den Prüfungsnoten und bestandenen Fächern, so werden die Noten der Wiederho-
den Vornoten. In den Fällen der §§ 17 bis 19 werden die jeweili- lungsprüfungen als Prüfungsleistungen in die Berechnung der
gen Fachnoten als arithmetisches Mittel aus den Prüfungs- Fachnoten gemäß § 10 Abs. 5 eingebracht.
noten gebildet. Bei der Berechnung der Fachnote wird nur die
erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt, alle wei- (3) Besteht der Studienbewerber die Wiederholungsprüfung
teren Stellen werden ohne Rundung ersatzlos gestrichen. Bis nicht, so hat er die Feststellungsprüfung endgültig nicht bestan-
vier Zehntel wird auf die nächste bessere Note abgerundet, ab den.
sechs Zehntel wird auf die nächste schlechtere Note aufgerun-
det. Bei fünf Zehnteln gibt die Prüfungsleistung den Ausschlag;
in den Fällen der §§ 17 bis 19 gibt die Note für die schriftliche § 13
Prüfungsleistung den Ausschlag. In Fächern, die weder Zeugnis
mündlich noch schriftlich geprüft wurden, ist die Vornote die
Fachnote. (1) Über die bestandene Feststellungsprüfung wird ein Zeugnis
nach dem Muster der Anlage 3 ausgestellt. Das Zeugnis enthält
(6) Für das Fach Deutsch gelten die Regelungen der Anlage 2. die Fachnoten und die Gesamtnote.

(2) Bei nicht bestandener Feststellungsprüfung erhält der


§ 11 Prüfungsteilnehmer eine Bescheinigung über die Teilnahme an
Bestehen der Prüfung der Feststellungsprüfung und die erbrachten Leistungen.

(1) Der Prüfungsausschuss stellt das Ergebnis der Feststel-


lungsprüfung („bestanden“ oder „nicht bestanden“) fest. Die § 14
Feststellungsprüfung ist bestanden, wenn der Studienbewer- Versäumnis, Nachholung
ber in allen Fächern mindestens die Fachnote „ausreichend“ er-
zielt hat. (1) Kann ein Studienbewerber aus Gründen, die er nicht zu ver-
treten hat, die Prüfung ganz oder teilweise nicht ablegen, so ist
(2) Der Prüfungsausschuss bildet die Gesamtnote als arithme- ihm Gelegenheit zu geben, die gesamte Prüfung oder einzelne
tisches Mittel aus den Fachnoten. Die Gesamtnote wird auf ei- Teilprüfungen nachzuholen. Eine Prüfungsverhinderung ist un-
ne Dezimalstelle hinter dem Komma gebildet, alle weiteren verzüglich gegenüber dem Prüfungsausschuss geltend zu
Stellen werden ohne Rundung ersatzlos gestrichen. Bei Bewer- machen und nachzuweisen. Im Falle einer Krankheit erfolgt
bern, die gemäß § 7 Abs. 4 von der Teilnahme an der Deutsch- der Nachweis grundsätzlich durch ein amts- oder fachärztliches
prüfung befreit sind, bleibt das Fach Deutsch bei der Berech- Zeugnis, das in der Regel nicht später als am Prüfungstage
nung der Gesamtnote unberücksichtigt. ausgestellt sein darf. Ob ein entschuldigtes Fehlen vorliegt, ent-
scheidet der Prüfungsausschuss.
(3) Die nach Absatz 2 sowie § 10 Abs. 5 gebildeten Noten und
das Ergebnis der Feststellungsprüfung werden dem Studienbe- (2) Legt ein Studienbewerber
werber schriftlich mitgeteilt. 1. einzelne Teilprüfungen oder
2. die gesamte Feststellungsprüfung
(4) Wenn in nur einem Fach, ausgenommen das Fach Deutsch, nicht ab, obwohl kein Grund nach Absatz 1 und kein Ausschluss
die Fachnote „ausreichend“ nicht erzielt wurde, kann der nach § 16 Abs. 4 Nr. 2 vorliegt, wird in den Fällen der Nummer 1
Prüfungsausschuss in diesem Fach ohne Antrag des Studien- die Teilprüfung mit der Note „nicht ausreichend“ bewertet. In
bewerbers eine Nachprüfung vor Beginn des folgenden den Fällen der Nummer 2 gilt die Feststellungsprüfung als nicht
Semesters gestatten. Der Termin für die Nachprüfung wird bestanden.
vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festgelegt und
dem Studienbewerber schriftlich mitgeteilt. Wird die Nach-
prüfung bestanden, so geht die Note „ausreichend“ als Fach-
note in die Berechnung der Gesamtnote der Feststellungs-
prüfung ein.

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Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 12 15. Dezember 2011

§ 15 Von der mündlichen Prüfung in den schriftlich geprüften


Zugelassene Hilfsmittel Fächern ist auf Antrag des Studienbewerbers in den Fächern
abzusehen, in denen mindestens die Note „ausreichend“ erzielt
Zugelassene Hilfsmittel in Prüfungen sind: wurde.
1. einsprachige Wörterbücher der deutschen Sprache,
2. elektronische Taschenrechner und (3) Soweit Studienbewerber die vorzeitige Prüfung in einzelnen
3. vom Prüfungsausschuss zugelassene Formelsammlungen. Fächern oder insgesamt nicht bestanden haben, gilt die
Der Prüfungsausschuss kann weitere Hilfsmittel zulassen, so- Prüfung in diesen Fächern oder insgesamt als nicht abgelegt.
weit diese zur Durchführung einzelner Prüfungsteile notwendig Soweit sie bestanden haben, werden die Studienbewerber auf
sind. Für das Fach Deutsch gelten die Regelungen der Anlage 2. Antrag im zweiten Semester von der Teilnahme am Unterricht
in diesen Fächern befreit.

§ 16 (4) Der Prüfungsausschuss kann Studienbewerber auf Antrag


Täuschungshandlungen, Ausschluss von der Prüfung zu einer Wiederholungsprüfung zwecks Notenverbesserung
zulassen. Dies gilt nicht im Falle des Absatzes 3 Satz 2.
(1) Unternimmt es ein Studienbewerber, das Ergebnis einer
schriftlichen Arbeit oder einer mündlichen Prüfung durch Täu-
schung, Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel, unzulässige § 18
Hilfe Dritter oder durch Einwirken auf Prüfungsorgane oder die Externenprüfung
von diesen mit der Wahrnehmung von Prüfungsangelegenhei-
ten beauftragte Person zu beeinflussen, so ist die betreffende (1) Externe Studienbewerber, die nicht am Studienkolleg stu-
Prüfungsleistung mit der Note „nicht ausreichend“ zu bewerten. dieren, können an der Feststellungsprüfung teilnehmen. Sie
Der Besitz nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der sind zur Prüfung zuzulassen, wenn ihre Vorbildung eine erfolg-
Prüfungsaufgaben oder nach Beginn der mündlichen Prüfung reiche Teilnahme erwarten lässt. Dem zugelassenen Studien-
steht der Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel gleich. bewerber wird Gelegenheit gegeben, sich am Studienkolleg
über die Prüfungsanforderungen und die zweckmäßige Art der
(2) Ist im Falle des Absatzes 1 die Prüfung bereits durch Be- Vorbereitung zu informieren.
kanntgabe des Prüfungsergebnisses beendet, so ist nachträg-
lich das Prüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen oder (2) Zusätzlich zu den schriftlichen Prüfungen in den in § 7
die Prüfung für nicht bestanden zu erklären. Ein bereits erteil- Abs. 2 Satz 1 genannten Pflichtfächern müssen externe Stu-
tes Prüfungszeugnis ist einzuziehen und zu vernichten. dienbewerber mündliche Prüfungen in diesen sowie in allen
weiteren Fächern des von ihnen angegebenen Schwerpunkt-
(3) Besteht der Verdacht des Besitzes nicht zugelassener Hilfs- kurses ablegen. Studienbewerber, deren schriftliche Prüfungs-
mittel, so sind die Aufsichtführenden in der schriftlichen leistungen in zwei Fächern schlechter als ausreichend sind,
Prüfung und der Vorsitzende des Fachausschusses in der sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Von der mündli-
mündlichen Prüfung befugt, diese Hilfsmittel sicherzustellen. chen Prüfung in den schriftlich geprüften Fächern ist auf Antrag
Hilfsmittel, die wegen einer unzulässigen Veränderung bean- des Studienbewerbers in den Fächern abzusehen, in denen
standet werden, sind dem Studienbewerber bis zur Beendigung mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wurde.
der Prüfungszeit, bei schriftlichen Prüfungen jedoch längstens
bis zur Abgabe der Arbeit, zu entziehen. Verhindert der Stu-
dienbewerber eine Überprüfung oder eine Sicherstellung oder § 19
nimmt er nach Beanstandung gemäß Satz 2 eine Veränderung Ergänzungsprüfung
in den Hilfsmitteln vor, wird die betreffende Prüfungsleistung mit
der Note „nicht ausreichend“ bewertet. (1) Studienbewerber, die nach bestandener Feststellungs-
prüfung ein Studium in einem Studiengang aufnehmen wollen,
(4) Ein Studienbewerber kann von der Teilnahme an der zu dem der ausländische Bildungsnachweis nach § 1 Abs. 1,
Prüfung ganz oder teilweise ausgeschlossen werden, wenn er: nicht aber die bereits bestandene Feststellungsprüfung berech-
1. den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört oder zu tigt, können eine Ergänzungsprüfung ablegen.
stören versucht oder
2. an einer Krankheit leidet, die die Gesundheit anderer ernst- (2) Die Ergänzungsprüfung erstreckt sich auf diejenigen Fächer
lich gefährdet oder den ordnungsgemäßen Ablauf der desjenigen Schwerpunktkurses, dem der nunmehr angestrebte
Prüfung ernstlich beeinträchtigen würde. Studiengang zugeordnet ist und in denen der Studienbewerber
bisher nicht die vorgesehene schriftliche oder mündliche
Prüfung abgelegt hat. Dabei werden diejenigen Fächer, die
§ 17 nicht nach § 7 Abs. 2 Satz 1 bestimmt wurden, mündlich
Freiversuch geprüft.

(1) Studierende am Studienkolleg können nach Abschluss des (3) Studienbewerber, deren schriftliche Prüfungsleistungen in
ersten Semesters in einem oder mehreren Fächern oder an zwei Fächern schlechter als „ausreichend“ sind, sind nicht zur
der gesamten Feststellungsprüfung teilnehmen (Freiversuch). mündlichen Prüfung zugelassen. Von der mündlichen Prüfung
Sie sind zur Prüfung zuzulassen, wenn die Leistungen in den in den schriftlich geprüften Fächern ist auf Antrag des Studien-
betreffenden Fächern mindestens „gut“ sind. bewerbers in den Fächern abzusehen, in denen mindestens die
Note „ausreichend“ erzielt wurde.
(2) Studienbewerber nach Absatz 1, deren schriftliche
Prüfungsleistungen in zwei Fächern schlechter als „ausrei- (4) Der Prüfungsausschuss stellt das Ergebnis der Ergän-
chend“ sind, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. zungsprüfung als „bestanden“ oder „nicht bestanden“ fest. Die

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15. Dezember 2011 Nr. 12 Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt

Ergänzungsprüfung ist bestanden, wenn der Studienbewerber prüfung gemäß § 3 im zweiten Semester befinden oder zur
in allen Fächern mindestens die Fachnote „ausreichend“ erzielt Feststellungsprüfung bereits angemeldet haben, jedoch noch
hat. nicht zugelassen sind, können auf schriftlichen Antrag die Fest-
stellungsprüfung nach Maßgabe der Verordnung des Säch-
(5) Der Prüfungsausschuss bildet die Gesamtnote als arithme- sischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zur
tisches Mittel aus den Fachnoten der Ergänzungsprüfung. Die Feststellung der Eignung ausländischer und staatenloser Stu-
Gesamtnote wird auf eine Dezimalstelle hinter dem Komma ge- dienbewerber für die Aufnahme eines Studiums an Hochschu-
bildet, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung ersatzlos len der Bundesrepublik Deutschland (Feststellungsprüfungs-
gestrichen. verordnung – FSPVO) vom 29. März 2001 (SächsGVBl.
S. 171) ablegen.
(6) Über die bestandene Ergänzungsprüfung wird ein Zeugnis
nach dem Muster der Anlage 4 ausgestellt.
§ 21
Inkrafttreten und Außerkrafttreten
§ 20
Übergangsregelungen Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.
Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsminis-
(1) Studienbewerber, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens die- teriums für Wissenschaft und Kunst zur Feststellung der Eig-
ser Verordnung bereits zur Feststellungsprüfung zugelassen nung ausländischer und staatenloser Studienbewerber für die
sind, legen die Feststellungsprüfung nach Maßgabe der Ver- Aufnahme eines Studiums an Hochschulen der Bundesrepublik
ordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft Deutschland (Feststellungsprüfungsverordnung – FSPVO)
und Kunst zur Feststellung der Eignung ausländischer und vom 29. März 2001 (SächsGVBl. S. 171) außer Kraft.
staatenloser Studienbewerber für die Aufnahme eines Stu-
diums an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland (Fest-
stellungsprüfungsverordnung – FSPVO) vom 29. März 2001 Dresden, den 18. November 2011
(SächsGVBl. S. 171) ab.
Die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
(2) Studienbewerber, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens Prof. Dr. Dr. Sabine Freifrau von Schorlemer
dieser Verordnung in ihrer Vorbereitung auf die Feststellungs-

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Anlage 1
(zu § 7 Abs. 2 Satz 1)

Rahmenfestlegung für Schwerpunktkurse

1. der Studienkollegs an Universitäten

Schwerpunktkurs T
Vorbereitung auf technische, mathematische und naturwissenschaftliche Studiengänge (außer biologischen Studiengängen)

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik .................................................................................................................................................... 8–12
Naturwissenschaften (Physik/Chemie) .................................................................................................................................. 8–12

Zusatzfächer
Informatik .................................................................................................................................................................................... 2
Darstellende Geometrie oder Technisches Zeichnen (für Studienbewerber für Studiengänge der Fachrichtungen
Maschinenbau, Bauwesen, Architektur) ...................................................................................................................................... 2
Technisches Zeichnen (für Studienbewerber für Studiengänge der Fachrichtung Elektrotechnik) .................................................. 1
Chemiepraktikum ........................................................................................................................................................................ 2
Elektrotechnik .............................................................................................................................................................................. 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Mathematik (einschließlich Informatik)
3. Physik oder Chemie

Schwerpunktkurs M
Vorbereitung auf medizinische und biologische Studiengänge

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Naturwissenschaften .......................................................................................................................................................... 12–16
Mathematik.............................................................................................................................................................................. 4–5

Zusatzfächer
Lateinisch-griechische Wortkunde (für Studienbewerber für medizinische Studiengänge einschließlich Pharmazie) .................... 4
Informatik .................................................................................................................................................................................... 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Biologie und/oder Chemie
3. Physik oder Mathematik

Schwerpunktkurs W
Vorbereitung auf wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik ...................................................................................................................................................... 6–8
Volkswirtschaftslehre .................................................................................................................................................................. 6
Betriebswirtschaftslehre oder Englisch ........................................................................................................................................ 4
Geschichte/Geografie/Sozialkunde .......................................................................................................................................... 2–4

Zusatzfächer
Betriebswirtschaftlehre ................................................................................................................................................................ 2

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15. Dezember 2011 Nr. 12 Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt

Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2
Statistik........................................................................................................................................................................................ 2
Informatik .................................................................................................................................................................................... 2

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Mathematik
3. Volkswirtschaftslehre/Betriebswirtschaftslehre

Schwerpunktkurs S/G
Vorbereitung auf sprachliche, geisteswissenschaftliche, künstlerische und gesellschaftswissenschaftliche Studiengänge

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch .............................................................................................................................................................................. 10–14
Geschichte .............................................................................................................................................................................. 4–6
je nach Fachrichtung:
S-Kurs G-Kurs
sprachliche Studiengänge geistes-, gesellschaftswissenschaftliche und künstlerische
(außer Deutsch) Studiengänge; Germanistik

2. Fremdsprache Deutsche Literatur beziehungsweise Englisch für Fort-


(zur Wahl in der Regel Englisch, Französisch, Spanisch, geschrittene1 ............................................................................ 6
Russisch; jeweils nur für Fortgeschrittene)

3. Fremdsprache (eine zweite der oben genannten Sprachen Sozialkunde/Geografie ......................................................... 4–6
oder Latein)
oder Sozialkunde/Geografie
oder Deutsche Literatur

Zusatzfächer
Mathematik Latein ....................................................................................... 4
Deutsche Literatur Englisch ................................................................................... 4
Französisch .............................................................................. 4
Mathematik .............................................................................. 4

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch 1. Deutsch
2. 2. Fremdsprache 2. Geschichte
3. Geschichte 3. Deutsche Literatur
oder Sozialkunde/Geografie beziehungsweise Englisch1
oder Deutsche Literatur oder Sozialkunde/Geografie

An der Universität Leipzig ist der Studiengang Germanistik dem S-Kurs zugeordnet mit der Maßgabe, dass anstelle der zweiten
Fremdsprache das Fach Sprachwissenschaftliche Grundlagen gewählt werden kann.

2. der Studienkollegs an Fachhochschulen

Schwerpunktkurs TI
Vorbereitung auf technische und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik ...................................................................................................................................................... 6–8
Naturwissenschaften .................................................................................................................................................................. 8
Technisches Zeichnen.................................................................................................................................................................. 4

1
Englisch nicht für Studienbewerber der Germanistik

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Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 12 15. Dezember 2011

Zusatzfächer
Informatik (soweit nicht Pflichtfach) .............................................................................................................................................. 2
Technisches Zeichnen, einschließlich CAD (soweit nicht Pflichtfach) ............................................................................................ 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 2

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Mathematik einschließlich Informatik
3. Physik oder Chemie

Schwerpunktkurs WW
Vorbereitung auf wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik und Informatik ...................................................................................................................................................... 6–8
Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre ............................................................................................................................ 6
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 4
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 4

Zusatzfächer
Wirtschaftsgeschichte.................................................................................................................................................................. 2
Wirtschaftsgeografie.................................................................................................................................................................... 2
Geschichte/Geografie/Sozialkunde .............................................................................................................................................. 2

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Mathematik einschließlich Informatik
3. Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre

Schwerpunktkurs GD
Vorbereitung auf gestalterische und künstlerische Studiengänge an Fachhochschulen

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch ................................................................................................................................................................................ 8–12
Mathematik.................................................................................................................................................................................. 4
Gestaltung/Design ...................................................................................................................................................................... 6
Physik.......................................................................................................................................................................................... 6
Computerunterstütztes Gestalten ................................................................................................................................................ 4

Zusatzfächer
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 2
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 4

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Mathematik oder Physik
3. Gestaltung/Design oder Computerunterstütztes Gestalten

Schwerpunktkurs SW
Vorbereitung auf sozialwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Studiengänge an Fachhochschulen

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch .............................................................................................................................................................................. 10–12
Mathematik.................................................................................................................................................................................. 4
Gesellschaftswissenschaften ...................................................................................................................................................... 8
Pädagogik/Psychologie.......................................................................................................................................................... 3
Soziologie .............................................................................................................................................................................. 3
Rechtskunde.......................................................................................................................................................................... 2

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15. Dezember 2011 Nr. 12 Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt

Zusatzfächer
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 4
Englisch ...................................................................................................................................................................................... 4

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Mathematik
3. Gesellschaftswissenschaften

Schwerpunktkurs DÜ
Vorbereitung auf die Studiengänge Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer an Fachhochschulen

Wochenstunden
Pflichtfächer
Deutsch .............................................................................................................................................................................. 12–14
2. Fremdsprache (Englisch oder Französisch; jeweils nur für Fortgeschrittene) ............................................................................ 8
3. Fremdsprache (Englisch oder Französisch oder Spanisch) ...................................................................................................... 6
Informationstechnologie und Informatik........................................................................................................................................ 4

Zusatzfächer
Sozial- und Wirtschaftskunde ...................................................................................................................................................... 2
Rechtskunde................................................................................................................................................................................ 2
Einführung in studienrelevante Anwenderprogramme .................................................................................................................. 2

Fächer der schriftlichen Prüfung


1. Deutsch
2. Erste Fremdsprache
3. Zweite Fremdsprache

Anlage 2
(zu § 7 Abs. 2 Satz 4, § 7 Abs. 3 Satz 6, § 8 Abs. 1 Satz 2, § 9 Abs. 2, § 10 Abs. 2 Satz 5, § 15 Satz 3)

Prüfung im Fach Deutsch

(1) Der Studienbewerber muss in der Lage sein, auf das Studium bezogene Texte zu verstehen, sie zu analysieren und mündlich
oder schriftlich wiederzugeben und selbst Texte zu verfassen. Dies schließt insbesondere ein:
1. die Fähigkeit, Vorgänge, Sachverhalte, Gedankenzusammenhänge sowie Ansichten und Absichten zu verstehen, sich mit ihnen
auseinander zu setzen sowie eigene Ansichten und Absichten sprachlich angemessen zu äußern,
2. eine für das Studium in Deutschland angemessene Beherrschung phonetisch-phonologischer Elemente, lexikalisch-idioma-
tischer Elemente, morpho-syntaktischer Elemente und textgrammatischer Elemente sowie
3. die sprachlichen Voraussetzungen für die Beherrschung der an deutschen Hochschulen gängigen wissenschaftsbezogenen
Arbeitstechniken.

(2) Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Teilprüfungen und einer mündlichen Prüfung.

(3) Die schriftlichen Teilprüfungen umfassen vier Aufgabenbereiche:


1. Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes
Der Studienbewerber soll zeigen, dass er Vorlesungen und Vorträgen mit Verständnis folgen, sinnvolle Notizen dazu anfertigen
und damit arbeiten kann. Es soll ein Text zu Grunde gelegt werden, welcher der Kommunikationssituation (Vorlesung oder
Übung) angemessen Rechnung trägt. Der Text setzt keine spezifischen fachlichen und fachsprachlichen Kenntnisse voraus,
allenfalls solche, die Gegenstand eines vorausgegangenen fachspezifisch orientierten Unterrichts waren. Der Text soll je nach
Informationsgehalt im Umfang einem schriftlichen Text von nicht weniger als 5 500 und nicht mehr als 7 000 Zeichen mit Leerzei-
chen entsprechen. Der Hörtext wird zweimal präsentiert. Dabei dürfen Notizen gemacht werden. Die Angabe von Namen, Daten
und schwierigen Fachbegriffen und die Veranschaulichung mit visuellen Hilfsmitteln sind zulässig. Die Aufgabenstellung ist
abhängig von der Struktur des Prüfungstextes. Sie soll insbesondere das inhaltliche Verstehen und das Erkennen der Themen-
struktur und der Textorganisation zum Gegenstand haben. Es können verschiedenartige und miteinander kombinierbare Aufga-
ben gestellt werden, zum Beispiel zusammenfassende Wiedergabe des Textes, Darstellung des Gedankenganges, Resümee,
Strukturskizzen, Beantwortung von Fragen. Die Leistung ist nach Vollständigkeit und Angemessenheit der Erfüllung der gestell-
ten Aufgaben zu bewerten. Dabei sind inhaltliche Aspekte stärker zu berücksichtigen als sprachliche Richtigkeit. Auf den Auf-
gabenbereich entfallen 50 Minuten der Prüfungszeit, ohne Vortragszeit, davon 10 Minuten nach dem ersten Vortrag und 40 Mi-
nuten nach dem zweiten Vortrag.

625
Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 12 15. Dezember 2011

2. Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes


Der Studienbewerber soll zeigen, dass er einen schriftlich vorgelegten Text verstehen und sich damit auseinandersetzen kann.
Es soll ein weitgehend authentischer, studienbezogener und wissenschaftsorientierter Text vorgelegt werden, der keine spezifi-
schen fachlichen und fachsprachlichen Kenntnisse voraussetzt, allenfalls solche, die Gegenstand eines vorausgegangenen
fachspezifisch orientierten Unterrichts waren. Dem Text können zum Beispiel eine Grafik, ein Schaubild oder ein Diagramm bei-
gefügt werden. Der Text soll einen Umfang von nicht weniger als 4 000 und nicht mehr als 5 500 Zeichen mit Leerzeichen haben.
Die Aufgabenstellung ist abhängig von der Struktur des Prüfungstextes. Das Textverstehen und die Fähigkeit zur Textbearbei-
tung können durch Aufgabenstellungen geprüft werden, wie zum Beispiel die Beantwortung von Fragen, die Darstellung der Ar-
gumentationsstruktur des Textes, die Darstellung der Gliederung des Textes, die Erläuterung von Textstellen, die Formulierung
von Überschriften. Die Leistung ist zu bewerten nach Vollständigkeit und Angemessenheit der Erfüllung der gestellten Aufgabe.
Dabei sind inhaltliche Aspekte stärker zu berücksichtigen als sprachliche Richtigkeit. Auf den Aufgabenbereich entfallen 70 Mi-
nuten der Prüfungszeit.
3. Verstehen und Bearbeiten wissenschaftssprachlicher Strukturen
Der Studienbewerber soll zeigen, dass er wissenschaftssprachlich relevante Strukturen in einem vorgegebenen Text erkennen,
verstehen und sie anwenden kann. Die Aufgabenstellung ist textgebunden, sie bezieht sich in der Regel auf den in der Prüfung
bearbeiteten Lesetext. Sie soll zum Beispiel die spezifischen, syntaktischen, wortbildungsmorphologischen, lexikalischen, idio-
matischen und textsortenbezogenen Besonderheiten des zugrunde gelegten Textes zum Gegenstand haben und kann unter
anderem Ergänzungen, Fragen zum Verstehen komplexer Strukturen, Paraphrasierungen und Transformationen beinhalten.
Die Leistung ist gemäß der Aufgabenstellung nach sprachlicher Richtigkeit zu bewerten. Auf den Aufgabenbereich entfallen
20 Minuten der Prüfungszeit.
4. Vorgabenorientierte Textproduktion
Der Studienbewerber soll zeigen, dass er in der Lage ist, sich selbständig und zusammenhängend zu einem vorgabengebunde-
nen Thema zu äußern. Die Textproduktion kann erklärender, vergleichender und kommentierender Art sein; sie kann auch die
sprachliche Umsetzung von Grafiken, Schaubildern, Diagrammen zum Gegenstand haben. Sie darf nicht den Charakter eines
freien Aufsatzes annehmen. Sie sollte einen Umfang von mindestens 200 Wörtern haben. Die Leistung ist nach inhaltlichen As-
pekten wie Angemessenheit, Textaufbau, Zusammenhang und nach sprachlichen Aspekten wie Richtigkeit, Wortwahl, Syntax
zu bewerten. Dabei sind die sprachlichen Aspekte stärker zu berücksichtigen. Auf den Aufgabenbereich entfallen 60 Minuten
der Prüfungszeit.
Die Aufgabenbereiche nach den Nummern 2 und 3 sind so zu kombinieren, dass sich eine Teilprüfung ergibt. Die Teilprüfungen soll-
ten mindestens zwei Themenbereichen zuzuordnen sein. Bei der Bearbeitung der Aufgaben sind einsprachige deutsche Wörter-
bücher zugelassen. Elektronische Hilfsmittel sind nicht zugelassen.

(4) Die mündliche Prüfung besteht aus zwei Teilen:


1. Der erste Teil des Prüfungsgesprächs betrifft die Thematik eines vorgelegten Textes und/oder eines Schaubildes/einer Grafik.
Der Studienbewerber soll nachweisen, dass er die Fähigkeit hat, sich mit einem Text und/oder einem Schaubild/einer Grafik
mündlich auseinanderzusetzen. Es wird ein allgemeiner wissenschaftsbezogener oder ein wissenschaftlicher Text aus dem
Fachbereich des Studienbewerbers beziehungsweise ein Schaubild/eine Grafik vorgelegt. Der Text soll etwa 2 500 Zeichen mit
Leerzeichen umfassen. Der Text beziehungsweise das Schaubild/die Grafik sollen an den Erfordernissen des Studiums des
Studienbewerbers orientiert sein, jedoch keine spezifischen fachlichen und fachsprachlichen Kenntnisse voraussetzen oder al-
lenfalls solche, die Gegenstand eines vorausgegangenen fachspezifisch orientierten Unterrichts waren. Der Studienbewerber
erhält 15 Minuten Vorbereitungszeit. Die Benutzung eines einsprachigen deutschen Wörterbuches ist zulässig. Elektronische
Hilfsmittel sind nicht zugelassen. Das Gespräch soll in Anwesenheit eines Fachlehrers der entsprechenden Studienrichtung
durchgeführt werden, falls fachspezifisch orientierter Unterricht vorausgegangen ist. Bewertet werden Verständnis, Reaktions-
und Ausdrucksfähigkeit, die Fähigkeit im freien Sprechen und die Aussprache. Der Kurzvortrag soll 5 Minuten nicht überschrei-
ten
2. Der zweite Teil des Prüfungsgesprächs betrifft allgemeine Themen. Der Studienbewerber soll nachweisen, dass er mit
Verständnis und Selbständigkeit Vorgänge, Gegenstände und Sachverhalte reflektieren und in ihren logischen Zusammen-
hängen erfassen und sprachlich darstellen kann. Er soll im Gespräch angemessen reagieren. Das Prüfungsgespräch soll 15 Mi-
nuten nicht überschreiten.
3. Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss von der mündlichen Prüfung absehen, wenn ihm für die Beurteilung der münd-
lichen Kommunikationsfähigkeit andere hinreichende Erkenntnisse vorliegen.

(5) Die Fachnote für das Fach Deutsch wird abweichend von § 10 Abs. 5 gebildet. Die schriftlichen Teilprüfungen werden getrennt
bewertet. Im Gesamtergebnis der Prüfung sind die Teilprüfungen wie folgt zu gewichten:
1. Schriftliche Prüfungen insgesamt 70 Prozent, davon
a) Hörverstehen 20 Prozent,
b) Leseverstehen 20 Prozent,
c) wissenschaftssprachliche Strukturen 10 Prozent und
d) vorgabenorientierte Textproduktion 20 Prozent.
2. mündliche Prüfung insgesamt 30 Prozent.
Die Fachnote für Deutsch wird durch das arithmetische Mittel aus Vornote und Prüfungsnote gebildet, wobei nur die erste Dezimal-
stelle hinter dem Komma berücksichtigt wird. Bei fünf Zehnteln entscheidet die Prüfungsnote.

626
15. Dezember 2011 Nr. 12 Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt

Anlage 3
(zu § 13 Abs. 1 Satz 1)

Zeugnis über die Feststellungsprüfung


Frau/Herr .............................................................................................................................................................................................
geboren am .................................................................................. in .................................................................................................
(Stadt und Land)
besitzt folgende(n) Bildungsnachweis(e): ...........................................................................................................................................
.............................................................................................................................................................................................................
.............................................................................................................................................................................................................

Sie/Er hat – das Studienkolleg besucht und –*) die Feststellungsprüfung am Studienkolleg
in .................................................................................................. am ...............................................................................................
gemäß den Anforderungen des Schwerpunktkurses .........................................................................................................................
(Kursbezeichnung)
bestanden. Diesem Zeugnis liegt zugrunde die Feststellungsprüfungsverordnung vom ...................................................................

Die Leistungen in den Prüfungsfächern sind wie folgt beurteilt worden:


Deutsch .......................................................................................................................................................................................... **)
(schriftliches Prüfungsfach)
.............................................................................................................................................................................................................
(schriftliches Prüfungsfach)
.............................................................................................................................................................................................................
(schriftliches Prüfungsfach)
.............................................................................................................................................................................................................
(weiteres Prüfungsfach)
.............................................................................................................................................................................................................
(weiteres Prüfungsfach)
.............................................................................................................................................................................................................
(weiteres Fach)

Sie/Er hat dabei die Gesamtnote .......... erzielt und damit ihre/seine Eignung zur Aufnahme eines Studiums an den Universitä-
ten und ihnen gleichgestellten Hochschulen/an den Fachhochschulen in den Ländern in der Bundesrepublik Deutschland in
denjenigen Studiengängen nachgewiesen, die dem oben genannten Schwerpunktkurs zugeordnet sind.

Dieses Zeugnis gilt nur in Verbindung mit dem/den oben bezeichneten Bildungsnachweis(en). Das Datum des Erwerbs der
Hochschulberechtigung ist identisch mit dem Datum des Bestehens der Feststellungsprüfung.

........................................................... , den ..................................................

(Dienstsiegel) Vorsitzende(r) des Prüfungsausschusses

Nichtzutreffendes streichen!
*) Bei Externenprüfung streichen
**) Bei Befreiung gemäß § 7 Abs. 4 wird keine Note erteilt.

627
Sächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 12 15. Dezember 2011

Anlage 4
(zu § 19 Abs. 6)

Zeugnis über die Ergänzungsprüfung


Frau/Herr .............................................................................................................................................................................................
geboren am .................................................................................. in .................................................................................................
(Stadt und Land)
besitzt folgende(n) Bildungsnachweis(e): ...........................................................................................................................................
.............................................................................................................................................................................................................
.............................................................................................................................................................................................................

Sie/Er hat die Feststellungsprüfung am Studienkolleg


in .................................................................................................. am ...............................................................................................
und am ......................................................................................... die Ergänzungsprüfung
gemäß den Anforderungen des Schwerpunktkurses .........................................................................................................................
(Kursbezeichnung)
bestanden.

Die Leistungen in der Ergänzungsprüfung sind wie folgt beurteilt worden:


.............................................................................................................................................................................................................

.............................................................................................................................................................................................................

.............................................................................................................................................................................................................

Sie/Er hat die Ergänzungsprüfung mit der Gesamtnote .......... bestanden und ihre/seine Eignung zur Aufnahme eines Studiums
an den Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen/an den Fachhochschulen in den Ländern in der Bundesrepublik
Deutschland auch in den Studiengängen nachgewiesen, die dem Schwerpunktkurs .......... zugeordnet sind.

........................................................... , den ..................................................

(Dienstsiegel) Vorsitzende(r) des Prüfungsausschusses

Nichtzutreffendes streichen!

628

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