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SAP Note 1328530

Das Dokument beschreibt die technische Funktionsweise des DaRT-Tools zur Erstellung maschinenlesbarer Dateien für Steuerprüfer, die in zwei Schritten erfolgt: Zuerst werden Extrakt-Files erstellt, gefolgt von View-Files, die spezifische Datenkombinationen enthalten. Es werden verschiedene Formate zur Erstellung der Dateien angeboten, und es ist wichtig, die Kompatibilität zwischen verschiedenen DaRT-Versionen und SAP-Systemen zu beachten. Zudem werden Service-Funktionen zur Verwaltung der Extrakt-Files und mögliche Probleme bei der Nutzung in unterschiedlichen Systemen erläutert.

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Das Dokument beschreibt die technische Funktionsweise des DaRT-Tools zur Erstellung maschinenlesbarer Dateien für Steuerprüfer, die in zwei Schritten erfolgt: Zuerst werden Extrakt-Files erstellt, gefolgt von View-Files, die spezifische Datenkombinationen enthalten. Es werden verschiedene Formate zur Erstellung der Dateien angeboten, und es ist wichtig, die Kompatibilität zwischen verschiedenen DaRT-Versionen und SAP-Systemen zu beachten. Zudem werden Service-Funktionen zur Verwaltung der Extrakt-Files und mögliche Probleme bei der Nutzung in unterschiedlichen Systemen erläutert.

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Hinweis 1328530 - Technische Dokumentation -

Funktionsweise DaRT
Hinweissprache: Deutsch Version: 1 Gültigkeit: gültig seit
09.04.2009

Zusammenfassung

Symptom
Die Funktionsweise des DaRT-Tools aus technischer Sicht ist unklar.

Weitere Begriffe
FTW1A, DART, Dokumentation, Extrakt, Extrakt-File, View, View-File

Ursache und Voraussetzungen


Technische Dokumentation zum DaRT-Tool wird benötigt.

Lösung
Dieser Hinweis enthält eine technische Dokumentation zur Funktionsweise von
DaRT.

Prinzipielle Funktionsweise
Grundsätzlich sind zur Erzeugung der maschinenlesbaren Dateien für den
Steuerprüfer zwei Schritte in DaRT notwendig.

Im ersten Schritt werden sogenannte Extrakt-Files erzeugt. Dies erfolgt in


der Transaktion FTW1A. Diese Extrakt-Files enthalten je nach Selektion
einen bestimmten Datenumfang. Dieser Datenumfang hängt davon ab welcher
Buchungskreis selektiert wird und aus welchen Bereichen (FI, CO, SD,
MM,...) Daten selektiert werden. Dies kann zum einen im Customizing
(Transaktion FTWP) zum anderen in der FTW1A eingegrenzt werden. Auf der
Grundlage dieser Eingrenzungen werden die Daten dann in Form von einzelnen
Segmenten in den Extrakt-Files abgelegt. Diese Segmente entsprechen im
wesentlichen den Datenbanktabellen in denen die Daten im Orginal im System
abgelegt sind. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Segmente
die Informationen in reiner Text-Form enthalten. Dies betrifft insbesondere
Betragsfelder die im Extrakt immer mit einem Punkt als Dezimaltrenner
abgelegt werden.

Bei der Erstellung der Extrakt-Files kann über das Flag "Daten koprimieren"
das Format der Datei geändert werden. Ist das Flag gesetzt (empfohlene
Einstellung) so werden aus allen Feldern die Leerzeichen eliminiert und die
Inhalte mit einem Semikolon getrennt. Dadurch wird der für das Extrakt-File
benötigte Speicherplatz optimiert. Beim späteren Einlesen werden die
Inhalte wieder getrennt und entsprechend aufbereitet. Wird dieses Flag
nicht gesetzt, dann werden die Feldinhalte mit Leerzeichen aneinander
gehängt, Trennzeichen werden nicht eingefügt. Das hat den Vorteil, dass die
Daten weder beim Schreiben komprimiert werden müssen noch beim lesen
dekomprimiert werden müssen. Dadurch reduziert sich die Laufzeit bei der
Verarbeitung der Daten in DaRT. Bei Änderung der Segmente (zusätzliche
Felder, Feldverlängerungen) sind beide Optionen unproblematisch. Zum
Einlesen der Daten aus einem Extrakt werden immer die Felder/Feldlängen
genutzt die beim Erstellen des Extrakt-Files aktiv waren. Ein "Re-Build"
(Transaktion FTWM) der die Inhalte an die geänderten Strukturen anpasst ist
nicht notwendig.

Die Extrakt-Files sollten grundsätzlich immer zeitnah erstellt werden


(periodisch) und dienen als Grundlage für eine spätere Steuerprüfung. Dies
ist insbesondere dann notwendig, wenn Daten archiviert werden sollen -
archivierte Daten können später nur noch bergenzt und mit grossem Aufwand

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Hinweis 1328530 - Technische Dokumentation -
Funktionsweise DaRT
zur Erstellung von DaRT Extrakten verwendet werden.

Der zweite Schritt zur Erzeugung einer für den Steuerprüfer


maschinenlesbaren Datei besteht darin aus den zuvor erzeugten Extrakt-Files
die sogenannten View-Files zu erstellen. Dazu muss zunächst gemäss den
Weisungen des Steuerprüfers ein View definiert werden (Transaktion FTWY).
Darin wird festgelegt, welche Daten (welche Segmente) im View-File später
enthalten sein sollen und wie diese Daten miteinander kombiniert werden
sollen (Join-Bedingungen). Mit diesen Views werden dann in der Transaktion
FTWH die View-Files erstellt. Dazu können die Daten aus einem oder mehreren
Extrakt-Files zusammengestellt werden. Bei der Erstellung der View-Files
kann durch die Verwendung von (komplexen) Selektionsbedingungen genau auf
die vom Prüfer geforderten Daten eingeschränkt werden. Evtl. ist es auch
notwendig durch entsprechende Selektionen die Dateigrössen einzuschränken -
dies sollte aber immer in Absprache mit dem Prüfer erfolgen.

Als zusätzliche Funktion bei der Erstellung der View-Files kann das
Datenformat eingestellt werden. In der Regel wird die Prüfung mit dem Tool
IDEA (Firma Audicon) durchgeführt. Dafür sollten die View-Files im
SAP-Audit-Format (AIS) mit Kopfzeile erstellt werden. Beim Import der
Dateien in IDEA ist dann darauf zu achten, dass als Dateilformat ebenfalls
das SAP-Audit-Format ausgewählt ist und als Datumsformat (bei Bedarf)
[Link] (Tag, Monat, Jahr mit Punkten) ausgewählt wird. Als weitere
Formate bei der Erstellung von View-Files steht das Format "durch Semikolon
getrennte Spalten" und "Spalten mit festen Längen" zur Verfügung. Diese
Formate werden in aller Regel nicht vom Steuerprüfer benutzt - sie
entsprechen eher den beiden Formaten bei den Extrakt-Files.

Alternativ zu der Erstellung einzelner View-Files können auch alle


Informationen eines Extrakt-Files in maschinenlesbare Dateien umgewandelt
werden. Dazu steht der "Extrakt-Splitter" (Programm RTXWQU05) zur
Verfügung. Der Extrakt-Splitter erstellt für jedes Segmente eines Extraktes
eine Datei, die dann alle Felder enthält. Diese Dateien entsprechen dann
einem View-File das genau dieses eine Segment mit allen Feldern enthält
(keine Joins, keine spezielle Feldauswahl). In manchen Fällen werden vom
Prüfer diese Files angefordert. Das logische Zusammenstellen der
Informationen erfolgt dann komplett im Auswerteprogramm (IDEA).

Service-Funktionen in DaRT
Um die Extrakt-Files zu verwalten stehen im DaRT einige Service-Funktionen
zur Verfügung. In erster Linie sind hier die Transaktion FTWL
(Datenextrakt-Protokoll) und FTWN (Viewprotokoll Anzeige) zu nennen. Hier
erhält man eine Übersicht über die erzeugten Extrakte und Views, kann diese
gegebenenfalls archivieren oder aus dem Archiv importieren oder auch
löschen. Für die View-Files gibt es zusätzlich die Funktion "in lokale
Datei exportieren" um ein erzeugtes View-File auf den PC zu laden. Bei sehr
grossen Dateien kann dies problematisch sein (Plattenplatz, Laufzeit,
Speicherverbrauch). In diesem Fall kann man alternativ die Dateien direkt
per FTP vom entsprechenden Verzeichnis des Applikationsservers laden.

Probleme durch verschiedene DaRT-Versionen


Grundsätzlich sind DaRT-Extrakte logisch abgeschlossene Einheiten. Dadurch
können diese Files sowohl ausserhalb von SAP-Systemen (siehe Hinweis
522167) als auch in unterschiedlichen SAP-Systemen genutzt werden (siehe

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Hinweis 1328530 - Technische Dokumentation -
Funktionsweise DaRT
Hinweis 407847). Bei der Nutzung eines Extraktes in einem anderen
SAP-System ist zu beachten, dass die Extrakte nur aufwärts kompatibel sind.
D.h. dass ein Extrakt immer nur in einem System unter DaRT verwaltet und
genutzt werden kann das entweder die gleiche oder eine höhere Version von
DaRT implementiert hat. Ebenso können die Extrakte nur in Systemen
verwaltet werden die entweder das gleiche oder ein höheres Release für die
Software-Komponente SAP_APPL besitzt. Nur dadurch ist gewährleistet dass
alle Felder die im Extrakt vorhanden sind im aktuellen System mindestens
mit der gleichen Länge vorhanden sind.

Sind im Extrakt kundeneigene Felder oder Segmente enthalten, die im


aktuellen System nicht im DDIC angelegt wurden, dann können diese Extrakte
zwar im Extrakt-Browser angezeigt oder im Extrakt-Splitter entsprechende
Files erzeugt werden(ab DaRT Version 2.6), Views die diese Felder/Segmente
enthalten können aber nicht angelegt werden. Dazu müssen die
Felder/Segmente immer in der entsprechenden Form im DDIC des Systems
angelegt sein. Sind im DDIC die Felder kürzer definiert als im
Ursprungssystem eines Extrakts, dann kann es zu Abbrüchen oder zu
abgeschnittenen Feldwerten kommen. Ebenso verhält es sich, wenn Felder
innerhalb eines Segments fehlen. Bei Felderverlängerungen oder bei
zusätzlichen Feldern gibt es dieses Problem nicht - die zusätzlichen Felder
bleiben dann leer. Bei den SAP Standardsegmenten sind daher in höheren
Releasen bzw. DaRT Versionen immer nur Änderungen in Form von
Feldverlängerungen oder zusätzliche Felder implementiert. Für kundeneigene
Felder oder Segmente ist diese Kompatibilität vom Kunden sicherzustellen.

Es ist also nicht zulässig ein unter DaRT 2.6 erstelltes Extrakt in einem
System mit DaRT 2.4 oder DaRT 2.5 zu nutzen. Ebenso sollte ein Extrakt das
in einem ECC 6.00 System erzeugt wurde nie in einem System mit SAP
Enterprice 4.70 oder ECC 5.00 benutzt/ausgewertet werden.

Zusätzlich ist bei der Verschiebung von Extrakten zwischen verschiedenen


Systemen oder beim Upgrade eines Systems die Codepage-Problematik zu
beachten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Extrakte unter
Nicht-Unicode (siehe Einstellung in der Transaktion FTWP - ab Release 4.70)
erzeugt wurde. Wir empfehlen grundsätzlich die Einstellung "UTF-8" zu
verwenden sobald dies verfügbar ist. Dann können die Files auch auf
Systemen mit anderer Codepage eingelesen und verwaltet werden ohne dass
hier die verschiedenen Codepage-Einstellungen beachtet werden müssen. Bei
Extrakten die unter einem Nicht-Unicode System (Einstellung "Nicht-Unicode"
bzw. "Default" in der FTWP - technische Einstellungen) erzeugt wurden führt
das Einlesen in einem System mit anderer Codepage evtl. zu falschen Zeichen
oder zu Abbrüchen. In diesem Fall können die Extrakte nur eingelesen
werden, wenn die ursprüngliche Codepage bekannt ist. Das Einlesen muss
gegebenenfalls manuell durchgeführt werden oder über ein gesondertes
Programm erfolgen das aktuell nicht Bestandteil der
DaRT-Standard-Auslieferung ist.

Kopfdaten
Freigabestatus: Für Kunden freigegeben
Freigegeben am: 20.05.2009 12:59:28
Originalsprache: Deutsch
Prorität: Empfehlungen/Zusatzinfo
Kategorie: Beratung

Hauptkomponente: CA-GTF-DRT Data Retention Tool

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Hinweis 1328530 - Technische Dokumentation -
Funktionsweise DaRT

Der Hinweis ist releaseunabhängig

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