Beginner E Powerboat
Beginner E Powerboat
2009
Vorwort
Oh je, jetzt habe ich mich doch zu einem Vorwort hinreißen lassen.
Eigentlich hatte ich nur vor einen kleinen Aufsatz zu schreiben, um
diejenigen, meist jüngeren Alters, zu motivieren, die Sonntags am See
stehen und neugierig dem munteren Treiben Rennboot- Besessener
zusehen aber sich nicht an dieses schöne Hobby herantrauen.
Mit der Zeit gab es aber immer wieder Fragen und Anregungen, eine
Sammlung aufzubauen, die Anfängern die wichtigsten Fragen beim Bau
eines Rennbootes beantwortet und Tipps bei der Erstellung und Montage
gibt. Somit ist aus einer kleinen Sammlung von Tipps ein Aufsatz
geworden, der ständig überarbeitet und ergänzt wird, so dass dem
interessierten Leser hoffentlich die eine oder andere Thematik erklärt wird.
Nun stelle ich immer wieder fest, dass es die kleinen Dinge sind, über die
insbesondere, aber nicht nur, Anfänger stolpern. Also sind es die kleinen
Tipps, die für viele selbstverständlich sind, genau die wichtigen Hinweise,
die das Bauen vereinfachen und somit auch das Ergebnis verbessern.
Also wird zuerst im 1. Teil allgemein der Bau eines Bootes besprochen. Im
Anschluss daran, im 2. Teil, gibt es eine Liste der benötigten Bauteile und
Materialien mit eben diesen kleinen Tipps und Kniffen sowie die eine oder
andere Empfehlung, die natürlich dann sehr subjektiv ausfallen kann.
Jetzt gibt es sogar schon ein Inhaltsverzeichnis, das so aufgebaut ist, dass
man schnell und genau das Thema ansteuern kann, womit man sich
gerade beschäftigt.
Nun; alle Themen, die für den Bau eines Bootes wichtig sind, habe ich wohl
noch nicht ausführlich beschrieben. Überall fallen mir noch Dinge ein, die
erwähnenswert sind.
Aber ich habe im Moment keine Lust mehr weiter zu schreiben. Und
darüber hinaus möchte ich ehrlich gesagt viel lieber in den Keller und ein
wenig an meinen Booten basteln.
Na ja, ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Schmökern in diesem
kleinen Aufsatz.
Ach so: Bei den vielen Photos, die ich zum Teil auch aus dem Internet
„entnommen“ habe, war es mir bei manchen nicht mehr möglich die Quelle
zurückzuverfolgen. Sollte also jemand sein Photo wieder erkennen und
möchte die Urheberschaft vermerkt haben, solle er seine Anmerkungen mir
zusenden und ich werde diesem natürlich entsprechen.
Widerspricht jemand der Veröffentlichung in diesem Aufsatz, so werde ich
die Photos selbstverständlich sofort entfernen.
2. Vorwort
Es wurde mal wieder Zeit ein klein wenig über Veränderungen und
Ergänzungen nachzudenken. In der letzten Zeit hat sich eine Menge getan.
So habe ich mir einige Gedanken gemacht, was für den Anfänger im
Rennboot- Bau und da für den absoluten Neuling im RC- Sport notwendig
ist, um einen Überblick über die neuen Akkutechniken zu bekommen, um
danach eine kleine Entscheidungshilfe zu haben, welche Technik in das
neue Boot eingesetzt werden soll.
Auch in der Motorentechnik und Fernsteuertechnik stand die Entwicklung
nicht still.
Somit war generell die Frage, mit welcher Technik- Kombination der
ambitionierte Rennboote- Neuling sein Modell ausstatten sollte.
Inhaltsverzeichnis Seite
1.17.2 Folienlackierung
1.17.3 Lackieren mit der Spray- Dose
1.17.4 Typen- Mix
1.17.5 Vorbehandlung der Oberflächen
1.17.6 Lackieren mit der Pistole und Airbrush- Arbeiten
1.17.7 Werkzeuge und Materialien
1.17.8 Farbenverträglichkeiten
2.13.1 Kunststoffe
2.13.2 Harze und Kleber
2.13.3 Kleberzubehör
2.13.4 Abdichtungen für Bootsdeckel
3. Anhang
3.1 Anhang 1
Sie brauchen zu Beginn etwas Zuspruch um die Angst vor der Technik zu
verlieren. Ein Blick in diese kleinen Flitzer lüftet meist die kleinen
Geheimnisse, die viele Modellbauer meinen zu hegen.
Mono I Boote sind Einrumpfboote, haben ungefähr eine Länge von 50-
65cm und werden mit 7 Akku-Zellen der Größe Sub C, in Reihe geschaltet,
und einem entsprechend geeigneten Motor bestückt, der meist eine starre
Wellenanlage antreibt, an dem ein halb eingetauchter Propeller hinter dem
Heckspiegel werkelt. Allein die Größe und die noch recht moderaten
Leider kann in diesem Beitrag nicht auf alle Details eingegangen werden.
Das würde den Rahmen dieses kleinen Aufsatzes sprengen. So wird hier
ausschließlich auf den Bau dieser Boote eingegangen und einige
Baulösungen als Vorschlag aufgezeigt, die funktional und leicht zu
erledigen sind. Dass es durchaus andere Möglichkeiten gibt ein Mono Boot
aufzubauen, sei hier nur erwähnt.
Aber wie so oft gilt auch im Modellsport: Weniger
ist mehr.
Das heißt, dass man zu Anfang die Kirche im
Dorf lassen soll. Ein gut getrimmtes Boot mit
einfacher Technik ist allemal besser als High
Tec, die nicht vernünftig aufeinander abgestimmt
ist und somit das Ergebnis feststeht: Ein
schlecht laufendes oder nicht beherrschbares
Modell.
Und: Ein Rennen wird nicht auf der Geraden gewonnen, bei der Top-
Speed erreicht wird, sondern während der Kurvenfahrt. Hier kommt es auf
die Geschwindigkeit an, mit der die Boje eng und sicher genommen werden
kann.
1.2 Bauteile
Schaut man in solch ein kleines Boot, stellt man schnell fest, dass diese
Modelle aus wenigen Bauteilen bestehen, die schnell aufgezählt sind:
6. Elektronischer Drehzahlsteller
7. Fahrakku
8. Not-Aus-Schalter
9. Seitenruder
10. Ruderservo
11. Rudergestänge
12. Servobefestigung
15. Turnfin
16. Trimmklappen ( evtl.)
Viele, die schon mal ein Rennboot gebaut haben, werden sich vielleicht
wundern, warum ich diese Aufteilung gewählt habe.
Im Laufe der Zeit hat sich beim Aufbau eines Modells ein System
eingestellt, in welcher Reihenfolge ich meine Boote erstelle.
Dieser Ablauf soll nun unser roter Faden in diesem Bericht werden. Im
Anschluss finden Sie eine Materialliste, eine Schnell- Liste über den Bau
und eine Zeitbedarfskalkulation.
1.3 Kaufentscheidung
Kann Ihnen auf diese Fragen der Verkäufer keine Antwort geben, sind Sie
im falschen Geschäft. (Und das Gefühl, im falschen Geschäft zu sein,
werden Sie wahrscheinlich oft haben.)
Lassen Sie sich ebenfalls die Komponenten Seitenruder, Welle und Motor
zum Modell anbieten. Die bekannten größeren Anbieter haben zu den
einzelnen Modellen so genannte Antriebssets im Angebot. Diese passen
meist zu Anfang ganz gut. Kleinere Anbieter stellen Ihnen gerne ein auf das
von Ihnen ausgewählte Modell abgestimmtes Angebot zusammen. Dies ist
zwar in manchen Fällen teurer, aber in der Regel qualitativ auch besser.
Und das zahlt sich dann in der Wartung des Bootes aus.
Was beim Kauf zu beachten ist, wird in den einzelnen Abschnitten erwähnt.
Achten Sie aber beim Kauf Ihres ersten Bootes darauf, dass sie eine
Anleitung zum Bau des Bootes erhalten. Hier sollten alle erforderlichen
Maße zum Einbau der Komponenten enthalten sein. Gibt es Kontakt zu
anderen Rennboot- Fahrern, kann man mit deren Hilfe und Erfahrung auf
eine Bauanleitung verzichten. Eine „lebende“ Bauanleitung weiß manchmal
mehr als ein seitenlanger Text. Bauen Sie aber nie „ins Blaue hinein“. Das
Ergebnis wird sehr ernüchternd ausfallen.
Aus eigener schmerzlicher Erfahrung rate ich zum Kauf bei den kleineren
Anbietern. Diese Boote aus GFK- Schalen sind vielerorts mit guten
Fahrergebnissen zu sehen. Dies ist bei den Schnellbaukästen nicht immer
der Fall. Weiterhin sind die Boote der kleinen Anbieter oft schneller und
einfacher aufzubauen. Allerdings sollte man die namhaften Anbieter nicht
soooo schlecht machen. Die meisten Modellbauer, die ich kenne, haben
zuerst die Angebote eben dieser Firmen wahrgenommen und damit ihre
ersten Erfahrungen im Abstimmen von Rennbooten gemacht.
Irgendwann ist es dann endlich soweit. Die Teile sind erstanden und liegen
auf dem Basteltisch bereit. Was Sie jetzt am meisten benötigen ist eins:
Geduld! Bauen Sie nie überhastet, in Zeitdruck oder zwischen „Tür und
Angel“. Dieser Rat geht insbesondere an die Adresse der jungen Leser, die
es meist kaum erwarten können so schnell als möglich an den See zu
kommen und das Boot ausprobieren möchten. Beim Bau eines Bootes
kommt es auf Genauigkeit an. Also bauen Sie alles sorgfältig. Sie ersparen
sich so manches verdorbene Bauteil und daraus resultierenden
Doppeltkauf.
1.4.1 Bauanleitung
Lesen Sie zuerst die Bauanleitung in Ruhe durch und studieren Sie dazu
den Bauplan. Vergessen Sie nicht die Bauteile auf Vollständigkeit zu
überprüfen. Beginnen Sie mit einer Baustufe erst, wenn Sie alle Teile auf
dem Basteltisch zusammen haben.
Außer den großen Bauteilen benötigen Sie noch einige kleinere Teile zum
Befestigen und zum Verbinden. Diese Teile sind in dem Bericht, so weit es
möglich ist, beschrieben.
1.4.2 Bootsständer
Bevor es mit dem eigentlichen Bau
losgeht, benötigen Sie einen
geeigneten Boots- Ständer, der stabil
genug ist Ihr Boot aufzunehmen und
auf dem Sie Ihre Arbeit verrichten
können. Die Auflageflächen werden
mit Schaumstoff, z.B. Tesa- Moll
beklebt, damit der Rumpfboden nicht
verkratzt. Hier können Sie sich erst
mal mit Sperrholzresten aus dem
Baumarkt etwas zusammenschustern.
Stabil sollte es aber schon sein.
Lieferumfang eines Kleinanbieters
Quelle: [Link],de
Ich besorge mir für jedes Boot eine Holzkiste, die mit Eingriffen versehen
sind. Dieser Kasten wird mit Auflagerflächen versehen, die ich mit einer
Stichsäge aussäge. Die Form nehme ich mit einem Messingdraht am
Modell ab oder säge großzügig.
1.5.1 ABS
Modelle aus ABS- Tiefziehteilen bestehen meist aus Ober- und
Unterschale und evtl. aus einigen wenigen Teilen für ein Schiebeluk und für
einen Deckel mit Cockpit. Bauen Sie alles nach Anleitung zusammen. Als
Klebstoffe werden von den Herstellern wahrscheinlich Sekundenkleber
und Pattex Compact empfohlen. Wichtig ist, dass Sie die Klebestellen
vorher anrauen. Beim Sekundenkleber sollten Sie mit der aufzutragenden
Menge sparen. Der Spruch: Viel hilft viel, stimmt hier nicht. Vollflächige
Verklebungen kann man mit Sekundenkleber dadurch erreichen, dass man
die Flüssigkeit auf der Fläche mit einer Rasierklinge quasi als Spachtel
benutzt und so dünn und gleichmäßig verteilt.
ABS- Bauteile müssen allesamt aus dem Tiefziehkörper herausgeschnitten
werden. Hierfür benötigt man eine stabile Haushaltsschere oder eben eine
Schere aus dem Modellbauladen.
Die geschnittenen Kanten sollten danach noch einmal mit einem
Schleifklotz und Sandpapier glatt beigearbeitet werden.
Ober und Unterschale werden mit Sekundenkleber bestrichen und dann
zusammengefügt. Die Klebekanten sind meist so breit, dass diese dann bis
1.5.2 GFK
Rumpfschalen aus GFK (Glasfaserkunststoffe)werden zusammengebaut
ausgeliefert, der Rumpf besteht aus Schale und Deckel.
Sämtliche Klebestellen und Rumpfnähte werden beigeschliffen. Wer es
richtig schön haben will und sein Modell eh lackieren möchte, der kann jetzt
noch hingehen und diese Stellen mit Feinspachtel glatt beiarbeiten.
Der Deckel wird auf Passgenauigkeit überprüft und evtl. an den Rändern
mit Schleifpapier nachgearbeitet. Der Deckel sollte auf jeden Fall ohne
Spannung aber auch ohne großes Spiel auf den Bootskörper bzw. auf die
dafür vorgesehen Auflageflächen in der Deckelpassung gelegt werden
können. Gerade Kanten bekommt man am besten hin, wenn man das
Schleifpapier plan auf eine ebene Fläche legt (und mit zwei- seitigem
Klebeband fixiert) und dann das Bauteil gerade darüber führt.
1.5.3 Verstärkungen
Zur Verstärkung des Heckspiegels werden innen 2 bis 3 Lagen
Glasgewebe (120- 160gr/m²) mit 2-Komponenten- Epoxid- Harz
einlaminiert. Am Heck werden später das Seitenruder und allerlei Teile
montiert, die eine entsprechend stabile Wandung benötigen.
Benutzen Sie für Klebearbeiten an GFK- Rümpfen ausschließlich
Sekunden- Kleber und 24h-Epoxid- Harze. 5- Min. Harze sollten nur zur
Fixierung oder zu Schnellreparaturen am See benutzt werden, die
entweder später durch 24h- Harze getauscht oder mindestens ergänzt
werden.
Weitere Stabilisierungsmaßnahmen sind nicht erforderlich, wenn Sie an
keinen Wettbewerben teilnehmen wollen.
1.6 Flutkanal
Heutige moderne Mono Boote werden so flach konstruiert, dass sie sich bei
einem Überschlag nicht mehr selbst aufrichten und auf dem Deckel liegen
bleiben. Sie benötigen eine Umdrehhilfe. Dies wird am besten mit einem
Flutkanal gewährleistet. Ein Flutkanal soll bei einem Überschlag planmäßig
mit Wasser voll laufen. Somit wird die Gewichtsverteilung im Boot
verändert, das Boot kentert durch und richtet sich wieder auf. Jetzt kann
man wieder seine Fahrt aufnehmen. Das Wasser fließt aus der Öffnung am
Heck während der Beschleunigung des Bootes wieder heraus und die alten
Gewichtsverhältnisse sind wieder hergestellt.
Für den Bau eines solchen Kanals wird innerhalb des Bootes in
Längsrichtung in Teillänge oder ganzer Länge auf der linken Bootsseite ein
Wasser dichter Schott eingesetzt. Dieser Schott bildet mit dem
Bootsboden, der Seitenwand und dem Deck den Flutkanal. Der Heckspant
im Bereich des Schotts wird herausgetrennt. Im Bugbereich sollten dann
noch Entlüftungsöffnungen vorgesehen werden.
Sollte ein Flutkanal nötig sein und Sie ein Modell aus einem Baukasten
erstellen, sind die Maße und der Bauablauf in der Bauanleitung ersichtlich
und beschrieben. Das Material liegt bei.
Flutkanal- Schablone aus Pappe und das schon teils zugeschnittene Längs-Schott aus selbst erstellten GFK-
Platten
Haben Sie ein Boot ohne Bauanleitung und/ oder ohne zeichnerische
Darstellung des Flutkanals und der Lage der Wände erstanden, kommen
Sie nicht umhin das notwendige Volumen des Kanals auszulitern und per
Badewannenversuch zu ermitteln: Legen Sie alle Bauteile in den Rumpf
und platzieren Sie diese, wie die Teile später auch eingebaut werden. Auf
den Regler und den Empfänger, sowie sonstige Kleinteile können Sie aber
verzichten. Das Seitenruder befestigen Sie außerhalb des Rumpfes mit
Klebeband am Heckspiegel.
Die Welle legen Sie unbearbeitet in den Rumpfkiel. Den Motor und die
Akkus werden vorher in Plastikbeutel zur Sicherheit gegen Wasser
eingepackt und dann mit festem Klebeband im Rumpf platziert. Die Akkus
finden ebenfalls in Tüten eingepackt ihren planmäßigen Sitz. Zusätzlich
werden nun Gewichte (z. Bsp. alte Akkus, Schrauben, Werkzeuge oder
was Sie sonst so haben) an der linken Bordwand befestigt. Diese Gewichte
simulieren das Gewicht der Menge Wasser, die benötigt wird, damit das
Boot in der Lage ist reibungslos durchzukentern. Bei abgeklebtem Deckel
probieren Sie so lange, am besten in der Badewanne, bis Sie die
Gewichtsmenge gefunden haben, so dass Ihr Boot sich zügig wieder
aufrichtet.
Der Schott sollte senkrecht ca. am linken Deckelrand entlang und nach
vorn verlängert bis in den Bug hinein verlaufen (bei Variante 1),
entscheiden Sie sich für Variante 2, müssen Sie die vorn eingesparte
Wassermenge zur Breite des Kanals hinzuschätzen.
1.6.3 Schablone
Erst aber muss eine Schablone zum Übertragen der Maße für den Schott
erstellt werden.
Hierbei ist Geduld, Augenmaß und wieder Geduld gefragt.
Nehmen Sie ein Stück stabiles Kartonpapier, welches so lange mit Cutter-
Messer und Schere bearbeitet wird, bis es ganz exakt in das Bootsinnere
passt und ein exaktes Abbild der benötigten Flutkanalwand darstellt.
Werfen Sie zu klein geratene Schablonen weg. Gehen Sie davon aus, dass
Sie zu Anfang mehrere Anläufe benötigen bis Ihnen ein akzeptables
Werkstück gelingt. Gehen Sie hier keine Kompromisse ein. Später muss
diese Wand mit seinen Übergängen zum Bootskörper absolut wasserdicht
sein. Ein zu groß geratener Schott ist ebenfalls für den Einbau ungeeignet.
Dieses lässt sich nur unter Spannungen einsetzen und wird somit Beulen
und Verwerfungen am Rumpf erzeugen. Das Boot wäre jetzt wertlos.
Tipp: Stellen Sie diese Schablone in 2 Teilen her: Der erste Teil für das
Heck bis in den vorderen Bereich des Deckels, der zweite Teil für den Bug.
Zusammengelegt erhalten Sie eine komplette Flutkanalschablone.
Die Fugen zum Bootskörper werden dann mit 1-2 Lagen Glasgewebe und
24 Std. Epoxid- Harz einlaminiert. Bei dieser Arbeit ist noch einmal sehr
viel Geduld gefordert und so mancher verzweifelt daran, wenn er in der
Bugspitze den Flutkanal einlaminieren soll. Da hilft aber nun gar nichts. Da
muss man durch. Schneiden Sie sich genügend Glasfaserstreifen zu
Längen von 10- 20 cm zurecht. Die Breite sollte so 2 cm betragen. Das
Harzgemisch wird zuerst auf den Schott in der zum Glasfaserstreifen
passenden Länge aufgetragen. Die erste Lage Streifen wird nun mit einem
Pinsel aufgebracht, mit leichtem Druck angestrichen, besser: antupfen.
Dann das nächste Stückchen mit Überlappung usw.
Im Bugbereich wird es natürlich mächtig eng, weil man nicht weiß, wie man
den Pinsel halten soll. Versuchen Sie es mit langstieligen Pinseln.
Manchmal geht es besser mit kurzen Pinseln. Da muss man probieren und
wie schon gesagt: Viel Geduld. Da das seine Zeit dauert kann ich hier nur
von 5 min Epoxid- Harzen abraten. Das wird nichts. Mischen Sie auch nur
kleine Mengen Harz an. Man kann ja neu anmischen, wenn die Menge
nicht reicht.
Nach dem Aushärten wird der Heckspant im Bereich der nun gebildeten
Flutkammer herausgefräst.
1.6.5 Dichtigkeitstest
Jetzt erfolgt ein Dichtigkeitstest. Den
Kanal füllen Sie durch die
Hecköffnung vollständig mit Wasser.
Es sollte kein Tropfen Wasser in das
Bootsinnere gelangen. Als Tipp zum
Suchen der Undichtigkeiten: Füllen
Sie den Flutkanal abschnittsweise
mit Wasser, indem Sie das Boot
senkrecht mit dem Bug nach unten
halten. Sollte es eine undichte Stelle
geben, so leert sich der Kanal bis
direkt unterhalb des Lecks.
Entlüftung des Flutkanals im Stufenbereich
So finden Sie immer die Leckage, die dem Bug am nächsten ist. Die
undichten Stellen laminieren Sie erst nach, wenn die Klebestellen nicht
mehr feucht sind. Achtung: Die Klebestellen müssen trocken sein!
Manchmal hilft es nur noch von innen an den Flutkammernähten ein wenig
leicht angedicktes Harzmaterial (Baumwollflocken oder Tixotropiermaterial
als Eindicker) entlang laufen zu lassen um die Nahtlücken zu schließen.
Aber: Nehmen Sie nicht zu viel Material, sonst ist der Bug komplett mit
Harz vergossen. Das kostet nur Gewicht, und, was noch viel tragischer ist:
Die Flutkammer existiert nicht mehr.
Ist alles dicht, ist der Flutkanal erst einmal fertig.
1.6.6 Entlüftung
Die noch nicht erstellte(n) Entlüftungsöffnung(en) im Bugbereich wird/
werden ganz zum Schluss erstellt, wenn alle Einbauten erfolgt sind. Diese
Öffnung(en) sollten nämlich oberhalb der Wasseroberfläche sein, wenn das
Boot mit seinem Kampfgewicht auf dem Rücken schwimmt. Die Lage
ermitteln wir später beim sog. Badewannentest.
1.7 Antriebseinheit
Nun geht es schon an den Bau der Antriebseinheit Motor und Antriebswelle
bestehend aus Motor, Stevenrohr mit Kupplungsglocke, Motorkupplung,
der eigentlichen Welle, Antriebsschraube mit Kontermutter und
Lagerscheibe und / oder Kugellagern sowie dem Motorspant.
Antriebsset einschl. Ruder und Turnfin (Fa. Graupner) Compactwellenanlagen (Quelle Fa. Hydro & Marine)
1.7.4 Motorspant
Danach wird die Motorhalterung angefertigt.
Die Motorhalterung fertige ich immer aus 1,5 oder 2 mm Epoxid- Platten an.
Sperrholz geht auch, muss aber mit Schiffslack oder 2- Komponenten-
Epoxydharz gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Das ist mir zu
aufwendig und hält nur auf.
Motorspant an Wellenanlage angepasst, sollte Motorspant im Boot eingeklebt; Motor weit vor der
aber nicht motorseitig eingebaut werden Stufe (Quelle [Link])
Falls keine Schablone für diesen Motorspant vorhanden ist, fertige ich mir
aus stabiler Pappe selbst eine an. Diese Schablone muss exakt die
Neigung des Bootsbodens auf das Werkstück übertragen können. Der
Motorspant soll später auf das Stevenrohr geschoben werden, über die
Kupplungsglocke bis zur Befestigungsmöglichkeit für den Motor. Um die
Lage des Spantes im Boot für die Aufmessung der Neigung des
Bootsbodens zu ermitteln, müssen Sie die Außenmaße der Welle
beachten.
Möglicherweise auch noch die Neigung der Welle zur Kiellinie ( bzw. der
gedachten Kiellinie bei gestuften Bootsrümpfen)des Bootes. Sollten diese
Maße nicht angegeben sein, so empfehle ich folgendes: Die Welle so weit
aus dem Heck herausschieben, bis bei einer Wellenneigung von 2 Grad zur
(gedachten) Kiellinie das Wellenende einen Abstand von 2 mm über der
gedachten Verlängerung zur Kiellinie hat. Das passt eigentlich immer ganz
gut. Der Abstand der Druckscheibe zum Heckspant sollte im Bereich 8-10%
der Rumpflänge betragen. Zur Ermittlung der Kiellinie lege ich das Boot
einfach auf eine ebene Unterlage, z.B. eine Tischplatte. Die
Heckabrisskante und die vordere Stufe (wenn vorhanden) sollten auf der
Tischplatte aufliegen.
2mm Luft unter der Welle am Propeller bzw. Lagerköcher (Richtlatte= Tischplatte)
Der Abstand des Propellers zum Heckspiegel 10% der Rumpflänge
Wenn das Ruder später mittig zum Heck eingebaut werden soll,
kontrollieren Sie, ob für spätere Propellerwechsel genug Abstand zwischen
Propeller und Ruderblatt vorhanden ist
1.7.6 Einbau
Im Innern des Bootes unterstützen Sie das Stevenrohr so lange bis Sie
diese Maße erreicht haben. Jetzt messen Sie grob den Abstand der
Kupplungsglocke zum Bootsboden also bis zum Kiel. Ruhig etwas mehr
nehmen, damit das Werkstück nicht zu klein wird. Dransägen konnte noch
niemand.
Jetzt übertragen Sie diesen Abstand auf die Schablone und bohren Sie dort
ein Loch in Größe des Außendurchmessers der Glocke. Die Schablone
schieben Sie auf das Stevenrohr und setzen alles wieder in das Modell.
Abstände und Maße überprüfen. Da Sie den Abstand zum Bootsboden
großzügig gewählt haben kürzen Sie jetzt die Schrägen der Schablone
soweit parallel zu den Schrägen des Bootsbodens, bis die benötigten Maße
exakt passen. Lieber eine Schablone erneuern als falsche Maße behalten.
Beachten Sie, dass der Motor mit der Welle genau axial eingebaut ist, falls
keine Außermittigkeit im Bauplan gefordert wird. Das ist bei diesen kleinen
Booten eher unwahrscheinlich. Das Auge kann da übrigens besser
beurteilen als der Zollstock. Ich nehme eigentlich nur die Mitte des Hecks
und prüfe mit einem Faden auf dem Deck, der von Bugspitze bis Heckmitte
gespannt wird. (z. B. mit Tesa befestigen). Jetzt kann ich über das Heck in
Richtung Bug peilen und den Verlauf des Antriebes gut kontrollieren.
Den Epoxid- Spant können Sie nun mit Hilfe der Schablone herstellen. Den
fertigen Spant schieben Sie auf die Welle. Der Motor wird von der
Kupplungsglocke abgeschraubt, da jetzt noch die Löcher für die
Motorverschraubung in den Spant gebohrt werden. Hiefür benutzen Sie die
vorhandene Bohrung in der Kupplungsglocke als Schablone. Ist der Spant
fertig, wird die gesamte und fertig montierte Antriebseinheit lagegerecht in
das Boot gesetzt. Der Motor sollte jetzt zu allen Seiten mind. einen Abstand
von ca. 5 - 6 mm zu allen Rumpfteilen für den späteren Einbau der
Wie Sie jetzt sehen, hat der Motor direkten Kontakt mit dem Stevenrohr, in
der Hoffnung, dass das Metall des Stevenrohres im Fahrbetrieb zusätzlich
zur noch zu erstellenden Wasserkühlung die Abwärme des Motors im
Fahrbetrieb abführt.
1.8.1 Zuleitungen
Jetzt wird erst mal gelötet und der Innenraum für die restlichen Einbauteile
aufgeteilt. Alle elektronischen Bauteile und der Motor bekommen jetzt ihre
Zuleitungen.
1.8.2 Motorentstörung
Der Motor wird mit den Entstörkondensatoren versehen. Einen passenden
Entstörsatz erhalten Sie bei Ihrem Modellbauhändler.
Als Kabelquerschnitt nehme ich
für die Verbindung Motor zum
Regler mind. 2,5qmm, besser
4qmm. Denken Sie daran, dass
immerhin in Leistungsspitzen
mehr als 40 Ampere fließen
können. Als Faustregel gilt: Je
10 A Dauerlast reichen etwa 1
qmm Querschnitt Kabel. Sollten
Sie die voraussichtlichen
Strombelastungen nicht kennen
oder nicht abschätzen können
wählen Sie 4qmm.
Alle Kabel belassen Sie erst mal ohne Stecker. Versehen Sie alle Leitungen
mit etwas Überlänge, weil Sie die exakten Lagen der Bauteile noch nicht
kennen.
Wenn schon mal der Lötkolben heiß ist, wird auch gleich der Not- Aus-
Stecker vorbereitet. Den Bau beschreibe ich weiter unten.
Das Servo für das Seitenruder wird mittig am Heck oder hinten rechts unter
der Oberschale montiert. Eine liegende Montage des Ruderservos ist meist
schon aus Platzgründen notwendig. Der seitliche Abstand sollte so gewählt
werden, dass sich das Ruderhorn des Servos gerade noch unterhalb der
Decksöffnung befindet, also freie Sicht und freie Montage des Gestänges.
Hinter dem Servo (bei seitlicher Montage) sollte noch der Empfänger Platz
finden.
Bei Montage des Servos über dem Stevenrohr (also mittig im Bug) ist der
Platz für den Empfänger direkt rechts daneben, da ich die Antenne immer
rechts hinten montiere also direkt oberhalb des Empfängers.
Falls kein BEC- Regler vorhanden ist, platzieren Sie die Empfängerakkus
links hinten im Heck.
Die Motor- Akkus werden links und rechts oder nur links neben dem
Stevenrohr platziert, zwischen Motorspant und den hinteren Einbauten
Alle Bauteile, die nicht fest einlaminiert werden, befestige ich mit
selbstklebendem Klettband (Regler, Empfänger, Akkus). Diese
Klettbefestigungen können Sie jetzt mit etwas Überlänge in den Rumpf
kleben. Hier klebe ich immer die Häkchenseite in den Rumpf, die Bauteile
erhalten die Filzseite. Falls mal Wasser im Boot ist, nehme ich die Bauteile
sowieso zum Trocknen heraus. Die Häkchenseite saugt kein oder kaum
Wasser. Somit habe ich mein Baby immer schnell trocken gelegt.
Ein unschätzbarer Vorteil. Wer das erste Mal aus Dusseligkeit beim
Zusammenstecken seine teuren elektronischen Bauteile „zerschießt“, der
wird wissen, was ich meine.
Ich versehe die Verbindungen des Motors mit dem Regler auch mit
Steckern. Dann kann der Regler später auch schnell mal in ein anderes
Boot gesetzt werden. (Tipp für geizige oder für solche, die es mal werden
wollen). Der Minuspol des Akkus erhält das ,Steckermännchen‘, das Plus-
Kabel das ,Weibchen‘ ( Buchse). Das Plus - Kabel geht zuerst zum Not-
Aus, dann weiter zum Regler.
Der Not- Aus besteht in der Regel bei mir aus 3 kleinen Stückchen Kabel ,
2 mal im Boot und eine Schlaufe mit zwei Steckern ( Männchen) außen,
Das eine innere Teil erhält an den Enden jeweils eine Buchse, das andere
Kabel je einen Stecker (ein Männchen) und eine Buchse (ein Weibchen).
Wenn alles eingebaut ist, wird einmal der Plus-Pol des Akkus
angeschlossen und am anderen Anschluss der Regler.
Je eine Buchse der beiden kurzen Kabel wird nun in den Rumpf eingeklebt.
Wir bohren 2 Löcher im lichten Abstand von ca. 10 mm in den Rumpf, und
laminieren die Buchsen außen rumpfbündig ein. Damit alles besser klebt
entfernen wir auf den ersten 3 mm (Stärke der Bootswandung) die
Isolierung vom Stecker (beim Durchmesser der Bohrungen beachten). Das
außen liegende Kabel verbindet beide von außen sichtbaren Enden.
Beim Ziehen eines der beiden Enden des Steckerkabels wird sofort die
Stromzufuhr des Akkus schon vor dem Regler unterbrochen. Eine
Trennung der Zuführung zwischen Motor und Regler ist falsch, da bei
dieser Version beim Ausschalten der Regler samt Empfangsanlage immer
noch Strom führt und doch noch Schaden nehmen kann. Ich benutze
diesen Schalter bei Reglern mit BEC als Hauptschalter für meine Boote.
Vor dem Fahren, kann ich so alles in Ruhe fertig machen, den Deckel
abkleben und in aller Ruhe zum Steg gehen.
Der Regler wird nun auf der Akkuseite mit einem Stecker(+) und einer
Buchse (-) versehen. Motorseitig bekommt der Regler zwei Stecker. Das
Minuskabel des Akkus wird also direkt mit dem Regler verbunden. Die
Anschlusskabel des Motors erhalten zwei Stecker. Dieses System hat
folgenden Hintergrund: Man kann nie die Anschlussseiten am Regler
(Motor- Akku) verwechseln, da es hier zwei verschiedene Anschlusspaare
gibt. Die Strom führende Seite bei angeschlossenem Akku kann nie
kurzgeschlossen werden (2 Buchsen) und hat keine frei liegenden
Kontakte. Der Nachteil dieses Systems ist, dass die Laufrichtung des
Motors einmal ermittelt werden muss (vertauschen der
Motoranschlusskabel).
Noch sicherer ist es 2 versch. Steckersysteme zu verwenden- eins für die
Akkuseite am Regler ( 4mm Goldstecker) und ein anderes System für die
Motorseite ( 3,5mm Goldstecker). So ist auch optisch kein Verwechseln
mehr möglich. (Anm.: Zwar sind bei Bürstenlos-Reglern auf der Motorseite
3 Kabel vorhanden, und es muss schon ziemlich „dumm“ zugehen, um die
Anschlüsse zu vertauschen- Man kann aber nie wissen……)
des BECs diskutiert, die dadurch entsteht, dass die Spannung aus den
Fahrakkus auf die erforderlichen 6 V Empfängerspannung reduziert werden
muss. Strom hungrige Ruderservos verstärken die Wärmeentwicklung
ebenfalls. Das sollte man aber bei den kleinen Booten auch nicht
überbewerten, insbesondere, wenn keine Wettbewerbe gefahren werden.
Bei mir sind aus diesen Gründen aber noch nie Störungen aufgetreten. Ein
Nachteil ist, dass diese BEC- Regler (Elektronische Drehzahlsteller mit
Empfängerstromversorgung aus den Fahrakkus) zum Erhalt der
Empfängerstromversorgung recht früh abschalten. Nach einer kurzen
Pause schaltet der Regler aber wieder ein und die restliche Akkukapazität
reicht aus um in Ruhe ans Ufer zu fahren und um sein Boot an Land zu
holen. Regler ohne BEC schalten nicht unbedingt ab. Hier kann der Akku
bis zum letzten Blutstropfen leer gepumpt werden. Sicherlich ein Vorteil für
Wettbewerbsfahrer. Dies aber ruiniert m. E. die Akkus wesentlich schneller.
Ich bin kein Wettbewerbsfahrer und zusätzlich noch geizig. Also schone ich
meine Akkus und fahre etwas früher ans Ufer. Zum anderen bin ich faul
und spare mir das lästige Laden der Empfängerakkus.
Das oben Beschriebene gilt ausschließlich für Boote, die mit Akkus der
Nickel-Technologie (NiCad und NiMH) betrieben werden. Werden Akkus
der neuen Lithium- Technik verwendet, sind noch einige zusätzliche
Überlegungen anzustellen, die weiter unten beschreiben werden.
Achten Sie darauf, dass der Regler nur eine Drehrichtung des Motors
zulässt. Bei Rückwärtsfahrt werden Sie Ihr Boot ungespitzt in den Tiefen
des Sees zurücksetzten. Ein eher peinliches Manöver. Kaufen Sie lieber
gleich einen sog. Flugregler. Dieser Regler sollte etwa die doppelte
Stromstärke verkraften können, als Ihr Motor im max. Wirkungsgrad
anfordern wird. (Also bei 25 A Motorstrom sollte der Regler mind. 40 A
Dauerstrom- fähig sein.) Mittlerweile entwerfen auch einige Raceboater im
direkten Vertrieb eigene Steller für Bürstenantriebe, die erfolgreich
eingesetzt werden und den Bedürfnissen und Belastungen der Rennboote
besser angepasst sein sollen, als es die universell einsetzbaren Regler
versprechen. Hier sollte man sich aber in Ruhe bei den Entwicklern
informieren.
Besser ist es die Kabel so kurz als möglich zu halten und wenn möglich die
Plus- und Minus-Litzen mit einander zu verdrillen. Auf jeden Fall sollten Sie
darauf achten, nicht so oft im Teillastbetrieb zu fahren (z. Bsp. Halbgas),
das belastet den Regler doch erheblich. Ganz besonders, wenn der Regler
bzgl. der angegebenen Belastungshöhe offensichtlich etwas schwach
bemessen ist.
1.9 Motorkühlung
1.9.2 Kühlwendel
Die Motoren sind oft schon mit einem Kühlsystem ausgestattet. Die Firma
Hopf rüstet ihre Motoren mit einer um den Motor verlaufenden
Alurohrwendel aus, die Motoren der Fa. Plettenberg sind mit einem
Kühlmantel und an die Kohlenschächte gelötete Kühlröhrchen ausgestattet.
1.9.3 Kühlmantel
Haben Sie einen Motor ohne werkseitige Vorbereitung, so kann man
entweder eine Alurohrwendel selbst erstellen, diese käuflich aus dem
Zubehör oder einen Silikonmantel der Fa. Gundert erwerben. Am
sichersten sind die Rohrwendeln in der Handhabung. Die Wendel wird
einfach über den Motor geschoben und soll stramm anliegen.
Staurohr vor der Stufe rechts vom Kiel in den Bootsboden eingelassen (Quelle [Link])
Messing-Staurohr; Wasserauslass
1.9.9 Bootsbodeneinbau
Das Staurohr wird jetzt in den Bootsboden einlaminiert. (Aber Vorsicht! Die
Stauöffnung muss nach vorne schauen). Ein Silikonschlauch verbindet
Staurohr mit Motorkühlung. Diese Version funktioniert gut und ist sehr Platz
sparend. Das Wasser hat nur kurze Wege im Boot zurückzulegen und die
1.10 Rudermontage
1.10.2 Rudergestänge
Kontrollieren Sie vorher, dass Sie das Rudergestänge noch bei
waagerechtem Verlauf in das Boot bekommen. Abgekröpfte Gestänge sind
außen nicht ideal. Manchmal kann man einige mm retten, wenn man die
Befestigung des Gestänges unter dem Ruderhorn des Ruderblattes
vorsieht. Das Gestänge muss senkrecht zum Heck durch die Heckwandung
geführt werden. Legen Sie also ein abgelängtes Stück Draht, D=2 mm, in
der voraussichtlichen Lage auf das Boot. Im Innern erkennen Sie jetzt, in
welcher Position sich das Ruderhorn des Servos befinden sollte. Falls Sie
das Rudergestänge mit einer Kröpfung einbauen müssen, weil sonst Ihr
Servo nicht in das Boot passt, sollte die Biegung nur innerhalb der Schale
verbleiben und bei voller Servobewegung nirgendwo stören.
1.10.3 Servohalterung
Das Servo kann man liegend oder stehend einbauen, je nachdem, wie viel
Platz Ihr Boot anbietet. Die Halterung für das Servo stelle ich mir aus 1 mm
Epoxid- Platten her. Diese Platten kann man sehr gut einlaminieren. Die
Klebestellen verstärke ich mit kleinen Stücken Glasmatte .Die
Servohalterung ist eine waagerechte Plattform auf der das Servo seinen
Platz findet. Die Rudermaschine befestige ich oft, indem ich das Gehäuse
einfach mit Harz auf die Auflagerung klebe. Deshalb bevorzuge ich den
liegenden Einbau. Die Kontaktfläche ist dann größer. Diese Methode hält
tatsächlich. Als ich das erste Mal solch eine Servobefestigung gesehen
habe, habe ich nur gelacht. Aber es funktioniert. Sie können sich natürlich
auch mehr Mühe geben und eine klassische Servobefestigung erstellen.
Ich habe auch schon Berichte von Modellbauern gelesen, die die Servos
mit doppelseitigem Klebeband befestigen. Dieser Variante schenke ich
aber kein Vertrauen.
Seitenruder, Faltenbalg, Befestigung des Gestänges Platz genug für den Prop
(Quelle [Link])
1.11 Empfängermontage
Jetzt fehlt nur noch der Einbau des Empfängers. Laden Sie schon mal
einen Akku um den Probelauf nach Einbau des Empfängers vorzunehmen.
Der Empfänger hat seinen Platz bei Ermittlung des Schwerpunktes schon
erhalten. Hier wird, falls noch nicht erfolgt die Klettbandbefestigung
angebracht.
1.11.1 Feuchtigkeitsschutz
Wer den Empfänger gegen Feuchtigkeit schützen will, der kann ihn in einen
Luftballon stecken, nachdem alle Zuleitungen eingesteckt sind.
Steckerbelegung / Farben
1.12 Probelauf
1.12.5 Knüppelbelegung
Übrigens belegen die Rennbootfahrer ihre Knüppel wie folgt: Links
senkrecht Gas, zum Körper hin ist Stopp, rechter Knüppel waagerecht
belegt das Seitenruder.
1.12.6 Reichweitentest
Vergessen Sie den Reichweitentest vor der Jungfernfahrt nicht. Bei
eingezogener Antenne sollte die Anlage bei ca. 20 m Entfernung noch
einwandfrei arbeiten, also ohne das berühmte Ruderzucken und
Motorruckeln.
Den Empfänger können Sie zusätzlich mit einem in das Boot geklebtem
Kabelschnellbinder lagesicher befestigen. Diese Schnellbinder gibt es auch
als wieder- lösbare Verschlussvariante. Die Antenne des Empfängers wird
auf kürzestem Weg aus dem Boot geführt.
1.13 Antennenarten
Ich wähle immer eine Antennenhalterung, bei der ich die Wurfantenne des
Empfängers nicht kürzen muss, also keine Stahlstabantenne.
1.13.1Stabantenne
Möchten Sie dennoch eine Stabantenne einsetzen, muss die Wurfantenne
am Empfänger zur Gewährleistung der gesamten Empfangsleistung um die
Länge des Stahldrahtes gekürzt werden. Bei Wendelantennen ist die
wirksame Länge der Wendel mit zu berücksichtigen. Die Fa. Gundert macht
hierzu Angaben auf der Verpackung.
1.13.2Antennenröhrchen
Ich baue mir meine Antennenhalter aus Kunststoff- Ruderdrahthüllen und
Tanknippeln (alternativ 4mm Messingrohr) selbst.
Für 2,00 € haben Sie eine Antenne, die in verschiedenen Farben erstellt
werden und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sowie abgelängt werden
kann. Oben am Austritt bekommt die Wurfantenne einen Knoten, damit bei
einem Überschlag auch nichts verloren geht oder die Wurfantenne des
Empfängers im Fahrbetrieb nicht wieder ins Boot zurückrutscht.
1.14 Turnfin
Turnfin. Diese Finnen baue ich mir auch aus meinen beliebten Epoxid-
Platten, d=1 mm, selbst, mit kleinen Alu- Winkelstücken als Halter.
Man kann aber genauso gut die aus dem Zubehör der Großanbieter
erhältlichen Kunststoff- Finnen beikaufen. Manche Modellbauer empfehlen
die Finnen parallel zum Seitenruder zu montieren, also senkrecht nach
unten. Andere behaupten, dass die Finne ungefähr im rechten Winkel zum
Bootsboden stehen muss. Welche Stellung für Ihr Boot die richtige ist,
finden Sie bitte selbst heraus.
Es besteht auch die Meinung, dass es am Fahrstil des Fahrers liegen soll,
welche Variante die bessere sein soll. Warum das so sein soll, kann ich
Ihnen leider nicht sagen. Ich habe eher festgestellt, das mag aber auch nur
meine Einbildung sein, dass Boote mit flachem Rumpfboden angenehmer
zu fahren sind , deren Finnen senkrecht montiert sind, so genannte Deep
Vee‘s, also Boote, deren Bootsböden in einem deutlichen Winkel
zueinander stehen, also mit tiefem V, besser mit ca. 89 Grad zum
Bootsboden abstehenden Finnen fahren. Ich selbst bevorzuge senkrecht
stehende Finnen.
1.14.2 Formen
Früher wurde
behauptet, dass man
gleich vier Stück
Klappen montieren
sollte. Ich bin der
Meinung, dass Sie erst
alle anderen Klimmzüge
durch Verlagerung der
Einbauten ausprobieren
sollten, als gleich diese
Prothesen anzupappen.
1.16 Probefahrt
Bevor ich meine Boote mit Farben „verunstalte“ werden erst die
Probefahrten absolviert. Wenn das Modell zufrieden stellende
Fahreigenschaften besitzt, wird das Finish aufgetragen. So tut es nicht
weh, wenn wirklich mal etwas grundlegend umgebaut werden muss. Aus
diesem Grunde werden alle abstehenden Bauteile, außer der Welle, nicht
eingeklebt. Alle Teile werden mit Schrauben befestigt. Die Schrauben
werden mit dem aus dem Sanitär- Installations- Bereich bekannten
Teflonband umwickelt. Das ist wasserdicht und alles ist abnehmbar.
1.17 Lackierung
Wählen Sie für Ihr Boot zu Anfang nicht zu aufwendige Lackierungen oder
Farbausgestaltungen. Sie wollen sicherlich fahren, fahren, fahren und nicht
noch tagelang Farbschicht für Farbschicht auftragen. Zum anderen werden
Sie zu Anfang im Fahrbetrieb schon mal einen kleinen Unfall verursachen.
Bei einer aufwendigen Lackierung tut jede Schramme doppelt weh. Zum
anderen ist das Aufbringen von Farben ein Kapitel für sich und kann hier
nicht annähernd ausführlich behandelt werden.
1.17.2 Folienlackierung
Die einfachste Möglichkeit, dem Boot seine eigene persönliche Note zu
geben ist die üblicherweise als „Folienlackierung“ bezeichnete
Ausgestaltung.
Farbflächen und/oder (Werbe)/Schriftzüge werden mittels selbstklebender
Folien auf das Boot aufgebracht. Dies ist eine recht schnelle Arbeitsweise
und hat den Vorteil, dass dem ungeübten Modellbauer auch ein
ansehnliches Finish gelingt. Beachten Sie aber bei dieser Arbeit, dass Sie
die Flächen, die im Betrieb des Bootes zur Abklebung des Deckels
benötigt werden nicht mit Folien versehen. Folien haben nicht genug
Klebekraft, sodass die Folien beim Öffnen des Deckels nach der Fahrt mit
abgezogen werden.
Sollen die Folien dennoch in der „Abklebezone“ Platz finden, kann man
das Boot mit 2-komponentigem Klarlack überziehen. Trauen Sie sich das
nicht zu, sollten Sie beim Autolackierer um Hilfe bitten, in der Hoffnung, er
macht Ihnen einen Freundschaftspreis.
Das Lackieren mit der Spraydose verlangt aber auch ein wenig Übung,
damit die viele Mühe nicht durch Läufer oder durchscheinende
Untergründe zu Nichte gemacht wird. Auf jeder Dose stehen eine
Gebrauchsanweisung und eine Erklärung der Arbeitsgänge. Diese sollte
man auch einhalten. Generell kann aber gesagt werden, dass ein
Sprühabstand von ca. 20 cm und mehrere dünne Farbaufträge sowie ein
Sprühen im Kreuzgang zu recht ordentlichen Ergebnissen führt.
Wenn der Untergrund vorher gründlich und sorgfältig vorbereitet wird, ist
die Haftkraft der Farben in der Regel gut. Zusätzliche Aufkleber werden
vor dem Auftragen des Klarlacks positioniert.
Nun haben Acryllacke auch das Problem, dass sie den Untergund nicht
anlösen und daher eine gut angeschliffene Fläche benötigen. Daher sollte
man, wenn es schon Lack aus der Sprühdose sein soll, dann
Kunstharzlacke wählen.
Als erste Schicht sollten Sie die Grundierung nie fehlen lassen.
Dies garantiert Ihnen einen soliden Haftgrund. Danach kann die eigentliche Lackierung erfolgen.
Mit etwas Übung und den angebotenen Hilfen zur Ausgestaltung, z. Bsp.
Schablonen
oder Maskierfolien, können Sie der Fantasie freien Lauf lasse
Wer möchte, kann sich ja immer noch bei der Farbgestaltung austoben-
1.17.8 Farbenverträglichkeiten
Im Prinzip es ist völlig egal von welchem Hersteller die Farbe ist. Es ist aber
nicht egal, wenn Acryllack auf Kunstharzlack gesprüht wird.
Das Lösemittel im Acryl greift Kunstharzlack auf jeden Fall an (das kann
mehrere stunden sogar Tage dauern).
Umgekehrt geht es allerdings.
Wenn man sich nicht sicher ist welcher Untergrund vorliegt, sollten Sie
entweder eine kleine Stelle probieren oder gleich Kunstharz nehmen.
Es gibt aber die Möglichkeit eine Grundierung zu nehmen, die sich mit
beidem verträgt. Wenn mich nicht alles täuscht, verwenden Autolackierer
dann Nitrogrund (am besten im Farbenfachhandel das Problem schildern).
1.18.1 Badewannentest
Vergessen Sie vor der ersten Probefahrt den Badewannentest nicht. Falls
etwas undicht ist können Sie jetzt noch etwas ändern. Auf dem Teich hilft
dann nur noch der Tauchdienst. Belassen Sie das Boot mindestens eine
halbe Stunde in der Badewanne. Erst dann können Sie mit Gewissheit
sagen, dass Ihr Boot auch tatsächlich wasserdicht ist.
Jetzt ist es auch Zeit die Lage der Entlüftungsöffnungen für den Flutkanal
festzulegen.
Finden Sie mögliche Undichtigkeiten nicht, hilft meist der von mir liebevoll
genannte Fahrradschlauchtest. Ich klebe den Deckel mit Tesafilm
wasserdicht ab und tauche das gesamte Modell unter. Aufsteigende
Luftblasen zeigen mir die Undichtigkeiten. Manchmal ist auch die
Wasserkühlung undicht. Diese bitte vorher prüfen. Hier presse ich mit einer
größeren Spritze Wasser in das System. Austretende Wasser im Boot sind
dann die Verräter.
1.18.2 Auftriebshilfen
Zum Schluss werden meine Boote
mit Auftriebshilfen ausgestattet. Hier
können Sie alles in die
verbleibenden Hohlräume stopfen,
was Sie so an leichten,
schwimmenden Materialien da
haben. Nehmen Sie aber keine
Wasser saugenden Materialien wie
Styropor.
Gleitphase übergehen.
Fehler:
[Link] Wippen:
Das Boot wippt. Verlagern Sie den Schwerpunkt nach vorn. Reicht das
nicht (siehe Abtauchen) können Sie entweder die Neigung der Welle
verringern< Umbau>) oder Trimmklappen ansetzen.
[Link] Schaukeln
Das Boot schaukelt Versuchen Sie die Fahrakkus weiter in die Mitte zu
bringen und/oder flacher auf den Rumpfboden.
[Link] Abtauchen
Das Boot besucht die Fische nach einem Wellensprung: Verlagern Sie den
Schwerpunkt weiter nach hinten. Hier werden Sie sich fragen, wie Sie den
Unterschied zu Punkt „Wippen“ erkennen können. Probieren Sie es einfach
aus! Viele Dinge habe ich auch nur durch extreme Variationen erkennen
können. Also alles an Gewichten nach hinten. Das Modell springt über die
Welle und landet mit dem Heck zuerst im Wasser. wenn Sie in der Luft
nicht Gas wegnehmen kommt es zum Überschlag. Also schön vorsichtig.
Dann arbeiten Sie sich an den optimalen Schwerpunkt heran. Wenn Sie
anfangen zu testen wissen Sie schon was ich meine. Die optimale
Schwerpunktlage erkennen Sie auch sofort. Die haben Sie gefunden wenn
das Fahren am meisten Spaß macht. Die Schale landet dann satt und
waagerecht im Wasser.
[Link] Rechtsdrall:
Das Boot fährt nach rechts: Verlagern Sie die Akkus weiter nach links zum
Drehmomentausgleich. Kontrollieren Sie die Turnfin auf fluchtgerechte
Lage des Blattes (Seitenruderwirkung) Reicht das nicht aus, verstellen Sie
Ihr Ruder nach links, aber höchstens im Bereich der Senderjustierung.
Wenn das immer noch nicht reicht, kontrollieren Sie, ob das Ruder
senkrecht eingebaut ist und ob das Modell beim Fahren zu einer leichten
Schieflage nach rechts neigt. Zusätzlich könnte ihr Staurohr der
Wasserkühlung den Rumpf bremsen. Dadurch kommt es auch zu
erheblichen Auswirkungen. Sollte also dieses Phänomen bei Ihrem Boot
auftreten und die Wasserkühlung ausreichend Wasser bereitstellen, dann
kürzen Sie den Wassereinlass. Meist reicht sogar ein Rumpf- bündiges
[Link] Rechtsneigung
Das Boot neigt sich nach rechts: a: Turnfin senkrechter stellen. b, Der
Motor ist wahrscheinlich sehr drehmomentstark. Nehmen Sie eine kleinere
Schraube. Verliert das Boot an Geschwindigkeit müssen Sie
möglicherweise die Lage ihres Antriebes kontrollieren. Ist die Welle absolut
fluchtgerecht eingebaut, werden Sie den Antrieb leicht schräg einbauen
müssen. Entweder den Motor nach rechts versetzen oder den
Wellenaustritt nach links (max. 2-3 mm).
[Link] Kurvenfahrt
Bei Kurvenfahrt müssen Sie sich an den kritischen Punkt herantasten, an
dem das Modell aus der Kurve fliegt. Das Boot meldet sich durch
Schaukeln in der Kurve an. Beginnen Sie vorsichtig mit Halbgas.
Boote mit flachem Rumpf lassen sich am Besten steuern, wenn es in der
Kurve leicht nach außen wegdriftet (slippt), dabei sollte das Modell sich
kaum nach innen neigen. Boote mit steilem V sollten sich in Kurvenfahrt
nach innen neigen. Ist die Neigung zu stark wird es einhaken und eine
Pirouette drehen. Die Neigung in der Kurve können Sie durch Schiefstellen
der Turnfin korrigieren (siehe oben)
Manche Boote mit flachem Boden lassen sich überhaupt nicht in der Kurve
halten und haken sofort ein, verlängern Sie das Ruderblatt und/ oder die
Turnfin.
[Link] Gleitphase
Wenn das Modell nicht ins Gleiten kommt, könnte auch der Prop zu klein
sein. Die schnelle Einschätzung, dass der Motor nicht genug Leistung
bringt ist zu 99 % falsch. Falls auch bei größerem Prop (Vorsicht wg.
Überhitzung des Motors) keine besseren Ergebnisse erzielt werden
kontrollieren Sie die Neigung der Welle zum Rumpfboden (Neigung ca. 2
Grad nach unten). Haben Sie am Rumpfboden irgendwelche Bremsen
eingebaut (den Ständer angeschraubt? HH). Der Prop ist für die
Motorleistung erheblich zu groß (Drehzahlverlust). Wenn alles nichts hilft,
haben Sie vielleicht einen ,,Rennkutter“ gekauft. Jetzt empfehle ich
erfahrene Modellbaukollegen zu fragen. Machen Sie aber nicht den Fehler
und glauben Sie allen Besserwissern. Zum Schluss noch die Bemerkung,
dass die angebotenen Antriebssätze zu den Baukästen der Großanbieter
meist nicht besonders hohe Leistungen erreichen. Ins Gleiten kommen Sie
aber fast alle. Der Tausch des Motors ist aber eigentlich erst nicht
notwendig.
1.20 Fahrbetrieb
1.20.1 Vereinsleben
Schließen Sie sich einem Verein oder einer Interessengemeinschaft an und
fahren Sie nur an den Fahrterminen. Diese finden in der Regel einmal in
der Woche statt. Das gibt Sicherheit im Umgang mit der Technik, wenn
1.20.3 Badehose
Zum anderen braucht man nicht unbedingt die Badehose mitnehmen, wenn
das Boot aus welchem Grund auch immer mal auf dem Vereinsgewässer
liegen bleibt.
1.20.4 Rettungsboot
Entweder steht ein Bergeboot zur Verfügung, oder der Kollege kann mit
einem anderen Modell Ihren Havaristen an Land schieben. Ein
unschätzbarer Vorteil, insbesondere wenn man so wasserscheu ist, wie ich
es bin.
1.20.5 Angel
Hilfreich kann auch eine Angelrute sein, die statt eines Hakens mit einem
Tennisball ausgerüstet ist. Liegengebliebene Boote können mit ein wenig
Übung und angemessenem Zielwasser mit einem Wurf des Balls über das
Boot hinaus angenehm geborgen werden. Die Schnur, respektive der Ball,
verfängt sich an den abstehenden Bootsteilen wie Ruder, Welle oder
Antenne und wird dann herangekurbelt. Das funktioniert aber nur bei
stehendem Motor! Wenn nicht, wickelt sich die Schnur um die drehende
Welle oder den Propeller und reißt ab. Darüber hinaus ist eine Überlastung
des Motors und/oder des Reglers vorprogrammiert und der
Materialschaden steigt erheblich.
Falls Sie sich nicht ganz sicher sind, verzichten Sie lieber an diesem
Fahrtag. Sie ersparen sich unliebsame Überraschungen.
Auch Bojen haben eine magische Anziehungskraft.
1.20.8 Funkdisziplin
Gewöhnen Sie sich von Anfang an strikte Funkdisziplin an. Bevor Sie Ihren
Sender einschalten vergewissern Sie sich immer, dass niemand am Teich
Ihre Frequenz besetzt hat. Versehen Sie Ihren Sender mit einer
Kanalkennung in Form von Nummernfähnchen an der Antenne oder sonst
wie.
Vorsicht: GFK- Späne sind scharfkantig!!! Sie können besser einmal mehr
alle Kollegen am Teich nach den Frequenzen fragen und Ihre Belegung
anmelden als einmal zu wenig.
2.1.1 Rumpfmaterialien
Deckel, Kunststoffkleinteile
2.2 Seitenruder
2.3 Motor
Aber die Vorteile dieser Motoren sind nicht von der Hand zu weisen:
Die Motoren sind nahezu wartungsfrei. Da diese Motoren bekanntlich nicht
mehr mit Kohlen ausgestattet sind, entfallen alle Nachteile bzgl. des
Abriebs.
Darüber hinaus benötigen diese Motoren keine Entstörungen, da das die
Störungen erzeugende Bürstenfeuer entfällt.
Für jede Anwendung kann der richtige Motor gefunden werden ( Quelle: Fa. Lehner, Plettenberg, Internet)
Außenläufer- Motoren
Um nicht all zu tief in die Motorentechnik einzusteigen soll hier nur einiges
Wichtige erwähnt sein.
Einige Hersteller bieten eine Vielzahl von Motor-Modellen an, die in ihrer
Leistungs- und Drehzahlabstufung keine Wünsche offen lassen.
Vor- und Nachteile haben beide Techniken, ebenso gibt es Freunde der
Mehrpol- Motoren, andere verbleiben bei der Zweipoltechnik.
die Beinchen an den Deckel kommen, und davon kann sogar der Akku
explodieren!
Die Beinchen die zum Gehäuse führen, muss man nicht isolieren. Als
nächstes lötet man einen dritten Kondensator (C1) von etwa 100nF
zwischen die beiden Anschlüsse. Hier sollten beide Beinchen isoliert
werden.
Die Qualität der Entstörung kann man noch verbessern, indem in die
Zuleitungen dicht beim Motor noch je einen Ferritring eingefügt werden.
Fädeln Sie dazu jede Leitung etwa 4 -6 Mal durch einen Ring. Also je einen
Ring für die Plusleitung, und einer für Minus.
Man erhält so zwei Spulen (im Schaltplan als "L" bezeichnet), welche ein
Tiefpassfilter darstellen. Für eventuelle restliche Hochfrequenzen stellen die
Spulen einen erheblichen Widerstand dar. Meist reicht es aber die
Hochstrom führenden + und Minus- Kabel miteinander zu verdrillen und so
kurz als möglich zu halten. Dies gilt für die Kabel vom Regler zum Motor,
wie von den Akkus zum Regler.
Stückliste:
C2, C3: 47nF Keramik oder Folie
C1: 100nF Keramik oder Folie
(L: 2 Stck. Ferritringe)
Etwas Schrumpfschlauch oder Kabelisolierung
2.5 Wasserkühlung
2.5.2 Kohlen-Kühlung
Wichtiger als die Spirale, die zu dem immer Einbauhöhe kostet und
dadurch die Neigung der Welle schnell zu steil werden kann, ist bei Car
Motoren ( all die Motoren mit außen liegenden Kohlenschächten) die
Kühlung der Kohlenschächte mittels angelöteter Messingröhrchen, wobei
das Anlöten dieser Bauteile durchaus nicht ganz einfach ist.
Die Temperatur Verhältnisse beim Löten sind wichtig. Also wer nur einen
30W Kolben hat, kann die Idee erst mal zur Seite legen. Man sollte, wenn
man sich dazu entschließt, wie folgt vorgehen- Zunächst die Röhrchen
(Länge nach dem Einbaumass bestimmen, im Idealfall rechts und links ca.
1 cm Überstand um den Schlauch kraftschlüssig aufschieben zu können)
auf einer Seite ordentlich anschleifen und dann mit einem 100 W Kolben
2.6 Wellenanlage
Auszug aus dem Katalog der Fa. Gundert. Die Bauteilbeschreibungen können als gute Hilfe am Anfang
bezeichnet werden. Sollte in keiner Werkstatt fehlen.
Was aber nun bei einem Boot ohne Stufe? Hier bietet es sich an so
genannte Flexwellen- Anlagen einzusetzen. Die eigentliche Welle besteht
aus einem Stahldrahtseil. .So kann die Wellenanlage in einem Bogen
verlegt werden um den benötigten Winkel am Wellenende zu erhalten
Diese Welle wird dann im Innern des Stevenrohres auf ganzer Länge durch
ein Teflonrohr geführt. Am Wellenende befindet sich dann ein Endstück,
das meist durch ein Gleitlager gehalten wird.
Flexwellenanlage mit Struthalterung ( Quelle Fa. Hopf) gleitgelagertes Flexwellenende mit Druckscheibe
und Dog Drive ( Fa. Hydro & Marine)
meist eingesetzten Klemm/ Klebe-Hülsen werden auf das vordere Ende der
Flex mittels hochfestem Loctite- Kleber verklebt. Weiterhin ist zu beachten,
dass Fertigungs bedingt die Flexwellen ausschließlich eine Drehrichtung
haben, nämlich rechts herum. Dies ist Gott sei Dank die bevorzugte
Drehrichtung unserer Motorentechnik, sodass wir uns bei den in diesen
Booten ausschließlich eingesetzten Einmotorenantrieben diesbezüglich
keine Gedanken machen müssen. Für gegenläufige Doppelwellenantriebe
sind auch Flexwellen für links-drehende Antriebe erhältlich.
Bei der Festlegung der Länge der Wellenanlage sollte man auch daran
denken, dass sich unter Volllast die Flexwelle verkürzt. Das liegt zum einen
daran, dass durch das wirkende Drehmoment des Motors und dem
Widerstand des Props die flexible Welle eine Verdrillung erfährt, die zu
einer Längenänderung führt und, dass sich die Welle an die äußere
Wandung des Stevenrohrbogens anlegt, was einer Wegverlängerung
gleich kommt. Wie dem auch sei: Berücksichtigen Sie einen 1- 2 mm
großen Spalt zwischen Druckscheibe und Strutende. Müssen Sie die Flex
ablängen, so kann man das am besten mit einer Flex oder einer kleinen
Flex- Dremelscheibe erledigen. Ganz oft werden günstige No-Name-
Geräte dieser Bauart angeboten, so dass eine Anschaffung eines dieser für
den Modellbau bestens geeigneten Geräte auch keine Kostenhürde mehr
darstellt. Die Schnittstelle der Flex sollte danach wieder beigeschliffen
werden. Für den Fahrbetrieb hat sich am besten bewährt das Ende für den
Einbau in die Kupplungen mit Lot zu verzinnen. Diese Arbeit bedarf aber
einiger Übung. Daher ist zu Anfang besser, das Flexende mittels
hochfestem Loctide durch die meistens der Welle beigelegten Hülse
einzukleben. (Da bin ich auch immer noch am Anfang...)
2.6.3 Powertrimms
Immer öfter sieht man auch, dass so genannte Powertrimms zum Einsatz
kommen. Diese Bauteile werden normalerweise für die Antriebe von Cats
verwendet. Powertrimms haben aber den Vorteil, dass sie in der Neigung
verstellbar sind und sehen zugegebener Maßen recht chic und
professionell aus.
Der Einbau gestaltet sich ausgesprochen einfach: die Trimms werden mit 4
oder auch nur 2 Schrauben am Heckspiegel montiert. In das im Trimm
laufende Wellen-Endstück wird wie bei den Flexwellen eine Flexseele
eingeklebt. Eine 2mm Federstahlwelle ist bei kleineren Booten ebenfalls
denkbar. Die Abdichtung erfolgt über die Kontaktfläche Trimm- Heckspant.
Die Anwender hoffen durch den Einsatz eines Powertrimms einen Vorteil
bei der Abstimmung ihrer Boote zu erhalten. Nachteilig ist aber, dass sich
bei Veränderung der Wellenneigung automatisch die Eintauchtiefe des
Propellers ändert. Dies beeinflusst aber auch die Fahreigenschaften und
kann sich negativ auf das Lift- Verhalten und/ oder den Propwalk usw.
auswirken. Dem gegenüber spricht die Tatsache, dass man bei kleinen
Änderungen in der Neigung die gesamte Anlage nicht ausbauen und erneut
einbauen muss. Letztlich ist diese Anwendung also ein Kompromiss:
Stimmt die Wellenneigung im Boot nicht braucht man den Antrieb nicht
mehr, wie bei einer starren Wellenanlage notwendig, komplett auszubauen,
neu auszurichten und wieder mit den neuen Maßen einzudichten.
Powertrimms mit dog drive System; montiert an einem Mono- Boot ( Quelle: rc- [Link])
2.7 Propeller
Metallprops müssen zu Beginn nicht sein Carbon- Props der Fa. Graupner sind ideal
( Quelle: Fa. Hydro & Marine) ( mit 4mm Gewinde)
2.8 Fernsteuerung
2.8.3 Modulationsarten
Auch sollte man von der Anschaffung einer so genannten AM- Anlage
absehen (Amplitudenmodulation). Besser und störungsfreier arbeiten FM-
Anlagen (Frequenzmodulation).
Also suchen Sie sich eine FM- Anlage im 40 MHZ- Band aus.
2.8.5 Sendertypen
- Pistolensender
Typ 1 nenne ich hier als erstes die
als „Pistolensender“ bekannten
Fernsteuerungen.
- Handsender
Typ 2 sollen einmal alle „Handsender“ sein
- Pultsender
Als Typ 3 bezeichne ich die „Pultsender“.
[Link] Störungsmöglichkeiten
Ihre elektronischen Bauteile sollten zumindest bei folgenden Störungen und
Fehlern sicher abschalten, der laufende Motor sollte sofort stehen bleiben.
Diese Liste ist sicherlich nicht vollständig, zeigt aber schon einmal, was
alles so passieren kann.
Für diese „Störungen“ bieten die Hersteller der Fernsteueranlagen und der
Drehzahlsteller (Regler ) eine ganze Reihe verschiedenster Features an,
die nicht unbedingt auch für unsere Belange sinnvoll sind.
auch Servo und Empfänger geschaltet. Sie sorgen dafür, dass bei nicht
eindeutig empfangenen Signalen, also jeweils ein Fail- Safe für Regler und
Servo, ein vorher fest programmierter Befehl, der eine eindeutige
Knüppelstellung des Senders entspricht, an das angeschlossene Gerät
geht. Logischerweise wird man bei Booten an den Regler die
Knüppelstellung MOTOR- AUS und für ein Servo GERADEAUS wählen.
Leider funktioniert das aber auch nicht immer. Wenn nicht, sollten Sie ein
elektronisches Bauteil, meist ist es der Empfänger, gegen ein
anforderungsgerechteres eines anderen Herstellers austauschen.
Ich selbst halte mich da heraus und beobachte das rege Treiben in den
Threads der Foren und warte erst mal ab, obwohl ich mir sehr wohl
bewusst bin, dass man wohl um eine Umstellung auf ein bidirektionales
System eines Tages nicht mehr umhin kommt. Ob dieses neue System für
einen Modellbau- Beginner unbedingt Maß der Dinge sein muss, möchte
ich zu dieser Zeit wenigstens noch bezweifeln.
Dennoch sollte man einen kleinen Blick auf die neue Technik werfen und
sich einen, wenn auch bescheidenen, Überblick verschaffen. Vollständig
kann dieser kleine Beitrag sowieso nicht sein.
Aufgrund der Frequenzhöhe ist das System für U- Boot- Fahrer nicht
geeignet.
In der praktischen Benutzung soll das System unschlagbar sein. Eine
Störung durch Doppelbelegung ist praktisch nicht mehr möglich, man
schaltet seinen Sender ein und kann sofort loslegen. Kein Frequenzwimpel
ist mehr nötig, keine Senderanmeldung mehr bei Veranstaltungen oder
Treffen. Die Reichweite soll ebenfalls bis zur Sichtgrenze und darüber
hinausgehen. Störungen durch Elektromotoren sind
technisch gesehen wegen des GHz Bandes nicht mehr möglich!!!
Keine Antenne stört mehr das Bild des Modells (was bei Rennbooten nicht
so ausschlaggebend ist, evtl. bei Scalebauten) und bequemes
rechtwinkliges Verlegen der Antenne im Modell ist ebenfalls möglich.
Augenmerk ist bei Carbon- Rümpfen wegen der Abschirmproblematik auf
das Verlegen der Antennen nach außen zu lenken. Hier sind die Angaben
der Hersteller genauestens zu beachten!
[Link] ACT
ACT benennt sein neues 2,4GHZ System DFD. Aktuelle Informationen
dazu findet man auf einer eigens dafür eingerichteten DFD Seite auf der
ACT Homepage. Das ACT- DFD-System ist als Diversity System
entwickelt mit 2 Frequenz- Übertragungen und Antennendiversity.
Außerdem bietet man direkt spezielle Antennen an welche über Kabel an
den Empfänger angeschlossen werden und somit an anderen Stellen im
Modell eingesetzt werden können als der Empfänger sich befindet.
Unterstützt werden bis zu 20 Kanäle. DFD arbeitet mit Frequenzhopping
Gem. ACT: Reichweite wie FASST
[Link] Sonstiges
Die Modellbauer, die sich eine Fernsteuerung aus Amerika mitbringen,
dürfen die Anlagen hier nicht benutzen, weil sie auf 100mW ohne
Frequenzhopping senden. Ebenso die anscheinend zahlreichen
Grauimporte, die auf Messen angeboten und von der Bundesnetzagentur
wieder eingesammelt wurden.
Ich persönlich würde das Risiko nicht eingehen, mit einer nicht erlaubten
Sendeleistung zu senden. Wer meint, das mißt sowieso keiner, täuscht
sich. Die Herren von der Bundesnetzagenturen mit Ihren Messgeräten sind
sowohl auf den Ausstellungen als auch bei Veranstaltungen zu finden.
Die Gefahr, dass 2,4 GHz wieder verboten werden, besteht im Prinzip nicht
mehr. Die Bundesnetzagentur folgt grundsätzlich den Europäischen
Richtlinien, hier ist Basis die europäischen Norm ETSI EN 300 328.
[Link]
Sollte trotzdem ein Verbot ausgesprochen werden besteht für bereits
gekaufte Anlagen Bestandschutz.
2.9 Fahrakku
In der letzten Zeit hat sich auf dem Akku- Markt eine Menge getan. Die
Entwicklung stand nicht still und neben den Akkus auf Nickel-Basis werden
nun auch Akkus mit Lithium- Technologie in Rennbooten eingesetzt und
wohl in absehbarer Zeit die Akkus mit Nickelfüllungen ablösen. Es lohnt
also sich ein wenig mit den unterschiedlichen Techniken
auseinanderzusetzen.
Die NiCad stellte wenige Probleme an den Anwender. Sie hat auch unter
schwierigsten Arbeitsbedingungen gute Leistungen erbracht.
Die NiCads lassen sich schnell und einfach aufladen und wenn sie gut
gewartet werden, kann man eine hohe Anzahl von Lade/ Entladezyklen (bis
zu 1000) von ihr erwarten.
Besonders zu erwähnen ist, dass sie sich auch bei niedrigen Temperaturen
laden lassen. Sie ist lange lagerfähig- nur eine erneute Formierung ist zum
Aktivieren lange gelagerter Akkus notwendig.
Sie ist eben eine der robustesten Akkus.
Allerdings hat sie eben eine verhältnismäßig geringe Energiedichte.
Zusätzlich muss sie ständig untersucht und gewartet werden um den
lästigen Memory- Effekt zu vermeiden.
Die Pflege besteht darin, die Zellen regelmäßig vollständig zu entladen und
zu laden, damit sich keine großen Kristalle auf den Zellplatten bilden und
die Akkus allmählich ihre Leistungsfähigkeit verlieren.
Weil die NiCads giftige metallische Verbindungen enthält, ist ihre
Verwendung stark eingeschränkt.
[Link] Nickel-Metallhydrid
Nickel-Metallhydrid besitzt eine höhe Energiedichte (40% mehr als NiCad)
und verwendet umweltfreundlicheres Metall. Dies bescherte dem
Modellbau Zellen mit höheren Kapazitäten, allerdings mit einigen negativen
Nebeneffekten.
Die Ära der NiCad- Zellen ist lange vorbei und bedarf keiner weiteren
Beachtung.
Wenn von Sub- C Akkus geredet wird, sind immer NiMH- Akkus gemeint.
Die Tage dieser Technik sind allerdings auch gezählt. Die
Entwicklungsgeschwindigkeit auf dem Akku- Sektor ist enorm. Dies liegt
wohl daran, dass die neu auf den Markt gebrachten Sub- C- Zellen sehr viel
Wartung und Pflege benötigten um nicht schnell an Leistungsfähigkeit
einzubüßen. Andererseits verlangen die Kunden für neue Mobiltechnologie
Stromquellen, die dauerhaft, pflegeleicht und trotz kleiner Abmessungen
hohe Betriebszeiten ohne Stromnetzversorgung zulassen.
Regel (7* 1,2V= 8,4 V). Es werden Akku- Zellen der Größe Sub- C
eingesetzt. Diese Zellen haben eine Nenn- Spannung von 1,2 Volt.
[Link].1 Konfektionierung
Meist werden die Zellen in ein Paket mit 3 in Reihe geschalteten Zellen und
ein 4- Zellen- Paket aufgeteilt, die wiederum in Reihe geschaltet sind.
Diese kann man sich recht einfach selbst herstellen. Sind Sie sich da
unsicher, können Sie auch passend konfektionierte Akkus herstellen
lassen. Hier gibt es einige Hersteller, die diesen Service anbieten.
Auf dem Modellbausektor gibt es eine ganze Reihe von Akkutypen, die im
Modellrennsport eingesetzt werden.
Akkus side by side verlötet Akkus inline velötet ( Quelle: Fa. Hopf)
[Link].5 Pflege
Es lohnt sich seine Akkus zu pflegen. Sie werden es Ihnen mit
[Link].6 Überwintern
Akkus sollte man auf jeden Fall kühl lagern. Das kann eben auch damit
enden, dass Sie einen Teil des Kühlschranks für die Akkutechnik
reservieren. Ein kühler, trockener Kellerraum ist aber ebenso geeignet.
Pflegen Sie Ihre Akkus in regelmäßigem Abstand ca. alle 4-8 Wochen.
Es gibt diverse, auch namhafte Hersteller, die niemals den Begriff Lipo,
sondern immer Li-Ion verwenden. Zu Recht, denn der Lipo ist ebenfalls ein
Lithium-Ion-Akku, der lediglich kein flüssiges Elektrolyt enthält. Wegen
seiner derzeitigen Popularität soll dieser Akku einmal gesondert von den
anderen Lithium- Akkutypen betrachtet werden.
o Sind Akkus einmal verformt oder gebläht, verbringen Sie diese sofort
an einen sicheren Ort- am besten nicht in einem Gebäude, sondern
außerhalb und entsorgen Sie diese dann fachgerecht. Das gilt auch bei
einem süßlichen Geruch der Akkus. Dieser schließt auf eine
mechanische Beschädigung.
o Eine fachgerechte Entsorgung ist auch für Akkupacks angesagt, die
nicht mehr genug Spannung aufbauen (unter 3 Volt, resp. 3,3V)
o Laden Sie die Akkus immer auf einer nicht brennbaren Unterlage. Da
empfiehlt sich ein Tongefäss oder ein mit nichtbrennbarem
Isoliermaterial ausgekleideten Metallbehältnis. Ein kleiner Feuerlöscher
in der Nähe kann ihre Angst weiter beruhigen. Wasser als Löschmittel
fällt aus, das es eher als Beschleuniger wirkt.
o Verstauen Sie die Akkus in ihrem Modell so, dass diese lagesicher
befestigt werden können und keinen Knickbelastungen ausgesetzt sind,
am besten auf einer flachen Unterlage.
[Link] Konfektionierung
Bei einer Umstellung der Antriebe auf Lithium-Technik kann man als
Faustregel zum Anpassen der Akkuspannung 3 NiMH (3,6 V) = 1 Lipo (3,7
V) rechnen. Entsprechend der benötigten Spannung werden also Packs
aus mehreren in Reihe (seriell) geschalteten Lithium- Zellen
zusammengestellt. Um höhere Kapazitäten zur Verfügung zu haben oder
um eine höhere Belastbarkeit des Gesamtpacks zu erreichen, können
Zellen auch entsprechend der Anforderungen parallel bzw. zusätzlich
parallel geschaltet werden.
Jedes käuflich erworbene Pack wird zusätzlich zu der Kapazitätsangabe
entsprechend seiner Konfektionierung mit xSyP gekennzeichnet, wobei x
jeweils die Anzahl der seriell (S) und y die Anzahl der parallel (P)
geschalteten Zellen angibt. 3S1P 3.200 mAh bedeutet also ein Pack mit
drei seriellen Zellen (3x3,7V=11,1V). Die Kapazität des Packs entspricht
der der Einzelzellen, hier also 3.200 mAh), Die Angabe 3S2P bedeutet,
dass auch 3 Zellen seriell geschaltet sind, aber zusätzlich sind jeweils 2
Zellen parallel angeschlossen, sodass die doppelte Kapazität zur
Verfügung steht, also 2* 3200= 6400 mAh, aber auch 3* 3,7V= 11,1V. Sie
haben also ein Pack mit 3*2= 6 Einzelzellen erworben.
[Link] Belastbarkeit
Endlich muss die maximale Belastbarkeit für den Dauerbetrieb und für
Stromspitzen nicht mehr durch Testen und „Hörensagen“ erfahren werden,
was manchmal bei der NI- Technologie immer wieder zu Schäden geführt
hat. Die Hersteller geben diese bei der Bestimmung der Zellen als
Vergleichsfaktor in Bezug auf die Kapazität (z. Bsp. 20/ 30C) mit an. Das
bedeutet, dass die Beispielzelle mit 3600 mAh Kapazität einer
Dauerbelastung von 20* 3600= 72.000mA = 72A und einem Spitzenstrom
von 30* 3600mAh= 108.000mA= 108A standhält und keinen Schaden
nehmen soll. Zur Zeit sind Zellen aktuell, die mit einer Belastung von bis zu
30/ 50C angegeben sind, 35C Dauerlast wird aber wohl in Kürze möglich
sein. Bei der Auswahl der Zellen sollte man aber nie die maximal
angegebene Stromstärke als Kriterium heranziehen, weil es sich hier
wirklich nur um echte Stromspitzen handelt, die schadensfrei überstanden
werden. Dieser Wert ist eher als Sicherheit und Reserve gegenüber
Überlast zu verstehen. Darüber hinaus darf auch nicht verschwiegen
werden, dass manche Hersteller diese Angaben wohl eher sehr
optimistisch angehen.
Daher sollte man zu Anfang sehr konservativ an die Wahl herangehen und
sicherheitshalber auch von der Dauerlastangabe Abstriche einkalkulieren.
Selbst die Werksangabe der Kapazität ist nicht immer präzise. Auch hier
sollte man, insbesondere bei günstigen Zellen, vorsichtig rechnen.
Eine Überlastung der Zellen reduziert die Lebensdauer sehr drastisch bis
hin zur Zerstörung der Akkus und darüber hinaus evtl. auch des gesamten
Modells. Eine Entladung unter 3 Volt/ Zelle schädigt Ihren Akku ebenfalls
nachhaltig.
Die Frage, wie man denn seine Akkus bemessen soll, lässt sich gar nicht
so einfach beantworten. Die einzige sofortige und einfachste Methode ist
die, dass Sie die technischen Angaben des einzusetzenden Motors
studieren. Die technischen Daten geben meistens die Stromstärke unter
maximalem Wirkungsgrad des Motors an und die Blockierstromangabe.
Bemessen Sie den Akku auf etwa die doppelte Stromstärke des maximalen
Wirkungsgradstromes. Also: Motor 40A- Akku 80 A. Wählen Sie ein
Produkt mit 4000mAH Kapazität, sollte der Akku mit einer
Belastungsangabe von 80A/ 4 AH= 20 C Dauer ausreichend bemessen
sein.
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl verschiedener Geräte, sodass für jeden
Anspruch etwas dabei sein müsste. Angefangen von kleinen Miniladern für
bis zu Lipos mit 3s im Preis von unter 40 Euro bis hin zu Topladern für
mehrere 100 Euro. Viele Firmen haben den notwendigen Balancer schon
ins Gerät eingebaut. Es lohnt sich auf jeden Fall sich zu informieren und
genau das den Bedürfnissen entsprechende Ladegerät auszusuchen.
Laden Sie die Akkus wie oben schon erwähnt aus Sicherheitsgründen
immer auf einem feuerfesten Untergrund bzw. in einem feuerfesten
Behälter und unter Aufsicht. Und beachten Sie die Herstellerangaben für
den max. Ladestrom!
o Laden
Die Hersteller der Lipos geben den maximalen Ladestrom für ihre Akkus in
der Gebrauchsanweisung an (meistens auf den Packs ausgewiesen). Ein
geringer Ladestrom als angegeben schadet den Akkus auf keinem Fall. Die
meisten Akkus dürfen bis 1C Ladestrom geladen werden, manche auch
schon mit 2 C. Die Ladeschlussspannung beträgt meistens 4,2V pro
Zelle, die maximale beträgt 4,25V. Viele Ladegeräte beenden die
Ladesequenz bei 4,21V.
Akkus sollten immer in ausgekühltem Zustand geladen werden, also etwa
bei Zimmertemperatur resp. Umgebungstemperatur. Vermeiden Sie also
das Laden direkt nach dem Fahren, da sich die Lipos bei hoher Belastung
erwärmen.
Bei der Bedienung der Ladegeräte sind in der Regel für die Wahl des
Ladeprogramms die Anzahl der Lipo- Zellen, der Ladestrom sowie die
Kapazität der Akkus anzugeben. Erst danach lassen sich die Ladegeräte
starten. Hier passieren m. A. nach die meisten Bedienfehler, die
möglicherweise fatal enden können. Geben Sie also diese Daten immer
sehr sorgfältig ein.
Balancer- Kabel : Buchsen und Stecker versch. Größen zum Erstellen von Adapterkabeln
Balancer- Kabelsatz zum Anschluss von Lipo- Packs( 2-5S) an einen Balancer
Kabelsatz ( 2S bis 5S) zum Anschluss von Lipos eines Herstellers an einen Balancer
noch verbunden werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass das System 1.
Kabel schwarz (Minus) und dann immer 1 Kabel von der
Verbindungsbrücke zweier Zellen zum Balancerstecker eingehalten wird.
Bauen Sie sich ein Verbindungskabel wie folgt für unser Beispiel 4S:
Sie benötigen einen Balancerstecker 4S und 2 Balancerbuchsen 2S. Diese
bekommen Sie im Fachhandel mit genügend langen freien Kabellängen.
Stecker für 4S
1. Schwarz ---- Schwarz Buchse 1
2. 1. weiß ---- weiß1 Buchse 1
3. 2. weiß ---- weiß 2 Buchse 1
4. ---- Schwarz Buchse 2 bleibt unbesetzt und wird entfernt
5. 3. weiß ---- weiß 1 Buchse 2
6. 4. weiß ---- weiß 2 Buchse 2
o Lagern
Lagern Sie Ihre Lipos mit ca. 70% ihrer Kapazität. Dabei besitzen diese
Packs dann etwa eine Spannung von 3,7V (3,8 Volt je Herstellerangabe)
pro Zelle. Wenn Sie die Zellen wieder verwenden möchten, laden Sie die
Packs einfach auf. Gelagert werden sollten Lipos grundsätzlich in einem
kühlen Raum, wobei Zimmertemperatur (20°C) nach Her stellerangaben
völlig ausreicht. Niedrige Temperaturen verlangsamen die Alterung der
Zellen, hohe Temperaturen indes beschleunigen dies. Die
Selbstentladungsrate bei Zimmertemperatur ist bei Lipos minimal und ein
Vorteil dieser Akkutechnologie.
Ein völliges Entladen der Zellen ist nicht nötig, ein Memorie- Effekt wie bei
Ni-Zellen wird bei Lipos nicht festgestellt.
Verschiedene Liposaver
Praktisch: der Batteriechecker zeigt den Ladezustand der Lipo- Packs an.
[Link] Entladen
Lipo Akkus sollten nie zu tief entladen werden. Zur Sicherheit sollten sie die
Akkus bis ca. 70-80% der Nenn-Kapazität leer fahren bzw. entladen. Ein
100% iges Entladen sollen die Zellen auf Dauer leiden und in ihrer
Kapazität nachlassen. Die Entladeschluss- Spannung wird von den
Herstellern manchmal mit 3V/ Zelle, manchmal mit 3,3V/ Zelle angegeben..
Beachten Sie da bitte genau die Angaben in der Gebrauchsanweisung.
Ein gezieltes Entladen, wie es bei den Ni- Akkus notwendig ist, ist bei den
Lipos nicht notwendig. Die lästige Akku- Pflege bei längeren Lagerzeiten
entfällt bei Lipos völlig.
Lipo- Koffer, wärmegedämmter Alukoffer mit Gipsfaserplatten ausgekleidet. Rechts die Temperatursteuerung,
geschützt unter Draht ein Kermikelement als Wärmequelle
Die Lipo- Akkus entwickeln beim Entladen Wärme. Die max. Temperatur
beträgt hier 60°C. Diese Grenztemperatur sollten Si e auf jeden Fall
beherzigen, auch bei belastungslosem Lagern (in der Sonne am
sommerlichen Teich) oder beim versehentlichen Überheizen in ihrem Lipo-
Heizkoffer. Im Koffer sollte auf jeden Fall eine Alarmschaltung eingerichtet
werden.
Besser noch, Sie lagern die Akkus im Lipo- Sack, der wiederum in einer
luftdicht veschlossenene Plastiktüte verstaut wird. Sonst tritt Kondensation
auf.
Beim Rausholen der Akkus müssen dann die Akkus erst auf
Umgebungstemperatur gebracht werden, bevor Sie die Plastiktüte öffnen,
sonst kondensiert evtl. doch wieder Wasser an den Akkus.
Ob sich für Sie diese Prozedur lohnt, insbesondere die Diskussion mit
ihrem Lebenspartner, sollten Sie für sich an Hand der unten stehenden
Tabelle entscheiden. Die Kapazitätsverluste bei Lagerung mit
beistehendem Ladezustand führen bei verschiedenen Lagertemperaturen
zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Werte sind als Richtwerte zu
verstehen:
Lagerung bei 0 °C und 40% der Kapazität führt zu nu r 2%
Kapazitätsverlust.
Lagerung bei 25 °C und 40% führt zu 4% Verlust.
Lagerung bei 0 °C und 100% führt zu 6% Verlust.
Lagerung bei 25 °C und 100% führt zu 20 % Verlust.
Verluste jeweils auf 1 Jahr bezogen.
Laden sollten Sie aber immer bei ca.20-40°C, denn s onst tritt das Problem
auf, dass die Zellspannung über 4,2 V steigen kann, wenn im kalten
Zustand geladen und die Zelle dann aufgewärmt wird.
Kalt Laden kann im Extremfall zu einer Überladung führen, da die
Zellspannung merklich mit der Temperatur zunimmt.
Darüber hinaus bedeutet es aber auch, dass Sie Ihre Akkus nur kurz vor
dem Fahren im Heizkoffer erwärmen sollten. Eine ständige Lagerung im
warmen Heizkoffer lässt Ihre Akkus künstlich schneller altern.
Überschläglich heißt das auch, dass eine ganztägige Lagerung der vollen
Akkus am einem Fahrtag die Akkus 20/365= 0,05% Kapazität kostet. Das
sind immerhin bei 5000er Akkus 3 mAh. Bei 40 Fahrtagen also 120 mAh
sinnlose Alterung. Hier muss jeder selbst entscheiden, was er macht, oder
auch nicht.
Wahre Wunderdinge werden von den Lithium- Ion- Zellen und ganz
besonders von der A123 Zelle erzählt. Wie der Name schon sagt ist die Li-
Ion auch eine Lithium Zelle. Daher ist die Energiedichte typischerweise
etwa das Doppelte einer standard- mäßigen Nickel-Kadmium-Batterie. Die
Belastbarkeit ist recht gut. Die hohe Zellenspannung von 3,6V (bzw. 3,3 V)
erlaubt Batterien zu bauen mit nur einer Zelle, da, wo Ni- Akkus 3 in Serie
geschaltete 1,2V-Zellen benötigen.
Auch das ist ein dankenswerter Hinweis. Aber was ist, wenn der Hersteller
selbst die Zellen falsch beschriftet?
Falsch beschriftete Zellen und die Korrekturen in rot ( Quelle: Gerd Giese)
Und: Achtung: NUR bei der 26650 ist der Pluspol der Becher !
Sollten Sie sich immer noch nicht aus den Bahn geworfen fühlen, und sie
haben sich für einen Typ Zelle entschieden, prüfen Sie lieber die Poligkeit
der Zellen, bevor Sie überhaupt etwas damit machen!!
Drei Lithium -Typen, Lipo, Li-Ion-Mangan (LiM und Li-Ion FePo4 (LiFePo))
werden erfolgreich in Rennbooten eingesetzt, wobei die Lipos schon
besprochen wurden.
[Link] LiFePo
BMZ 26650-X / 18650M1 bzw.A123 Li-Ion FePo4 (LiPh) Zelle
Die LiFePo benötigt keine Formierung vor dem Neueinsatz. Eine einzige
normale Ladung genügt. Danach ist sie voll einsatzfähig.
Die Selbstentladungsrate ist recht klein. Die Zellen benötigt quasi keine
Wartung, da kein Memoryeffekt besteht. Es werden also keine
regelmäßigen und vollständigen Lade- Entladezyklen benötigt.
Ein Vorteil der Zellen ist auch, dass es die Möglichkeit gibt mit recht hohen
Strömen zu laden, so dass ein Ladezyklus auf unter 30 min beschränkt
werden kann.
Also Vorsicht: Eine Konion ist noch lange keine Konion!!: Fragen Sie nach,
wenn jemand lapidar von Konion- Zellen redet, ob es sich um Konion X (
LiFePo) oder um Li-Ion-Mangan z. Bsp Konion 1100/1600 handelt.
Die LiFePo Zelle ist wie die NiMh/NiCd eine Becherzelle und deshalb etwas
besser gegen mechanische Einwirkungen geschützt. Ein weiterer Vorteil
der Zelle ist, dass sie praktisch nicht driftet, d.h. das Balancieren eines
Packs ist nicht unbedingt immer erforderlich. Die Packs sollten trotzdem so
alle 10 Zyklen an einen Balancer. Dabei wird fast immer festgestellt, dass
fast keine Zellendrift entstanden ist.
Natürlich hat alles seine Nachteile, die Zelle ist schwerer als die
"Tütenzellen". Die Kapazität ist 1100mAh bzw. ca. 2300mAh und sie kann
mit max. ca. 20C belastet werden. Die Angaben sind recht unterschiedlich.
Alterungserscheinungen sind kaum festzustellen.
Die Ladeschluss- Spannung liegt bei 4,2 V (LiFePo 3,6V). Erst wird mit
konstanter Spannung unter Strombegrenzung geladen, wobei der
Ladestrom zwischen 0,6 und 1C (die A123 kommt mit erheblich höheren
Ladeströmen zurecht) liegen sollte.
Die Entladeschluss- Spannung beträgt 2,5 Volt (A123: 2V), eine
Tiefentladung auf unter 2,4 Volt führt zu irreversibler Schädigung und
Kapazitätsverlust.
Die Spannung des Li-Ion-Akkus sinkt während der Entladung kaum ab; erst
kurz vor der vollständigen Entladung geht die Zellenspannung stark zurück
Es ist empfehlenswert das Entladen unter 40% zu vermeiden, da es dabei
zu größeren Kapazitätsverlusten kommen kann. Der Akku altert schneller je
höher seine Zellspannung ist. Daher sollte ein Li-Ion nie vollständig
geladen längere Zeit gelagert werden. Der A123 scheint dies aber wohl
nichts auszumachen, wie Erfahrungsberichte zeigen.
Bei einem versehentlichen Überladen der Akkus wird der Akku durch seine
integrierte Überwachungselektronik von den äußeren Kontakten getrennt,
bis die zu hohe Spannung nicht mehr anliegt. Bei Überladung eines Li-Ion-
Akkus heizt sich der Akku auf und kann sogar in Brand geraten. Im
Gegensatz zu herkömmlichen Li-Ionen-Zellen scheidet sich bei Überladung
kein metallisches Lithium bei den LiFePos ab und es wird kein Sauerstoff
freigesetzt. Ein In- Brand- Geraten oder sogar eine Explosion ist also bei
den LiFePo nicht mehr möglich.
Bei einer Tiefentladung der Li-Ion schaltet die interne Sicherung den Akku,
meist nur für kurze Zeit, ab. Es liegt dann an den Kontakten des Akkupacks
keine Spannung mehr an, d. h., er kann nicht noch weiter entladen werden.
Dann ist von außen nur noch eine Spannung von 0 Volt messbar. Dadurch
weigern sich die meisten Ladegeräte diese Akkus zu laden, weil sie keinen
Akku erkennen können. Sobald eine Spannung von außen erkennbar ist,
schaltet die Elektronik den Akku wieder an die Kontakte.
Eine Zelle unter 1,5 Volt sollte nicht mehr verwendet werden. Diese Zelle
wird instabil und erhitzt sich stark. Es besteht Brandgefahr.
Mein Tipp: Erkundigen Sie sich ganz genau, wie die von Ihnen gekauften
Zellen zu behandeln sind und mit welchem Ladeprogramm Sie die Zellen
laden sollten. Wenn der Verkäufer Ihnen keine exakte Antwort geben kann,
sollten Sie das Geschäft wechseln. Verlangen Sie die technischen Daten
des Produktes.
Empfehlen kann ich die Homepage von Gerd Giese. Dort findet man eine
Menge Informationen. ( http ://[Link])
[Link] Temperaturen
Wie bei den Lipos steigt der Innenwiderstand der Zellen bei kalten
Temperaturen stark an, sodass ihre Leistungsfähigkeit extrem abnimmt.
Unter 10 °C reicht es nicht mal mehr lange für den Betrieb einer Kamera.
Die optimale Betriebstemperatur wird mit 18- 25°C a ngegeben.
[Link] Lagerung
Wie bei den Lipos soll der Ladezustand 40–60 % betragen, kühle
Lagerung ist vorteilhaft. Die Elektrolyte in der Zelle dürfen nicht gefrieren,
was einer Mindesttemperatur um −25 °C entspricht, d ie Gefriertruhe als
Lagerstätte ist also nicht ratsam. Die Hersteller empfehlen eine
Lagertemperatur von 15°C. Von Zeit zu Zeit sollte d ie Lagerspannung der
Zellen überprüft werden. Sie sollte nicht unter 2,5 V fallen.
[Link] Belastbarkeit
Die LiFePo- Zelle kann sehr hohen Belastungen ausgesetzt werden.
Dauerlasten von 35C und Spitzenströme con 100C sind durchaus möglich.
Das bedeutet bei einer Kapazität der Zellen von ca. 2,3Ah eine Dauer-
Belastung von 80A. Bei den bei manchen Anwendern benötigten hohen
Stromspitzen ist eine Konfektionierung auf 2P sehr häufig anzutreffen. Bei
den o.g. hohen Strömen sind immerhin noch 95% der Nennkapazität
verfügbar. Bei einer Entladung von 10C sind 1000 Zyklen möglich, bei
höheren Stromentnahmen entsprechend weniger. Im Fliegerbereich
werden aber durchaus 400 Zyklen und mehr erreicht.
LiM sind bei Belastungen von 10- 15 C getestet worden und bestanden
dies ohne Beanstandungen. Bei Kapazitäten von 1,1Ah, resp 1,6Ah sind
das Dauerlasten von 11A- 24A. Es sind also Parallelschaltungen im Boot
unumgänglich, wenn man zum Einen die gewohnten Kapazitäten
(4000mAh) beibehalten und die Motorstromlasten von ca. 40- 60A
realisieren will.
Somit wäre eine 3P Konfektionierung ratsam und gleichzeitig auch
vergleichsweise aufwändig. Deswegen sind LiM eher selten in Rennbooten
anzutreffen, evtl. in Mini-Ecos oder Booten mit geringerem Stromhunger.
Da fällt die Wahl schwer, insbesondere wenn man die anfallenden Kosten
dazu sieht, die auf einen zukommen. Da geht es nicht nur um die
Anschaffung neuer Ladetechnik, falls das vorh. Gerät die neue Zell-
Chemien nicht unterstützt, sondern eben auch um die Neuanschaffung
eines ganzen Satzes Akkus.
Nun kommt es darauf an, welche Prioritäten bei der Bestückung der
Neuzellen gelten:
1. Die Kapazität sollte mindestens so hoch sein wie die der alten Zellen.
Also mind. gleiche Fahrtzeit.
2. Die Spannung sollte unter Last der der alten Technik entsprechen,
damit nicht auch noch andere Motoren oder Regler angeschafft werden
müssen.
3. Das Gewicht des einzusetzenden Packs sollte nicht höher, besser
gleich hoch sein um die Abstimmarbeit so gering wie möglich zu halten
4. Nicht nur der Einstandspreis sollte passen, eine
Wirtschaftlichkeitsüberlegung sollte immer mit einfließen, also eine
Haltbarkeitsstudie.
Die unten aufgeführte Tabelle soll einen Anhaltspunkt geben. Die gesetzten
Werte sind diskutabel, da gebe ich Recht, aber einen Wert muss man ja bei
den ersten Kalkulationen einmal annehmen.
Ausgangspunkt sind die Werte der NimH- Technik, die schließlich ersetzt
werden soll. Wir gehen hier mal vom klassischen Mono 1 Boot aus- also 7
Zellen a 1 Volt Zellspannung unter Last. Die Motorlast von 50A scheint mir
angemessen, die Fahrtzeit beträgt dann rechnerisch 4/50= 0,08
Std=4,8min, also ein etwas stramm bemessenes Boot.
Die Lastspannungen der Lipos und NiMhs kommen aus eigener Erfahrung,
die anderen Werte sind aus Erfahrungsberichten anderer Modellbauer,
Herstellerangaben und eben Messdaten von Gerd Giese entnommen.
Fazit: Die Kosten der neuen Technik sind auf dem ersten Blick höher, wenn
man den absoluten Kaufpreis (Preis/ 1000mAh/ Pack) im Auge hat.
Kalkuliert man aber die Haltbarkeit der Zellen mit ein, sieht die Sache
schon ganz anders aus (Kosten/ Pack/ Zyclus). Jede Entlade- Ladezyclus
ist bei der Li- Technik nur halb so teuer wie ein Zyclus mit den NiMh-
Zellen.
Die Spannung und die Kapazität kann mit Lipos am besten angeglichen
werden, das Gewicht der alten NiMhs ähnelt einem LiFePo- Pack,
allerdings bei leicht erhöhter Spannungslage. Die LiM- Zellen passen
Spannungs- technisch am schlechtesten. Das liegt an der vergleichsweise
schlechten Belastbarkeit der Zellen.
Die Lipos wiegen „zu wenig“, es werden erhebliche Abstimmarbeiten auf
Sie zukommen, was aus Erfahrung auch so bestätigt werden kann. Ganz
sicher muss Gewicht des vorh. Bootes mit Blei auf den alten Stand
gebracht werden um Schwerpunktlage, Funktion des Flutkanals etc
beizubehalten.
In wie weit das Platzangebot in ihren Modell für die jeweilige Zelltechnik
ausreicht, kann von hier aus natürlich nicht geprüft werden. Diesen Aspekt
sollten Sie bei Ihren Überlegungen aber auch nicht außer Acht lassen, man
kann ja schlecht einen Wintergarten an sein Boot bauen….
Viel Spaß bei Ihrer Entscheidung.
Dies galt bisher und wahrscheinlich heute auch noch, wenn man sich
wirklich nur mal so zum Spaß in der Welt der „Modellschiffchenfahrer“
umsehen möchte.
Hat man aber „Lunte“ gerochen, kommt man fast nicht mehr um diese
Technologie herum. Die Preise sind mittlerweile auch schon erschwinglich.
Es gibt günstige Motoren- Angebote, die zwar nicht unbedingt
Höchstleistungen versprechen, aber ein Einstieg in die Technik ist es
allemal, wenn man die Belastungen der Motoren in etwa im Bereich der
Bürstentechnologie belässt. Man bekommt zwar dadurch kein
Leistungsplus, hat aber den Vorteil sich langsam in diese Technik und
Eigenheiten einzuarbeiten.
Äußerlich unterscheiden sich die Büstensteller und die Bl- Regler kaum.
Der Unterschied liegt auf den ersten Blick nur in dem Vorhandensein eines
dritten Motoranschlusskabels.
Ein Bürstenlosregler ist für den Betrieb eines Bürstenmotors nicht geeignet,
umgekehrt ebenfalls.
Den Namen Regler verdient ein Bl- Regler tatsächlich zu recht, denn er
regelt tatsächlich die Umdrehungszahl eines Motors im Gegenteil zu einem
Bürstensteller, der „lediglich“ die Stromzufuhr steuert.
Der Bürstenlos- Regler kontrolliert ständig die aktuelle Lage des Rotors,
weshalb er auch gerne auf Neudeutsch Controller genannt wird. Dies wird
von einem Prozessor erledigt, der in seiner Rechnerleistung natürlich
begrenzt ist. Diese Leistungsfähigkeit wird von den Herstellern in der
zulässigen Drehzahlgrenze für 2- polige Bls angegeben. Bei mehrpoligen
Motoren verringert sich diese Drehzahlgrenze entsprechend.
Bürstenlosregler, zum Teil auch schon zusätzlich mit einer Wasserkühlung ausgestattet ( Quelle: Internet)
Zum Bsp. verringert sich die Drehzahlgrenze bei einem Controller mit
angegebenen 120.000 U/min für 2-Poler im Einsatz von einem 6- Poler auf
die maximale Drehzahl von 120.000*2/6= 40.000 U/min.
Wird diese Drehzahlgrenze überschritten(z. Bsp. Bei Sprüngen des Bootes
über eine Welle- der Motor hat plötzlich keine Belastung und dreht im
Leerlauf), kann der Regler die Lage des Rotors nicht mehr eindeutig
feststellen. Dies führt im Motor und im Leistungsteil des Reglers zu
Kurzschlüssen und das hat den endgültigen Tod des Reglers zu Folge.
Gute Regler habe eine Drehzahlbegrenzung einprogrammiert.
Der Motor kann sich zu jeder Zeit die Strommenge anfordern, die er für die
Erreichung der geforderten Drehzahl benötigt. Hierdurch kann es ebenfalls
zu einer Überlastung- in diesem Fall des Leistungsteils – führen, wenn der
Regler keine Überlastbegrenzung besitzt.
2.10.3 Steckersysteme
Für Ihr gesamtes Boot benötigen Sie ca. 8 Paar Goldstecker, d= 4 mm; für
Motor, Regler, Not-Aus, und Akku
Es gibt natürlich eine ganze Reihe anderer Steckersysteme, auf deren
Vorstellung ich hier nicht ganz verzichten möchte. Nur vielleicht eins:
Sollten Sie Geräte erstanden haben, die herstellerseitig so genannte
Tamiya- Stecker vorinstalliert haben, rate ich dazu diese auszutauschen.
Diese zwar verpolsicheren Stecker sind einfach zu bedienen, können aber
erstens nur Ströme bis zu 25 A längere Zeit vertragen, zum zweiten leiern
diese Stecker schnell aus und gewähren dann keine kraftschlüssige
Verbindung.
tamiya- Stecker ( Quelle Fa. Graupner) 2,5 bzw. 3mm Goldstecker- Systeme ( Quelle: Fa. Hopf)
Am häufigsten sind nach wie vor die 4mm Goldstecker anzutreffen, weil sie
recht einfach zu handhaben und recht robust sind und bei Strömen bis zu
einer Stärke von 40 A sicheren Kontakt herstellen.
Sicherlich gibt es auch andere gute Systeme, aber die 4mm Goldis sind
wohl am meisten gebräuchlich.
2.11 Empfängerakku
EinenEmpfänger benötigen Sie nur, wenn der eingesetzte Regler kein BEC
integriert hat. Da im Empfänger- Stromkreis längst nicht so hohe Ströme
fließen reicht das 2mm Goldstecker- System. Sie benötigen 4 Paar
Goldstecker, d= 2 mm. 1 Paar am Akku. 1 Paar zum Anschluss des Akkus,
2 Paar für die Installierung eine Schalters in der Bootswand- ähnlich des
Systems für den Not- Aus.
Setzen Sie die Bürstenlos- Motoren- Technik ein benötigen Sie keine Not-
Aus in der Motorstromversorgung, wenn Sie einen von wie oben
beschriebenen außen bedienbaren Schalter im Empfängerstromkreis
installieren. Fehlt im Steuerteil des Regler die Stromversorgung wird die
Arbeit des Leistungsteils eingestellt und der Motor kann nicht mher
arbeiten.
2.12 Antenne
Für Ihre Antenne benötigen Sie einen Antennensockel und ein Kunststoff-
Antennenrohr aus dem Handel
oder
einen Spritnippel mit Kunststoffrohr ,innen d ca. 1 mm, außen d ca 3 mm
(Bowdenzugrohr).
Vorsicht: Benutzen Sie keine Metallröhrchen. Dies führt zu Störungen im
Empfang.
Wenn Sie sowieso schon mal hier lesen, können Sie sich auch gleich ein
wenig mit den verschiedenen Baustoffen und deren Bezeichnungen
vertraut machen.
Insbesondere die Bezeichnungen der Kunststoffe und deren Bestandteile
sind hier mal aufgelistet-
2.23.1 Kunststoffe
• ABS
Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) ist ein synthetisches
Terpolymer aus beseht au s den Monomerarten Acrylnitril, Butadien und
Styrol und ist ein amorphes Thermoplast. ABS ist dem bekannten
Polystyrol sehr ähnlich und wird oft in gleichem Atemzug genannt bzw.
miteinander verwechselt. ABS hat aber eine ca. um 10°C höhere
Wärmeformbeständigkeit, höhere chemische Beständigkeit, sowie bessere
Witterungsbeständigkeit. Es lässt sich dennoch leicht wärmeformen, ist
ausgezeichnet schweiß- und klebbar, aber auch spanabhebend
bearbeitbar..
- Schneiden: dünne Materialien können bequem mit einer
entsprechenden Schere geschnitten werden.
- Abbrechen: Dünne Materialien können mit einem Cuttermesser o.ä.
angeritzt werden um danach an einer scharfen Arbeitskante
abgebrochen zu werden. Bei dickeren Materialien sollte die Ritztiefe
etwa halb so tief sein, wie die Materialstärke.
- Sägen: Sägen Sie das Material ohne Wärmeentwicklung, sonst verklebt
das Material hinter dem Schnitt wieder und hinterlässt eine unsaubere
Schnittführung mit verschmolzenden Sägespanresten.
- Feilen, Schleifen: Schnittkanten, Sägekanten können mit Feilen oder
groben Schleifpapier nachgearbeitet werden.
- Maschinenarbeit: Maschinelles Bearbeiten sollte immer mit kleinen
Drehzahlen und langsam zur Vermeidung von Hitzebildung erfolgen
- Schleifen: Ist mit Schleifpapieren ohne weiteres möglich
- Entfetten, Säubern: Aceton löst dieses Material auf. Wenn man sehr
schnell mit einem Aceton- getränktem Lappen über die Oberflächen
wischt, lassen sich diese überaus glatten Flächen sehr schnell für das
Kleben vorbereiten. Mit etwas Übung kann man mittels Aceton mehrere
• Polystyrol
Polystyrol (Kurzzeichen PS, gelegentlich auch Polystyren genannt) ist ein
amorpher, transparenter Thermoplast. Polystyrol wird entweder als
thermoplastisch verarbeitbarer Werkstoff oder als Schaumstoff eingesetzt.
Bekannte Handelsnamen für geschäumtes Polystyrol sind Styropor und
Styrodur.
Thermoplastisches Polystyrol
Bei diesen Werkstoffen unterscheidet man Standard-Polystyrol von
schlagzähem Polystyrol. Standard-Polystyrol (GPPS = General Purpose
Polystyrene) ist hochtransparent, sehr steif, aber spröde. Bekannt ist es
z. B. von CD-Boxen.
Schlagzähes Polystyrol (HIPS = High Impact Polystyrene) ist nicht
transparent, sondern opak und zeichnet sich durch hohe Schlagfestigkeit
aus. Bekannt ist es als Gehäusewerkstoff (Telefone, Drucker,
Fernsehgehäuse etc.) oder von Spielzeugen
Schaumstoffe
Schaumpolystyrol ist besonders unter dem Handelsnamen Styropor (®
BASF) bekannt geworden. In der Umgangssprache werden beide Begriffe
häufig gleich gestellt.
Je nach Herstellungsart wird zwischen dem eher grobporigen EPS
(Expandierter Polystyrol-Hartschaum), z. B. Styropor (® BASF), und dem
feinporigeren XPS (Extrudierter Polystyrol-Hartschaum), z. B. Styrodur (®
BASF) unterschieden. XPS wird aufgrund seiner hohen Druckfestigkeit und
geringen Wasseraufnahme beispielsweise bei der Dämmung von
Gebäuden gegen Erdreich eingesetzt.
EPS erkennt man leicht durch seinen Aufbau aus etwa 2-3 mm großen,
zusammengebackenen Schaumkugeln, als Kinder haben wir damit immer
„Schnee“ gespielt
Verwendung
• Polycarbonate
Polycarbonate sind sythetische Polymere aus der Familie der Polyester.
Bekannt sind die Namen: Makrolon, Lexan oder Calibre. Das Material ist
glasklar, einfärb-, schweiß- und klebbar. Es besitzt eine hohe
Schlagzähigkeit. Es wird meist nur dort eingesetzt, wenn andere
• GFK
Glasfaserverstärkter Kunststoff, kurz GFK, ist ein Faser-Kunststoff-Verbund
aus einem Kunststoff (z. B. Polyesterharz, Epoxidharz oder Polyamid) und
Glasfasern.
GFK ist auch unter der Bezeichnung Fiberglas bekannt.
Im Modellbaubereich werden alle Faser- verstärkten Kunststoffe in den
großen Topf GFK geworfen, was nicht ganz richtig ist. Als Verbundstoff
wird normalerweise entweder Polyesterharz (in Europa für Bootsrümpfe
immer weniger) oder Epoxidharz verwendet.
Eigenschaften und Anwendungsgebiete
Glasfaserverstärkter Kunststoff hat einen relativ niedrigen
Elastizitätsmodul. Selbst in Faserrichtung liegt er unter dem von Aluminium.
Bei hohen Steifigkeitsanforderungen ist glasfaserverstärkter Kunststoff
daher nicht geeignet. Ein großer Vorteil der Glasfaser liegt jedoch in der
2.13.3 Kleberzubehör
Hier sind aufzuführen:
- 4- 5 einfache Borstenpinsel für
das Aufbringen der Harze
- Zahnstocher für das
Aufbringen des
Sekundenklebers evtl.
- Tesafilm und dünnes
Malerkrepp zum Abkleben
- Nassschleifpapier zum
Schleifen
-1 Paket Glasfaser-Gewebe
mittlerer Stärke ( 163gr) in
Köperbindung
Sehr schnell werden Sie merken, dass diese Auflistung nicht vollständig ist.
In meiner Werkstatt finden Sie darüber hinaus natürlich noch einige Dinge
mehr, die recht nützlich sind.
Auf jeden Fall werden Sie sich wahrscheinlich eine Dose Aceton aus dem
Baumarkt besorgen. Die Apotheken und Drogerien führen dieses
Lösungsmittel selbstverständlich auch. Nur der Preis.....
Aceton ist gegen bzw. für alles. (Also so in etwa wie Heilerde auch gegen
alles hilft.)
Aceton kann man zum Verdünnen nehmen, zum Säubern der Epoxid-
Harz– Pinsel, zum vorsichtigen Reinigen der durch Klebstoff versauten
Oberflächen aller Art. (Fliesen, Holz, und natürlich auch Kunststoff, aber
Vorsicht: Aceton greift Kunststoff an!!). Ein Nachteil hat Aceton. Es ist sehr
flüchtig. Ist das Pinselreiniger- Glas nicht ganz dicht, fallen diese trocken
und härten aus.
Übrigens: Mit Aceton kann man ABS kleben, Styropor auflösen, Styrodur
entfernen.......
Was sie auf jeden Fall ganz dringend brauchen: Küchenkrepp. Zum
Säubern, Abwischen, Abdecken, Überkleben mit Malerkrepp usw..
Küchenkrepp nehme ich übrigens lieber als Folien. Folien sind zwar
wasserdicht und durchsichtig, was manchmal auch von Vorteil ist, aber die
Folien sind nicht saugfähig. Saugfähiges Abdeckmaterial verhindert so
manche Schmiererei.
Dann „brauchen“ Sie alte größere Tücher zu Abdecken, Unterlegen,
Einwickeln..... Da bietet sich alles an, was im Haushalt nicht mehr
gebraucht wird. Nur Flusen sollte der Stoff nicht.
Spätestens jetzt werden Sie sich die Frage stellen, ob es keine bessere
Alternative zum wasserdichten Verkleben der Boote gibt. Natürlich gibt es
da Alternativen. Diese werden aber allesamt nur sehr selten ausgeführt.
Die bei den Modellen der Firma Graupner schon mal eingesetzten
Schiebeluken funktionieren auch ganz gut, bewähren sich aber nur, solange
die Moosgummidichtung intakt ist. Treten Auflösungserscheinungen im
Material auf, wird der Rahmen undicht. Das Moosgummi kann nicht
ausgetauscht werden, da es laut Bauanleitung in den Rahmen eingeklebt
wird. Also wird danach wieder mit Tesa abgeklebt, oder mit Vaseline als
Dichtmittel nachgeschmiert.
Wasserdichte Verschraubungen werden auch durchgeführt, sind aber für
unsere kleinen Mono I Boote zu schwer und fallen als Lösung heraus.
2.14 Bootsständer
2.15 Geräte
Aller Anfang ist teuer, deshalb sollte man sich erst mal beschränken.
Später kann man dann immer noch nachrüsten.
2.15.1 Ladegerät
Hier reicht erst ein Universalladegerät für alle Akkus mit Nickel- Technik.
Dazu werden die Ladekabel mit den passenden Steckern benötigt. Das
Ladekabel für die Motorakkus können Sie sich selbst bauen. Das
Ladegerät sollte einen Anschluss mit einer Ladekapazität von mind. 700
mAh/h besitzen.
Für diesen Rat werden mich so manche Rennbootfahrer lynchen wollen.
Denn nichts im Rennboot ist wichtiger als gute Akkus, um die gesamte
Technik voll ausschöpfen zu können. Daher befinde ich mich an dieser
Stelle in der Zwickmühle, da man für die Akkutechnik sehr viel Geld
ausgeben kann, dass zwar sinnvoll angelegt ist, aber nur dann, wenn das
Hobby auch ausgeübt wird.
Laden Sie die Senderakkus höchstens mit dem 1- fachen der angegebenen
Kapazität. Das verkraften diese Akkus, auch wenn die Hersteller etwas
2.15.3 Entladestation
Diese ist zwar dringend erforderlich
für das Entladen der Fahrakkus mit
Ni-Technik nach jedem Gebrauch,
sie ist aber relativ günstig selbst
herzustellen. Hierzu benötigen Sie
eine Autobirne, etwas Kabel und 1
Paar Goldstecker. An die Birne
werden vorsichtig die Kabel gelötet. .
So haben Sie ohne großen Aufwand
einen Verbraucher mit 50 Watt, der
Ihren vollen 7 Zellen Akku etwa in
0,5 Std. entlädt.
Selbstbau- Entladestation für 600W Entladeleistung
Die Goldstecker kommen an die Kabel. Die Akkus sind entladen, wenn bei
angeschlossener Entladestation die Birne fast nicht mehr leuchtet. Haben Sie
einen Spannungsmesser, entladen Sie bis 0,8V/Zelle bei Nicad oder 0,85 Volt/
Zelle bei NimH- Akkus, Akkus neuerer Generation sollten bei 1,0V
abgeklemmt werden.
Beim Einsatz der neuen Li- Technik benötigen Sie im Prinzip keine
Entladestation.
Alle anderen Geräte brauchen Sie erst mal nicht. Wie Sie später aufrüsten,
werden Sie Ihren Bedürfnissen entsprechend entscheiden können.
2.16 Werkzeug
Kreuzschraubendreher in zwei
versch. Größen (eher kleine
Größen)
Schlitzschraubendreher in zwei
versch. Größen (eher kleine
Größen)
Lötkolben mit mind. 60 Watt
Leistung; Elektroniklot
Vater‘s Bohrmaschine oder die des
Nachbarn oder Mini-Mot.
Bohrer der Durchmesser 2; 2,5; 3;
4; 3,5; 6 mm (gibt es günstig
als Stahlbohrersatz)
Mutter‘s Turbo-Fön oder Vater‘s
Heißluftfön
Blechschere
Haushaltsschere
Geodreieck und Maßband
Spitzzange
Kombizange
Satz Inbusschlüssel, insbes. die
ganz kleinen Größen
Mini- Brenner ( Feuerzeug-Gas-
Brenner
Größere Maschinen kann man sich
erst bestimmt vom Nachbarn
oder Bekannten leihen.
2.17 Kostenkalkulation
Schnellbaukasten
Baukasten 80,00
Antriebs-Set 50,00
Regler 40,00
Fernsteuerung 80,00
Antenne 5,00
sonst. 10,00
Fahrakku 25,00
Empfängerakku 10,00
Senderakku 30,00
Klebstoff 20,00
Farben 20,00
Summe 370,00
2.18 Zeitkalkulation
[Link]: Lötarbeiten
Ermittlung der Lage aller Komponenten im Boot
Entstörung des Motors
Kabel und Stecker für Motor
Kabel und Stecker für Drehzahlsteller
Anfertigen der Komponenten des Not-Aus
Falls erforderlich: Anfertigen Stecker und Kabelbaum für
Empfängerstromversorgung
Falls nicht vorh. : Anfertigen des Akkupacks
2. Tag: Flutkanal
Anfertigen der Flutkanalschablone falls nicht vorhanden
Zuschneiden und Anpassen des Schotts
Einlaminieren des Schotts
[Link].
Einfräsen der Öffnung im Heckspant
Dichtigkeitsüberprüfung des Flutkanals
[Link]
Erstellen der Wasserkühleinheiten
Einlaminieren der Wasserkühlröhrchen im Rumpfboden
Einlaminieren der Antriebseinheit
8. Tag Probe
Probelauf und Prüfen aller Komponenten
Einbau der Antenne
Anfertigen des Modellständers für Transporte
9. Tag Jungfernfahrt
Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie zufällig bei einem
„Fachgespräch“ zweier Raceboater Mäuschen spielen und Sie nichts, aber
auch gar nichts verstehen.
Hier sind einige Hilfen:
Funke Fernsteuerung
galoppieren Auf und ab wippen
Gebrauchtmotor Motor der Fa. Neu
Goldi Goldstecker
Hans bei Fa. Lehner
hartes Wasser Eis
Hasi & Mausi Hydro & Marine
Hebel auf den Tisch Der Fernsteuerbedienhebel für
Gasgeben wird sofort auf Vollgas
gestellt
Heulboje Funktionsboot mit Sirenenfunktion
Höhenruder Trimm- Klappen
Holzkrokodil Ast im Wasser
ibä e- bay
j4f Just for fun-nur so zum Spaß
JN Jan- Nicolas; [Link]
Joghurt- Becher Rennboote aus ABS
Käpt´n Chaos jemand, der nicht gut fernsteuern kann
Kleiderbügel Outrigger
Kondi Kondensator
Kraftwerk Ladegerät
Kübel größeres Modellboot
Lipo Lithium Polymer- Akku
Lipo- saver Lipo- Einzelzellen-
Spannungsüberwachung
Lipo- Toaster Lipo- Heizkoffer
LMT Lehner- Motoren-Technik
Lüa Länge über alles
Matte Glasfasergewebestück
Mäuse- Klavier kleine Programmierschalter
MD Mini Drifter
Metaller Propeller aus Metall
Miefquirl Lüfter für Motoren oder Regler
Newbie Anfänger
Nixx Akkus auf Nickel- Basis, meist NiMH
Noob Jemand, wie ich
Ohr Propellerblatt
Ohr abwerfen Propellerblatt abbrechen
Ohr anlegen Propellerblatt verbiegen
Old Heiner Fa. Heiner Gundert
Oliver Herr Siess; Fa Hydro & Marine
Parallel- Universum anderes Forum gleichen Themas
Pletti Motoren der Fa. Plettenberg
Postkarte Bl- Regler für hohe Beanspruchungen;
Ursprünglich die Regler future 32.175
und future 40.160 der Fa. Schulze
Prog Card Programmierkarte für einen bl- Regler