2. Wie lange dauert die Konditor/in Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 36 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich
Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen
Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der
Fachakademie.
3. Was macht man in der Ausbildung als Konditor/in?
In deiner Ausbildung als Konditor/in lernst du, wie man Torten und
Kuchen, Süßigkeiten sowie Speiseeis herstellt.
Deine Ausbildung führt dich sowohl in die Berufsschule, als auch in
deinen Ausbildungsbetrieb. Dort hältst du dich vor allem in den
Backstuben, Lager- und Kühlräumen sowie in den Verkaufsräumen auf.
Die Ausbildung als Konditor/in gehört zu den Berufsbereichen
Dienstleistungen und Service.
4. Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Konditor/in mitbringen?
Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem
Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Mathematik,
Chemie, Kunst und Deutsch haben.
5. Passt der Beruf Konditor/in zu mir?
Fragst du dich, welche Ausbildung wirklich zu dir passt? Mach jetzt
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Voraussetzungen
Was muss ich mitbringen?
Handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl
Technisches und mathematisches Verständnis
Körperliche Fitness
In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?
Mathematik
Chemie
Kunst
Deutsch
Wie sieht der Alltag im Beruf Konditor/in aus?
Du hast als Kind schon begeistert beim Plätzchen Backen geholfen, hast
deine ersten selbstgebackenen Cupcakes liebevoll verziert und bist bei
deinen Freunden dafür bekannt, dass du zu jedem Geburtstag eine
Wahnsinnstorte aus dem Hut zauberst? Bei deiner Ausbildung zum/zur
Konditor/in darfst du dich tagtäglich mit Nudelholz, Rührgerät und
zuckersüßer Deko austoben.
Egal, ob ein Kunde eine Torte für die Taufe seines Kindes bestellt, in der
Weihnachtszeit die Nachfrage nach weihnachtlich dekorierten Plätzchen groß
ist oder die Welt auf eine neue Schokoladenkreation wartet: Dein Auftritt! Du
kümmerst dich um Kundenwünsche, genauso wie um neue Kreationen,
seien es Torten, Cupcakes, Pralinen oder Törtchen.
Das alles soll nicht nur geschmacklich ein Genuss sein, sondern auch fürs
Auge: Du verzierst und dekorierst, sodass aus unwiderstehlich leckeren
Naschereien kleine Kunstwerke werden. Bei deiner Ausbildung zum/zur
Konditor/in legst du viel Hand an, wenn du die Zutaten raussuchst, abwiegst,
Obst schälst, Eier schaumig schlägst oder dich in Form, Farbe und
Geschmacksnuancen austobst.
Die Handarbeit wird zusätzlich von Maschinen erleichtert, sodass du zum
Beispiel Teigmassen nicht mit den Händen kneten musst. Diese Maschinen
bringen aber auch mit sich, dass sie regelmäßig sorgfältig gereinigt werden
müssen. Hygienevorschriften einzuhalten ist ein wichtiger Teil des
Konditorenhandwerks – die Arbeit mit Lebensmitteln setzt voraus, dass sehr
sorgfältig auf die Qualität geachtet wird.
Wenn die Maschine für dich rührt, kannst du chillen? Weit
gefehlt: Körperliche Fitness brauchst du insofern, dass du die meiste Zeit
des Tages stehst und dabei nicht nur mit fluffigem Teig, Spritzbeuteln oder
Backförmchen hantierst, sondern auch schwere Mehlsäcke durch die
Backstube schleppst. Dich erwartet bei deiner Ausbildung zum/zur Konditor/in
also eine Mischung aus feinmotorischen, kreativen Aufgaben und körperlicher
Arbeit.
Inhalte der Ausbildung als Konditor/in
Bei der dualen Ausbildung zum/zur Konditor/in backst und verzierst du nicht
einfach drauflos, sondern lernst das Handwerk von Grund auf. Dazu bist du in
deinem Ausbildungsbetrieb, wo du direkt alles ausprobieren kannst – zum
Beispiel die Herstellung von Pralinen oder Partygebäck.
Dazu wird dir vermittelt, was du in Sachen Hygiene beachten musst und
wie der Verkauf und das Arbeiten im Team abläuft. Außerdem bist du ein
bis zwei Tage oder am Block in der Berufsschule. Hier stehen Themen wie die
Herstellung von Teig, das Entwerfen von Torten oder das Arbeiten mit
Marzipan sowie allgemeinbildende Fächer auf dem Stundenplan.
Bist du ein Langschläfer? Dann hilft es nix – wenn du Konditor/in werden
willst, solltest du schleunigst trainieren, früh aufzustehen. Bevor die ersten
Kunden im Laden stehen, muss die Auslage aufgefüllt werden – und
bröckeliges Gebäck von gestern muss frischen, duftenden Keksen weichen.
Neben der Zwischenprüfung legst du am Ende der Ausbildung zum/zur
Konditor/in eine Gesellenprüfung ab. Im praktischen Teil zeigst du beim
Anfertigen von zum Beispiel einer mehrstöckigen Festtagstorte oder edlem
Konfekt, was du kannst.
Schriftlich zeichnest du Entwürfe für verschiedene Kreationen; außerdem
wirst du in wichtiger berufsspezifischer Theorie, wie Hygienevorschriften oder
betriebswirtschaftlichem Handeln sowie allgemeinen Themen, wie
Sozialkunde, abgefragt.
Die Ausbildung zum/zur Konditor/in dauert drei Jahre, kann aber, wenn du
eine abgeschlossene Ausbildung zum/zur Speisehersteller/in vorweisen
kannst, verkürzt werden.
Während der Ausbildung kannst du Zusatzqualifikationen erwerben,
beispielsweise im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht. Die
Karriereleiter hoch geht es, wenn du einen Meister draufsetzt oder
einen Bachelor in Lebensmitteltechnologie machst.
Du träumst von deinem eigenen kleinen Laden, in dem du deine verspielten,
innovativen oder verrückten Kreationen anbietest? Mit dem nötigen Know-how
und einem guten Business-Plan kannst du nach ein paar Jahren
Arbeitserfahrung als Konditor/in auch dein eigenes Ding machen!
Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?
Petit Fours, Baumkuchen, Pralinès: Bei deiner Ausbildung zum/zur Konditor/in
bist du den ganzen Tag umgeben von feinen Leckereien; egal ob du in einer
Konditorei, im Patisseriebereich eines Hotels, in Restaurants oder in der
Back- und Süßwarenindustrie arbeitest.
Je nachdem, ob du lieber direkt mit Kunden zusammenarbeitest, dich in
einem kleinen Betrieb wohl fühlst oder einen Einblick in das industrielle
Konditoreiwesen bekommen willst, entscheidest du dich für deinen
Ausbildungsbetrieb.
Zu vielen Konditoreien oder Konfiserien gehören Cafés, in denen die Produkte
auch direkt verkauft werden. Hier stehst du dann hinter dem Ladentisch,
bedienst und berätst Kunden und nimmst Aufträge entgegen, bei denen du
deine eigene Kreativität in Einklang mit den Kundenwünschen bringst.
Der größte Teil deiner Ausbildung zum/zur Konditor/in findet aber hinter den
Kulissen statt. In der Backstube stehst du – je nach Größe des Betriebs –
alleine oder mit anderen Konditoren an den Arbeitsflächen. Hitze an den
Öfen, Kälte im Kühlraum und Mehlstaub in der Luft prägen dein
Arbeitsumfeld.
Der Unterschied zu einem Bäcker? Konditoren backen keine
massentauglichen Brötchen für den täglichen Gebrauch, sondern fertigen
Kunst beim Backen an und kreieren „Luxusware“, teilweise Unikate, die zu
besonderen Anlässen und oft personalisiert angefertigt werden.
Während der Bäcker 250 Krapfen für Rosenmontag backt, kreiert der Konditor
zum Beispiel eine mehrstöckige Hochzeitstorte. Gemeinsam haben Bäcker
und Konditor das Outfit: Deine Arbeitskleidung besteht aus einer weißen
Jacke und einer Schürze.
Was ist der Unterschied zwischen Bäcker und Konditor?
Und was genau unterscheidet den Konditor nun vom Bäcker? In deiner
Ausbildung zum Konditor wirst du keine Brotwaren herstellen und es geht
insgesamt eher um künstlerische Seite des Handwerks. Schließlich gilt
Konditoreiware bis heute allgemein als Luxusware und wird häufig für
feierliche Anlässe, wie zur Hochzeit, bestellt. Doch natürlich gibt es auch
einige Überschneidungen mit dem Bäckerberuf, sodass einige Konditoren
zugleich Bäckersind.
Wo arbeiten Konditoren?
Ob in Konditoreien, Cafés oder Bäckereien, dem Patisseriebereich großer
Hotels und Restaurants oder auch der Back- und Süßwarenindustrie – auf
der Suche nach der passenden Ausbildungsstelle hast du viele
Möglichkeiten. Wenn du ausgelernt bist, kannst du die Karriereleiter
weiternach oben steigen. Du kannst Konditormeister werden, was
Bedingung für das Führen eines eigenen Konditoreibetriebs und der
Ausbildung von Lehrlingen ist. Außerdem kannst du bestimmte
Studiengänge an der Universität belegen, um einen anderen Beruf im
Lebensmittelbereich ausüben zu können.