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Das Seminarprojekt untersucht die Autonomie Karakalpakstans innerhalb Usbekistans und analysiert, warum trotz eines Sezessionsrechts keine separatistische Mobilisierung stattfand. Im Fokus steht die Verfassungsreform von 2022, die Proteste auslöste, sowie die Bedingungen, unter denen Autonomie zur Stabilität beiträgt. Das Projekt zielt darauf ab, Karakalpakstan als Beispiel für 'kooptierte Autonomie' zu verstehen und die politischen Entwicklungen in Zentralasien zu beleuchten.

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Das Seminarprojekt untersucht die Autonomie Karakalpakstans innerhalb Usbekistans und analysiert, warum trotz eines Sezessionsrechts keine separatistische Mobilisierung stattfand. Im Fokus steht die Verfassungsreform von 2022, die Proteste auslöste, sowie die Bedingungen, unter denen Autonomie zur Stabilität beiträgt. Das Projekt zielt darauf ab, Karakalpakstan als Beispiel für 'kooptierte Autonomie' zu verstehen und die politischen Entwicklungen in Zentralasien zu beleuchten.

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Titel des Beitrags

Autonomie ohne Separatismus? Karakalpakstan im usbekischen Staatsgefüge und


in vergleichender Perspektive

ABSTRACT

Das geplante Seminarprojekt untersucht den besonderen Fall Karakalpakstans,


einer formal autonomen Republik innerhalb Usbekistans, und ordnet diesen in die
politikwissenschaftliche Debatte über Autonomieregime, Separatismus und politische
Integration im post-sowjetischen Raum ein. Während territorial-autonome Einheiten
wie Transnistrien, Abchasien oder Bergkarabach zu manifesten Separatismus- oder
Sezessionskonflikten geführt haben, ist es in Karakalpakstan trotz eines historisch
verankerten Sezessionsrechts nicht zu einer vergleichbaren separatistischen
Mobilisierung gekommen.

Ausgangspunkt der Analyse bildet die Verfassungsreform Usbekistans im Jahr 2022,


die den Status Karakalpakstans neu definierte und Proteste in der Region auslöste.
Im Zentrum steht die Forschungsfrage, unter welchen politischen,
sozioökonomischen und historischen Bedingungen Autonomie zur Stabilisierung
statt zur Fragmentierung eines Staatsverbunds beitragen kann. Dabei werden
Fragen von Nation-Building, regionaler Identität, Ressourcenallokation und
Machtasymmetrien zwischen Zentrum und Peripherie berücksichtigt.

Das Projekt nutzt einen vergleichenden Ansatz innerhalb des post-sowjetischen


Raums und soll einen Beitrag zur theoretischen Diskussion um „stabilisierende
Autonomiearrangements“ liefern. Die Analyse verfolgt die Hypothese, dass
Karakalpakstan eher als Fall „kooptierter Autonomie“ denn als potenzielles
Sezessionsregime zu verstehen ist und damit besondere Einblicke in die politische
Entwicklung Zentralasiens ermöglicht.

Im Rahmen eines fünfmonatigen Praktikums im Deutschen Bundestag habe ich mich


intensiv mit politischen Reformprozessen in Usbekistan und Zentralasien befasst
und verfüge über ein vertieftes Interesse an Transformations-, Integrations- und
Sicherheitsdynamiken der Region. Die Teilnahme am Seminar würde diese
Perspektiven wissenschaftlich fundiert erweitern.

GLIEDERUNG DES GEPLANTEN VORTRAGS (15 Minuten)

1. Einleitung und Fragestellung

2. Historische und verfassungsrechtliche Grundlagen der Autonomie


Karakalpakstans

3. Nation-Building und politische Integration in Usbekistan


4. Die Verfassungsreform 2022 und regionale Protestdynamiken

5. Vergleichende Perspektive: Post-sowjetische Autonomieregime vs. Separatismus

6. Theoretische Einordnung: stabilisierende vs. destabilisierende


Autonomiearrangements

7. Ausblick: Szenarien für Zentralasien und Implikationen für internationale Politik

VORLÄUFIGE LITERATUR- UND QUELLENANGABEN (Auswahl)

Adams, L. (2010): The Spectacular State: Culture and National Identity in


Uzbekistan. Durham.

Fumagalli, M. (2007): “Framing Ethnic Minority Mobilisation in Central Asia: The


Case of Karakalpaks”, Europe-Asia Studies 59(4).

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