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Dativ

Das Dokument behandelt die Verwendung des Dativs in der deutschen Sprache, einschließlich fester Ausdrücke, Präpositionen, Personalpronomen und Relativsätze. Es erklärt, dass bestimmte Verben und Präpositionen den Dativ erfordern und gibt Beispiele für deren Anwendung. Zudem werden die Formen der Personalpronomen im Dativ sowie die Struktur von Sätzen mit Dativ- und Akkusativobjekten erläutert.

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Dativ

Das Dokument behandelt die Verwendung des Dativs in der deutschen Sprache, einschließlich fester Ausdrücke, Präpositionen, Personalpronomen und Relativsätze. Es erklärt, dass bestimmte Verben und Präpositionen den Dativ erfordern und gibt Beispiele für deren Anwendung. Zudem werden die Formen der Personalpronomen im Dativ sowie die Struktur von Sätzen mit Dativ- und Akkusativobjekten erläutert.

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Ausdrücke mit Dativ

Feste Ausdrücke, die den Dativ verlangen

Nicht nur einzelne Verben, sondern auch Ausdrücke, die aus mehreren
Wörtern bestehen, können den Dativ verlangen. Hier findest du einige
Beispiele für solche Ausdrücke.

Spaß machen:

Fahrradfahren macht meiner Schwester Spaß. (= Meine Schwester


fährt gern Fahrrad.)
Fahrradfahren macht mir Spaß. (= Ich fahre gern Fahrrad.)

Angst machen:

Spinnen machen meinem Vater Angst. (= Mein Vater hat Angst vor
Spinnen.)
Spinnen machen mir Angst. (= Ich habe Angst vor Spinnen.)

egal sein:

Die Hausarbeit ist meinem Bruder egal. (= Mein Bruder interessiert


sich nicht für die Hausarbeit.)
Die Hausarbeit ist mir egal. (= Ich interessiere mich nicht für die
Hausarbeit.)

Präpositionen + Dativ
Zusammenfassung: Präpositionen mit Dativ

Nach einigen Präpositionen steht immer der Dativ. Folgende


Präpositionen kennst du schon:

aus: Tarek kommt aus der Türkei.

nach: Nach dem Essen lerne ich Deutsch.


von: Das Haus ist in der Nähe vom Bahnhof. (vom = von + dem)

bei: Selma wohnt bei ihnen.

zu: Nico geht zum Deutschkurs. (zum = zu + dem)

mit: Nico fährt mit dem Bus.

ab: Tarek hat ab dem ersten Februar eine Woche Urlaub.

Wechselpräpositionen verlangen den Dativ, wenn sie verwendet werden,


um die Frage Wo ...? zu beantworten:

in: Nico, Inge und Tarek sind im Restaurant. (im = in + dem)

an: Nico und Inge sitzen am Tisch. (am = an + dem)

unter: Nicos Füße sind unter dem Tisch.

über: Die Lampe hängt nicht über dem Tisch von Nico und Inge.

auf: Das Essen steht auf dem Tisch.

vor: Die Blumenvase steht vor dem Teller von Inge.

hinter: Das Kuchenregal steht hinter dem Stuhl von Inge.

neben: Nicos Messer liegt neben dem Teller.


zwischen: Der Orangensaft steht zwischen dem Teller und der
Blumenvase.

Personalpronomen: Dativ
Personalpronomen im Dativ

Personalpronomen können nicht nur im Nominativ, sondern auch in den


anderen Fällen vorkommen. Beispielsweise steht ein Personalpronomen
nach bestimmten Präpositionen oder Verben im Akkusativ. Andere
Präpositionen oder Verben verlangen den Dativ.

Nominativ: Vermisst du spanisches Essen?

Akkusativ: Wir haben für dich Paella gekocht.

Dativ: Schmeckt dir die Paella?

Nominativ Akkusativ Dativ


ich mich mir
du dich dir
er ihn ihm
sie sie ihr
es es ihm
wir uns uns
ihr euch euch
sie sie ihnen
Sie Sie Ihnen

Relativsätze: Dativ
Relativsätze: Relativpronomen als Dativobjekt

Ein Relativpronomen kann im Dativ stehen, wenn es das Dativobjekt des


Relativsatzes ist.
Nico trifft Pepe. Die Krimiserie gefällt ihm (= Pepe) gut.
Nico trifft Pepe, dem die Krimiserie gut gefällt.

Nico trifft Selma. Er hat ihr (= Selma) ein Fahrrad geschenkt.


Nico trifft Selma, der er ein Fahrrad geschenkt hat.

Im Dativ Singular haben die Relativpronomen der, die und das die
gleiche Form wie die bestimmten Artikel: dem und der. Im Plural bildet
man das Relativpronomen aus dem bestimmten Artikel den + en. Es
lautet: denen.

Nico trifft Max und Tarek. Er hilft ihnen (= Max und Tarek) im
Restaurant.
Nico trifft Max und Tarek, denen er im Restaurant hilft.

Die Relativpronomen im Dativ:

Genus/Numerus Kasus: Dativ


maskulin dem
feminin der
neutral dem
Plural denen

Relativsätze + Präposition (1)


Relativsätze: Relativpronomen nach Dativpräpositionen

Wenn das Relativpronomen mit einer Präposition mit dem Verb


verbunden werden muss, steht diese Präposition im Relativsatz
unmittelbar vor dem Relativpronomen. Der Kasus des Relativpronomens
richtet sich dann nach der Präposition. Steht das Relativpronomen also
nach einer Präposition, die den Dativ verlangt, wird es ebenfalls in den
Dativ gesetzt.
Pepe ist Nicos Bruder. Er hatte mit ihm (= dem Bruder) schon oft
Streit.
Pepe ist Nicos Bruder, mit dem er schon oft Streit hatte.

Pepe hat Bekannte. Nico kann bei ihnen (= den Bekannten) ein
Praktikum machen.
Pepe hat Bekannte, bei denen Nico ein Praktikum machen kann.

Erinnerst du dich noch? Nach den


Präpositionen aus, von, bei, zu, mit, ab, nach und seit steht immer der
Dativ.

Verben mit zwei Objekten


Verben mit Dativ- und Akkusativobjekt

Das Zentrum in jedem deutschen Satz ist das konjugierte Verb. Viele
Verben brauchen neben dem Subjekt als weitere Ergänzung ein Objekt.
Dieses Objekt ist meist ein Akkusativobjekt.

Einige Verben können zusätzlich zum Akkusativobjekt ein zweites


Objekt haben. Das zweite Objekt ist oft ein Dativobjekt. Zu dieser
Gruppe gehören Verben des Gebens, Nehmens und Sagens,
z.B. geben, schenken, schicken, bringen, zeigen und leihen.
Ich schenke dir ein Wörterbuch.

Das Subjekt im Nominativ (ich) gibt an, welche Person die Handlung
ausführt . (Wer?)

Das Dativobjekt (dir) bestimmt die Person, die etwas erhält. (Wem?)

Das Akkusativobjekt (ein Wörterbuch) beschreibt die Sache, um die es


geht. (Was?)

In Sätzen mit zwei Objekten steht das Dativobjekt vor dem


Akkusativobjekt, wenn das Akkusativobjekt kein Pronomen ist.

Ich gebe dir einen Stift.

Ich gebe meinem Vater Schokolade.


Ich gebe ihm Schokolade.
Ich gebe meiner Mutter eine DVD.
ich gebe ihr eine DVD.

Ich gebe meinen Eltern ein Bild.


Ich gebe ihnen ein Bild.

Das Dativobjekt kann ein Pronomen oder ein Nomen sein. Wiederhole
noch einmal die Personalpronomen im Dativ, wenn nötig.

Nominativ Dativ
ich mir
du dir
er ihm
sie ihr
es ihm
wir uns
ihr euch
sie ihnen
Sie Ihnen

Dativ
Entschuldigung, wo kann ich einen Kaffee trinken? – In der Cafeteria.

Und wo ist die Cafeteria? – Die Cafeteria ist in der dritten Etage.
Der Dativ

Du kennst schon zwei Fälle, in denen das Nomen stehen kann: den
Nominativ und den Akkusativ. Ein dritter Fall ist der Dativ. Hier
verändern sich die Artikel stark.

Dativ
maskulin
(der Flur) dem Flur
einem Flur
feminin
(die Cafeteria) der Cafeteria
einer Cafeteria
neutral
(das Büro) dem Büro
einem Büro
Plural
(die Konferenzräume) den Konferenzräumen*
Konferenzräumen*

* Im Dativ verändert sich nicht nur der Artikel. Die meisten Nomen
erhalten im Plural zusätzlich die Endung -n. Ausnahme: Nomen, die im
Plural ohnehin auf -n oder auf -s enden, erhalten kein zusätzliches -n.

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