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SIS® – stationär – Karl Meier 04.05.

1950 Umar/ & Anas /


Strukturierte Informationssammlung Name der pflegebedürftigen Person Geburtsdatum Gespräch am/Handzeichen Pflegefachkraft pflegebedürftige Person/Angehöriger/Betreuer

Was bewegt Sie im Augenblick? Was brauchen Sie? Was können wir für Sie tun? X

"Die Colitis in den Griff zu bekommen wird zunehmend anstrengender, je älter ich werde." Herr Meier wirkt im Gespräch teilweise verwirrt und
desorientiert. Er äußert zwar Bedürfnisse, vergisst diese aber häufig zeitna"Die Colitis in den Griff zu bekommen wird zunehmend
anstrengender, je älter ich werde." Herr Meier wirkt im Gespräch teilweise verwirrt und desorientiert. Er äußert zwar Bedürfnisse, vergisst diese
aber häufig zeitnah wieder mitzuteilen.h wieder mitzuteilen.

Themenfeld 1 – kognitive und kommunikative Fähigkeiten X

Es liegen zunehmende kognitive Einschränkungen vor. Herr Meier zeigt zeitliche Desorientierung (Wochentage, letzte Mahlzeit) und situative
Vergesslichkeit. Bekannte Personen werden meist erkannt, die Zuordnung erfordert jedoch Zeit. In komplexen Gesprächen verliert er den roten
Faden und kann gesundheitliche Risiken (z.B. Mangelernährung) nicht eigenständig einschätzen.

Themenfeld 2 – Mobilität und Beweglichkeit X

Grundsätzlich mobil, jedoch mit deutlicher Gangunsicherheit in der häuslichen Umgebung. Aufgrund der Colitis-Schübe kommt es zu hastigen,
unkoordinierten Bewegungen Richtung Toilette, was die Sturzgefahr massiv erhöht. Herr Meier wirkt insgesamt physisch geschwächt und
erschöpft.

Themenfeld 3 – krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen X

Leidet unter chronisch-aktiver Colitis ulcerosa mit häufigen Durchfällen und abdominalen Schmerzen. Die Medikamenten-Compliance ist
aufgrund der kognitiven Defizite eingeschränkt (Vergessen der Einnahme). Arzttermine werden teilweise versäumt. Es besteht eine bewusste,
aber maladaptive Reduktion der Flüssigkeitsaufnahme aus Angst vor unkontrolliertem Stuhlgang.

Themenfeld 4 – Selbstversorgung X

Deutliche Defizite in der Körperpflege und beim Ankleiden (einzelne Schritte werden vergessen oder unvollständig ausgeführt). Massive
Einschränkung der Ernährungssituation: Bereitet keine ausgewogenen Mahlzeiten mehr zu, greift zu einseitiger Kost oder lässt Mahlzeiten ganz
aus. Unzureichende Trinkmenge. Gelegentlich unkontrollierter Stuhlgang (Inkontinenzereignisse).

Themenfeld 5 – Leben in sozialen Beziehungen X

Zunehmender sozialer Rückzug. Frühere Teilnahme am Seniorenkreis wurde eingestellt. Kontakte zu Freunden sind seltener geworden. Die
Tochter besucht ihn unregelmäßig und unterstützt punktuell. Herr Meier wirkt niedergeschlagen, antriebsgemindert und verbringt viel Zeit
inaktiv.

Themenfeld 6 – Wohnen/Häuslichkeit X

Herr Meier lebt seit dem Tod seiner Ehefrau allein in der Wohnung. Die Strukturierung des Tagesablaufs gelingt nicht mehr eigenständig, was zu
Unsicherheiten im Alltag führt.
Konzept: Beikirch/Roes · Nutzungsrechte: BMG · Version 2.0/2017

Erste fachliche Einschätzung der für die Pflege und Betreuung relevanten Risiken und Phänomene Sonstiges
Dekubitus Sturz Inkontinenz Schmerz Ernährung
weitere Ein- weitere Ein- weitere Ein- weitere Ein- weitere Ein- weitere Ein-
schätzung schätzung schätzung schätzung schätzung schätzung
notwendig notwendig notwendig notwendig notwendig notwendig
ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein ja nein
1. kognitive und kommunikative Fähigkeiten X X X X
2. Mobilität und Beweglichkeit X X
3. krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen X X X X
4. Selbstversorgung X X X
5. Leben in sozialen Beziehungen X X

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