ERKLAERUNG UND ÜBERSETZUNG DER
STIFTUNGSURKUNDEN IM AUSZUG
Die Stiftungsurkunden stammen von Taceddin Ibrahim bin
Mehmed bin Alâeddin bin Halil bin Mahmud bin Karaman aus der
Dynastie der Karamaniden, die von 827 h / 1424 p. Chr. bis 868
h / 1413 p. Chr. regierte. Die erste derselben ist im ~avval 835 (Juli
1432) registriert worden.
Vorwort und Beglaubigung, dass die Stfltungsurkunde
den gesetzlichen Anforderungen entspricht:
Dass die Stiftungsurkunde ins Register eingetragen ist und den
gesetzlichen Anforderungen für eine Stiftung entspricht, wird von
Serrac bin Sadeddin beglaubigt. Sodann beglaubigt der Kadi von
Larende, Ali bin Mehmed bin Süleyman, dass der Inhalt der Stif-
tungsurkunde als rechtsgültig von ihm acceptiert worden ist.
In der Urkunde folgt sodann eine Einleitung, in der die All-
macht und Erhabenheit Gottes und die Sendung des Propheten
dargelegt und ausgeführt wird, dass die Menschen je nach ihren
guten oder bösen Taten im Jenseits ihren Lohn empfangen werden,
und dass die Wege hierzu ihnen durch Propheten und heilige Bü-
cher gewiesen worden sind. Darauf wird gesagt, dass der Stifter,
Karaman O~lu Ibrahim Bey, von Jugend auf um fromme Werke,
Wissenschaft und Erkenntnis bemüht gewesen sei, und dass er, an-
geregt durch einen Ausspruch des Propheten, [1] in der Stadt La-
rende ein Imaret [2] zu gründen unternom~nen habe.
[11 Nur drel Dinge, die der Mensch tut, wirken über seinen Tod hinaus fort :
Ein fortlaufendes Almosen (in der Form von von ihm erbauten Moscheen, Brük-
ken, Schulen, Krankenhusern, Br~~ nnen u. dgl.) Wissenschaft, die allgemeinen
Nutzen gewaehrt und ein frommer Sohn, der für ihn betet.
[2] Imaret bedeutet nicht einfach ein Gebaeude zum Essenkochen, es ist viel-
mehr ein Komplex von Gebaeuden, der ausser einer Küche und einem Sp&seraum,
je nach der Grösse des Stiftungskapitals, auch eine Medrese, Moschee, ein Kran-
kenhaus und andere gemeinnützige Anstalten enthaelt.
Belleten 1 — 10
146 t. Hakk~~ Uzunçar~~l~ oklu
Gelaende und Grundstücke, die mit dem Imaretgebaeude
In die Stiftung aufgenommen sInd:
Ibrahim Bey errichtet auf der einen Seite des als Imaret be-
zeichneten, und im Osten der Stadt an der Örtlichkeit Yogon Diyar
errichteten Gebaeudekomplexes eine Mosehee. auf der anderen Seite
eine für jede Art von Reisenden und Gaesten, ohne Ansehen des
Ranges, des Besitzes und der Herkunft, bestimmte öffentliche Küche,
und ausserdem eine für Koranlesung und Koranleserausbildung be-
stimmte Koranleseanstalt. Die Grenzen des Imaret werden gebildet
auf der einen Seite von den Grundstücken der Erben des Mukbil
ili Muhammadi, [1] auf der anderen Seite von dem Fluss Karaman
çay, auf der dritten Seite von einem Tal namens Sakiye, und dem
Vakfgut des Derwisehklosters der Rahiye Hatun, auf der vierten
Seite von dem Grundstück des Emir Mustafa, Sohn des Mahmud
Bey aus Alaiya und den Vakfgütern des Celaleddin Mustaufi. [2]
Das Imaret wurde ausserhalb von Larende an einem Yogon
Diyar genannten Orte errichtet.
Ibrahim hat für diese Stiftung die nachstehend bezeichneten
Gebüude und Laendereien als Stiftungsgut gestiftet.
Sieben Teile und zehn Unterteile eines weiteren Teils von
siebzehn Teilen eines Doppelbades für Maenner und Frauen, welches
in dem Stadtviertel von Larende, welehes Sileköy [3] genannt wird,
gel egen ist.
Das Bad ist begrenzt auf zwei Seiten durch die Strgsse, ferner
durch den Durchgangs- Chan und durch das Grundstück des Ahi
Malik Ali Ahi Ali des Filzers.
Die Hülfte des dem Paseha [4] zugeschriebenen alten Bades
in der A~~rca - Strasse in Larende, welches an drei Seiten durch
die Strasse, und an der vierten Seite durch das Eigentum des
[I] Dies muss ein Sklave des Karaman O~lu Mehmed Bey sein. Die Kara-
manlis pflegten, in Nachahmung des Brauches der Mamluken, die Sklaven mit der
Nisbe ihrer Herren zu bezeichnen.
Celaleddin Mustaufi war zur Zeit Giyaseddin Keyhusrev III. Finanzmi-
nister und spaeter Sultanatsvertreter.
Sileköy ist in der Stiftungsurkunde als Stadtviertel gerechnet, weil es ein
Stadtviertel in Larende oder ein der Stadt sehr nahe liegendes Donf war.
Mit Pascha wird gemeint sein Musa Pascha von den Karamaniden. Musa
Pascha ist der Onkel des Grossvaters von Ibrahim Bey.
Erklaerung und übersetzung der stiftungsurkunden im auszug 147
Scheich Ismail, des Sohnes des Buchbinders und Vergolders, be-
grenzt wird.
Das unter dem Namen Çardakl~~Hamam bekannte Bad in
Larende in der N5he der Gazi Alp - brücke. [1]. Dieses Bad wird
begrenzt auf der einen Seite von der Strasse, auf der zweiten
Seite von der Medrese und dem Garten des Sohnes des Hadschi
Alâeddin, an der dritten Seite von der Medrese des Hadschi Alâ-
eddin und an der vierten durch das Stadtviertel Kerimeddin.
Das unter dem Namen Akreb bekannte, in Larende liegende
Land, welches begrenzt wird an der einen Seite durch das Grund-
stück der Erben des Hodscha Çekçi, an der zweiten Seite durcl~~
den Weg nach Idemut [2], an der dritten Seite durch den Vakf
des Taceddin, und an der vierten Seite durch ein Privatgrundstück
und durch das Grundstück und den Vakf des Ahi Mahmucl bin
Ahi Ali.
Landgüter und Grundstücke, die eine Anzahl Dörf er und
Felder umfassen, und deren grösstes das Landgut Kal ~n Ahur ist. [3]
Ferner die Dörfer K~z~lca Köy [4], Kayac~ k [5] und Orta \Tiran [6].
Die Felder sind: Das unter dem Namen Kafir Viran bekannte[7]
Feld, die Dörfer Bilecik [8], Çaplak [9], ein Feld aus dem Dor fe
Gazi Alim: Das io der Naehe der Stadt Karaman liegende Gazalpa.
Nach der Urkunde ist Idemut der Name bir einen Ort oder eine Gegend.
In den Stiftungsdelters (mevqufat defterleri) des Archivs in den kurzen und
ausführlichen Aufzeichnungen des Defterhane No, 598 und 871 ist Idemut im 16.
Jahrhuudert ein :;tadviertel in Larende.
Nach dem kürzeren Defter von Karaman No. 548 ist Kal~n Ahur der
Name eines Feldes bzw. eines Dorfes, das zu der Nahiye Belviran gehört.
In dem kürzeren Defter von Karaman tritt ein Dorf namens Kasköy
at~l, das zu K~z~lca Köy gehören soll. In dem ausführlichen Defter von Kon-
ya kommt der Name K~z~ lca Viran ais Stiftungsdorf des Imaret von Ibrahim
Bey in der Nahiye Belviran vor.
In der Zentralnahiye Bozk~ r und in der Nahiye Hotam~ s von Sultaniye
gibt es je ein Donf namens Kayac~ k. In dem kürzeren Buch dess Eyalets Ka-
raman ist von Kayac~ k als zu Larende gehörig die Rede. Es muss das heutige
Donf Bozk~r Kayac~k sein
Ortaviran, das in der Nahiye Belviran von Larende liegen soll, habe idi
in dem ausführlichen Defter nicht feststellen können.
Die Felder bei Ayranc~~im Kaza Karaman sollen die Namen Kafir
Viran - Felder führen.
Bilecik ist ein Docf, das zu der Nahiye Sille von Konya gehört.
Çaplak ist der Name eines Dorfes auf dem Ala Da~~im Kaza Karaman
und im Stadtbezirk von Seydi.
148 I. Hakk~~ Uzunçar~~l~ oglu
Ece und Küçük Bilecik. Dies Gebiet erstreckt sich an den vier
Seiten von dem Dorfe Kinük [1] bis nach Köpürce, [la] von dort bis
zu dem Felde Yar~ mca [2] und weiter bis zu dem Dorfe Kilü [3]
oder Külü, von dort bis nach Dinlendik [4], weiter nach Kinik [5]
und weiter nach Smil [6], von dort nach dem grossen Flusstal und
der Brücke Ta~an [7], von dort zu dem Dorf e Yuwac~k [8], von dort
zu dem Dorfe Fas~ lc~ k [9], von dort nach dem Dorfe Balc~k Hisar~~
[10] und von dort bis zu dem Dorfe Imreköy [11].
6. Der halbe nicht ausgeteilte Anteil des Dorf es Akrabad [12].
gehörend zu der Stadt Larende. Dieser Anteil umfasst die Örtlich-
keiten Kilise Dudgümü [13] und Erenun K~~la~~(?). Er ist an den vier
Seiten begrenzt durch die Dörfer Ilis~ra[14], Pusala[15] und Eletere [15a]
Den Namen dieses Dorfes habe ich nicht feststellen können. Wir wissen
nur, dass Kuçikuyu, mit einem anderen Namen Ibrahim Iyü~ü, im Bezirk La-
rende ein Stiftungsdorf des Imarets des Ibrahim Bey war. (Ausführliches Defter
von Karaman No. 939)
[la] Köpürce wird in den Aufzeichungen des Defterhane als Dorf der
Nahiye Y~ lviran aufgeführt (Ausführliches Defter von Karaman No 871 vom
Jahre 924 h.)
Dorf im Kaza Larende.
Diesen Ort habe leh nicht feststellen können, vielleicht ist es Kille in
Karaman.
Nach alten Eintragungen in dem ausführlichen Defter von Karaman ein
Dorf im Zentralkaza von Konya.
Dorf in der Nahiye Kireli im Kaza Bey~ehri.
Vielleicht Ismilkoy im Kaza Çumra.
Ta~an ist eine Ortlichkeit in dem Dorfe Gökuyuk oder Gökçe Uyuk.
Yuwac~ k...
Fas~lc~ k ist nach dem Defter des Eyalet Karaman von 920 h ein Dorf
in der Nahiye Y~lviran.
Balç~k Hisar~~ wird in dem ausführlichen Grundbuch von Karaman
als ein zur Nahiye Y~ lviran gehöriges Dorf aufgeführt.
Imre: In dem kürzeren und ausführlichen Defter von Karaman wird
eki Dorf dieses Namens als in der Nahiye Y~lviran im Kaza Bozk~ r gelegen
aufgeführt. Heute ist kein Dorf dieses Namens bekannt.
Akrabad: Dorf im Kaza Karaman.
Dies, in der Urkunde als Dudgümü aufgeführte Dorf wird in dem am
Anfang des 16. Jahrhunderts geschriebenen kürzeren Defter von Karaman in der
Form Düdügümü-Feld aufgeführt. In einem anderen Defter steht Düdügümü.
Ilis~ ra: Dorf in der Zentralnahiye des Kaza Karaman.
Pusala: Dorf in der Zentralnabiye des Kaza Karaman.
[15a] Eletere oder Letere wird in dem ausführlichen Defter von Karaman
No 871 als Dorf der Krone (Padi~ah haslar~ndan), gehörend zu Larende auf-
geführt.
Erklaerung und übersetzung der stiftungsurkunden im auszug 149
und ferner durch die Dörfer Ya~murlar [1], Karaealar [2] und das
Feld S~mkah~r [3].
Der halbe nicht ausgeteilte Anteil des unter dem Namen
Chan des Pinkal O~lu Hadschi Veli Bekannten Chans. Dieser ist
auf zwei Seiten durch die Strasse, an der dritten Seite durch die
Bezzaziye, an der vierten Seite durch das Wohnviertel (mahalle)
begrenzt.
Der Bezzasistan (Bedestan) der Stadt Larende vollstaendig,
begrenzt auf der einen Seite von dem Chan des Hadschi Veli, auf
zwei Seite,n von der Strasse und auf der vierten Seite vom Wohn-
v i ertel.
Der Weinberg des Hodscha Lülü an der Örtlichkeit Ça-
kulluce Ahur in Larende, begrenzt durch die Strasse, den Vakf
und das unter dem Namen Zanbakya~~~bekannte Grundstück des
Sungur A~a Ibrahimi [4].
Das gesamte Dorf Efra [5] in Larende, begrenzt durch die
Diirfer Ikikilise [6], Çavu~~köy [7], Gerdelson (?), Damda und
Kedermekmi (?) [8].
Der gesamte für Ackerbau geeignete Grund und Boden in
E~ neksuvan [0], zu Larende gehörig und begrenzt durch das Grund-
stiick des Ahmed, den Fluss, den Kanal und den Vakf.
Wird in dem ausführlichen Defter von Karaman No 871 als Dorf von
Larende aufgeführt. Die heutige Lage vvar nicht festzustellen.
Wird in dem ausführlichen Defter von Karaman als Dorf von Larende,
zugehörig der früheren Nahiye Ka~, aufgeführt.
Sinikahlr: Dass dieser Ort spaeter ein Dorf war, ergibt sich aus dem
Ausdruck des ausführlichen Defter von Karaman: Karyei Sinakahur an kazai
Larende Kürzeres Defter von Karaman No. 548 und ausführliches Grundbuch
No 871)
Dieser Sungur A~a ist wahrscheinlich der als Sklave und Regierungs-
beamter des Karaman O~lu Ibrahim Bey bekannte Sungur A~a. Er hat in Kon-
ya ein Darelhuffaz und eine Moschee, und in Ni~de eine Freitagsmoschee
erbauen lassen.
Den Ort Efra oder Afra habe leh nicht feststellen können.
Wird in dem ausführlichen Grundbuch von Karaman unter den Dörfern
des Zentralkaza von Larende genannt.
Dori in der Nahiye Kireli im Kaza Bey~ ehri.
Von den Dörfern Gerdelson, Ramde und Kedirmekmi habe leh weder
die Namen entziffern noch die Lage feststellen können.
Emeksuvan ist ein Stadtviertel in der Stadt Larende selbst. (Kurze ,4
Defter von Karaman No 548 )
150 ~. Hakk~~ Uzunçar~~l~otlu
Der gesamte für Ackerbau geeignete Grund und Boden an
der örtlichkeit Koy, gehörig zu Larende, und begrenzt dureh das
Grundstück der Hadice Hatun bint Emirahur Yusuf, den unter
dem Namen Çulu (?) bekannten Ort, das Grundstück der Erben des
Mukbil ül-Muhammedi und den Fluss.
Der gesamte Weinberg auf dem Kadi - Friedhof in Larende,
zugeschrieben dem Hadschi Yusuf und begrenzt auf zwei Seiten
von unbebautem Gelaende.
Der ganze Weingarten des Sohnes des Hadschi Affieddin in
der Naehe von Larende und die Mühle Bekirece, die dem unten
zu erwaehnenden gleichen Vakf angehört. Dieser Garten wird an
zwei Seiten vom Wege, auf einer Seite vom Bey Ba~~~und auf einer
Seite von den Grundstücken des Mukbil ül-Muhammedi und Hadschi
Bey begrenzt.
Der gesamte unausgeteilte halbe Anteil der Bekirece - Mühle
in Larende nahe der neuen Brücke, begrenzt auf zwei Seiten von
dem grossen Fluss, an der vierten Seite vom Weg.
Der gesamte unausgeteilte halbe Anteil der unter dem Na-
men Mühle des Hadsehi bekannten Mühle in Larende, begrenzt auf
der einen Seite durch den Weg, auf der zweiten Seite von dem
Flusstal Sucuk, ferner von dem grossen Fluss, der naeh Gazi fliesst
und durch das Grunstück des Sohnes des Matar (?)
Saemtliche Dörfer in Larende, gegenüber dem Imaret, von
denen drei Seiten an das Imaret anstossen und eine durch das
Grundstück des Mukbil ül-Muhammedi begrenzt ist.
Das unter dem Namen Viranli Salur [1] bekannte Dorf, wel-
ches in der Ebene von Konya liegt und begrenzt ist dureh die
Dörfer Sarraclar [2] und Af~ar [2a], und durch das Ackerland des
Grundbesitzes (?) und dureh das Dorf Mesçidli Sab~r [3].
Wird in dem kurzen und ausführlichen Defter von Karaman (548) und
(571) als zu Konya gehörend aufgeführt. Ein Dorf dieses Namens ist heute nicht
bekannt.
Ein solches Dorf liegt in der Zentralnahiye von Konya.
[2a] In der Konyaebene gibt es kein Dorf dieses Namens.
Dagegen gibt es Dörfer dieses Namens in der Zentralnahiye von Had~m
und Bey~ehri sowie in der Nahiye Dinek von Çumra. Dies Letztere wird ge-
meint sein,
13] Für diesen Ort gilt das Gleiche wie Tür Viranl~~Sab~r; vgl. Anm. No 1.
Erklzerung und übersetzung der stiftungsurkunden im auszug 151
Das Dorf Balganda [1], gehörend zu den Dörfern von Bey-
~ehri, begrenzt durch Erta~~(?), Kanl~ ea Öz (Y), Obruk [2] und die
gemeinsame Grenze zwischen diesem Ort und Kö~k [3].
Das von Beypinar, Dostbeyi (?), Çad~ ra~aç [4] und Obruk
begrenzte Dorf ITa~ranlar [4a].
Das gesamte Dorf I~~kp~ nar [5], begrenzt durch den Weg-
nach Bey~ehri, den alten Fluss, Kurup~nar [6].
Das Dorf ~emseddin [7], an dem Orte der als Kenelu bekannt
ist, begrenzt durch Köksu im Kaza Mut, den Genelu Fluss, den
Berg und das Dorf Geren [8].
Nachdem in dieser Weise die gestifteten Grundstücke und Lan-
dereien ein~eln aufgeführt sind, wird ihre Stiftung in folgender
Weise beurkundet :
Diese aufgeführten Gegenstande und im einzelnen aufgezaehlten
Baeder, Grundstücke, Landgüter und Felder mit ailem Zubehör und
Anhang, Gefaellen, Bewohnern[10], Ebenen, Bergen. Weiden, Baeumen
[I] Dorf in der Nahiye Kireli irn Kaza Beysehri.
[21 In dem Kaza Heysehri gibt es kein solches Don. Es jet das Dorf.
Ol~ ruk in der Nahiye Zuvar~ k im Zentralkaza von Konya.
131 Dorf in der Nshi ye K reli im Kaza Beysehri.
[41 Die Döner Beyp~ nar. Dostbey (?) und Çad~ ragaç sind weder in den alten
I rkunden noch in modernen Werken zu finden.
[4a1 Es handelt sich um das Dorf, das mit dem Namen Umranl~~ als zu
Bey~ ehri gehöreed in dem ausführlichen Defter von Karaman aufgeführt jet.
[5] In dem kurzen Grundbuch von Karaman als zur Nahiye Muranl~~gehö-
riges Dorf aufgelührt.
161 Ist etwa Kuruçay in der Zentralnahlye von Bozk~r gemeint?
171 Dorf in der Zentralnahiye von Bozk~ r.
[81 Ein anderer Name dee Dorfes ~emseddin Jet Evren. Es gehört zu den
Dönemn von Mut
(91 Hat dieses Dorf etwas zu tun mit dem Dorfe Görkçü in der Nahiye
Sar~~Kavak im Kaza Mut?
1101 Entsprechend der alten Einteilung der Laendereien nach Timar, Ziyamet,
Has, Stiftungsland und Privateigentum, gehörten dle Dorfbewohner stets zu der-
jenigen Kategorie, tür die ele landwirtschaftliche Arbeit leisteten, und konnten
nicht von einer Kategorie zur anderen übergehen. Das heisst ein Bauer, der in
Stiftungsdörfern arbeitete, konnte nicht in den Dienst eines Sipahi mit Timarle-
hen eintreten. Dementsprechend wurden bei Errichtung einer Stiftung die Bauern
dee bisherigen Privatgrundbesitzes nunmehr in den Stiftungsdienst übergeführt.
Ober die soziale Gliederung dee Volkes bel den Osmanen gedenken wir eine
besondere Studie zu veröffentlichen, in der diese Verhaeltnisse klargelegt
werden sollen.
152 1. Hakk~~Uzunçara~l~oklu
Flüssen, Steinen, Abhaengen, Wegen und saemtlichen Geraeten, Tûren,
Schliisseln, Wassern, Bewaesserungskanaelen, saemtlichen Geraeten,
und saemtlichen inneren und aeusseren Rechten sind zum Stiftungsgut
gemacht worden. Sie können nicht verkauf t, verschenkt, verpfaendet
und vererbt werden.
Dle Verwaltung der Stiltung.
Die Verwaltung der Stiftung liegt in der Hand des Stifters Ka-
raman O~lu Ibrahim Bey, solange dieser lebt. Nach seinem Tode
wird sie bis zum Aussterben seiner Nachkommen jeweils dem recht-
schaffensten unter seinen Söhnen, und darnach je den rechtschaf-
fensten unter dessen Kindern und Kindeskindern übertragen. Stirbt
seine Nachkommensschaft aus, so wird vom Herrscher und Kadi
der Zeit für die Stiftung ein zuverlaessiger und frommer Verwalter
bestel It.
Die Verwendung der Stiftungseinktinfte.
Die Einkünfte der Stiftung werden in erster Linie für die bauli-
che Ausbesserung und Ergaenzung etwaiger Maengel des Imarets, in
zweiter Linie für die Instandhaltung, bauliche Pflege und Sicherung
der dauernden Nutzbarkeit der Baeder, Mühlen und übrigen Immo-
bilien verwendet. Der hiernach übrig bleibende Rest dient zur Be-
zahlung der angestellten Vorbeter, Gebetsrufer, Koranleser und der
Angestellten des Imarets. Die darüber hinausgehenden Einkünfte
werden für die Speisung der Bewohner, der Armen und der Durch-
reisenden verwendet.
Die Anzahl der zu bereitenden Essportionen.
Die Anzahl der Essportionen bei jedem Essenkochen für Vor-
nehm und Gering soll je nach der Zahl der Esser mindestens hun-
dert, höchstens zweihundert sein (D. h. also, dass taeglich mindestens
hundert und höchstens zweihundert Personen gespeist werden.) Das
Essen wird taeglich zweimal gereicht, nach Bedarf auch öfter.
Die Verwendung des übrigen Geldes.
Wenn nach Bestreitung der Unkosten für die Speisungen noch
Einkünfte bleiben. so wird dieses Geld beim Verwalter zwecks An-
kauf neuer Einnahmequellen aufbewahrt. Wenn sich Gelegenheit
Erklaerung und iibersetzung der stiftungsurkunden im auszug 153
bietet, ein Privateigentum, das Ertraege abwirft, zu kaufen, so soll
dies geschehen.
Dle Angestellten der Stiltung und ibre Gehaelter.
Der Stifter hat noch folgende Bestimmungen getroff en:
Die Anzahl der Koranleser im Darülhuffaz soll zwölf betragen.
Für jeden von ihnen ist ein jaehrliches Gehalt von 225 Dirhem Sil-
bergeld festgesetzt. Einer der zwölfe soll Vorbeter im ~maret sein und
mit dem Volke die fünf Gebete abhalten. Dev Vorbeter muss dieses
Amtes würdig sein, über aile Fragen, die mit dem Gebet zusammen-
lAngen, die gehörigen Kenntnisse besitzen und dem hanefitischen
Ritus angehören. Ein anderer der zwölfe hat in der Moschee als
Gebetsrufer für die fünf Gebetszeiten zu amtieren, muss über die zu
diesem Amte notwendigen Kenntnisse verfügen und ebenfalls dem
hanefitischen Ritus angehören.
Wenn der Vorbeter wegen eines Hindernisses scheriatrechtlicher
oder gewohnheitsrechtlicher Art den Vorbeterdienst auszuüben nicht
in der Lage ist, so wird eine für dieses Amt geeignete Persönlichkeit
als Vertreter bestellt. Das Gleiche gilt für die Koranleser des Dar-
ülhuffaz und den Gebetsruf er.
Der Vorbeter erhaelt jaehrlich über die 225 Dirhem Silbergeld
hinaus soviel, dass der G esamtbetrag seines Gehaltes 450 Dirhem
ausmacht 1). Der Gebetsrufer erhaelt ausser den 225 Aktsche, die er
ebenso wie der Vorbeter für die Koranrezitierung erhaelt, für die
Ausübung des Gebetsruferamts jaehrlich 150 Aktsche, also insgesamt
375 Aktsche.
Die übrigen zehn Koranleser haben in gemeinsamer Sitzung im
Darülhuffaz des Imarets taeglich je drei Lesekapitel (cüz) des Koran
zu rezitieren, so dass durch Rezitation von dreissig Kapiteln taeglich
eine Gesamtlesung des ganzen Korans zustandekommt. Den jensei-
tigen Lohn für diese Lesung haben sie dem Stifter zu schenken.
Der Verwalter des Vakf erhaelt für seine Leistungen von ailen
Einkünften der Stiftung ein Zehntel.
Von den oben genannten zwölf Koranlesern wird einer zum Vorste-
her (Scheich, Kethuda) über diese frommen Werke bestimmt. Die-
[t] Der Vorbeter hat zwei Verpflichtungen. Er hat taeglich im Darülhuffaz
drei Korankapitel (cüz) zu rezitieren und erhaelt datür jaehrlich 225 Aktsche. Aus-
serdem bekommt er für das Vorbeteramt jaehrlich 225 Aktsche. Der Gebetsrufer
erhaelt für seine beiden Dienstleistungen jaehrlich 375 Aktsche.
154 1. Hakk~~Uzançar~~l~oklu
ser Vorsteher erhaelt jaehrlich 710 Dirhem reine Silberaktsche und
dreissig medinensische Scheff el Sommergerste.
Weiter wird einer der zwölf Koranleser zum Koraninterpreten er-
nannt und hat Koraninterpretation und Hadis zu lehren. Er hat je nach
der Rezitation von drei Lesekapiteln Lektion zu erteilem und bekommt
dafür jaehrlich 375 Aktsche reines Silber.
Der Koch, der Essen im Imaret zu kochen hat, erhaelt jaehrlich
zehn Scheffel Weizen und 300 Dirhem Silber, die mit der Saeuberung
und Ausfegung betrauten Hausdiener erhalten jaehrlich 20 Schef-
fel Weizen und 450 Dirhem Silber, die beiden Türhüter und der
Vorsteher der Vorratsraeume jaehrlich zwanzig Scheff el Weizen und
600 Dirhem reines Silber.
Der Kerzen - und Lampenanzünder erhaelt jaehrlich 325 Dirhem
Silber.
Das Inventar des Imaret.
Zu dem Imaret gehörten als Inventar dreissig gewebte Teppiche,
(davon sechs grosse), Decken, Knüpfteppiche und Gebetststeppiche.
Ferner gehörten zum Inventar vier grosse Kupferkessel, vier Kupfer-
töpf e, zwei Schüsseln, die als Seyrani bezeichnet werden. 50 Kup-
fertöpfe. 50 Kupferschüsseln, 4 Schmelzpfannen, 4 Schöpflöffel, 4
Kissen.
Bestimmungen über einlge ObIlegenhelten des Verwalters
und der Angestellten.
Der Verwalter hat staendig die Angestellten zu kontrollieren und
zu überwachen, ob sie ihren Verpflichtungen nachkommen oder nicht
Der Verwalter hat darauf zu achten, ob Vorsteher, Vorbeter,
Gebetsruf er und Koranleser ihre Pflichten erfüllen oder nicht. Sollte
er bei ihnen Pflichtversaeumnis feststellen, so hat er sie beim ersten
Male zurechtzuweisen; wenn die Zurechtweisung nichts fruchtet, so
hat er ihnen mit Gehaltsentziehung für die versaeumten Tage zu dro-
hen. Sollte auch das nichts helf en, so hat er diese Drohung zu ver-
wirklichen und ihnen das Tagesgehalt abzuziehen. Sollte auch das
nichts helf en, so hat er eine andere Person an Stelle der saeumigen
einzustellen.
Ebenso sind die Türhüter zu behandeln. Die Aufgabe der
Hausdiener besteht darin, die Tilren des Imaret, den Gebetsplatz,
die Zimmer und übrigen Raeume zu kehren, den Kehricht zu entfer-
Erklaerung und übersetzung der stiftungsurkunden im auszug 155
nen und saemtliche Teppiche und Matten des Imarets zur rechten
Zeit ordentlich auszubreiten. Die Türhüter haben taeglich die Türen
zu öffnen und zu schliessen und die Sachen des Imaret vor Diebstahl
zu bewahren. Die Taetigkeit dieser Hausdiener und Türhüter ist zu
kontrollieren, und bei Nachlaessigkeit ist gegen sie mit Strafen
vorzugehen.
Der Vorsteher hat diejenigen Angestellten, die ihre Obliegen-
heiten ordentlich erfüllen und zu keinen Strafen und Verweisen Anlass
geben, höflich, anstaendig und wohlwollend zu behandeln und in
keiner Weise zu kraenken.
Cher die Gelehrten und Scheiche, welche in dem Imaret
Aufenthalt nehmen.
Wenn in das Imaret Gelehrte und Seheiche als hohe Grâste kom-
men, hat der Verwalter ihnen liebenswürdig zu begegnen, ihnen die
gepflegtesten Raeume des Imarets anzuweisen, für schleunige Bewir-
tung zu sorgen, und ihnen Bretzeln aus Feinmehl reichen zu lassen.
Die Dauer des Gastaufenthalts betraegt drei Tage. Die Reittiere der
Gaeste sind reiehlich mit Hafer und Gerste zu versorgen.
Weltere vom Stifter getroffene Bestimmungen.
Die für den Dienst am Imaret bestimmten Verwalter und
Vorsteher, Vorbeter, Gebetsrufer und sonstigen Angestellten sind aus
charakterlich einwandfreien, tugendhaften und zuverlaessigen Leuten
zu waehlen. Charakterlose und diebische Personen. Die mit dem
Imaret Missbrauch treiben und damit die Schliessung der Einrich-
tungen verursachen, sind nicht anzustellen.
In den heiligen Naechten Berat (Sehicksalsnacht am 15. ~a-
ban) Regayb (Geburtsnaeht des Propheten am 1. Freitag des Receb)
und Kadir (Nacht der Herabsendung des Korans, 27. Ramazan) ist
dem Vorbeter, dem Gebetsrufer, den Koranlesern über ihre fest-
gesetzten Einkünfte hinaus naeh dem Nachtgebet je ein Florin zu
reichen,
Für die Koranleser, den Vorbeter, und Gebetsrufer, sowie
für die Armen und Einsamen sind in den Naechten Berat und Regayb
und den beiden Bayramnaechten 50 Batman Helva zu kochen und
darzureichen.
Betraege, die aus Überschüssen der Stiftungseinkünfte oder
durch Vermehrung dieser Einkünfte entstehen, sind dazu zu verwen-
156 t. Hakk~~ thunçar~~ l~otin
den, solchen Angestellten, die nicht ausreichend bezahlt sind,
Gehaltszuschüsse zu geben. Dieses Vorgehen wird zur Folge haben
dass der Angestellte in seinem Dienst korrekt bleibt und seinen
Dienst in dem beruhigenden Bewusstsein. sicher versorgt zu sein,
tut.
Der Verwalter soll Saatfelder oder Baulichkeiten auf keine
laengere Zeitspanne als drei Jahre vermieten, weil sonst die Mögl ich-
keit besteht, dass diese Immobilien zu Privateigentum werden und
aus dem Stiftungsgut ausscheiden.
Der Verwalter soll vornehm und menschlich sein. Er soll
denjenigen Beamten und Angestellten, die in Geldnot sind und anders-
woher kein Geld geliehen bekommen, das Gehalt vorausbezahlen.
Fleisch und Brot tür das Imaret.
Es sollen t5g1ich mindestens 150 Brote gereicht werden. 20
13rote sollen zusammen ein Batman nach Marktgewicht wiegen und
aus bestem Weizen bereitet sein. Die t5g1iche Fleischmenge hat vier
Batman nach Marktgewicht zu betragen.
Der Stifter Ibrahim Bey ermahnt seine Kinder und Verwandten
(d. h. die, die mit der Stiftung zu tun haben) das Imaret, falls es wie
aile übrigen Dinge im Lauf der Zeit verfallen sollte, das Geb5ude
mit den Einkünften der Stiftung aufs neue aufzuführen. Sollte es
wiederum verfallen und nicht wieder aufgeführt werden können, so
sollen die Einkünfte des vorhandenen Stiftungsgutes den Überleben-
den aus seiner Nachkommenschaft, und wenn keine Nachkommen
vorhanden sind, seinen Verwandten, und wenn solche nicht vorhan-
den sind, den Armen und Einsamen gegeben werden.
In diesem letzten Teil der Stiftungsurkunde wird auf solche
Herrscher, Kadis, Verwalter usw., die die Stiftungsbestimmungen nicht
einhalten und so zum Verfall der Stiftung beitragen, der Fluch des
Himmels herabgerufen. Ferner wird gesagt, dass die Stiftungsurkunde
Anfang ~ avval 835 registriert worden sei.
Zusaetze zu der Stiftung, die im gleichen Jahre gemacht
worden sind.
Karaman O~lu ~ brahim Bey hat, nachdem die Stiftungsurkunde
eingetragen var, am Ende des gleichen Jahres zu seiner Stiftung
Erklaerung und überaeftung der stift~~ngsurkunden ini auszug 157
noch folgende Zusatze gemacht und unter der ersten Stiftungsurkunde
hinzugefügt :
Das unter dem Namen Land des Haf iz Mes'ud bekannte, an
der Örtlichkeit K~z~ lca Yol in Larende gelegene Land, welches
begrenzt ist im Süden von dem Privatgrundstück des Kirpasç~~
Hadschi Fakih, im Norden von dem Privatgrundstück der Erben
des Hani, im Osten von dem Privatgrundstück des Balaban bin Ab-
dullah ül-Muhammedi 1) und der Söhne des Boynuyogon und im
Westen vom Fluss.
Das Land des Ali Sarraç, begrenzt im Süden von dem «Pa~aland»
im Norden von dem Privatgrundstück des Mehmed bin Mukbil A~a
2), im Osten vom Fluss, im Westen von dem Privatgrundstück der
Erben des Iskender.
Das Dorf Kutlu 3), begrenzt südlich von dem Dorf e Can-
son 4) und... (?) 5) östlich von Gaziköy 6), nördlich von der Wiese
des Dorfes Sidirova 7), und westlich von... (?) 8) und teilweise dem
nach dem Dorfe... gehenden Weg, sowie endlich einige Under, die
zu Cansonköy gehören. Das Dorf gehört zu Larende.
Ferner das Gelk~de, das unter dem Namen Gökçe Ulu bekannt
und begrenzt ist im Süden von dem Privatgrundstück des Sedun A~a
sowie teilweise dem unter dem Namen Kafiryeri bekannten Gelaende
östlich von der Murad Ba~~-Gasse, nördlich von dem Privatgrundstück
des Mehmed Bey bin Gökçe und westlich von dem Weinberge des
obgenannten Mehmed Bey.
Der in Larende beim Imaret gelegene, dem Alâeddin Pa~a
9) zugehörige Garten, der begrenzt ist im Osten vom grossen
Fluss, im Norden teils durch das Stiftungsland des obgenannten
Imarets, teils durch das Privatgrundstück des Mustafa Bey, im Wes-
Sklave des Karamano~lu Mehmed Bey.
Ober diesen Namen siehe weiter unten.
Kutlu ist nach den Eintragungen des Detterhane ein Dorf im Bezirk der
Stadt Larende, doch konnte ich die Lage nicht bestimmen.
Offenbar das Dorf Cenason im Zentralkaza von Karaman.
Unleserlich.
Nach dem ausführlichen und kurzen Grundbuch ein zum Zentralkasaba
von Larende gehöriges Dorf.
Dorf im Zentralkaza von Karaman.
Unleserlich.
Alaeddin Pa~ a, Sohn des Emeleddin kommt als Stifterpersönlichkeit in
dem ausiiihrlichen Defter von Konya vor.
158 ~. Hakk~~Uzunçar~~l~otlu
ten von dem Stiftungsland Mustafa Celâleddin, im Süden durch
den Vakf der Rahmiye Hatun und teilweise den Vakf des Ferieddin.
6. 40 Laeden in der Naehe des in die Stiftung aufgenommenen
Bezzasistan von Larende. In der Urkunde sind die Grenzen aller 40
Laeden genau angegeben, doch wird hier auf die Wiedergabe verzichtet.
Diese Zusaetze wurden, wie bereits gemeldet, Ende 835 gemacht.
Dieser Teil ist registriert, aufgesetzt und beglaubigt von dem Kadi-
asker von Karaman, Emir Ali bin Emir Vâdid.
Zusaetze zu der Sultung vom Jahre 870 h. 1065 p. Ch.
Ibrahim Bey hatte in seiner Urkunde bestimmt, dass mit
etwaigen überschüssigen Ertraegen für seine Stiftung neue Immo-
bilien gekauft werden sollten. Er hat diese Bestimmung noch selbst
zu seinen Lebzeiten verwirklicht.
Das Datum dieser neuen Stiftungsurkunde ist Rabi'ul-ahir 870h
Ende 1465. Da ~brahim Bey zwei Jahre früher gestorben ist, könnte
man denken, dass diese Zusaetze nicht auf ihn zurückgehen. Aus
dem Text am Schluss der Urkunde geht aber hervor, dass die
gestifteten Dörfer und Doppelbaeder von ~brahim Bey gestiftet sind,
dass aber die Anfügung an die alte Stiftung nach seinem Tode vor-
genommen worden ist. Die gestifteten Örtlichkeiten sind folgende :
Das gesamte Dorf Dirvi 1), unterhalb des Flusstals des Dor-
fes. . . . in der Naehe von Larende. Die Grenzen sind nicht ange-
geben, da der Ort bekannt war.
Die Doppelbaeder für Maenner und Frauen in der Stadt Bor
im Bereich von Ni~de. Grenzen bekannt.
Die zum Bereich von Ni~de gehörigen Dörfer Melegölü 1),
Tilsurs 2), Nar 3) und das durch die Strasse begrenzte und zu Ni~de
gehörige Dorf Enegü 4). Diese Stiftung wurde im Rabi'ul-ahir 870
Ende dae Monats registriert.
[1] In dem ausführlichen und kurzen Grundbuch von Karaman wird Dirvi
als zu der Nahiye Ka~~im Bereich Larende gehörig aufgeführt, doch habe ich
die Lege nicht feststellen können.
[I] Melegölü ist eine Nahiye im Kaza Nev~ehir von Ni~de.
[21 Tilsurs: In der Nahiye Melegölü gibt es ein Dorf namens Tile.
[31 Nar: Ein Dorf in der Zentralnahlye von Nev~ehir. Auch in der Nahiye
Misli im Zentralkaza von Ni~de gibt es ein Dorf dieses Namens.
[41 Enegü oder Negi: Im kürzeren Defter von Karaman wird dieser Ort
zwar unter den von Ibrahim Bey gestifteten Orten aufgeführt, und zwar als im
Kaza Irgüb gelegen, heute aber gibt es dort kein Dorf dieses Namens. Dagegen
gibt es ein Dorf namens Enegii in der Nahiye Melegülü von Nev~ehir.
Dieses Dorf gehört sowohl zu der Stiftung Ibrahim Beys in Larende als zu
der in Konya.
189
Erklaen~ng und obersetzung der Stiftungsurkunden im Auszug
Die Festsetzung, Registrierung, und Beglaubigung dieses Zusatzes
geschah durch den Kadi von Larende Ali bin Mehmed. Als Zeugen
treten hier auf Mehmed Çelebi bin Süleyman Çelebi, der Imam
Mevlana Abdüssamed bin Hibetullah, Mahmud A~a bin Abdullah,
Server A~a bin Abdullah und Yusuf bin Abdullah. Die letzten drei
Personen sind offenbar Sklaven gewesen. Server A~a, dessen Na-
me auf der rechten Seite der Urkunde steht, ist vielleicht Vezir des
~ brahim Bay gewesen. [1]
Zusaetze zur Stiftung vom Jahre 843 h.
Zu der Imaretstiftung des Ibrahim Bey wurden im Sch'aban
843 h./Dezember 1440 p. Ch. folgende weitere Zusaetze gemacht :
Das unter dem Namen Bebek bekannte, ~rnit Baeumen bestandene
Gelaende in Larende, vor der unter dem Namen... . - Mühle bekann-
ten Mühle und oberhalb der Gazi-Brücke, begrenzt im Osten durch die,
Strasse im Süden durch den zur Imaretstiftung gehörigen Weinberg
des Hadschi Alâeddinzade, westlich von dem früher ,Weinberg des
Bahâeddin» genannten Weinberg und im Norden durch den Wein-
berg des verstorbenen ~mams Burhaneddin Bulgari [2].
Zusatz vom Jahr 849 h.
Der Stifter Ibrahim Bey hat sechs Jahre nach diese~n Datum
Weitere Zusaetze zu seiner Stiftung gemacht, naemlich:
Die neue Mühle in Yeni Ma~ara, die Ibrahim Bey gehörte, und
deren Grenzen wegen der Bekanntheit des Objekts nicht angegeben
wurden; ferner das gesamte Land auf dem Wege nach Hadschi
Celâl in Larende, begrenzt auf der einen Seite durch den Weg,
auf zwei Seiten durch den Vakf sowie den Weingarten des Saru-
ca Ba~laban, das Privatgrundstück des Seydi und das Wohnviertel.
Dieser Zusatz ist im Zilkade 849/Maerz 1446 registriert worden.
Sowohl diese als die vorhergehende Stiftungsurkunde vom Jahre
1439, hat der Kadi von Larende Ali bin Mehmed aufgesetzt. Dieser
hat auch die Urkunde von 870/1465 registriert. Die Zeugen dieses
Teils sind sehr zahlreich, etwa neunzig. Am Anfang steht eine Fa-
milie aus Alayiye. Zu ihr gehören Mustafa bin Mehmed Bey el - Alâi
und seine Söhne Mahmud und Mehmed. Unter den Zeugennamen
Dieser Server A~a wird es gewesen sein, der in Konya an drei Stellen
einen Brunnen gebaut und einen Korancüz gestiftet hat. (Urkunden des Archivs,
kürzeres Defter von Karaman)
Burhaneddin Bulgari gehört zu den Bulgaritürken der Taurusgegend In
Ni~de gab es einen Türkenstamm dieses Namens.
160 ~. Hakk~~ Uzunçar~~llo~lu
sind die des Mehmed bin Mukbil ül-Mütevelli[1], des Sekretaers Yusuf
bin Idris, des Mehmed bin Scheich Mahmud [2], und des Scheich ül -
Meschaich Mehmet Çelebi bin Arif Çelebi ül - Mevlevi [3], mit grös-
seren Buchstaben geschrieben.
Unter den anderen Zeugen befinden sich einige bemerkenswerte
Namen. Einige davon führe ich hier auf, die übrigen können im
Text der Urkunde selbst nachgelesen werden.
Nureddin bin Musa Pascha[4], Ali Pascha bin Mukbil, El-Hadsch
Zagnos bin Abdullah, Pir Ahmed bin ~adi (mit dem Beinamen
Sülalet ül-Abdal) [5] und Ilyas bin Kökçe [6], Mehmed Çelebi bin
Halil Bey und Seydi Ahmed bin Celal Bey [7] (Beiname Sülalet
ül-Ekabir), Ahmed Pascha bin Mehmed Çelebi, Mehmed bin Mübarek
~ah, Sunkur A~a bin Abdullah[8], Mehmed Çelebi bin el-Hadsch Has
Bey el - Hatibi [9], H~z~ r bin Mahmud ü~~- ~air [10], Scheich bin Ali
Pascha et - Tercümani, Çelebi bin Emir ül - Ekdi~ba~i [11], Büser Çelebi
bin Mahcub Çelebi ül -Mütetabbib [12], Said Çelebi Kemal ül - Hatib
Edhem bin Ali Paschayi el - Babeki [13], Scheich bin Kara
Sind der Mütevelli Mehmet bin Mukbil, Ali Pascha bin Mukbil und Hamza
bin Mukbil A~a vielleicht Brüder?
Ist Mukbil Bey oder Mukbil A~a identisch mit Mukbil ül Muhammed!,
dem Sklaven des Karamaniden Mehmed Bey.
Das ist der Sohn des zweiten Arif Çelebi, Postnesin des Mevlevi - Klos-
ters in Konya.
Nureddin bin Musa Pascha könnte der Sohn des im Jahre 758 h 1356
P. Ch. gestorbenen Musa Pascha sein, jedoch spricht die Zeitspanne von 90
Jahren, die dazwischen liegt, dagegen.
Aus diesem Beinamen erhellt, dass die beiden aus einer wegen ihrer
Tapferkeit berühmten Familie stammen.
Aus der Familie der Gökçe ogullari, von der in dieser Urkunde schon
die Rede war.
Vielleicht ist dies der Seydi Ahmed Bey, der von Karaman o~lu Ibrahim
Bey als Gesandter zu dem Osmanischen Sultan Murad II geschickt w~~rde, oder
es ist, der weiter unten unter den Zeugen auftretende Seydi Ahmed bin Mehmed
Çelebi ibn Daud Bey (Münsat-i Feridun 1, 181)
Sunkur A~a wird Sunkur ül - Ibrahimi, der Sklave des Ibrahim Bey sein.
von dem es in Nigde eine Freitagsmoschee und In Konya eine Moschee und
eine Koranleseanstalt gibt.
Dies ist der Has Bey, der im Jahre 804/1401 in Konya, das unter seinem
Namen bekannte Koranlesehaus hat bauen lassen.
Offenbar ein Dichter aus der Zeit Ibrahim Bey's.
Ekdibasilik entspricht den Haciagalik? bei den Osmanen.
Als Zeugen treten drei Aer~te auf. Einer davon ist Augenarzt.
Dies ist der Sohn des Babek o~lu Ali Pascha, der die Frau des Vartina
o~lu Ali Bey nahm, der in der Geschichte des Kadi Burhaneddin von Siwas,
Bezmürezm, erwaehnt wird.
Erklaerung und übersetzung der Stiftungsurkunden im Auszug 161
Yakub[11, Seyyid bin Ahmed bin Mehmed Çelebi bin Davud Bey[2],
Mahmud bin Mehmed Çelebi bin Davud Bey, Kas~m bin Mehmed
Çelebi bin Davud Bey, Scheich Hasan bin Emre Bey, Hüseyin bin
Emre Bey Hamza bin Mukbil A~a[3].
Ibrahim Bey hat ausserdem für sein Imaret noch weitere Grund-
stücke gestiftet, doch ist das Datum dieser Stiftung nicht bekannt.
Das gesamte Dorf Zenbe in der Nahiye Mandos Kalesi[4], be-
grenzt durch die Dörfer Efres[5], und Torlas[6] und die unter dem
Namen Tund[7] bekannte Burgruine.
Das gesamte Dorf Imsi[8] in der Nahiye Orenler, begrenzt
durch das Flussbett Akdere und Tekircati, den Ort Çelekni und
Kurudere.
Das gesamte Dorf Bisa[9] in der gleichen Nahiye, begrenzt
durch den grossen Fluss, das Kökçe Su und den Taurusberg.
Fünfeinhalb Anteile von zwölf Anteilen des unter dem Namen
Fenarizade[10] bekannten Bades. Vor dem Brunnen des Ba~~zade
in der Stadt Larende.
Der halbe Anteil der unter dem Namen Hunigözlü Mahmud
Mühle bekannten Mühle in Larende unterhalb der Zuzadi[11] Brücke.
Das unter dem Namen Bekçi Koyu bekannte Ackerfeld in
der Nahiye K~ransehir[12], begrenzt durch Karaviran Bo~az~, Gök-
Dies ist der Sohn des Kara Yakub Bey, des im Jahre 833/1429 in La-
rende gestorbenen Ve~lassers des E~raküttevarih.
Siehe oben Anm.
Etwa der Soba des obenerwaehnten Mukbil ül Muhammedi.
Mandos: Ein Dorf in der Zentralnahiye des Kaza Ereyli.
Efres: Dorf im Kaza Ereyli.
Turlas: Dorf in der Zentralnahiye von Ereyli.
Tund: Dorf in der Zentralnahiye von Ereyli.
Imsi: Don! in der Zentralnahiye Ermenak, die Urkunde bezeichnet es als
in der Nahiye Orenler oder Evenler gelegen.
Bisa: Dorf in der Zentralnahiye Ermenak.
Dies Bad wird in der Urkunde als das des Ibn Fenari bezeichnet. In
dem kurzen Defter von Karaman heisst es Bad des Molla Fenari.
Zuzadi: In der Zentralkasaba Larende gibt es cin Dorf des Namens Zosta.
Eta anderes Dorf dieses Namens habe ich nicht gefunden.
K~ran~ehri. Heute ist ein Dorf oder eine Nahiye dieses Namens nicht
bekannt. Die Stadt Muran kommt in der Form Mazan in dem ausführlichen und
kurzen Defter vor.
Belleten 1 — 11
162 1. Hakk~~Uzunçar~~l~c~klu
çe Uyuk[1] und Kimiya O~lu Köy[2], sowie durch Karakoç Ta~~
und ~ikem Adas~[3].
Der gesamte Weinberg in dem Dorfe Kerizut[4], auf zwei
Seiten begrenzt durch die Privatgrundstücke von Üveis bin Hizir
und Hadschi Mustafa und durch tiefgelegenes Land.
Das gesamte Land in der Naehe des K~z~ltepe, bekannt un-
ter dem Namen Arz-i Cedid, begrenzt auf drei Seiten vom Vakf und
von dem nach dem Dorfe Kedermekmi (?) fûhrenden Weg.
Diese Stiftung ist unter den gleichen Bedingungen wie die vorige
registriert.
Zusaetze zur Stiftung von Isfahan ~ah bin Sicidik
Die im Ramazan 861 registrierte, von Isfahan~ah bin Siddik[5] zu
der Stiftung des Ibrahim Bey gemachte zusaetzliche Stiftung enthaelt
folgende Objekte:
Das gesamte im Besitz des Isfahan~ah befindliche Gelaende
unterhalb des Dorfes Emeksun im Kaza Larende, begrenzt durch
das Privatgrundstück des Isa bin Ali Han und Mukbil A~a, durch
den Fluss Sakiye und das Privatgrundstück des Hizir bin Bakir Bey.
Das Gelaende ebenda, begrenzt durch den Weg, den christ-
lichen Friedhof, den Bach und das Privatgrundstück der Erben des
Mes'ud, bekannt unter dem Namen Land des Sadi Bey.
Als Verwalter und Aufseher der beiden Felder setzte der Stifter
den Mehmed bin Musa bin Yezirci ein, dem seine Nachkommen
in diesem Amt nachfolgen sollten. Der Verwalter bekam von dem,
was nach Abzug der Ausgaben für das Imaret an Einkünften übrig
blieb, ein Viertel. In diesem Teil der Urkunde sind als Zeugen Mu-
sa bin Hadschl Ali Han, Sadeddin bin Mehmed Emir bin Musa,
Gökçe Uyuk: Das ist das Dorf Gökuyuk in der Nahiye Belviran. Das
Defter von Karaman führt hier Stiftungen von Ibrahim Bey auf (H. E. Mevk.
Defter 924 No. 871)
Kimiya o~lu Köyü] Lage war nicht festzustellen.
Nach dem ausfühliehen Defter von Karaman gab es ein zu der Nahiye
Akuyuk in Ereyli gehöriges Dorf namens ~ikem oder Dereköy. Auch in den
Kazas Bozk~r und Seydi ~ehir gibt es Dörfer dieses Namens. In Ereyll gibt
es kein solches Dorf.
Den Ort dieses Kerizot geschriebenen Dorfes habe ich nicht feststellen
können.
Isfahan ~ah bin Siddik stammt aus einer zur Zeit des Ibrahim Bey
bekannten Gelehrten Familie. Der Herrscher von Karaman hatte seinem Vater
Grundeigentum gegeben. Auch die Osmanen haben diese Schenkung respektiert.
Erklaerung und übersetzung der Stiftungsurkundcn im Auszug 168
Bruder des Verwalters), Ahmed Pascha bin Hamza Efendi, Ali bin
~eref und Bayezid bin Ali als Zeugen aufgeführt.
Nach dieser Inhaltsangabe des Textes der Stiftungsurkunde sei-
en im folgenden die im kurzen Defter der Vilayets Karaman und
Rum, das sich unter den Mevkufat genannten, alten Defterhaneakten
des Archivs befindet, stehenden, auf die Stiftung Ibrahim Bey be-
züglichen Vermerke mitgeteilt. Diese Vermerke zeigen die Einkünfte
der Stiftung im 16. Jahrhundert.
Stittung in der Nahiye Larende.
imaret des ~brahim Bey bin Karaman.
Dorf Odil O~lan~, gehörend zu Bilviran Zehntertrag 2700
Dorf K~z~lca » 675
Dorf Gökuyuk » 25550
Dorf Emre, gehörend zu Bilviran » 5000
Dorf Dudugümü, gehörend zum Kaza Larende » 1650
Dorf Eyül, » » » » » 1090
Dorf Eranda, » » » » » 2220
Dorf Gafriyat nebst Saatfeld K~z~lkilise » 6900
Dorf Eyurala, gehörend zu Larende » 4290
Dorf Mertlü, vom Kaza » » 2000
Dorf Dirvi, gehörend zu » » 5080
Dorf Kecikuyu, » » Müran~ehri halber » 810
Dorf Viranlu Salur gehörend zu Konya Ertrag 2458
Dorf Balsey mit Feld omerabad Va~akpmar gehörend zu Muranl~~ » 4455
Dorf M~ramur, gehörend zu Muranl~, Zehntertrag 5430
Dorf Zinbe, » Mondos vom Kaza Ereyli Ertrag 9250
Dor! Engü, » zum Kaza Ürgüp halber » 7487
Dorf ~emseddin... » zu Mut » 13241
Dorf Kalikahur, » zu Bilviran Die Saat geschieht ausserhalb(?)
Bad, acht Bruunen in Larende selbst, siebeneinhalb Anteile,
halber Zehntertrag 6766
Bad Mevlana Fenari in Larende selbst, elf Anteile von
zwölfen, Stiftungsertrag im Jahre 2000
Halbe Mühle Beyece in Larende » » 720
Mir-i Cedid in m » » 4140
Dorf lmaret » 360
Garten Duran Mansur » » 360
Fünf Weingaerten » » 1150
9 . s 1816
Bad Bor, gehörlg zu Ni~de_ halber Zehntertrag 1650
Weingarten dee imarets im Jahre 520
Bad in Ereyli, strittig
Summe : 97652
164 ~. Hakk~~ Uzunçar~~l~oglu
Die Einkünfte der Imaretstiftung des ~ brahim Bey betrugen also
im 16. Jahrh. 97152 Akçe. In dem ausführlichen Defter von Karaman
werden Bewohner und Zehntertrag dieser Stiftungsdörf er der Reihe
nach namentlich aufgeführt.
Karaman O~lu ~ brahim Bey hat, nachdem er diese Stiftungsur-
kunde aufgesetzt und mit Zusaetzen erweitert hat, die Namen der
gestifteten Dörfer in Marmor eingraben lassen und die beiden In-
schriften über den beiden Türen, die sich zu beiden Seiten des Bogens
im Innern der Imaretmedrese befinden, anbringen lassen. Die Photogra-
phien dieser Inschriften finden sich am Scl~ luss dieser Veröffentli-
chung. Die Schrift ist sehr verschnörkelt. Die achtzeilige Inschrift
über der Tür des rechten Gemaches lautet [1] [2]
Die Inschrif t über der Türe des linken Gemaches, die obigen
Auszug aus der Stiftungsurkunde fortsetzt, lautet : [2].
Waehrend ~brahim im ~evval 835 seine erste Stiftungsurkunde
aufsetzte, hat er eine imaretmedrese gebaut, die drei Monate spae-
ter fertig wurde. Über der Türe dieses Gebaeudes wurden folgende
Inschriften angebracht :
Evliya Çelebi, der diese Imaretmedrese im siebzehnten Jahrh.
besuchte und als im Betrieb befindlich beschreibt hat diese Inschrift
falsch und unvollstaendig angeführt. Derselbe Reisende sagt über
diese Anstalt
Anmerkung des Übersetzers Diese Übersetzung ist auf Grund des
maschinengeschriebenen Konzepts des Verfassers der Arbeit ohne
Vergleich mit den arabischen Originalen angefertigt. Sie kann also
nicht als Übersetzung aus dem Original betrachtet werden.
Dieser Auszug der Stiftungsurkunde ist mit der Urkunde selbst ver-
glichen worden. Zu diesen Inschriften, die in der Tarih Encümeni Mecmuas~~ 3,
827 veröffentlicht sind, ergeben sich jezt eine Reihe Verbesserungen.
Siehe Seite 109/110