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Dual Raum

Das Dokument ist ein Skript für die Vorlesung 'Lineare Algebra 2', das während der Sommersemester 2024 und 2025 erstellt wurde und sich auf den Dualraum von Vektorräumen konzentriert. Es behandelt Definitionen, Beispiele und Sätze zu Linearformen, dualen Basen und orthogonalen Komplementen. Das Skript ist noch in der Überarbeitung und bittet um Rückmeldungen zu Unklarheiten und Fehlern.

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Eugenia Saorín Gómez

Lineare Algebra 2
SS26
2
Inhaltsverzeichnis

3
4 INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort

Der Entwurf dieses Skript wurde während der Vorlesung „Lineare Algebra
2“ im Sommersemester 2024 und Sommersemester 2025 geschrieben und
soll sich zu einem Skript für die Lineare Algebra 2 im SS26 entwickeln. Das
Skript ist im Moment noch korrekturbedürftig (mathematisch und sprach-
lich). Für die Mitteilung Unklarheiten und Fehlern jeder Art und Verbes-
serungsvorschläge bin ich stets dankbar.

5
6 INHALTSVERZEICHNIS
Kapitel 1

Dualraum

Wir bezeichnen mit K einen Körper.


Definition 1.1. Sei K ein Körper und V ein Vektorraum über K. Der Vektor-
raum HomK (V, K) = {v : V −→ K : f linear} heißt Dualraum von V , seine
Elemente Linearformen (auf V ).
Der Dualraum (mit den üblichen Operationen) wird oft mit V ∗ bezeichnet.
Beispiel 1.2.
i. Sei V ein n-dimensionaler K-Vektorraum mit Basis B = (b1 , . . . , bn ) und
sei 1 ≤ k ≤ n, k ∈ N. Dann ist die Projektion auf die k-te Koordinate
prk : V −→ K,
Pn
gegeben durch prk ( i=1 λi bi ) := λk eine Linearform auf V und somit
prk ∈ V ∗ .
ii. Sei I = [a, b] ⊂ R ein kompaktes reelles Intervall. Dann ist
C(I, R) := {f : I −→ R, f stetig}
ein Unterraum von RI . Die Abbildung
Z
: C(I, R) −→ R
I
R Rb
gegeben durch f 7→ I
f := a
f (x)dx ist linear, also eine Linearform.
Bemerkung 1.3. Sei V ein n-dimensionaler K-Vektorraum, und sei B =

 V . Dann hat eine Linearform f ∈ V eine (1 × n)-
(b1 , . . . bn ) eine Basis von
Matrix a1 a2 . . . an als Matrixdarstellung bzgl. der Basis B in V und {1}
in K, d.h. 
{1} [f ]B = a1 a2 . . . an

7
8 KAPITEL 1. DUALRAUM

und es gilt
 
λ1
Xn n
X  
 λ2 
f( λ i bi ) = ai λ i = a1 a2 . . . an  ..  .
i=1 i=1
.
λn

Satz 1.4. Sei V ein n-dimensionaler K-Vektorraum mit Basis (b1 , . . . , bn ). Sei
weiter für jedes i ∈ {1, . . . , n} die Linearform b∗i definiert durch
b∗i (bj ) = δij ,
d.h. b∗i (bj ) = 1 wenn i = j und b∗i (bj ) = 0 sonst.
Dann ist B ∗ = (b∗1 , b∗2 , . . . , b∗n ) eine Basis von V ∗ und es gilt dim V = dim V ∗ .
B ∗ heißt die zur Basis B gehörige duale Basis.
Ende 1. VL.
Bemerkung 1.5. Ist V nicht endlich-dimensional, so lässt sich wie im vorhe-
rigen Satz eine zu einer Basis B von V gehörende Menge B ∗ definieren. Diese
Menge B ∗ ist zwar linear unabhängig, aber kein Erzeugendensystem von V ∗ .
Die Abbildung fB : V −→ V ∗ , definiert als bi 7→ b∗i , ist injektiv, aber für
unendlich dimensionales V nicht bijektiv.
Bemerkung 1.6. Sei V = Kn , B = (e1 , . . . , en ) die kanonische Basis von Kn
und B ∗ = (e∗1 , . . . , e∗n ) die zugehörige
  duale
 Basis.
x1 x1
 x2   x2 
   
Sei x ∈ Kn . Es ist x =  ..  =  ..  für gewisse xi ∈ K, 1 ≤ i ≤ n.
. .
xn B xn
Die Darstellungsmatrix der Linearform f ∈ (Kn )∗ bzgl. der Basen B und
{1} sei 
{1} [f ]B = a1 . . . an .

Es gilt  
x1 n
 .  X
f (x) = a1 . . . an  ..  = ai x i .
xn i=1

Weiterhin gilt für fB : V −→ V ∗ , ei 7→ e∗i ,


 
x1 Xn Xn Xn
 .. 
f B  .  = f B ( xi e i ) = xi fB (ei ) = xi e∗i ∈ V ∗ .
xn i=1 i=1 i=1
9


x1
 
Die Darstellungsmatrix von fB  ...  ∈ V ∗ bzgl. B und {1} ist nun
xn
  
x1
  ..  
fB  .  = x1 . . . xn ,
{1}
xn B
 

x1
   P
denn für jedes 1 ≤ j ≤ n gilt fB  ...  (ej ) = ni=1 xi e∗i (ej ) = xj .
xn
Ende 2. VL.
Satz 1.7. Sei V ein n-dimensionaler Vektorraum mit Basis (b1 , . . . , bn ), B ∗ die
zu B gehörige duale Basis von V ∗ . Dann gilt für jedes x ∈ V und jedes f ∈ V ∗
n
X n
X
x= b∗i (x)bi , f= f (bi )b∗i .
i=1 i=1

Definition 1.8 (Orthogonales Komplement). Sei V ein K-Vektorraum und


U ≤ V ein Unterraum. Dann heißt

U ⊥ := {f ∈ V ∗ : f (x) = 0 für alle x ∈ U }

orthogonales Komplement von U .


Bemerkung 1.9. U ⊥ ist ein Unterraum von V ∗ .
Bemerkung 1.10. «Orthogonal» heißt rechtwinklig. Der Begriff wird in Ana-
logie zu senkrecht in R2 und R3 benutzt. Das Konzept Winkel wird erst in spä-
teren Kapiteln behandelt.
Proposition 1.11. Sei V ein n-dimensionaler Vektorraum und U ≤ V ein r-
dimensionaler Unterraum. Dann ist U ⊥ ein (n − r)-dimensionaler Unterraum
von V ∗ .
Definition 1.12. Seien V, W K-Vektorräume, V ∗ und W ∗ ihre Dualräume
und T : V −→ W eine lineare Abbildung. für jedes f ∈ W ∗ ist f ◦T : V −→ K
ein Element aus V ∗ . Die Abbildung

T ∗ : W ∗ −→ V ∗ , f 7→ f ◦ T

heißt zu T duale Abbildung.


10 KAPITEL 1. DUALRAUM

Beispiel 1.13. Sei V = K[t] = W und sei

T : R[t] −→ R[t]
d
f 7→ f,
dt
Pn
d.h. für f = i=0 ai ti ist

X n−1
d
f= i ai ti .
dt i=1

Sei T ∗ die zu T duale Abbildung

T ∗ :(R[t])∗ −→ (R[t])∗
d
g 7→ g◦T =g◦
dt
Sei α ∈ R beliebig aber fest und sei

evα : R[t] −→ R
Xn n
X
i
f= ai t 7→ ai α i .
i=0 i=0

Die Abbildung evα : R[t] −→ R ist eine Linearform auf R[t].


Wir schauen uns an T ∗ (evα ) ∈ (R[t])∗ . Nach Definition ist

T ∗ (evα ) = evα ◦ T : R[t] −→ R

eine Linearform, definiert wie folgt


n
! n
!
X X
T ∗ (evα ) ai ti = evα ◦ T ai ti .
i=0 i=0

d
Nutzen wir, dass T = ,
so erhalten wir
dt

n
! n
!
X X
T ∗ (evα ) ai ti = evα ◦ T ai ti
i=0 i=0
n
!
d X
= evα ai ti
dt i=0
n−1
! n−1
X X
= evα i ai ti = i ai αi .
i=1 i=1
11
R
Beispiel 1.14 (nicht in der VL besprochen). Das Bild der Linearform I für
ein kompaktes Intervall I = [a, b] ⊂ R unter T ∗ vom vorherigen Beispiel ?? ist
Z  Z

T = ◦ T : R[t] −→ R
I I
n Z  X n Z n
!! Z n
!!
X X d X
ai ti 7→ ◦T ( ai t i ) = T ai ti = ai ti .
i=0 I i=0 I i=0 I dt i=0
R  Pn R P  R Pn−1 
Somit ist T ∗ I
( i=0 ai ti ) = I d
dt
( ni=0 ai ti ) = I i
i=1 i ai t .

Bemerkung 1.15 (nicht in der VL besprochen). Die Zuordnung T 7→ T ∗


definiert eine Abbildung

Φ : HomK (V, W ) −→ HomK (W ∗ , V ∗ )

für Vektorräume V, W über K.


Die Abbildung Φ ist linear und injektiv. Sind V, W endlich dimensional, so
ist Φ ein Isomorphismus.
Idee des Beweises:
Erstmal zeigen wir, dass Φ linear ist. Dafür ist es zu zeigen, dass

Φ(T1 + T2 ) = Φ(T1 ) + Φ(T2 ).

Wir bemerken, dass Φ(T1 + T2 ), Φ(T1 ), Φ(T2 ) : W ∗ −→ V ∗ . Um zu zeigen,


dass Φ(T1 + T2 ) = Φ(T1 ) + Φ(T2 ), müssen wir zeigen, dass für jedes f ∈ W ∗

Φ(T1 + T2 )(f ) = (Φ(T1 ) + Φ(T2 )) (f )

gilt. Per definitionem der Summe in V ∗ ist (Φ(T1 ) + Φ(T2 )) (f ) = Φ(T1 )(f ) +
Φ(T2 )(f ).
Weiterhin bemerken wir, dass Φ(T1 + T2 )(f ), Φ(T1 ), Φ(T2 )(f ) ∈ V ∗ , d.h.
Φ(T1 + T2 )(f ), Φ(T1 ), Φ(T2 )(f ) : V −→ K sind Linearformen auf V . Um zu
zeigen, dass Φ(T1 + T2 )(f ) = Φ(T1 )(f ) + Φ(T2 )(f ), zeigen wir, dass für jedes
v ∈ V gilt

Φ(T1 + T2 )(f )(v) = (Φ(T1 )(f ) + Φ(T2 )(f )) (v)


.

Mit der Definition der Summe in V ∗ können wir die rechte Seite der zu zeigen-
den Gleichung wie folgt schreiben

Φ(T1 )(f )(v) + Φ(T2 )(f )(v).


12 KAPITEL 1. DUALRAUM

Somit ist es zu zeigen, dass

Φ(T1 + T2 )(f )(v) = Φ(T1 )(f )(v) + Φ(T2 )(f )(v).

Per definitionem von Φ und der dualen Abbildung ist

(Φ(T1 + T2 )(f )) (v) = ((T1 + T2 )∗ (f )) (v)


= (f ◦ (T1 + T2 )) (v)
= f ((T1 + T2 ) (v))
= f (T1 (v) + T2 (v))
= f (T1 (v)) + f (T2 (v))
= f ◦ T1 (v) + f ◦ T2 (v)
= T1∗ (f )(v) + T2∗ (f )(v)
= Φ(T1 )(f )(v) + Φ(T2 )(f )(v)

wobei die Linearität von f benutzt wurde. Analog wird bewiesen, dass für λ ∈
K
Φ(λT )(f ) = λ (Φ(T )) (f ).
Um die Injektivität zu zeigen, werden wir zeigen, aufgrund der Linearität
von Φ, dass Ker Φ = {0}.
Sei angenommen, dass T : V −→ W eine lineare Abbildung ist, sodass
Φ(T ) = 0 : W ∗ −→ V ∗ . Genau dann ist Φ(T ) = 0, wenn für alle f ∈ W ∗
gilt: Φ(T )(f ) = T ∗ (f ) = f ◦ T = 0 ∈ V ∗ . Die Linearform f ◦ T ∈ V ∗ ist die
Null Linearform in V ∗ , wenn f ◦ T (v) = 0 ∈ K für alle v ∈ V . Dies gilt nur
für T = 0, denn wäre T ̸= 0, so gäbe es v ∈ V \ {0} mit T v = w ̸= 0. Wir
können in diesem Fall eine Linearform f : W −→ K mit w 7→ 1 definieren, für
die f ◦ T (v) = f (w) = 1, ein Widerspruch. Somit ist KerΦ = {0} und Φ ist
injektiv.

Satz 1.16. Seien V und W endlich dimensionale Vektorräume, B1 und B2


Basen von V bzw. W , B1∗ und B2∗ die zugehörigen dualen Basen von V ∗ bzw.
W ∗ . Weiterhin sei T : V −→ W eine lineare Abbildung und sei B2 [T ]B1 ihre
Matrixdarstellung bzgl. B1 und B2 . Dann gilt für die Matrixdarstellung von T ∗
bzgl. B2∗ und B1∗
∗ T
B1∗ [T ]B2∗ = (B2 [T ]B1 )

Ende 3. VL

Beweis. Seien B1 = (b1 , . . . , bm ), B2 = (w1 , . . . , wk ) und B1∗ = (b∗1 , . . . , b∗m ),


B2∗ = (w1∗ , . . . , wk∗ ).
13

Seien weiterhin

B2 [T ]B1 = (aij )1≤i≤k;1≤j≤m ∈ M(k × m, K)

und
B1∗ [T ]B2∗ = (bij )1≤i≤m;1≤j≤k ∈ M(m × k, K).
Es ist  
0
 .. 
. X k
 
(T (bj ))B2 =B2 [T ]B1 · ej =B2 [T ]B1 · 1 = aij wi .
.
 ..  j=1
0
und  
0
 .. 
. X m
 
[T ∗ (wj∗ )]B1∗ =B1∗ [T ∗ ]B2∗ · ej =B1∗ [T ∗ ]B2∗ · 1 = bkj b∗k .
.
 ..  k=1
0
Achten Sie bitte darauf, dass wir bezeichnen mit ej der j-te Vektor in der
kanonischen Basis, sowohl in Km als in Kk .
Nutzen wir nun, dass wj∗ (wi ) = δij und b∗j (bi ) = δij für alle 1 ≤ i ≤ k
bzw. 1 ≤ j ≤ m, so erhalten wir für 1 ≤ l ≤ m einerseits
m
X

(T (wj∗ ))(bl ) = bkj b∗k (bl ) = blj .
k=1

Andererseits ist es
k
X

(T (wj∗ ))(bl ) = (wj∗ ◦ T )(bl ) = wj∗ (T (bl )) = wj∗ ( ail wi ) = ajl
i=1

für 1 ≤ l ≤ m. Somit ist ajl = blj . Dies zeigt, dass B1∗ [T ∗ ]B2∗ = (B2 [T ]B1 )T .
14 KAPITEL 1. DUALRAUM
Übungsblätter zum Kapitel 1

15
Lineare Algebra 2 SS26 Übung 1

Abgabe: am 17.04.2026 bis 10:00 Besprechung: 20.04.2026

Aufgabe 1.1 (6P) Sei B = (e1 , e2 , e3 ) die kanonische Basis von R3 , als R
Vektorraum und a, b ∈ R. Sei h : R3 −→ R eine lneare Abbildung mit
  
 x1 
• Kern(h) = x2  ∈ R3 : x1 + x2 + b x3 = 0 , h(e1 ) = 2.
 
x3
 
x1
Finden Sie h x2 .
x3
   
x1 x1
Die Notation x2  = x2  bezeichnet (wie im letzten Wintersemester)
x3 x3 B
den Vektor aus R3 mit Koordinaten x1 , x2 und x3 in Basis B.
Aufgabe 1.2 (4+4+4P) Sei K ein Körper und V ein n dimensionaler K-
Vektorraum, und seien f, g : V −→ K lineare Abbildungen, wobei K hier als
K-Vektorraum (der Dimension 1) betrachtet wird.
1. Zeigen Sie, dass dim Kern f ≥ n − 1.
̸ 0 . Zeigen Sie, dass wenn Kern f = Kern g, so gibt es
2. Seien f, g =
v ∈ V mit f (v) · g(v) ̸= 0.
3. Seien f, g ̸= 0, Kern f = Kern g und sei v ∈ V mit f (v) = α ̸= 0 und
g(v) = β ̸= 0. Geben Sie µ ∈ K mit f = µ · g.
Hinweis: µ hängt von α, β ab.

Aufgabe 1.3 (10P) Sei K ein Körper und V ein K-Vektorraum (keine
Annahme über die Dimension!). Seien f, g : V −→ K lineare Abbildungen,
mit g ̸= 0. Sei angenommen dass, für jedes v ∈ V mit f (v) = 0 folgt
g(v) = 0. Zeigen Sie, dass f = λg für ein geeignetes λ ∈ K.
Hinweis: Der Fall f = 0 ist direkt (begründen Sie es!). Ist f ̸= 0, nehmen Sie w ∈ V
mit f (w) ̸= 0 und zeigen Sie, dass f (w)v − f (v)w ∈ Kern f für alle v ∈ V .
Aufgabe 1.4 (12P) Sei V ein n-dimensionaler Vektorraum über den Körper
K, und v ∈ V . Zeigen Sie, dass falls f (v) = 0 für alle f ∈ V ∗ , dann ist v = 0.
Lineare Algebra 2 SS26 Übung 2

Abgabe: am 24.04.2026 bis 10:00 Besprechung: 27.04.2026

Aufgabe 2.1 (Modulprüfung im SS23; 10P) Sei B die folgende Basis


von R3      
1 0 −1
B = 0 , 2 ,  0  .
1 0 2
Finden Sie die duale Basis von B. Geben Sie die zugehörigen Darstellungs-
matrizen bzgl. der kanonischen Basis an.
     
1 1 0
Aufgabe 2.2 (10P) Seien B = 1 , 0 , 1 und
0 0 1
     
1 1 1
B ′ = 1 , 1 , 0 Basen von F37 . Weiterhin seien B ∗ = (b∗1 , b∗2 , b∗3 )
0 1 1
die zu B gehörige duale Basis und (B ′ )∗ = ((b′1 )∗ , (b′2 )∗ , (b′3 )∗ ) die zu B ′
gehörige duale Basis von (F37 )∗ . Entscheiden Sie, mit Begründung, ob b∗1 =
(b′1 )∗ .

Aufgabe 2.3 (10P) Sei V ein endlich dimensionaler K Vektorraum und


V ∗ der Dualraum von V . Sei M ⊂ V eine Teilmenge von V . Zeigen Sie:

1. M ⊥ = (linM )⊥

2. Zeigen Sie, dass die zur Inklusion i : linM −→ V dualen Abbildung


i∗ : V ∗ −→ (linM )∗ surjektiv ist.

3. Finden Sie Ker i∗ und Bild i∗ . Geben Sie dim Ker i∗ und dim Bild i∗
an.

4. Folgern Sie daraus, dass dim V = dim (lin M ) + dim M ⊥ .
   
 1 1 
Finden Sie W ⊥ für W = lin 1 , 0 ≤ R3 .
 
0 1
Aufgabe 2.4 (10P) Sei K ein Körper und V ein K-Vektorraum. Seien
v, w ∈ V mit v ̸= w. Beweisen oder widerlegen Sie die folgende Aussage:
Es existiert f : V −→ K linear mit f (v) ̸= f (w).
Hierbei ist, wie in der Vorlesung, K als K-Vektorraum (der Dimension 1)
betrachtet.

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