0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
4 Ansichten2 Seiten

Untitled Document

Im Klassenzimmer herrscht eine angespannte Stille während eines Amok-Alarms, und die Schüler sind verängstigt und unsicher. Der Lehrer, Herr Schmidt, versucht, Ruhe zu bewahren, während die Schüler über die Situation diskutieren und sich Sorgen machen. Als ein junges Mädchen an die Tür klopft und um Einlass bittet, wird der Druck auf einen Schüler ausgeübt, die Tür zu öffnen, was zu einem emotionalen Höhepunkt führt.

Hochgeladen von

singhpakhi2010
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
4 Ansichten2 Seiten

Untitled Document

Im Klassenzimmer herrscht eine angespannte Stille während eines Amok-Alarms, und die Schüler sind verängstigt und unsicher. Der Lehrer, Herr Schmidt, versucht, Ruhe zu bewahren, während die Schüler über die Situation diskutieren und sich Sorgen machen. Als ein junges Mädchen an die Tür klopft und um Einlass bittet, wird der Druck auf einen Schüler ausgeübt, die Tür zu öffnen, was zu einem emotionalen Höhepunkt führt.

Hochgeladen von

singhpakhi2010
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Stille Im Klassenzimmer

Die Uhr tickte und hallte durch den stillen Raum. Bücher lagen schief auf den Tischen. Die
Stille war unruhig. Niemand sprach ein Wort. Wir konnten nicht sprechen. Wenn man es
versuchte, fühlte es sich an, als würde man ersticken.
Es dauerte nicht lange, bis der Lehrer schliesslich sprach:
„Ihr müsst nicht in Stress geraten. Bis wir weitere Anweisungen bekommen, bleiben wir hier.
Unter keinen Umständen wird die Tür geöffnet.“
Sein Blick wanderte durch den Raum, aber nie zu uns. Seine Hände zitterten. Man merkte,
dass er selbst Angst hatte, doch als Lehrer musste er mit solchen Situationen umgehen
können.
Wir sahen ihn an, als hätte er etwas völlig Absurdes gesagt. Was für uns ungewohnt klang,
war jedoch das Richtige. Schliesslich gab es nicht jeden Tag einen Amok-Alarm.
„Herr Schmidt, wie können Sie so sicher sein, dass der Schulleiter noch lebt? Vielleicht hat
der Amokläufer ihn schon erschossen!“
Ich schaute nach rechts – sie hatte recht. Plötzlich wurde es wieder unruhig im
Klassenzimmer. Die Schüler und Schülerinnen redeten durcheinander und fragten skeptisch
nach.
„Ruhe!“, rief er. Seine Stimme hallte durch den Raum, und alle schauten zu Herrn Schmidt.
„Es kann auch ein Fehlalarm sein. Bis wir weitere Informationen haben, wird sich nichts
ändern. Es bringt nichts, sich so viele Sorgen zu machen!“
Als seine Stimme lauter wurde, kehrte plötzlich wieder Stille ein. Kein einziges Wort war zu
hören – man hätte eine Nadel fallen hören können.
Meine Hände schwitzten. Ich hatte sonst nie Angst. Ich sass ganz hinten rechts neben
unserer Klassentür. Meine Noten waren nicht besonders gut. Ich hatte zwar Freunde, aber
sie waren nur mit mir befreundet, weil sie Angst hatten, selbst gemobbt zu werden.
Ich wollte nie nach Hause gehen – es gab viele Gründe dafür. Aber jetzt? Jetzt wollte ich
einfach nur nach Hause. Vielleicht mit meiner Schwester reden oder meiner Mutter sagen,
dass ich sie vermisse.
Während ich darüber nachdachte, was ich tun würde, wenn wir endlich hier rauskommen,
klopfte es plötzlich an der Tür.
Alle drehten sich sofort zu mir um und starrten mich an. Ich stand direkt neben der Tür.
„Öffne sie nicht!“, rief Mark vom anderen Ende des Klassenzimmers. Ich schaute zu Herrn
Schmidt. Er schüttelte nur den Kopf.
Bevor jemand etwas sagen konnte, hörten wir eine Stimme. Es klang wie ein junges
Mädchen, vielleicht eine Zweitklässlerin:
„Bitte öffnen Sie die Tür! Lassen Sie mich rein! Er ist hier!“
Ihre Stimme war schwach.
Niemand sagte etwas. Die wenigen Sekunden der Stille fühlten sich an wie Stunden.
„Wir müssen sie reinlassen! Sie ist nur ein Kind!“
Die Atmosphäre wurde schwer. Mein Kopf hing nach unten.
„Vielleicht ist es ein Trick“, sagte jemand leise.
„Bitte!“, weinte das Mädchen.
Nach vielen Diskussionen entschied die Klasse schliesslich, dass ich die Tür öffnen sollte –
weil ich am nächsten zur Tür stand.
Ich widersprach, protestierte, aber niemand stellte sich auf meine Seite. Schliesslich stand
ich auf.
Mein Herz hämmerte in meiner Brust. Alle Augen waren auf mich gerichtet. Ein
unangenehmes Kribbeln zog über meine Haut, meine Nägel bohrten sich in meine
Handflächen. Es fühlte sich an, als würde ich ertrinken. Alle Erwartungen lasteten schwer
auf mir.
Ich atmete tief ein. Meine Hand griff nach der Türklinke.
Ich wartete einen Moment – und öffnete dann mit geschlossenen Augen die Tür.

Das könnte Ihnen auch gefallen