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Im Easy German Podcast diskutieren die Gastgeber typische Fehler, die fortgeschrittene Deutschlernende machen, und ermutigen dazu, aus Fehlern zu lernen. Sie behandeln häufige Verwechslungen von Wörtern wie 'übernachten' und 'bleiben', 'nur' und 'erst', sowie 'vermissen' und 'verpassen'. Zudem wird auf grammatische Aspekte wie die Reihenfolge von Dativ und Akkusativ eingegangen, um Lernenden zu helfen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

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Im Easy German Podcast diskutieren die Gastgeber typische Fehler, die fortgeschrittene Deutschlernende machen, und ermutigen dazu, aus Fehlern zu lernen. Sie behandeln häufige Verwechslungen von Wörtern wie 'übernachten' und 'bleiben', 'nur' und 'erst', sowie 'vermissen' und 'verpassen'. Zudem wird auf grammatische Aspekte wie die Reihenfolge von Dativ und Akkusativ eingegangen, um Lernenden zu helfen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

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(00:01) Herzlich willkommen zurück im Easy German Podcast. Heute wieder


als Video und heute mit besonderen Gästen, nämlich einmal unser
Deutschlehrer Erik. Hallo, schön da zu sein mal wieder und unserem
dauerhaften Deutschler Janusch. Genau das. Janusch, wie geht's dir heute?
Ja, ich lerne dauernhaft Deutsch, wie immer.

(00:31) Erik, wie geht's dir? Ja, sehr gut. Alles super. Erik, du hast wieder ein
Thema für uns vorbereitet. Heute ein sprachliches Thema. Als wir uns das
letzte Mal in dieser Gruppe getroffen haben, haben wir über Januschs Fehler
in gelacht, gesprochen und davon gelernt. Und heute lachen wir richtig viele
Menschen aus.

(00:55) Wie geht das, Erik? Ich möchte sagen, Fehler sind nie einen Grund zu
lachen. Aber starten wir erstmal in unser Thema der Woche. Thema der
Woche sind heute typische Fehler, die fortgeschrittene oder intermediat
Deutschlernende im Deutschen machen. Was ist denn das deutsche Wort für
Intermediate? Mittelmäßig. Mittelmäßig.

(01:25) Ja, mittelmäßig mittelmäßig fortgeschrittene Deutschlerne. Warum


mittlere Stufe? Weil Durchschnitt. Ja. Und äh weil es auch viele Fehler gibt,
die Lernende aus dem Anfängerniveau einfach, glaube ich, auch mitnehmen
in die höhere Niveaus und Ja, genau und weil unser Publikum, ihr
hauptsächlich im B1 B2 Niveau seid, haben wir durch eine Umfrage erfahren
und wir haben heute mal Janusch, du gänzt äh ich habe das sehr sekret
gemacht.

(02:02) Diskret. Hoffentlich ohne Sekret. Ja, wir haben nämlich beim letzten
Mal deine Fehler im Deutschen angeguckt und ich fand, das war eine sehr
schöne Episode. Wenn man über Fehler spricht, ist das ja immer schwierig,
weil es kann sowohl demotivieren als auch motivieren. Und die Kommentare,
die wir erfahren haben unter dieser Sendung, die wir auch hier oben noch
mal verlinken, waren sehr positiv, denn viele Leute haben gesagt, wow, wenn
Janusch Fehler macht und darüber sprechen kann, dann muss ich mich für
meine Fehler nicht schämen. Und

(02:37) doch Erik, wie siehst du das denn als Deutschlehrer? Viele Leute
haben ja Angst vor ihrem Lehrer, weil er sie immer an die Fehler erinnert. Ja,
dann ist es ein schlechter Lehrer oder eine schlechte Lehrerin. Wie würdest
du das angehen? Ähm, na ja, ich würde auch erstmal davon ausgehen, dass
wir Fehler machen dürfen und auch Fehler machen müssen, um
weiterzukommen beim Deutsch lernen und auch wenn das unangenehm ist
und auch wenn das vielleicht auch manchmal weh tut, ähm gehört es einfach
dazu.

(03:11) Das hast du gut gesagt. Wir müssen Fehler machen. Wir müssen die
Fehler machen, damit wir uns weiterentwickeln können. Und deshalb hat Erik
sich mal eure Fehler angeguckt. Wir haben tatsächlich wieder über einige
Wochen Fehler notiert, uns Notizen gemacht. Heimlich, heimlich. Wir haben
diesmal unsere Easy German Community bei Discord untersucht.

(03:35) Viele von euch sind schon ein Mitglied von Easy German. Das heißt,
ihr bekommt Zusatzmaterialien jede Woche zu unseren Videos, zu unseren
Podcast Episoden und lernt mit uns auf unserer Lernplattform Deutsch und
schreibt mit uns auf Discord. Und du Erik, du warst so fies. Du hast das nicht
nur bei Discord die Fehler korrigiert, sondern auch aufgeschrieben, wenn du
einen Fehler häufig entdeckt hast.

(04:02) Ja, richtig. Ähm, dabei ist mir aufgefallen, ich habe ja viele Texte von
unseren Mitgliedern gelesen, korrigiert. Ähm, und dabei sind mir einige
Fehler aufgefallen, die immer wiederkommen von verschiedenen Menschen,
ähm oft auch von Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen. Und
genau diese Fehler, die sich häufen bei fortgeschittenen Lernenden, die
wollen wir uns heute mal anschauen.

(04:25) Wir fangen an mit dem ersten Fehler. Was ist dir aufgefallen, Erik?
Was passiert immer wieder? Das ist eine Verwechslung von zwei Wörtern.
Ähm und zwar die beiden Wörter bleiben und übernachten. Ah, und da habe
ich auch ähm einen Beispielsatz gefunden auf Discord, den würde ich einmal
vorlesen. Ja, für mich gibt es nur zwei effiziente Wege, indem man wirklich
eine neue Stadt entdeckt.

(04:54) Erst kann man in einer Jugendherberge bleiben, weil man da viele
Leute kennenlernt. Mhm. bleiben in einer ist ja nicht unbedingt, es ist schon
ein bisschen rich, also ich verstehe, was die Person sagen will, ja, sofort, äh,
aber man würde natürlich übernachten sagen, finde ich auch. Es klingt
irgendwie ähm ja, idiomatischer für meine Ohren.

(05:20) Idiomatisch, was heißt das, Erik? Üblich. Ja, genau. Üblich, so wie ein
Muttersprachlerin das sagen würde. Und warum kann man nicht bleiben
sagen? kann man man kann das sagen, aber das ist glaube ich in erster Linie
aus dem Englischen rüber geschwappt. Da hat man ja to stay und das kann
man eben für verschiedene Bedeutungen benutzen.

(05:40) Also zum einen bleiben als auch übernachten und im Deutschen
differenzieren wir das halt, indem wir zwei verschiedene Wörter benutzen.
Genau. Du kannst bleiben sagen, aber dann meinst du etwas anders. Was
denn? Ja, dass du das vielleicht zwei Tage bleibst oder vier Tage. Du kannst
sagen, ich bleibe zwei Tage in einer Jugendherberge.

(05:59) Das kann man sagen, ja, oder ich bleibe ein paar Tage in dieser
Stadt. Ähm, aber so, wenn man jetzt über dieses ich also wo übernachtest du
oder wo kommst du unter, da passt finde ich Übernachten dann doch besser.
Es macht es irgendwie klarer. Ja, ist ein bisschen ähnlich zu diesem mit den
Fortbewegungsmitteln, ne? Im Englischen sagt man to go für vieles und im
Deutschen sagt man das sehr differenziert.

(06:24) Wenn man sich mit dem Fahrrad bewegt, sage ich, ich fahre zum
Büro. Wenn ich zu Fuß gehe, sage ich, ich gehe zum Büro. Wenn ich mit dem
Flugzeug fliege, sage ich, ich fliege. Man kann nicht einfach sagen I go to
Hamburg. Also, man muss schon sagen, wie man dahinkommt. Toll, das ist
vielleicht schon ein erster guter Tipp.

(06:43) Was hast du noch auf deiner Liste? Das nächste sind auch wieder
zwei Wörter, die gerne verwechselt werden und zwar die beiden Wörter nur
und erst. Oh, da haben wir mal ein ganzes Video zu gemacht, glaube ich.
Und trotzdem kann ich das jetzt spontan nicht erklären. Janusch, hast du
diesen Fehler schon mal gemacht? Kennst du den Fehler? mit Sicherheit,
aber mit Sicherheit auch äh habe ich das einfach schon in das habe ich drin.

(07:16) Ich glaube schon, dass ich das richtig benutze, aber ich bin gespannt,
wie Erik das jetzt erklärt, damit wir wissen, wo man die Fehler macht und
warum. Ja, ich würde gerne einen Beispielsatz nehmen und zwar Janusch hat
heute nur einen Kaffee getrunken. Ah. nur bedeutet, dass es final ist und erst
bedeutet, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt.

(07:46) Genau. Erst bedeutet, es ist der Anfang von einer Reihe und auf der
ersten Stelle steht diese eine Tasse Kaffee und die anderen kommen noch.
Genau. Wenn ich sage Janusch hat heute nur eine Tasse Kaffee getrunken, ist
das nicht falsch, aber es bedeutet, der Tag ist vorbei. Ja, wenn es aber 12 Uhr
mittags ist und ich sagen will, es könnten noch mehr Tassen kommen, dann
sage ich, Janusch hat heute erst eine Tasse Kaffee getrunken.
(08:14) Im Englischen wäre das beides das gleiche Wort, oder? Ja. Ja. Only,
ne? Ja. Und daher kommt auch, glaube ich, ein großer Teil der Verwirrung im
Deutschen, weil auch hier wieder zwei separate Wörter für die zwei
unterschiedlichen Bedeutungen gibt. Okay, also zusammenfassend kann
man sagen, nur ist eine Feststellung, dass etwas wenig ist und dass es auch
ähm ja in dem Sinne final ist, wie Kari du gesagt hast und bei erst gehen wir
davon aus, dass es das noch mehr kommt.

(08:53) Ah, ich bin erst 41 Jahre alt und ich bin nur 64. Du bist nur Ja, wenn
Entschuldigung. 65. Genau, aber jetzt bald 66. Nein, es ist interessant, ne?
Weil das sagt man beim Alter z.B. sagt man erst, weil man davon ausgeht,
dass noch viel mehr kommt. Mhm. Und wenn aber jemand früh stirbt, würde
man sagen, er ist nur 50 Jahre alt geworden.

(09:19) Ja. Ja. Und dann genau fokussiert man, dass das eben sehr wenig ist,
richtig? Ja. Trauriges Thema. Erik, was ist das nächste Thema? Das kann auch
traurig sein. Es geht wieder um zwei Wörter, die oft verwechselt werden.
Vermissen und verpassen. Ah, ich vermisse ist hat das auch mit dem
Englischen zu tun.

(09:45) dass man sagen würde, I missed the train ist auf Deutsch nicht, ich
habe den Zug vermisst. Das ist vielleicht ein falscher Freund. Ja, genau. Ganz
genau. Und ich glaube, das ist auch in manchen anderen Sprachen so, dass
diese beiden Bedeutungen von demselben Verb, also abgedeckt werden. Und
auch im Deutschen haben wir jetzt aber wieder zwei verschiedene Verben,
um die Bedeutung je nach Kontext zu differenzieren.

(10:08) Also klar, du kannst einen Bus vermissen, das bedeutet aber dann
was anderes, als wenn du ihn verpasst. Das bedeutet, dass du in den Bus
verknallt warst. Du hast den Bus geliebt und jetzt ist der Bus weg und du
vermisst den deinen Bus. Du bist traurig. Genau. Das wäre emotional äh was
Negatives und verpassen ist dann einfach, ich bin zu spät und deshalb
schaffe ich es nicht in den Bus reinzugehen. Ich habe ihn verpasst.

(10:35) Hast du einen Beispielsatz dazu? Äh ja, einmal mit vermissen. Ich
habe meine Schwester vermisst, als sie im Ausland war. Mhm. und dann eins
mit verpassen. Ähm, ich habe meine Schwester verpasst, weil sie ist gerade
vor 5 Minuten aus der Tür raus. Also, ich habe sie nicht mehr gesehen. Ich
habe sie verpasst.

(10:59) Wir haben uns ähm verpasst sozusagen. Ja. Ja. Das heißt, vermissen
ist etwas emotionales und verpassen, da geht's wirklich drum, man trifft sich
nicht. Entweder ist der Zug schon weg oder die Schwester ist schon aus der
Tür raus und es ist eigentlich eher etwas logistisches. Ja. Ja, genau. Kann man
so sagen. Schön.

(11:20) Ja. Und ja, das Interessante ist einfach, dass das Englische da
irgendwie ungenau ist in Anführungszeichen und gar nicht negativ gemeint.
Und äh wir deutschen deutschsprachigen Menschen, wir haben da halt noch
mal eine Differenzierung drin in der Sprache. Das ist, ich habe das noch nie
so gesehen oder noch nie so gewusst.

(11:43) Die deutsche Sprache ist eine differenzierte Sprache mit sehr vielen
Details. Ja. Und aber die Sprachen, die mehr so generalisieren wie Chinesisch
z.B. oder Englisch äh sind dafür etwas kreativer, meine Meinung nach, weil
es einfacher ist zu was zu beschreiben, weil du musst dich dann mit diesen
äh kleinen Unterschieden nicht mehr abgeben.

(12:12) Aha. Woher weißt du das, Janus? Sprichst du etwa Chinesisch? Das
habe ich mir gerade vor einer Minute ausg. Erik, du als Sprachlehrer, was
sagst du dazu? Ich finde es schön, dass die deutsche Sprache sehr genau
sein kann. Darüber freue ich mich. Ich weiß aber auch, dass es die Sache
teilweise komplizierter macht für euch Lernende.

(12:38) Wie hast du das empfunden, Janisch, als du Deutsch gelernt hast?
Äh, hast du diese hast du das auch so empfunden, dass die deutsche
Sprache sehr präzise ist mit bestimmten Sachen oder war es eher für dich?
Ja. Ähm es zeigt sich, wenn man philosophische Bücher äh liest, ja, da zeigt
sich das manchmal in so fast schon äh äh lächerlichen Weise.

(13:03) Also, wenn du Heidegger äh liest, dann nach 5 Minuten fängst du an


zu lachen. So unglaublich präzise äh dort geschrieben ist oder Immanuel
Kant bekannt eben für die Präzis Präzision. Äh und das weiß ich nicht mal aus
eigener Erfahrung auch ein bisschen, aber vor allem Dingen darüber äh
schreiben andere äh Philosophen oder andere Professoren.

(13:32) Ähm und das ist ja bekannt. Aber wenn ich jetzt ein Lieder schreiben
würde, dann würde ich das viel lieber auf Englisch machen als auf Deutsch,
weil auf Englisch ist einfach irgendwie alles zugänglicher. Wenn du einen
Satz erfinden musst für deine Lyrics, dann Englisch bietet sich an und äh
man wird nicht so schnell verfangen in die ähm Kompliziertheiten der
Sprache.

(14:02) Ja, meine Muttersprache ist polnisch und da wird jedes Wort
dekliniert auf eine spezielle Weise. Und schreib du da einen Lyric. Ja,
spannend. Das ist schon mal eine spannende Herangehensweise. Erik, was
ist der nächste Fehler, häufige Fehler, der dir aufgefallen ist? Wir gehen
einmal ein bisschen tiefer in die Grammatik rein und in die Fälle.

(14:27) Oh, jetzt wird's richtig lustig. Fälle. Janusch, welche Fälle kennst du
noch mal? Ich benutze drei Fälle im Deutschen. Nominativ, Akkusativ, dativ
und der Rest nicht. Es gibt noch den Genitiv. Über welche Fälle sprechen wir
jetzt, Erik? Wir konzentrieren uns auf den Dativ und den Akkusativ, denn es
gibt ja viele Sätze im Deutschen, wo beides gleichzeitig drin vorkommt und
da stellt sich dann immer die Frage, in welcher Reihenfolge kommen die?
kommt zuerst der Dativ, kommt zuerst Akkusativ und da gibt's eine Regel,

(15:03) da gibt's ein paar Regeln, an denen man sich orientieren kann. Ja,
okay. Und äh da habe ich auch ein Beispiel mitgebracht. Ähm es ist jetzt kein
authentisches Beispiel, also es ist, also ich sag mal so, ich habe keins
gefunden auf Discord, aber es ist ein Fehler, der oft gemacht wird und wo
Leute Schwierigkeit mit haben.

(15:22) Okay. Beispielsatz: Ich schenke ein Pferd meinem Freund. Sehr
realistischer Satz. Ich habe auch schon oft drüber nachgedacht, ein Pferd zu
verschenken, aber ja. Janusch, kannst du hören, was falsch an dem Satz ist?
Ich schenke ein Pferd meinem Freund. Überhaupt nicht. Eigentlich ist das für
mich alles richtig.

(15:42) Warte, warte, lass mich nachdenken, weil das ist jetzt komisch. Also,
ich schenke, es ist das Pferd. Ja, das ist richtig. Also ich schenke ein Pferd
meinem Freund. Genau das. Und er er glaube ich mal sagte einen Pferd
oder? Nee, nee, ein Pferd ist richtig ein meinem Freund. Ich schenke meinen
Freund ein Pferd. Es ist richtig dekliniert.

(16:06) Aber was ist falsch, Erik? Ja. Ähm, zumindest ist die Reihenfolge nicht
die Standardreihenfolge im Deutschen. Wir haben hier einmal, also richtig
wäre, ich schenke oder normal wäre, ich schenke meinem Freund ein Pferd,
das wäre so die Standardreihenfolge, das heißt Dativ zuerst und danach das
Akkusative Objekt, wenn man zwei Substantive in einem Satz hat.

(16:32) Ja, und das ist das farbvolle in der polnischen Sprache. In der
polnischen Sprache, dadurch, dass jedes Wort dekliniert wird, ist es völlig
egal, wo du den haben willst. Und vielleicht noch mal mit einem anderen
Beispiel. Es geht nämlich beides im Deutschen, aber nur, also es gibt einen
Standard. Wenn du es anders machst, willst du etwas betonen. Z.B.

(16:52) könnte ich sagen, ich gebe die Brille, ne? Ich gebe Janusch die Brille
wäre der Standard. Moment. Wenn ich aber sage, ich gebe die Brille Janusch,
dann betone ich, dass ich sie dir gebe und nicht dir. Ja. Oder du kannst
sagen, diese Brille gebe ich meine Frau. Ja, das geht auch. Genau. Genau.

(17:16) Also, es gibt da schon Genau. Es gibt da Flexibilität. Das ist auch
schön. Ähm, genau. Aber das ist quasi für euch dann eher als Tipp, wenn ihr
euch unsicher seid, mit dieser Reihenfolge dat vor Akkusativ in so einem Satz
mit zwei Nomen seid ihr dann auf der sicheren Seite so als als Hilfestellung.
Dat vor Akkusativ ist die Regel.

(17:39) Es sei denn, ihr möchtet etwas bestimmtes betonen, dann geht's
auch anders. Genau. Und das Thema geht auch noch weiter. Ähm man
könnte ja auch sagen, ich schenke es meinem Freund. Das könnte man
sagen, das wäre dann Akkusativ v dativ. Man könnte nicht sagen, ich schenke
meinem Freund S. Das klingt total komisch.

(18:02) Ah, dann wäre dieses S irgendwie vielleicht eine Buchstabe äh


eingemeißelt im Stein und dann ich schenke meinen Freund Freunden aber
du meinst jetzt immer noch das Pferd? Genau, das Pferd. Wir sind immer
noch beim Pferd, richtig? Ähm und der Unterschied ist halt einfach, wir haben
in diesem Satz auch ein ein Substantiv, aber auch ein Pronomen.

(18:28) Also was vorher ähm das Pferd war, ist jetzt s ein Pron. Und in dem
Fall haben wir ähm zuerst das Pronen, in dem Fall S im Akkusativ und dann
den Freund. kompliziert. Also normalerweise erst, dass ich schenke meinem
Freund das Pferd, aber wenn eines von den beiden ersetzt wird mit einem
Pronomen, dann zuerst das Pronomen. Okay, ich schenke ihm das Pferd oder
ich schenke es meinem Freund oder ich schenke es ihm.

(18:58) Genau. Genau. Das kann man sich vielleicht auch Ich bin total
verwirrt. Kann man sich doch leicht merken, oder? Ja. Was ist noch auf deiner
Liste? Als nächstes haben wir wieder zwei Wörter, die sehr oft verwechselt
werden von Lernenden und zwar die kleinen äh temporalen Konjunktionen,
wenn und als temporale Konjunktionen, was sind das, Janusch? ähm nie
gehört.

(19:26) Okay, du kennst die Wörter wenn und als und ich bin ziemlich sicher,
dass ich das wahllos äh äh verwechsele und falsch einsetze. Ich würde
sagen, das ist der Topfehler, den ich auch höre, wenn ich mit
Deutschlernenden spreche. Es ist schwierig, die auseinander zu halten, denn
im Englischen könnten sie beide mit when übersetzt werden.

(19:50) Gib uns ein Beispiel, Erik. Ja, hier habe ich wieder ein Beispiel von
unserem Discord Server und zwar ich habe meine Komfortzone verlassen,
wenn ich nach Berlin umgezogen bin. Ah, okay. Ist ein falscher Satz. Ich habe
meine Komfortzone verlassen, als ich nach Berlin umgezogen bin. Genau.
Wäre richtig. Warum? Es ist eigentlich relativ simpel.

(20:16) Dieses als das benutzen wir immer für einmalige Ereignisse, die in
der Vergangenheit einmal passiert sind. Ja. und dieses nach Berlin
umgezogen bin, das ist halt einmal in der Vergangenheit passiert und nicht
regelmäßig und deshalb benutzt man hier alles. Okay, also Janusch, ein
Beispiel aus deinem Leben.

(20:41) Als ich heute morgen beim Arzt war, äh hatte meine Ärztin sich sehr
gefreut, weil die Ergebnisse der Blutuntersuchung alle sich drastisch
verbessert haben. Gratulation, Janus. Genau. Liebe liebe Grüße an Frau Dr.
Lau. Liebe Grüße. Also, das war ein Beispiel aus deinem Leben. Du warst
heute morgen beim Arzt, das ist abgeschlossen.

(21:09) Wenn du jetzt in der Zukunft sprichst, würdest du sagen, wenn ich
morgen zum Arzt gehe, dann frage ich meine Ärztin, das wie sind die
Ergebnisse von der Blutuntersuchung? Ja, genau. Das wäre also die Zukunft.
Also, das kann man sich schon mal merken als Vergangenheit, wenn Zukunft,
Zukunft oder Gegenwart oder ja oder auch ähm generell Dinge, die
regelmäßig passieren und das ist jetzt der Unterschied, wenn du und
deswegen ist es vielleicht auch schwierig, wenn etwas regelmäßig passiert,
z.B.

(21:43) wenn ich montags in wenn ich Gitarre spiele. Genau, passiert ja
jeden Tag. Ja, wenn ich Gitarre spiele, dann denke ich immer an Liebe und
dann denke ich immer Freiheit oder bayanisch würde passen, wenn ich Bier
trinke, denke ich daran, dass Kari nicht möchte, dass ich so viel Bier trink.
Nein, das ist als ich noch Bier getrunken habe.

(22:04) Aha. War ich manchmal betrunken. Ja. Erik, haben wir das gut
erklärt? Ja, ich glaube schon. Machen wir es nicht komplizierter, als es sein
muss. Wir haben, glaube ich, auch haben wir dazu ein Video gemacht. Gute
Frage. Google mal Leute. Easy German als guck mal, wir haben so viele
Videos produziert, dass wir selber googeln müssen. Tatsächlich vor 7 Jahren.

(22:30) Super Easy German Nummer 69. Wir verlinken es hier oben. Hast du
noch einen letzten typischen Fehler für uns? Ja, ich versuche es kurz zu
machen. Es geht um den zu infinitiv. Zu infinitiv. Was heißt das denn? Also,
das Wort zu kenne ich richtig. Und im Deutschen gibt es verschiedene
Verben und Ausdrücke, nach denen ein Verbt in Kombination mit einem zu.
Das ist dann ein zu infinitiv. Z.B.
(23:03) Ich versuche es kurz zu machen. Genau. Ja, ich versuche es hier
auszuhalten. Ich versuche besser Gitarre zu spielen. Ich muss sagen, diesen
Fehler sehe ich sehr oft und zwar in beide Richtungen. Entweder macht man
ein zu dahin, wo kein zu sein muss, oder man vergisst das zu. Wie kann man
sich das merken? Ja, ich würde empfehlen einmal in Verbkategorien zu
denken und zwar haben wir ja die Gruppe der Modalverwerben, die kennen
wahrscheinlich auch viele von euch. Ähm z.B. wollen, sollen können.

(23:42) Darf ich das erklären für Leute, die das, weil ich bin selber Polen, der
das lernen musste und zwar diese Modalverben sind einfach die ältesten
Verben in der Sprache so ungefähr. Die sind schon so alt, dass sie benutzt
wurden, bevor es die Grammatik die deutsche Grammatik überhaupt
erstanden und festgehalten wurde und deshalb sind sie meistens völlig äh
voller Ausnahmen.

(24:14) Sie benehmen sich anders in der Sprache, sie konjugieren sich
anders in der Sprache, sie sind halt speziell und sie sind sehr alt und die
muss man lernen und fertig, dann hat man das sehr gut Erik. Ja, stimmt das?
Ja, vielleicht habe ich mir gerade von einer Minute ausgedacht. Sehr schön.
Äh, was ich ergänzen würde, um das noch mal auf den Punkt zu bringen,
ähm diese Modalwerben, diese Gruppe von Werben braucht und darf keinen
zu infinitiv haben.

(24:46) Also, ich will arbeiten, du sollst nicht rauchen und so weiter. Sein
oder nicht sein. Okay, das ist also die Regel. Die haben das nicht. Die haben
das nicht. Man muss sich also nur die fünf oder sechs Modalverwerben
merken. Ja, diese muss man sich merken und auch noch ähm das Verb
hören. Ich höre die Tür zufallen, z.B.

(25:08) auch da braucht man kein zu. Ähm und auch das Verb lassen ist auch
noch so ein Klassiker. Ich lasse mir die Haare schneiden, nicht ich lasse mir
die Haare zu schneiden oder sowas. Erik, jetzt muss man natürlich nur noch
wissen, wann benutzt man zu überhaupt vor einem Infinitiv? Ja, das ist auch
noch mal ein größeres Thema an sich.

(25:28) Ähm, um ein paar Beispiele zu nennen. Das sind Werben, wie z.B.
versuchen, vergessen, hoffen, beschließen, also Werben, die irgendwie auf
die Zukunft zielen und auch auf Konstruktion mit Adjektiven z.B. ist es
wichtig dies und jenes zu tun oder es schwierig dies und jenes zu tun.

(25:48) Da gibt's aber ganze Listen und da können wir euch vielleicht noch
eine unterm Video verlinken. Ich glaube, wir haben auch mal ein Video dazu
gemacht mit Emanuel. Das verlinken wir auch noch mal hier unten.
Schwieriges Thema. Janusch, was sagst du? Ich möchte einen guten Rat
geben, ja, als äh ein Mensch, der Deutsch lernen muss und der immer noch
versucht deutsch möglich fehlerfrei zu sprechen zu sprechen und zwar zu
diesen Problemen und allen Problemen und es mein meine ich jetzt ernst,
auch wenn das nicht ernst gleich klingt, nämlich fragP sag: "Hey, GPT erklär
mir wie einen

(26:26) fünfjährigen dieses Problem und GPT ist wirklich gut da drin. Ja, sehr
gute Idee. Ja, und einfach täglich mal hinterfragen, wenn man sieht, ob nicht
sicher ist, ist das falsch oder richtig. Genau in so Moment kann man das
probieren, auch wenn man wissen muss, dass Chat GBT nicht immer
hundertprozentig richtig ist, aber ein Deutschlehrer ja vielleicht auch nicht.

(26:50) Ja, liebe Leute, das war sehr schön heute mit euch. Erik, danke, dass
du diese Liste vorbereitet hast. Wenn ihr mehr Deutsch lernen möchtet in
dieser ominösen Discordgruppe, werdet gerne ein Mitglied von Easy German.
Wir korrigieren nicht alles bei Discord, aber regelmäßig gibt es Aufgaben zu
unseren Videos und dann gibst du auch Feedback.

(27:13) Erik, ja, ich gebe persönliches Feedback zu den einzelnen Texten von
euch. Fantastisch. Meldet euch an bei [Link]/membership und ich
freue mich, wenn wir uns demnächst hier wiedersehen, dann wieder mit
Manuel und unserem Podcast. Und vergesst nicht, das war ein Vide Podcast
heute bei YouTube.

(27:34) Wir haben aber viel mehr Podcast Episoden, die nicht alle bei
YouTube sind. Die findet ihr in allen Podcast Apps. Einfach nach Easy German
suchen. Tschüss, liebe Leute. Tüss und bis bald.

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