Zwei deutsche Staaten
DDR
- Befehl Nummer 2 in der SBZ → gestattet Gründung „antifaschistische demokratische
Parteien“
- Unterschiedliche Startbedingungen für KPD, SPD, CDU und LPD
- KPD-Funktionäre durch sowjetisches Exil vorbereitet
o Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck
- Konkurrenz für KPD durch SPD
- Parteiführungen von KPD und Ost-SPD einigten sich im Dezember 1945 auf Zusammenschluss
o Gegner des Zusammenschlusses von sowjetischer Militäradministration unter Druck
gesetzt
o Kurt Schumacher (westdeutsche SPD) lehnte Schaffung einer gesamtdeutschen Partei
ab
o Zusammenschluss zur SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschland) im April 1946
- Führungskader der KPD dominierte Parteipolitik der SED
- „Traditionelle“ Sozialdemokraten wurden verfolgt und inhaftiert
- SED entwickelte sich nach Vorbild der KPdSU
- Einführung des „demokratischen Zentralismus“ auf Parteikonferenz Januar 1949
- Ländergründung in den Besatzungszonen
o Mecklenburg, Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
o Auflösung der Länderstruktur durch Einteilung in 14 Bezirke 1952
- Sozialistische Planwirtschaft
o Staatliche Lenkung der Industrie
o Zentrale Planung statt privater Verfügungsrechte über Produktionsmittel
o Bedarfsdeckung
- Bodenreform September 1945
o Enteignung von Großgrundbesitzern
o Erklärung der Großindustrie zum Eigentum des Volkes
- Volkskongressbewegung für Einheit und gerechten Frieden (Ende 1947)
o Sollte den Eindruck auf demokratische Bemühungen zur deutschen Einheit erwecken
o Westalliierten Mächten wird die Schuld für eine mögliche Spaltung Deutschlands
gegeben
▪ Diese distanzierten sich von der Bewegung
- Erster Volkskongress im Dezember 1947
o Mitgliederwahl durch SED und SMAD
- Zweiter Volkskongress im März 1948
o Wahl eines Volksrates zur Ausarbeitung einer Verfassung
- Dritter Volkskongress im Mai 1949
o Abstimmung über den Verfassungsentwurf des 2. Kongresses´
- Verabschiedung der Verfassung durch provisorische Volkskammer im Oktober 1949
o Offizielle Gründung der DDR
o Wilhelm Pieck zum Präsidenten gewählt
- Abhängigkeit der DDR von der Sowjetunion blieb bestehen
- SMAD → SKK (Sowjetische Kontrollkommission)
o Überwachung der DDR-Führung
o Jederzeit Einfluss auf Entscheidungen möglich
BRD
- Ländergründung in den Besatzungszonen
- Marktwirtschaftliche Politik unter Führung der USA
o Ausprägung als „Soziale Marktwirtschaft“
o Ausschlaggebend zum Erfolg der Westzonen und frühen Bundesrepublik
- Staatliche Zwangsbewirtschaftung einiger Bereiche
- Berliner Blockade weicht reservierte Haltung gegenüber Gründung eines Weststaates auf
- Juli 1948 Westliche Militärbefehlshaber rufen mit den Frankfurter Dokumenten zur
Versammlung auf
o Ausarbeitung einer Verfassung für einen föderativen westdeutschen Bundesstaat
o Westdeutsche Ministerpräsidenten betonen den provisorischen Character des neuen
Staates
o Parlamentarischer Rat arbeitet ab September 1948 die neue Grundordnung aus
▪ Bezeichnung als Grundgesetz statt Verfassung bewusst gewählt
- Beratungen des Parlamentarischen Rates durch Unwissen über genaue Formulierung des
Besatzungsstatuts erschwert
o Entscheidungen gegen Alliierte konnten nicht gefällt werden
o Verteilung der Kompetenzen von Bund und Ländern umstritten
▪ Finanzhoheit
▪ Gesetzgebung
▪ Staatsoberhaupt
▪ Säkularisierung
▪ Sozial- und wirtschaftspolitische Regelungen
o Einigung über Sicherung der Grundrechte in der Verfassung
- Verkündung des Besatzungsstatuts im Mai 1949
o Alliierte Vorbehaltsrechte
▪ Reparationen
▪ Abrüstung
▪ Kontrolle des Ruhrgebiets
▪ Übernahme der Regierungsgewalt unter bestimmten Voraussetzungen
o Militärgouverneure → Alliierte Hohe Kommissare
- Annahme des Grundgesetzes am 8. Mai 1949
- Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949
- Erster deutscher Bundestag im August 1949
o Konrad Adenauer als erster Bundeskanzler