B2 Complete
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B2
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DAZU? NST DU
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…ICH FINDE DAS RICHTIG
Texte, Dialoge,
Vokabeln, Grammatik,
Übungen, Audio MP3
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Deutsch B2
Kurs- und Arbeitsbuch
für Fortgeschrittene
(versione italiana)
Solo per uso personale: Non sono consentite la copia, la riproduzione e la distribuzione senza autorizzazione.
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INHALT
Pauschalreisen ...................................................................................................................................... 15
Zitate.................................................................................................................................................................. 21
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FERNSEHSERIEN ................................................................................................................................................... 44
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Plastikmüll ............................................................................................................................................. 62
B 206_Prüfung_B2_Hören_Teil_04_“Plastikmüll“ .................................................................... 62
Wiederholung Relativpronomen........................................................................................................... 69
Soziale Medien und die Problematik mit den Fake News ..................................................................... 74
Ist mangelnde Medienkompetenz ein Grund für den Erfolg von Fake News? ..................................... 76
B2-Prüfung_Schreiben_Teil_01 ................................................................................................................ 77
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Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_01.............................................................................................. 86
B 209_Übung_Prüfung_Hören_Teil_03_“Extremsport“ ........................................................... 99
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B 240_Die Probleme der Billig-Airlines: Billig sein ist teuer! ............................................................... 179
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Ü 242_Wie das Smartphone unser Leben verändert, verbessert, verschlechtert .............................. 189
Ü 246_Dr. Christian Amrem (38 Jahre, Vorsitzender der Gesellschaft für Integration)....................... 205
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B218_Übung_Prüfung_Hören_Teil_01.................................................................................... 222
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............................................................................................................. 10
Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_02............................................................................................ 269
MASSENTOURISMUS.......................................................................................................................................... 270
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Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_01............................................................................................ 302
Ü 269_Horten, sammeln, flicken, reparieren ist out – was alt ist, kommt weg: die
Wegwerfgesellschaft ....................................................................................................................................... 312
Übung_Prüfung_Sprechen_Teil_01..................................................................................... 319
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EIN BISSCHEN GESCHICHTE: LEBEN ZUR ZEIT DER DDR ......................................................................................... 328
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Pauschalreisen
Werbung „Pauschalreisen Reisebüro”
Eine Mischung aus Sicherheit, sich um nichts sorgen zu müssen und doch bleibt einem am Ende die
Freiheit, selbst zu entscheiden, was einem gut tut. Viele Gäste sind fasziniert von den attraktiven Pau-
schalreisen, eine Tradition, die sich seit den 50er-Jahren entwickelt hat.
Lies die Werbung über Pauschalreisen und berichte, ob du so eine Reise schon mal gemacht hast oder ob dir
diese Art zu reisen gefallen könnte oder nicht! (Begründe deine Meinung!)
Sven (25):
Ich find Pauschalreisen total Klasse! Ich meine, das kostet nicht viel. Der Flug ist auch meist inklusiv. Dann hat
man vor Ort gleich sein Hotel mit Pool und Vollpension. Ich will doch nicht im Urlaub noch zu ‘nem
Supermarkt latschen. Meiner Meinung nach sind Pauschalreisen optimal, um sich richtig gut zu erholen. Man
muss sich eben um nichts kümmern.
Mareike (23):
Unter All-inclusive-Urlauben stell ich mir diese typischen Mallorcaurlauber vor, die den ganzen Tag nur
zwischen Hotelzimmer, Pool rumhängen und sich jeden Abend besaufen und dann laut grölen. Sie benehmen
sich wie die letzten Idioten. Ich finde, dass man in Spanien ja schon gar nicht mehr sagen kann, dass man
Deutsche ist. Das ist ja total peinlich.
Miriam (40):
Da ich Familie habe, finde ich Pauschalreisen gut. Sie sind billig und alle haben alles, was sie brauchen: Mein
Mann und ich können gemütlich am Strand oder am Pool liegen, während für die Kinder mit
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Animationsprogrammen gesorgt ist. Außerdem können wir so auch mal in eine Stadt fahren, ein Museum
ansehen, usw., wozu die Kinder meist eh keine Lust haben. Und so müssen wir auch im Urlaub nicht kochen.
Falco (35):
Generell fänd ich Pauschalreisen ja gar nicht so übel, wenn da nicht immer so blöde Leute wären. Das
Konzept ist nicht schlecht, aber als ich letztes Jahr meinen All-inclusive-Urlaub in die Türkei mit ein paar
Freunden gebucht habe, lagen wir dann doch nur am Pool. Und abends, da man ja Vollpension hat, isst man
immer im Hotel. Dann trinkt man da noch was und versackt dort. Das ist doch schade! So lernt man das Land
gar nicht kennen! Geht man auf den Campingplatz, dann geht man abends vielleicht noch an den Hafen, ins
nächste Dorf, isst und trinkt dort etwas, lernt die Einheimischen kennen, etc. Im All-inclusive-Hotel gibt es
doch sowieso nie typisches Essen.
negativ/skeptisch
Diskutiert über die Meinungen von Sven, Mareike, Miriam und Falco? Wen könnt ihr am besten
verstehen, wen weniger?
Schreibe eine Definition oder ein Synonym für die dick gedruckten Wörter im Text:
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Vokabeln „Pauschalreisen“
die Freiheit
die Tradition
sich entwickeln
ausgestattet sein
die Umgebung
inbegriffen
sich sonnen
sich erholen
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Kommentar Reisen
Schreibe einen kurzen Kommentar und antworte dabei auf die folgenden Fragen:
• Hast du schon mal eine Pauschalreise gemacht? Wenn ja, wie waren deine Erfahrungen?
• Was sind deiner Meinung nach die positiven und die negativen Aspekte von Pauschalreisen?
• Würdest du gerne einmal eine Pauschalreise machen oder nicht? (begründe deine Meinung)
Beschwerdebrief Pauschalreisen
Schreibe einen Beschwerdebrief an den Reiseveranstalter, weil dir deine Pauschalreise nicht gefallen hat!
Benutze einige Wörter aus der folgenden Liste:
vor Ort, sich um etwas kümmern, inbegriffen, die Kinderbetreuung, die Erholung / sich erholen, rumhängen,
billig, gemütlich, die Ferienanlage, übel, buchen, der Hafen, die Einheimischen, das Animationsprogramm
Sehr geehrte Damen und Herren, / Sehr geehrte Frau XZ, / Sehr geehrter Herr XZ,
• „Sie”-Form
xxx
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B 201_Ankunft im Agriturismo
Sig. Conti: Ah, da sind Sie ja, herzlich willkommen in Italien, hatten Sie eine gute Reise?
Frau Kaiser: Ja, danke. Wir hatten nur einen kurzen Stau in der Nähe von München.
Sig. Conti: Das freut mich. Ich brauche dann zuerst Ihre Ausweise, damit ich Ihre Personalien eintra-
gen kann.
Frau Kaiser: Ja, einen kleinen Moment bitte ... so hier sind sie.
Sig. Conti: Danke, ich gebe sie Ihnen nachher wieder. Sie haben das Appartement „Il Solatio“ direkt
neben dem Schwimmbad. Ich hoffe, das ist Ihnen recht.
Frau Kaiser: Ja, Hauptsache, es ist nicht all zu laut. Aber abends ist der Pool sicherlich geschlossen,
oder?
Sig. Conti: Jaja, die Benutzung des Pools ist bis 19 Uhr erlaubt. Danach ist Ruhezeit.
Frau Kaiser: In Ordnung. Dann werden wir erstmal die Koffer auspacken.
Sig. Conti: Ja natürlich, ich bringe Sie jetzt zu Ihrem Appartement und zeige Ihnen die wichtigsten
Dinge. Später möchte ich Ihnen gerne unsere Anlage zeigen, damit Sie sich gleich wie zu Hause fühlen.
Falls Sie in der Zwischenzeit irgendetwas benötigen, finden Sie mich hier an der Rezeption.
Frau Kaiser: Vielen Dank, sehr freundlich, bis später.
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Wiederholung Konjunktiv II
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Präsens
Wenn ich im Dezember zwei Wochen Urlaub hätte, würde ich nach Nordnorwegen fahren, um die
Polarlichter zu sehen und eine Schlittenfahrt zu machen.
Vergangenheit
Wenn es heute nicht den ganzen Tag geregnet hätte, wäre ich auf dem Nachhauseweg nicht total nass
geworden und hätte mir die Haare nicht nochmal waschen müssen.
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Wenn ich mich während des Vortrags nicht so sehr gelangweilt hätte, ...
Zitate
Wähle eines der Zitate und kommentiere es.
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nicht angeschaut
haben.“ (Alexander von Humboldt)
„Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist.“ (Jean Paul)
„Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern.“
(Heinrich Jung-Stilling)
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Ü 202 Anzeigen_Reisebüro
Du bist in einem Reisebüro und informierst dich. Welche Art zu reisen würde dich interessieren?
Fernreisen (Relativpronomen)
Fliegen Sie mit uns an ferne, exotische Orte, Plätze, _____(01) Sie noch nie gesehen haben, Strände, von
_____(02) Sie noch nicht einmal geträumt haben. Die absolute Entspannung! Glasklares Wasser, Sonne,
Wärme! Machen Sie zusammen mit uns Urlaub an den schönsten Orten dieser Welt! [Link]
Städtereisen (Adjektivdeklination)
London, Paris, Madrid, New York? Wir bringen Sie in die Stadt, in die Sie wollen. Organisiert__(03)
Städtereisen zu günstig___(04) Preisen, vorgebucht___(05) Hotels und Museumsbesuche. So vermeiden Sie
lang___(06) Warten in den Schlangen! Entspannt___(07) Kultur, Leute kennen lernen und die Atmosphäre
der Stadt genießen? Mit uns ist es möglich. [Link]
_____(08) einer immer hektischeren, stressigeren Welt zieht es immer mehr Menschen _____(09) Ruhe und
Spiritualität. Ein Urlaub _____(10) Kloster ist sicher eine sehr besondere Erfahrung. Hier können Sie das
einfache Leben wieder erfahren. Früh aufstehen, beten, _____(11) Garten arbeiten, Zeit für Meditation. Ein
hervorragender Ort, um sich auf sich selbst zu besinnen. www.urlaub_im_kloster.de
Eigene Welten aus Schnee und Eis. Künstler kreieren unglaubliche Gebilde _____(12) dem coolen Stoff. Vom
kuscheligen Iglu _____(13) zum Eispalast – es scheinen keine Grenzen zu existieren. Bewundern Sie diese
traumhaften Kunstwerke, schlafen Sie, umringt _____(14) Gletschern, _____(15) mollig warmen Spezial-
Schlafsäcken auf Eis, essen Sie von Eistellern, trinken Sie Ihren Cocktail aus Eisgläsern, genießen Sie sinnliche
Momente in Whirlpools mitten _____(16) Schnee und bestaunen Sie die himmlischen Eisskulpturen.
[Link]
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Mit _____(17) Motorrad durch die Wüste? _____(18) Mount Everest ganz nah? Klettern auf _____(19)
größten Gletschern dieser Welt? Wandern durch _____(20) einsamsten Landschaften Grönlands?
Kanufahrten durch _____(21) See-und Flusslandschaften Skandinaviens und Kanadas? Dieser Urlaub ist nicht
für _____(22), aber sicher für all diejenigen, die immer auf der Suche nach _____(23) ultimativen
Adrenalinkick sind. [Link]
Kreuzfahrten (Adjektivdeklination)
Sechs verschieden___(24) Länder in acht Tagen – unmöglich? Stressig? Nicht mit uns! Mit unseren
Kreuzfahrten im Mittelmeer, in der Ost- und Nordsee und sogar im Nordmeer können Sie sich auf unseren
luxuriös___(25) Kreuzfahrtschiffen total entspannen und lernen dabei auch noch Städte verschieden___(26)
Länder kennen. Exklusiv___(27) Restaurants, Schwimmbad, ein Wellness-Zentrum, Sportaktivitäten und
einen Tanzraum – das alles finden Sie auf unseren Luxusschiffen. [Link]
Von Oslo _____(28) Trondheim _____(29) eine der schönsten und noch unberührtesten Landschaften
Norwegens. Dieser Weg ist noch nicht besonders bekannt, aber er stellt das nördliche Pendant des
Jakobswegs dar. Wir bieten Reisen _____(30) Kleingruppen _____(31) 6 bis 10 Personen. Entdecken Sie
Norwegens ungeborgene Schätze und wandern Sie mit uns Etappen des noch _____(32) Touristen
unentdeckten Pilgerweges. [Link]
Dschungelreisen (Artikeldeklination)
Erleben Sie Natur pur! Hier können Sie wilden Tieren noch ganz nah sein. Unsere organisierten Touren mit
Reiseführern mit langjähriger Erfahrung bringen Sie sicher durch _____(33) Faszination und _____(34)
Mysterien _____(35) unberührtesten Dschungel dieser Welt. Tauchen Sie in _____(36) andere Welt ein, die
weit von Ihrem Alltagsleben entfernt ist. Buchen Sie jetzt Ihre Reise mit uns. www.faszination_dschungel.de
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Sprecht über Reisen, die ihr nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz gemacht habt. Welche Städte
kennt ihr gut? Was habt ihr gesehen? Und was würdet ihr gerne einmal besichtigen?
Wie seid ihr in dem jeweiligen Land von A nach B gekommen (mit dem Auto, mit dem Zug, mit dem Bus, mit
der U-Bahn, etc...)?
B 202_Reisen in Deutschland
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3 Das Flugzeug...
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Wie komme ich am schnellsten, sichersten und nicht zuletzt am billigsten von A nach B? Das ist sicher
die Frage, die sich viele Leute stellen müssen, die beruflich unterwegs sind. Mit dem Auto, mit dem
Flugzeug, mit dem Zug, mit dem Fahrrad, zu Fuß? Welches Verkehrsmittel ich dann benutze, hängt na-
türlich von der Entfernung ab und wohin ich fahren muss.
Auf der kostenlosen Autobahn mit 200 km/h zu fahren, ist auch in Deutschland fast schon ein schöner
Traum geworden. Es gibt zwar kein generelles Tempolimit, aber viele Strecken auf den Autobahnen ha-
ben mittlerweile Geschwindigkeitsbegrenzungen – und Achtung!!!! Die nächste Radarkontrolle ist nicht
weit, und der Fahrspaß kann dann sehr teuer werden. Um 8.00 Uhr morgens im Großraum Köln oder
Frankfurt ist sowieso eher „stop and go“ oder im Stau stehen angesagt.
Der Flieger? Der hat auch so seine Probleme. Der lange Weg vom und zum Flughafen, die Kontrollen
beim Check-in, die Verspätungen, das ist in Deutschland so wie in der ganzen Welt.
Der lachende Dritte könnte die Bahn sein, die sich mit vielen attraktiven Angeboten und diversen Kun-
denkarten an Geschäftsreisende wendet. Aber die öffentlichen Verkehrsmittel wie Bahn, Busse, S- und
U-Bahnen in Deutschland bieten zwar einen guten Service, sind aber nicht ganz billig.
Entscheiden Sie!
Schreibe einen ähnlichen Text wie den, den du über Deutschland gelesen hast.
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• Regionen, über die ihr etwas gehört oder gesehen habt (Dokumentarfilme, Sendungen, etc.)
• Regionen, die ihr gerne mal kennen lernen würdet / in denen ihr gerne Mal Urlaub verbringen
würdet
• Regionen, die ihr in eurem eigenen Land gut kennt oder gerne kennen lernen würdet
• Regionen, die eurer Meinung nach einen besonderen Ruf haben (positiv oder negativ)
Wiederholung Passiv
Ü 203_Passiv_Präsens
1. Wir schreiben den Text. Der Text wird (von uns) geschrieben.
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1. Wir müssen die Rechnung bezahlen. Die Rechnung muss (von uns) bezahlt werden.
Setze die folgenden Sätze ins Passiv und beachte die richtige Zeit!
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Beschreibt eine Region, die eure Mitschüler erraten müssen. Verwendet möglichst viele
Passivstrukturen!
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Karlheinz und sein Kollege planen eine Reise nach Sizilien mit einer Seniorengruppe. Sie
haben das Meiste bereits organisiert. Jetzt hat Karlheinz´Kollege allerdings festgestellt, dass es in dem
Programm noch einige Fehler gibt und dass einige Informationen noch nicht vorhanden sind. Er ruft
Karlheinz an. Da er ihn jedoch nicht erreicht, spricht er ihm auf die Mailbox.
Hör die Nachricht und korrigiere während des Hörens die falschen Informationen oder ergänze die fehlenden
Informationen.
1. _____________
Freitag Weiterfahrt
2. _____________ 3. _____________
4. _____________
Meer Meer
Sonntag Meer
(welcher Strand?)
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5. _____________
Hallo Karlheinz! Ich rufe dich wegen der Reise nach Sizilien an, die wir mit dem Seniorenverein machen
wollen. Ich habe jetzt alle Anmeldungen bekommen und nochmal über das Programm nachgedacht. Es
gibt ein paar Änderungen, die gebe ich dir jetzt kurz durch. Hast du einen Stift zum Mitschreiben? Gut,
dann fang ich an.
Also die erste Änderung gibt es gleich am Anfang: Da ich einen günstigeren Flug gefunden habe, kom-
men wir am Donnerstag ein bisschen später am Flughafen in Messina an, nämlich erst gegen 18.45
Uhr. Ich hoffe, das ist dann die endgültige Ankunftszeit. Am Abend können wir dann in Messina was es-
sen gehen oder so, um erst einmal ein bisschen zu entspannen.
Für Freitag haben wir dann ein etwas volleres Programm: Am Vormittag wollen wir auf den Markt gehen,
da gibt es typische Produkte: Gemüse einerseits, aber auch viel Kunsthandwerk. Antiquitäten ist also
falsch, das muss Kunsthandwerkermarkt heißen. Und auch für den Nachmittag haben sich die Pläne
geändert. Ich habe nämlich gedacht, anstatt die Stadt alleine anzuschauen, ist es vielleicht interessan-
ter eine Führung mitzumachen, deshalb hab ich eine Stadtführung rausgesucht. So können wir sicher
sein, dass wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sehen. Also trage da bitte die Stadtführung ein, das ist
wichtig.
Den Samstagvormittag verbringen wir dann in Noto. Das wird sicher wunderbar, die Stadt ist wunder-
schön. Am Nachmittag geht es, wie geplant, mit dem Bus nach Syrakus, aber da muss natürlich noch
die Rückfahrt ergänzt werden. Und zwar fahren wir um 14.30 Uhr hin – ach gut, das steht ja schon da -
und um 20 Uhr wieder nach Noto zurück. Schreib das bitte auf. In Noto zurück gibt es kein Programm
mehr, da sind wir sicherlich alle müde.
Nach dem anstrengenden Samstag hatte ich vorgeschlagen, den Sonntag ganz entspannt am Meer zu
verbringen. Die Strände in der Gegend sind einfach fantastisch und das Meer wunderbar türkisblau…
Allerdings gibt es noch ein kleines Problem: ein paar der Teilnehmer wollen am Sonntag unbedingt die
Messe besuchen. Schreib die Messe bitte noch in das Programm. Die Gruppe aufzuteilen macht alles
zu kompliziert, deshalb würde ich sagen, am Sonntag gehen wir alle zusammen in die Kirche und ans
Meer dann eben erst danach. Ja, an welchen Strand genau, das müssen wir auch noch auswählen.
Am Montag wartet dann nur noch Palermo mit seinen cannoli siciliani und arancini auf uns! Und am
Abend geht es schon wieder zurück nach Deutschland.
Ja gut, Karlheinz, falls du noch Fragen oder Anregungen hast, dann ruf mich doch einfach kurz zurück.
Ansonsten kannst du das Programm auch einfach kurz formatieren und dann direkt drucken lassen! Bis
demnächst. Tschüss!
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Gruppenreise organisieren
Organisiert in einem Gespräch zu zweit oder zu dritt eine Gruppenreise. Geht dabei auf folgende Punkte ein:
- Für welche Gruppe plant ihr sie (Schulklasse, Sportverein, Seniorenverein, Sommercamp, etc.)
- Wie lange?
- Wo übernachten?
- Was machen?
etc.
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• Welche als negativ? Umfrage: Was ist für dich typisch für unsere heutige Gesellschaft?
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Wir haben ein paar Leute auf der Straße gefragt, wie sie unsere heutige, moderne Gesellschaft sehen und
haben ihnen folgende Fragen gestellt.
Antwortet zuerst auf die folgenden Fragen und lest dann, was die Leute der Umfrage gesagt haben:
• Was sind deiner Meinung nach die besten Errungenschaften unserer modernen Gesellschaft?
Markus, 29 Jahre:
Schnelllebigkeit ist für mich das Charakteristischste der modernen Gesellschaft. Alles ist schnelllebig: die
Arbeit, die Beziehungen, sogar Wohnsituationen. Es gibt keinerlei Stabilität mehr. Die größte Errungenschaft
ist für mich das Internet. Meiner Meinung nach ist das eine Errungenschaft wie damals in der Frühgeschichte
die Erfindung des Rads. Sicherlich hat genau dieses Internet und die digitalen Medien überhaupt zu der
Hektik und Schnelllebigkeit geführt, die auch so viele Nachteile mit sich bringt.
Yvonne, 45 Jahre:
Typisch? Hm...Internet, denke ich auf jeden Fall und...und digitale Abhängigkeit.
Beste Errungenschaft? Irgendwie auch Internet. Und die theoretische Gleichberechtigung von Mann und
Frau, zumindest von den Rechten her. Und die Menschenrechte im Allgemeinen.
Der negativste Aspekt unserer heutigen Gesellschaft?...Hm... Diskriminierung zwischen Mann und Frau.
Karolin, 48 Jahre
Für unsere heutige Gesellschaft ist der Individualismus typisch denke ich und das ist für mich durchaus schon
ein negativer Aspekt. Die beste Errungenschaft ist meiner Meinung nach die Verlängerung des menschlichen
Lebens, die medizinische Versorgung, generell der Fortschritt in der Medizin und der negativste Aspekt der
Individualismus.
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Heinz, 69 Jahre
Ja, wissen Se, unsere Welt die is janz schön komisch. Seltsam isse. Dit is charakteristisch. Logisch is da jar nix.
Beste Errungenschaft? Na, wohl nicht diese ollen Handys, auf denen alle immer rumfummeln tun. Dit is vom
Teufel jemacht, aber die Leut sind zu blöd, um das zu schnallen.
Kai, 36 Jahre
Die beste Errungenschaft? Hm..., ich denke, die persönliche Freiheit. Freiheit ist etwas ganz Wichtiges. Und
der negativste Aspekt? ...die zunehmende Vereinsamung.
Johanna, 32 Jahre
Schwierige Frage. Es gibt so viele Sachen, die für unsere heutige Gesellschaft typisch sind. Egoismus, würde
ich sagen, Mangel an Solidarität, ungezügelter Kapitalismus, grenzenlose Gier und damit zusammenhängend
Entfremdung des Menschen von sich selbst. Wahnsinn. Und Kälte. Bin ich zu negativ?
Ja, klar, ich denke, dass es auch viele positive Aspekte gibt. Das beginnt mit der Aufklärung: Die Suche nach
Wahrheit, auch nach der Wahrheit in sich selbst. Die theoretische Freiheit, dass man sein darf, wer man ist.
Dass die Zeit der Psychologie vor 100 Jahren begonnen hat, ist, denke ich sehr wichtig.
Negativster Aspekt? Ich denke, ich habe schon genügend negative genannt.
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Welchen Personen stimmst du zu? Welchen nicht? Schreibe einen kleinen Kommentar.
die Errungenschaft(en)
die Schnelllebigkeit
schnelllebig
hektisch
abhängig
die Abhängigkeit
erfinden
die Erfindung
die Gleichberechtigung
die Menschenrechte
der Fortschritt
narzisstisch
der Narzissmus
einsam
vereinsamen
die Vereinsamung
grenzenlos
die Gier
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Mitten in der Woche. Ein ganz normaler Arbeitstag. Menschen laufen zu den Gleisen, um ihren Zug noch zu
erwischen. Andere eilen in die entgegengesetzte Richtung zur Frankfurter S- und U-Bahn. Kaum einer schaut
nach links oder rechts. Fortschritt. Beschleunigung. Mobilität. Der oft zitierte Satz „Der Weg ist das Ziel“ gilt
hier wohl kaum. Frankfurt, die Stadt der überbeschäftigten Banker und Pendler.
Einigen Personen wurde die Frage gestellt, was Zeit für sie bedeutet:
„Zeit ist für mich Luxus, weil ich immer das Gefühl habe, ich habe zu wenig davon“, sagt ein gepflegt
gekleideter Mann mit grauen Haaren. Er ist Designer und Fotograf, achtundvierzig Jahre alt: „Wenn ich mehr
Zeit hätte, würde ich langsamer leben. Ich würde wahrscheinlich häufiger stehen bleiben, mich häufiger
umsehen und das, was ich dann sehe und erlebe, länger genießen. Einfach nur still genießen.“ Stille gibt es
im Bahnhof nicht. An ein Geländer gelehnt steht eine Frau um die Dreißig. Sie trägt eine dunkelblaue Bahn-
Uniform und sieht müde aus. Sie habe nicht viel Zeit, mit uns zu sprechen, erklärt sie. Zeit sei Luxus, sagt
auch sie und fängt an zu lachen. „Weil man zu wenig davon hat!“ Ein paar Meter entfernt eilt eine sportliche
Frau durch die Bahnhofshalle. Sie trägt einen kleinen schwarzen Hund auf dem Arm und ist auch selbst ganz
in schwarz gekleidet. Als hätte sie sich mit den ihr unbekannten Vorrednern abgesprochen, sagt die
vierundvierzig Jahre alte PR-Managerin: „Zeit ist für mich Luxus. Damit könnte ich es am einfachsten
beschreiben, weil man in der heutigen Zeit tatsächlich ganz wenig Freizeit hat. Wenn ich mehr Zeit hätte,
würde ich mehr Yoga machen, auch mal faulenzen“.
Ist der moderne Mensch noch Herr über seine eigene Zeit oder ist die Zeit Herr über ihn? Müssen wir die
Notbremse ziehen, damit die Menschen wieder selbstbestimmter mit ihrer Zeit umgehen können?
Es begegnen uns aber auch andere Menschen: Ein alter Mann mit Rollator steht vor einem Bäckerstand
neben den Bahngleisen. Er guckt griesgrämig und stöhnt genervt, als wir ihn ansprechen. „Ich bin 1936
geboren“, grummelt er vor sich hin. „Zeit? Ich hab’ Zeit. Immer. Von Monat zu Monat. Bis die Rente
wiederkommt.“ Er schweigt. „Noch mehr Zeit gibt’s nicht“, schimpft er schließlich weiter, „geht nur
vierundzwanzig Stunden, die Uhr.“ Und er habe jetzt auch gar keine Zeit mehr, sich darüber zu unterhalten,
weil sein Zug gleich losfahre. Der alte Mann beendet das Gespräch und wendet sich ab. Eine Stunde später
steht er immer noch da. Züge kommen an und fahren wieder ab. Der alte Mann bleibt an seinem Platz. Es
vergeht eine weitere Stunde. Der alte Mann schlurft zwei Schritte nach rechts, drei Schritte nach links, dann
bleibt er wieder in seiner Position. Mit leerem Blick schaut er in die Bahnhofshalle. Die Bahnhofsuhr läuft
immer weiter, Minute für Minute, Stunde für Stunde. Die Zeit vergeht.
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2 „Der Weg ist das Ziel“ ist das Motto an diesem Ort. R F
4 Die beiden Frauen sind sich darin einig, dass Zeit zu haben eine Seltenheit ist. R F
6 Der alte Mann ist genervt, weil er nicht weiß, was er mit seiner Zeit anfangen R F
soll.
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- Seht ihr unsere moderne Gesellschaft genauso, wie sie in dem Text beschrieben wird?
- Könnt ihr den alten Mann verstehen? Gibt es Momente, in denen ihr nicht wisst, was ihr mit eurer Zeit
machen sollt?
In dem Text „Wir haben keine Zeit“ wurde das Treiben am Frankfurter Bahnhof beschrieben. Wähle einen
Ort (ein Platz in deiner Stadt, eine Straße, einen Ort auf dem Land, am Strand etc.) und beschreibe, was an
diesem Ort passiert. „Interviewe“ drei Personen an diesem Ort zum Thema „Zeit“.
Wenn das Wetter morgen schön wird, könnten wir eine Fahrradtour machen. Was meinst du?
1. __________ unsere heutige Welt nicht so schnelllebig wäre, wären weniger Leute so gestresst.
2. Entschuldigen Sie, wissen Sie, __________ der Zug nach Düsseldorf auf diesem Gleis fährt?
3. __________wir im Sommer nicht nach England fahren, fahren wir auf jeden Fall für ein Wochenende
an die Ostsee.
4. Er ist sich leider noch nicht sicher, __________ er genügend Geld für die Reise hat.
5. Was meinst du? __________ das Konzert auch bei Regen stattfindet?
6. Sagen Sie mir bitte, __________ ich hier zur Staatsbibliothek komme. Ist das der richtige Weg?
7. __________ er an der Universität Heidelberg angenommen wird, ist noch nicht sicher.
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10. Es ist natürlich kein Problem, __________ sie ein Glas Wein pro Tag trinken.
11. Ich bin nicht sicher, __________ ich das richtig verstanden habe.
Sprecht über eure Arbeit oder über eine Arbeit, die ihr in der Zukunft machen wollt:
Vokabeln „Arbeitsleben“
Finde die Übersetzung in deiner Sprache
der Vertrag
(un)befristet
jdn ein/stellen
jdn an/stellen
kündigen
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das Praktikum
langweilig / öde
abwechslungsreich
die Aufgabe(n)
Chef/in
Kollege/in
Höre das Audio und kreuze an: Richtig (R) oder falsch (F)?
6 Sie arbeitet gern in ihrem Beruf, weil es immer neue Aufgaben gibt. R F
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9 Gisela fand die Arbeit auf der Wetterstation in Spitzbergen sehr interessant. R F
10 Gisela hat unter der Dunkelheit in Spitzbergen vor allem im Winter gelitten. R F
Interviewerin: In der Sendung „Berufe mit Zukunft“ stellen wir Ihnen jeden Monat Frauen vor, die in ih-
rem Beruf tätig sind. Heute ist bei uns zu Gast Gisela Decker, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Insti-
tut der Feuerwehr. Sie hat in Dresden Physik studiert, ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Frau
Decker, wieso haben Sie sich eigentlich für ein Physikstudium entschieden?
Gisela Decker: Ich habe Physik studiert, weil es meinen mathematisch-naturwissenschaftlichen Inte-
ressen am meisten entsprach, ich habe mich schon immer für Physik, Elektronik, Computer und Ma-
thematik interessiert. Dazu gibt es viele Arbeitsmöglichkeiten für Physiker und durch das Physikstu-
dium bekam ich auch die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten.
Interviewerin: Welche Chancen sehen Sie für Ihren Beruf in der Zukunft?
Gisela Decker: Ich denke, dass Physiker aufgrund der vielen Arbeitsmöglichkeiten immer gesucht wer-
den.
Interviewerin: Wie sieht der typische Arbeitsalltag einer Physikerin aus?
Gisela Decker: Es gibt wohl keinen typischen Arbeitsalltag für Physikerinnen. Je nach Projektphase ar-
beite ich mehr praktisch im Labor oder mehr theoretisch. Ich arbeite zur Zeit am Institut der Feuerwehr
und mache gerade Untersuchungen zum Löschverhalten von Wassernebel, die mit Hilfe von Compu-
tersimulation durchgeführt werden. So sitze ich meistens am Computer und arbeite theoretisch.
Interviewerin: Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?
Gisela Decker: Wahrscheinlich – wie ich schon gesagt habe – dass man in den unterschiedlichsten
Gebieten arbeiten kann. Dadurch kann man sich immer wieder mit neuen interessanten Dingen be-
schäftigen. Oft sind die verschiedenen Forschungsgebiete eng miteinander verbunden. Ich habe schon
zum Beispiel auf den Gebieten Raumfahrt, Polarforschung, Atmosphärenforschung, Computersimula-
tion und Feuerwehrforschung gearbeitet. Die Arbeit ist abwechslungsreich, das ist das Schöne dabei.
Jeder Tag ist anders, jeder Tag stellt neue Fragen. Man weiß nie, was einen erwartet.
Interviewerin: Was macht Ihnen nicht so viel Spaß?
Gisela Decker: Das Schreiben der Berichte über die Forschungstätigkeit. Aber das muss natürlich
auch gemacht werden.
Interviewerin: Welches Projekt, an dem Sie bisher gearbeitet haben, würden Sie als das interessan-
teste oder ungewöhnlichste bezeichnen?
Gisela Decker: Das interessanteste und auch ungewöhnlichste Projekt war die Arbeit an der Kolde-
wey-Wetterstation auf Spitzbergen. Das Besondere für mich war bestimmt die geographische Lage. Die
Station liegt im Norden circa 1300 Kilometer vom Nordpol. Ich habe dort als Stationsleiterin ein knap-
pes Jahr verbracht. Wir haben eine Reihe Routinemessungen durchgeführt, bei denen wir die Atmo-
sphäre erforscht haben.
Interviewerin: Und wie war das alltägliche Leben dort?
Gisela Decker: Im Winter haben unter teilweise extremen Bedingungen dort nur circa 20 Personen ge-
lebt und gearbeitet, die aus der ganzen Welt kamen. Das Leben war nicht gerade abwechslungsreich,
im Winter waren nicht mal Ausflüge in die nähere Umgebung möglich. So musste man auf engstem
Raum miteinander auskommen, ein gutes Training für gegenseitige Toleranz.
Interviewerin: Frau Decker, vielen Dank für das interessante Interview!
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Interview Beruf
Interviewe deinen Partner / deine Partnerin über ihren / seinen Beruf. Schreibe dann das Interview auf.
Das Konzept des Angestellten mit befristetem Vertrag, einer 40-Stunden-Woche und Weihnachtsgeld –
sprich einem 13. Monatsgehalt –, was in den 80er Jahren zur Normalität gehörte, gibt es schon lange nicht
mehr. Verträge sind oft auf ein bis zwei Jahre, maximal auf fünf befristet, statt einer 40-Stunden-Woche wird
meist nur von Überstunden gesprochen und auch immer mehr Leute arbeiten selbständig.
Doch was sind die Vor- und Nachteile des angestellten und des selbständigen Arbeitens?
Probiert zu zweit Vor- und Nachteile für angestelltes und selbständiges Arbeiten zu finden:
Arbeiten im Angestelltenverhältnis
Vorteile Nachteile
Vorteile Nachteile
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FERNSEHSERIEN
Sprecht über Fernsehserien:
• Was findest du an Fernsehserien interessant / nett? Was nicht? Welche Serien magst du?
• Hast du schon mal eine richtig schlechte oder kitschige Fernsehserie gesehen?
• Welche deutschen Serien kennst du? Siehst du Serien auf Deutsch oder in anderen Fremdsprachen?
Überlegt:
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Ihr seid die Schauspieler einer Fernsehserie und müsst eine kurze Szene drehen.
Wählt die Charaktere und – wenn ihr wollt – den Regisseur / Erzähler, der die Szene leitet / einführt. Erfindet
eine kurze Szene.
Ihr seid Drehbuchautoren und bewerbt euch für eine Fernsehserie. Schreibt die Zusammenfassung eures
Drehbuchs.
Wiederholung Ortspräpositionen
Ü 209
Setze die richtige Präposition und die richtig deklinierten Artikel ein:
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5. Während er _______________ Brücke (f) ging, beobachtete er zwei Personen, die leise miteinander
redeten.
6. _______________ Fenster (n) sah er eine große, graue Katze, die ihn _______________ ihren grünen
Augen (pl) direkt anstarrte.
7. Das Verbrechen ereignete sich gestern gegen 22 Uhr _______________ Park (m).
8. Der Hubschrauber landete nach drei Stunden sicher _______________ Insel (f).
9. Langsam ging sie _______________ den Torbogen (m) und betrachtete diesen von unten.
12. _______________ den Dächern (pl) der Häuser sah man die Schornsteine qualmen.
Ü 210_Filmszene
Setze die richtige Präposition und die richtig deklinierten Artikel ein:
Auf dem Platz war es ruhig. Kein Mensch war zu sehen. Die Bäume bogen sich im Wind. Markus ging langsam
1._______________ Platz (m). 2.______________ Mitte (f) des Platzes stand eine kleine Statue.
3._______________ linken Seite (f) war ein großes luxuriöses Hotel zu sehen. 4._______________ Hotel (n)
stand ein Gepäckträger, gekleidet 5._______________ eleganten, rot-schwarzen Anzug (m).
6._______________ anderen Seite (f) 7._______________ Platz (m) war ein weiteres, prächtiges Gebäude
zu sehen. Ein großes Gebäude, dessen Tür offen war. Markus ging 8._______________ Richtung (f) der
offenen Tür. Links 9._______________ Tür (f) war ein kleines Fenster und 10._______________ Fenster (n)
saß ein Portier. Markus lächelte ihn kurz an. Der Portier blickte ausdruckslos zurück. Markus ging weiter
11._______________ offene Tür (f). Direkt 12._______________ Tür (f) führte eine große, steinerne Treppe
13._______________ oberen Stockwerke (pl). 14._______________ Treppe lag ein roter Teppich, der jedoch
schon an einigen Stellen sehr abgenutzt war. Markus ging langsam die Treppe 15.__________ oben.
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Vokabeln „Fernsehserien“
drehen
spielen in +DAT
die Spannung
spannend
beliebt
teilnehmen an +DAT
die Anerkennung(en)
prägen
erfolgreich
im Mittelpunkt stehen
die Bereicherung
ermöglichen
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In Deutschland ist es zum Ritual geworden, den „Tatort“ zu schauen. Jeden Sonntagabend versammeln sich
Menschen und gucken diese Krimiserie gemeinsam. Und es gibt immer wieder neue Konzepte.
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„Tatort“ – dieser Name steht im deutschen Fernsehen für den Krimi zur besten Sendezeit am Sonntagabend.
Seit über 40 Jahren läuft die Serie nun schon. Sie zeigt Kommissare in unterschiedlichen Städten in
Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine Folge dauert etwa 90 Minuten und kostet durchschnittlich
1,27 Millionen Euro.
Die teuren Produktionen lohnen sich deshalb, weil sehr viele Leute sie anschauen. Zwischen sechs und zehn
Millionen Zuschauer verfolgen jeden Sonntag den Tatort. Sogar in Kneipen und Kinos werden sie vor großen
Gruppen gezeigt. Auch auf Facebook und bei Twitter wird jeden Sonntagabend live während der Sendung
viel über sie geschrieben. Professor Stefan Scherer vom Karlsruher Institut für Technologie weiß, warum der
Sonntagabend so eine gute Zeit dafür ist: Die Menschen sind dann entspannt und in bester Fernsehlaune.
Die Serie bringt immer mehr Komik in die Folgen, weil das bei den Zuschauern sehr gut ankommt. Dem
Tatort aus Münster brachte das fast 13 Millionen Zuschauer ein. Aber es gibt auch andere Konzepte. Die
neuen Folgen aus Hamburg setzten auf viel Action. Den Kommissar dort spielt einer der bekanntesten
deutschen Schauspieler: Til Schweiger.
Allerdings ist der Tatort nur in Deutschland so erfolgreich. Er konnte sich nicht ins Ausland verkaufen, wie die
Krimiserie „Derrick“. Die lief zwischen 1973 und 1997 in etwa 100 Ländern. Doch für einen solchen Erfolg im
Ausland hat der Tatort zu viele regionale Bezüge. Laut Scherer interessiert sich dafür nur derjenige, der auch
aus Deutschland kommt.
(aus: [Link])
Einige Verben kommen mit Präposition vor. Handelt es sich bei der Präposition um eine Lokalpräposition,
muss man lernen, welchen Fall / Kasus diese Präposition in diesem Fall benutzt.
Hier eine Liste der wichtigsten Verben mit Präposition: Konstruiere einen Satz mit den Verben:
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anfangen mit
arbeiten an + DAT
aufhören mit
beginnen mit
beneiden um
betrachten als
sich bewerben um
bitten um
danken für
denken an + AKK
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demonstrieren gegen/für
einladen zu
sich entschließen zu
erzählen von
fragen nach
gehören zu
gratulieren zu
grüßen von
halten von
halten für
sich handeln um
helfen bei
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sich kümmern um
leiden an + DAT
liefern an + AKK
passen zu
protestieren gegen/für
raten zu
sagen zu
schreiben an + AKK
sorgen für
sich sorgen um
spielen mit
sprechen mit
stimmen für
sich streiten um
suchen nach
teilnehmen an + DAT
träumen von
überreden zu
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vergleichen mit
verkaufen an + AKK
zählen zu
zunehmen an
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Prüfung B2_Schreiben_Teil_02
Sie möchten sich um ein Modellcasting bei einer bekannten Sportmarke bewerben. Schreiben Sie ein kurzes
Bewerbungsschreiben.
Schreiben Sie, für welches Casting Sie sich Schreiben Sie, warum Sie eine Arbeit als Modell im
bewerben. Sportbereich interessiert.
Beschreiben Sie Ihre bisherigen Erfahrungen in Schreiben Sie, wann Sie normalerweise arbeiten
diesem Bereich. können.
Überlegen Sie sich eine passende Reihenfolge für die Inhaltspunkte. Bei der Bewertung wird darauf geachtet,
wie genau die Inhaltspunkte bearbeitet sind, wie korrekt der Text ist und wie gut die Sätze und Abschnitte
sprachlich miteinander verknüpft sind. Vergessen Sie nicht Anrede und Gruß. Schreiben Sie mindestens 100
Wörter.
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- Was kann eurer Meinung nach jeder Einzelne tun, um die Umwelt zu schützen?
- Kann man den Klimawandel eurer Meinung nach schon merken / sehen? Wenn ja, woran?
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die Erderwärmung
der Treibhauseffekt
aus/stoßen
das Treibhausgas(e)
schmelzen
der Pol(e)
der Gletscher(-)
der Permafrost
die Trockenheit
das Artensterben
aus/sterben
das Hochwasser
die Hitzewelle(n)
das Abkommen(-)
sich verpflichten zu
reichen
verhindern
nachhaltig
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die Mülltrennung
Treibhauseffekt, Erderwärmung, Pariser Klimaabkommen, Schmelzen der Pole und des Permafrosts,
Dürreperioden, Waldsterben, Artensterben, Brände, Hochwasserkatastrophen, Stürme – das sind nur einige
Schlagwörter, die den Klimawandel charakterisieren. Während noch vor einigen Jahren mancher Politiker
diese Phänomene als Einzelfälle abtun wollte, leugnet es heute wohl fast kaum noch jemand, dass die Welt
ein Problem hat, denn die so genannten Einzelfälle häufen sich, auch in Regionen, die bis jetzt zu den
gemäßigten Klimazonen zählten. So erschütterte Deutschland und Nachbarländer im Sommer 2021 eine
unglaubliche Hochwasserkatastrophe. Kanada ächzte im gleichen Jahr unter einer extremen Hitzewelle, in
den USA kam es wiederholt zu Waldbränden.
Die Unterzeichner des Übereinkommens von Paris (Pariser Klimaabkommen) haben sich verpflichtet, bis
2030 ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Aber reicht das, um einen verheerenden Klimawandel zu
verhindern? Die einen betonen immer wieder, dass die Staaten ja schon etwas machen würden, auf dem
richtigen Weg seien, es nicht schneller gehe und es ja außerdem auch machbar sein müsse. Den anderen
geht das alles nicht schnell genug, viele Experten warnen seit Jahren und Jahrzehnten, dass wir viel zu spät
dran seien. Wiederum Andere sind der Meinung, dass es nichts bringen würde, die Menschen in Europa zu
einem nachhaltigeren Lebensstil aufzufordern und daran zu arbeiten, die CO2-Emission zu reduzieren,
während andere große Länder wie zum Beispiel China und Indien noch in einem viel größeren Ausmaß zu
dem Problem beitrügen. Andere Stimmen sehen wiederum sogar einen Zusammenhang zwischen der
Coronapandemie und dem Klimawandel.
"Wir wollen, dass die Regierenden ehrgeiziger werden", sagt eine Aktivistin aus Taiwan, "und dass ihnen die
Menschen in ihren eigenen Ländern und die anderen Menschen auf der Erde nicht gleichgültig sind. Sie
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sollen sich für ehrgeizigere Klimapläne einsetzen." Weitreichende Verpflichtungen sind nötig, sagt die
Gruppe "Care about the Climate", die sich aus jungen Menschen aus so unterschiedlichen Ländern wie
Uganda, Schweden und den USA zusammensetzt. Denn mit den momentanen Verpflichtungen wird es
unmöglich sein, die Klimaziele von Paris zu erreichen, also den Anstieg der weltweiten
Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten, wenn möglich unter 1,5 Grad, und in der
zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts die Nettoemissionen auf Null zu reduzieren.
Einer Analyse der Fachzeitschrift Nature zufolge würden die Verpflichtungen von Paris zu einem Anstieg der
weltweiten Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um 2,6 bis 3,1 Grad Celsius führen. Alles hängt von
den sogenannten "nationally determined contributions" (NDCs) ab, die viele Nationen 2015 bei der UNFCCC
eingereicht haben. Der Name klingt sehr langweilig, aber der Inhalt ist alles andere als das. Die NDCs sind das
Herzblut des Übereinkommens von Paris. Sie skizzieren nämlich die Verpflichtungen zur Emissionsreduktion
eines jeden Landes und beinhalten auch Pläne für eine Anpassung an das sich verändernde Klima,
beispielsweise den Einsatz von dürreresistenten Nutzpflanzen oder Initiativen gegen den steigenden
Meeresspiegel. Im Grunde bestimmen die NDCs darüber, ob die Welt die Klimaziele von Paris erreichen wird
und katastrophale Klimaveränderungen abgewendet werden können.
Bisher haben 162 Länder diese NDCs eingereicht. Die meisten haben eine erste Senkung der Emissionen bis
2030 versprochen und wollen ihre Bemühungen alle fünf Jahre verstärken. Jede Regierung entscheidet
selbst, wo und wie sie ihre CO2-Emissionen reduziert, sei es durch saubere Technologien, mehr erneuerbare
Energien oder eine Besteuerung von fossilen Brennstoffen. Alle NDCs sollen ehrgeizig und fair sein, daher
variieren die Verpflichtungen sehr stark, je nach den Möglichkeiten, der finanziellen Situation und der
Entwicklungsstufe eines Landes. Ein hochentwickeltes Land wie Kanada beispielsweise will seinen CO2-
Ausstoß um 30 Prozent unter das Niveau von 2005 senken. Um das zu erreichen, will es die Emissionen in
allen Bereichen der Wirtschaft senken, von der Baubranche und dem Verkehr bis zu einem Ausstieg aus der
Kohle bei der Energieversorgung. Fidschi, das sehr wenig Treibhausgase verursacht, möchte bis 2030 100
Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen beziehen. Das Land gegen extreme Wetterphänomene und
den Anstieg des Meeresspiegels zu schützen, ist für die Insel im Pazifik besonders wichtig.
Und während sich die Politik um diese großen Themen kümmert, können und müssen wir, jeder Einzelne
zum Klimaschutz beitragen? Auch hier gibt es seit Jahren hitzige Diskussionen. Die einen proklamieren,
weniger zu fliegen, zumindest keine Fernreisen mehr zu machen, sich vegetarisch oder sogar vegan zu
ernähren, die öffentlichen Verkehrsmittel statt das private Auto zu nutzen, bewusst so einzukaufen, so dass
man wenig Plastikmüll produziert. Andere sind der Meinung, dass diese Einschränkungen im Alltag zum Teil
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nicht praktikabel seien, viele Menschen gerade aus ärmeren sozialen Schichten sich so ein Verhalten nicht
leisten könnten und letztendlich das Verhalten des Einzelnen auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
3 Die Meinungen, wie man das Thema Klimawandel angehen sollte, gehen R F
auseinander.
4 Aktivisten sagen, dass die Klimaziele nicht reichen werden, um die Ziele des R F
Pariser Klimaabkommens zu erreichen.
5 Laut einer Analyse von „Nature“ werden die Ziele des Pariser R F
Klimaabkommens (= Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur unter
2 Grad halten) erreicht, wenn sich alle Staaten an ihre Versprechen halten.
6 Die NDC´s beinhalten, was ein Land tun möchte, um die Erderwärmung zu R F
stoppen.
7 Damit die NDC´s ehrgeizig und fair sind, müssen sie für alle Länder identisch R F
sein.
8 Laut Text ist es klar, dass jeder Einzelne seinen Lebensstil grundlegend R F
ändern muss.
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- Im zweiten Paragraphen werden verschiedene Meinungen beschrieben, was man tun sollte und wie
schnell. Was denkst du über diese verschiedenen Meinungen?
- Jeder Einzelne kann etwas machen oder das Verhalten des Einzelnen ist nur “ein Tropfen auf den heißen
Stein”. Was meinst du?
- Müssen wir schneller handeln oder können wir nicht schneller handeln (aus wirtschaftlichen, sozialen, etc.
Gründen)?
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Plastikmüll
Sprecht über folgende Fragen:
- Wie kann man, deiner Meinung nach, den privaten Plastikmüll reduzieren? Hast du generell Ideen, wie der
Plastikmüll reduziert werden könnte?
B 206_Prüfung_B2_Hören_Teil_04_“Plastikmüll“
[Link]
Sie hören einen kurzen Vortrag. Die Rednerin spricht über das Thema „Plastikmüll in Deutschland“. Sie hören
den Text zweimal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 23 bis 30.
Dazu haben Sie 90 Sekunden Zeit.
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24 In Deutschland...
b ... wurde 2016 mehr Verpackungsmüll als in den anderen Ländern der EU produziert.
c ... , dem Land, das die Mülltrennung eingeführt hat, ist das Umweltbewusstsein in den letzten 15
Jahren zurückgegangen.
a ... dass generell noch alle frischen Produkte überall in Plastik verpackt werden.
b ... dass noch ein guter Teil Verpackungen für frische Produkte verwendet.
c ... dass dort mehr Verpackungsmüll als in anderen europäischen Ländern produziert wird.
c ... kommt dadurch zustande, dass Kaffee zum Mitnehmen sehr beliebt ist.
a ... sind vor allem während der Arbeitszeit, wenn es schnell gehen muss, sehr beliebt.
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c ... gibt es in allen Cafés, damit die Leute sich spontan entscheiden können, ob sie die gesamte Zeit
dort verbringen wollen oder sich mit ihrem Getränk auf den Weg machen wollen.
a ... aber die Frage der Hygiene ist noch nicht hinreichend geklärt.
29 Das Mittagessen...
30 Die Lieferdienste...
Guten Tag meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zu der diesjährigen Konferenz „Save the Planet“
und zu meinem Vortrag über „Plastikmüll in Deutschland“.
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Das wird jetzt alles für Sie nichts Neues sein, denken Sie sicherlich, da heutzutage das Thema Plastik-
müll ja in aller Munde ist. Plastik kann nie ganz abgebaut werden, in den Medien wird immer mehr von
den großen Plastikinseln in den Ozeanen gesprochen. Man hat das Gefühl, dass die Leute darauf rea-
gieren wollen. Teilweise wurden, bis jetzt erst vereinzelt, schon verpackungsfreie Supermärkte einge-
führt. Die Leute scheinen im Allgemeinen immer bewusster mit dem Thema umzugehen. Deutschland
war das Land, was einst die Mülltrennung eingeführt hat, die Deutschen gelten generell als sehr um-
weltbewusst und die meisten benutzen seit sicherlich schon über 15 Jahren zum Einkaufen mitge-
brachte und damit wiederverwendbare Taschen oder Rucksäcke, Obst und Gemüse wird in den meis-
ten Supermärkten schon unverpackt an der Kasse abgewogen und dennoch wurden im Jahr 2016 über
18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll in Deutschland produziert. Das ist mehr als in jedem anderen
Land der Europäischen Union.
Das hat natürlich viele sehr geschockt und einige von Ihnen fragen sich sicherlich, wie das kommen
kann. Selbstverständlich geht eine Teilschuld an die Supermärkte, denn während einige sich mit dem
Problem schon weitestgehend auseinandersetzen und, wie ich bereits erwähnt habe, Gemüse und
Obst nicht mehr verpacken lassen, gibt es wiederum andere, die alles noch in Plastik verpacken: Bana-
nen, Tomaten, Käse, Wurst, obwohl das gar nicht nötig ist. Oftmals ist es unmöglich nach einem Ein-
kauf ohne Plastik nach Hause zu kommen.
Aber der größte Anteil des Plastiks dürfte durch die vielen To-go-Produkte zustande kommen. „Take a-
way“ oder „zum Mitnehmen“ ist in Deutschland in den letzten Jahren eine extreme Mode geworden. Es
begann mit dem „Coffee to go“, den man schnell vor der Arbeit oder am Kiosk an der Ecke noch mitge-
nommen hat und dann auf dem Weg konsumierte. Pro Cappuccino, Café Latte, Caffè au Lait oder was
auch immer, fällt ein Pappbecher mit Plastikdeckel und oftmals Plastiklöffel an. Und diesen Kaffee zum
Mitnehmen genehmigt sich gerade in Großstädten ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung. Aber
auch in der Freizeit, wenn es nicht schnell gehen muss, scheinen die Deutschen inzwischen die Heiß-
getränke, die man herumschleppen kann, zu lieben. So sieht man Leute gemütlich mit den Bechern
durch Parks schlendern oder sie sitzen sogar damit in den Cafés, da sie es sich offen halten wollen, ob
sie das ganze Getränk dort verköstigen wollen oder vielleicht doch nach der Hälfte mit dem Getränk
weggehen wollen.
In Berlin und auch in einigen anderen Städten wurden dagegen jetzt schon Maßnahmen eingeführt: Wer
seinen eigenen, wiederverwendbaren Becher mitbringt, zahlt 20 Cent weniger pro Heißgetränk und be-
kommt es direkt im eigenen Becher. Problematisch jedoch noch: die Frage der Hygiene. Doch der
„Coffee to go“ war nur der Anfang. Seit einigen Jahren gibt es in den großen Bahnhöfen der Deutschen
Bahn, der S-und U-Bahnen jeder Großstadt alles, was das Herz begehrt zum Mitnehmen zu kaufen:
Sushi, Suppen, Brötchen, Donuts, frisch gepresste Säfte, amerikanische Sandwiches, Pizza und Pom-
mes, gesunde Salate, Couscous, Milchreis, schon zurechtgeschnittenes Obst: und alles gut in kleinen
Portionen verpackt. Die heutigen Berufstätigen haben sich daran gewöhnt, ihr Essen nicht mehr von zu
Hause mitzubringen und auch nicht mehr auswärts zu essen, sondern in der Mittagspause schnell
kleine verpackte Portionen von der Bäckerei, dem Supermarkt oder dem Kiosk zu kaufen und dann zu
verzehren.
Hinzu kommen auch die vielen Lieferdienste, die gerade in den letzten Jahren wieder neu aufgelebt
sind. Gab es früher nur Pizzabringdienste, bekommt man heute alles nach Hause geliefert. Warum sel-
ber kochen? Warum bis in ein Restaurant gehen? Zu Hause ist es doch viel gemütlicher. Also, kurz die
Nummer des Bringdienstes wählen und schon steht das leckere Essen des Lieblingsrestaurants auf
dem eigenen Esstisch. Zum Verhängnis wird uns also die „To go“-Mode und, wenn ich das so provoka-
tiv sagen darf, bis zu einem gewissen Maß unsere eigene Faulheit. So praktisch das auch sein mag, hier
müssen wir auf jeden Fall zu einem Umdenken kommen, der Umwelt und den nächsten Generationen
zuliebe. Ansonsten bringt es auch nichts, dass der deutsche Bürger mit seinem Jutesäckchen in den
Supermarkt kommt und den Müll vorbildlich trennt.
Ich möchte Sie daher zu diesem aktuellen Thema zu unserer Diskussionsrunde um 14 Uhr herzlich ein-
laden. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, meine Damen und Herren.
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Fleisch - lecker, beliebt, ungesund, klimaunfreundlich und vor allem ... zu billig
- Isst du gerne (viel) Fleisch? Bist du Veganer*in / Vegetarier*in? Könntest du dich fleischlos ernähren oder
ist Fleisch für dich wichtig?
- Muss sich an dem allgemeinen Fleischkonsum deiner Meinung nach etwas ändern oder nicht?
- Zahlst du lieber mehr Geld für hochwertiges Fleisch oder ist es für dich wichtig, dass Fleisch relativ günstig
ist?
- In Deutschland wird darüber diskutiert, dass Fleisch zu billig ist und die Bauern kein Geld mehr damit
verdienen. Hast du davon gehört? Gibt es eine ähnliche Situation in deinem Land?
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat zuletzt mehrfach die ihrer Ansicht nach zu
geringen Fleischpreise in Deutschland kritisiert. Seitdem wird ihr unter anderem vorgeworfen, keine soziale
Sensibilität gegenüber einkommensschwachen Bevölkerungsschichten zu haben - und die Schuld den
Verbrauchern zu geben.
Bauernverbände und die Ministerin kritisieren dagegen, von jedem Euro, der an der Ladentheke gezahlt
werde, kämen nur um die 20 Cent an: "Die Erwartungen vieler Verbraucher an höchste Tierschutzstandards
sind für so einen Preis überhaupt nicht machbar. Muss man jeden Tag Billigfleisch essen? Oder weniger
Fleisch und dafür zu höheren Preisen?", fragte Klöckner.
"Es gibt in Deutschland eine breite Zustimmung zu mehr Tierwohl, das wissen wir aus zahlreichen Studien",
stellt der ARD-Faktenfinder fest. Der Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen
Verbraucherschutz bezifferte die jährlichen Kosten für mehr Tierwohl in der Landwirtschaft bereits in einem
Gutachten von 2015 auf drei bis fünf Milliarden Euro. Dies entspräche in etwa einer Anhebung der
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Produktionskosten - und wenn man die Produktionskosten direkt an die Verbraucher weitergeben würde
einer Erhöhung der Preise für Fleisch - von etwa 20 Prozent. Ein Anhaltspunkt für die künftigen Fleischpreise
könnten die heutigen Preise für Biofleisch sein. Sie liegen je nach Tier- und Fleischart zwischen 60 und 600
Prozent über den Preisen für konventionell hergestelltes Fleisch.
Der hohe Fleischkonsum steht aber nicht nur wegen der Lebensbedingungen der Nutztiere in der Kritik,
sondern auch wegen der Auswirkungen auf Gesundheit und Klimawandel. Natur- und
Umweltschutzorganisation wie der WWF beklagen den globalen Flächen- und Wasserverbrauch, die
Emission von Treibhausgasen und die abnehmende Fruchtbarkeit des Bodens.
Laut einer Studie der Organisation werden etwa 70 Prozent der weltweit landwirtschaftlich genutzten
Flächen von der Tierhaltung beansprucht. Diese Probleme lassen sich auch mit Bio-Haltung nur zum Teil in
den Griff bekommen, denn biologische Fleischproduktion verbraucht einerseits zwar weniger industriell
hergestellte Futtermittel, sie braucht aber andererseits noch mehr Platz, da die Tiere nicht auf zu engem
Raum gehalten werden sollen.
Der Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) zu Klimawandel und Landsystemen macht Land- und
Forstwirtschaft für 23 Prozent des menschengemachten Treibhausgas-Ausstoßes verantwortlich. Weltweit
könnte eine Fleischreduzierung laut IPCC zwischen 700 Millionen und acht Milliarden Tonnen CO2 jährlich
einsparen. Die große Spanne basiert auf unterschiedlichen Berechnungsmodellen.
Doch selbst im unteren rechnerischen Bereich würde eine Reduzierung des globalen Fleischkonsums
demnach fast zu einer jährlichen CO2-Einsparung im Umfang des gesamten Ausstoßes einer Industrienation
wie Deutschland (866 Millionen Tonnen) führen. Eine solche Verringerung würde laut IPCC auch zu weniger
Rodung und Monokulturen und damit zu einer Verlangsamung des Artensterbens beitragen.
Gesundheitliche Folgen
Einer viel beachteten Studie der Universität Oxford zufolge sterben allein in Deutschland 19.000 Menschen
im Jahr vorzeitig an Folgeerkrankungen ihres zu hohen Fleischkonsums. Die Autoren empfehlen daher eine
Besteuerung, die die Preise für unverarbeitetes Fleisch um 28 Prozent und für verarbeitete Produkte wie
Wurst um 166 Prozent ansteigen lassen würde. Der Fleischkonsum in Deutschland liegt seit fast zwei
Jahrzehnten bei um die 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Er ist damit doppelt so hoch wie die Empfehlung
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die etwa 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche für gesund
hält.
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2 Wie die Tiere gehalten werden, ist den meisten Verbrauchern in Deutschland R F
nicht so wichtig.
3 Wenn mehr Tierwohl garantiert werden soll, müssten die Preise für Fleisch R F
steigen – circa auf die Höhe von den Preisen für Biofleisch.
5 Wenn generell auf der Welt weniger Fleisch gegessen würde, könnte man R F
laut IPCC die jährlichen CO2-Emissionen erheblich verringern.
6 Der Fleischkonsum der Deutschen pro Person und pro Jahr ist circa so hoch, R F
wie Gesundheitsexperten es raten.
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Wiederholung Relativpronomen
Ü 214
Setze das richtige Relativpronomen und gegebenenfalls die richtige Präposition ein.
m f n pl
Was kann ich fürs Klima tun? Tipps mit Herrn Dr. Paul Gärtner, Klimaforscher.
Herr Dr. Paul Gärtner, 1.__________ anerkannter Klimaforscher ist, versteht, dass viele Leute oft nicht
wissen, was sie im Kleinen zum Klimaschutz beitragen können. Deswegen heute ein paar Tipps von ihm. Bitte
Herr Dr. Gärtner.
- Ja, guten Tag. Es gibt wirklich viel, 2.__________ der Einzelne, also jeder und jede von uns machen kann.
Beginnen wir mit den Verkehrsmitteln. Könnte man das Auto, 3.__________ viele Leute zur Arbeit pendeln
oder abends zum Kino, Theater, etc. fahren, vielleicht doch nicht mal stehen lassen? Verstehen Sie mich
nicht falsch, ich weiß, dass viele denken, dass das Auto das Verkehrsmittel ist, 4.__________ am besten zu
unseren Bedürfnissen passt, aber ist das wirklich so? Mit dem Auto stehe ich im Stau, komme genervt bei
der Arbeit und abends zu Hause an, weil der Parkplatz, 5.__________ ich dann nach einer halben Stunde
endlich gefunden habe, mir doch noch im letzten Moment weggeschnappt wurde. Ich weiß, einen
Arbeitsplatz, 6.__________ gleich nebenan ist, haben sicherlich die wenigsten. Aber wir könnten alle
darüber nachdenken, ob das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nicht Alternativen darstellen,
7.__________ für uns gar nicht so unpraktisch sind.
Herr Dr. Gärtner, viele finde aber gerade das Fahrrad unpraktisch, weil man es nicht bei jedem Wetter
benutzen kann oder möchte.
- Verständlich. Man kann es natürlich bei jedem Wetter benutzen. Es gibt fantastische Funktionskleidung,
8.__________ uns das Fahrrad fahren bei jedem Wetter möglich macht und 9.__________ wir trocken an
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unser Ziel kommen, aber ich verstehe ihr Argument. Sicher ist das Auto in ländlichen Gebieten,
10.__________ weit von den Arbeitsplätzen entfernt liegen und 11.__________ kaum Busse fahren,
weiterhin das wichtigste Verkehrsmittel. Aber in den Großstädten? Wenn es regnet und ich nicht mit dem
Fahrrad zur Arbeit kommen kann, bin ich doch mit den vielen Bussen und Bahnen, 12.__________ ich
vielleicht noch ein wenig entspannen und die Zeitung lesen kann, besser bedient.
- Wir haben uns an das Auto gewöhnt, klar, aber wir werden uns auch daran gewöhnen müssen, dass wir mit
dem CO2, 13.__________ wir momentan ausstoßen, nicht auf die Dauer leben können. Auch in Regionen,
14.__________ bis jetzt zu den gemäßigten Klimazonen zählten, häufen sich Unwetterkatastrophen. Das
Ansteigen der Meeresspiegel ist ein Phänomen, 15.__________ Ausmaß noch kaum überschaubar ist.
Das bezweifeln sicher inzwischen die wenigsten. Was können Sie unseren Zuschauern noch empfehlen?
- Wir müssen natürlich unbedingt unseren Plastikmüll reduzieren. Wenn ich sehe, was für Mengen an
Plastikmüll meine fünfköpfige Familie nach einem Supermarktkauf nach Hause bringt, bin ich immer wieder
schockiert. Nun kann man Verbraucher, 16.__________ keine oder kaum plastikfreie Verpackungen
angeboten werden, nicht verantwortlich machen. Der Supermarkteinkauf bleibt zur Zeit noch ein echtes
Problem und natürlich haben gerade diejenigen, 17.__________ arbeiten gehen, Kinder von der Schule
abholen und einen vollen Tag haben, nicht die Zeit, auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Wo aber jeder ein
wenig mithelfen kann, den Plastikmüll zu reduzieren, ist beim Take Away. Heißgetränke zum Mitnehmen,
zum Beispiel der inzwischen so beliebte „Coffee to go“ sind eine Alternative, 18.__________ vor allem den
winterlichen Spaziergang gemütlicher machen, aber vielleicht sollten wir solche Angebote nicht zu oft in
Anspruch nehmen und uns zumindest über das Problem, 19.__________ wir damit beitragen, bewusst sein.
Der Bringdienst, 20.__________ ich nur anrufen muss und 21.__________ mir dann mein Lieblingsessen
nach Hause bringt, ist natürlich eine schöne Sache, aber auch hier sollten wir unsere Gewohnheiten
überdenken, 22.__________ wir ja erst seit Kurzem angenommen haben, wenn man mal bedenkt, dass es
sich bei Lieferando und co um neue Moden handelt und womöglich sollten wir zu unseren alten
Gewohnheiten zurückkommen: entweder zu Hause kochen oder einen Restaurantbesuch, 23.__________
doch etwas Schönes uns Besonderes ist, zu genießen.
Herr Dr. Gärtner, leider ist unsere Zeit schon wieder abgelaufen, aber ich danke Ihnen für Ihre Tipps.
- Gern geschehen.
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Beispiel:
1) der Treibhauseffekt
Der Treibhauseffekt ist ein Phänomen, das dazu führt, dass die Temperatur auf der Erde steigt.
Der Treibhauseffekt, mit dem folgende Generationen leben müssen, stellt die Welt vor gewaltige Probleme.
2) schmelzen
3) die Dürreperiode
4) ausstoßen
5) der Gletscher
6) das Hochwasser
7) die Hitzewelle
8) das Abkommen
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Im Internet kursiert ein Video, das echt aussieht. Tage später stellt es sich als falsch heraus. Aber nicht mehr
alle glauben, dass das eine Falschnachricht war. Ein Teil der Menschen ist überzeugt, dass der Widerruf der
Nachricht eine Falschnachricht ist.
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Falschnachrichten werden heute von Privatpersonen benutzt, um die eigene Meinung zu bestärken. Von
populistischen Kräften werden sie benutzt, um Wähler*innen zu gewinnen und teilweise werden sie sogar
verwendet, um Wahlen zu manipulieren.
• Ist es heutzutage leicht oder schwierig, echte Nachrichten von Falschnachrichten zu unterscheiden?
• Immer mehr Menschen glauben den traditionellen Medien nicht mehr. Sie sind der Meinung, dass
diese nicht die Wahrheit schreiben würden, sondern die Massen manipulieren wollten. Stimmt das
oder nicht?
• Menschen glauben plötzlich wieder daran, dass die Erde eine Scheibe ist, sind der Meinung, dass
Impfstoffe mehr Krankheiten auslösen als verhüten würden, halten nichts von der Wissenschaft und
stellen auch die Geschichte, die unterrichtet wird, in Frage. Ihre Begründung ist auch hier oft: Die
Medien, die Politik, die Lobbys wollten uns manipulieren. Was hältst du von diesem Phänomen und
wie erklärst du es dir?
die Wahrheit
die Lüge(n)
die Notlüge(n)
das Vertrauen
jdm vertrauen
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der Vertrauensbruch
die Falschnachricht(en)
die Verschwörungstheorie(n)
ehrlich
die Ehrlichkeit
die Medienkompetenz
die Auswirkung(en)
das Weltgeschehen
die Plattform(en)
die Aufmerksamkeit
Abschnitt 01)
Die sozialen Medien haben unsere Kommunikation und Informationsbeschaffung revolutioniert. Plattformen
wie Facebook, X, Instagram und TikTok ermöglichen es uns, jederzeit und überall mit Freunden, Familie und
der Welt in Kontakt zu treten. Diese Vernetzung bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich,
insbesondere die Verbreitung von Fake News, also falschen oder irreführenden Informationen. Diese
Problematik hat weitreichende Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und individuelle Entscheidungen.
Jugendforscher Christian Aschrum sagt: „Die größte Problematik ist, dass Jugendliche, aber auch junge
Erwachsene und sogar relativ viele Erwachsene heutzutage soziale Medien nutzen, um sich über das
Weltgeschehen zu informieren. Das Problem ist natürlich, dass in den sozialen Medien Allmögliches gepostet
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wird und – was noch viel schlimmer ist – dass bestimmte politische Akteure diese Plattformen nutzen, um
ihre Sichtweisen zu verbreiten.“
Seine Kollegin, Dr. Sibylle Rassmann, gibt allerdings zu bedenken: „Die traditionellen Parteien haben in dieser
Hinsicht den Zug einfach verpasst. Sie setzten und setzen größtenteils immer noch auf die klassische Art der
Medienverbreitung. Die kommt bei jungen Leuten aber oftmals nicht an. Sie wollen kurze Videos, wie auf
TikTok, die ihrer Aufmerksamkeitsspanne entsprechen und sie gewissermaßen unterhalten, keine
langweilige Tagesschau, bei der sie die Hälfte nicht verstehen, oder ewig lange Talkshows, die sie nicht
interessieren.“
Ihr Kollege entgegnet: „Wenn junge Leute der Tagesschau nicht folgen können, bzw. sich nicht mehr länger
als 30 Sekunden konzentrieren können, dann sollten wir doch nicht darauf eingehen und ihnen den Konsum
aktueller Nachrichten über das Weltgeschehen als Spaßvorstellung zubereiten, sondern dann ist das ein
Zeichen dafür, dass wir ein wahnsinniges Problem in der Bildung haben.“
Dr. Sibylle Rassmann sagt dazu: „Viele von uns wollten mit 20 oder 25 Jahren die Tagesschau auch nicht
sehen. Gerade unsere Generation, die heute 40 bis 50-Jährigen galten als politikverdrossen.
Wem gibst du Recht? Christian Aschrum oder Dr. Sibylle Rassmann? Muss das Bildungsprogramm für
die Jugendlichen geändert werden oder muss sich die Vermittlung von Wissen den Kapazitäten der jungen
Leute anpassen?
Abschnitt 02)
Fake News sind gezielt erstellte und verbreitete falsche Informationen, die meist die Absicht haben, die
Meinung der Leser zu manipulieren oder bestimmte Ziele zu erreichen. Sie unterscheiden sich von
Fehlinformationen, die unbeabsichtigt falsch sind. Der Ursprung von Fake News ist nicht neu; schon immer
gab es Propaganda und Desinformation. Die Geschwindigkeit und Reichweite, mit der Fake News heutzutage
verbreitet werden können, ist jedoch beispiellos und auf die sozialen Medien zurückzuführen.
Soziale Medien bieten ideale Bedingungen für die Verbreitung von Fake News. Durch Algorithmen, die
darauf ausgelegt sind, Inhalte mit hoher Interaktionsrate zu bevorzugen, werden sensationelle oder
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skandalöse Nachrichten oft bevorzugt angezeigt. Diese Nachrichten lösen starke emotionale Reaktionen aus,
was dazu führt, dass sie häufiger geteilt und kommentiert werden. „Und das ist genau das Schlimme und
weswegen ich kritisiere, dass Nachrichten einen Unterhaltungswert haben sollten“, so Christian Aschrum:
„Wir sollten den Kindern und Jugendlichen schon in der Schule beibringen, dass Nachrichten sachlich
vermittelt werden sollten und wie eine sachliche Berichterstattung aussieht. Nur so können junge und auch
ältere Leute Fake News erkennen, die nur so gemacht sind, dass sie Emotionen generieren. Dieses
„Medienkompetenz“ zu vermitteln haben wir aber als Gesellschaft verpasst. Das ist das Gravierende.“
Ein weiterer Faktor ist der Echokammer-Effekt, bei dem Nutzer hauptsächlich Inhalte sehen, die ihre eigenen
Ansichten bestätigen. Dies verstärkt bestehende Meinungen und erschwert es, falsche Informationen zu
erkennen und zu korrigieren.
Abschnitt 03)
Die Verbreitung von Fake News hat erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen. Einer der gravierendsten
Effekte ist die Erosion des Vertrauens in traditionelle Medien und Institutionen. Wenn Menschen regelmäßig
mit widersprüchlichen oder falschen Informationen konfrontiert werden, kann dies zu einer generellen
Skepsis gegenüber allen Nachrichtenquellen führen. Dies schwächt das Fundament der Demokratie, die auf
informierte Bürger angewiesen ist.
Ein weiteres Problem ist die Polarisierung der Gesellschaft. Fake News tragen dazu bei, dass sich politische
und soziale Lager immer weiter voneinander entfernen. Dies wird durch die bereits erwähnten Echokammer-
Effekte verstärkt, die dazu führen, dass Menschen in isolierten Informationsblasen leben und kaum noch mit
abweichenden Meinungen konfrontiert werden. „Es ist natürlich ein Unterschied, ob wir unsere Meinungen
über ein Thema austauschen, dessen Grundlage für uns gleich ist. Wenn jedoch die eine Person sagt, der
Himmel ist blau und die andere Person sagt der Himmel ist rosa, wie wollen wir dann noch unsere
Meinungen darüber austauschen, ob die aktuelle Farbe des Himmels gut oder schlecht ist?“ sagt Dr. Sibylle
Rassmann.
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Was denkst du: Führen Fake News dazu, dass die Leute das Vertrauen in die Demokratie verlieren?
Können Menschen, die in unterschiedlichen Informationsblasen leben, noch ihre Meinungen austauschen?
Abschnitt 04)
Die Bekämpfung von Fake News ist eine komplexe Herausforderung, die sowohl technologische als auch
gesellschaftliche Ansätze erfordert. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Verbesserung der
Medienkompetenz der Bevölkerung. Menschen müssen lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen und
die Quellen ihrer Nachrichten zu überprüfen. Bildungseinrichtungen und Medienorganisationen spielen hier
eine entscheidende Rolle.
Technologisch gesehen setzen soziale Medienplattformen zunehmend auf künstliche Intelligenz und
maschinelles Lernen, um Fake News zu erkennen und zu entfernen. Diese Technologien sind jedoch noch
nicht perfekt und können auch legitime Inhalte fälschlicherweise als falsch einstufen. Eine weitere
Maßnahme sind Fact-Checking-Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Nachrichten zu
überprüfen und deren Richtigkeit zu bestätigen oder zu widerlegen.
Christian Aschrum sieht ein weiteres Problem: „Das Problem ist allerdings, dass all diese Mechanis-
men erst dann greifen, wenn eine falsche Nachricht schon veröffentlicht wurde. Wenn diese Nachricht
dann als falsch deklariert wird, nehmen das viele Menschen als ein Zeichen dafür, dass „die da oben“
uns manipulieren wollen und deswegen die Nachricht zensiert hätten.“
B2-Prüfung_Schreiben_Teil_01
Sie schreiben einen Forumsbeitrag zum Thema: „Fake News“
- Sagen Sie, ob Sie denken, dass Fake News ein Problem für die Demokratie sind oder nicht?
- Denken Sie, dass es heute mehr Fake News als früher gibt oder hat es Fake News immer gegeben?
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Wiederholung Artikeldeklination
m. f. n. pl.
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des des
dieses der dieses der
jedes dieser jedes dieser
jeder aller
eines eines
Gen
einer keiner
keines keines Possessivpronomen
Possessivpronomen keiner Possessivpronomen (meiner, deiner, etc.)
(meines, deines, etc.) Possessivpronomen (meines, deines, etc.)
(meiner, deiner, etc.)
Ü 215_Artikeldeklination 01
1. Hast du wirklich jed_____ Film (m) von Fatih Akin gesehen? – Ja, ich habe all_____ sein_____ Filme
(pl) gesehen.
5. Jed_____ Teilnehmer muss sich sein_____ Startnummer (f) spätestens ein_____ Tag (m) vor d_____
Wettkampf (m) im Messegebäude abholen.
Ü 216_Artikeldeklination 02
Setze einen Artikel, der vom Sinn und grammatikalisch passt ein!
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Peter Weißgauer ist Psychologe und der Meinung, dass __________ (1) Menschen ab und zu lügen.
Zumindest beugt __________ (2) Mensch manchmal die Wahrheit. Das sei sein_____ (3) Meinung nach
auch nötig, damit man sein_____ (4) Mitmenschen nicht verletzt. „Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass Sie
denken, dass __________ (5) Freundin heute nicht so schön aussieht. Das können Sie ihr natürlich nicht
sagen. In __________ (6) Moment immer die Wahrheit zu sagen, würde __________ (7) Welt sehr brutal
machen.” Marianne Pallengen ist Soziologin und sieht __________ (8) ganz anders: „ Zu __________ (9)
Beziehung gehört __________ (10) Meinung nach dazu, die Wahrheit sagen zu können, auch wenn sie nicht
immer nur positiv ist. Wie kann man __________ (11) anderen Person vertrauen, wenn man nicht weiß ob
sie oder er die Wahrheit sagt. __________ (12) Sinn haben dann noch Dinge wie Vertrauen?” Nicht
__________ (13) stimmen __________ (14) Konzept zu, aber die Mehrheit der Leute scheint der Meinung zu
sein, dass Lügen generell schlecht sind. Bei einer Umfrage haben wir festgestellt, dass über 70 % __________
(15) Leute nicht angelogen werden wollen bzw. eine Lüge als einen Vertrauensbruch wahrnehmen. Circa
50% __________ (16) Befragten sind auch der Meinung, dass, je besser die Beziehung zu __________ (17)
Person sei, desto mehr müsse man sich an das Konzept der Wahrheit halten, eben weil man Leuten, die man
gut kenne, am meisten vertraue.
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11. Sein_____ sympathisch_____ Großeltern laden ihn jedes Jahr für eine Woche zu sich ein.
12. In dies_____ aktuell_____ Zeitschrift informieren wir Sie über all_____ gesellschaftlich_____
relevant_____ Themen.
• „Das Internet ist die absolute Demokratie. Das hat man am arabischen Frühling gesehen. Ohne das
Internet wäre er nie möglich gewesen.”
• „Das Internet ist Schuld an unzähligen Falschmeldungen, die wiederum dazu führen, dass sich die
Leute nicht richtig informieren.”
• „Das Internet ist ein Mittel gegen die Schattenseiten der Massenmedien, indem es allen Bürgern -
nicht nur den reichen und einflussreichen – die Möglichkeit gibt, sich zu äußern.”
• „Das Problem des Internets ist, dass niemand weiß, wer du bist. Du kannst deine Meinung äußern
und riskiert nichts, weil du dich versteckst. Im Internet posten ist was für Feiglinge!”
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Welche der folgenden Begriffe habt ihr schon mal gehört? Was könnten Sie bedeuten?
• Filterblase
• Gedankenwelt
• Verschwörungstheorie
• Wahrnehmungsstörung
• Weltbild
• Lügenpresse
Experten haben herausgefunden, was viele von uns sicher wissen, aber niemand wirklich wahrhaben will:
Die meisten, wenn nicht sogar wir alle leben auf irgendeine Art in unserer eigenen Filterblase. Was bedeutet
das?
Der Begriff Filterblase wurde im Jahr 2011 gebildet und bedeutet, dass Mediennutzer – hauptsächlich geht
es hierbei um Internetnutzung, da dort das Angebot von Informationen am größten ist – sich nur mit
Menschen, Nutzern und Informationen umgeben, die in ihr eigenes Weltbild passen und dieses bestätigen.
Dann befindet man sich in einer so genannten Filterblase.
Nimmt man zum Beispiel irgendein Ereignis, welches auf der Welt passiert, so wird in sozialen Medien sofort
heiß darüber diskutiert und spekuliert, ohne dass Beweise vorliegen. Oft bilden sich hierbei sogenannte
Cluster. Das sind Personengruppen, die sich gegenseitig Informationen zu dem entsprechenden Thema
zukommen lassen. Untersucht man nun diese Cluster, kann man sehen, dass die verschiedenen Cluster nicht
miteinander kommunizieren, sondern dass nur innerhalb eines Cluster Informationen ausgetauscht werden
– und innerhalb eines Clusters finden sich meist Personen mit ähnlichen politischen und gesellschaftlichen
Einstellungen.
Das Problem, so Psychologen, ist unser menschliches Gehirn. Das ist nämlich so strukturiert, dass es ein
einmal begriffenes Weltbild nicht gleich wieder in Frage stellt, was früher in der freien Natur durchaus
lebensnotwendig war: Das Gehirn bildet sich aufgrund von Erfahrungen ein Bild von der Realität und wenn
dann plötzlich andere Fakten hinzukommen, stört das unser Gehirn und es denkt sich, dass das nicht passt.
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Wie funktionieren wir nun bei der Auswahl unserer Medien? Die meisten Menschen denken und würden das
wohl von sich behaupten, dass das Formen ihrer Meinungen und ihres Weltbildes so funktioniert: Wir
Menschen konsumieren verschiedene Medien, informieren uns und formen uns danach unserer Weltbild.
Psychologen sagen, dass es leider genau anders funktioniert: Wir haben ein Weltbild und wählen danach aus
dem großen Medienangebot aus, was in unser Weltbild passt. Der Rest interessiert uns einfach nicht.
Liest man zum Beispiel einen Artikel, der nicht in die eigene Gedankenwelt passt, so hat man drei
Möglichkeiten:
Erstens: Man ändert die eigene Meinung, aber das ist die anstrengendste Option.
Zweitens: Man wertet den Autor des Artikels ab und überzeugt sich, dass dieser keine Ahnung hat.
Drittens: Man zieht anderer Artikel heran, die besser zu der eigenen Meinung passen und überzeugt sich so
doch wieder von dem eigenen Weltbild.
Wie kann man sich nun davor schützen, in einer Filterblase zu leben oder wie merkt man, dass man in einer
Filterblase lebt? Prof. Reiner Kiemer, Medienforscher sagt, dass, wenn man nicht mehr auf Gegenmeinungen
stößt oder sich mit diesen nicht mehr auseinandersetzt, davon ausgehen kann, dass man in einer Filterblase
lebt, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass alle Menschen zu einem bestimmten Thema die gleiche Meinung
haben.
Und wie sieht es nun mit Lügenpresse und Verschwörungstheorien aus? Nehmen wir einmal den Anschlag in
München im Einkaufszentrum am 22. Juli 2016. Für Stunden war nicht klar, was passiert war, wie viele Täter
es waren, was die Motive waren. Im Netz bildeten sich, wie Experten sagen, zwei Cluster, ein großer rund um
die großen Zeitungen und ein kleinerer, der hauptsächlich von rechtsextremen Gruppen gebildet wurde.
Diese beiden Cluster tauschten keine Informationen miteinander aus. Der rechtsextreme Cluster war sich
sofort sicher, dass es sich bei der Tat um einen Terroranschlag des Islamischen Staates handelte. Die Nutzer
bestätigten sich gegenseitig in dieser Meinung. CNN gab heraus, dass eine Frau gehört habe, dass der Täter
„Allahu Akbar” gerufen habe. Kein weiterer Zeuge hatte das jedoch gehört und CNN bestätigte diese
Nachricht später nicht mehr. In dem zweiten, rechtsextremen Cluster war diese eine Nachricht, die gegen
alle anderen Beweise stand, jedoch klarster Beweis, dass das, was sie als Gruppe von Anfang an vermutet
hatten, stimmte, dass die Presse (also nur die Presse, die diese Personen nicht hinzuziehen) feindlich ist und
daher als Lügenpresse beschimpft wird. „Glaubt der Lügenpresse nicht!” und „Das ist doch unglaublich. Das
wird alles zensiert. Die Presse soll weg. Alles zensiert!”, waren entsprechende Kommentare, die dann im
Netz in diesem Cluster kursierten. Das wird heute als der „Hostile Media Effect” bezeichnet. 49% der
Deutschen sind heute der Meinung, dass zwischen der Glaubwürdigkeit von klassischen Medien und
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sogenannten Alternativmedien kein Unterschied ist, 28 % finden Alternativmedien glaubwürdiger und nur 17
% halten die klassischen Medien für glaubwürdig.
Ein Problem des menschlichen Gehirns, der menschlichen Psyche und damit von allen von uns ist der „Third
Person Effect”. Das bedeutet, dass die meisten Menschen sich für klüger als alle anderen halten, auch wenn
sie das nicht [Link] denken, dass andere von Boulevardpresse, Trash-TV und extremen Onlineartikeln
beeinflusst werden, wir aber nicht. Ich kann besser mit so etwas umgehen, ich bin besser informiert, ich
werde nicht manipuliert, andere ja.
Außerdem haben Psychologen herausgefunden, dass wir Dinge irgendwann für richtig halten, wenn sie uns
nur oft genug wiederholt werden. Testpersonen wurden fünf verschiedene Informationen auf einem Blatt
Papier über fünf Wochen jeden Tag gegeben und sie sollten ankreuzen, welche Informationen ihrer Meinung
nach korrekt waren und welche falsch. Am Ende der fünf Wochen kreuzten die Personen oftmals Aussagen
als richtig an, die sie am Beginn der fünf Wochen für falsch gehalten haben, nur, weil diese Aussagen immer
wieder während dieser fünf Wochen wiederholt worden sind.
Befindest du dich also in einer Filterblase? Höchstwahrscheinlich ja, denn wir alle befinden uns in solch einer
Blase, aber, wenn wir uns dieser Effekte bewusst sind, können wir doch etwas tun. Experten raten, bewusst
mit Menschen sich auseinanderzusetzen, die andere Meinungen als die eigene haben und bewusst auch
Informationen zu konsumieren, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen.
Fragen zum Text: Probier, wenn möglich, mit eigenen Worten zu antworten.
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• Habt ihr manchmal Schwierigkeiten „Fake News” von richtigen Meldungen zu unterscheiden oder
nicht? Denkt ihr, dass es manchmal schwierig sein kann? (Begründet eure Meinung)
• Setzt ihr euch gerne und oft mit Personen auseinander, die komplett andere Meinungen haben als
ihr? Ist das eurer Meinung nach möglich oder sind wir Menschen dafür nicht offen genug?
• Denkt ihr, dass wir alle in einer Filterblase sind oder nicht?
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Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_01
(vorgeschlagene Arbeitszeit: 50 Minuten)
• Äußern Sie Ihre Meinung zu modernen Medien (Internet, Smartphone, soziale Netzwerke).
• Nennen Sie Fälle, in denen Sie die modernen Medien für sinnvoll und nützlich erachten.
• Nennen Sie Fälle, in denen Sie moderne Medien als riskant, gefährlich oder sinnlos erachten.
• Beschreiben Sie, wie Ihrer Meinung nach ein Umgang mit diesen Medien sinnvoll wäre.
Denken Sie an eine Einleitung und an einen Schluss. Bei der Bewertung wird darauf geachtet, wie genau die
Inhaltspunkte bearbeitet sind, wie korrekt der Text ist und wie gut die Sätze und Abschnitte sprachlich
miteinander verknüpft sind.
B207 _ B2-Prüfung_Hören_Teil_01
[Link]
Sie hören fünf Gespräche und Äußerungen aus dem Alltag. Sie hören jeden Text einmal. Wählen Sie bei den
Aufgaben die richtige Lösung Richtig oder Falsch und a, b oder c. Lesen Sie jetzt das Beispiel. Dazu haben Sie
10 Sekunden Zeit.
Beispiel
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Text 1
Text 2
Text 3
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6 Sie findet, dass ... a. das Berufspraktikum sinnvoll ist, da man einen
guten Einblick in den Job bekommt.
Text 4
8 Ihre Kunden sind heute unter anderem... a. ... Veganer und Vegetarier.
b. ... Übergewichtige.
Text 5
Sie hören nun fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text einmal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen
Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
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Beispiel
Guten Tag, ich bin gerade im Internet auf Ihre Seite gestoßen und habe gesehen, dass Sie außer
Deutsch noch ganz viele andere Sprachen unterrichten. Ist das richtig?
Ja, das stimmt. Wir bieten wirklich sehr viele Sprachen an. Bei uns können Sie natürlich die gängigen
europäischen Sprachen wie Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und auch Griechisch, Portu-
giesisch sowie Dänisch lernen. Des Weiteren bieten wir, allerdings nur als Einzelunterricht, auch Japa-
nisch, Arabisch, Chinesisch und Russisch an. Wenn Sie Glück haben und sich zeitgleich mindestens
drei Teilnehmer für die gleiche Sprache finden, können wir Ihnen allerdings auch für diese Sprachen
einen kleinen Gruppenkurs zur Verfügung stellen. Unsere Preise haben Sie ja sicher schon auf der Inter-
netseite gesehen, sowie auch die Kursarten. Dabei handelt es sich prinzipiell um Morgens-, Nachmit-
tags- und Abendkurse. Bei Einzelunterricht darf die Zeit natürlich frei gewählt werden.
Text 1
Guten Tag, eine Frage, was denken Sie über Facebook? Facebook hat ja durch den Datenskandal in
letzter Zeit einen schlechten Ruf bekommen. Viele Leute haben sogar Ihren Facebook-Account ge-
löscht.
Ja, das haben viele Freunde von mir auch gemacht und ich kann diese Reaktion komplett verstehen. Ich
muss zugeben, dass ich auch länger darüber nachgedacht habe, aber ich bin Yogalehrerin und habe
mein privates Studio. Da hilft Facebook natürlich ungemein für die Werbung. Ohne das geht da heute
gar nichts mehr, gerade wenn man auf dem Markt konkurrenzfähig bleiben will. Ich hatte dann darüber
nachgedacht, meinen privaten Account zu löschen, muss aber zugeben, dass ich mich einfach sehr
viel mit Hilfe von Facebook über verschiedenste Veranstaltungen, die in meiner Stadt stattfinden, infor-
miere. Für mich überwiegen leider immer noch die Vorteile.
Text 2
Und hier wieder unsere Wirtschaftswoche. Heute Thema Zeitarbeit. Ausbeute oder Chance – was den-
ken Sie?
Also, ich bin selbst für drei Jahre Zeitarbeiter gewesen und muss zugeben, dass das für mich das Beste
war, was mir passieren konnte. Damit hatte ich nicht gerechnet. Alle hatten mir Horrorgeschichten da-
von erzählt: Du wirst nur ausgenutzt, musst auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle verzich-
ten, wirst viel weniger bezahlt, bekommst null Sicherheiten. Aber die Zeitarbeitsfirma, bei der ich dann
angestellt war, war sehr seriös. Ich hatte einen Vertrag, eben mit dieser Firma und damit die Garantie
auf Gehalt, selbst wenn sie mal für eine kurze Zeit nichts für mich hatten, was selten vorkam. Außer-
dem konnte ich so mehrere verschiedene Bereiche ausprobieren, bis ich schließlich von einer Firma
übernommen worden bin.
Text 3
Heute wollen wir mit unseren jüngeren Zuhörern über das Berufspraktikum sprechen. Mareike, richtig?
Ja.
Du hast gerade vor einer Woche dein vierwöchiges Berufspraktikum absolviert. Wie war es denn? Hat
dir das etwas gebracht?
Also, ich weiß eigentlich schon seit Langem, dass ich Ärztin werden möchte. Von daher habe ich das
Praktikum in einer Klinik gemacht und das war unglaublich spannend für mich. Ich hätte das auch in
den Sommerferien gemacht, wenn es nicht in der Schule vorgesehen gewesen wäre. Aber von vielen
meiner Klassenkameraden habe ich gehört, dass sie das Praktikum total nutzlos finden. Sie machen
letztendlich irgendwas, weil sie keine Idee haben, zum Beispiel in der Buchhandlung, beim Friseur, in
einer Firma und am Ende müssen sie nur Kaffee kochen, aufräumen und putzen. Das macht doch echt
keinen Sinn.
Text 4
Ich arbeite schon seit über zwanzig Jahren in der Ernährungsberatung. Auch wenn die Leute früher im-
mer schon Diäten gemacht haben, boomt unsere Branche in den letzten Jahren, da die Menschen sich
immer bewusster ernähren oder ernähren wollen. Und was sich besonders geändert hat, ist die Kund-
schaft: Während früher zu 90 Prozent Leute mit Gewichtsproblemen in meine Praxis gekommen sind,
gehören heutzutage immer mehr Sportler zu unseren Kunden oder Leute, die eine gesunde Ernährung
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anstreben, vielleicht auch eine fleischlose, eine ohne tierische Produkte und wissen wollen, was sie
dabei alles beachten müssen.
Text 5
Hast du dich eigentlich für einen Erasmusaufenthalt beworben?
Nee, meine Eltern halten nichts davon. Sie sagen, das ist verlorene Zeit und ich soll lieber zusehen,
dass ich mein Studium fertig kriege.
Ach wirklich? Aber wie kannst du denn dieser Meinung sein? Während eines Ersamusaufenthalts lernst
du nicht nur eine neue Sprache und Kultur kennen, du wirst auch viel selbständiger.
Sie denken, dass man da nur ein Jahr lang Partys macht, säuft und eigentlich nicht zur Uni geht. Mein
Cousin war ein Jahr in Portugal und hat dort im Prinzip kein Wort Portugiesisch gelernt, weil er immer
nur mit der internationalen Gruppe unterwegs war und das ganze Jahr lang nur Englisch und Deutsch
gesprochen hat. Rausgeschmissene Zeit, sagen meine Eltern.
Ja, aber das kommt doch auf jeden persönlich an, wie er oder sie die Zeit nutzt.
Das stimmt schon. Was soll ich dir sagen? Vielleicht vertrauen meine Eltern mir nicht... Auf der ande-
ren Seite hat meine Familie echt wenig Geld. Ich muss in der Regelstudienzeit bleiben und so ein Auf-
enthalt im Ausland kostet ja auch nicht ganz wenig.
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- Machst du Sport oder hast du als Kind Sport gemacht? Magst du es generell, dich zu bewegen oder nicht?
Welche Sportarten hast du ausprobiert und welche würdest du gerne probieren?
- Denkst du, dass Sport für die körperliche und mentale Gesundheit aller Menschen gut ist?
- Bist du glücklich, wenn dir dein Arzt / deine Ärztin empfiehlt mehr Sport zu machen oder nervt dich das?
- Denkst du, dass Sport gut für Kinder ist und dass alle Kinder einen Sport machen sollten?
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der Sport
die Sportart(en)
der Leistungssport
jdn fördern
leistungsfähig
anstrengend
die Anstrengung
sich anstrengen
toben
das Abenteuer
abenteuerlich
der Abenteurer(-)
der Ausgleich zu
sich überschätzen
der Leichtsinn
anstrengend
die Verletzung(en)
der Rekord(e)
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B 208_Übung_Prüfung_Hören_Teil_03_“Kinder und
Sport“
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Sie hören im Radio ein Gespräch mit mehreren Personen. Die Personen sprechen über das Thema „Sport und
Gesundheit bei Kindern“. Sie hören den Text einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe: Wer sagt das? Lesen Sie
jetzt die Aufgaben 17 bis 22. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
Der Moderator der Radiosendung „Sport und Gesundheit” Karsten Möller diskutiert mit der Sportlehrerin
Barbara Findeisen und Kersten Bauer, Mutter von zwei Kindern, über das Thema „Kinder und Sport”.
17 Die Freude an der Bewegung soll bereits in der Grundschule gefördert werden. a b c
18 Die Kinder sind nicht mehr so fit wie vor ein paar Jahren. a b c
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Der Moderator der Radiosendung „Sport und Gesundheit” Karsten Möller diskutiert mit der Sportlehre-
rin Barbara Findeisen und der Mutter Kersten Bauer über das Thema „Kinder und Sport”.
Möller: Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Wir freuen uns, Sie bei unserer Sendung „Sport
und Gesundheit” begrüßen zu dürfen. Unser Thema ist heute „Kinder und Sport”. Ich begrüße im Studio
die Sportlehrerin Barbara Findeisen und Frau Kersten Bauer, Mutter von zwei Kindern im Alter von 8 und
14 Jahren. Immer mehr deutsche Kinder sind schon im Grundschulalter übergewichtig, weil sie sich zu
wenig bewegen. Deshalb will eine bundesweite Initiative bereits in der Grundschule die Freude an der
Bewegung fördern. Wie sind Ihre Erfahrungen diesbezüglich, Frau Findeisen?
Findeisen: Kinder können einfach heute viele Sachen nicht mehr, die früher problemlos gemacht wur-
den. Zum Beispiel beim Krafttraining oder Wettlaufen geben viele Kinder sofort auf, sie wollen nicht
mehr weiter trainieren. Kinder sind nicht mehr so leistungsfähig wie früher. Früher hatten die Kinder
einfach mehr Energie. Heute können sie vieles nicht mehr.
Bauer: Ich denke, das kommt wirklich auf die Kinder an. Meine Große zum Beispiel macht regelmäßig
ihren Sport. Sie spielt zweimal die Woche Volleyball. Das tut ihr richtig gut, denn dann kann sie den
Stress von der Schule und den vielen Hausaufgaben ein bisschen rauslassen. Der Kleine hingegen be-
schäftigt sich viel mit seiner Konsole und hängt den ganzen Nachmittag vor dem Fernseher, wenn ich
nichts sage. Ich finde es jedenfalls wichtig, dass die Kinder ihren Sport machen.
Findeisen: Ich finde, die Eltern sollten ihre Kinder auch mal ein bisschen fordern und ihnen nicht im-
mer gleich nachgeben und jeden Wunsch erfüllen. Die Kinder sind es überhaupt nicht mehr gewöhnt
sich für irgendetwas anzustrengen. Sie bekommen immer alles sofort. Das gleiche gilt auch für den
Sport. Um etwas zu erreichen, muss man trainieren. Das kommt nicht automatisch.
Möller: Sie meinen also, Eltern sollten ihre Kinder nicht von Anstrengungen fernhalten. Statt mit dem
Auto zur Schule gefahren zu werden, könnten sie beispielsweise zu Fuß gehen, das Fahrrad oder den
Bus nehmen.
Die Initiative „Klasse in Sport“ will in manchen Fächern, in denen die Schüler normalerweise still sitzen
und konzentriert zuhören müssen, also in kognitiven Fächern wie Mathematik oder Englisch, Bewe-
gungsübungen einbauen. Die Übungen werden in den Unterricht integriert.
Findeisen: Das finde ich absolut richtig. Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass sich die Kinder
durch die regelmäßige Bewegung auch besser konzentrieren konnten. Sie fanden dafür einen einfachen
Satz: ‚Toben macht schlau!‘ Viel Bewegung macht also auch klüger.
Bauer: Ich denke, dass so den Schülern auch die Schule mehr Spaß macht. Wenn sie aktiv am Unter-
richt teilhaben können und nicht immer nur auf ihren Stühlen sitzen müssen.
Möller: Frau Findeisen, Frau Bauer, ich danke Ihnen für Ihre Teilnahme an unserer Sendung und die in-
teressante Diskussion. Vielen Dank auch unseren Zuhörern, wir hören uns nächsten Mittwoch wieder,
wie immer zur gleichen Zeit.
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Extremsport
- Gibt es einen Extremsport, der dich faszinieren würde? Wenn ja, welcher und warum?
“Wir machen Wanderurlaub.” Wer das in den Neunziger Jahren als Teenager seinen Freunden erzählen
musste, war meist etwas peinlich berührt. Wandern war etwas für alte Leute oder Familien mit kleinen
Kindern, galt als ein wenig spießig und war lange nicht so angesehen, wie ein Urlaub am Meer, wo einen,
auch wenn man noch mit seinen Eltern verreiste, im besten Fall nicht nur Sand und Wasser, sondern auch
Diskotheken, Partys und die ersten Sommerflirts erwarteten.
Doch in den letzten Jahrzehnten boomt die so genannte Outdoorbranche. Natur gepaart mit einem Stück
Abenteuer scheint das zu sein, was viele Leute heutzutage anspricht. Raus aus dem Alltag, idyllische Orte
entdecken. Die Tourismusindustrie hat herausgefunden, dass es das ist, was im Moment immer mehr
Menschen wollen. Was auf der einen Seite ein wunderschöner Ausgleich zu dem hektischen Leben unserer
Zeit ist, kann, wenn Tourismusbranche und Touristen nicht aufpassen, auch Probleme mit sich bringen.
Die Zugspitze, der Großglockner, das Matterhorn, sogar der Mont Blanc, dies alles sind Berge, die in den
letzten Jahren immer mehr Touristen anziehen. Richtet man den Blick weg von unserem Kontinent, so kann
man sehen, dass der Bergtourismus auch in anderen Ländern boomt. Kilimandscharo und Mount Everest
zählen zu Zielen, die sich inzwischen auch Leute vornehmen, die nicht ihr Leben mit dem Bergsteigen
verbringen. Karl P.* vom Alpenverein, der einen richtigen Umgang mit dem Berg predigt, sagt: “Die Leute
sehen die Berge oft wie einen riesigen Abenteuerspielplatz und haben kein Gefühl dafür, dass dieser
“Spielplatz” auch sehr gefährlich werden kann, wenn man nicht richtig vorbereitet ist oder sich überschätzt.
Wir sehen das im Extremen im Himalaya, am Everest. Es gibt immer mehr Leute, die denken, dass es genügt,
sportlich zu sein und dann kann man halt auch mal den höchsten Berg der Erde erklimmen. Aus meiner Sicht
ist das grober Leichtsinn. An die Berge muss man sich langsam herantasten. Man braucht Erfahrung. Und das
gilt auch für unsere heimischen Berge.” Auch Thomas L.* von der Bergwacht sagt: “Ich liebe meine Arbeit als
freiwilliger Bergretter, aber natürlich steigt die Anzahl der Unfälle am Berg in den letzten Jahren deutlich.
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Und nicht nur Unfälle. Wir haben auch immer wieder Hubschraubereinsätze wegen Angst-Blockaden oder
weil die Leute einfach am Ende sind und nicht mehr weiter gehen können. Da fehlt die Erfahrung, aber auch
ganz grundlegende Dinge. Wenn ich sehe, dass Leute in Turnschuhen und ohne Funktionskleidung unterwegs
sind, die sie zum Beispiel bei Regen und kaltem Wind schützt, merke ich, dass viele einfach nicht wissen, wie
anders die Natur da oben im Vergleich zu hier unten im Tal ist.”
Der Watzmann liegt in den Berchtesgadener Alpen zwischen Deutschland und Österreich und seine
Überschreitung, die Watzmannüberschreitung, gehört zu den Touren, die in den letzten Jahren immer
beliebter wurden, auch bei Leuten, die vorher noch nie in den Bergen waren.
Olli S.* und Sabine Z.*: “Wir kommen aus Niedersachsen, circa 1000 Kilometer entfernt. Das war jetzt ´ne
ganz spontane Aktion. Hotel gebucht und dann einfach mal über den Watzmann. War echt anstrengend.”
Michael M.* sagt: “Das ist die allererste Bergtour meines Lebens. Ich bin vorher ein bisschen laufen
gewesen. Ich denke, viel mehr kann man als Vorbereitung nicht machen.”
Bergwanderführerin Ulrike K.* ist besorgt: “Die Leute kommen eben mal kurz hier her mit der
Erwartungshaltung, dass, wenn sie ein Wochenende gebucht haben, das dann auch funktionieren muss,
unabhängig davon, wie an dem Tag dann das Wetter ist, oder ob das, was sie sich da vorgenommen haben,
überhaupt für sie machbar ist. Wir bemerken, dass gerade unerfahrene Leute immer öfter an ihr Limit und
darüber hinaus gehen.”
Die Outdoorbranche wiederum profitiert davon. Es gibt immer mehr neue Trends für verschiedene
Zielgruppen, Outdoorkleidung ist heute Label für einen bestimmten Lifestyle: Natur und Abenteuer.
Auch Klettersteige sind in der letzten Zeit immer populärer geworden, was dazu führt, dass die
Tourismusämter immer weitere angelegen, um die Regionen attraktiver zu machen. Die Touristen vergnügen
sich. Thomas L.* von der Bergwacht sagt: “Klettersteige sind leider ein neuer Unfallschwerpunkt. Ich kann
verstehen, dass sie attraktiv für die Leute sind, aber wir müssen es schaffen, zu vermitteln, dass man sich
auch hier schrittweise herantasten sollte, am besten am Anfang mit einem Klettertrainer oder einem
Bergführer. Am Klettersteig fühlt man sich, da man ja einen Gurt trägt, relativ sicher, aber Stürze können hier
verheerende Folgen haben. Die Leitern und Sicherungsseile können ernsthafte Verletzungen verursachen.”
Aber der Bergtourismus bietet nicht nur den Abenteurern etwas. Schnell und bequem hohe Gipfel zu
erklimmen, wird immer beliebter. Für all diejenigen, die sich nicht anstrengen wollen, aber dennoch ein
wunderschönes Panorama genießen möchten, sorgt die Tourismusindustrie vor und baut immer mehr
Seilbahnen bis zu den hohen Spitzen.
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Kristine B*, Mutter von zwei Kindern macht Urlaub in Bad Gastein in Österreich. Sie ist von den Seilbahnen,
die sie auf die Gipfel bringen, begeistert: “Ich find´s gut, dass hier oben alles ein bisschen mehr erschlossen
ist, dass man mehr hier draußen machen kann. Es ist gut, dass man sich das alles anschauen kann, ohne zu
Fuß hoch laufen zu müssen. Ich glaube, dass zieht dann auch definitiv mehr Familien an.”
Da die Hochsaison im Winter ist, versuchen einige Orte nun Sommergäste mit Attraktionen in den Bergen
anzulocken. So gibt es auf einigen Gipfeln inzwischen ganze Funparks. Das sind große Spielplätze mit
Trampolin, Slacklinepark, Hängebrücke, Miniklettersteigen, etc., im Prinzip große Spielplätze auf über 2000
Metern Höhe.
Susanne S.* vom Bergschutzverein sieht die Begeisterung der Tourismusämter kritisch: “Wir sollten uns
fragen, was der richtige Umgang mit den Bergen ist. Berge verlangen Respekt. Attraktionen und Fun Parks
haben hier oben meiner Meinung nach nichts zu suchen. Sie zerstören die Idylle, den natürlichen Raum. Man
muss den Leuten, die mit den Bergen, so wie sie sind, nichts anfangen können, diese Naturlandschaft
nahebringen. Es gibt Bemühungen in Richtung des so genannten sanften Tourismus, z.B. geführte
Mountainbiketouren, botanische Touren, etc. . Ich denke, das ist wie mit der Kunst. Die Schönheit der Berge
erschließt sich nicht jedem sofort. Sie den Touristen nahezubringen ist aus zwei Gründen eine wichtige
Aufgabe. Erstens, weil wir im Einklang mit der Natur leben sollten und nicht alle Winkel der Erde mit
Attraktionen bebauen sollten und zweitens zum Verständnis und Schutz der immer mehr werdenden
Bergtouristen.”
2 Natur und Abenteuer ist in den letzten Jahren eine beliebte Kombination bei R F
Touristen.
4 Karl P. ist der Meinung, dass jeder mit ein bisschen Training auf die Gipfel der R F
Alpen kommen kann.
5 Thomas L. denkt, dass viele Leute die Lage in den Bergen nicht richtig R F
einschätzen können.
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7 Ulrike K. Sagt, dass viele auch das Wetter nicht richtig mit einberechnen. R F
9 Die höchsten Gipfel der Alpen kann man mit Seilbahnen erreichen. R F
10 Susanne S. denkt, dass es nicht der richtige Ansatz ist, die Berge mit R F
Touristenattraktionen interessanter zu machen.
- Wanderst du gerne oder nicht? Bist du gerne in den Bergen oder warst du noch nie dort?
- Würdest du auch sagen, dass der Wandersport und der Bergtourismus generell in den letzten Jahren
beliebter geworden sind?
- Denkst du, dass man sich für eine alpine Bergtour besonders vorbereiten muss? Würdest du denken, dass
du die eventuellen Risiken in den Bergen gut einschätzen könntest?
- Denkst du, dass es generell manchmal Situationen gibt (nicht nur in den Bergen), in denen sich Touristen
leichtsinnig verhalten?
- Die Outdoorindustrie unterstützt den neuen Trend “Natur und Abenteuer”. Ist das deiner Meinung nach ein
guter Trend oder nicht?
- Was denkst du über die im Text erwähnten Attraktionen, um die Berge interessanter zu machen (Funparks
auf den Gipfeln, Seilbahnen, die die Spitzen erreichen)?
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B 209_Übung_Prüfung_Hören_Teil_03_“Extrem-
sport“
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Sie hören im Radio ein Gespräch mit mehreren Personen. Die Personen sprechen über das Thema
„Extremsport“. Sie hören den Text einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe: Wer sagt das? Lesen Sie jetzt die
Aufgaben 17 bis 22. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
Die Moderatorin der Radiosendung „Morgenstund hat Gold im Mund” Toni Lorenz diskutiert mit dem
Sportpsychologen Eddie Anders und dem Extremsportler Jonny Tekkel über das Thema „Extremsport”.
22 Wer extremen Sport treibt, kann eine Art Sucht danach entwickeln. a b c
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Die Moderatorin der Radiosendung „Morgenstund hat Gold im Mund“ Toni Lorenz vom Nordwest Radio
diskutiert mit dem Sportpsychologen Eddie Anders und dem Extremsportler Jonny Tekkel über das
Thema „Wie extrem kann Sport sein?”.
Toni: Guten Morgen und Moinmoin liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Seid ihr auch wieder dabei? Ich
freu mich, dass ihr auch zu so früher Stunde eingeschaltet habt und mit dabei seid, wenn es extrem
wird. Heute haben wir wieder spannende Gäste hier im Studio und ich begrüße Eddie Anders, Sportpsy-
chologe aus Münster und Jonny Tekkel, Mountainbiker, Kletterer, Surfer und Paraglider. Wir sprechen in
dieser Sendung über Extremsport und was dahinter steckt. Ich habe mir extra mein Aerobic-Outfit an-
gezogen. Was sagt ihr dazu, meine Herren?
(Lachen)
Eddie: Sieht super aus!
Jonny: Das trage ich auch immer zum Sport. Deshalb bekomme ich auch so viele Klicks auf YouTube.
Nein, also Spaß bei Seite: Das pinke Stirnband steht dir besonders gut, Toni, Kompliment!
Toni: Haha, zum Glück könnt ihr jetzt nicht sehen, wie ich rot werde. Mensch Jonny, danke. Ich wollte
neben euch Sportskanonen ja nicht blöd aus der Wäsche gucken. Du hast eben von Videos auf Y-
ouTube gesprochen. Was zeigst du denn da?
Jonny: Ich mache Videos von meinen Aktionen, z.B. beim Free Solo Klettern ohne jegliche Sicherung,
wenn ich bei Kampagnen unter anderem von Red Bull mitmache, bei Filmdrehs wie „Where the trail
ends“ dabei bin oder einfach mit Kumpels Spaß habe. Vielen Leuten gefällt das – ich bekomme sehr
viele positive Rückmeldungen.
Toni: Eddie, worin unterscheiden sich denn eigentlich Extremsportler von anderen Spitzensportlern?
Eddie: Extremsportler suchen das kalkulierte Risiko, bei dem es weniger um das Besiegen eines ande-
ren Athleten geht, sondern mehr um das Überschreiten eigener körperlicher und geistiger Grenzen.
Toni: Ist es nur der mediale Schein, oder hat die Popularität von extremen Sportarten in den letzten Jah-
ren zugenommen?
Eddie: Aus meiner Sicht ist es genau die Wechselwirkung zwischen extremen sportlichen Unterneh-
mungen und der medialen Verbreitung, die in den letzten Jahren immens zugenommen hat. Menschen,
die fasziniert davon sind, ihre eigenen Grenzen zu testen und immer weiter hinauszuschieben, gab es
schon immer und wird es vermutlich auch immer geben. Heutzutage kommen neben der persönlichen
Motivation dieser Extremsportler perfekte mediale Möglichkeiten hinzu, das eigene Ego zu vermarkten.
Jonny: Jeder Sport, ob das Absurfen einer wunderschönen Welle oder der Sprung aus einem Hub-
schrauber, ist für mich immer ein Akt der Selbstverwirklichung. Ich hatte dabei nie die Öffentlichkeit im
Sinn, sondern betreibe es für mich selbst.
Toni: Aber du gehst mit deinen Aktionen doch bewusst in die Öffentlichkeit und nutzt soziale Medien
regelmäßig zur Vermarktung.
Jonny: Ich bin berührt von jeder positiven Resonanz und den vielen Kommentaren zu meinen Auftritten
und Videos. Besonders durch die Rolle in dem Freeride Mountainbike Film „Where the trail ends“ habe
ich unheimlich viele Zuschriften bekommen. Dass mir der Erfolg des Films nun erlaubt, ein wenig Geld
mit dem zu verdienen, was ich aus Leidenschaft tue, ist überwältigend.
Toni: Aber was ihr da auf den Pisten mit euren Rädern gemacht habt, war doch lebensgefährlich. Ich
konnte kaum hinschauen. Eddie, warum gehen viele Extremsportler deiner Meinung nach das Risiko
ein, sich bei „ihrem“ Sport zu verletzen oder im schlimmsten Fall zu sterben?
Eddie: Der Antrieb dieser Sportler ergibt sich aus dem Bedürfnis nach abwechslungsreichen, neuen,
intensiven Sinneseindrücken. Auf der Suche nach dem Abenteuer oder dem neuen Kick, ist man dann
bereit, physische und soziale Risiken einzugehen. Der Sportler setzt sich aber nicht einfach planlos ei-
nem Risiko aus. Er sucht gezielt eine neue Herausforderung, welche seinen eigenen Fähigkeiten ent-
spricht, die er dabei sich selbst beweisen kann.
Toni: Aber Extremsport bedeutet auch Angst. Wie überwindest du sie, Jonny?
Jonny: Ich meditiere und mache viele Atemübungen. Vor einem Absprung beim Paragliding zum Bei-
spiel, atme ich bewusst durch die Nase. Ich nehme jeden Atemzug genau wahr. In dem Moment, wo ich
eine Welle anpaddele, glaube ich nicht nur, dass ich es schaffen kann. Ich bin felsenfest davon über-
zeugt. Nervosität, auch Angst kommen allenfalls zwischendurch auf, wenn ich mir ein neues Ziel setze.
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So wie heute, als ich in die Berge gewandert bin, um mir eine neue Kletterstrecke vorzunehmen. Aber
dafür trainiert man ja...
Eddie: Trotzdem gibt es immer wieder schlimme Unfälle bei Extremsportlern und es scheint, als ob sie
manchmal die Risiken, auch die Todesgefahr, völlig ausblenden. In der Tat glaube ich, dass hier in vie-
len Fällen von Sucht gesprochen werden kann. Die Bewältigung extremer, risikoreicher sportlicher Her-
ausforderungen löst Belohnungsmechanismen im Gehirn aus. Diese führen zu dem Wunsch, solche
Aktivitäten zu wiederholen. Die mit der sportlichen Herausforderung einhergehende soziale Anerken-
nung wirkt zusätzlich als sekundärer Verstärker.
Toni: Sehen Sie eine Tendenz in unserer Gesellschaft, dass alles immer mehr in die Richtung „einzigar-
tiger, extremer, außergewöhnlicher, herausfordernder“ geht? Wenn ja – woher stammt diese Tendenz?
Eddie: Individualität und Außergewöhnlichkeit sind in der heutigen Zeit vermeintlich wichtige Werte.
Jeder möchte autonom, selbstbestimmt und anders sein, um seine persönliche „Ich-AG“ zu vermark-
ten. Deshalb trifft Extremsport aus meiner Sicht den Nerv der Zeit. Was dabei übersehen wird, ist, dass
das beständige Streben „einzigartiger, extremer, außergewöhnlicher, herausfordernder“ zu werden
zum Mainstream wird und damit so gar nicht mehr einzigartig ist.
Jonny: Trotzdem ist jeder Moment für den Sportler persönlich und einzigartig. Darauf kommt es mir an
und ich denke, ich kann da auch für meine Freunde und Kollegen sprechen.
Toni: Vielen Dank für das interessante Gespräch euch beiden: Es hat viel Spaß gemacht mit euch zu
diskutieren. Danke allen fürs Einschalten und bis zum nächsten Mal bei „Morgenstund hat Gold im
Mund“ am Dienstag um 6:00 Uhr. Tschüss und bis bald!
Faszination Extremsport
- Sammelt die Argumente für den Extremsport, die in dem Audio vorgestellt werden.
- Könnt ihr die Erklärungen des Sportpsychologen Eddie und des Extremsportlers Jonny verstehen? Welche
ja, welche weniger? Begründet eure Meinungen.
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Nazaré ist eine kleine Stadt in Portugal. Die kleine Fischerstadt liegt circa 100 Kilometer nördlich von
Lissabon und ist erst in den letzten Jahren immer berühmter geworden. Auch Sebastian Steudtner, deutsch-
österreichischer Big Wave Surfer lebt hier, denn an der Küste des kleinen, portugiesischen Städtchens
türmen sich die größten Wellen der Welt auf. Bis um die 30 Meter können die Riesenwellen hier werden, vor
allem während der kühlen Jahreszeit. Viele Big Wave Surfer wie Sebastian Steudtner kommen daher im
Herbst und Winter nach Nazaré, um auf die ideale Welle zu warten, die ihnen zu neuen Rekorden verhelfen
kann.
Das Phänomen dieser Monsterwellen findet seine Erklärung ein paar hundert Meter vor der Küstenstadt
Nazaré. Dort liegt die Tiefseeschlucht Nazaré Canyon, die etwa 170 Kilometer lang und 5000 Meter tief ist.
Das Wasser in der Nähe vom Festland ist viel flacher. Durch diesen Tiefenunterschied entstehen die großen
Wellen. Da die Welle in Küstennähe erzeugt wird, wirkt die Strömung aus dem lokalen Wasserkanal als
„zusätzlicher Mechanismus“ auf die Welle ein. Kommen dann noch eine perfekte Windgeschwindigkeit und -
richtung hinzu, entstehen Nazarés berühmte Riesenwellen. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so etwas in
unmittelbarer Ufernähe.
Dass die Surfer aus eigener Kraft solche Riesenwellen surfen, ist unmöglich. Jet-Skis mit 300 Pferdestärken
müssen anziehen. Sie kreisen mit den Surfern an Bord, stundenlang. Die Big Wave Surfer in Nazaré haben ein
ganzes Team, das zusammen mit ihnen arbeitet. Oben am Leuchtturm, einem perfekten Aussichtspunkt,
stehen die Spotter, die den Surfern helfen, die richtige Welle zu finden, möglichst die Rekordwelle. Die
Kommunikation läuft über Funkgeräte.
Die Jet-Ski-Faher sind auch die ersten Helfer in der Not, wenn ein Surfer oder eine Surferin die Kontrolle über
das Brett verliert und unter eine Welle gerät. Die Jet-Ski-Fahrer haben 15 bis maximal 20 Sekunden Zeit,
nachdem ein Surfer gestürzt ist, diesen zu orten, zu ihm zu fahren und ihn aus dem Wasser zu holen. Dabei
müssen sie natürlich die nächste Welle, die sich hinter ihnen auftürmt, immer im Blick behalten. Am Strand
stehen so genannte Safety Teams bereit, die im Notfall die Surfer erstversorgen und ins Krankenhaus
bringen.
Sebastian Steudtner hat bereits zweimal bei den XXL Big Wave Awards gewonnen.
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Schon als Kind hatte er eine unglaubliche Leidenschaft für Wasser. Seinen ersten Kontakt mit dem Surfsport
hatte er in Frankreich im Alter von 9 Jahren auf einem Boogieboard. 2001 wanderte der damals 16-Jährige
auf die hawaiianische Insel Maui aus. Dort wurde er zu einem der weltbesten Big Wave Surfer. 2010 gewann
er zum ersten Mal den Big Wave Award, als erster Europäer.
Sebastian Steudtner ist aber auch Vorbild für Kinder und Jugendliche, an die er versucht etwas
weiterzugeben. Er hat sein eigenes Charity-Projekt. Im Juni 2017 gründete er den gemeinnützigen Verein
“wirmachenwelle”, um benachteiligten Kindern zu helfen. Die Kinder kommen aus verschiedenen Schulen in
Deutschland und werden zu dem Surfcamp in Portugal eingeladen. Beim Training auf dem Brett sollen sie
Selbstvertrauen lernen und lernen, dass sie Ziele, die sie sich vornehmen, erreichen können, egal, woher sie
kommen, egal, was ihnen passiert ist, egal, was sie für einen sozialen Status haben, oder was Andere über sie
sagen. Die Idee für ein eigenes soziales Projekt ist Steudtner während seiner Zeit auf Hawai gekommen. Dort
hat er Kinder und Jugendliche gesehen, die wegen Perspektivlosigkeit nicht auf dem rechten Weg geblieben
sind und deren Leben sich negativ entwickelt hat.
Der Alltag von Extremsportlern wie Sebastian Steudtner besteht hauptsächlich aus Training. Ihr Körper muss
immer auf einem extrem hohen Level sein, jeder Zeit bereit für den Moment in der Saison, wo es zählt.
In dem folgenden Video könnt ihr die Vorbereitung auf das Surfen der großen Welle verfolgen:
(104) Big-Wave: Ein Leben zwischen Monsterwelle und Todesangst I Sportschau - YouTube
[Link]
Sieh das Video und mache Notizen, was du verstanden hast und was du interessant gefunden hast.
Erzähle es später im Kurs.
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Die Verlaufsform
Es gibt im Deutschen kein Gerundium / Verlaufsform als Verbform, aber ist gibt Möglichkeiten, die
Gleichzeitigkeit von Geschehnissen auszudrücken:
- gerade
- bei
Ü220_Verlaufsform_01_ “gerade”
“bei” + substantiviertes Verb kann als eine Art Verlaufsform / Gerundium benutzt werden
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2. Wo das Westkaufhaus ist, _______________ ich nicht. Ich _______________ nur das „Kaufhaus des
Westens”.
4. Mit vier Jahren _______________ er schon schwimmen und mit sechs Jahren Rad fahren.
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5. Die Kneipe „Rumpelkiste” _______________ ich nicht. Ich _______________ nicht, wo die ist, aber
ich _______________ Ihnen eine sehr nette Bar hier in der Nähe empfehlen.
6. _______________ du einen guten Anwalt? Ich _______________ einfach nicht, an wen ich mich
wenden soll. Wir haben doch das Problem mit der Versicherung.
7. Ich _______________ leider keine Standardtänze tanzen. Ich habe nie Tanzunterricht genommen.
9. _______________ Sie, wo es hier ein gutes Restaurant gibt. Wir kommen nicht von hier und
_______________ diese Stadt nicht.
10. _______________ du, wer der junge Mann dort hinten ist? Es scheint mir, als ob ich ihn
_______________ würde.
11. Hast du _______________, dass man mit dieser Karte und einem Jahresbeitrag von 50 Euro in alle
Museen gratis gehen _______________.
12. Ich _______________ nicht, an wen ich mich in der Firma wenden soll. Ich _______________
niemanden. _______________ du mir helfen?
13. Wenn man in ein fremdes Land kommt und die Sitten, Bräuche und Mentalität nicht so gut
_______________, sollte man zunächst einmal die Leute gut beobachten, bevor man
_______________, wie man in den verschiedenen Situationen reagieren muss.
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GESUNDHEIT UND
GESUNDHEITSWAHN
Gesundheit ist ein hohes Gut, wahrscheinlich das höchste im Leben. Dennoch gehen wir nicht alle gut mit
unserer körperlichen und geistigen Gesundheit um. Andererseits gibt es wiederum Menschen, denen
gesunde Ernährung so wichtig ist, dass sie sich nie etwas Süßes oder Fettiges gestatten. Wieder Andere
treiben täglich Sport, probieren ihren Körper mit Wettkämpfen wie Marathon und Triathlon zu
Höchstleistungen anzuspornen.
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Gesundheit
- Denkst du, dass es wichtig und gut ist, auf die Gesundheit zu achten oder nicht? Begründe deine Meinung.
- Manche Menschen verfallen einem Gesundheitswahn? Sie achten akribisch darauf, nur Gesundes zu essen,
viel Sport zu treiben, etc.. Kennst du Beispiele?
- “Alles, was Spaß macht, ist ungesund oder verboten”, ist eine Redewendung. Würdest du dem zustimmen
oder nicht?
Vokabeln “Gesundheit”
Finde die Übersetzung in deiner Sprache:
achten auf
der Gesundheitswahn
der Gesundheitstrend(s)
die Naturheilkunde
die Homöopathie
die Schulmedizin
das Superfood(s)
die Achtsamkeit
die Lebensphilosophie
die Lebensqualität
das Wundermittel
das Heilmittel
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das Allheilmittel
Ernährungsberater/in
der Wirkstoff(e)
etwas aus/gleichen
das Bio-Siegel
das Fertigprodukt(e)
Ü 223_Gesundheitstrends
In den Neunziger Jahren waren es Naturheilkunde und Homöopathie, heute hat Yoga ein Comeback. Dem
schließen sich Pilateskurse und ein Superfood-Boom an. Achtsamkeit ist ein Teil einer Lebensphilosophie der
Jahre 2018/19. Fitness scheint seit mehreren Jahrzehnten ein Dauerbrenner zu sein. All dies sind
Gesundheitstrends, die im Laufe der Zeit wechseln, manche bleiben bestehen, andere kommen zurück. Alle
versprechen eine gute, bzw. bessere Lebensqualität und suggerieren, wenn auch nicht explizit, ein längeres
und gesünderes Leben. Aber ist es nur das, was Menschen dazu bringt, diesen Trends zu folgen? Sie
scheinen, zumindest auf einige, eine große Faszination zu haben. Warum sonst schaffen es Acai-Beeren,
Amaranth und Chiasamen auf unseren Esstisch? Diese zählen zu den so genannten Superfoods, die vor allem
in den letzten Jahren immer wieder versprechen, wahre Wundermittel zu sein. Die Liste ist lang: Matcha,
Avocado, Acerolakirschen, Lucuma, Spirulina, roher Kakao, Gojibeeren, etc..
Seit Mitte des letzten Jahrzehnts ist aufgebrühter, frischer, heißer Ingwer das Heilmittel gegen Erkältung in
Deutschland geworden.
Doch auch einheimische Produkte bzw. Waren, die es schon seit geraumer Zeit in unseren Supermärkten
gibt, schaffen es auf die Superfoodliste: Grapefruit, Grühnkohl, Hirse, Knoblauch, Blaubeeren, Weizenkleie,
Kürbiskerne, Granatäpfel, usw..
Haben diese Superfoods zu Recht ihren Namen oder versteckt sich dahinter nur ein großes Marketing? Jens
Klebauer, Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsexperte sagt: “Man könnte Superfoods als die
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Ernährungsberaterin Sabine Altmann ist der Meinung, dass es kein Zufall sei, dass vor allem Nahrungsmittel
aus weit entfernten Ländern als Superfood gelten würden. Die Beziehung aus exotisch und gesund sei für
viele Menschen faszinierend. “Das Problem ist”, fährt sie fort, “dass nicht immer gesichert ist, dass diese
Lebensmittel trotz Bio-Siegel auch den hiesigen Standards entsprechen. Hinzu kämen natürlich auch die
weiten, nicht umweltfreundlichen Transportwege. Dennoch denkt sie, dass sich in den letzten Jahren auch
etwas zum Positiven geändert hat: “Während gesunde Ernährung in Deutschland noch Ende der Neunziger
und Anfang der Zweitausender keinen so hohen Stellenwert hatte, ist jetzt vielen Menschen klar geworden,
dass industriell hergestellte Fertigprodukte und Fast Food nicht das Beste sind und unserem Körper eher
schaden als nutzen. Dass sich immer mehr Menschen mit ihrer Ernährung auseinandersetzen, finde ich sehr
positiv.”
Passend zum Thema gesunde Ernährung erlebt der nachhaltige Fitness einen wahren Boom. Nachhaltiger
Fitness, da sich auch hier Einiges geändert habe, sagt Fitness-Trainerin Meike Maschhausen. Während früher
die Fitness vor allem dem guten Aussehen gedient habe, bei Männern zum Beispiel der Muskelaufbau eine
große Rolle gespielt habe, der teilweise auch durch weniger gesunde Proteingetränke und Anabolika
gefördert worden sei, seien die meisten heute an dem Sport interessiert, um sich wohl zu fühlen und ihren
Alltag besser meistern zu können. “Dieses Umdenken hat zum Teil vielleicht auch durch unseren modernen
Arbeitsalltag stattgefunden, da viele doch Stunden vor dem Computer sitzen.”
In dieses Bild passt wahrscheinlich auch das Comeback von Yoga, Pilates und Meditation, denn nicht nur der
Körper, sondern auch der Geist will trainiert sein.
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4 Ein allgemein gesunder Lebensstil ist laut Jens Klebauer immer noch das, was R F
zu Gesundheit führt.
6 Seit den Neunziger Jahren gibt es einen Trend weg von Fertigprodukten und R F
Fast Food.
- Gibt es die im Artikel genannten Gesundheitstrends auch in deinem Land? Welche ja, welche nicht?
- Was hältst du von Superfoods, exotischen oder heimischen? Warum denkst du, haben sie zur Zeit so einen
großen Erfolg?
- Hat sich das Interesse für gesunde Ernährung deiner Meinung nach, wie im Text behauptet wird, in den
letzten Jahren vergrößert? Wenn ja, was meinst du, warum das so ist?
- Hat sich das Konzept des Fitness-Sports (früher war das Ziel eher Aussehen und Muskelaufbau, heute
Wohlbefinden) deiner Meinung nach geändert oder nicht?
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- Schönheitswahn oder gut für die Gesundheit: Sollten wir alle probieren, ein mehr oder weniger ideales
Gewicht zu halten?
- Denkst du, dass die meisten Menschen eine Diät machen, um gut auszusehen oder aus gesundheitlichen
Gründen?
- Welche Diäten kennst du? Von welchen hast du gehört? Funktionieren sie deiner Meinung nach oder nicht?
- Denkst du, dass wir in unserer Gesellschaft ein Problem mit Übergewicht haben oder nicht? Und mit
Untergewicht?
B 210_Übergewicht
[Link]
Kreuzen Sie die richtige Antwort (a, b oder c) an. Sie hören den Text zweimal.
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a Herzinfarktrisiko
b globales Unwohlsein
4 Während z.B. in Indien vor allem die Mittelschicht zunehmend unter Fettleibigkeit leidet,...
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a Er wird nicht ganz aufgebraucht und reichert sich als Fett an.
c Er macht Appetit und gibt dem Körper nie das Gefühl, satt zu sein.
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In der Sendung „Körper und Gesundheit” unterhält sich der Radioredakteur Alexander Grossman mit
der Ärztin Sabine Hertig über Übergewicht und die gesundheitlichen Folgen davon.
Alexander: Übergewicht ist Ursache vieler Krankheiten, von Diabetes zum Beispiel. Sabine Hertig,
Chefärztin am hiesigen Universitätskrankenhaus, erläutert die gesundheitlichen Folgen der Fettsucht
und wie sich Bewegung und gutes Essen auf die Gesundheit auswirken. Frau Dr. Hertig, was haben Sie
denn gerade zu Mittag gegessen?
Sabine: Eine schöne Portion Spaghetti Carbonara.
Alex: Zu viel Fett und Eiweiß, oder?
Sabine: Nö, das können Sie schon essen. Man darf auch nicht die Lebensqualität vernachlässigen.
Wichtig ist die ausreichende Bewegung, daran fehlt es oft. Die meisten Schreibtischarbeiter legen am
Tag nicht mal einen Kilometer zurück. Die längste Entfernung ist für die meisten der Weg vom Büro zur
Mensa. Das geht natürlich auf die Dauer nicht gut. Wenn Sie eine konkrete Empfehlung wollen: Mindes-
tens drei- bis viermal die Woche 30 Minuten laufen, und dann sollte es ein zügiger Spaziergang sein und
kein Schaufensterbummel. Radfahren, Schwimmen oder Dauerlauf sind natürlich auch prima.
Alex: Aber vielleicht fühlen sich füllige Menschen einfach wohl. Was sind die Risiken an Übergewicht
und Fettleibigkeit?
Sabine: Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern es verändert den ganzen Körper.
Zum Beispiel erkranken dicke Menschen häufiger und früher im Leben an Diabetes und sie entwickeln
schneller eine Arteriosklerose, was zu Infarkten führen kann. Wir reden hier über ein globales Phäno-
men. Das ist nicht einmal auf die westliche Welt begrenzt. Beispielsweise in der schnell wachsenden
indischen Mittelschicht ist das ein Problem. Die fettleibigen Inder erkranken noch früher als die überge-
wichtigen Deutschen an Diabetes. In den westlichen Ländern nimmt die Fettleibigkeit dagegen vor al-
lem in der Unterschicht zu.
Alex: Armut macht dick?
Sabine: Ja, für Deutschland kann man das so sagen. Eine Rolle spielt, dass die Familien anders leben
als früher. Die herkömmliche Rolle der Hausfrau ist meist nicht mehr besetzt. Früher hat sie dafür ge-
sorgt, dass vernünftig gegessen wurde. Jetzt ist sie ersetzt durch die Döner-Bude, durch die Bäckerei-
kette. Das schnelle Essen ist sehr süß, sehr fett.
Alex: Wenn zu Hause nicht mehr gekocht wird, wirkt sich das natürlich auf die Ernährung der Kinder
aus. Macht das die Kinder krank?
Sabine: Ja. Früher gab es bei Kindern und Jugendlichen fast keinen Diabetes. Von Natur aus entwickeln
Kinder nur den Diabetes Typ-I. Den Typ-II entwickelt man eigentlich erst sehr viel später im Leben, im
Alter von 40, 50, 60 Jahren. Wir beobachten, dass Diabetes-Erkrankungen des Typs-II heute 10 bis 20
Jahre eher auftreten als noch vor einigen Jahrzehnten. Selbst Kinder sind in wachsendem Maß davon
betroffen.
Alex: Gibt es andere schwere Krankheiten der Kinder, die mit Übergewicht zu tun haben?
Sabine: Ja, zunehmend zum Beispiel Beschwerden an der Wirbelsäule und Haltungsschäden. Wenn
sie ständig 20 Kilogramm zusätzlich schleppen müssen, dann muss die Wirbelsäule viel mehr aushal-
ten. Das schwächste Glied sind die Bandscheiben. Jeder dritte Erwachsene hat schon solche Be-
schwerden, und auch das wird durch die Fettleibigkeit in das Kindesalter vorgezogen. Es drohen aber
auch Verhaltensstörungen und Hänseleien.
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Alex: Wann genau ist ein Kind oder ein Erwachsener zu dick?
Sabine: Bei Erwachsenen ist das eindeutig. Die gängige Definition hängt vom Body-Mass-Index ab, dem
Verhältnis von Körpergewicht zur Größe im Quadrat. Jeder mit einem BMI größer als 25 gilt als überge-
wichtig und mit einem BMI größer als 30 als fettleibig oder adipös. Bei Kindern ist es etwas komplizier-
ter. Aber zum Beispiel ein zehnjähriger Junge, 140 Zentimeter groß, gilt von 40 Kilogramm an als überge-
wichtig, von 46 Kilogramm an als fettsüchtig.
Alex: Wie früh kann man die Schwierigkeiten erkennen?
Sabine: Vor dem Alter von drei Jahren sollte man zurückhaltend sein, Kleinkinder als zu dick zu be-
zeichnen. Denn da wächst sich vieles noch aus. Aber wenn Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren
übergewichtig sind, dann werden sie es meist auch als Erwachsene sein, zu 70 bis 80 Prozent.
Alex: Was sind die schlimmsten Dickmacher?
Sabine: Fett und Zucker. Die Nahrung ist meist fertig zubereitet, und zwar so, dass es möglichst vielen
schmeckt. Also fettig.
Alex: Süß schmeckt auch gut.
Sabine: Richtig. Die Rolle der Softdrinks wird unterschätzt. Ein Liter Mineralwasser hat keine einzige
Kilokalorie, ein Liter Cola etwa 400. Da geht eine zweistellige Zahl von Zuckerwürfeln rein.
Alex: Welchen Effekt hat Zucker auf den Körper?
Sabine: Zucker bringt das Insulin der Bauchspeicheldrüse völlig durcheinander. Man hat zuerst ein
starkes Sättigungsgefühl. Dann wird das Insulin raus gepumpt. Dann geht der Zucker in die Zellen. Der
Blutzuckerspiegel sinkt wieder und man hat wieder Hunger. Der überflüssige Zucker in den Zellen wird
nur zum Teil verbrannt und der Überschuss als Fett gespeichert.
Alex: Es gibt doch auch kalorienfreie Limonaden.
Sabine: Selbst die sind nicht ganz unbedenklich. Es gibt Hinweise aus Versuchen mit Ratten, dass die
Zuckerersatzstoffe den Appetit anregen.
Alex: Sie machen vielen Menschen ein schlechtes Gewissen. Was kann man denn tun, um gesund alt
zu werden?
Sabine: Hören Sie mit dem Rauchen auf, bewegen Sie sich ausreichend. Die Ernährung sollte nicht zu
viel Fett enthalten. Bei einem Erwachsenen sollten die Mahlzeiten am Tag nicht mehr als 2500 Kilokalo-
rien enthalten, im Idealfall auf fünf oder sechs Mahlzeiten verteilt. Wenn man abnehmen will, funktio-
niert das am besten kontinuierlich, also durch eine Änderung der Gewohnheiten und nicht per Blitz-
Diät. Denn nach dem Ende der Diät nehmen die meisten Menschen sofort wieder zu.
Alex: Frau Dr. Hertig, vielen Dank für das interessante Gespräch!
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“Ich habe heute keine Lust zu arbeiten.” Infinitivsätze bildet man mit der Präposition “zu” und dem Infinitiv.
Dabei steht “zu” direkt vor dem Infinitiv. Der Infinitivsatz wird meistens durch ein Komma vom Hauptsatz
getrennt:
Ich habe heute keine Lust, mit meinen Freunden ins Stadion zu gehen.”
“Ich will heute nicht mit meinen Freunden ins Stadion gehen.”
Außerdem benutzen folgende Verben “zu” nicht: gehen, fahren, bleiben, lernen, lassen, hören, sehen.
“um...zu…” benutzt man, wenn die Bedeutung final ist, also ein Ziel erreicht werden soll.
Bilde die Sätze. Wähle, ob du „um...zu...“ benutzen musst oder nur „...zu…“ oder gar nichts!
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8. Ich denke, wenn man als Arzt oder Ärztin in einem fremden Land arbeiten will, ist es sehr wichtig
___________________________________ (Sprache gut kennen).
10. Sicherlich ist es nicht einfach ______________________________ (eine Fremdsprache gut sprechen).
12. Sarah geht für ein halbes Jahr nach New York ____________________________________ (an einem
Forschungsprojekt teilnehmen).
14. Ich habe oft versucht ________________________________ (sich beim Max-Planck-Institut bewerben),
aber leider hat es nie geklappt.
Das Gesundheitssystem
Sprecht über folgende Fragen:
- Wie funktioniert das Gesundheitssystem in deinem Land? Welche Aspekte findest du positiv, welche
negativ?
- Kennst du andere Gesundheitssysteme aus anderen Ländern? Was ist dort deiner Meinung nach besser,
was schlechter?
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Vokabeln “Gesundheitssystem”
Finde die Übersetzung in deiner Sprache:
das Gesundheitssystem(e)
die Krankenkasse(n)
die Krankenkassenkarte(n)
Arzt / Ärztin
Pfleger / Pflegerin
Krankenpfleger/in
Altenpfleger/in
die Krankschreibung
sich krank schreiben lassen
die Leistung(en)
Patient/in
das Gerät(e)
der Klinikalltag
die Bezahlung
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Man kann in Deutschland auch eine private Krankenversicherung wählen. In diesem Fall ist der Beitrag nicht
abhängig vom Gehalt, sondern vom Alter, Gesundheitszustand und dem Paket an Leistungen, welches man
wählt. Wenn man einer privaten Krankenversicherung beitritt, kann man zum Beispiel wählen, sich vom
Chefarzt behandeln zu lassen, bekommt im Krankenhaus ein Einbettzimmer statt einem Mehrbettzimmer
und gegebenenfalls schneller Termine. Circa 11% der Bürger in Deutschland sind privat versichert.
Das Gesundheitssystem in Deutschland wurde gerade in der Coronakrise immer wieder von Politikern
gelobt. Es wurde versichert, dass es eins der besten weltweit sei, dabei war es gerade in den Jahren vor 2020
stark in Kritik geraten. Das größte Problem ist der Personalmangel. In Deutschland fehlen seit vielen Jahren
so viele Ärzt*innen und Pfleger*innen, dass man in anderen Ländern nach diesen sucht und wirbt. Besonders
kritisch ist der Ärztemangel auf den ländlichen Gebieten, wo man oftmals gar keinen Termin mehr bekommt
und mit dem Satz “Wir nehmen keine neuen Patienten auf.” abgewiesen wird, monatelang auf einen Termin
warten, oder 60 Kilometer in den nächsten Ort fahren muss, was für alte Menschen durchaus zum Problem
werden kann. Die Pflegeberufe (Kranken- und vor allem Altenpflege) sind teilweise so schlecht bezahlt, dass
immer weniger Menschen diesen Beruf ergreifen wollen oder ihn sogar verlassen. Diese Tendenz hat sich
während der Coronakrise nochmal verstärkt. Das Ärzteblatt berichtet im Mai 2021, dass während der Krise
circa 9000 Pflegekräfte deutschlandweit ihren Beruf aufgegeben haben. Den Fachkräftemangel musste
schließlich auch der Gesundheitsminister zugeben und einräumen, dass Deutschland viele Intensivbetten
und Beatmungsgeräte habe, dass das allerdings nicht viel nutze, wenn Personal fehle, welches diese Geräte
bedienen könne.
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- Vergleiche das Gesundheitssystem deines Landes mit Deutschlands Gesundheitssystem. Was ist gleich?
Was ist anders?
- Schreibe, was deiner Meinung nach gut funktioniert und was verbessert werden muss.
Ü 225_Wortschatzübung Pflegepersonal
Lies die Stellenanzeige. Versuche dann mit Hilfe des Textes die kursiv gedruckten Wörter in die Sätze
einzusetzen. Benutze bei dieser Übung KEIN Wörterbuch.
Schreiben Sie uns per Mail oder melden Sie sich telefonisch.
teamfähig................................................................................................................................................................
................................................................................................................................................ Bereitschaftsdienst
...............................................................................................................................................................verkraften
............................................................................................................................................ Einfühlungsvermögen
Bereitschaft
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Wenn man mit Menschen arbeitet, braucht man Empathie oder 2._______________.
Belastbarkeit bedeutet, dass man psychisch und physisch schwierige Situationen 3._______________ kann.
Voraussetzung ist etwas, was gegeben sein muss, damit etwas Anderes möglich wird. Ein Synonym von
diesem Wort ist 4._______________.
Wenn ich signalisiere, dass es für mich ok ist, etwas zu tun, zeige ich damit meine 5._______________. Ärzte,
die in der Nacht nicht permanent arbeiten müssen, aber im Notfall gerufen werden können, machen
6._______________.
Wenn man gut mit Anderen zusammen arbeiten kann, ist man 7._______________.
Personen, die abwechselnd am Tag, am Wochenende oder in der Nacht arbeiten, machen
8._______________.
Wenn Chefs unbedingt wollen, dass man etwas macht, dann 9._______________ sie diese Sache.
Ü 226_Übung_Prüfung_Lesen_Teil_03_“Sprach-
probleme mit dem Arzt“
Sie lesen in einer Zeitung einen Artikel über ausländische Ärzte in Deutschland.
Lesen Sie den Text. Entscheiden Sie, welche der Antworten (a, b oder c) passt. Es gibt jeweils nur eine
richtige Lösung.
In Deutschland herrscht Ärztemangel – vor allem in ländlichen Gebieten. Deshalb wirbt Deutschland seit
einigen Jahren Ärzte aus dem Ausland an. Immer mehr Ärzte in deutschen Krankenhäusern kommen
daher aus anderen Ländern und das kann manchmal mit Problemen verbunden sein, denn nicht alle
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sprechen gut Deutsch, wenn sie mit der Arbeit anfangen. So kann es durchaus schon mal zu
Missverständnissen mit den Patienten kommen und die sind nicht immer geduldig.
Georgios G. ist vor 37 Jahren als junger Arzt aus Griechenland nach Deutschland gekommen. Heute leitet
er die Abteilung der Gynäkologie in einer Klinik in Nordrhein-Westfahlen. Mittlerweile haben in seinem
Team ein Viertel der Ärzte ausländische Wurzeln, und so ist es auch in den anderen Kliniken des
Ruhrgebiets. Georgios sagt: „Die deutsche Gesellschaft muss akzeptieren, dass sie Ausländer braucht, um
die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten.“ Für ihn ist es wichtig, dass die Einbindung dieser Ärzte
in den Klinikalltag richtig angegangen wird.
Viele dieser Mediziner aus dem Ausland sprechen anfangs nur gebrochen Deutsch. Deshalb kommt es in
den wichtigen Gesprächen zwischen den Ärzten und ihren Patienten oft zu Missverständnissen. Das kann
bei den Patienten wiederum zu Misstrauen führen und manche zweifeln deswegen sogar an den
medizinischen Fähigkeiten der Ärzte.
„Grundkenntnisse in der deutschen Sprache reichen oft nicht aus”, sagt John B., englischer Arzt an einem
Krankenhaus in Ost-Berlin, „das unterschätzen viele junge Ärzte. Sie kommen hierher und haben vorher
ein paar Deutschkurse gemacht. Dann denken sie, dass sie sich damit durchschlagen können, aber das
reicht natürlich nicht. Im Klinikalltag muss man nicht nur perfekt Deutsch sprechen können, man muss es
vor allem perfekt verstehen können. Stellen Sie sich vor, ein Patient, der vielleicht schon beunruhigt oder
nervös ist und daher ein bisschen nuschelt oder schnell spricht, wird dann auch noch von dem Arzt
aufgefordert, bitte langsam zu sprechen oder zu wiederholen. Das geht nicht. Das sind Sachen, die Sie im
Sprachkurs machen können oder vielleicht in manch anderen Berufen, aber nicht in der Medizin.”
Trotzdem brauchen die Krankenhäuser diese Mediziner, denn in vielen Kliniken herrscht Ärztemangel.
Manchmal hat man sogar schon den wenig aufbauenden Spruch „Besser ein Arzt, der dich nicht versteht
als kein Arzt“ gehört.
Thomas G., deutscher Chefarzt in Hessen sagt: „Viele Ärzte, die aus dem Ausland kommen, machen sich
Sorgen, dass Sie fachlich nicht kompetent genug sind. Das ist in der Regel nicht der Fall. Die Ausbildungen
im europäischen Ausland sind überall fast gleich gut. Das Problem ist wirklich die Sprache.” Daher
versuchen die Universitätskrankenhäuser in Deutschland jetzt diese Situation zu verbessern. Zum
Beispiel gibt es an manchen Kliniken ein Doktorandenprogramm, das die ersten drei Monate - bei
geringerer Bezahlung – ähnlich wie eine Praktikumszeit sieht: Die Ärzte gehen mit einem deutschen
Kollegen mit und sehen ihm oder ihr bei der Arbeit zu. Gleichzeitig besuchen sie einen Sprachkurs, in
dem gezielt Situationen des Klinikalltags in Rollenspielen geübt werden und das medizinische Vokabular
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gelernt wird. Nach dieser Einstiegszeit werden sie dann schrittweise in den Klinikalltag integriert und mit
zunehmender Selbständigkeit steigt auch ihr Gehalt auf den Normalwert.
Alessia M. aus Italien ist selber vor einem Jahr nach Hannover gekommen und spricht über ihre
Erfahrung: „Für mich war es nicht ganz so schwierig, weil ich Deutsch schon in der Schule gelernt hatte
und auch einen Erasmusaufenthalt in Dresden gemacht hatte. Dazu kommt, dass in Hannover
Hochdeutsch gesprochen wird. Eine Freundin von mir hat eine Stelle in Bayern bekommen, aber nicht in
München, sondern in einer Klinik relativ auf dem Land und da sprechen natürlich auch einige Patienten
Bayrisch. Damit hatte sie am Anfang wirklich echte Probleme, auch weil sie generell noch nicht so sicher
in der deutschen Sprache war.”
Die deutsche Ärztegewerkschaft wünscht sich integrierte Sprachkurse für alle ausländischen Ärzte. Wer
in Krankenhäusern praktiziert, sollte verpflichtet sein, an diesen speziellen Sprachkursen teilzunehmen.
So könnten einheitliche Sprachstandards in der Zukunft zu mehr Zufriedenheit bei Patienten und Ärzten
führen.
Beispiel:
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17 Wenn ein Arzt Deutsch nicht gut versteht und spricht, ...
c gibt es Patienten, die dann sogar das Können des Arztes in Frage stellen.
a dass man von den Patienten nicht so viel Geduld mit den ausländischen Ärzten erwarten kann.
b dass einige ausländische Ärzte beunruhigt und nervös werden, wenn sie sich nicht gut verständigen
können.
c dass die Sprachkurse die jungen Ärzte nur unzureichend auf den Klinikalltag vorbereiten.
a die parallel zu der Ausbildung einen Sprachkurs während der kompletten Doktorandenzeit anbieten.
b die die jungen Ärzte erst mit Patienten arbeiten lassen, nachdem sie in einem Sprachkurs mit Hilfe
von Rollenspielen ihre kommunikativen Fähigkeiten bewiesen haben.
c bei denen man sich in der ersten Zeit auf den Spracherwerb konzentriert und die jungen Ärzte
anfangs einem deutschen Kollegen folgen sowie einen spezifischen Sprachkurs besuchen.
a dass sie am Anfang besonders mit Patienten Probleme hatte, die Bayrisch gesprochen haben.
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b dass es auf dem Land generell schwieriger ist, die Leute zu verstehen.
a ... hat die Sprachkurse für alle Klinikangestellten, die aus dem Ausland kommen, obligatorisch
gemacht.
Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_02_“Bewerbung“
(vorgeschlagene Arbeitszeit: 25 Minuten)
Sie möchten sich auf eine Stelle als Arzt/ Ärztin in einer Klinik in Berlin bewerben. Schreiben Sie ein kurzes
Motivationsschreiben an Frau Dr. Eberling von der Personalabteilung.
Schreiben Sie, um welche Stelle Sie sich bewerben. Schreiben Sie, warum Sie diese Stelle interessiert.
Beschreiben Sie Ihre bisherigen Kenntnisse in dem Schreiben Sie, warum Sie in Berlin arbeiten wollen
Bereich. und wie Ihre Sprachkenntnisse sind.
Überlegen Sie sich eine passende Reihenfolge für die Inhaltspunkte. Bei der Bewertung wird darauf geachtet,
wie genau die Inhaltspunkte bearbeitet sind, wie korrekt der Text ist und wie gut die Sätze und Abschnitte
sprachlich miteinander verknüpft sind. Vergessen Sie nicht Anrede und Gruß. Schreiben Sie mindestens 100
Wörter.
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Der deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach (1804 - 1874) hat bis heute mit seiner Theorie (Gott als Projektion
des menschlichen Wesens) einen starken Einfluss hinterlassen. „Gott ist nichts anderes als die Intelligenz, die
sich der Mensch wünscht. Was er (der Mensch) selbst nicht ist, aber zu sein wünscht, das stellt er sich in
seinen Göttern als seiend vor; die Götter sind die als wirklich gedachten, die in wirkliche Wesen
verwandelten Wünsche des Menschen; ein Gott ist der in der Phantasie befriedigte Glückseligkeitstrieb des
Menschen.”
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das Schicksal
beeinflussen
die Überzeugung, en
das Vorurteil, e
umstritten
das Grundgesetz, e
der Aberglaube
abergläubisch
Glück/Unglück/Pech bringen
das Sternzeichen, -
der Mondkalender, -
geeignet
(un)treu
neigen zu
launenhaft
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zurückhaltend
ausgeglichen
etwas verkörpern
der Rückgang
Glaube
Sprecht über folgende Fragen:
• Findest du Religionen generell interessant oder interessierst du dich nicht oder wenig dafür?
• Was hältst du von Religion allgemein? Denkst du, dass Religion ein wichtiger Bestandteil des
menschlichen Lebens ist oder nicht?
• Kann „Religion” gefährlich sein? Was denkst du: Bringen Religionen Menschen zusammen oder
führen sie zu Spaltungen?
• Fasse das Zitat von Feuerbach in deinen eigenen Worten zusammen. Kennst du die
Projektionstheorie von Feuerbach? Was hältst du davon?
[Link]
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Ob und wie Lehrkräfte an staatlichen Schulen in Deutschland ihre religiösen Überzeugungen zeigen dürfen,
unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. In den letzten Jahren hat sich mit diesen Fragen bereits
eine Reihe von Gerichten beschäftigt. Das Berliner Arbeitsgericht hat nun eine Klage gegen das Berliner
Kopftuchverbot abgewiesen.
Geklagt hatte eine Muslimin, weil sie mit Verweis auf ihr Kopftuch als Grundschullehrerin abgelehnt wurde.
Sie sei dadurch „unzulässig diskriminiert“ worden und verlangte eine Entschädigung vom Land Berlin. Das
Berliner Neutralitätsgesetz verstoße ihrer Meinung nach gegen das Grundgesetz. Dabei berief sich die
Klägerin auf ein Urteil des höchsten deutschen Gerichts, des Bundesverfassungsgerichts, das im Jahr 2015
ein Kopftuchverbot in Nordrhein-Westfalen (NRW) für rechtswidrig erklärte. Das Verfassungsgericht hatte
damals entschieden, dass ein pauschales Verbot religiöser Bekundungen gegen die Religionsfreiheit
verstoße.
Die Berliner Richter wiesen allerdings auf die entscheidenden Unterschiede zwischen dem damaligen Verbot
in NRW und dem Berliner Neutralitätsgesetz hin: Während in NRW das Tragen von Symbolen aus „christlich-
abendländischer Tradition“, also etwa das Kreuz um den Hals, ausdrücklich gebilligt werde, behandle das
Berliner Gesetz alle gleich. Das heißt, für Lehrer, Polizisten oder Justizangestellte ist das Tragen von
religiösen Symbolen oder Kleidungsstücken grundsätzlich untersagt.
Berlins Innensenator begrüßte das Urteil des Arbeitsgerichts: „Wir haben mit diesem Gesetz eine faire und
ausgewogene Lösung, die alle Religionen gleich behandelt. Das muss dann eben auch für das Kopftuch
gelten“, sagte er. Kritik hingegen kam von den Religionsverbänden. Der Chefjurist der evangelischen
Kirchenverwaltung in Berlin kritisierte, dass das Berliner Neutralitätsgesetz generell und ohne eine konkrete
Gefährdung des Schulfriedens jedes religiöse Symbol verbiete. Und der Türkische Bund in Berlin-
Brandenburg erklärte: „Die pauschale Annahme, eine Lehrerin mit Kopftuch gefährde den Schulfrieden, hat
mehr mit Vorurteilen und Zuschreibungen zu tun als mit der Realität.“
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1 Lehrer an öffentlichen Schulen dürfen in ganz Deutschland generell keine religiösen Symbole R F
tragen.
2 Das Berliner Amtsgericht hat das Kopftuchtragen von Lehrerinnen in Schulen erlaubt. R F
3 Eine Muslimin hatte geklagt, da sie wegen ihres Kopftuchs eine Arbeitsstelle nicht R F
bekommen hatte.
4 In dem Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) dürfen Lehrkräfte seit 2015 ein Kopftuch R F
tragen.
5 Das Berliner Neutralitätsgesetz ist anders als das Gesetz in NRW und erklärt, dass alle R F
religiösen Symbole in der Schule verboten sind.
6 Der Berliner Innensenator meint, dass es in einem christlichen Land normal ist, dass das R F
Kopftuch in staatlichen Einrichtungen nicht erlaubt wird.
7 Kritiker sagen, dass das Berliner Gesetz nicht sinnvoll sei, da religiöse Symbole in der Schule R F
nicht störend seien.
• Was könnten die Vorteile sein, religiöse Symbole in staatlichen Einrichtungen, wie Schulen zu
verbieten? Was können die Nachteile sein?
• Was haltet ihr von dem Berliner Neutralitätsgesetz, welches im Text erwähnt wird?
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Der Konjunktiv I hat folgende Verwendungen: Das Verb sein è ist unregelmäßig:
Die Vergangenheit bildet man mit „sei” oder „habe” + Partizip Perfekt:
Wenn die Form des Konjunktiv I gleich wie der Indikativ ist, ersetzt man ihn in der Regel mit dem Konjunktiv
II:
Ü 228_Konjunktiv 01
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1. Anthony sagt: „Ich war schon in vielen Regionen Deutschlands und habe die größten Städte
besucht.”
3. Michael sagt: „Extremsportarten wie Klettern im Eis oder Fallschirmspringen oder Wildwasserkajak
sind wirklich gefährlich. Leute, die das machen, sollten vor allem bedenken, dass sie nicht nur sich
selbst in Gefahr begeben, sondern gegebenenfalls auch die Helfer.”
6. Herr Werner sagt: „Die Arbeit hier oben auf dem Gipfel ist doch herrlich. Das ist ein Geschenk
Gottes. Ich will mit niemandem tauschen, der unten im Tal in einem Büro sitzen muss.”
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In der Kopftuchdiskussion gibt es seit Jahren viele Meinungen. Es handelt sich um ein sehr umstrittenes
Thema.
Frau Prof. Marquart, die Religionswissenschaften studiert hat und im Zentrum für Integration arbeitet, sagte,
dass diese Diskussion nun schon lange andauere und auch in diesem Jahr zu heftigen Diskussionen geführt
habe.
Dabei gehe es natürlich nicht um das Tragen von Kopftüchern im Allgemeinen, sondern speziell von
muslimischen Lehrerinnen im Unterricht. Die Frage, die seit Anfang dieser Diskussion immer wieder
auftauche, sei die Frage, ob es generell erlaubt sein solle, religiöse Symbole in öffentlichen Institutionen zu
lassen. Damit eingeschlossen sei natürlich auch das dort arbeitende Personal.
In diesem Sinne hätten sich vor einigen Jahren einige Leute beschwert, dass das Tragen von Kopftüchern im
Unterricht gegen die Neutralität des Staates spreche. Die Lehrer repräsentierten diesen und dürften somit
nicht zeigen, welcher Religion sie angehörten.
Setze jetzt den Rest des Interviews mit Frau Prof. Marquarts in die indirekte Rede und beachte dabei die
Benutzung des Konjunktiv I!
1. Frau Prof. Marquart sagte außerdem: „In den letzten Jahren hat es mehrere Urteile gegeben.“
3. „Als die ersten Bundesländer das Kopftuch in Schulen verboten haben, kam die Frage auf, ob man
auch andere religiöse Symbole, wie zum Beispiel das Kruzifix, verbieten soll.“
4. „Sagt man, dass der Staat und also auch die Schulen, neutral sein müssen, dann darf es auch kein
Kruzifix in den Schulen geben. Das sagt zum Beispiel das Berliner Neutralitätsgesetz.“
5. Andere Urteile sagen: „Religiöse Symbole zu verbieten, spricht gegen die Religionsfreiheit und damit
gegen das Grundgesetz.”
6. „In der Zukunft wird sich zeigen, in welche Richtung die Gesetze gehen werden.“
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Aberglaube
B 213_Aberglaube
[Link]
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Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 trug Bundestrainer Joachim Löw einen blauen Pulli mit V-Ausschnitt.
Es schien zu helfen, immerhin bis zum Halbfinale gegen Spanien. Seither gilt das Outfit vielen Fußballfans als
Glücksbringer. Das passt ins Bild: 2005 gaben rund 40 Prozent der Deutschen in einer Umfrage an, in
vierblättrigen Kleeblättern Zeichen des Glücks zu sehen und ein erheblicher Teil der Amerikaner hält
Astrologie für eine Wissenschaft.
Obwohl wir in einer von der Vernunft beherrschten Zeit leben, glauben noch immer erstaunlich viele
Menschen an Glücksbringer, pflegen seltsame Rituale oder sind von übernatürlichen Phänomenen
überzeugt. Selbst manche Wissenschaftler halten Geister, Außerirdische oder andere übernatürliche Dinge
für existent. Andere, die von sich selbst behaupten würden, nicht abergläubisch zu sein, haben aber dennoch
Glückssocken, die sie bei einer Prüfung anziehen oder legen einen bestimmten Arbeitsweg vor wichtigen
Terminen zurück. Woran liegt das?
Einige Forscher glauben, dass es unterschiedliche Arten gibt, die Wirklichkeit zu sehen - und dass beide in
ein- und demselben Menschen vorkommen können. So als hätte er zwei verschiedene Gehirne in seinem
Kopf. Tatsächlich handelt es sich dabei allerdings um unsere beiden Gehirnhälften, die ganz unterschiedlich
arbeiten. Die linke Hemisphäre unseres Denkorgans ist auf sprachliche, mathematische, logische Fähigkeiten
spezialisiert und funktioniert mehr rational, die rechte dagegen ist vor allem bei der Gesichtserkennung,
Kreativität sowie Vorstellungskraft stark und tickt intuitiver. Tatsächlich stellte sich in einer kleinen Studie
mit 40 Frauen heraus, dass bei Menschen mit Hang zum Übersinnlichen die rechte - also die intuitive -
Hirnhälfte dominiert.
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Für Evolutionsbiologen ist die Existenz unterschiedlicher Systeme des Denkens nicht überraschend. Denn das
bewusste, logische und auf Vernunft basierende Schlussfolgern des Homo sapiens ist eine recht neue
Errungenschaft. Doch es gibt auch ein älteres, schon bei Tieren vorhandenes System, das Erfahrungen
intuitiv, gefühlsbetont und unbewusst verarbeitet - und in ihm liegt eine wesentliche Wurzel des
Aberglaubens.
Wie dieses System arbeitet, zeigen Forschungen, die der amerikanische Psychologe Burrhus Fr.
Skinner bereits 1948 an Tauben gemacht hat. Dabei erhielten die hungrigen Vögel regelmäßig alle 15
Sekunden aus einer Öffnung in ihrem Käfig etwas Futter. Erstaunlicherweise entwickelten die Tiere schnell
seltsame Rituale, mit denen sie die Wartezeit bis zur nächsten Futterbelohnung überbrückten. Die einen
machten währenddessen Pirouetten, die nächsten hielten ihren Kopf in eine Ecke des Käfigs, andere nickten
auffällig mit dem Kopf.
Die Erklärung: Die Tauben hatten rein zufällig eine bestimmte Bewegung gemacht, als das Futter herein
purzelte und dieses Verhalten mit der Belohnung in Zusammenhang gebracht. Als sie die Bewegung
wiederholten und dann erneut Futter erhielten, fühlten sie sich bestärkt und nahmen an, ihr Verhalten habe
etwas damit zu tun, dass sie belohnt wurden. Ein Ritual war geboren.
Viele weitere Experimente bestätigten dieses unbewusste Konstruieren von Zusammenhängen: Tiere wie
Menschen assoziieren bestimmte Ereignisse mit ihrem Verhalten. Und das ist oft sinnvoll. Hat zum Beispiel
ein kranker Urmensch ein bestimmtes Kraut gegessen und wurde anschließend gesund, wirkte die Pflanze
vermutlich heilend und sollte auch beim nächsten Mal helfen.
1 Seit 2010 trug Bundestrainer Joachim Löw bei jedem Spiel einen Pulli. mit V- R F
Ausschnitt.
4 Das System, welches intuitiver funktioniert, ist älter und auch bei Tieren R F
vorhanden.
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5 Das Experiment mit den Tauben zeigt, dass die Tiere dachten, ihr Verhalten R F
hätte die Futtergabe beeinflusst. Deswegen wiederholten sie ihr Verhalten.
Ü 231
1. __________ im Mai können wir Urlaub nehmen. Vorher gibt es in der Firma zu viel zu tun.
2. Nicht __________ in Deutschland ist Freitag der 13. angeblich ein Unglückstag.
4. Er hat __________ im August und im Dezember Urlaub. In den restlichen Monaten des Jahres kann
er normalerweise keinen Urlaub nehmen.
6. Bei der Frage nach Religionsunterricht in der Schule geht es nicht __________ um die Frage, ob
Religion ein sinnvolles Fach ist oder nicht.
7. Kannst du mir bitte __________ mal die E-Mail zeigen? Dann sage ich dir, was ich davon halte.
8. __________ wollen wir das Brandenburger Tor sehen und dann können wir meinetwegen auch zu
der Museumsinsel gehen.
9. Nächste Woche ist bei mir leider total voll. Ich kann __________ am Montag. An allen anderen
Tagen habe ich schon Termine.
10. Die Prüfung ist __________ am 14. Juli. Du hast also noch Zeit, zu lernen.
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SCHÖNHEIT
„Wahre Schönheit kommt von innen” oder „Schönheit ist etwas anderes als Sympathie” und was bedeutet
eigentlich Ausstrahlung? „Schönheit” und „Ausstrahlung” sind auf jeden Fall zwei unterschiedliche Dinge.
Wie würdet ihr sie definieren?
Und wie wichtig ist „Schönheit” für euch? Und was ist „Schönheit” eigentlich? Gibt es eine objektive
Schönheit oder wird Schönheit auch immer von der Mode / dem Geschmack der jeweiligen Zeit geprägt und
wer in einer Epoche als schön galt, wäre es in einer anderen vielleicht nicht mehr?
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Vokabeln„Schönheit”
die Schönheit
die Ausstrahlung
aussehen
das Aussehen
gut aussehend
der Geschmack
etwas prägen
einzigartig
die Einzigartigkeit
jdn anziehen
etwas überbewerten
etwas unterschätzen
die Norm
die Schönheitsoperation
Schönheitschirurg/in
das Durchschnittsalter
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Schönheitsideale
Fast alle Menschen möchten sich gerne schön und attraktiv fühlen. Schönheit ist allerdings nicht gerecht
verteilt. Das liegt aber auch an unseren Schönheitsidealen und die lassen zu wenig zu wenig Vielfalt zu. Der
Meinung ist zumindest der Soziologe Dr. Peter Künast.
Interviewer: Herr Künast, was meinen Sie damit, wenn Sie sagen, dass unsere Schönheitsideale zu
wenig Vielfalt zulassen?
Dr. Künast: Schönheitsideale sind ja nichts Anderes als Normen, über die wir Schönheit definieren.
Auch wenn eine Mehrzahl der Menschen davon überzeugt ist, dass diese
Schönheitsdefinition objektiv sei, ist das natürlich nicht so. Das merken wir schon daran,
dass uns unterschiedliche Menschen gefallen, Ihr Freund würde eine Person vielleicht als
schön bezeichnen, die Sie gar nicht attraktiv oder vielleicht sogar hässlich finden. Das ist
eine alltägliche Erfahrung. Auch im Laufe der Geschichte haben sich Schönheitsideale
immer wieder geändert, sie sind unterschiedlich in verschiedenen Kulturkreisen. Dennoch
halten viele an der angeblichen Objektivität von Schönheit fest.
Dr. Künast: Ja und nein. Es verkennt erst einmal die Realität. Das wäre natürlich nicht unbedingt
schlimm. Das Problem ist, dass wir uns alle, manch einer mehr, manch einer weniger, an
den angeblich objektiven Schönheitsidealen messen. Das führt dazu, dass sich Leute oft
hässlich und unwohl mit dem eigenen Körper fühlen. Menschen geben viel Geld aus und
nehmen hohe gesundheitliche Risiken auf sich, um Schönheitsnormen zu entsprechen.
Immer wieder neue Diäten, Abnehmpillen oder Getränke, die Gewichtsreduktion
versprechen, Cellulite- und Botoxbehandlungen, verschiedenste Schönheitsoperationen.
Der Weg zu Essstörungen, die im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Krankheit werden
können, ist da leider nicht immer weit.
Interviewer: In Ihrem Buch „Zwanglos schön“ schreiben Sie, dass nicht alle Menschen, bzw. nicht alle
Gruppen in unserer Gesellschaft gleichermaßen unter den so genannten
Schönheitsidealen leiden.
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Dr. Künast: Das ist richtig. Übergewichtige, aber auch schon nur leicht pummelige Leute leiden
häufiger darunter als Schlanke.
Dr. Künast: Dick wird heutzutage leider immer noch oft mit krank oder faul gleichgesetzt, obwohl das
absolut falsch ist. Was die Gesundheit betrifft, sagt das Körpergewicht allein noch gar
nichts über den Gesundheitszustand aus, wenn man mal von extremen Situationen
absieht, also von sehr sehr dünnen, oder sehr, sehr dicken Menschen. Trotzdem hält sich
hartnäckig das Vorurteil, dicke Leute lebten ungesund und seien dafür selbst
verantwortlich. Dabei können dicke Leute genauso gesund und aktiv leben wie dünne
Leute.
Interviewer: Sie vertreten auch die These, dass Schönheit eigentlich gar nichts, ich sag mal,
„Gegebenes“ ist, sondern dass Schönheitsideale mit Macht und Geld zu tun haben.
Dr. Künast: Na sicher. Das ist übrigens keine von mir erfundene These. Macht und Geld führen immer
dazu vorzuschreiben, was Norm ist. Schauen Sie sich die Geschichte an. Da ist es die
blasse Frau, die adelige, die Ihre Zeit im Haus mit Geigespielen und Buchlektüre verbringt
und natürlich nicht die braungebrannte Bäuerin, die als schön galt. Noch heute wird in
Werbung, in Filmen, in Büchern Schönheit oft mit weißer Haut und glatten Haaren
verbunden. Das ist eindeutig auf Zeiten des Kolonialismus zurückzuführen. Zur Zeit des
Nationalsozialismus wurde es noch deutlicher: Wer blaue Augen und blonde Haare hatte,
galt als schön, Männer mussten muskulös und groß sein und damit kräftige Soldaten
darstellen.
Interviewer: Hat Schönheit Ihrer Meinung nach etwas mit Jugend zu tun?
Dr. Künast: Ebenfalls nicht. Aber Sie müssen natürlich bereit sein, Schönheit weiter zu definieren. Es
gibt ja, wie ich gerade versucht habe, zu erläutern, nicht die eine Schönheit, sondern
verschiedene. Dass in unserer Gesellschaft Jugend ein Symbol für Schönheit ist, hat
logischerweise marketingstrategische Gründe. An wen wollen Sie denn sonst die ganzen
Cremes und Behandlungsmethoden verkaufen?
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Interviewer: Herr Dr. Künast, ich danke Ihnen für das Gespräch.
Sprecht über das Interview mit Dr. Künast. Die folgenden Fragen können euch dabei helfen:
- Versuchen viele Menschen heutzutage den Schönheitsidealen oder Schönheitsnormen zu entsprechen und
ist das deiner Meinung nach problematisch oder nicht?
- Gibt es nach deiner Erfahrung Vorurteile dicken Menschen gegenüber, unter Anderem die im Text
genannten wie krank und faul?
- Was denkst du über die These, dass Schönheitsideale mit Geld und Macht zu tun haben?
- Gibt es deiner Meinung nach, wie Peter Künast behauptet, verschiedene Schönheiten oder nicht?
- Spielen Werbung und Film eine große Rolle, was unser Schönheitsempfinden betrifft?
Schönheitsoperationen
Schönheitsoperationen sind in Deutschland weiterhin im Trend. Immer mehr Menschen legen sich freiwillig
unters Messer, um an sich rumschnippeln zu lassen – aus Schönheitsgründen.
Dabei lassen sich immer noch mehr Frauen als Männer behandeln, obwohl die Anzahl der Männer, die sich in
den letzten Jahren einer Schönheitsoperation unterzogen haben, steigt. Es nimmt des Weiteren auch das
Alter zu. Während in den letzten Jahren das Durchschnittsalter von Menschen, die sich operieren ließen bei
circa 40 Jahren lag, steigt es jetzt auf 42/43 Jahre, wobei das Durchschnittsalter bei den Männern etwas älter
ist.
Auch die Art der Operationen ändert sich: Brustvergrößerungen sind zwar immer noch die häufigsten
Schönheitsoperationen, ihre Zahl ging und geht jedoch zurück. Auch das früher „beliebte” Fettabsaugen
verliert an Popularität, während Botoxbehandlungen und Lidstraffungen im Kommen sind.
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Schreibe einen Kommentar zu der Meldung. Schreibe etwas zu den folgenden Punkten:
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da deswegen
Ü 232
1. Er hasst heißes Wetter. Er fährt jedes Jahr mit seiner Familie in den Süden.
Obwohl …
Trotz …
………………….Trotzdem …
Trotz …
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Obwohl …
Trotz ...
Da............................................................................................................................................................................
8. Die Immobilienpreise sind hoch. Die Leute können sich kein eigenes Haus kaufen.
Wgen...
9. Sie hat eine große Begabung für Sprachen. Sie studiert Romanistik und Anglistik.
.. Deshalb...
10. Wir gehen im Restaurant etwas essen. Später gehen wir ins Kino.
Bevor...
………………………..Danach…
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Rollenspiele: Am Telefon
Jeder bekommt eine Situation und „ruft” bei einem Mitschüler / einer Mitschülerin „an”. Dieser / Diese muss
spontan reagieren und beiden müsse gemeinsam die Situation lösen.
Du rufst in einer Bibliothek in Deutschland an, weil Du bist Erasmusstudent in Deutschland und
du für deine Hausarbeit ein Buch brauchst, das es wolltest heute eigentlich deine erste Prüfung
in deinem Land nicht gibt. Erkundige dich, ob die machen. Du hast allerdings vergessen, dich
Bibliothek dieses Buch hat und ob du es ausleihen anzumelden. Rufe im Sekretariat deines Professors
kannst. an und erkläre das Problem.
Du bist mit deinem Auto auf einer verlassenen Deine Waschmaschine ist kaputt. Rufe den
Landstraße stehen geblieben. Es funktioniert nichts Kundenservice an und versuche zu erklären, was
mehr. Es regnet in Strömen. Rufe den ADAC an. genau das Problem ist.
Du bist nach Deutschland umgezogen und hast Du willst in einer deutschen Stadt Urlaub machen
endlich eine Wohnung gefunden. Allerdings und möchtest dich schon im Voraus über das
funktioniert die Heizung nicht, du weißt nicht, Kunst- und Kulturprogramm, Festivals, Konzerte,
welche Klingel deine ist und hast auch noch keinen etc informieren, um deinen Aufenthalt bestmöglich
Schlüssel für deinen Briefkasten. Ruf deinen zu planen. Ruf im Tourismusbüro der gewählten
Vermieter an und versuche, diese Probleme zu Stadt an und frage nach einigen Informationen.
lösen.
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MEHRSPRACHIGKEIT
… ist die Fähigkeit eines Menschen, mehrere Sprachen zu beherrschen, d.h. sie im Prinzip als Mutter-
sprache oder auf dem Niveau eines Muttersprachlers zu sprechen und zu verstehen.
Heutzutage wachsen einige Kinder zwei- oder sogar dreisprachig auf, wenn ihre Eltern aus verschiede-
nen Ländern kommen oder ihre Eltern eine andere Muttersprache sprechen als die des Landes, in dem
sie wohnen.
Viele Jugendliche und Erwachsene lernen im Laufe ihres Lebens mindestens eine Fremdsprache, so
dass auch sie zweisprachig sind.
Außerdem wird es in den letzten Jahren immer mehr zur Mode, Kinder schon im Kindergarten oder in
der Grundschule eine Fremdsprache lernen zu lassen, damit diese möglichst von Anfang an bilingual
aufwachsen und z
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• Kennt ihr Personen, die zwei oder mehrere Sprachen als Muttersprache sprechen, also gleich gut
beherrschen?
• Wie viele Sprachen sprecht ihr und wie gut? Würdet ihr sagen, dass ihr zweisprachig, dreisprachig,
viersprachig, etc. seid?
• Denkt ihr, dass es ein Nachteil oder ein Vorteil ist, wenn die Kinder zu Hause mehrere Sprachen
lernen oder zu Hause eine andere Sprache sprechen als draußen (im Kindergarten, in der Schule,
etc.)?
• Würdet ihr eure Kinder mehrere Sprachen von Anfang an lernen lassen?
• Was denkt ihr, wie viele Sprachen der Mensch lernen kann?
• Was denkt ihr, wie viele Personen (in %) der Weltbevölkerung mehrsprachig sind?
Zunächst einmal wird gesagt, dass eine neue Sprache durch das „Eintauchen” in eine anderssprachige
Gesellschaft erlernt werden kann. Das Lernen der geschriebenen Sprache ist dabei allerdings oft sehr stark
an Institutionen wie Schulen, Universitäten und Ähnliches gebunden. „Wirkliche Mehrsprachigkeit erwirbt
man nur, wenn man sowohl die gesprochene als auch die geschriebene Sprache erlernt”, so Frau Professor
Dr. Markat.
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Forscher betrachten die Mehrsprachigkeit generell aus zwei Blickwinkeln: Teilweise wird Mehrsprachigkeit
immer noch, wie seit Langem als Nachteil gesehen, während in den letzten Jahren aber auch immer mehr die
Vorteile hervorgehoben wurden, so dass viele Eltern heutzutage ihre Kinder mehrsprachig erziehen wollen,
auch wenn sie selber keinen Migrationshintergrund haben.
Herr Prof. Kiemer sagt, dass der größte offensichtliche Vorteil von Mehrsprachigkeit die erhöhte
Kommunikationsfähigkeit sei, die wiederum einen interkulturellen Austausch fördere, was eindeutig
gesellschaftliche Vorteile habe. Sprache als Brücke zwischen den Kulturen.
Für das Individuum hat Mehrsprachigkeit auch den Vorteil, dass er oder sie, da er mehrere Sprachen spricht,
diese vergleicht und kontrastiert und leichter neue Sprachen und deren Strukturen erlernen kann.
Außerdem, so Markat, ergebe sich ein größeres Begriffsspektrum: „Manche Redewendungen oder Begriffe
gibt es in der einen Sprache, in einer anderen aber nicht. Beherrscht man nun zwei oder sogar drei Sprachen,
besitzt man insgesamt ein größeres Spektrum an Begriffen und Konzepten als eine einsprachige Person.”
Unterschiedliche Untersuchungen brachten hervor, dass eine frühe Mehrsprachlichkeit im Erlernen von
neuen Sprachen erhebliche Vorteile aufweist. Zu vergessen sei nicht, so Professor Kiemer, dass Zwei- oder
Mehrsprachigkeit den Horizont erweitere, zumal mit dem Erlernen einer neuen Sprache die Person auch mit
einer neuen Kultur und Mentalität bekannt werde. Es komme „zu einer differenzierteren Sicht auf die Welt,
weil man diese sozusagen aus mehreren Perspektiven sehe.
Dennoch ist die Frage der Mehrsprachigkeit auch im 21. Jahrhundert noch weiterhin umstritten. Einige
Forscher meinen, Mehrsprachigkeit liege nicht in der Natur des Menschen. So meint Herr. Dr. Simbersch,
dass sich mehrere Sprachen immer gegenseitig beeinflussten und daher eine mehrsprachige Person keine
der Sprachen, die sie spreche, so gut beherrschen könne, wie eine einsprachige Person, die diesem Einfluss
nicht ausgesetzt sei. Das führe unter anderem auch zu einer erhöhten Unsicherheit des Ausdrucks. Die
Sprachen, die Grammatik und der Wortschatz würden immer wieder durcheinander gebracht. Simbersch
erklärt auch, dass eine mehrsprachige Gesellschaft, seiner Meinung nach, schwächer sei als eine
einsprachige. „Eine Gesellschaft wird vor allem durch Sprache zusammengehalten. Wenn in einer
Gesellschaft mehrere Sprachen gesprochen werden, ist deren Zusammenhalt nicht so hoch wie der einer
Gesellschaft, die nur eine Sprache oder größtenteils nur eine Sprache spricht.” Markat wendet hier ein, dass
dies nicht unbedingt als ein Nachteil gesehen werden müsse, da mehrsprachige Gesellschaften vielleicht
weniger Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelten, daher aber gleichzeitig mehr Offenheit, Toleranz und
Willen zur Verständigung.
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2 Geschriebene und gesprochene Sprache lernt man am besten, wenn man in das jeweilige R F
Land fährt und dort lebt.
4 Laut Prof. Kiemer hat Mehrsprachigkeit vor allem Vorteile für unsere Gesellschaft, weil so R F
mehr Offenheit und Verständnis für andere Kulturen entstehen.
6 Laut Kiemer haben mehrsprachige Personen einen differenzierteren Blick auf die Welt. R F
7 Laut Dr. Simbersch führt das Sprechen von mehreren Sprachen dazu, dass keine Sprache R F
so gut beherrscht wird, wie das bei einsprachigen Personen der Fall ist.
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Was sind die im Text genannten Vor- und Nachteile? Welchen Aspekten des Textes stimmihr zu? Wel-
chen nicht? Begründet eure Meinung.
Zitate
Was denkt ihr über folgende Zitate? Welches Zitat gefällt dir am besten und warum?
„Wer eine andere Sprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.”
„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.”
„Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten.”
„Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.”
„Wie ist jede – aber auch jede – Sprache schön, wenn in ihr nicht nur geschwätzt, sondern gesagt wird.”
„Mit jeder Sprache mehr, die du erlernst, befreist du einen bis dahin in dir gebundenen Geist.” (Fried-
rich Rückert, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer)
• Gefällt es dir oder nicht? Was gefällt dir (nicht) an dem Zitat?
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Ein oder zwei Semester in einem anderen Land studieren, das ist für viele Student*innen ein Abenteuer und
für einige sogar das erste Mal, dass sie alleine, also nicht bei ihren Eltern leben. Für die einen ist es nur eine
große Party, andere nehmen es ernsthafter, aber was bringt Erasmus den Studierenden Europas? Und was
bringt es für unsere europäische Gesellschaft?
Arbeitet in Gruppen oder zu zweit und erstellt eine Liste: Was sind eurer Meinung nach die Ziele des
Erasmusprogramms? Was lernt man als Student*in während eines Erasmusaufenthalts?
Vokabeln „Mehrsprachigkeit”
der Aufenthalt
die Ausbildung
fördern / unterstützen
der Migrationshintergrund
das Ausland
das Vorurteil(e)
Vorurteile abbauen
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sich zurechtfinden
sich beeinflussen
Mehrsprachigkeit in Europa
„Jeder EU-Bürger sollte zwei Fremdsprachen lernen.“ Das sagte im Jahr 2001 die für Bildung zuständige EU-
Kommissarin Viviane Reding aus Luxemburg. Damals sprach gerade mal jeder vierte EU-Bürger mehr als eine
Fremdsprache. Am beliebtesten waren dabei Englisch, gefolgt von Französisch, Deutsch und dann Spanisch.
Die EU-Bürger mit den größten Fremdsprachenkenntnissen waren dabei die Luxemburger: 98 Prozent
sprachen hier bereits im Jahr 2001 mindestens eine Fremdsprache. Schlusslicht in der Liste waren die Briten,
von denen zwei Drittel gar keine Fremdsprache sprach.
Ab sechs oder sieben Jahren werden in Luxemburg Deutsch und Französisch unterrichtet, so dass die Kinder
bald dreisprachig sind. Reding betont, dass es wichtig sei, den Kindern schon frühzeitig zwei oder drei
Fremdsprachen beizubringen, da man im jungen Alter die Fremdsprachen spielerisch, mit dem Herzen
erlerne. Je älter man sei, desto mehr würde man mit dem Kopf lernen.
Außerdem sei es einfacher, weiterere Fremdsprachen zu erlernen, wenn man schon eine oder zwei gut
beherrsche.
In Luxemburg lernen die Schüler*innen mit zwölf Jahren dann alle Englisch. Darüber hinaus können sie noch
eine oder zwei zusätzliche Sprachen lernen, so dass sie, wenn die die Sekundarstufe verlassen, mindestens
fünf Sprachen gut sprechen können. Ein Vorbild für ganz Europa, meint Reding. Sie plädiert vor allem dafür,
dass in Grenzregionen die Sprache des Nachbarlandes von allen Leuten gut beherrscht werden müsse:
„Wenn wir das Europa der Regionen aufbauen wollen – und das müssen wir in nächster Zukunft tun – dann
ist es unerlässlich, dass in Grenzregionen die Sprache des Nachbarn gelernt wird.“
Im Mai 2019, achtzehn Jahre später, veröffentlicht das Amtsblatt der Europäischen Union ein Dokument mit
dem Titel: „Empfehlung des Rates zu einem umfassenden Konzept für das Lehren und Lernen von Sprachen.“
Auch in diesem Dokument steht geschrieben, dass die Europäer*innen neben ihrer Muttersprache
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mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen sollten, denn Mehrsprachigkeit gehört zu den Grundprinzipien
der Europäischen Union.
Neben den Auswirkungen auf Wirtschaft und Industrie bezweckt die Förderung des Sprachenlernens die
Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, die
Erleichterung einer grenzüberschreitenden öffentlichen Debatte und die Stärkung der europäischen
Identität. Mit anderen Worten, Mehrsprachigkeit hat eine strategische Dimension für Europa, denn, wie der
Rat der Europäischen Union feststellt: „Die Mehrsprachenkompetenz steht im Zentrum der Vision eines
europäischen Bildungsraums.“
Doch die Lage sieht derzeit noch nicht so rosig aus. Circa die Hälfte der Europäer*innen gibt an, dass sie nicht
in der Lage sei, ein Gespräch in einer Zweitsprache zu führen. Nur jeder fünfte Befragte kann zusätzlich zu
seiner eigenen Sprache zwei weitere Sprachen sprechen und weniger als jeder zehnte spricht mehr als drei.
Die Prozentsätze schwanken natürlich von Land zu Land und hängen auch von der Altersgruppe und der
Beschäftigung ab. Keine wesentlichen Unterschiede sind zwischen Männern und Frauen festzustellen.
Es reicht jedoch nicht aus, zu wissen, wie viele Lernende am Fremdsprachenunterricht teilnehmen. Es gilt
auch herauszufinden, wie viele die Sprachen tatsächlich lernen, und sie dazu anzuhalten, ihre Kenntnisse in
der Praxis einzusetzen. Wie aus der im Juni 2012 veröffentlichten ersten Vergleichsstudie zum effektiven
Lernen europäischer Fremdsprachen hervorgeht, schwanken die Ergebnisse zwischen den verschiedenen
Staaten erheblich. Zum Beispiel sprechen 82 Prozent der schwedischen Lernenden fließend Englisch,
verglichen mit 27 Prozent in Spanien und 29 Prozent in Polen.
Vor allem zwei Faktoren seien für einen erfolgreichen Fremdsprachenerwerb ausschlaggebend: die
Effektivität des Sprachunterrichts im Schulsystem und die Auseinandersetzung mit den Sprachen in der
Umgebung, in der wir leben. Daher ist es nicht nur sinnvoll, den Schulunterricht auszubauen (beispielsweise
durch Investitionen in die Lehrerausbildung und die Verbesserung der Kontinuität zwischen Grund- und
Sekundarschule), sondern auch den umfassenderen Kontakt mit Fremdsprachen zu fördern, beispielsweise
durch Filme mit Untertiteln wie in den nördlichen Ländern im Gegensatz zu synchronisierten Filmen.
Ferner gibt es andere Mittel, die für ein effektives Sprachenlernen in der Schule in Betracht gezogen werden
müssen. Darunter fallen Erasmus+ und alle Programme zur Förderung der grenzüberschreitende Mobilität
der Lernenden und Studierenden, die von der Europäischen Union finanziert werden. Die Mobilität ist ein
entscheidender Hebel für die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse. In diesem Zusammenhang hat
die Europäische Union zugesagt, zwischen 2021 und 2027 bis zu 30 Milliarden Euro zu investieren, um das
Programm auszubauen. Es sind jedoch noch weitaus größere Anstrengungen erforderlich, um die Anzahl der
mehrsprachigen Personen zu erhöhen, wie es der Rat der Europäischen Union empfiehlt.
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- 98 Prozent der Luxemburger sprachen schon im Jahr 2001 mindestens eine Fremdsprache. Wie schätzt du
die Lage in deinem Land ein?
- Reding meint, dass Kinder schon frühzeitig Fremdsprachen lernen sollten. Was ist deine Meinung dazu?
- „Wenn wir das Europa der Regionen aufbauen wollen, dann ist es unerlässlich, dass in Grenzregionen die
Sprache des Nachbarn gelernt wird.“ Was hältst du von dieser Aussage?
- „Mehrsprachigkeit gehört zu den Grundprinzipien der Europäischen Union.“ Was denkst du über diese
Aussage? Ist Mehrsprachigkeit für ein vereinigtes Europa deiner Meinung nach wichtig oder nicht?
- Wie kann man deiner Meinung nach das effektive Sprachenlernen fördern (Austauschprogramme, Filme in
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Ü 234_B2-Prüfung_Lesen_Teil_05_Erasmus-Prakti-
kum
Sie möchten sich um eine Praktikumsstellen bewerben, die durch ERASMUS gefördert wird.
Welche der Überschriften aus dem Inhaltsverzeichnis passen zu den Paragrafen? Vier Überschriften werden
nicht gebraucht.
Inhaltsverzeichnis
c Notwendige Unterlagen
e Voraussetzungen
h Nachbereitungen
§0
ERASMUS bietet den Studierenden nicht nur Auslandssemester an. Auch das Absolvieren eines
Praktikums im Ausland kann durch ERASMUS gefördert werden.
§28
Stipendien können sowohl während des Bachelors als auch während des Masters vergeben werden. Die
Praktikumsdauer sollte hierbei 2 Monate nicht unterschreiten, kann aber länger sein. Die
Praktikumssuche liegt beim Kandidaten. Das Praktikum kann in allen Ländern der Europäischen Union
absolviert werden. Zusätzliche EU-Fördergelder neben denen von ERASMUS sind nicht erlaubt. Zudem
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§29
Der Bewerbung sind beizulegen: ein ein- bis zweiseitiges Motivationsschreiben, ein tabellarischer
Lebenslauf, Leistungsnachweise der letzten Semester, Nachweise der entsprechenden Sprachkenntnisse
(Nachweise über Auslandsaufenthalt, abgelegte Sprachzertifikate oder Abiturzeugnis (insofern die
Sprache als Leistungskurs belegt wurde)), der vom Arbeitgeber unterschriebene Praktikumsvertrag, vom
Arbeitgeber unterschriebene Stellenbeschreibung, Versicherungsschutz.
§30
Nach Beendigung des Praktikums muss das Learning Agreement/ Traineeship Certificate von der
Praktikumsstelle unterzeichnet und eingereicht werden. Ebenfalls muss ein Praktikumszeugnis
ausgestellt und abgegeben werden. Ein Fragebogen über deine Praktikumserfahrungen ist auszudrucken,
zu beantworten und an deine Hochschule weiterzuleiten.
„mitbringen” benutzt man, wenn es wichtig ist, wohin man etwas bringt, also zu wem oder zu welchem Ort.
„mitnehmen” benutzt man, wenn es wichtig ist, wen oder was man mit sich nimmt und nicht, wohin man die
Sache oder die Person bringt.
Ü 235
1. „Hallo Julian, darf ich zu deiner Party am Freitag meinen Freund _______________?”
2. „Es wäre echt super, wenn jeder zu dem Picknick etwas zu essen und etwas zu trinken __________
könnte.”
3. „Entschuldigen Sie, ich habe die Broschüren über das Kinoprogramm dort auf dem Tisch liegen
sehen. Kann ich eine __________?”
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4. „__________ auf jeden Fall deine Regenjacke mit. Ich glaube, das Wetter soll am Wochenende nicht
so gut werden.”
5. „Christian, wenn du willst, __________ ich dich zu der Party von Julian mit.”
6. „Diese U-Bahnkarte gilt am Wochenende für zwei Personen. Hier steht geschrieben, dass der
Besitzer der Abokarte am Samstag und Sonntag und an Feiertagen eine Person __________ kann.”
7. „...und ich __________ dir auch dein Buch mit, was du mir geliehen hattest. Ich habe es zu Ende
gelesen. War echt super.”
8. „Wenn du willst, kannst du dir gerne ein Stück Torte mit nach Hause __________. Wir haben noch so
viel übrig.”
B 212_Übung_B2-Prüfung_Hören_Teil_02_„Arbei-
ten im Ausland“
[Link]
Kreuzen Sie die richtige Antwort (a, b oder c) an. Sie hören den Text zweimal.
Lesen Sie jetzt die Aufgaben 11 bis 16. Dazu haben Sie 90 Sekunden Zeit.
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11 Alina...
a ... fand es unfair, dass sie als Kind Ballett machen musste, während die Jungen Fußball spielen
durften.
b Dass sie sich doch noch für das Tanzen begeistern konnte.
c Dass sie eine Aufführung von einer Choreografie von Pina Bausch gesehen hat.
b ... es nicht einfach ist, eine Zeit im Ausland zu verbringen, wenn man einmal begonnen hat zu
arbeiten.
c ... man für eine Bewerbung für ein Auslandspraktikum Vorgespräche benötigt.
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c ... und schon nach kurzer Zeit hat ihr ihre Tanzlehrerin eine Arbeit angeboten.
15 Alina...
a ... hat in Spanien mit ihrem Job zu wenig Geld verdient, konnte die Miete nicht bezahlen und ist
deshalb nach Deutschland zurückgegangen.
c ... ist nach Deutschland zurückgegangen, weil der Job und die Position in Deutschland für sie
interessanter waren.
a Sie ist überzeugt, dass ihre relativ guten Spanischkenntnisse ihr einiges erleichtert haben.
b Sie hat ihre Arbeit dort nur gemocht, weil die Kollegen sehr nett waren.
c Sie spricht im Detail nur über die positiven Erfahrungen, obwohl sie sagt, dass es auch einige
negative gab.
In der Radiosendung „Ab ins Ausland” spricht der Radioredakteur Gabor Birnbaum mit der Tanzlehrerin
Alina Schwanen über ein Praktikum oder eine Berufserfahrung im Ausland.
Gabor: Guten Morgen, hier sind wir wieder mit „Ab ins Ausland”! Mein Gast im Studio ist heute
Alina Schwanen, herzlich willkommen!
Alina: Danke, hallo.
Gabor: Alina ist Lehrerin an der Tanzakademie „Expressions” hier in unserer Stadt. Alina, erzähl
uns doch kurz etwas über dich. Wie bist du zum Tanzen gekommen?
Alina: Angefangen hab ich als kleines Mädchen, mit sieben oder acht. Da hab ich Ballettunterricht
genommen, weil meine Mutter das wollte. Jungs Fußball, Mädchen Ballett oder Klavier, so war das bei
uns. Am Anfang war ich nicht so begeistert, das Training war immer eine Belastung für mich. Später hab
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ich dann immer mehr Gefallen daran gefunden, auch wenn es über Jahre hinweg ein ganz schönes Auf
und Ab war.
Gabor: Und irgendwann gab es dann den großen Durchbruch?
Alina: Naja, eine Art Durchbruch schon, aber nicht mit Ballett. Als ich 16 Jahre alt war, bin ich mit
modernem Tanz in Kontakt gekommen. Und zwar hab ich eine Aufführung einer Choreografie von Pina
Bausch gesehen und da hab ich mich sofort verliebt. Das hat mich total beeindruckt, der Ausdruck, die
Emotionen, ja, die Ehrlichkeit. Nach diesem Erlebnis wusste ich: Das will ich machen. Ich hab dann zu-
erst Workshops und einzelne Kurse gemacht, dann hab ich mit Ballett aufgehört und nur noch Unter-
richt in Ausdruckstanz genommen und schließlich modernen Tanz studiert.
Gabor: Wow, nicht schlecht. Das heißt, du hast dein Leben lang praktisch nichts anderes als Tan-
zen gemacht! … Aber kommen wir zum eigentlichen Thema der Sendung. Es geht heute um berufliche
Erfahrung im Ausland. Während es im Studium mittlerweile völlig normal oder schon fast Pflicht ist, ein
paar Monate oder ein Jahr im Ausland zu verbringen, gibt es für Praktika eher wenige Angebote und wird
fast unmöglich, sobald man mal im festen Arbeitsleben drin ist. Alina, du hast mir im Vorgespräch ge-
sagt, dass du für einige Zeit im Ausland gearbeitet hast. Welche Erfahrungen hast du gemacht?
Alina: Das kam eigentlich ganz unverhofft. Vor ein paar Jahren hatte ich mich für einen Flamen-
cokurs in Sevilla angemeldet. Das war ein vierwöchiger Kurs für Anfänger und ich hab das eher als Spaß
gesehen. Flamenco hat mich schon immer fasziniert, da steckt so viel Ausdruck und Leidenschaft drin.
Auch wenn ich nicht glaube, dass man sich wirklich zu hundert Prozent reinfühlen kann, wenn man
nicht damit aufgewachsen ist... Naja, jedenfalls wollte ich diesen Kurs machen und mit einem Andalu-
sienurlaub verbinden. Ich hab den Kurs begonnen und hatte total viel Spaß, die Leute waren total nett
und ich hab richtig viel gelernt. Auch mit der Flamencolehrerin hab ich mich gut angefreundet. Als ich
ihr gesagt habe, dass ich selbst Tänzerin bin und Erfahrungen im Unterrichten habe, hat sie mir einen
Nebenjob angeboten!
Gabor: Oh! Wie das?
Alina: Sie hatte Kontakte zu einer Tanzschule, die neu eröffnet hatte und Personal brauchte, vor
allem für die Anfangsphase. Sie hat mich dort vorgestellt und in der Woche darauf habe ich direkt zu
arbeiten angefangen. Zuerst waren es nur zwölf Stunden pro Woche. Ich habe Kurse gegeben, ein biss-
chen Ausdruckstanz, also das, was mir am besten gefällt. Aber tja, tatsächlich auch ein wenig Ballett-
unterricht für Kinder und ansonsten so ein paar Gymnastikkurse, aber nichts Spezifisches.
Gabor: Und dann? Wie ging es weiter?
Alina: Ganz einfach. Nachdem mein Andalusienurlaub zu Ende war, bin ich einfach da geblieben.
Die Tanzschule hat immer mehr Schüler bekommen und ich hab immer mehr Stunden gemacht. So
hatte ich genug Geld für meine Miete und hab gedacht: Warum nicht?
Gabor: Jetzt bist du aber doch wieder in Deutschland…
Alina: Genau. Nach circa einem halben Jahr in Sevilla hab ich für einige Zeit tatsächlich in Erwä-
gung gezogen, längerfristig in Spanien zu bleiben. Aber dann hab ich das Jobangebot von „Expressions”
hier gekriegt und bin deshalb wieder hierher zurück nach Deutschland gekommen. Und ich denke, das
war berufstechnisch auch die richtige Entscheidung. Hier kann ich genau das unterrichten, was mir
Spaß macht und in der Akademie hab ich eine wichtigere Rolle; mehr Verantwortung, aber auch mehr
Einfluss.
Gabor: Wie beurteilst du deine Erfahrung im Nachhinein? Und was würdest du generell als Vorteile
vom Arbeiten im Ausland bezeichnen?
Alina: Also ich persönlich habe durchweg positive Erfahrungen gemacht. Ich hatte wahrschein-
lich auch den Vorteil, dass ich eben schon Erfahrungen in dem Bereich hatte. Und außerdem, ganz
wichtig: Ich konnte schon Spanisch und zwar glücklicherweise relativ gut. Ohne die Sprachkenntnisse
wäre es mit Sicherheit schwieriger gewesen. Aber generell, von den Kollegen, die echt nett waren, bis
hin zu den relativ flexiblen Arbeitszeiten war alles super.
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Präpositionen
Die meisten, die schon einmal etwas 1.__________ dem europäischen Erasmus-Programm gehört haben,
wissen auch, dass es 2.__________ einem niederländischen Gelehrten 3.__________ Rotterdam benannt
wurde: Erasmus (Desiderius) 4.__________ Rotterdam. Aber die wenigsten wissen, dass ERASMUS eigentlich
auch ein Akronym ist, das 5.__________ EuRopean Action Scheme for the Mobility of University Students
steht.
Auf jeden Fall war Erasmus 6.__________ Rotterdam ein bedeutender niederländischer Gelehrter des
europäischen Humanismus.
Er lebte 7.__________ 15. und 16. Jahrhundert (8.__________ 1466 – sein genaues Geburtsjahr ist nicht
bekannt – 9.__________ 1536). Er arbeitete sowohl 10.__________ Theologe, als auch 11.__________
Philosoph, Philologe und schrieb zahlreiche Bücher.
Erasmus hat gewissermaßen damals schon das vorgelebt, was heute das ERASMUS-Programm erreichen
möchte: Nachdem er die Lateinschule in Deventer (Niederlande) besucht hatte, studierte er 12.___________
der Sorbonne 13.__________ Paris. Später gelangte er 14.__________ England, wo er u.a. den jungen
Prinzen Heinrich, den späteren König Heinrich VIII kennen lernte. Von nun an pendelte er 15.__________
ganz Europa: 16.__________ 1500 und 1506 hielt er sich abwechselnd in den Niederlanden, Paris und
England auf. 17.__________ 1506 bereiste er Italien, wo er in Turin zum Doktor der Theologie promovierte.
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Wenig später lehrte er Griechisch in Cambridge. Er lehrte 18.__________ Hof 19.__________ Burgund, u.a.
als Erzieher des Prinzen Karl, des späteren Karl V.
Am Ende lebte Erasmus noch viele Jahre in Basel, wo er auch Johannes a Lasco kennen lernte, der
20.__________ seinem Lieblingsschüler wurde und der 21.__________ der spätere Reformator Frieslands
bekannt wurde.
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• Hättest du gerne viel Geld? Was würdest du mit viel Geld machen?
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Hypothetische Situation
Du und dein Partner / deine Partnerin haben von einem entfernten Verwandten / Bekannten, der sehr
vermögend war, viel Geld geerbt. Überlegt nun gemeinsam, was ihr wirklich tun würdet, wenn so eine
Situation auftreten würde.
Schreibt euch einige Notizen auf und stellt sie dann im Kurs auf (Achtung! Konjunktiv II!)
erben
unendlich
die Fähigkeit(en)
bluffen
Geld setzen
rücksichtslos
die Oberschicht(en)
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die Unterschicht(en)
missachten
lügen
schummeln / mogeln
Interessen durchsetzen
die Gier
sich widerspiegeln
verschwenderisch
Beantworte den Fragenkatalog und vergleiche dann mit deinem Partner / deiner Partnerin, wie ihr
geantwortet habt.
Interviewer: Wie hältst du´s mit dem Geld? Was bedeutet Geld für dich?
….
...
...
...
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Interviewer: Findest du, dass die Leute heutzutage zu sehr hinterm Gelde her sind?
B 213_Interview Geld
[Link]
Hör nun das Interview und beantwortet dabei die folgenden Fragen:
Interviewer: Ja, ich wollte dich mal fragen: Wie hältst du´s mit dem Geld? Was bedeutet Geld für
dich?
Studentin: Äh, Geld bedeutet meistens überleben, denk ich mal, so im Alltag.
Interviewer: Ja,...also es ist wichtig?
Studentin: Ja, auf jeden Fall.
Interviewer: Hmh...und versuchst du möglichst viel Geld zu haben oder zu verdienen?
Studentin: Ja, na ja...ich versuche so viel Geld zu verdienen, dass ich mir die Dinge ermöglichen
kann, die ich gerne machen möchte.
Interviewer: Ja, und das sind?
Studentin: Reisen eigentlich, in der Hauptsache. Und ausgehen.
Interviewer: Und ausgehen?
Studentin: Und ab und zu noch Bücher kaufen, aber die bekomme ich manchmal auch einfach
nur geschenkt.
Interviewer: Und findest du, dass die Leute zu sehr hinterm Gelde her sind?
Studentin: Ja, finde ich schon. Also, ich denke, dass viele meiner Freunde zum Beispiel BWL oder
Jura studieren, weil sie denken, dass sie damit mehr Chancen haben, Geld zu verdie-
nen, später.
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- Habt ihr ähnliche Antworten wie die Studentin gegeben oder ganz andere? Findet ihr die Antworten der
Studentin überraschend oder nicht?
- Denkt ihr, dass es wichtiger ist einen Beruf zu wählen, weil er höchstwahrscheinlich Geld und Sicherheit
bringt, oder ist es wichtiger, dass einen der Beruf interessiert?
- Ist die Hoffnung der Studentin, einen reichen Mann zu finden, heutzutage noch eine realistische
Einstellung?
- Die Studentin spricht nur über das Geld, das sie benötigt, um sich Dinge zu ermöglichen, die ihr Spaß
machen. Sie spricht nicht über das Sparen oder über Investitionen. Ist Zweiteres deiner Meinung nach eine
wichtige Sache?
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Macht Reichtum unmoralisch? Dieser Frage sind US-Forscher mit Hilfe von Experimenten nachgegangen.
Ihre Ergebnisse: Reiche Menschen haben keine Schwierigkeiten, sich das zu nehmen, was sie wollen. Die
Forscher fanden das in Tests mit Autos und Bonbons heraus. Ihr Fazit: Wer Geld hat, neigt eher dazu,
moralische und andere Regeln zu brechen.
Im Straßenverkehr gelten Fahrer von „dicken Karren“ als rücksichtslos und dreist. Einer aktuellen Studie
zufolge entspricht dieses Vorurteil tatsächlich der Realität. Reiche Menschen in teuren Autos verletzen die
Verkehrsregeln eher als Fahrer von Mittelklassewagen.
Und noch mehr: Angehörige der Oberschicht lügen und mogeln eher als Mitglieder unterer sozialer
Schichten, berichten Wissenschaftler im Fachblatt „PNAS“. Ihre Begründung: Reiche Leute haben einfach
eine positivere Einstellung zur Gier. Sie finden nichts dabei, sich zu nehmen, was sie haben wollen und haben
weniger Skrupel, gängige Regeln und Moralvorstellungen zu verletzen.
Die Forschergruppe um Paul Piff von der University of California wollte einer Frage nachgehen: Welche
soziale Klasse verhält sich eher unmoralisch – die Oberschicht oder die Unterschicht?
Die Forscher testeten das zunächst im Straßenverkehr. An einer vielbefahrenen Kreuzung, an der die
Vorfahrt mit Stopp-Schildern geregelt ist, beobachteten sie, ob und welche Autos anderen die Vorfahrt
nahmen. Die Wissenschaftler notierten Marke und Zustand des Wagens und beurteilten Geschlecht und
ungefähres Alter des Fahrers. Es zeigte sich, dass die Fahrer von Oberklassewagen häufiger die
Verkehrsregeln missachteten. Sie ignorierten zum Beispiel auch Fußgänger an einem Zebrastreifen deutlich
häufiger als Leute mit einem weniger luxuriösen Wagen.
Die Wissenschaftler vertieften ihre Beobachtungen anschließend mit Experimenten am Computer. Zunächst
mussten die Probanden am Computer einige Aufgaben bearbeiten und dabei unter anderem ihre soziale und
wirtschaftliche Position auf einer Skala von eins bis zehn selbst einschätzen und mit dem US-Durchschnitt
vergleichen. In einer anschließenden vermeintlichen Pause kamen die Wissenschaftler mit einem Glas
Bonbons zu den Versuchsteilnehmern. Sie sagten, diese seien eigentlich für eine Gruppe Kinder im
Nebenraum, aber die Teilnehmer könnten ruhig zugreifen, wenn sie wollten. Dann verschwanden die
Wissenschaftler für einige Minuten, bevor sie die Probanden zum angeblichen zweiten Versuchsteil baten.
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Es zeigte sich, dass diejenigen Probanden, die nach eigener Aussage einer höheren sozialen Schicht
angehörten, mehr Bonbons genommen hatten als solche einer unteren Schicht. Weitere Experimente
ergaben, dass die „reicheren“ Versuchsteilnehmer auch eher logen oder schummelten, wenn es zum Beispiel
darum ging, in einem Spiel Geld zu gewinnen.
Piff und seine Mitarbeiter machten sich dann auf die Suche nach einer Begründung für ihre Beobachtungen.
Sie fanden heraus, dass reichere Leute Gier in der Regel weniger negativ bewerteten und dass dies ihr
unmoralisches Verhalten erklärte.
Die Unterschiede ließen sich nicht durch Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit oder politische Einstellung
erklären, berichten die Forscher weiter. Jeder habe vermutlich in seinem Leben schon einmal Gier verspürt,
aber dieses Gefühl sei nicht gleichmäßig über alle sozialen Schichten verteilt. Eigene Interessen
durchzusetzen sei ein bedeutendes Motiv in der Elite der Gesellschaft. Mit größerem Reichtum und Status
würden auch die Wünsche größer und mehr. Das könne ein moralisches Fehlverhalten begünstigen.
1 Eine US-amerikanische Studie zeigt, dass Menschen, die Geld haben, weniger Probleme R F
haben, Regeln zu missachten.
2 Das Forscherteam fand heraus, dass Fahrer mit einem großen, eher luxuriösen Auto die R F
Regeln im Straßenverkehr öfter missachten.
4 Bei dem Experiment am Computer mussten die Probanden als erstes ihr Vermögen und ihr R F
Jahresgehalt angeben.
5 Probanden aus den höheren Schichten nahmen mehr Bonbons als Probanden aus den R F
unteren Schichten.
6 Andere Faktoren, wie Alter und Geschlecht wurden bei den Experimenten nicht R F
berücksichtigt.
7 Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass reichere Menschen Gier für nicht so negativ R F
halten.
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Kommentar schreiben
Schreibe einen kleinen Kommentar zu dem Text “Reichtum macht unmoralisch”. Orientiere dich an den
folgenden vier Punkten:
• Was denkst du, spiegelt die im Text beschriebene Studie eurer Meinung nach die Realität wider oder
nicht?
• Missachten nach deiner Erfahrung Fahrer*innen von großen Autos eher die Regeln im
Straßenverkehr?
• Macht Reichtum unmoralisch? Macht unmoralisches Verhalten reich? Was denkst du?
Übungen_Prüfung_Sprechen_Teil_02_Debattierclub
In der B2-Prüfung (Goethe-Zertifikat) musst du im Teil Sprechen (Teil 2) mit deinem Partner / deiner
Partnerin über eine Frage diskutieren. Du musst deine Standpunkte und Argumente mit den Standpunkten
und Argumenten deines Partners / deiner Partnerin austauschen und auf ihn / sie reagieren. Ein paar
Stichpunkte werden dir als Hilfe gegeben.
- Solidarität
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- Neid
- freier Markt
- nicht finanzierbar
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Wiederholung Modalverben
möchten – wie “wollen” , etwas netter / freundlich, z. B., wenn man jemanden um einen Gefallen bittet (Ich
möchte bitte einen Kaffee.)
Entschuldigung, 2._______________ Sie mir sagen, wo ich die Neuhausener Straße finde?
Ich verstehe nicht, ob man hier parken 4._______________. Die Schilder dort sind nicht klar.
6._______________ ich dir am Wochenende beim Umzug helfen? Wenn du 7._______________, ist es für
mich kein Problem. Ich habe nächstes Wochenende nichts vor.
Ich habe dir schon ein paar mal gesagt, dass du nicht so schnell fahren 9._______________.
Du 10._______________ heute nicht mehr einkaufen. Ich habe das vorhin schon gemacht. Der Kühlschrank
ist voll.
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Während der Coronapandemie: In öffentlichen Verkehrsmitteln 11._______________ man eine Maske oder
einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das ist obligatorisch. Man 12._______________ sich möglichst oft und
gründlich die Hände waschen und Abstand zu anderen Personen einhalten. Man 13._______________ nicht
in ein Altersheim gehen, ohne vorher einen Test gemacht zu haben. Das ist nicht möglich.
Wir 14._______________, wenn wir 15._______________ an der nächsten Haltestelle aussteigen. Oder wir
fahren noch weiter bis zum Hackeschen Markt und gehen dann die Oranienburger Straße entlang.
Statussymbole
- Was waren die Statussymbole der Vergangenheit? Was sind die heutigen Statussymbole?
- Sind Statussymbole für dich wichtig oder nicht? Warum? Warum nicht?
- Was denkst du, warum Statussymbole eine Rolle spielen? Warum sind sie Menschen wichtig?
Ü 239_Übung_Prüfung_Lesen_Teil_03_„Statussym-
bole“
(vorgeschlagene Arbeitszeit: 12 Minuten)
Lesen Sie den Text. Entscheiden Sie, welche der Antworten (a, b oder c) passt. Es gibt jeweils nur eine
richtige Lösung.
Beispiel:
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b … bei der man für ein Jahr eine spezielle Kreditkarte gewinnen kann.
Letzte Woche, eine Konferenz mit Firmenchefs und Abteilungsleitern. Am Abschlussabend gibt es eine
Verlosung. Okay, es gab auch ein paar schöne Preise: Hotelgutscheine, Weinpakete usw. Und der
Hauptpreis? Die kostenlose Nutzung der Centaurion-Gold-Excellence-Ultima-Premium-Platinum-
Bananarama-Kreditkarte für ein ganzes Jahr! Juhu! „Eine Karte, die sich nicht kaufen lässt!“, säuselte der
Moderator. Sie könne nur „verliehen“ werden!
Was für ein Sch…wachsinn! Wer will denn so etwas freiwillig gewinnen? Aber beim Publikum im Saal,
allesamt Führungskräfte, sorgte der Hauptpreis für glänzende Augen!
Woher kommt die Gier nach Statussymbolen? Aus blanker Unsicherheit! Das ist jedenfalls unsere
Meinung. Statussymbole sind Amphetamine fürs Ego. Das ist die klassische Funktion von
Statussymbolen. Kompensation für diejenigen, die als wichtig und mächtig wahrgenommen werden
wollen, aber Angst haben, nicht genug zu sein. Natürlich ist der Wunsch nach Respekt und Anerkennung
völlig in Ordnung. Schwierig wird es aber immer dann, wenn hinter diesem Wunsch eine Persönlichkeit
steht, die keine natürliche Autorität hat. Also eine Person, die zwar eine bestimmte Position hat, aber
keine Persönlichkeit. Nichts wäre natürlich schlimmer, als wenn die anderen dieses Defizit bemerken
würden. Wer das befürchtet, tendiert schnell dazu, nach außen besonders wirken zu wollen.
Das kann man überall beobachten – auch in großen Firmen. Kaum ist jemand Abteilungsleiter oder
Direktor, kann man ihn nicht mehr anrufen, denn er hat eine „Assistentin“, die immer für ihn am Telefon
antwortet, weil der Chef angeblich immer schwer beschäftigt sei. Der bis 2019 übervolle Terminkalender
signalisiert jedem: Achtung, diese Person hier ist wichtig!
Außerdem ist die Größe des Büros ein exaktes Maß für die Wichtigkeit der Person: Der Chef, also
derjenige, der am wenigsten Zeit im Büro verbringt, residiert im größten Raum mit der besten Aussicht
und dem größten Schreibtisch, auf dem wie zufällig der teuerste Füller liegt. Ein schön eingerichtetes
Büro hat ja Stil. In den Büros „wichtiger” Personen erzählt jedes Accessoire seine ganze eigene
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Geschichte der Wichtigkeit! Das hat aber nicht immer viel mit Stil zu tun. Golfbälle aus Plexiglas oder
Mannschaftsfotos zeigen: Dieser Mensch war einmal ein Spitzensportler! Überhaupt funktionieren Bilder
bestens. Auch Kunst wirkt immer. Gefallen muss das Bild oder die Skulptur keineswegs, es geht nämlich
nur darum, dass das Zeug modern und teuer aussieht.
Unverzichtbar übrigens, wenn wir schon bei Kultur sind: Bücher! Nicht, dass man sie gelesen haben
müsste, nein, nein. Es reicht, wenn sie so präsentiert sind, dass man gut sehen kann, dass sich der
Büroinhaber auch bestens mit Kant, Goethe und Hemingway auskennt.
Eine Top-Führungskraft hat außerdem immer auch Familiensinn. Achten Sie mal drauf: Das Foto der
eleganten, aktuellen Ehefrau, die Schnappschüsse mit den bereits ziemlich erfolgreichen Kindern, die
strahlende Familienidylle im Urlaub auf dem Bild vorm Taj Mahal oder am Fuß der Freiheitsstatue. Also
wirklich, dieser Mensch bringt doch tatsächlich alles unter einen Hut! Beruf, Sport, Kultur, Kunst und
Familie!
Und wie sieht es bei denen aus, die nicht ganz oben sind? Leider bleiben die meisten Menschen von
Statussymbolen nicht ganz verschont. Unser Unterbewusstsein beneidet automatisch Personen, die
diese haben, wir setzen sie automatisch auf eine höhere Stufe als uns selbst und daher wollen wir das
entsprechende Objekt dann auch haben. Um genauso viel Wert zu sein. Um in dieser Gesellschaft
genauso viel zu bedeuten. Warum hatte sonst das Smartphone so einen unglaublichen Erfolg? Natürlich
wollte jeder so ein Ding haben, das zugegebenermaßen auch sehr praktisch ist. Aber warum musste es
dann immer wieder das neuste Modell sein, das teuerste? Warum standen Massen von Kunden schon
am frühen Morgen vor Apple-Geschäften, obwohl ihr „altes“ Smartphone noch komplett funktionsfähig
war und kaum eine Funktion weniger als das neue Modell hatte? Warum fahren in einem Jahr plötzlich
alle nach Thailand und dann wieder nach Kalifornien? Gewisse Dinge muss man eben haben, gewisse
Dinge muss man machen. Als wenn mit dem Erwerb dieses Objektes die eigene Intelligenz, die eigene
Ausstrahlung, der eigene Charakter, die eigene Persönlichkeit besser werden könnten. Eigentlich ein
absurder Gedanke. Aber wie auch die ganz Großen, so wenden auch die Kleinen dieses Prinzip an: Wenn
ich mir etwas Bestimmtes leisten kann, wenn ich etwas Entsprechendes habe, kann ich damit blenden.
Zumindest ist das die Hoffnung.
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a ... achten Personen, die eine hohe Position haben, aber nicht die entsprechende Persönlichkeit, die
es dazu bedarf.
c ... achten Personen, die nur Defizite bei ihren Mitmenschen sehen.
a ... haben die meisten Leute viel mehr zu tun als vorher.
b ... wollen die meisten nach Außen zeigen, wie beschäftigt sie sind.
a ... dass es absurd ist, dass Chefs, die am wenigsten Zeit im Büro verbringen, das größte Büro haben.
b ... dass Chefbüros meistens sehr stil- und geschmackvoll eingerichtet sind.
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c ... dass Büros von Führungskräften voll von unnützem Zeug sind.
20 Laut Text...
a ... fühlen sich die Leute generell minderwertig, wenn sie keine entsprechenden Objekte besitzen.
b ... finden es die meisten Leute ungerecht, dass sie weniger wert sind, wenn sie sich nicht mit
Statussymbolen umgeben.
c ... fallen die meisten Leute auf die angebliche Bedeutung von Statussymbolen rein.
b Weil sich die Menschen damit erhoffen, wie auch mit bestimmten Reise, etc., etwas Bestimmtes zu
repräsentieren.
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Alle freuen sich, wenn sie ein Schnäppchen ergattern können: eine Reise, die man sich eigentlich nicht
leisten konnte oder ein herabgesetztes Kleidungsstück im Schlussverkauf. Das war schon immer so, aber in
den letzten Jahren ist der Anspruch der Konsumenten oftmals noch ein anderer: Alles soll bitte billig sein! Im
Restaurant möchte man sich bei “All you can eat” den Bauch vollschlagen, aber möglichst dafür nur 10 Euro
zahlen, für Bahnen und Flüge möchte man am liebsten in ganz Europa nicht mehr als 50 Euro ausgeben,
Kleidungsstücke erfreuen sich in letzter Zeit besonderer Beliebtheit, wenn sie extrem billig sind (T-Shirts
zwischen 3 und 5 Euro, Pullis und Hosen bitte nicht über 20 Euro!), Bücher werden im Internet für immer
weniger Geld bekommen (auch für 99 Cent) und Musik möchte sowieso keiner mehr kaufen sondern frei zur
Verfügung haben. Das hört sich alles gut und schön an, aber zweierlei Dinge werden dabei von vielen
Konsumenten nicht bedacht: Arbeit kostet und wenn man nicht möchte, dass sie kostet, muss
gezwungenermaßen immer irgendwo gespart werden. Und zweitens: Kann die Qualität wirklich noch die
gleiche bleiben, wenn wir alles immer billiger haben wollen?
Sprecht über den oben stehenden Artikel. Was ist eure Meinung?
Einer aktuellen Umfrage zufolge finden 73 Prozent der Deutschen Billigflieger nicht mehr billig. Es gibt noch
andere Gründe, warum Ryanair oder Air Berlin sich Gedanken über die Zukunft machen sollten.
Knapp drei Viertel einer im Oktober 2011 durchgeführten TripAdvisor-Umfrage finden, dass Billigflüge gar
nicht mehr billig sind. Aber es gibt sie immer noch, die super Angebote: Für 9,99 Euro mit Ryanair von
Bremen nach Alicante düsen, für 44,99 Euro mit Air Berlin von der Hauptstadt nach Barcelona jetten oder für
99 Euro mit der Lufthansa von Düsseldorf nach Mailand fliegen. Auf den ersten Blick hat sich in Sachen
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preiswert fliegen wenig verändert – zumindest für die Verbraucher. Fliegen bleibt zumindest bis jetzt erst
mal preiswert.
Doch so sehr sich Fluggäste noch über gute Preise freuen können, so sehr führen diese Superangebote und
Tiefpreise bei den Fluggesellschaften zu immer mehr Problemen. Denn mit Preisschnäppchen um
Marktanteile zu kämpfen, ist für die Airlines teuer – sehr teuer. Dem Bundesverband der Deutschen
Fluggesellschaften (BDF) zufolge bleibt den Airlines pro 100 Euro Ticketumsatz nicht mehr als 3 bis 4 Euro
pro Passagier. Das Problem ist, dass das Billigsein viel Geld kostet.
Eines der jüngsten Opfer von Niedrigpreisen: Air Berlin. Das Unternehmen trudelte spätestens seit der
Finanzkrise 2008 in ein tiefes Loch, im August 2017 beantragte Air Berlin die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.
Aber nicht nur Air Berlin geriet in die Krise. Ryanair verdient zwar noch viel Geld mit der Billigfliegerei, aber
die Fluglinie weiß, dass das Geldverdienen immer schwieriger wird. Deswegen denkt sie über neue Optionen
nach, zum Beispiel Sitzplätze mit mehr Beinfreiheit gegen zehn Euro zu verbindlich reservieren. Das ist der
Versuch, mehr Geschäftsreisende in die Flieger zu bekommen.
Wenn aber schon die Pioniere unter den Billig-Airlines beginnen, über neue Geschäftsmodelle
nachzudenken, dann ist der Zenit der Billigfliegerei wahrscheinlich überschritten.
Von den Folgen der Finanzkrise 2008 hat sich die Fliegerei nicht mehr erholt. Sie hatte für alle Airlines vor
allem eine gravierende Konsequenz: Passagiere wurden „extrem preissensibel“, sagen Experten. Einerseits
wurde privat immer weniger geflogen und andererseits begannen auch die Unternehmen zu sparen:
Geschäftsreisen brachen dramatisch ein. Besonders etablierte Airlines wie die Lufthansa litten darunter. Die
Billig-Airlines haben davon eher profitiert, denn nun stiegen Geschäftsreisende auf die Billigflüge um. Zur
großen Enttäuschung der Linienfluggesellschaften kamen die guten Zeiten nicht mehr zurück. Auch 2010, als
die Wirtschaft wieder besser wurde, buchten die Geschäftsreisenden keine Business Class mehr. In diesen
Jahren gab es einen Paradigmenwechsel. Heutzutage lässt kaum noch eine Firma ihre Mitarbeiter innerhalb
Europas Business Class fliegen. Holzklasse tut’s auch.
Der dadurch entstandene härtere Wettbewerb zog weitere Preissenkungsrunden nach sich. Nicht nur die
Low-Cost-Flieger überboten sich mit Niedrigstpreisen. Auch Lufthansa (LH) begann direkt auf die
preiswertere Konkurrenz zu reagieren. Auf umkämpften Strecken wie München-Hamburg sanken die Preise
der LH teilweise um bis zu 40 Prozent.
Erschwerend kommen für die Fluggesellschaften steigenden Kerosinpreise hinzu. In den letzten Jahren war
das Auf und Ab der Kerosinpreise wie eine Achterbahnfahrt. Während sie von 1986 bis 1999 von 17 auf 22
US-Dollar je Barrel kletterten, explodierten sie ab 2004. Rekordhöhe erreichten die Energiekosten im Juli
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2008, als der Kerosinpreis auf 169,57 US-Dollar kletterte. Allerdings fiel er nach Beginn der Finanzkrise im
Februar 2009 auf 53,52 US-Dollar. Und seitdem geht es je nach politischer und wirtschaftlicher Lage immer
rauf und runter – tendenziell jedoch rauf.
Billigfluggesellschaften reagieren darauf mit vielen Zusatzkosten: 5 Euro für den Priority-Check-in, 6 Euro für
die Online-Buchung, mindestens 15 Euro für einen aufgegebenen Koffer, 40 Euro für die Neuaustellung der
Bordkarte – wer Ryanair und andere Low-Cost-Airlines bucht, der bezahlt für jedes Extra.
Doch zu viel darf es nicht kosten. Die Schmerzgrenze der Kunden darf nicht überschritten werden. Wir haben
uns nun mal daran gewöhnt, dass Fliegen billig ist und dass wir daher alle zu jeder Zeit an die von uns
gewünschten Orte gelangen. „Zum Beispiel nimmt ab 99 Euro die Nachfrage nach Wochenendtickets
deutlich ab“, so Airline-Experten.
1 Der Autor ist der Meinung, dass das Fliegen in den letzten Jahren nicht mehr so billig ist. R F
2 Die preisgünstigen Angebote sind für die Billigairlines gut, weil sie so viel verkaufen können R F
und viel Geld machen können.
3 Ryanair versucht zu sparen, indem die Airline nach Lösungen sucht, wie man mehr Leute in ein R F
Flugzeug bekommen kann.
4 Die Finanzkrise von 2008 hat dazu geführt, dass immer mehr Leute nach billigen Flugtickets R F
suchen und generell auch weniger fliegen.
6 Nachdem es der Wirtschaft wieder besser ging, kauften Kunden auch wieder mehr und teurere R F
Flüge.
8 Die Kunden sind nicht mehr bereit, mehr als einen bestimmten Preis zu bezahlen. R F
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Findet für die unterstrichenen Wörter aus dem Text eine Erklärung, ein Synonym, etc., ohne sie im
Wörterbuch nachzuschauen, sondern nur mit Hilfe des Kontexts.
Verbraucher
preiswert
das Schnäppchen
das Opfer
die Enttäuschung
der Paradigmenwechsel
sich überbieten
die Schmerzgrenze
- Welche Informationen aus dem Text sind neu / überraschend für dich? Welche nicht?
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- Wie hat sich deiner Meinung nach die Lage der Fluggesellschaften in den letzten Jahren verändert?
Welchen Einfluss hatte die Coronapandemie?
- Was denkst du über die Mentalität der Verbraucher, möglichst immer Billigflüge haben zu wollen?
- Sollte Fliegen billig bleiben oder teurer werden? Begründe deine Meinung.
- Wie siehst du die Zukunft der Fluggesellschaften? Probier eine Prognose zu machen: Wird sich etwas
ändern? Wenn ja, was könnte sich ändern?
Person
Sachen
Ü 241
1. Weißt du, ob er sich _______________ Philosophie beschäftigt? – Ja, ich denke, er beschäftigt sich
_______________.
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3. Christina wünscht sich zu Weihnachten ein Buch über Physik. – Interessiert sie sich denn
_______________?
4. Ich soll dich von Maja und Ralf grüßen. – Vielen Dank. Ich erinnere mich noch gut _______________.
5. Kannst du dich _______________ die Musik kümmern? – Ja, ich kenne einen guten DJ.
8. _______________ wollen wir anfangen? – Ich denke, wir sollten _______________ beginnen, die
Möbel auszuräumen und das Geschirr in Kisten zu packen.
9. Weißt du, was sich Carsten zum Geburtstag wünscht? – Nee, ich weiß nicht, _______________ er
sich freuen würde.
10. Ich muss es machen. Sie hat mich so oft _______________ gebeten.
11. Er hat mich _______________ überredet, mit ihm nach Leipzig zu fahren.
12. Sie hat sich _______________ gekümmert, uns bei dem Hotel anzumelden.
13. Ich habe mich allmählich _______________ gewöhnt, dass es hier im Winter so dunkel ist.
14. Sie haben _______________ gestritten, wer von ihnen besser zeichnen kann.
15. Markus hat sich so _______________ gefreut, in den Urlaub zu fahren, aber jetzt ist er leider krank
geworden.
16. Wir haben uns _______________ verlassen, dass du die Reise buchst.
17. Ich habe mich _______________ bedankt, dass er mir sein ganzes Material überlassen hat.
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Übungen_Prüfung_Sprechen_Teil_02_Low-Cost-
Gesellschaft
Sie sind Teilnehmer eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage.
„Sollten wir als Verbraucher unsere Mentalität ändern und nicht immer nur billig einkaufen wollen?“
Waren (Flüge, Lebensmittel, Kleidung, etc.) müssen für alle bezahlbar bleiben
Lohndumping
Umweltverschmutzung
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NEUE TECHNOLOGIEN
Arbeitet zu zweit!
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Beschreibt zunächst einen typischen Alltag in eurem heutigen Leben und bezieht alle technischen Geräte, die
ihr während des Tages nutzt, ein. Z.B.: Mein Handywecker klingelt um 6:30 Uhr. Ich schalte das Radio ein und
lese die Onlinezeitung auf meinem Smartphone. etc.
Nachdem ihr einen typischen Tag beschrieben habt, versetzt euch zurück in die Vergangenheit und
beschreibt denselben Tag nochmals, wie er ausgesehen haben könnte (Achtung: Konjunktiv II)...
• in den 90er Jahren (folgende technische Geräte standen privat zur Verfügung: Fernseher, Radio,
Videorekorder, Festnetztelefon mit Tasten etc.; folgende technische Geräte standen im Büro / in der
Schule zur Verfügung: Computer)
• in den 70er Jahren (folgende technische Geräte standen privat zur Verfügung: Fernseher, Radio,
Kassettenrekorder, Festnetztelefon mit Drehscheibe etc)
• Anfang der 50er Jahre (folgende technische Geräte standen zur Verfügung: Radio, Festnetztelefon)
Das Smartphone...
Es ist ein absolutes Muss geworden. Vor einigen Jahren haben sich noch einige Verfechter der alten Handys
gegen das Smartphone gesträubt und ihr unzerstörbares Tastenhandy gelobt. Heutzutage werden diese
Gegner der Smartphones immer weniger; fast jeder hat eins. Letztendlich ist es ja einfach so nützlich: ein
kleiner Computer, den man immer und überall zur Hand hat, ideal für unsere schnelle, moderne, sich ständig
ändernde Welt.
Aber mit den Vorteilen sind, wie meist, natürlich auch einige negative Aspekte gekommen. Welche sind das?
Wie sollten wir das Smartphone benutzen, auf was sollten wir achten und wie sollten wir den Gebrauch
dieses Geräts der nächsten Generation erklären?
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• Was sind die Vorteile von Smartphones, was sind die Gefahren?
der Gegner, -
der Befürworter, -
nützlich
unnötig
erreichbar
absagen
verschieben
nachschauen, nachschlagen
verteufeln
vergöttern
ersetzen
hilfreich
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maßvoll
überlegen
entsprechen
überweisen
Ein Blick in die Vergangenheit. Es ist das Jahr 2012, 10 Uhr. In der Universität in Bochum beginnt das
Seminar am Montagmorgen. Die Aula ist gefüllt. In Massenstudiengängen wie Jura oder Wirtschaft ist
das nichts Besonderes. Alles redet durcheinander? Nein, das war 2002 oder 2003, nicht mehr im Jahr
2012. In der Aula herrscht eine angenehme Stille, die es vor 10 Jahren nicht in den Minuten, bevor der
Dozent in den Saal kam, gab. Konzentrierte Studenten, die sich schon eifrig auf die Vorlesung vorberei-
ten und nochmal ihre Notizen vom Vortag durchgehen?
Das ist nicht der Grund für diese wunderbare Ruhe, sondern die neuen Smartphones. Ja, die Menschen
kommunizieren, aber nicht etwa mit den Personen, die direkt neben ihnen sitzen oder stehen, sondern
absurderweise mit welchen, die viel weiter von ihnen entfernt sind. Sie twittern noch kurz eine Nach-
richt, daten auf Facebook ihren Status up, checken nochmal kurz ihre Mails, schauen nach, wie das
Wetter ist, das sie auch sehen könnten, wenn sie aus dem Fenster sehen würden, senden noch ein
paar Nachrichten per Whatsapp.
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Und fast weitere 10 Jahre später, im Jahr 2021? Man sendet kurz noch eine Whatsapp-Sprachnachricht,
allerdings nicht, bevor man den Vorlesungssaal betritt, sondern bevor man sich der Vorlesung online
auf Plattformen wie Zoom oder Google Meet zuschaltet. Der Unterricht der Universitäten findet größ-
tenteils das zweite Jahr hintereinander online statt – und manch einer spricht schon davon, diese Mo-
dalität zu einer permanenten Möglichkeit auszubauen. Auf dem Smartphone, das jetzt eigentlich jeder
besitzt, befinden sich viele Apps, um Zugtickets zu kaufen, um die Anzahl der Schritte, die man pro Tag
zurückgelegt hat, zu zählen, um seinen Impfstatus vor einem Restaurant zu präsentieren.
Ob ein Smartphone gute oder schlechte Auswirkungen hat, darüber wurde noch im Jahr 2012 debat-
tiert, im Jahr 2021 nicht mehr wirklich. Während sich damals noch viele Leute darüber aufgeregt haben,
dass Handys im Restaurant auf dem Tisch lagen und einige versicherten, dass sie das Handy nie in die
Hand nehmen würden, geschweige denn ans Telefon gehen würden, während sie mit einer anderen
Person unterwegs seien, ist das im Jahr 2021 zur absoluten Normalität geworden.
Aber wie hat das Smartphone unsere Gesellschaft verändert, verbessert, verschlechtert?Klar, schon
das Handy hat unser Leben verändert. Wir waren überall erreichbar, konnten uns SMS schreiben, in der
letzten Minute eine Verabredung absagen oder verschieben, auch wenn die andere Person bereits auf
dem Weg war. Unser Wunsch nach Kommunikation wurde ansatzweise gestillt. Doch mit dem Smart-
phone sind die Kommunikationswege noch vielfältiger geworden und es werden nicht nur ureigene Be-
dürfnisse des Menschen nach Kontakt gestillt, sondern auch neue Bedürfnisse geweckt. So scheint es
immens wichtig geworden zu sein von so außergewöhnlichen Dingen wie einem Bierglas, einem Stra-
ßenschild oder einem Spaghettiteller ein Foto zu machen und dieses sofort, „in Echtzeit“ versteht sich,
auf Facebook zu stellen, um kurz darauf zu sehen, dass neben dem kleinen Bild mit dem Daumen so
etwas steht wie „27 people like this“ steht. Doch auch über die unzähligen Selfies an verschiedenen
Orten der Welt, die wahrscheinlich zeigen sollen, wie gut es der jeweiligen Person gerade geht, spricht
heute fast kaum noch jemand. Längst ist die Marke „Ich“ ein Business geworden. Influencer und Blog-
ger veröffentlichen in täglichen Videos, was sie den ganzen Tag so machen, wo sie sind, was sie einkau-
fen – und wir sehen zu.
Die meisten scheinen sich wohl nicht mehr ansatzweise darüber Gedanken zu machen, wie unhöflich
es eigentlich ist, wenn man etwas auf seinem Smartphone macht, während man in Gesellschaft ist.
Sicherlich ist es praktisch, immer erreichbar zu sein, immer kommunizieren zu können, alles immer
nachschlagen und damit wissen zu können, aber müssen wir uns eventuell Gedanken darüber ma-
chen, dass wir einer gewissen digitalen Abhängigkeit verfallen können, wenn wir pro Tag zu oft aufs
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Smartphone schauen, zu oft die Mails, die Nachrichten, die sozialen Netzwerke überprüfen? Denn mit
dieser ständigen Verbundenheit und Fülle von Informationen geht auch ein gewisser Stress einher.
negativ /skeptisch
1 ...die konzentrierte Atmosphäre in den Aulen der Universitäten vor Beginn der
Vorlesungen?
2 ...die Kommunikation auf Twitter, Facebook, so wie die Möglichkeit zu jeder Zeit
mit dem Smartphone das Wetter nachzuschauen?
3 ...das kritische Hinterfragen der Leute im Jahr 2021, was die Benutzung des
Smartphones angeht?
4 ...das Verhalten von Leuten, die in Anwesenheit anderer mit dem Smartphone
spielen?
Gibt es Situationen, die im Text beschrieben werden, die euch bekannt vorkommen? Was für andere
Situationen habt ihr erlebt, in denen das Smartphone besonders sinnvoll oder besonders sinnlos war?
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B 214_ Übung_Prüfung_Hören_Teil_03_“Jugendli-
che & Smartphones"
[Link]
Sie hören im Radio ein Gespräch mit mehreren Personen. Die Personen sprechen über das Thema
„Smartphones für Jugendliche“. Sie hören den Text einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe: Wer sagt das?
Lesen Sie jetzt die Aufgaben 17 bis 22. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
Die Moderatorin der Radiosendung „Aktuelles am Sonntag” Anita Anton diskutiert mit der Medienexpertin
Bettina Hohenthal und dem Familienvater Ferdinand Wegener über das Thema „Kinder und Smartphones”.
18 Smartphones sind ein beliebtes Geschenk, weil sich die Kinder darüber freuen. a b c
19 Man muss den Kindern erklären, wie sie sich im Internet verhalten sollen. a b c
20 Die Konzentration der Kinder wird durch den ständig verfügbaren Internetzugang a b c
gestört.
22 Es gibt kein „richtiges” Alter, ab dem ein Kind ein Handy oder Smartphone haben sollte. a b c
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Die Moderatorin der Radiosendung „Aktuelles am Sonntag” Anita Anton diskutiert mit der Medienexper-
tin Bettina Hohenthal und dem Familienvater Ferdinand Wegener über das Thema „Kinder und Smart-
phones”.
Anita: Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Schön, dass Sie auch heute wieder bei „Aktuelles
am Sonntag” dabei sind. Es geht diese Woche um Smartphones oder besser gesagt darum, ob und wie
Kinder Smartphones benutzen sollten. Hier im Studio begrüße ich die Medienexpertin Frau Bettina Ho-
henthal und Herrn Ferdinand Wegener, Vater von zwei Kindern.
Frau Hohenthal, heute besitzt ein Viertel der deutschen Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren ein
Smartphone. Mit den Handys von früher haben die heutigen Multimediageräte nur noch wenig zu tun.
Warum müssen es unbedingt diese teuren Telefone sein?
Bettina: Generell stellt sich für mich die Frage, warum Kinder überhaupt ein Handy haben - in erster
Linie, weil die Eltern es wollen. Es geht einerseits um Kontrolle, andererseits auch darum, mit dem Kind
in Verbindung zu bleiben. Klar, wenn die Kinder zwischen Smartphone und Handy entscheiden können,
wählen sie immer das Smartphone. Das muss aber meiner Meinung nach nicht sein. Ein Kind braucht
ein Handy, um erreichbar zu sein. Dafür ist kein Smartphone notwendig.
Anita: Trotzdem legen einige Eltern die teuren Geräte auf den Geburtstagstisch. Herr Wegener, wie ist
das bei Ihnen zu Hause?
Ferdinand: Wie Frau Hohenthal schon gesagt hat, die Kinder wünschen sich das. Meine Kinder sind
zehn und zwölf Jahre alt und auch wir hatten diese Diskussion zu Hause, aber ich bin, ehrlich gesagt,
dagegen. Natürlich ist es einfacher etwas zu verschenken, von dem Sie wissen, dass es tatsächlich gut
ankommt. Aber muss dann die Lösung immer gleich Technik sein?
Bettina: Das sehe ich auch so. In Fachkreisen gibt es den Begriff „Age Compression“. Die Kinder wer-
den heute immer früher erwachsen, haben immer früher Kontakt mit elektronischen Geräten und ver-
lieren immer früher das freie, fantasievolle Spielen. Meine Erfahrung ist: Wenn wir uns mehr Zeit neh-
men mit Lego oder Tischspielen, sind Ersatzspielsachen wie Konsolen oder Smartphones nicht so
wichtig. Wenn wir verhindern wollen, dass Medien die Macht über unsere Kinder bekommen, müssen
wir definitiv mehr Zeit mit ihnen verbringen. Das ist die einzige Strategie.
Anita: Unabhängig vom Smartphone als Spielzeug finden es viele Eltern problematisch, dass ihre Kin-
der mit einem Smartphone permanenten Zugang zum Internet haben.
Ferdinand: Richtig. Und Eltern müssen generell und unabhängig vom Gerät erklären, was die Chancen
und Gefahren des Internets sind. Kinder kennen oft die wichtigsten Regeln nicht, zum Beispiel „Gib dei-
nen Namen, deine Telefonnummer und deine Adresse nicht preis”. Das Wichtigste aber: Eltern müssen
immer veranschaulichen, warum Kinder das nicht machen sollen. Zum Beispiel, weil Pädophile im Netz
unterwegs sind. Kinder, die im Internet surfen dürfen, sind alt genug, um das zu verstehen. Sie begrei-
fen dann, dass diese Regeln etwas mit Schutz und Sicherheit zu tun haben.
Anita: Okay, wir haben über Sicherheit gesprochen. Aber es gibt noch andere Risiken. Ich lese immer
wieder, dass durch die Neuen Medien oder durch Multimedia die Aufmerksamkeit der Kinder leidet.
Ehrlich gesagt, mir geht es genauso. Da klingelt ständig das Telefon, ich bekomme Mails, ich lese Onli-
nenachrichten und schaue dann nochmal schnell bei Facebook nach. Ich merke auch, dass bei mir so
die Konzentration schneller nachlässt. Ein Smartphone schadet auch der kindlichen Konzentration.
Frau Hohenthal, gibt es ein Gegenmittel?
Bettina: Ich denke, dass in erster Linie wir Erwachsene lernen müssen, zur Ruhe zu kommen, mal nicht
erreichbar zu sein. Wir müssen Strategien dagegen entwickeln, denn unsere Kinder lernen von uns und
unserer Haltung.
Ferdinand: Genau, das Wichtigste für Kinder im Umgang mit Neuen Medien ist, immer wieder zur Ruhe
zu kommen. Das müssen wir Eltern garantieren.
Anita: Würden Sie das Smartphone in der Schule verbieten?
Ferdinand: Handys generell verbieten... Ich weiß nicht. Wenn die Schüler aber die ganze Zeit unterm
Tisch SMS schreiben oder im Internet surfen, hat es in der Schule doch nichts verloren.
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Bettina: Außerdem spielt gerade in der Schule das Thema Cybermobbing eine große Rolle. Aber das
Problem an sich hat ja gesellschaftliche Ursachen. Das Smartphone hat nur dafür gesorgt, dass die
Kinder heute Internetinhalte selbst schneller herstellen. Zum Beispiel einfache Videos oder Fotos mit
der Handykamera, die sie dann gleich online stellen können. Kinder müssen vorher wissen, was erlaubt
ist und was nicht – nur so lässt sich dem Cybermobbing vorbeugen.
Anita: Die Verantwortung liegt also auch hier bei den Eltern, also wie sie den Kindern den richtigen Um-
gang erklären und mit ihnen über Probleme sprechen… Wann ist denn der richtige Zeitpunkt, einem
Kind ein Smartphone zu erlauben?
Ferdinand: Grundschülern, wie meinen Kindern, würde ich kein Smartphone geben. Schon weil Kinder
für gewöhnlich schnell mal etwas verlieren. Das ist völlig normal. Auch bei Jugendlichen wäre ich zöger-
lich, weil es das Internet in der Hosentasche und ständige Erreichbarkeit bedeutet.
Bettina: Ein klar definiertes Alter kann ich auch nicht nennen. Kinder sind nicht gleich, sie entwickeln
sich unterschiedlich schnell.
Anita: Frau Hohenthal, Herr Wegener, ich danke Ihnen für die interessante Diskussion und Ihre Mei-
nungen zum Thema. Danke auch an unsere Zuhörer, wir sind nächste Woche wieder um 16.30 Uhr für
Sie da.
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Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_01_“Risiken moder-
ner Medien“
(vorgeschlagene Arbeitszeit: 50 Minuten)
• Äußern Sie Ihre Meinung zu modernen Medien (Internet, Smartphone, soziale Netzwerke).
• Nennen Sie Fälle, in denen Sie die modernen Medien für sinnvoll und nützlich erachten.
• Nennen Sie Fälle, in denen Sie moderne Medien als riskant, gefährlich oder sinnlos erachten.
• Beschreiben Sie, wie Ihrer Meinung nach ein Umgang mit diesen Medien sinnvoll wäre.
Denken Sie an eine Einleitung und an einen Schluss. Bei der Bewertung wird darauf geachtet, wie genau die
Inhaltspunkte bearbeitet sind, wie korrekt der Text ist und wie gut die Sätze und Abschnitte sprachlich
miteinander verknüpft sind.
Ü 243_Smartphones
Lies den Text und setze die fehlenden Wörter in die Lücken ein!
Smartphones: In den letzten Jahren (1)_______________ sehr viel über diese neue Art der Handys diskutiert.
Manch einer verteufelte sie, weil er in (2)_______________ nur Nachteile sah. Andere wiederum
vergötterten das Smartphone und kauften sich immer das beste und neuste Modell, (3)_______________
immer auf dem neusten Stand der Technik zu sein.
Die Gegner sagten oft, dass das Smartphone dazu führe bzw. führen könne, dass wir (4)_______________
keine wirkliche Mühe mehr mit unseren Mitmenschen geben würden: Konversationen werden plötzlich
durch Telefonate (5)_______________, Paare sah man im Restaurant beim Abendessen in ihre Telefone
vertieft und fragte sich, (6)_______________ es zu so etwas Traurigem kommen konnte, Kinder wurden
abhängig von den kleinen Geräten und zogen sich in ihre eigene Welt hinter dem Handy zurück, in der man
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nicht so viel riskieren muss und der „echten” Welt nicht so direkt ausgesetzt ist, Kleinkinder wurden
ruhiggestellt, (7)_______________ man ihnen ein Smartphone in die Hand drückte.
Doch niemand kann verneinen, dass, wenn man das Smartphone richtig und maßvoll (8)_______________,
es sehr praktisch und hilfreich in unserer modernen Welt ist. Die großen Diskussionen haben sich zusammen
mit dem unglaublichen Smartphone-Hype ein wenig gelegt. Man könnte fast sagen, dass die extremen
Positionen und Verhaltensweisen immer weniger vertreten werden. Das Smartphone ist eben nichts Neues
mehr.
Aber, bevor die nächste neue Technologie auf den Markt (9)_______________, sollten wir uns eins
überlegen: Wie (10)_______________ Elektromüll produzieren wir eigentlich mit unserem permanenten
Wunsch immer wieder etwas Neues haben zu wollen? Und wer und unter welchen Bedingungen produziert
und entsorgt das alles?
Seitdem ich ihn das letzte Mal gesehen habe, hat er sein Leben komplett geändert.
Ich war gestern in meinem alten Büro und habe festgestellt, dass sich überhaupt nichts geändert hat.
verändern: wie „ändern“, nur dass die Änderung nicht ganz so stark ist (demnach mit „ändern“
austauschbar)
wechseln: etwas durch etwas Anderes mit der gleichen Funktion ersetzen
Bevor ich in die USA fahre, muss ich noch Geld wechseln.
Der Vorderreifen ist kaputt. Ich lasse ihn in der Werkstatt wechseln.
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tauschen: jemandem etwas geben und dafür etwas Anderes, Gleichwertiges erhalten (manchmal mit
„wechseln“ austauschbar)
Aber: Ich tausche meinen Fernseher gegen dein Radio. (hier „wechseln“ nicht möglich)
Ü 244
Und dann vor dem Altar müssen Sie natürlich die Ringe 1._______________.
Die Hose passt mir nicht. Ich werde zur 3._________________-schneiderei gehen und sie
4.____________________ lassen.
Ich werde mir ein Tatoo stechen lassen. Ich brauche endlich eine 7._________________ in meinem Leben.
Wenn ich könnte, würde ich mein Leben mit dir 8.________________.
Hast du deine Meinung eigentlich 9._____________ oder bist du immer noch der gleichen Meinung?
Ich gehe heute zum Friseur. Ich möchte meine Frisur 13._______________.
Sie haben bei der Begrüßung ein paar freundliche Worte 14.______________.
Wir müssen unsere Marketingstrategie 15.______________, um auf dem Markt weiterhin konkurrenzfähig
zu bleiben.
Ich muss nur kurz nach Hause und die Jacke 16._____________. Diese ist mir zu kalt.
Wenn du willst, können wir unsere Jacken 17._____________. Meine ist wärmer und mir ist nicht so kalt.
Ich habe das Studienfach 18._______________. Elektrotechnik hat mir doch nicht so gut gefallen.
Das Programm des Studiengangs ist im Zuge der Reform 19.______________ worden.
Du musst dein Verhalten echt 20._______________. So kann man sich einfach nicht benehmen.
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Übungen_Prüfung_Sprechen_Teil_01
Sie nehmen an einem Seminar teil und sollen dort einen kurzen Vortrag halten. Ihre Gesprächs-
partner*innen hören zu und stellen Ihnen anschließend Fragen.
Strukturieren Sie Ihren Vortrag mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.
Ihre Notizen und Ideen schreiben Sie bitte in der Vorbereitungszeit auf.
Sprechen Sie circa 4 Minuten.
Arten zu reisen
Beschreiben Sie mehrere Arten zu reisen _______________________________
Nennen Sie Vor- und Nachteile dieser verschiede- _______________________________
nen Arten _______________________________
Beschreiben Sie eine Reiseart genauer _______________________________
Umweltschutz
Beschreiben Sie mehrere Möglichkeiten, wie je- _______________________________
der Einzelne die Umwelt schützen kann _______________________________
Nennen Sie Vor- und Nachteile dieser verschiede- _______________________________
nen Möglichkeiten _______________________________
Beschreiben Sie eine Möglichkeit genauer
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Sport treiben
Beschreiben Sie mehrere Möglichkeiten, wie man _______________________________
sich sportlich betätigen kann (allein, im Verein, _______________________________
mit YouTubevideos, ...) _______________________________
Nennen Sie Vor- und Nachteile dieser verschiede- _______________________________
nen Möglichkeiten
Beschreiben Sie eine Möglichkeit genauer
Gesund bleiben
Beschreiben Sie mehrere Möglichkeiten, wie man _______________________________
etwas für die eigene Gesundheit tun kann _______________________________
Nennen Sie Vor- und Nachteile dieser verschiede- _______________________________
nen Möglichkeiten _______________________________
Beschreiben Sie eine Möglichkeit genauer
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• Kannst du dir vorstellen, für mindestens zwei Jahre in einem anderen Land zu wohnen? Warum?
Warum nicht?
• Wenn du in einem anderen Land leben würdest, würdest du denken, dass du dort Schwierigkeiten
haben könntest? Wenn ja, womit?
• Was bedeutet für dich „Integration“? Wann würdest du dich als „integriert“ bezeichnen, wenn du im
Ausland wohnen würdest? Wann nicht? Was müsste gegeben sein, damit du dich dort wohl und fast
„wie zu Hause” fühlst?
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• Warst du schon mal beruflich / zum Studium / zum Praktikum in einem anderen Land? Wie hast du
dich dort gefühlt? Würdest du sagen, dass du „integriert“ warst? Warum ja? Warum nicht?
• Sind Ausländer, deiner Meinung nach, in deinem Heimatland, gut integriert oder nicht? (Begründe
deine Meinung!)
Auswandern
Wer hatte ihn nicht schon einmal: den Gedanken, auszuwandern, etwas Neues auszuprobieren, vielleicht mit
der Hoffnung, dass im neuen Land alles besser ist, vielleicht wegen reiner Abenteuerlust. Und diejenigen, die
es dann versucht haben? Was waren ihre Erfahrungen? Hier zwei Meinungen zum Thema „Auswandern und
Integration“:
„Ich bin damals mit 35 Jahren mit meinem Ehemann nach Europa gekommen. Zuerst waren wir zwei Jahre
lang in den Niederlanden, dann sind wir nach Essen ins Ruhrgebiet gezogen und hier leben wir jetzt seit drei
Jahren. Auswandern…, hm…, was kann ich dazu sagen. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die immer davon
geträumt haben auszuwandern. Es hat sich eher so ergeben, dass mein Mann einen super Job in Holland
angeboten bekommen hat und dann wuchs bei uns plötzlich die Abenteuerlust. Wir haben uns wirklich
gefreut, auch wenn es natürlich traurig war, die Familie und die Freunde in den USA zurück zu lassen, aber
mit dem Geld, dass mein Mann verdienen würde, wussten wir auch, dass wir es uns erlauben konnten, ein-
oder zweimal pro Jahr nach Hause zu fliegen.
Das erste halbe Jahr war noch sehr spannend und aufregend. Alles war neu, viel zu erkunden und, es hört
sich zwar albern an, aber schon die kleinen Dinge des Lebens stellten eine riesige Herausforderung dar: Den
Supermarkt finden, die Kinder in der Schule einschreiben, eine Krankenversicherung organisieren. Zum Glück
spricht in Holland eigentlich jeder Englisch. Aber irgendwie war es trotzdem schwierig. Ich glaube, weniger
für meinen Mann und die Kinder, denn die Kinder haben wir auf eine internationale Schule gegeben und sie
haben sich dort relativ schnell wohl gefühlt. Für mich war es nicht so einfach. Ich hatte meinen Beruf in den
USA aufgegeben und hatte in Rotterdam keinen. Ich brauchte auch nicht arbeiten, da mein Mann genug
verdiente, aber das Problem war, dass ich sehr allein war. Außerdem hatte ich in den USA einen guten Beruf
gehabt und habe manchmal bereut, dass ich ihn wegen meines Mannes, aufgegeben habe. Ich habe dann
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zwar einen Yogakurs gemacht und bin ins Fitness-Studio gegangen, aber es war schwierig, Freunde zu finden.
Es kam mir so vor, als wenn alle schon genug Freunde hätten. Ein banales Beispiel aus dem Alltag: Wenn ich
Leute aus meinem Kurs zum Essen eingeladen habe, haben sie mich seltsam angeschaut und eigentlich
immer dankend abgelehnt. Deswegen habe ich oft gedacht, dass die Leute hier distanziert und kühl sind. In
den USA sind wir anders, offener, habe ich begonnen zu denken und furchtbares Heimweh nach meinen
Freunden und meiner Familie bekommen. Wenn man an der Stelle stehen bleibt, ist Integration, glaube ich,
unmöglich. Die Unterschiede zu sehen hilft, denn man braucht sie, um zu wissen, was man anders machen
muss, aber dann muss man sie nicht nur sehen, sondern auch akzeptieren. Meiner Meinung nach muss man
versuchen, zu leben, wie in einer neuen Welt. Man muss sich an die anderen Umstände, Kultur und
Mentalität anpassen. Aus meiner Einsamkeit heraus bin ich dann dem Club „Women International“
beigetreten, in dem viele Frauen sind, die mit ihren Ehemännern ins Ausland gegangen sind und dort selber
nicht arbeiten. Dort habe ich auch ein interkulturelles Seminar besucht, das mir sehr geholfen hat. Hier lernt
man viel, unter anderem, dass man logischerweise andere Erwartungen an die Menschen aus dem Gastland
haben muss als an Menschen aus dem eigenen Land. Das, was ich zu Beginn als Ablehnung und Kühle
empfunden habe, war oftmals gar nicht so gemeint. Mein spontanes Fragen wurde teilweise als zu direkt
empfunden, weil man hier halt nicht sofort jemanden zu sich nach Hause einlädt, den man gerade einmal
gesehen hat. Wer das macht, ist meist seltsam und dementsprechend reagierten die Leute so auf mich. Hier
ist das eben anders. Wenn man jemanden zu sich nach Hause einlädt muss schon eine gewisse
Vertrauensbasis vorhanden sein. Jetzt habe ich gelernt, mit den Leuten, die mir sympathisch sind, erst ein
paar Wochen lang in dem Kurs zu quatschen und dann vielleicht mal einen Kaffee trinken zu gehen,
gemeinsam shoppen zu gehen, etc. bevor ich sie zu mir nach Hause einlade.“
2 Die Familie von Ann hat sich auf das Abenteuer gefreut. R F
3 Für die Kinder war der Neustart in der holländischen Schule am schwierigsten. R F
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5 Ann hat ihren Beruf in den USA aufgegeben, um ihrem Mann in die Niederlande zu folgen. R F
6 Ann ist im Fitness-Studio auf sehr offene Leute getroffen und hat dort einige Freunde R F
gefunden.
7 Ann wollte ihren Mann überreden, zurück in die USA zu gehen, weil sie Heimweh nach R F
ihrer Familie und Freunden hatte.
9 Ann hat in einem internationalen Seminar gelernt, dass die Leute in Europa kälter und R F
anders sind.
10 Nach Anns Erfahrung lädt man neue Freunde oder Bekannte in Deutschland nicht sofort R F
zu sich nach Hause ein.
• Du hast Anns Geschichte in einer Online-Zeitschrift gelesen und möchtest jetzt direkt auf Anns
Erfahrung antworten. Schreibe einen kleinen Leserbrief und schreibe unter anderem etwas zu den
folgenden Punkten:
• Was denkst du über Anns Erfahrung? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht oder andere?
• Was würdest du Leuten raten, wenn sie in ein neues Land gehen? Wie sollten sie sich darauf
vorbereiten? ..............................................................................................................................................
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„Integration von Ausländern ist schwierig. Sehr viel schwieriger als es sich die meisten Leute vorstellen. Ich
bekomme oft von Deutschen gesagt, dass, wenn z.B. „die Türken in unser Land kommen, sie sich doch
integrieren sollen“. So einfach ist das nicht. Man muss natürlich einen Willen für Integration bei den
Einwanderern voraussetzen. Ansonsten ist Hopfen und Malz verloren, aber der gleiche Wille muss auch auf
der Seite des Gastlandes vorhanden sein, was bei der breiten Masse, meiner Ansicht nach, oft nicht der Fall
ist.
Integration, in der Soziologie, bedeutet ja, dass der Zustand der Exklusion und Separation aufgehoben wird.
Im Gegensatz zur Assimilation, welche die völlige Anpassung bedeuten würde, verlangt Integration aber
nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität. Dass die Einwanderer ihre eigene kulturelle Identität
aufgeben, kann man, meiner Meinung nach, auch von niemandem verlangen. Das wäre, als wenn man
jemandem sagen würde, dass er sein Leben, was er bis jetzt gelebt hat, vergessen solle. Assimilation zu
verlangen ist der beste Weg, Integration zu vermeiden, glaube ich. Im Gegenteil, so wie der Einwanderer
natürlich die Sprache des Gastlandes lernen muss und sich den Gewohnheiten dort anpassen muss, so muss
aber auch das Gastland den Einwanderungsgruppen ihre Gewohnheiten lassen. Das können religiöse oder
rein kulturelle sein.
Und das fängt schon auf ganz privatem, persönlichem Bereich an. Da müssen wir gar nicht erst auf die
politische Ebene schauen. Machen wir ein Beispiel: Sie begegnen einem Ausländer, sei es bei der Arbeit, auf
der Straße, in Ihrer Freizeit im Sportverein, etc.. In jedem Fall müssen Sie akzeptieren, dass er oder sie mit
den Dingen des Alltags etwas anders umgeht, vielleicht völlig andere Einstellungen hat, da er oder sie in
einer ganz anderen Umgebung, politischen Situation etc. aufgewachsen ist. Vielleicht sind es auch Dinge, die
Ihnen nicht passen, die Sie nicht verstehen, aber durch Gespräche kann man voneinander lernen. Das
bedeutet nicht, dass man die Meinung des Anderen unbedingt übernehmen muss, aber zumindest sollte
man versuchen, sich in eine andere, neue Lage zu versetzen und diese in die eigene Gedankenwelt
miteinzubeziehen. Das setzt jedoch eine sehr große Offenheit voraus, die meiner Meinung nach, leider nicht
alle Menschen haben bzw. haben wollen, denn das ist natürlich auch ein äußerst anstrengender Prozess, in
dem man gewillt sein muss, sich selber und seine Überzeugungen in Frage zu stellen.
Richtige Integration findet leider auch in Akademikerkreisen, wo man meinen könnte, dass es da leichter
wäre, zu sehr geringen Prozentsätzen statt.
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Und hier setzt meiner Meinung nach die Politik ein. Es ist wichtig, Integrationsprogramme zu schaffen, die
somit auch Integration den weniger gebildeten und den ärmeren Personen ermöglichen, z.B. Sprachkurse zu
machen und auch deutsche Personen kennen zu lernen. Bei uns im „Zentrum für Ausländerintegration“ gibt
es z.B. einen Tag in der Woche, einen Treffpunkt für Deutsche und Ausländer mit Diskussionen,
Filmprogramm, Büffet, etc. So versuchen wir auf kleiner Ebene, die Menschen miteinander bekannt zu
machen, denn, sobald man Freunde aus einem anderen Land hat, ist es schwierig, diesem Land und den
Leuten gegenüber generell feindlich oder gar rassistisch eingestellt zu sein. Man interessiert sich
automatisch für sie. Freundschaft ist, meiner Meinung nach, das beste Heilmittel gegen Rassismus.
Sehr wichtig ist allerdings auch die Politik im Großen. Die Politiker reden jeden Tag. Zeigen sie eine positive
Haltung gegenüber Einwanderern, so gibt es auch eine Chance, dass das Volk diese Einstellung übernimmt.
Verbreiten sie hingegen eine negative Stimmung, so ist es leicht für die Bevölkerung, diese zu übernehmen:
Probleme gibt es in jedem Land. Da ist es bequem, den Ausländer als Schuldigen zu nehmen.
Zum Schluss kann ich nur sagen, dass jeder Mensch, immer wieder ins Ausland gehen sollte und damit meine
ich nicht nur zum Urlaub, sondern beruflich, auch nur, wenn es anders nicht möglich ist, für eine kürzere
Zeit: ein Praktikum, einen Sprachkurs, denn richtiges Verständnis beruht immer auf Erfahrung. Man kann
theoretisch reden, so viel man will, die Menschen werden offen, wenn sie sich selber in entsprechenden
Situationen wiederfinden, wenn sie eigene Erfahrungen machen. Jeder sollte immer wieder mal Ausländer
sein.“
negativ/skeptisch
2 ...die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität als Hilfe bei der Integration?
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Schreibe einen kleinen Kommentar zu der Meinung von Dr. Christian Amrem. Gehe in deinem
Kommentar auch auf folgende Punkte ein:
• Schreibe kurz, wie man laut Dr. Christian Amrem die Integration fördern kann.
• Glaubst du, dass die von ihm vorgeschlagenen Mittel eine Lösung sein könnten? Warum? Warum
nicht?
• In welchen Punkten stimmst du Dr. Christian Amren zu, in welchen nicht? (Begründe deine Meinung)
• Was denkst du über den letzten Satz: „Jeder sollte immer mal wieder Ausländer sein.” Denkst du,
dass Auslandserfahrungen die Offenheit und Toleranz der Menschen fördern oder nicht?
der Einwanderer
der Auswanderer
die Schwierigkeit(en)
das Abenteuer
die Abenteuerlust
spannend / aufregend
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Freunde finden
Freundschaften schließen
das Heimweh
die Erwartung(en)
der Wille
etwas vermeiden
Bsp. Die Radioredakteurin möchte über das Thema Immigration und Integration sprechen,…
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b weil das Thema durch die Flüchtlingsströme in der letzten Zeit zusätzlich an Aktualität gewonnen
hat.
b Dass es schwierig ist, Berlin nicht zu mögen, weil es für jeden Geschmack etwas bietet.
c Dass die Stadt zwar generell sehr schön ist, Viertel wie Kreuzberg aber noch sehr dreckig sind.
2 Kai Schmidt...
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4 Kai Schmidt...
b beschäftigen sich wieder mehr Organisationen und Vereine und auch die Politik mit dem Thema
Fremdenhass.
c steigt sowohl die Zahl der Personen, die sich kritisch gegenüber den Flüchtlingen äußern, als auch
der Fremdenhass.
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a es sich bei vielen Personen um eine nicht klar greifbare Angst handelt, die mehr oder weniger aus
dem Gefühl entsteht, dass die Welt, so wie man sie kennt, bedroht sei.
c ist ein Argument, was nach Meinung von Frau Reimer nicht stimmt.
b weil die Einwanderer meistens nur unter ihresgleichen bleiben und sich nicht integrieren wollen.
10 Was müsste man nach Meinung von Frau Reimer tun, um den Menschen die Angst zu nehmen?
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In der Sendung „Modernes Leben” unterhält sich die Radioredakteurin Jasmin Pekorowitsch mit der
Beauftragten der Integrationszentrale in Berlin Sibylle Reimer und einem Einwohner aus Kreuzberg Kai
Schmidt.
Pekorowitsch: Guten Tag, meine Damen und Herren, heute wollen wir uns dem Thema Immig-
ration und Integration ein wenig widmen, ein Thema, das sicher immer aktuell ist aber aufgrund der
Flüchtlingsströme in der letzten Zeit an Aktualität nochmal mehr gewonnen hat. Dazu möchte ich bei
mir im Studio Frau Sibylle Reimer, Beauftragte der Integrationszentrale in Berlin und Herrn Kai Schmidt
begrüßen, der in einem Viertel von Berlin lebt, von dem wir alle wissen, dass hier relativ viele Ausländer
leben. Ich möchte auch gleich mit Ihnen beginnen, Herr Schmidt. Seit wann leben Sie in dem Berliner
Stadtteil Kreuzberg?
Kai Schmidt: Noch nicht so lange. Ich bin vor ein paar Jahren zum Studium nach Berlin ge-
kommen und habe meine erste Wohnung, also ein WG-Zimmer, in Kreuzberg gefunden und hier lebe
ich jetzt seit drei Jahren. Ursprünglich komme ich aus Celle, einer nicht allzu großen Stadt in der Nähe
von Hannover.
Pekorowitsch: Und fühlen Sie sich wohl hier in Berlin und auch in dem Viertel, in dem Sie le-
ben?
Kai Schmidt: Ich denke, es ist schwierig, sich nicht in Berlin wohl zu fühlen, es sei denn, man
trifft die falschen Leute oder man hat das Pech, dass man schlechte Erfahrungen macht, was einem
überall passieren kann oder wenn man natürlich keine großen Städte mag, aber das ist bei mir nicht der
Fall. Ich bin, wie gesagt, in einer nicht allzu großen Stadt aufgewachsen. Celle hat circa 70.000 Einwoh-
ner und ich war froh, endlich ein bisschen Großstadtluft zu atmen, als ich nach Berlin kam. Hier gibt es
so viele verschiedene Sachen und Möglichkeiten. Ich denke, es ist für jeden etwas dabei. In Kreuzberg
fühle ich mich auch sehr wohl.
Pekorowitsch: Ich will jetzt ja nicht polemisch werden, aber in einer Fernsehsendung hat letz-
tens gerade ein Studiogast behauptet, dass man in Vierteln wie Kreuzberg nicht mehr wohnen könne,
da es da ja nur noch Ausländer gebe. Was sagen Sie dazu?
Kai Schmidt: Eine Aussage, die für mich als jungen Menschen komplett absurd ist. Für mich
ist das ja gerade das Positive an Kreuzberg oder generell an Städten wie Berlin. Ich liebe die multikultu-
relle Gesellschaft.
Pekorowitsch: Und sind auch noch nie auf Probleme gestoßen?
Kai Schmidt: Was heißt noch nie auf Probleme gestoßen! Auf Probleme stößt man immer,
wenn man mit anderen Menschen zusammenlebt. Ansonsten muss man zum Einsiedler werden, aber
Probleme muss man probieren zu lösen und das besteht nicht darin, eine multikulturelle Gesellschaft
nicht zu wollen. Ich persönlich kann die Angst der ausländerfeindlichen Personen nicht ganz verstehen.
Ich meine, ich weiß nicht wirklich, wovor sie sich eigentlich fürchten und manchmal frage ich mich, ob
sie das eigentlich selber wissen. Ich fühle mich eigentlich sicherer, je gemischter eine Gesellschaft ist.
Ich meine, je mehr Nationalitäten, Religionen oder Gruppen mit verschiedenen Weltanschauungen in
einer Gemeinschaft zusammenleben, desto weniger können sich doch große, starke Gruppen bilden,
die dann aufeinanderprallen und für Spannungen sorgen, eben weil alle Leute unterschiedliche Hinter-
gründe haben. Verstehen Sie, was ich meine?
Pekorowitsch: Ich denke schon. Dadurch, dass die Leute in einer komplett durchmischten
Gesellschaft alle unterschiedliche Mentalitäten und Traditionen haben, können sich nicht zwei oder
drei Gruppen formieren, die sich dann gegenseitig das Leben schwer machen.
Kai Schmidt: Ja, genau.
Pekorowitsch: Wenn ich Ihnen zuhöre, kann ich nur sagen, dass Sie die Toleranz haben, die
man sich von Menschen wünschen würde. Leider ist das nicht immer so. Frau Sibylle Reimer, Sie als
Integrationsbeauftragte in Berlin hören auch viele andere Meinungen, richtig?
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Sibylle Reimer: Ja, sicher. Das ist natürlich auch keine Neuigkeit, dass Einstellungen, wie sie
Herr Schmidt hat, leider nicht die einzigen sind, die in unserer Gesellschaft vertreten werden und ge-
rade in letzter Zeit, in der auch immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, gibt es leider auch
immer mehr Menschen, die ihre Bedenken deswegen äußern bzw. auch, und das muss man ganz klar
sagen, ausländerfeindlich oder rassistisch reagieren. Denken Sie nur an die vielen Demonstrationen,
die es beispielsweise gegen den Islam gibt.
Pekorowitsch: Und Frau Reimer, wodurch erklären Sie sich die Entstehung dieser Ablehnung
oder, wenn wir es krasser formulieren wollen, dieses Hasses?
Sibylle Reimer: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sind ja nun leider keine neuen Phäno-
mene. Generell steht dahinter immer eine diffuse Angst, dass andere Personen die eigene Welt bedro-
hen oder einem den Platz, den man sich in der Gesellschaft gesichert zu haben glaubt, wegnehmen
wollen.
Pekorowitsch: Handelt es sich denn hierbei wirklich nur um eine, wie Sie sagen, diffuse, ja
fast schon eingebildete, nicht reale Angst oder kommt es nicht wirklich zu mehr Problemen, wenn un-
terschiedliche Mentalitäten, die vielleicht bis jetzt nicht zusammen gelebt haben, aufeinandertreffen?
Sibylle Reimer: Es wird ja gerne das Argument auf den Tisch gebracht, dass man vor einer zu-
nehmenden Kriminalität Angst habe. Ich denke, das ist eine Ausrede und beschreibt nicht die wirkli-
chen Ängste der fremdenfeindlichen Personen. Dass Immigranten, die in ein neues Land kommen, kri-
minell sind, ist fast immer eine Legende. Menschen, die ihr Land verlassen, machen dies aus verschie-
denen Gründen: Entweder sie haben eine bessere Arbeit in einem anderen Land gefunden, oder sie flie-
hen vor einem Krieg oder anderen schlechten Bedingungen in ihrem Heimatland. Denken Sie wirklich,
dass diese Menschen in ein anderes Land kommen, mit dem Plan, dort kriminell zu werden und Unruhe
zu stiften? Macht das irgendwie einen Sinn? Was eher passieren kann, ist, dass wenn diese Menschen
nicht integriert werden, wenn sie nur auf Ablehnung stoßen, dass sie sich dann in Gruppen ihresglei-
chen zurückziehen und ja, so können Klüfte zwischen Einheimischen und Einwanderern entstehen, die
dann wiederum zu Konflikten führen können. Im Prinzip ist das banalste Psychologie: Dort, wo kein Dia-
log stattfindet, entstehen Probleme.
Pekorowitsch: Und was können wir denn tun, um diese Angst bei einigen unserer Mitbürger zu
bekämpfen?
Sibylle Reimer: Die Angst kommt ja immer aus großer Unsicherheit und es ist auch nichts
Neues, dass Fremdenhass vor allem dann oder dort entsteht, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist. Frem-
denfeindliche Personen haben dann Angst gesellschaftlich abgehängt zu werden, von den Ausländern
sozusagen überholt zu werden und nicht alle Menschen haben die Größe, in dem Moment bei sich an-
zufangen. Eine mögliche Lösung wäre, diesen Menschen wieder mehr Sicherheit zu geben, sozusagen
Integration nicht nur bei Ausländern sondern auch bei Einheimischen zu betreiben. Und da geht es na-
türlich um viele innenpolitische Probleme, die ich als Beauftragte für Integration natürlich nicht lösen
kann. Das sind Felder der Politik. Es liegt leider komplett außerhalb meines Kompetenzbereiches, aber
ich denke, dass dort der Grund für Fremdenhass liegt und dass man dort ansetzen müsste.
Pekorowitsch: Frau Reimer, Herr Schmidt, vielen Dank, dass Sie bereit waren hier mit uns
über diese Fragen zu diskutieren.
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....................................... Viele Leute träumen davon, eine Zeit im Ausland zu verbringen und dort zu arbeiten.
Ü 247
• Ob man sich in einem Land wohl fühlt, hängt vor allem __________ ab, ob man nette Leute trifft.
• Wusstest du, dass Thorsten und Miriam für zwei Jahre nach Australien gegangen sind? – Nee,
__________ habe ich nichts gewusst.
• Viele Leute beschweren sich __________ eine zu schlecht bezahlte Arbeit und möchten deswegen
ihr Land verlassen.
• Ann hat nach den ersten drei Wochen __________ einem Holländischkurs begonnen.
• Es ist wichtig, sich in einem neuen Land __________ die Gewohnheiten, die Kultur und die
Mentalität anzupassen.
• Ich beneide dich __________, dass du zweisprachig aufgewachsen bist und jetzt zwei Sprachen
perfekt sprichst.
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• Denkst du, dass Integration bedeutet, dass man __________ den Leuten verlangen muss, dass sie
genau so werden, wie die Leute des Gastlandes?
• Ich kann mich einfach nicht __________ gewöhnen, dass es hier ständig regnet.
Ü 248_Übung_Prüfung_Lesen_Teil_01_“Migrations-
und Flüchtlingspolitik“
(vorgeschlagene Arbeitszeit: 18 Minuten)
Sie lesen in einem Forum, wie Menschen über „Den Umgang und die Diskussion in der Migrations- und
Flüchtlingsproblematik in Deutschland und in Europa“ denken. Auf welche der vier Personen treffen die
einzelnen Aussagen zu? Die Personen können mehrmals gewählt werden.
Beispiel:
00 Wer hält die Diskussionsart in der Gesellschaft nicht für förderlich? .................................... Lösung: a
02 Wer denkt, dass einige Leute mit ihrem Integrationswillen und ihrer „Kultur der offenen
Türen“ weltfremd sind?
03 Wer denkt, dass die Gesellschaft nicht mit der Integration fertig wird, weil sie schon genug
andere Probleme hat?
04 Wer denkt, dass wir unser Leben stark verändern müssen, um die Flüchtlingswelle zu
vermeiden?
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06 Wer denkt, dass Leute mit unterschiedlichen Meinungen nicht miteinander kommunizieren?
09 Wer denkt, dass sprachlich gesehen das Thema Flüchtlinge schon negativ beeinflusst wird?
a Karl-Heinz
Ich ärgere mich, dass in der Gesellschaft nie produktiv darüber diskutiert wird, sondern eigentlich immer
nur polemisch. Da sind diejenigen, die Ängste haben, mögen sie rational oder irrational sein und wollen
dann, dass die Grenzen am besten verschlossen werden und gar niemand mehr reinkommt und verlieren
mit ihrem Verhalten jegliche Menschlichkeit und dann diejenigen, die so naiv daherkommen und am
besten die ganze Welt in Deutschland willkommen heißen wollen und überhaupt keinen Realitätsbezug
mehr haben. Die ganze Diskussion ist zu schwarz-weiß. Die Gesellschaft ist jetzt komplett gespalten. Es
haben sich zwei Fronten herausgebildet, die gar nicht mehr miteinander sprechen können, da sie die
jeweilige Meinung des Anderen gar nicht akzeptieren. So wird eine Lösung nicht erreicht.
b Thomas
Ich störe mich schon an dem Begriff „Migrations- und Flüchtlingsproblematik“. Damit wird suggeriert,
dass Flüchtlinge und Migranten automatisch ein Problem seien, das es zu lösen gilt. Das finde ich wirklich
falsch, das als Titel zu nehmen, denn diese Thematik, würde ich besser sagen, … also die Flüchtlinge
bereichern ja auch. Wenn sich Kulturen durchmischen, der Mensch mit unterschiedlichen Sichtweisen
konfrontiert wird, ist das natürlich immer eine Herausforderung, aber auch immer eine Bereicherung.
Mich stört es, dass über dieses Thema nicht wirklich ehrlich gesprochen wird. Viele Leute verstecken
hinter einer hervorgeschobenen Angst ihre rassistischen Ressentiments und laden alle Probleme, mit
denen sie sich in ihrem Leben konfrontiert sehen, auf die Ausländer ab. Das ist schön einfach und sehr
unreflektiert und macht mich sehr, sehr wütend.
c Saskia
Wir haben schon so viele Probleme. Soziale Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit in strukturarmen Regionen,
extreme Mieterhöhungen in Großstädten, fehlende Digitalisierung, Terroranschläge, Kriminalität. Ich
denke, da ist es einfach naiv zu denken, dass wir auch noch was weiß ich wie vielen Menschen eine neue
Heimat bieten können. Die müssen ja auch integriert werden. Man sieht ja, was das für fatale Folgen hat,
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wenn das nicht richtig passiert. Jetzt haben wir es gerade geschafft, die meisten Türken zu integrieren.
Jetzt können wir nicht schon wieder Leute dazubekommen, die Teile unserer Werte einfach nicht teilen
und auch nicht akzeptieren wollen. Um nur zwei zu nennen: Gleichberechtigung von Frauen und
Homosexuellen. Da kann ich schon verstehen, dass da einige Menschen ihre eigene Welt bedroht sehen.
d Miriam
Also, ich denke, wir sollten nicht so viel Zeit damit verschwenden, ob wir die Flüchtlinge hier haben
wollen oder nicht, sondern damit anfangen, etwas zu tun: Wenn wir nicht die berühmt berüchtigten
Fluchtursachen bekämpfen, dann müssen wir uns damit befassen, wie wir die Massen hier aufnehmen
und integrieren können. Denn nur, weil Europa die Schotten dicht macht, ist es ja nicht so, dass niemand
mehr durchkommt – abgesehen davon, dass es eine totale menschliche Katastrophe ist. Alle sagen dann
immer „Ja, ja, lieber Fluchtursachen bekämpfen als Flüchtlinge hier zu haben.“ aber die meisten wissen,
glaube ich, gar nicht, was das bedeutet. Wenn wir die Fluchtursachen bekämpfen würden, würde das
bedeuten, dass wir hier in Europa erheblich Einschnitte in unserem Lebensstil vornehmen müssten, da
wir den afrikanischen Kontinent eben nicht mehr ausbeuten könnten und daher alles teurer bei uns
würde und einige selbstverständlich verfügbare Waren halt doch wieder zu Luxusgütern werden würden.
Ü 249_Brain Drain
Als Talentabwanderung oder auch Brain Drain bezeichnet man die teilweise Abwanderung des
Humankapitals aus einem Land. Der englische Begriff wird dabei auf Deutsch häufiger als der deutsche
benutzt. Wenn allgemein Akademiker, Wissenschaftler, Erfinder und Facharbeiter aus einem Land
abwandern, führt das für das entsprechende Land zu großen volkswirtschaftlichen Verlusten. Länder, in die
diese Fachkräfte einwandern, profitieren hingegen von diesem Phänomen.
Viele Talentabwanderungen sind auf instabile politische Situationen zurückzuführen: Minderheiten, die in
ihrem eigenen Land verfolgt werden, sehen sich gezwungen, ihrem Land den Rücken zu kehren. So haben
Deutschland und Österreich während der Naziherrschaft viele jüdische Wissenschaftler, Künstler und
Unternehmer an die USA und Großbritannien verloren.
Um die Jahre des Mauerbaus 1961 kam es zu einem Brain Drain aus der damaligen DDR in die damalige BRD,
solange dies noch möglich war.
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Doch nicht nur politische Situationen führen dazu, dass Menschen in großer Zahl auswandern. Auch
schlechte Arbeits- und Karrierebedingungen sind Gründe für den Brain Drain. So verlor und verliert zum
Beispiel Deutschland in den letzten Jahren einen Teil seiner Ärzt*innen. Dr. Markus Siebert* war bis vor
Kurzem Kinderarzt an der Berliner Charité. Er hat gekündigt, um zum Arbeiten nach Melbourne zu gehen.
„Mein zukünftiger Chef wollte mir das nicht glauben, dass ich hier zehn bis zwanzig Stunden pro Woche
zusätzlich arbeite, unbezahlt!“ sagt er. Die meisten Kliniken in Deutschland haben das Problem, dass sie
sparen müssen. Und das scheint im Personalbereich sehr attraktiv zu sein. Dr. Siebert und seine Kollegen
merken dies im Alltag: gleiche Arbeit mit weniger Personal.
In Australien hofft Siebert nun auf Besserung seiner Arbeitslage. Und er ist nicht der einzige deutsche
Mediziner, der so denkt. Seit etwa zwei Jahren registriert auch der weltweit agierende Personaldienstleister
Adecco eine steigende Nachfrage nach Ärztestellen im Ausland: Neben England oder Österreich wird auch
Dubai immer interessanter.
„Am beliebtesten sind aber die Schweiz oder die skandinavischen Länder“, erklärt die Leiterin des
Geschäftsbereiches Adecco Health Care. Die Schweiz locke mit Löhnen, die rund 20 Prozent höher sind als in
Deutschland und mit guten Arbeitsbedingungen. „In Skandinavien dagegen wird viel Wert auf eine gute
Ausbildung gelegt.“
Dass Bezahlung und Betreuung für die auswandernden Ärzte ausschlaggebend sind, kann Dr. Siebert
bestätigen: „Attraktiv ist so ziemlich jedes Land. Weil wir im Vergleich mit anderen industrialisierten Ländern
– was Gehalt und Arbeitsbedingungen betrifft – tief im unteren Drittel liegen.“
Rund 12.000 deutsche Ärzte sind derzeit im Ausland tätig. Gleichzeitig kommen viele ausländische Ärzte
nach Deutschland. 10 Prozent der Ärzt*innen, die heute in Deutschland arbeiten, kommen aus dem Ausland.
Das geht aus Statistik der Bundesärztekammer, Stand Dezember 2020, hervor.
Im Jahr 2020 ist die Zahl der ausländischen Ärztinnen und Ärzte um rund 3.600 Personen gestiegen – das ist
ein Plus von 6,8 Prozent. Insgesamt lässt sich beobachten: Die Zahl ausländischer Ärztinnen und Ärzte in
Deutschland steigt seit Jahren an. In den vergangenen 25 Jahren hat sie sich etwa verfünffacht. Für das
Gesundheitssystem eine gute Entwicklung: Denn durch den aktuellen Ärztemangel hätten viele Kliniken ohne
die Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland noch viel größere Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen.
Dabei kommt die Mehrzahl aus anderen Staaten der Europäischen Union.
In Europa wird wegen der Absicht der Schaffung eines europäischen Bildungs- und Forschungsraumes viel
über Talentwanderung diskutiert. Zur Zeit sind vor allem folgende Talentwanderungsbewegungen zu sehen:
Eine ist die der sogenannten blauen Banane. Diese Talentwanderung ist innereuropäisch und vollzieht sich
von den süd- und osteuropäischen Ländern in die reicheren EU-Ländern, die bessere Arbeitsbedingungen
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bieten. Der Raum der blauen Banane reicht von der irischen See bis zum Mittelmeerraum. Hier befinden sich
viele Ballungsräume und damit eine Verdichtung von Bevölkerung, Wirtschaft, Wissen, Kultur, Kapital,
Medien und Infrastruktur. Fast alle zentralen Einrichtungen der Europäischen Union befinden sich in dieser
Region. In der blauen Banane liegen außerdem London (seit 2021 nicht mehr Mitglied der EU), die Zentren
der Beneluxstaaten, das komplette Ruhrgebiet Deutschland so wie das Rhein-Main-Gebiet, die Schweiz und
Norditalien mit der Wirtschaftsmetropole Mailand.
1 Wenn Fachkräfte aus einem Land abwandern, ist das für die Volkswirtschaft des Landes R F
nicht gut.
3 Dr. Markus Siebert muss viele unbezahlte Überstunden pro Woche machen. R F
4 In deutschen Kliniken wird vor allem an Geräten gespart und viele Ärzte klagen über R F
veraltete Apparate.
7 Die skandinavischen Länder sind vor allem wegen ihrer guten Ausbildung für viele R F
deutsche Mediziner interessant.
9 In den letzten Jahren kommen viele Ärzte und Ärztinnen aus dem Ausland nach R F
Deutschland.
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10 Eine Talentzuwanderung innerhalb der europäischen Union findet vor allem in den R F
Raum der so genannten blauen Banane statt.
Ihr habt den Text „Brain Drain“ gelesen. Sprecht über folgende Punkte:
• Gibt es Informationen, die für euch neu / überraschend sind oder nicht? Welche? Welche nicht?
• Würdet ihr, wegen Hoffnung auf bessere Arbeitsbedingungen, euer Land verlassen oder nicht?
(Begründet eure Meinung)
• Denkt ihr, dass eine Lage, in der viele hochqualifizierte Arbeitskräfte das Land verlassen, zu einem
Problem für das Land werden könnte oder pendelt sich, eurer Meinung nach, das Gleichgewicht
durch Aus- und Einwanderung immer wieder ein?
Bsp.: Miriam kann sich nicht mehr vorstellen, dass sie mit ihrer Familie zurück in ihr Heimatland geht. →
Miriam kann sich nicht mehr vorstellen, mit ihrer Familie in ihr Heimatland zurückzugehen.
Nach Verben des Sagens (sagen, antworten, berichten, erzählen, ...), der Wahrnehmung (sehen, bemerken,
hören, lesen) und des Wissens (wissen, vermuten, zweifeln) ist die Form Infinitiv + zu nicht möglich!!!
Umformung
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Grammatikwiederholung Pronomen
Setze die fehlenden Pronomen (Personalpronomen, Relativpronomen, Possessivpronomen,
Reflexivpronomen, etc.) ein:
Ü 251
Was bedeutet eigentlich „aussteigen” und wer sind die „Aussteiger”? Eine Definition im Wörterbuch sagt,
dass Aussteiger als Menschen bezeichnet werden, 1.__________ sich durch 2.__________ Verhalten von
gesellschaftlichen Normen zu befreien versuchen, indem sie aus 3.__________ konkreten Lebenswelt
innerlich oder äußerlich „aussteigen”.
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Wer hat 4.__________ nicht schon manchmal bewundert, die mutigen Protagonisten aus Filmen, die
5.__________ Alltag, 6.__________ Familie und 7.__________ Gesellschaft den Rücken kehren und
8.___________ einfach auf den Weg machen, um Neues zu entdecken: neue Länder, Leute, Städte... und oft
auch nur die reine Natur. Aber auch wenn 9.__________ sie beneidet, ist 10__________ doch auch oft
bewusst, dass man nicht nur nicht den Mut aufbringen würde, diesen Schritt zu wagen, sondern vielleicht
doch auch ganz gerne auf dem Sofa sitzen bleibt und die Aussteiger von der Ferne aus beobachtet.
B218_Übung_Prüfung_Hören_Teil_01
[Link]
Sie hören fünf Gespräche und Äußerungen aus dem Alltag. Sie hören jeden Text einmal.
Wählen Sie bei den Aufgaben die richtige Lösung Richtig oder Falsch und a, b oder c. Lesen Sie jetzt das
Beispiel. Dazu haben Sie 10 Sekunden Zeit.
Beispiel
Text 1
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Text 2
Text 3
6 Was ist richtig? a. Sie war sehr mit dem Grundstudium zufrieden.
b. Das Studium ist ihrer Meinung nach schlecht
organisiert.
c. Sie hält die Professoren im Allgemeinen für mo-
tiviert.
Text 4
8 Die anonyme Bewerbung... a. ... ist in den meisten deutschen Firmen heute
Standard.
b. ... soll mehr Wert auf die Qualifikation der Be-
werber und Bewerberinnen legen.
c. ... wird bis jetzt noch von allen Firmen vehe-
ment abgelehnt.
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Text 5
10 Eine der beiden Freunde zögert, weil... a. ... das Praktikum bei BMW unbezahlt ist.
b. ... sie auf keinen Fall umziehen will.
c. ... es nicht klar ist, dass sie nach dem Prakti-
kum übernommen wird.
Sie hören nun fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text einmal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben.
Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Beispiel: Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter: Hallo Ines, hier ist Petra. Ich hatte dir ja
gesagt, dass ich Luisa heute Nachmittag vom Schulausflug abhole und deinen Sohn mitnehmen kann.
Jetzt ist mir leider was dazwischen gekommen: Ich muss länger arbeiten und schaffe es nicht. Kannst
du vielleicht fahren und Luisa mitnehmen? Ich würde sie dann heute Abend bei dir abholen. Ich hoffe,
das ist okay... Danke!
Text 1
Guten Tag, eine Frage, was halten Sie von Fußball? Fußball begeistert ja bekanntlich in Deutschland die
Massen.
Ja, ich muss zugeben, dass Fußball mich auch begeistert. Ich bin, glaube ich, das, was man einen typi-
schen Fußballfan nennt. Vom 1. FC Köln. Ich versuche jedes Spiel zu schauen. Geht natürlich nicht im-
mer. Vor allem würde ich, denke ich, arm werden, wenn ich zu allen Auswärtsspielen fahren würde. Die
Nationalmannschaft interessiert mich natürlich auch, also EM und WM-Spiele sehe echt gerne. Die
Stimmung während der Meisterschaften ist toll. Ich weiß, dass es viele gibt, die Fußball kritisieren, aber
ich denke, dass gerade die Internationalität zur Völkerverständigung beiträgt.
Text 2
Und hier wieder unsere Wirtschaftswoche. Heute Thema Arbeit und wie die Leute die Situation in unse-
rem Land sehen. Was denken Sie?
Ja, was soll ich sagen. Natürlich ist die Arbeitslosigkeit nicht besonders hoch, was ein Pluspunkt ist,
aber das wirkliche Problem in Deutschland sind die vielen Minijobs, die prekären Verträge, die dazu
führen, dass Leute zu wenig Geld pro Monat verdienen, die Praktikantenjobs, obwohl... da kann man ja
nicht mal mehr von Jobs sprechen. Die bekommen ja kein Geld dafür. Fertige Ausbildung und dann ein
bezahltes Praktikum nach dem anderen.
Text 3
Und nun kommen wir zu den Universitäten. Bist du mit deinem Studiengang zufrieden?
Eigentlich ziemlich. Die Mehrheit meiner Professoren ist recht motiviert. Von daher machen die Semi-
nare Spaß und die Vorlesungen sind meistens interessant. Da ich Chemie studiere, haben wir auch
viele praktische Kurse, da wir Experimente im Labor machen müssen. Im Grundstudium war das etwas
chaotisch, da die Labore auch von anderen Studiengängen benutzt wurden, zum Beispiel von den Bio-
logen, Pharmazeuten, Biochemikern. Da hat man dann schlecht einen Platz in dem Pflichtpraktikum
bekommen. Das war echt nicht gut organisiert. Aber jetzt geht es.
Text 4
In letzter Zeit wurde immer wieder über die anonyme Bewerbung gesprochen. Das bedeutet, dass der
Lebenslauf nicht nur kein Foto, sondern auch keinen Namen und kein Alter enthalten soll. Ziel ist es,
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dass so Frauen, Ausländer und ältere Mitarbeiter nicht mehr diskriminiert werden könnten und aus-
schließlich auf die Qualifikationen und Fähigkeiten der Personen geschaut wird. Die meisten Firmen
stellen sich allerdings dagegen, weil sie sagen, dass dies eben wichtige Informationen seien, die sie bei
einer Einstellung oder auch zunächst erst mal nur einem Vorstellungsgespräch berücksichtigen müss-
ten und sich bei letzterem sowieso zeigen würden.
Text 5
Du bist doch jetzt auch mit dem Studium fertig und auf Arbeitssuche, oder?
Ja, aber ich muss zugeben, dass ich das bis jetzt noch ein wenig vor mir hergeschoben habe. Ich war zu
sehr mit den Abschlussprüfungen beschäftigt. Und du?
Ich hab schon mal ein wenig herumgeschaut. Ich könnte ein Praktikum bei BMW in München machen.
Hört sich doch gut an.
Ja, schon...
Unbezahlt, oder?
Ja, klar, aber es wäre nur für drei Monate. Und ich will nicht für drei Monate umziehen.
Meinst du nicht, dass sie dich vielleicht übernehmen würden?
Ja, vielleicht... aber das ist ja gar nicht sicher.
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RAUSCHMITTELKONSUM
- Sind Drogen in unseren Gesellschaften heute noch ein Problem oder nicht?
- Gibt es deiner Meinung nach viele Personen, die illegale Drogen konsumieren?
- Sollten sogennante „weiche” Drogen wie Cannabis legalisiert werden oder nicht? Welche Argumente
sprechen dafür, welche dagegen?
- Und was ist mit Alkohol? Ist Alkohol deiner Meinung nach eine Droge oder nicht?
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Alkoholkonsum in Deutschland
Deutschland ist ein Bierland. Das Feierabendbier gehört für viele zum Ende des Arbeitstages einfach mit
dazu. Ob man sich mit Freunden und Freundinnen in einer Kneipe oder im Sommer in einem Park oder
Biergarten trifft oder abends gemütlich sein Bier vorm Fernseher trinkt – Bier ist Ausdruck von Entspannung
nach getaner Arbeit. Aber auch anderen Alkoholarten sind die Deutschen nicht abgeneigt. Wenn man sich
am Abend mit Leuten in Kneipen und Restaurants trifft, gehört Alkohol dazu, bei Feiern und Partys sowieso
und dann gibt es da ja noch das Oktoberfest, den Karneval, Silvester und viele weitere Anlässe, zu denen
Deutsche sich schon gerne mal komplett betrinken. Das deutsche Urlaubsparadies Mallorca wird von vielen
deutschen Urlauber hauptsächlich besucht, um sich mehrere Tage nacheinander zu betrinken oder wie man
umgangssprachlich sagen könnte „um sich die Birne wegzuknallen”. Auf Après-Skipartys in Ischgl und Sölden,
die ebenfalls beliebte Urlaubsziele von Deutschen sind, sieht es nicht anders aus. Aber machen sich die Leute
eigentlich genügend Gedanken um ihren Umgang mit Alkohol? Wird Alkohol überhaupt als Droge
angesehen? Und woher kommt diese Lust, sich in der Freizeit und im Urlaub zu betrinken?
Das Bundesministerium für Gesundheit schreibt zum Alkoholkonsum Folgendes auf seiner Internetseite:
„Alkoholkonsum ist einer der wesentlichen Risikofaktoren für zahlreiche chronische Erkrankungen (zum
Beispiel Krebserkrankungen, Erkrankungen der Leber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und für Unfälle.
7,9 Millionen Menschen der 18- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland konsumieren Alkohol in
gesundheitlich riskanter Form. Ein problematischer Alkoholkonsum liegt bei etwa 9 Millionen Personen
dieser Altersgruppe vor.
In Deutschland starben im Jahr 2016 19.000 Frauen und 43.000 Männer an einer ausschließlich auf Alkohol
zurückzuführenden Todesursache.
In der Gesellschaft herrscht eine weitgehend unkritische Einstellung zum Konsum von Alkohol vor.
Durchschnittlich werden pro Kopf der Bevölkerung jährlich rund zehn Liter reinen Alkohols konsumiert.
Gegenüber den Vorjahren ist eine leicht rückläufige Tendenz im Alkoholkonsum zu registrieren. Dennoch
liegt Deutschland im internationalen Vergleich unverändert im oberen Drittel. Die durch Alkoholkonsum
verursachten volkswirtschaftlichen Kosten betragen rund 57 Milliarden Euro pro Jahr (Jahrbuch Sucht
2023).” (Bundesministerium für Gesundheit)
Bis heute wird ein moderater Alkoholkonsum immer noch als unschädlich angesehen. Selbst von Ärzt*innen
wird er oft legitimiert. „Ein gewisser Alkoholkonsum macht den meisten Menschen Spaß und gehört zu
unserem Alltag einfach dazu. Da ist es unrealistisch, ihnen das komplett zu verbieten”, sagt Dr. Katrin
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Amsgauer, Hausärztin, „Ich muss bei meinen Patienten und Patientinnen ja nicht nur die körperliche
Gesundheit berücksichtigen, sondern auch die mentale. Alle Genussmittel, wie Alkohol, Zucker, Schokolade,
fettes Essen, etc. komplett zu verbieten, macht auch nicht glücklich. Von daher müssen wir da einen
Kompromissfinden.” „Absolut falsch”, entgegnet ihr Kollege Dr. Thorsten Reinhardt, ebenfalls Hausarzt, „Das
Problem ist, dass der Alkohol so verharmlost wird. Die schädlichen Aspekte des Alkohols werden in unserer
Gesellschaft nämlich weitestgehend ausgeblendet. Das will niemand hören. Selbst Politiker stellen sich dann
in die Öffentlichkeit und erzählen, dass Alkohol zur Tradition gehört. Dabei schadet Alkohol schon vom
ersten Tropfen.”
Bis vor Kurzem galt ein moderater Alkoholkonsum noch als unschädlich: zwei kleine Biere bei Männern pro
Tag, ein kleines Bier bei Frauen. Doch das wurde jetzt von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)
revidiert: Am besten sollte gar kein Alkohol getrunken werden. Zwischen Alkoholkonsum und verschiedenen
Krankheiten bestehe nachweislich ein Zusammenhang. Das betreffe vor allem Herzkrankheiten,
Schlaganfälle und zum Beispiel Brust- und Leberkrebs. Die WHO und das Deutsche Krebsforschungszentrum
unterstützen diese neuen Richtlinien.
In der Bevölkerung sieht man das allerdings bei weitem noch nicht so streng. „Ich weiß nicht, was mit den
neuen Generationen los ist”, sagt Hermann G., 79 Jahre alt, „Ich habe mein Leben lang Alkohol getrunken,
war selten krank, zumindest nie ernsthaft und bin jetzt 79 Jahre alt. Ich finde, man sollte es mit den
Genussmitteln nicht so streng nehmen.”
- Woher kommt die Lust, sich in der Freizeit und im Urlaub zu betrinken? Gibt es dieses Phänomen auch in
dem Land, in dem du wohnst? Wie kannst du es dir erklären?
- „In der Gesellschaft herrscht eine weitgehend unkritische Einstellung zum Konsum von Alkohol vor.” Das
kritisiert das Gesundheitsministerium. Stimmst du dieser Aussage zu oder nicht?
- Dr. Katrin Amsgauer und Dr. Thorsten Reinhardt haben unterschiedliche Meinungen zum Thema Aussagen.
Wem stimmst du zu und warum?
- Was hältst du von den neuen Leitlinien der DHS und der WHO? Denkst du, dass sich die Menschen daran
orientieren werden oder nicht?
- Wie ist deine Prognose? Wird der Alkoholkonsum in den kommenden Jahren zurückgehen oder nicht?
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Vokabeln „Alkohol”
Finde die passende Übersetzung in deiner Sprache
genießen
das Genussmittel
schmecken
sich betrinken
betrunken sein
der Rausch
die Gesundheit
das Gesundheitsrisiko
gesundheitsschädlich
(un)gesund
die Lebensgefahr
die Alkoholvergiftung
bewusstlos
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die Bewusstlosigkeit
der Missbrauch
Alkoholiker / in
sich gewöhnen an
der Freundeskreis
der Gruppenzwang
die Umfrage(n)
das Vorbild(er)
B 217_ Jever-Brauerei
[Link]
In dem folgenden Audio nehmen die Gäste an einer Führung in der Jever-Brauerei
teil. Du hörst den Einführungstext der Brauereiführerin. Beantworte dazu die folgenden Aussagen mit R (=
richtig) oder F (= falsch).
1 Wenn man an einer Führung in der Brauerei teilnimmt, muss man volljährig sein. R F
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5 Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Brauerei an die Hamburger Bavaria-St.-Pauli- R F
Brauerei verkauft, die heute zur dänischen Carlsberg-Gruppe gehört.
6 Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Brauerei zunächst wegen Treibstoffmangels R F
kein Bier an Kunden liefern.
7 „Jever Export“ und „Jever Pilsener“ sind bis heute die beiden beliebtesten Biersorten R F
der Brauerei.
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Seit 1994 gehört die Brauerei zur Dortmunder Brau-&-Brunnen-Gruppe, die seit 2004 ein Teil der Rade-
berger-Gruppe innerhalb des Oetker-Konzerns ist.
Heute hat die Brauerei ungefähr 270 Mitarbeiter und es werden pro Stunde ca. 60.000 Flaschen abge-
füllt. In den verspiegelten Türmen, die seit Anfang der 1980er Jahre das Stadtbild mitprägen, befinden
sich heute drei mal fünf Gärtanks à 240.000 Liter, in denen nach Hefezugabe die Würze zum Jungbier
vergoren wird.
Jetzt begeben wir uns in das angeschlossene historische Brauereimuseum. Dort erhält man einen Ein-
blick in den Brauereialltag, wie er vor rund 100 Jahren ablief. 2007 nutzten mehr als 33.000 Gäste die
Gelegenheit zur Besichtigung.
Welche Äußerung passt zu welcher Überschrift? Eine Äußerung passt nicht. Die Äußerung a ist das Beispiel
und kann nicht nochmal verwendet werden.
Beispiel
0 Vergleich zwischen den Niederlanden und Deutschland, was den Umgang mit Cannabis betrifft
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.............................................................................................................................................. Lösung: a
25 Soziale und gesellschaftliche Folgen sind bei Alkohol- schwerwiegender als bei
Cannabiskonsum
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a Legalisierung von Cannabis ist seltsamerweise b Noch eine legalisierte Droge mehr scheint mir
schon seit so vielen Jahren ein Diskussionsthema, wahrlich nicht das Richtige zu sein. Unsere
dabei sieht man doch wie gut es in unserem Gesellschaft hat schon genügend Probleme mit
Nachbarland klappt. Die Niederländer gehen viel Tabak und Alkohol. Wie viel diese beiden
besser mit dieser „Droge“ um und es hat sich auch Rauschmittel, also die durch sie verursachten
gezeigt, dass Cannabis eben keine Einstiegsdroge Folgen, den Staat jährlich kosten, das überlegt sich
ist. niemand. Außerdem sollten die Leute geschützt
werden, indem ihnen mit der Illegalität klar
signalisiert wird, dass diese Substanzen
gesundheitsschädlich und gefährlich sind.
c Es ist albern, immer über dieses Thema zu d Das Problem, wenn Cannabis nicht legalisiert
diskutieren und gleichzeitig die Legalität von wird, liegt vor allem darin, dass es dennoch
Alkohol nicht in Frage zu stellen. Darüber sollte eingeführt und verkauft wird und damit der
man wieder viel mehr sprechen, aber mit Alkohol Schwarzmarkt und die Mafia davon profitieren.
ist unsere Gesellschaft geradezu durchsetzt. Der Würde man es legalisieren, hätte man die
ist nicht nur komplett akzeptiert, sondern oftmals Kontrolle oder zumindest mehr Kontrolle über den
sogar angesehen. Wie oft ermutigen Erwachsene Markt und könnte somit die
Kinder und Jugendliche doch mal zu probieren Untergrundorganisationen, die viel Gewalt und
oder nehmen sie erst dann in die Leid mit sich bringen, schwächen. Das ist das
Erwachsenenwelt auf, wenn sie auch mit Alkohol Hauptargument, wenn man über diese Thematik
anstoßen dürfen. sprechen will.
e Vom Standpunkt der Medizin aus ist die f Cannabis ist weniger schädlich als Alkohol. Das
Legalisierung von Cannabis äußerst fraglich. Es ist wissen alle. Daher ist es unglaublich, dass
heute bereits wissenschaftlich erwiesen, dass Cannabis bis jetzt noch nicht legalisiert worden ist.
Personen, die Cannabis regelmäßig konsumieren, Alkohol richtet viel mehr Schaden an. Die ganzen
ein zweifaches bis dreifaches Risiko haben, eine Hooligans beim Fußball, die ganze durch Alkohol
Psychose zu entwickeln im Vergleich zu verurachte Gewalt gibt es beim Cannabiskonsum
Nichtkonsumenten. Außerdem kann nicht. Alkohol führt zu Aggression, Cannabis zu
Cannabiskonsum im Jugendalter zu Friedfertigkeit. Schon gesellschaftlich gesehen
neuropsychologischen Defiziten führen. wäre es besser, Cannabis zu legalisieren und
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g Die Prohibition von Cannabis hat versagt! Trotz h Generell ist ein legaler Drogenmarkt immer
seines Verbots weist die Substanz eine hohe besser als ein illegaler, da man ihn besser unter
Verfügbarkeit auf. Da aus Staatssicht, aus Sicht Kontrolle hat, die Substanzen und die Umstände,
des Gesundheitsministeriums, die Priorität beim unter denen sie genommen werden, kontrollieren
Schutz der Bevölkerung liegen sollte, sollte man so kann. Daher sollten alle Drogen legalisiert werden.
feststellen, dass dieser durch ein Verbot nicht Nur so kann man besser aufklären, kontrollieren
gegeben ist. Verbote führen schon immer dazu, und gegebenenfalls behandeln. Verbote führen zu
dass die Leute sie überschreiten wollen. Eine nichts und sicherlich existiert der so genannte
Legalisierung könnte das reduzieren. Abschreckungseffekt nicht.
Vokabeln „Drogen”
Finde eine Übersetzung in deiner Sprache
die Legalisierung
das Vorbild(er)
der Schwarzmarkt
der Befürworter
der Gegner
die Drogenszene
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der Beweis
schädigen
gesundheitsschädlich
etwas verharmlosen
die Verharmlosung
die Hemmschwelle
jdn behandeln
die Behandlung
die Gewalt
zunehmen
abnehmen
Partizip I und II
Hier geht es zur Wiederholung der unregelmäßigen Verben:
[Link]
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Gruppe 1:
ge-mach-t
Partizip II – Benutzung:
Perfekt
Ich habe nicht verstanden, warum er sich gestern so seltsam benommen hat.
Passiv
Er wurde gestern von der Polizei verhaftet.
adjektivischer Charakter
der verlorene Sohn, die verletzte Person, der verpasste Zug, die vergangene Zeit, der gehetzte Mann, die
geprellte Zeche
Partizip I - Benutzung:
um Gleichzeitigkeit auszudrücken oder um die Art und Weise auszudrücken
Lachend ging er über die Straße.
Singend stieg er in den Bus.
Schlafend verbrachten wir die Zugfahrt.
Schnell schwimmend gelang er ans Ufer.
adjektivischer Charakter
Die 3 Tage dauernde Konferenz bezieht sich auf das Thema „neue Energien”.
Der anhaltende Regen brachte uns dazu, früher abzureisen.
Die schreienden Kinder weckten den Opa.
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Ü 253_Partizip I und II
2. Das Kleid steht Ihnen doch außerordentlich gut. Vor allem diese hell _______________ Farben stehen
Ihnen (leuchten).
5. Ein Sprichwort sagt, dass man _______________ Hunde nicht wecken soll (schlafen).
8. Sie hatten den Vorteil, dass sie ein gut _______________ Team waren (ein/spielen)
10. Die aus dem Ausland _______________ (kommen) Studenten müssen im ersten Monat an einem
Sprachkurs teilnehmen.
11. Ich kann Ihnen dieses Buch empfehlen. Es ist zur Zeit eins der am meisten _______________ Bücher
(lesen).
12. Der Regionalzug nach Hamm ist ein langsam _______________ Zug (fahren).
15. Das über dem ganzen Land _______________ (liegen) Tiefdruckgebiet löst sich in den nächsten Tagen
allmählich auf.
Ü 254_Kleptomanie
Setze die fehlenden Partizipien (I und II) ein. Achte auch auf die richtige Deklination!
Im Herbst letzten Jahres gab es in Bochum wieder die alljährlich 1._______________ (stattfinden) Konferenz
über Psychologie. Der vier Tage 2._______________ (dauern) Kongress widmet sich vor allem im Alltag
immer häufiger 3._______________ (vorkommen) Krankheiten. Eines der 4._______________ (wählen)
Diskussionsthemen war letztes Jahr die Kleptomanie. Am ersten Tag gab es einen von Prof. Meurer
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5._______________ (halten) Vortrag, der das Phänomen der Kleptomanie versuchte, genau zu beschreiben.
Dabei sollte klar werden, dass die 6._______________ (klauen) Personen eigentlich nie Dinge stehlen, die sie
wirklich brauchen und auch nicht wegen des Nervenkitzels oder des Risikos erwischt zu werden, den
Diebstahl begehen. Vielmehr handelt es sich bei den 7._______________ (klauen) Objekten meist um solche
Dinge, die gesellschaftlich angesehen sind, bzw. die dem Kranken Ansehen in der Gesellschaft verschaffen.
Daher, so Prof. Meurer, 8._______________ (anerkennen) Psychologe und Universitätsprofessor an der Uni
Bochum, handele es sich bei den 9._______________ (stehlen) Sachen oft um Schminke und Kleidung.
In einer 10._______________ (anschließen) Diskussionsrunde sollte auch klar werden, dass das Problem, im
Gegensatz zur öffentlichen Meinung, nicht nur Frauen betreffen kann. Zwar handele es sich bei den
11._______________ (betreffen) Personen mehrheitlich um Frauen, aber es gebe auch 12._______________
(zunehmen) Männer, die kleptomanisch veranlagt seien.
In den 13._______________ (folgen) Tagen ging es v.a. darum, die möglichen Gründe der Krankheit zu
erkunden. Es handelt sich hierbei um umstrittene Ursachen. Einige Psychoanalytiker sind der Meinung, dass
es sich bei der Kleptomanie um eine Ersatzbefriedigung für 14._______________ (unterdrücken) Wünsche
handele. Andere Lehrmeinungen denken, dass die Kleptomanie eine 15._______________ (verstecken) Form
des Widerstands gegen die Gesellschaft darstelle.
1. Bist du der gleichen Meinung? – Nein, ich habe eine _________________ Meinung als du.
2. Hast du in letzter Zeit Klaus und Maria gesehen? – Nein. Ich glaube, sie haben sich getrennt. Sie
waren einfach zu _________________.
3. Ich finde es sehr interessant, Menschen mit ganz _________________ Charakteren kennen zu
lernen.
4. Kommen Chris und Fabian mit in die Disco? – Nein, sie gehen doch nicht gerne abends aus. In der
Hinsicht sind sie einfach _________________ als wir.
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6. Zu welcher Bankfiliale muss ich gehen, wenn ich ein Konto eröffnen will? Zu der in der Kreuzstraße?
– Nein, zu der _________________. Ich habe den Namen und die Adresse vergessen.
7. Guten Tag, ich möchte gerne einen Gitarrenkurs machen. – Ja, gerne. Da hätten wir vier
_______________ Kurse im Angebot.
8. Ich lese zur Zeit zwei ganz ___________________ Bücher. Das eine ist echt sehr lustig, eine Parodie
auf unsere Gesellschaft und das _________________ ist eine sehr dramatische und traurige
Geschichte.
9. Ich war gestern im Kino und habe „City of Angels“ gesehen. Der ist genauso wie „Himmel über
Berlin“. – Das finde ich gar nicht. „Himmel über Berlin“ ist ganz _________________.
10. Ja, ich finde auch, dass die beiden Filme ganz ______________________ sind.
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HEUTIGE ARBEITSWELT
• Gibt es etwas, was du an der heutigen Arbeitswelt kritisieren würdest? Wenn ja, was? Was gefällt dir
an der heutigen Arbeitswelt (eventuell auch im Vergleich zu früher)?
• Wie sollte deiner Meinung nach ein Chef / eine Chefin sein?
• Hattest du schon mal eine Arbeit, bei der du dich nicht wohl gefühlt hast?
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Arbeitgeber / in
Arbeitnehmer / in
Kollege / in
Chef / in
Mitarbeiter / in
das Büro
die Fabrik
die Schichtarbeit
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Arbeiter / in
die Fließbandarbeit
verdienen
die Überstunde(n)
Praktikant / in
kündigen
müde
gestresst
anstrengend / stressig
überfordert sein
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unterfordert sein
• Wie ist ein „Workaholic”? Wie würden Sie dieses Wort definieren?
• Neigen Sie dazu, ein Workaholic zu sein? Könnten Sie einer werden?
• Unter welchen Umständen können Leute, Ihrer Meinung nach, zum Workaholic werden?
• Würden Sie das Wort „Workaholic“ eher positiv oder negativ definieren?
• Was ist ein „Burnout“? Haben Sie schon einmal davon gehört oder gelesen?
Sieh dir das Video über den Bäckermeister Karsten Berning im Internet an. Probiere die Fragen zu
beantworten und kreuze an: a, b oder c!
1 Für Karsten Berning ist die Arbeit in der Backstube am frühen Morgen...
a ...besonders stressig, weil er viel zu tun hat und bis zur Geschäftsöffnung fertig sein muss.
b ...erholsam, weil er dann das tun kann, was er wirklich gerne mag.
2 Berning backt...
b ...bis die ersten Kunden bei ihm anrufen und das kann variieren.
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3 Berning hat...
b ...schaltet die Telefone ab 10 Uhr morgens ab, weil er sonst zu sehr von den Kunden, Lieferanten und
Mitarbeitern gestresst wird.
b Nein, weil zwei seiner Mitarbeiter schon ein Burnout hatten und er dadurch gelernt hat, dass er
seine Mitarbeiter nicht permanent belasten kann.
c Nein, weil er der Meinung ist, dass kein Mensch permanente Erreichbarkeit aushält.
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c Die permanente Erreichbarkeit und die Tatsache, dass Berufs-und Privatleben meist nicht mehr
wirklich voneinander getrennt werden.
7 Allein in Deutschland...
b ...kosten Krankmeldungen wegen Stress den Unternehmen jährlich über 20 Milliarden Euro.
a ...nicht gefährdet, ein Burnout-Syndrom zu bekommen, weil er seine Arbeit gerne mag.
b ...nicht gefährdet, ein Burnout-Syndrom zu bekommen, weil er denkt, dass er sehr stressresistent
sei.
c ...manchmal gefährdet, ein Burnout-Syndrom zu bekommen, weil er wirklich sehr viel arbeitet.
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b ...manchmal am Wochenende zu Hause, wenn er nicht alles während der Woche geschafft hat.
c ...nie am Wochenende zu Hause, weil er die Trennung von Arbeit und Privatleben sehr wichtig
findet.
Immer mehr Menschen werden durch ihre Arbeit krank. Digitalisierung im Beruf und der Einsatz neuer
Technologien erleichtern nicht nur die Arbeit. Durch sie wird man auch am Wochenende und Feier-
abend erreichbar und für die Arbeit einsetzbar. Die Trennung von Berufs- und Privatleben wird auf diese
Weise unmöglich. Ist der Stress zu groß, kommt es oft zum Burn-Out-Syndrom.
SPRECHERIN: Seit vier Uhr nachts ist er auf den Beinen. Was für andere harte Arbeit wäre, ist für Bä-
ckermeister Karsten Berning fast schon Erholung. Denn in den frühen Morgenstunden kann er endlich
mal das machen, was er liebt: Backen.
KARSTEN BERNING (BÄCKERMEISTER): Also der Morgen in der Backstube ist natürlich super, weil hier
hinten gibt's keinen Handyempfang, da gibt’s nur ein einfaches Telefon und nachts ist sowieso am we-
nigsten los. Da braucht man nicht ständig erreichbar zu sein.
SPRECHERIN: Aber um 8 Uhr ist Schluss mit Backen. Berning hat fünf Filialen und beliefert große Kun-
den.
KARSTEN BERNING: Moment mal eben. Ja?... Berning, hallo.
FRAUENSTIMME: Morgen.
SPRECHERIN: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter: Eines der drei Telefone klingelt immer.
KARSTEN BERNING: Können wir nichts gegen machen wenn Sie jetzt krank sind, aber … Sekunde, jetzt
klingelt das andere Telefon ...Tschüss Frau Jodan. Hallihallo, Berning.
KARSTEN BERNING: Früher fand ich es dann cool, ja, weil da war man ja busy und man hat ja hier und
da und so was … Aber mittlerweile ist es manchmal wirklich nervend und dann geht es halt einfach nur
der Reihe nach.
SPRECHERIN: Doch das fällt ihm immer schwerer. Denn die neuen Technologien schaffen ständig
neue Aufgaben: etwa die Aktualisierung von Internetseiten oder Facebook-Auftritten. Auch Berning
wirbt auf allen Kanälen. Die großen Billig-Backketten sitzen dem Handwerksbetrieb im Nacken. Zwi-
schendurch schnell zum Arzt – der Rücken schmerzt – ein Stresssymptom? Erst den Handy-Knopf ins
Ohr – denn so lassen sich unterwegs noch Bestellungen machen.
KARSTEN BERNING: Können Sie mir dann mal drei Tonnen Mehl zur nächsten Woche besorgen? Wir
kommen dann nachher vorbei. Ja.
SPRECHERIN: Ständiges Multitasking – bisher unfallfrei. Die Wartezeit beim Orthopäden nutzt der
38Jährige ebenfalls – das Smartphone macht's möglich. Erwartet Berning so viel Einsatz auch von sei-
nen Mitarbeitern?
KARSTEN BERNING: Definitiv nicht. Also ich kann nicht von meinen Angestellten erwarten, dass sie im-
mer und jederzeit zu erreichen sind. Das geht nicht, das hält ja keiner auf Dauer aus.
SPRECHERIN: Wer derart für die Arbeit brennt, ist irgendwann womöglich ausgebrannt. Kommen noch
berufliche oder private Fehlschläge dazu, wird es gefährlich. Psychiater wie Mazda Adli verordnen dann
erst einmal eine Zwangspause.
MAZA ADLI (PSYCHIATER AN DER BERLINER CHARITÉ): Diese Veränderungen wie Flexibilisierung der
Arbeitsplätze, Digitalisierung im Beruf, ständige Erreichbarkeit, keine Trennung zwischen Berufsleben
und Privatleben sind Risikofaktoren, die zu mehr Stress führen können, und das kann wiederum einen
Burn-Out-Prozess begünstigen.
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SPRECHERIN: Die Krankenkassen schlagen Alarm: immer mehr Krankmeldungen wegen Stress.
MAZA ADLI: Stressbedingte Krankheiten kosten die Unternehmen in Deutschland, in Europa enorm viel
Geld, man rechnet mit 20 Milliarden Euro jährlich allein in der Bundesrepublik.
SPRECHERIN: Karsten Berning sieht sich noch nicht gefährdet.
KARSTEN BERNING: Ich brauch' noch Erdbeeren unbedingt dazu. Wir haben morgen noch 'ne Hoch-
zeitstorte reinbekommen und das soll 'ne Erdbeertorte werden.
SPRECHERIN: Denn er macht das, was er tut, gerne – nach Feierabend dann Entspannung im Garten.
Allerdings: auch hierher nimmt er sich gerne mal Arbeit mit – auch an den Wochenenden.
KARSTEN BERNING: Ja, das ist … Es kommt manchmal vor, wenn halt irgendwelche Großprojekte sind,
zum Beispiel, dass ein neues Computersystem eingeführt wird, neue Kassen eingeführt werden, wo
man 'ne Menge Vorbereitungsarbeit machen muss, was man in der Woche gar nicht so schafft, weil
halt einfach der tägliche Stress, die tägliche Arbeit zu groß ist, dass ich dann mir das halt auch mal ins
Wochenende mitnehme und das dann auch mache.
SPRECHERIN: Das ist aber eher die Ausnahme, oder?
KARSTEN BERNING: Ich versuch's, ich versuch's auf jeden Fall.
SPRECHERIN: Hier im Garten findet er trotz Laptop ein wenig Ruhe. Morgen früh um vier geht das Ren-
nen weiter. ([Link])
Sprecht über Karsten Bernings Situation. Denkt ihr, dass er gefährdet ist, ein Burnout-Syndrom zu
bekommen oder nicht?
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Wiederholung Passiv
Die Polizei sah den Dieb. → Der Dieb wurde (von der Polizei) gesehen.
Subjektloser Passivsatz
Wenn ein Aktivsatz keine Akkusativergänzung hat (z.B. ein Satz mit „man”), ist es möglich, dass der
entsprechende Passivsatz kein Subjekt hat:
Weihnachten isst man viel. Es wird Weihnachten viel Weihnachten wird viel gegessen.
gegessen.
Mit den Vorbereitungen haben Es wurde mit den Vorbereitungen Mit den Vorbereitungen wurde
sie schon früh begonnen. schon früh begonnen. schon früh begonnen.
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Das Haus wird gebaut. (Verlaufspassiv) = Das Haus ist noch nicht fertig.
→ Das Haus...
2. Was müssen wir noch für die Party vorbereiten? Müssen wir noch den Tisch decken?
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4. Saskia hat gestern die Blumen gepflanzt. Darum müssen wir uns nicht mehr kümmern.
→ Die Blumen...
5. Das war wirklich ein anstrengender Tag. Ich habe so viele Sachen gemacht. Am Ende habe ich es
auch noch geschafft, den Brief an die Versicherung geschrieben.
→ Der Brief...
6. Willst du bei den Dreharbeiten des neuen Film zuschauen. Sie drehen gerade in diesem Moment.
→ In diesem Moment...
→ Der Unterricht…
Kommentar:
Das Burnout-Syndrom ist eine Krankheit, die heutzutage noch von vielen Menschen nicht besonders ernst
genommen wird und höchstens als „Modekrankheit“ gesehen wird. Die „chronische Unlust“ bei der Arbeit,
die nach einer langen Zeit der Überbelastung und des Stresses entsteht, wird von den Chefs oft als
„plötzliche Faulheit“ gesehen. Auch die Betroffenen selbst glauben oft nicht wirklich, dass es ein Burnout-
Syndrom gibt. Psychologen und Psychiater schlagen Alarm!
Schreibe einen kleinen Kommentar zu diesem Thema. Gehe auch auf die Frage ein:
Ist das Burnout-Syndrom, deiner Meinung nach, eine „Modekrankheit“ des 21. Jahrhunderts oder sollte man
es ernst nehmen?
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Ü 258_Übung_Prüfung_Lesen_Teil_02
(vorgeschlagene Arbeitszeit: 12 Minuten)
Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über das sogenannte Boreout-Syndrom. Welche Sätze passen in die
Lücken? Zwei Sätze passen nicht.
Beispiel:
(0) Das Burnout-Syndrom, die Krankheit der Gestressten, der Überforderten, die Krankheit der
Leistungsgesellschaft und der modernen, hektischen Welt, in der permanente Erreichbarkeit
vorausgesetzt wird.
b Eine davon sei paradoxerweise die Burnout-Strategie, bei der Boreout-Geplagte ihr Problem
gewissermaßen ins Gegenteil umkehren und von früh bis spät im Büro sind, um Überlastung zu
simulieren.
c Diese stellt einen unglaublich wichtigen Faktor bei jeder Art von Arbeit dar.
f Und Unterforderung ist genauso ein starker Stress wie Überforderung, auch wenn sich das viele
gar nicht vorstellen können.
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Weniger prominent ist das Kontrast-Phänomen: das Boreout-Syndrom, das Syndrom der Langeweile und
des Nichtstuns. Jetzt stellen sich bestimmt bei so einigen die Nackenhaare hoch, die Betroffene lauthals
gleich als faul beschimpfen wollen. (...10...)
„Unsere Gesellschaft ist gewissermaßen geteilt: Burnout haben die Erfolgreichen“, sagt der
Psychotherapeut Werner Schatz aus Heidelberg. „Menschen mit Boreout werden weniger beachtet,
obwohl sie fast die gleichen Symptome haben.“ Auch Boreout kann wie Burnout zu
Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder der Unfähigkeit, das Leben zu genießen,
führen. (...11...) Zum Beispiel Magenbeschwerden, Schwindel, Tinnitus oder Kopfschmerzen. Der
Unterschied zum Burnout sei, dass die Erschöpfung durch den Stress der Unterforderung, nicht der
Überforderung verursacht wird. (...12...) Und ist das nicht ein Widerspruch in sich? Absolut nicht, meint
Schatz. Unterstress entstehe durch zu wenige und falsche Aufgaben. „Das müssen Sie sich so vorstellen.
Sie sind zum Beispiel ein unglaublich guter Pianist, dürfen aber jeden Tag nur in einer kleinen Pianobar
im lauten Bahnhof auf einem verstimmten Klavier zwei Stunden im Hintergrund klimpern. Das ist
natürlich nicht befriedigend und hinzu kommt auch noch, dass Ihnen so die Anerkennung fehlt. (...13...)”
Außerdem komme bei vielen Büroarbeiten noch hinzu, dass die Angestellten Beschäftigung vorgaukeln
müssten. So verfielen viele Betroffene in puren Aktionismus, um das Nichtstun zu kaschieren. (...14...)
„Ein Patient von mir hat beispielsweise vor einem Jahr mit einer neuen Arbeit begonnen, auf die er sich
zunächst auch wirklich gefreut hatte, nur dass die Arbeit dann gar nicht darin bestanden hatte, was er
erwartet hatte. Er hatte viel weniger als früher zu tun und auch die Aufgaben, die er zu erledigen hatte,
waren eher einfach. Er war quantitativ und qualitativ unterfordert. Am Anfang war das nicht schlecht, die
freie Zeit bei der Arbeit habe er sogar genossen.”
Die eigentliche Schwierigkeit des Boreout-Syndroms ist zu merken, dass der Stress von der Langeweile
und dem Nichtstun kommt. Denn genau das kann zu anhaltender Müdigkeit und Demotivation führen.
Eine andere Art des Boreout-Syndroms kann auftreten, wenn Arbeiter immer nur Teilaufgaben eines
großen Projekts machen müssen und nie das Ergebnis ihrer Bemühungen sehen. Denn aus
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psychologischer Sicht, so Schatz, sei es langfristig wichtig, auch mal Erfolgserlebnisse zu haben und Dinge
abzuschließen.
Also sind Personen, die an dem sogenannten Boreout-Syndrom leiden, nicht einfach nur stinkend faul
und wollen nun auch noch unser Mitleid? (...15...) „Wer Boreout hat, will ja arbeiten und leidet darunter,
dass er es nicht kann.“ Daher trifft das Syndrom auch eher die Personen, die tendenziell engagiert und
arbeitswillig sind. Das Boreout wird viel weniger oft als das Burnout diagnostiziert, auch weil, so Schatz,
Betroffene sich oft nicht trauen zu sagen, dass sie nichts zu tun haben und sich langweilen. Des Weiteren
ist das Unwohlsein wegen Langeweile auch viel weniger erforscht.
Die Vier-Tage-Woche
In Deutschland klagen immer mehr Berufstätige über zunehmenden Stress. Das Arbeitsleben sei heute hektischer als
früher, man müsse oft mehrere Aufgaben parallel machen, aufgrund der neuen Technologien immer schnell auf alles
reagieren und immer erreichbar sein, teilweise auch nach Dienstschluss oder am Wochenende. Gleichzeitig erleichtern
die neuen Technologien immer mehr die Arbeit. Daher, so argumentieren Befürworter der Vier-Tage-Woche, sei es an
der Zeit die Wochenarbeitszeit zu verkürzen.
- Denkt ihr, dass die Einführung einer Vier-Tage-Woche realistisch ist oder nicht? Begründet eure Meinung.
Die Vier-Tage-Woche
Immer mehr Arbeitnehmer*innen fordern eine bessere Work-Life-Balance. Viele meinen, dass es nun an der
Zeit ist, eine Vier-Tage-Woche einzuführen. Einige Unternehmen haben das auch schon ausprobiert und
kamen zu einem positiven Ergebnis: Die Arbeitnehmer*innen waren weniger oft krank und waren
motivierter.
Dennoch sind viele Unternehmer*innen skeptisch, was die Vier-Tage-Woche betrifft. Sie haben jetzt schon
ein Problem, genügend Arbeitskräfte zu bekommen. Grund: der demographische Wandel, den auch
Zuwanderung nicht komplett ausgleichen kann. „Uns fehlen insgesamt jetzt schon überall, in allen Branchen,
Arbeitsplätze“, sagt Sabrina Koenig, Wirtschaftswissenschaftlerin, „wenn jetzt alle weniger arbeiten wollen,
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fehlen uns natürlich noch mehr Arbeitskräfte. So kann der Wohlstand in Deutschland nicht gehalten
werden.“
Eine der wichtigsten offenen Fragen bei der Vier-Tage-Woche ist die Frage nach dem Lohn. Hier streiten sich
die Generationen: Vor allem jüngere Arbeitnehmer*innen fordern eine 32-Stunden-Woche bei vollem
Lohnausgleich, das heißt, sie wollen 8 Stunden weniger pro Woche arbeiten, aber genauso viel verdienen,
wie sie zur Zeit bei einer 40-Stunden-Woche verdienen beziehungsweise verdienen würden. Unrealistisch,
verwöhnt, arrogant, sind Wörter, die man in Bezug auf diese Forderungen von älteren Generationen immer
wieder hört. „Das geht natürlich nicht“, sagt Koenig, „die Unternehmen müssen sich ihre Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen ja leisten können. Wenn die jetzt plötzlich mehr verdienen und eine Vier-Tage-Woche bei
vollem Lohnausgleich ist ja nichts Anderes als eine Gehaltserhöhung, dann werden automatisch die Produkte
teurer. Und das wird dann in allen Branchen so sein. Und damit hat der Arbeitnehmer nichts gewonnen.“
„Nicht mehr zeitgemäß“, bezeichnen hingegen einige junge Arbeitnehmer*innen die 40-Stunden-Woche. Die
Ansichten der Generation Z prallen hier als komplette Gegensätze auf die ihrer Eltern-Generation, den
Babyboomern. Vertreter*innen der Generation Z sind vor allem der Meinung, dass sie Forderungen stellen
könnten, da sie wenige sind und der Arbeitsmarkt sie unbedingt braucht. Und was sagen die Generationen in
der Mitte? Generation X und die Millennials? Die meisten der Millennials, die oft über Jahre hinweg
schlechte Arbeitsverträge hatten und haben, mit 40 Jahren immer noch in WGs oder kleinen Wohnungen
leben, da sie sich keine eigene Wohnung leisten können, sehen es eher nüchtern: „Die Forderungen der
Generation Z sind schön, wer würde die nicht wollen, aber sie werden leider merken, sobald sie eine eigene
Miete zahlen müssen, dass die Welt ganz anders aussieht, als sie es sich wünschen.“
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WOHNEN
- Ist es heutzutage besser, eine Wohnung / ein Haus zu kaufen oder zu mieten? Was sind die Vor- und
Nachteile?
- Wie würdest du am liebsten wohnen (Lage, Eigentum oder zur Miete, alleine, mit Familie, mit Freunden,
WG, etc.)
- Im Laufe des Lebens ändern sich die Bedürfnisse: Was denkst du, wie lebt man gut als junger Mensch, als
Mensch mittleren Alters und als alter Mensch?
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Tatsache ist, dass immer mehr Menschen in den Großstädten leben wollen, denn dort befinden sich die
Arbeitsplätze. Aber auch abgesehen davon scheinen die großen Städte aufgrund ihres vielfältigen Kultur- und
Unterhaltungsprogramms für viele Menschen attraktiv zu sein. Die Coronakrise, die viele Arbeitnehmer auch
langfristig ins Home-Office verbannt hat, könnte diese Lage ein wenig entschärfen. Das mobile Arbeiten
ermöglicht es, sich den Ort, von dem man arbeiten möchte, freier zu wählen. Doch Tatsache bleibt, dass die
Wohnungsnot in den Großstädten ein Problem ist, welches von der Politik nicht länger ignoriert werden
kann.
Städteforscherin Christine Fehlbeiner sagt, dass der Wohnraum auch deswegen nicht genüge, weil die
Menschen immer größere Flächen zum Wohnen benötigen. Standen beispielsweise jedem Menschen in
Stuttgart im Jahr 1900 durchschnittlich 10 Quadratmeter zur Verfügung, waren es in den 1950er-Jahren 15.
Heute sind es dreimal so viel. Das hat einmal damit zu tun, dass wir alle uns daran gewöhnt haben, mehr
Platz zur Verfügung zu haben und dass auch immer mehr Personen aller Altersgruppen allein oder nur zu
zweit wohnen. Des Weiteren kaufen sich Leute Zweitwohnungen in großen Städten, die sie weder vermieten
noch bewohnen, sondern vielleicht nur ein oder zwei Wochen im Jahr als Ferienwohnung nutzen. Auch die
Wohnungen, die als Ferienwohnungen oder Airbnb-Wohnungen an Touristen vermietet werden, so
Fehlbeiner, gehen dem Wohnungsmarkt verloren.
Der Städteplaner Tim Meier sagt: „Wir suchen in meinem Team nach Lösungen für das Problem, fragen uns,
wie wir Wohnkonzepte entwickeln können, die weniger Land brauchen. Grünflächen zu bebauen ist meiner
Ansicht nach nicht das richtige Konzept. Grün in Großstädten ist wichtig. Wir sollten da jetzt nicht aus lauter
Panik heute alles zubauen und in zwanzig Jahren feststellen müssen, dass unsere Großstädte unattraktiv,
was das Wohnen und Leben betrifft, geworden sind. Sinnvoller ist es vorhandene Wohnflächen
aufzustocken.“ Das bedeutet nichts Anderes als den Bau von Hochhäusern. Doch haben diese leider kein
gutes Image, gelten oft als soziale Brennpunkte. Fehlbeiner ist jedoch überzeugt, dass letzteres nichts mit
den Hochhäusern an sich zu tun habe. „Das Problem ist immer die einseitige Belegung. Wenn man die
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Wohnungen an verschiedene Altersgruppen und verschiedene soziale Gruppen gibt, könnte ihr Ruf laut
besser werden. Generell sehe ich in der Mischung zwischen sozialem Wohnungsbau und anderen
Wohnungen die Lösung. Und das gilt dann eben auch für die Belegung der Hochhäuser.“
1 Die politischen Parteien sind sich uneins, was die Maßnahmen der Wohnungsnot R F
betrifft.
2 Der Hauptgrund, warum so viele Leute in die Städte drängen, ist das Kultur-und R F
Unterhaltungsangebot.
6 Meier möchte nicht, dass Grünflächen dem Wohnungsmarkt zum Opfer fallen. R F
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- Was sollte man eurer Meinung nach ändern, um den Wohnungsnotstand in den Großstädten zu lösen?
- Oft wird in der Politik gesagt: „Wohnen muss bezahlbar bleiben“. Muss deiner Meinung nach jeder das
Recht und die finanzielle Möglichkeit haben, in einer Großstadt zu wohnen, wenn er oder sie will?
Vokabeln „Wohnen”
Finde eine passende Übersetzung in deiner Sprache
der Wohnraum
der Wohnungsmarkt
die Wohnungsnot
die Nachfrage
Mieter/in
Vermieter/in
Eigentümer/in
der Quadratmeter(-)
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die Grünfläche(n)
bauen
der Plattenbau
die Platte
die Plattenbausiedlung(en)
der Stadtrand
der Leerstand
die Anbindung(en)
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Einige Nomen-Verb-Verbindungen
Als Nomen-Verb-Verbindungen bezeichnet man feste Kombinationen aus Substantiven (Nomen) und
Verben, die zusammen eine Bedeutung bilden.
Hier findest du eine kleine Liste der Nomen-Verb-Verbindungen, die sehr häufig vorkommen.
Nomen-Verb-Verbindung Beschreibung
Beispiel:
„Die 63.“
„Ah, ich habe die 64. Dann komme ich nach Ihnen an die Reihe.“
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Ü 260 Nomen-Verb-Verbindungen
Setze die fehlenden Nomen oder Verben ein, ohne auf die Tabelle zu schauen:
1. Wir haben uns in der Grundschule kennen gelernt und schon nach kurzer Zeit Freundschaft
_______________.
2. Viele Dinge, die schon vor Jahren einmal angesagt waren, _______________ später wieder in Mode.
4. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, _______________ ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.
6. Ich glaube, für heute komme ich mit dieser Aufgabe nicht weiter. Es ist auch schon fast 18 Uhr. Ich mache
jetzt _______________. Wir sehen uns morgen.
7. Nach langem Hin-und Herüberlegen hat sie endlich eine Entscheidung _______________.
8. Entschuldigung, darf ich eine Frage _______________? Gibt es noch mehr Nomen-Verb-Verbindungen?
Plattenbau
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- Wohnt ihr in einem Plattenbau oder kennt ihr Leute, die dort wohnen?
- Was denkt ihr über das Wohnen „in der Platte“? Was sind die Vorteile, was die Nachteile?
- Kennt ihr typische Plattenbausiedlungen in Deutschland (Ost oder West)? Wart ihr in einer der typischen
Plattenbauviertel der ehemaligen DDR?
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Lukas P.* hätte sich nie vorstellen können, einmal in einen Plattenbau zu ziehen. Er arbeitet als Designer in
der Leipziger Innenstadt und legt natürlich, wie er sagt, viel Wert auf schönes und stilvolles Wohnen. Aber es
sollte anders kommen.
„Die Preise steigen auch in Leipzig und Platte ist einfach günstiger“, sagt Lukas. „Ich habe mir viele
Wohnungen angeschaut, alles war zu teuer, dann habe ich diese hier gefunden, habe aus dem Fenster
geschaut und dachte mir, was für ein super Ausblick. Man schaut sich sein Haus ja eigentlich nicht von außen
an. Drinnen muss alles stimmen.“ Lukas hat Glück, denn sein Plattenbau liegt relativ zentral. Das ist natürlich
nicht immer so. Die typischen Plattenbausiedlungen liegen am Stadtrand. Und dementsprechend ist ihr
Image: Am Rande der Großstädte türmen sich Viertel auf, in denen ein Hochhaus neben dem Anderen steht,
alles gleich, triste Atmosphäre, abgeschnitten von den schönen Innenstädten, wo das Leben tobt. So ihr Ruf.
Städteplanerin Antje Weidenbaum* erzählt uns, dass es in den ehemals beliebten Plattenbausiedlungen sehr
viel Leerstand gibt. „Es entspricht nicht den Vorstellungen unseres modernen Lebensstils. Die Leute
empfinden die Platten als hässlich, höchstens funktional, viele assoziieren Plattenbau sogar mit dem politisch
unkorrekten Wort ´asozial´.“ Daher wurden nach der Wiedervereinigung auch Teile abgerissen. Peter
Kamphofer* des Verbands der Wohnungsgenossenschaft ist jedoch der festen Überzeugung, dass die Platte
wieder in Mode kommen wird und muss. „Wir haben zur Zeit so große Schwierigkeiten, was den
Wohnungsmarkt in Großstädten betrifft. Wohnen in Plattenbausiedlungen wird für viele Leute in Zukunft das
bezahlbare Wohnen sein.“ Schon im Jahr 2013 lag die Leerstandsquote in Sachsen nur noch bei 7,9 Prozent
und nicht mehr bei 20 Prozent.
Antje Weidenbaum* ist ebenfalls der Meinung, dass das Wohnen in den Plattenbausiedlungen attraktiver
gemacht werden muss. „Wir müssen weg von dem Stigma „uniform und grau“, müssen Grünflächen und
Spielplätze in diesen Vierteln schaffen, die Anbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel zu den Zentren
gegebenenfalls ausbauen.“
Lukas P.* hingegen hat einen weiteren Vorschlag: „Seitdem ich in meiner Platte im Zentrum lebe, direkt in
der Nähe eines angesagten Ausgehviertels habe ich mich immer wieder eine Sache gefragt: Wenn man durch
solche Plattenbausiedlungen geht, die typischerweise in den Vorstädten liegen, fehlt doch dort vor Allem
eins: Leben. Aber warum gibt es dort so wenig Cafés, Restaurants, Geschäfte? Damit würde ich sagen,
könnte man diese Viertel attraktiver machen. Dann würden vielleicht sogar Leute aus anderen Vierteln
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abends vorbeikommen, aber überall auf der Welt sind diese Plattenbausiedlungen, die oftmals am Stadtrand
liegen, einfach nur tot und trist.“
Dabei lohnt es sich vielleicht doch, den Plattenbausiedlungen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Schon lockt, so wie Lukas P. es sich wünscht Berlin-Marzahn, Europas größtes Siedlungsgebiet, sogar
Touristen an und zwar mit den „Gärten der Welt“, einem Themenpark zu Ehren des Gartenbaus, von England
bis nach Korea. Nachdem 2017 die Seilbahn für die Internationale Gartenausstellung errichtet wurde,
gewann der Park noch an Attraktivität.
Und wer vielleicht einmal wirklich in die Atmosphäre der Plattenbauten eintauchen möchte, Geschichten
von Menschen hören will, von denen so selten etwas erzählt wird, den nimmt Katja Oskamp jetzt in ihrem
Roman „Marzahn, mon amour“ mit, denn in Marzahn, das in den Siebziger Jahren für die Zukunft stand, wo
es 6-Geschosser, 11-Geschosser und 21-Geschosser sogar in rot, grün und gelb gibt, riechen, wie die Autorin
schreibt, die Jahreszeiten intensiver. Wenn das kein Potenzial für eine neue Vorstadtromantik hat?
4 Peter Kamphofer sieht in den Plattenbauten eine Lösung für die schwierige Lage des R F
Wohnungsmarktes.
5 Lukas P. Ist der Meinung, dass vor allem der Mangel an Gastronomie den R F
Plattenbausiedlungen ihre triste Atmosphäre gibt.
6 Die „Gärten der Welt“ in Berlin-Marzahn sind schon seit Jahren eine bekannte R F
Touristenattraktion.
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Wohnen im Alter
Wohnen im Alter ist sicher ein Thema über das junge und Menschen mittleren Alters nicht oder kaum
nachdenken, aber auch ältere Menschen neigen in großer Mehrzahl dazu, die Frage, wie sie im Alter wohnen
wollen zu verdrängen. Zu traurig scheint es den meisten, ihre Wohnung oder ihr Haus, in dem sie ein Leben
lang gewohnt haben, aufgeben zu müssen. Viele empfinden Altersheime als triste Ansammlungen von Alten
und Kinder haben oft das Gefühl, dass sie ihre Eltern dorthin abschieben würden. Auf der anderen Seite ist
es in der heutigen Zeit schwierig, oftmals unmöglich, die eigenen Eltern zu Hause zu pflegen. Es fehlt der
Platz und aufgrund von Berufstätigkeit auch die Zeit.
In der letzten Zeit wurden daher immer mehr Alternativen geschaffen, wie man Wohnen im Altern gestalten
kann. Da ist natürlich das klassische Altersheim, das betreute Wohnen, das Mehrgenerationenwohnhaus
oder die Senioren-WG.
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B 219_Übung_Prüfung_Hören_Teil_03_“Betreutes
Wohnen“
[Link]
Sie hören im Radio ein Gespräch mit mehreren Personen. Die Personen sprechen über das Thema „Betreutes
Wohnen“. Sie hören den Text einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe: Wer sagt das? Lesen Sie jetzt die
Aufgaben 17 bis 22. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
Die Moderatorin Frau Erika Bassberg (a) spricht mit Frau Juliane Hein (b), einer Expertin für Altenpflege, und
Herrn Ludwig Liebknecht (c), der mit anderen älteren Menschen in einem Heim zusammen wohnt über die
Wohnform „Betreutes Wohnen”.
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18 Das Gefühl von Sicherheit wird durch die Anwesenheit von Ärzten vermittelt. a b c
19 Dank der Gemeinschaft mit anderen haben viele Bewohner wieder Energie und a b c
Lebensfreude.
20 Die Bewohner gehen gerne in der Natur spazieren oder sehen Filme. a b c
Die Moderatorin Frau Erika Bassberg spricht mit Frau Juliane Hein, einer Expertin für Altenpflege, und
Herrn Ludwig Liebknecht, der mit anderen älteren Menschen in einem Heim zusammen wohnt, über die
Wohnform „Betreutes Wohnen”.
Erika: Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Auch heute Vormittag möchten wir Ihnen
wieder ein Thema aus unserer Projektwoche „Die alternde Gesellschaft” vorstellen. Es geht um die
Möglichkeiten des Wohnens für ältere Menschen, genauer gesagt um Betreutes Wohnen, da es ja seit
wenigen Monaten auch hier in der Stadt ein solches Heim gibt. Meine Gäste sind Herr Ludwig Lieb-
knecht, einer von 23 Bewohnern des neuen Heims, und Frau Juliane Hein, die als Expertin das Projekt in
unserer Stadt betreut.
Juliane: Bei unseren Projekten handelt es sich nicht um traditionelle Altersheime, wo die Bewohner
24 Stunden am Tag betreut werden. Jeder hat seine autonome Wohnung, aber es gibt direkt auf dem
Gelände verschiedene Leistungen, die Sicherheit geben und das Leben der Menschen erleichtern, also
Ärzte, eine Mensa und so weiter.
Erika: Und nutzen viele ältere Menschen diese Möglichkeit? Der Vorteil scheint ja, wie Sie eben
schon angedeutet haben, dass man relativ große Flexibilität mit Sicherheit kombinieren kann. Aber
auch herkömmliche Altersheime haben oft mehr Interessenten als sie aufnehmen können.
Juliane: Es gibt eine starke Nachfrage für Projekte wie das, das wir jetzt gestartet haben, und sie
steigt im Moment immer weiter. Tatsächlich gab es für das Projekt hier in der Stadt mehr Interessenten
als freie Plätze. Herr Liebknecht ist einer der Glücklichen, die einen Platz bekommen haben.
Ludwig: Richtig, ich bin sehr glücklich und froh, dass ich hier im Haus eine Wohnung bekommen
habe. Es gibt mir große Sicherheit!
Erika: Und das liegt sicherlich daran, dass Sie Personen in Ihrer Nähe haben, die Ihnen helfen
können, also Ärzte und so weiter.
Ludwig: Ja das auch, aber vor allem habe ich immer freundliche Menschen um mich, die in gewis-
ser Weise alle die gleichen Erfahrungen teilen. Jeder von uns ist alleinstehend und ganz alleine möch-
ten meine Mitbewohner und ich nicht sein. Die Gemeinschaft ist für mich auch ein Stück weit Tages-
struktur. Früher habe ich viel gelesen, aber jetzt sind mir Menschen weit wichtiger als Bücher.
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Juliane: Das ist die Erfahrung von vielen unserer Bewohner. Die Gemeinschaft stärkt und gibt Le-
bensfreude zurück.
Ludwig: Vor ein paar Jahren ist meine geliebte Ehefrau gestorben. Hier im Haus wurde mir immer
freundlich geholfen. In der ersten Zeit habe ich mich sehr einsam in der Wohnung gefühlt. Ich brauchte
Hilfe dabei, mich zu öffnen. Wir sind dann zusammen in die Natur gegangen oder – was mich auch sehr
interessiert hat – wir haben uns zusammen Bilder und Naturfilme angesehen. Mit meinen neuen Nach-
barn und Freunden habe ich immer Abwechslung. Wenn ich Probleme habe, finde ich immer ein offe-
nes Ohr, zum Beispiel bei den anderen lieben Mitarbeitern. Das sind Menschen, die mich kennen, die
mich verstehen.
Erika: Sie haben über gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge gesprochen. Frau Hein, auf der
Homepage habe ich gelesen, dass es Ihnen wichtig ist, die körperliche und die geistige Aktivierung der
Bewohner zu fördern, mit Spiel, Musik und Gemeinschaft.
Juliane: Ja, wir machen sehr viel in dieser Hinsicht. Außer dem, was Sie schon gesagt haben, haben
wir einen großen Garten, um den sich die Bewohner kümmern können. Manchmal basteln wir auch zu-
sammen, wir schreiben Gedichte oder kochen gemeinsam. Auch Menschen, die unter Einsamkeit, Iso-
lation und Ängsten leiden, werden bei uns liebevoll betreut.
Erika: Das klingt alles sehr positiv. Aber gibt es eventuell auch Nachteile, die beim Betreuten
Wohnen zu nennen sind? Ich habe die Kritik gehört, dass es einen monatlichen Grundpreis gibt für Leis-
tungen wie Essen oder ärztliche Versorgung und dass diesen Preis alle bezahlen müssen, auch wenn
sie vielleicht gar nicht alle Leistungen nutzen.
Juliane: Ja, das ist leider eine weit verbreitete Meinung, aber so ist das nicht ganz richtig. Wenn ein
Service generell angeboten wird – beispielsweise ein Nachtdienst – dann muss der bezahlt werden,
auch wenn ich ihn persönlich über Jahre nicht in Anspruch nehme. Speziellere Angebote wie Essen be-
zahlt ein Bewohner nur, wenn er tatsächlich davon profitiert.
Daher würde ich sagen, es geht weniger um Nachteile, eher um Irrtümer, falsche Erwartun-
gen: Manche Menschen glauben zum Beispiel, sie ziehen in ein Hotel mit Rundum-Service ohne Mehr-
kosten. Sie werden natürlich enttäuscht. Andere glauben, dass sie beim Betreuten Wohnen automa-
tisch in ein enges soziales Umfeld kommen. Das kann, muss aber nicht so sein. Es kann gut sein, dass
man auf die anderen Menschen aktiv zugehen muss, um Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu
schließen.
Erika: Ich verstehe... Sie sagen also, dass es eher deshalb Kritik gibt, weil Bewohner oder zukünf-
tige Bewohner falsche Vorstellungen haben.
Juliane: Genau. Wichtig ist – wie es ja mit allen Entscheidungen der Fall ist - sich vor der Entschei-
dung für Betreutes Wohnen gut zu informieren. Es gibt in unserem Projekt viele individuelle Betreuungs-
angebote zusätzlich zum Basisangebot. Da muss man überlegen: Was brauche ich, was brauche ich
nicht. Selbstverständlich beraten wir unsere Bewohner und ihre Familien bei diesen Fragen.
Erika: Um eine Idee von den Kosten zu bekommen... Herr Liebknecht, darf ich Sie fragen, wie viel
Sie pro Monat bezahlen?
Ludwig: Also die Miete, das sind circa 400 Euro Grundpreis im Monat. In meinem Fall kommen dann
noch 120 für die Putzfrau dazu. Alles andere mache ich selbst, kochen und so weiter, deshalb bezahle
ich im Vergleich zu vielen anderen relativ wenig. Wenn man nicht mehr alles selbständig machen kann,
ist das Wohnen natürlich teurer, die anderen Serviceleistungen kosten ja auch was.
Erika: Herr Liebknecht, Frau Hein, vielen Dank für das informative Gespräch! Und Sie, liebe Zuhö-
rer, können alles zur heutigen Diskussion wie immer auf unserer Homepage nachlesen.
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Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_02
(vorgeschlagene Arbeitszeit: 25 Minuten)
Sie suchen eine Wohnung in Berlin. Aufgrund der schwierigen Lage auf dem Immobilienmarkt schreiben Sie
eine Mail an eine Immobilienagentur, die Ihnen bei der Suche helfen soll.
Schreiben Sie, was für eine Wohnung Sie suchen. Schreiben Sie, warum Sie in Berlin eine Wohnung
suchen.
Schreiben Sie, wie viel Geld Sie ausgeben wollen Schreiben Sie, ob Sie eine Immobilie mieten oder
und wie Ihre berufliche Situation ist, bzw. Wie Sie erwerben möchten.
finanzielle Sicherheit garantieren können.
Bei der Bewertung wird darauf geachtet, wie genau die Inhaltspunkte bearbeitet sind, wie korrekt der Text
ist und wie gut die Sätze und Abschnitte sprachlich miteinander verknüpft sind.
Vergessen Sie nicht Anrede und Gruß. Schreiben Sie mindestens 100 Wörter.
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MASSENTOURISMUS
In den letzten Jahren können es sich immer mehr Menschen auf der Welt leisten, zu verreisen. Und Reisen scheint
eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen zu sein. Die Tourismusindustrie boomt überall, ob in den Städten, am Meer,
in den Bergen, Sportreisen, Kreuzfahrten, etc. Was sind die Vor- und die Nachteile dieser immer stärker boomenden
Branche?
- Reist du persönlich gerne / viel? Was ist für dich beim Reisen wichtig?
- Hat sich in den letzten 20 Jahren der Tourismus deiner Meinung nach geändert? Wenn ja, wie?
- Was sind die Vorteile von Tourismus? Was können die Nachteile sein?
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Türkisblau und kristallklar glitzert der See, Fischerboote schaukeln an der Oberfläche, die Bergkette spiegelt
sich im Wasser. Ein atemberaubender Anblick ist der Pragser Wildsee (Italienisch: Lago di Braies), eine Oase
inmitten der Südtiroler Alpen. Obwohl zwischen Bergen versteckt, ist der See kein Geheimtipp mehr. Schuld
daran ist die Foto-Plattform Instagram. Dort finden sich unter #lagodibraies um die 150.000 Fotos der Szene-
rie. Und jeden Tag werden es mehr. "Da muss ich auch hin", lauten die Kommentare unter vielen Fotos. Orte
wie der Pragser Wildsee werden zu kleinen Berühmtheiten, manche sogar zu regelrechten Instagram-Wall-
fahrtsorten. Plötzlich in den sozialen Medien bekannt geworden, können die Destinationen oftmals dem An-
sturm nicht mehr standhalten. So passierte es auch mit dem Verzascatal in der Schweiz. Nachdem ein italie-
nischer Blogger vor einigen Jahren einen Post über das Verzascatal veröffentlichte, erlebte das Dorf eine
kaum zu bewältigende Besucherwelle. Lokale Medien berichteten von kilometerlangen Staus, wild parken-
den Fahrzeugen und Müllbergen. Anwohner waren genervt.
Ähnlich erging es dem 18.000 Einwohner kleinen Städtchen Freudenberg, östlich von Köln. Wenn die Giebel
der 80 Fachwerkhäuser im Winter mit Schnee bedeckt sind, wird das Dorf zu einer wahren Winterschönheit.
Fotos auf Instagram haben den noch vor kurzem verschlafenen Ort zu einem Hotspot gemacht. Etwa 11.000
Posts findet man unter dem Hashtag #Freudenberg. Die Stadt hat auf die Zunahme an Touristen rea-
giert: Flyer und Stadtpläne gibt es nun in mehreren Sprachen, auch in Japanisch. Außerdem will man den
Park sanieren und ein Café oder einen Kiosk neben der Aussichtsplattform bauen. Die Läden verkaufen
jetzt Souvenirs wie Taschen oder Schlüsselanhänger, auf denen die schwarz-weißen Fachwerkhäuser zu se-
hen sind.
Wie schnell ein völlig unbekannter Ort plötzlich von Touristen überlaufen werden kann, haben auch die An-
wohner der Rue Cremieux in Paris erfahren. Die Straße, die im 12. Arrondissement der Stadt liegt, ist gerade
mal 100 Meter lang, wurde Anfang der Neunziger Jahre in eine Fußgängerzone umgewandelt und Haus-
wände und Türen wurden bunt angemalt. Seit ein paar Jahren bevölkern auch hier Instagram-Besessene Tag
für Tag stundenlang diese kleine Straße, liegen für ihre Bilder oft minutenlang auf der Straße, besetzen und
versperren Hauseingänge. Zudem tauchen immer mehr Menschen auf, die dort ihre Junggesellen- bzw. Jung-
gesellinnenabschiede feiern und Künstler drehen dort stundenlang ihre Musikvideos.
Instagram ist natürlich ein Tourismusmotor. Blogger oder Influencer, auf Deutsch etwa "Meinungsmacher",
haben über soziale Medien eine enorme Reichweite. Was sie veröffentlichen, machen andere nach. Eine bes-
sere Werbung für den Tourismus gibt es eigentlich, zumal sich junge Leute heute bei ihrer Reiseplanung viel
eher von sozialen Medien als von Reiseführern beeinflussen lassen. "Die Folgen können allerdings auch ne-
gativ sein“, sagt Julia Minischa*, die sich für nachhaltigen Tourismus stark macht, „Die Orte haben wenig
Kontrolle darüber, welche Inhalte in den sozialen Medien landen. Reisende sollten sich bewusst machen, wie
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sich ihr Verhalten in den sozialen Medien auf die Zielgebiete und Menschen vor Ort auswirken kann, und
verantwortungsvoll damit umgehen."
Das Ferienhaus-Portal „Holidu“ kürte diesen Sommer die beliebtesten Instagram-Strände. Auf Platz eins in
Italien: die Scala dei Turchi auf Sizilien. "Wir bemerken dieses Phänomen", bestätigt ein Sprecher des Touris-
musverbands von Realmonte, der Gemeinde des Strandes. Unglücklich scheint er darüber nicht: "Instagram,
Facebook und andere soziale Medien haben den Ort bekannter gemacht und den Tourismus weiter wachsen
lassen."
Was hinter der Smartphone-Linse passiert, zeigen die Fotos der Instagram-Idyllen allerdings nicht. Schadet es
am Ende der Schönheit eines Ortes, wenn er für Fotos ausgeschlachtet wird?
"Instagram ruiniert diese Orte komplett", sagt eine bekannte italienische Reisebloggerin, die zwar auch Insta-
gram nutzt, aber kritisch mit dem Netzwerk umgeht.. "Es hat sich ein neuer, junger Massentourismus entwi-
ckelt. Junge Leute reisen, um Fotos für die sozialen Medien zu machen. Nur um zu zeigen: Ich war hier. Des
weiteren gibt es Influencer, die mit einem Stundenplan verreisen. Darauf vermerkt: an welchem Instagram-
Spot man wann ein Foto schießen wird.” So gibt es zum Beispiel auf Bali einen Tempel, der vor einigen Jah-
ren komplett unbekannt war. Heute stehen die Touristen schon um 4.00 Uhr morgens an, um ein Foto im
Sonnenaufgang zu schießen.
Für solche Orte, die sich besonders gut für Fotos eignen, gibt es mittlerweile sogar ein Fachwort: Instagrama-
bility. Eine britische Studie des Ferienhaus-Versicherers „Schofields Insurance“ ergab 2017, dass 40 Prozent
der 18- bis 33-Jährigen ihre Reiseziele nach deren "Instagramability" aussuchen. Auch die Trolltunga in Nor-
wegen ist so ein Ort - über 110.000 Beiträge unter #trolltunga. Zwischen 2009 und 2014 stieg die Besucher-
zahl laut "National Geographic" von 500 auf 40.000. Die Felszunge, die sich über dem Ringedalsvatnet-See
erstreckt, ist berühmt für ein Motiv: Eine Person sitzt ganz vorn auf der Zunge, daneben der See, die Berge,
keine Menschenseele. Der Inbegriff von Idylle. Außer, der Mensch an der Spitze würde die Selfie-Kamera ak-
tivieren: Dann wären ziemlich viele Menschen im Hintergrund zu sehen, die Schlange stehen für dieses eine
Foto, das es schon so oft auf Instagram gab.
2 Ein Instagram-Wallfahrtsort ist ein Ort, der nur durch Fotos auf Instagram bekannt R F
geworden ist.
3 Freudenberg ist vor allem wegen seiner schönen Fotos im Winter auf Instagram R F
bekannt geworden.
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4 Die Stadt Freudenberg stellt sich auf die Zunahme von Touristen mit verschiedenen R F
Serviceleistungen ein.
6 Soziale Medien sind heutzutage bei jungen Leute die beste Werbung für einen Ort. R F
7 Dass der Tourismus mit Hilfe der sozialen Medien boomt, wird generell nur als positiv R F
betrachtet.
8 Es gibt Influencer, die ihre Reise genau planen und Ort und Uhrzeit für ihre Fotos R F
festlegen.
9 Instagramability bedeutet, dass die Orte, an denen die Fotos gemacht werden, R F
besonders idyllisch sind.
- Spielen Instagram oder andere soziale Netzwerke bei eurer Reiseplanung eine große Rolle oder nicht?
- Denkt ihr, dass es stimmt (so wie es im Text beschrieben wird), dass Instagram ein großer Tourismusmotor
sein kann oder haltet ihr diesen Einfluss für übertrieben dargestellt?
- Fluch oder Segen: Wenn ein entlegener Ort auf der Welt plötzlich berühmt wird, ist das dann gut oder
schlecht?
die Tourismusindustrie
boomen
entlegen
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verlassen
verschlafen
der Geheimtipp(s)
der Andrang
atemberaubend
Anwohner/in(-)
die Reichweite
die Idylle
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Übung_Prüfung_Sprechen_Teil_02
(Dauer: circa 5 Minuten für beide Teilnehmer zusammen)
Sie sind Teilnehmer eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage.
Sollten Tagestouristen in sehr touristischen Orten einen Eintritt bezahlen und somit die Zahl der Touristen
begrenzt werden?
Städte zu überlaufen
künstliche Regulierung für dazu, dass Städte noch mehr wie Disneyland werden
Sie sind Teilnehmer eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage.
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Sie sind Teilnehmer eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage.
Sollte man eher in der Nähe (in der eigenen Region / Land) Urlaub machen anstatt in ferne Länder zu
reisen?
umweltfreundlicher
Sie sind Teilnehmer eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage.
nicht so zeitsparend
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B 220_Übung_Prüfung_Hören_Teil_04
[Link]
Die Rednerin spricht über das Thema „Massentourismus“. Sie hören den Text zweimal. Wählen Sie bei jeder
Aufgabe die richtige Lösung. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 23 bis 30. Dazu haben Sie 90 Sekunden Zeit.
23 Reisen...
25 Die Einheimischen...
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c ... vergessen, dass auch sie immer mal wieder Touristen sind.
26 Reisen...
b ... sind in Asien in den letzten Jahren beliebter und häufiger geworden.
29 Nachhaltiger Tourismus...
b ... ist wichtig, da der Tourismus sich sonst irgendwann selbst zerstört.
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Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, zu meinem Vortrag „Reisen wir zu gern?“. Ich bin Me-
lanie Meier von der Universität Hannover.
Reisen ist wohl die beliebteste Beschäftigung der meisten Menschen. Darauf sparen und freuen wir uns
das ganze Jahr und sind überglücklich, wenn sie dann endlich gekommen ist, die schönste Zeit im Jahr:
die Urlaubszeit. Auch die Zahlen und Statistiken bestätigen, dass Reisen weltweit immer weiter anstei-
gen: so sollen im letzten Jahr circa 1,3 Milliarden Touristen unterwegs gewesen sein. Das ist viel, zu viel,
sagen einige.
Dass der Tourismus in den letzten Jahren zu einem Massenphänomen geworden ist, lässt sich nicht
mehr leugnen. Sowohl die Einheimischen der jeweiligen touristischen Orte als auch die Touristen
selbst können die Auswirkungen dieses Phänomens bemerken: überfüllte Städte, Schlangen vor den
Museen, Wucherpreise in Restaurants und Cafés der Stadtzentren, Müllprobleme, steigende Miet-
preise, und, und, und... Vielerorts schimpfen die Leute schon auf die Touristen und vergessen dabei,
dass sie selber höchstwahrscheinlich einmal im Jahr zu der großen Gruppe wachsender Touristen ge-
hören. Dann gehören sie auch zu den Leuten, die Sehenswürdigkeiten übervölkern oder lieber ein Zim-
mer im Airbnb buchen, da es billiger ist als in einem Hotel.
Was sind also die Ursachen des Massentourismus? Einerseits hat in den letzten Jahren vor allem der
asiatische Kontinent begonnen, zu reisen, andererseits reisen die Leute aus der westlichen Welt immer
mehr, da Reisen generell billiger und damit für jeden zugänglich gemacht wurde. Beides kann und sollte
man nicht rückgängig machen wollen, da man dann folglich fordern würde, dass das Privileg des Rei-
sens nur bestimmte Personengruppen haben sollten. Zu bedenken ist, dass der gesetzlich geregelte
bezahlte Urlaub eine relativ neue Erfindung ist, die mit drei bis vier Tagen pro Jahr auf die Anfänge des
20. Jahrhunderts zurückgeht und dessen Mindestdauer von 24 Arbeitstagen erst 1963 in der Bundesre-
publik festgelegt wurde.
Fakt ist auch, dass die Städte und Länder natürlich ein großes wirtschaftliches Interesse an dem Mas-
sentourismus haben. Je mehr Touristen, desto mehr Geld, scheint das Motto zu sein. So kann aller-
dings keine nachhaltige Tourismuspolitik gemacht werden. Es ist zu kurzsichtig. Massen von Touristen
zerstören nicht nur ungewollt Natur und Orte, die sie besuchen, auf lange Sicht werden sie auch nicht
mehr das finden, was sie eigentlich interessiert: neue Kulturen, typische Restaurants, die Art und
Weise, wie die Einheimischen leben. Wenn der Tourismus zum Disneyland wird, wird er sich irgend-
wann den Ast absägen, auf dem er sitzt.
Deswegen, meine Damen und Herren, möchte ich Sie zu unserer Diskussionsrunde am nächsten Frei-
tag zu diesem Thema herzlich einladen. Für heute bedanke ich mich erst mal bei Ihnen für Ihre Auf-
merksamkeit.
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• Welche Probleme könnten sich ergeben, wenn man versucht, Karriere und Familie zu vereinbaren?
(Eigene Erfahrungen?)
• Sind diese Probleme, Ihrer Meinung nach, individuelle Probleme oder gesellschaftliche? Sollte die
Gesellschaft die Familien unterstützen? Wenn ja, wie?
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Wer Kinder hat und Karriere machen möchte, zahlt einen hohen Preis – besonders als Frau. Es ist
beschönigend, von einer Vereinbarkeit zu sprechen. Denn die gibt es nicht.
Familie, Beruf, Freunde – man muss nur diszipliniert und organisiert genug sein, dann ist doch heute alles
möglich, dann ist alles zu vereinbaren. „Vereinbarkeit“: Allein das Wort ist eine Beschönigung. Denn es gibt
nur ein Nebeneinander zweier völlig unterschiedlicher Lebensbereiche, die sich, wenn man sie gleichzeitig
ausübt, einfach addieren. Weil sie genau dieselben Anforderungen an uns stellen; in der Familie und im
Beruf sollen wir allzeit verfügbar, flexibel und immer auf die Sache konzentriert sein. Solange der Tag nur 24
Stunden hat und man zwischendurch auch noch schlafen und essen möchte, kann das nicht gut gehen. Und
so hat es letztlich nur mit den individuellen Lebensumständen, dem Umfeld und der Leidensfähigkeit jeder
und jedes Einzelnen zu tun, wann genau das Fass überläuft.
Der Alltag moderner Familien ist oft genug ein Kraftakt. Es wird gefeilscht und gestritten, verteilt und
verhandelt wie sonst nur auf dem Basar: Wer macht was, wie, wann? Beim Frühstück erfahren dann die
Kinder, wie die Woche läuft. Auch wir haben lange geglaubt: Das muss so sein. Wer will, der kann auch. Alles
eine Frage der Organisation. Unvorhergesehenes durfte dabei allerdings nicht passieren. Plötzlich
auftretendes Fieber, nächtliche Magen-Darm-Infekte oder gar ein gebrochener Arm führten bei uns direkt in
die Katastrophe. Da wurde hektisch telefoniert und oft genug nachts an der Badezimmertür gestritten, wer
morgen die wichtigeren Termine hat.
Was wir uns dabei nur selten gefragt haben: Wie geht es eigentlich unseren Kindern dabei? Sind sie damit
einverstanden, immer funktionieren zu müssen? Fühlen sie sich wohl damit, während der Grippe die
Babysitterin bei sich zu haben, weil Mama und Papa wieder einmal Wichtigeres zu tun haben? Über ihre
Bedürfnisse wird bei der ganzen Vereinbarkeitsdebatte selten gesprochen. Als wäre es selbstverständlich,
dass Kinder genau wie Erwachsene zu funktionieren haben. Wir geben ihnen häufig einen Takt vor, der
eigentlich unserer ist, und vergessen dabei, was sie wirklich brauchen: Zeit, Muße und eine sichere Bindung,
um das Leben in seiner ganzen Vielfalt kennen und begreifen zu lernen.
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Das hier ist kein Plädoyer für die Vollzeitmutter oder den Vollzeitvater. Es gibt einen Haufen Studien, die
belegen, dass glückliche Kinder auch bei Eltern aufwachsen, die beide arbeiten. Es ist aber ein Plädoyer
dafür, die Bedürfnisse von Familien nach Nähe und Zeit füreinander ernst zu nehmen. Denn eine perfekte
Organisation ist eine notwendige, aber bestimmt keine hinreichende Bedingung für die vermeintliche
Vereinbarkeit. Sie bedeutet lediglich, dass man viel arbeiten kann und die Kinder versorgt sind. Anteil zu
nehmen an ihrer Entwicklung, für sie da zu sein, wenn sie einen brauchen, ermöglicht perfekte Organisation
noch lange nicht.
Da hilft es auch nicht, wenn immer wieder kluge, erfolgreiche, glückliche und reiche Firmengründerinnen,
Bundesministerinnen und Vorstandschefinnen Bücher über ihren Willen zum Erfolg schreiben. Oder sich mit
so aufmunternden Sätzen zitieren lassen wie: In meiner Position kann ich Kinder und Karriere so gut
vereinen, weil „ich einen Mann habe, der mit anpackt, ein Umfeld, das mir Hilfe bietet und ein modernes
Unternehmen.“ Das sind Bedingungen, von denen die meisten berufstätigen Mütter (und Väter) nur
träumen können. Geben wir doch endlich zu, dass in den meisten Fällen entweder der Beruf oder die Familie
leidet, wenn wir versuchen, beides gleichzeitig zu leben.
Hören wir endlich auf, die „Vereinbarkeit“ als ein rein individuelles Problem zu sehen, an dem jeder und jede
aus persönlicher Unzulänglichkeit verzweifelt. Schauen wir uns genau an, unter welchen Umständen
Familien in Deutschland diesen Spagat leben müssen – und ändern wir diese, bevor wir Eltern weiter
auffordern, sich selbst und ihre Kinder immer weiter zu optimieren. Erkennen wir an, dass Familienarbeit
eine ernstzunehmende, aufwändige und gesellschaftlich existentielle Arbeit ist – und hören wir auf,
diejenigen zu bestrafen, die sich dafür entscheiden – oft genug ja nur für eine begrenzte Zeit. Hören wir auf
damit, nur Erwerbsarbeit einen Wert beizumessen, weil diese Haltung alle anderen Arbeiten gnadenlos
entwertet. Machen wir die Gesellschaft fit für die On-off-Biografie! Einen Lebenslauf also, in dem Phasen der
Erwerbsarbeit immer wieder mit Phasen der Familienarbeit abwechseln können, von der Gesellschaft
getragen und den Unternehmen gefördert. Denn nur so können wir dem Fachkräftemangel begegnen und
gleichzeitig Menschen Mut zur Familie machen. Viel zu viele hat dieser Mut längst verlassen.
Wer Familie und Beruf gleichzeitig leben will, zahlt einen Preis – und dieser Preis ist hoch, schreiben die
Autorinnen Susanne Garsoffky und Britta Sembach in ihrem Buch und zeigen, wie mögliche Lösungen für
unsere Gesellschaft aussehen könnten. Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch.
Susanne Garsoffky, Britta Sembach: Die Alles ist möglich-Lüge, Pantheon-Verlag, 2014
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2 Es sollte so sein, dass wir im Beruf und in der Familie immer zu Verfügung stehen. R F
7 Mütter sollten sich lieber um ihre Kinder kümmern als Karriere zu machen. R F
8 Einer der beiden Elternteile sollte zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern. R F
9 Viele Beispiele zeigen, dass Familie und Karriere gut vereinbar sind. R F
10 Die (Un)vereinbarkeit ist ein gesellschaftliches Problem, welches nicht individuell, sondern R F
nur auf gesellschaftlicher Ebene gelöst werden kann.
11 Familienarbeit sollte der gleiche Wert gegeben werden wie der Arbeit in einem Beruf, der R F
so genannten Erwerbsarbeit.
Schreibe einen Leserbrief zu dem Artikel „Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind”. Gehe in
deinem Leserbrief vor allem auf folgende Punkte ein:
- In welchen Punkten stimmst du mit diesem Artikel überein, in welchen nicht? (Begründe deine Antworten)
- Was denkst du über den Punkt, dass nicht alle ein soziales Umfeld haben, was ihnen helfen kann, Familie
und Karriere zu vereinbaren?
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- Was denkst du über die Meinung / den Vorschlag, Erwerbsarbeit und Familienarbeit sollten gesellschaftlich
gleichgesetzt werden und gleichsam von der Gesellschaft und den Unternehmen gefördert werden?
vereinbaren
die Halbzeitarbeit
die Vollzeitarbeit
unterstützen
etwas beschönigen
nebeneinander
die Anforderung(en)
alleinerziehend
verfügbar
flexibel
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das Umfeld
die Leidensfähigkeit
hektisch
etwas Unvorhergesehenes
erfolgreich
aufwändig
die Kinderkrippe
der Kindergarten
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Das Bewerbungsgespräch
Überlegt zu zweit:
• Was für Fragen würdet ihr in einem Bewerbungsgespräch stellen, wenn ihr ein Bewerbungsgespräch
durchführen müsstest?
Rollenspiele „Bewerbungsgespräch”
Führt ein Bewerbungsgespräch mit einigen eurer Mitschüler durch. Legt vorher fest, um was für eine Stelle
sie sich bewerben. Entscheidet euch hinterher für einen Kandidaten.
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• Was sind Ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen? / Haben Sie Erfahrungen in diesem Bereich?
• Warum möchten Sie ihren Arbeitsplatz wechseln? / Sind Sie mit Ihrer bisherigen Arbeitsstelle nicht
mehr zufrieden? Warum nicht?
• Wo haben Sie bisher gearbeitet? Wie oft haben Sie den Arbeitsplatz gewechselt? / Warum haben Sie
Ihren Arbeitsplatz so oft gewechselt?
• Warum möchten Sie diese Stelle haben? / Was versprechen Sie sich von dieser Stelle? / Warum
haben Sie sich bei uns beworben?
• Was waren Ihre wichtigsten Erfolge? Und was waren Ihre Misserfolge?
• Warum sind Sie besonders geeignet für diese Stelle? Warum sollten wir Sie einstellen?
• Bitte fassen Sie Ihren Lebenslauf kurz mit den wichtigsten Stationen zusammen!
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Wie der Lebenslauf aufgebaut sein sollte, was in ihm stehen sollte und was nicht hineingehört, ändert sich
im Laufe der Zeit immer wieder.
Früher begann der Lebenslauf mit der Schulausbildung über Ausbildung oder Universitätsstudium und
Praktika bis zu den Berufserfahrungen. Dies ist heute genau andersrum, denn für den Arbeitgeber ist am
wichtigsten, auf welchem Stand der Bewerber sich im Moment befindet und nicht mit wie vielen Jahren er
die Grundschule absolviert hat. Auch die Hobbys, oder formeller gesagt Interessen, sind den Arbeitgebern
heute nicht besonders wichtig, es sei denn es handelt sich um etwas sehr Außergewöhnliches, was auch die
Persönlichkeit des Bewerbers charakterisiert. Ansonsten interessiert es wirklich niemanden, ob der
Bewerber / die Bewerberin in seiner oder ihrer Freizeit gerne liest, Musik hört oder Rad fährt.
Weiterhin wird darüber diskutiert, ob der Lebenslauf ein Foto beinhalten sollte, ob das Geburtsdatum
angegeben werden sollte, gleiches gilt für den Familienstand. Letztlich wird sogar überlegt, ob der Name
weggelassen werden sollte, so dass die Bewerbung sozusagen anonym ist.
Seit einigen Jahren ist sie im Gespräch: die anonyme Bewerbung. Doch, was bedeutet das eigentlich? Und
was könnten ihre Vorteile sein?
Die anonyme Bewerbung ist ein Lebenslauf, welcher ohne Foto, ohne Alter und ohne Nachnamen
auskommt. Damit soll gewährleistet werden, dass Bewerber*innen nicht aufgrund ihres Aussehens, ihrer
Herkunft, ihres Alters und ihres Geschlechts diskriminiert werden, bevor es überhaupt zu einem
Bewerbungsgespräch kommt. Allein der Werdegang der Bewerber*innen soll die Personaler überzeugen
oder eben nicht.
Denn leider ist es immer noch oft so, dass, wenn Bewerbungen mit Namen wie Ali oder Mehmet auf dem
Schreibtisch von Personalern landen, diese eher aussortiert werden als identische Bewerbungen mit Namen
wie Paul oder Martin – egal, wie gut die Qualifikationen sind. Dass Bewerber der zweiten Gruppe häufiger zu
Vorstellungsgesprächen eingeladen werden, ergibt eine Untersuchung des Instituts zur Zukunft der Arbeit
(IZA). Allein ein türkischer Name könne dazu führen, dass die Chancen auf ein persönliches
Vorstellungsgespräch um bis zu einem Viertel sinken würden.
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Ausländische Namen sind jedoch nicht der einzige Grund, warum Bewerber*innen weniger Chancen haben.
Auch Frauen, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen haben schlechtere Chancen. Das Foto,
welches sich auf den Lebensläufen in Deutschland hartnäckig hält, führt auch dazu, dass manche Menschen
allein wegen ihres Aussehens, des Gesichtsausdrucks auf dem Bild nicht zu einem Gespräch eingeladen
werden.
Um mehr Gerechtigkeit in den Bewerbungsprozess zu bringen, wollen einige Unternehmen nun die anonyme
Bewerbung ausprobieren. Personaldirektor Oliver K. Sagt, dass es Firmen wie seiner durchaus nützen könne,
sich nicht, wenn auch nur unterbewusst, von Faktoren wie Aussehen, Herkunft, Alter und Geschlecht
beeinflussen zu lassen: „Unser Ziel ist es ja, den oder die Beste zu bekommen. Unterbewusste
Diskriminierung, von der sich viele Menschen leider nicht komplett befreien können, stehen dabei natürlich
im Weg.“ Außerdem zeigten Studien, dass international gemischte Arbeitsteams, in denen Männer und
Frauen, ältere und jüngere Kolleg*innen zusammen arbeiteten, besonders erfolgreich seien.
Miriam, 42 Jahre
Also, ich denke nicht, dass das Konzept des anonymen Lebenslaufes sich durchsetzen wird. Dazu kann man
die Unternehmen auch nicht zwingen. Meiner Meinung nach wäre das ein Mittel, dass sie nicht mehr die
Kandidaten auswählen können, die am besten zu ihnen passen. Denn sowohl Aussehen, Alter, eine
eventuelle Behinderung und Herkunft sind Punkte, die nicht automatisch zu einem Ausschluss des oder der
Bewerberin führen sollten, sondern es sind wichtige Eigenschaften, die man berücksichtigen sollte. Ich als
Leiterin der Personalabteilung in einer großen Firma bin absolut dagegen.
Tilo, 32 Jahre
Ich denke, dass die anonyme Bewerbung nicht schlecht ist. Natürlich kommt es einem so ein wenig vor, als
würde man die Katze im Sack kaufen. Man weiß noch nicht mal, ob ein Mann oder eine Frau, jung oder alt,
deutsch oder ausländisch erscheinen wird, wobei ich denken würde, dass Letzteres das geringste Problem
ist. Daher bin ich der Meinung, dass der Name anonym bleiben könnte, um Diskriminierung zu vermeiden.
Allerdings finde ich schon, dass es wichtig ist, zu wissen, ob die einzustellende Person männlich, weiblich,
jung oder alt ist.
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Carola, 40 Jahre
Ich finde das Argument, dass die Firmen bei der anonymen Bewerbung nicht wissen, wen sie einstellen
ehrlich gesagt total schwachsinnig. Es ist ja nicht so, dass sie die Person nicht kennen lernen, bevor sie ihr
eine Arbeitsstelle anbieten. Es geht ja lediglich darum, dass die Bewerber und Bewerberinnen bei der
Einladung zum Bewerbungsgespräch nicht diskriminiert werden, sondern aufgrund ihrer Fähigkeiten
eingeladen werden. Diskriminierung kann natürlich auch noch beim Vorstellungsgespräch stattfinden, aber
zumindest hatte so der Bewerber oder die Bewerberin die Chance, sich dem Unternehmen persönlich zu
zeigen.
- Denkst du, dass Diskriminierung im Bewerbungsverfahren heutzutage noch ein Problem ist? Wie sind deine
persönlichen Erfahrungen?
- Gibt es die anonyme Bewerbung in deinem Berufsfeld oder nicht? Denkst du, dass sie in deinem Bereich
sinnvoll wäre oder nicht?
- Gibt es deiner Meinung nach Nachteile bei der anonymen Bewerbung? Wenn ja, welche?
- Gibt es Bereiche, in denen die anonyme Bewerbung deiner Meinung nach absolut nicht sinnvoll ist?
Eine richtige und gute Bewerbung (Bsp.) _zu_ schreiben, ist gar nicht so einfach. Wie gibt man dem
potentiellen, neuen Arbeitgeber zu verstehen, (Bsp.) _dass_ man interessiert, motiviert und geeignet für die
Stelle ist, ohne dabei arrogant 1._______________ wirken? Wie hebt man sich von den vielen, anderen
Bewerbungen, 2._______________ höchstwahrscheinlich mit der eigenen eingehen werden, ab?
Noch schwieriger wird es dann, 3._______________ man sich in einem anderen Land bewerben muss. Viele
denken, dass das 4._______________ die Übersetzung des Lebenslaufes ist, aber man muss auch wissen, wie
dieser in 5._______________ jeweiligen Land, in dem man sich bewirbt, aufgebaut sein 6._______________.
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In Deutschland muss der Lebenslauf zum Beispiel übersichtlich und möglichst kurz sein. Er sollte nicht länger
7._______________ zwei Seiten sein und die verschiedenen Punkte sollten stichwortartig
8._______________ sein. Komplette Sätze mit Pronomen wie „Von 2008 bis 2010 habe ich...” sind absolut
unerwünscht. Zu detaillierte Informationen sollte man 9._______________ für das Bewerbungsgespräch
aufsparen.
Auch das Motivationsschreiben ist wichtig in Deutschland. Hier sollte man möglichst gut darlegen,
10._______________ man an der Stelle, um die man sich gerade bewirbt, interessiert ist und was man dem
Arbeitgeber bieten kann.
Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_02
Sie möchten sich auf eine Stelle als Arzt/ Ärztin in einer Klinik in Berlin bewerben. Schreiben Sie ein kurzes
Motivationsschreiben an Frau Dr. Eberling von der Personalabteilung.
Schreiben Sie, um welche Stelle Sie sich bewerben. Schreiben Sie, warum Sie diese Stelle interessiert.
Beschreiben Sie Ihre bisherigen Kenntnisse in dem Schreiben Sie, warum Sie in Berlin arbeiten wollen
Bereich. und wie Ihre Sprachkenntnisse sind.
Überlegen Sie sich eine passende Reihenfolge für die Inhaltspunkte. Bei der Bewertung wird darauf geachtet,
wie genau die Inhaltspunkte bearbeitet sind, wie korrekt der Text ist und wie gut die Sätze und Abschnitte
sprachlich miteinander verknüpft sind. Vergessen Sie nicht Anrede und Gruß. Schreiben Sie mindestens 100
Wörter.
Traumjobs
„Als ich klein war, sechs oder sieben Jahre alt, habe ich mich verliebt, und zwar in diese neue Ballettschule.
Von unserem Balkon aus wurde ich Zeugin wundersamer Verwandlungen. Im Haus gegenüber, der
Ballettschule unserer Stadt, verschwanden Mädchen in dicken Winterjacken. Und tauchten hinter den
Fenstern wieder auf, in rosafarbenen Gymnastikanzügen, mit weißen Tutus, elegant und hübsch, wie
Prinzessinnen. Das wollte ich auch. Nur bis zum Sommer hielt ich das Training durch. Ich war zu unbeweglich
und zu undiszipliniert. Die Lehrerin musste mir bei vielen Übungen oftmals helfen. Das Ballett und ich - es
blieb eine kurze Liebelei, damals, vor 20 Jahren. Wenn ich aber Fotos von Primaballerinen sehe oder eine
Aufführung besuche, ertappe ich mich heute dabei, im Konjunktiv zu denken: Was wäre, wenn ...?“ (Mina)
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„Ich wollte als ich klein war Fußballstar werden. Und das war für mich durchaus ungewöhnlich, weil ich ein
Mädchen war. Ich träumte zusammen mit den Jungs aus meinem Freundeskreis, die ebenfalls
fußballbegeistert waren. Nicht nur hielten wir dem Verein unserer kleinen Stadt die Treue, auch begannen
wir zu trainieren, um unseren Idolen, die wir in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft spielen sahen,
näher zu kommen. Geschafft hat es von uns niemand, egal ob Junge oder Mädchen. Der Traum vom
Fußballstar blieb ein schöner Traum.“ (Janine)
„Wenn ich an Traumjobs denke, fällt mir zunächst die Filmindustrie ein. Wer möchte nicht mal vor der
Kamera stehen, in eine Figur schlüpfen, bekannt werden und auf Filmfestivals bejubelt werden.
Ich weiß nicht, ob das nur mein heimlicher Traumjob ist, ich denke immer, das wäre der von allen. Aber
natürlich ist es schwierig Schauspieler zu werden und noch schwieriger, wirklich Erfolg zu haben. Deshalb
haben meine Eltern das auch, als ich noch ganz klein war, nie ernst genommen und als Spinnerei abgetan.
Aber manchmal denke ich mir, dass es doch auch Menschen gibt, die diesen Weg gehen und das schaffen.“
(Christian)
Kinder und Jugendliche träumen davon, Schauspieler, Models, DJs, Sänger, Profisportler, Musiker und
Künstler zu werden. Doch oft siegt dann die Realität. Gut gemeinte Sätze von Eltern und Verwandten wie
„Wenn du da nicht zu den allerbesten gehörst, wird das nichts.” oder „Damit kann man doch kein Geld
verdienen.” oder auch „Du musst etwas machen, was die Leute brauchen, wenn du nicht arbeitslos werden
willst.” führen nicht selten dazu, dass viele ihren Traumjob, den sie als Kind oder Jugendliche/r hatten
aufgeben und etwas „Vernünftiges” machen.
Und wie sieht es eigentlich wirklich mit den sogenannten Traumjobs aus? Sind sie wirklich so traumhaft oder
sehen wir sie nur oft in einem viel besseren Licht? Können sie letztendlich genauso anstrengend, monoton
und manchmal auch „langweilig” wie die anderen Arbeiten sein?
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Für viele Kinder, vor allem für Jungen ist es ein Traum: Fußballstar werden, das eigene Hobby zur Arbeit
machen. Dabei ist es harte Arbeit, Fußballprofi zu werden und die Nachwuchsförderung ist ein ernsthaftes
Geschäft. Letztere wurde nach der EM im Jahre 2000 auf den Kopf gestellt, in der Deutschland schon in der
Vorrunde ausschied. Das Team hatte damals ein Durchschnittsalter von 31,5 Jahren. In die
Nachwuchsförderung fließen seitdem jährlich zehn Millionen Euro. So genannte Sichtungstrainer schauen
schon bei den 11- bis 12-Jährigen, wer Talent und Potential haben könnte, um später einmal Weltklasse zu
werden.
Tim S.* ist ein zwölfjähriger Spieler, der von DFB-Sichtungstrainern entdeckt wurde. Seine Mutter erzählt
uns, dass Tims Tage immer voll sind: „Er kommt nach der Schule nach Hause, isst etwas und dann ist auch
schon nicht mehr viel Zeit, bevor es zum Training geht. Die Hausaufgaben werden irgendwo zwischen
Mittagessen und Training oder vor dem Abendessen untergebracht. Er selbst sagt, dass er gerne früh ins Bett
gehen möchte, da die Leistung sehr an einen ausreichenden Schlaf gekoppelt ist. Früh bedeutet spätestens
um zwanzig Uhr.“
Experten sagen, dass die Sichtung besser geworden sei. Die Bundesligavereine profitieren davon. Sie
übernehmen die besten Gesichteten in ihre Nachwuchsleistungszentren. In diese werden jährlich 130
Millionen Euro investiert. Schalke 04 gehört zu den erfolgreichsten Leistungszentren, in denen unter
anderem Mesut Özil und Manuel Neuer groß wurden.
Und dann soll Ende 2021 die DFB-Akademie in Frankfurt am Main vollendet werden. Auf einer Fläche von
neun Hektar werden Administration, Ausbildung, Leistungssport und Forschung vereint. Es ist wichtig, immer
bessere Talente zu produzieren, um im internationalen Vergleich zu bestehen. Kinder und Jugendliche, die
gesichtet und dementsprechend gefördert werden, sind eine Wertanlage, in die der deutsche Fußball schon
frühzeitig investieren muss. Nichts wird dem Zufall überlassen. Der Jugendfußball ist absolut professionell.
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2 Schon bei 11 bis 12-Jährigen lässt sich genau erkennen, wer später einmal Weltklasse sein R F
wird,
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B 221_Übung_Prüfung_Hören_Teil_04
[Link]
Sie hören einen kurzen Vortrag. Der Redner spricht über das Thema „Moderner Fußball“. Sie hören den Text
zweimal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 23 bis 30. Dazu
haben Sie 90 Sekunden Zeit.
b ... dass er heute ein wenig für den Frauenfußball werben will.
c ... dass die meisten Leute dem Frauenfußball keine Chance geben.
24 Der Männerfußball...
b ... ist reiner Kommerz und hat mit Sport nichts mehr zu tun.
25 Vereine...
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a ... können heute laut Kehrmann nicht stolz auf ihre Leistung sein, weil sie ihre Spieler nicht selbst
ausbilden.
b ... können nur dann gute Mannschaften haben, wenn sie viel Geld pro Spieler ausgeben.
a ..., dass man die Schiedsrichter, die oft bestochen werden, nicht kontrollieren kann.
b … die Korruption.
c ..., dass die Spiele immer schon entschieden sind, bevor sie überhaupt gespielt werden.
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a ... dass die Leute den seiner Meinung besseren Frauenfußball dem Männerfußball vorziehen.
c ... dass wie in anderen Sportarten Männer- und Frauensport gleichmäßig nebeneinander existiert.
30 Kehrmann empfiehlt...
Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, zu meinem Vortrag „Moderner Fußball“ im Rahmen
der diesjährigen Konferenz für Sport und Bewegung „Funsports“. Ich bin Oliver Kehrmann und trainiere
schon seit über zehn Jahren verschiedene Frauenfußballmannschaften.
Nun denken Sie vielleicht, dass ich hier die Werbetrommel für den bei weitem nicht so beliebten Frau-
enfußball rühren will und gewissermaßen haben Sie dabei vielleicht sogar Recht, aber nur, weil ich
wirklich denke, dass Sie, egal, ob Sie bereits Fußballfan sind oder nicht, dem Frauenfußball eine
Chance geben sollten.
Der erste Pluspunkt, den ich hierbei nennen kann, ist der folgende: Wer heutzutage noch wirklich ehrli-
chen Fußball sehen möchte, der sollte sich ab und zu ein Spiel der Frauen ansehen. Der Männerfußball
ist inzwischen – und da erzähle ich Ihnen sicherlich nichts Neues – dermaßen kommerziell, dass auch
seine Qualität darunter leidet.
Beginnen wir mit der Tatsache, dass inzwischen derart hohe Summen für gute Spieler fließen, dass logi-
scherweise die in Anführungszeichen „guten“ Vereine automatisch diejenigen sind, die das meiste
Geld haben. Das heißt, ein Verein kann sich eigentlich nicht damit rühmen, dass er zur Ausbildung sei-
ner guten Mannschaft maßgebend beigetragen hat, sondern dass er sich einfach die besten Spieler zu-
sammenkaufen konnte.
Ein zweiter, noch viel dunklerer Punkt des Männerfußballs betrifft die Wetten und die damit verbunde-
nen Bestechungen. Natürlich wird hier alles versucht, das einzudämmen, wie zum Beispiel die Kon-
trolle der Schiedsrichter, aber ob Spiele nicht vielleicht doch schon entschieden werden, bevor sie ge-
spielt werden, kann eben doch niemand mehr garantieren. Das Problem ist, wie immer, wenn es zu
sehr darum geht, dass einfach zu viel Geld im Spiel ist. Da ist die Korruption gewissermaßen dann lei-
der vorprogrammiert.
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Ein letzter Nachteil des Männer- und damit Vorteil des Frauenfußballs: die Stimmung im Stadion, die
durchaus beim Männerfußball wenig elegant bis aggressiv ist und auch leider manchmal ins Gewalttä-
tige kippen kann, ist beim Frauenfußball friedlich familiär.
In den letzten Jahren wurde der Frauenfußball ja in unserem Land immer bekannter. Das hat sicherlich
auch damit zu tun, dass Deutschland sehr gut im Frauenfußball ist. Betrachtet man die letzte Welt-
meisterschaft der Männer, könnte man gemein sein und sagen, auf jeden Fall besser als der Männer-
fußball. Aber ich möchte die beiden hier auch gar nicht gegeneinander aufwiegen oder Sie dazu brin-
gen, den Männerfußball zugunsten des Frauenfußballs zu meiden. Ich denke nur, dass es an der Zeit
ist, wie in allen anderen Sportarten auch, dass der Frauensport ganz selbstverständlich parallel zum
Männersport existieren sollte, ja dass es eigentlich schon absurd ist, dass im Fall Fußball immer noch
versucht wird – meiner Meinung nach völlig grundlos, diese Männerdomäne aufrechtzuerhalten.
Sicherlich sagt der eine oder andere von ihnen jetzt, dass Frauenfußball langweilig anzuschauen ist, da
wir durch die Männer andere Geschwindigkeiten gewohnt sind, aber probieren Sie es mal mit einem
Besuch im Stadion. Ich bin mir fast sicher, dass Sie es nicht bereuen werden.
Vielen Dank meine Damen und Herren, dass ich im Rahmen der diesjährigen Sportkonferenz „Fun-
sports“ Ihnen diese paar Minuten rauben durfte. Auf Wiedersehen.
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SCHULSYSTEME IM VERGLEICH
• Wisst ihr etwas über das deutsche Schulsystem oder über Schulsysteme in anderen Ländern?
• Was würdet ihr an dem Schulsystem eures Landes kritisieren? Was findet ihr gut?
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Was trifft auf dein Land zu und was findest du besser? Begründe deine Meinung!
1. 12 oder 13 Jahre bis zum Abitur!
2. Zentralabitur oder nicht?
3. Sitzenbleiben können oder nicht?
Interviewerin: .... Die meisten Eltern in Westdeutschland wollen für ihre Kinder ein G9-Abitur. Begründungen
sind, dass diese dann besser auf das Universitätsstudium vorbereitet seien, sowohl vom Fachlichen her als
auch von der Persönlichkeitsentwicklung. Frau Dr. Karin Sauerland, was sagen Sie dazu?
Sauerland: .. Es sind Studien gemacht wurden, die genau diese Untersuchungen als Fragestellung hatten. Das
heißt, es wurden fachliche, personale und soziale Faktoren untersucht und es konnten keine wesentlichen
Unterschiede zwischen den Schülern, die nach 12 Jahren die Schule beendet haben und denen, die sie nach
13 beendet hatten, festgestellt werden.
Interviewerin: ..... Wenn die Schüler nach 8 Jahren Gymnasium fachlich gesehen auf dem gleichen Stand sein
sollen wie nach 9 Jahren, dann muss der gleiche Stoff also in einem Jahr weniger durchgearbeitet werden.
Das bedeutet doch mehr Stress, also auch mehr Unterricht pro Woche für Schüler und Lehrer, oder?
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Sauerland: . Das ist ein Gegenargument, sicher. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass die 11. Klasse,
also die erste Klasse der Oberstufe, früher oft als Orientierungsklasse benutzt wurde. Hier begann das
Kurssystem. Die Schüler konnten probieren, welche Kurse sie intensiver machen wollten, welche sie
gegebenenfalls abwählen wollten. Dieses Jahr wurde gerne dafür benutzt, den Schülern ein vielleicht bis zu
zweiwöchiges Berufspraktikum anzubieten und wer gerne ein Jahr im Ausland verbringen wollte, hat oft die
11. Klasse für solche Erfahrungen genutzt.
Interviewerin: ... Das heißt, Ihrer Meinung nach ist die 11. Klasse, also das eine Jahr mehr, überflüssig? Wenn
wir das unter fachlichem Aspekt jetzt so sehen würden, dann käme jetzt aber der soziale beziehungsweise
die Entwicklung der Persönlichkeit hinzu, die natürlich durch die eben von Ihnen erwähnten Fragen geprägt
wird.
Sauerland: ... Sicher. Man muss auch bedenken, dass der große Widerstand, der gegen das G8-Abitur kommt,
oftmals nicht mit den fachlichen Kompetenzen begründet wird, sondern weil die Eltern sagen, dass
Privatleben ihrer Kinder käme zu kurz, es bleibe keine oder nicht genug Zeit für Sport, Musik oder was auch
immer und da gehören die von ihnen genannten Erfahrungen, wie Zeit für ein Praktikum oder ein
Auslandsjahr sicherlich auch mit dazu. Das lässt sich nicht leugnen. Ein Jahr weniger ist ein Jahr weniger.
Interviewerin: ..... Nun sagen viele Psychologen, dass gerade die Zeit der Adoleszenz sehr wichtig ist. Dort die
Jugendlichen im Schnelldurchgang durchzuschleifen, kann zu tiefgreifenden Fehlern führen. Die Schule
müsse den Schülern in dieser enorm wichtigen Lebensphase Freiraum lassen, sich entwickeln zu können und
ihren Weg ins Erwachsenenleben zu finden. Was sagen Sie dazu?
Sauerland: .. Das ist sicherlich eine grundsätzliche Perspektive, die richtig ist. Auf der anderen Seite kann man
sagen: Es gibt ja positive Erfahrungen, wenn wir auf die ostdeutschen Bundesländer schauen, wo wir
Leistungsergebnisse in den Blick nehmen können, keine Unterschiede sehen, aber auch international ist das
zwölfjährige Abitur oder der entsprechende Abschluss auch Standard. Sicher kommt es hierbei auch auf die
Organisation der Schule an. Die muss sich bei G8 natürlich generell umorganisieren.
Sprecht über den Text. Sprecht auch über die folgenden Fragen:
1. Welchen Argumenten des Textes stimmst du zu und welchen nicht? Begründe deine Meinung.
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Übung_Prüfung_Schreiben_Teil_01
Sie schreiben einen Forumsbeitrag zum Thema: „12 oder 13 Jahre bis zum Abitur“
➔ Was sind die Vorteile von einem Abitur nach 12 Jahren (im Vergleich zu 13 Jahren)
➔ Über welche Themen wird, was die Schule betrifft, in Ihrem Heimatland diskutiert
➔ Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Aufgabe der Institution Schule und warum
Denken Sie an eine Einleitung und an einen Schluss. Bei der Bewertung wird darauf geachtet, wie genau die
Inhaltspunkte bearbeitet sind, wie korrekt der Text ist und wie gut die Sätze und Abschnitte sprachlich
miteinander verknüpft sind.
3. Was haltet ihr von diesem System? Was könnten die Vor- und Nachteile davon sein?
4. Habt ihr schon mal etwas über die Diskussion über die Hauptschule gehört? Wenn ja, was?
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Über Sinn und Erhalt der Hauptschule wird immer wieder heftig diskutiert und gestritten. „Veraltet” und
„überholt”, „Aus dem letzten Jahrhundert” sind die Argumente der Gegner. „Man kann die Augen vor dieser
Problemgruppe nicht verschließen”, „Wohin mit den Schülern?”, die Argumente der Befürworter. Und dann
ist da noch etwas ganz Anderes: Die Diskussion um die Gesamtschule, eine einheitliche Schule, die alle
besuchen, nicht nach Leistungsniveau getrennt. Da schreien die Eltern der Gymnasialschüler, dass das Niveau
sinken würde und die Schüler so nichts mehr lernen würden.
Statistiken haben nun gezeigt, dass ein Fünftel der 15-Jährigen im Alltag scheitern: Das richtige Ticket für
eine der vielen Tarifzonen für die öffentlichen Verkehrsmittel lösen, den Thermostat einer Klimaanlage
einstellen, etc. Solche Dinge sind, wie die jüngste PISA-Studie gezeigt hat, für viele Hauptschüler schon eine
zu große Herausforderung. Hauptschule, was bedeutet das heute eigentlich?
Herr Dr. Martin Gofauer*, Soziologe sagt, dass die Hauptschule heutzutage „leider ein Sammelbecken für
Bildungsverlierer ist. Wir haben die Einteilung in die drei Schulen: Gymnasium, Realschule und Hauptschule.
Die besten gehen aufs Gymnasium und wollen danach oft studieren. Wenn sie nicht studieren, sind das
natürlich die ersten, die auf dem Arbeitsmarkt die guten Lehrstellen bekommen. Danach werden die
Ausbildungsstellen an die Realschüler vergeben.
Wer leer ausgeht, sind natürlich die Hauptschüler. Sie müssen das nehmen, was übrig bleibt, wenn etwas übrig
bleibt. Folglich sind die meisten Schüler auf den Hauptschulen komplett demotiviert. Sie wissen, dass sie mit
dieser Schule keine Chancen haben. In vielen Großstädten gibt es in Hauptschulen auch Kriminalität. Das sind
die Ghettos der Abgehängten, der Aufgegebenen. Wenn wir die Hauptschule nicht abschaffen, werden wir
weiterhin Teile der Gesellschaft produzieren, die ihren Weg in die Gesellschaft nicht finden können.”
Doch das sind nicht die einzigen Meinungen, die, was die Hauptschule betrifft, vertreten werden. Peter
Sörgen*, Hauptschullehrer seit 15 Jahren, sagt: „Mit der Abschaffung der Hauptschule ist niemandem
geholfen. Nur, weil es dann diese Schule nicht mehr gibt, sind doch die Problemschüler nicht abgeschafft, also
Schüler, die aus schwierigen Milieus kommen, die als Eltern entweder Alkoholiker, Arbeitslose oder nicht
selten auch Eltern haben, die sie schlagen. Diese Jugendlichen sind demotiviert, ja, aber indem wir ihnen die
Schule wegnehmen, werden sie nicht plötzlich zu Musterschülern, die sich auf der Realschule und dem
Gymnasium zurechtfinden können. Wenn über die eventuelle Abschaffung der Hauptschule gesprochen wird,
wird immer die Arbeit, die dort gemacht wird, vergessen. Wir versuchen die Jugendlichen vor dem
Abrutschen zu bewahren, versuchen ihnen eine Ausbildung zu geben, die sie bereit für das Arbeitsleben
macht, versuchen mit verschiedensten Projekten ihre Persönlichkeit zu stärken. Schaffen wir die Hauptschule
ab, wird diesen Jugendlichen auch keine Unterstützung mehr gegeben.”
Hauptschule, diskutiert über folgende Frage oder schreibt einen kleinen Kommentar dazu:
Ist es besser unmotivierte Schüler, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen, in Gymnasium und Real-
schule zu integrieren (Dr. Martin Gofauer) oder kann man besser auf ihre Bedürfnisse eingehen, wenn man
sich ihnen in separaten Schulen, den Hauptschulen widmet (Peter Sörgen)?
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Wiederholung Konjunktiv I
Den Konjunktiv I benutzt man im Deutschen nur für die indirekte Rede und da vor allem in der geschriebe-
nen Sprache – in der gesprochenen Sprache wird heute normalerweise der Indikativ verwendet. Der Kon-
junktiv I steht zum Beispiel nach “er hat gesagt/ behauptet/ versichert/ gemeint/erklärt, dass…” oder nach
“er hat gefragt, ob….”. Ein typischer Kontext sind Zeitungsartikel, in denen der inhalt eines Interviews wie-
dergegeben wird:
Der Konjunktiv I hat folgende Verbendungen: Das Verb sein è ist unregelmäßig:
du wollest du seiest
Die Vergangenheit bildet man mit „sei” oder „habe” + Partizip Perfekt:
Wenn die Form des Konjunktiv I gleich wie der Indikativ ist, ersetzt man ihn in der Regel mit dem Kon-
junktiv II:
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Ü 266_Konjunktiv I
Beispiel:
Der Journalist behauptet: „Das Diskutieren über die Schule und das ständige Reformieren der Schule
ist ein deutscher Nationalsport.”
Der Journalist behauptet, dass das Diskutieren über die Schule und das ständige Reformieren der
Schule ein deutscher Nationalsport sei.
Er sagt: „Es ist ein Problem, dass jedes Bundesland sein eigenes Bildungssystem hat.”
Die Interviewerin sagt: „Die meisten Eltern in Westdeutschland wollen für ihre Kinder ein G9-Abitur.”
Die Interviewerin meint: „Das Abitur nach 12 Jahren bedeutet doch mehr Stress, also auch mehr Unter-
richt pro Woche für Schüler und Lehrer.”
Dr. Kathrin Sauerland sagt: „Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass die 11. Klasse, also die
erste Klasse der Oberstufe, früher oft als Orientierungsklasse benutzt wurde.”
Psychologen sagen: „Gerade die Zeit der Adoleszenz ist sehr wichtig. Die Schule muss den Schülern in
dieser enorm wichtigen Lebensphase Freiraum lassen, sich entwickeln zu können und ihren Weg ins
Erwachsenenleben zu finden. “
Ü 267_Konjunktiv I
In dem Text „Hauptschule – Die Aufgegebenen” findest du zwei direkte Reden, die von dem Soziologen
Herrn Dr. Martin Gofauer und die von dem Hauptschullehrer Peter Sörgen.
Setze ihre beiden Reden in die indirekte Rede!
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Seid ihr selber einmal sitzen geblieben oder einer /eine eurer Freunde?
Findet ihr es gut oder schlecht, dass ein Schüler / eine Schülerin, wenn er oder sie zu schlechte Noten
hat, das Jahr wiederholen muss? Was könnten die Vor- und was die Nachteile dabei sein?
Jana S.* besucht die neunte Klasse: „Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, das Sitzenbleiben abzuschaf-
fen. Dann fehlt irgendwie das Ziel, das man am Ende des Jahres hat. Man lernt doch dafür, dass man versetzt
wird. Ich fände das gar nicht motivierend.“
Frauke L.* sagt: „Das bringt nichts. Ich meine, wenn jemand so schlecht ist, dass er sitzenbleiben würde,
kommt er doch eh nicht mit. Das ist doch dann nur frustrierend für die Person und dann ist es auch klar, dass
solche Leute stören.“ Auch Lukas* und Kai*, beide 15 Jahre alt, denken, dass die Möglichkeit des Sitzenblei-
bens ein Ansporn ist.
Bildungsexperten sehen das Sitzenbleiben jedoch teils als sinnlos. Ralf Z.*, Englisch- und Deutschlehrer an
einem Berliner Gymnasium erklärt uns, dass Schüler meistens nur wegen einem oder zwei Fächern sitzen
bleiben. „Dann muss man aber sämtliche Fächer nochmal machen, den ganzen Stoff, die gleichen Themen.
Das ist langweilig, demotivierend und daher pädagogisch gesehen nicht sonderlich sinnvoll. Wir schlagen da-
her vor, gezielt für die Fächer, in denen der Schüler Schwierigkeiten hat, ihn bzw. sie in den Förderunterricht
zu schicken.
Auch Wolfgang P.*, Mathematiklehrer an einen Gymnasium in Hannover sieht Probleme beim Sitzenbleiben:
„Wir müssen auch die sozialen Aspekte berücksichtigen. Die Jugendlichen befinden sich mitten in der Puber-
tät. Freunde und die eigene Clique sind da wichtig. Wenn jemand ein Jahr wiederholen muss, wird er aus sei-
nem sozialen Kontext herausgerissen, kommt in eine komplett neue Klasse, in der er sich nicht unbedingt
wohl fühlt, es ist ihm vielleicht auch unangenehm, dass er das Jahr wiederholen muss. Das alles kann in der
Pubertät nicht ganz einfach sein. Außerdem ist er oder sie ja dann ein Jahr älter als die neue Klasse. Ein Jahr
in diesem Alter macht viel aus, was die Persönlichkeitsentwicklung betrifft.“
Schulleiterin Karla S.* sieht jedoch auch die Probleme, die auf Schüler und Lehrer zukommen könnten, wenn
das Sitzenbleiben abgeschafft würde: „Natürlich kann es sein, dass einige sich dann gar nicht mehr anstren-
gen. Und wenn es dann aufs Abitur zu geht oder auf den Abschluss nach der zehnten Klasse, dann kommt
das böse Erwachen, weil man Jahre vergammelt hat. Das wäre noch viel dramatischer als ein Jahr zu wieder-
holen und wir möchten solche Erfahrungen natürlich den Schülern ersparen.“
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Auch dem Förderunterricht, den einige ihrer Kollegen für die Fächer vorschlagen, in denen der Schüler Prob-
leme hat, steht sie nicht vorbehaltlos gegenüber: „Es könnte vielleicht die bessere Lösung sein, doch der För-
derunterricht findet natürlich am Nachmittag statt. Die Schüler, die daran teilnehmen müssen, haben also
ein größeres Pensum als ihre Mitschüler. Sie haben ja aber schon mehr Schwierigkeiten. Das heißt, dass das
Risiko besteht, dass sie deswegen auch in anderen Fächern nicht mehr mitkommen.“
Ein weiteres Problem sei auch, dass wegen Geldmangels der Förderunterricht meistens von pensionierten
Lehrern und Nachhilfelehrern durchgeführt würde und nicht von Lehrern, die wirklich wüssten, wo die Lü-
cken der Jugendlichen seien.
Ist Sitzenbleiben nun also sinnvoll, weil es schlechten Schülern eine zweite Chance gibt? Oder wird bei der
Wiederholung einer ganzen Klasse nur wertvolle Lebenszeit verplempert? Es könnte ein Blick über die
Grenze helfen: Europas beste Schüler kommen aus Finnland. Dort ist das Sitzenbleiben längst abgeschafft.
2 Die interviewten Schüler sind sich alle vier einig, dass sich das Sitzenbleiben positiv auf die R F
Motivation der Schüler auswirkt, da sie sich dann Mühe geben, um versetzt zu werden
4 Wolfgang P. ist der Meinung, dass die Persönlichkeitsentwicklung durch das Wiederholen R F
einer Klasse leiden könnte.
5 Schulleiterin Karla S. fürchtet, dass einige Schüler durch das Wegfallen des Sitzenbleibens R F
ungenügend vorbereitet sein könnten, wenn sie die Schule abschließen wollen.
6 Förderunterricht ist laut Karla S. eindeutig die bessere Alternative im Vergleich zum R F
Sitzenbleiben.
7 Aufgrund von geringen finanziellen Mitteln wird der Förderunterricht von pensionierten R F
Lehrern und Nachhilfelehrern durchgeführt, die nicht über die entsprechenden
Kompetenzen verfügen.
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Schreibe einen Kommentar zu dem Text, den du gelesen hast. Gehe dabei auf die folgen-
den Punkte ein:
Was sind die Für- und Gegenargumente des Sitzenbleibens, die genannt werden?
Bist du selbst einmal sitzen geblieben oder fändest du es gut / schlimm, wenn dein Kind sitzen bleiben
würde?
B 222_Schulmensa
[Link]
In der bekannten Fernsehsendung „Late Night Gespräch” bespricht der Moderator Martin Becker-Hinze das
Thema „Schulmensa - Wie gut ist das Essen für unsere Kinder?” mit der Ernährungsexpertin Dr. Stefanie
Siebald und dem Großküchenchef Sebastian Grohnau.
03 Es ist fragwürdig, wie die Nahrungsmittelqualität ist, wenn man für viele Kinder a b c
kochen muss.
04 Das Menü der Schule, über die sie sprechen, ist qualitativ besser als der Standard. a b c
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08 Man muss den Menschen wieder beibringen, Essen als Genussakt zu sehen. a b c
Martin: Einen wunderschönen Abend Ihnen allen, die zugeschaltet haben und natürlich auch den
Gästen hier im Studio. Heute geht es um das Thema „Schulmensa – Wie gut ist das Essen für unsere
Kinder?”. Hierzu eingeladen haben wir die Ernährungsexpertin Dr. Stefanie Siebald und deren Großkü-
chenchef Sebastian Grohnau. Guten Abend. Guten Abend. Schön Sie heute hier bei uns im Studio zu
haben. Fangen wir direkt an. Herr Grohnau, Sie arbeiten als Chef in der Mensa des Albert-Einstein-
Gymnasiums in Herde. Können Sie uns bitte den Speiseplan ihrer Großküche für eine Woche beschrei-
ben?
Sebastian: Ja, also montags geht es mit Spaghetti mit Petersilienpesto los, dazu gibt es Salat und ein
Spiegelei. Dienstags reichen wir Schweinebraten mit brauner Soße und Rotkohl, dazu gibt es Ofenkar-
toffeln und Quark. Mittwochs gibt es bei uns Pommes mit Würstchen und Erbsen. Donnerstags Lachs
mit Senfsoße, Reis und grüne Bohnen. Freitags Pfannekuchen mit Äpfeln und Zimt und Zucker.
Martin: Da kann man ja gleich Hunger bekommen. Dennoch frage ich mich, wie denn die Nah-
rungsmittelqualität ist, wenn man für so viele Kinder kochen muss.
Stefanie: Genau hier liegt das Problem. Der Speiseplan kann so viel Auswahl haben, wie er will.
Wenn die Qualität der Lebensmittel schlecht ist, bringt das gar nichts. Sind die Lebensmittel überhaupt
bio?
Sebastian: Nicht alle, aber einige. Das Gemüse ist natürlich nicht frisch, sondern aus dem Eisschrank.
Das ist logistisch einfach nicht machbar. Dennoch ist unser Menü qualitativ über dem nationalen Stan-
dardniveau. Wir achten auf jeden Fall darauf, wer uns die Lebensmittel liefert.
Martin: Aha, also, würden Sie denn zum Beispiel sagen, dass das Mensaessen ein anständiges Mit-
tagessen zu Hause ohne Weiteres ersetzen kann?
Stefanie: Nein, nein. Das denke ich nicht. Ein Mittagessen, was zu Hause vorbereitet wird, kann das
Fertigessen aus der Mensa absolut nicht ersetzen. Nicht aus der Sicht der Ernährung und auch aus so-
zialer Sichtweise. Essen bedeutet ja nicht nur Essen, sondern abschalten für einen Moment, sich aus-
ruhen, mit der Familie sein.
Sebastian: Frau Dr. Siebald, da stimme ich Ihnen zu, aber Sie müssen bedenken, dass eine solche Si-
tuation heutzutage fast nirgendwo mehr existiert. Die Eltern gehen zur Arbeit, die Kinder haben nieman-
den, der auf sie aufpasst. Oder es lohnt sich zeitlich einfach nicht sie abzuholen und wieder zur Schule
zu bringen. Sie sind sozusagen gezwungen in der Mensa zu bleiben. Was das Soziale angeht, denke ich,
dass das in einer Mensa vielleicht nicht mit der Familie stattfindet, aber mit Schulfreunden.
Stefanie: Ja, natürlich. Aber in der Schule zu essen gibt einem nicht unbedingt das Gefühl mal ab-
schalten zu können.
Martin: Frau Dr. Siebald, die Mensa kann natürlich kein Ersatz für zu Hause sein. Aber solange die
Kinder gut versorgt sind und die Essensqualität stimmt, denke ich, dass die wichtigsten Aufgaben er-
füllt werden.
Sebastian: Heute sind die Mensen auch viel komfortabler und die Auswahl der Gerichte ist wesentlich
größer als vor ein paar Jahren noch. Es ist natürlich auch etwas teurer geworden, aber ich habe die Er-
fahrung gemacht, dass die Eltern mehr Wert auf gute Qualität legen. Nur um Sie etwas zu beruhigen,
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Frau Dr. Siebald. Und auch von der Einrichtung sind die Mensen viel, ja, nennen wir es wohnlicher als
früher. Der sogenannte „Wohlfühleffekt” kommt eher auf als noch vor 15 Jahren.
Stefanie: Tja, da haben Sie mit Sicherheit recht, aber dennoch verkommt das Ritual des Essens. Es
wird als Notwendigkeit gesehen. Ich kenne viele Leute, die den Akt des Essens nicht mehr genießen
können. Ich mache Kurse, um den Menschen das Essen wieder beizubringen: Als Akt des Genusses.
Martin: Ja, bei dem heutigen Arbeitsrhythmus ist es auch schwierig sich ruhig hinzusetzen. Meis-
tens braucht man dann auch was Schnelles.
Stefanie: Aber genau das ist ja das Problem. Die Schüler sollen doch nicht auch schon darunter lei-
den, sondern eher das Gegenteil, genießen. Schließlich gehen sie noch zur Schule.
Sebastian: Mit den Mensazeiten versuchen wir ja auch genau das zu erreichen. 40 Minuten sind sehr
viel zum Essen. Die meisten Familien sitzen nicht so lange gemeinsam am Tisch.
Martin: Ich denke, dass sich beim schnellen Essen die Qualität schon verbessert hat. Aber es kann
bestimmt noch weiter daran gearbeitet werden. Vielen Dank an unsere beiden Gäste und natürlich an
unsere Zuschauer im Studio und vor dem Fernseher.
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DIE WEGWERFGESELLSCHAFT
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Du kennst sicher den Begriff „wegwerfen”! Was bedeutet deiner Meinung nach das Wort
„Wegwerfgesellschaft”? Spreche mit deinem Partner / deiner Partnerin und überlegt gemeinsam. Ist der
Begriff deiner Meinung nach positiv, negativ oder neutral?
Was bedeutet eigentlich „Wegwerfgesellschaft”? Der Begriff kommt von dem deutschen Wort „wegwerfen”
und besagt, dass wir heute in einer Gesellschaft leben, in der wir viele Dinge, die einige Jahre alt sind,
wegwerfen, ohne zu versuchen, sie zu reparieren oder weiter zu benutzen, obwohl sie noch komplett
funktionstüchtig sind. Dies ist ein Phänomen der fortgeschrittenen Industriegesellschaften. Wir stopfen die
Socken und Strümpfe nicht mehr, sondern kaufen neue, wir reparieren die Kaffeemaschine nicht mehr und
kaufen keinen neuen Akku für das sechs Jahre alte Smartphone, sondern kaufen das neuste Modell. Ein oft
verwendeter Satz hat sich in den letzten Jahren in Deutschland durchgesetzt: „Das lohnt sich nicht mehr, das
zu reparieren.” Wer sammelt, repariert, hortet und flickt, scheint zumindest altmodisch, oder wird sogar als
Kauz oder Messie verschrien.
Das war nicht immer so, denn im letzten Jahrhundert, während, zwischen und nach den zwei Weltkriegen,
gab es nicht alles, was das Herz begehrte im Überfluss. Die Menschen waren gezwungen, Dinge zu
reparieren, weiter zu benutzen und nicht gleich wegzuschmeißen. Mit dem wirtschaftlichen Wachstum kam
also der Überfluss – und wie das Wort schon sagt, haben wir von Allem nicht genug, sondern zu viel. Nun
könnte man auf alte Anti -Kapitalismus Theorien zurückkommen: Die Werbung kreiert erst das Bedürfnis
und sicher ist da in unserer heutigen Überflussgesellschaft etwas Wahres dran. Sieht man sich seine acht
Jahre alte Kaffeemaschine an, die noch bestens funktioniert aber vielleicht nicht mehr so schön aussieht,
dann denken doch viel: „Ich habe mir eine Neue verdient. Die Alte sieht schließlich hässlich und langsam
auch gammelig aus.” Ja, diese Haltung wird von den Herstellern, die natürlich immer weiterverkaufen
wollen, unterstützt. Wie wäre es sonst zu erklären, dass in den Industriegesellschaften alle halbe Jahr die
Leute Schlange stehen, um das heiß erwartete neueste Handymodell zu ergattern, obwohl die auf dem
Markt vorhandenen Modelle seit Jahren alle erdenklichen Funktionen aufweisen und man gerade vor einem
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halben Jahr für dieses Luxusprodukt 800 Euro bezahlt hat? „Dein Handy kann doch super Fotos machen, du
kannst telefonieren, im Internet surfen, Nachrichten verschicken, Musik hören, hast ein Navigationsgerät,
und und und. Wozu brauchst du denn schon wieder ein neues?”, könnte die Frage eines etwas konservativen
Zeitgenossen lauten. „Die Auflösung der Kamera im neuen Smartphone ist viel besser, das Internet schneller,
etc.”, antwortet der andere. Und schon hat die Falle zugeschnappt. „Aber vor 10 Jahren brauchten wir auch
Google Maps nicht. Wir konnten ohne Handy durch die Stadt gehen und den Weg finden.” Jetzt nicht mehr.
Haben Kapitalismus-Kritiker also Recht? Werden Bedürfnisse erst von der Wirtschaft geschaffen?
Dann gibt es auch noch eine ganz andere Vermutung. Viele Konsumenten hegen schon seit einiger Zeit den
Verdacht, dass die Hersteller mit Absicht die Funktionsdauer ihrer Produkte verkürzen, so dass man nach
einigen Jahren ein neues Modell des gleichen Produktes erwerben muss. Es wird gemunkelt, dass
Sollbruchstellen eingebaut werden, oder störungsanfällige Bauteile absichtlich mit eingebaut werden.
Möglich, oder ist es vielleicht nur eine Ausrede derjenigen, die immer das Neuste brauchen?
Hat das Wort „Wegwerfgesellschaft” nun eine positive oder negative Bedeutung? Auch, wer der Meinung ist,
wegwerfen sei besser als „alten Ramsch” ewig aufzubewahren, das Wort ist negativ belegt, da es doch zeigt,
dass wir verwöhnt von unserem Überfluss sind und den Wert der Dinge nicht mehr schätzen. So gibt es seit
Jahren auch schon in unseren Industriegesellschaften Gegenbewegungen. In Deutschland hat dies vor allem
in den Kultvierteln der Hauptstadt, wie Prenzlauer Berg und Friedrichshain begonnen, wo es seit einigen
Jahren in ist, nicht nur Marmelade wieder selbst einzukochen und Schnaps selber herzustellen, sondern wo
angeblicher Müll künstlerisch gerne weiterverwertet wird: Taschen werden aus alten Sportmatten oder
Autoreifen hergestellt, Portemonnaies aus alten Tetrapackungen, Armbändern aus alten Uhren, Handyhüllen
aus Haribo- und Kaffeepulvertüten etc..
Vielleicht wird diese Tendenz nicht nur bei den Künstlern bleiben, die damit einen kreativen Weg gefunden
haben aus Altem Geld zu machen. Vielleicht wird dieses Phänomen auch allmählich ins Private übergehen,
da alles immer mehr kostet und sich viele diesen extremen Überfluss nicht mehr leisten können oder wollen.
Andererseits muss man natürlich sehen, dass unsere moderne, industrielle Welt auf Fortschritt ausgerichtet
ist. Wir wollen immer bessere Dinge haben und indem wir Altes auch hinter uns lassen können
beziehungsweise hinterfragen, verbessern wir natürlich insgesamt auch über die Zeit unseren allgemeinen
Lebensstandard.
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1 Die meisten Leute werfen heutzutage Dinge weg, wenn sie nicht mehr R F
funktionstüchtig sind.
3 Die Zeit des Überflusses begann direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. R F
5 Heutzutage herrscht die Vorstellung vor, dass man sich etwas Neues und Schönes R F
verdient habe.
6 Hersteller konstruieren ihre Produkte absichtlich so, dass sie nur eine bestimmte Zeit R F
halten.
8 Müll upcyceln ist eine Art dem Trend der Wegwerfgesellschaft entgegenzutreten. R F
9 Die Autor*innen sind sich sicher, dass der Trend des Wegwerfens zurück gehen wird, R F
da sich die Leute zunehmend nicht mehr immer die neusten Sachen leisten können.
• Was denkt ihr über das Wegwerfen, das Phänomen unserer heutigen Gesellschaft? Was denkt ihr
über den Satz: „Das lohnt sich nicht mehr, das zu reparieren.”?
• Was denkt ihr über den Satz: „Wir haben nicht von Allem genug, sondern zu viel.” Ist er eurer
Meinung nach wahr oder nicht?
• Kreiert wirklich erst die Werbung das Bedürfnis? Lassen wir uns zu sehr von der Werbung
beeinflussen?
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• Was denkt ihr über das Phänomen, immer das neuste Handy besitzen zu müssen? Wie ist das bei
euch?
• Werden eurer Meinung nach heutzutage Produkte extra schlecht gebaut, damit sie schnell
kaputtgehen?
• Schmeißt ihr weg oder repariert ihr? Wegschmeißen oder reparieren: was ist besser???
Vokabeln „Wegwerfgesellschaft”
Finde eine passende Übersetzung in deiner Sprache.
etwas wegwerfen
etwas aufbewahren
der Überfluss
im Überfluss leben
etwas vermuten
die Vermutung
herstellen / produzieren
der Fortschritt
funktionstüchtig
etwas unterstützen
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das Bedürfnis(se)
der Verdacht
etwas erwerben
die Ausrede(n)
verwöhnt sein
etwas schätzen
der Lebensstandard
Beispiel: Weißt du, warum Franzi heute nicht bei der Arbeit ist? – Sie wird (wohl) krank sein. Im Moment
haben so viele Leute Grippe.
Ü 270_Stelle Vermutungen an
Wohin fahren Meyers in den Urlaub? Sie werden wohl wie jedes Jahr an die Ostsee
fahren.
(wie jedes Jahr an die Ostsee)
(technische Probleme)
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(besser)
(deprimiert sein)
(geringes Interesse)
(Angst haben)
(nicht mögen)
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Falko ist Gegner der Wegwerfgesellschaft. Wir haben ihn interviewt und gefragt, wie er gegen dieses heutige
Phänomen kämpft.
Interviewer: .... Hallo Falko, du sagst von dir selber, dass du Gegner der Wegwerfgesellschaft bist. Erklärst du
uns zuerst, warum?
Falko: ....... Bitter, dass ich das erklären muss aber nun ja, gut. Unsere Gesellschaft, die alles wegschmeißt, ist
nicht nur total respektlos, sie lebt auch auf Kosten anderer.
Falko: .......... Na ja, respektlos, weil wir Massen an Lebensmitteln wegschmeißen, die noch essbar sind und in
anderen Teilen der Welt verhungern die Menschen. Das ist unglaublich, finde ich. Ich containere zum
Beispiel.
Falko: .. Meine Freunde und ich kaufen nicht in Supermärkten ein, sondern suchen essbare Lebensmittel, die
von den Supermärkten weggeschmissen werden und sich generell in den Containern hinter den
Supermärkten befinden.
Falko: Eigentlich nicht. Es ist von der Justiz immer noch umstritten, ob das Stehlen von Müll – und so nennen
sie das Containern – ein Straftatbestand ist oder nicht, aber letztendlich ist noch nie etwas passiert. Wenn
sie die Polizei rufen, halten wir meist Plakate hoch auf denen steht: „Verschwendung und Vernichtung von
Lebensmitteln, während gleichzeitig Menschen in aller Welt an Hunger leiden und auch in Deutschland
soziale Armut vorherrscht.”
Falko: ............................................. Ja, sicher. Wer im Müll rumwühlt, wird in Deutschland schräg angeschaut.
Falko: ........... Wie gesagt, ich finde das Wegwerfen von essbaren Lebensmitteln nicht okay. Mit dem, was ich
mache, will ich die Wegwerfgesellschaft anklagen. Es geht ja nicht nur ums Essen. Auch zum Beispiel um
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Billigklamotten, Mülllagerung in Dritte-Welt-Ländern, und so weiter. Unsere Fortschritte in Europa gehen auf
Kosten der Entwicklungsländer. Das ist nicht okay.
Diskutiert: Was denkst du über Falkos Einstellungen? Welche Punkte kannst du verstehen? Welche
nicht?
Übung_Prüfung_Sprechen_Teil_01
Einen Vortrag halten. Dauer: circa 8 Minuten für beide Teilnehmer.
Sie nehmen an einem Seminar teil und sollen dort einen kurzen Vortrag halten. Wählen Sie ein Thema (A
oder B) aus. Ihre Gesprächspartnerinnen/ Gesprächspartner hören zu und stellen Ihnen anschließend Fragen.
Strukturieren Sie Ihren Vortrag mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. Ihre Notizen und
Ideen schreiben Sie bitte in der Vorbereitungszeit auf. Sprechen Sie circa 4 Minuten.
Thema A
Kleidung
Thema B
Technologie
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Ortspräpositionen
geschlossene in in +Akk
Sie arbeitet in einem Restaurant Ich gehe gern ins Kino
Räume
Gewässer an an +Akk
Florenz liegt am Arno
Er fährt immer ans Meer
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Ü 271_Ortspräpositionen 01
Setze die richtige Präposition und gegebenenfalls den korrekt deklinierten Artikel ein!
4. Kommst du mit __________ Barbara? Sie hat ein Haus __________ Land und feiert dort am Samstag
eine Party.
5. Ich glaube, du musst hier __________ Autobahn fahren. Sonst müssen wir bis Berlin __________
Landstraße weiterfahren. Das dauert ewig.
6. Kannst du bitte noch kurz __________ Bäcker gehen und dort Brot kaufen? Wir haben nichts mehr.
8. Marcel fährt unglaublich gerne __________ Paris. Ich glaube, Paris ist seine Lieblingsstadt.
12. Morgen wollen wir eine Fahrt mit dem Boot __________ See machen.
13. Erika fährt jedes Jahr mit ihrem Mann __________ Berge. Manchmal fahren sie __________
Österreich und manchmal __________ Italien __________ Dolomiten, aber sie waren noch nie
__________ Schweiz.
15. Ich bin gerade __________ Post. Ich muss das Paket versenden.
16. Weißt du, ob Messner __________ alle Achttausender dieser Welt gestiegen ist?
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entlang den Fluss entlang (oder entlang der innerhalb innerhalb des
entlang Gen) Straße Zentums
Ü 272_Ortspräpositionen 02
Sie suchen das Café „Traumecke”? Hm, das ist schwierig. Das ist nämlich ziemlich versteckt. Also, gehen Sie
erstmal hier immer geradeaus 1.__________ Straße __________. Sie kommen nach, glaube ich, circa 500
Metern 2.__________ __________ Kino, gehen aber weiter geradeaus. Das Kino lassen Sie also links liegen.
Dann kommen Sie zu einem kleinen Park, gehen aber nicht in den Park, sondern 3.__________ __________
Park __________. Das ist viel schneller. Das Café ist zwar 4.__________ __________ Parks, aber es ist
trotzdem schneller, wenn Sie 5.__________ ihn __________ gehen. Sie kommen dann irgendwann zu einem
alten Fabrikgebäude. 6.__________ __________ Gebäude ist ein kleiner Weg. Dort müssen Sie hineingehen,
immer geradeaus und dann kommen Sie direkt zu dem Café.
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Kreuzen Sie die richtige Antwort (a, b oder c) an. Sie hören den Text zweimal.
Lesen Sie jetzt die Aufgaben 11 bis 16. Dazu haben Sie 90 Sekunden Zeit.
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a … nicht.
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c … im richtigen Gleichgewicht.
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In der Sendung „Moderne Metropole“ spricht der Radiomoderator Lukas Klatz mit dem Lebensmittel-
chemiker Michael Fiedler über Urban Farming.
Klatz: Guten Abend, liebe Zuhörer, schön, dass Sie auch heute wieder zu unserem „Magazin nach
sechs“ zum Thema moderne Metropole eingeschaltet haben. Als Gast im Studio haben wir heute Mi-
chael Fiedler. Herr Fiedler, ich begrüße Sie recht herzlich.
Fiedler: Guten Abend und danke für die Einladung.
Klatz: Herr Fiedler, von Beruf sind Sie Lebensmittelchemiker, wie Sie mir im Vorfeld gesagt haben.
Tatsächlich sind sie aber jetzt als Landwirt tätig. Kann man das so sagen?
Fiedler: Haha, ja, Landwirt klingt nach Bauernhof und Idylle. Ich beschäftige mich zwar mit dem An-
bau von Gemüse und Salat, die verzehrt werden sollen, aber als Landwirt würde ich mich nicht direkt
bezeichnen.
Klatz: Sie haben sich im Vorgespräch als „Urban-Farmer” bezeichnet. Unsere Zuhörer sind jetzt
sicherlich neugierig geworden. Erklären Sie uns, was Sie genau machen.
Fiedler: Urban-Farming bedeutet Gartenbau oder Tierhaltung in der Stadt. Ich produziere und ver-
kaufe mitten im Stadtzentrum von Berlin Biogemüse. Mit einem Kollegen zusammen habe ich eine Art
Gewächshaus entwickelt, wo wir ein spezielles Verfahren benutzen, um Pflanzen anzubauen. Das Be-
sondere ist, dass sie nicht in Erde wachsen, sondern allein in Wasser.
Klatz: Das klingt ja futuristisch…
Fiedler: Also futuristisch ist die Methode, die man übrigens Hydroponik nennt, eigentlich gar nicht
mal so sehr. Beispielsweise gibt es schon in Südamerikas Hochgebirgen sogenannte „Floating Gar-
dens“. Die findet man in Gebieten, die so hoch liegen, dass ein Pflanzenanbau in Erde sehr schwierig
werden würde. Stattdessen baut man sein Gemüse auf schwimmenden Strohmatten oder so an.
Klatz: Wie ist das denn möglich?
Fiedler: Die Pflanze an sich wächst über dem Wasser und lässt nur ihre Wurzeln ins Wasser hän-
gen. Entscheidend ist dabei, dass das Wasser in Bewegung sein muss. Dadurch kommen ständig Sau-
erstoff und Nährstoff an die Wurzeln vorbeigespült und beides kann jederzeit von der Pflanze aufge-
nommen werden, ohne dass sie im stagnierenden Wasser steht. Wichtig ist vor allem, die richtigen
Mengen von Sauerstoff und Nährstoffen zuzuführen. Natürlich spielen zusätzlich die Faktoren Licht,
Luftfeuchtigkeit, Belüftung und Temperatur auch noch eine wesentliche Rolle.
Klatz: Okay, das klingt interessant. Wenn wir noch mehr ins Detail gehen, wird es für unsere Zu-
hörer allerdings vielleicht zu technisch. Verraten Sie uns lieber: Wie genau ist es zu der Idee gekom-
men, Gemüse im Herzen der Stadt anzubauen?
Fiedler: Ganz banal eigentlich. Mein Kollege und ich dachten, dass es sinnvoll wäre, die Lebensmit-
tel direkt da zu produzieren, wo sie am meisten verbraucht werden.
Klatz: Also, um eine Marktlücke zu füllen?
Fiedler: Naja, in erster Linie haben wir dabei auch an die Umwelt gedacht. In Metropolen wird im-
mer sehr viel Energie verbraucht und sehr viel CO2 ausgestoßen. Der Transport von Lebensmitteln, die
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zu den Menschen gebracht werden, ist ein Grund dafür. Wenn man sich diese Transporte spart, spart
man auch Energie und reduziert die Umweltverschmutzung. Das war unsere Hauptidee. Aber um nicht
als unglaubwürdiger Idealist rüberzukommen: Klar, ums Geldverdienen geht es natürlich auch immer
irgendwie.
Klatz: Aber was den idealistischen Aspekt, wie Sie ihn genannt haben, betrifft: Sie benutzen doch
sicher auch Düngemittel und Pestizide?
Fiedler: Wir brauchen keine Pestizide, wir benutzen eine biologische Schädlingsbekämpfung. Das
heißt, wir benutzen in Anführungsstrichen „gute” Insekten, die natürliche Feinde von den schädlichen
Insekten sind und sie auffressen. Am Anfang war es schwierig, ein richtiges Gleichgewicht zu finden,
aber im Moment klappt es eigentlich ganz gut.
Klatz: Interessant, ja. Das klingt, als ob ihr Projekt eine Zukunft hat. Haben Sie schon andere
Pläne, neue Projekte?
Fiedler: Also, unser großes Ziel wäre es natürlich, unsere Methode und unsere Gewächshäuser zu
exportieren, zu verkaufen, weiterzuentwickeln. Fantastisch wäre zu Beispiel, eine Low-Cost-Variante
davon für Entwicklungsländer zu haben und auch dort einsetzen zu können. Aber das ist bislang eher
ein Zukunftstraum. Viel konkreter hingegen ist eine Zusammenarbeit mit einer großen Supermarktkette
der Stadt, die sich Gemüseanbau auf ihren Dächern wünschen und bei uns angefragt haben. Dieses
Projekt ist relativ aktuell, wir haben schon mit einem Architekten die Umbaupläne erstellt und müssen
eigentlich nur noch über Details sprechen.
Klatz: Das heißt, bald wird Berlins Innenstadt voll von Ihren Gewächshäusern sein?
Fiedler: Naja, in näherer Zukunft wohl eher nicht. Auf lange Sicht könnte ich mir das aber vorstellen.
Wenn man bedenkt, wie viel Platz gebraucht wird und daher gespart werden muss, könnte man bei-
spielsweise darüber nachdenken, mehrstöckige Gewächshäuser zu bauen, Hoch-Gewächshäuser
sozusagen. Solche gibt es in Ansätzen an anderen Orten auch tatsächlich schon.
Klatz: Na dann wünsche ich Ihnen und Ihrem Team auf jeden Fall viel Erfolg für die Zukunft. Bevor
wir uns verabschieden noch eine letzte Frage. Kann man Kleingärten von Privatleuten im Stadtgebiet,
Schrebergärten meine ich, als Vorstufe für Urban-Farming verstehen?
Fiedler: Hm, nein. Also, auch wenn in beiden Fällen Gemüseanbau im Spiel ist, ist der Zweck doch
verschieden. Während die Grundidee von Urban Farming ist, die Bevölkerung zu versorgen, also Le-
bensmittel zu produzieren, ist bei kleinen Schrebergärten doch vielleicht eher, wie soll ich sagen, die
Atmosphäre im Vordergrund. Verstehen Sie, was ich meine? Die Privatpersonen pflanzen zwar auch ein
bisschen Salat an, wollen aber im Großen und Ganzen eher einen kleinen idyllischen Ort schaffen, an
den sie sich vor dem Stress der Großstadt flüchten können.
Klatz: Ja, das ist einleuchtend… Gut, Herr Fiedler, danke für das Gespräch! Und Ihnen, liebe Zu-
hörer, einen schönen Abend!
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Ostalgie
Viele junge Leute kennen sie nur noch aus dem Geschichtsbuch: die DDR. Die Älteren erinnern sich noch gut
an die Zeiten des geteilten Deutschlands, Touristen, die die neuen Bundesländer und besonders Berlin
besuchen, werden zwangsläufig mit der ehemaligen Grenze konfrontiert. Viel Trauriges und Schreckliches ist
hier passiert, erinnern doch beispielsweise in Berlin Tafeln und Gedenkstätten an die Diktatur,
Unterdrückung und die Maueropfer. Aber gleichzeitig fasziniert die ehemalige DDR auch immer wieder und
noch heute wird teilweise manchmal nostalgisch an einige Aspekte der DDR gedacht – nicht umsonst wurde
in den Jahren 1991 / 92 der Begriff der „Ostalgie” erfunden, eine Zusammensetzung aus den Begriffen Osten
– was in diesem Fall für die frühere DDR steht – und Nostalgie.
Der Begriff entstand zunächst durch eine Distanzierung eines Teils der ostdeutschen Bevölkerung gegenüber
der Bundesrepublik. Dazu gehörte, dass man in Supermärkten wieder frühere DDR-Produkte kaufen konnte,
es fanden Ostalgie-Partys statt und DDR-Alltagsgegenstände und Symbole hatten wieder Hochkonjunktur.
Zum Beispiel gehörte das Ost-Ampelmännchen zur Ostalgie-Welle. Ihren Höhepunkt erreichte die Ostalgie
mit dem 2003 erschienen Film „Good bye Lenin!”
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Eine ostdeutsche Familie: Mutter Christiane, vor Jahren von ihrem Mann verlassen, der nach
Westdeutschland abgehauen ist und die seitdem mit Depressionen zu kämpfen hatte, Tochter Ariane und
Sohn Alexander, die zur Zeit der Wende in ihren Zwanzigern sind. Christiane erleidet im Oktober 1987 einen
Herzinfarkt und liegt Monate lang im Koma. Die Mauer fällt, die Tochter bricht ihr Studium ab, eine ganze
Weltanschauung zerbricht. Als sie aufwacht, rät der Arzt den Kindern dringendst, jegliche Aufregung zu
vermeiden. Die Mutter darf die tiefgreifenden Veränderungen der letzten Monate auf keinen Fall
mitbekommen.
In dem folgenden Text findest du eine Zusammenfassung des Films „Good Bye, Lenin“. In dem Text fehlen
Wörter. Probiere, die richtigen Wörter (Substantive, Verben, Präpositionen, etc.) zu finden und die Lücken
zu füllen:
Good bye Lenin ist ein Film (Bsp.)_aus_ dem Jahr 2003 (Erstveröffentlichung) mit Daniel Brühl und Katrin
Sass. Regie hatte Wolfgang Becker. Der Film 1.__________ sowohl in West- als auch in Ostdeutschland zu
einem ungeahnten Publikumserfolg und außerdem zum erfolgreichsten deutschen Film 2.__________ Jahres
2003 und gehört 3.__________ den 15 erfolgreichsten deutschen Kinofilmen seit 1968. Der Film gewann
zahlreiche nationale und internationale Filmpreise: unter 4.__________ den „Deutschen Filmpreis” für den
besten Hauptdarsteller, den besten Nebendarsteller, die beste Regie, den französischen „César”, den
spanischen „Goya” und den „Blauen Engel” auf der Berlinale jeweils als bester europäischer Film. Weiterhin
war der Film 2004 5.__________ den Golden Globe und den Oscar nominiert.
Der Film erzählt die Erlebnisse der ostdeutschen Familie Kerner: Mutter Christiane (Katrin Sass), Sohn
Alexander (Daniel Brühl) und Tochter Ariane (Maria Simon). Am [Link] 1989 wird Mutter Christiane
zufällig Zeugin einer Demonstration, an der sich auch ihr Sohn Alexander 6.__________. Sie 7.__________
einen Herzinfarkt und fällt ins Koma. 8.__________ sie Monate später aus dem Koma erwacht, die Mauer
längst gefallen ist, ihre Tochter mit einem Westdeutschen zusammen ist und ihr Studium abgebrochen hat,
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sagt der Arzt, 9.__________ jede kleinste Aufregung für sie lebensgefährlich 10.__________. Ihr Sohn
Alexander versucht daher, die DDR in ihrer kleinen Wohnung wieder aufleben zu lassen – auf 79
Quadratmetern.
Alexander:.. Mein Name ist Alexander Kerner. Ich bin Bürger der deutschen demokratischen Republik und ich
habe ein Problem: die Mauer ist weg!
Alexander:...... Eigentlich ist das kein Problem, aber meine Mutter hat von all dem nichts mitgekriegt. Sie liegt
seit Monaten im Koma. Nur jetzt ist sie aufgewacht. Was soll ich denn jetzt machen?
Arzt: ..... Sie müssen jegliche Aufregung, ja nur die Gefahr einer Aufregung von ihrer Mutter fernhalten. Einen
zweiten Infarkt wird sie nicht überstehen.
Alexander:............................................... Mama soll ihr Zimmer genauso vorfinden, wie sie‘s verlassen hat, ja?
Doch! Auf tapferen 79 Quadratmetern: Die DDR lebt weiter! Auf Weltniveau!
Mutter: ................................................................. Ach Alex, ich hab so ‘nen Heißhunger auf Spreewaldgurken.
Alexander:................................................................................................................................ Spreewaldgurken?
Verkäuferin: ........................................................ Mensch Junge wo lebst du denn? Wir haben jetzt die D-Mark.
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Nachbar: ..................................................... So weit haben die uns schon, dass wir im Müll rumfischen müssen.
Mutter: ............................................ Was ist eigentlich passiert in den acht Monaten, die ich verschlafen hab?
Guten Appetit und vielen Dank, dass Sie sich für Burger King entschieden haben!
Alexander:....................... Als ob die Scheißgurken noch nicht genug wären! Jetzt will sie auch noch fernsehen.
Zwei, eins...Berlin...Auf einer histori....Genosse Erich Honecker in einer großen humanitären Geste die
Einreise der zufluchtsuchenden BRD-Bürger zugestimmt.
Alexander:................................................... Mama, du bist die beste Mutter der Welt. Und wir lieben dich alle.
Nachbar: ........................................................... Ja, ich weiß ja auch nicht, was die Genossen da wieder...also...
Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, kopieren müssen?
Inzwischen sind viele Jahre seit 1989 vergangen. Damals war die Freude groß, als die Mauer in der Nacht
vom 8. auf den 9. November 1989 plötzlich fiel und die Menschen im Westen und im Osten vor allem eins
spürten: Freiheit und Gemeinsamkeit.
Doch dann kamen auch Probleme, denn Westdeutsche und Ostdeutsche mussten und müssen sich erst
aneinander gewöhnen. Die Mauer ist zwar vor mehr als 25 Jahren gefallen, aber wie sieht es mit der Mauer
in den Köpfen aus?
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• Was denkst du, was viele Westdeutsche über die Ostdeutschen gedacht haben?
• Was denkst du, was viele Ostdeutsche über die Westdeutschen gedacht haben?
• Was für Probleme taten sich deiner Meinung nach nach der Wiedervereinigung auf? Welche hätten
sich auftun können?
Hier einige Kommentare von Ostdeutschen und Westdeutschen über die jeweils anderen. Wer hat wohl
welchen Kommentar gesagt? Ein Wessi oder ein Ossi?
(01) „Besserwessi”
(02) „Diese alten Spitzel. Die sind doch Freiheit gar nicht gewohnt.”
(08) „30 Prozent der Kinder und Jugendlichen heute haben bereits einen Migrationshintergrund und dabei
hab ich die Ossis jetzt noch nicht mitgerechnet.”
(09) „Die sind so überheblich und denken, sie können alles besser.”
(10) “Als ob da alles perfekt wäre. Und dann erklären sie uns zum Unrechtsstaat, wo es nichts Gutes gegeben
hat.”
Auflösung: (01) Ossi über Wessi; (02) Wessi über Ossi; (03) Ossi über Wessi; (04) Wessi über Ossi; (05)
Wessi über Ossi; (06) Wessi über Ossi; (07) Ossi über Ossi; (08) Westdeutsche Politikerin der Grünen; (09)
Ossi über Wessi; Ossi über Wessi
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die Wiedervereinigung
der Mauerfall
die Wende
die Ostalgie
der Besserwessi(s)
die Überheblichkeit
überheblich
die Grenze(n)
die Gedenkstätte(n)
das Maueropfer(-)
zusammenwachsen
die Wirtschaftskraft
die Werteüberzeugung(en)
die Spannung(en)
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der Nussknacker
das Ampelmännchen
Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung haben sich die Lebens- und Arbeitsmodelle in Ost- und
Westdeutschland angeglichen. Es gibt aber auch große Unterschiede.
»Wir sind ein Volk!«: Das war die politische Losung während der Wiedervereinigung Deutschlands. Heute, 30
Jahre danach, ziehen wir Bilanz: Sind Ostdeutsche und Westdeutsche wirklich so zusammengewachsen, wie
man es sich erträumt hatte? Oder halten sich hartnäckig »Mauerreste« in Köpfen und Strukturen, die
vielleicht sogar noch Jahrzehnte stehen bleiben könnten?
»Die alte DDR-Grenze ist bis heute komplett abgebildet, und das ist auch nach 100 Jahren nicht glatt zu
streichen«. Die Aussage stammt von dem CDU-Politiker Reiner Haseloff, dem Ministerpräsidenten von
Sachsen-Anhalt.
Expertinnen und Experten haben Bilanz gezogen und den Status zwischen Ost und West untersucht. Ihr Fazit:
Trotz Fortschritten am Arbeitsmarkt und beim Lohnniveau sind die Gehälter im Osten weiterhin niedriger, es
gibt kaum internationale Konzerne in Ostdeutschland, die Wirtschaftskraft ist schwächer, und ostdeutsche
Führungskräfte sind unterrepräsentiert. "Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung hat noch kein neues
Bundesland das Niveau des westdeutschen Landes mit der niedrigsten Wirtschaftskraft erreicht", schreiben
die Autoren. Selbst Berlin habe 2019 noch nicht die Wirtschaftskraft der westdeutschen Länder erreicht.
Ostdeutsche beklagen, dass bei der Standortentscheidung von Großkonzernen am Ende meist immer
westdeutsche Bundesländer gewählt würden und so der Wirtschaftsstandort Ostdeutschland nie verbessert
würde. Trotz langjähriger, ostdeutscher Bundeskanzlerin und ehemaligem ostdeutschen Bundespräsidenten
sind Ostdeutsche in Führungspositionen von Untermehmen und Ministerien in sehr geringen Prozentzahlen
präsentiert. Auch daher haben ostdeutsche Bürger oft das Gefühl, die politisch-wirtschaftliche Landschaft in
Deutschland nicht mitbestimmen zu können, da sie sich und ihre Interessen nicht oder nicht ausreichend
repräsentiert fühlten.
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Die politischen Werteüberzeugungen in den neuen und den alten Bundesländern sind daher eines der
Felder, in denen man noch ein unterschiedliches Bild findet. Kennzeichnend dafür ist eine in den neuen
Ländern durchgängig skeptischere und auch kritischer ausgeprägte Grundeinstellung gegenüber Politik. Eine
Unzufriedenheit nennenswerter Teile der Bevölkerung, die überall in Deutschland nachweisbar ist, ist in den
neuen Ländern nochmals stärker ausgeprägt. Entgegen vielen Vorstellungen haben die Ostdeutschen zwar
durchaus ein ähnliches Demokratieverständnis wie die Westdeutschen, allerdings bewerten sie den Zustand
der Demokratie und der EU kritischer, als dies im Westen der Fall ist.
Der Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit zieht daher ebenfalls eine
gemischte Bilanz: Zwar seien 30 Jahre nach der friedlichen Revolution das Zusammenwachsen Deutschlands
und die Angleichung der Lebensverhältnisse weit vorangekommen, den Zusammenhalt weiter zu stärken –
trotz mancher Spannungen – sei aber nach wie vor die Aufgabe aller Demokratinnen und Demokraten. Die
Wiedervereinigung ist also noch nicht vollbracht, sondern wird offiziell weiterhin als Auftrag für die Zukunft
verstanden.
Die Wiedervereinigung hat jedoch nicht nur in Ostdeutschland die Lebensverhältnisse verändert. Der Zuzug
von Menschen aus den neuen Bundesländern hat Forschungen des DIW (Deutsches Institut für
Wirtschaftsforschung Berlin) zufolge auch westdeutsche Frauen beeinflusst. Vor allem in Gebieten, in denen
besonders viele Menschen aus Ostdeutschland zuzogen, haben diese nämlich ihre Arbeitszeit erhöht. Das
zeigt sich deutlich von Mitte der 2000er Jahre an. Seither liegt die Arbeitszeit in diesen Gebieten um 1,5
Stunden pro Woche höher als in anderen westdeutschen Regionen, in denen der Zuzug nicht so groß war.
"Die Einstellungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich stärker verändert als in anderen
Gebieten", erklärt das DIW diesen Befund. Denn die Menschen, die in Ostdeutschland sozialisiert wurden,
hätten erlebt, dass dies möglich war. Das könnte auch die kulturellen Normen in Westdeutschland verändert
haben. Die DDR lag zeitweise weltweit an der Spitze, was die Erwerbstätigkeit von Frauen anging, sagt eine
Forscherin des DIW. In Westdeutschland hingegen war häufig der Mann der "Alleinernährer", während die
Frauen für die Familienarbeit zuständig waren. Nach der Wiedervereinigung aber hätten sich die
Erwerbsquoten der westdeutschen Mütter an die der ostdeutschen angeglichen. Arbeiteten zwischen 1990
und 1994 mehr als die Hälfte der Mütter von Kindern unter elf Jahren in Ostdeutschland in Vollzeit, so lag
diese Quote in Westdeutschland bei unter 20 Prozent.
Bei den Alterseinkommen aber wird die Angleichung noch Jahrzehnte dauern, schätzen die Berliner
Forscher. Zwar liegen die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Ostdeutschland höher als in
Westdeutschland: Bei Männern beträgt der Unterschied acht Prozentpunkte, bei Frauen sogar 50
Prozentpunkte, weil sie häufiger erwerbstätig waren. Dennoch verfügen ältere Ostdeutsche nur über vier
Fünftel des Alterseinkommens der Rentner in Westdeutschland. Denn im Osten beziehe ein wesentlich
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geringerer Anteil der Haushalte Einkommen aus privaten Renten, auch Betriebsrenten. Außerdem wohnten
weniger Menschen in einer selbstgenutzten Immobilie, heißt es in der Studie. Immer noch gebe es in
Ostdeutschland viele Familien, die sich eine eigene Wohnung oder ein Haus nicht leisten könnten, sagt DIW-
Forscher Johannes Geyer.
1 Das Ziel der Wiedervereinigung war, dass West-und Ostdeutsche sich als ein Volk R F
betrachten würden.
3 Eine ostdeutsche Kanzlerin so wie ein ostdeutscher Präsident haben dazu geführt, R F
dass es generell mehr ostdeutsche Politiker*innen in Spitzenpositionen gibt.
6 Auch in Westdeutschland haben sich Dinge dadurch verändert, dass Menschen aus R F
dem Osten in den Westen gekommen sind: z.B. die Arbeitszeit der Frauen.
7 Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, was Erwerbsarbeit und Familienarbeit R F
betrifft, war zwischen DDR und BRD unterschiedlich.
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Sammelt in einer Liste die Unterschiede, die noch heute zwischen West- und Ostdeutschland bestehen:
- Führen diese Unterschiede eurer Meinung nach zu gesellschaftlichen Problemen oder nicht?
- Sollte die Politik korrigierend eingreifen und wenn ja, in welchen Punkten?
- Gibt es ähnliche oder vergleichbare Situationen in eurem Land oder in anderen Ländern, die ihr kennt
(große regionale Unterschiede / Schwierigkeiten / Spannungen)?
„Inzwischen fühle ich mich nicht mehr wirklich wie der Wessi, obwohl meine Schwiegereltern mich ab und zu
noch gerne daran erinnern. Allerdings im Scherz. Dreißig Jahre sind natürlich eine lange Zeit. Ich bin damals
hierher gekommen, weil ich unglaublich neugierig darauf war, was jetzt im Osten passiert. Der Osten
Deutschlands wie auch Osteuropa haben mich schon immer auf eine Art fasziniert. Ich habe versucht all
dem, was mir neu war, möglichst ohne Vorbehalte zu reagieren und vor allem ohne Überheblichkeit. Das war
und ist wohl immer noch der größte Fehler vieler Westdeutscher den Ostdeutschen gegenüber. Ich kann das
leider auch immer noch teilweise beobachten. Da ist bei uns Westdeutschen einfach diese Überzeugung, da
unser System ja „gewonnen“ hat, das „Bessere“ ist, dass einfach alles Andere im Osten schlecht war und wir
gar nicht schauen müssen, ob nicht auch wir Dinge aus Ostdeutschland übernehmen können, die es bei uns
nicht gab oder schlechter gelaufen sind. Das ist jetzt natürlich sehr überspitzt gesagt, aber der Ausdruck
„Besserwessi“ ist ja nicht vom Himmel gefallen.
Wenn man in ein anderes Land oder Bundesland geht, impliziert das natürlich, dass man sich der Lebensart
und den gesellschaftlichen Strukturen dort ein Stück weit anpasst. Das ist, denke ich das Normalste, was man
als Zuwanderer tut. In diesem Fall war das aber nicht so. Wir Westdeutsche haben unser System ja
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mitgebracht. Wenn ich mit ostdeutschen Freunden darüber spreche, verstehe ich, wie absurd das auf eine
Art ist. Natürlich haben die Ostdeutschen den Fall des Regimes zum sehr großen Teil gewollt und die
Wiedervereinigung war ein großer Wunsch, aber es geht hier um subtilere Dinge als nur um ein politisches
System. Ein Freund von mir hat mir einmal gesagt: „Stell dir vor in eine Vierer-WG kommt ein neuer
Mitbewohner. Er stellt sofort einen neuen Putzplan auf, sortiert das Geschirr und den Kühlschrank neu,
schreibt einen Regelkatalog, den er an die Pinnwand hängt. Er achtet nicht eine Minute darauf, wie das
Leben in dieser WG bis zu dem Zeitpunkt seines Einzugs stattgefunden hat, da er ja überzeugt davon ist, dass
er besser weiß, wie so eine Gemeinschaft funktionieren kann.“ Ich finde, das Bild trifft es recht gut.“
Schreibe einen kleinen Kommentar zu dem Text „Als Wessi im Osten“. Was hältst du von den
Argumenten des Autors?
Kennst du typische Produkte, die aus Ostdeutschland kommen? Sicherlich, denn einige sind sehr berühmt.
Beliebt in ganz Deutschland ist zum Beispiel der Dresdner Christstollen, eine Süßigkeit, die es um die
Weihnachtszeit gibt. Auch Spreewaldgurken, die Thüringer Rostbratwurst, Bautzener Senf oder Getränke wie
Afri Cola, Köstrizer und Radeberger Bier und Rotkäppchensekt sind Original Marke Ost.
Der Osten ist aber auch für Kunsthandwerk bekannt, so wie das Meißner Porzellan oder die hölzernen
Figuren des Kunsthandwerks aus dem Erzgebirge, die Nussknacker, die Räuchermänner oder die Herrenhuter
Sterne, mit denen die Fenster während der Adventszeit dekoriert werden. Nicht zu allerletzt kommt das
typische, etwas moppelige Ampelmännchen mit dem Hut, welches mittlerweile eins der Wahrzeichen Berlin
geworden ist, aus der ehemaligen DDR.
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Weihnachten in Deutschland: Wer denkt da nicht an festlichen Dresdner Christstollen und leckere
Pulsnitzer Pfefferkuchen, Lichter auf erzgebirgischen Holzpyramiden und Schwibbögen, Räuchermän-
ner, Musik, einen Tannenbaum mit glänzendem, gläsernem Christbaumschmuck. All diese Traditionen
kommen aus Dresden und Umgebung. Und in Dresden wird die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest
schon seit 1434 mit einem Markt gefeiert. Traditionelle Handwerksarbeiten aus Dresden und Umge-
bung prägen das Bild der Marktstände auf dem Dresdner Altmarkt: Holzkunst aus dem Erzgebirge,
Blaudrucke und Töpferwaren aus der Lausitz, Lebkuchen, Herrenhuter Adventssterne, mundgeblase-
ner Baumschmuck und natürlich Spezialitäten aus Dresden selbst, wie zum Beispiel die Traditionsfigur
Dresdner Pflaumentoffel.
Kulinarische Attraktion des Marktes aber ist der originale Dresdner Christstollen, ursprünglich Striezel
genannt, der dem Markt seinen Namen verlieh. Dem Dresdner Christstollen ist auch das alljährliche
Stollenfest gewidmet, das in diesem Jahr am 4. Dezember stattfindet. Dresdner Bäcker bringen einen
Riesenstollen von ungefähr drei Tonnen in einem Festumzug auf den Markt.
Das Ost-Ampelmännchen
Kennt ihr dieses Männchen? Und was wisst ihr über seine Entstehung und seine
Geschichte? Wo seid ihr diesem Männchen begegnet?
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Ü 275_Das Ost-Ampelmännchen
(aus: Deutsche Welle, verändert und gekürzt)
Wer durch Berlin läuft, ist ihm auf jeden Fall schon begegnet. Mit rotem oder grünem Hut regelt es den
Verkehr für die Fußgänger. Außerdem ist es längst in allen Souvenirgeschäften der Stadt zu finden: auf
Tassen, T-Shirts, Taschen, usw. Das Ost-Ampelmännchen ist zu einem der Kultsymbole Berlins geworden.
Dabei sollte es eigentlich nach der Wiedervereinigung abgeschafft werden, doch die Figur war so beliebt,
dass sich viele Leute, darunter auch Politiker für ihren Verbleib eingesetzt haben.
Erfunden wurde das putzige Männchen von Karl Peglau 1961 in der damaligen DDR. Er war
Verkehrspsychologe und machte sich Gedanken, wie er am besten denjenigen helfen könnte, die im
Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Das sind Kinder und ältere Leute. Für sie, dieser Überzeugung war
Peglau, sind abstrakte Piktogramme nicht besonders geeignet. Kinder und ältere Menschen brauchen eher
anschauliche, konkrete Symbole. Daher wollte Peglau, dass sein Ampelmännchen möglichst menschlich
aussieht.
Seine Witwe erzählt, dass er jedoch nicht wusste, wie er die Frisur des Männchens gestalten sollte. Da hatte
seine Sekretärin die Idee, dem Männchen einen Hut aufzusetzen. Peglau war erst gar nicht begeistert, da der
Hut ein Symbol des Kapitalismus war und niemand in der DDR einen Hut trug. Aber schließlich blieb der Hut
und das Ampelmännchen war schon zu DDR-Zeiten beliebt bei den Leuten. Es wurde sogar als
Zeichentrickfigur in der Verkehrserziehung eingesetzt.
Als die Wiedervereinigung kam, sollte das Ost-Ampelmännchen abgeschafft werden. Die Symbole sollten im
gesamten Land gleich sein und so sollte das West-Ampelmännchen auch in den so genannten neuen
Bundesländern eingeführt werden. Der Designer Markus Heckhausen war einer derjenigen, die das
Verschwinden des Ost-Ampelmännchens verhinderte. Er war Mitte der 90er Jahre aus Tübingen nach Berlin
gekommen. Er mochte das Ost-Ampelmännchen und entwarf ein erstes Produkt mit diesem: eine Lampe.
Daraufhin wurde das Symbol zunehmend beliebter. Bürgerinitiativen und Politiker forderten schließlich den
Erhalt des Symbols und hatten Erfolg: 1997 führten die ersten ostdeutschen Bundesländer den Mann mit
Hut wieder ein. Die Stadt Berlin übernahm die Figur im Ost-und Weststadtteil. Jeder West-Ampelmann, der
in Berlin kaputt geht, wird durch einen Ost-Ampelmann ersetzt.
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B2 Materialien – Lösungen
Ü 201 Sven – positiv, Mareike – negativ, Miriam – positiv, Falco – positiv, Falco – negativ / skeptisch
B 201 1. gut / nur ein kurzer Stau (bei München), 2. die Ausweise, 3. neben dem Schwimmbad, 4. dass es
zu laut ist, 5. bis 19 Uhr, 6. die Koffer auspacken
Ü 202 1. die, 2. von denen, 3. -e, 4. -en, 5. -e, 6. -es, 7. ---, 8. In, 9. zu, 10. im, 11. im, 12. aus, 13. bis, 14.
von, 15. in, 16. im, 17. dem, 18. Dem, 19. den, 20. die, 21. die, 22. alle, 23. dem, 24. -e, 25. -en, 26.
-er, 27. -e, 28. nach, 29. durch, 30. für, 31. von, 32. von, 33. die, 34. die, 35. der, 36. eine
B 202 1. a, 2. b, 3. a, 4. c
Ü 203 2. Die Zeitung wird (von ihm) gelesen., 3. Drei Liter Wasser werden (von ihr) getrunken., 4. Eine
lange Hausarbeit wird (von Patrick) geschrieben., 5. Die Getränke werden (von euch) vom
Getränkemarkt geholt., 6. Eine neue Brücke wird (von ihnen) gebaut., 7. Die Stadt wird den
Touristen (von dem Reiseführer) gezeigt., 8. Eine goldene Uhr und drei Ringe werden jedes Mal
(von dem bekannten Kaufhausdieb) geklaut., Der Postbote wird (von dem Hund) gebissen., 10. Das
kleine Kind wird (von der Katze) gekratzt,
Ü 204 2. Die Diplomarbeit muss am nächsten Dienstag abgegeben werden., 3. Die Kinder müssen in den
Kindergarten gebracht werden., 4. Diese Wohnung kann gekauft werden., 5. Hier darf geparkt
werden. / es darf hier geparkt werden., 6. Das Zimmer muss aufgeräumt werden., 7. Das Baby soll
in Ruhe gelassen werden., 8. Ein Stück von Beethoven muss vorgespielt werden., 9. Die Wohnung
muss heute unbedingt geputzt werden., 10. Darf hier geraucht werden?
Ü 205 1. …, in denen Karneval gefeiert wird., 2. Die Currywurst ist in Berlin erfunden worden., 3.
Weißwürste sind eine Spezialität aus Bayern, die gepellt werden müssen, bevor sie gegessen
werden können. Sie werden typischerweise mit süßem Senf und Brezel gegessen., 4. In Hamburg
kann ab morgens um 5 Uhr der berühmte Fischmarkt besucht werden, von dem jeden Sonntag
Tausende Besucher angelockt werden., 5. In Weimar ist 1857 das Denkmal eingeweiht worden, auf
welchem die beiden Dichter gezeigt / dargestellt werden.
Ü 206 1. Das Ruhrgebiet wird auch „Ruhrpott“ genannt., 2. Der Region wurde der Name des Flusses
gegeben. / Die Region wurde nach dem Fluss benannt., 3. Als ein Ballungsraum wird eine
Zusammenballung von mehreren Städten gesehen., 4. Als Kernstädte werden die
Städte...gesehen., 5. Das Ruhrgebiet wurde...bekannt (kein Passiv), 6. Charakteristische
Fördertürme können heute noch an einigen Stellen des Ruhrgebietes gesehen werden., 7. Zeche
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wurde früher eine Gruppe von Personen genannt, die…, 8. Der Name wurde dann später oft
stellvertretend für Bergwerk benutzt., 9. Was Kultur, Kunst und Theater betrifft wird im Ruhrgebiet
heute viel geboten. Neben vielen Kunstmuseen und Schauspielhäusern wird in Bochum das
erfolgreichste Musical der Welt aufgeführt, wofür ein eigenes Theater gebaut worden ist.
Ü 207 1. R, 2. F, 3. F, 4. R, 5. F, 6. R
Ü 208 1. Wenn, 2. ob, 3. Wenn, 4. ob, 5. Ob, 6. ob, 7. Ob, 8. ob, 9. Ob, 10. wenn, 11. ob
B 204 1. F, 2. R, 3. F, 4. F, 5. F, 6. R, 7. F, 8. R, 9. R, 10. F
Ü 209 1. auf, 2. in, 3. aus, 4. durch / in / aus, 5. über, 6. Hinter / Vor, aus, 7. im, 8. auf, 9. unter, 10.
zwischen, 11. an, 12. Über, 13. hinter / vor
Ü 210 1. auf den, 2. In der, 3. Auf der, 4. Vor dem, 5. in einen, 6. Auf der, 7. von dem, 8. in, 9. von der, 10.
hinter dem, 11. durch die, 12. hinter der, 13. in die, 14. Auf der, 15. nach
B 205 1. einmal pro Woche / jeden Sonntag / jeden Sonntagabend, 2. seit über 40 Jahren, 3. in
unterschiedlichen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 4. circa 1,27 Millionen
Euro, 5. zwischen 6 bis 10 Millionen Zuschauer schauen jeden Sonntag den Tatort, 6. Münster:
Komik, Hamburg: Action, 7. zu viele regionale Bezüge
Ü 211 1. mit, 2. vor, 3. an, 4. von, 5. als, 6. um, 7. über, 8. zu, 9. auf, 10. für
Ü 212 1. F, 2. R, 3. R, 4. R, 5. F, 6. R, 7. F, 8. F
Ü 213 1. R, 2. F, 3. R, 4. F, 5. R, 6. F
Ü 214 1. der, 2. was, 3. mit dem, 4. das, 5. den, 6. der, 7. die, 8. die, 9. mit der, 10. die, 11. in denen / zu
denen, 12. in denen, 13. das, 14. die, 15. dessen, 16. denen, 17. die, 18. die, 19. zu dem, 20. den,
21. der, 22. die, 23. der
Ü 215 1.-en, -e, -e, 2. -en, 3. -es, 4. -en, 5. -er, -e, -en, -em, 6. -em, 7. -er, 8. -e, -en
Ü 216 1. alle, 2. jeder, 3. -er, 4. -e, 5. Ihre, 6. jedem, 7. die / unsere, 8. das, 9. jeder, 10. ihrer, 11. einer,
12. Welchen, 13. alle, 14. diesem, 15. der, 16. der, 17. einer
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Ü 217 1. -em, - en, 2. –, -er, 3. -es, -e, 4. –, -es, 5. -e, -em, -en, 6. –, -es, 7. -er, -e, -en, -e, 8. –, -er, 9. -en, -
en, 10. -e, -en, 11. -e, -en, 12. -er, -en, -e, –, -en
Ü 218 1. ein Zustand der Isolation, bei dem man sich als Mediennutzer nur mit Informationen und
Personen auseinandersetzt, die ähnliche Meinungen haben, 2. eine Gruppe, in der man sich über
bestimmte Themen austauscht, 3. wir wählen die Informationen aus, die mit dem eigenen
Weltbild harmonieren, 4. dass die Medien für (vermeintliche) Falschmeldungen beschuldigt und
beschimpft werden und daher für wenig glaubwürdig gehalten werden, 5. sich für intelligenter und
weniger manipulierbar als die anderen zu halten, 6. je öfter man eine Information liest, desto
wahrer erscheint sie, 7. sich bewusst mit anders denkenden Menschen und deren Meinungen
konfrontieren
B207 reinschneiden
Ü 219 1. F, 2. R, 3. F, 4. F, 5. R, 6. R, 7. R, 8. F, 9. F, 10. R
Ü 220 1. Sie zieht gerade den Neoprenanzug an., 2. Er kontrolliert gerade die Rechnung., 3. Ihr kaufet
gerade die Karten für die Seilbahn., 4. Wir buchen gerade ein Hotelzimmer für die Ferien., 5. Sie
spricht gerade über das Funkgerät., 6. Er bereitet sich gerade auf die Rekordwelle vor., 7. Sie sind
gerade im Klettersteig., 8. Wir essen gerade auf der Hütte., 9. Ich sehe gerade die Doku im
Internet., 10. Sie steigen gerade auf den Gipfel.
Ü 221 1. Beim Surfen hat er sich verletzt., 2. Beim Wandern hat sie viele Fotos gemacht., 3. Beim Lernen
möchte er nicht gestört werden., 4. Beim Big Wave Surfen muss man konzentriert sein., 5. Beim
Trainieren langweile ich mich., 6. Beim Wandern muss man auf das Wetter und mögliche
Wetterveränderungen achten., 7. Beim Joggen trainiert man Arm- und Beinmuskeln., 8. Beim
Bügeln höre ich immer Musik.
Ü 222 1. kennen, 2. weiß, kenne, 3. kannst, 4. kann, 5. kenne, weiß, kann, 6. kennst, weiß, 7. kann, 8.
kennst, 9. Wissen, kennen, 10. Weißt, kennen, 11. gewusst, kann, 12. weiß, kenne, kannst, 13.
kennt, weiß
Ü 223 1. R, 2. F, 3. F, 4. R, 5. R, 6. F, 7. R
B 210 1. b, 2. a, 3. a, 4. b, 5. a, 6. a, 7. c, 8. a, 9. b, 10. a
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Ü 227 1. F, 2. F, 3. R, 4. R, 5. R, 6. F, 7. R
Ü 228 1. …, dass er schon in vielen Regionen Deutschlands gewesen sei und die größten Städte besucht
habe., 2. …, dass sie sich auch gut in Deutschland auskenne., 3. …, dass Extremsportarten wirklich
gefährlich seien. Leute, die das machten (machen würden), sollten vor allem bedenken, dass sie
nicht nur sich selbst in Gefahr brächten (bringen würden), sondern gegebenenfalls auch die
Helfer., 4. …, dass Pauschalreisen optimal seien, um sich richtig gut zu erholen., 5. …, ob der
Swimming-Pool am Abend geschlossen werde., 6. …, dass die Arbeit da oben auf dem Gipfel
herrlich sei. Das sei ein Geschenk Gottes. Er wolle mit niemandem tauschen, der unten in einem
Büro im Tal sitzen müsse.
Ü 229 1. …, dass es in den letzten Jahren mehrere Urteile gegeben habe., 2. Die verschiedenen
Bundesländer hätten unterschiedliche Regeln., 3. Als die ersten Bundesländer das Kopftuch
verboten hätte, sei die Frage aufgekommen, ob man auch andere Symbole, wie zum Beispiel das
Kruzifix, verbieten solle., 4. Sage man, dass der Staat und also auch die Schulen neutral sein
müssten, dann dürfe es auch kein Kruzifix in den Schulen geben. Das sage zum Beispiel das Berliner
Neutralitätsgesetz., 5. Andere Urteile sagen, dass es gegen die Religionsfreiheit verstoße, religiöse
Symbole zu verbieten., 6. In der Zukunft werde sich zeigen, in welche Richtung die Gesetze gehen
würden / gingen.
B 211 Weil er nicht in dem Zimmer mit der Nummer 213 schlafen möchte.
Ü 230 1. F, 2. F, 3. R, 4. R, 5. R, 6. F
Ü 231 1. Erst, 2. nur, 3. Nur, 4. nur, 5. erst, 6. nur, 7. erst, 8. Erst, 9. nur, 10. erst
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Ü 232 1. Obwohl er heißes Wetter hasst, fährt er jedes Jahr mit seiner Familie in den Süden., 2. Trotz des
Regens gehe ich spazieren., 3. Er ist arbeitslos. Trotzdem ist er zufrieden., 4. Trotz ihrer
Pollenallergie macht sie ein Picknick im Park., 5. Obwohl meine Wohnung sauber ist, putze ich sie.,
6. Trotz seiner schlecht bezahlten Arbeit wechselt er sie nicht., 7. Da es heiß ist, wollen sie ans
Meer fahren., 8. Wegen der hohen Immobilienpreise können sich die Leute kein eigenes Haus
kaufen., 9. Sie hat eine große Begabung für Sprachen. Deshalb studiert sie Romanistik und
Anglistik., 10. Bevor wir ins Kino gehen, gehen wir im Restaurant etwas essen., 11. Er muss lernen.
Danach möchte er die Prüfung machen.
Ü 233 1. R, 2. F, 3. R, 4. R, 5. F, 6. R, 7. R, 8. R
Ü 236 1. von, 2. nach, 3. aus, 4. von, 5. für, 6. von, 7. im, 8. von, 9. bis, 10. als, 11. als, 12. an, 13. in, 14.
nach, 15. durch, 16. Zwischen, 17. ---, 18. am, 19. von, 20. zu, 21. als
B 213 1. Man braucht es zum Überleben, im Alltag., 2. Reisen, ausgehen und Bücher, 3. Ihre Freunde
studieren BWL und Jura, weil sie sich gut bezahlte Jobs erhoffen., 4. Auf einen reichen Mann.
Ü 237 1. R, 1. R, 3. F, 4. F, 5. R, 6. F, 7. R
Ü 238 1. will / möchte, 2. können, 3. darf, 4. darf, 5. müssen, 6. Soll, 7. willst / möchtest, 8. musst, 9.
sollst, 10. musst, 11. muss, 12. soll, 13. darf, 14. können, 15. wollen
Ü 240 1. F, 2. F, 3. F, 4. R, 5. F, 6. F, 7. F, 8. R
Ü 241 1. mit, damit, 2. Wovon, 3. dafür, 4. an sie, 5. um, 6. Worüber, über, 7. davon, 8. Womit, damit, 9.
worüber, 10. darum, 11. dazu, 12. darum, 13. daran, 14. darüber, 15. darauf, 16. darauf, 17. dafür
Ü 243 1. wurde, 2. ihnen, 3. um, 4. uns, 5. ersetzt, 6. wie, 7. indem, 8. benutzt, 9. kommt, 10. viel
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Ü 245 1. F, 2. R, 3. F, 4. F, 5. R, 6. F, 7. F, 8. F, 9. F, 10. F
Ü 246 1. negativ / skeptisch, 2. negativ / skeptisch, 3. negativ / skeptisch, 4. positiv, 5. positiv, 6. positiv
B 215 1. b, 2. a, 3. b, 4. b, 5. c, 6. c, 7. c, 8. c, 9. a, 10. c
Ü 247 1. auf, 2. daran, 3. davon, 4. davon, 5. von, 6. über, 7. von, 8. davor, 9. an, 10. mit, 11. zu, 12. an,
13. darum, 14. nach, 15. mit, 16. von, 17. mit denen, 18. von, 19. daran, 20. daran
Ü 248 1. b, 2. a, 3. c, 5. d, 6. a, 7. c, 8. b, 9. b
Ü 249 1. R, 2. F, 3. R, 4. F, 5. F, 6. F, 7. R, 8. R, 9. R, 10. R
Ü 250 1. Er findet es interessant, ein neues Land kennen lernen zu können., 2. ...ein neues Firmenkonzept
zu entwickeln, 3. --- (keine Umformung möglich), 4. ...mit den Arbeitsbedingungen nicht zufrieden
zu sein., 5. --- (keine Umformung möglich), 6. --- (keine Umformung möglich), 7. --- (keine
Umformung möglich), 8. ...neue Leute aus verschiedenen Ländern kennenlernen zu können.
Ü 251 1. die, 2. ihr, 3. der, 4. sie, 5. dem, 6. der, 7. der, 8. sich, 9. man, 10. einem
B 216 1. F, 2. c, 3. F, 4. a, 5. R, 6. c, 7. F, 8. b, 9. F, 10. c
B 217 1, F, 2. F, 3. R, 4. F, 5. R, 6. R, 7. F, 8. R
B 218 1.b, 2.a, 3.a, 4.b, 5.c, 6.c, 7.b, 8.a, 9.b
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Ü 256 1. Die Rechnung wird morgen bezahlt werden., 2. Das Auto kann hier geparkt werden., 3. Im Kino
„Zeitlos“ werden nächste Woche nur Schwarz-Weiß-Filme gezeigt., 4. Der Dieb wird gefunden
werden., 5. Er wurde nach der Relativitätstheorie gefragt., 6. Darf hier geraucht werden?, 7. Nach
ihm wird überall gesucht. / Überall wird nach ihm gesucht., 8. Er hofft, zum Vorstellungsgespräch
eingeladen zu werden., 9. Ich wurde darum gebeten, bei der Veranstaltung zu helfen., 10. Den
Verletzten wird geholfen.
Ü 257 1. Das Haus wird gebaut., 2. Der Tisch ist schon gedeckt., 3. Dieses Buch ist geschrieben worden.,
4. Die Blumen sind schon gepflanzt., 5. Der Brief ist geschrieben., 6. In diesem Moment wird
gedreht., 7. Der Unterricht ist vorbereitet.
Ü 259 1. R, 2. F, 3. F, 4. R, 5. R, 6. R, 7. R, 8. F
Ü 260 1. geschlossen, 2. kommen, 3. der Reihe, 4. stehe, 5. Sorgen, 6. Feierabend, 7. getroffen, 8. stellen
Ü 261 1. F, 2. R, 3. F, 4. R, 5. R, 6. F
Ü 262 1. F, 2. F, 3. F, 4. R, 5. R, 6. R, 7. F, 8. R, 9. F
Ü 264 1. zu, 2. die, 3. wenn, 4. Schwierigste, 5. dem, 6. muss / soll / sollte, 7. als, 8. geschrieben, 9. sich,
10. warum
Ü 265 1. R, 2. F, 3. R, 4. R
Ü 266 1. … es sei ein Problem, dass jedes Bundesland sein eigenes Bildungssystem habe., 2. ...dass die
meisten Eltern für ihre Kinder ein G9-Abitur wollten., 3. …, dass das Abitur nach 12 Jahren noch
mehr Stress bedeute., 4. …, man dürfe auch nicht vergessen, dass die 11. Klasse früher oft als
Orientierungsklasse benutzt worden sei., 5. …, dass gerade die Zeit der Adoleszenz wichtig sei. Die
Schule müsse den Schülern Freiraum lassen.
Ü 267 Gofauer sagt, dass die Hauptschule heutzutage leider ein Sammelbecken für Bildungsverlierer sei.
Wir hätten die Einteilung in die drei Schulen: Gymnasium, Realschule und Hauptschule. Die besten
gingen aufs Gymnasium und wollten danach oft studieren. Wenn sie nicht studierten, seien das
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natürlich die ersten, die auf dem Arbeitsmarkt die guten Lehrstellen bekämen. Danach würden die
Ausbildungsstellen an die Realschüler vergeben. Wer leer ausginge, seien natürlich die
Hauptschüler. Sie müssten das nehmen, was übrig bleibe, wenn etwas übrig bleibe. Folglich seien
die meisten Schüler auf den Hauptschulen komplett demotiviert. Sie wüssten, dass sie mit dieser
Schule keine Chancen hätten. In vielen Großstädten gäbe es in Hauptschulen auch Kriminalität.
Das seien die Ghettos der Abgehängten, der Aufgegebenen. Wenn wir die Hauptschule nicht
abschafften, würden wir weiterhin Teile der Gesellschaft produzieren, die ihren Weg in die
Gesellschaft nicht finden könnten.
Peter Sörgen denkt, dass mit der Abschaffung der Hauptschule niemandem geholfen sei. Nur, weil
es dann diese Schule nicht mehr gebe, seien die Problemschüler nicht abgeschafft, also Schüler,
die aus schwierigen Milieus kommen, die als Eltern entweder Alkoholiker, Arbeitslose oder nicht
selten auch Eltern hätten, die sie schlagen würden. Diese Jugendlichen seien demotiviert, aber
indem wir ihnen die Schule wegnähmen, würden sie nicht plötzlich zu Musterschülern, die sich auf
der Realschule und dem Gymnasium zurechtfinden könnten. Wenn über die eventuelle
Abschaffung der Hauptschule gesprochen würde, würde immer die Arbeit, die dort gemacht
werde, vergessen. Sie versuchten, die Jugendlichen vor dem Abrutschen zu bewahren, versuchten,
ihnen eine Ausbildung zu geben, die sie bereit für das Arbeitsleben mache, versuchten, mit
verschiedensten Projekten ihre Persönlichkeit zu stärken. Schafften wir die Hauptschule ab, würde
diesen Jugendlichen auch keine Unterstützung mehr gegeben.
Ü 268 1. R, 2. F, 3. R, 4. F, 5. R, 6. F, 7. R
Ü 269 1. F, 2. F, 3. F, 4. R, 5. R, 6. F, 7. F, 8. R, 9. F
Ü 270 1. Er wird wohl technische Probleme haben. , 2. Er wird wohl keine Lust mehr dazu haben., 3. Er
wird wohl besser (als das Vorgängermodell) sein., 4. Er wird wohl deprimiert gewesen sein., 5. Sie
wird ihn wohl nicht mehr lieben., 6. Das Interesse daran wird wohl gering gewesen sein., 7. Sie
wird wohl Angst vor dem Fliegen haben., 8. Sie werden wohl lange arbeiten müssen., 9. Er wird sie
wohl zu Hause vergessen haben., 10. Sie wird ihn wohl nicht mögen.
Ü 271 1. nach, 2. in der, 2. an der, 4. zu / auf dem, 5. auf die / auf der, 6. zum, 7. in die, 8. nach, 9. auf
dem / in der, 10. in welchen, 11. an der, 12. auf dem, 13. in die / nach / nach / in die / in der, 14.
auf der, 15. auf / bei der, 16. auf
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B 222 1. c, 2. b, 3. a, 4. c, 5. b, 6. a, 7. c, 8. b
Ü 273 1. wurde, 2. des, 3. zu, 4. anderem, 5. für, 6. beteiligt, 7. erleidet / hat / bekommt, 8. als, 9. dass,
10. sei / wäre / ist (NICHT: war)
Ü 274 1. R, 2. F, 3. F, 4. R, 5. F, 6. R, 7. R, 8. F
B 224 1. aus Dresden und Umgebung, 2. seit 1434, 3. Es ist der ursprüngliche Name für den Dresdner
Christstollen., 4. Bäcker bringen einen Riesenstollen von circa drei Tonnen auf den Markt.
Ü 275 1. In ganz Berlin und den neuen Bundesländern., 2. Kinder und ältere Menschen, die im
Straßenverkehr besonders gefährdet sind, brauchen eher konkrete als abstrakte Symbole., 3. Die
Symbole sollten in ganz Deutschland gleich sein und deshalb sollte im Osten das West-
Ampelmännchen eingeführt werden.
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