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Ethik

Pflege gilt als (semi)professionell, da sie wissenschaftliches Wissen und eine eigene Fachsprache besitzt sowie gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Ethische Überlegungen sind entscheidend, um die Würde und Selbstbestimmung der Patienten zu wahren und moralische Konflikte zu lösen. Die Prinzipienethik in der Pflege umfasst Regeln wie Nicht-Schaden, Wohltätigkeit, Respekt der Autonomie und Gerechtigkeit, um verantwortungsvolles Handeln zu fördern.

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Pflege gilt als (semi)professionell, da sie wissenschaftliches Wissen und eine eigene Fachsprache besitzt sowie gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Ethische Überlegungen sind entscheidend, um die Würde und Selbstbestimmung der Patienten zu wahren und moralische Konflikte zu lösen. Die Prinzipienethik in der Pflege umfasst Regeln wie Nicht-Schaden, Wohltätigkeit, Respekt der Autonomie und Gerechtigkeit, um verantwortungsvolles Handeln zu fördern.

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nennen sie zwei grunde warum pflege als (semi) proffesion giltAntwort:

1. Pflege hat wissenschaftliches Wissen und eigene Fachsprache.

2. Pflege übernimmt gesellschaftliche Verantwortung und ist für


die Gesellschaft wichtig.

warum sind ethishe uberlegungen ein wichtiger Bestandteil


professionellen Pflegrhandelns

Antwort:
Ethische Überlegungen sind wichtig, damit Pflegekräfte über ihr
Handeln nachdenken, Verantwortung übernehmen und die Würde
und Selbstbestimmung der Patienten achten

Ethos:
Das Ethos ist die Gesamtheit der verinnerlichten Werte, Haltungen und
Normen einer Person oder einer Berufsgruppe, die ihr Denken, Handeln
und ihre Weltanschauung prägen. Moralischer Konflikt

Ein moralischer Konflikt entsteht, wenn eine Person zwei oder mehr
moralische Pflichten oder Werte hat, die sich widersprechen, und
nicht klar ist, welche Handlung „richtig“ ist.

Einfach erklärt:

 Du willst das Richtige tun, aber zwei Pflichten oder Werte stehen
sich gegenüber.

 Du musst eine Wahl treffen, wobei jede Entscheidung


Konsequenzen hat.

Beispiele aus deinen Pflegefällen:

1️⃣ Auszubildender auf der Party

 Konflikt: Eigene Freizeit / Spaß vs. Verantwortung gegenüber den


Patienten

2️⃣ Kranke Pflegekraft überlegt zu arbeiten

 Konflikt: Eigene Gesundheit schützen vs. Pflicht, Patienten zu helfen

3️⃣ Auszubildende soll Schulwissen ignorieren

 Konflikt: Professionelle Standards einhalten vs. Arbeitsdruck /


Vorgaben des Personals
4️⃣ Auszubildende über verstorbenen Bewohner gefragt

 Konflikt: Ehrlichkeit vs. Vertraulichkeit / Schutz anderer vor Schaden

Schweigepflicht vs. Schutz

Frage: Eine Frau erzählt Ihnen im Krankenhaus von häuslicher Gewalt –


melden Sie es der Polizei?

Antwort:

 Der Schutz der Patientin hat Vorrang vor der


Schweigepflicht, wenn akute Gefahr besteht.

 Melden Sie den Fall an die zuständigen Behörden oder folgen Sie
den Richtlinien des Krankenhauses, um die Sicherheit der Frau zu
gewährleisten.

 Ethisches Prinzip: „Keinem Schaden zufügen“ und Schutz von


gefährdeten Personen.

2️⃣ Ressourcenknappheit

Frage: Wer bekommt zuerst ein Krankenhausbett: ein 8-jähriges Kind mit
hohem Fieber oder eine 91-jährige Frau mit Herzinfarkt?

Antwort:

 Die Entscheidung sollte nach medizinischer Dringlichkeit und


Überlebenschance getroffen werden.

 Vorrang hat der Patient mit dem höchsten akuten Risiko oder dem
größten Behandlungserfolg.

 Ethisches Prinzip: Gerechtigkeit, Fairness und Priorisierung


nach kritischem Bedarf.

 Denke sorgfältig über die Situation nach, berücksichtige die möglichen Folgen und
wähle die bestmögliche Handlung auf verantwortungsvolle Weise.

 Etwas formeller für die Prüfung:


Die Verantwortungsethik verlangt eine sorgfältige Analyse der Situation, die
Berücksichtigung der absehbaren Folgen sowie die Wahl der bestmöglichen und
verantwortungsvollen Handlungsoption.

Gesinnungsethik

Es geht darum, die Absicht hinter einer Handlung zu betrachten.

 Wichtig ist, was man will, nicht nur die Handlung selbst.
Art Bedeutung Beispiel

Geschlossene Starre Absicht, immer Totalitäres Regime, Schwarz-


Gesinnung gleiche Handlung Weiß-Denken

Flexible Absicht, fragt Respektvoller Umgang je


Offene Gesinnung
„Was ist gut?“ nach Situation

Prinzipienethik in der Pflege

Die Prinzipienethik benutzt vier Hauptregeln:

1. Nicht-Schaden – den Patienten nicht verletzen

2. Wohltätigkeit / Gutes tun – dem Patienten helfen und Gutes


bewirken

3. Respekt der Autonomie – die Entscheidungen des Patienten


respektieren

4. Gerechtigkeit – alle Patienten fair behandeln

1️⃣ Kategorischer Imperativ (Immanuel Kant)

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst,
dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Bedeutung:

 Bevor du etwas tust, frage dich:


„Wäre es in Ordnung, wenn jeder so handeln würde?“

 Wenn die Antwort nein ist → moralisch falsch.

 Beispiel: Lügen

o Wenn jeder lügt, gibt es kein Vertrauen → also ist Lügen falsch.

2️⃣ Praktischer Imperativ (Formel der Menschheit)

„Handle so, dass du die Menschheit … niemals bloß als Mittel brauchest.“

Bedeutung:

 Du darfst Menschen nicht nur als Mittel benutzen, um eigene


Ziele zu erreichen.

 Jeder Mensch hat Wert und Würde, die respektiert werden


müssen.

 Beispiel: Jemanden manipulieren, um Geld oder Gefallen zu


bekommen → das ist falsch.
💡 Kurzmerkregel für die Prüfung:

 Kategorischer Imperativ: Kann diese Regel für alle gelten?

 Praktischer Imperativ: Behandle Menschen immer als


Menschen, nicht nur als Mittel.

Hedonismus, Eudaimonismus, Utilitarismus

Hedonismus (Griechisch: hedone = Lust)

 Das höchste Gut und Ziel moralischen Handelns ist Lust / Freude.

 Beispiel: Epicurus

Eudaimonismus (Griechisch: eudaimonia = Glück, Gelingen des Lebens)

 Das höchste Ziel des Menschen ist Glück oder ein erfolgreiches
Leben.

 Ein Mensch führt ein gutes Leben, wenn er:

o besonnen und weise ist

o das Leben genießen kann

o seine Aktivitäten gesellschaftlich nützlich einsetzt

o anderen Menschen hilft

 Beispiele: Aristotle, Thomas Aquinas

Utilitarismus (Latein: utilitas = Nützlichkeit)

 Fokussiert auf die vorhersehbaren Folgen von Handlungen, um


den größtmöglichen Nutzen für die meisten Menschen zu
erreichen.

 Beispiel in der Pflege: Wenn viele Patienten versorgt werden


müssen, aber nicht alle komplett betreut werden können, fragt der
Utilitarismus:
👉 Was kann ich tun, damit die meisten Menschen von meinem
Handeln profitieren?

 Beispiele: Thomas Hobbes, Jeremy Bentham, John Stuart Mill

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