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Lexikologie Des Deutschen

Die Lexikologie des Deutschen ist die Lehre vom Wortschatz einer Sprache und untersucht dessen Entstehung, Entwicklung und gegenwärtigen Zustand. Sie umfasst verschiedene Bereiche wie allgemeine, spezielle, historische, kognitive und computerlinguistische Lexikologie sowie Aspekte der Wortbildung, lexikalischen Semantik und Phraseologie. Der deutsche Wortschatz wird auf etwa 300.000 bis 500.000 Wörter geschätzt, wobei Fachwörter die Zahl erheblich erhöhen können.

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Die Lexikologie des Deutschen ist die Lehre vom Wortschatz einer Sprache und untersucht dessen Entstehung, Entwicklung und gegenwärtigen Zustand. Sie umfasst verschiedene Bereiche wie allgemeine, spezielle, historische, kognitive und computerlinguistische Lexikologie sowie Aspekte der Wortbildung, lexikalischen Semantik und Phraseologie. Der deutsche Wortschatz wird auf etwa 300.000 bis 500.000 Wörter geschätzt, wobei Fachwörter die Zahl erheblich erhöhen können.

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Lexikologie des Deutschen

Christliche Universität Partium ■ Lehrstuhl für Germanistik ■ [Link] ■ str. Primăriei nr. 27 RO-410209 Oradea, Romania, Tel. Telefon: +40-259-418252/120
 Das Wort Lexikologie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Lehre
von Wörtern“ = Wortkunde.
 (lexis = das Wort; logos = Kunde, Lehre)

 Der Gegenstand der Lexikologie ist der Wortschatz einer Sprache.

 Die Lexikologie ist eine linguistische Disziplin, die den Wortschatz (das
Lexikon) einer Sprache in seiner Entstehung, Entwicklung und seinem
gegenwärtigen Zustand untersucht.

 Die Lexikologie ist kein Teil der Grammatik.

2
 Der Wortschatz (das Lexikon) einer Sprache ist ein offenes und instabiles
System: Auf der einen Seite werden ständig neue Wörter in den Wortschatz
aufgenommen, auf der anderen Seite werden manche Wörter ungebräuchlich.

 Deshalb kann der Umfang des Wortschatzes einer Sprache nur geschätzt
werden.

 Für die deutsche Sprache wird angenommen, dass sie – ohne die
Fachwörter und morphologische Wortformen – ca. 300 000 – 500 000 Wörter
enthält.

 Mit den Fachwörtern sind es 5 – 10 Millionen.


3
 Die Medizin verfügt z.B. über eine halbe Million Fachwörter.
 Ein durchschnittlicher Deutschmuttersprachler verwendet aktiv ca. 6 000 –
10 000 Wörter (= produktiver Wortschatz)

 Im Hinblick auf Goethe nahm man 80 000 Wörter an.

 Der Verstehenswortschatz umfasst beim Muttersprachler ca. 100 000


Wörter (= rezeptiver oder passiver Wortschatz).

4
 Die allgemeine Lexikologie
 Die spezielle Lexikologie
 Die historische Lexikologie
 Die kognitive Lexikologie
 Die computerlinguistische Lexikologie

 Die allgemeine Lexikologie – sucht nach den Gemeinsamkeiten aller


Wörter aller Sprachen (= nach Universalien).
Z.B. alle Sprachen verfügen über einen Vorrat von Morphemen.

 Die spezielle Lexikologie – hat als Gegenstand den Wortschatz einer


speziellen Sprache. Sie ist in der Regel auf die Gegenwartssprache
5
ausgerichtet.
 Die historische Lexikologie – wird auch Etymologie genannt. Sie betrachtet die
Wörter sowohl in ihrer formalen als auch inhaltlichen Entwicklung.
Sie kann zum einen den Wortschatz zu einem bestimmten Zeitpunkt in der
Vergangenheit beschreiben, zum anderen die Entwicklung einzelner Wörter im
Laufe der Zeit.

 Die kognitive Lexikologie – beschreibt die Speicherung und Verarbeitung der


Wörter im menschlichen Gehirn (im „mentalen Lexikon“).
Sie interessiert sich für Worterkennungs- und Wortbildungsprozesse.

 Die computerlinguistische Lexikologie – beschäftigt sich mit der Entwicklung


und Verwendung von computerlinguistischen Methoden. Sie erstellt mit Hilfe
computerlinguistischer Methoden unterschiedliche Lexika.
6
 Die Wortbildung
 Die lexikalische Semantik
 Die Phraseologie

 Die Wortbildung
– befasst sich mit der Bildung und Strukturierung der komplexen Wörter.
– Sie untersucht die Wortbausteine (Morpheme) und die Regeln ihrer
Zusammenfügung.

 Die lexikalische Semantik beschäftigt sich mit der Bedeutung der Lexeme.

 Die Phraseologie befasst sich mit den festen Wortgruppen.


Diese sind Wortgruppen, die wie Einzelwörter im mentalen Lexikon (im
7
Langzeitgedächtnis) gespeichert werden.
 Die Lexikographie
 Die Morphologie
 Die Namenkunde

 Die Lexikographie – bezeichnet im engeren Sinn das Erstellen von


Wörterbüchern und im weiteren Sinn die Theorie und Praxis der
Wörterbuchforschung.

 Die Morphologie – ist ein Teilgebiet der Grammatik. Im engeren Sinn beschreibt
sie die grammatischen Wortformen, im weiteren Sinn auch
Wortbildungsprozesse. (Flexions- und Wortbildungsmorphologie)

 Die Namenkunde – befasst sich in erster Linie mit den Eigennamen (Personen-
und Ortsnamen) aus diachroner oder synchroner Sicht. 8
 Das bilaterale (dyadische) Zeichenmodell:
stammt von de Saussure.

Lautbild (Signifikant) + Vorstellung (Signifikat)

 Das dreiseitige (triadische) Zeichenmodell:


wird von der heutigen Semiotik vertreten.

Zeichenträger + Bedeutung (Intension) + Bezeichnung (Extension)

9
Sprachzeichen

Formativ Bedeutung

Lautkörper Lautbild Denotation Vorstellung

Formativ = Zeichenausdruck, Signifikant.


Dem Formativ entspricht ein physikalischer Lautkörper und psychisch ein Lautbild
(Sprachschallbild).
Die Bedeutung = bezeichnet etwas (Denotat), was wir über die im Gedächtnis
gespeicherte Vorstellung erkennen. 10

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