Lexikologie des Deutschen
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Das Wort Lexikologie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Lehre
von Wörtern“ = Wortkunde.
(lexis = das Wort; logos = Kunde, Lehre)
Der Gegenstand der Lexikologie ist der Wortschatz einer Sprache.
Die Lexikologie ist eine linguistische Disziplin, die den Wortschatz (das
Lexikon) einer Sprache in seiner Entstehung, Entwicklung und seinem
gegenwärtigen Zustand untersucht.
Die Lexikologie ist kein Teil der Grammatik.
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Der Wortschatz (das Lexikon) einer Sprache ist ein offenes und instabiles
System: Auf der einen Seite werden ständig neue Wörter in den Wortschatz
aufgenommen, auf der anderen Seite werden manche Wörter ungebräuchlich.
Deshalb kann der Umfang des Wortschatzes einer Sprache nur geschätzt
werden.
Für die deutsche Sprache wird angenommen, dass sie – ohne die
Fachwörter und morphologische Wortformen – ca. 300 000 – 500 000 Wörter
enthält.
Mit den Fachwörtern sind es 5 – 10 Millionen.
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Die Medizin verfügt z.B. über eine halbe Million Fachwörter.
Ein durchschnittlicher Deutschmuttersprachler verwendet aktiv ca. 6 000 –
10 000 Wörter (= produktiver Wortschatz)
Im Hinblick auf Goethe nahm man 80 000 Wörter an.
Der Verstehenswortschatz umfasst beim Muttersprachler ca. 100 000
Wörter (= rezeptiver oder passiver Wortschatz).
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Die allgemeine Lexikologie
Die spezielle Lexikologie
Die historische Lexikologie
Die kognitive Lexikologie
Die computerlinguistische Lexikologie
Die allgemeine Lexikologie – sucht nach den Gemeinsamkeiten aller
Wörter aller Sprachen (= nach Universalien).
Z.B. alle Sprachen verfügen über einen Vorrat von Morphemen.
Die spezielle Lexikologie – hat als Gegenstand den Wortschatz einer
speziellen Sprache. Sie ist in der Regel auf die Gegenwartssprache
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ausgerichtet.
Die historische Lexikologie – wird auch Etymologie genannt. Sie betrachtet die
Wörter sowohl in ihrer formalen als auch inhaltlichen Entwicklung.
Sie kann zum einen den Wortschatz zu einem bestimmten Zeitpunkt in der
Vergangenheit beschreiben, zum anderen die Entwicklung einzelner Wörter im
Laufe der Zeit.
Die kognitive Lexikologie – beschreibt die Speicherung und Verarbeitung der
Wörter im menschlichen Gehirn (im „mentalen Lexikon“).
Sie interessiert sich für Worterkennungs- und Wortbildungsprozesse.
Die computerlinguistische Lexikologie – beschäftigt sich mit der Entwicklung
und Verwendung von computerlinguistischen Methoden. Sie erstellt mit Hilfe
computerlinguistischer Methoden unterschiedliche Lexika.
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Die Wortbildung
Die lexikalische Semantik
Die Phraseologie
Die Wortbildung
– befasst sich mit der Bildung und Strukturierung der komplexen Wörter.
– Sie untersucht die Wortbausteine (Morpheme) und die Regeln ihrer
Zusammenfügung.
Die lexikalische Semantik beschäftigt sich mit der Bedeutung der Lexeme.
Die Phraseologie befasst sich mit den festen Wortgruppen.
Diese sind Wortgruppen, die wie Einzelwörter im mentalen Lexikon (im
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Langzeitgedächtnis) gespeichert werden.
Die Lexikographie
Die Morphologie
Die Namenkunde
Die Lexikographie – bezeichnet im engeren Sinn das Erstellen von
Wörterbüchern und im weiteren Sinn die Theorie und Praxis der
Wörterbuchforschung.
Die Morphologie – ist ein Teilgebiet der Grammatik. Im engeren Sinn beschreibt
sie die grammatischen Wortformen, im weiteren Sinn auch
Wortbildungsprozesse. (Flexions- und Wortbildungsmorphologie)
Die Namenkunde – befasst sich in erster Linie mit den Eigennamen (Personen-
und Ortsnamen) aus diachroner oder synchroner Sicht. 8
Das bilaterale (dyadische) Zeichenmodell:
stammt von de Saussure.
Lautbild (Signifikant) + Vorstellung (Signifikat)
Das dreiseitige (triadische) Zeichenmodell:
wird von der heutigen Semiotik vertreten.
Zeichenträger + Bedeutung (Intension) + Bezeichnung (Extension)
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Sprachzeichen
Formativ Bedeutung
Lautkörper Lautbild Denotation Vorstellung
Formativ = Zeichenausdruck, Signifikant.
Dem Formativ entspricht ein physikalischer Lautkörper und psychisch ein Lautbild
(Sprachschallbild).
Die Bedeutung = bezeichnet etwas (Denotat), was wir über die im Gedächtnis
gespeicherte Vorstellung erkennen. 10